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Andere Banken heißen wie eine Bank. Wir heißen wie unsere Kunden.

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Jahresbericht 2009
Andere Banken heißen wie eine Bank.
Wir heißen wie unsere Kunden.
www.bdk-bank.de
DieDie
Bank
Bank
zum
zum
Auto.
Auto.
Jahresbericht 2009
Partner des Handels.
www.bdk-bank.de
Die Bank zum Auto.
Impressum
Kontakt
Bank Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe AG
Nedderfeld 95, 22529 Hamburg
Postfach 57 02 07, 22771 Hamburg
Telefon: (0 40) 4 80 91-0
Telefax: (0 40) 4 80 91-66 99
E-Mail: info@bdk-bank.de
Internet: www.bdk-bank.de
Quellen
KBA online, ZDK, Statistisches Bundesamt,
Bundesagentur für Arbeit, kfz-betrieb Online,
Autohaus Online, tecson, ADAC, DPA, Creditreform,
Schwacke online, DAT online, Bankenfachverband
Konzept und Gestaltung
Kitazo AG, Hannover
Text
Bank Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe AG
Fotos
Bank Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe AG, Fancy,
Veer, Corbis, Getty Images, iStockphoto/Nikada/peepo,
mauritius images, Stockbyte, Carlo Zamboni
Inhalt
Organe und Bereiche
Aufsichtsrat .............................................................................. 7
Vorstand ................................................................................... 7
Bereichsleiter in der Zentrale ................................................... 7
Vertriebsleiter ........................................................................... 7
Vorwort und Grußwort
Vorwort des Vorstands ............................................................. 9
Grußwort des Präsidenten des ZDK ...................................... 11
Marktbericht
Der Markt im Überblick .......................................................... 13
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen in Deutschland ........... 13
Insolvenzen und Arbeitsmarkt ............................................... 14
Zinsentwicklung ..................................................................... 14
Automobilmarkt ..................................................................... 15
Restwertentwicklung ............................................................. 16
Kfz-Steuer-Reform ................................................................. 16
Umweltzonen ......................................................................... 16
Neufahrzeugmarkt ................................................................. 16
Gebrauchtwagenmarkt .......................................................... 17
Kfz-Gewerbe .......................................................................... 17
Gastbeitrag
Prof. Dr. Willi Diez .................................................................. 18
BDK
Erfolgreich in einem gesättigten Markt .................................. 21
Allfinanzkonzept ..................................................................... 22
Rückblick ............................................................................... 24
BDK – Partner des Handels ................................................... 25
Ausblick ................................................................................. 26
BDK-Jahresbericht 2009
5
BDK
Gastbeitrag
Marktbericht
Vorwort und Grußwort
Organe und Bereiche
Organe und Bereiche
Aufsichtsrat
Wolfgang F. Karsten (Vorsitzender)
Fritz Haberl (stellvertretender Vorsitzender)
Eric Delarue (seit 16.12.2009)
Jochen Jehmlich (seit 24.6.2009)
Dr. Axel Koblitz
Wilfried Multusch
Robert Rademacher
Francis Repka
Gerhard Schmid
Vorstand
Dr. Hermann Frohnhaus ........................................ Sprecher des Vorstands
Matthias Sprank .................................................... Mitglied des Vorstands
Bereichsleiter in der Zentrale
Majken Baasch ..................................................... Leitung Forderungsmanagement
Bernd Böge ........................................................... Leitung Service Center
Kerstin Bruns ........................................................ Leitung Personal
Martin Guse ........................................................... Leitung Zentrale Vertrieb
Frank Hägele ......................................................... Vertriebsdirektor Privat- und Geschäftskunden
Hans-Heiner Lüdemann ........................................ Vertriebsdirektor Handel
Berit Lindecke ....................................................... Leitung Marketing
Magnus Piliptschuk .............................................. Leitung Rechnungswesen/Controlling
Achim Ring ............................................................ Leitung Revision
Kristian Scheel ...................................................... Leitung Risk Compliance
Dr. Ulrike Schumann-Giesler ................................. Leitung IT-Koordination und Organisation
Markus Steuernagel .............................................. Leitung Credit Risk Management
Bernhard Welke ..................................................... Leitung Händlerbetreuung
Vertriebsleiter
Rainer Bickel ......................................................... Vertriebsleitung Kooperationen
Jörg Bugiel ............................................................ Vertriebsleitung Region Süd
Annette Jorns ........................................................ Vertriebsleitung Region West
Achim Kreyenpoth ................................................ Vertriebsleitung Region Südwest
Stefan Meede ........................................................ Vertriebsleitung Region Nord/Ost
Kirsten von Vett ..................................................... Leitung Händler Service Center
BDK-Jahresbericht 2009
7
BDK
Gastbeitrag
Marktbericht
Vorwort und Grußwort
Vorwort und
Grußwort
Organe und Bereiche
Vorwort
des Vorstands der Bank Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe AG
Welche Entwicklung das Automobiljahr 2009
Die Umweltprämie war insgesamt ein kon-
nehmen würde, war Ende 2008 noch nicht ab-
junktureller Erfolg und verschaffte dem Kfz-
zusehen. Rückläufige Absatzzahlen und struk-
Handel die notwendige Luft zum Atmen. Viele
turelle Probleme kennzeichneten die Situa-
Autohändler setzten die zusätzlichen Einnah-
tion der Branche. Doch Mitte Januar initiierte
men aus dem Neuwagenverkauf zum Abbau
die Bundesregierung ein Konjunkturpaket, mit
ihre Lagerbestände ein und trennten sich von
dem sie letztlich 5 Mrd. Euro für die Umwelt-
Langstehern, auch unter Inkaufnahme von Ver-
prämie bereitstellte. Die direkte Folge: Die Neu-
lusten. Damit verschafften sie sich eine gute
zulassungen konnten gegenüber dem Vorjahr
Ausgangsposition für das Jahr 2010, in dem
um 23 % gesteigert werden, 2 Mio. Fahrzeuge
mit einem deutlichen Rückgang der Neuzulas-
wurden verschrottet. Eine Verjüngung im Fahr-
sungen gerechnet und das Gebrauchtwagen-
zeugbestand und ein deutliches Sinken der
geschäft wieder stärker an Bedeutung gewin-
CO2-Ausstöße waren das Resultat am Ende
nen wird.
des Jahres.
Doch nicht alle Bereiche konnten aus der Prämie ihren Nutzen ziehen: Nur bis zum Segment
der Mittelklasse konnte die Branche von der
Die Umweltprämie hat zu einem Boom von
Neuzulassungen geführt. Das Gebrauchtwagengeschäft und Kundenbindungskonzepte gewinnen
nun wieder an Bedeutung.
Prämie profitieren, im Bereich der oberen Mittelklasse, der Oberklasse und bei den Sport-
Eine Begleiterscheinung der Umweltprämie
wagen musste der Kfz-Handel empfindliche
war, dass die Auslastung der Autohäuser und
Rückgänge bei den Neuzulassungen hinneh-
die damit verbundene Arbeitsbelastung keinen
men. Die Gebrauchtwagenpreise fielen weiter,
Raum für nachhaltige Kundenbindungskon-
die Besitzumschreibungen gingen zu Gunsten
zepte ließen. Die Bedienung des Neukunden
der Neuzulassungen weiter zurück.
stand im Vordergrund und viele Kunden haben
die Marke gewechselt. Die Herausforderung
wird sein, wie neu gewonnene Kunden dauerhaft an das Autohaus gebunden und verlorene Kunden zurückgewonnen werden können.
Denn nur ein Kunde, der seine Servicearbeiten
in der Werkstatt des Autohauses durchführen
lässt, sichert nachhaltig die notwendigen Erträge ab.
BDK-Jahresbericht 2009
9
Organe und Bereiche
Vorwort und Grußwort
Dr. Hermann Frohnhaus
Matthias Sprank
Die Bank Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe
Gemeinsam mit unseren Kooperationspart-
unterstützt den Kfz-Handel mit innovativen
nern bieten wir dem Handel und seinen Kun-
Produkten bei der Schaffung von Kundenbin-
den eine breit gefächerte Produktpalette, von
dung. Finanzdienstleistungsprodukte sollten
Refinanzierungsprodukten über Absatzfinan-
nicht nur den Kauf eines Fahrzeugs, sondern im
zierung und -leasing bis hin zu innovativen
Rahmen der Wertschöpfungskette zusätzliche
Versicherungen. Durch unsere Muttergesell-
Kundenkontakte ermöglichen. Deshalb haben
schaft, die Société Générale, können wir uns
FinanzierungPlus
für Gebrauchtfahrzeuge
günstig refinanzieren. Davon profitieren wir und
entwickelt, das neben GAP-Versicherung und
damit natürlich auch die mit uns zusammen-
Mobilitätsschutz vor allem die Reparaturkosten
arbeitenden Händler.
wir
Marktbericht
für die Finanzierungslaufzeit absichert und den
Kunden in die Werkstatt des Händlers lenkt.
Unser Angebot haben im vergangenen Jahr
rund 4.300 Autohandelsbetriebe in Anspruch
Unser Anspruch ist es, mit unserem Leistungsangebot die Unabhängigkeit des Kfz-Handels
zu fördern und seine Ertragskraft zu stärken.
genommen, 16 % mehr als noch 2008. Profitieren auch Sie von unserer Branchenkompetenz und Beratungsqualität und entscheiden
Sie sich für eine Bank, die heißt wie Ihre Bran-
BDK
Gastbeitrag
che.
10
Dr. Hermann Frohnhaus
Matthias Sprank
Sprecher des Vorstands
Mitglied des Vorstands
BDK-Jahresbericht 2009
Grußwort
des Präsidenten des Zentralverbandes
Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe e. V.
Robert Rademacher
Die Umweltprämie hat der Kfz-Branche im
Der lange anhaltende Strukturwandel im Kfz-
Autojahr 2009 eine Sonderkonjunktur be -
Gewerbe hat sich auch 2009 fortgesetzt. Der
schert. Dies hat sich auch positiv auf den
Trend geht zu weniger, aber größeren Unter-
Dienstleistungsbereich rund ums Auto aus-
nehmen mit mehr Betriebsstätten. Die Anfor-
gewirkt – die Bank Deutsches Kraftfahrzeug-
derungen an die Autohäuser steigen weiter.
gewerbe AG (BDK) gehört dazu.
Sie sind nicht nur dazu da, Autos zu verkaufen
und zu reparieren. Sie sind vielmehr Partner der
Entgegen dem Vorjahrestrend stieg 2009 die
Kunden für alle Serviceleistungen rund um das
Zahl der Neuzulassungen dank der Umwelt-
Thema „individuelle Mobilität“. Finanzdienst-
prämienförderung um mehr als 700.000 Ein-
leistungen spielen dabei eine wichtige Rolle.
heiten. Insgesamt 3,8 Mio. neue Pkw/Kombi
ließen den Umsatz des Kfz-Gewerbes im Neu-
Wer seinen Kunden das Komplettpaket kom-
fahrzeughandel um 11,5 % auf 59,6 Mrd. Euro
petenter, vertrauenswürdiger Finanzdienstleis-
anwachsen. Die Zahl der Besitzumschreibun-
tungen anbietet, das die BDK dem Handel be-
gen ging im vergangenen Jahr zwar leicht um
reitstellt, der kann sich positiv profilieren. Die
1,6 % gegenüber dem Vorjahr auf knapp über
Kunden schätzen hohe Beratungskompetenz
6 Mio. Autos zurück. Doch insbesondere der
und Sicherheit, der Handel profitiert von zusätz-
fabrikatsgebundene Autohandel profitierte
lichen Ertragschancen. Und das ist bei schma-
beim Gebrauchtwagengeschäft. Hier stieg
len Renditen kein schlechtes Argument. Daher
der Umsatz um 5,6 % auf 30,5 Mrd. Euro. Und
ist jeder Unternehmer im Kfz-Gewerbe gut be-
auch hier half die Umweltprämie, da der Kauf
raten, die BDK als „Partner des Handels“ beim
von Jahreswagen ebenfalls gefördert wurde.
Wort zu nehmen. Dass dies keine schlechte
Entscheidung ist, zeigt die ständig wachsende
Diese Umsatzsteigerungen haben sich auch in
Zahl der Unternehmen, die der BDK vertrauen,
den Renditen der meisten Autohäuser nieder-
und nicht zuletzt die inzwischen zehn Jahre an-
geschlagen. So hat sich 2009 die Durchschnitts-
dauernde Erfolgsgeschichte der Bank für das
rendite aus dem im Vorjahr noch leicht roten
Kfz-Gewerbe, zu der ich herzlich gratuliere!
Bereich auf über 1 % erholt. Sie ist damit aber
nach wie vor nicht auf dem Niveau, auf dem
sie sein sollte. Auch im Service sind die Margen
Robert Rademacher
unterhalb dessen, was wünschenswert wäre
Präsident des Zentralverbandes
und vor einigen Jahren noch normal war.
Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe e. V.
BDK-Jahresbericht 2009
11
BDK
Gastbeitrag
Marktbericht
Marktbericht
Vorwort und Grußwort
Organe und Bereiche
Der Markt im Überblick
Die deutsche Wirtschaft erlebte 2009 die
Doch auch im Inland konnten keine wesent-
schlimmste Rezession der Nachkriegszeit und
lichen Impulse gesetzt werden. Der Konsum
schrumpfte zum ersten Mal seit sechs Jah-
stieg nur leicht um 0,5 %, wobei hier bereits die
ren. Ausschlaggebend hierfür war die welt-
Auswirkungen der Umweltprämie berücksich-
weite Finanz- und Wirtschaftskrise. Dabei fand
tigt sind. Ohne Berücksichtigung der Umwelt-
der stärkste Einbruch der Wirtschaft im ersten
prämie sind die Konsumausgaben in Deutsch-
Quartal statt, während sich die Lage in den
land um 0,5 % gesunken.
folgenden Monaten auf niedrigem Niveau stabilisierte.
Die Kaufkraft in Deutschland ist im vergangenen Jahr dennoch insgesamt leicht gestiegen,
dabei herrschen nach wie vor starke Unter-
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen in
schiede zwischen den neuen und den alten
Deutschland
Bundesländern.
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist ein wichtiger Indikator für die wirtschaftliche Lage in
Trotz der Finanzkrise ist die Kaufkraft
im Jahr 2009 insgesamt leicht gestiegen.
Deutschland. Im Jahr 2009 ist das BIP unter
dem Einfluss der Finanz- und Wirtschafts-
Und auch bei den übrigen Kennziffern war die
krise preisbereinigt um 5 % zurückgegangen
Lage ernüchternd. Die Einkommen der priva-
– so stark wie nie zuvor in der Geschichte der
ten Haushalte stiegen minimal um 0,4 %, die
Bundesrepublik.
Sparquote stagnierte bei 11,2 %. Mit dem moderatesten Anstieg seit der Wiedervereinigung
Für Deutschland als Exportnation ist zudem
tendierte der Verbraucherpreisindex mit 0,4 %
insbesondere der Außenbeitrag, also die Diffe-
ebenfalls zur Stagnation.
renz zwischen Aus- und Einfuhr von Waren und
Dienstleistungen, von Bedeutung. Nachdem
dieser bereits 2008 gesunken ist, verzeichnete
der Außenbeitrag auch 2009 einen Rückgang
von 3,4 %, vor allem durch eine Abnahme des
Exports. Dieser verringerte sich im vergangenen Jahr um 14,7 %. Für den „Exportweltmeister“ Deutschland eine einschneidende Entwicklung, da sich dies aufgrund der Relevanz
der Exporte für die gesamte Wirtschaft mittelbar auf alle Unternehmen auswirkt.
BDK-Jahresbericht 2009
13
Organe und Bereiche
Vorwort und Grußwort
Insolvenzen und Arbeitsmarkt
Zinsentwicklung
Die Entwicklung der Unternehmensinsolven-
Die Entwicklung der Leitzinsen der Europä-
zen im vergangenen Jahr spiegelt wider, was
ischen Zentralbank (EZB) richtete sich nach
der Medienberichterstattung laufend zu ent-
der wirtschaftlichen Entwicklung und erreich-
nehmen war. Sie sind im vergangenen Jahr
te im Jahresverlauf mit 1% den niedrigsten
um 16 % im Vergleich zum Vorjahr gestiegen,
Wert seit der Einführung des Euro. Durch die
was insgesamt einer Anzahl von 34.300 Insol-
expansive Geldpolitik der EZB steht den Kredit-
venzverfahren entspricht. Die Insolvenzen im
instituten grundsätzlich ausreichend Liquidität
Kfz-Gewerbe sind dabei überdurchschnittlich
zur Verfügung.
gestiegen, um rund 25 %, was somit 1.250 Verfahren entspricht. Damit beträgt der Anteil der
Insolvenzen im Kfz-Gewerbe an der Gesamt-
Entwicklung des Leitzinssatzes
zahl 3,6 %.
seit Einführung des Euro:
Datum
Leitzins [%]
01.01.1999
08.04.1999
3,00
2,50
Zinserhöhungszyklus
3,00
3,25
3,50
3,75
4,25
4,50
4,75
Zinssenkungszyklus
4,50
4,25
3,75
3,25
2,75
2,50
2,00
Zinserhöhungszyklus
2,25
2,50
2,75
3,00
3,25
3,50
3,75
4,00
4,25
Zinssenkungszyklus
3,75
3,25
2,50
2,00
1,50
1,25
1,00
Die Anzahl der Privatinsolvenzen hingegen ist
Marktbericht
im vergangenen Jahr erfreulicherweise nur moderat um 0,9 % gestiegen.
Die Privatinsolvenzen sind vergleichsweise
nur leicht gestiegen, was insbesondere dem
robusten Arbeitsmarkt zu verdanken ist.
Trotz Wirtschaftskrise ist die Zahl der Ar-
Gastbeitrag
beitslosen im Jahr 2009 nur geringfügig um
durchschnittlich 0,4 Prozentpunkte auf 8,2 %
gestiegen, was rund 3,4 Mio. Arbeitslosen entspricht. Dies ist größtenteils auf die im Konjunkturpaket verankerte Regelung zur Kurzarbeit
zurückzuführen, die von vielen Unternehmen
rege in Anspruch genommen wurde. Um einen
Beschäftigungsabbau zu vermeiden, wurden
zusätzlich Überstunden und Langzeitarbeits-
BDK
konten abgebaut.
04.11.1999
03.02.2000
16.03.2000
27.04.2000
08.06.2000
31.08.2000
06.10.2000
10.05.2001
30.08.2001
17.09.2001
08.11.2001
05.12.2002
06.03.2003
05.06.2003
01.12.2005
02.03.2006
08.06.2006
03.08.2006
05.10.2006
13.12.2006
14.03.2007
06.06.2007
03.07.2008
08.10.2008
06.11.2008
04.12.2008
15.01.2009
05.03.2009
02.04.2009
07.05.2009
14
Veränderung
[Prozentpunkte]
Stand zum Euro-Start
– 0,50
+ 0,50
+ 0,25
+ 0,25
+ 0,25
+ 0,50
+ 0,25
+ 0,25
– 0,25
– 0,25
– 0,50
– 0,50
– 0,50
– 0,25
– 0,50
+ 0,25
+ 0,25
+ 0,25
+ 0,25
+ 0,25
+ 0,25
+ 0,25
+ 0,25
+ 0,25
– 0,50
– 0,50
– 0,75
– 0,50
– 0,50
– 0,25
– 0,25
BDK-Jahresbericht 2009
Entwicklung der Rohölpreise seit 1960
(Quelle: www.tecson.de)
Automobilmarkt
Das Jahr 2009 wird als Ausnahmejahr in die
Im Jahresdurchschnitt ist Diesel mit 107,7 Cent
Geschichte der Branche eingehen. Dank der
rund 20 Cent billiger als Benzin. Zum Vergleich:
Umweltprämie konnte insbesondere der Markt
Im Jahr 2008 war Diesel durchschnittlich nur
der Kleinst- bis Mittelklassewagen der welt-
6 Cent billiger.
weiten Krise trotzen, während Fahrzeuge der
oberen Mittelklasse bis Oberklasse stark rück-
Die Entwicklung der Kraftstoffpreise lässt sich
läufige Zulassungszahlen verkraften mussten.
anhand der Rohölpreise nachvollziehen, die
Sinkende Preise waren die Folge. Insgesamt
2009 zum ersten Mal seit 2001 wieder ge-
kann man jedoch davon ausgehen, dass sich
sunken sind. Doch trotz Preisrückgang haben
die Rendite der Branche vor Steuern wieder in
sich die Preise für ein Barrel Rohöl in den letz-
den schwarzen Bereich entwickelt hat, wenn
ten zehn Jahren verdoppelt. Das anhaltend
auch auf niedrigem Niveau.
hohe Preisniveau bringt immer wieder Fahrzeuge mit alternativen Antrieben in die Dis-
Stark zugenommen hat im vergangenen Jahr
kussion. Bereits heute haben knapp 1 % der
die Nachfrage von privaten Kunden, sie haben
41,3 Mio. in Deutschland zugelassenen Fahr-
einen Anteil von knapp 63 % an den neu zu-
zeuge einen Flüssig- oder Erdgas- beziehungs-
gelassenen Pkw. Die Nachfrage gewerblicher
weise einen Elektro- oder Hybridantrieb (Stand:
Kunden ließ im Jahresverlauf spürbar nach, im
Januar 2009). Seit Jahren heiß diskutiert sind
vierten Quartal konnte jedoch wieder eine leich-
insbesondere Elektroautos. Derzeit bieten die
te Belebung registriert werden.
namhaften Hersteller keine Elektroautos in
Serie an, allenfalls Fahrzeuge mit Hybridan-
Der Anteil der Dieselfahrzeuge an den neu zu-
trieb. Doch schon für die nächsten Jahre haben
gelassenen Fahrzeugen beträgt nur knapp ein
sie alle Elektroautos für die Serienproduktion
Drittel, gegen Ende des Jahres ist hier jedoch
angekündigt.
bereits ein Aufwärtstrend spürbar gewesen.
Die beschriebene Verteilung der Neuzulassungen auf private und gewerbliche Kunden ist ein
Grund für den Rückgang der Dieselfahrzeuge.
Dies liegt auch an der Umweltprämie, da die
stark nachgefragten Kleinstwagen aufgrund
ihrer geringen Motorisierung häufig nicht als
Dieselfahrzeuge erhältlich sind. Die Preise von
Diesel und normalem Benzin differieren 2009
wieder stärker, nachdem sie sich 2008 angeglichen hatten.
BDK-Jahresbericht 2009
15
Organe und Bereiche
Vorwort und Grußwort
Restwertentwicklung
Neufahrzeugmarkt
Wenig erfreulich war die weiterhin negative
Die 3,8 Mio. Neuzulassungen, die im vergan-
Entwicklung der Restwerte im Jahr 2009.
genen Jahr erreicht werden konnten, sind
Diese resultierte nur bedingt aus der Umwelt-
größtenteils von privaten Käufern herbeige-
prämie, auch wenn die sinkende Nachfrage
führt worden. Nur 37,3 % der Neuzulassungen
nach Gebrauchtwagen ihr Übriges getan hat.
wurden von gewerblichen Kunden veranlasst.
Bedingt durch Überproduktion gerieten die
Interessant ist die regionale Verteilung: In den
Restwerte jedoch schon vor Einsetzen der
neuen Bundesländern konnten die Neuzulas-
Umweltprämie massiv unter Druck.
sungen insgesamt um knapp 50 % gesteigert
werden.
Kfz-Steuer-Reform
Bedingt durch die Umweltprämie kam es zu
Gastbeitrag
Marktbericht
zahlreichen Verschiebungen auf dem Markt.
Seit 1. Juli 2009 gilt die neue Kfz-Steuer, die
Kleine Fahrzeuge, deren Anschaffungspreis
anders als in der Vergangenheit nicht den Hub-
sich durch die Umweltprämie deutlich redu-
raum, sondern den CO2-Ausstoß eines Fahr-
ziert hat, waren 2009 besonders gefragt. Hier-
zeugs zu Grunde legt. Ausgenommen sind
durch ist der Trend der letzten Jahre nach im-
Fahrzeuge mit einem CO2-Ausstoß von maxi-
mer mehr Leistung abrupt beendet worden,
mal 120 g/km, sie werden bis 2011 nach der
wohingegen sich eine Entwicklung zu immer
alten Regelung besteuert, Fahrzeughalter mit
weniger CO2-Ausstoß durch die hohe Nach-
einem Fahrzeug ab Euronorm 4 profitieren
frage nach kleinen Fahrzeugsegmenten ver-
zusätzlich durch eine Steuerbefreiung. Aus-
stärkt. Insgesamt hat sich der durchschnitt-
schlaggebend für die Entscheidung, ob die
liche CO2-Ausstoß im Jahr 2009 um 10,6 g/km
neue oder die alte Kfz-Steuer zu Grunde gelegt
gesenkt auf nunmehr 154,2 g/km.
wird, ist der Zeitpunkt der Erstzulassung.
Obwohl die Nachfrage nach umweltfreundlichen Fahrzeugen zunimmt, bewegen sich nach
Umweltzonen
wie vor die Zulassungen von Fahrzeugen mit
BDK
alternativen Antrieben auf niedrigem Niveau.
Bereits seit Januar 2008 gibt es in Deutschland
Nur 0,8 % der 2009 in Deutschland neu zu-
zahlreiche Umweltzonen, die ersten wurden in
gelassenen Fahrzeuge sind mit einem Flüs-
Berlin, Hannover und Köln eingerichtet. Mittler-
siggas-, Erdgas- oder Hybridantrieb ausge-
weile haben 40 Städte Umweltzonen, weitere
stattet.
sollen in den kommenden Jahren folgen. Grund
waren die hohe Feinstaubbelastung in den
Innenstädten und der Wunsch, umweltfreundliche Fahrzeuge attraktiver zu machen.
16
BDK-Jahresbericht 2009
Neuzulassungen und Besitzumschreibungen 2004 – 2009 in Mio.
2004
2005
2006
2007
2008
2009
3,27
6,61
9,88
3,32
6,61
9,93
3,47
6,73
10,20
3,15
6,26
9,41
3,09
6,11
9,2
3,8
6,1
9,9
„ Neuwagen „ Gebrauchtwagen „ Gesamt (Quelle: ZDK)
Gebrauchtwagenmarkt
2009 konnten knapp 6,1 Mio. Besitzum-
Lage in Deutschland zu verbessern und zu
schreibungen registriert werden. Dies ent-
stabilisieren. Teil des Programms war die Um-
spricht einem Rückgang von rund 1,6 % im
weltprämie, die das Kfz-Jahr 2009 maßgeblich
Vergleich zum Vorjahr. Damit setzt sich der
dominierte und die Kfz-Branche auf Wachs-
Negativtrend fort, denn bereits 2008 war die
tumskurs bringen sollte. Für den Pkw-Markt
Zahl der Besitzumschreibungen rückläufig.
ist das in weiten Teilen eingetroffen. Die Prämie zielte auf Pkw, die mindestens neun Jahre
Nicht nur aufgrund sinkender Besitzumschrei-
alt waren – genau das durchschnittliche Fahr-
bungen ist das Gebrauchtwagengeschäft nach
zeugalter bei Einführung des Konjunkturpa-
wie vor herausfordernd. Im vergangenen Jahr
ketes.
fielen die Gebrauchtwagenpreise insgesamt
um fast 10 %. Weniger davon betroffen waren
Infolge der Umweltprämie wurden in Deutsch-
2009 die Kleinst- und Kleinwagen, die im
land im vergangenen Jahr 2 Mio. Altfahrzeuge
Schnitt nur einen Preisrückgang von gut 1 %
verschrottet. Die Werkstätten befürchteten,
beziehungsweise etwas mehr als 5 % hatten.
dadurch 2 Mio. Kunden zu verlieren. Rückbli-
Besonders hohe Einbußen wurden dagegen
ckend konnten die Werkstätten trotz Umwelt-
bei den gehobenen Fahrzeugklassen und den
prämie jedoch um 2,5 % zulegen. Das liegt teil-
Sport Utility Vehicles (SUV) beobachtet. So
weise daran, dass die Halter der verschrotteten
haben die Gebrauchtwagen der oberen Mit-
Fahrzeuge nicht alle Werkstattkunden waren,
telklasse mehr als 11 %, die der Oberklasse
viele haben ihre Fahrzuge zumindest bei klei-
sogar fast 14 % und gebrauchte SUV rund
neren Schäden selbst repariert.
13 % an Wert verloren.
Die Situation für den Werkstattbereich ist trotz
Zuwachs im Jahr 2009 angespannt. Schon seit
Kfz-Gewerbe
Jahren sind die Aufenthalte von Fahrzeugen in
Werkstätten rückläufig, eine Entwicklung, die
Das Kfz-Gewerbe war von der einsetzenden
den qualitativ hochwertigen und wartungsär-
Wirtschaftskrise besonders hart getroffen. Die
meren Fahrzeugen zuzuschreiben ist, die in den
gesamtwirtschaftlichen Schwierigkeiten tra-
vergangenen Jahren auf den Markt gekom-
fen auf die schon bestehenden strukturellen
men sind. Hier entwickelt sich ein Trend, der im
Probleme des Gewerbes. Hinzu kamen die
Handel schon angekommen ist: Um heute
weiterhin sinkenden Absatzzahlen, die durch
schon zukünftige Erträge zu sichern, sollten
Kaufzurückhaltung in Folge der wirtschaftli-
Werkstätten zunehmend auf Kundenbindung
chen Lage geprägt waren. Im Januar 2009
setzen und so dafür Sorge tragen, dass Kun-
beschloss die Bundesregierung dann ein
den auch beim nächsten Mal in ihre Werk-
Konjunkturprogramm, um die wirtschaftliche
statt kommen.
BDK-Jahresbericht 2009
17
Organe und Bereiche
Gastbeitrag
von Prof. Dr. Willi Diez, Direktor des
Vorwort und Grußwort
Instituts für Automobilwirtschaft (IFA)
an der Hochschule Nürtingen-Geislingen
Prof. Dr. Willi Diez
Nicht erst seit der Finanzkrise ist erkennbar,
Vor diesem Hintergrund wird deutlich, dass
dass sich die weltweiten Automobilmärkte in
die Finanz- und die sich daran anschließende
einem tiefgreifenden und nicht umkehrbaren
Autokrise nur als Katalysator für den Transfor-
Strukturwandel befinden. Im Mittelpunkt ste-
mationsprozess auf den Weltautomobilmärkten
hen dabei die folgenden Trends:
gewirkt hat. Auch nach der Überwindung der
Finanzkrise bleiben die strukturellen Heraus-
Verlagerung der regionalen Wachstums-
forderungen auf der Tagesordnung. Chancen
schwerpunkte: Die traditionellen Triaden-
und Risiken liegen in einer Welt des Umbruchs
märkte (Nordamerika, Westeuropa und
nahe beieinander. Für die Automobilhersteller
Japan) sind weitgehend gesättigt und ver-
geht es um drei Herausforderungen:
BDK
Gastbeitrag
Marktbericht
sprechen in der Zukunft keine großen quan-
18
titativen Wachstumspotenziale mehr. Hohe
Globalisierung: Die Zukunftsmärkte liegen
Wachstumsraten sind mittel- und länger-
in Asien. Schon dieses Jahr werden dort
fristig in den Emerging Markets Lateiname-
mehr Autos verkauft als in Europa und Ame-
rikas, aber vor allem in Asien zu erwarten.
rika. Dem müssen die Hersteller folgen und
Strukturelle Überkapazitäten: Der Au-
ihre Position in dieser Wachstumsregion, vor
tomobilmarkt leidet unter massiven Über-
allem in China und Indien, stärken.
kapazitäten in einer Größenordnung von
Downsizing bedeutet nicht nur Verkleine-
35 %. Während in Nordamerika in den letz-
rung der Motoren, sondern auch der Fahr-
ten Jahren erheblich Kapazitäten abge-
zeuge. Die Nachfrage verlagert sich immer
baut wurden, ist eine ähnliche Entwicklung
stärker in Richtung kleiner und kompakter
in Europa nicht erkennbar. Die Folge: Ein
Fahrzeuge, wobei dies nicht automatisch
massiver Verdrängungswettbewerb zwi-
„billig“ heißt. Es gibt durchaus zahlungs-
schen den Herstellern.
kräftige Kunden, die in einem Kompaktfahr-
Bedrohung durch Klimawandel und stei-
zeug die gleiche Sicherheit und den gleichen
gende Ölpreise: Die Diskussion um den
Komfort wie in einem größeren Fahrzeug
Klimawandel hat in vielen Ländern zu ent-
wünschen.
sprechenden gesetzgeberischen Maßnah-
Forcierte Weiterentwicklung verbrauchs-
men geführt. So etwa durch die CO2-Richt-
armer und umweltverträglicher Antriebs-
linie der EU, die bis zum Jahr 2015 einen
konzepte: Diese bedeutet sowohl die wei-
verbindlichen CO2-Grenzwert von 120 g/km
tere Optimierung des Benzin- und Dieselan-
vorschreibt.
triebs, der noch über ein Einsparpotenzial
BDK-Jahresbericht 2009
von 20 bis 40 % verfügt, als auch die Markt-
die Kostensituation hinsichtlich der verschiede-
einführung alternativer Antriebstechnologi-
nen Geschäftsbereiche, Standorte und Marken
en. Zwar wird es noch Jahre dauern, bis rein
transparent darzustellen. Nur wer weiß, wo er
batteriegetriebene Elektrofahrzeuge wirklich
Geld verdient und wo er Geld verliert, kann ziel-
alltagstauglich und gleichzeitig erschwing-
orientiert handeln.
lich sind. Vor allem in den Ballungszentren
mit kurzen Fahrstrecken werden sie jedoch
Die letzten Jahre haben überdeutlich gezeigt:
eine zunehmend wichtige Rolle spielen.
Für das Überleben im Automobilhandel gibt es
keine Patentrezepte. So haben viele Händler
unkritisch auf den Mehrmarkenhandel gesetzt,
Was bedeutet dieses Szenario für den
um dann festzustellen, dass zwar die Kom-
Automobilhandel?
plexität, nicht aber die Erträge in ihren Autohäusern gestiegen sind.
Der deutsche Automobilmarkt ist ein weitgehend gesättigter Markt. Große Wachstums-
Zweifellos kann in Zeiten, in denen viele Au-
sprünge sind nicht mehr zu erwarten. Wichtigs-
tomobilhersteller wanken, ein Risikoausgleich
te Herausforderung für den Handel ist daher
durch Mehrmarkenhandel eine sinnvolle Stra-
die Kundenbindung: Nur wer es schafft, mit ei-
tegie sein. Wichtig dabei ist aber, dass neue,
ner überzeugenden Leistung und einer umfas-
zusätzliche Marken ein nachhaltiges Markt-
senden Betreuung Kunden zu begeistern, wird
und Ertragspotenzial bieten. Daher sollten vor
langfristig im Markt überleben. Das professio-
der Übernahme einer neuen Marke deren Zu-
nelle Angebot von Finanzdienstleistungen ist ein
kunftschancen mittel- und längerfristig bewer-
wesentliches Element der Kundenbetreuung
tet werden. Nirgends ist Aktionismus so gefähr-
und zudem eine wichtige Ertragsquelle.
lich wie bei der Aufnahme neuer Marken.
Höchste Priorität muss das Servicegeschäft
Auch in der Standortpolitik, gerade bei Händ-
haben: Es entscheidet nicht nur über die Kun-
lergruppen, ist eine sorgfältige Überprüfung
denzufriedenheit, sondern ist auch eine wich-
notwendig: Welche Standorte rechnen sich
tige Ertragssäule. Zwei Drittel des gesamten
wirklich? Wo gibt es noch Potenziale? Welche
Bruttogewinns in einem Autohaus stammen
Standorte müssen eventuell auch geschlossen
aus dem Service.
werden? Grundlage solcher Entscheidungen
müssen nachvollziehbare Berechnungen über
Achillesferse im Automobilhandel ist heute das
die Mindestgröße von Betrieben und Betriebs-
Gebrauchtwagengeschäft. Die stark gesunke-
typen sein. Wo sich ein Vollfunktionsbetrieb
nen Restwerte stellen eine echte Bedrohung
mit Verkauf und Service möglicherweise nicht
für viele – auch größere Handelsgruppen – dar.
rechnet, rechnet sich vielleicht ein reiner Ser-
Ein aktives Restwertmanagement auf Basis von
vicestandort.
realistischen Restwertprognosen ist ein wichtiger Überlebensfaktor für die nächsten Jahre.
Das Anforderungsprofil an den Autohausunternehmer wird in Zukunft noch breiter und
Ein qualifiziertes Kosten- und Liquiditätsma-
vielfältiger. Permanente Weiterqualifizierung
nagement ist der zweite Erfolgsfaktor im Auto-
ist daher das Gebot der Stunde.
mobilhandel der Zukunft. Nur wer seine Kosten
im Griff hat, wird auch bei enger werdenden Er-
Bei allen Herausforderungen, die sich der Bran-
lösspielräumen Gewinne erzielen. Ferner müs-
che in den nächsten Jahren stellen, sollte man
sen Bestände – wo auch immer – reduziert und
jedoch nicht übersehen, dass sich das Auto-
professionell finanziert werden, um die Kapital-
mobilgeschäft auf einer festen Grundlage be-
bindung zu senken.
wegt: Mobilität ist ein Teil der Lebensqualität und auch nach der Finanzkrise fahren die
Last, not least werden die Anforderungen
Menschen lieber in einem Auto, als dass sie
an das Autohaus-Controlling immer mehr stei-
zu Fuß gehen!
gen. Ziel muss es sein, die Ertrags- wie auch
BDK-Jahresbericht 2009
19
BDK
BDK
Gastbeitrag
Marktbericht
Vorwort und Grußwort
Organe und Bereiche
Bestandsentwicklung Kredit und Leasing
Entwicklung der Händlerzahlen
seit 2005:
seit 2005:
Jahr
Bestand [Mio. Euro]
2005
1.551
2006
1.754
2007
Veränderung
[%]
Jahr
Anzahl Händler
Veränderung
[%]
2005
3.200
+ 13
2006
3.400
+7
1.882
+7
2007
3.500
+3
2008
2.057
+9
2008
3.700
+6
2009
2.269
+ 10
2009
4.300
+ 16
Erfolgreich in einem gesättigten Markt
Das Jahr 2009 war für die Branche ein Aus-
Hierzu hat vor allem der Ausbau unserer Ko-
nahmejahr. Hierzu hat insbesondere die Um-
operationspartner beigetragen: Rund 4.300
weltprämie beigetragen: der Absatz von Klein-
Autohandelsbetriebe haben 2009 auf unsere
und Mittelklassewagen boomte, während sich
Kompetenz gesetzt und ihren Kunden unsere
die Oberklassefahrzeuge im Fahrzeugmarkt
Produkte angeboten. Die Anzahl der mit uns ko-
schwertaten. Und der auf die staatliche Förde-
operierenden Händler ist damit ebenfalls deut-
rung zurückzuführende Anstieg bei den priva-
lich um 16 % angestiegen. Dies lag am Ab-
ten Käufen um mehr als 1 Mio. Neufahrzeuge
schluss von strategischen Vertriebskoopera-
gegenüber 2008 war so hoch, dass er sogar
tionen mit Herstellern und Händlerverbänden
den Rückgang der gewerblichen Zulassungen
sowie am Ausbau unseres umfangreichen und
von 18,5 % kompensieren konnte.
innovativen Produktportfolios, das alle wichtigen Finanzierungs- und Versicherungsbereiche
Aufgrund des regelrechten Booms der Nach-
im Autohaus umfasst.
frage nach Neuwagen oder jungen Gebrauchten geriet der Gebrauchtwagenmarkt aus dem
Blickfeld der Autokäufer – und der Autohändler.
Unsere Vertriebskooperationen
Folglich entwickelten sich die Besitzumschreibungen im vergangenen Jahr leicht rückläufig.
Seit Januar 2009 arbeiten wir als exklusiver
Partner für das Privatleasing mit den Herstel-
Das Jahr 2009 war aber nicht nur ein außerge-
lern Opel und Chevrolet in Deutschland zu-
wöhnliches Jahr für den Automobilmarkt, son-
sammen.
dern auch für unsere Bank. Durch den Rückzug
einiger Herstellerbanken aus dem Marktseg-
Im Mai haben wir eine Kooperation mit der
ment der Gebrauchtwagenfinanzierung sowie
Ford-Händler Dienstleistungsgesellschaft mbH
aus weiteren nicht strategischen Geschäfts-
(FHD) geschlossen, die mit uns eine Partner-
feldern und der regierungsseitigen Förderung
schaft für Finanzdienstleistungen unter der
des Absatzes von Neu- und jungen Gebraucht-
neu geschaffenen Marke FHD Finanz abge-
wagen konnten wir in besonderer Weise von
schlossen hat.
ungewöhnlichen Gegebenheiten im Automobilmarkt profitieren.
Im November sind wir eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der Mazda-Händler
In einem allgemein schwierigen Geschäfts-
Dienstleistungsgesellschaft mbH (MHD) ein-
jahr und einem außerordentlichen Marktum-
gegangen, die sich neben der Captive für uns
feld konnten wir unser Neugeschäft um rund
als weiteren Anbieter von Finanzdienstleistun-
16 % und unser Bestandsvolumen um 13 %
gen entschieden hat.
steigern.
BDK-Jahresbericht 2009
21
Allfinanzkonzept
Der Handel steht vor großen Herausforderun-
Als Spezialbank für das Kfz-Gewerbe gegrün-
gen: Die Marktentwicklung ist und wird wei-
det weiß die BDK um die Belange und Anfor-
terhin schwierig bleiben und die Erträge, die
derungen des Handels. Daher bietet die BDK
aus dem reinen Verkauf von Fahrzeugen ge-
ihren Partnern ein Allfinanzkonzept, dass alle
neriert werden, reichen nicht aus, auch wenn
wesentlichen Bestandteile abdeckt: Refinan-
die Umsatzrendite im Durchschnitt auf über
zierung, Absatzfinanzierung und -leasing sowie
1 % im Jahr 2009 gestiegen ist. Gewinne wer-
attraktive Versicherungen und Services.
den überwiegend im Servicegeschäft erzielt.
Der Handel muss also verstärkt zusätzliche
Leistungen anbieten, die über den reinen Ver-
Geschäftsbereiche im Autohaus
kauf von Fahrzeugen hinausgehen und dem
Ertragsbringer
Händler die Möglichkeit geben, ZusatzerträOrgane und Bereiche
ge zu generieren. Bedeutende Zusatzerträge
erzielen die Autohäuser in der Finanzdienstleistung.
Finanzdienstleistungen stellen eine lukrative
Neuwagenverkauf
Finanzierung
und
Versicherung
Einnahmequelle für den Handel dar, da aus der
Vermittlung von Finanzierungs- und Leasing-
Vorwort und Grußwort
verträgen sowie Versicherungen dringend benötigte Zusatzeinnahmen generiert werden
Gebrauchtwagenverkauf
Teile und
Service
können. Darüber hinaus schaffen Finanzdienstleistungen Kundenbindung, wodurch schon
beim Abschluss eines Vertrages zukünftige Erträge aus dem Werkstattgeschäft oder sogar
ein erneuter Fahrzeugkauf nach Auslauf des
Vertrages gesichert werden können.
Klassische
Finanzierung
In der klassischen Finanzierung wird das Darlehen über die vertraglich
vereinbarte Darlehenslaufzeit vollständig getilgt, die monatliche Ratenhöhe bleibt während der gesamten Vertragslaufzeit gleich.
SchlussratenFinanzierung
Bei der Schlussraten-Finanzierung wird zu Vertragsbeginn eine erhöhte
Schlussrate vereinbart, sodass während der vertraglich vereinbarten
Darlehenslaufzeit nur ein Teilbetrag getilgt wird. Hierdurch kann die Höhe
der monatlichen Rate während der Darlehenslaufzeit reduziert werden,
die letzte Monatsrate ist die sogenannte erhöhte Schlussrate, mit der
das Restdarlehen getilgt wird.
3-WegeFinanzierung
Die 3-Wege-Finanzierung ist eine Schlussraten-Finanzierung, die dem
Darlehensnehmer am Ende der Vertragslaufzeit drei Optionen bietet:
Rückgabe des Fahrzeugs an den Händler, Zahlung der Schlussrate und
Begleichung des Darlehens oder Abschluss einer Anschlussfinanzierung
der Schlussrate.
FinanzierungPlus
Dies ist die Kombination einer attraktiven Finanzierung mit einer GAP-Versicherung und einer Garantie inkl. Mobilitätsschutz. Die GAP-Versicherung
zahlt im Schadensfall die Differenz zwischen Wiederbeschaffungswert
und Ablösewert des finanzierten Fahrzeugs, die Garantie inklusive Mobilitätsschutz sichert den Kunden gegen unvorhergesehene Reparaturen ab.
Zubehörund Reparaturfinanzierung
Die Zubehör- und Reparaturfinanzierung bietet Autofahrern die Möglichkeit, auch bei fehlenden Geldmitteln neues Zubehör anzuschaffen oder
dringend erforderliche Reparaturen am Fahrzeug durchführen zu lassen.
BDK
Gastbeitrag
Marktbericht
Finanzierung
22
BDK-Jahresbericht 2009
Leasing
Leasing
In Zusammenarbeit mit der ALD Lease Finanz GmbH bietet die BDK
Kilometer- und Restwertleasingverträge für Neu-, Jung- und Gebrauchtwagen an. Gewerbliche Leasingnehmer können dabei auf Wunsch
Komponenten des Full-Service-Leasings nutzen.
Services
GAP-Deckung, Tank-Service, Technik-Service, GEZ-Gebühr, Kfz-Steuer
Versicherungsprodukte
Restschuldversicherung
(RSV)
Die Restschuldversicherung kann nur in Verbindung mit einer Finanzierung abgeschlossen werden und entspricht der Laufzeit des Darlehensvertrages. Sie löst für Privatpersonen sowie Selbständige und
Freiberufler im Falle von Arbeitsunfähigkeit oder Tod den noch ausstehenden Kreditbetrag ab.
RestschuldversicherungPlus
(RSVPlus)
Die RSVPlus kann nur in Verbindung mit einer Finanzierung abgeschlossen werden und entspricht der Laufzeit des Darlehensvertrages. Die
RSVPlus ergänzt die RSV um einen Schutz für Arbeitslosigkeit und übernimmt für den Darlehensnehmer die monatliche Ratenzahlung.
AutoVersicherung
und
AutoVersicherung
WerkstattPlus
Haftpflicht und Kasko werden klassisch über die AutoVersicherung abgesichert. Bei der AutoVersicherung WerkstattPlus profitieren Kunden
vom optimierten Schadensprozess und erhalten dadurch eine günstigere Prämie. Die AutoVersicherung und die AutoVersicherung WerkstattPlus können gemeinsam mit einem Finanzierungs- oder Leasingvertrag, aber auch losgelöst hiervon abgeschlossen werden.
LagerwagenRuheVersicherung
Gegen geringe monatliche Beiträge sind ruhende Lagerwagen, die bei
der BDK einkaufsfinanziert sind, beim Händler gegen Schäden oder
Verlust abgesichert.
Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung
Diese Versicherung ist seit Inkrafttreten der Vermittlerrichtlinie im Mai
2007 Pflicht für Händler, die im Rahmen ihrer Geschäfte Versicherungen
vermitteln. Unseren Partnern bieten wir eine kostengünstige Lösung.
Refinanzierung
Einkaufsfinanzierung
Die klassische Einkaufsfinanzierung schafft die notwendige Flexibilität
und Liquidität für eine optimale Fahrzeugpräsentation im Autohaus.
Neben einer Konditionsgestaltung, die sich am Kapitalmarkt orientiert,
gilt ein einheitlicher Zinssatz für alle Fahrzeuge – so entsteht eine faire
Zusammenarbeit und eine hohe Transparenz für den Händler.
EinkaufsfinanzierungPlus
Mit EinkaufsfinanzierungPlus honoriert die BDK die Vermittlungsleistung
ihrer Händler mit günstigeren Zinsen in der Einkaufsfinanzierung. Je
höher die Vermittlungsleistung des Händlers, desto niedriger die gezahlten Zinsen.
VorführwagenLeasing
Vorführwagen-Leasing schafft Bilanzentlastung und Liquidität: Der
Händler verkauft seine Vorführwagen und Mietfahrzeuge an die Leasinggesellschaft und least sie anschließend zurück. Durch die Veräußerung kann der Händler seine Verbindlichkeiten, die durch den Fahrzeugeinkauf entstanden sind, ablösen. Die so erhaltene Liquidität schafft
die Möglichkeit, das frei gewordene Kapital anderweitig zu investieren.
bdkinvest
Mit der Investitionsfinanzierung bdkinvest bleibt das Autohaus bei
seiner Ausstattung stets auf dem neuesten Stand. In Zusammenarbeit
mit unserer Schwestergesellschaft, der GEFA Gesellschaft für Absatzfinanzierung mbH, bieten wir Darlehens-, Leasing- und kündbare Leasingverträge für Investitionen in Technik und Ausstattung an.
BDK-Jahresbericht 2009
23
Organe und Bereiche
Rückblick
Es sind nicht nur Markt- und Ergebniszahlen,
Fokus unserer Präsentation stand unser neues
die ein Jahr zu etwas Besonderem machen,
Produkt FinanzierungPlus, mit dem wir im dritten
sondern vor allem die persönlichen Erlebnis-
Quartal an den Markt gegangen sind.
Vorwort und Grußwort
se. Als Partner des Handels ist uns die Nähe
zu unseren Kunden besonders wichtig – und
Unsere Partnerschaften pflegen wir nicht nur
eine Partnerschaft wird immer noch am besten
auf allgemeinen Branchenevents, sondern auch
durch persönliche Kontakte gepflegt.
persönlich durch Besuche beim Händler. Wer
sich in unserem Haus um das Geschäft küm-
Darum waren wir auch 2009 wieder auf der
mert, konnten Händler und Verkäufer in Ham-
Auto Mobil International (AMI) in Leipzig vertre-
burg erleben: Im Rahmen eines Besuches der
ten und haben unsere Partner zu einem Messe-
BDK-Zentrale haben wir Händlern und Verkäu-
besuch eingeladen. Die AMI hat uns – wie be-
fern die Möglichkeit geboten, die BDK haut-
reits in der Vergangenheit – ein ideales Forum
nah zu erleben und einen persönlichen Kon-
für den Dialog mit unseren Händlern und auch
takt zu Ansprechpartnern herzustellen.
Marktbericht
mit Branchenvertretern geboten. Zudem haben
wir auf der AMI erstmals unsere neuen Produkte
Im November fand ein historisches Ereignis
AutoVersicherung und AutoVersicherung Werk-
statt: Der Zentralverband Deutsches Kraftfahr-
stattPlus vorgestellt und unsere Partner so über
zeuggewerbe e. V. (ZDK) wurde 100 Jahre alt.
die Entwicklung unseres Leistungsangebotes
Als Branchenbank haben wir nicht nur die
auf dem Laufenden gehalten.
Feierlichkeiten in Berlin unterstützt, sondern
Gastbeitrag
waren auch mit einem Stand vor Ort. Auch
Beziehungen muss man pflegen – dies gilt auch
wenn wir im Laufe des Jahres viele Veranstal-
für die Zusammenarbeit mit den Verkäufern un-
tungen des ZDK und der Landesverbände und
serer Händler. Im Frühjahr haben wir daher den
Innungen besucht haben, war dieses Ereignis
BDK-Prämienshop ins Leben gerufen und on-
sicherlich das wichtigste im vergangenen Jahr.
line gestellt. Hier erhalten Verkäufer im Rahmen
von Aktionen Prämienpunkte für ihre Vermitt-
Für uns als Spezialbank sind die Marktent-
lungsleistung gutgeschrieben, die sie gegen
wicklung und die Marktstimmung von zentraler
attraktive Prämien eintauschen können.
Bedeutung. Man muss seine Kunden kennen
BDK
und wissen, was diese bewegt. Darum unter-
24
Ein weiteres Highlight der Branche und auch für
stützen wir den Branchenindex „BIX“ des „kfz-
die BDK war die 63. Internationale Automobil-
betriebs“, der monatlich das Stimmungsbild im
Ausstellung (IAA) in Frankfurt. Auch zu dieser
Handel ermittelt und diesen zu Spezialthemen
Messe haben wir unsere Kunden eingeladen,
befragt. Hierüber erhält der Handel wertvolle
bestehende Kontakte gepflegt und neue Kon-
Informationen zur Marktlage, eine Investition
takte auf unserem Messestand geknüpft. Im
für uns, die sich für unsere Händler lohnt.
BDK-Jahresbericht 2009
BDK – Partner des Handels
Als herstellerunabhängige Spezialbank, ge-
Als Bank, gegründet „von der Branche für die
gründet für das Kfz-Gewerbe, verstehen wir
Branche“, engagieren wir uns gerne bei Aktivi-
uns als professioneller und zuverlässiger Part-
täten des ZDK und seiner Landesverbände und
ner des Handels. Unsere Gesellschafterstruk-
Innungen. Da eine starke Partnerschaft durch
tur vereint Finanzdienstleistungsexpertise und
gemeinsame Auftritte wächst, haben wir auch
Branchen-Know-how und steht mit den Aktio-
im vergangenen Jahr unterschiedliche Veran-
nären ALD Lease Finanz GmbH, Beteiligungs-
staltungen gemeinsam mit dem ZDK besucht
gesellschaft des Kfz-Gewerbes GmbH und
oder Veranstaltungen des ZDK begleitet.
TECHNO Versicherungsdienst GmbH für
Markt- und Branchennähe. Unser Anspruch ist
es, mit unserem Leistungsangebot die Unabhängigkeit der Kfz-Betriebe zu fördern und die
Bei all unseren Aktivitäten begleitet
uns stetig eines – unser Motto:
DER Partner des Handels zu sein.
Ertragskraft des Handels zu stärken.
PR-Seminare
der Landesverbände
Neujahresempfang der
Innung Bayern
Mitgliederversammlung
des ZDK
Unser
Engagement
für die Branche
Gemeinschaftsstand
auf der AMITEC
Unterstützung
der 100-Jahr-Feier
des ZDK
BDK-Jahresbericht 2009
25
Marktbericht
Vorwort und Grußwort
Organe und Bereiche
Ausblick
Das Jahr 2010 wird für alle Beteiligten in der
Ein wichtiges Element von Kundenbindung sind
Branche große Herausforderungen mit sich
Finanzdienstleistungen. Sie ermöglichen dem
bringen, denn fest steht, dass die Fahrzeugab-
Handel nicht nur zusätzliche Erträge, sondern
sätze weit hinter dem Niveau des letzten Jahres
sorgen auch dafür, dass der Kunde bei Re-
zurückbleiben werden. Von einem Rückgang
paraturen oder Folgekäufen wieder in „sein“
der Neuzulassungen um rund 1 Mio. Stück im
Autohaus zurückkehrt. Somit sichern Finanz-
Jahr 2010 wird allgemein ausgegangen. Und
dienstleistungen den Umsatz von morgen und
es ist nicht zu erwarten, dass eine Kompensa-
stellen damit in Zukunft einen noch wichtige-
tion durch einen wachsenden Gebrauchtwa-
ren Baustein als bisher für den Handel dar. Als
genmarkt möglich ist, da für die Besitzum-
Branchenbank bieten wir dem Handel genau
schreibungen stagnierende Zahlen auf Vor-
das: Finanzdienstleistungen, mit denen Kun-
jahresniveau prognostiziert werden.
denbindung geschaffen wird.
Diese Entwicklung macht es erforderlich, dass
Um auch weiterhin am Puls der Zeit zu arbei-
sich der Handel wieder auf normale Rahmen-
ten und unseren Partnern das zu bieten, was
bedingungen einstellt. In der Zukunft wird nicht
zur Unterstützung des Fahrzeugabsatzes be-
allein das Streben nach Absatzsteigerung im
nötigt wird, werden wir auch 2010 daran arbei-
Vordergrund stehen können, sondern nach-
ten, unser Allfinanzkonzept zu erweitern.
haltiges Wirtschaften. Dazu müssen Verkaufsprozesse wirtschaftlicher werden und die Lagerhaltung an die Nachfrage angepasst sein.
Grundlegende Voraussetzung für den Erfolg
Gastbeitrag
bleibt die Kundenbindung. Sie sorgt dafür, dass
die Kunden, die heute ein Fahrzeug erwerben,
morgen wiederkommen und Leistungen des
Werkstatt- und Servicebereichs in Anspruch
nehmen – und auch das nächste Fahrzeug im
BDK
Autohaus kaufen.
26
BDK-Jahresbericht 2009
FinanzierungPlus
Verbraucherkreditrichtlinie
Die Nutzung des Produktes FinanzierungPlus
Eine Herausforderung für die gesamte Branche
steht allen Händlern zur Verfügung. Mit die-
wird das Inkrafttreten der Verbraucherkredit-
sem Produkt können unsere Partner ihren Ge-
richtlinie am 11. Juni 2010. Wir arbeiten bereits
brauchtwagenabsatz ankurbeln und Kunden
mit Hochdruck daran, den mit uns zusammen-
mit einem Paket aus Finanzierung und Garan-
arbeitenden Händlern eine praktikable Lösung
tie an das Autohaus binden.
für ihr tägliches Geschäft zu bieten.
EinkaufsfinanzierungPlus
Zusammenarbeit mit dem ZDK
Unser bisheriges Produkt VarioNullPlus wird an
Auch 2010 setzen wir auf Branchennähe und
die aktuellen Marktgegebenheiten angepasst
die Nähe zu unseren Kunden. Neben zahlrei-
EinkaufsfinanzierungPlus
ersetzt.
chen Aktivitäten mit dem ZDK, den Landesver-
Wir belohnen auch weiterhin die Vermittlung
bänden und den Innungen ist vor allem der
von Absatzgeschäft mit niedrigen Zinsen in der
2. Fabrikatshändlerkongress für uns ein we-
Einkaufsfinanzierung – und das bereits ab einer
sentlicher Bestandteil der Zusammenarbeit.
und durch die
Vermittlungsquote von 20 % im Quartal.
Zehn Jahre BDK
PHOENIX Relaunch
Im Jahr 2010 wird die BDK zehn Jahre „alt“ –
Wir leben im Zeitalter der Technik, dies bedeu-
darum lassen wir uns feiern. Mit einer Incentive-
tet, die vorhandenen Systeme kontinuierlich
Aktion können zehn Partner eine Geburtstags-
weiterzuentwickeln. Innovation ist auch die
feier auf unsere Kosten „gewinnen“. Da unser
Motivation für den im zweiten Halbjahr geplan-
Geburtstag auf den Tag des Halbfinalspiels der
ten Relaunch unseres Online-Kalkulations-
Fußballweltmeisterschaft 2010 fällt, nehmen
systems PHOENIX. Für Händler und Verkäufer,
wir dieses zum Anlass, wieder zahlreiche Part-
die PHOENIX täglich nutzen, wird die Benut-
ner zu uns nach Hamburg einzuladen und ihnen
zerfreundlichkeit unseres Systems verbessert.
ein unvergessliches Event zu bereiten.
BDK-Jahresbericht 2009
27
Bank Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe AG
Nedderfeld 95, 22529 Hamburg · Postfach 57 02 07, 22771 Hamburg
Telefon (0 40) 4 80 91-0 · Telefax (0 40) 4 80 91-66 99 · info@bdk-bank.de · www.bdk-bank.de
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