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L... wie Lurche

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Kinderseite
Vorarlberger Jagd
L... wie
Lurche
Von Monika Dönz-Breuß
Ein Lurch – was ist
denn das? Zu den Lurchen zählen Frösche,
Kröten, Unken, Salamander und Molche.
Sie sind alle Wirbeltiere, die teilweise im
Wasser, teilweise an
Land leben. Daher werden sie auch Amphibien genannt – dieses
Wort kommt aus dem
griechischen und heißt
„doppellebig“.
Lurche gab es bereits
vor etwa 370 Millionen
Jahren in der Urzeit.
Sie waren die ersten
Wirbeltiere, die über
Lunge und Haut atmen konnten.
Im Laufe ihrer Entwicklungsgeschichte
wuchsen den Lurchen
Arme und Beine.
Wechselwarm
Alle Lurche sind wechselwarme Tiere. Dies
bedeutet, dass sie die
Fähigkeit haben, ihre
eigene
Körpertemperatur der Umgebungstemperatur anzupassen. Sie sind auf
Wärmequellen wie von
der Sonne aufgeheizte Steine angewiesen,
um ihren Kreislauf in
Schwung zu bringen.
Bei Wärme sind sie
flink und lebhaft. Bei
Kälte werden sie langsam und träge.
Säugetiere und Vögel dagegen erzeugen
durch
Umwandlung
der Nahrung in Energie körpereigene Wärme. Dadurch halten sie
ihre Körpertemperatur
gleichwarm.
Kleine Lurche
Feuersalamander und
Alpensalamander legen keine Eier – sie sind
lebendgebärend, wobei
der Feuersalamander
Larven ins Wasser ablegt, der Alpensalamander hingegen fertige kleine Salamander
zur Welt bringt.
Die
Larven
der
Schwarnzlurche haben
normalerweise äußere Kiemenbüschel und
entwickeln zuerst die
vorderen Beine und
dann erst die hinteren.
Die Wandlung vom Ei
zur Larve, von der Larve zur kiemenatmenden Kaulquappe und
von der Kaulquappe
zum ausgewachsenen
Lurch nennt man Metamorphose.
Lurche können grundsätzlich in zwei große Gruppen unterteilt
werden: die Froschlurche (Frösche, Kröten
und Unken) und die
Schwanzlurche (Molche und Salamander) –
hier stelle ich euch die
Schwanzlurche vor.
Frosch- und Schwanzlurche legen ihre befruchteten Eier in Gewässern ab. Aus den
Eiern schlüpfen nach
einiger Zeit Larven.
Bei den Froschlurchen
nennt man diese Larven Kaulquappen.
Metamorphose der Froschlurche: aus dem Ei wird eine Kaulquappe (links) und aus dieser ein Frosch (rechts).
Schwanzlurche
Zu den Schwanzlurchen gehören Salamander und Molche. Bei
Kinderseite
September / Oktober 2012
uns heimisch sind
Teichmolche,
Fadenmolche,
Kammund Alpen-Kammmolche sowie Bergmolche.
Nur zwei Salamanderarten lassen sich bei
uns finden: der Feuer- und der Alpensalamander. Schwanzlurche ernähren sich von
Würmern,
Insekten,
Spinnen,
Schnecken
und Muscheln.
Aussehen
Alle
Schwanzlurche
haben
einen
langgestreckten
Körper
und besitzen einen
Schwanz, der im Querschnitt rundlich oder
seitlich abgeflacht ist.
Die Haut ist weich,
nachgiebig und ohne
Schuppen, gewöhnlich
ist sie feucht, sehr drüsenreich, glatt, körnig
oder warzig. Die Haut
dient auch, teilweise
ausschließlich, als Atmungsorgan,
darum
sind die Schwanzlur-
Foto: Erich Roth
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Haut absondern, Feuer löschen kann. Deshalb wurden die Tiere
bei Bränden ins Feuer
geworfen.
Feuersalamander können in freier Natur bis
zu 20 Jahre alt werden.
che an feuchte
Lebensräume
gebunden.
Einige Eidechsenarten
sehen dem Salamander
und Molch sehr ähnlich, aber Eidechsen
sind Reptilien und ihre
Haut ist immer trocken
und schuppig.
Feuersalamander
Hast du schon einmal einen Feuersalamander in der freien
Natur gesehen? Diese nachtaktiven Tiere
sind bei uns zwar heimisch, aber nur selten
anzutreffen, da sie
sehr scheu sind. Sie
verstecken sich gerne
in Höhlen oder unter
losen Ästen, die am
Boden liegen – bei Regenwetter kannst du
sie aber auch auf Forststraßen beobachten.
Wie die anderen
Amphibien lebt
auch der Feuersalamander sowohl an Land,
wie auch im
Wasser. Ist er
an Land, so benötigt
er trotzdem eine Wasserstelle in seiner näheren Umgebung, da
der Feuersalamander
seine Larven (bis zu 20
Stück) nur im Wasser
ablegen kann.
Feuersalamander werden 16 bis 20 cm lang,
sind von der Grundfarbe schwarz gefärbt,
an der Oberseite von
einem
gelb-orangen
Streifenmuster durchzogen.
Der Name „Feuersalamander“ hat übrigens nichts mit seiner
Zeichnung zu tun,
sondern geht auf einen
alten Aberglauben zurück. Früher dachten
die Menschen, dass
das Sekret (die Flüssigkeit), welche Feuersalamander über ihre
Alpensalamander
Der Alpensalamander
wird im Montafon
auch „Quattapätsch“
genannt und kann vor
allem in den Monaten
Mai bis Juli sehr häufig
bei Regentagen auf den
Straßen und Wegen beobachtet werden.
Alpensalamander
werden 12-16 cm lang
und sind einheitlich
schwarz gefärbt.
Sie sind lebendgebärend und bringen 1-2
Jungtiere zur Welt. Die
Jungtiere werden zwei,
in höheren Lagen bis
zu drei Jahre im Mutterleib ausgetragen –
eine sehr lange Zeit.
Der Vorteil ist, dass die
kleinen
Salamander
fertig ausgebildet sind
– im Gegensatz zu den
jungen Feuersalamandern, welche sich erst
aus den Larven fertig
entwickeln müssen.
Auch der Alpensalamander ist sehr langlebig und kann bis zu
15 Jahre alt werden.
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Kategorie
Seele and Geist
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