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A wie Anfang Informationen zur Sequenz Unterrichtshilfen

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wortstark 1
Seite 9–24
A wie Anfang
Um einander besser kennen zu lernen, wird als Methode das Schreiben kleiner Steckbriefe angeboten (S. 10).
(Anregungen für eine spielerische Art des Kennenlernens
finden sich in der Werkstatt Theater, S. 158.) Fragebogen, Namens-Abc und Geburtstagskalender sind zur Ergänzung und Vertiefung der Steckbriefe geeignet und
können ebenfalls als Wandschmuck präsent bleiben. Darüber hinaus können die Schülerinnen und Schüler das,
was sie über sich selbst gesagt und aufgeschrieben haben und was sie über die anderen erfahren haben, in
kleinen Texten, z. T. nach vorgegebenen Mustern (Elfer
usw.), zum Ausdruck bringen (S. 11).
Um Gefühle und Eindrücke mitteilen zu können, könnte man zur Vorbereitung stichwortartig Antworten auf
verschiedene Fragen notieren lassen:
– Wie fühle ich mich auf dem neuen Schulweg?
– Wie fühle ich mich, wenn ich den Schulhof, die Pausenhalle, den Klassenraum ... betrete?
– Worauf bin ich gespannt? (Fächer, Lehrer, Mitschüler …)
Informationen zur Sequenz
A wie Anfang bedeutet tatsächlich, dass man diese Einheit zu Beginn des Schuljahres im Zusammenhang
durchführen sollte! Es geht in ihr nämlich um drei Dinge, die für die Arbeit im Deutschunterricht von grundlegender Bedeutung sind:
1. Sich kennen lernen, die Klasse für die gemeinsame
Arbeit einrichten und Regeln im Umgang miteinander aufstellen; denn das ist für alles weitere Arbeiten wichtig.
2. Überprüfen, wie es um die Lesefähigkeiten der Kinder bestellt ist; denn wer diese einfachen Leseaufgaben nicht bewältigen kann, der braucht Hilfen.
3. Zum Lesen ermuntern; denn wer nicht zum Lesen
motiviert ist, wird es schwer haben, nicht nur im
Deutschunterricht.
Die Schülerinnen und Schüler des 5. Jahrgangs kommen aus verschiedenen Grundschulklassen zusammen.
Das bringt nicht nur Orientierungs- und Kennenlernprobleme mit sich, sondern die Kinder erleben die Schule jetzt völlig neu und anders. Bei der Bewältigung der
sich daraus ergebenden Fragen will das Anfangskapitel
helfen. Die Reihenfolge der einzelnen Abschnitte kann
je nach Bedarf variiert werden.
Im Text Der Ha-Ha von E. Hasler werden Schwierigkeiten und Missverständnisse der Kinder im Umgang miteinander thematisiert, wie sie am Anfang in einer neuen Klassenzusammensetzung typisch sind. Hier können Weichen gestellt und Rollen für die Zukunft festgelegt werden. Wichtig ist, dass die Kinder erkennen
(Textstellen) und auch selbst formulieren können, wie
Haralds Stottern durch das unsoziale Verhalten der Mitschüler verstärkt wird und Harald immer mehr in eine
Außenseiterrolle abgedrängt wird. Jedes Kind hat am
Anfang in einer neuen Schule Angst davor, dass es ihm
ähnlich gehen könnte und ist durch diesen Text stark
motiviert, sich mit dem Problem der Gesprächs- und
Verhaltensregeln im Unterricht auseinanderzusetzen,
die auf den folgenden Seiten thematisiert werden. Dieser Text ist auch Anlass über eigene Schwächen und
(noch unentdeckte) Stärken zu sprechen und führt
damit hin zu einer Erweiterung des „Sich-Vorstellens“.
Natürlich sollte man im laufenden Schuljahr immer wieder einmal auf diese Einheit zurückkommen, besonders
auf die Seiten zur Informationsentnahme (S. 15–17),
wenn Sachtexte in wortstark erarbeitet werden, auf das
sinngestaltende Lesen (S. 18–21) z. B. in der Werkstatt
Gedichte und auf die Arbeit mit dem Lesetagebuch (S.
23) im Zusammenhang mit dem Magazin. Das Grundsätzliche sollten die Kinder aber schon zu Beginn des
Schuljahres erlernen; denn es geht hier im Wesentlichen
um Methoden des selbstständigen Lernens.
Am Anfang gibt es viel zu besprechen (S. 14)
Unterrichtshilfen
Hier stehen die so genannten „Klassengeschäfte“, die
den Schülerinnen und Schülern zu Beginn „auf den
Nägeln brennen“, im Mittelpunkt: Sitzplan, Wünsche
zur Klassenraumgestaltung, Klassensprecherwahl. Die
Erfahrungen im Gespräch, in der Diskussion miteinander können Grundlage sein, über Regeln nachzudenken. Damit die Verständigung besser klappt, werden
Gesprächsregeln aufgestellt, schriftlich festgehalten, mit
Piktogrammen dargestellt und gut sichtbar im Klassenraum aufgehängt. Beispiele für Ergänzungen, die das
eigene Lernen und die sozialen Kontakte einbeziehen,
sind:
– Wir fragen nach, wenn wir etwas nicht verstanden
haben.
– Wir lachen niemanden aus und beleidigen niemanden.
Einander kennen lernen (S. 9–13)
Die Einstiegsseite (S. 9) führt mit einem kurzen Text in
das Kapitel ein und zeigt dazu fünf Fotos mit Schülerinnen und Schülern vor dem Schulgebäude, im Klassenraum und am Schulbus. Die Bildunterschriften weisen
auf das Neue hin. Die Bilder können zum Erzählen der
jeweils eigenen Erfahrungen anregen. Möglich ist auch,
im Gespräch und an der Tafel Stichworte, Redensarten
und Sprichwörter zum Thema „Anfang“ zu sammeln, eine
Auswahl davon schön zu gestalten und als ersten Schmuck
für die Wände des neuen Klassenraums zu nutzen.
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Wichtig ist, dass gleich zu Beginn des neuen Schuljahrs
das Lesen als wichtiger Bestandteil des Unterrichts ins
Bewusstsein gehoben wird. Im Rahmen der notwendigen Klassenraumgestaltung bietet es sich an, auch
über die Einrichtung einer Leseecke zu sprechen und
evtl. begleitend einen ersten Besuch in der Schülerbücherei zu machen. (Das freie Lesen wird auf S. 22/
23 ausführlich in den Blick genommen.)
Als Erste am Badesee war natürlich Kira. Aber wie bekommt man das heraus? Wichtig ist, zuerst selbst einmal zu erproben, wie man vorgehen kann! Das wird
dann auch den Kindern helfen. Am besten macht man
es durch eine Skizze mit Buchstaben und Ziffern für
alle Beteiligten: 1. Vater, 2. Kira, 3. Mutter, 4. Paul, 5.
Hund zwischen allen. Dann wartet Vater auf Paul und
nimmt den Hund an die Leine. Von Kira ist nichts weiter gesagt, also ist sie weitergegangen – und als Erste
da. – Und ähnlich ist es bei dem zweiten Text, nur dass
er etwas schwieriger ist (höhere Kompetenzstufe!). Hier
hilft nur eine Skizze mit einem Zeitplan! Maria müsste
am Freitag gegen 17.00 Zeit haben, weil die Tiersendung
dann wohl schon zu Ende ist.
Fragen zu Texten beantworten (S. 15)
Einen einfachen kurzen Sachtext leise durchlesen und
verstehen, das muss erst einmal gekonnt werden! Überprüfen kann man das Leseverständnis in der Regel mit
anschließend gestellten Fragen. – Für alle Texte empfiehlt sich das Arbeiten mit einer Fotokopie oder aufgelegten Folie; denn ohne Markieren oder Unterstreichen kommt man hier schlecht weiter.
Fehler finden, Lesen mit Hindernissen (S. 17)
→ Werkstattheft, S. 73/74
≫ Wer wenig von Katzen weiß, wird es schwer haben, die Fehler zu finden. Das sog. „Weltwissen“ ist
immer eine Voraussetzung für Textverstehen. Deswegen ist es wichtig, dass ein solcher Text mit Partnern
oder in der Gruppe erarbeitet wird, weil sich dann eher
ein Fachmann findet, der bei der Fehlersuche behilflich sein kann und vielleicht weiß: Regenwürmer, Krallen, kein Geräusch, wenn es warm ist, ganze Nächte,
das sind die Fehler. – Für die Einzelarbeit wäre zu empfehlen, erst einmal die Wörter herauszuschreiben, die
man für falsch hält; das dürfen durchaus mehr als fünf
sein. Und dann: Partnerbefragung.
≫ Hier werden vier Behauptungen aufgestellt, die
am Text überprüft werden sollen. Da muss man genau
hinschauen und den Text noch einmal lesen, ehe man
herausbekommt, dass nur die Behauptung b) dem Text
entspricht. Da dieser Satz fast wörtlich im Text vorkommt, befände sich ein Kind, dass dies nicht erkennt,
nicht einmal auf der untersten Kompetenzstufe der
Lesefähigkeit.
≬ Der zweite Text soll danach auf veränderte Informationen hin gelesen werden. Diesmal muss man
beide Texte (womöglich Zeile für Zeile) vergleichend
lesen, um zu erkennen, dass die Wörter rechnen,
Tausende, singen, Malen, trainieren im ersten Text nicht
vorkommen. – Eine Frage für verständigere Leser könnte
sein: An welchen Stellen ist der zweite Text dadurch
falsch oder unsinnig geworden (Tausende, singen)? An
welchen sagt er etwas, was auch stimmt (rechnen,
Malen, trainieren)?
≬ Das Erlesen von unvollständigen Wörtern bereitet
guten Lesern kaum Schwierigkeiten, da diese Wörter aus
dem Kontext erschließbar sind. Sollte sich jedoch in der
Klasse ein Kind befinden, dass hierbei nicht weiterkommt, so könnte es vielleicht Probleme haben, die weit
in den Anfangsunterricht zurückreichen (mangelnde
Synthesefähigkeit), oder es kennt schlichtweg manche
Wörter überhaupt nicht (restringierter Wortschatz). Dann
sind Fördermaßnahmen unausweichlich. Die anderen
Leser haben jedoch immer wieder Freude daran, solche
„zerstörten“ Texte zu lesen und die Wörter zu erraten.
≮ Richtig ist a, b, d.
Genau lesen (S. 16)
≫ Lösung:
a) Aischas Hobbys: Lesen und Reiten; Rafaels Hobbys:
Schwimmen, Radfahren, Rechnen und Fernsehen.
b) Aischa: Spinat; Menschen, die unehrlich sind; Rafael:
fühlt sich etwas zu dick.
Das Lesen vorbereiten (S. 18–21)
Mit diesen Seiten beginnt eine in sich zusammenhängende Sequenz des sinngestaltenden Lesens, die man
unbedingt im Zusammenhang durchführen sollte. Es geht
darum, in Texten die betonten Sinnwörter zu unterstreichen (S. 18), Pausenzeichen zu setzen (S. 21) und dialogisch betont zu lesen (S. 19/20). – Die Aufgaben sind
so gestellt, dass sie sich eigentlich von selbst verstehen.
Es sei Ihnen aber noch einmal mitgeteilt, dass es, bei
allem Vergnügen, hier um das ernsthafte „Training“ des
vorbereitenden Vorlesens und damit auch einer ersten
Interpretation von Texten geht.
Die Methode, „Vorlesezeichen“ in Texte einzusetzen, die
≬ , ≭ Die beiden Texte auf dieser Seite sind „Texte
mit impliziten Fragen“. Man liest sie zunächst so, wie
man Texte eben liest: ungezielt, von einer inhaltlichen
Neuigkeit zur nächsten. Am Ende steht aber eine Frage, die ein zweites, gezieltes Lesen erfordert: im Hinblick auf eine ganz bestimmte Information. Das erfordert Konzentration. Das ist aber auch eine Art „Rätsel
lösen“ – und ist motivierend.
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hier in ihre Einzelschritte unterteilt worden ist, ist dann
bei Texten, die die Kinder zum Vorlesen vorbereiten,
immer ähnlich: 1. leises Durchlesen (ohne vorherigen
Lehrervortrag!), 2. halblaut vor sich hinlesen, 3. Sinnwörter unterstreichen und Pausenzeichen einfügen,
4. Sprechfassungen miteinander vergleichen und kritisieren.
Lesen, regt zu einer individuellen Begegnung mit dem
Inhalt des Buches an, vertieft das Textverständnis und
verbindet Lese- und Schreibprozesse miteinander.
Ein Lesetagebuch ist in der Regel ein DIN-A-5- oder
DIN-A-4-Heft, in das die Schülerinnen und Schüler begleitend zur Lektüre Eintragungen vornehmen. Jede Eintragung beginnt mit dem aktuellen Datum und der jeweiligen Seitenzahl oder Kapitel-Überschrift des Buches,
zu der man etwas schreiben will. Für wörtliche Zitate
kann eine besondere Farbe gewählt werden; mit Unterstreichungen wird gekennzeichnet, was man besonders wichtig findet. Illustrationen und Skizzen sowie
eingeklebte Bilder und Zusatzmaterialien ergänzen das
Geschriebene.
Aufgabe der Lehrerin bzw. des Lehrers ist es, die Schülerinnen und Schüler am Beginn zum Lesetagebuch
hinzuführen und mit ihnen sowohl den Sinn als auch
die Erstellungsbedingungen eines Lesetagebuchs zu
besprechen bzw. zu erarbeiten. Vorschläge für wichtige Aspekte des Tagebuchschreibens finden sich bei den
Spiegelstrichen auf S. 23. (Eine Zusammenstellung, die
den Schülerinnen und Schülern als Einlegeblatt für ihr
Tagebuch zur Verfügung gestellt werden kann, findet
sich am Ende dieser Hinweise.) Die dort genannten
Aufgaben beziehen sich auf lesebegleitende Möglichkeiten der Tagebuchführung. Man kann sie ergänzen
durch Anregungen für Aufgaben, die die Schülerinnen
und Schüler vor und nach dem Lesen des Buches bearbeiten können, z. B.:
– den Titel des Buches in einen Kreis mitten auf eine
leere Seite schreiben und clusterartig Gedanken zum
Buchtitel und zum Cover notieren;
– mindestens 3 Fragen aufschreiben, die man sich
stellt, bevor man mit dem Lesen anfängt;
– Erwartungen zum Inhalt des Buches aufschreiben;
– begründen, warum der Titel gut zum Buch passt
(oder nicht) und evtl. alternative Titel finden;
– einen neuen Schluss für das Buch schreiben bzw.
das Buch weiterschreiben;
– darlegen, welche Person aus dem Buch am meisten
(oder am wenigsten) beeindruckt hat;
– notieren, was man vom Buchinhalt unbedingt in Erinnerung behalten will.
Die Motivation für das Anfertigen eines Lesetagebuchs
und für die Erreichung der damit verbundenen Zielsetzungen hängt – neben der ausführlichen Einführung in
das Schreiben und in die Funktion des Lesetagebuchs –
entscheidend von folgenden Rahmenbedingungen ab:
– von der richtigen Buchauswahl (z. B. Inhalt, Schwierigkeitsgrad und Druckbild passend zum Leseinteresse und zur Lesekompetenz),
– vom Organisationsrahmen (z. B. freie Lese- und
Schreibzeiten, schwerpunktmäßig während der normalen Unterrichtsstunden, aber auch zu Hause),
– von einer angemessenen begleitenden Beratung der
Schülerinnen und Schüler (z. B. besondere Hilfen
für leseschwache und leseungewohnte Schülerinnen
und Schüler und Rücksichtnahme auf ihr Lesetempo).
Freies Lesen ist toll (S. 22/23)
Da das Lesen große Bedeutung für das Lernen, das
Denken, die Erschließung der Welt, die individuelle und
soziale Entwicklung und den kompetenten Umgang mit
dem übrigen Medienangebot hat, muss die Schule –
und hier speziell der Deutschunterricht – Gelegenheiten zum Lesen schaffen, Leseangebote machen und
kontinuierlich zum Lesen anregen. Damit ist allerdings
nicht das „typische“ und funktionalisierte schulische
Lesen gemeint (Lesen aus Schulbüchern; einer liest vor,
die anderen lesen mit oder hören zu), sondern eine
Lesezeit für alle, in der sich die Schülerinnen und Schüler
ungestört in ihrem individuellen Lesetempo in einen
Text oder ein Buch versenken können, ohne dabei vom
Leistungsdruck oder von anderen äußeren Hindernissen irritiert zu werden.
Unterschiedliche Lesefertigkeiten und verschiedenartige Lesebedürfnisse bzw. Lesebereitschaften der Schülerinnen und Schüler machen es notwendig, im schulischen Unterricht solche Situationen zum individuellen
Lesen zu schaffen. Mit dem freien Lesen kann im
Deutschunterricht die Lesefreude angebahnt und der
Mut zum Lesen verstärkt werden. Zeit zum selbstbestimmten Lesen zu geben und offene Buchangebote
mit unterschiedlichem Anspruchsniveau zu machen,
sind sinnvolle Maßnahmen zur Leseförderung in der
Schule. Gerade das individuelle, stille Lesen ist geeignet, auch Nicht- oder Wenig-Lesern Leseerfahrungen
zu ermöglichen, die zu mehr Lesekompetenz und Leselust führen. Hierfür werden Tipps gegeben und konkrete Möglichkeiten (zur Auswahl) aufgezeigt (S. 22).
Oft wird dabei eine Verbindung von Lesen und Schreiben angestrebt.
Eine motivierende methodische Möglichkeit für die Auseinandersetzung mit Büchern und für die Verbindung
von Lesen und Schreiben ist das Lesetagebuch (S. 23).
Mit dem Einsatz des Lesetagebuchs im Deutschunterricht sind zwei Intentionen verbunden: Zum einen werden Methoden des vertieften Umgangs mit Büchern
gelernt und angewendet, wodurch zugleich ein Beitrag
zur Leseförderung geleistet wird; zum anderen wird die
allgemeine Methodenkompetenz der Schülerinnen und
Schüler gestärkt, wodurch das selbstständige und eigenverantwortliche Lernen gefördert wird. Vor allem lernen
die Schülerinnen und Schüler Methoden der Auseinandersetzung mit Gelesenem, weil sie schreibend und
gestaltend ihre Leseeindrücke im Lesetagebuch verarbeiten. Das Lesetagebuch begleitet und unterstützt das
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Vorstrukturierte Lesetagebücher liegen in der Reihe des
Schroedel-Verlags Freiraum-Lesetagebücher vor.
Erschienen sind bisher Lesetagebücher zu folgenden
Büchern, die auch für die 5. Klasse geeignet sind:
– Insel der blauen Delphine von Scott O’Dell,
– Und wenn ich zurückhaue von Elisabeth Zöller,
– Mit Clara sind wir sechs von Peter Härtling,
– Fränze von Peter Härtling,
– Vorstadtkrokodile von Max von der Grün,
– Und dann kam Joselle … von Kevin Henkes.
genden Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten im
Bereich des Faches Deutsch zu sichern. Dabei lernen
sie vielfältige Arbeitstechniken, Strategien und Methoden, um sich selbstständig und selbsttätig mit Aufgaben auseinander zu setzen.
Viele Materialien für die freie Arbeit kann man über
das selbst erstellte Aufgabenangebot hinaus auf dem
freien Markt der Lehr- und Lernmittelangebote finden.
Als Ergänzung zum Lehrwerk wortstark eignen sich
besonders die Freiraum-Materialien des SchroedelVerlags für Klasse 5 und 6: Lesen, Grammatik, Schreiben und Rechtschreiben.
Beim Lesetagebuch (wie auch bei anderen Formen des
individuellen und freien Schreibens) sollte die Bewertung am Ende immer als individuelle Würdigung der
Schülerleistung erfolgen.
Das Lesetagebuch hilft dir ...
Selbstständig arbeiten ist wichtig (S. 24)
• über das Gelesene nachzudenken und es besser
zu verstehen.
• Fragen zu besonderen Textstellen zu finden und
zu formulieren.
• dich an einzelnen Stellen des Buches „einzumischen“.
• dir eine eigene Meinung über das Buch zu bilden.
• dich später an den Inhalt und die Personen des
Buches zu erinnern.
Auch das fachgebundene freie Arbeiten ist ein wichtiger Aspekt eines geöffneten Deutschunterrichts. Die
veränderte Kindheit, die veränderte Lebenswelt der
Kinder und veränderte gesellschaftliche Anforderungen
haben zu der Erkenntnis geführt, dass insgesamt eine
Öffnung des Unterrichts notwendig ist, damit das Lernen immer mehr zu einer Sache der Lernenden selbst
werden kann. Über offenere Unterrichts- und Arbeitsformen ist eine stärkere Individualisierung und Differenzierung zu erreichen; es werden größere Handlungsspielräume geschaffen, die eigenständige Entscheidungen über Themen, Zielsetzungen, Arbeits- und Sozialformen und Lernzeiten mit sich bringen.
Hilfreich und unterstützend für einen derart geöffneten Unterricht ist eine anregungsreiche Lernumwelt im
Klassenraum, die im Sinne einer Werkstattarbeit den
Schülerinnen und Schülern viele Möglichkeiten eröffnet, eigene Aufgaben zu finden und allein, zu zweit oder
in der Gruppe daran zu arbeiten. wortstark ist in seiner Konzeption so angelegt, dass schon in der Arbeit
mit diesem Lehr- und Lernbuch offene Unterrichtsformen möglich, ja sogar wünschenswert und notwendig sind.
Viele Schülerinnen und Schüler werden Formen des
freien Arbeitens bereits aus der Grundschule kennen.
An diese Erfahrungen kann angeknüpft werden, wenn
es um den einleitenden Text und die Fragen auf S. 24
geht. So werden auch freiarbeitsunerfahrene Schülerinnen und Schüler behutsam ins freie Arbeiten eingeführt. Auch das auf den Seiten 22–23 vorgestellte freie
Lesen ist ein Schwerpunkt des freien Arbeitens.
In einem Lesetagebuch kannst du ...
• notieren, was du wann gelesen hast.
• zu jedem Kapitel etwas schreiben oder zeichnen.
• einzelne Kapitel kurz zusammenfassen oder nacherzählen.
• Textstellen aufschreiben, die du besonders lustig,
traurig oder spannend findest.
• Aussagen über eine Person aus dem Buch sammeln.
• Personen des Buches zeichnen oder Steckbriefe
für sie entwerfen.
• an eine Person des Buches einen Brief schreiben.
• aus der Sicht einer Person des Buches eine Tagebucheintragung oder einen Brief entwerfen.
• dich in eine Person des Buches hineindenken und
aufschreiben, was sie wohl denken oder wie sie
sich fühlen könnte.
• aus einzelnen Textstellen eine Bildergeschichte
oder einen Comic gestalten.
• eine wichtige Seite abschreiben (bzw. fotokopieren und einkleben) und kommentieren.
• an geeigneten Stellen im Buch den Text verändern oder weiterschreiben.
• aufschreiben, was dir gut oder nicht so gut gefällt.
• aufschreiben, was du beim Lesen oder Schreiben
gedacht oder gefühlt hast.
• einen Brief an die Autorin bzw. den Autor schreiben.
Aus welchen Lernbereichen die Aufgaben ausgesucht
werden können, ist eine Frage der Absprache und Organisationsform, aber auch abhängig von den so genannten didaktischen Materialien, die man vorbereitet
in den Klassenraum stellt. Viele Aufgaben ergeben sich
aus dem laufenden Fachunterricht und können zur
Wiederholung, Übung und Anwendung dienen und
den Schülerinnen und Schülern helfen, ihre grundle-
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