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Gut gebrüllt: Stoppok wie ein Löwe im Käfig - kulturig

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Landesgartenschau Rietberg
Mittwoch, 3. September 2008
Konzert in der Cultura
Gut gebrüllt:
Stoppok wie ein
Löwe im Käfig
Rietberg (gl). Die Emstadt
liegt ihm wohl am Herzen. Keine
neun Monate ist es her, da machte
Stoppok beinahe im Alleingang
die Rietberger Bühne unsicher,
nun brachte er seine Band mit.
„Sensationsstrom“ heißt die
Tour , zu der 400 Freunde handgemachter Rockmusik in die Cultura kamen. „Ich komme mir vor
wie ein Löwe im Käfig“, brüllte
der doch wohl eher gutmütige
Deutschrocker ins Mikro, als er
die Bühne im Rundtheater betrat.
Na gut, ein bisschen Zooatmosphäre herrschte zumindest zu
Beginn des röhrenden Gastauftritts schon. Die Besucher auf den
halbleeren Rängen schienen in
erster Linie gekommen zu sein,
um das „wilde Tier“ auf der Bühne zu bestaunen. Und auch im
Innenraum, der mit Stehtischen
bestückt Kneipenstimmung aufkommen lassen sollte, wollte der
sprühende Funke zuerst nicht
überspringen.
Dabei gab der sympathische
Wahl-Bayuvare sein Bestes. Mit
„Na gut“ und „Man will ja nur“
legte Stoppok gleich mit zwei
Krachern seines aktuellen Albums „Sensationsstrom“ los. Mit
der „Königin der hohlen Sprüche“ folgte eine rotzfreche Nummer. Ein wenig frauenfeindlich,
wie der 52-Jährige zugab, dennoch mit einer ordentlichen Prise
Humor gewürzt.
Das Antidrogenstück „Dr. Pillemann“ und „Mit Dir und mir“
zeigte den Gitarristen und Sänger
Rietberg
von seiner rhythmischen Seite.
Blues und Boogie machten sich in
der noch müden Cultura breit.
Aber spätestens bei „Heute
Nacht“ taute das Publikum auf.
„Auf dass der Funke übespringt“,
hatte Stoppok darin noch getönt,
ja fast schon gefleht. Und siehe
da: Es fand seine Wirkung. „Heute Nacht retten wir beide die
ganze Welt“, stimmte der geborene Hamburger ein und seine Fans
folgten ihm lautstark.
Das Eis war gebrochen. Und
dann bekamen die 800 Ohren
auch, weshalb sie gekommen waren: Stoppoks einzigartige Songs,
irgendwo zwischen Proll und
Prosa. „Romeo und Julia“, „Aus
dem Beton“ und „Sei nicht sauer“
gefielen dem Publikum sichtlich.
Das letzte Drittel des Konzerts
war gespickt mit Hits aus 30 Jahren Bühnenkarriere.
Ganz anders als bei seinem letzten und rein akustischem Gastspiel im Rahmen der Tour
„Stoppok-und-Worthy“
setzte
der geborene Entertainer dieses
Mal ganz auf „die volle Dröhnung“. Reggie Worthy bediente
wie eh und je tadellos seinen
Viersaiter, Benny Greb polterte
am Schlagzeug und Sebastian
Niehoff sorgte an Gitarre und an
der Hammond-Orgel für die klingenden Akzente.
Und wie meinte doch ein zufriedener Besucher: „Kommt doch
mal an einem Wochenende, dann
wird es voller in der Cultura“.
Wäre doch einen Versuch wert,
oder?
Lars Nienaber
LGS-Kalender
Mittwoch
a 9 bis 19 Uhr: Blumenschau
mit dem Thema „Kräuterduft
und Gaumenlust“
a 10 bis 18 Uhr: Ausstellung
von Christel Schulte-Hanhardt im Ratssaal des Alten
Progymnasiums
a 11 Uhr: Präparator im Forum Natur
a 12 bis 17 Uhr: Ein Moment
für Gott in der Klosterkirche
a 15 bis 17 Uhr: „Wir sind
gekommen, ihn anzubeten“ in
der Klosterkirche
a 14 bis 18 Uhr: Ausstellung
„Zeichnungen, Collagen, Fresken, Papierobjekte“, Atelierhaus, Klingenhagen 28
a ganztags: „Kommt und
seht“ im Pavillon vor der Klosterkirche St. Katharina, Klosterstraße
a ganztags: „Zauber der Offenheit“, Galerie im Institut
Vita, Haus der Begegnung
a ganztags: Ausstellung „Paramente“ im Kreuzgang des
ehemaligen Franziskanerklosters
Aktionstag
Irgendwo zwischen Proll und Prosa: Der Sänger Stoppok gab am Montagabend ein Gastspiel in der Cultura
der Landesgartenschau in Rietberg. Diesmal brachte er seine Band mit in die Emsstadt.
Bild: Nienaber
Historische Erntearbeit
Mit Pferdestärken und dem
richtigen Näschen schuften
Eine kleine Verschnaufpause mit frischem Wasser zu trinken gönnten
die Teilnehmer diesem fleißigen Pferd auf der Gartenschau.
Rietberg (hec). Der Heimatverein Mastholte war auf dem
Blütenblatt der Ortsteile auf dem
LGS-Gelände bereits mit einigen
Arbeitsvorgängen aus vergangenen Tagen präsent. Nun führten
die Mitglieder dem staunenden
Publikum auf einer Ackerfläche
hinter dem Mastholter Beitrag die
Bearbeitung des Feldes nach der
Korn- und Kartoffelernte vor.
Unter Leitung des Vorsitzenden Gisbert Schnitker zeigte ein
Team von erfahrenen Leuten mit
der Unterstützung von zwei Kaltblütern den Zuschauern die Arbeiten der Vorfahren. Im Vorfeld
war die Fläche bereits ein wenig
bearbeitet worden, so dass die
„Hobbylandwirte“ sofort zur Tat
schreiten konnten. Wer eine empfindliche Nase hatte, konnte die
erste Handlung bereits erahnen,
denn ein etwas strenger Stallgeruch in Form einer Fuhre Kuh-
Mit Pferd und Wagen wurde der Stallmist aufgefahren und von Erntehelfern gleich verteilt. Zahlreiche
Besucher schauten bei der historischen Arbeit des Heimatvereins Mastholte zu.
Bilder: Heckemeier
mist schwebte bereits zu Beginn
der Arbeiten über dem Ort des
Geschehens. Dieser natürliche
Dünger war mit einem Miststreuer aus der Mastholter Milchkuhhaltung der Familie Mönning
nach Rietberg gefahren und in
unmittelbarer Nähe des LGS-Geländes gelagert worden.
Jetzt beförderten die „Landarbeiter“ mit der Unterstützung der
12-jährigen Pferdestärke „Moritz“, ein Schwarzwälder Kaltblut von Helmut Görsmeier, den
Mist aufs Feld, um ihn dann in
einzelnen Haufen abzuladen.
Gleich dahinter sorgten Hugo
Grauthoff, Theo Strotkötter und
Josef Leben – genannt Flieger –
dafür, dass dieser mit Forken auseinandergestreut wurde. Dann
kam mit dem 14-jährigen westfälischen Kaltblüter „Aggi“ von
Gerd Aschoff ein Einscharkippflug zum Einsatz, mit dem dann
der Dung untergepflügt wurde.
Eine Pause war für die Mannschaft, einschließlich der zwei PS,
bei den sommerlichen Temperaturen zwischendurch von Nöten.
Dann ging es in die zweite Phase.
Nachdem der Acker mit der Egge
geglättet worden war, kam es zur
Herbsteinsaat in Form von Senf.
Dies ist ein gelb blühendes Gewächs, welches später für die
nächste Fruchtfolge als so genannter Gründünger untergepflügt wird. Die Verantwortlichen des Heimatvereins hoffen
natürlich, dass der schnellwachsende Senf zum Ausklang der
Landesgartenschau noch seine
gelbe Blütenpracht erreicht.
Die Zuschauer waren begeistert, denn viele von ihnen kannten
diese Arbeiten nur aus Erzählungen, und andere sagten: „Ja, so
war es, die haben sich früher
schon ernorm quälen müssen.“
Furche für Furche zog Pferd „Moritz“ den Einscharkipppflug. Mit
Pferdestärken statt mit Motoren schufteten die Teilnehmer.
Landtechnik stellt
sich auf LGS vor
Rietberg (gl). Was brummt
denn da? Einen Mähdrescher,
einen Maishäcksler, Traktoren
und andere landwirtschaftliche Maschinen können Besucher der Landesgartenschau
am Sonntag, 7. September, bestaunen. Dann findet im Bereich Landwirtschaft der Tag
der Landtechnik statt. Die
Landwirtschaftlichen Organisationen des Kreises Gütersloh
und der Verband landwirtschaftlicher Lohnunternehmer
NRW veranstalten diesen besonderen
Gartenschau-Tag.
Dieser sei nicht nur für Technik- und Maschinenbegeisterte ein Erlebnis, betonen die
Organisatoren.
Besucher-Ecke
Jürgen Hölscher, 38 Jahre, aus
Rheda-Wiedenbrück: „Ich habe eine Dauerkarte und gehe
regelmäßig auf das Gartenschau-Gelände, um mich nach
Feierabend zu entspannen.
Auf die Mustergärten achte ich
besonders, denn ich bin gerade
dabei, den eigenen Garten umzugestalten.“ Bild: Nienaber
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