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Backen wie im Mittelalter - Holle

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Hildesheimer Land • Süd
Donnerstag, 23. Juli 2009
Süd
Kindergartenkinder aus dem Heersumer „Spatzennest“ bauen einen Lehmofen
Die HAZ gratuliert
H e e r s u m (hs). Backen ohne
Strom wie im Mittelalter: Das
kann die Kindergartengruppe
Spatzennest bald in ihrem selbst
gebauten Lehmofen tun.
Baddeckenstedt. Die Eheleute Alice
und Kurt Schremmer, Berliner Straße
21, begehen morgen das Fest der goldenen Hochzeit.
Rhene. Karl Hirschmann, Alte Poststraße 4, vollendet morgen sein 84. Lebensjahr.
Oelber a. w. Wege. Irmgard Friedhoff,
An der Warthe 12, feiert morgen ihren
79. Geburtstag.
Steinlah. Walter Jordan, Nordstraße
20, wird morgen 71 Jahre.
Sehlde. Henny Zier, Hubertusstraße
20, feiert morgen ihren 77. Geburtstag. Dieter Scheliga, Heerer Straße 9,
begeht morgen seinen 72. Geburtstag.
Sehlem. Hermann Ohlendorf, Obere
Dorfstraße 8, vollendet morgen sein
83. Lebensjahr.
Lamspringe. Elvira Hampe, Hauptstraße 3, feiert morgen ihren 71. Geburtstag. Adelheid Marahrens, Wilhelm-Busch-Straße 18, wird morgen
70 Jahre.
Petze. Günter Brauns wird morgen 71
Jahre.
Elze
Elze. Die AWo-Kleiderstube ist im
Juli und August geschlossen. Die Arbeiterwohlfahrt bittet darum, vor
dem Bürgertreff in der Sedanstraße
Geschickt und mit Gefühl trägt Sophia die Lehmmasse auf.
Motiv für den Lehmofen ausgewählt.
Dann ging es an die Arbeit. Die Erzieherinnen und Elternvertreterin Katja
Beim Lehmofen-Bau halfen Sophia, Leonie, Lena, Silke Grotjahn-Gröhnke mit Tochter Delia,
Kindergartenleiterin Gisela Haß, Falk und Maurice (von links).
Jahns halfen den Kindern bei der Umsetzung.
Das Material besorgten sich die kleinen „Baumeister“ von verschiedenen
Stellen. Den Ton steuerte eine Ziegelei
aus Algermissen bei. „Als Dank geht das
erste gebackene Brot an dieses Unternehmen“, hat sich die Kindergartenleiterin vorgenommen. Ziegel und Schamottsteine stammten aus einem Abriss
vor Ort. Mehr als 200 Kilogramm seien
verarbeitet worden, so Grotjahn-Gröhnke. „Was das Ausmaß angeht, ist der
Ofen ein bisschen aus den Fugen geraten. Er ist größer geworden, als ursprünglich geplant“, erklärte Gisela
Haß. Sie lobte die Kinder, die zweimal
in der Woche je zwei Stunden im Einsatz
waren. Vor allem das Stampfen und
Lehmformen als Baumaterial machte
den „Spatzen“ viel Spaß. Auch wenn
nicht immer alles ganz nach Wunsch
lief.
Denn so flott, wie einige Kinder dachten, ging es nicht: Der Lehm musste
rund zwei Wochen trocknen, bevor er
weiter verarbeitet werden konnte. Die
Fotos: Schlittenbauer
gewölbte Kuppel wurde aus Weiden geflochten. Als besondere Note verzierten
die Mädchen und Jungen den Ofen mit
Muscheln. „Die Kinder erfuhren mit den
verwendeten Materialien neue Wahrnehmungen. Sie lernten Größen einschätzen, den Geruchssinn fördern,
Konturen und Oberflächenstrukturen
erkennen“, schilderte Grotjahn-Gröhnke – und die Erkenntnis, mit Naturstoffen etwas Nützliches zu schaffen.
Die Kindergartenleiterin, die gedanklich schon ein neues Vorhaben im Hinterkopf hat, sich aber noch bedeckt hält,
dankte der Heersumer Künstlerin für
die lange Zeit, die sie geduldig mit den
Kindern gearbeitet habe.
Ganz fertig ist der Lehmofen noch
nicht. Nach den Sommerferien soll ein
Schutzdach gebaut werden. Dann soll es
eine Einweihungsfeier geben. Dazu werden auch die ehemaligen „Spatzen“, die
den Kindergarten als Abc-Schützen
schon verlassen haben, eingeladen. Auf
dem Speiseplan für das Fest stehen Pizza, Brot und Brötchen aus dem eigenen
Lehmofen.
14 keine Kleidersäcke abzustellen.
Die nächsten Öffnungstermine sind
am 2. und 16. September von 16 bis
18 Uhr.
(r)
Kunst und Kultur
in Henneckenrode
Heute wird auf
der B 3 geblitzt
Henneckenrode (hs). Der Freundeskreis Kinder- und Jugendhilfe Henneckenrode und der Künstlerverein Holler
Art veranstalten am Sonnabend, 22. August, von 11 bis 18 Uhr in und vor der
Schlossanlage der Blumschen Waisenhausstiftung ein Kunst- und Kulturfest.
Dazu sind Aktivitäten mit Kindern und
Jugendlichen geplant. Bei Malerei, Bildhauerei, Lesungen, musikalischen und
tänzerischen Darbietungen wird ein besonderes Augenmerk darauf gelegt, benachteiligte junge Menschen zu motivieren und zu fördern. Künstler und Kulturschaffende aus dem Kreis Hildesheim
werden gemeinsam mit dem Publikum arbeiten und einen Einblick in die vielfältigen Kunstrichtungen geben.
Im Haus Henneckenrode werden die
Bewohner auf ein selbstständiges Leben
vorbereitet. Die Künstler möchten diesen
Prozess fördern und unterstützen die
Arbeit der Kinder- und Jugendpflege
mit diesem Fest.
Gerzen (sch). Heute könnte es für Raser oder Träumer teuer werden. Den
ganzen Vormittag lang wird von 8 bis
13 Uhr an der Bundesstraße 3 bei Gerzen geblitzt. Die Geschwindigkeitskontrolle ist Teil der „Sicherheitsinitiative
Leinebergland“, von der diese Zeitung
kürzlich berichtete.
Fahrzeuge, die in Richtung Delligsen
unterwegs sind, sollen besonders unter
die Laser-Lupe genommen werden. Die
Gegenrichtung ist ohnehin bereits
durch einen fest installierten Blitzer
abgedeckt.
Prävention allein wirke nicht – das
ist die Erkenntnis der Polizeikommissariate Alfeld und Elze, die die langfristig angelegte Sicherheitsinitiative
in Zusammenarbeit mit dem Landkreis
durchführen. Allein in der ersten Jahreshälfte sind am Unfallschwerpunkt
Gerzen 4528 Geschwindigkeitsverstöße
festgestellt worden, teilt der Landkreis
mit.
Seniorenfahrt zum Heidelbeerhof
Egenstedt (r). Die Gemeindefahrt für
die Senioren in Egenstedt führt in diesem Jahr zum Heidelbeerhof in Kirchdorf und zum Steinhuder Meer.
Die Abfahrt des Busses ist am Donnerstag, 6. August, um 10 Uhr am Dorfplatz geplant. Gegen 19 Uhr werden die
Teilnehmer wieder zu Hause sein. Die
Kosten der Fahrt übernimmt die Gemeinde, das Mittagsbuffet kostet elf
Euro.
Anmeldungen nehmen bis zum 28. Juli
Erni Bruns, Telefon 15 12, und Helga
Mahrenholz, Telefon 10 10, entgegen.
Der Ortsgeschichte auf der Spur
Zweite Ausgabe der Mehler Dorfchronik soll zum Jahresende erscheinen
Mehle (ol). 50 Jahre nach der Herausgabe des ersten Buchs „Aus der Geschichte des Dorfes Mehle“ soll pünktlich zu Weihnachten der Folgeband erscheinen.
Er umfasst die Zeit von 1960 bis 2009.
Seit drei Jahren arbeitet ein ehrenamtliches Quartett an der Fortsetzung: Renate Heering, Renate Marahrens, Manfred
Neumann und Wolfgang Thiesemann.
Im Jahr 1961 hatte der damalige
Hauptlehrer Franz Steinbrecher auf 221
Seiten den ersten Band herausgebracht
und darin akribisch die Dorfgeschichte
aufgearbeitet, angefangen mit der ersten
urkundlichen Erwähnung des Ortes
„Midele“ im Jahre 1022. Das neue Buch
wird ausführlich berichten über Vereine, Volkskundliches und Traditionen
der Gemeinde Mehle, die noch bis zur
Gebietsreform 1974 selbstständig war.
Seit 1961 habe sich vieles im Dorf verändert, die komplette Infrastruktur habe ein ganz anderes Erscheinungsbild,
sagt Ortsvorsteher Wolfgang Thiesemann. Gab es im Jahr 1961 noch 16 Vereine, so sind es heute nur noch neun.
1960 bewirtschafteten 18 Landwirte die
Ländereien in der Gemarkung Mehle,
übrig geblieben sind lediglich vier; drei
weitere bearbeiten ihre Felder nebenberuflich. „Spannend ist der Rückblick
auf 50 Jahre Müllentsorgung. 1959 kostete sie den Bürger 4,80 Mark im Monat,
DER SUPER - SALE
BEI C & A!
Sie arbeiten seit drei Jahren am zweiten Band der Mehler Ortschronik (von links): Renate Marahrens, Manfred Neumann, Renate Heering und Wolfgang Thiesemann.
Foto: Lange
heute kostet die Entsorgung 14-tägig
214 Euro für 120 Liter im Jahr“, sagt
Thiesemann und schmunzelt.
Die Aufgaben für die Recherchen im
politischen, geschichtlichen, schulischen, kirchlichen und kulturellen Bereich hat sich das Team aufgeteilt. Aufgelockert wird das Buch durch eine Fotoserie „Alt und neu“, bei der Motive
BIS ZU
von früher der heutigen Situation gegenübergestellt werden.
Fast vergessen ist, dass Mehle in den
60er Jahren den ersten Platz im Landkreis beim Wettbewerb „Unser Dorf soll
schöner werden“ belegte. Ein herausragendes Thema im neuen Buch ist der
Bau der Nordumgehung des Ortes, die
zurzeit läuft und 2011 beendet sein soll.
Aus dem Geschäftsleben
te 2008 den Titel „1a-Fachhändler“. Damit die Kunden an Fahrrädern (Leihräder gibt es kostenlos bei Reparatur), Motorsägen oder Motorsensen, Rasenmähern oder Rasentraktoren, Vertikutie-
rern oder Gartenhäckslern und dem gesamten sonstigen Sortiment viel Freude
haben, steht die Belegschaft vor Ort mit
eigener Werkstatt, Ersatzteilen und großem Engagement bereit.
6060
Rolf Beining ist ein „1a-Fachhändler“
Eime (rh). Das Erfolgsrezept von Rolf
Beining begann in der häuslichen Küche. „Die Fahrräder gingen sozusagen
über den Küchentisch“, schmunzelt Inhaber und Geschäftsführer Rolf Beining
in Erinnerung an den Start 1988 in
Deinsen.
Heute kommen seine Kunden selbst
aus Hannover und Hildesheim in sein
Geschäft in der Dunser Straße 30 in Eime. Dort ist Beining mit seinen sieben
Mitarbeitern und zwei Auszubildenden
nicht nur kompetenter Partner in Sachen Fahrrad und Motorroller. Sein
Meisterbetrieb bietet auf über 700 Quadratmetern auch alles rund um den Gartenbedarf.
Gartenfreunde wissen die fachmännische Beratung beim Kauf von Motorgartengeräten ebenso zu schätzen wie den
entsprechenden Service in den Nutzungsjahren. Beining setzt auf bekannte
Markenhersteller, die nicht nur qualitativ hochwertige Produkte anbieten, sondern auch Ersatzteile oder Zubehör
noch Jahrzehnte nach dem Kauf liefern
können.
„Qualität ist unser oberstes Kriterium“, betont der Firmenchef. Das brach-
21
Kompakt
Backen wie im Mittelalter
Mit großem Eifer gingen die Mädchen
und Jungen vor fast zwei Monaten ans
Werk. Die Kinder bauten mit handwerklichem Geschick im Außengelände
einen 100 mal 150 Zentimeter großen
Lehmofen, in dem nicht nur Brot gebacken, sondern auch Fleisch bis hin zum
Spanferkel am Spieß gedreht werden
kann.
Der Heersumer Kindergarten, der zu
den kleinen in der Gemeinde Holle
zählt, beschäftigt sich regelmäßig mit
Vorhaben, bei denen handwerkliches
Geschick gefragt ist, sagte Leiterin Gisela Haß. Im Jahr 2006 entstanden als
Figuren kleine Waldgeister, 2008 nahmen sich die Kinder, die inzwischen die
Grundschule besuchen, die „Nanas“ aus
Hannover als Vorbild und modellierten
sie aus Papier und Pappe. Diesmal
konnten die Mädchen und Jungen beim
Ofenbau mit Lehm kräftig manschen,
Weiden, Sand- und Schamottsteine verarbeiten.
Natürlich wären die Kinder allein
überfordert gewesen. Als Verstärkung
von außen bot sich die freiberuflich tätige Künstlerin Silke Grotjahn-Gröhnke
aus Heersum an. Die Autodidaktin hatte
schon 2003 bei einer Ausstellung im
Derneburger Glashaus mit ihrem Bild
„Eine Wahrheit ist ein Meer aus Lügen“
von sich reden gemacht. Aus zwei unterschiedlichen Entwürfen wurde nun ein
Hildesheimer Allgemeine Zeitung
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Seele and Geist
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