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12 UNTERNEHMENSPRAXIS Wie aus Ideen Erfolge - IHI Zittau

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UNTERNEHMENSPRAXIS
Wie aus Ideen Erfolge werden
Grid und Cloud Computing, Green IT, intelligente Systeme – Innovation ist der treibende Motor der modernen Industrie. Für jedes Unternehmen, das eine führende Marktposition einnehmen oder behalten
möchte, ist sie unabdingbar. Aktuelles Beispiel dafür ist der sagenhafte
Erfolg der Firma Apple, die mit der Einführung von iPhone und iPad
ungeahnte Höhenflüge erlebt, während einstige Marktführer wie Nokia
oder BlackBerry-Hersteller RIM ins Hintertreffen geraten. Doch gilt laut
Arthur Frey, Erfinder der Haftnotizen: „Man muss viele Frösche küssen, um auf einen Prinzen zu stoßen.“
Prof. Dr. Peter Harland, Spezialist für Innovationsmanagement und Juniorprofessor am Internationalen Hochschulinstitut Zittau, erklärt: „Jedes
am Markt angebotene Produkt hat einen Lebenszyklus: Das Produkt wird
eingeführt, hat eine Wachstumsphase und verliert dann wieder an Umsatz.
Durch Marketingaktivitäten kann der Lebenszyklus gestreckt, nicht aber aufgehalten werden. Unternehmen müssen daher immer wieder Innovationen
hervorbringen, um sich zu behaupten. Oft laufen derartige Prozesse zufallsgesteuert ab. Gute Ideen sind jedoch eine zu wichtige Ressource, um sie
dem Zufall zu überlassen. Systematische Ansätze sind also gefordert, um
den Umsatz zu steigern.“
In kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) ist die Handhabung von Ideen
und Entwicklungen häufig auf viele Mitarbeiter verteilt, sodass dementsprechend jeder einen Beitrag zum Innovationsmanagement leisten kann. Dabei ist die Erkenntnis wichtig, dass KMU trotz Einschränkungen im Budget
genauso wie Großkonzerne an der Innovation beteiligt sein können. Es ist
allerdings ein effizientes Innovationsmanagement notwendig, damit originelle Ideen realisiert werden und so die wirtschaftliche und technologische
Entwicklung vorantreiben können. Dabei müssen nicht unbedingt komplexe
IT-Tools zum Einsatz kommen. Einfallsreichtum und gemeinsame Brainstorming-Sessions mit Hilfe von einfachen Merkzetteln können bereits viel
bewirken. Hauptsache ist die kreative Freiheit und die Konsequenz in der
Umsetzung. Natürlich ist dabei ein entsprechendes
Arbeitsklima förderlich. Der Wunsch nach Innovation muss von der Geschäftsführung glaubhaft
vermittelt werden, was in
erster Linie durch authentisches Interesse
an neuen Ideen und
deren kritische Beurteilung geschieht. Laut
Harland kommen dabei als Motivation nicht
unbedingt Geldprämien in
Frage, weil sie statt Teamarbeit
Konkurrenzdenken
begünstigen können, sondern
vielmehr nicht-monetäre Belohnungen wie etwa die Übertragung
der Projektleitung.
„Was die Ideenfindung angeht“,
führt Harland aus, „so haben
vor allem diejenigen Innovationen Potenzial, die zumindest
ansatzweise Lösungen für
zentrale Probleme bieten. Damit sind zum einen globale
Herausforderungen wie Bevölkerungswachstum, Ressourcenknappheit, Umweltverschmutzung, Epidemie
etc. gemeint, aber auch
eher regionale Themen.
Dieser ‚Market Pull‘ wird dabei durch einen
‚Technology Push‘ ergänzt, d. h., Innovationen entstehen nicht nur durch
Marktanforderungen, sondern auch durch neue Technologien.“
Grundsätzlich gilt es, Mut zu Veränderungen und Offenheit für Impulse von
außen zu haben, so Harland. Querdenker, die häufig auf Abwehrreflexe seitens des mittleren Managements stoßen, sollten also ebenfalls eine Chance
bekommen, sich einzubringen. Nicht zuletzt ist die Netzwerkbildung mit Kunden, Kooperationspartnern, Lieferanten, Forschungsinstituten und vor allem
auch Hochschulen von großer Bedeutung.
Checkliste Innovationsmanagement
1. Schritt: Ideen sammeln, Innovationspotenzial aufspüren durch:
a.Mitarbeiter
b.Kunden
c. Lieferanten
d.Kooperationspartner
2. Schritt: Selektion nach festgelegten Kriterien
a.Technische Umsetzbarkeit
b.Wirtschaftlichkeit
c. Marktfähigkeit
3. Schritt: Konzeptentwicklung
a.Realisierungskonzept aufstellen
b.Budgetplan erstellen
c. Rechtliche Aspekte prüfen
d.Vermarktung planen
4. Schritt: Entwicklungsphase
a.Konzept testen
b.Prototyp entwickeln
c. Produkttests
5. Schritt: Markteinführung
Weitere Informationen
www.innovationsmanagement.de
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