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Klettern wie die Eichhörnchen - Bogenreise

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LOKALES
15
Samstag/Sonntag, 2./3. Mai 2009
Klettern wie die Eichhörnchen
Große und kleine Entdecker schärfen am Tag der offenen Tür des Verschönerungsvereins ihre Sinne
Von Gabriela Quarg
MARGARETHENHÖHE. So ahn
lieh müssen sich Eichhörnchen
fühlen: In luftiger Höhe balanciert
Melissa vorsichtig auf einem dicken Ast, während sie sich mit den
Händen Halt suchend am .Stamm
des riesigen Baums im Garten des
Naturparkhauses auf der Margarethenhöhe festklammert. Im Gegensatz zu den tierischen Kletterkünstlern, die dies natürlich nicht
nötig haben, ist die Schülerin mit
Helm und Seilen gesichert. Noch
ein kleines Bisschen höher hinaus
muss die sportliche Zehnjährige,
dann schafft sie es, das in rund
acht Metern Höhe aufgehängte
Kuhgiöckchen mit der Hand zu berühren. Stolz lässt sich Melissa am
Seil zurück auf den Boden gleiten.
Die Kletteraktion war einer der
Höhepunkte für die Kinder beim
Tag der offenen Tür, zu dem der
Verschönerungsverein für das
Siebengebirge (WS) gestern eingeladen hatte. Vor allem für den
Nachwuchs gab es viele tolle Möglichkeiten, spielend die Natur zu
erleben, zum Beispiel beim Nistkästenbauen, Bogenschießen oder
Mikroskopieren. Der Lauftreff
Siebengebirge lud zu einem Laufparcours ein und gemeinsam mit
Susanne Brüning-Schmitz konnten sich die Kinder auf eine spielerische Zeitreise in die jahrtausendalte Vulkanwelt begeben, dabei
urzeitliche Tiere begutachten und
Gesteine erforschen.
„Wir wollen Ihnen und vor allem den Kindern die Natur zeigen
wie sie ist, damit sie mehr lernen
über das Siebengebirge und so
auch besser helfen können, die
Natur zu schützen", sagte. WSVorsitzender Herbert Krämer zur
Eröffnung. Für die Kleinen wie die
Großen gab es daher jede Menge
zu entdecken: zum Beispiel Spuren im Wald. Die Biologinnen Xe:
^> Scherz und Kirsten Bolle hat-
-
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J^m—ji
Zielen, tasten, klettern, fühlen: Beim Tag der offenen Tür des W S sind die Besucher mit allen Sinnen gefordert. Vor allem die Kinder und Jugendlichen stellen sich den Aufgaben gerne und zeigen bei allen Aktionen Wissbegier und Tatendrang.
FOTOS: FRANK HOMANN
ten zwischen Bäumen und Laub
interessante Hinterlassenschaften
von Tieren versteckt, die es erst
einmal mit geschärftem Blick zu
finden galt. Ein Nest mit Eiern
zum Beispiel, ein Baumstamm mit
Spechtlöchern, ein unbewohntes
Wespennest, abgefressene Zapfen, Tierhaare, ein Rehgeweih und
sogar den Unterkiefer eines Wildschweins. Alle Sinne schärfen
konnten die Besucher auch bei der
Riechstation und einem Barfußparcours. Beim Infostand des Imkervereins konnte man den fleißigen Honigbienen live bei der Arbeit zuschauen und den Honig im
Glas mit nach Hause nehmen.
Ebenfalls ein schönes Mitbringsel: die Stutenmilch-Seife „Gartenrose", so der klangvolle Name des
von Helga Kurtenbach und Brigitte
Heisterbach kreierten duftigen
Pflegeprodukts. Aus Naturmate-
rialien kann man Wunderbares
herstellen, das weiß auch Richard
Tamke. „Ich zeige den Kindern,
was man aus Sachen, die man im
Siebengebirge finden kann, alles
Schönes machen kann", so der
Schnitzkünstler und präsentierte
geschnitzte Brieföffner, Spazierstöcke und Löffel. Da wird aus einem Stück Borke ein hochseetaugliches Segelboot und aus einem
Aststück ein Schönschreibstift,
mit dem man wunderbar zeichnen
kann, wenn man die Spitze in ein
Tintenfässchen taucht. Auf einen
speziellen Gast waren die Organisatoren besonders stolz. Umweltbotschafter „Ben" hatte extra die
weite Anreise aus Leipzig in Kauf
genommen, um Kindern die Natur
näherzubringen. Der sechs Jahre
alte, zahme Uhu tourt derzeit mit
dem
Kaufland-Umweltmobil
durch ganz Deutschland.
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Reisen
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