close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Ende der Kriegszeit – und wie weiter? - Liechtenstein-Institut

EinbettenHerunterladen
INLAND
LIECHTENSTEINER VATERLAND | MITTWOCH, 23. NOVEMBER 2011
Ende der Kriegszeit – und
wie weiter?
Unter dem Titel «Nachwirkungen von Krise und Krieg in
Liechtenstein» beschäftigte
sich Peter Geiger mit den Veränderungen nach dem zweiten
Weltkrieg. Er beleuchtete so im
fünften Teil der Vortragsreihe
die Nachwirkungen von Krise
und Krieg.
Gamprin. – Im Mehrzwecksaal des
Vereinshauses in Gamprin finden seit
Mitte Oktober insgesamt vier Vorträge zur Krisen- und Kriegszeit in
Liechtenstein während der Zeit 1930
bis 1945 statt. Nachdem sich die Referentin Anna-Carolina Perrez im
ersten Teil der Vortragsreihe mit der
liechtensteinischen Rechtssprechung
zwischen 1938 und 1945 befasste,
ging es in den Vorträgen von Peter
Geiger um die Zeit danach. In seinem
Vortrag geht er drei Fragekomplexen
nach.
Der erste betrifft die Möglichkeiten der Bevölkerung, sich ausreichend Brot und Arbeit zu beschaffen
und wie sich die Arbeitslage und Versorgung im Krieg entwickelte.
Eine bedrohliche Zeit
Der Referent beleuchtete in diesem
Zusammenhang die Wiederherstellung normaler Lebensumstände nach
der Kriegszeit sowie die Säuberung.
Im Rahmen dieser Vergeltung und
Abrechnung kam es zu verschiedenen Anschlägen wie beispielsweise in
Nendeln und Mauren. Zugleich ging
er der Frage nach, wie einheimische
Nationalsozialisten
gegen
den
«liechtensteinischen Menschen» argumentierten.
Die dritte Fragestellung beschäftigte sich mit den Nachwirkungen der
Erfahrungen von Krise und Krieg.
Zugleich lenkte er den Blickpunkt
auf das kollektive Bewusstsein bei
den Parteien, in der Wirtschaft aber
auch im alltäglichen Leben. Die Zeit
während Krise und Krieg war nach
Geiger «eine Zeit, die in vielerlei
Hinsicht existentiell bedrohlich
IMPRESSUM
98. Jahrgang
10
FORUM
Petition «Griffiges Mietrecht für
Liechtenstein» eingereicht
Nachstehend veröffentlichen
wir eine Mitteilung der Petitionäre «Griffiges Mietrecht für
Liechtenstein».
Eine Gruppe von Menschen aus
Liechtenstein hat beim Landtagssekretariat eine Bittschrift zuhanden
des Landtags abgegeben. Mit dieser
Petition möchte sie erreichen, dass die
Regierung noch im Jahr 2012 einer
Revision des antiquierten Mietrechts
Priorität einräumt und noch in dieser
Legislaturperiode dazu eine Vernehmlassung auf den Weg bringt.
In der Begründung zur Petition
heisst es: Über die Hälfte der liechtensteinischen Bevölkerung lebt in einer
Mietwohnung. Doch die mietrechtlichen Bestimmungen sind dürftig. Klare mietrechtliche Regelungen würden
sowohl Mietern als auch Vermietern
zugute kommen. Der Landtag hat diese Situation schon im Jahr 1993
erkannt und die Regierung eingeladen, das Mietrecht in Anlehnung an
die Vorschriften im Schweizer Obligationenrecht zu überarbeiten. Seitdem, also seit bald 20 Jahren, wartet
der Landtag auf einen Bericht und
Antrag der Regierung.
Die Regierung Tschütscher hat
mehrmals im Rahmen der Revision
des «Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuches (ABGB)» eine Überarbeitung des Mietrechts angekündigt und
im Oktober 2011 dazu ausgeführt,
dass sich die Regierung des Anliegens
bewusst ist, bisher aber andere
Rechtsbereiche prioritär behandelt
hat. Die Unterzeichnenden der Petition hoffen, dass der Landtag in der Sitzung vom 14. Dezember die Petition
gutheissen und an die Regierung zur
Bearbeitung weiterleiten wird.
Beleuchtete die Wiederherstellung normaler Lebensumstände nach dem Krieg:
Der Historiker Peter Geiger beim Vortrag «Nachwirkungen von Krise und Krieg
Bild Daniel Schwendener
in Liechtenstein» des Liechtenstein Instituts.
war». Dies zeigte sich in inneren, persönlichen, aber auch in äusseren Bereichen wie der Wirtschaft. Bei seinen
Ausführungen unterscheidet Geiger
jedoch zwischen den Nachwirkungen des Krieges, welche als «Veränderungen oder Verhalten aufgrund
von Erfahrungen» zu sehen sind und
solchen, welche einen Wandel «als
Folge von Technik, Modernisierung
und Wachstum» mit sich bringen. Seine Ausführungen zum interessanten
Thema, welches viele Liechtensteiner anspricht, untermalt Geiger mit
etlichen Bildern aus vorgestellten
Büchern und anderen Quellen.
Mahnstein zum Frieden
Im Jahre 1951 wurde beispielsweise
die Friedenskapelle in Malbun feierlich eingeweiht und dient bis heute
als Mahnstein zum Frieden. Ein Fenster zeigt Bruder Klaus, welchem der
Schutzverdienst während des zweiten Weltkrieges zugewiesen wird.Von
dieser Feier sowie der Kapelle wusste
Geiger eindrücklich zu berichten. So
kam er neben der Säuberung auch
auf die Bereiche Kirche und Schule
zu sprechen, aber auch politische Aspekte und Regelungen – wie etwa die
fortgeführte und wieder eingeführte
Koalition zwischen der Parteien FBP
und VU wurden zum Thema.
Denkweisen haben sich verändert
Er erläuterte auch, wie sich die Verhaltens- und Denkweisen verändert
haben und welche kollektiven Erinnerungsorte sich gebildet haben. Aufgrund dieser Topoi erläuterte er wichtige Ereignisse aus dieser Zeit, wie etwa den Putsch von 1939, die Fürstenhuldigung, die Rationierung sowie
wichtige Personen aus verschiedenen
Bereichen, wie beispielsweise die
Pfadfinder. Im Sinne der Mentalitäten versucht er mit Ausdrücken, die
sich gewandelt haben, die wesentlichen Veränderungen aufzuzeigen –
beispielsweise von «Uns hört niemand» zu «Wir wollen miteinander
reden» und von «Wir sind klein, arm,
schwach, gefährdet» hin zu «Wir sind
klein, wohlhabend, bedeutend und
gefährdet». (mp)
MARK TPLATZ
Herausgeber: Vaduzer Medienhaus AG
Geschäftsführer: Daniel Quaderer
Redaktionsleitung: Günther Fritz (Chefredaktor),
Janine Köpfli (Stv. Chefredaktorin, Ressortleiterin
Inland), Patrick Stahl (Ressortleiter Wirtschaft), Niki
Eder (Ressortleiterin Magazine/Specials), Piero
Sprenger (Ressortleiter Sport).
Unfall beim Bahnübergang
Auf der Zollstrasse in Schaan kam es am Dienstagmittag zu einem
Verkehrsunfall. Mehrere Fahrzeuge waren in die Kollision in der Nähe
des Bahnübergangs verwickelt. Weitere Angaben liegen zurzeit noch
nicht vor.
Text ga/Bild manu
TODESANZEIGE
Keiner lebt für sich allein
und keiner stirbt für sich allein.
Zutiefst traurig nehmen wir Abschied von meinem lieben Mann, unserem
treubesorgten Vater, meinem Sohn, unserem Bruder, Schwager, Onkel und
Freund
Redaktion: Stefan Batliner (Inland), Ramona Banzer (Inland), Lars Beck (Magazine/Specials), Richard Brunhart (Inland), Bianca Cortese (Inland),
Christoph Ghiggi (Neue Medien), Ernst Hasler
(Sport), Elisabeth Huppmann (Kultur), Angela Hüppi (Inland), Philipp Kolb (Sport), Christian Koutecky
(Wirtschaft), Stefan Lenherr (Wirtschaft), Alexandra
Ospelt (Magazine/Specials), Hans Peter Putzi
(Sport), Manuela Schädler (Inland), Bettina StahlFrick (Inland), Desirée Vogt (Inland).
Nicola Barone-Corrado
28. August 1963 – 20. November 2011
Seine Liebe zur Familie, zum Leben, seine Bescheidenheit im Nehmen und
seine Grosszügigkeit im Geben werden uns stetes Vorbild sein.
Fotografen:
Daniel Ospelt, Daniel Schwendener, Elma Korac.
Wir werden dich vermissen.
Redaktions-Sekretariat: Anita Oehri.
Balzers, Chiaravalle Centrale/Italien, 20. November 2011
Marketing/Verkauf: Patrick Flammer (Leiter),
German Beck (Stv.), Marina Beck, Thomas Hoop,
Melanie Joos, Gabriela Looser, Simona Koller, Sandro Mathis, Elke Tschütscher, Walter Weissenbach.
Abonnenten-Dienst: Esther Matt
Zustell-Hotline (Post): +423 399 44 44
Mo–Fr 7–19 Uhr, Sa 8–12 Uhr
Agenturen: SDA, AP, SI, AWP/dpa AFX
Auflage: 10'374 Expl. (Grossauflage 20'591 Expl.)
Adressen
Verlag: Liechtensteiner Vaterland
Lova Center, Postfach 884, 9490 Vaduz
Tel. +423 236 16 16, Fax +423 236 16 17
Redaktion: Tel. +423 236 16 23
Fax +423 236 16 17,
E-Mail: redaktion@vaterland.li, sport@vaterland.li
Inserate: Tel. +423 236 16 63, Fax
+423 236 16 69, E-Mail: inserate@vaterland.li
Abonnenten-Dienst: Tel. +423 236 16 61,
E-Mail: abo@vaterland.li
Druck: SOPAG, 9469 Haag
Internet: www.vaterland.li
LKW-Kidstriathlon:
Siegerpreis überreicht
Jonas Schlegel aus Mauren heisst der strahlende Sieger des Ballonwettbewerbs anlässlich der Jubiläumsausgabe des LKW-Kidstriathlons. Sein Ballon flog bis nach Axams in Tirol. Als Siegerpreis erhielt
Jonas einen brandneuen iPod nano. Wir wünschen Jonas viel Spass
beim Musikhören. Auf dem Bild zu sehen sind Martin Frick und
Brigitte Eberle vom OK-Team sowie Jonas Schlegel.
Text/Bild pd
In Liebe und Dankbarkeit:
Francesca Barone-Corrado, Ehefrau
Antonella und Marisole, Kinder
Giuseppe Barone, Vater
Geschwister mit Familien
Schwager, Schwägerinnen mit Familie
Freunde und Bekannte
Unser Nicola ist am Mittwoch in der Friedhofskapelle in Balzers aufgebahrt.
Den deutsch-italienischen Seelenrosenkranz beten wir für ihn am Mittwoch,
23. November, um 19.30 Uhr in der Pfarrkirche Balzers.
Die Beerdigung findet am Freitag in seinem Heimatort Chiaravalle Centrale/
Italien statt.
Traueradresse: Familie Barone-Corrado, Egerta 17, FL-9496 Balzers
Document
Kategorie
Seele and Geist
Seitenansichten
9
Dateigröße
198 KB
Tags
1/--Seiten
melden