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Friedrich Walter Merlin - BFW

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Wie sind Weganlagen rechtlich geregelt?
Worum geht es heute?
IRUB
IRUB
•
IRUB
Bundesstraßengesetz
(Zuständigkeit: Landeshauptmann bzw. Bundesminister)
Beanteilung von Weganlagen des
niederrangigen Straßennetzes
• Systematik von Weganlagen
Bundesstraßen A
Rechtliche Grundlagen
Bundesstraßen S
•
Lokale Ausformung in Kärnten
Beanteilungen von Weganlagen
Kärntner Landesstraßengesetz
(Zuständigkeit a-e: LR; f-g: BGM)
Rechtliche Bestimmungen
a) Landesstraßen L
Mögliche Beanteilungsmodelle (historisch – zeitgemäß)
b) Landesstraßen B
c) Überregionale Radwege
Praktische Beispiele
d) Bezirksstraßen
• Einkauf in bestehende Weganlagen
e) Eisenbahnzufahrtsstraßen
f) Gemeindestraßen
g) Verbindungsstraßen
Vortrag Beanteilungsmodelle; DI Friedrich Walter Merlin; September 2010
Wie sind Weganlagen rechtlich
geregelt?
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Vortrag Beanteilungsmodelle; DI Friedrich Walter Merlin; September 2010
Wie sind Weganlagen rechtlich
geregelt?
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• Bringungsanlagen nach dem Forstgesetz (FG 1975) (Zuständigkeit:
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• Bundesstraßen
(Zuständigkeit: Gerichte)
Forststraßen
• Notwegerecht nach dem Notwegegesetz
(Zuständigkeit: Gerichte)
• Bringungsanlagen nach dem Güter- und Seilwege Landesgesetz
• Privatstraßen
(GSLG) (Zuständigkeit: Agrarbezirksbehörde ABB)
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Größenordnung des
Straßennetzes in Kärnten
• Wegerechte nach dem ABGB (Servitutswege)
Bezirksverwaltungsbehörde BH)
Vortrag Beanteilungsmodelle; DI Friedrich Walter Merlin; September 2010
A
S
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245 km
18 km
• Landesstraßen L
1.580 km
• Landesstraßen B
1.202 km
• Bezirks, Eisenbahnzufahrts-
(Zuständigkeit: Gerichte)
Gemeinde- und Verbindungsstrassen
Nicht öffentliche Wege (Güterwege, Almwege, Hofzufahrten)
9.000 km
Materialseilbahnen ohne beschränkt öffentlichen Verkehr (Seilwege, Seilriesen)
• Forststraßen
13.000 km
Leitungen (z.B. Milchleitungen)
• Ländliches Wegenetz
12.000 km
Vortrag Beanteilungsmodelle; DI Friedrich Walter Merlin; September 2010
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Vortrag Beanteilungsmodelle; DI Friedrich Walter Merlin; September 2010
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Vortrag Beanteilungsmodelle; DI Friedrich Walter Merlin; September 2010
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Ländliches Wegenetz Güterweg
Das Güter- und Seilwege
Landesgesetz - Instanzenzug
Ländliches Wegenetz Almweg
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• 1. Instanz: Agrarbezirksbehörde
• 2. Instanz: Landesagrarsenat (LAS)
• 3. Instanz:
Oberster Agrarsenat (OAS) beim Ministerium für Land- und Forstwirtschaft,
Umwelt und Wasserwirtschaft (in bestimmten Angelegenheiten, wenn
Entscheidung 1. und 2. Instanz unterschiedlich)
• Außerordentliches Rechtsmittel
Verwaltungsgerichtshof (VwGH) oder Verfassungsgerichtshof (VfGH);
(nach Ausschöpfung des Instanzenzuges)
Vortrag Beanteilungsmodelle; DI Friedrich Walter Merlin; September 2010
Was sind Beanteilungen bzw.
Anteilsregelungen?
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Vortrag Beanteilungsmodelle; DI Friedrich Walter Merlin; September 2010
Warum werden Anteilsregelungen
benötigt ?
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Vortrag Beanteilungsmodelle; DI Friedrich Walter Merlin; September 2010
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Neubau eines Güterweges
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• Untergeordnete Verkehrswege werden nur zum Teil durch
• Kostenaufteilungen der Errichtungs- und Erhaltungskosten von
Inanspruchnahme öffentlicher Mittel errichtet und erhalten
Weganlagen mit untergeordneter Verkehrsbedeutung
• Eine Teilfinanzierung der Errichtung und Erhaltung erfolgt durch
• Beanteilungen müssen, je nach rechtlicher Grundlage der Wege,
die oft unterschiedlichen Nutznießer
verschiedene Kriterien erfüllen
• Diese Nutznießer beanspruchen die Weganlagen unterschiedlich
• Grundlage von Anteilsregelungen ist meist das Ausmaß der
intensiv
Weginanspruchnahme
• Beanteilungen tragen dem Rechnung und teilen die
• Aufgabe von Beanteilungen ist es, der Wegbenützung durch
Eigenleistungen der Nutznießer auf diese nach bestimmten
Kriterien auf
individuelle Verkehrsteilnehmer Maßzahlen zuzuordnen, die die
Wirklichkeit annähernd abbilden
• Beanteilungen sind auch rechtliche Vorgaben der einschlägigen
gesetzlichen Grundlagen
Vortrag Beanteilungsmodelle; DI Friedrich Walter Merlin; September 2010
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Wegsanierung durch
Großgeräteeinsatz
Rechtliche Vorgaben für
Anteilsregelungen
Verdichten des Weges
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• Landesstraßengesetz Kärnten
Notwendig bei Herstellung und Erhaltung von Verbindungsstraßen (§23)
Gemeinde darf aufgeschlossene Liegenschaftsbesitzer und diejenigen, zu
deren Benützung die Verbindungsstraße besteht zur Kostentragung
heranziehen
Bürgermeister hat Leistungspflicht und Ausmaß der Leistungen festzustellen
Vorrangig ist Einvernehmen zwischen den Leistungspflichtigen herzustellen
Wenn kein Einvernehmen erzielt wird, Beanteilung nach
- Dem Verhältnis der Benützung
- Einem anderen geeigneten Aufteilungsschlüssel
Vortrag Beanteilungsmodelle; DI Friedrich Walter Merlin; September 2010
Rechtliche Vorgaben für
Anteilsregelungen
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Vortrag Beanteilungsmodelle; DI Friedrich Walter Merlin; September 2010
Rechtliche Vorgaben für
Anteilsregelungen
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Unterschied FG – GSLG
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• Wegtrasse führt durch Wald:
• Forstgesetz (Bundesgesetz)
• Kärntner Güter- und Seilwege Landesgesetz /GSLG
Notwendig bei Bringungsgenossenschaften (mind. 3 Beteiligte)
GSLG: Rodung der beanspruchten Flächen notwendig (Ausnahme: in K
FAW)
Entsteht durch Einräumung von Bringungsrechten eine BG, so hat die
Agrarbehörde auch die Anteilsverhältnisse festzulegen, sofern keine
Vereinbarung geschlossen wurde
Aufgaben der Genossenschaft:
- Errichtung, Erhaltung und Benützung einer Bringungsanlage
FG: keine Rodung notwendig, da Fläche Waldboden im Sinne des FG bleibt
• Vorgelagerte Wege:
Die Kriterien des GSLG sehen die Berücksichtigung folgender Faktoren vor:
Kostentragung
GSLG: auch auf vorgelagerten Wegen muss Bringungsrechtseinräumung
erfolgen bzw. müssen Bringungsrechte bestehen
- wirtschaftlicher Vorteil der Bringungsanlage
- Wenn nach der Satzung nicht etwas anderes vorgesehen ist, dann nach
- Ausmaß der erschlossenen Fläche
einem geeigneten Schlüssel, der sich aus der Größe der einzubeziehenden
Grundfläche ergibt
FG: Bringungsrechte auf vorgelagerten Wegen werden in der Praxis oft
nicht beachtet
- Kulturgattung der erschlossenen Flächen
- Wegbenützung
- Eingebrachte Bringungsanlagen, bestehende Verpflichtungen und
besondere Vorteile können berücksichtigt werden
• Anteilsverteilung:
- Wegstrecke
GSLG: Strenge Kriterien der Anteilsermittlung; mehrere Einflussgrößen
- Gebäudebestand
Vortrag Beanteilungsmodelle; DI Friedrich Walter Merlin; September 2010
Vortrag Beanteilungsmodelle; DI Friedrich Walter Merlin; September 2010
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Vortrag Beanteilungsmodelle; DI Friedrich Walter Merlin; September 2010
FG: Anteile sind „nach der Größe der Grundfläche“ aufzuteilen
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Vortrag Beanteilungsmodelle; DI Friedrich Walter Merlin; September 2010
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Beispiel: Überprüfung der
Bringungsmöglichkeit
Exkurs GSLG
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Exkurs GSLG
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• Bringungsrecht:
• Bringungsgemeinschaft
zugunsten von land - und forstwirtschaftlich genutzten Grundstücken
eingeräumtes Recht Personen oder Sachen über fremden Grund zu
bringen
wenn ein Bringungsrecht zugunsten mehrerer Grundstücke von
mindestens drei verschiedenen Eigentümern eingeräumt wird bilden
diese eine Bringungsgemeinschaft
• Bringungsanlagen:
• Bringungsnotstand
nicht öffentliche Wege (Güterwege) und Materialseilbahnen ohne
beschränkt öffentlichen Verkehr (Seilwege) und sonstige zur
Bewirtschaftung erforderliche, der Bringung dienende Anlagen
wenn ein Grundstück über keine Bringungsmöglichkeit verfügt
Rechtlicher Bringungsnotstand
Technischer Bringungsnotstand
Wirtschaftlicher (finanzieller) Bringungsnotstand
Vortrag Beanteilungsmodelle; DI Friedrich Walter Merlin; September 2010
Beispiel: Technischer
Bringungsnotstand
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Exkurs GSLG
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Exkurs GSLG
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• Bringungsgemeinschaften
• Qualitative Unterschiede zwischen
Mindestens 3 Mitglieder
• Einräumung von Bringungsrechten
Verwaltungstätigkeit geregelt durch Satzungen
Nur bei explizitem Bringungsnotstand
Organe der BG
Schwierig durchzusetzen (Eingriff in Eigentumsrechte anderer)
- Vollversammlung
Großer gutachterlicher Aufwand
- Obmann bzw. Vorsitzender
Lange Verfahrensdauer
- Vorstand
Hohe Kosten für Antragsteller
Obmann Stv.
Schriftführer
Kassier
ev. weitere Vorstandsmitglieder (ab 20 Mitglieder je angefangene 10 Mitglieder
1 weiterer Vorstand)
• Einbeziehung in bestehende Bringungsanlage
Bringungsanlage besteht bereits
Leichter durchsetzbar
Meist kostengünstiger
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Vortrag Beanteilungsmodelle; DI Friedrich Walter Merlin; September 2010
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Das Kärntner Modell der
Beanteilung von Weganlagen
Historische Beanteilungsmodelle
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„Historische“ Anteilsermittlung
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• Freie Vereinbarung
• Die Besonderheiten
• Einfache Aufteilungsschlüssel (z.B. 1ha Fläche = 1 Anteil)
Langfristige Eigenentwicklung der ABB
Nicht parzellenscharf
Berücksichtigt alle rechtlichen Vorgaben des K- GSLG
Nicht/schwer nachvollziehbar
Vielfach erprobt
Oft unklare Beanteilungsregeln (Modell „Tarvis“, Modell „Gasthaus“)
Hohe Akzeptanz in der Bevölkerung
Bringungsanlage nicht klar definiert
Wird auch von anderen Behörden (Gemeinden) angewendet
Keine planliche Grundlage/Darstellung vorhanden
Viele offene Fragen für Berechtigte
Mangelnde Rechtssicherheit
Vortrag Beanteilungsmodelle; DI Friedrich Walter Merlin; September 2010
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Die Entwicklung in Kärnten
Vortrag Beanteilungsmodelle; DI Friedrich Walter Merlin; September 2010
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Ermittlung der Anteilsverhältnisse
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Vortrag Beanteilungsmodelle; DI Friedrich Walter Merlin; September 2010
Neue Beanteilungsverfahren
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• Notwendig bei Gründung einer BG (Voraussetzung für
• Ab Mitte der 80er Jahre Anwendung des „Kärntner Schlüssels“
• Analyse des Wegesystems
Baugenehmigung)
• Ab erster Hälfte der 90er Jahre Beginn der EDV – gestützten
Wegverlauf mit nur einem Hauptweg
• Neubeanteilung bestehender Bringungsanlagen, da
Anteilsberechnung
Wegesystem mit Hauptweg und Zubringern
zwischenzeitlich geänderte Verhältnisse vorliegen hinsichtlich
• Ab ca. 1996 EDV – Planerstellung
Wegesystem mit verschiedenen Abschnitten
Eigentumsverhältnisse (Besitzwechsel, Erbfolge, An- und Verkäufe)
• Ab zweiter Hälfte der 90er Jahre Auseinandersetzung mit
• Wahl eines geeigneten Beanteilungsmodelles
Erschlossener Flächen (durch Bau nachgelagerter Wege zusätzliche
Gebiete erschlossen)
Kommunikationsstrategien und Präsentationsmethoden
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Festlegung eines Anteilsschlüssels
• 1998 Novelle des GSLG; neue Beanteilungskriterien
Bewirtschaftungs- und Benützungsverhältnisse der Flächen
Hauptweg und Zubringer gemeinsam oder gesondert beanteilt
• Ab 1998 Verfeinerung des Kärntner Schlüssels
Kulturgattungen
Ev. Abschnittsregelung bei langen Wegen und mehreren Zubringern
• Ab ca 2000 Vereinheitlichung der Operatserstellung; Definition
Gebäudebestand
Beanteilung unter Berücksichtigung der tatsächlich benützten Weglänge
der Operatsqualität
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Vortrag Beanteilungsmodelle; DI Friedrich Walter Merlin; September 2010
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Vortrag Beanteilungsmodelle; DI Friedrich Walter Merlin; September 2010
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Neue Beanteilungsverfahren
Die Beanteilung im Detail
Die Beanteilung im Detail
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• Der Kärntner Schlüssel
• Jedenfalls gesetzeskonforme Beanteilung; d.h. Beachtung der im
1 ha Landw. Nutzfläche
1 Anteil
2 ha Wald
GSLG vorgegebenen Kriterien
1 Anteil
30 ha Schutzwald außer Ertrag
1 Anteil
10 ha Nieder – Mittelalm
• wirtschaftlicher Vorteil der Bringungsanlage
• Ausmaß der erschlossenen Fläche
1 Anteil
20 ha Hochalm
1 Anteil
30 ha Hochalm nicht erschlossen
1 Anteil
5 ha Bergmähder
• Kulturgattung der erschlossenen Flächen
12 Anteile
1 Wochenendhaus
• Gebäudebestand
1 Anteil
1 Almhütte Mischnutzung
2 Anteile
1 Almhütte Freizeitnutzung
4 Anteile
Gewerbebetriebe Buschenschank etc.
• Freie Vereinbarungen bilden die Ausnahme und können nur bei
•
8 Anteile
1 Almhütte rein landw. Nutzung
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Sonderanteile
Vortrag Beanteilungsmodelle; DI Friedrich Walter Merlin; September 2010
Beispiel Beanteilung mit Berücksichtigung der tatsächlich benützten
Weglänge
Die Beanteilung im Detail
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• Die Anteile setzen sich aus 2 Faktoren
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Verbrauchsgebühr (durch den Faktor Wltats/Wlges)
• Fläche (bzw. Gebäude), am Ende des Weges hat
maximal doppelt so viele Anteile wie eine
gleichartige Fläche am Weganfang
tatsächlich benützte Wegstrecke
WLges
Gesamtweglänge
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• Übersichtslageplan
• Anteilsberechnung
Rohanteile lt. Kärntner Schlüssel: 1ha LN = 1 RA
Beanteilungsformel:
Rohanteil lt. Kärntner Schlüssel
Wltats
• Erläuterungen
Weglänge: 5000 m
Grundgebühr (durch den Faktor 1)
Anteile für die jeweilige Parzelle
RA
Bestandteile eines
Beanteilungsoperates
Fläche: 2 ha LN (Landwirtschaftliche Nutzfläche)
zusammen:
Dabei ist:
A
Einstimmigkeit durchgeführt werden
Vortrag Beanteilungsmodelle; DI Friedrich Walter Merlin; September 2010
A = RA * (1 +Wltats/Wlges)
•
0 Anteile
1 Wohnhaus/Hofstelle
• Wegstrecke
• Berücksichtigung von Wegbenützung und Wegstrecke durch
Formel:
1Anteil
1 ha Sonstiges (Unproduktiv)
• Wegbenützung
• Durch Kärntner Schlüssel sind Ausmaß u. Kulturgattung,
wirtschaftlicher Vorteil, Gebäudebestand berücksichtigt;
(Ergebnis = Rohanteile)
• Anteilszusammenstellung
A = RA * (1 +Wltats/Wlges)
• Verzeichnis beanspruchter Parzellen
2 ha LN nach 500 m
= 2,20 Anteile
2 ha LN nach 2500 m
= 3,00 Anteile
2 ha LN am Wegende
= 4,00 Anteile
• Lageplan Gebiet
• Lageplan Weganlage
• Technischen Ausführungsunterlagen
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Vortrag Beanteilungsmodelle; DI Friedrich Walter Merlin; September 2010
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Beispiel Anteilsberechnung
Beispiel Lageplan
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Vortrag Beanteilungsmodelle; DI Friedrich Walter Merlin; September 2010
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Schwachstellen des Modells
Vortrag Beanteilungsmodelle; DI Friedrich Walter Merlin; September 2010
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IRUB
• Schlüssel entspricht nicht der tatsächlichen Wegbeanspruchung
• Eingehen auf jedes persönlich Anliegen der Betroffenen
• Wieso fließt in die Beanteilung von Forstflächen der Holzpreis nicht
Baulichkeiten ?
ein?
• „Abseitslagen“ nicht berücksichtigt
• Detaillierte Aufklärung über alle Sachverhalte
• Warum werden meine um den Hof arrondierten Flächen auch
• Auch eventuelle Nachteile ansprechen
beanteilt, obwohl ich mit dem Traktor nur vom Stall auf das Feld
fahre und die Weganlage nicht benütze?
• „Innere Erschließung“ nicht berücksichtigt
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• Größtmögliche Transparenz im Verfahren
erschlossen ist?
• Nicht land- und forstwirtschaftlich genützte Grundstücke und
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• Beachtung der Grundsätze des Projektmanagements
• Warum werde ich beanteilt, obwohl mein Grundstück nicht direkt
(Wald ist unterbewertet)
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Soft skills im
Beanteilungsverfahren
Die beliebtesten Fragen
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Beispiel Lageplan
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• Hohe Sprachverständlichkeit, Arbeiten mit Bildern, Metaphern;
• Warum werden meine Kahlschlagflächen auch wie Wald beanteilt?
• Ansprache der finanziellen Auswirkungen
• Was kostet ein Anteil?
• Aufklärung über positive Wirkungsmomente bereits realisierter
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Projekte
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Vortrag Beanteilungsmodelle; DI Friedrich Walter Merlin; September 2010
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Die Erfahrungen
Was bringt eine Neubeanteilung?
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Was bringt eine Neubeanteilung?
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• Gesetzeskonforme Beanteilung, faire Verhältnisse
• Modell hat sich durchgesetzt
• Beanteilung genau, transparent und nachvollziehbar
• Hohe Akzeptanz bei Beteiligten
• Beanteilung entsprechend den tatsächlichen Besitz- und
Benützungsverhältnissen
• Wenige bis gar keine Berufungen
• Beanteilung ist parzellenscharf
• Identitätsstiftung unter Beteiligten
• Klare Beanteilungsregeln
• Große Nachfrage nach dem Produkt
• Bringungsanlage klar definiert
• Know – how Transfer zu anderen Institutionen
• Alle Details schriftlich festgelegt
• Optimum an Rechtssicherheit
• Leichterer Zugang zu Förderungen
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Einkauf in bestehende
Weganlagen
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Vortrag Beanteilungsmodelle; DI Friedrich Walter Merlin; September 2010
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Die Einkaufsberechnung im Detail
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Vortrag Beanteilungsmodelle; DI Friedrich Walter Merlin; September 2010
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Die Einkaufsberechnung im Detail
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a) Analyse des bestehenden Anteilsmodells
b) Ermittlung der Anteilssumme der derzeit beanteilten Flächen
• Wird notwendig, wenn zusätzliche Flächen/Gebäude durch die
Neubauzustand zu versetzen (meist Pauschale in €/lfm)
des bestehenden Beanteilungsmodelles
f) Ermittlung des Zeitwertes der Weganlage (= Neubauwert – Sanierungskosten)
d) Ermittlung des Neubauwertes der Weganlage durch
• Basis einer Einkaufsregelung ist
Die bestehende Anteilsverteilung unter den „Altmitgliedern“
Summe der Anteile der „Altmitglieder“
Die Anteile der neu hinzugekommenen Flächen/Gebäude
(d – e)
Bautechnische Massenermittlung der bestehenden Weganlage und
Nachkalkulation mit derzeitigen Preisen
g) Erhebung des ursprünglichen Fördersatzes
Hochrechnen der ursprünglich abgerechneten Baukosten auf heutige Kosten unter
Heranziehung des Baukostenindex (Achtung: Methode ist mit Schwächen behaftet
!!!)
h) Ermittlung des Zeitwertes der seinerzeitigen Interessentenleistungen (=
Zeitwert abzüglich Förderungen)
i) Ermittlung der Kosten des Zeitwertes pro (Alt-)Anteil) (h / b)
Vereinfachte Kostenschätzung mittels derzeitiger Baupreise getrennt nach
Bauteilen (Rohtrasse, Unterbau, Oberbau, Entwässerung, Kunstbauten etc.)
Zeitwert der Weganlage (Neubauwert abzüglich notwendiger
Sanierungskosten)
j) Ermittlung des Einkaufspreises für das Neumitglied durch Multiplikation seiner
Anteile mit den Kosten des Zeitwertes pro Altanteil (i x j)
Anwendung von Pauschalkostensätzen technisch vergleichbarer Weganlagen
(€/lfm)
Ursprünglich gewährter Fördersatz bei der Errichtung der Weganlage
Vortrag Beanteilungsmodelle; DI Friedrich Walter Merlin; September 2010
e) Ermittlung der derzeitigen Sanierungskosten um die Weganlage in den
c) Ermittlung der Anteile der neu hinzukommenden Flächen unter Anwendung
Weganlage oder nachgelagerte Wegeneubauten erschlossen
werden
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Vortrag Beanteilungsmodelle; DI Friedrich Walter Merlin; September 2010
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IRUB
• Danke für Ihre Aufmerksamkeit
Vortrag Beanteilungsmodelle; DI Friedrich Walter Merlin; September 2010
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Seele and Geist
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