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D Ch
Dr.
Christopher
i t h Hermann
H
Vorstandsvorsitzender AOK Baden-Württemberg
Hochschulmedizin im Gesundheitswesen:
Sind die Universitätsklinika für die GKV
Krankenhäuser wie alle anderen?
IX. Innovationskongress der Deutschen Hochschulmedizin
Berlin, 27.06.2013
Agenda
2
1
AOK Baden-Württemberg in Zahlen
2
Gleich aber nicht gleichförmig
Gleich,
3
Der „kleine“ Unterschied
4
Die große Wirkung
27.06.2013
AOK Baden-Württemberg
Sind die Universitätsklinika für die GKV Krankenhäuser wie alle anderen? | Dr. Christopher Hermann
Marktführer AOK Baden-Württemberg
Fünftgrößte Krankenkasse
in Deutschland
42,5 % Marktanteil
in Baden-Württemberg
3,9 Mio. Versicherte
239 Krankenhäuser
3 Mrd. Ausgaben AOK BW
akutstationäre Leistungen
921.545 Krankenhaus-Fälle
9.500 Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter
250 KundenCenter
5 Universitätsklinika
110 618 Uniklinik
110.618
Uniklinik-Fälle
Fälle
473, 3 Mio. Ausgaben AOK BW
Anteil Uniklinika: 14,06 %
 Zahlen 2012
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27.06.2013
AOK Baden-Württemberg
Sind die Universitätsklinika für die GKV Krankenhäuser wie alle anderen? | Dr. Christopher Hermann
Gleich, aber nicht gleichförmig
Vor dem Gesetz sind alle gleich.
 Leistungspflicht GKV definiert aus Anspruch der Versicherten auf Art
und Menge der Leistung
 Krankenhausgesetz schließt Kostenübernahme Sondertatbestände
(Forschung und Lehre) explizit aus
 Qualität, Humanität und Wirtschaftlichkeit
„Die Krankenkassen und die Leistungserbringer haben eine ... dem allgemein
anerkannten Stand der medizinischen Erkenntnisse entsprechende Versorgung der
Versicherten zu gewährleisten. … Die Versorgung ... muss ausreichend und
zweckmäßig sein, darf das Maß des Notwendigen nicht überschreiten und muss in der
fachlich gebotenen Qualität sowie wirtschaftlich erbracht werden.“ (§ 70 SGB V)
GKV darf keinen Unterschied machen!
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AOK Baden-Württemberg
Sind die Universitätsklinika für die GKV Krankenhäuser wie alle anderen? | Dr. Christopher Hermann
Klare Rollenverteilung
 Klarer Auftrag an Gesetzliche Krankenkassen: Versichertenvertretung
– Versorgung gestalten
– Prüfen
– Hinterfragen
– Navigation und Beratung der Versicherten
 Klarer Auftrag an Krankenhäuser: Humane Krankenbehandlung
– Aufklärung von Patientinnen und Patienten
– Leistung nur bei medizinischen Notwendigkeiten
– Leistung nur bei Eignung/Qualität
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27.06.2013
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Sind die Universitätsklinika für die GKV Krankenhäuser wie alle anderen? | Dr. Christopher Hermann
Der „kleine“ Unterschied
Universitätsklinika: Zentren von Innovation und Forschung
 Besonderes Know-how
 Motor für Forschung und Innovationen
 Zentren besonders aufwändiger, anspruchsvoller Leistungen
(z B
(z.
B. Transplantationsmedizin)
 harter Wettbewerb um Forschungsgelder und Renommee
Leistungen, außergewöhnliche Bedingungen
 außergewöhnliche Leistungen
Gleich vor Gesetz, individuell in der Art der Leistungserbringung
Sonderrolle der Universitätsklinika bringt besondere
Verantwortung in der humanen Krankenbehandlung
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27.06.2013
AOK Baden-Württemberg
Sind die Universitätsklinika für die GKV Krankenhäuser wie alle anderen? | Dr. Christopher Hermann
Individualität bringt individuelle Probleme
Organisationsversagen
 Qualitätssicherung mangelhaft
 fehlende Gesamtkoordination
 fehlende Gesamtverantwortung
 enormer Schaden durch falsches
Ausreizen bestehender Freiräume
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27.06.2013
AOK Baden-Württemberg
Sind die Universitätsklinika für die GKV Krankenhäuser wie alle anderen? | Dr. Christopher Hermann
Konsequenzen aus Transplantationsskandalen
 Neuordnung von Organisationsstrukturen, Einführung unabhängiger
Kontrollmechanismen
 Sicherstellung Unabhängigkeit u
u. größere Professionalisierung zum Schutz
– der Spenderinnen und Spender
– der Empfängerinnen und Empfänger
– der Angehörigen
– der Wartelistenpatienten
– der Medizinerinnen und Mediziner
Gesetzgeber fehlt Mut für klare Strukturänderung
Politik muss deutlich nachbessern
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27.06.2013
AOK Baden-Württemberg
Sind die Universitätsklinika für die GKV Krankenhäuser wie alle anderen? | Dr. Christopher Hermann
Dürfen Krankenhäuser alles, was nicht verboten ist?
 Verbotsvorbehalt (§ 137 c Abs. 1 SGB V)
 BSG: Besondere Rolle = besondere Verantwortung – Qualitätsgebot § 2
Abs 1 S.
Abs.
S 3 SGB V gilt
 Sicherheit der Patientinnen und Patienten steht an 1. Stelle!
 Leistungspflicht GKV nicht für Forschung
 Transparenz für Versicherte über Methoden im Forschungsstadium
 Studienteilnahme nur mit vorheriger Einwilligung
 Kompetenz als alleiniges Kriterium für Studiendurchführung
 Verantwortung von Klinik und Krankenkassen:
Gemeinsamer Patientenschutz
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27.06.2013
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Sind die Universitätsklinika für die GKV Krankenhäuser wie alle anderen? | Dr. Christopher Hermann
Die Realität
Neue Untersuchungs- und Behandlungsmethoden (NUB)
 Jährliche Anträge der Krankenhäuser auf NUB-Entgelte
beim Institut für das Entgeltsystem Krankenhaus (InEK)
InEK
 prüft lediglich, ob Methode in bisheriger Kalkulation/Fallpauschalen
berücksichtigt
 bewertet nicht inhaltlich, medizinisch oder rechtlich
 keine Prüfung, ob Leistung zu Lasten von GKV erbracht werden darf
Verbotsvorbehalt wird teilweise falsch interpretiert
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27.06.2013
AOK Baden-Württemberg
Sind die Universitätsklinika für die GKV Krankenhäuser wie alle anderen? | Dr. Christopher Hermann
Die große Wirkung:
Für AOK BW keine Unterschiede bei Patientensicherheit!
Unabhängige Bewertung NUB notwendig, weil…
 Therapien ohne ausreichende
Erforschung eingesetzt werden
 zu viele Arzneimittel off-label eingesetzt werden
CE Kennung oder Evaluation eingesetzt werden
 Medizinprodukte ohne CE-Kennung
Halbherzige Regelung der Politik
Versorgungsstrukturgesetz
AOK Baden-Württemberg wartet
nicht auf Politik, handelt aktiv
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27.06.2013
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Sind die Universitätsklinika für die GKV Krankenhäuser wie alle anderen? | Dr. Christopher Hermann
Klare Struktur für Innovationsentwicklung
 Antrag auf eigenes Entgelt für Krankenhäuser beim InEK
 GKV vergütet, wenn Evidenz vorliegt oder hochwertige klinische Studie
initiiert wird
 Erforschungsphase: Anwendung qualitätsgesichert von klinischen Experten
– systematischer Erkenntnisgewinn
– Nutzen in folgender Routineversorgung für alle Patienten
Verbotsvorbehalt bleibt
unabhängige
Nutzenbewertung
Entscheidung
E
t h id
Übernahme
Routineversorgung
Innovationen sollen in geordnetem Verfahren erprobt und
bei Nutzennachweis in Versorgung fließen
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AOK Baden-Württemberg
Sind die Universitätsklinika für die GKV Krankenhäuser wie alle anderen? | Dr. Christopher Hermann
Fehlentwicklungen betreffen alle –
zukunftsorientierte Wirkungen bleiben aus
Nicht alle erbrachten medizinischen Leistungen notwendig.
„Wettrüsten der Kliniken“: Fehlallokation der Ressourcen
F hl d Spezialisierung,
Fehlende
S
i li i
mangelnde
l d Zentrenbildung
Z t bild
Rückzug Länder aus der Investitionsfinanzierung
Krankenhaus-Sektor wettbewerbsfreie Zone
Neue Bundesregierung muss Strukturen angehen
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27.06.2013
AOK Baden-Württemberg
Sind die Universitätsklinika für die GKV Krankenhäuser wie alle anderen? | Dr. Christopher Hermann
Zukunftsorientierte Wirkungen erzielen durch …
geordnetes Innovationsmanagement
stärkere Qualitätssicherung im Krankenhaus
Spezialisierung und Bündelung („Klasse statt Masse“)
effiziente Mittelverwendung / Monistikübergang einleiten
Qualitätswettbewerb fördern : Direktverträge ermöglichen
Regionale Gestaltungskompetenz der Vertragspartner stärken
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27.06.2013
AOK Baden-Württemberg
Sind die Universitätsklinika für die GKV Krankenhäuser wie alle anderen? | Dr. Christopher Hermann
DANKE FÜR IHRE AUFMERKSAMKEIT!
Dr. Christopher Hermann
Vorstandsvorsitzender AOK Baden-Württemberg
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