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GESUNDHEITSREGION TüNFSETNLAND
,,nrgpferde wie die Schlösser"
Ein Konzept ,,Gesundheitsregion Fünfseenland" soll den Tourismus
beflügeln. Doch gule
Medizin allein reicht dafür nach Meinung von
Experten nicht aus.
VON LORENZ GOSLICH
- Bernhard Sontheim brachte den Begriff ins
Spiel: Als denkbares KonzePt
nannte der Vorsitzende des
Landlcreis
Tourismusverbands Stamberger Fünf-Seen-Land, wie berichtet, beim Tourismustag eine,,Gesundheitsregion". Otto
ZiegIer, Leiter des Referats
Tourismus im bayerischen
Wirtschaftsministerium, geriet
gleich ins Schwärmen. Im
Fün-fseenland gebe es hochoualifizierte medizinische Einrichtungen: ,,Die haben bundesweit einen Ruf wie Donnerhall." Man könne sie, emPfahl er, ,,wie die Königsschlösser als Zugpferde vor den Tourismus spannen".
Ziegler verwies daraut dass
manche Hotels mit eigenen
Heilpraktikem gute Erfahrungen machten: ,,Zu ihnen kommen Gäste oft zwei, drei Mal
im Jahr." Mit solchen und vie-
Ien anderen geschickten Me-
thoden könne die WertschöPfung ohne große Investitionen
ANGEMERKT
'''-
:
erhöht werden. Den hiesigen
'
Hoteliers rief er zu:,,Ich wette,
Sie haben die Heilpraktiker
nicht alle auf Ihrer Palette."
ln der Flut von Gesundheitsregionen
Der Tourismuswissenschaftler Harald Pechlaner be-
Landauf, landab hallt das Wort durch die Republik:
,,Gesundheitsregion". Inzwischen gibt es sie praktisch
überall: in Berlin-Brandenburg wie im Nordschwarzwald und im Wesörbergland, im Osnabrücker Land
wie in Würzburg oder Bamberg. Nun also auch eine
Gesundheitsregion Fünfseenland? Was dahintersteckt, ist klar: die Hoffnung auf Einnahmen.
'
Der Gesundheitswirtschaft wird erhebliches Wachstum zugetraut. Viele versuchen, ein Stück von diesem
, nach seinen Worten müsste
,,Kuchen" abzuschneiden. Aber bei der Gesundheit ist
es zunächst nicht anders ist als bei Kultur, Wasser-
sport, Golf oder Tagungen: ,,Das alles haben viele andere Regionen auch", 5agte der Wissenschaftler Harald Pechlaner beim Tourismustag. Er plädierte deshalb dafür, eine ,,Kernkompetenz" zu erarbeiten.
Dass sich das Thema Gesundheit dafür eignet, hält er
offenbar durchaus für möglich.
Wort allein wird nicht viel bringen. Das machte
Pechlaner mit seinern Appell deutlich, ein Netzwerk
zu definieren und möglichst viele auf die eine Kernkompetenz einzuschwören, für die man sich letztlich
Das
entscheidet. Sollte dies tatsächlich die Gesundheitsregion sein, liegt die.eigentliche Herausforderung wohl
darin, den erhofften Gästen klar zu machen, weshalb
sie sich aus der Flut der.Gesundheitsregionen ausgerechnet das Fünfseenland herauspicken sollen.
Eine überzeugende Antwort steht bisher aus.
Lorenz Goslich
Den Autor erreichen Sie unter
sta-merkur@merkur-onli ne. de
stätigte, dass Wellness und
Gesundheit nach einer Umfrage seines Instituts an der Ka-
tholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt unter 500 Unternehmen bei den Wünschen
an erster Stelle stehen. Doch
der Bogen über die rein medizinischen Aspekte hinaus sehr
viel weiter gespannt werden.
Überspitzt rieinte er, eine gesunde Region könne eine Region mit vielen Kliniken sein
oder auch eine mit vielen
Golfplätzen. Pechlaner emP-
fahl, in die Strategie so viele
Anbieter wie möglich einzu-
binden. Dabei erwähnte er
ausdrücklich auch die ,,nicht
touristischen Leistungsträger". Als Beispiel nannte er
das Breitbrunner Untemehmen Perger-Säfte.
Dessen Chef |ohannes Freiherr von Perger war einer von
denen, die sich als Sponsoren
beim Tourismustag engagierten. Perger selbst sprach bei einer Podiumsdiskussion offen
aus, woran es nach seiner Mei-
nung im Fünfseenland mangelt: ,,Erst, wenn man eine Vision hat, kann man zusammengehen."
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Seele and Geist
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