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druckvorschau - foej-bw.de: FÖJ in Baden-Württemberg (LpB)

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http://www.foej-bw.de/eservice-zeugnis.pdf
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8.10 Zeugnis
Wer hat Anspruch auf ein Zeugnis und wie lange?
Rechtsanspruch hat jede Arbeitnehmerin und jeder Arbeitnehmer bzw. jede arbeitnehmerähnliche Person, sowie auch
freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Auszubildende, Praktikantinnen und Praktikannten. (§109 Gewerbeordnung
(GewO), §630 BGB, §16 Berufsbildungsgesetz (BBiG))
Nach §11 Absatz 4 des JFDG können die Freiwilligen nach Beendigung ihrer Mitarbeit ein schriftliches Zeugnis über
Art und Dauer des Dienstes fordern. Das Zeugnis ist auf Verlangen auf die Leistung und Führung während der
Dienstzeit zu erstrecken. Dabei sind in das Zeugnis berufsqualifizierende Merkmale des freiwilligen Dienstes
aufzunehmen.
§10 des FÖJ-Vertrages regelt, dass jeder FÖJ-Teilnehmer und jede FÖJ-Teilnehmerin einen Anspruch auf ein
qualifiziertes Zeugnis hat.
Wann verjährt der Anspruch?
Verjährung gem. §195 BGB nach drei Jahren
Verjährungsfrist beginnt mit dem Schluss des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist (§199 BGB)
Beispiel: FÖJ 2013/2014 --> Verjährung am 01.01.2018
Was enthält das qualifizierte Zeugnis?
a. Angaben zur Person
b. Dauer des Arbeitsverhältnisses
c. Beschreibung von Aufgabenbereichen und Tätigkeiten
d. Angaben über Leistung
e. Angaben über Verhalten
Wie muss das Zeugnis formuliert sein?
Wahrheitspflicht
Wortlaut und Sinnzusammenhang sind objektiv richtig
Alle wesentlichen Tatsachen und Bewertungen sind enthalten
Keine Behauptungen, Annahmen oder Verdachtsmomente
Zeugnis ergibt Gesamtbild (keine Einzelvorfälle)
Warnfunktion in bestimmten Fällen
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Wohlwollenspflicht
Wohlwollender Maßstab eines verständigen Arbeitgebers
Berufliches Fortkommen darf nicht unnötig erschwert werden
Zeugnissprache mit standardisierten Redewendungen
Zufriedenheitstechnik (abgestufte positive Aussagen)
Auslassungen (Grundsatz des beredten Schweigens)
Ausweichungen (Betonung unwichtiger Punkte)
Einschränkungen (relativierende positive Aussagen)
Reihenfolge (Unwichtiges vor Wichtiges)
Passivtechnik
Negationen (Verneinung des Gegenteils)
Widerspruchstechnik
Wie sieht es aus mit Geheimcodes oder Geheimzeichen?
Das Zeugnis darf keine Merkmale und Formulierungen enthalten, die den Zweck haben, eine andere als die aus dem
Wortlaut ersichtliche Aussage über den Arbeitnehmer bzw. die Arbeitnehmerin zu treffen (§109 Abs.2 GewO).
Was ist zum Sozialverhalten zu sagen?
Das Sozialverhalten ist das Verhältnis des Mitarbeiters bzw. der Mitarbeiterin zu Vorgesetzten, Kolleginnen und
Kollegen, Kunden und Geschäftspartnerinnen und -partnern (auf Reihenfolge achten!). Die Bedeutung in diesem
Bereich steigt, da die Anforderungen an Selbständigkeit und Freiheit der Beschäftigten wachsen.
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Bildung
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