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Kein Tag wie jeder andere - Archiv - Hamburger Abendblatt

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LANDKREIS HARBURG
Donnerstag, 25. November 1999
Hamburger Abendblatt
Die Buchholzer Heideschule stellte sich kritischen Blicken
Strukturreform
gebilligt
Kein Tag wie jeder andere
Von MARIA KÖLLNER
leben. Nicht tot geschwiegen
Buchholz − Es sollte ein Tag wie wurde aber auch Schwierigkeimit auffälligen Schülern und
jeder andere sein, ein Unter- ten
das Thema Drogen. „Natürlich
richtstag, wie ihn die 186 Haupt- gibt es Probleme, die wir bewälschüler der Heideschule und
ihre Lehrer täglich erleben. tigen müssen“, bemerkte Holger
der gleichzeitig deutlich
Doch wenn Gäste kommen, zu- Blenck,
machte, daß die Schule nicht bedem noch kritische, die den Ju- reit ist, massive Störungen hingendlichen und Lehrern über die
Schulter schauen, die Fragen zunehmen. In manchen Fällen
den Auschluss von Schüstellen und sich neugierig umbli- auch
lern angeordnet. Der Missbrauch
cken, stellt sich zumindest am von Drogen ist an der HeideAnfang eine andere Atmosphäre schule kein aktuelles Thema.
ein. So hatte Schulleiter Holger
von außen Drogen angeboBlenck anläßlich des Haupt- Dass
ten werden, ist das Problem aller
schultages extra eine Krawatte örtlichen Schulen, lässt sich
umgebunden, und die Schüler
zeigten zumindest anfangs eine durch verschärfte Kontrollen
einschränken.
gewisse
Günstig wirkt
Schüchternsich die stänheit. Sinn diedig enge Zuser ungewöhnsammenarbeit
lichen Besichmit dem Kontigung, zu der
taktbeamten
rund 20 VerMarkus
treter aus den
Kaulbarsch
verschievon der Buchdendsten Beholzer Polizei
reichen
wie
aus, der den
zum Beispiel
Heideschülern
der Buchholschon ein guzer Wirtschaft,
ter Bekannter
des örtlichen
ist.
Arbeitsamtes,
Die Anfälligder Polizei, der
keit für negatibezirksregieve
Beinflusrung, Kollegen
sungen
der
benachbarter
Schülerinnen
Schulen und
und Schüler
Elternvertresieht der Konter eingeladen
krektor
der
waren, sollte
Heideschule
keine Selbst- Für eine gute Zukunft der Wilfried
Dreydarstellung
Heideschule und ihrer Schüler setzt er im Verhalsein.
Beim sich Schulleiter Holger Blenck ein.
ten einiger ElPer-Review, so
tern, die ihre
die
offizielle
entweBezeichnung, ging es darum den der überbehüten Kinder
oder verwahr„Qualitätszustand“ einmal unter losen lassen.
die Lupe zu nehmen und vor alAlso ist es auch Aufgabe des
lem Kritik, Anregungen und Verdas Selbstbewußtbesserungsvorschläge zu er- Elternhauses,
der Kinder durch eine ausarbeiten. Auf gelben Karten, die sein
Erziehung zu stärken.
die Teilnehmer emsig ausfüllten, gewogene
Mit einer gewissen Neugier
wurde notiert, was die Heidesich die Besucher in
schule für alle die hier lernen machten
Gruppen auf den Weg
und lehren effektiver machen kleinen
die Klassenräume. Nach
kann. Das Erstaunliche nach durch
dem Rundgang durch alle Schul- London versetzt, fühlten sie sich
im Englischunterrricht in der
bereiche:
siebten Klasse. „No chewing
Nicht die Kritik, sondern das gum“ meinte die Lehrerin Ute
Lob überwog. Eine Schule, de- Guse und gutwillig ließ der
ren Ansehen nicht der immer das Schüler das Kaugummi verBeste ist, hatte sich geöffnet wie schwinden. Die beiden Schüleein Buch und alle, die darin ge- rinnen Nicole und Sarah, die den
blättert hatten, rezensierten es den Besuchern schon als „Empdurchweg positiv. „Diese positi- fangskomitee“ bekannt waren,
ve Resonanz war im Vorweg freuen sich besonders auf eine
nicht so beabsichtigt, dann je- gemeinsame Schulreise nach
doch überwältigend. Die emotio- England in zwei Jahren.
nale und motivationale Wirkung
Auffällig war in dieser Klasse
des Hauptschultages auf die die
freundlich-motivierende
Lehrkräfte und Schüler ist be- Raumgestaltung mit Sprüchen
eindruckend“, resümmierte der wie zum Beispiel „Wissen ist
Schulleiter nach der mehrstün- Macht“. Richtig Spaß hatten die
digen Veranstaltung.
Schüler bei der Vorbereitung eiPünktlich hatten sich die „Kri- nes kalten Büfetts in der großzütischen Freunde“ am frühen gigen Schulküche gemeinsam
Morgen in der Heideschule ein- mit ihrer Lehrerin Renate Mülgefunden. Während die Schüler ler. Auch die Jungen hatten ofbereits mit dem Unterricht be- fensichtlich nichts dagegen, eine
gonnen hatten, erhielten die Gäs- Schürze zu tragen und appetitlite einen Lageplan mit Wegbe- che Köstlichkeiten für die Gäste
schreibung und eine exakt vor- vorzubereiten. Einige der Schübereitete Information über die ler werden mit dem neu erworbeverschiedenen Bereiche wie z.B. nen Kenntnissen vielleicht zu
Naturwissenschaften und Tech- Hause die Eltern überraschen.
nik, Ziele wie BerufsorientieDass das Herstellen von Kleinrung und neue Technologien und möbeln nicht nur „Männersaeinen Überblick über das Schul- che“ ist, wurde in der neu gestal-
Busfahrt in die
Hauptstadt
wp Buchholz/Berlin − Die SPDBundestagsabgeordnete Monika
Griefahn lädt zur Tagesfahrt
nach Berlin ein. Am kommenden
Sonnabend werden rund 50 Personen mit dem Bus in die Hauptstadt fahren. Derzeit sind noch
14 Plätze frei.
Als Programmpunkte sind in
der Hauptstadt ein Besuch im
Mauermuseum
Checkpoint
Charlie, ein Mittagessen im Restaurant „Ständige Vertretung“
und eine Führung im Reichstag
mit anschließender Diskussion
mit Monika Griefahn vorgesehen. Außerdem sind ein Spaziergang zum Brandenburger Tor
und eine dreistündige Stadtrundfahrt geplant. Für Mittagund Abendessen sowie Eintrittsgebühren und Stadt wird ein
Kostenbeitrag von 40 Mark pro
Person erhoben.
Der Bus hat folgende Abfahrtspunkte: Buchholz, 6.30 Uhr am
SPD-Büro (Bahnhofstraße 7),
Meckelfeld, 6.50 Uhr, vor den Seniorenstuben (An den Höfen)
und Winsen, 7.10 Uhr am ZOB.
Die Abfahrt aus Berlin ist für
19.30 Uhr vorgesehen.
Interessierte Bürger können
sich noch unter der Telefonnummer 04171/78 01 71 anmelden.
Harburger Rund£chau
Erscheint täglich außer sonntags
im Hamburger Abendblatt
Redaktion:
Harburger Ring 24, 21073 Hamburg
u. Axel-Springer-Platz 1, 20355 Hamburg
Telefon: 766 22 5-0 · Telefax: 77 84 63
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Redaktion Harburg: Jürgen Nowak
Geschäftsstelle:
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Vertrieb: 33 39 40 11
Anzeigenpreisliste Nr. 53 v. 1. 1. 1999
LL
mp Buchholz − Die Buchholzer
Stadtverwaltung hat sich eine
neue Struktur gegeben. Dieser
neuen
Geschäftsverteilung
stimmte der Rat der Stradt in
seiner jüngsten Sitzung zu.
In der Verwaltungsreform
wurden Ämter und Abteilungen aufgelöst. Stattdessen sind
Fachbereiche und Zentrale
Steuerungsdienste eingerichtet worden. Chef ist und bleibt
Stadtdirektor AndreasBendt.
Die
Verwaltungsführung
wird von drei Dezernenten gebildet, die ihren Fachbereichen vorstehen. Dezernent I
hat die Finanzen, das Personal,
die EDV und die Wirtschaft in
seinem Aufgabenbereich. Chef
und Ansprechpartner ist hier
Kämmerer Wilfried Geiger.
Dezernent II übernimmt die
Bereiche Bildung und Freizeit,
Soziales, Bürger und Ordnung.
Er ist auch der Vertreter des
Stadtdirektors. Chef ist in diesem Dezernat Erster Stadtrat
Ulrich Gröschen, der die Buchholzer Verwaltung zum 31.Mai
2000 verlässt. Die sechsjährige
Amtszeit des Wahlbeamten ist
dann abgelaufen.
Zum Aufgabengebiet des
Dezernenten
III
gehören
Stadtentwicklung,
Umwelt
und Bau. Im Buchholzer Rathaus heißt der Leiter dieses
Fachbereichs Joachim Wahlbrink.
Fit mit neuer
Software
Büffeln für die gute Note? Lehrerin Ute Guse und ihre Klasse haben beim Englischunterricht auch viel Spaß.
Im Werkunterricht an der Heideschule hat ein Schüler diesen Hocker
gebaut, den Lehrer Wolfram Seyfarth mit Stolz zeigt.
teten Werkstatt deutlich. Die
17-jährige Anita baut sich unter
Anleitung ihres Lehrers Wolfram
Seyfarth zur Zeit einen Fernsehtisch. Ihr handwerklich geschickter Schulkamerad Patrick, der auf jeden Fall Tischler
werden will, zeigt ihr den Umgang mit der Bohrmaschine.
Wie sinnvoll eine Abstellkammer nach einem Umbau genutzt
werden kann, wurde den-
Besuchern auch auf dem Rundgang deutlich. Dieser Raum ist
heute ein gemütliches Studierzimmer für Förderunterricht,
Aussiedlerförderung und Lerntraining. Als Zwischenbilanz bei
einem Treffen auf dem Schulflur
bemerkte Joachim Matthies,
Dezernent der Bezirksregierung:
„Ich bin positiv überrascht.
Natürlich steht und fällt alles mit
dem Schulleiter und seinem
Fotos: KÖLLNER
Während des Werkunterrichts lernt Anita, wie man ein kleines
Möbelstück baut. Der Mitschüler Patrick hilft ihr.
Kollegium.“ Vorbildlich ausgestattet ist die Heideschule inzwischen mit neuen Technologien,
in die alle Hauptschüler eingeführt werden. So arbeiteten
verschiedenen Gruppen während des Deutschunterrichtes
unter Anleitung von Ronald
Schnor am Computer. „Natürlich benutzten wir auch den
Füller“, erklärte der Lehrer.
Abschließend gab es bei allem
Lob auch verschiedene Kritikpunkte, wie Mängel an der räumlichen und sächlichen Ausstattung
im
naturwissenschaftlichen Bereich.
„Dieser Tag war für alle eine
Bereicherung. Wir werden daran
arbeiten, unsere Schule weiter
zuentwickeln, damit die Zukunftsund
Berufschancen
unserer Schüler steigen“, so
Holger Blank.
Das Interview: Rettet eine zusätzliche Schnuckenherde die Heide, Frau Holst?
„Sie passt nur gut ins Postkartenimage“
Ist die Heide noch zu retten? Seit Jahren liegen Verbände
und Vereine im Clinch darüber, wie das Naturschutzgebiet
Lüneburger Heide erhalten werden soll. In kaum einer
anderen Region treffen derart unterschiedliche Interessen
aufeinander wie hier, auf der einen Seite der Naturschutz,
auf der anderen Seite der Tourismus und die Landwirtschaft.
Seit Jahren engagiert sich die 46-jährige Ingrid Holst für das
große Naturschutzgebiet.
HARBURGER
RUNDSCHAU:
Frau
Holst, über welchen Erfahrungsschatz verfügen zum Thema Naturschutz, in welchen Verbänden sind sie Mitglied?
INGRID HOLST: Ich engagiere mich
schon seit vielen Jahren im Naturschutz, vor zehn Jahren habe
ich den Naturschutzverband Lüneburger Heide, dessen erste
Vorsitzende ich inzwischen bin,
mitgegründet, bin Vorstandsmitglied des Naturschutzverbandes Niedersachsen und Vorsitzende des Heimatvereins Undeloh und Umgebung.
HARBURGER RUNDSCHAU: Seit einiger Zeit gibt es immer wieder
Meldungen, vor lauter Drahtschmiele sei keine Heide mehr zu
sehen. Ist das Problem neu?
HOLST:
Keineswegs,
Drahtschmiele, eine Grassorte, die gedrehtem Getreide ähnelt und daher ihren Namen hat, gab es
schon immer, und sie stellt weder eine Gefahr noch ein Problem für die Heide dar. In einem
Jahr tritt sie häufiger auf als im
anderen Jahr, und dies schon
seit ewigen Zeiten.
HARBURGER RUNDSCHAU: Welche
Umstände
beeinflussen
das
Wachstum des Grases?
HOLST: Drahtschmiele wächst nur
auf Humusboden, ist das Frühjahr mild und feucht, wächst
mehr Drahtschmiele. Jetzt beispielsweise sieht man schon, das
3
HARBURGER RUNDSCHAU: Wie kann
man eine solche Vernetzung zwischen den einzelnen Verbänden
zuwege bringen?
HOLST: Es gibt bereits einen Arbeitskreis
Naturschutzgebiet
Lüneburger Heide, eingerichtet
von der Bezirksregierung Lüneburg. In diesem Arbeitskreis
sind
Naturschutzverbände,
Kommunen und andere Institutionen wie das Landvolk vertreten, aber die Arbeit dieses Kreises ist eingeschlafen. Wir müssen
das gesamte Gebiet im Auge behalten, die Gesamtbetrachtung
muss wieder in den Vordergrund
treten. Es kann nicht angehen,
dass zum Beispiel Hanstedt hier
was plant und Schneverdingen
überlegt ganz andere Sachen.
an vielen Stellen das Gras abstirbt, weil die Temperaturen
niedrig sind. Das ist ein absolut
natürlicher biologischer Vorgang und kein Grund zur Panik.
HARBURGER RUNDSCHAU: Hanstedt
beispielsweise plant Aktionen
zur Bekämpfung der Drahtschmiele, ist das nötig?
HOLST: Das Gras tritt immer nur
punktuell auf, nicht auf der gesamten Fläche. In meinen Augen
wollen diejenigen, die nach einer
Bekämpfung der Drahtschmiele
rufen, anstelle einer abwechslungsreichen Naturlandschaft,
die die Lüneburger Heide nun
mal ist, einen Heidegarten mit
Postkartenimage. Das hat mit
Naturschutz recht wenig zu tun.
Abgesehen davon, dass das Wort
Bekämpfung hier allein schon
völlig fehl am Platze ist.
HARBURGER RUNDSCHAU: Der Land-
kreis Harburg stellt 35 000 Mark
für eine weitere Heidschnuckenherde bereit. Ist das sinnvoll?
HOLST: Das sind Gelder, die dann
dem wirklichen Naturschutz
fehlen. Heidschnucken verbeißen zwar die Heide, aber sie fressen nicht den Humus, den die
Drahtschmiele zum Wachsen
braucht, im Gegenteil, sie bereichern die Humusschicht. Allerdings passt eine Heidschnuckenherde ausgezeichnet in das Postkartenimage. Gegen die Drahtschmiele würde nur das Abplaggen helfen. Wir brauchen hier
Harburger Rund£chau
Nr. 276
Ingrid Holst: „Zur Erhaltung der Heidelandschaft müssen Naturschutz und
Foto: WAHBA
Tourismus unter einen Hut gebracht werden.“
keine willkürlichen Aktionen
mit Volksfestcharakter. Der Naturschutzgedanke bei denen, die
heute nach der Bekämpfung der
Drahtschmiele rufen, war doch
vor ein paar Jahren überhaupt
nicht zu erkennen. Oft steht da
doch eher der Tourismus als der
Naturschutz im Vordergrund.
HARBURGER RUNDSCHAU: Was ist
Ihrer Meinung nach richtiger Naturschutz, wofür wären die Gelder besser eingesetzt?
HOLST: Das Geld wäre weitaus
sinnvoller für die Renaturierung
von Flächen und Gewässern ausgegeben. Ein übler Nebeneffekt
beispielsweise der ganzen Abholzerei, die der Verein Naturschutzpark auf seinen Flächen
veranstaltet, sind die Erosionen.
Durch Wind und Regen wird
Sand in die Bäche geschwemmt,
hier muss was getan werden,
sonst sterben die Lebewesen, die
in den Bächen leben, ab.
Seite 3
2
HARBURGER RUNDSCHAU: Was sind
die Probleme, die dem Naturschutzgebiet Lüneburger Heide
wirklich zu schaffen machen?
HOLST: Da gibt es mehrere. Ein
großes Problem wird das geplante Gewerbegebiet Egestorf werden. In meinen Ohren klingt das
paradox, auf der einen Seite die
Forderung nach Naturschutz,
auf der anderen Seite wird ein gigantisches Gewerbegebiet in die
Heide gebaut. Das Gebiet wird
so groß sein wie die bebaute
Ortsfläche von Egestorf. Wenn
an der Planung festgehalten
wird, schadet das in gleicher Weise dem Tourismus wie der Natur.
Wir brauchen keine punktuellen
Aktionen, um der Drahtschmiele
Herr zu werden, sondern eine flächendeckende Zusammenarbeit
zur Erhaltung der Heidelandschaft, und um die beiden Lager
Naturschutz und Tourismus so
weit wie möglich unter einen Hut
zu bringen.
Schwarz
E-Blau
E-Rot
E-gelb
HARBURGER RUNDSCHAU: Wie sehen
Sie die bevorstehenden Verhandlungen mit den Hamburger
Wasserwerken zu den zukünftigen Grundwasserentnahmen?
HOLST: Da muss ganz konsequent
verhandelt werden. Vergleiche
ich alte Landkarten mit heutigen, dann sehe ich, dass sich beispielsweise die Bachläufe im Naturschutzgebiet verändert haben. In gewissem Maße ist das
ganz normal, aber wegen der hohen Grundwasserentnahmen in
der Vergangenheit sind ganze
Bachläufe trocken gefallen, viele
Moor- und Feuchtgebiete, auch
ein Bestandteil der Lüneburger
Heide, gibt es nicht mehr. Der
Rehmbach im Bereich Wehlen/
Insmühlen, ist in der Gewässergütekarte noch als forellentauglich eingetragen, de facto gibt es
ihn aber überhaupt nicht mehr.
mp Buchholz − Die Stadt
Buchholz kündigt die Mitgliedschaft bei der Kommunalen
Anwendergemeinschaft
für Informations- und Kommunikationstechniken (KAI)
zum nächstmöglichen Zeitpunkt. Die Kündigung wird
zum 31. Dezember 2001 wirksam. Das beschloss jetzt der
Rat der Stadt ohne Gegenstimme auf Antrag der Verwaltung.
Kämmerer Wilfried Geiger sagte, dass die vorhandene Software im Rathaus 20 Jahre alt
und damit total veraltet sei. Mit
einer neuen Software vom freien Markt soll die Verwaltung
fit für das neue Jahrhundert
gemacht werden.
Eine Arbeitsgruppe bewertete von Anfang 1997 bis Mitte
1999 sowohl das KAI- als auch
diverse Verfahren führender
Hersteller von Standard-Software. Aus sämtlichen Bereichen des Hauses, die mit der
KAI-Software arbeiteten, wurde mindestens ein Mitarbeiter
zu den Treffen eingeladen.
Technische und fachliche Aspekte wurden berücksichtigt.
Die hausinterne Arbeitsgruppe „EDV-Anwendungen“ empfahl dann, die Mitgliedschaft
der KAI zu kündigen und die
Software von zwei anderen Firmen zu beschaffen.
Courage sucht
Räume
wp Neu Wulmstorf − Das Frauen- und Mütterzentrum Courage sucht neue Räume. Courage
heißt Mut und der verlässt die
engagierten Frauen des gleichnamigen Vereins in Neu
Wulmstorf langsam aber sicher. „Wir sind verzweifelt auf
der Suche nach geeigneten
Räumen, haben Anzeigen gestartet, die ortsansässigen Bauherren, die Gemeinde angesprochen − Ergebnis gleich
Null“, sagte Maike Schulz, Vorstandsmitglied des Vereins.
Das Frauen- und Mütterzentrum wurde 1996 gegründet
und ist bislang in der ehemaligen Gaststätte Hoyer in der
Bahnhofstraße untergebracht.
Das Haus gehört der Kreissparkasse Harburg und ist
Courage bisher mietfrei zur
Verfügung gestellt worden. In
den drei Jahren haben die
Frauen in der ehemaligen
Gaststätte eine zentrale Begegnungsstätte geschaffen.
„Doch in dem Maße, in dem
das neue EKZ in der Bahnhofstraße gegenüber von Hoyer
wächst, steigt natürlich auch
das Interesse am Kreissparkassen-Objekt mitten in Neu
Wulmstorf“, schilderte Maike
Schulz die Situation. Die positive Entwicklung des neu gestalteten Zentrums fordere
ihren Preis. Aber den Kopf in
den Sand stecken wollen die
Frauen von Courage auch
nicht. Sie wollen immer wieder
die Diskussion eines Neu
Wulmstorfer
Bürgerhauses
aufgreifen, in der Hoffnung,
dort Räume zu bekommen.
HARBURGER RUNDSCHAU: Passen
Tourismus und Naturschutz
überhaupt zusammen?
HOLST: Das wird sich immer beißen wie man am Beispiel Nordseeküste sieht. Daher muss man
im Dialog bleiben. Wenn die Natur kaputt ist, gibt es für Tourismus keine Entwicklung mehr.
L
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