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Irak/USA: Premier im Sold der CIA // Humanitaere Katastrophe in

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http://www.cl-netz.de/read.php?id=10847
Frieden | Irak | Menschenrechte Asien | Nahost | Nordamerika
Gerhard Lange c/o GIV <G.LANGE ät NADESHDA.org>
13. Nov 2004 10:17
Irak/USA: 'Premier' im Sold der CIA // Humanitaere Katastrophe in Fallujah
// Wie kommen wir aus diesem Abgrund heraus?
* »Premier« im Sold der CIA
Iraks »Regierungschef« diente schon vor seiner
Berufung westlichen Geheimdiensten und erfüllt
auch heute noch die Vorgaben aus Washington
und London.
* Humanitäre Katastrophe in Fallujah
* Falluja plunges into humanitarian crisis
* US-Medien und das amerikanische Establishment
sind Komplizen beim Angriff auf Falludscha
* Screams will not be heard
* Wie kommen wir aus diesem Abgrund heraus?
Von Arundhati Roy
* Iraqi Resistance Report Bulletin.
Suplement for Friday, 12 November 2004.
* Iraqi Resistance Report
for events of Friday, 12 November 2004.
---------------------------------------------------------------Die wirkliche Tragödie ist, daß die meisten Menschen in der Welt
in der Falle zwischen dem Horror eines vermeintlichen Friedens
und dem Terror des Krieges sitzen. Das sind die beiden steilen
Klippen, in die wir eingeklemmt sind. Die Frage lautet: Wie
kommen wir aus diesem Abgrund heraus? Arundhati Roy
---------------------------------------------------------------»Premier« im Sold der CIA
Iraks »Regierungschef« diente schon vor seiner
Berufung westlichen Geheimdiensten und erfüllt
auch heute noch die Vorgaben aus Washington
und London.
Kolumne von Mumia Abu-Jamal
In den vergangenen Wochen zeigten die Medien oft und gern einen
lächelnden Ijad Allawi, um dem Kriegsdesaster in Irak ein freundliches Gesicht zu geben. Der umschmeichelte irakische »Übergangs«premier wird als Sprecher der entstehenden »Demokratie« in Irak,
auf lange Sicht sogar im gesamten Nahen und Mittleren Osten,
gepriesen. Man fragt sich: Warum gerade er? Woher kommt dieser
Politiker?
Die politische Karriere des Ijad Allawi hat sich in einem langen
und gewundenen Weg entwickelt und ihm schließlich die Aufmerksamkeit der US-Regierung eingebracht, die ihn in ihre Dienste stellte.
Als junger Student in England verdingte er sich noch bei der
damaligen Baath-Regierung unter Saddam Hussein als Informant.
Später wechselte er den Adressaten für seine Ergebenheitsbekundungen
und arbeitete für den britischen Geheimdienst MI-6. Danach diente
er abermals einem anderen Herrn und wurde Mitarbeiter des USGeheimdienstes CIA. Diese Tätigkeit öffnete ihm zahlreiche Türen für
eine lukrative Karriere als Berater verschiedener Organisationen
der Vereinten Nationen, durch die er in die Lage versetzt wurde, den
Iraqi National Accord (INA) ins Leben zu rufen, eine Gruppierung,
die sich vorwiegend aus abtrünnigen Mitgliedern der Baath-Partei
zusammensetze. Der INA wurden vom saudischen Königshaus, der CIA und
dem MI-6 finanziert und verübte in den 90er Jahren eine Serie von
terroristischen Anschlägen in Irak. Unter anderem brachte der INA
einen Sprengsatz in einem irakischen Kino zur Explosion und tötete
dabei Dutzende Kinobesucher.
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Nach dem Scheitern eines von der CIA unterstützten Putsches gegen
die Regierung von Saddam Hussein im Jahr 1996 wurden die Aktivitäten
des INA im Land stark zurückgefahren.
Es sieht nur oberflächlich betrachtet wie ein Unfall der Weltgeschichte aus, daß ausgerechnet diejenigen, die am lautesten den
»Krieg gegen den Terrorismus« proklamieren, einen ehemaligen
Terroristen für ihren Kreuzzug »zur Erneuerung des Mittleren
Ostens« anheuern. Die Herren George W. Bush und Anthony Blair
scheren sich keinen Deut um den »Terrorismus«, es geht ihnen
vielmehr darum, die Kontrolle und die Herrschaft über diese
ölreiche Region auszuüben.
Aus genau diesem Grund kämpft das irakische Volk heute gegen die
sogenannte Übergangsregierung. Es ist bekannt, daß die meisten
Mitglieder dieser Regierung Marionetten sind und sich dem Willen
der imperialen Besatzungsmächte unterworfen haben. Keinem dieser
Quislinge geht es um »Demokratie« oder um den »Krieg gegen den
Terrorismus«. Die Geschichte zeigt, daß Imperien, die über fremde
Völker herrschen, sich seit jeher solch willfähriger Marionetten
bedient haben, die ihren Befehlen blindlings gehorchen. Fast zwei
Generationen lang hat der Westen nützliche Diktatoren wie Mobuto
in Zaire, Marcos auf den Philippinen, den Schah von Persien und
Hunderte weitere Prinzen, Generäle, Emire und Paschas unterstützt.
Allawi befindet sich also in guter Gesellschaft.
Mit Ausnahme der kurdischen Vertreter und den Mitgliedern einiger
islamischer Parteien wie Al Dawa und dem Obersten Rat der
Islamischen Revolution in Irak (Supreme Council of the Islamic
Revolution in Iraq/SCIRI) haben nur wenige der Repräsentanten der
sogenannten Übergangsregierung eine wirkliche soziale Basis im
Land und haben tatsächlich zu Zeiten Saddam Husseins gegen dessen
Regime opponiert. Die meisten von ihnen sind wohlhabende Bürger,
die schon seit vielen Jahren sicher und bequem im Ausland gelebt
haben - wie beispielsweise Ahmed Chalabi, der frühere Lieblingskandidat der CIA für das Amt des Regierungschefs. Als Chalabi sich
aber um eine Unterstützung der potentiellen Wählerschaft unter der
schiitischen Mehrheit der Bevölkerung bemühte, wurde er für die
USA untragbar und die CIA warf ihn mit Verweis auf seine auch lange
davor schon sattsam bekannten kriminellen Machenschaften den Löwen
zum Fraß vor.
Nach ihm wurde Allawi, der Henkersgehilfe der britischen und der
US-Regierung, mit Hilfe ihrer Macht als Iraks neuer starker Mann
in Position gebracht, um seinem angeblichen Streben nach »Demokratie« zum Durchbruch zu verhelfen. Aber der Irak-Krieg wurde
auf Grundlage von Lügen begonnen und eine davon ist das angebliche
Ziel, die »Demokratie« zu errichten. Doch das bedeutet nichts
anderes, als daß der Reichtum und die Zukunft des Landes an den
meistbietenden US-Amerikaner verschachert werden. Was hier als
»Demokratie« verkauft wird, ist nichts anderes als die aktuelle
Form des Neokolonialismus.
* Übersetzung: Jürgen Heiser
junge Welt vom 13.11.2004
http://www.jungewelt.de/2004/11-13/008.php
***
Humanitäre Katastrophe in Fallujah
12.11.2004
Wie IslamOnline (IOL) am Freitag berichtete, hat die Hilfsorganisation Roter Halbmond - die Schwesterorganisation
des Roten Kreuzes - die Folgen des seit Tagen andauernden
schweren Bombardements der irakischen Stadt Fallujah als
"große Katastrophe" bezeichnet.
http://www.islamonline.org/English/News/2004-11/12/article03.shtml
IOL sprach telephonisch mit Hassan al-Ali. "Die US-Besatzungskräfte
haben auf meinen Krankenwagen gezielt, das Feuer auf das Fahrzeug
absichtlich eröffnet", sagte er. Er habe den Angriff nur "durch ein
Wunder" überlebt, mußte den zerstörten Krankenwagen aber durch einen
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kleinen Lastwagen ersetzen, um Verwundete in die Häuser von Ärzten statt in das von den USA bombardierte städtische Krankenhaus - zu
bringen.
"Sie sind Feinde der Menschlichkeit. Ich kann dies aufgrund ihrer
Angriffe auf medizinisches Personal und Krankenwagen beurteilen",
so al-Ali.
"US-Besatzungskräfte stürmten das Krankenhaus, für das ich in
Fallujah arbeitete, verhafteten und eröffneten das Feuer auf
medizinisches Personal", sagte ein Arzt, der sich nur als
Rafae identifizierte.
"Ich mußte meinen Beruf verbergen, um nicht auch getötet oder
verhaftet zu werden", sagte er. "Ich habe eine häusliche Ambulanz
eingerichtet, aber ich habe nicht genug Medikamente und Antiseptika um erste Hilfe zu leisten", so Rafae.
Ali Abbas, ein anderer Arzt, sagte gegenüber dem arabischen
Fernsehsender Al-Jazeera, daß die Stadt ein "Massengrab"
geworden ist. "Überall sind tote Körper und wir können sie
nicht entfernen. Kein Wasser, kein Strom. Wer flehen die
Welt an, uns zu helfen", so Abbas.
"Jeder der verletzt wird, stirbt mit hoher Wahrscheinlichkeit
weil es keine Medikamente gibt und man sie nicht zu Ärzten
bringen kann", sagte Andul-Hameed Salim, ein Mitarbeiter der
Irakischen Roten Halbmonds. "Überall sind Scharfschützen. Geh
raus und Du wirst erschossen."
Trotz dieser katastrophalen Bedingungen für die Zivilbevölkerung
hindert das US-Militär die Hilfsorganisation daran, die Stadt zu
betreten.
"Wir haben die Amerikaner um Erlaubnis gebeten, in die Stadt zu
gehen und den Menschen dort zu helfen, aber wir haben von ihnen
überhaupt keine Antwort bekommen", sagte Firdaws al-Ibadi vom
Irakischen Roten Halbmond gegenüber Reuters. "Es gibt keine
Medikamente, kein Wasser, keinen Strom. Sie brauchen unsere Hilfe."
"Vom humanitären Gesichtspunkt aus ist es eine Katastrophe, es
gibt keine andere Art es zu beschreiben. Und wenn wir nicht bald
etwas tun, wird es sich auf andere Städte ausbreiten", sagte sie.
Einem Bericht Al-Jazeeras zufolge stehen sieben Ärzteteams und
Lastwagen mit Lebensmitteln und anderen Hilfsgütern vor der Stadt
bereit.
http://english.aljazeera.net/NR/exeres/3446138E-B943-48E8-A08310C6F5EDD5CA.htm
Die Hinderung des Hilfsorganisation an der Durchführung ihrer
Arbeit stellt ein weiteres Mal eine Verletzung der Genfer
Konventionen dar - auch wenn mittlerweile der Eindruck entstehen
könnte, daß bereits alle gebrochen worden seien.
http://www.unhchr.ch/html/menu3/b/93.htm
"Artikel 70 - Hilfsaktionen
1. Ist die Zivilbevölkerung eines der Kontrolle einer am
Konflikt beteiligten Partei unterliegenden Gebiets, das
kein besetztes Gebiet ist, nicht ausreichend mit den in
Artikel 69 genannten Versorgungsgütern versehen, so sind
ohne jede nachteilige Unterscheidung unparteiische humanitäre
Hilfsaktionen durchzuführen, sofern die davon betroffenen
Parteien zustimmen. Solche Hilfsangebote gelten weder als
Einmischung in den bewaffneten Konflikt noch als unfreundlicher
Akt. Bei der Verteilung der Hilfssendungen werden zuerst
Personen berücksichtigt, denen nach dem IV. Abkommen oder
nach diesem Protokoll Vorzugsbehandlung oder besonderer Schutz
zu gewähren ist, wie beispielsweise Kinder, schwangere Frauen,
Wöchnerinnen und stillende Mütter.
2. Die am Konflikt beteiligten Parteien und jede Hohe Vertragspartei
genehmigen und erleichtern den schnellen und ungehinderten
Durchlaß von Hilfssendungen, -ausrüstungen und -personal, die
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nach diesem Abschnitt bereitgestellt werden, auch wenn die Hilfe
für die Zivilbevölkerung der gegnerischen Partei bestimmt ist.
3. Die am Konflikt beteiligten Parteien und jede Hohe Vertragspartei,
die den Durchlaß von Hilfssendungen, -ausrüstung und -personal
nach Absatz 2 genehmigen,
a) haben das Recht, die technischen Einzelheiten für einen
solchen Durchlaß, einschließlich einer Durchsuchung,
festzulegen;
b) können ihre Genehmigung davon abhängig machen, daß die
Verteilung der Hilfsgüter unter der örtlichen Aufsicht
einer Schutzmacht erfolgt;
c) dürfen Hilfssendungen keiner anderen als ihrer ursprünglichen
Bestimmung zuführen noch ihre Beförderung verzögern, ausgenommen in Fällen dringender Notwendigkeit im Interesse der
betroffenen Zivilbevölkerung.
4. Die am Konflikt beteiligten Parteien gewährleisten den Schutz
der Hilfssendungen und erleichtern ihre schnelle Verteilung.
5. Die am Konflikt beteiligten Parteien und jede betroffene Hohe
Vertragspartei fördern und erleichtern eine wirksame internationale Koordinierung der in Absatz 1 genannten Hilfsaktionen."
Dem Vater dreier Kinder Rasul Ibrahim gelang am Donnerstagmorgen mit
seiner Familie die Flucht aus Fallujah.
"Es gibt kein Wasser. Die Menschen trinken schmutziges Wasser. Kinder
sterben. Menschen essen Mehl weil es keine richtigen Nahrungsmittel
gibt", berichtete er von der Stadt.
Insbesondere angesichts der Tatsache, daß die US-Soldaten allen
Männern im Alter zwischen 15 und 55 Jahren die Flucht aus der
Stadt verweigern drängt sich hier der Schluß auf, daß die verbliebene Bevölkerung der Stadt systematisch ausgehungert werden
soll.
http://www.freace.de/artikel/200411/121104c.html
***
Falluja plunges into humanitarian crisis
Aid agencies have called on US forces to allow them to deliver
food, medicine and water to Falluja's besieged citizens, calling
the situation in the city a big disaster.
The Iraqi Red Crescent Society, which receives support from foreign
agencies including the Red Cross and Unicef, said on Friday it had
asked US forces and Iraq's interim government to let them deliver
relief goods to Falluja and establish medical centres there.
But it had received no reply, it said.
"We call on the Iraqi government and US forces to allow us to do
our humanitarian duty to the innocent people," said Red Crescent
spokeswoman Firdus al-Ubadi.
"This is their responsibility," she said, adding that judging by
reports received from refugees and pictures broadcast on television,
Falluja was a "big disaster".
Civilian accounts
Luai Mansur Abd al-Karim, a Falluja resident who fled his home to
a nearby suburb, told Aljazeera about the plight facing citizens
in the city.
"The majority of them have stayed in the streets, in the open air,"
he said. "They have no food, no shelter. Life necessities are very
little.
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"Humanitarian organisations cannot reach these families as all
roads leading to the city and its suburbs are closed. Anyone who
walks in the streets exposes his life to danger and his vehicle
to being bombed.
"US forces have cordoned off the city and all its suburbs. They
are conducting group killings and eliminations in Falluja and
its suburbs. These families cannot go anywhere," he said.
A US military spokesman said the Red Crescent had permission to
help refugees in towns around Falluja, but could not say if it
had granted access to the city itself.
Awaiting go-ahead
The Red Crescent has seven teams of doctors and relief workers,
backed by trucks of food and other relief supplies ready to go
into each of Falluja's districts when the word is given.
The International Committee of the Red Cross (ICRC) said on Friday
it was seriously worried about the plight of civilians caught up
in the Falluja fighting.
"According to the information we have received, some civilians are
still trapped in Falluja," ICRC spokeswoman Rana Sidani said. "We
are very worried about their fate."
The Iraqi Red Crescent is currently providing help to about 40,000
of the city's inhabitants who have fled the fighting, the ICRC said.
In Falluja, "because of the fighting and the absence of medical
staff, two medical centres which are not in the part of the city
occupied by [US-led] allied forces are no longer functioning,"
she said.
Combatants' responsibility
"All those taking part in the combat have a responsibility to
spare civilians and give access to the wounded," Sidani added.
About 10,000 US soldiers, backed by heavy artillery and warplanes,
surged into Falluja on Monday night, launching an attack against
resistance fighters.
Scores of buildings in Falluja have been completely destroyed,
with TV footage showing some districts all but levelled. There
has been no water and electricity for days and food shops have
been closed. The stench of dead bodies is hanging over some
areas of the city, residents said.
In one case earlier this week, a nine-year-old boy died after being
hit in the stomach by shrapnel. Unable to reach a hospital, he died
hours later of blood loss.
No medicine, doctors
"Anyone who gets injured is likely to die because there's no
medicine and they can't get to doctors," said Abd al-Hamid
Salim, a volunteer with the Iraqi Red Crescent. "There are
snipers everywhere. Go outside and you're going to get shot."
Rasul Ibrahim, a father of three, fled Falluja on Thursday morning
and arrived with his wife and children in Habbaniya, about 20km to
the west, on Thursday night.
He said families left in the city were in desperate need.
"There's no water. People are drinking dirty water. Children are
dying. People are eating flour because there's no proper food,"
he told aid workers in Habbaniya, which has become a refugee camp,
with about 2000 families sheltering there.
Ubadi said many families taking refuge in Habbaniya and other
villages nearby were suffering from diarrhoea and malnutrition
and needed medicine as well as basic necessities such as lentils,
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sugar, bread, tea and candles.
Aljazeera + Agencies
Friday 12 November 2004 8:28 PM GMT
You can find this article at:
http://english.aljazeera.net/NR/exeres/3446138E-B943-48E8A083-10C6F5EDD5CA.htm
***
US-Medien und das amerikanische Establishment
sind Komplizen beim Angriff auf Falludscha
Von der Redaktion
13. November 2004
aus dem Englischen (9. November 2004)
In Falludscha findet eine mörderische Operation statt und die
US-Medien sind ebenso wie das politische Establishment in den
Vereinigten Staaten als Komplizen an diesem Verbrechen beteiligt.
Kein Kommentator einer größeren Tageszeitung oder Nachrichtensendung zeigt irgendwelche Skrupel angesichts des amerikanischen
Angriffs. Kein einziger Kolumnist der New York Times oder
Washington Post hält es überhaupt für notwendig, Falludscha zu
erwähnen. Der Hoffnungsträger der Demokratischen Partei bei den
jüngsten US-Präsidentschaftswahlen hatte nicht ein Wort dazu zu
sagen.
Diese allumfassende Komplizenschaft ist das Symptom einer
unheilbaren Krankheit. Die obersten Schichten der amerikanischen
Gesellschaft sind hoffnungslos verdorben und sittlich am Ende.
Selbst als Tausende Elitesoldaten der Marines in Falludscha
einfielen, um irakische Widerstandskämpfer abzuschlachten,
erwähnten amerikanische Kommentatoren die Aktion kaum, ganz
so als handele es sich um ein normales Ereignis, das keine
Diskussion wert ist. Es geht hier um eine Stadt, die umzingelt
und von Rest der Welt abgeschnitten ist und deren männliche
Bevölkerung im Alter von 15 bis 50 Jahren von Seiten des USMilitärs den Tod zu erwarten hat, und niemand in den Medien
kann sich dazu aufraffen, Bedenken anzumelden.
Die vorsätzliche Zerstörung eines größeren Stadtzentrums durch
eine Großmacht wurde seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr
erlebt. Die Phrasen, die in den Medien verwendet werden - Kriegsflugzeuge und Panzer "weichen die Verteidigung auf", die 300.000
Einwohner zählende Stadt wird von Aufständischen "gesäubert" sollen die amerikanische Öffentlichkeit über den wahren Charakter
des Angriffs täuschen. Tatsächlich handelt es sich um eine
mörderische Operation mit dem Ziel, eine wichtige Basis der
Opposition gegen die kolonialistische US-Besatzung und ihr
Marionettenregime zu zerstören.
Unter der Überschrift "Schreie werden nicht gehört" geht Madeleine
Bunting in der britischen Zeitung Guardian auf den schmutzigen und
unwirklichen Charakter des amerikanischen Propagandakriegs ein:
"Die Stadt wird mit Präzisionsangriffen aus der Luft 'aufgeweicht'.
Die Befriedung Falludschas ist der Schlüssel geworden, um das Land
vor den Wahlen im Januar zu stabilisieren. Der 'finale Angriff'
steht bevor, und bei diesem werden die Ausländer, die die beinahe
komplett verlassene irakische Stadt mit ihrem extremistischen Islam
infiltriert haben, 'ausgelöscht', 'beseitigt' oder 'zerschlagen'.
Oder wie es ein Marine ausdrückte: 'Wir werden die Herzen Falludschas
gewinnen, indem wir die Stadt von Aufständischen befreien. Wir tun
dies, indem wir in den Straßen patrouillieren und den Feind töten.'"
Da nur in das US-Militär "eingebettete" Journalisten vor Ort sind,
stellt Bunting fest: "Im Zeitalter unverzögerter Kommunikation
werden wir Monate, wenn nicht Jahre warten müssen, um zu erfahren,
was in den nächsten paar Tagen in Falludscha passiert."
Die Zusicherungen des amerikanischen Verteidigungsministers Donald
Rumsfeld - "Es werden nicht viele Zivilisten getötet, sicherlich
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nicht von US-Kräften" - sind überhaupt nichts wert und stammen aus
dem Mund eines berüchtigten Kriegsverbrechers. Rumsfelds Bemerkung,
unschuldige Menschen könnten außerhalb der Schusslinie bleiben und
nur die "Terroristen" würden getötet, heißt einfach nur, dass das
Pentagon alle Toten in Falludscha als "Aufständische" bezeichnen
wird. Oder wie ein Vertreter des US-Militärs der Agence France
Presse mitteilte: "Man kann sich überhaupt nicht vertun, wer sich
auf den Straßen aufhält, gehört zu den Bösen. Neunzig Prozent der
Bevölkerung sind weggegangen."
Nach dieser Rechnung blieben immer noch 30.000 Menschen in der
Stadt, die vermutlich alle als Freiwild angesehen werden. Rumsfeld
hat versprochen, dass die Operation in Falludscha mit dem Namen
"Phantom Fury" diesmal zu Ende gebracht wird. "Ich kann mir nicht
vorstellen, dass sie aufhört, ohne vollendet zu sein", sagte er.
Blutdurst durchzieht die amerikanischen Medien bei ihrem Versuch,
die öffentliche Meinung verrohen zu lassen. In Bezug auf Falludscha
ist kein nennenswerter Unterschied zwischen der rechten Schmierpresse und den respektableren liberalen Presseerzeugnissen festzustellen.
Ralph Peters rät dem US-Militär in Rupert Murdochs New York Post,
"die Pest des Fanatismus auszuräuchern und dem irakischen Volk zu
beweisen, dass das amerikanische Militär nicht in Schach gehalten
oder besiegt werden kann. Wenn dies eine großangelegte Zerstörung
bedeutet, so müssen wir den Preis akzeptieren."
Die "liberale", der Demokratischen Partei nahe stehende Detroit
Free Press spricht mit Wohlgefallen davon, dass "das Rückgrad des
Aufstands gebrochen wird". "Wenn Tausende von ihnen in Falludscha
getötet werden", so die Hoffnung der Zeitung, würden andere
irakische Kämpfer zu dem Schluss kommen, dass Widerstand "sich
nicht länger lohnt". Die New York Times nutzt die Gunst der
Stunde und fordert am ersten Tag des Angriffs in einem Leitartikel
die Entsendung von weiteren 40.000 US-Soldaten in den Irak.
Das offizielle Amerika ist von einem abstoßenden Blutdurst
beherrscht, während gleichzeitig Dutzende Millionen Menschen ihre
Ablehnung des Kriegs in Protesten, Meinungsumfragen und in den
jüngsten Wahlen kundgetan haben. Etwa 80 Prozent der 55 Millionen
Wähler, die dem Demokratischen Präsidentschaftskandidaten John
Kerry ihre Stimme gegeben haben, sind gegen den Krieg - das sind
allein 44 Millionen Menschen. Diese Stimmungen bleiben systematisch
ausgeklammert und werden unterdrückt.
Menschen aus allen Lebensbereichen sind entsetzt über den Krieg und
seine jüngste, noch tödlichere Phase. Es gibt zahllose politische
Organisationen, Gelehrte und Experten, die den verbrecherischen
Charakter des Konflikts bezeugen und die wahren, verheimlichten
Motive der US-Invasion benennen können. Doch das amerikanische
Establishment ist nicht bereit, irgendjemanden, der gegen den Irakkrieg ist, in den Medien auftreten und seine Meinung vortragen zu
lassen. Hier gibt es keine Gleichberechtigung im Wettstreit der
Meinungen - Opposition gegen den Krieg gilt nicht als berechtigte
Haltung. Dies allein widerlegt die Behauptung, der Krieg gegen Irak
habe irgendetwas mit "Demokratie" zu tun.
All das Geschwätz und Geschrei in den Medien kann nicht die
schändliche Wirklichkeit überdecken. Bushs Wahlsieg, den er durch
Panikmache und Täuschung erlangte, wird nun benutzt, um vergangene
Verbrechen abzusegnen und neue, noch größere zu rechtfertigen.
Wie groß auch die politische Verwirrung in den Vereinigten Staaten
sein mag, die Massaker in Falludscha sind nicht Ausdruck des
Willens der amerikanischen Bevölkerung.
Die Schlacht ist auf obszöne Weise einseitig und, was die
amerikanische Seite betrifft, vollkommen feige. Das US-Militär
setzt die modernsten und furchtbarsten Waffen ein, um ein paar
tausend leicht bewaffnete Kämpfer auszulöschen.
Ein irakischer Journalist berichtete dem Sender Al Dschasira :
"Amerikanische Panzer, gepanzerte Fahrzeuge, F16- und C130-Kampfjets
nehmen am Angriff auf Falludscha teil. Im westlichen Teil der Stadt
kommt es nun zu gewalttätigen Zusammenstößen. Die US-Soldaten werden
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von Panzern und Hubschraubern unterstützt. Kämpfe sind auch im
Stadtteil Dschulan ausgebrochen. Der Widerstand in diesen Gebieten
ist erbittert. Die Verteidiger der Stadt antworten auf die amerikanischen Angriffe mit Allem, was ihnen zur Verfügung steht."
Um die Zerstörung Falludschas zu rechtfertigen, behaupten die
Marionettenregierung unter Premierminister Ajad Allawi und das
Pentagon, dass der Widerstand aus "Terroristen" und "Verbrechern"
bestehe. Doch selbst die amerikanischen Medien können diese
grobe Lüge nicht lückenlos durchhalten.
So schrieb Darrin Mortenson in der kalifornischen Zeitung North
County Times : "Nachdem der letzte Vormarsch der Marines auf
Falludscha Anfang April [2004] zum Stillstand gekommen war,
hielten die Truppen ihren hart erkämpften Stützpunkt in den
paar ersten Straßenzügen der Stadt, während die Politiker Politik
machten und die Planer planten. Die Truppen bemerkten, dass sie
nicht nur verbarrikadierten Fanatikern und ausländischen Kämpfern
gegenüber standen, sondern auch einer Stadt voller patriotischer
irakischer Zivilisten, die ihre Stadt verteidigten. Viele sagten,
dass sie das Gleiche täten, wenn jemand ihre Heimatstadt angreifen
würde, und bewunderten die Durchhaltekraft ihres Feindes."
Nur die Allerdümmsten und schamlosesten Lügner in den Medien
bestreiten, dass eine Massenopposition gegen die US-Präsenz
existiert und täglich wächst. Es wird allerdings nicht erlaubt,
angesichts dieser Tatsache die generelle Darstellung der amerikanischen Mission als "Nationbuilding" und "Demokratisierung"
in Frage zu stellen.
Ein Vermächtnis des Vietnamkriegs ist die berüchtigte Aussage,
dass "ein Dorf zerstört werden muss, um es zu befreien". Nun
ist der US-Imperialismus dabei, ein ganzes Land zu zerstören,
um es zu "retten".
Selbst wenn man den unbewiesenen und fragwürdigen Behauptungen
Glauben schenkt, dass sich der angebliche Erzterrorist Abu
Mussab Sarkawi in der Stadt aufhält, was ist das Verbrechen der
Widerstandskämpfer in Falludscha? Dass sie bewaffneten Widerstand
leisten gegen eine ausländische Besatzungsmacht, die ein Auge auf
das Territorium und die Bodenschätze des Landes geworfen hat?
Wenn dies ein Verbrechen ist, so gilt dasselbe für den Widerstand
gegen die Besatzungstruppen des Hitlerregimes in großen Teilen
Europas. Warum sollte man nicht rückwirkend die Repression der
Nazis gegen den französischen oder italienischen Widerstand
gutheißen? Vielleicht ist es an der Zeit, die Weisheit und Reife
der deutschen Politik während des Zweiten Weltkriegs anzuerkennen?
Schließlich behaupteten auch die Nazis von ihren Gegner, dass es
sich um "Terroristen" und "Verbrecher" handelte.
In den amerikanischen Medien gibt es keine ernsthafte Untersuchung
der irakischen Opposition. Wer sind diese Leute? Warum kämpfen sie?
Wer stirbt durch das amerikanische Militär? Diese Fragen interessieren die eingebetteten Journalisten und ihre Vorgesetzten in
den Vereinigten Staaten beinahe ebenso wenig wie sie das Pentagon
interessieren.
Die US-Medien stellen den Schlächter Allawi, dessen Hände von Blut
tropfen, als "legitimen" irakischen Staatschef dar. Dieser ehemalige
und zukünftige CIA-Mann besuchte die wichtigste amerikanische
Militärbasis vor Falludscha und hielt seine Soldaten - diejenigen,
die nicht desertiert waren - mit folgenden Worten an: "Eure Aufgabe
ist es, die Mörder zu verhaften, aber wenn ihr sie tötet, dann sei
es so." Die Presse berichtete diese Schweinerei ohne jeden Kommentar.
Während des Vietnamkriegs wandten sich Teile der amerikanischen
Elite, die in zentralen Positionen auf die öffentliche Meinung
einwirkten, gegen die Regierungspolitik. Das Ausmaß der Gewalt
selbst nahm dem Konflikt seine Legitimation, und zwar nicht nur
in den Augen der Bevölkerungsmasse sondern auch bei Teilen des
politischen und medialen Establishments. Es war damals nicht
möglich, und ist es auch heute nicht, einem Krieg "demokratische"
und "fortschrittliche" Ziele zuzuschreiben, der die vorsätzliche
Verstümmelung und Tötung Hunderttausender Unschuldiger mit sich
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bringt.
Etwa 100.000 Iraker sind bis heute infolge der US-Invasion und
Besatzung gestorben. Falludscha wird die Zahl in die Höhe treiben.
In dieser Bereitschaft, eine Stadt zu schleifen, weil sie ein
Anziehungspunkt für den Widerstand gegen imperialistische Besatzung
geworden ist, ist der ganze Irakkonflikt sichtbar und enthalten.
Die Stadt wird dem Erdboden gleich gemacht, um den Irakern "eine
Lehre zu erteilen", die auch an all jene gerichtet ist, die es
wagen sollten, sich dem amerikanischen Streben nach Weltherrschaft
in den Weg zu stellen. Der pensionierte Oberst einer Eliteeinheit
Gary Anderson sagte gegenüber dem Wall Street Journal : "Dies ist
in erster Linie eine politische Schlacht. Falludscha hat wenig
bis gar keine militärische Bedeutung. Aber jeder weitere Tag, an
dem die Aufständischen die Stadt halten, ist ein politischer und
psychologischer Sieg für sie."
Mit anderen Worten: Was in Falludscha vollzogen wird, ist eine
Politik des Exempelstatuierens und der kollektiven Bestrafung eine Praxis, die mit den Nazis und der Wehrmacht identifiziert
wird und ein ausdrückliches Kennzeichen eines verbrecherischen
Krieges ist, wie er mit den Genfer Konventionen nach dem Zweiten
Weltkrieg für illegal erklärt wurde.
An den Angriff auf Falludscha wird man sich über Generationen
hinweg als Gräueltat erinnern. Trotz des Schwalls von Lügen und
Falschinformationen wird am Ende die Wahrheit hervortreten. Wenn
das amerikanische Militär seine Ziele bis zum mörderischen Ende
verfolgt, wird der Name der irakischen Stadt seinen Platz neben
Guernica, My Lai und anderen Symbolen imperialistischer Barbarei
einnehmen.
Bitte senden Sie Ihren Kommentar an: wsws ät gleichheit.de!.
World Socialist Web Site
http://wsws.org/de/2004/nov2004/fall-n13.shtml
***
Screams will not be heard
This is an information age, but it will be months before
we learn the truth about the assault on Falluja
Madeleine Bunting
Monday November 8, 2004
The Guardian
With fitting irony, one of the camps used by the US marines waiting
for the assault on Falluja was formerly a Ba'ath party retreat
occasionally used by Saddam Hussein's sons. Dreamland, as it was
known, has an island in the middle of an artificial lake fringed by
palms.
Now the camp's dream-like unreality is distorting every news report
filed on the preparations for the onslaught on Falluja. We don't
know, and won't know, anything about what happens in the next few
days except for what the US military authorities choose to let us
know. It's long since been too dangerous for journalists to move
around unless they are embedded with the US forces. There is
almost no contact left with civilians still in Falluja, the only
information is from those who have left.
This is how the fantasy runs: a city the size of Brighton is now
only ever referred to as a "militants' stronghold" or "insurgents'
redoubt". The city is being "softened up" with precision attacks
from the air. Pacifying Falluja has become the key to stabilising
the country ahead of the January elections. The "final assault" is
imminent, in which the foreigners who have infiltrated the almost
deserted Iraqi city with their extremist Islam will be "cleared",
"rooted out" or "crushed". Or, as one marine put it: "We will win
the hearts and minds of Falluja by ridding the city of insurgents.
We're doing that by patrolling the streets and killing the enemy."
These are the questionable assumptions and make-believe which are
now all that the embedded journalists with the US forces know to
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report. Every night, the tone gets a little more breathless and
excited as the propaganda operation to gear the troops up for battle
coopts the reporters into its collective psychology.
There's a repulsive asymmetry of war here: not the much remarked
upon asymmetry of the few thousand insurgents holed up in Falluja
vastly outnumbered by the US, but the asymmetry of information. In
an age of instant communication, we will have to wait months, if
not years, to hear of what happens inside Falluja in the next few
days. The media representation of this war will be from a distance:
shots of the city skyline illuminated by the flashes of bomb blasts,
the dull crump of explosions. What will be left to our imagination
is the terror of children crouching behind mud walls; the agony of
those crushed under falling masonry; the frantic efforts to save
lives in makeshift operating theatres with no electricity and few
supplies. We will be the ones left to fill in the blanks, drawing
on the reporting of past wars inflicted on cities such as Sarajevo
and Grozny.
The silence from Falluja marks a new and agonising departure in the
shape of 21st-century war. The horrifying shift in the last century
was how, increasingly, war was waged against civilians: their
proportion of the death toll rose from 50% to 90%. It prompted
the development of a form of war-reporting, exemplified by Bosnia,
which was not about the technology and hardware, but about human
suffering, and which fuelled public outrage. No longer. The
reporting of Falluja has lapsed back into the military machismo
of an earlier age. This war against the defenceless will go
unreported.
The reality is that a city can never be adequately described as a
"militants' stronghold". It's a label designed to stiffen the heart
of a soldier, but it is blinding us, the democracies that have
inflicted this war, to the consequences of our actions. Falluja
is still home to thousands of civilians. The numbers who have fled
the prospective assault vary, but there could be 100,000 or more
still in their homes. Typically, as in any war, those who don't get
out of the way are a mixture of the most vulnerable - the elderly,
the poor, the sick; the unlucky, who left it too late to get away;
and the insanely brave, such as medical staff.
Nor does it seem possible that reporters still use the terms
"softening up" or "precision" bombing. They achieve neither
softening nor precision, as Falluja well knew long before George
W Bush arrived in the White House. In the first Gulf war, an
RAF laser-guided bomb intended for the city's bridge went astray
and landed in a crowded market, killing up to 150. Last year,
the killing of 15 civilians shortly after the US arrived in the
city ensured that Falluja became a case study in how to win a war
but lose the occupation. A catalogue of catastrophic blunders has
transformed a relatively calm city with a strongly pro-US mayor
into a battleground.
One last piece of fantasy is that there is unlikely to be anything
"final" about this assault. Already military analysts acknowledge
that a US victory in Falluja could have little effect on the
spreading incidence of violence across Iraq. What the insurgents
have already shown is that they are highly decentralised, and yet
the quick copying of terrorist techniques indicates some degree
of cooperation. Hopes of a peace seem remote; the future looks set
for a chronic, intermittent civil war. By the time the bulldozers
have ploughed their way through the centre of Falluja, attention
could have shifted to another "final assault" on another "militant
stronghold", as another city of homes, shops and children's
playgrounds morphs into a battleground.
The recent comment of one Falluja resident is strikingly poignant:
"Why," she asked wearily, "don't they go and fight in a desert
away from houses and people?" Why indeed? Twentieth-century
warfare ensured a remarkable historical inversion. Once the city
had been the place of safety to retreat to in a time of war, the
place of civilisation against the barbarian wilderness; but the
invention of aerial bombardment turned the city into a target, a
place of
terror.
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What is so disturbing is that much of the violence meted out to
cities in the past 60-odd years has rarely had a strategic purpose for example, the infamous bombing of Dresden. Nor is it effective
in undermining morale or motivation; while the violence destroys
physical and economic capital, it usually generates social capital for example, the Blitz spirit or the solidarity of New Yorkers
in the wake of 9/11 - and in Chechnya served only to establish a
precarious peace in a destroyed Grozny and fuel a desperate, violent
resistance.
Assaults on cities serve symbolic purposes: they are set showpieces
to demonstrate resolve and inculcate fear. To that end, large
numbers of casualties are required: they are not an accidental
byproduct but the aim. That was the thinking behind 9/11, and
Falluja risks becoming a horrible mirror-image of that atrocity.
Only by the shores of that dusty lake in Dreamland would it be
possible to believe that the ruination of this city will do anything
to enhance the legitimacy of the US occupation and of the Iraqi
government it appointed.
http://www.guardian.co.uk/comment/story/0,,1345833,00.html
***
Wie kommen wir aus diesem Abgrund heraus?
Ansprache (II) u Von Arundhati Roy. Die indische Schriftstellerin
bei der Entgegennahme des Sydney Friedenspreises: Die wirkliche
Tragödie ist, daß die meisten Menschen in der Welt in der Falle
zwischen dem Horror eines vermeintlichen Friedens und dem Terror
des Krieges sitzen. Das sind die beiden steilen Klippen, in die
wir eingeklemmt sind
* Am 4. November wurde Arundhati Roy in Australien mit dem »Sydney
Peace Prize« ausgezeichnet. jW veröffentlicht die Rede der
indischen Schriftstellerin und Friedensaktivistin ungekürzt in
zwei Teilen.
Nicht überraschend verursachte das Verhökern Iraks eine Panik am
Futtertrog. Firmen wie Bechtel und Halliburton, die Company, die
US-Vizepräsident Dick Cheney einst leitete, haben enorme Verträge
für »Wiederaufbauarbeiten« erhalten. Ein kurzer Lebenslauf von
einer dieser Firmen würde uns eine Vorstellung davon vermitteln,
wie das alles funktioniert - nicht nur in Irak, sondern überall
in der Welt. Picken wir Bechtel heraus, nur weil die arme
kleine Halliburton untersucht wird wegen Vorwürfen von überteuerten Öllieferungen nach Irak und wegen ihrer Kontrakte zur
»Restaurierung« der Ölindustrie Iraks, die mit einem ziemlich
saftigen Preisetikett von 2,5 Milliarden Dollar kamen.
Die Bechtel-Gruppe und Saddam Hussein sind alte Geschäftsbekannte.
Viele ihrer Deals wurden von keinem anderen als Donald Rumsfeld
ausgehandelt. 1988, nachdem Saddam Hussein Tausende Kurden mit Gas
getötet hatte, unterzeichnete Bechtel Verträge mit Saddams Regierung
über den Bau eines zweifach verwendbaren Chemiebetriebes in Bagdad.
-------------------------------Bechtel und die Bushs - ein Team
-------------------------------Historisch hatte und hat die Bechtel-Gruppe unlösbar enge
Verbindungen zum Establishment der Republikaner. Man könnte
Bechtel und die Reagan-Bush-Administration ein Team nennen.
Der frühere Verteidigungsminister Caspar Weinberger war ein
Bechtel-Generalanwalt. Der frühere Energieminister W. Kenneth
Davis war Bechtels Vizepräsident. Riley Bechtel, der CompanyVorsitzende, sitzt im Exportrat des Präsidenten. Jack Sheehan,
ein pensionierter General des Marinecorps, ist Senior-Vizepräsident bei Bechtel und Mitglied des »Defence Policy Board«,
einem einflußreichen Beratergremium des US-Verteidigungsministers. Der frühere Außenminister George Shultz, der im
Aufsichtsrat der Bechtel-Gruppe sitzt, war Vorsitzender des
Beratergremiums des Komitees zur Befreiung Iraks.
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Als er von der New York Times gefragt wurde, ob er besorgt sei
über einen Interessenkonflikt zwischen seinen beiden »Jobs«,
sagte er: »Ich weiß nicht, daß Bechtel besonders davon (von
der Irak-Invasion) profitieren würde. Aber wenn dort Arbeit zu
erledigen ist, dann ist Bechtel der Typ von Unternehmen, der
das machen könnte.« Bechtel wurden Rekonstruktionsverträge für
Irak im Wert von über einer Milliarde Dollar zugeschustert, die
Kontrakte zum Wiederaufbau von Kraftwerken, Kraftstromleitungen,
Wasserversorgung, Abwässersystemen und Flughafenanlagen
einschließen. Eine Hand wäscht die andere, selbst wenn sie
blutbesudelt ist.
Zwischen 2001 und 2002 waren neun von 30 Mitgliedern des »Defence
Policy Board« mit Firmengruppen verbandelt, die Verteidigungskontrakte im Wert von 76 Milliarden Dollar erhielten. Es gab Zeiten,
da Waffen produziert wurden, um Kriege zu führen. Jetzt werden
Kriege vom Zaun gebrochen, um Waffen zu verkaufen.
Zwischen 1990 und 2002 steuerte die Bechtel-Gruppe 3,3 Millionen
Dollar zu Wahlkampagnen der Republikaner und der Demokraten bei.
Seit 1990 gewann sie mehr als 2000 Regierungskontrakte im Wert
von über elf Milliarden Dollar. Das ist ein unglaublicher Gewinn
aus Investitionen, nicht wahr? Und Bechtel hat überall in der Welt
seine Spuren hinterlassen. Deshalb ist sie ein Multinationaler.
Die Bechtel-Gruppe zog erstmals internationale Aufmerksamkeit
auf sich, als sie mit Hugo Banzer, dem damaligen bolivianischen
Diktator, einen Vertrag über die Privatisierung der Wasserversorgung der Stadt Cochabamba unterzeichnete. Als erstes erhöhte
Bechtel den Wasserpreis. Hunderttausende Menschen, die einfach
Bechtels Rechnungen nicht bezahlen konnten, gingen auf die
Straße. Ein gewaltiger Streik paralysierte die Stadt. Das
Kriegsrecht wurde verhängt. Obwohl Bechtel schließlich gezwungen
wurde, ihre Büros zu räumen, verhandelt sie gegenwärtig mit der
bolivianischen Regierung über die Zahlung von Millionen Dollar
für den Verlust potentieller Gewinne. Das, so werden wir noch
sehen, wird zunehmend zu einem Volkssport von Unternehmen.
------------------------------Was es heißt, ein Multi zu sein
------------------------------In Indien ist Bechtel gemeinsam mit General Electric (GE) neuer
Eigentümer des berüchtigten und gegenwärtig auf Eis gelegten
Enron-Kraftwerkprojekts. Der Enron-Kontrakt, der die Regierung
des Bundeslandes Maharashtra legal verpflichtet, Enron eine Summe
von 30 Milliarden Dollar zu zahlen, war einer der größten je in
Indien geschlossenen Verträge. Enron war nicht schüchtern, sich
mit Millionen von Dollar zu brüsten, die es zur »Erziehung« von
indischen Politikern und Beamten aufgewendet hatte. Der EnronKontrakt in Maharashtra, der Indiens erstes privates auf der
»Schnellschiene« ausgehandeltes Energieprojekt war, ist bekanntgeworden als der massivste Betrug in der Geschichte des Landes.
(Enron war ein weiterer Sponsor der Wahlkampagne der Republikanischen
Partei.) Der Strom, den Enron produzieren wollte, war so ungewöhnlich
teuer, daß die Regierung beschloß, es sei billiger, keinen Strom zu
kaufen und lieber die Vertragsstrafe zu zahlen. Das bedeutet, daß
die Regierung eines der ärmsten Länder Enron 220 Millionen US-Dollar
pro Jahr für nicht erzeugte Energie bezahlte!
Jetzt, da Enron nicht mehr existiert, klagen Bechtel und GE bei
der indischen Regierung 5,6 Milliarden US-Dollar ein. Das ist mehr
als die Geldsumme, die sie (oder Enron) tatsächlich in das Projekt
investierten. Zudem ist es eine Hochrechnung von Gewinn, den sie
gemacht hätten, wenn das Projekt verwirklicht worden wäre. Um eine
Vorstellung von 5,6 Milliarden Dollar zu vermitteln: Das ist etwas
mehr als die Regierung Indiens jährlich für ein Beschäftigungsprogramm in den ländlichen Gebieten bräuchte, das Subsistenzlöhne für
Millionen Menschen sichern würde, die in tiefer Armut leben, zermürbt
von Schulden, Entwurzelung, chronischer Unterernährung und zermürbt
von der Welthandelsorganisation. Dies in einem Land, wo verschuldete
Bauern in den Selbstmord getrieben werden, nicht zu Hunderten,
sondern zu Tausenden.
Den Vorschlag für ein solches Programm verspottet Indiens korporative
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Klasse als eine unvernünftige, utopische Idee, vorgebracht von den
»irren« und jüngst wieder machtvollen Linken. Woher das Geld kommen
soll, fragt sie höhnisch. Und gleichzeitig zetern dieselben Zyniker
von Kapitalflucht und »schlechtem Investmentklima«, wenn nur davon
gesprochen wird, einen schlechten Vertrag mit einer berüchtigten
korrupten Firma, wie Enron, zu kündigen. Das Schiedsverfahren
zwischen Bechtel, GE und Indiens Regierung findet gerade in London
statt. Bechtel und GE haben Grund zur Hoffnung. Der indische
Finanzsekretär, der den desaströsen Enron-Kontrakt mit auf den Weg
brachte, ist nach ein paar Jahren beim IWF in die Heimat zurückgekehrt. Nicht nur zurückgekehrt, sondern befördert. Er ist jetzt
der stellvertretende Vorsitzende der Plankommission.
Stoff zum Nachdenken: Der angenommene Gewinn eines einzigen
korporativen Projekts würde ausreichen, 25 Millionen Menschen
100 Tage lang Beschäftigung zu Minimallöhnen zu verschaffen.
Das sind fünf Millionen mehr Menschen als Australien Bevölkerung
hat. Das ist das Ausmaß von Horror des Neoliberalismus.
Die Bechtel-Story wird noch schlimmer. Naomi Klein schreibt, daß
Bechtel - was nur skrupellos genannt werden kann - erfolgreich
das kriegszerrüttete Irak auf »Kriegsreparationen« und »entgangene
Profite« verklagt hat. Sieben Millionen Dollar konnte die Firma
einstreichen.
Alle jungen Managementabsolventen von Harvard und Wharton können
ganz beruhigt bleiben. Hier ist die Anleitung für den faulen Manager
zum Unternehmenserfolg: Zuerst besetzen Sie Ihren Aufsichtsrat mit
gestandenen Regierungsbeamten. Dann bringen Sie Mitglieder Ihres
Aufsichtsrates in die Regierung. Fügen Sie Öl hinzu und rühren um.
Wenn niemand mehr durchblickt, wo die Regierung endet und ihre
Company beginnt, kollaborieren Sie mit Ihrer Regierung, um einen
kaltblütigen Diktator in einem ölreichen Land auszurüsten und zu
bewaffnen. Schauen Sie weg, wenn er sein eigenes Volk tötet. Köcheln
Sie vorsichtig. Nutzen Sie die Zeit, ein paar Milliarden Dollar
durch Regierungsverträge zu sichern. Dann kollaborieren Sie wiederum
mit Ihrer Regierung, während sie den Diktator stürzt und seine
Untertanen bombardiert, besonders auf wesentliche Infrastruktur
zielend und beiläufig hunderttausend Menschen tötend. Sichern Sie
sich einen weiteren Milliarden-Dollar-Vertrag zum »Wiederaufbau«
der Infrastruktur. Um Reise- und andere Nebenkosten zu decken,
klagen Sie auf Reparationen und entgangene Profite gegen das
zerstörte Land. Schließlich diversifizieren Sie. Kaufen Sie einen
Fernsehsender, so daß Sie beim nächsten Krieg Ihre Hardware und
Waffentechnologie demonstrieren können, maskiert als Kriegsberichterstattung. Und ganz am Ende stiften Sie einen Menschenrechtspreis
im Namen Ihrer Company. Den ersten Preis könnten Sie Mutter Teresa
verleihen. Sie wäre nicht in der Lage, ihn abzulehnen oder dagegen
zu argumentieren.
-----------------------Auch Folter privatisiert
-----------------------Der überfallene und okkupierte Irak wurde gezwungen, 200 Millionen
Dollar »Reparationen« für entgangene Profite an Unternehmen wie
Halliburton, Shell, Mobil, Nestle, Pepsi, Kentucky Fried Chicken und
Toys R Us zu zahlen. Das ist zusätzlich zu den 125 Milliarden Dollar
souveräner Verschuldung, die es zwingen, sich an den IWF zu wenden,
der mit seinem strukturellen Anpassungsprogramm in den Kulissen wie
der Todesengel wartet. (Obwohl in Irak wohl kaum noch Strukturen zur
Anpassung übriggeblieben sind außer der schattenhaften Al Qaida.)
Im neuen Irak hat die Privatisierung neuen Boden gewonnen. Die
US-Armee rekrutiert zunehmend private Söldner zur Unterstützung
der Okkupation. Der Vorteil der Söldner ist, daß sie nicht in
die Todesliste der US-Soldaten aufgenommen werden müssen. Das
hilft bei der Stimulierung der öffentlichen Meinung, was besonders
wichtig in einem Wahljahr ist. Folter ist privatisiert worden.
Wir haben gesehen, wohin das führt. Zu anderen Sehenswürdigkeiten
im Neuen Irak gehört die Schließung von Zeitungen. Fernsehstationen
werden bombardiert, Reporter getötet. US-Soldaten haben das Feuer
auf unbewaffnete Demonstranten eröffnet und unzählige getötet. Die
einzige Form des Widerstands, die es geschafft hat, zu überleben,
ist ebenso verrückt und brutal wie die Okkupation. Gibt es Raum
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für eine säkulare, demokratische, feministische, nicht gewaltsame
Résistance in Irak? Nicht wirklich.
Deshalb fällt es uns außerhalb Iraks Lebenden zu, diesen massenhaften, säkularen, gewaltfreien Widerstand gegen die US-Okkupation
zu schaffen. Wenn wir dabei versagen, riskieren wir, daß die Idee
von Widerstand gehijackt und mit Terrorismus vermengt wird. Und das
wäre bedauerlich, denn sie sind nicht dasselbe.
---------------------------Frieden in der heutigen Welt
---------------------------Was bedeutet also Frieden in dieser barbarischen, korporatisierten,
militarisierten Welt? Was bedeutet er in einer Welt, wo ein
verschanztes System der Aneignung eine Situation geschaffen hat,
in der arme Länder, die über Jahrhunderte von Kolonialregimes
ausgeplündert wurden, gegenüber eben diesen Ländern hochverschuldet
sind und diese Verschuldung in Höhe von 382 Milliarden Dollar
im Jahr zurückzahlen müssen? Was heißt Frieden in einer Welt, in
der der kombinierte Reichtum von weltweit 587 Milliardären das
kombinierte Bruttoinlandsprodukt der 135 ärmsten Länder der Welt
übersteigt? Oder wenn reiche Länder, die sich Agrarsubventionen
in Höhe von einer Milliarde Dollar pro Tag leisten, arme Länder
zur Streichung von Agrarsubventionen zwingen wollen. Was heißt
Frieden für die Menschen im okkupierten Irak, in Palästina,
Kaschmir, Tibet und Tschetschenien? Oder für die Aborigines
Australiens? Oder die Ogoni von Nigeria? Oder die Kurden in der
Türkei? Oder die Dalits und Adivasi Indiens? Was heißt Frieden
für die Nichtmoslems in islamischen Ländern, oder für Frauen in
Iran, Saudiarabien und Afghanistan? Was bedeutet er Millionen
Menschen, die durch Dämme und Entwicklungsprojekte entwurzelt
wurden. Was heißt Frieden für die Armen, die ihrer Ressourcen
beraubt werden und für die der Alltag ein ständiger Kampf um
Wasser, Obdach, Überleben und vor allem um ein bißchen Würde
ist? Für sie ist Frieden Krieg.
Wir wissen sehr wohl, wer vom Krieg im Zeitalter des Imperiums
profitiert. Aber wir müssen uns auch ehrlich fragen, wem Frieden
im Zeitalter des Imperiums nützt. Kriegstreiberei ist verbrecherisch. Aber vom Frieden reden, ohne von Gerechtigkeit zu
sprechen, könnte schnell zu einer Befürwortung einer Art von
Kapitulation werden. Und über Ungerechtigkeit sprechen, ohne die
Institutionen und Systeme zu demaskieren, die Ungerechtigkeit
praktizieren, ist mehr als scheinheilig.
Es ist einfach, die Armen wegen ihrer Armut anzuklagen. Es ist
einfach zu glauben, daß die Welt in einer eskalierenden Spirale
von Terrorismus und Krieg gefangen ist. Das erlaubt dem amerikanischen Präsidenten zu sagen: »Entweder sind Sie mit uns oder
mit den Terroristen.« Doch wir wissen, das ist eine trügerische
Entscheidung. Wir wissen, daß Terrorismus nur die Privatisierung
von Krieg ist, daß Terroristen Freimarktler von Krieg sind. Sie
glauben, daß die legitime Anwendung von Gewalt nicht allein das
Vorrecht des Staates ist.
Es ist verlogen, eine moralische Unterscheidung zwischen unsagbarer
Brutalität des Terrorismus und dem wahllosen Gemetzel von Krieg und
Okkupation zu machen. Wir können nicht das eine unterstützen und das
andere verdammen.
Die wirkliche Tragödie ist, daß die meisten Menschen in der Welt
in der Falle zwischen dem Horror eines vermeintlichen Friedens
und dem Terror des Krieges sitzen. Das sind die beiden steilen
Klippen, in die wir eingeklemmt sind. Die Frage lautet: Wie
kommen wir aus diesem Abgrund heraus?
Wenn man wirklich heraus will, dann gibt es dafür gute und schlechte
Nachrichten. Die gute ist, daß die Vorausabteilung den Aufstieg
schon vor einiger Zeit begonnen hat. Sie ist schon halb oben.
Tausende Aktivisten haben überall in der Welt emsig Haken zur
Sicherung der Seile eingeschlagen, um es uns leichter zu machen,
zu folgen. Es gibt nicht nur einen Pfad nach oben. Es gibt Hunderte
Wege. Es werden täglich Hunderte Kämpfe gefochten, die Ihre
Fähigkeiten, Ihren Geist und Ihre Ressourcen brauchen. Kein Kampf
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ist irrelevant. Kein Sieg ist zu klein.
------------------------------Man muß am Kampf beteiligt sein
------------------------------Die schlechte Nachricht ist, daß farbenfrohe Demonstrationen,
Wochenendmärsche und jährliche Teilnahme am Weltsozialforum
nicht genug sind. Es muß gezielte Handlungen wirklichen zivilen
Ungehorsams mit wirklichen Konsequenzen geben. Wir können wohl
nicht einen Schalter umlegen und eine Revolution heraufbeschwören.
Aber verschiedene Dinge können wir tun. Zum Beispiel könnten Sie
eine Liste jener Unternehmen anfertigen, die von der Invasion
Iraks profitieren und hier in Australien Büros haben. Sie könnten
sie namhaft machen, sie boykottieren, ihre Büros besetzen und sie
zur Aufgabe ihrer Geschäfte zwingen. Wenn das in Bolivien geht
und in Indien, dann kann das auch in Australien passieren. Warum
nicht?
Das ist nur ein kleiner Vorschlag. Aber erinnern Sie sich, wenn der
Kampf zur Gewalt greift, wird er Vision, Schönheit und Imagination
verlieren. Am gefährlichsten von allem ist, er würde die Frauen
an den Rand drängen und schließlich zu Opfern machen. Und ein politischer Kampf, an dem sich nicht Frauen auf allen Ebenen beteiligen,
ist überhaupt kein Kampf.
Das Wesentliche ist, daß man sich am Kampf beteiligen muß. Wie der
wunderbare amerikanische Historiker Howard Zinn es formulierte: In
einem Zug in Fahrt können Sie nicht neutral sein.
* Die Rede übersetzte unser Korrespondent Hilmar König
aus der Tageszeitung The Hindu vom 7. November
junge Welt vom 13.11.2004
http://www.jungewelt.de/2004/11-13/004.php
***
Iraqi Resistance Report Bulletin.
Suplement for Friday, 12 November 2004.
Mafkarat al-Islam correspondent hit by four bullets in al-Fallujah.
The al-Fallujah correspondent of Mafkarat al-Islam in al-Fallujah
was stuck by four bullets Friday night after the al-'Isha' nighttime
prayers as he was covering the battle in the al-Jawlan neighborhood.
The correspondent was hit by four bullets, three of them penetrating
his body. Two struck him in the shoulder and one in the waist. The
fourth bullet lodged in his thigh. His condition is bad, but stable.
The correspondent has been unable to find proper medical care due
to the shortage of doctors in the city, after US forces attacked
all the hospitals there.
Mafkarat al-Islam has been covering al-Fallujah using two
correspondents inside the city and one in the area outside.
There were also unconfirmed reports that a correspondent for alJazeera satellite TV named Husayn had also been wounded in alFallujah but no details were initially available.
Source:
http://www.islammemo.cc/news/one_news.asp?IDNews=49556
***
Iraqi Resistance Report
for events of Friday, 12 November 2004.
Translated and/or compiled by Muhammad Abu Nasr, member editorial
board The Free Arab Voice. http://www.freearabvoice.org
Friday, 12 November 2004.
Seite 15/24
Al-Fallujah.
Ten US troops killed in evening ambush between al-Fallujah and
al-'Amiriyah.
Ten US troops were killed at 6pm (around sunset) Friday when
Iraqi Resistance forces attacked and destroyed two US Humvees
in the area between al-Fallujah and al-'Amiriyah.
Uneasy and relative quiet settles in.
In a dispatch posted at 11:40pm local time (10:40pm Mecca time)
the al-Fallujah correspondent of Mafkarat al-Islam reported that
fighting had greatly died down in the city, though it was still
going on in several places on the edges of the city.
Fighting had died down in the south of the city since about sunset
when the American forces that had been surrounded inside the city
had got out.
Meanwhile the Resistance fired rocket attacks on concentrations of
American troops north of al-Fallujah. The Resistance also bombarded
the US forces located in the cemetery near the railroad tracks.
They fired Grad and Tariq rockets at the US forces encamped in the
agricultural area north of the city.
Still there are several gun battles still going on in the north of
the al-Jawlan neighborhood, though the US forces have been unable
to make virtually any headway. It is thought likely that the
Americans are trying to distract a large part of the Resistance
forces from the US column that remains encircled on al-Hadrah
Street, hoping that it might be able to extract itself and escape
from the city towards the east, lest it share the fate of the
column that was wiped out in al-Jaghifi.
Resistance in al-Fallujah unites, appoints General Commander of
operations and an official spokesman.
The Iraqi Resistance forces in al-Fallujah on Thursday appointed
one of their members as General Commander of all Jihadi formations
in the city. There are more than eight Resistance organizations
operating in the city. The groups had come together and united for
the first time since the fall of Baghdad under the leadership of
one of their men who has considerable experience in street fighting.
In addition, the Iraqi Resistance in al-Fallujah has appointed an
official spokesman, making the Resistance more organized. This new
unity has encouraged the al-Fallujah Resistance to achieve the grand
results that they achieved on Thursday. Since the unification, the
Resistance in the city has made big advances in coordinating their
activities and attacks using pre-planned and well-thought out
correct military tactics.
As a result, the US forces are now fighting a war of attrition.
For the third straight day American forces have been drawn into
the city allowing the Resistance to inflict heavy damage on the
enemy.
Resistance downs Black Hawk helicopter in al-Fallujah.
Iraqi Resistance forces in al-Fallujah shot down a US Black Hawk
helicopter with a Strela missile on Friday.
The helicopter was keeping Iraqi Resistance fighters "busy" to
facilitate the escape of several American tanks from a tight spot.
But the Resistance attacked the helicopter with a Strela rocket,
shooting it down and killing the four crewmen aboard - two machine
gunners on the sides of the craft and the pilot and co-pilot.
US forces, meanwhile, bombarded the al-'Amiriyah neighborhood
south of al-Fallujah at about 8pm Friday night, destroying two
houses and killing five families and wounding other people inside.
Two women and an 11-year-old little girl are among the dead.
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US forces encircled inside al-Fallujah after most Americans have
pulled out of the city.
The Mafkarat al-Islam correspondent in al-Fallujah reported on
Friday evening that Resistance forces in the city Friday allowed
US aggressor troops into several areas of the city and then
encircled them so as to attack them on their terms, not those
of the occupation forces. By convincing the Americans that the
Resistance had left, the fighters were able to attack and fight
the US troops in areas where their aircraft and heavy weapons
could not help them.
In accordance with this plan, US troops proceeded down as-Sirdar
Street in the al-Jawlan and ash-Shurtah neighborhoods. They also
entered the al-'Askari neighborhood from the direction of the
First and Second ad-Dubbat neighborhoods on the street that runs
between the ash-Shurtah neighborhood to the north and the al-'Askari
neighborhood to the south, bringing the US troops to the heart
of the main street. There the attacks on the US forces began in
earnest.
The Resistance in al-Fallujah mounted several ambushes on the US
troops and managed to cut some units off from the others, splitting
up the attackers. This enabled the Resistance to inflict damage
on the American forces in men and materiel. The Resistance totally
purged the industrial zone of American invader troops from the
southeast. The an-Nazal and ash-Shuhada' areas were also cleared
of American forces. At the time the correspondent filed his
report, posted at 10:15pm local time (9:15pm Mecca time) Friday
night, fighting was limited to the edges of those districts. At
that time an entire US column was surrounded on al-Hadrah Street
which is located between the ash-Shurtah neighborhood and the
ad-Dubbat neighborhood.
Resistance forces ambushed the Americans in those areas by posting
sharpshooters along the path where the US troops were to come,
enabling them to shoot down numerous foot soldiers who had been
landed by the Americans on Festival Square [Sahat al-Ihtifalat].
At the same time the narrow lanes pressed the forces of the two
sides close together, preventing the Americans from making use of
their airpower.
At the time of writing, the Resistance was in a strong position
thanks to its decision to adopt the strategy of street fighting
that allowed for attracting the enemy into those streets and then
hunting down their advance guards.
The correspondent also wrote that media reports about a major
American breakthrough in al-Fallujah and that the Americans
control 90 percent of the city are false. The US penetration
into the city has been the result of Resistance efforts to draw
the enemy in. The effect has been that heavy losses have been
inflicted on the Americans.
As to claims by some Arab media that US forces are now stationed
inside the city, the correspondent noted that the only American
contingent is located inside the city has been encircled by
Resistance forces since before yesterday. It able to remain
there without being destroyed by virtue of the covering fire
provided by American snipers posted on buildings in the area.
The American unit has until the time of writing been unable to
extract itself from its besieged position.
US forces were at the time of writing trying to break the
encirclement of an American column on al-Hadrah al-Muhammadiyah
street in the neighborhoods of ash-Shurtah and ad-Dubbat. But
the American column is well encircled on all sides. On Thursday,
the Resistance encircled and destroyed a whole American column
in the al-Jaghifi neighborhood.
The correspondent wrote that the only fighting in al-Fallujah at
the time of writing was going on in two places: al-Hadrah alMuhammadiyah and the north of the al-Jawlan neighborhood on asSirdar Street.
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Ar-Ramadi.
US attempts to put down Resistance in ar-Ramadi.
Al-Jazeera satellite TV reported on Friday that US aggressor troops
had sealed the eastern and western entrances to ar-Ramadi where the
Resistance has largely been in control for several days. Al-Jazeera
reported that the sound of explosions could be heard within the city
and plumes of smoke could be seen rising into the sky over the city
from several neighborhoods where electricity and telephone service
have been cut off. US forces are reported attempting to battle
Resistance forces in the city.
Mosul.
Resistance maintains control of Mosul.
The American Associated Press (AP) and other Western news media
admitted on Friday that the Iraqi Resistance was in charge of
Mosul - the third largest city in the country - after puppet police
had been driven from the streets, and US forces had been driven off
at dawn from the five strategic bridges that link the two sides of
the city together.
American forces were reportedly being rushed to the city in a
frantic effort by the aggressors to regain control. Al-Jazeera
reported American aircraft running air strikes on the rebellious
city Friday evening, although they noted that the Americans were
denying that the Resistance had seized control there.
The puppet regime installed by the Americans in Baghdad dismissed
the puppet police chief in Mosul after reports that the puppet
police in the city were surrendering their posts to the Resistance
without firing a shot.
US propaganda mouthpieces claimed that one American soldier had
been killed in Mosul.
The American Associated Press (AP) reported that the Resistance
in Mosul attacked the local headquarters of the collaborationist
Kurdish chauvinist so-called "Patriotic Union of Kurdistan" party
where a battle raged for an hour.
The Resistance also reportedly assassinated the puppet chief
of the Mosul "anti-crime" task force Brigadier General Muwaffaq
Muhammad Dahham and set his house ablaze.
In a telephone interview with al-Jazeera satellite TV, Sayf ad-Din
al-Baghdadi, an official in the Resistance political bureau called
for battle against US forces around the country. "I call on the
scores or hundreds of the brothers from the mujahideen . . . to
press the American forces outside" al-Fallujah, the AP quoted him
as saying.
"We chose the path of armed jihad and say clearly that ridding
Iraq of the occupation will not be done by ballots. Iyyad
'Allawi's government. . . represents the fundamentalist rightwing of the White House and not the Iraqi people," he asserted.
Baghdad.
Fighting rages in al-Yarmuk neighborhood of Baghdad early Friday
afternoon.
Iraqi Resistance forces battled US troops and puppet "Iraqi
national guards" in the al-Yarmuk neighborhood of Baghdad around
2pm Friday. Resistance fighters firing RPG7 and C5K rockets and
BKC automatic weapons, and throwing hand grenades killed six US
troops and wounded two others after destroying two Humvees. The
Resistance fire destroyed two Nissan pickup trucks and a small
truck belonging to the puppet "national guardsmen." Thirteen of
the Iraqi puppet troops were killed and seven others wounded.
Three Iraqi Resistance fighters were martyred in the fighting and
two others wounded. Four Iraqi civilians were killed as a result
of the shooting.
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Resistance downs Black Hawk helicopter Friday.
Iraqi Resistance forces firing C5K rockets brought down an American
Black Hawk helicopter at noon Friday between the al-Mushahadah area
and at-Taji north of Baghdad. US propaganda mouthpieces admitted
that the helicopter had been shot down but claimed that the only
casualties were injuries suffered by three crewmen.
Fighting around midday Friday shakes Abu Ghurayb area.
Fierce fighting raged around midday in the az-Zaytun area of Abu
Ghurayb during which the Iraqi Resistance fighters, firing SPG9
and RPG7 rockets and BKC automatic weapons, destroyed two armored
vehicles and a Humvee and killed nine US troops and wounded four
others. One Iraqi Resistance fighter was martyred in the combat.
After coming under attack, however, the US troops opened fire
indiscriminately, killing four Iraqi civilians, three of them
women.
Iraqi Resistance forces ambushed US troops in the az-Zaydan village
area of Abu Ghurayb at 2:30pm Friday, killing four US troops and
destroying a Bradley armored vehicle.
Fighting rages Friday evening in Baghdad.
Fierce fighting raged at about 6pm on Friday evening on Hayfa
Street in the al-Karakh district of Baghdad and also around
Vanguards' Square [Sahat at-Tala'i'], al-Fahhamah, ar-Rahmaniyah
and al-Mushahadah in Baghdad.
Three US Bradley armored vehicles were destroyed by Resistance
fighters firing RPG7 and SBG9 rockets. Twelve American troops
aboard the vehicles were killed in the fighting. Six American
soldiers on foot were also killed by Resistance fighters firing
BKC automatic weapons.
Five Iraqi Resistnce fighters and Iraqi civilians were martyred
just before the US forces fled from the area.
The Mafkarat al-Islam correspondent wrote that the Americans then
tried to re-enter Vanguards' Square at 7:30, but Resistance fighters
firing RPG7 rockets destroyed one of their Bradley armored vehicles,
killing four US troops. The Americans were then compelled to
withdraw.
Four US troops, Iraqi translator killed in al-A'zamiyah.
At 3:30pm Friday a heavy Iraqi Resistance bomb destroyed a Humvee
in al-A'zamiyah, killing four US troops and an Iraqi collaborator
translator who was with them.
Resistance attack in ar-Ridwaniyah leaves US intelligence officers
dead.
Iraqi Resistance forces firing RPG7 and C5K rockets and BKC
automatic weapons attacked a US column on the highway in arRidwaniyah at 3pm Friday afternoon, destroying two US trucks
and a third civilian vehicle supplying the American troops.
Five American troops were killed in the vehicles. In addition
a GMC car was destroyed killing two persons inside who are
believed to have been American intelligence officers.
Resistance ambush at Old Diyala Bridge.
Iraqi Resistance forces detonated bombs and then attacked a
joint US-Iraqi puppet "national guard" force near the Old
Diyala Bridge at 2:15pm Friday afternoon, firing RPG7 rockets.
One Humvee and to Nissan pickup trucks were destroyed in the
attack, and three US troops and nine puppet "national guardsmen"
were killed and three others badly wounded.
Fighting in al-A'zamiyah.
Iraqi Resistance forces battled US troops backed by puppet
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"national guardsmen" in al-A'zamiyah in Baghdad at about
6:30pm local time. The fighting left two Bradley armored
vehicles and three Nissan pickup trucks destroyed. Eleven
US troops and eight puppet "national guardsmen" were killed.
Nine Iraqi Resistance fighters were martyred in the fighting
as well. In a dispatch posted at 1:45am local time (12:45am
Mecca time) the Mafkarat al-Islam correspondent wrote that
the fighting in that area was still continuing at that time.
Six puppet troops killed in ambush in al-I'lam.
Six puppet "Iraqi national guardsmen" were killed in a Resistance
bomb attack in the al-I'lam neighborhood of Baghdad at 6:30pm
Friday that blew up a Nissan pickup truck.
Resistance attacks US forces in ar-Rashidiyah.
In the park areas in the ar-Rashidiyah area of Baghdad, Iraqi
Resistance fighters firing RPG7 and SBG9 rockets battled US
troops on Friday, destroying a Humvee and an armored vehicle
and killing eight American soldiers.
Resistance bomb attack in as-Sayyidiyah.
An Iraqi Resistance bomb exploded on the highway in as-Sayyidiyah
at 5pm Friday, destroying a Humvee and killing two and wounding
three more American troops.
Resistance attacks US patrol in al-'Amiriyah.
At 3:30pm Friday, Iraqi Resistance forces firing RPG7 rockets
attacked an American patrol in al-'Amiriyah destroying two
Humvees and killing five US troops.
Iraqi Resistance forces attack American troops in al-Mahmudiyah.
Iraqi Resistance forces firing RPG7 and RPG8 rockets destroyed
a Bradley armored vehicle and two Humvees and killed 12 US troops
and wounded four more in al-Mahmudiyah at around midday Friday.
Two Resistance fighters were killed and and four Iraqi civilian
passers by were shot and killed by indiscriminate American gunfire.
Attacks in al-Mushahadah target US supply lines.
At about 1:15pm in al-Mushahada, Iraqi Resistance forces firing
RPG7 rockets destroyed a fuel tank truck, killing a driver believed
to be Turkish.
At 3pm Iraqi Resistance forces firing BKC automatic weapons
destroyed two US military supply trucks and an American Humvee,
killing six US soldiers in al-Mushahadah.
Resistance bombing destroys Bradley armored vehicle in ad-Duwaylibah.
A heavy Iraqi Resistance bomb exploded under a US patrol in the
ad-Duwaylibah area west of Baghdad at 11am Friday, destroying a
Bradley armored vehicle and killing three US troops.
Resistance bomb attack in Salman Bak.
An Iraqi Resistance bomb exploded in the Salman Bak area south east
of Baghdad at 8:30am Friday, disabling a Bradley armored vehicle
and killing two US troops.
Three US troops killed in morning ambush in al-Ghazaliyah.
Iraqi Resistance forces attacked a US patrol in al-Ghazaliyah at
9am, destroying an armored vehicle and killing three US troops.
Resistance attack in ash-Sha'b Friday morning.
Iraqi Resistance bombs exploded under a US patrol in the ash-Sha'b
area of Baghdad at 10am Friday, destroying a Humvee and killing
four US troops.
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Resistance attacks US supply truck in ad-Durah Friday morning.
Iraqi Resistance forces firing RPG7 rockets attacked a civilian
truck loaded with supplies for the US occupation forces on the
highway in ad-Durah on the southern suburbs of Baghdad at 10:45am
Friday, destroying the truck and killing the Asian driver.
Two US troops killed in ambush of fuel tanker in al-Makasib.
Iraqi Resistance forces destroyed a US military fuel tank truck
that was going west along a road in the al-Makasib area south of
Baghdad at 9:30am Friday. Two US troops were killed in the attack.
Resistance ambush kills three US troops in al-'Amil neighborhood.
Iraqi Resistance forces firing RPG7 rockets attacked a US patrol
on Airport Road in the al-'Amil neighborhood of Baghdad at 7:30am
Friday, destroying a Humvee and killing three American troops and
wounding one other US soldier.
Resistance bombing destroys American supply truck in Abu Ghurayb.
Iraqi Resistance forces detonated several bombs under a US convoy
on the highway passing through Abu Ghurayb, destroying a truck
loaded with supplies for US occupation troops at 7:30am Friday.
Attack in al-Mushahadah leaves three US troops dead.
At 8:30am Friday, Iraqi Resistance forces destroyed a US supply
truck and killed three US troops in the al-Mushahadah area north
of Baghdad.
NATO to expand involvement with US-installed puppet regime in
Iraq.
NATO plans an expanded role in Iraq as the agent for America's
drive to reduce its own casualties by strong-arming its satellites
into providing political and military cover for its aggression in
Iraq.
A NATO official acknowledged on Friday that all 26 members of the
US satellite NATO alliance had agreed on a plan aimed at expanding
NATO's role in training the US-installed puppet army in occupied
Iraq.
The new plan, which still must be ratified by NATO's regimes next
week, provides for the deployment of 150 "trainers" as well as
hundreds of guards and other support personnel to guarantee the
implementation of the plan.
NATO already sent 66 trainers to Iraq earlier this year. NATO has
been asked by the Iraqi government to train its puppet security
forces and Jaap de Hoop Scheffer, the Secretary General of NATO said
that 10 of the alliance's 19 member states were contributing to that
training, both within Iraq and outside Iraq in places like Jordan
and in military schools in Europe. De Hoop Scheffer said that NATO
would have a training academy for Iraqi puppet forces running by the
end of the year.
Jaap de Hoop Scheffer, who apparently views Iraq as one of the
theaters of the American so-called "war on terror," said that
Europe had not "caught up" with the US in its response to what
he called "global terrorism." Internally, he said, European
countries need to follow the American lead in "merging external
and internal security," which is to say freeing domestic
repression and spy agencies from legal limitations customarily
guaranteed under democratic legislation.
Making clear that NATO's role is to serve US imperial interests
de Hoop Scheffer told the Council on Foreign Relations in New
York that "Europe should catch up here, not the United States."
Al-Latifiyah.
Seventeen puppet "national guardsmen" killed in ambush Friday
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afternoon.
Iraqi Resistance bombs exploded under a small truck loaded with
puppet "national guard" troops in al-Latifiyah at 4pm Friday,
and then Resistance fighters attacked firing RPG7 rockets,
destroying the truck, a Nissan pickup truck, and killing 17 puppet
troops.
Bombing in al-Latifiyah.
At 7:15 local time a heavy Iraqi Resistance bombs exploded under
a US military patrol in al-Latifiyah, destroying a Bradley armored
vehicle and killing four US troops.
Clashes in al-Latifiyah.
Clashes broke out between Resistance fighters and the US aggressors
at 9:30 local time. Resistance fighters fired RPG7 and C5K rockets
and BKC automatic weapons, destroying a Bradley and a Humvee
and killing seven US troops and wounding three others. Two Iraqi
Resistance fighters were martyred and seven others wounded.
Al-Huwayjah.
Fighting raged between US troops and Iraqi Resistance forces
in al-Huwayjah north of Baghdad on Friday morning. Al-Jazeera
satellite TV would only say that five Iraqis had been killed
in the battles and an unspecified number wounded.
Ba'qubah.
US forces handed over the bodies of four women and two men they
had killed at one of their checkpoints in Ba'qubah according to
medical sources in the city, cited by al-Jazeera satellite TV.
Bombardments around Iraq on Friday.
At 6:45am Friday Iraqi Resistance forces struck the US occupation
headquarters in the Republican Palace area in Baghdad - which they
call the "green zone" with a Grad rocket.
At 7:30am Friday, Iraqi Resistance forces fired two Katyusha rockets
into the "green zone."
At 7:35am Friday Iraqi Resistance forces hit the US as-Suqur base
south of Baghdad with three Katyusha rockets.
At 11:15am Friday, Iraqi Resistance forces fired two Grad rockets
into the US base in Saddam International Airport.
At 12:30pm Friday, Iraqi Resistance forces fired five 82mm mortar
rounds into the US base in what formerly was the Iraq Meat Company
south of Baghdad.
At about 2:45pm Friday, Iraqi Resistance forces attacked Saddam
International Airport with two Tariq rockets.
At 3pm Friday, Iraqi Resistance forces attacked the US as-Suqur base
with five Katyusha rockets, followed by eight 82mm mortar rounds.
At 4pm the Iraqi Resistance fired four Katyusha rockets into the
US base in the former Iraqi Meat Company south of Baghdad.
At 5pm the Iraqi Resistance fired four Katyusha rockets into the US
base in the former Iraqi Meat Company south of Baghdad.
At 6:30pm the Iraqi Resistance fired nine 82mm mortar rounds into
the US base in the former Iraqi Meat Company south of Baghdad.
At 6:45pm Iraqi Resistance forces attacked the so-called "green
zone" with three Grad rockets.
At 8pm Friday night Iraqi Resistance forces attacked the US
al-Muthanna airstrip in Baghdad with eight 82mm mortar rounds.
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At 9pm Friday night the Iraqi Resistance fired five Katyusha
rockets into the US base in the former Iraqi Meat Company
south of Baghdad.
At 9:15pm Friday Iraqi Resistance forces fired two Grad rockets
into the so-called "green zone."
Thursday operations.
An Iraqi Resistance car bomb exploded near a US patrol in Tikrit
at 2:30pm Thursday afternoon, destroying one Humvee and two
Bradley armored vehicles and disabling another Humvee and killing
eight US troops.
An Iraqi Resistance car bomb exploded at a puppet police check
point at the Bab ash-Sharqi [Eastern Gate] area of as-Sa'dun
Street in Baghdad at 2pm Thursday, destroying the puppet police
point and two Nissan pickup trucks and killing six puppet
policemen and wounding eight.
Iraqi Resistance forces attacked a US column in al-Ghazaliyah
at 2pm Thursday destroying two Bradley armored vehicles and a
Humvee. The Resistance began their ambush by detonating bombs
and then opened fire with RPG7 rockets. Eleven US troops were
reported killed in the attack. One Resistance fighter was
killed and four others wounded in the engagement.
Iraqi Resistnace forces attacked a white Sunny car carrying
collaborationist Badr Brigade gunmen on Hayfa Street in
Baghdad's al-Karakh district at 5pm Thursday, killing all
three of the collaborators.
At 9:30pm Thursday night, Iraqi Resistance fighters fired four
Grad rockets into the headquarters of the collaborationist Badr
Brigades in the al-'Ashshar area of Baghdad.
Three US intelligence officers were killed in the al-Hurriyah
ad-Dawli'i district of Baghdad at 2pm on Thursday when Iraqi
Resistance bombs exploded under a US GMC command car and then
Resistance fighters opened fire on it with RPG7 rockets.
Iraqi Resistance bombs exploded under US vehicles on Airport
Road opposite the al-Jihad neighborhood in Baghdad on Thursday,
and then the Resistance attacked the Americans with SPG7 rockets,
destroying a Humvee and a civilian truck being used by the
Americans. Four US troops were killed in the attack.
Iraqi Resistance forces firing C5K and SPG7 rockets and BKC
automatic weapons clashed with US troops in the ash-Sha'b
neighborhood of Baghdad on Thursday, killing seven US troops.
Two Resistance fighters were martyred in the battle.
US troops attacked a number of Sunni religious leaders in Iraq
on Thursday. The Mafkarat al-Islam correspondent in Baghdad
reported that at 2:30pm Thursday US troops arrested Shaykh 'Abd
as-Salam al-Kubaysi, stealing his possessions as well.
At 2:30pm Thursday US forces backed by stooge "national guard"
troops stormed into the Ibn Taymiyah Mosque on Baghdad's Airport
Road and arrested Shaykh Mahdi as-Samidi'i and 40 worshippers.
They also tore up several copies of the Qur'an during their attack.
An Iraqi Resistance bomb exploded under a US Humvee transport in
al-Mahmudiyah at 10pm Thursday, destroying the vehicle and killing
three US troops and wounding one other.
Iraqi Resistance forces on Thursday destroyed four US Humvees in
battles at about 4:30pm in Salman Bak. Nine US troops were killed
and six Resistance fighters wounded.
Sources:
http://www.aljazeera.net/NR/exeres/07CA8B6A-A82A-4695-BBF2BD914C5B2FCE.htm
http://story.news.yahoo.com/news?tmpl=story&cid=514&e=2&u=/
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ap/20041112/ap_on_re_mi_ea/iraq
http://www.islammemo.cc/news/one_news.asp?IDnews=49555
http://www.islammemo.cc/news/one_news.asp?IDnews=49554
http://www.islammemo.cc/news/one_news.asp?IDnews=49553
http://www.islammemo.cc/news/one_news.asp?IDnews=49551
http://www.islammemo.cc/news/one_news.asp?IDnews=49550
http://www.islammemo.cc/news/one_news.asp?IDnews=49549
http://www.islammemo.cc/news/one_news.asp?IDnews=49548
http://www.islammemo.cc/news/one_news.asp?IDnews=49547
http://www.islammemo.cc/news/one_news.asp?IDnews=49546
http://www.islammemo.cc/news/one_news.asp?IDnews=49545
http://www.islammemo.cc/news/one_news.asp?IDnews=49542
http://www.islammemo.cc/news/one_news.asp?IDnews=49540
http://www.islammemo.cc/news/one_news.asp?IDnews=49539
http://www.islammemo.cc/news/one_news.asp?IDnews=49538
http://www.islammemo.cc/news/one_news.asp?IDnews=49535
http://www.islammemo.cc/news/one_news.asp?IDnews=49533
http://www.islammemo.cc/news/one_news.asp?IDnews=49532
http://www.islammemo.cc/news/one_news.asp?IDnews=49531
http://www.islammemo.cc/news/one_news.asp?IDnews=49529
http://www.islammemo.cc/news/one_news.asp?IDnews=49527
http://news.yahoo.com/news?tmpl=story&u=/ap/20041112/
ap_on_re_us/us_nato_chief_3
http://news.bbc.co.uk/1/hi/world/south_asia/4005345.stm
http://www.islammemo.cc/news/one_news.asp?IDnews=49523
http://www.islammemo.cc/news/one_news.asp?IDnews=49512
http://www.islammemo.cc/news/one_news.asp?IDnews=49500
http://www.islammemo.cc/news/one_news.asp?IDnews=49499
http://www.islammemo.cc/news/one_news.asp?IDnews=49498
http://www.islammemo.cc/news/one_news.asp?IDnews=49496
http://www.islammemo.cc/news/one_news.asp?IDnews=49495
http://www.islammemo.cc/news/one_news.asp?IDnews=49494
http://www.islammemo.cc/news/one_news.asp?IDnews=49493
http://www.islammemo.cc/news/one_news.asp?IDnews=49492
http://www.islammemo.cc/news/one_news.asp?IDnews=49489
>>>-----------------------------------------------------------------<<<
>> GIV Mailinglist : http://mailing.giv-seiten.info <<
>>>-----------------------------------------------------------------<<<
http://www.giv-seiten.info/www.giv-archiv.de/2002/Oktober/021031GI.010
>> Kasnazaniya / Casnazaniyyah: http://video.giv-seiten.info <<
>>>-----------------------------------------------------------------<<<
>> Further Informations about Iraq and Palestine: <<
>> <<
>> GIV-Pages Online : http://www.giv-seiten.info <<
>> GIV-Page : http://giv.giv-seiten.info <<
>> Iraq-Page : http://irak.giv-seiten.info <<
>> Jemen-Page : http://jemen.giv-seiten.info <<
>> Jordanien-Page : http://jordanien.giv-seiten.info <<
>> GIV-Archiv : http://archiv.giv-seiten.info <<
>> GIV-Archiv : http://www.giv-archiv.de <<
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