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Foto Eva Maria Kraiss
Do., 18. September 2014, 18 Uhr
Eine Stadt wird evangelisch: Hall im 16. Jahrhundert.
Stadtrundgang mit Edith Amthor und Stadtarchivar
Dr. Andreas Maisch.
· Treffpunkt: Stadtarchiv, Am Markt 5
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Themenjahr 2014
Reformation und Politik
Bettina Wilhelm
Bürgermeisterin
Stadt Schwäbisch Hall
Anne-Kathrin Kruse
Dekanin
Kirchenbezirk Schwäbisch Hall
So., 18. Mai 2014
Internationaler Museumstag
Die Reformation und ihre Folgen
Hällisch-Fränkisches Museum, Johanniterkirche, St. Michael
HFM: Führungen „Reformationszeit – Zeit des Umbruchs“
Bewirtung und Musik, weitere Aktivitäten siehe Tagespresse.
Fr., 23. Mai 2014, 19.30 Uhr
Der „Holbein-Streit“
Vortrag Prof. Dr. Bernhard Maaz,
Direktor Gemäldegalerie Alte Meister, Dresden
· Kunsthalle Würth, Adolf-Würth-Saal
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„Evangelische Freiheit, aber nicht für die Juden“
Luthers Haltung zum Judentum und die politischen Folgen.
Prof. Dr. Martin Stöhr, Bad Vilbel / Vortrag und Diskussion
Inwieweit hat Luthers Haltung gegenüber dem Judentum Anteil an
einer staatstragenden Kirche, die zur Judenverfolgung weitgehend
schwieg, ja sie gar unterstützte? Kann Luthers Zwei-Reiche-Lehre
heute noch in Geltung stehen? Der Vortrag geht auf die Schattenseiten der Reformation ein.
· Brenzhaus Veranstalter: Ev. Kreisbildungswerk
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Sa., 1. November 2014, 14 Uhr
Themenführung: Martin Luther und Philipp Melanchthon
Große Namen der Reformation und berühmte Motive von Lucas
Cranachs Porträtmalerei
· Johanniterkirche Gebühr € 6,– pro Person, Anmeldung erbeten.
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So., 2. November 2014, 10 Uhr
Eintritt frei, Anmeldung erbeten unter kunsthalle@wuerth.com
Bildnisse Martin Luthers und Philipp Melanchthons von
Lucas Cranach d. Ä. (Werkstatt), nach 1530, Sammlung Würth
Impulse der Reformation in Schwäbisch Hall
Die Reformation hat wie keine andere Bewegung das
Grundgesetz, den Sozialstaat, das Bildungswesen, Kunst,
Literatur und Musik, nicht zuletzt das Verhältnis von Staat
und Religion geprägt.
Vor allem in Schwäbisch Hall, dem Ausgangsort der Reformation in Württemberg, hat sie sichtbare Spuren hinterlassen. Anlässlich der Reformationsdekade, die auf das Gedenkjahr 500 Jahre Reformation (1517–2017) zugeht, wollen
wir diesen Spuren folgen. Sie führen in die Vergangenheit,
aber auch in die Gegenwart und Zukunft! Die Reformation
hatte immer den Anspruch, dass Kirche sich ständig erneuern, reformieren muss.
Das gilt auch heute. 2014 führen diese Spuren in den Fokus
„Reformation – Macht – Politik“. Was heißt Religionsfreiheit heute? Wie stehen wir heute zum Judentum, nachdem Luther zur Zerstörung der Synagogen aufgerufen
hatte? Was bedeutet heute Subsidiarität?
Mit der vorliegenden Veranstaltungsreihe möchten wir
Diskussionsanstöße zu wichtigen gesellschaftlichen Themen geben.
Herzliche Einladung!
Mo., 20. Oktober 2014, 19.30 Uhr
Zur Freiheit berufen
Festgottesdienst zum Reformationstag
· St. Michael Veranstalter: Ev. Kirchengemeinde St. Michael/St. Katharina
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Mo., 10. November 2014, 19.30 Uhr
Wie viel Religion verträgt der Staat – und wie viel braucht er?
Podiumsdiskussion mit Referenten aus Politik, Kirche, Wissenschaft
· Brenzhaus Veranstalter: VHS, Ev. Kreisbildungswerk
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Do., 20. November 2014, 20 Uhr
Eine Stadt wird evangelisch: Hall im 16. Jahrhundert.
Vortrag von Dr. Andreas Maisch, Stadtarchivar
· Haus der Bildung Veranstalter: VHS, Stadtarchiv
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Do., 4. Dezember 2014, 19.30 Uhr
Themenführung: Martin Luther und Philipp Melanchthon
Große Namen der Reformation und berühmte Motive von
Lucas Cranachs Porträtmalerei
· Johanniterkirche
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Kirche, Macht und Geld
Welchen Reichtum und Einfluss unsere Kirchen tatsächlich haben
Vortrag und Buchvorstellung mit Matthias Drobinski.
Matthias Drobinski, katholischer Journalist, seit 1997 bei der Süddeutschen Zeitung.
· Haus der Bildung Veranstalter: VHS, Ev. Kreisbildungswerk,
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Gebühr € 6,– pro Person, Anmeldung erbeten Tel. 0791-94672-330
Kath. Gesamtkirchengemeinde, Kath. Erwachsenenbildung
So., 14. September 2014, 11.30 Uhr
Matthias Drobinski
Di., 3. März 2015, 19.30 Uhr
Dietrich Bonhoeffer und das NS-Regime –
Widerstand aus christlicher Verantwortung
Vortrag mit Dr. Karl Martin, Berlin, Vorsitzender des DietrichBonhoeffer-Vereins
· Brenzhaus Eintritt € 5,– (Schüler/innen 3,–) O
Veranstalter: Evang. Kreisbildungswerk, Evang. Kirchengemeinde St.Michael/St. Katharina, Evang. Kirchenbezirk, Offene Kirche
Fr., 13. März 2015, 19 Uhr
Dietrich Bonhoeffer – Glaube, Liebe, Widerstand,
Zivilcourage
Ein Theaterstück von Brigitte Hube-Hosfeld
· Brenzhaus Eintritt € 5,– (Schüler/innen 3,–) O
Veranstalter: Evangelisches Kreisbildungswerk, Evang. Kirchengemeinde St. Michael/St. Katharina, Evang. Kirchenbezirk,
Offene Kirche
Vorschau
Hällisch-Fränkisches Museum
Eröffnung der neuen Abteilung:
Mittelalterliche Frömmigkeit und Reformation,
Präsentation des „Versehkästchen“ von Johannes Brenz etc.
Ausblick 2015 – 2017
Stadtführungen
Stadtrundgang Reformation
Projekt Europäische Reformationsstädte
Tagung Netzwerk Städte der Reformation
Schöntaler Tage
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Das Stadtarchiv Schwäbisch Hall
verwahrt fünf handschriftliche
Bände mit Gutachten und Schriftwechsel von Johannes Brenz, eine
„reformationsgeschichtliche Dokumentensammlung in einzigartiger und überdies sehr
verläßlicher Überlieferung“ (Martin Brecht). Außerdem befinden
sich ca. 120 Drucke von Brenz in
der Sammlung des Stadtarchivs.
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Stadtpark
Ackeranlagen
Bahnhof Schwäbisch Hall
Messe gelesen. Schon 1549 aber
kehrte Michael Gräter auf seine
Pfarrstelle in St. Katharina zurück,
1558 wurde die Kirchenordnung
von 1543 wieder eingeführt. Das
Interim war damit aufgehoben.
Veranstaltungsreihe
im Rahmen der
Reformationsdekade
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Bootsverleih
Minigolf
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Marionetten/
Kino im Schafstall
Reformation
und Politik
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St. Michael
Holzmarkt
Urbanskirche
Herausgeber Stadt Schwäbisch Hall
in Kooperation mit der Arbeitsgruppe „Reformationsjubiläum“
Nähere Informationen zu den Veranstaltungen finden Sie rechtzeitig
auf den Homepages der Veranstalter und unter:
www.schwaebischhall.de
Bitte melden Sie Beiträge zum nächsten Programmflyer
„Reformation“ 2015/16:
Redaktion: Kulturbeauftragte Stadt Schwäbisch Hall
Am Markt 9 / 74523 Schwäbisch Hall
kulturbeauftragte@schwaebischhall.de
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Impulse der
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Im Schmalkaldischen Krieg
wurde Schwäbisch Hall 1546 von
kaiserlichen Truppen besetzt und
musste eine außerordentlich
hohe Kriegsentschädigung zahlen. Brenz suchte für 14 Tage während der Okkupation der Stadt
Schutz im Ansbachischen. Zum
endgültigen Abschied aus der
Stadt führte die zwangsweise Einführung des Interim 1548, dessen
Annahme Brenz verweigerte. In
Schwäbisch Hall wurden erneut
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St. Katharina Akademie
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Die Speyerer Protestation unterschrieb der Haller Rat nicht, wofür
ihn Brenz heftig kritisierte. Die
Ratsherren glaubten, bereits eine
solide Neuordnung der Kirche erreicht zu haben.
Den Abschluss der Haller Reformation markiert die Kirchenordnung von 1543, die verbindliche
Regelungen für die Gottesdienste
in Stadt- und Landgemeinden
schuf. Johannes Brenz erhielt
eine lebenslange Anstellung in
Schwäbisch Hall mit einer deutlichen Gehaltsaufbesserung.
kaiserliche Truppen einquartiert.
Brenz floh am 24. Juni 1548 aus
der Stadt. Auch die anderen evangelischen Pfarrer wurden vertrieben. In St. Michael wurde wieder
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Auch die übrigen Haller Pfarrer
wirkten in lutherischem Sinn:
Michael Gräter (1492–1562), der
ab 1521 Pfarrer an St. Katharina
war, und Johann Isenmann
(1495–1574), der 1523 zum Pfarrer
an St. Michael berufen wurde.
1526 erwarb die Stadt das Patronat über St. Katharina (schon 1508
das über St. Michael). Damit lagen
die beiden wichtigsten Kirchen
der Stadt direkt in der Verfügung
des Rates der Reichsstadt. An
Weihnachten 1526 feierte Johannes Brenz in St. Michael das erste
lutherische Abendmahl mit der
Gemeinde. Von Ende 1526 oder
Anfang 1527 datiert sein Entwurf
einer Kirchenordnung für Stadt
und Territorium der Reichsstadt.
Wichtig wurden die Impulse für
den Neuaufbau des lateinischen
und des deutschen Schulwesens
(letzteres sollte Knaben wie Mädchen bilden) und das Eherecht –
eine neue Materie für den Rat.
Um 1530 war die Stadt Schwäbisch
Hall weitgehend evangelisch. 1534
verbot man die katholische Messe
in den beiden letzten Kirchen der
Stadt (St. Johann und St. Maria an
der Schuppach), in denen sie noch
gelesen worden war. Brenz entfaltete in diesen Jahren eine intensive auswärtige Tätigkeit und
unterstützte die Reformation in
der Reichsstadt Nürnberg, der
Markgrafschaft Brandenburg und
dem Herzogtum Württemberg.
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Das Franziskanerkloster wurde
aufgehoben, die Priester verloren
ihre Steuerprivilegien.
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„Reformationsdreieck“
Ablauf der Reformation
in Schwäbisch Hall
Mit der Berufung von Johannes
Brenz zum Prediger an St. Michael
1522 begann die Haller Reformation. Brenz (*1499 in Weil der Stadt
† 1570 in Stuttgart) hatte während
seines Studiums in Heidelberg
Martin Luther kennen gelernt und
sich von ihm überzeugen lassen.
Ab 1523 predigte Johannes Brenz
in reformatorischem Sinn (zunächst gegen den Heiligenkult).
Erste Umgestaltungen des Kirchenwesens begannen schon 1524:
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Landratsamt
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Solebad
Josenturm
Platz
Gelbinger Gasse
Jürgen Weller Fotografie
quartier
2014 | 2015 | 2016 | 2017
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