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10|2014

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10|2014
DER ARBEITSMARKT IM OKTOBER 2014
DIHK-EINSCHÄTZUNG
Aktuelle Entwicklung:
Arbeitslosigkeit | Im Oktober betrug die Zahl der registrierten Arbeitslosen 2,73 Mio.
- das waren 75.000 weniger als im September. Auch saisonbereinigt ging die Arbeitslosigkeit um 22.000 zurück (nach +9.000 im September). Im Vergleich zum Vorjahr sank die Arbeitslosigkeit um 68.000 (nach -41.000 im September). Die Arbeitslosenquote betrug im Oktober 6,3 %, nach 6,5 % im Vormonat und 6,5 % vor einem
Jahr. Die Arbeitslosenzahl umfasst nicht die Personen, die an entlastenden Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik teilnehmen oder „zeitweise arbeitsunfähig erkrankt“
sind. Diese werden zusätzlich zu den Arbeitslosen im Konzept der Unterbeschäftigung erfasst. Im Oktober lag die Unterbeschäftigung bei 3,64 Mio. - das waren
115.000 weniger als vor einem Jahr (nach -101.000 im September).
Beschäftigung | Die Zahl der Erwerbstätigen lag im September nach Angaben des
Statistischen Bundesamtes bei 42,99 Mio. Im Vorjahresvergleich stieg sie um
381.000 (nach +377.000 im August). Saisonbereinigt nahm die Erwerbstätigkeit um
19.000 zu (nach +6.000 im August). Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung
lag nach Hochrechnungen der BA, die bis August reichen, bei 30,32 Mio. - sie war
damit um 479.000 höher als im Vorjahr (nach +535.000 im Juli). Saisonbereinigt
ging sie um 2.000 zurück (nach +24.000 im Juli). Der Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen belief sich im Oktober auf 517.000 - im Vorjahresvergleich war das ein
Plus von 51.000 (nach +46.000 im September). Saisonbereinigt nahm die Zahl der
Stellen um 8.000 zu (nach +6.000 im September). 91 % der Stellen waren sofort zu
besetzen.
DIHK-Bewertung:
Im Zuge der Herbstbelebung ist die Arbeitslosigkeit um 75.000 gesunken. Im Vergleich zur Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Oktober in den letzten drei Jahren, als
sie durchschnittlich um 47.000 zurückging, fällt dieser Rückgang überdurchschnittlich aus. Für das kommende Jahr rechnet der DIHK in seiner aktuellen Konjunkturumfrage nur noch mit einem Wirtschaftswachstum von 0,8 % (nach voraussichtlich
1,3 % 2014). Die langsamere konjunkturelle Gangart wird nicht spurlos am Arbeitsmarkt vorübergehen. Der DIHK rechnet für 2015 mit einer Stagnation der Arbeitslosigkeit bei rd. 2,90 Mio. (nach voraussichtlich 2,91 Mio. 2014). Der Beschäftigungsaufbau wird sich 2015 verlangsamen: Laut DIHK-Konjunkturumfrage planen 15 %
der Unternehmen einen Personalaufbau, während 13 % von einem Abbau ausgehen.
Die Zahl der Erwerbstätigen wird 2015 um rd. 150.000 zulegen - das sind nur noch
etwa halb so viele wie 2014.
Nach wie vor stellen Fachkräfteengpässe ein erhebliches Risiko für die Unternehmen
dar - selbst wenn die Einstellungspläne rückläufig sind: 38 % sehen derzeit im Fachkräftemangel ein Risiko für ihre wirtschaftliche Entwicklung - das ist der höchste
Wert seit Beginn der DIHK-Umfragen zu den wirtschaftlichen Risiken zum Jahresbeginn 2010 (damals 16 %). Mit 43 % sehen noch mehr Unternehmen in den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen ein Risiko für ihre Entwicklung. Hierin
kommen nicht zuletzt die neuen Belastungen durch die Rente mit 63, den Mindestlohn sowie geplante Regulierungen bei Zeitarbeit und Werkverträgen zum Ausdruck.
Ansprechpartner: Dr. Stefan Hardege, DIHK Berlin, 030-20308-1115
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