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74 Wie schon in der letzten Ausgabe des RU-Kurier - Fehler

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STATEMENTS „GUTER RU“
Wie schon in der letzten Ausgabe des RU-Kurier angekündigt finden Sie nachfolgend soweit sie von
den Podiumsteilnehmern zur Verfügung gestellt wurden die Statements zu „gutem Religionsunterricht“
wie sie bei der Tagung am 21.03.2002 in Gadheim vorgetragen wurden.
Thomas Barkowski,
Wir tragen zusammen und es gilt weniger ein
entweder oder sondern das ergänzt sich.
Und plötzlich ist alles klar: dieser Junge den sie
verpflanzt haben aus dem Bauerndorf in Rumänien in die deutsche Großstadt, mit Hoffnungen
auf das gelobte Land, von dem der Vater so viel
versprochen hatte - und jetzt sieht er den Hoffnungsträger verfallen und sterben.
So möchte ich meinen Beitrag verstehen.
Und keiner merkt was in diesem Jungen vorgeht.
Pfr., Kirchl. Fachbeauftragter für Unterfranken der Evang.-Luth. Kirche in Bayern
Ich möchte es an drei kleinen Geschichten aus
dem Schulleben deutlich machen:
Religionsunterricht, wenn er gut ist, ist offen für
die persönliche Befindlichkeit der Schüler.
Ich hab ihn letzte Woche beim Obi getroffen, da
ist er jetzt Verkäufer. Ich hätte ihn fast nicht
erkannt, locker einen Kopf größer als ich, Baseballkappe ins Gesicht gezogen.
Ist seelsorgerlicher Religionsunterricht. Hier finden sie einen Raum, in dem sie angenommen
sind, auch mit ihren Sorgen, Problemen, Fragen
und Zweifeln.
Tobias heißt er. Was ich mit ihm erlebt habe ist
zehn Jahre her. Toby.
Die dritte Geschichte:
Er ging in die zweite Klasse, ohne Bekenntnis.
Er ist im RU dabei auf Antrag.
Er kommt nach der Stunde auf mich zu und sagt:
Du ich möchte auch zu dem Jesus gehörn.
Kannst du mich taufen Herr Pfarrer?
Was war passiert?
Wir hatten einige Wochen mit Jesus verbracht,
am See, in Kapernaum, in Jerusalem, und es war
offensichtlich mehr daraus geworden als eine
Begegnung mit Lernstoff sondern dieser Jesus ist
lebendig geworden für diesen Jungen und hat ihn
angezogen. „Ich möchte auch zu diesem Jesus
gehörn“.
Eine zweite Geschichte, eher ein Negativbeispiel ist deutlich länger her:
In der größten Hauptschule Nürnbergs, ein Achtklässer, der mir das Leben schwer macht. Er
kommt aus Osteuropa, spricht ausreichend
deutsch, aber er macht nicht mit. Er provoziert
mich ständig durch sein Verhalten. Ordnungsmaßnahmen verpuffen ohne Erfolg. Eines Tages
hört man: er hat einen Lehrer geschlagen, ein
leichtes für ihn, einsachtzig groß, Statur eines
Schwergewichtsboxers. Der Verweis von der
Schule droht.
Nach einer extrem schwierigen Stunde mit ihm
bitte ich ihn zu mir, rede ihm ins Gewissen. Da
sagt er plötzlich: Mein Vater is gestern gestorben, der hat Krebs gehabt.
74
Ganz frisch, ein paar Wochen alt, eine Hauptschule in Unterfranken. Der Lehramtsanwärter
teilt einen Zeitungsartikel aus. Mann niedergeschlagen. Asylbewerber rettet ihn.
Die Schüler lesen: fangen an zu diskutieren: ja,
das haben sie auch gelesen, hier bei ihnen in der
Stadt. Das muss gleich beim Rathaus gewesen
sein. Und dass sonst keiner geholfen hat. Sind
doch reichlich Leute vorbeigekommen steht da.
Ausgerechnet ein Asylbewerber. Hättest du geholfen. Na klar. Also ich weiß nicht....
Sie sind voll dabei und sie staunen als sie erfahren: Jesus hat diese Geschichte erzählt, der Lehrer hat sie nur leicht verändert. Plötzlich war das
Evangelium brandaktuell. Und forderte zur Stellungnahme heraus.
Das ist für mich auch ein Merkmal guten RUs: Er
bringt das Evangelium mit unseren Problemen
zusammen und fordert zur Stellungnahme heraus. Auch der Lehrer natürlich muss Stellung
beziehen, Farbe bekennen.
Zusammengefasst:
Begegnung – mit dem Evangelium, mit Christus,
mit der Kirche, mit einander
Angenommmen sein – die seelsorgerliche Dimension, eine Grundbotschaft des Evangeliums
und: Stellungnehmen, Farbe bekennen, sich outen, dann wird’s authentisch
STATEMENTS „GUTER RU“
Joachim Hartmann, SR
l Lebenswelt der Schüler kennen, d.h. um die
Probleme, Interessen und Sehnsüchte der
Kinder und Jugendlichen wissen und diese
ernst nehmen
Ô bedeutet Raum für das Einbringen von
persönlichen Befindlichkeiten von Seiten
der Schüler
Ô Raum um persönlichkeitsfördernde und
-stärkende Methoden im Unterricht einbringen zu können
Ô an den Interessen der Schüler orientieren
und in die Lernplanung integrieren
Ô Lehrer – Schüler Bezug spielt dabei eine
ganz wesentliche Rolle
l Korrelationsprinzip (s.o.): Leben mit Glauben in Verbindung bringen und Glauben mit
dem Leben, d.h. Lebensvollzüge sollten im
„Licht des Glaubens“ betrachtet und in Verbindung gebracht werden
Ô Glaubenserfahrungen anbieten und ermöglichen
Ô Glauben in seiner Bedeutung für das eigene Leben deutlich machen
Ô Angebot als Stärkung fürs Leben und
möglicher Wegweiser
l Lernprozesse mit ganzheitlichen Methoden
gestalten, dabei eigene Erfahrungen ermöglichen und selbstverantwortlich auswählen und
gestalten lassen
l Freude an der Glaubensgemeinschaft vermitteln Ô Feiern, Kirchenjahr und Pfarrgemeindebezug
l soll auch ein strukturierter Unterricht mit entsprechender Berücksichtigung der Unterrichtsprinzipien sein
l Hängt stark an der Lehrerpersönlichkeit: Beziehungsebene, Echtheit, Vorbildwirkung, Begeisterungsfähigkeit
lut eindeutig und verbindlich definiert werden,
was „guter“ RU ist. RU als inter- und intrapersonales Geschehen wird von Personen und Persönlichkeiten geprägt, die eine einmalige und unverwechselbare Individualität besitzen. Dies gilt sowohl für den Religionslehrer (RL), – Ich benutze
aus ökonomischen Gründen in diesem Artikel
immer die maskuline Form. – der den RU plant
und gestaltet, als auch für den, an den der RU
adressiert ist, den Schüler. Zudem hat die didaktische Forschung bis heute noch nicht hinreichend das „Wie des Unterrichtens“ geklärt.
(Schlagwort Theorie-Praxis-Lücke“: HERGET)
Die unterrichtspraktische Erfahrung untermauert
diese Erkenntnis in eindringlicher Weise. Typisch dafür sind das Phänomen des „Praxisschockes“ (Kluft zwischen Theorie und Schulpraxis), den die Dienstanfänger beim Eintritt in
den Schuldienst erleben, und die verschiedenen
Auffassungen über „guten“ RU, die bei Diskussionen mit Fachleuten nachhaltig zum Ausdruck
kommen.
Zum Begriff „guter“ RU: „Guter“ RU richtet
sich auf die Qualität des RU. Beim Qualitätsmerkmal „gut“ setze ich in diesem Artikel den
Schwerpunkt auf den Initiator von „gutem“ RU,
den RL. Jeder „gute“ Unterricht wird in entscheidender Weise von der Person und der Persönlichkeit des Unterrichtenden geprägt. Dies gilt für
den RU in besonderer Weise.
Fazit: Über „guten“ RU nachdenken – ein Fass
ohne Boden? Die Erfahrung aus der Bewertung
von Prüfungsstunden lehrt, dass immer ein Konsens gefunden wird, die Qualität von Unterricht
möglichst objektiv zu benoten. Es gibt also doch
„Gütekriterien“ für die Klassifizierung von RU.
Sie können aus fachwissenschaftlichen, fachdidaktischen, fachmethodischen und unterrichtspraktischen Erkenntnissen und Erfahrungen abgeleitet werden – trotz der o.g. unabänderlichen
Einschränkung. Anhand von vier Thesen will ich
im Blick auf die fiktive Person des H.K. erläutern, was „guten“ RU aus meinem persönlichen
Blickwinkel ausmacht.
Günter Krönert, SR
Wenn man darüber nachdenkt, was „guter“ Religionsunterricht (RU) ist, befasst man sich logischer Weise mit seiner Qualität.
Die Schwierigkeit der Definition des Qualitätsmerkmals „guter“ RU
Die Fachwissenschaft weiß: Es kann nicht abso-
1. THESE: RU ist „gut“, wenn der RL im
Lerngegenstand die für die Schüler existenziell bedeutsame frohe Botschaft entdeckt und
verinnerlicht.
H.K. unterrichtet Religion in einer 1. Jahrgangsstufe. Es steht das biblische Thema an: „Jesus
nimmt Kinder ernst“. H.K. fällt auf, dass dieser
75
STATEMENTS „GUTER RU“
Text jetzt in der 1. Klasse und nicht mehr in der
zweiten angegeben ist. Er begeht nicht den Fehler wie viele seiner Kollegen, dass er sich sofort
überlegt, wie er „Die Segnung der Kinder“ seinen Schulanfängern plausibel machen kann, sondern orientiert sich erst einmal im „neuen“ Lehrplan (LP). Dabei stellt er fest, dass er von sechs
Themen in der 1. Klasse eines ganz den Kindern
widmet: „Wir sind Kinder einer Erde“ (1.4). Er
freut sich über diese kindgemäße Gewichtung.
Beim näheren Studium des LP findet er in der
Zielbeschreibung unter 1.4 den Satz: „Anhand
einer Begebenheit aus dem Evangelium sollen
sie (die Kinder) darauf aufmerksam werden, dass
sich Jesus den Kindern zuwendet und ihnen Geborgenheit schenkt.“
H.K. erkennt nun den Zusammenhang: Nachdem
er in den Vorstunden gemäß dem LP (1.4.1) erarbeitet hat, „wie Kinder bei uns und in anderen
Ländern“ leben und „ihre Sorgen und Hoffnungen“ dargestellt hat, – „Manchmal werden Kinder nicht verstanden, manchmal werden sie abgelehnt und ausgegrenzt.“ – soll im Kontrast
dazu deutlich werden: Jesu ist total anders. Er
“wendet sich Kindern zu“ (1.4.2), er „nimmt
Kinder ernst“ (1. Einzelinhalt unter 1.4.2). Nun
weiß H.K. grundsätzlich Bescheid, worauf es ankommt, nimmt den Bibeltext zur Hand und liest
dort:
Die Segnung der Kinder (Mk 10, 13–14,16)
Da brachte man Kinder zu ihm, damit er ihnen
die Hände auflege. Die Jünger aber wiesen die
Leute schroff ab. Als Jesus das sah, wurde er
unwillig und sagt zu ihnen: Lasst die Kinder zu
mir kommen; hindert sie nicht daran! Denn Menschen wie ihnen gehört das Reich Gottes. Und er
nahm die Kinder in seine Arme; dann legte er
ihnen die Hände auf und segnete sie.“
H.K. freut sich, dass der LP gemäß der kindgerechten Reduktion den seinen Erstklässlern
schwer zu erklärenden Vers 15 weg lässt: „Wahrlich, ich sage auch: Wer das Reich Gottes nicht
annimmt wie ein Kind, wird nicht hineinkommen.“ H.K. leitet beim Vergleich des Bibeltextes
mit der LP-Intention folgenden Schwerpunkt für
seine Religionsstunde ab: „Ich will am Beispiel
‚Die Segnung der Kinder‘ einsichtig werden lassen, wie Jesus Kinder besonders gerne hat und
liebt. Das ist die für meine Schulanfänger existenziell bedeutsame frohe Botschaft in dieser
Stunde.“ H.K. wird klar, wie sie für alle seine
Kinder lebensbedeutsam und für einige von ih76
nen – Er sieht sie genau vor sich! – besonders
„Not wendig“ ist, da sie zu Hause so wenig Geborgenheit und Zuwendung erfahren. Die Begriffe: Kindern „Zuwendung“ und „Geborgenheit schenken“ und sie „ernst nehmen“ gehen
ihm zu Herzen und nicht mehr aus dem Sinn.
2. THESE: RU ist „gut“, wenn der RL die für
seine Schüler existenziell bedeutsame frohe
Botschaft in ein schüler- und fachgerecht ausgewogenes, den Schülern einsichtiges methodisches Konzept zu kleiden vermag.
Nachdem H.K. weiß und verinnerlicht hat, worauf es bei der „Segnung der Kinder“ ankommt,
geht er daran, ein schüler- und fachorientiert ausgewogenes methodisches Konzept zu entwerfen.
„Schüler- und fachorientierte Planung“ ist vor
allem durch das Grundprinzip der „Korrelation“
gekennzeichnet. Sie ist nach ZIEBERTZ ein unaufgebbares theologisches Konzept. Dies betont
auch der neue GS-LP im „Kapitel II A Fachprofile“: „Das Leben mit dem christlichen Glauben in
Beziehung bringen“.
„Schülerorientierung“: Der GS-LP spricht unter I/2.1 von „vielfältigen Wirklichkeitserfahrungen“ und stellt unter I/2.2 fest: „Schulisches Lernen knüpft in der Regel an die Erfahrungs- und
Erlebniswelt der Kinder an.“ H.K. erinnert sich
an seine Ausbildung: „Schülerorientierung“
heißt, den RU so anzulegen, dass er nicht „über
die Köpfe der Schüler hinweg“ geht (HS-LP II A
1.5) und dem Grundgesetz des einsichtigen Lernens folgt.
„Fachorientierung“ bedeutet, vor allem das
Prinzip der „Wissenschaftlichkeit“ (BRUNNHUBER) zu berücksichtigen, d. h. die exegetisch
zutreffende Auslegung und nicht Verfälschung,
aber altersstufengerechte Gewichtung der religiösen Lerninhalte und zutreffende inhaltliche
und begriffliche Erkenntnisgewinnung.
„Ausgewogen“ meint: Wenn die „Fachtheorie“
zu sehr überwiegt, wird der RU zu wenig „Lebenshilfe“ vermitteln, wenn das „Leben“ zu sehr
überwiegt, wird zu wenig „Glaubenshilfe“ ermöglicht.
Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für
eine schüler- und fachorientiert ausgewogene
Lernplanung aus? H.K. will auf der Basis der
Auseinandersetzung mit dem LP und dem Bibeltext im Hinblick auf seine Schüler folgende inhaltliche und methodische Schwerpunkte setzen:
STATEMENTS „GUTER RU“
In der „Hinführungsphase“ nimmt er sich vor,
seine Schulanfänger dadurch zu motivieren, dass
er an die Erfahrungen der Vorstunden anknüpft
(vgl. 1.4.1) und eine konkrete Situation in Wort
und Bild darstellt, in der die Schülerin S. ausgegrenzt wird.
In der „Begegnung“ mit dem Mk-Text entscheidet sich H.K. dafür, ihn in Anlehnung an den
Bibeltext kindgerecht ausgeschmückt frei zu erzählen. Dabei will er zwei fiktive Personen erfinden (Der sechsjährige M. darf mit seiner Mutter
zu Jesus gehen und erlebt dabei dessen liebevolle
Zuwendung). Aus Erfahrung weiß er, dass sich
seine Erstklässler gerne mit einer gleichaltrigen
Person identifizieren (hier mit M.) und so das
biblische Geschehen leichter verstehen können.
Weiterhin nimmt sich H.K. vor, den Kontrast
zwischen den Jüngern, die M. und seine Mutter
nicht zu Jesus vorlassen wollen, und Jesus, der
sich für damalige Verhältnisse in ungewöhnlicher Weise ganz anders verhält, die Kinder als
eindringlichen Höhepunkt erleben lassen. Dies
will er im Inhalt (Jesus nimmt M. freundlich auf
den Arm, streicht ihm zärtlich über die Haare und
spricht ihn liebevoll an), in der Sprache (Variation in der Stimmführung hinsichtlich der Lautstärke und des Sprechtempos) und in seiner gesamten Mimik und Gestik („Körpersprache“) angemessen und deutlich zum Ausdruck bringen.
In einer „Vertiefungs- und Ausdrucksphase“
plant H.K., seine quirligen Erstklässler die Freude über das „liebevolle“ Verhalten Jesu zu M.
möglichst intensiv und „ganzheitlich“ ausleben
zu lassen, indem er einen bereits einstudierten
Tanz dafür vorsieht. Diese unmittelbar erlebte
Freude soll dann in einem kurz gehaltenen Impulsgespräch in Worte gefasst und versprachlicht
werden („theologischer Gehalt“).
Im aktualisierenden „Ausklang“ will H.K. die
eben erarbeitete Erkenntnis und Kernaussage
nachhaltig vertiefen: Er singt das Lied „Jesus hat
die Kinder lieb, halleluja ...“, das von der Melodie her leicht ins Ohr geht, und ändert es dann so
ab, indem er jeweils einen andern Namen eines
seiner Kinder einsetzt („Jesus hat die D. lieb,
halleluja ...“) und ihm dabei die Hand auflegt,
um gleichsam die Segnungsgeste Jesu nachzuvollziehen und die Schüler „hautnah“ spüren zu
lassen.
3. THESE: RU ist „gut“, wenn der RL die für
seine Schüler existenziell bedeutsame frohe
Botschaft glaubwürdig und begeisternd übermitteln kann.
H.K. weiß aus Erfahrung: „Jetzt steht ein entscheidender Schritt bevor, nämlich die glaubwürdige und begeisternde Übermittlung der frohen Botschaft und zwar so, dass sie bei seinen
Erstklässlern auch als lebensbedeutsame Frohbotschaft „ankommt“. Dies muss ich in meiner
biblischen Erzählung leisten!“
„Glaubwürdige und begeisternde Übermittlung“: STEINWEDE verdanken wir den für jede
biblische Erzählung Richtung weisenden Satz:
„Biblische Botschaft ist Verkündigung und Bekenntnis“.
Aspekt „Verkündigung“: Durch die Person des
RL klingt das Wort Gottes hindurch (lat. „personare“) und nimmt Gestalt an. Welch eine schöne,
aber auch verantwortungsvolle „Aufgabe“! Es
fällt ihm das Wort seines Diözesanbischofs PaulWerner ein: Der RU „muss erfahrbar machen,
dass wir eine Frohbotschaft empfangen haben
und weitergeben dürfen.“
Aspekt „Bekenntnis“: Wenn sich der RL mit dem
Wort Gottes unter Berücksichtigung der LP-Vorgaben und der Adressaten, an die sich die frohe
Botschaft richtet, auseinander setzt (vgl. 1. These), muss er sich für eine bestimmte Erzählweise
(vgl. 2. These) entscheiden. Er wird, ob er will
oder nicht, in diesem Entscheidungsprozess zum
„Bekenner“: Je mehr er sich mit der frohen Botschaft zu identifizieren vermag und sie verinnerlicht hat, desto glaubwürdiger und begeisternder
wird sei beim Schüler „ankommen“ und „Betroffenheit“ (HS-LP I/1.4) auslösen. Dies hat H.K.
schon oft erlebt. Untersuchungen bestätigen:
Etwa 85% der sprachlichen Informationen laufen
„non verbal“, also hauptsächlich über das, was
der RL „wirklich“, von seiner inneren Überzeugung her kommend, aussagen will. Paul-Werner
Scheele: „Was bei all unseren Aktivitäten herauskommt, hängt entscheidend von der Art unseres Christusverhältnisses ab“.
„Existenziell bedeutsam“ oder „lebensbedeutsam“ bzw. „lebensrelevant“ ist die frohe Botschaft dann, wenn „die Vermittlung des Glaubens lebensnah geschieht, als Botschaft für unsere Zeit überzeugt und gleichzeitig als Hilfe erfahren werden kann. (ZIEBERTZ)
„Frohbotschaft“: „Guter RU bereitet den Schülerinnen und Schülern Freude.“ BUCHER interpretiert seine These hinsichtlich des „Inhalts“
77
STATEMENTS „GUTER RU“
(„Froh- und keine Drohbotschaft“!) und des
„Vollzugs“ (RU soll „im Vollzug den Schülern
positive Erfahrungen ermöglichen“.)
Berthold Wechs, SchAD
H.K. geht auf Grund der intensiven Auseinandersetzung mit der frohen Botschaft (vgl. 1. These)
und der festen Überzeugung, eine Erfolg versprechende fach- und schülerorientierte Verlaufsplanung (vgl. 2. These) fest gelegt zu haben,
das Wagnis zuversichtlich an, seinen Erstklässlern „Die Segnung der Kinder“ nach Mk 10,13ff
als „existenziell bedeutsame, glaubwürdige und
begeisternde frohe Botschaft“ mit zu teilen.
– Strahlt der Religionsunterricht „FROHBOTSCHAFT” im Sinne des „Evangeliums” aus
(oder belehrt er nur, setzt Grenzen...)? Wird
dem Schüler dabei bewusst, dass „religio”
Rückhalt für sein persönliches Leben bedeutet.?
4. THESE: RU ist „gut“, wenn die Beziehung
zwischen RL und den Schülern und die Atmosphäre in der Klasse „stimmen“.
„Stimmige Lehrer–Schüler–Beziehung“: Ein
vom Lerngegenstand unabhängiges sehr bedeutsames Gütekriterium für den RU ist die verbale
und non-verbale Interaktion zwischen RL und
Schüler. SCHMID nennt die Lehrer-Schüler-Beziehung das „Herzstück“ guten Unterrichtens
und stellt fest: „Wir wissen: Ist sie von Offenheit,
Wohlwollen, Unterstützung, Verständnis, Respekt getragen, dann können die SchülerInnen
viel leichter in das Lerngeschehen einwilligen,
als wenn Angst, Misstrauen und Enge reagieren.“ Der neue GS-LP spricht von „einem verlässlichen pädagogischen Bezug“ und führt weiter
aus: „Engagement für die Schüler, soziale Aufgeschlossenheit und eine unterstützende Grundeinstellung drücken sich auch in einem von Geduld und Gelassenheit getragenen Umgang mit
den Schülern aus.“ (I/1.4) Dürfen wir nicht von
Jesus lernen, wie er mit Menschen umgeht? „Die
Segnung der Kinder“ ist ein typisches Beispiel
dafür.
„Stimmige Atmosphäre“: „In einer Atmosphäre
des Vertrauens, der Anerkennung und der Lebensfreude sollen die Kinder Selbstwertgefühl,
Eigenverantwortung und eine bejahende Lebenseinstellung aufbauen und lernen, die eigene Person und die Person des Anderen anzunehmen.“
(GS-LP I/1.1).
Dazu können der gesamte RU und jede einzelne
Religionsstunde (vgl. 2.und 3. These) auf der
Basis eines kindgemäßen pädagogischen Bezugs
(vgl. 4. These), in dem der RL nach ZIEBERTZ
eine herausragende „Schlüsselstellung“ einnimmt (vgl. 1. These), einen unersetzlichen Beitrag leisten. So ein RU ist sicherlich ein „guter“
RU. Davon bin ich fest überzeugt.
78
„Fragen an meinen Religionsunterricht”
– Gibt er dem Schüler konkrete Hilfen zu seiner
persönlichen LEBENSBEWÄLTIGUNG in
wichtigen Lebenssituationen (z.B. im Hinblick auf den Umgang mit Problemen, Freude, Trauer, Lust, Verantwortung übernehmen,
Gemeinschaft ... )?
– Löst dieser Unterricht beim Schüler eine INNERE BETROFFENHEIT aus, die zum Handeln führt? (oder bleibt es mehr bei momentanen Gefühlen ohne Handlungsansatz, bleibt
es bei reinem Aktionismus im Umgang mit
Symbolen ohne Realitätsbezug?..)
– Wird im Zentrum der Stunde das „Kerygma”
richtig erfasst? d.h. es kommt auf die richtige
didaktische Schwerpunktsetzung im Hinblick
auf die theologische Grundaussage an.
– Werden die inhaltlichen und didaktischen
Zielsetzungen (siehe bisherigen Punkte)
durch eine methodische Unterrichtsgestaltung erreicht, die neuzeitlichen psychologischen/pädagogischen Erkenntnissen entspricht? (z.B. fachgerechter Einsatz von Symbolen, Liedern, Spielen..)
– Wie „glaubwürdig” vertritt die Lehrkraft persönlich das, was sie „verkündet”? (nimmt
man ihr das ab?)
– Inwieweit ist der Religionsunterricht. (inhaltlich und von den Vollzugsformen her) eingebettet in das Leben der Kinder zuhause in
ihrer Familie, bestehen Bezüge/Umsetzungsmöglichkeiten auch z.B. in der Liturgie der
Kirchengemeinde.....?
STATEMENTS „GUTER RU“
„Gueter“ Relichionsunterricht
RU it dann örscht werkli „guet“,
wenn im RL wos „brönne“ tuet,
sou wie im Moses an der Dörnerhecke:
Ab da braucht dar sie näemmer zu verschtecke!
Wenn im Lehrer drinn näess brönnt,
hat ar wos Wichtiches versömmt
und hat zu wenich üwerleicht,
wos „Frohbotschaft“ für ihn ausmeicht.
Dann kann dar Funk nit üwergschpring
und meicht beim Schüeler a kenn „Sinn“.
Wenn kee Sinn im Unterricht,
täest beißer du gleich drauf verzicht!
Dar Sinn, dar schtackt im „LP-Ziel“.
Dos seicht ganz deutli, wos es will.
War’s LP-Ziel nit kennt genau,
tuet auf sei Intuition vertrau
und helt kenn „guete“ Unterricht:
Söll liewer Gschichtli schreib und dicht!
Wenn‘s der Lehrer ower schafft,
dan Waach frei leicht mit ganzer Kraft,
dass Inhalt und Methode sich am Ziel
genau ausrichte und a es „Gfühl“
und nit bloß en „Verschtand“ aschprache,
dann it RU a „guete“ Sache!
Mit „Koupf, Harz, Hand“, „mit alle Sinn“,
„ganzheitli“ kannst du nur gewinn,
„problem- und handlungsorientiert“,
die Schtund guet in sich „rhythmisiert“,
dabei stets „freundli“, „ausgegliche“,
die Kinner nit gleich zammgepfiffe,
sondern „gelasse“, „mit Geduld“
„Ordnungs- und Arbeitsforme eigeschult“,
mit zu viel „Medien, Symbole, Bilder“
die Kinner nit üwerfracht wie sou a Wilder,
„flexibel“, „konsequent“, nit „starr“
am Konzept dra heng wie a Narr,
auf die Kinner eigäeh könn,
wenn sie a wichtie Frache hömm!
Musst aa dra denk auf alle Fäll,
als „Zeuche, Vorbild und Modell“
für dei Kinner gfordert bist,
weil dos für sie sou wichtich is.
„Gueter“ Unterricht in Relichion
hat viel zu toen mit „Korrelation“.
Wenn die Schüeler schpöern und merke,
dass „Glauwe“ führt zu „Lebensstärke“,
dann it dei RU werkli guet,
dann zeucht reschpektvoll mer sein Huet.
Im alte Lehrplan schtäeht nou drinn:
-Dos gäeht mir näemmer ausm Sinn!„Glaube ist nicht machbar.
Er ist von seinem Wesen her Geschenk.“
Wenn i dan Satz bei mir bedenk,
sou geit mir dos viel Zuversicht,
weil dae nou ENNER mit uns spricht
und tuet uns helf und meicht uns Muet,
dass unner RU wörd a „GUET“.
(Günter Krönert)
AutorInnen
Thomas Barkowski, Jossaweg 5, 63741 Aschaffenburg
Harald Drescher, Schulreferat, Domerschulstr. 18, 97070 Würzburg
Ulrich Geißler, Referat Schulpastoral, Ottostr. 1, 97070 Würzburg
Joachim Hartmann, Pfarrwiesenweg 8, 63776 Schimborn
Thomas Henn, Katechetisches Institut, Ottostr. 1, 97070 Würzburg
Günter Krönert, Katechetisches Institut, Ottostr. 1, 97070 Würzburg
Dorothea Reichel, Kreuzstr. 27, 97424 Schweinfurt
Ulrich Riegel, Lehrstuhl f. Rel.-Päd. u. Didaktik des RU, Wittelsbacher Platz 1, 97074 Würzburg
Dr. Wolfgang Rieß, Katechetisches Institut, Ottostr. 1, 97070 Würzburg
Hildegard Veira, Katechetisches Institut, Ottostr. 1, 97070 Würzburg
Berthold Wechs, Staatl. Schulamt, PF 1560, 63897 Miltenberg
79
WELTETHOS
Ulrich Geißler / Wolfgang Rieß
Ausstellung Weltreligionen – Weltfrieden – Weltethos
Vom 15.10. bis 10.11.2002 fand im Kilianeum die Ausstellung „Weltreligionen – Weltfrieden –
Weltethos statt. Mit einem Quiz konnten sich dabei die Schülerinnen und Schüler selbsttätig die Inhalte
der Ausstellung erschließen. Ein vorbereitetes Lösungsblatt für Lehrkräfte erleichterte die anschließende Besprechung.
Die Plakattafeln der Ausstellung sind für Schulen und Pfarreien über das Katechetische Institut (Tel.:
09 31 - 386 63601) ausleihbar. Um eine Vorstellung von den Inhalten zu gewinnen, die sich natürlich
auch ohne Ausstellung mit Hilfe von weiteren Materialien im Religionsunterricht umsetzen lassen,
werden die Arbeitsblätter hier im RU-Kurier abgedruckt.
Quiz und Lösungsblätter sind mit farbigen Bildern auch auf Diskette bzw. als E-Mail-Anhang im
Katechetischen Institut erhältlich.
Quiz zur Ausstellung „Weltreligionen, Weltfrieden, Weltethos“
Liebe Schülerinnen und Schüler,
mit folgendem Quiz könnt ihr selbstständig die Ausstellung betrachten und eure Ergebnisse auf dem
Blatt eintragen. Beginnt nicht alle mit der gleichen Frage, sonst gibt es Stau im Kreuzgang. Die
Reihenfolge ist beliebig.
1. Gehe zu diesem Bildausschnitt:
Um welche Religion handelt es sich hier?
__________________________________________
Zeichne das Symbol dieser Religion neben das Bild.
Ergänze: Gottes Weisung heißt auf hebräisch:
__________________________________________
Zeichne hier eine Schriftrolle und einen anderen für den jüdischen Glauben wichtigen
Gegenstand ein:
Wie viele Juden gibt es weltweit? ____________________________
2. Gehe zu diesem Bildausschnitt:
Um welche Religion handelt es sich hier?
______________________________________
Zeichne das Symbol dieser Religion neben das
Bild.
80
WELTETHOS
Ergänze: Buddha verstand sich selbst gleichsam als Arzt, der
_________________________________________________________________________________
Nach den fünf Grundgeboten sollten Buddhisten folgende Handlungen nicht tun:
_________________________________________________________________________________
_________________________________________________________________________________
3. Gehe zu diesem Bildausschnitt
Um welche Religion handelt es sich hier?
__________________________________________
Zeichne das Symbol dieser Religion neben das Bild.
Die Inder selbst nennen ihre Religion
___________________________ , das heißt auf Sanskrit
_____________________________________________ .
Fasse in zwei Sätzen zusammen, was du über Mahatma Gandhi weißt:
____________________________________________________________
____________________________________________________________
____________________________________________________________
____________________________________________________________
4. Gehe zu diesem Bildausschnitt:
Um welche Religion handelt es sich hier?
____________________________________
Zeichne das Symbol dieser Religion neben
das Bild.
Betrachte die Zeitleiste. Wann etwa hat Muhammad gelebt? _________________________________
Islam heißt übersetzt: _______________________________________________________________
Wähle einen Satz aus dem Koran, der dir gefällt, aus und notiere ihn hier:
_________________________________________________________________________________
_________________________________________________________________________________
81
WELTETHOS
5. Gehe zu diesem Bildausschnitt:
Um welche Religion handelt es sich hier?
__________________________________________
Zeichne das Symbol dieser Religion neben das Bild.
Benenne zwei Bräuche der chinesischen Religion,
die auf den Bildern zu sehen sind:
__________________________________________
_________________________________________________________________________________
Schreibe drei konfuzianische Tugenden auf, die du am wichtigsten findest:
_________________________________________________________________________________
_________________________________________________________________________________
_________________________________________________________________________________
6. Gehe zu diesem Bildausschnitt:
Welchen Traum beschreibt Martin Luther King?
_________________________________________________________________________________
_________________________________________________________________________________
_________________________________________________________________________________
_________________________________________________________________________________
7. Gehe zu diesem Bildausschnitt:
Welche der „Goldenen Regeln“ spricht dich am meisten an?
Schreibe sie hier auf:
_________________________________________________________________________________
82
WELTETHOS
8. Suche das Bild dieser Hand.
Nenne zwei alltägliche Beispiele, wie du
gerecht und fair handeln kannst:
___________________________________________
___________________________________________
9. Suche das Bild dieser Hand.
Wie lautet das Motto auf dem Plakat, mit dem auch
partnerschaftliches Zusammenleben beschrieben wird?
___________________________________________
10. Suche das Bild dieser Hand.
Beschreibe in einem Satz eines der dargestellten Fotos:
___________________________________________
___________________________________________
___________________________________________
11. Suche das Bild dieser Hand.
Im alltäglichen Zusammenleben merkt man, dass nicht
immer Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit zählen. Es kommt
zu Situationen, in denen auch ich mich vor meinem
Gewissen frage: Soll ich, anstatt ehrlich zu sein...
___________________________________________
___________________________________________ ?
Danke für dein Interesse und deine konzentrierte Arbeit.
Wir hoffen, dass dir der Gang durch die Ausstellung neue Anstöße gebracht hat.
83
WELTETHOS
Quiz Weltethos – Lösungsblatt für Lehrkräfte
12. Gehe zu diesem Bildausschnitt:
Um welche Religion handelt es sich hier? Judentum
Zeichne das Symbol dieser Religion neben das Bild in den Kasten.
Ergänze: Gottes Weisung heißt auf hebräisch: Tora
Zeichne hier eine Schriftrolle und einen anderen für den jüdischen Glauben wichtigen Gegenstand ein:
Wie viele Juden gibt es weltweit? Etwa 14 Millionen
13. Gehe zu diesem Bildausschnitt:
Um welche Religion handelt es sich hier? Buddhismus
Zeichne das Symbol dieser Religion neben das Bild.
Ergänze: Buddha verstand sich selbst gleichsam als Arzt, der
dem leidenden Menschen helfen will, eine Befreiung und Erlösung zu finden.
Nach den fünf Grundgeboten sollten Buddhisten folgende Handlungen nicht tun:
Töten, Stehlen, unrechtes Wandeln in Sinnenlust, Lügen, Rausch
14. Gehe zu diesem Bildausschnitt
Um welche Religion handelt es sich hier? Hinduismus
Zeichne das Symbol dieser Religion neben das Bild.
Die Inder selbst nennen ihre Religion ewige Ordnung, das heißt auf Sanskrit Dharma.
Fasse in zwei Sätzen zusammen, was du über Mahatma Gandhi weißt: (Dazu steht nichts auf den
Plakaten. Das vorhandene Wissen der Schüler/innen soll aktiviert werden.)
Mahatma Gandhi, Rechtsanwalt und Politiker, lebte von 1869 bis 1948. Er ist der berühmteste und
geschichtlich bedeutendste Hindu im 20. Jahrhundert. Mit gewaltfreiem Widerstand und zivilem
Ungehorsam stellte Gandhi die Weichen für die politische Befreiung und Unabhängigkeit Indiens
von der englischen Kolonialherrschaft. Die „Große Seele“ (Mahatma) ließ sich weder von Drohungen noch von Haftstrafen in seinem Kampf für Gerechtigkeit beirren und entwickelte sich so zum
Vorbild für Menschenrechtsbewegungen in aller Welt.
15. Gehe zu diesem Bildausschnitt:
Um welche Religion handelt es sich hier? Islam
Zeichne das Symbol dieser Religion neben das Bild.
Betrachte die Zeitleiste. Wann etwa hat Muhammad gelebt? Ungefähr 600 nach Christus
Islam heißt übersetzt: Unterwerfung unter den Willen Gottes
Wähle einen Satz aus dem Koran, der dir gefällt, aus und notiere ihn hier: (z.B.:)
Es gibt keinen Zwang in der Religion
Aus euch soll eine Gemeninschaft (von Gläubigen) entstehen, die zum Guten aufrufen, das Rechte
gebieten, und das Verwerfliche verbieten.
84
WELTETHOS
16. Gehe zu diesem Bildausschnitt:
Um welche Religion handelt es sich hier? Chinesische Religion
Zeichne das Symbol dieser Religion neben das Bild.
Benenne zwei Bräuche der chinesischen Religion, die auf den Bildern zu sehen sind:
Aufstecken von Räucherstäbchen, Wahrsagen aus der Hand, Morgendliche Tai-Ji-Meditation
Schreibe drei konfuzianische Tugenden auf, die du am wichtigsten findest:
z.B.: Menschlichkeit, Pflichterfüllung, Wissen um das Rechte, Toleranz, Ehrfurcht...
17. Gehe zu diesem Bildausschnitt:
Welchen Traum beschreibt Martin Luther King?
..., „dass eines Tages die Söhne früherer Sklaven mit den Söhnen früherer Sklavenbesitzer ...
brüderlich am Tisch zusammensitzen. Ich habe einen Traum, dass eines Tages meine vier Kinder
nicht nach Hautfarbe, sondern nach ihrem Charakter beurteilt werden.“
18. Gehe zu diesem Bildausschnitt:
Welche der „Goldenen Regeln“ spricht dich am meisten an? Schreibe sie hier auf:
z.B. „Alles, was ihr wollt, dass euch die Menschen tun, das tut auch ihr ihnen ebenso“ (Mt 7,12 und
Lk 6,31 (Christentum)
oder: „Tue nicht anderen, was du nicht willst, dass sie dir tun“ (Judentum)...
19. Suche das Bild dieser Hand.
Nenne zwei alltägliche Beispiele, wie du gerecht und fair handeln kannst:
z.B. Ich stehle oder zerstöre nicht das Eigentum von anderen
oder:
Ich achte darauf, dass ich beim Sport niemanden verletze
oder:
Ich gebe einen Fehler zu
20. Suche das Bild dieser Hand.
Wie lautet das Motto auf dem Plakat, mit dem auch partnerschaftliches Zusammenleben beschrieben
wird?
Achtet und liebet einander
21. Suche das Bild dieser Hand.
Beschreibe in einem Satz eines der dargestellten Fotos:
Kinder werden als Soldaten ausgebildet und eingesetzt.
oder
Ein Mensch liegt von einem Kopfschuss getroffen am Boden.
22. Suche das Bild dieser Hand.
Im alltäglichen Zusammenleben merkt man, dass nicht immer Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit zählen.
Es kommt zu Situationen, in denen auch ich mich vor meinem Gewissen frage: Soll ich, anstatt ehrlich
zu sein...
lügen, täuschen, fälschen, manipulieren?
85
MELDUNGEN
Brunomedaille für „einmalige Lehrerpersönlichkeit“
Robert Scheller als Fortbildungsreferent für Gymnasien und Realschulen verabschiedet
– Ab September 2002 Direktor des Münsterschwarzacher Egbert-Gymnasiums
Würzburg/Schwarzach
(POW) Die Sankt-Bruno-Medaille, die Robert
Scheller (48) zu seiner
Verabschiedung
aus
dem Schulreferat der
Diözese Würzburg bekam, überraschte den
Studiendirektor sichtlich. Mit einer Feierstunde verabschiedeten
Schulreferent Domkapitular Günter Putz sowie
zahlreiche Kollegen den
langjährigen
Fortbildungsreferent für Katholische Religionslehre
an Gymnasien und Realschulen. Scheller war
seit 1990 im Schulreferat tätig. Zugleich war er
Lehrer und seit 1992 Aus der Hand von Domkapitular Günter Putz nahm Robert Scheller (links) die Sankt-BrunoKonrektor am Würzbur- Medaille entgegen.
staatlichen Stellen mit seinen Anliegen Gehör zu
ger Sankt-Ursula-Gymnasium. Zum September
verschaffen. „Wiederholt hat er sich dabei auch
übernimmt er die Leitung des Münsterschwarzader Finessen der kirchlichen Verwaltung becher Egbert-Gymnasiums. Sein Nachfolger als
dient“, attestierte Mündlein Scheller augenzwinFortbildungsreferent wird Harald Drescher.
kernd.
Domkapitular Putz hob in seiner Laudatio Schel„Die Entwicklung seiner Schülerinnen hin zu
lers großartigen Einsatz hervor: Er habe mit
mündigen Christen ist ihm ein echtes Anliegen“,
Kraft und Nachdruck ein Fortbildungssystem
sagte Schwester Petra Brillinger, Direktorin des
aufgebaut. Die Religionslehrer habe er nicht nur
Sankt-Ursula-Gymnasiums über ihren scheidenzu enger Vernetzung untereinander aufgefordert,
den Kollegen. In Scheller verlöre die Schule eine
sondern diese Forderung auch selbst gelebt. Die
einmalige Lehrerpersönlichkeit, die in der Untervielen anwesenden Religionslehrerkollegen werweisung junger Heranwachsender charismatisch
tete Putz als eindrucksvollen Beweis dafür. Er
sei. „In den vergangenen Jahren sind besonders
dankte für die Arbeit, die Scheller in seiner quirviele ehemalige Schülerinnen Religionslehrerinligen Art eindrucksvoll erledigt habe. „Die
nen geworden. Das ist Ihr Verdienst, denn sie
Teilstelle hat er wie eine volle Stelle ausgehaben sich mit Mut und Offenheit im Religionsfüllt.“ Mit Dankesworten von Bischof Dr. Paulunterricht den Fragen gestellt.“
Werner Scheele überreichte der Schulreferent die
Sankt-Bruno-Medaille, die höchste AuszeichBurkard Strauß lobte im Namen des Religionsnung des Bistums Würzburg für Laien, an Robert
lehrerverbands die vielen Impulse, die Scheller
Scheller.
auf den Fortbildungsveranstaltungen weitergegeben habe. Bernd Edrich als Vertreter des BayeHermann Mündlein, Ministerialbeauftragter für
rischen Philologenverbands dankte Scheller für
Gymnasien, hob die gute Organisation hervor,
die gute Zusammenarbeit und mahnte ihn, in
die stets Kennzeichen von Schellers Arbeit geZukunft darauf zu achten, nicht zu viel Verantwesen sei. Mit hartnäckigem, aber stets freundliwortung auf seine Schultern zu laden.
chem Charme habe er es verstanden, sich bei den
86
MELDUNGEN
Vollversammlung der Religionslehrerinnen und Religionslehrer
am 15. Mai 2002 im Schönstattheim Marienhöhe in Würzburg
Eingeladen vom Vorstand der Berufsgruppe trafen sich 50 Religionslehrerinnen und Religionslehrer zu ihrer alljährlichen Vollversammlung im
Frühjahr in Würzburg.
Nach ersten regen Gesprächen beim Kaffee und
einem besinnlichen Einstieg begann der informative Teil mit den Berichten aus den drei Regionen Aschaffenburg, Schweinfurt und Würzburg. Die Aktivitäten in den Regionalgruppen
waren sehr unterschiedlich und reichten z.B.
vom Ernteeinsatz im Weinberg über eine Führung durch das neue Museum Schäfer in
Schweinfurt bis zum Besuch der Palliativstation
in Würzburg.
Die Regionalgruppen wollen besonders auch
Ansprechpartner für neue KollegInnen sein.. Die
Treffen sind als Ergänzung zum Fortbildungsangebot gedacht und bieten Raum für Information
und Austausch.
Mittels Umfrage wurden in der Vollversammlung 2001 wichtige Problemfelder der ReligionslehrerInnen heute ermittelt und die Auswertung
dieser Umfrage nun vorgestellt.
Es folgten Berichte von der Kirchenfrauenkonferenz, aus der MAV und aus den Bereichen Schulpastoral und Fortbildung. Hingewiesen wurde
besonders auf den Beginn einer neuen Ausbildung im Bereich Schulpastoral ab März 2003
und auf das Jahresthema des Schuljahres 2002/
03 „Der vergessene Gott – der Heilige Geist“
Der diesjährige Betriebsausflug zum Schuljahresbeginn 2002/03 wird in die Domstadt Bamberg führen.
Unsere Vollversammlung erweist sich immer
wieder als wichtiges Treffen im Schuljahr, um in
Kontakt zu bleiben und neue Informationen zu
bekommen.
Der nächste Termin ist der 22. Mai 2003 wieder
um 14.30 Uhr im Schönstattheim Marienhöhe in
Würzburg.
Für den Vorstand der Berufsgruppe
Dorothea Reichel
Diözesansprecherin
der ReligionslehrerInnen i.K.
Beeindruckt vom globalen Netzwerk
Schulreferent Domkapitular Günter Putz bei Weltkongress für das katholische Schulwesen
in Brasilia – Rund 40 Millionen Kinder und Jugendliche weltweit an katholischen Schulen –
Den Armen Zugang zur Bildung ermöglichen
Würzburg/Brasilia (POW) Beeindruckt vom globalen Netzwerk der katholischen Bildung ist
Domkapitular Günter Putz, Schulreferent der Diözese Würzburg, vom 16. Weltkongress für das
katholische Schulwesen aus Brasilia zurückgekehrt. Putz gehörte zusammen mit Nikolaus Kircher vom Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz und dem stellvertretenden Schulreferenten der Diözese Limburg, Andreas Erdmann,
zur deutschen Delegation bei diesem Treffen von
900 Schulexperten aus aller Welt. Das Thema
des Kongresses lautete „Der neue Mensch in
einer neuen Welt im Kontext der Globalisierung“. Veranstalter der Konferenz war das „Internationale katholische Büro für Unterricht und
Erziehung“ (OIEC), das in diesem Jahr sein 50jähriges Bestehen feiert.
Weltweit besuchen rund 40 Millionen Kinder
und Jugendliche katholische Schulen. In vielen
Ländern verzeichneten die kirchlichen Bildungsstätten eine wachsende Nachfrage, berichtete
Putz. Durch ihren Einsatz für das christliche
Menschenbild trügen sie dazu bei, die Menschenwürde zu garantieren und einzufordern.
Hauptreferent des Kongresses war der Präfekt
der römischen Bildungskongregation, Kardinal
Zenon Grocholewski. Ziel katholischer Schulen
sei es, die personale Würde junger Menschen
ebenso wie ihre politische, intellektuelle, ethische, soziale und spirituelle Kompetenz zu fördern. Weiter wies der Kardinal nach Angaben
von Putz auf die Schande der Pädophilie bei
Priestern angesichts des bereits bestehenden großen Leids von Kindern, beispielsweise durch
Analphabetismus oder Prostitution, hin. In ihren
Schulen setze sich die Kirche für die weltweit 22
Millionen Kinder ein, die weder lesen noch
schreiben können.
87
MELDUNGEN
Der Vertreter der Weltkulturorganisation
UNESCO, John Daniel, erklärte, katholische
Schulen würden von den Eltern vielfach als geeigneter, menschlicher und erfolgreicher angesehen. Deshalb müsste es auch im Interesse der
Staaten liegen, kirchliche Schulen zu fördern.
Bei den Vorstellungen der einzelnen Erdteile verwiesen beispielsweise Vertreter Asiens auf den
hohen Anteil muslimischer und buddhistischer
Schüler in katholischen Schulen. Die Friedenserziehung als Beitrag für den friedvollen Aufbau
von Familie und Gesellschaft sei in afrikanischen Schulen wichtig, berichtete Putz. Und in
Europa gehe es darum, wie eine christliche Er-
ziehung dazu beitragen könne, in einer stark
ökonomisch ausgerichteten Gesellschaft den
Menschen zu humanisieren.
Künftig wollen sich die katholischen Schulen
nach Angaben des Würzburger Schulreferenten
weltweit intensiver vernetzen und globale Partnerschaften pflegen. Weiter soll eine Kultur des
Herzen im Sinne einer Pädagogik der Liebe gepflegt werden. Gefördert werden soll außerdem
eine Friedenserziehung hin zur interreligiösen
Toleranz und die Sozialkompetenz gestärkt werden. Schließlich wollen sich die katholischen
Schulen besonders für die Armen einsetzen und
ihnen den Zugang zur Bildung ermöglichen.
Weiterarbeiten an der Wohlfühlschule
Katholische Elternschaft Deutschlands stellt Dokumentation zur Aktion
„KEsS – Kooperative Eltern stärken Schulen“ vor – Bundesweites Interesse an Projekt
Würzburg (POW) Anregungen „auf dem Weg zu
einer Wohlfühlschule“ gibt die neue Dokumentation zur Aktion „KEsS – Kooperative Eltern stärken Schule“. 41 unterfränkische Schulen hatten
sich im vergangenen Schuljahr mit über 50 Projekten an dem Wettbewerb des Diözesanverbands der Katholischen Elternschaft Deutschlands (KED) für eine gelingende Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule beteiligt.
Das Schulreferat der Diözese und die Regierung
von Unterfranken hatten das Projekt begleitet
und unterstützt.
„Wo Eltern sich verstärkt in Schule einmischen,
fühlen sich Kinder und Jugendliche an der Schule wohler“, sagte KED-Vorsitzende Bärbel Hofherr (Miltenberg) bei der Vorstellung der Dokumentation im Kilianeum – Haus der Jugend. Die
Erziehung im häuslichen Rahmen allein reiche
nicht aus. Eltern müssten bei der schulischen
Erziehung mitarbeiten. Die Dokumentation mit
dem Titel „Auf dem Weg zu einer Wohlfühlschule“ zeigt nach den Worten Hofherrs vielfältige
Beispiele auf, wie durch gemeinsames Planen
und Handeln die Bedingungen für Schüler verbessert werden können. „Dies betrifft die innere
Schulentwicklung, die Gestaltung von Schulräumen und Außenanlagen oder die Veränderung
von Lernbedingungen.“
88
Aufgezeigt wird beispielsweise die Aktion der
Thüngener Volksschüler, Eltern und Lehrer, die
gemeinsam ihren Pausenhof auf kreative Weise
gestalteten; oder der zwischen Eltern, Schülern
und Lehrern geschlossene Schulvertrag im Gymnasium Veitshöchheim, mit dem sich alle Beteiligten verpflichten, den Alltag gewaltfrei zu gestalten und offen ihre Meinungen auszutauschen;
zum Nachahmen empfiehlt sich auch der Projekttag „Dialog zwischen den Kulturen“ der Volksschule Würzburg-Heuchelhof. Diese Aktion will
den kulturellen Reichtum der 450 Schüler aus 16
verschiedenen Ländern bewusst machen und
Werte wie Toleranz und Offenheit gegenüber anderen Kulturen vermitteln. Insgesamt bringt das
Heft eine Fülle von kreativen Beispielen möglicher Elternmitwirkung und nennt die Kontaktadressen der beteiligten Eltern und Schulen.
Die Idee des Wettbewerbs soll fortgeführt und
weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit an
Schulen entdeckt werden. „Die Eltern sollen
dran bleiben und weitermachen. Für die Zukunft
der Schulen ist eine Zusammenarbeit ganz wichtig“, unterstrich Hofherr. Die bundesweit bisher
einmalige Aktion stößt aber auch über die Grenzen der Diözese Würzburg hinaus auf Interesse.
Bärbel Hofherr wird den Wettbewerb bei der
KED-Bundestagung in Bonn vorstellen.
aus: Main-Echo 30.9.02
SCHULPASTORAL
89
BUCHBESPRECHUNGEN
Christfried Böttrich, Themen des Neuen Testaments in der Grundschule. Ein Arbeitsbuch
für Religionslehrerinnen und Religionslehrer,
Calwer, Stuttgart 2001, 240 S., ISBN: 3-76683729-X.
Der Name des Bandes ist Programm: Christfried
Böttrich arbeitet in den „Themen des Neuen Testaments in der Grundschule“ zentrale neutestamentliche Texte und Inhalte des Lehrplans für
die Grundschule im Fach Evangelische Religionslehre auf. Sein Ziel ist dabei, „Basiswissen
und grundlegende Sachinformation für einen
schnellen, zielgerichteten Zugriff“ (9) bereit zu
stellen.
Der Band ist in zehn Themenkapitel unterteilt
und wird mit dem Abkürzungsverzeichnis der
biblischen Bücher nach den „Loccumer Richtlinien“ und einem Glossar der im Text nicht unmittelbar erläuterten Fachbegriffe abgeschlossen. Die einzelnen Themenkapitel führen zuerst
systematisch in den Inhalt des Kapitels ein und
legen im Anschluss zentrale Textbeispiele aus.
Die Themen sind: „Die Entstehung des NT“,
„Die Jesusgeschichte nach Markus“, „Geburt
Jesu“, „Tod und Auferstehung Jesu“, „Nachfolge
Jesu“, „Botschaft Jesu“, „Gleichnisse Jesu“,
„Wunder Jesu“, „Verhalten Jesu“, „Taufe“ und
„Abendmahl“. Besonders an den beiden letzten
Themen wird deutlich, dass sich Böttcher am
Lehrplan für Evangelische Religionslehre orientiert. Diesem sind auch die Textbeispiele entnommen, die er jeweils am Ende der Themenkapitel bespricht. Das sollte den Kreis der Leserinnen und Leser jedoch nicht einschränken. Zum
einen referiert Böttcher keine Stundenentwürfe,
sondern stellt exegetisches Grundwissen bereit.
Zum anderen spielen die Themen und Textbeispiele auch im katholischen Religionsunterricht
eine Rolle.
Christfried Böttrich schreibt flüssig und anschaulich. Mit Rücksicht auf die Zielgruppe hat
er bewusst auf Fußnoten und Literaturangaben
verzichtet und wissenschaftliche Information
wurde in einen erzählenden Schreibstil integriert. Damit ist ein sensibler Punkt benannt,
denn er berührt die Aufnahme des Bandes. Wer
an wissenschaftlich solider und leicht lesbarer
Grundinformation interessiert ist, wird mit dem
vorliegenden Band gut bedient. So bietet der
Band in den Textbeispielen etwa gut lesbare
Kommentare zu zentralen Bibelstellen. Wer jedoch stärker auf wissenschaftliche Präzision
90
Wert legt, wird weiterführende Literaturhinweise
und die Diskussion verschiedener Sichtweisen
vermissen. Deutlich wird dies z.B. im Kapitel
über die Auferstehung Jesu, die als der kritischen
Rückfrage nicht zugänglich eingestuft wird, obwohl es durchaus Versuche dieser Rückfrage
gibt. Hier bleibt nur das Vertrauen, dass der Autor „geschickt“ ausgewählt hat.
Insgesamt erfüllt der Band die selbst gesteckten
Ziele. Er informiert in gut lesbarer und wissenschaftlich solider Form über zentrale Themen
des Neuen Testaments. Insofern ermöglicht er
einen schnellen und direkten Zugriff auf exegetische Grundinformationen. Speziell dem Unterricht in der Grundschule kommt die erzählende
Präsentation der Inhalte entgegen, denn auf diese
Weise ist die wissenschaftliche Diskussion bereits auf ein in der Regel allgemein verständliches Sprachspiel elementarisiert. Aber auch in
anderen Schularten oder der Gemeindearbeit
kann der Band gute Dienste leisten, da sein Interesse auf der exegetischen Grundinformation
liegt. Die didaktische Einordnung ist von der
Leserin bzw. dem Leser selbst zu leisten, was
angesichts der Vielfalt der Lerngruppen in einer
modernen Gesellschaft kaum zu umgehen ist.
Ulrich Riegel
Arthur Thömmes (Hrsg.), Über Leben – 88
Arbeitsblätter für den Religionsunterricht,
Deutscher Katecheten-Verein e.V., München
2002, 125S., ISBN: 3-88207-338-1
Nach einem kurzen Vorwort sind Erklärungen zu
unterschiedlichen Funktionen von Arbeitsblättern zu finden sowie formale Kriterien, die bei
ihrer Erstellung wichtig sind. Eine Auseinandersetzung mit der Lebenssituation heutiger Jungendlicher und deren Lebensfragen sowie mögliche Antworten aus religionspädagogischer Sicht
schließt sich an. Obwohl der Titel des Arbeitsheftes das nicht vermuten lässt, setzen sich die
folgenden Seiten mit der Bedeutung des Unterrichtsgespräches auseinander und zeigen verschiedene Gesprächformen und Gesprächshilfen
auf.
Der zweite Block des Arbeitsheftes enthält 88
Arbeitsblätter völlig unterschiedlicher Art. Sie
können als Vorlagen für Einzel- und Gruppenarbeit, als Anregungen für spielerische, meditative
und kreative Auseinandersetzung mit einem The-
BUCHBESPRECHUNGEN
ma oder als Grundlage für ein lebendiges Gespräch mit den Schülern Verwendung finden.
Dabei fällt die intensive Orientierung an der Lebenswelt heutiger Jugendlicher auf, an ihr Denken, Fühlen und Fragen. Neben Liedern und reinen Textblättern gibt es auch Arbeitsblätter mit
Grafiken, Zeichnungen, Vorgaben zum Ankreuzen und Auswählen und viel Raum zur eigenen
Gestaltung. Auf jeden Blatt finden sich Arbeitsanregungen.
2. „Schon wieder schreiben wir eine Arbeit“:
Schulalltag
In einem dritten Teil werden die verschiedenen
Einsatzmöglichkeiten der einzelnen Arbeitsblätter – teilweise recht ausführlich – beschrieben.
Dabei verweist der Autor auch immer wieder auf
eigene Erfahrungen im Unterricht.
Im Anhang befindet sich noch ein Stichwort- und
Quellenverzeichnis. Das Stichwortverzeichnis
dient einer hilfreichen Orientierung in der knappen Zeit vor Unterrichtsbeginn. Das Quellenverzeichnis verweist noch auf andere bewährte Literatur von spirituellen Texten und Gebeten (z.B.
von Oosterhuis, Zink, Zenetti, Wiemer, PeikertFlaspöhler, Seidel, Zils, Marti, Schaffer, Dirnbeck, Gutl...)
Den Abschluss bilden ein Stichwortverzeichnis
und interessante Internet-Tipps.
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die
Arbeitshilfe viel mehr enthält als 88 Arbeitsblätter! Sie öffnet den Blick auf die Situation der
Jugendlichen heute ab der 7. Jahrgangsstufe und
zeigt auf, wie Religionsunterricht offen, kreativ
und wertefördernd gestaltet werden kann. Eine
sehr empfehlenswerte Arbeitshilfe für alle Religionslehrer, die in höheren Klassen unterrichten!
Hildegard Veira
Christina Klein, Ines Klekamp, Jürgen Sander (Hrsg.), Minuten am Morgen. Texte und
Gebete zum Schulbeginn, Deutscher Katecheten-Verein e.V., München 2002 ,117 S., ISBN
3-88207-337-3
Das Buch dokumentiert die Arbeit von Schülerinnen und Schülern sowie Lehrerinnen und Lehrern der Ursulaschule Osnabrück, die sich ein
ganzes Schuljahr intensiv mit Gebeten beschäftigt haben. Gebete wurden gelesen, gesammelt,
selbst geschrieben, umformuliert und schließlich
festgehalten. So entstand ein abwechslungsreiches und aus der Praxis erwachsenes Büchlein in
handlichem Format, das sich im Schulalltag zum
Beginn des Schultages gut einsetzen lässt.
Folgende Gliederung erleichtert den inhaltlichen
Überblick und ermöglicht auch Schüler/innen
das schnelle Finden eines entsprechenden Textes:
1. „Wisch weg die Spuren der Nacht“: Gebete
zum Tagesbeginn
3. „Unsere Zeit liegt in deinen Händen“: Durch
das Jahr
4. „Ja oder Nein“: Identität und Verantwortung
5. „Wenn da nur einer wäre“: Von Sehnsucht
und Glaube
6. „Halt an, wo läufst du hin?“ Atempausen,
Meditationen, Übungen, Fantasiereisen.
Ich habe „Minuten am Morgen“ vier Monate
lang in den Klassen 8 bis 10 einer Realschule
„ausprobiert“ und damit sehr gute Erfahrungen
gemacht. Themen und Fragen der Schüler/innen
finden ihren Ausdruck. Auch für ältere Schüler
halte ich es für ansprechend. Für jüngere passt es
meines Erachtens noch nicht. Interessant fand
ich die Tendenz, dass die Schüler/innen, wenn
sie selbst einen Text auswählten, um ihn vorzutragen, fast immer die kurzen Gebete und Impulse auswählten.
Mit dem „Gebet einer Lehrerin“ auf S. 91 möchte ich schließen:
„Für meine Ruhe
Lass mich ruhig werden,
dass ich mein Inneres besser hören kann und
die Außenwelt nicht immer alles übertönt.
Lass mich ruhig werden,
dass Zufriedenheit in mir einkehrt und
ich eine Mitte in mir finde.“
Ulrich Geißler
Horst F. Rupp; Christen begegnen Juden. Ein
Lernprogramm, Begegnung von Christen und
Juden Bayern, Neuendettelsau 2002, 52 S.,
ISBN 3-936678-00-6
In Form eines Lernprogrammes zeigt in diesem
Heft der Verein Begegnung von Christen und
Juden die Ausarbeitungen eines Arbeitskreise im
91
BUCHBESPRECHUNGEN
PERSONALIA
RPZ Heilsbronn der Ev. Landeskirche Bayern
Lernwege auf, wie sich „Christen ohne größere
Vorbildung und Vorwissen eigenständig mit dem
Judentum in Geschichte und Gegenwart vertraut
machen können.“ Von dieser Intention her sprechen die vielfältigen Anregungen und Hilfen detailliert und abwechslungsreich zunächst Ortsgemeinden bzw. einzelne Gemeindemitglieder an,
die sich einer Aufarbeitung und auch Neugestaltung des christlich-jüdischen Verhältnisses vor
Ort annehmen wollen. Die einzelnen Elemente
lassen sich aber leicht auf eher ältere SchülerIn-
nen adaptieren. In drei Phasen (Einstieg, Recherche, Erarbeitung) mit einem umfangreichen, sehr
informativen Anhang (Glossar, Kalender, Adressen) beschreibt das Programm mögliche Projektschritte, wie sie gut mit einer Klasse gegangen
werden können. Leicht lassen sich auch einzelne
Elemente herausnehmen und für die jeweiligen
Bedürfnisse vor Ort umsetzen. Viele Hinweise
z.B. auf Internetadressen oder literarische Anknüpfungsmöglichkeiten runden die handliche
und praktische Arbeitshilfe ab.
Thomas Henn
Personalia
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Robert Scheller, ehemals Fortbildungsreferent
und Beauftragter für Realschulen und Gymnasien am Ordinariat in Würzburg, hat mit diesem
Schuljahr für das Egbert-Gymnasium in Münsterschwarzach die Verantwortung als neuer
Schulleiter übernommen. Nun klafft am Schulreferat in Würzburg eine Lücke, die wohl nicht so
schnell und nicht so leicht zu schließen sein
wird! Denn zusammen mit sicherlich vielen von
Ihnen habe ich es stets als große Bereicherung
empfunden, an den von ihm in seiner ganz eigenen Art so angenehm betreuten Veranstaltungen
teilnehmen zu dürfen. Deshalb will ich mit einem aufrichtigen „Dankeschön“ und „Vergelt´s
Gott“ jetzt versuchen, diesen wichtigen Dienst,
den er für unsere Gemeinschaft geleistet hat,
nach besten Kräften weiterzuführen und zu gestalten.
Einige Fragmente mögen helfen, damit Sie sich
ein allererstes Bild von mir machen können:
Geboren bin ich 1961 in Schweinfurt, nach Abitur in Würzburg und Wehrdienstzeit studierte
ich katholische Theologie und Latein für das
Lehramt an Gymnasien sowie Diplom-Theologie an der Universität in Würzburg. Vor dem
Referendariat arbeitete ich jeweils noch einige
Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der
Domschule und danach am Lehrstuhl für Religionspädagogik in Würzburg mit.
92
Zusammen mit meiner Frau Michaela, die wie
ich am Frobenius-Gymnasium in Hammelburg
Latein und katholische Religionslehre unterrichtet, und unseren Kindern Vera (13), Marcus (11)
und Johanna (8) leben wir in Hammelburg.
Doch damit sich diese kargen Bruchstücke zu
einem aussagekräftigerem Gesamteindruck zusammenfügen, wird es wohl das beste sein,
wenn wir uns auf den Fortbildungen persönlich
kennenlernen.
Darauf bin ich schon gespannt und freue mich!
Ihr
Harald Drescher
ADVENTSKALENDER
Adventskalender 2002
Wir machen uns bereit für die Weihnachtszeit
DURCH DEN ADVENT – MIT KINDERN IM HOHEN NORDEN
l Seit über 50 Jahren gibt das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken seinen Adventskalender
heraus: für Schülerinnen und Schüler der 3. bis 6. Klasse, Familien der Erstkommunionkinder,
Kinder- und Ministrantengruppen in den Gemeinden.
l Mädchen und Jungen aus Norwegen, Island, Grönland und den Färöer-Inseln laden diesmal zu einer
Reise in den Norden ein. Sie erzählen über Land und Leute und stellen Bräuche, weihnachtliche
Geschichten, Rezepte, Spiele, Knobeleien und Bastelvorschläge vor.
l Das alles findet sich im 52-seitigen Begleitheft zum Kalender mit nordischen Motiven. Für jeden
Tag lässt sich ein Türchen öffnen, das ein Innenbild zur Tagesgeschichte zeigt.
l Der Erlös des Kalenders – und diverser Weihnachtskarten – dient der Kinder- und Jugendseelsorge
in den sieben Diözesen Nordeuropas. In Island leben z.B. nur 4500 Katholiken (1,7 % der Bevölkerung), in ganz Norwegen rund 42 000, weniger als ein Prozent. Ihre Situation kennzeichnen: weite
Wege, extreme Minderheit und der Wunsch nach Gemeinschaft.
l Spende: Je Kalender – Euro 2,60, je Weihnachtskarte (diverse Motive) – Euro 0,60 (+ Versandkosten).
l Weitere Informationen zu Nordeuropa, die Kinderzeitschrift Sternsinger/Diaspora (mit den Themenheften: Norwegen, Island, Schweden) und ein umfangreiches Materialangebot zum Kirchenjahr, z.B. St. Martin (CD) und St. Nikolaus (neu: CD) können angefordert werden:
Bonifatiuswerk, Kamp 22, 33098 Paderborn,
Tel. 0 52 51 / 29 96 – 53 / 54, Fax – 88, info@bonifatiuswerk.de
93
ADVENTSKALENDER
FRIEDENSLICHTAKTION
EngelGeschichten
Eine Fülle von Material rund um das
Thema Engel bietet der diesjährige Adventskalender der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) Würzburg.
Für jeden Tag zwischen 1. Advent und
Dreikönig finden sich ausgewählte
• Geschichten und meditative Texte,
• Lieder und Gedichte,
• Spiele für Gruppen,
• kreative Ideen und Anleitungen
• Fotos und Bilder
zu den Wochenthemen „sehnen“, „behüten“, „heilen“, „weisen“, „tragen“
und „beflügeln“. Die Materialien sind
auf Jugendliche abgestimmt und gut im
Unterricht einzusetzen.
Der Adventskalender „EngelGeschichten“ kostet 4,50 • (plus Versandkosten).
Es gibt auch noch Restexemplare der
letztjährigen Adventskalender „BaumGeschichten“, „WegGeschichten“ und
„FeuerGeschichten“ für jeweils 2,50 •
(plus Versandkosten).
Zu beziehen ist alles bei:
DPSG Diözesanbüro, Ottostr. 1
97070 Würzburg
Tel: 0931/38663151
Fax: 0931/38663119
E-Mail: dpsg@bistum-wuerzburg.de
„Frieden geht so!“ – Friedenslichtaktion 2002
Am 3. Advent, den 15. Dezember 2003 findet um 15.00 Uhr in der Marienkapelle in Würzburg
die Aussendung des Friedenslichtes aus Betlehem statt. Die evangelische Jugend, sowie die
Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) und die Pfadfinderinnenschaft St. Georg (PSG)
rufen auf sich für den Frieden einzusetzen.
Unter dem Motto: „Frieden geht so“ wollen Texte, Lieder, Bilder und Musik zum Nachdenken
und Stillwerden einladen.
Sie sind herzlich eingeladen an der Veranstaltung teilzunehmen oder auch selbst eigene Aktionen
durchzuführen.
Wenn sie Fragen haben oder weitere Informationen möchten, dann wenden sie sich bitte an:
Marcus Schuck (DPSG), 0931-386 63 154 und Claudia Weigand (PSG), 0931-386 63 156 oder
im Internet unter: dpsg@bistum-wuerzburg.de
94
FRIEDENSLICHTAKTION
OBJEKTIV – Behinderung, Medien und Schule
Das Thema Behinderung ist ein fester Bestandteil der Lehrpläne bayerischer Schulen. Ein gewichtiges Thema, berührt es doch ganz grundsätzliche Fragen unseres Lebens und Zusammenlebens: Was bedeutet Menschenwürde? Was ist
der Wert des Lebens? Was ist Glück? Fragen, wie
sie besonders im Religionsunterricht gestellt
werden.
OBJEKTIV – Behinderung, Medien und Schule,
ein Aufklärungs- und Informationsprogramm der
abm – arbeitsgemeinschaft behinderung und medien ist ein idealer Einstieg in diese Materie.
Wer kann besser über Behinderung reden als
Betroffene?
Dieses Angebot an alle bayerischen Schulen besteht seit 1998. Mitarbeiter der abm fahren mit
einer kompletten Vorführanlage durch Bayern
und zeigen Filme zum Thema Behinderung. Das
Besondere dabei: Schüler und Lehrer haben anschließend Gelegenheit, mit einer behinderten
Person über das Gesehene zu sprechen und (auch
persönliche) Fragen zu stellen. Bislang haben
weit über 6000 Schüler mit großem Interesse
dieses Angebot angenommen.
OBJEKTIV wendet sich an Lehrer und Schüler
aller Schularten und Altersstufen. Im Angebot
aus ca. 50 Filmen findet sich alles vom kurzen
Zeichentrickfilm bis zum abendfüllenden Spielfilm, Filme allgemeiner Natur und Filme zu spezifischen Themen und Behinderungsarten. Im
Dialog mit behinderten Menschen erhalten die
Schüler Informationen aus erster Hand. OBJEKTIV sensibilisiert sie für das Thema und vermittelt ihnen einen authentischen Einblick in das
Leben von Menschen mit einer Behinderung.
OBJEKTIV steht für lebensnahes Lernen, Lernen aus eigener Anschauung. Ein Einsatz eignet
sich deshalb auch für Projekttage oder den fächerübergreifenden Unterricht.
nisterium für Arbeit
und Sozialordnung, Familie und Frauen, der
Bayerischen Landeszentrale für neue Medien und dem Sozialverband VdK Bayern gefördert. Die Teilnahme
ist damit für die Schulen mit keinen Kosten
verbunden. Es gibt auch keinerlei technische
Hindernisse. Die gesamte Vorführtechnik kommt
zusammen mit dem Vorführer in Ihre Schule.
Die abm – arbeitsgemeinschaft behinderung und
medien e.v. wird von 16 Mitgliedsverbänden getragen, die fast das gesamte Spektrum der Behinderungsarten abdecken. Ziel der abm ist es, mittels der audiovisuellen Medien eine Brücke zu
schlagen zwischen behinderten und nichtbehinderten Menschen und eine breite Öffentlichkeit
wirklichkeitsnah über das Leben von Menschen
mit Behinderung zu informieren. Mit ihrem Geschäftsführer Dr. Peter Radtke steht der abm eine
prominente Persönlichkeit im Einsatz für die
Rechte und die Gleichbehandlung von behinderten Menschen vor.
Die abm strahlt ihre Sendungen bundesweit auf
verschiedenen wöchentlichen bzw. monatlichen
Sendeplätzen im DSF, auf 3Sat und Kabel 1 aus.
Die jahrelange Erfahrung und die Nähe zu den
Behindertenverbänden gewährleisten Kompetenz, Authentizität und Glaubwürdigkeit ihrer
Arbeit.
Laden Sie OBJEKTIV in Ihren Unterricht
ein! Wie es genau geht und wie einfach, erfahren
Sie nachfolgend:
Vier Schritte und OBJEKTIV kommt auch in
Ihren Unterricht
1. Sie informieren sich
OBJEKTIV ist ein Angebot der abm – arbeitsgemeinschaft behinderung und medien e.v.
Das Programm wird vom Bayerischen Staatsmi-
– Auf der Internetseite http://objektiv.abmmedien.de finden Sie unser gesamtes Programm. Dort können Sie auch direkt eine
Vorführung buchen.
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OBJEKTIV
– Sie bestellen bei der Arbeitgemeinschaft
Behinderung und Medien den aktuellen
Katalog (Kontaktadresse s.u.)
2. Sie wählen aus
– Anhand von Lehrinhalten oder anderen
Kriterien suchen Sie sich einen oder mehrere Filme, die Ihnen geeignet erscheinen,
aus dem Katalog aus.
– Sie können einzelne Filme bestellen, aber
auch Filme kombinieren, z.B. einen Kurzfilm zur Einstimmung und einen längeren
danach zur Vertiefung.
– Denkbar ist auch der Einsatz von abendfüllenden Filmen im Rahmen von Sonderveranstaltungen, Projektwochen oder in
Schullandheimen.
– Es empfiehlt sich, nicht weniger als eine
Doppelstunde anzusetzen, damit ein ergiebiges Gespräch zustande kommen kann.
Für die Grundschule ist auch eine Einzelstunde ausreichend.
– Wir beraten Sie auch gerne telefonisch
oder stellen Ihnen zu bestimmten Themen
eine Filmauswahl zusammen.
Kontakt
Gregor Kern
abm – Arbeitsgemeinschaft Behinderung und Medien
OBJEKTIV
Bonner Platz 1
80803 München
– Faxen, schreiben, mailen Sie uns oder rufen Sie an. Wir nehmen Ihren Auftrag entgegen.
– Sehr wichtig für uns ist dabei die Angabe
bevorzugter Termine, damit wir koordinieren können, wann der Film bzw. die Filme
bei Ihnen zum Einsatz kommen.
4. OBJEKTIV kommt in Ihre Schule
– Wenn Sie Filme ausgewählt haben und ein
Termin feststeht, wird ein Mitarbeiter der
abm – arbeitsgemeinschaft behinderung
und medien mit der kompletten Vorführtechnik (Videorecorder, Videobeamer,
Tonanlage) zu Ihnen in die Schule kommen. Sie brauchen sich also über die technische Realisierbarkeit der Veranstaltung
keine Gedanken machen. Begleitet wird
der Filmvorführer von einer behinderten
Person, die für das anschließende Gespräch
zur Verfügung steht.
Infoanforderung
JA, ich will mehr wissen.
Bitte treten Sie mit mir in Kontakt
unter folgender Adresse:
Schule _________________________________
________________________________________
________________________________________
Tel.: 089/307992-30
Fax: 089/307992-22
Lehrer: _________________________________
E-Mail: kern@abm-medien.de
Tel.: ____________________________________
Web: http://objektiv.abm-medien.de
oder
www.abm-medien.de
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3. Sie vereinbaren einen Termin
Fax: ____________________________________
E-Mail: _________________________________
ORDENSGEMEINSCHAFTEN
Die folgenden Kontaktadresssen wurden ergänzend zu der Liste im letzten RU-Kurier von dem Gemeinschaften noch nachgemeldet:
A. Auflistung nach Ordengemeinschaften
I. Wir sind bereit, Schulklassen durch unser Haus zu führen. Ansprechpartnerinnen
hierfür sind:
Schwestern des Erlösers
Kloster Maria Schnee, Rimbacher Str. 13, 97511 Lülsfeld, Sr. Gundegard Deinzer/Sr. Bernwarda
Göbel, 09382-4427
Franziskanerinnen von Oberzell
Kloster Oberzell, 97299 Zell/Main, Sr. Katharina Ganz, 0931-4601 155 oder. 79723 13,
sr.katharina@oberzell.de
Fachakademie St. Hildegard/Konvent Nazareth, Zwinger 1, 97070 Würzburg, 0931-3527411,
sr.sophia@oberzell.de
Kloster St. Ludwig, Antonie-Werr-Zentrum, 97509 Kolitzheim, Sr. Birgit Scheder, 09385-8297,
Sr. Ilse Bayer, 09385-8221
Dillinger Franziskanerinnen
Franziskushöhe, Ruppertshüttener Str. 70, 97816 Lohr, Sr. Hubertis Bader, Sr. Angela Weber,
09352-8420
II. Aus unserem Konvent sind folgende Mitschwestern bereit, eine Schulklasse zu
besuchen, um Fragen zum Ordensleben zu beantworten:
Franziskanerinnen von Oberzell
Kloster Oberzell, 97299 Zell/Main, Sr. Katharina Ganz, 0931-4601 155 oder. 79723 13,
sr.katharina@oberzell.de
Fachakademie St. Hildegard/Konvent Nazareth, Zwinger 1, 97070 Würzburg, 0931-3527411,
sr.sophia@oberzell.de
Kloster St. Ludwig, Antonie-Werr-Zentrum, 97509 Kolitzheim, Sr. Birgit Scheder, 09385-8297,
Pallottinerinnen
Sr. Maria Landsberger, Steinbachtalstr. 2, 97082 Würzburg, 0931-7846441,
pallottinerinnen-wuerzburg@t-online.de
III. Folgende Mitschwestern sind bereit, per Mail Fragen von Schulklassen beantworten:
Franziskanerinnen von Oberzell
Kloster Oberzell, 97299 Zell/Main, Sr. Katharina Ganz, sr.katharina@oberzell.de
Kloster St. Ludwig, Antonie-Werr-Zentrum, 97509 Kolitzheim, Sr. Birgit Scheder,
Sr.BirgittScheder@yahoo.de
Pallottinerinnen
Sr. Maria Landsberger, Steinbachtalstr. 2, 97082 Würzburg, pallottinerinnen-wuerzburg@t-online.de
Sr. Simone Hachen, Sr.SimoneSAC@web.de
B. Auflistung nach Orten
II. Wir sind bereit, Schulklassen durch unser Haus zu führen. Ansprechpartnerinnen
hierfür sind:
Schwestern des Erlösers
97511 Lülsfeld, Kloster Maria Schnee, Rimbacher Str. 13, , Sr. Gundegard Deinzer/Sr. Bernwarda
Göbel, 09382-4427
Franziskanerinnen von Oberzell
97299 Zell/Main, Kloster Oberzell, Sr. Katharina Ganz, 0931-4601 155 oder. 79723 13,
sr.katharina@oberzell.de
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ORDENSGEMEINSCHAFTEN
97070 Würzburg, Fachakademie St. Hildegard/Konvent Nazareth, Zwinger 1, 0931-3527411,
sr.sophia@oberzell.de
97509 Kolitzheim, Kloster St. Ludwig, Antonie-Werr-Zentrum, Sr. Birgit Scheder, 09385-8297, Sr.
Ilse Bayer, 09385-8221
Dillinger Franziskanerinnen
97816 Lohr, Franziskushöhe, Ruppertshüttener Str. 70, Sr. Hubertis Bader, Sr. Angela Weber,
09352-8420
II. Aus unserem Konvent sind folgende Mitschwestern bereit, eine Schulklasse zu besuchen,
um Fragen zum Ordensleben zu beantworten:
Franziskanerinnen von Oberzell
97509 Kolitzheim, Kloster St. Ludwig, Antonie-Werr-Zentrum, Sr. Birgit Scheder, 09385-8297,
97070 Würzburg, Fachakademie St. Hildegard/Konvent Nazareth, Zwinger 1, 0931-3527411,
sr.sophia@oberzell.de
97299 Zell/Main, Kloster Oberzell, Sr. Katharina Ganz, 0931-4601 155 oder. 79723 13,
sr.katharina@oberzell.de
Pallottinerinnen
97082 Würzburg, Sr. Maria Landsberger, Steinbachtalstr. 2, 0931-7846441,
pallottinerinnen-wuerzburg@t-online.de
III. Folgende Mitschwestern sind bereit, per Mail Fragen von Schulklassen beantworten:
Franziskanerinnen von Oberzell
97509 Kolitzheim, Kloster St. Ludwig, Antonie-Werr-Zentrum, Sr. Birgit Scheder,
Sr.BirgittScheder@yahoo.de
97299 Zell/Main, Kloster Oberzell, Sr. Katharina Ganz, sr.katharina@oberzell.de
Pallottinerinnen
97082 Würzburg, Sr. Maria Landsberger, Steinbachtalstr. 2, pallottinerinnen-wuerzburg@t-online.de
Sr. Simone Hachen, Sr.SimoneSAC@web.de
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Seele and Geist
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