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NIEDERSACHSEN
Verband
Liebes Mitglied, lieber Leser!
Die Flugsaison ist fast vorbei und es finden
in den Vereinen und auf Verbandsebene bald
wieder Veranstaltungen, Feiern und Versammlungen statt. Diese sind oft mit der Ehrung von Mitgliedern verbunden die großen
Anteil an der Entwicklung und dem Aufbau
des Luftsports haben.
Mitglieder die nicht mehr unter uns weilen
hinterlassen oft eine schwer zu schließende
Lücke.
Sie haben voller Idealismus und mit großem
Einsatz den Luftsport nach Kriegsende wieder
ermöglicht, waren Fluglehrer, Techniker und
Vorstand, haben Vereine gegründet, Flugplätze gebaut und vieles mehr.
Ihnen allen gebührt unser Dank und ist Verpflichtung für die jüngeren Generationen, für
die weitere Zukunftssicherung des Luftsports
Sorge zu tragen.
Euer Landesverband Niedersachsen e.V.
Renate Neimanis
Niedersächsische
Segelflugmeisterschaften
vom 31.07. - 10.08.2014 in Rotenburg (Wümme)
Auf dem Weg zur Deutschen Meisterschaft
Bereits zum achten Mal seit 1985 war der
„Verein für Luftsport e. V. Rotenburg“ Ausrichter der zehntägigen offenen Nieder-
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sächsischen Segelflugmeisterschaften. Wie
gewohnt hatten Sportleiter Christian Rinn
und sein engagiertes und erfahrenes Team
alle Vorbereitungen getroffen, um einen
erfolgreichen und harmonischen Wettbewerbsablauf zu gewährleisten.
Die Niedersächsischen Segelflugmeisterschaften sind einer von elf Qualifikationswettbewerben zu den Deutschen Meisterschaften 2015. Daher hatten zunächst mehr
als 100 Piloten eine Meldung abgegeben.
Letztendlich haben 84 Piloten teilgenommen. Während der Flugtage campierten
die Teilnehmer mit ihren Teambegleitern,
insgesamt immerhin fast 300 Personen, auf
dem Areal direkt neben dem Vereinshangar. Gestartet wurde, wie in Rotenburg üblich, an der Winde. Das reduziert die Kosten
pro Start gegenüber dem Flugzeugschlepp
erheblich.
Vier leistungsstarke Doppeltrommelwinden, drei von den benachbarten Vereinen
aus Hodenhagen, Verden und Nordholz,
standen dankenswerterweise zur Verfügung. Die waren auch notwendig, da
abgesehen von der Clubklasse reichlich
Ballastwasser zugetankt wurde. Dank der
zahlreichen und motivierten Starthelfer aus
Rotenburg waren alle Segelflugzeuge in
nur 90 Minuten in der Luft. Geflogen wurde
in 4 Klassen: Clubklasse, Standardklasse,
18 m-Klasse und Doppelsitzerklasse. Am
LuftSport Oktober/November 2014
NIEDERSACHSEN
Segelflug
stärksten besetzt war die Clubklasse mit 27
Teilnehmern.
Eine beachtliche Anzahl Teilnehmer kamen aus anderen Bundesländern und zwei
sogar aus Belgien. Ganz entscheidend für
einen Segelflugwettbewerb sind natürlich
die Wetterverhältnisse und diese waren an
fast allen Wettbewerbstagen optimal. Bereits am ersten Wettbewerbstag herrschten
schönstes Kaiserwetter und hervorragende thermische Bedingungen. Die höchste
Durchschnittsgeschwindigkeit wurde mit
115 km/h in der 18 Meter-Klasse geflogen.
Von 10 möglichen Wertungstagen konnten
an 7 Tagen Wertungsflüge durchgeführt
werden. Das zu fliegende Streckenfeld
reichte theoretisch von der niederländischen Grenze bis kurz vor Berlin sowie von
der Nord- und Ostseeküste bis zu einer Linie
von Münster bis Leipzig. Die Streckenlängen variierten je nach Wetterlage von 200
bis 360 Kilometer. Die ausgeschriebenen
Aufgaben wurden von den meisten Piloten
erfolgreich gemeistert. Außenlandungen
kamen nur sehr vereinzelt vor. Das lag zum
einen an den vielen AAT-Aufgaben, von
den Piloten liebevoll „Kringelfliegen“ genannt, die auf Grund der ungewissen Wetterentwicklung sehr häufig ausgeschrieben
wurden und zum anderen an dem Wetterexperten Thomas Seiler. Der sympathische
Meteorologielehrer von der Verkehrsfliegerschule der Lufthansa in Bremen eröffnete das allmorgendliche Briefing kompetent
und humorvoll mit einem ausführlichen
Überblick über die Wetterentwicklung der
kommenden Stunden. Der Meteorologe ist
fliegerisch im Nachbarverein „Segelfluggruppe Bremen“ in Tarmstedt zu Hause. Es
hat riesigen Spaß gemacht seinen Worten
zu lauschen, besonders der Begriff „Einnäs-
LuftSport Oktober/November 2014
sen“ ist allen Teilnehmern bestimmt noch
lange in Erinnerung. „Vielen Dank, lieber
Thomas!“, für deine echt tollen Wetterberichte.
Erstmals kam in Rotenburg der „Zielkreis“
zur Anwendung. Dieser soll sichere und entspannte Anflüge ermöglichen. Der Zielkreis
hatte in Rotenburg einen Durchmesser von
4 Kilometern und musste mit einer Mindesthöhe, die je nach Anflugrichtung bzw.
Windstärke und Windrichtung morgens
festgelegt worden ist, überflogen werden.
Der Pilot kann sich nach dem Einfliegen in
den Zielkreis ganz auf die bevorstehende
Landung konzentrieren. Das Bild der tiefen,
schnellen Anflüge mit geöffneten Wasserventilen und dem Ausfahren des Fahrwerks
direkt vor dem Aufsetzen, welches die Zuschauer und besonders die Fotographen an
der Ziellinie frohlocken lies, gehört damit
der Vergangenheit an. Die Sicherheit der
Piloten hat immer oberste Priorität.
Für die „Homepage“ der Rotenburger Segelflieger hat Norbert Neupert wie immer
stimmungsvolle Impressionen vom Geschehen auf dem Flugplatz eingefangen und
noch am gleichen Tag ins „Netz“ gestellt.
Gleichzeitig hat er zusammen mit seiner
Tochter Chantal die „Webcam“ und den „Liveticker“ betreut. Die ersten Informationen
konnte man bereits früh um 7:30 Uhr lesen. Nur ein einziges Mal waren keinerlei
Infos vor dem Briefing im Liveticker einzusehen und schon hagelte es Protestmails.
Webcam und Liveticker sind heute für das
Wettkampfgeschehen einfach nicht mehr
wegzudenken.
Die wenigen Tage, an denen nicht geflogen
werden konnte, nutzten die Teilnehmer zu
ausgedehnten Ausflügen in die nähere Umgebung. Die Shoppingmeile in Hamburg
und Bremen, die Nordseeküste und der
Heidepark waren favorisierte Anlaufpunkte.
Dank der guten Stimmung war es für alle
Beteiligten ein überaus angenehmer Wettbewerb.
Besonders bemerkenswert ist auch die Tatsache, dass in einer Zeit, in der immer weniger
junge Menschen bereit sind eine ehrenamtliche Tätigkeit zu übernehmen, sehr viele
auch „Nichtvereinsmitglieder“, z.B. Freunde, Ehefrauen, Freundinnen und Kinder als
Helfer dabei waren. Diese lieben Menschen
haben ihre Ferien, ihren Urlaub geopfert,
damit diese Meisterschaft für alle Beteiligten
ein großer Erfolg wird. Ohne die Mithilfe unserer Angehörigen ist eine Meisterschaft dieser Art und Größenordnung nur sehr schwer
zu bewältigen. Die Piloten wissen das und
deshalb galt ihr besonderer Dank allen, die
diese Meisterschaft in irgendeiner Art und
Weise unterstützt haben.
Mit der Ehrung der Sieger endeten am Samstag um 22:00 Uhr die Niedersächsischen Segelflugmeisterschaften in Rotenburg. Nach
einem gemeinsamen Abendessen wurden
die Urkunden von Bürgermeister Detlef
Eichinger überreicht. Die Rotenburger Lokalmatadore waren mit ihren Leistungen
mehr als zufrieden.
Nach Aussagen vieler erfahrener Wettbewerbspiloten ist der große Flugplatz in Rotenburg auch für höhere Aufgaben geeignet,
z. B. für die Durchführung der Deutschen
Meisterschaften.
Die Ergebnisliste und weitere Informationen
sowie zahlreiche interessante Fotos finden
Sie unter www.vfl-rotenburg.de
Text: Hans-Joachim Neupert
Fotos: Norbert Neupert
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NIEDERSACHSEN
NIEDERSACHSEN
Segelflug
Zwei Wochen Celle-Scheuen
und Umgebung
Vom 28.07.2014 bis zum 08.08.2014 führte
der Landesverband Niedersachsen zusammen
mit der Flugsportvereinigung Celle Segelfluggruppe e.V. auf dem Flugplatz Scheuen den
zweiten Streckenfluglehrgang in diesem Jahr
durch. Eingeladen waren alle Pilotinnen und
Piloten, die ihre Begeisterung für den Streckensegelflug entdecken wollten oder bereits
vorher entdeckt hatten. Zu Beginn waren wir
nur ein bunter Haufen Flugbegeisterter aus
ganz Niedersachsen. So waren Junglizenzinhaber dabei, die bereits erste Erfahrungen
mit dem Streckenflug gemacht hatten, bis hin
zum Flugschüler, der noch träumte, wie es
später fliegerisch mit ihm weitergehen könnte. Durch die leider geringe Teilnehmeranzahl
von 11 Piloten mit 8 Flugzeugen, in der ersten Woche spontan verstärkt durch zwei Peiner Kollegen mit ihrer ASK 21, war dank des
großen Engagements der sieben Trainer fast
jeden Tag Einzeltraining möglich.
Jeder Tag begann um 8 Uhr mit dem gemeinsamen Frühstück. Auch wenn nicht jeder Teilnehmer pünktlich war, sorgte gerade dies für
allgemeine Erheiterung. Danach ging es noch
schnell zu den Fliegern, damit zum Briefing
um 10 Uhr auch alle Flugzeuge aufgerüstet
waren. In der Zwischenzeit überlegten sich die
Trainer täglich neue Aufgaben, die uns quer
durch Norddeutschland führen sollten, vorausgesetzt natürlich, es wurde geflogen. Beim
Briefing wurde uns Streckenflugneulingen
das Flugwetter sehr genau erläutert und man
lernte dadurch schnell das Wettergeschehen
zu deuten. Nach der Wetterprognose ging es
auch direkt zur Gruppeneinteilung und den
geplanten Aufgaben. Aufgrund der guten
Wetterlage waren die Aufgaben auch oft grö-
28
ßer als 300 km und so konnten während des
Lehrgangs bis zu vier verschiedene Bundesländer durchflogen werden. Nach dem Briefing wurden die Flieger schnell an den Start
gezogen, um mit seinem Trainer die Task noch
einmal auf der Karte durchzugehen. Danach
ging es zügig in die Luft, um die geplante
Aufgabe auch praktisch mit dem Flugzeug zu
meistern. Zusammen im Teamflug flogen wir
Streckenflugneulinge mit unseren Trainern in
2er- bzw. 3er-Gruppen ohne großes Warten
immer weiter auf Kurs. Nur vereinzelt kam es
während der zwei Wochen zu Außenlandungen, doch auch dabei wurde man selten vom
Trainer allein gelassen. So wurde man entweder später von seinem Trainer wieder eingesammelt oder man hatte sogar das Glück
und durfte, wie eine Teilnehmerin, mit ihrem
Trainer einen entspannten Nachmittag mit Eis
und kühlen Getränken bei einem freundlichen
Gastgeber auf einem Stoppelfeld verbringen,
bevor man wieder von den anderen Fliegerkollegen aufgelesen wurde. Am Ende eines
jeden Tages gab es innerhalb jeder Lehreinheit ein Debriefing und so konnte jeder Streckenflugneuling noch einmal zusammen mit
seinem Trainer den Flug durchgehen und die
letzten unbeantworteten Fragen klären.
Doch auch an Tagen an denen es nicht möglich war Strecken zu fliegen, blieben die Flieger nicht im Anhänger. So wurde direkt am
zweiten Tag ein Dauerflug- und Ziellandewettbewerb ausgerichtet. Dabei galt es möglichst
lange zu fliegen und am Ende eine saubere
und gezielte Landung zu machen. Bezüglich
der Landungen hörte man von den Teilnehmern am Start oft Sprüche wie: „Wäre das ein
Flugzeugträger gewesen, dann hätte ich den
Fanghaken wohl ungefähr tooootal verfehlt“
und als Antwort kam nicht selten: „ Naja ich
wäre wohl dann mal direkt vorm Schiff aufgesetzt“. Daran merkte man jedoch auch, mit
wieviel Humor versucht wurde, diese Aufgabe
zu schaffen. Am Ende des Tages waren wir jedoch alle mit unseren Leistungen zufrieden
und so wollte keiner von uns gerne die Entscheidung treffen müssen, wer denn nun gewonnen hatte. Dafür waren aber zum Glück
die Trainer da. Am Ende durfte sich Johanna
Alberding mit ihrer LS4 vom LSV Cloppenburg
über eine schöne rote Laterne für ihr Wohnmobil freuen. Mit einem kleinen Grinsen wurde
ihr empfohlen, nicht auf einem Flugzeugträger bei der Marine anzuheuern. Den ersten
Platz konnte sich Christian Harms-Zumbrägel
zusammen mit seiner ASW 20 vom LSV Cloppenburg sichern. Als Belohnung gab es Putzutensilien und ein Rückholseil.
Wenn das Wetter mal gar kein Fliegen zuließ,
wurde prompt das Vereinsheim aufgesucht,
um sich ein wenig auszutauschen oder um
Alternativprogramme zu starten. Doch auch
der Theorieunterricht wurde nicht vernachlässigt. So behandelten wir alle Themen von A
wie Abflug über S wie Sollfahrt bis hin zu Z
wie Zentrieren. Da wir nie genug bekommen
konnten, standen am Ende des Lehrgangs tatsächlich keine Themen mehr auf unserer Liste
und wir sind jetzt zumindest theoretisch fit für
den Streckenflug.
Am Abend saßen wir in der Regel zusammen
am Vereinsheim und genossen die Zeit am Lagerfeuer oder man gesellte sich zur allabendlichen Rotweinrunde vor Andys Wohnmobil. Am
Ende schien es so, als ob ein Gläschen Wein
zum Trainer sein einfach dazu gehört, genauso wie das Philosophieren über alles Mögliche
und sei es noch so absurd. Doch auch hier kam
nie der Spaß zu kurz.
Im Großen und Ganzen ist solch ein Streckenfluglehrgang eine sehr interessante Erfahrung
gewesen und wir können nur jedem Streckenfluginteressierten empfehlen, dies mal selbst
mitzumachen. Egal ob Jung oder Alt, ob erfahren oder Neuling, bei solch einem Lehrgang
kann man immer etwas lernen und man wird
bestimmt nicht dümmer. Schließlich geht es
nicht nur um viele Streckenkilometer, sondern
auch um den gemeinsamen Spaß am Fliegen
und um neue Leute kennen zu lernen und
diese am Ende des Lehrgangs sogar Freunde
nennen zu können.
An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal
LuftSport Oktober/November 2014
NIEDERSACHSEN
Jugend
bei allen Helfern, Personen und Vereinsangehörigen bedanken, die uns all dies ermöglicht
haben. Speziell bedanken wir uns bei Hartmut
als Landestrainer und seinen Trainerkollegen.
Ohne euch würden wir immer noch planlos
umherirren, auf der Suche nach dem nächsten
Steigen. Aber auch der Flugsportvereinigung
Celle rund um Jörg Eichhorn, der in diesem
Lehrgang auch seinen Trainerschein erhielt,
gilt ein großer Dank! Eure herzliche Aufnahme
in den Verein und die grandiose Umsorgung
sucht wirklich seinesgleichen. Vielen, vielen
Dank euch allen. Ohne euch wären die mehr
als 12.000 Kilometer nicht möglich gewesen!
Ich hoffe man sieht sich nächstes Jahr auf
dem Streckenfluglehrgang in Hoya oder AueHattorf wieder!
Christian Harms-Zumbrägel
Fördersegelflugzeug LVN
– Vergabe für 2015
Wir weisen noch einmal darauf hin, dass
für die Nutzung 2015 ein Antrag bis zum
30.09.2014 an die Geschäftsstelle zu stellen
war (s. Luftsport Januar 2014).
Wer das Flugzeug 2015 fliegen will stelle seinen Antrag bitte schnellstmöglich.
Der Antrag muss folgende Angaben beinhalten: zur eigenen Person, die Flugerfahrung
und Berechtigungen, die genaue Nennung für
die Nutzung, und das Anfangs- und Enddatum
der Nutzung.
Auch Vereine können einen Antrag stellen.
Die Segelflugkommission entscheidet im November 2014 über die Vergabe. Die Antragsteller werden informiert.
R.N.
Niedersächsisches Landesjugendvergleichsfliegen 2014
Am ersten September Wochenende kamen 31
Nachwuchspiloten aus 14 niedersächsischen
Vereinen in Scheuen bei Celle zusammen,
um die Ausbildungserfolge miteinander zu
messen. Die Flugsportvereinigung Celle war
schon zum zweiten Mal Ausrichter dieser beliebten Veranstaltung.
Dem Reglement entsprechend erhält am Freitag jeder Pilot einen Einweisungsstart um die
Platzverhältnisse kennen zu lernen. Für den
Samstag sind dann drei Wertungsdurchgänge vorgesehen, in denen die Piloten der aus
Fluglehrern bestehenden Jury Flugübungen
aus dem Ausbildungsprogramm mit anschließender Ziellandung zeigen.
In diesem Jahr hatten wir am Freitag herrliches Spätsommerwetter. Die Herbstnähe
zeigte sich allerdings dann auch am Sams-
LuftSport Oktober/November 2014
tagmorgen, als der geplante Startbeginn um
eine Stunde verschoben werden musste. Die
Sichtverhältnisse waren vorher zu schlecht.
Der Wind glänzte zunächst durch Abwesenheit, bevor er dann schwach aus unterschiedlichen Richtungen wehte. Dies war natürlich
eine besondere Herausforderung für die Ziellandungen.
Gegen Mittag bildeten sich dann Quellwolken, die sich mangels Inversion dann leider
zügig zu Gewittern entwickelten. Zwei Wertungsdurchgänge waren zum Glück schon
geflogen, bevor die heranziehende Gewitterlinie uns dazu zwang, den Flugbetrieb
abzubrechen. Aufgrund einer rechtzeitigen
Entscheidung gelang es noch, alle Flugzeuge
trocken zu verladen und die offenen Anhänger sicher unterzustellen. Nur ein paar Zelte
hielten dem nachfolgenden Starkregen nicht
ganz stand. Der fliegerische Teil der Veranstaltung war damit beendet.
Abends gab es natürlich noch die obligatorische Hallenfete, die diesmal mit einem leckeren Spanferkelessen begann. Es kamen
viele Segelflieger aus dem Umkreis hinzu, die
zusammen mit den Teilnehmern eine fröhliche Nacht gestalteten. Hier wurden Kontakte
geknüpft, die vermutlich ein ganzes Fliegerleben anhalten.
Die Siegerehrung begann mit den Grußworten des Vorsitzenden Andreas Thun, des Celler
Oberbürgermeisters Dirk-Ulrich Mende sowie
der Präsidentin des DAeC LVN Dr. Meike Müller.
Die mit Spannung erwarteten Platzierungen
für die Teilnahme beim Bundesausscheid
Ende September in Breitscheid belegten
29
NIEDERSACHSEN
Verband
1. Platz
2. Platz
3. Platz
Alexander Begemann von der SFG Nordholz/Cuxhaven
Christian Barton vom LSV Bückeburg-Weinberg
Daniel Nogueira Garcia vom LSV Burgdorf
Die gesamte Ergebnisliste ist auf der Homepage des LVN unter:
http://www.daec-lvn.de/sportjugend.html abzurufen.
Wir wünschen ihnen auch dort viel Erfolg!
Es hat sich mal wieder gezeigt, dass das Niveau der Ausbildung und somit auch die Leistungsdichte in Niedersachsen sehr hoch ist.
Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern
für ihr diszipliniertes Verhalten und bei den
Fluglehrern und Helfern für ihre tatkräftige
Unterstützung.
Text: Jörg Eichhorn, FVC Ausbildungsleiter
Bilder: Bernd Schulze
Leserbrief
zur „Luftsport August/September 2014“
Beim Lesen der sonst interessanten Zeitung
fiel mir auf: Keine Berichte über Modellflugveranstaltungen, keine Informationen über
Neuerungen, Regularien und Gesetze. Auch
keine Berichte über Vereinsgeschehen – einfach nichts!
Ich bin überzeugt, dass der Redaktionsausschuss eingegangene Beiträge nicht unter
den Tisch hat fallen lassen.
Sind wir Modellflieger denn von allen guten
Geistern verlassen?
Wie können wir Leistungen vom DAeC erwarten, wenn wir selbst nichts tun?
Warum schreibt keiner von uns Beiträge oder
Artikel?
Die „Luftsport“ ist DIE Zeitung, um unseren
Sport darstellen zu können.
Reine Modellflugzeitungen, mit viel Reklame,
die von uns leben und nur von unseres Gleichen gelesen werden, können nicht unseren
Sport der breiten Öffentlichkeit und auch nicht
den anderen Luftsportsparten darstellen.
Aufruf: Liebe Modellflieger, stellt unseren
Sport so dar, wie wir ihn betreiben und lieben. Verkriecht euch nicht hinter Phrasen wie
„Ich habe keine Zeit, ich kann das nicht, oder
das wird ja eh nicht gedruckt“.
Wenn gesagt wird, der DAeC tut ja nichts für
die Modellflieger, das mag ja umstritten sein,
Frage ist nur, was tun wir für den Aero Club?
Erich Ullrich
Wir gratulieren:
Oliver Gelis
zum ersten Alleinflug
Oliver Gelis vom Flugsportclub Hannover
e. V. mit seinem Fluglehrer Philipp Roder
Fabian Wulfes
zum ersten Alleinflug
Fabian Wulfes von der Airbus-HFB
Fluggemeinschaft e. V. während eines
Fluglagers beim Aeroclub Pirna
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Benedikt Ditze
zum ersten Alleinflug
Benedikt Ditze vom Luftsportverein Bad
Gandersheim e. V.
Lasse Terschüren
zum ersten Alleinflug
Lasse Terschüren - ebenfalls vom Luftsportverein Bad Gandersheim e. V.
LuftSport Oktober/November 2014
NIEDERSACHSEN
Segelflug
Der Luftsport-Verein Gifhorn e. V. war Gastgeber für das Treffen vom 26. bis 31. Juli
2014. Teilnehmer waren die Besitzer und
Piloten historischer Segelflugzeuge aus diversen Epochen des Segelfluges.
Das Haupttreffen fand anschließend in Arnborg/Dänemark statt. Einen Bericht dazu lesen Sie bitte im Mantelteil auf den Seiten 16
und 17.
R. N.
Vintage Glider Club –
Rendezvous
Oben:
Gö3-Minimoa einer Haltergemeinschaft aus
Hilversum, Niederlande. Das Flugzeug entstand als Replica ab 1988 und hatte seinen
Erstflug im März 2012.
Rechts:
Schweizer Moswey III, eine Konstruktion von
Georg Müller aus dem Jahr 1943, heute im
Besitz des Oldtimer Club Schänis.
Hallenplatz zu vergeben
Der Verdener Luftfahrtverein e. V. (EDWV)
hat einen Hallenplatz an UL oder E-Klasse zu
vergeben.
Der Mietpreis beträgt 84,00 € monatlich.
Nähere Informationen erhalten Interessenten
unter: 0176 42038900
Fliegerärztliche Tauglichkeit
Neu:
Arzt für Allgemeinmedizin
Thomas Riebschläger
Farster Straße 17 a
30916 Isernhagen
Tel.: 05139/982210
Fax: 05139/982270
LuftSport Oktober/November 2014
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NIEDERSACHSEN
Vereine
Nachruf
Manfred Bachmann
Wir trauern um unseren Fliegerkameraden und langjährigen Vorsitzenden Manfred Bachmann, der
am 04. September 2014 in Dänemark beim Anflug auf einen kleinen Flugplatz bei Kerteminde mit
seiner Lebenspartnerin tödlich
verunglückte.
Manfred gehörte dem Luftsportverein
Walsrode über 60 Jahre an und war in
diesem gesamten Zeitraum durch seine
vorbildliche Einsatzbereitschaft stets
Motor und Antreiber für alles was dem
Wohle unseres Segelflugsportes diente.
Er war die Seele des Vereins.
Manfreds segelfliegerisches Talent
zeigte sich von Anfang an. Schon nach
kurzer Vereinszugehörigkeit wurde er
Fluglehrer und hob gleichzeitig gegen
reichliche Widerstände der in der Einsitzerschulung erfahrenen Altvorderen
im Verein, den Leistungssegelflug aus
der Taufe.
Er nahm an zahlreichen Wettbewerben
auf Landes- und Bundesebene sowie an
Ostblockmeisterschaften noch vor der
Wende teil. Der Wettbewerbssegelflug
modernerer Prägung war dann allerdings nicht mehr seine Sache. Er hat
stattdessen in den letzten Jahren viele
hundert Stunden mit selbst gesetzten
Zielen, u. a. nach Helgoland zu gleiten, in seiner DG 400 verbracht und ist
oft und gerne mit Motorkraft auf die
Inseln geflogen. Er hat sein Fliegerleben in jeder Hinsicht mit vollen Zügen
genossen.
Manfred war, lange schon bevor dieser Begriff erfunden wurde, ein guter
Netzwerker.
Er verstand es hervorragend Kontakte
zu knüpfen und zu pflegen, zu anderen Vereinen und zu vielen wichtigen
Persönlichkeiten, mit denen er sich mit
Rat und Tat austauschte.
32
Als glühender Verfechter des Vereinssegelfluges war es dann auch nur eine
Frage der Zeit, bis er sich über die Vereinsgrenzen hinweg für die Belange des
Segelflugsports in Niedersachsen engagierte, durch Mitarbeit in der Segelflugkommission, als Kommissionsvorsitzender, als Ausbilder für Segelfluglehrer, als
Prüfungsrat und auch als Beauftragter
für Luftaufsicht.
Ende der 70er Jahre hat sich Manfred
auch eine Zeit sehr aktiv für die aufkeimendeUL-Fliegerei eingesetzt. Einige erinnern sich vielleicht an einen der
ersten UL-Fluglehrerlehrgänge, der in
Walsrode mit einer Vielzahl der damals
angesagten abenteuerlichen Fluggeräte
durchgeführt wurde.
Manfred hatte einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und war im Rahmen
aller seiner Funktionen auch bekannt
für klare Ansagen wenn ihm etwas ungerecht vorkam.
Seine schier grenzenlose Hilfsbereitschaft für alle Menschen aus seinem
Umfeld, die sich in kleineren oder
auch gravierenden Notlagen befanden,
kann mit Fug und Recht als legendär
bezeichnet werden. Er kümmerte sich
auch rührend um ältere verdiente Segelfliegerkameraden und Veteranen
aus verschiedenen Vereinen, die nie oft
im Rampenlicht gestanden aber sehr
viel für die Segelfliegerei getan haben.
Auch in dieser Hinsicht wird er uns allen
sehr fehlen.
Sein Andenken werden wir stets in
Ehren halten
Die Mitglieder und Vorstand des
Luftsportvereins Walsrode.
LuftSport Oktober/November 2014
NIEDERSACHSEN
Termine
Fluglehrerfortbildungen
13.12. – 14.12.2014
14.02. – 15.02.2015
17.01. – 18.01.2015
Naturfreundehaus Lauenstein
Aero Club Wolfsburg e.V.
Aero Club Braunschweig e.V.
Segelflug
09.11.2014
Niedersächsischer Segelfliegertag
26.04. – 02.05.2015
Streckenfluglehrgang für Junioren
Anmeldeschluss: 15.03.2015 27.07. – 07.08.2015
Streckenfluglehrgang für Junioren
Anmeldeschluss: 31.05.2015
Verden, Haag’s Hotel Niedersachsenhof
Segelflugverein Hoya e. V.
Segelflugplatz Hoya
Luftsportverein Kreis Osterode e. V.
Segelflugplatz Aue Hattorf
Motorflug
08.11.2014
Niedersächsischer Motorfliegertag Verden, Haag’s Hotel Niedersachsenhof
Technische Ausbildungslehrgänge
13.10.- 24.10.2014 Lehrgangskosten: 25./26.10. und 01./02.11.2014 (Meldeschluß: 26.09.2014)
Lehrgangskosten: 27.10.- 31.10.2014 (Meldeschluß: 26.09.2014)
Lehrgangskosten: Flugzeugwarte
Zusätzliche Lehrgangskosten: 03.11.- 14.11.2014 (Meldeschluß: 02.10.2014)
Lehrgangskosten: 10.11. - 14.11.2014
Lehrgangskosten:
Werkstattleiter-Lehrgang für Luftfahrzeuge in Holz- und Gemischtbauweise (WL1)
Er beinhaltet die gesamte Instandhaltung der Zellen von LFZ in Holz- und
Gemischtbauweise.
480,-- € für Mitglieder der Landesverbände des DAeC
950,-- € für Nichtmitglieder
Zellenwart-Lehrgang und Basiseinweisung für FVK-Werkstattleiter (WL2)
Für Mitglieder, die nur den Erwerb des Werkstattleiterausweises für die gesamte
Instandhaltung von Luftfahrzeugen in Faserverbundbauweise (WL2) erwerben wollen,
wird die erforderliche Basiseinweisung an zwei Wochenenden durchgeführt.
200,-- € für Mitglieder der Landesverbände des DAeC
450,-- € für Nichtmitglieder
Motorseglerwart-Lehrgang für 2- und 4-Taktmotore
Ausbildung zur Wartung von Motorseglern in Holz- und Gemischt- und Kunststoffbauweisen.
Module: GM, FM, M1, Z1 und Z2 (nur Wartung)
440,-- € für Mitglieder der Landesverbände des DAeC
850,-- € für Nichtmitglieder
Der Lehrgang ist bereits belegt!
Der Bewerber nimmt am Motorseglerwart-Lehrgang teil und erwirbt an einem
Folgewochenende die Einweisung in das Modul M2 (Kolbenmotore [ausgenommen:
Einspritz- und Ladermotore] sowie Propeller von Flugzeugen bis 2000 kg MTOW)
150,-- €
Werkstattleiter-Lehrgang für Luftfahrzeuge in Faserverbund-Werkstoff-Bauweise (WL2)
Ausbildungslehrgang zum Werkstattleiter für FVK-Bauweise. Er beinhaltet die gesamte
Instandhaltung der Zellen von LFZ in FVK-Bauweisen in den Schadenskategorien 1 – 4.
Voraussetzung für die Erteilung der Lizenz ist die Teilnahme entweder am Lehrgang WL1
oder der Basiseinweisung (Teilnahmepflicht an beiden Wochenenden).
480,-- € für Mitglieder der Landesverbände des DAeC
950,-- € für Nichtmitglieder
Fallschirmwart-Lehrgang
im Naturfreundehaus Lauenstein
200,-- €
1 Platz ist noch frei!
Verband
14.03.2015
LuftSport Oktober/November 2014
Ordentliche Mitgliederversammlung des LVN
Verden, Haag’s Hotel Niedersachsenhof
33
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Seele and Geist
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