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kma - Das Gesundheitswirtschaftsmagazin - kma Online

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www.kma-online.de | 14 Euro
19. Jg. | Oktober 2014
Hoch frequentiert und unterfinanziert – so kann es nicht
weitergehen. Jetzt deuten sich politische Lösungen an.
Lahn-Dill-Kreis
Klinik übernimmt Hausarztpraxen
Porträt Adelheid Kuhlmey
Ein Leben für die Alten
iLED 7: die weltweit erste OP-Leuchte mit
eingebauter Intelligenz
Im OP weiß jeder, wann was zu tun ist. Genau nach diesem Prinzip arbeitet die neue iLED 7.
Diese OP-Leuchte denkt mit und passt sich den Bewegungen des Operateurs an. Das
ist Lichtmanagement in neuer Dimension – für sicheres und noch effizienteres Arbeiten.
Erleben Sie die neue iLED 7 selbst: auf der Medica 2014, Halle 13, Stand A42
Fotos: Schicke /Otto
AUS DER REDAKTION
Ach, die Ministerien
Ausgangspunkt
der Titelgeschichte „Chaos in der Notaufnahme“ (Seite 26) war
die Frage, ob bald alle Bundesländer Berlin nacheifern und die
Strukturvorgaben für die Rettungsstellen verschärfen werden. Von
den Gesundheitsministerien erhielten wir größtenteils lauwarme
Antworten, auch aus dem Hamburger Gesundheitssenat von der
Vorsitzenden der Gesundheitsministerkonferenz Cornelia PrüferStorcks. Was lehrt uns das ein weiteres Mal? Verlass‘ dich nicht auf
Ministerien, sprich‘ lieber mit den Praktikern. Übrigens: Die Notaufnahme sei zurzeit überall Thema, sagten unsere Gesprächspartner.
Stimmt, auch bei uns: Schauen Sie doch mal in das beiliegende
Heft „kma krankenhaustechnik“ (Seite 30).
Warum so leise?
„Der kleinste Herzschrittmacher im Raum Hannover der letzten drei Monate“: Es ist
interessant, mit welchen kuriosen Superlativen manche PR-Agenturen Journalisten zu locken versuchen. Zugleich gibt es tief in der
Provinz Innovationen, von denen man nur durch Zufall erfährt. So
basiert auch unsere Geschichte „Hausarzt im Dienste der Klinik“
(Seite 46) auf einem reinen Zufallsfund. Eigentlich ging es im Gespräch mit dem Wetzlarer Klinikchef Richard Kreutzer um unsere
Serie „Wie haben Sie das gemacht?“. Ganz nebenbei erwähnte er
das deutschlandweit einzigartige Landarzt-Modell. Wir wünschen
uns mehr solcher Nachrichten und appellieren an alle stillen Innovatoren: Werden Sie laut, seien Sie an der richtigen Stelle unbescheiden, erzählen Sie uns von Ihren Projekten!
Viel Freude beim Lesen wünscht Ihnen Ihre
Kirsten Gaede
19. Jg. | Oktober 2014
3
INHALT
Oktober 2014
Nachrichten
6
MDK-Prüfvereinbarung
„Das ist eine 7:1-Niederlage“
8
Klinikinsolvenzen
Eitorf, Dissen – und das sind wirklich alle?
11
Ameos-DRK-Kliniken-Deal
Turbulente Übernahme
14
Mindestpersonalbesetzung
Der Zuspruch wächst
Szene
20
26
Chaos in der Notaufnahme: Hoch frequentiert
und unterfinanziert – so kann es nicht weitergehen.
Viele Kliniken greifen zur Selbsthilfe. Doch jetzt deuten sich
auch erste politische Lösungen an.
Highlights
21
Murzin unterwegs
22
Stellungswechsel
23
Veranstaltungen
Politik
26
Rettungsstellen
Chaos in der Notaufnahme
32
Personal in der Rettungsstelle
Die Profis kommen
34
Medical Schools
Mehr Schein als Sein
Klinikmanagement
38
Serie: Klinik-Turnarounds
Wie haben Sie das gemacht, Herr Greiner und Herr Utler?
Technologie
40
Agfa Healthcare
Die Optimisten
44
CIOs Corner
Jürgen Schwahn, seit 2013 CIO der Schön Klinik
Unternehmen & Märkte
40
Agfa Healthcare: Die Geschäftsführer sprechen
mit kma über ihren Optimismus in Zeiten von
Marktkonsolidierung und klammer Klinikkassen.
4
46
Lahn-Dill-Kliniken
Landarzt in Diensten der Klinik
Oktober 2014 | 19. Jg.
INHALT
Oktober 2014
Branche kompakt
52
Fokusthema: Telemedizin
53
Teleneurologie
Win-Win-Situation in Brilon
55
Branche in Zahlen
56
Telemedizin in Deutschland
Flickenteppich Telemedizin
60
46
Landarzt in Diensten der Klinik: Michael Saar ist
Teil eines einzigartigen Versorgungsmodells der
Lahn-Dill-Kliniken. Diese betreiben über eine Tochtergesellschaft seit Jahresbeginn Landarztrpraxen.
Telemedizinsysteme
Doktor mit Flatrate
Facility Management
62
Energiesparmaßnahmen
Der Erfolg hängt an Personen
Porträt: Frauen im Gesundheitswesen
70
Adelheid Kuhlmey
Ein Leben für die Alten
HerausgeberSichten
82
Jahresgutachten des Sachverständigenrats
Zehn klare Ratschläge
Rubriken
Aus der Redaktion
76
Stellenmarkt
10
3
Rechtskolumne
80
Einblick
12
kma-online
81
Impressum
18
Börse
81
Ausblick
45
blickpunkt Entscheiderfabrik
66
FKT
74
ÖVKT
70
Adelheid Kuhlmey: Die neue Prodekanin der Charité ist eine der anerkanntesten Altersforscherinnen
in Deutschland. Dabei hat sie eigentlich durch puren Zufall
zu ihrem Lebensthema gefunden.
kma – Das Gesundheitswirtschaftsmagazin | www.kma-online.de | Oktober 2014 | ISSN: 1615-8695
Fotos: kma-Montage/Wislsperger/Linker/Schünemann
krankenhaus
technik 2014
Preise
2015
Beilagen
Vollbeilage:
Die kma möchte Ihnen auch in Zukunft die Vielfalt und Qualität der redaktionellen Inhalte anbieten, für
spectrumK
Berlin ist. Auf diesem Weg sind Kostensteigerungen und notwendige Investitionen
die Ihnen dieGmbH,
kma bekannt
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Co.KG, Mannheim
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die es
unter anderem
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machen, die Preise der Abonnements neu festzulegen.
Georg
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Jahr 2015
gelten
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1. Januar 2015 folgende Abo-Preise: Normalpreis 144 Euro; Studenten
68 Euro; Einzelheftpreis 15 Euro; im Inland inkl. Versandkosten, im Ausland zzgl. Versandkosten.
„Wir sichern Gesundheit“ – unter diesem Motto feiert die FKT ihr
40-jähriges Jubiläum. Mit Tagungen in Dresden, Dortmund,
Würzburg und Hamburg kommt sie dazu zu ihren Mitgliedern.
Abschalten
Raumlufttechnik im OP
Das Dresdener Modell macht Schule
19. Jg. | Oktober 2014
5
NACHRICHTEN
Martin Blümke (2.v.l.) rechnete in Berlin
mit dem neu verhandelten MDK-Prüfverfahren ab: „Krankenhäuser können nur
noch reagieren.“
MDK-PRÜFVEREINBARUNG
„Das ist eine 7:1-Niederlage“
Martin Blümke war auf einer DKG-Veranstaltung Gesprächsthema Nummer eins, weil er die Einigung
der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) mit den Kassen über das MDK-Prüfverfahren scharf
kritisiert hat. Im Interview erklärt der Chef-Controller des Westküstenklinikums, was ihn so ärgert.
In Ihrem Vortrag sprachen Sie von
einem 7:1 für die Kassen – in Anlehnung an den Sieg der Deutschen Nationalmannschaft über Brasilien. Hat
sich die DKG über den Tisch ziehen
lassen?
Die DKG ist einer politischen Kampagne der Kassenverbände zum Opfer gefallen. Die ständigen Vorwürfe,
Kliniken würden falsch abrechnen,
zeigen Wirkung. Unter diesen Vorzeichen gingen die Interessen der
Krankenhäuser unter. Die DKG hat
ja ohne Frage einen großen Verhandlungserfolg erzielt: Die Krankenkassen
wollten Kliniken zu einer Strafzahlung
von 300 Euro verdonnern – für jeden
Fall, bei dem sich der Rechnungsbetrag nach der Prüfung reduziert. Um
diese 300-Euro-Zahlung abzuwenden,
musste die DKG offenbar viele andere
Positionen räumen. Unter dem Strich
war es ein 7:1, aber die DKG hat ein
10:1 abgewendet.
6
Was hätten Sie sich für ein Verhandlungsergebnis gewünscht?
Ich finde zum Beispiel die Fristenregelungen unzureichend. Jetzt bleiben
uns vier Wochen Bearbeitungszeit
für einen Fall. In rund 80 Prozent der
Fälle ist das kein Problem, aber bei
Fällen mit langem Verlauf, intensiver
Betreuung und hohem Dokumentationsaufwand reicht diese Frist nicht
aus. Gibt eine Klinik nicht fristgerecht
ab, hat sie nur noch Anspruch auf den
Erlös, den die Kasse für nötig hält.
Das Recht nachzufordern, ist dann
verwirkt. In diesen Fällen müssen Kliniken die Frist verlängern können.
Kann man von Kliniken nicht korrekte Abrechnungen erwarten?
Die Kliniken rechnen ja korrekt ab.
Aber es gibt zu viele Graubereiche. Ein
Beispiel: Der OPS-Katalog unterscheidet beim Monitoring von Schlaganfallpatienten zwischen Tag und Nacht:
Nachts muss die Klinik den Patienten
nur alle acht Stunden befunden, tagsüber alle sechs. Doch wann beginnt
und endet die Nacht? Dazu gibt es
Klageverfahren. Diese Undeutlichkeiten finden wir an vielen Stellen, dazu
unterschiedliche Interpretationen von
Kliniken, MDK und Gerichten. Es ist
sehr schwer für ein Krankenhaus, es
allen recht zu machen.
Ist das ein reines OPS-Problem?
Die OPS-Probleme sind in den meisten Fällen behebbar. Doch diese Codes
machen nur 10 bis 15 Prozent aus. 80
Prozent der Streitfälle basieren auf der
Frage, ob der Patient so krank war,
dass er stationär hätte behandelt werden dürfen oder nicht – eine weitere
große Grauzone.
Ist ein MDK-Gutachten zu Lasten einer Klinik gesprochen, darf die Kasse
das beanstandete Geld sofort einziehen, obwohl die Klinik noch Widerspruch einlegen kann. Was bedeutet
das für Ihre Kliniken?
Das Westküstenklinikum hat eine
MDK-Prüfquote von 12 Prozent, das
entspricht dem Bundesdurchschnitt.
Die strittigen Beträge summieren sich
bei uns jährlich auf 2,5 Millionen
Euro. Die Hälfte der Fälle gewinnen
wir. Die Mehrheit der Fälle beenden
wir außerdem einvernehmlich mit den
Kassen. Bei einem Streitwert von 0,5
bis 1 Million Euro – das ist circa ein
Drittel des jährlichen Streitwerts –
kommt es zum Widerspruch. Die
Auseinandersetzungen können dann
zukünftig über die Schlichtungsstelle
bis zum Sozialgericht gehen und dauern oft Jahre, in denen wir auf unser
Geld warten müssen.
Interview: Jens Mau
Oktober 2014 | 19. Jg.
Foto: DKG (bildschön)
Warum sind Sie mit dem Verhandlungsergebnis der DKG so unzufrieden?
Die Regelungen haben sich einseitig
zugunsten der Kassen verändert. Die
Entscheidungsgewalt liegt in allen
kritischen Punkten bei Kassen und
medizinischem Dienst (MDK). Krankenhäuser können nur reagieren.
NACHRICHTEN
WAS
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19. Jg. | Oktober 2014
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7
NACHRICHTEN
KLINIKINSOLVENZEN
Eitorf, Dissen – und das sind wirklich alle?
Die Zahl der in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedrohten Krankenhäuser hat sich in nur drei Jahren
verdoppelt. Doch von Kliniken, die auch insolvent gehen, hört man kaum. Wie kann das sein?
linik Eitorf meldet Insolvenz
an“: Diese Meldung lief Mitte
September auf unserer Nachrichten-Plattform kma-online. Wenn
man an die alarmierenden Prognosen
der Wirtschaftsforscher zur existenzbedrohlichen Lage vieler Kliniken in
Deutschland denkt, müssten wir solche Nachrichten alle paar Wochen abliefern. Aber Eitorf bei Bonn war erst
der zweite von uns registrierte Fall von
Klinikinsolvenzen im diesem, bald zu
Ende gehenden Jahr 2014. Der erste
war, wenige Wochen zuvor, das Klinikum Osnabrücker Land in Dissen.
Wann folgen der dritte, vierte, weitere? Eigentlich wären sie überfällig.
K
Nach dem „Krankenhaus Rating Report 2014“ hat sich die wirtschaftliche
Lage der Kliniken in Deutschland deutlich verschlechtert. Ein Drittel der Häuser (34 Prozent) steckte in den roten
Zahlen. Der Anteil der Kliniken mit
erhöhter Insolvenzgefahr verdoppelte
sich in nur drei Jahren von 7,4 auf 13,8
Prozent. Bis 2020, so die Prognose des
Reports, könnten rund 13 Prozent der
Krankenhäuser vom Markt verschwinden. Doch publik geworden ist bisher
wenig. Wie lässt sich das erklären?
Wenn man sich das vom Rating Report
skizzierte Lagebild ansieht, ist zumindest Dissen keine Überraschung. Krankenhäuser in Niedersachsen schneiden,
was die Ausfallwahrscheinlichkeit betrifft, im Vergleich der Bundesländer
am schlechtesten ab. Während das
kaum durchschnittlich wirtschaftsstarke Flächenland Niedersachsen im
Fall Dissen den Geldhahn zugedreht
hat, finden sich in anderen Ländern
für defizitäre Krankenhäuser offenbar
immer noch Lösungen. Die nächsten in
diesem Negativ-Ranking der existenzbedrohten Krankenhäuser sind Hessen,
Baden-Württemberg und Bayern. Aber
von Insolvenzen reihenweise hört man
dort nichts. Dass diese Länder wohlhabender sind als andere, scheint hier ausnahmsweise einmal Teil des Problems
zu sein. „Dort brennt es“, sagt Boris
Augurzky, Gesundheitsexperte beim
Insolvenzgefahr nach Krankenhausträgern
28,3
Öffentlich
Freigemeinnützig
Privat
15,6
3,2 9,0
19,1
52,6
10,7
73,7
87,9
Quelle: Krankenhaus Rating Report 2014
Süden heißt nicht immer Sonne: Von den Krankenhäuser mit besonders großer Insolvenzgefahr
(rot) befindet sich der Großteil in öffentlicher Trägerschaft. Besonders viele davon liegen in den
wohlhabenderen, süddeutschen Ländern Hessen, Baden-Württemberg und Bayern – die offenbar
eine größere Freiheit besitzen, sich dieses Problem zu leisten.
8
RWI Essen und Mit-Autor des Rating
Reports, für den zur Veranschaulichung von Forschungsergebnissen die
„Ampelklassifikation“ entwickelt wurde, mit ihren drei selbst erklärenden
Bereichen rot, gelb und grün. „Im roten
Bereich, mit erhöhter Insolvenzgefahr,
sind vor allem kommunale Häuser in
Süddeutschland vertreten“, sagt Augurzky. Damit habe man bereits einen
Teil der Erklärung: „Die Träger in diesen Regionen fangen ihre Krankenhäuser auf, ehe es ernst wird. Damit ist der
größte Teil der Krankenhäuser im roten
Bereich gar nicht mehr sichtbar.“
Wie Phönix aus der Asche
Da er diese Unsichtbarkeit aber nicht
für die Lösung des Problems hält, rät
der promovierte Volkswirt zur Flucht
nach vorne: „Für manche K rankenhäuser, denen es wirtschaftlich
schlecht geht, könnte es strategisch
sogar klug sein, in die ‚geplante Insolvenz‘ zu gehen, um harte Sanierungsmaßnahmen umsetzen zu können und
danach wieder wie Phönix aus der
Asche aufzusteigen.“ Doch Augurzky
verweist zugleich darauf, dass Krankenhäuser sehr im Licht der Öffentlichkeit stehen, dass bei Insolvenzen
immer stark das Personal tangiert
ist – und sie mit der Gefahr verbunden sind, dringend nötige Patienten
abzuschrecken. Betriebswirtschaftlich
könne eine Insolvenz ein Befreiungsschlag sein, kommunalpolitisch sei sie
inopportun. Denn: „Sie ist immer mit
unerwünschten politischen Nebeneffekten verbunden“.
Adalbert Zehnder
Oktober 2014 | 19. Jg.
NACHRICHTEN
Cornelia Prüfer-Storcks: Hamburgs Gesundheitssenatorin leitet die Bund-Länder-AG zur
Vorbereitung der Krankenhausreform.
BUND-LÄNDER-AG
dem Krankenhausplan ausschließen. Die
Hamburger Gesundheitssenatorin und
Vorsitzende der Bund-Länder-AG, Cornelia
Prüfer-Storcks, zieht unter anderem Vorgaben zur Komplikationsrate in Betracht.
KVs sollen in der Notfallversorgung
mit Kliniken kooperieren
Außerdem beschäftigte sich die AG mit
der Frage, ob die Selbstverwaltung InekKalkulationskrankenhäuser in Zukunft
bestimmen kann. Derzeit ist die Teilnahme an der Kalkulation freiwillig. Laut
eines Schreibens der Deutschen Krankenhausgesellschaft, das kma vorliegt,
will sich die AG auch darüber verständi-
gen, wie die Landesbasisfallwerte konkret
angeglichen werden sollen. Ein weiteres
Thema ist die Sicherung einer ausreichenden Personalausstattung der Kliniken.
Gedacht wird an eine Wiederbelebung
der Pflegepersonalregelung (PPR), wie es
kürzlich in einem von der Gewerkschaft
Verdi in Auftrag gegebenen Gutachten
der Universität Duisburg-Essen vorgeschlagen wurde. In der Notfallversorgung
sollen die Kassenärztlichen Vereinigungen
verpflichtet werden, mit Kliniken zu kooperieren. Dem Vernehmen nach will die
AG Ende des Jahres ein Eckpunktepapier
veröffentlichen.
rp/kig/mau
www.kaldewei.de
SPD- und CDU-regierte Länder sind offenbar dabei, sich auf eine konsequente
qualitätsorientierte Bedarfsplanung zu
einigen – so der Diskussionsstand in der
zweiten Sitzung der Bund-Länder-AG. Es
scheint klar, dass die Mitglieder der AG
die kürzlich formulierten Änderungen
des Hamburger Krankenhausgesetzes
als Muster dessen betrachten, was in
Deutschland flächendeckend passieren
sollte. Hamburg will künftig auch die Ergebnisqualität bei der Krankenhausplanung berücksichtigen und nicht nur – wie
bisher – die Strukturqualität. Kliniken
und Fachabteilungen mit unzureichender
Qualität will der Hamburger Senat aus
Foto: Senat Hamburg
Krankenhauspläne sollen Ergebnisqualität berücksichtigen
Die Xetis bietet beste Voraussetzungen für den Einsatz im Gesundheitswesen.
Hinter der hochwertigen Blende verbirgt sich die montagefreundliche
Systemtechnik des integrierten Ablaufs.
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19. Jg. | Oktober 2014
XETIS
Visionäre Healthcare Lösung mit System.
9
NACHRICHTEN
Rechtskolumne
LESERBRIEF
Muffeln kommt viel zu oft vor
Dein? Oder mein?
Zum Editorial „Bitte lächeln“
kma 08/2014
Bonusmeilen, Geschenke, geldwerte Vorteile: Vermögensrechtliche Zweifelsfälle sollten im Arbeitsvertrag von Angestellten klar geregelt sein.
Mit Ihrem Kommentar haben Sie sozusagen ins Schwarze getroffen. Leider kommen die von Ihnen beschriebenen, selbst
erlebten Beispiele auch in unserem Klinikverbund zu oft vor.
Aus diesem Grund hat sich die Unternehmensführung entschieden, eine sogenannte Charme-Offensive durchzuführen.
In einer ersten Projektphase werden alle Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter der Info-Punkte, des Patientenmanagements und
der Not- und Unfallaufnahmen – also all diejenigen, die den
Erstkontakt zu den Patienten und Besuchern haben – geschult, um ihre Patienten- und Serviceorientierung zu verbessern. Für die Schulungen haben wir die Service Akademie
eines großen deutschen Reiseveranstalters engagiert.
10
Alexander Tsongas, Abteilungsleiter Marketing, RKH-Kliniken Ludwigsburg
KLINIKUM REGION HANNOVER
Betrugs-Verfahren eingestellt
Foto: EEP
Die Pflichten von Angestellten und
leitenden Angestellten sollten durch
den Arbeitsvertrag klar geregelt
sein. Gerade in vermögensrechtlicher Hinsicht aber herrschen in der
Praxis diesbezüglich häufig Unkenntnis und Verunsicherung. So
sind die Annahme von Geschenken,
wirtschaftlichen Vorteilen oder die
Verwendung von Betriebsmitteln
Christian Rybak: Der
nicht selten konfliktträchtig, sogar Münchner Jurist ist
in strafrechtlicher Hinsicht. Kürz- Experte für Medizinrecht
lich lehnte das Oberlandesgericht bei Ehlers, Ehlers & PartNaumburg ein Strafverfahren gegen ner (www.eep-law.de).
einen ehemaligen Klinikgeschäftsführer ab. Die Staatsanwaltschaft
dagegen sah unter anderem in den Ausgaben für ein Mitarbeiterfest eine unzulässige Mittelverwendung, die aus ihrer
Sicht den Vorwurf der Untreue begründet hätte. Die Einstellung des Verfahrens ist zwar der Sache nach richtig, führt
aber am Ende nicht zu einer Rehabilitation des Betroffenen,
da die öffentlichkeitswirksame Erhebung der Anklage nicht
mehr aus der Welt zu schaffen ist. Dies zeigt einmal mehr,
wie sensibel dieser Bereich zu handhaben ist. Einen interessanten Berührungspunkt zu dieser Materie weisen auch die
beliebten Bonusmeilen von Flug- oder Bahngesellschaften
auf. Grundsätzlich kann der Arbeitgeber darauf bestehen,
dass dienstlich erworbene Meilen ihm zur Verfügung gestellt
werden. Wurde dem Arbeitnehmer die private Nutzung über
einen längeren Zeitraum widerspruchslos gestattet, liegen die
Dinge anders. Deshalb empfehle ich, dass derartige Sonderleistungen unter ausdrücklichem Widerrufsvorbehalt gewährt
werden, wenn nicht ohnehin eine arbeitsvertragliche Regelung besteht. Auch strafrechtlich kann die private Nutzung
von dienstlich erworbenen Bonusmeilen relevant sein, auch
wenn sich hier noch keine einheitliche Rechtsprechung herausgebildet hat. Steuerrechtlich ist zu beachten, dass es sich
um einen geldwerten und damit zu versteuernden Vorteil
handelt, wenngleich die Versteuerung häufig bereits durch
die Fluggesellschaft vorgenommen wird. Dies ist im Einzelfall
genauestens zu prüfen.
Die frühere Führungsmannschaft eines deutschen Großkrankenhauses fast geschlossen auf der Anklagebank: Im Juli vor einem
Jahr hatte das Oberlandesgericht Celle grünes Licht für ein bis dahin einmaliges und aufsehenerregendes Verfahren gegeben. Sechs
Manager des Klinikums Region Hannover (KRH), darunter zwei zu
diesem Zeitpunkt amtierende und zwei ehemalige Mitglieder der
Geschäftsführung, sollten sich wegen „Untreue“ und „Förderung
der Schwarzarbeit“ verantworten. Die Staatsanwaltschaft warf den
Angeklagten vor, 140 Mitarbeiter des Krankentransportdienstes
systematisch als „Scheinselbstständige“ beschäftigt zu haben,
um eine halbe Million Euro Sozialversicherungsbeiträge und 50.000
Euro Steuern einzusparen. Ohne dass dies in der Öffentlichkeit
große Wellen geschlagen hätte, hat das zuständige Landgericht
Hildesheim das Verfahren inzwischen gegen Zahlung einer Geldauflage eingestellt. Noch-Geschäftsführer Norbert Ohnesorg muss
wie seine früheren Kollegen Karsten Honsel und Rainer Brase
25.000 Euro zahlen, Ex-Geschäftsführer Friedrich von Kries 5.000
Euro. Zur Klärung der Vorwürfe hätte eine Wirtschaftskammer
des Gerichts etwa ein Jahr lang ein undurchsichtiges Geflecht an
Abläufen und Zuständigkeiten durchleuchten müssen, ohne dass
mit erheblichen Strafen zu rechnen gewesen wäre. „Die Justiz hat
andere Sachen zu bearbeiten“, sagte der vorsitzende Richter. Das
KRH hat die fraglichen Sozialabgaben nach eigenen Angaben bei
den Sozialversicherungsträgern beglichen.
adi
Oktober 2014 | 19. Jg.
NACHRICHTEN
AMEOS-DRK-KLINIKEN-DEAL
Turbulente Übernahme
Der private Klinikträger übernimmt die DRK Kliniken Wesermünde mit
ihren drei Krankenhäusern in Bremerhaven und Debstedt. Während Ameos
massive Investitionen in alle Standorte ankündigt, wächst die Unruhe unter
Mitarbeitern und Kommunalpolitikern. Sie befürchten einen Stellenabbau
und die Schließung einzelner Häuser.
meos erhielt als letzter ernsthafter Bieter den Zuschlag vom
Träger der Häuser, der Stiftung
DRK-Krankenanstalten Wesermünde.
„Mit der Ameos-Gruppe hat die Stiftung einen finanzkräftigen Träger für
ihre drei Krankenhäuser gefunden.
Ameos bietet die beste Gewähr für
die Sicherstellung der Krankenhausversorgung der Bevölkerung in Bremerhaven und dem Landkreis Cuxhaven“, teilte die Geschäftsführung
der Stiftung mit. In Bremerhaven rief
diese Entscheidung einigen Unmut
hervor, da es seit Längerem Gespräche mit der Stadt Bremerhaven, der
Gesundheitsbehörde des Landes Bremen und den Krankenkassen über
die Gründung eines kommunalen
Klinikverbunds gegeben hatte. Diese
Gespräche hätten aber „für die Krankenhäuser der Stiftung keine sichere
finanzielle, medizinische und personelle Perspektive hervorgebracht“,
begründete die Stiftung ihren Entschluss.
A
Ameos verspricht Investitionen
Der Schweizer Klinikträger versprach
hingegen, die drei Standorte Am Bürgerpark & St. Joseph-Hospital (Bremerhaven) sowie die Seepark Klinik
Debstedt zu erhalten und kräftig investieren zu wollen. „Wir werden die Klinika in Bremerhaven und Debstedt medizinisch weiterentwickeln und so neue
Erlösquellen erschließen. Dadurch wird
die Wirtschaftlichkeit wiederhergestellt
und somit die Existenz der Häuser und
19. Jg. | Oktober 2014
Ausschnittsfactoring
der Arbeitsplätze gesichert“, versprach
Marina Martini, Vorstand Unternehmensentwicklung bei der Ameos
Gruppe. Das bestehende Angebot werde nicht nur erhalten, sondern weiter
ausgebaut. Die Versprechungen von
Ameos werden jedoch bei der Gewerkschaft Verdi und den rund 1.600 Mitarbeitern der DRK-Kliniken mit großer
Skepsis aufgenommen. Die Mitarbeiter
fürchten einen Stellenabbau und eine
massive Verschlechterung der Arbeitsbedingungen, obwohl der Klinikkonzern den Beschäftigten eine Beschäftigungsgarantie bis Ende 2015 gibt.
Grund: Bei vergleichbaren Klinikübernahmen des Schweizer Klinikträgers
kam es in der Vergangenheit immer
wieder zu starken Einschnitten beim
Personal. Ameos-Vorstand Michael
Dieckmann wollte in einem Fernsehinterview mit dem Regionalprogramm
von Radio Bremen denn auch nicht
ausschließen, dass es ab 2016 auch in
Bremerhaven dazu kommt. „Ich glaube aber nicht, dass wir Mitarbeiter
entlassen müssen“, sagte der AmeosManager. Die hohen Investitionskosten
in die Häuser wolle der Konzern durch
mehr und bessere Leistungen finanzieren, „unsere Erfahrungen zeigen, dass
Ameos zwar nicht unbedingt direkt
entlässt. Es werden aber Abteilungen
ausgelagert und Stellen mit Tarifbindung abgebaut, um diese mit Leiharbeitern zu ersetzen“, sagt Uwe Schmid
von der Verdi Bezirksverwaltung Bremen-Nordniedersachsen.
Guntram Doelfs
11
Die maßgeschneiderte Umsatzfinanzierung für Krankenhäuser und RehaKliniken bietet eine hohe Flexibilität
durch kurzfristige Debitorenauswahl.
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Im Zollhafen 5 (Halle 11)
50678 Köln
Telefon 0221.97356-160
Telefax 0221.97356-164
bfs-service@sozialbank.de
www.bfs-service.de
www.sozialbank.de
NACHRICHTEN
MEDICA EDUCATION CONFERENCE 2014
Wissenschaft trifft Medizintechnik
DIE TOP 3 IM SEPTEMBER
Die Vernetzung von Medizin und Technik steht im Mittelpunkt
der Medica Education Conference (MEC), die als wesentlicher
Bestandteil des Weltforums für Medizintechnik Medica vom 12.
bis 15. November in Düsseldorf stattfindet.
Am häufigsten geklickt
KLINIK-NEWS 9.9.2014
Die interdisziplinäre und internationale Fortbildungsveranstaltung richtet sich an Mediziner aller Fachbereiche, Wissenschaftler und Hersteller sowie Einkäufer innovativer Medizintechnik.
Die Conference wird in diesem Jahr erstmals von der Deutschen
Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) gestaltet. Die Themen,
Inhalte und das fachliche Programm entwickelte ConferencePräsident Hendrik Lehnert vom Universitätsklinikum SchleswigHolstein gemeinsam mit einem Programmkomitee, das aus Vertretern aller großen medizinischen Fächer besteht.
Symposien auf der MEC
An den vier Konferenztagen steht jeweils ein Schwerpunktthema
im Mittelpunkt. Für die Conference 2014 sind das Infektion und
Entzündung, Telemedizin und Robotik, Gastrointestinale Onkologie und Interventionelle Medizin. Über diese Fokusthemen hinaus
greifen Experten aktuelle Themen aus verschiedenen Fachbereichen der klinischen Medizin auf. Unter anderen finden sich auf
dem Tagungsprogramm folgende: Nierenprobleme - Rechtzeitig
erkennen und behandeln, Diabetes mellitus im Alter - Spezifische
Herausforderungen, Transplantation in der Viszeralmedizin und
Primärprävention und Screening in der Onkologie.
DRK KLINIKEN WESERMÜNDE
1 Ameos übernimmt drei DRK-Krankenhäuser
Die DRK-Krankenanstalten Wesermünde hat ihre drei Kliniken an
Ameos verkauft. Der private Träger bekam den Zuschlag, nachdem Gespräche über einen Klinikverbund mit der AOK, der Stadt
Bremerhaven und dem Land Bremen gescheitert waren. weiter …
WIRTSCHAFT 9.9.2014
I-SOFT
2 60 Mitarbeiter müssen gehen
Nur einen Monat nach der Übernahme durch Radiomed baut I-Soft
massiv Stellen ab. Insgesamt 60 der bislang 330 Mitarbeiter verlieren infolge einer Restrukturierung ihren Job. weiter …
Fortbildung mit Messebesuch
Im Vergleich zu den Vorjahren hat die DGIM das Programm der
Conference neu gestaltet und die Strukturen gestrafft. So können alle Teilnehmer der MEC eine abwechslungsreiche, ganztägige wissenschaftliche Fortbildung mit dem Besuch der Medica
kombinieren. Internationale Keynote-Speaker sind zur Conference eingeladen, die Simultan-Übersetzung vieler Veranstaltungen ermöglicht allen Besuchern einen aktiven Austausch.
kma
KLINIK-NEWS 4.9.2014
WESERMARSCH KLINIK
3 Helios bricht Fusionsgespräche ab
Diskutieren Sie mit!
Kommentieren Sie unsere Artikel auf
kma-online – ganz ohne Registrierung!
Wir freuen uns auf Ihren Beitrag.
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Foto:DRK-Kliniken Wesermünde
Krankenhausbetreiber Helios hat die festgefahrene Verhandlung
über eine Fusion zwischen der Wesermarsch Klinik und dem katholischen St. Bernhard-Hospital in Brake beendet. weiter …
Weitere Infos
www.www.medica.de/mec1
Vom 12. bis 15. November findet die Medica Education Conference in Düsseldorf statt. Das vorläufige Programm der Conference finden Interessierte unter oben genanntem Link.
Oktober 2014 | 19. Jg.
NACHRICHTEN
29. DIALOG GESUNDHEITSWESEN
An einer Stelle lassen sich in Krankenhäusern
noch immer beachtliche Rationalisierungspotenziale heben: Wenn die Infrastruktur und die zu ihr
gehörenden Logistikabläufe mit den klinischen
Prozessen zusammenwachsen. Die Vorträge und
Diskussionen beim 29. „Dialog Gesundheitswesen“ anlässlich der Medica in Düsseldorf werden
sich deshalb diesem spannenden Themenfeld
widmen.
Die vor zehn Jahren ursprünglich als Netzwerk
für Berater gegründete Veranstaltungsreihe
stieß in jüngster Zeit auch auf wachsendes Interesse im Krankenhausmanagement, bei Zulieferindustrie und Dienstleistern. Deshalb haben
die Organisatoren jetzt den Teilnehmerkreis um
diese Zielgruppen erweitert – und diesen Wandel auch im Eigennamen der Veranstaltung zum
Foto: Stockheim
Neuer Name, neue Leute
Ausdruck gebracht: Der „BeraterDialog“ ist ab
sofort der „Dialog Gesundheitswesen“.
Donnerstag, 13. November 2014
Rheinterrasse Düsseldorf
18.30 Uhr: Aperitif
19 Uhr: Beginn der Veranstaltung
Moderation:
Kirsten Gaede, Chefredakteurin kma
Stefan Burkart, Bodensee-Institut
medien
Anmeldung unter: www.beraterdialog.de
VIVANTES
Grebe führt alleine
Das größte kommunale Klinikunternehmen
Deutschlands wird bis auf Weiteres nur
mehr von einer Einzelperson geführt. Der
Berliner Vivantes-Verbund bestätigte auf
kma-Nachfrage, dass Personalgeschäftsführer Christian Friese zum Jahresende
ausscheidet, weil sein Vertrag nicht verlängert wird. Damit ist Andrea Grebe –
offizieller Titel: „Vorsitzende der Geschäftsführung“ – faktisch Alleingeschäftsführerin. Erst im März hatte sich Vivantes von
seinem Finanzgeschäf tsführer Bernd
Kahnes getrennt, nachdem die Staatsanwaltschaft gegen ihn ermittelte. Bis zum
überraschenden Abschied des damaligen
Konzernchefs Joachim Bovelet Mitte 2013
war die Führungsverantwortung bei Vivantes stets auf vier Personen verteilt.
adi
19. Jg. | Oktober 2014
+HDOWK0DQDJHPHQW
für Ärztinnen und Ärzte im leitenden ärztlichen Dienst
29. berufsbegleitende Weiterbildung des mibeg-Instituts Medizin
in Kooperation mit der Ärztekammer Nordrhein
zur Erlangung des Zertifikats „Health Management“
:LVVHQVFKDIWOLFKHU%HLUDW
Prof. Dr. med. Arend Billing, Offenbach; Prof. Dr. med. Günter Görge,
Saarbrücken; Prof. Dr. med. Gabriele Köhler, Fulda;
Dr. med. Christian Peters, Flensburg; Dr. med. Robert Schäfer, Düsseldorf
,QKDOWHGesundheitspolitische und ökonomische Rahmenbedingungen
des Gesundheitswesens; Wirtschaftlich orientiertes Management: Grundlagen
für Chef- und Oberärzte; Controlling im Krankenhaus; Planungs- und
Organisationsprozesse im Krankenhaus; Qualitätsmanagement; Positionierung des
Krankenhauses in der Öffentlichkeit; Leitungsstrategien für Chef- und Oberärzte
6WDUW21. November 2014
'DXHUSieben Seminareinheiten im Zeitraum eines Jahres
Sachsenring 37–39 · 50677 Köln
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ZZZPLEHJGH
13
NACHRICHTEN
MINDESTPERSONALBESETZUNG
Der Zuspruch wächst
Die Personalsituation in der Pflege gibt der Politik zu denken – so sehr, dass Wissenschaftler und Mitglieder der Bund-Länder-AG eine Mindestpersonalbesetzung nicht mehr für indiskutabel halten.
ur Mindestpersonalbesetzung
gab es im letzten Sommer im
Bundestag eine Anhörung. Die
Deutsche Krankenhausgesellschaft
und der GKV-Spitzenverband, die
unter anderen Stellung nehmen sollten, hielten das ganz offenbar für
eine Schnapsidee und behandelten
das Thema nonchalant. Kein Wunder: Schließlich war es die Linke, eine
kleine und oft belächelte Fraktion, die
den Bundestag aufgefordert hatte, eine
geregelte Fachkräftequote für Kliniken
zu beschließen. Doch jetzt geht es für
Selbstverwaltung und Kliniken zur
Sache: Die Bund-Länder-AG beschäftigt sich mit der Mindestpersonalbesetzung. Zu allem Überfluss scheint
deren Vorsitzende Cornelia PrüferStorcks geneigt, das Thema ernst zu
nehmen. Wenn in anderen europäischen Ländern der Personalschlüssel
häufig fast doppelt so hoch ist wie in
Z
Vielen Fachkräften ist der Spaß an ihrem
Beruf vergangen, weil sie ihre Patienten
nicht mehr so pflegen und überwachen
können, wie sie eigentlich sollten. Aber
vielleicht gibt es Kliniken, in denen die
Personalbesetzung stimmt, in denen die
Pflegekräfte nicht gehetzt sind und nicht
vom schlechten Gewissen gegenüber
Patienten geplagt werden. Sollten Sie in
einer solchen Klinik arbeiten, ob im Management oder auf Station, dann schreiben Sie uns (redaktion@kma-medien.de).
Wir würden Ihre Beispiele gerne auf kma
online veröffentlichen.
14
Deutschland, „ist dies ein Befund, den
man zur Kenntnis nehmen muss“, sagte
die Hamburger Gesundheitssenatorin
auf dem Gesundheitswirtschaftskongress in ihrer Heimatstadt.
Wasem spricht von 3,5 Milliarden
Die Befürworter der Fachkräftequote
erhalten auch von wissenschaftlicher
Seite Flankenschutz: Der Professor für
Medizinmanagement Jürgen Wasem
von der Universität Duisburg-Essen
hat kürzlich eine Umfrage unter dem
Titel „Umgang mit Mittelknappheit
im Krankenhaus“ veröffentlicht, die
zeigt, dass neben Pflegedirektoren
auch Chefärzte – und oft sogar Geschäftsführer – die Personalsituation
in der Pflege kritisch betrachten. Nur
zwei Wochen später folgte im Auftrag
von Verdi eine ausführliche Argumentation von Wasem für die Pflegepersonalregelung (PPR) als Instrument
zur Messung des Personalbedarfs.
„Ihre derzeitige Verwendung als Verrechnungsinstrument im Rahmen der
Kalkulation zeigt, dass die Instrumente ohne Weiteres ins DRG-System
einzufügen sind“, schreiben Wasem
und seine Mitarbeiter. Allerdings, so
der Management-Experte, wäre ein
solcher Schritt nur sinnvoll bei „Ausfinanzierung der ermittelten Stellen“.
Wollte man dafür 3,5 Milliarden Euro
zur Verfügung stellen, entspräche dies
etwa einer Anhebung der geplanten
Zusatzbeiträge um 0,3 Prozentpunkte. Gewisse Freiheiten bei der Verwendung des Zuschusses würde Wasem
den Kliniken aber zugestehen: „Die
zweckgebundenen Mittel könnten
als Pflegebudget verwendet werden,
die auch technischen Entwicklungen
Rechnung tragen und Prozessoptimierung zulassen“, so Wasem.
Kirsten Gaede
Oktober 2014 | 19. Jg.
Foto: St. Joseph Stift Bremen
kma sucht positive Beispiele
Demonstrierende Pflegekräfte auf dem Bremer Marktplatz im Sommer 2013: „Die Politiker
merken durch die vielen Einzelaktionen, dass es da etwas gibt, mit dem sie sich auseinandersetzen müssen“, meint Michael Isfort vom Deutschen Institut für angewandte Pflegeforschung (dip).
NACHRICHTEN
Konzentration
bitte!
… denn
Konzentration auf das Kerngeschäft
ist überlebenswichtig.
Ihr Kerngeschäft ist die medizinische und pflegerische Versorgung Ihrer Patienten. Und die technische
wie auch die kaufmännische Komplexität einer Klinik nehmen stetig zu. Wenn enge Budgets, gesetzliche
Regelungen, Prüftermine und Wartungsintervalle Ihre knappen und wertvollen Ressourcen rauben, halten
wir Ihnen den Rücken frei.
Nutzen Sie bundesweit unsere mehr als 170 Techniker und Spezialistenteams. Ob Vollbewirtschaftung,
Gerätemanagement, Standardisierung & Optimierung oder Managementunterstützung – Wir helfen, damit
Sie sich uneingeschränkt auf Ihr Kerngeschäft konzentrieren können.
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19. Jg. | Oktober 2014
15
NACHRICHTEN
KIS-MARKT
US-Gigant Cerner rüstet sich für Selektivverträge
Im Markt für Krankenhausinformationssysteme hat es in den zurückliegenden Monaten spektakuläre Besitzerwechsel gegeben.
Bereits zum Jahresende 2013 schluckte die
Telekom das KIS von Brightone, ehemals Tieto, und im August erwarb Radiomed die
Gesundheitsanbieter die Verantwortung
für die Behandlungen von ganzen Bevölkerungsgruppen einer Region übernehmen.
Bei diesen sogenannten Bevölkerungsmanagementmodellen ist die elektronische
Steuerung und Verwaltung von zentraler
Bedeutung. IT-Anbieter, die in einer Region
eine kritische Masse an Leistungserbringern anbieten können, haben höhere Chancen, den Zuschlag zu bekommen.
Eingetütet wird der Siemens-Kauf Ende
dieses Jahres. Unklar ist noch, was mit
ISH-med passiert. Für das KIS aus dem Siemens-Portfolio hat SAP ein Vorkaufsrecht.
Der Abrechnungsriese überlegt noch, ob er
zuschlägt und damit ins Geschäft mit der
klinischen Software einsteigt.
mau
Foto: Cerner
Hello Germany: Der KIS-Hersteller Cerner mit
Sitz in Kansas City hat die Siemens Healthcare
IT für 1,3 Milliarden Euro gekauft.
Mannheimer KIS-Schmiede I-Soft. Für die
größte Überraschung sorgte jedoch Cerner. Der KIS-Gigant aus den USA hat sich
ebenfalls im August die Healthcare-ITSparte von Siemens für 1,3 Milliarden Euro
einverleibt. Im US-Markt für KIS ist Cerner
die Nummer zwei, in Deutschland hat das
Unternehmen bisher kaum Fuß gefasst.
Nun besitzt der Konzern den zweitgrößten
deutschen KIS-Anbieter. Dieser fulminante
Einstieg ins Deutschlandgeschäft war für
den Deal allerdings nicht ausschlaggebend.
Denn den Großteil seines Umsatzes macht
Siemens mit seiner Healthcare IT in den
USA – und das war offenbar entscheidend
für Cerner. Mit der Übernahme will das
Unternehmen dem Vernehmen nach auf
die wachsende Bedeutung von Selektivverträgen in den USA reagieren, bei denen
SONTHEIMER AFFÄRE
GNH-Aufsichtsratschef legt Amt nieder
Jürgen Kaiser hatte nie einen Hehl aus
seiner Unterstützung für den in Kassel
16
umstrittenen Vorstandschef gemacht und
im Aufsichtsrat für eine Verlängerung von
Sontheimers Vertrag geworben. „Fachlich
gab es an der Arbeit Sontheimers nichts
auszusetzen. Die GNH hat fünf Jahre in Folge einen deutlichen Gewinn erwirtschaftet“,
so der SPD-Politiker. Eine Mehrheit im Aufsichtsrat teilte diese Meinung nicht, denn
Sontheimer hatte sich mit seinem bisweilen
ruppigen Führungsstil und seiner strikten
Trimmung des Hauses auf wirtschaftlichen
Erfolg zu viele Gegner geschaffen. Im Arbeitnehmerlager sowieso, aber auch bei
Kommunalpolitikern und Spitzen der Verwaltung. Als Sontheimer-Befürworter stand
Aufsichtsratschef Kaiser nach dem Nein des
Kontrollgremiums düpiert da. Also räumte
Kaiser seinen Posten, damit der Aufsichtsrat
„unbelastet von den Diskussionen um die
Personalie Sontheimer“ nach einem neuen
Vorstandschef suchen könne, so der SPDPolitiker. Die Kandidatensuche liegt nun
zunächst in den Händen eines sechsköpfigen Personalausschusses, der geeignete
Bewerber finden und dem Aufsichtsrat vorschlagen soll. Dieser Ausschuss konstituierte sich nach Angaben von Kassels Sprecher
Ingo Happel-Emrich am 10. September,
also zeitgleich zu Kaisers Ankündigung
über seinen Rückzug. Auf den designierten
Nachfolger Bertram Hilgen wartet nun die
schwierige Aufgabe, rechtzeitig vor dem
Auslaufen von Sontheimers Vertrag am 31.
März 2015 einen geeigneten Nachfolger zu
finden. Leicht wird das nach den Vorgängen
im Juni nicht werden.
gd
Oktober 2014 | 19. Jg.
Foto: Stadt Kassel (Soremski)
Die Affäre um die Anfang Juni gescheiterte
Wiederwahl von Gerhard Sontheimer zum
Vorstandschef der Gesundheit Nordhessen
Holding (GNH) hat mit Aufsichtsratschef Jürgen Kaiser ein weiteres „Opfer“ gefordert.
Der Kasseler Bürgermeister legte Ende September sein Mandat als Aufsichtsratsvorsitzender der GNH-AG nieder, die mit 4.800
Mitarbeitern zweitgrößter Arbeitgeber in
der Region Nordhessen ist. Kassel zog sich
auch aus den Aufsichtsräten der Klinikum
Kassel GmbH und der Kreiskliniken Kassel
GmbH zurück. Designierter neuer Aufsichtsratschef der kommunalen Gesundheitsholding mit vier Krankenhäusern ist Kassels
Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD);
die Aufsichtsratssitzung am 30. September
fand jedoch nach Redaktionsschluss dieser
Ausgabe statt.
Rückzug: Kassels
Bürgermeister
Jürgen Kaiser
räumt für einen
Neuanfang den
Chefsessel im
GNH-Aufsichtsrat.
Gretchenfrage: Lassen sich kürzere Arbeitszeiten und chirurgische Ausbildung vereinen?
Die Fachgesellschaft sagt: nur schwerlich.
CHIRURGEN
DGCH warnt vor kurzen Arbeitszeiten
Arbeitszeiten von bis zu 80 Stunden in der
Woche sind für Chirurgen nicht unüblich.
Der Glaube, kürzere Arbeitszeiten würden
die Behandlungqualität verbessern, sei
aber falsch, sagt Peter M. Vogt, Präsident
der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie
(DGCH). Er verweist auf eine amerikanische
Untersuchung, die jüngst in der Fachzeitschrift Annals of Surgery publiziert wurde.
Danach gaben in Umfragen mehr als die
Hälfte der Teilnehmer an, dass sie sich
ebenso übermüdet fühlen, wenn sie kürzere Schichten arbeiten. Laut Studie bestehe
bei Patienten mit komplexen Erkrankungen
ein erhöhtes Risiko gefährlicher Komplikationen, weil durch die häufigen Schichtwechsel der Ärzte Informationen verloren gehen
würden. Assistenzärzte mit einer maximalen Einsatzdauer von 16 Stunden am Stück
schneiden gemäß der Studie in Facharztprüfungen teilweise sogar schlechter ab als
ihre länger arbeitenden Kollegen.
„Selbstverständlich gilt es, Überbelastung
von Assistenzärzten zu vermeiden“, meint
Vogt. Ob Dienstverkürzungen allein dazu
beitragen, bezweifelt er allerdings. Denn
vor der Facharztanerkennung müssen
die Nachwuchs-Chirurgen es schaffen,
wichtige Operationen nachzuweisen. „Erfahrungen und Praxis sind neben einem
fundierten theoretischen Fachwissen
der wichtigste Ausbildungsinhalt für einen kompetenten Chirurgen“, sagt auch
DGCH- Generalsekretär Hans-Joachim
Meyer, „deswegen ist es notwendig, dass
angehende Fachärzte so viele Eingriffe wie
möglich miterleben“. Um Assistenzärzte zu
entlasten, empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie deshalb ein klar strukturiertes Weiterbildungscurriculum und
eine sinnvolle Aufgabenverteilung.
gd/mau
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Einfach
intelligent
19. Jg.
| Oktober
2014
Annika
Schmidt
, Produktmanagerin
17
Foto: Fotolia (fotokalle)
NACHRICHTEN
NACHRICHTEN
Börse
Klinik-Aktien
Der große Ennui
S
chlusslicht unter den börsennotierten Klinik- und Pflegeheimbetreibern war mit einem Minus von 6 Prozent die Aktie von Curanum. Das erstaunt nicht: Der 93-Prozent-Großaktionär Korian Medica erklärte kürzlich, die verbleibenden freien
Curanum-Aktionäre noch 2015 aus dem Unternehmen drängen
zu wollen. Damit möchte er den Weg frei machen für eine Fusion
zwischen Curanum und seiner 100-Prozent-Tochter Phönix. Das
dann neu entstehende Unternehmen wird mit einem Marktanteil
von rund 1,8 Prozent der größte Player auf dem deutschen Pflegemarkt sein. Korian Medica wird dabei den freien Curanum-Aktionären ein angemessenes Abfindungsangebot unterbreiten, das
sich am Kurs vor der Bekanntgabe des Squeeze-out orientieren
wird. Dieser betrug damals circa 3,50 Euro je Aktie, sodass nicht
davon auszugehen ist, dass der Abwärtstrend der Aktie unterbrochen werden wird. Derzeit notiert sie bei 3,96 Euro.
gegen die Hauptversammlungsbeschlüsse vom 12. Juni befassen.
In dieser Hauptversammlung ging es im Kern um drei Punkte: die
Verwendung des Bilanzgewinns, den geplanten Aktienrückkauf
und die Wahl von Ludwig Georg Braun zum Aufsichtsratsmitglied.
Vor allem die beabsichtige Bestellung von Braun vom Medizintechnikunternehmen B.Braun in den Aufsichtsrat erzürnte die
Gemüter und stieß bei vielen Aktionären auf Kritik. Der Fall liegt
derzeit beim Oberlandesgericht Nürnberg, das bis Mitte November über einen Antrag vom Rhön-Klinikum auf Freigabe der Eintragung der Hauptversammlungsbeschlüsse ins Handelsregister
entscheiden muss. Fällt sie positiv aus – und davon ist wegen der
deutlichen Zustimmung der Hauptversammlung für die Anträge
des Unternehmens auszugehen – könnte das Weihnachtsgeld für
viele Rhön-Klinikum-Aktionäre sehr üppig ausfallen.
Hartmut Schmidt
Fotos: Fotolia (Dron, Münch, Dreizehn)
Die Börse wird derzeit vor allem vom billigen Geld getragen und der
Wahrscheinlichkeit, dass dies noch lange so bleiben wird. Zwar sind die
konjunkturellen Aussichten nicht gerade rosig, aber das spielt kaum
eine Rolle. In der Altenpflege gibt es in Kürze einen neuen Marktführer.
Maternus-Kliniken entlässt Vorstand
Gewinner unter den börsennotierten Klinik- und Pflegeheimbetreibern war mit einem Plus von 5 Prozent die Aktie von MaternusKliniken. Die jüngst bekanntgegebene Entlassung des Vorstands
Frank J. Alemany dürfte aber nicht der Grund dafür sein. Denn
die Ablöse – Nachfolger wird der Cura-Chef Michael Thanheiser – war
keine Überraschung: Die Hauptversammlung hatte bereits am 27.
August beiden Vorständen, Götz Leschonsky und Frank J. Alemany,
mit großer Mehrheit das Vertrauen entzogen. Die Entscheidung
wird außer Einsparungen im Personalaufwand nicht viel bringen. Denn Alemany, der innerhalb der Maternus-Gruppe für den
Bereich Reha verantwortlich war, hatte wegen der erheblichen
strukturellen Probleme des Bereichs kaum eine Chance, diesen
nachhaltig zu sanieren; es fehlten investive Mittel, der Bereich
Reha schreibt seit Jahren hohe Verluste und zieht den gesamten
Maternus-Konzern immer weiter nach unten.
Kursentwicklung von Dax/MDax und
Klinik-/Pflegeheim-Aktien in Deutschland
MDax
Dax
Fresenius
Rhön
Mediclin
Maternus
Marseille
Eifelhöhen
Curanum
-50% -40% -30% -20% -10%
seit 08/14
0%
10%
20%
30%
40%
seit kma 01/14
Quelle: HSP
Rhön plagt sich mit Anfechtungsklage
Die Aktie des Rhön-Klinikums verlor 1 Prozent an Wert. Das Klinikunternehmen muss sich immer noch mit einer Anfechtungsklage
18
Wenig Kursbewegung: Fresenius steht recht gut da, bei Rhön wartet
man gespannt auf die Entscheidung des Oberlandesgerichts Nürnberg.
Oktober 2014 | 19. Jg.
NACHRICHTEN
Expertenforum
Entscheider lesen kma
www.kma-online.de | 14 Euro
19. Jg. | September 2014
www.kma-online.de | 14 Euro
19. Jg. | August 2014
www.kma-online.de
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de | 14 Euro
19. Jg
JJg.
g. | JJuli
uli 2014
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Klinikchefs berichten, wie sie ihre Häuser in die schwarzen Zahlen geführt haben
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Interview mit Axel Fischer
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750 Millionen fürs Klinikum München
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Frau mit Widerspruchsgeist
Versorgungspolitik
Ein Institut macht noch keine Qualität
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19. Jg. | Oktober 2014
19
SZENE
Protonentherapie – Uniklinik Dresden
1 Roboter heilen Krebs: Bei der Eröffnung der
Protonentherapie der Uniklinik Dresden bestaunte
die Politprominenz modernste Technik. Von links:
Zentrumsleiter Michael Baumann, der Kaufmännische
Vorstand Wilfried Winzer, Sachsens Ministerpräsident
Stanislaw Tillich, Forschungsministerin Johanna
Wanka, Medizindekan Heinz Reichmann und Sachsens
Staatsministerin Sabine von Schorlemer.
1
Foto: Ray
Highlights
2
3
250 Jahre Ameos Klinik Bremen
2 Niemand ist älter als wir: zumindest was in Deutschland die Versorgung von psychiatrischen Patienten in privater Trägerschaft angeht. Entsprechend zufrieden verfolgte das Spitzenmanagement des privaten Gesundheitskonzerns Ameos gemeinsam mit 180 Gästen den
Festakt zum 250. Geburtstag der Bremer Klinik Dr. Heines. Von links: Uwe Gonther, Ärztlicher
Direktor, Krankenhausdirektorin Ruth von Basum, Ameos CEO Axel Paeger, Bremens Gesundheitssenator Hermann Schulte-Sasse und Ameos Vorstandsmitglied Michael Dieckmann.
3 Besuch vom Urahn: Eine zünftige Geburtstagsparty lockte sogar „Chirurgus“ Friedrich
Engelken aus der Gruft. Der Arzt (hier dargestellt vom Bremer Schauspieler Peter Lüchinger)
hatte 1764 mit der Betreuung psychiatrischer Patienten in der Bremer Klinik begonnen. Seine
Familie führte das über Generationen fort, ehe über die Zwischenstation Karl Dieter Heines
das Haus 2003 an Ameos ging.
Fotos: Ameos (Hayo)
4
Tag der offenen Tür, Bundesgesundheitsministerium
4 Ministerialer Jeck: Für einen guten Zweck setzt sich Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) auch schon mal im
Hochsommer eine rote Pappnase auf – eigentlich das StandardAccessoire rheinischer Narren. In diesem Fall besuchte Gröhe
beim Tag der offenen Tür im eigenen Ministerium die Spieleshow
„Kinder stark machen“. Während Gröhe und Moderator Eckart von
Hirschhausen (h.r.) sich offenbar königlich amüsierten, dachten
die Kinder wohl schon an den baldigen Freibadbesuch.
Foto: BMG (Schinkel)
20
Oktober 2014 | 19. Jg.
SZENE
Kolumne
Murzin unterwegs
Atemlos
5
Sommerfest Gesundheitsstadt Berlin
5 Haben wir es nicht schön hier? Ulf Fink (r.), Vorsitzender des Vereins
Gesundheitsstadt Berlin, und Hausherr Johannes Evers (l.), Chef der
Berliner Sparkasse, begrüßten rund 250 Gäste zum jährlichen Sommerfest
des Vereins. Roland Hetzer (M.), Vize-Vorsitzender des Vereins und scheidender Chef des Deutschen Herzzentrums Berlin (DHZB), nutzte die gute
Stimmung für ein paar ernste Worte in eigener Sache. In seiner Ansprache
äußerte er sich erstmals persönlich zu Manipulationsvorwürfen bei Organspenden am Herzzentrum und versprach eine lückenlose Aufklärung.
6 So warm, so sonnig: Mit Panoramablick auf die ankernden Jachten am
Wannsee und einem zünftigen Essen klappt auch das Netzwerken ganz
wunderbar. Promis aus Politik, Medien, Wirtschaft und Gesundheitswesen
folgten dem Ruf des früheren Berliner Gesundheitssenators. Das luxuriöse
Grundstück gehört übrigens der Berliner Sparkasse, nicht dem Verein.
Jörg Debatin, inzwischen Chief Technology Officer bei GE Healthcare,
brachte beim Hamburger Gesundheitswirtschaftskongress den Moderator und Prior der Veranstaltung,
Heinz Lohmann, ins Schwitzen. Zur
Überraschung aller bezeugte Debatin
n
bei der Podiumsdiskussion „Handeln
n
statt Jammern – Unternehmen brauchen
hen
Wettbewerb“ völlige inhaltliche Übereinstimi i
mung mit seinem Kontrahenten, dem Vorsitzenden der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery. Wenn sich Gegensätze in einer Diskussion ungeplant in der Luft auflösen,
gerät der Moderator in Atemnot. Als erfahrener Mediziner
konstruierte Montgomery zur Rettung von Lohmann noch
ein paar Gegensätze, was Lohmann ihm mit hörbarem
Atemzug dankte.
Alternative
Fotos: Gesundheitsstadt Berlin
6
Die stadtgeschichtlichen Darlegungen von Heinz Lohmann
beim geselligen Abend der Hamburger Kongresse sind legendär. Er dringt nicht nur tief in bestimmte Stadtteile
Hamburgs ein, sondern umgarnt sie amüsant mit reizvollen persönlichen Anekdoten. Der Zuhörer ist geneigt zu
glauben, Lohmann selbst hätte unter manchem Bett den
liebestollen oder raffgierigen Hamburgern gelauscht. Entsprechend war auch sein Ratschlag für den kürzesten Weg
in die Herberge: Rechts herum geht es nach St. Pauli, und
links herum führt der Weg geradezu ins Spielkasino.
7
Azubi-Day, Uniklinik Münster
7 À la carte: Einmal im Monat dürfen
sich die Kochazubis beim Caterer „Herd
& Seele“ der Uniklinik Münster wie im
Sternerestaurant fühlen. Dann schlüpfen
Lehrlinge wie Patrick Westers (l.) und
Björn Daminitz in feines Zwirn und servieren ein Zwei-Gänge-Menü. Das ist für
die Lehrlinge ein aufregender Tag, denn
direkten Kontakt mit ihrer Kundschaft
haben die Azubis sonst kaum.
Foto: Uniklinikum Münster
19. Jg. | Oktober 2014
Ulf Fink und Heinz Lohmann zeichnen sich nicht gerade
durch innigste Freundschaft aus. Zu stark sind die Selbstdarstellungszwänge beider ausgeprägt. Aber der Druck
zum Erfolg ihrer Veranstaltungen zwingt sie stets zu gemeinsamem Lächeln und manchmal sogar zu überraschenden freundschaftlichen Gesten. Fink, auch nicht mehr der
Jüngste und daher vergesslicher geworden, vermisste in
Hamburg seine in Berlin zurückgelassenen Krawatten. Als
Senator a.D. gleicht ein Auftritt ohne Krawatte einem mittleren Skandal. Das war Lohmanns Trumpf. Großzügig lieh
er Ulf Fink mehrere Ehrenretter aus seiner umfangreichen
Sammlung. Dass Fink nun kürzere Krawatten tragen musste, ist beim Größenunterschied beider verständlich.
Gunter Murzin
21
Illustration: Muzeniek
Alterungsprozess
SZENE
Stellungswechsel
Stefan Nowack (55) wird im April 2015
Chef des Klinikums Passau. Er leitete
22 Jahre lang die Kliniken Traunstein und
Trostberg, seit 2006 auch die Kliniken im
Berchtesgadener Land und war „Architekt“
für deren Fusion zur kreisübergreifenden
Kliniken Südostbayern AG. _ _ Foto: KSOB
Dirk Richter (47), bisher Leiter des Bereichs Sanierungsmanagement und Unternehmensentwicklung im Klinikum München, zieht ins Emirat Dubai. Dort wird er
in der Gesundheitsbehörde für 12 Kliniken
und den Aufbau des Krankenhaussektors
zuständig sein. __ Foto: privat
Gunther Weiß (47), Mediziner mit Master
in Healthcare Management aus Leipzig, ist
neuer Kaufmännischer Geschäftsführer am
Universitätsklinikum Marburg. Weiß war
hier seit 2012 Geschäftsführer Zentrale
Dienste und 2014, bis zur Übernahme durch
Helios, Sprecher der Geschäftsführung der
Horst-Schmidt-Kliniken Wiesbaden.
Grit Spörl (49) hat in der Zentrale der Klinikgruppe Barmherzige Brüder Trier (BBT)
in Koblenz die Leitung des Strategischen
Controllings übernommen. Die Ökonomin
war für die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
BDO tätig und zuletzt Controllingchefin der
Helios-Kliniken Schwerin. __ Foto: BBT
_ _ Foto: Rhön
Thomas Plaster (52) ist neuer Leiter des
Medizin-Controllings bei der Klinikgruppe
Barmherzige Brüder Trier (BBT). Der promovierte Mediziner und Wirtschaftswissenschaftler war zuletzt am evangelischen
Krankenhaus Bielefeld tätig. __ Foto: BBT
André Michel (46), bisher Prokurist und
Ärztlicher Direktor am Klinikum Hanau,
ist zum zweiten Geschäftsführer berufen
worden und bildet gemeinsam mit Monika
Thiex-Kreye eine Doppelspitze.
__ Foto: : Klinikum Hanau
Florian Claus (28) ist neuer Kaufmännischer Leiter der Sana-Kliniken in Lübeck.
Claus hat an der Westsächsischen Hochschule in Zwickau Gesundheitsmanagement studiert und ist seit 2012 bei Sana.
Arne Berndt (37) hat im August die Leitung der Schön-Klinik München-Harlaching
übernommen. Der promovierte Wirtschaftswissenschaftler studierte berufsbegleitend
Psychologie und Pädagogik und war sieben
Jahre bei Boston Consulting als Unternehmensberater tätig. _ _ Foto: Schön-Klinik
_ _ Foto: Sana
Diana Lohmann (36), hat in den vergangenen sechs Jahren als Geschäftsführerin das
Helios-Klinikum Aue zu einem der erfolgreichsten Häuser der privaten Klinikkette
gemacht. Jetzt tritt sie in die Klinikleitung
des Helios-Herzzentrums Leipzig ein.
_ _ Foto: Helios
Liesel Koschorreck (62), Vizebürgermeisterin aus Düren, ist einstimmig zur neuen
Aufsichtsratsvorsitzenden des Krankenhauses Düren gewählt worden.
__ Foto: Krankenhaus Düren
Ralf Woldmann (45), Diplom-Pflegewirt
(FH), trägt künftig als Pflegedienstleiter
die Verantwortung für 230 Mitarbeiter am
Salus-Fachklinikum Bernburg an der Saale.
__ Foto: Salus
Andreas Duda (50) ist neuer Verwaltungsleiter der RHM-Rehaklinik Hohenlohe in Bad
Mergentheim. Der Diplom-Betriebswirt war
zuvor Geschäftsführer der Kliniken des Neckar-Odenwald-Kreises. __ Foto: RHM
Andreas Holzner (41) ist seit August neuer
Geschäftsführer des Klinikums in Freising.
Der Betriebswirt und Gesundheitsökonom
war zuvor stellvertretender Kaufmännischer
Direktor am Klinikum der TU München.
__ Foto: Klinikum Freising
Jens Müller-Laupert (43) hat an den Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg die Position
des Pflegedienstleiters übernommen. Der
Krankenpfleger studierte Medizinische
Ethik sowie Pflegemanagement. Zuvor war
er Pflegedienstleiter der Agaplesion Kliniken Frankfurt. __ Foto: Kreiskliniken Darmstadt
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SZENE
Veranstaltungen
OKTOBER 2014
17.10. Berlin
Willkommenskultur in deutschen Krankenhäusern
Foto:Vivantes/Wüstenhagen
Anmeldung und Information:
Neumann Leadership Deutschland GmbH
Tel.: 06221/38 93 10, Fax: 06221/389 31 68
E-Mail: heidelberg@neumannpartners.com, www.spezialistenwillkommen.de
Fachkräfte, Kliniken und Länder profitieren gleichermaßen,
wenn ausländische Fachkräfte strukturiert und mit Empathie
an ihren neuen Arbeitsplatz herangeführt werden. Der Chef des
Vivantes-Forums für Senioren, René Herrmann, erklärt, warum.
Jan Jürgensen, Leiter des Qualitätsmanagements der Charité,
stellt die Kosten einer gelungenen Integration vor.
POLITIK
TECHNOLOGIE
OKTOBER 2014
OKTOBER 2014
14.10. Berlin
Verantwortung des Einzelnen und
der Gesellschaft in der
Gesundheitsversorgung
Information: Forum Gesundheitspolitik
Hauptstadt Berlin e.V.
Tel.: 0160/978 01 88 9, www.fghb.info
8.10. Hannover
Das vernetzte Krankenhaus
Technik – IT – Patient
Information: VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik
e.V., Tel.: 069/630 80, www.vde.com
27. und 28.11. Berlin
Nationaler Qualitätskongress
Gesundheit
Information: Gesundheitsstadt Berlin
GmbH, Tel.: 030/700 11 76 00
www.qualitaetskongressgesundheit.de
8. bis 10.10.Stuttgart
IT & Business: Where IT works
Information: Landesmesse Stuttgart
GmbH, Tel.: 0711/18 56 00
www.messe-stuttgart.de
8. bis 10.10.Hannover
Jahreskonferenz der DGBMT
Information: VDE Conference Services
Tel.: 069/630 84 77, www.bmt2014.de
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13. und 14.10. Berlin
Telemed
Information: TMF e. V.
Tel.: 030/220 02 47 14
www.telemed-berlin.de
17.10. Darmstadt
eHealth Kongress Vernetzte
Gesundheit
Information: Initiative Gesundheitswirtschaft Rhein-Main e.V.
Tel.: 069/954 31 60
www.gesundheitswirtschaft-rheinmain.de
21.10. Düsseldorf
MIT – Risikomanagement im
Krankenhaus
Information: ZTG Zentrum für
Telematik und Telemedizin GmbH
Tel.: 0234/973 51 70
www.ztg-nrw.de
27.10. Bochum
HL7/IHE/DICOM Kurs – Medizinische
Interoperabilitätsstandards
Information: ZTG Zentrum für
Telematik und Telemedizin GmbH
Tel.: 0234/973 51 70
www.ztg-nrw.de
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NOVEMBER 2014
6. und 7.11. Berlin
Nationaler Fachkongress. Telemedizin – Insellösungen als Strategie?
Information: Deutsche Gesellschaft
für Telemedizin e. V.
Tel.: 030/54 70 18 21
www.telemedizinkongress.de
12. bis 15.11. Düsseldorf
Medica
Information: Messe Düsseldorf GmbH
Tel.: 0211/45 60-76 12, www.medica.de
MANAGEMENT
OKTOBER 2014
8. und 9.10. München
Gesundheitswirtschaft im Wandel
Information: P.E.G., Tel.: 089/623 00 20
www.peg-einfachbesser.de
10.10. Osnabrück
Osnabrücker Gesundheitsforum
Wandel und Leadership in Pflege
Information: Hochschule Osnabrück
Tel.: 0541/969 22 21
www.wiso.hs-osnabrueck.de
14.10. Berlin
Innovation für eine bessere
Gesundheitsversorgung
Information: Managerkreis der Friedrich-Ebert-Stiftung
Tel: 030/26 93 58 03
www.managerkreis.de
14. bis 16.10. Köln
Zukunft Personal
Information: Spring Messe Management GmbH, Tel: 0621/70 01 90
www.zukunft-personal.de
15.10. Berlin
Herausforderung Krankenhauslabor
Outsoucing, Kooperationen, Kosten
Information: WOKwissen
Tel.: 030/49 85 50 77
www.wokwissen.de
15.10. Hamburg
Juristisches Update: Krankenhausleistungen und MDK-Prüfverfahren
Information: RV Nord der Deutschen
Gesellschaft für Medizincontrolling e.V.
Tel.: 06205/255 67 62
www.medizincontroller.de
Oktober 2014 | 19. Jg.
SZENE
Veranstaltungen
OKTOBER 2014
27. und 28.10. Frankfurt am Main
Herbstsymposium DRG-System 2015
Anmeldung und Information:
Deutsche Gesellschaft für Medizincontrolling e. V. (DGfM)
Tel. 06205/255 67 62, Fax: 06205/255 67 64
E-Mail: auskunft@medizincontroller.de, www.medizincontroller.de
15. und 16.10. Hamburg
kommge – Kommunikationskongress der Gesundheitswirtschaft
Information: Mediengruppe Oberfranken – Fachverlage GmbH & Co. KG
Tel.: 09221/94 92 26, www.kommge.de
23. und 24.10. Königswinter
Petersberger Forum zum
Gesundheitswesen
Information: I.O.E. – Wissen GmbH
Tel.: 02254/846 60 84
www.forum-petersberg.de
16. und 17.10. Stuttgart
Entscheiderwerkstatt Investitionen
Informations- und Medizintechnik
Information: GuiG GmbH
Tel.: 02182/57 03 60, www.guig.org
28.10. Berlin
Praxisforum Personal
Information: Wegweiser Media &
Conferences GmbH Berlin
Tel.: 030/284 88 10
www.wegweiser.de
17.10. Berlin
Zentrale Notaufnahme. Konzeption,
Finanzierung und Betrieb
Information: WOKwissen, Tel.: 030/49
85 50 77, www.wokwissen.de
ab 17.10. Köln
Management psychiatrischer und
psychosomatischer Kliniken
Information: mibeg-Institut Medizin
Tel.: 0221/33 60 46 10, www.mibeg.de
19.10. Berlin
World Health Summit
Information: Charité – Universitätsmedizin Berlin, Tel.: 030/450 50
www.charite.de
21.10. Köln
Sicherstellung der Arzneimittelversorgung im Krankenhaus
Information: Rheinische Fachhochschule Köln gGmbH iMÖV
Tel.: 0221/20 30 20
www.rfh-koeln.de
21.10. Frankfurt am Main
Arztpraxis am Krankenhaus:
Sektorenübergreifende Versorgung
Information: I.O.E. - Wissen GmbH
Tel.: 02254/846 60 80
www.ioe-wissen.de
19. Jg. | Oktober 2014
Foto: Wiedemann
Am ersten Tag des Herbstsymposiums steht das PEPP im Zentrum. Erika Raab und Claus Wolff-Menzler, Leiter des Fachausschusses der DGfM, führen durch den Tag. Der zweite Tag bleibt
den DRGs vorbehalten. Andreas Weigand, Chef des DKI, referiert
zu der Frage, ob Qualitätsmanagement und Medizincontrolling in
qualitätsorientierten Vergütungssystemen zusammenwachsen.
NOVEMBER 2014
5.11. Berlin
Market Access & Health Economics
Strategien und Empfehlungen
Information: Georg Thieme Verlag KG
Tel.: 0711/893 16 97, www.thieme.de
5. und 6.11. Köln
Kongress Klinik Marketing
Information: rotthaus.com
Tel.: 0221/430 91 90
www.klinikerfolg.org
Information: BZH GmbH
Tel.: 0761/202 67 80
www.bzh-freiburg.de
27. und 28.11. Berlin
Nationaler Qualitätskongress
Gesundheit
Information: Gesundheitsstadt Berlin
GmbH, Tel.: 030/700 11 76 00
www.qualitaetskongressgesundheit.de
DEZEMBER 2014
28. und 29.10. Berlin
Health 2014
Information: Euroforum Deutschland
S.E., Tel.: 0211/96 86 30 00
www.euroforum.de
28. bis 31.10. Rostock
PflegeMesse Fach- und Kongressmesse für Reha und Pflege
Information: Rostocker Messe- und
Stadthallegesellschaft mbH
Tel.: 0381/44 00-612,
www .messe-und-stadthalle.de
28. bis 31.10. Berlin
DKOU Deutscher Kongress für
Orthopädie und Unfallchirurgie
Information: Intercongress GmbH
Tel.: 0611/97 71 60
www.dkou.org
30. und 31.10. Hamburg
Jubiläumsveranstaltung der FKT
Information: Fachvereinigung
Krankenhaustechnik
Tel.: 07223/95 88 10
www.fkt.de
7.11. Berlin
Berliner Gespräche zum
Gesundheitswesen
Information: I.O.E. - Wissen GmbH
Tel.: 02254/846 60 80
www.ioe-wissen.de
6. bis 8.11. Nürnberg
Jahrestagung der DGINA
Information: DGINA e.V.
Tel.: 03641/932 20 08, www.dgina.de
14.11. Lingen
DGP-Hochschultag
Pflegewissenschaft, Pflegepädagogik, Pflegemanagement
Information: DGP e.V.,
Universitätsklinikum Osnabrück,
Tel.: 0203/35 67 93
www.dg-pflegewissenschaft.de
Ab 1.12. Weingarten
Weiterbildung zur Hygienefachkraft
Information: Gesundheitsakademie
Bodensee-Oberschwaben GmbH
Tel.: 0751/87 33 12
www.ga-gesundheitsakademie.de
3. und 4.12. Berlin
Beschaffungskongress der
Krankenhäuser
Information: VKD e.V., Wegweiser Media
Tel.: 030/284 88 10
www.beschaffungskongress.de
9.12. Berlin
DGIV Bundeskongress
Information: DGIV
Tel.: 030/44 72 70 80, www.dgiv.org
24. bis 26.11. Freiburg
Infektiologie- und Hygienekongress
Weitere Veranstaltungen
http://to.kma-online.de/ce15
Weitere Veranstaltungen finden Sie auf kma-online.
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Seele and Geist
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