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Lara Gut zeigt uns, wie sie sich im Sommer auf die - Mediaplanet

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Eine Themenzeitung von Mediaplanet
Jogging
Der Weg zum
gesunden Körper
5
Krebsvorsorge
Eine Impfung, die
Leben rettet
AIDS-Therapie
Radikaler Wandel
in der Forschung
Schlafmedizin
Lästiges Schnarchen
besiegen
Gesundheit
der Frau
Juni 2012
Tipps
für den
­weiblichen
­Körper
Motiviert in den
Sommer
Lara Gut zeigt uns, wie sie sich im Sommer auf die Skisaison
vorbereitet und auch mal Zeit für Entspannung einräumt.
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2 · Juni 2012
Eine Themenzeitung von Mediaplanet
Challenge
Wir empfehlen
Lara Gut
Skirennfahrerin,
Nationalmannschaft
Swiss Ski
S. 9
«Für mich ist es wichtig,
dass ich Spass an
der Sache habe, die ich
mache – sei das
im Skisport oder im
Schulischen.»
Wohlbefinden für Frauen
Freude am Leben, innere
Zufriedenheit und Glück sind
wichtige Bestandteile der
weiblichen Gesundheit.
Foto: Shutterstock
D
er erste Pfeiler in der Gesundheitsförderung ist
die Prävention. Diese
muss die Probleme des
persönlichen Gesundheitsverhaltens ansprechen: Ausgewogene Ernährung, sportliche Aktivitäten,
Gewichtskontrolle, Tabakprävention,
Impfungen. Von besonderer Bedeutung
sind die sexuelle Aufklärung, die Verhütung, die Betreuung von Schwangerschaften, die Krebsvorsorge, um nur
die wichigsten zu nennen. Erwähnt sei
in diesem Zusammenhang speziell die
HPV-Impfung zur Vorsorge des Gebärmutterhalskrebs, welche kostenfrei
ist für alle jungen Mädchen und Frauen und einen fundamentalen Fortschritt in der Krebsvorsorge darstellt.
Leider ist die Impfrate, besonders in der
Deutschschweiz, immer noch ungenügend. Daher ist es wichtig, Medizinalfachpersonen, Eltern, Lehrer und junge
Mädchen immer wieder auf das Thema
und dessen Wichtigkeit aufmerksam zu
machen.
Neben der Prävention ist die Betreung multipler Gesundheitsaspekte zu nennen. Diese variieren je nach
Alter der Frau und den verschiedenen
biologischen Veränderungen, die sie
im Leben durchläuft.
Für junge Frauen ist der Zugang zur
Kontrazeption einfach. Die Kosten
für den medizinischen Schwangerschaftsabbruch werden in der Schweiz
– einem Land mit einer der niedrigsten Abbruchsraten weitweit – von der
Krankenversicherung (Grundversichrung) übernommen. Das Recht auf Abtreibung ist per Gesetz festgelegt. Nun
aber fordern gewisse, sehr konservative Kreise, die Kostenrückerstattung
dieser Leistung durch die Grundkrankenversicherung zu streichen. Es ist
daher wichtig, sich dieser Volksinitiative zu widersetzen.
Die Infertilität betrifft immer mehr
Paare (eines von acht Paaren in der
Schweiz). Mit den heute zur Verfügung stehenden Behandlungsmethoden werden exzellente Erfolgsraten
erziehlt. Dennoch erlaubt die Schweiz
aufgrund der einschränkenden Gesetzgebung den Zugang zur gesamten Bandbreite moderner Technologie
nicht und verweigert die Kostenübernahme dieser Behandlungen. Es ist daher wichtig, uns gemeinsam für den
neuen Gesetzesentwurf einzusetzen,
damit jeder Frau der Zugang zu diesen
Techniken und die dafür notwendige
Kostenübernahme durch die Grundversicherung ermöglicht wird.
In der Senologie verbessert zum Einen die systematische Früherkennung durch die Mammographie, deren
Kostenübernahme ebenfalls in Frage gestellt wird, zum Anderen die Bil-
Prävention
«Der Einsatz für die
Gesundheit
der Frau ist für
Gynäkologen eine
spannende
Herausforderung.»
Dr. med. Jacques Seydoux
Facharzt FMH, Präsident der gynécologie
suisse SGGG
S. 4
Wie durch Übertraining Gelenkschmerzen
und Verletzungen entstehen können
Krebsvorsorge
Die Frau spielt eine wichtige Rolle in unserer Gesellschaft; ihre
Aufgaben sind vielfältig, oft schwierig und werden allzu häufig nicht anerkannt.
Gynécologie suisse, die Schweizerische Gesellschaft für Gynäkologie und
Geburtshilfe (SGGG) und ihre Mitglieder haben das Privileg und die faszinierende
Aufgabe, die Gesundheit der Frau zu fördern und zu bewahren.
Im Einsatz für die
Gesundheit der Frau
Dr. med. Matteo Rossetto
S. 10
Kann eine Spritze vor Gebärmutterhalskrebs
schützen?
Seite 8
dung von Brustzentren die Qualität der
Betreuung dieser häufigsten Krebsart
der Frau.
In der Geburtshilfe verbessert sich
kontinuierlich die Sicherheit durch
die frühzeitige Diagnose von Trisomie,
anderen Fehlbildungen sowie Komplikationen in der Schwangerschaft (z.B.
Präeklampsie) mittels einfacher Tests.
Die Menopause ist ein natürlicher
Lebensabschnitt der Frau, die mit
Schwierigkeiten einhergehen kann,
welche mittels einer adequaten Behandlung und Betreuung gut überwunden werden können. Vor und nach
der Menopause kann die oft invalidisierende Urininkontinenz zunehmend
erfolgreich behandelt werden.
Abschliessend sind alle psychosomatischen und sexuellen Störungen,
die Sorge bezüglich des Alterns und
die Gewalt gegen Frauen zu nennen.
Themen, die ebenfalls durch den Gynäkologen erkannt und angegangen
werden müssen.
Zusammenfassend darf festgestellt
werden, dass der medizinische Fortschritt den Frauen den Zugang zur Vorsorge und zur Behandlung ihrer Gesundheit ermöglicht wie niemals zuvor. Diese Möglichkeiten zu erhalten
und weiterzuentwickeln ist unsere
Aufgabe, ebenso wie für einen freien
Zugang und die Kostenübernahme zu
kämpfen.
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Dr. med. dent. Judith Aufenanger, M. Sc.
Master of Science in Oral Implantology (DGI)
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Universität Zürich
We make our readers succeed!
gesundheit der Frau, neunte AUSGABE,
Juni 2012
Managing Director: Fredrik Colfach
Editorial Manager: Viola Hofmann
Layout und Prepress: Daniel Stauffer
Project Manager: Natalie Chaimowicz
Tel.: 043 888 73 13
E-Mail: natalie.chaimowicz@mediaplanet.com
Distribution: Tages-Anzeiger
Druck: Tamedia
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Das Ziel von Mediaplanet ist, unseren ­Lesern
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So schaffen wir für unsere Inserenten ­eine
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■■ die farbliche und stru kturelle Beschaffenheit der Haut
■■ das Haar (Farbe, Fülle und Frisur)
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■■ die Form des Gesichts (Symmetrie wird als schön empfunden)
■■ die Augen (Größe, Farbe und der Abstand zwischen beiden)
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Der Mund
Er steht im Zentrum der modernen Kieferorthopädie. Entscheidend
für die Schönheit des Mundes sind volle, symmetrische und glatte
Lippen, gesundes, wohlgeformtes, rosafarbenes
Zahnfleisch, gerade und lückenlos stehende,
weiße Zähne.
Durch eine kieferorthopädische Behandlung, häufig in Zusammenarbeit
mit anderen zahnärztlichen Disziplinen (Parodontologie, Ästhetische
Zahnmedizin u.a.) werden die Lippen
ausgeformt (sie werden durch eine
Bewegung der Schneidezähne nach
vorn voller und faltenfreier), das
Zahnfleisch korrigiert (Lücken und
«dunkle Dreiecke» zwischen den Zähnen
verschwinden, das Zahnfleisch füllt wieder,
wie in der Jugend, die Zahnzwischenräume), die Zähne begradigt und dauerhaft an der
neuen Position gehalten, anschließend, wenn erforderlich, gebleicht und/oder mit Korrekturen an der Oberfläche versehen
(Kunststofffüllungen, Keramikschalen).
Eine moderne kieferorthopädische Behandlung
■■ kann in jedem Alter erfolgen
■■ benötigt zwölf bis fünfzehn Monate
■■ geschieht mittels unsichtbarer Apparaturen
■■ wie Alignern («Invisalign», transparente Kunststoffschienen)
■■ oder Lingualbrackets («Incognito», an den Zahnrückseiten)
4 · Juni 2012
Eine Themenzeitung von Mediaplanet
news
Laufen Sie
sich für den
Sommer warm
■■Frage: Wie starten Sie locker
und fit in den Sommer?
■■Antwort: Durch regelmässiges
Jogging oder Nordic Walking
zum Beispiel, wobei Sie besonders
auf das Wörtchen «locker» achten
sollten.
Die Tage werden endlich länger und die
Temperaturen steigen, sodass man gerne wieder vor die Tür geht. Bewegung
an der frischen Luft – vor allem in Form
von Sport – ist eine Wohltat für Körper
und Geist. Stress und Aggressionen lassen sich effektiv abbauen. Man wird ruhiger und ausgeglichener.Und die regelmässige körperliche Aktivität im Freien
stärkt nicht nur das Immunsystem und
die Leistungsfähigkeit, sie kostet auch
praktisch nichts und kann beinahe
immer und überall ausgeübt werden.
Zudem verhilft regelmässiges Laufen
besser als die meisten Diäten zum dauerhaften Gewichtsverlust.
Welcher Laufsport
passt zu mir?
Bei Frauen besonders hoch im Trend
liegen Laufsportarten wie Jogging
und Nordic Walking. Wenn es Ihre Absicht ist, möglichst viel Fett und Kalorien in kürzester Zeit zu verbrennen,
dann wäre vielleicht Joggen das Richtige für Sie. Nordic Walking hingegen
gilt als schonende Ausdauersportart.
Bei diesem aus Finnland stammenden
Trendsport wird das Gehen durch den
Einsatz von zwei Stöcken im Rhythmus der Schritte unterstützt und
der gesamte Oberkörper einschliesslich der Rückenmuskulatur trainiert.
Immer wieder hört man, dass Nordic
Walking für Menschen mit Übergewicht, Bluthochdruck oder Gelenk- und
Kniebeschwerden besser geeignet ist,
da das Herz-Kreislauf-System auf schonendere Weise in Schwung gebracht
wird als beim Joggen. Der Kalorienverbrauch pro Stunde liegt jedoch dementsprechend tiefer als beim Joggen.
Besprechen sie am besten mit einem
Experten beziehungsweise mit einem
Lauftrainer, welche Sportart besser für
Sie geeignet ist. Er kann Ihnen auch
wichtige Tipps für das Erlernen der
richtigen Lauftechnik geben und einen
individuellen Trainingsplan mit Ihnen
zusammenstellen.
Vorsicht vor Überbelastung
Die Suche nach schellen Resultaten
kann oft nach hinten losgehen. Joggerinnen, die über mehrere Monate
eine Pause eingelegt haben und keinem Alternativtraining im Fitnesscenter nachgegangen sind, sollten deshalb denselben Empfehlungen folgen
wie Laufanfänger: Das heisst, die ersten Einheiten abwechselnd mit Gehen
und Laufen gestalten. Das Joggen stellt
eine Belastung für Sehnen und Gelenke dar und wer zu ambitioniert trainiert, kann sich lästige Verletzungen
einhandeln. Sind Kondition und Muskeln erst einmal zurück, können Sie die
Laufrunden immer mehr ausdehnen.
Um den Fettstoffwechsel zu trainieren,
ist es empfehlenswert, erst die Laufzeit
zu verlängern und dann erst das Tempo
zu erhöhen. Um Gewicht zu verlieren,
ist es besser, 45 Minuten locker durchzulaufen als 10 Minuten zu sprinten.
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Am Anfang.
Die Vorsichtsmassnahmen gelten auch
für Nordic Walking: Wer über den Winter selten bis gar nicht trainiert hat,sollte sich bei den ersten Runden im Freien nicht übernehmen und sich richtig
vorbereiten. Der Körper benötigt etwas
Zeit, um sich wieder auf die Belastung
einzustellen. Beim entspannten Laufen
durch regelmässiges Training lassen
sich die grössten Erfolge im Hinblick
auf Ausdauer und Fitness erzielen.
Richtige Ausrüstung wichtig
Zur richtigen Vorbereitung gehört
auch die Wahl der passenden Kleidung. Schenken Sie dabei nicht in erster Linie den neuesten Modetrends
Beachtung. Vielmehr sollte die Funktionalität der Laufkleidung im Vordergrund stehen. Zur geeigneten Ausrüstung gehören T-Shirts und Laufhosen
aus atmungsaktiven Materialien mit
Stretchanteil, die den nötigen Laufund Tragekomfort liefern. Beim Nordic Walking kommen natürlich noch
die typischen Stöcke dazu. Keinesfalls
sparen sollten Sie bei den Laufschuhen. Handelt es sich um das erste Paar,
lassen Sie sich am besten im Fachgeschäft ausführlich beraten. Vielleicht
vereinbaren Sie auch gleich einen Termin für eine Laufstilanalyse. Dabei
wird abgeklärt, ob Sie den Fuss gerade
aufsetzen oder beim Laufen seitlich
einknicken. Abhängig vom Ergebnis
der Analyse erhalten Sie Schuhe mit
oder ohne Stützfunktion. Na dann, ab
in die Startlöcher!
Catherina Bernaschina
redaktion.ch@mediaplanet.com
Tipp
1
Starten Sie fit
in den Sommer
Eine Themenzeitung von Mediaplanet
Juni 2012 · 5
Überlastungen und Schmerzen
richtig vorbeugen
Eine richtige Vorbereitung ist
unerlässlich, um Überlastungen
oder Verletzungen durch Sport vorzubeugen. Worauf man sonst noch
unbedingt achten sollte, erklärt
Dr. med. Matteo Rossetto,
Sportarzt in der Sportklinik Basel.
sind viel häufiger. Besonders zu beachten gilt auch die der Witterung angepasste Bekleidung und der passende Laufschuh. Stimmt insbesondere
der Laufschuh nicht, so sind Fuss- und
Unterschenkelbeschwerden vorprogrammiert.
■■Wer im Winter sportlich eher
passiv war, möchte dies mit Beginn der wärmeren Tage oft (zu)
schnell kompensieren. Welche
Gefahren bestehen, wenn man
es mit dem Sport übertreibt
oder ihn falsch angeht?
■■Wie kann man unnötigen Verletzungen und Gelenkschmerzen vor, während und nach dem
Sport am besten vorbeugen?
Häufig wird vergessen, dass der Bewegungsapparat, wie auch Herz und
Kreislauf, eine gewisse Zeit brauchen,
um sich an eine neue sportliche Belastung anzupassen. Dieser Trainingserfolg dauert je nach Organ Tage bis
Wochen. Wer also zu schnell zu viel
will oder zu rasch Trainingsdauer und
-intensität steigert, riskiert Überlastungsprobleme. Diese äussern sich als
Schmerzen in Muskeln, Sehnen, Bändern und Gelenken. Bei intensivem
Sport in der Kälte besteht auch die
Gefahr, das eigene Immunsystem zu
überfordern und sich einen Infekt der
oberen Luftwege einzuhandeln.
■■Was sind typische Ursachen
für körperliche Überlastung
bzw. Fehlbelastungsfolgen
durch Jogging?
In erster Linie ist hier die mangelnde Anpassung an eine gegebene Belastung zu nennen. Wer über Wochen
und Monate nicht mehr gelaufen ist,
der wird nach dieser Pause Mühe bekunden, eine halbe Stunde am Stück
in ordentlichem Tempo zu joggen.
Routiniertere Läufer kennen dieses
Phänomen und bauen sich entsprechend langsamer auf. Laufanfänger
kennen sich in dieser Beziehung weniger aus: Über- und Fehlbelastungen
Laufsport
Das Lauftraining hat viele positive
Auswirkungen auf den Körper. Man bleibt
fit und fühlt sich rundum ausgeglichen.
Foto: shutterstock
Dr. med. Matteo
Rossetto
FMH Innere
Medizin und Sportmedizin SGSM,
Mitinhaber
Sportklinik Basel,
Hirslanden-Klinik
Birshof
Grundsätzlich gilt die Regel: lieber
regelmässig mässig als selten, dafür
(zu) viel. Die sportartspezifischen Bewegungsmuster brauchen eine solide Grundlage aus Kraft – vor allem
Rumpfkraft – und Ausdauer. Wer Gesundheit und Leistungsfähigkeit
verbessern will, der kombiniert Trainingselemente aus Ausdauer (Laufen), Beweglichkeit (Gymnastik, Stretching) und Kraft (Krafttraining und
Gleichgewicht). VOR der Belastung
sollte ein allgemeines und je nach
Sportart auch spezifisches Aufwärmen erfolgen, WÄHREND der Belastung im Ausdauerbereich ist auf eine genügende Flüssigkeitszufuhr zu
achten und NACH der Belastung lohnen sich ein leichtes Auslaufen und
Lockerungsübungen der Muskulatur. Ebenso wichtig: sich nicht in verschwitzten Sportklamotten der Kälte
aussetzen, sondern die entspannende
Dusche geniessen.
■■Und wenn doch einmal
Schmerzen oder Krämpfe
auftreten, wie kann man sie
lindern?
Krämpfe sind akute Überlastungsphänomene der Muskulatur durch zu
intensive Belastung und/oder Flüssigkeits- und Salzdefizit. Ein Krampf erfordert den sofortigen Sportabbruch
und ein vorsichtiges Dehnen und Lockern der Muskulatur. Wiederholen
sich die Krampferscheinungen, so ist
die Belastung endgültig abzubrechen.
Das Trinken mineralhaltiger Sportgetränke ist zwar jetzt etwas spät,
dennoch wichtig für die Regeneration. Bei Schmerzen im Rahmen einer
Sportverletzung ist die Aktivität abzubrechen, die verletzte Stelle mit Eis
zu kühlen und mit einer elastischen
Binde zu komprimieren, um Schwellung und Blutung zu minimieren.
Überlastungsschmerzen machen
sich meist erst nach der Belastung
bemerkbar, nehmen dann rasch zu.
Auch hier gilt kühlen und entlasten
und gleichzeitiges Einreiben mit einer entzündungshemmenden Creme
oder mit einem Gel. Nehmen Schmerz
und Beschwerden nicht innert weniger Tage deutlich ab, ist eine Kontrolle
beim (Sport-)arzt angezeigt.
Catherina Bernaschina
redaktion.ch@mediaplanet.com
Lauftipps vom Sportarzt
Langsam beginnen
Mit niedrigem Tempo zu laufen beginnen, zu Beginn gegebenenfalls
Gehpausen einstreuen.
1
Aufbauend belasten
Laufeinheit um 5 bis 10 Minuten
pro Woche steigern, erst Dauer,
dann Tempo.
2
Regelmässig laufen
Zwei bis drei Laufeinheiten pro
Woche garantieren den Trainingserfolg.
3
Der richtige «Laufpuls»
Ist der, bei dem ich mich jederzeit
wohl fühle, aber doch etwas angestrengt bin. Im Zweifelsfalle hilft ein
Leistungstest beim Sportarzt.
4
Abwechslungsreich laufen
Laufstrecke und Lauftempo immer wieder ändern. Mit dem Gelände spielen.
5
Begleitendes Krafttraining
Die Rumpfkraft kommt bei vielen
Läufern zu kurz.Kräftigungsübungen sind hier Pflicht!
6
Passende Ausrüstung
besorgen
7
Es gibt kein schlechtes Wetter –
nur die falsche Ausrüstung.
6 · Juni 2012
Eine Themenzeitung von Mediaplanet
news
In der Schweiz leben rund 25 000 Menschen mit HIV, davon sind 25 Prozent Frauen.
Weltweit sind rund 17 Millionen Frauen von HIV betroffen; in SubsaharaAfrika beträgt der Frauenanteil fast 60 Prozent. Die Lebensaussichten haben sich
dank modernen Medikamenten massiv verbessert – geblieben sind nach wie vor das
Stigma und die Vorurteile der Erkrankung. Dr. Barbara Bertisch ist Oberärztin
Infektiologie/Spitalhygiene am Kantonsspital St. Gallen.
HIV-Therapie hat sich radikal gewandelt
HiV und Frauen
Schweiz
■■Was sind die häufigsten Problembereiche, wenn man von mit
HIV infizierten Frauen spricht?
Mehr als die Hälfte der HIV-positiven
Frauen in der Schweiz sind Migrantinnen und besonders häufig stammen sie
aus Ländern in Afrika südlich der Sahara.
Gerade Migrantinnen können oft bereits
mit zahlreichen Problemen konfrontiert sein, wie unklarem Aufenthaltsstatus,Sprachproblemen und dem Umgang
mit einem anderen Lebensstil. In der
Schweiz sind HIV-positive Frauen bei der
Erstdiagnose grossenteils im Alter zwischen 25 und 40 Jahren und damit 5 bis
10 Jahre jünger als HIV-positive Männer.
Das heisst, die Erstdiagnose fällt in eine
Zeit, in der sie ganz wichtige Entscheidungen im Leben fällen müssen – auch
die Frage der Familienplanung.
■■Mit welchen Vorurteilen
müssen sich Frauen mit HIV in
der Schweiz im täglichen
Leben auseinandersetzen?
Noch immer wird HIV in der Bevölkerung mit Menschen in Verbindung gebracht, die schon vor dem Auftreten von
AIDS ausgegrenzt und diskriminiert
waren, wie homosexuelle Männer und
Drogenkonsumenten/-konsumentinnen.
Dr. Barbara
Bertisch
Oberärztin für
Infektiologie und
Spitalhygiene
am Kantonsspital
St. Gallen
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Tatsächlich hat sich die Mehrzahl der
HIV-positiven Frauen heterosexuell infiziert und häufig ist der eigene, feste
Partner die Infektionsquelle. Zudem ist
das Wissen über die effektiven Infektionswege noch nicht überall in der Bevölkerung ausreichend verankert. Viele
Patientinnen verheimlichen ihre Infektion, manche sogar vor Verwandten und
engsten Freunden. Dies gilt insbesondere dann,wenn sie Kinder haben.
Dabei haben sich die Lebensaussichten dank moderner Medizin drastisch
verbessert. Wer sich heute mit HIV infiziert, hat bei rechtzeitig begonnener und
konsequent durchgeführter HIV-Therapie gute Chancen auf eine annähernd
normale Lebenserwartung bei guter Lebensqualität. Das Vollbild Aids gilt mittlerweile als vermeidbare Komplikation der HIV-Erkrankung. Dennoch sitzt
in der Bevölkerung, aber oft auch bei den
Betroffenen selbst noch ein Bild tief, das
HIV/AIDS in Zusammenhang mit ausgemergelten, sterbenden Menschen bringt.
In der Schweiz dürfte mittlerweile bekannt geworden sein,wie radikal sich die
Krankheit dank der antiretroviralen Therapie gewandelt hat. Aber Migrantinnen
kommen oft aus Ländern,in denen dieses
«alte Bild» von HIV noch teilweise seine
Berechtigung hat. Das erhöht ihre Angst
vor der Krankheit und vor einer Stigmatisierung, deshalb halten sie ihre Diagnose
häufig geheim.
■■Wie verkraftet eine Frau
psychisch die Diagnose HIV?
Ein positives Testergebnis trifft Frauen häufig gänzlich unvorbereitet. Hinzu
kommt noch, dass nicht selten die Diagnose während einer Schwangerschaft
gestellt wird. Äusserst wichtig ist, dass
die Frau nach den ersten Gesprächen
sehr genau informiert ist über die positiven Entwicklungen, welche die antiretrovirale Therapie mit sich gebracht
hat. Dennoch führt die plötzliche Konfrontation mit der Diagnose oft zu einer
grossen Verunsicherung. Viele Frauen
stellen sich die Frage, wie nahe stehende Personen, insbesondere der Partner
reagieren, zumal er selbst infiziert sein
könnte. Es gibt Hinweise, dass bei einem
Drittel bis zur Hälfte aller HIV-Positiven
im Laufe ihres Lebens depressive Symptome auftreten und dass HIV-positive
Frauen davon häufiger betroffen sind.
■■Wie lässt sich eine HIV- Erkrankung mit einer Schwangerschaft vereinbaren?
Eine HIV-Infektion ist heute kein
Grund mehr, auf Kinder zu verzichten.
Eine HIV-Übertragung von der Mutter
auf das Kind kann durch ein Bündel von
Massnahmen bei konsequenter Durchführung bis auf ein Restrisiko von unter 0,5 Prozent gesenkt werden. Falls eine schwangere HIV-positive Frau noch
nicht unter HIV-Therapie steht, sollte
sie während der Schwangerschaft damit beginnen. Nach der Geburt wird
dem Baby vorsorglich noch wenige Wochen lang ein antiretrovirales Medikament gegeben. Aufs Stillen sollte wegen
des auch damit verknüpften HIV-Übertragungsrisikos beziehungsweise einer
verlängerten Weitergabe der antiretroviralen Medikamente über die Muttermilch verzichtet werden.
Anna Birkenmeier
redaktion.ch@mediaplanet.com
Verbreitung von HIV und Aids: Immer mehr Menschen leben mit HIV und Aids – in der
Foto: Shutterstock
Schweiz wie auch weltweit.
HIV Weltweit
HIV in den
Industrieländern und in Afrika
Eine HIV Diagnose ist für die
Betroffenen im ersten
Moment ein Schock. In den
Industrieländern haben sich
die Lebensaussichten dank
moderner Medizin massiv
verbessert. Auch in Afrika
zeigen sich dank enormen
Anstrengungen Erfolge.
Dennoch gibt es in Afrika noch
immer zahlreiche Betroffene,
die keinen Zugang zu
Medikamenten haben und
unter der Stigmatisierung der
Erkrankung leiden.
Der Begriff AIDS steht für die Abkürzung «Acquired Immune Deficiency
Syndrome»,also für eine erworbene Abwehrschwäche des Körpers. Diese Abwehrschwäche wird durch das Immunschwächevirus HIV verursacht. In der
Schweiz leben heute rund 25 000 Menschen mit HIV und Aids. Seit einigen
Jahren sind die Zahlen der Neudiagnosen rückläufig. 2010 waren es 609 Meldungen, 2011 564 Meldungen über neue
positive Testergebnisse.
Weltweit sind es über 30 Millionen
Menschen,die von HIV oder Aids betroffen sind. Zwei Drittel davon leben im
südlichen Afrika. Obschon Aids in Afrika eine düstere Geschichte ist, können
auch hier Fortschritte in der Behandlung und in der Prävention verzeichnet
werden.Inzwischen steht die Hälfte derer, die unmittelbar eine antiretrovirale
Therapie benötigen, unter Behandlung
– mit wachsenden Behandlungszahlen.
Einige Länder in Afrika haben enorme
Anstrengungen unternommen, um eine Destigmatisierung voranzutreiben –
und diese zeigen Erfolg. So hat sich der
Umgang mit HIV bei vielen Patienten
aus Afrika gewandelt und es wird offener mit der Erkrankung umgegangen.
Trotz Fortschritten gibt es aber noch
immer zahlreiche Betroffene, die keinen Zugang zu Medikamenten haben
und unter der Stigmatisierung leiden.
In den industrialisierten Ländern
haben sich die Lebensaussichten von
HIV-tPatienten dank moderner Medizin stark verbessert. Dabei ist es wichtig, dass die Patienten rechtzeitig, also
bevor die Abwehr geschädigt ist,einen
Arzt aufsuchen und die Medikamente
während der Therapie über Jahrzehnte zuverlässig einnehmen. Denn zwischen dem Zeitpunkt der Erstinfektion mit dem HI-Virus, die oft mit eher
unspezifischen, an einen grippalen
Infekt erinnernden Krankheitszeichen einhergeht, und dem Auftreten
erster Zeichen der Abwehrschwäche
vergehen zumeist einige Jahre. Erst
beim Auftreten bestimmter, meist bei
deutlich geschädigter Immunabwehr
auftretender Komplikationen spricht
man von Aids. Was die Patienten auch
hierzulande nach wie vor als sehr belastend erfahren, ist das Stigma der
Erkrankung. Die Diagnose stellt für
die meisten Betroffenen eine grosse
Belastung dar.
Anna Birkenmeier
redaktion.ch@mediaplanet.com
OF F E N S I C H T L I C H RAG U SA.
8 · Juni 2012
Eine Themenzeitung von Mediaplanet
inspiration
Frage: Ist die Komplementärmedizin die Medizin der Zukunft?
Antwort: Die Komplementärmedizin stellt heute einen
nicht wegzudenkenden Beitrag in der Medizin dar. Dabei sieht sich
diese nicht als Alternative zur Schulmedizin, sondern als Ergänzung.
Tipp
2
Nutzen Sie
innovative
Therapie­
methoden
Mit den Stärken
des Patienten heilen
komplementärmedizin
zürich
Ein Grossteil der Schweizer setzt heute auf
Komplementärmedizin. Dabei steht vor allem der Wunsch nach einer Medizin, in der
Schul- und Komplementärmedizin Hand
in Hand gehen, im Vordergrund. Der Schulmedizin gegenüber will sich die Komplementärmedizin von heute denn auch nicht
abgrenzen, sondern will sie hauptsächlich
ergänzen und erweitern. Reinhard Saller,
Professor für Naturheilkunde an der Universität Zürich: «Die Komplementärmedizin orientiert sich nicht nur an den Defiziten des Patienten, sondern auch an dessen
Stärken. So wird er in seiner Kompetenz
gestärkt und kann beim Genesungsprozess
aktiv mithelfen.»
Ergänzung zur Schulmedizin
Den Patienten in seiner ganzen Komplexität erfassen, ihm zuhören, sich Zeit nehmen – Komplementärmediziner setzen
darauf, eine Krankheit auch als Ausdruck
eines integralen Organismus zu betrachten. Dabei ist der Begriff Komplementärmedizin breit gefasst und beinhaltet eine Vielzahl verschiedener Methoden und
Konzepte. «Unter dem Begriff Komplementärmedizin sind vielfältige therapeutische
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und diagnostische Methoden zusammengefasst, die derzeit zu einem grossen
Teil ausserhalb des aktuellen Kanons einer klassischen Schulmedizin angesiedelt sind. Obwohl eine Reihe komplementär-medizinischer Therapien ein anderes
Menschenbild und ein modifiziertes Verständnis von Krankheit und Gesundheit
haben als die moderne Schulmedizin, versteht sich die Komplementärmedizin im
Allgemeinen nicht als Alternative zur
Schulmedizin, sondern als Ergänzung und
Erweiterung», erklärt Saller.
Profil
In den Grundkatalog
aufgenommen
Seit Anfang Jahr sind denn vier komplementärmedizinische Therapieformen im
Grundkatalog der obligatorischen Krankenversicherung aufgenommen. Es handelt sich dabei um die anthroposophische
Medizin, die Homöopathie, die Phytotherapie und die traditionelle chinesische Medizin. Zum Einsatz kommt Komplementärmedizin weniger bei der Akutversorgung,
sondern bevorzugt bei chronischen Leiden.
«Die Komplementärmedizin hat ganz klare Schwerpunkte vor allem bei den funktionellen Erkrankungen. Dazu gehören
etwa Kopfschmerzen, funktionelle HerzKreislauf-Störungen und eine Reihe von
Prof. Dr. med.
Saller
■■ Lehrstuhl für
Naturheilkunde an
der Universität
Zürich
Magen-Darm-Erkrankungen. Dieser
Schwerpunkt scheint auch insofern logisch, da viele Wege der Komplementärmedizin eher regulativ sind. Das heisst,
sie haben am Anfang der Behandlung einen recht grossen Zeitbedarf, bis sich die
Wirksamkeit und Nützlichkeit herausstellen», erklärt Professor Saller. Ein weiterer Schwerpunkt liegt bei vielfältigen
Unverträglichkeiten wie beispielsweise
Nahrungsunverträglichkeiten, Klimaunverträglichkeit und die ganze Palette der
Unverträglichkeiten gegenüber chemischen Stoffen. Auch Krankheitsbilder, die
neu auftauchen, sind relativ häufig in der
Komplementärmedizin anzutreffen. Bei
den schweren, bedrohlichen Krankheiten
spielt die Komplementärmedizin eine ergänzende Rolle. Zum Beispiel bei tumorkranken Menschen, etwa in der Vor- oder
Nachbereitung einer Chemotherapie, was
Ausleitungen und Entgiftungen anbelangt, um den Körper damit so weit zu bringen, dass er wieder funktionieren kann.
Wohin bewegt sich
die Komplementärmedizin?
Komplementärmedizin ist zentraler Teil
der modernen Medizin und nicht mehr
wegzudenken. «Ich glaube, dass die Komplementärmedizin ihren Weg weitergehen
und, mit neuen Ideen für die Medizin immer anregend sein wird.» Dabei gebe es einige Stränge aus der Komplementärmedizin, die ganz klar weiterhin eine Zukunft
haben. Dazu gehören sicher die ganze
Pflanzenheilkunde, ein Teil der naturheilkundlichen Diätetik und viele Gesichtspunkte der physikalischen Therapien, sagt
Saller. «Ich denke, dass homöopathische
und anthroposophische Wege eine Zukunft haben. Wir werden mit einer Reihe
von ethnomedizinischen Systemen zu tun
haben, wie heute ja bereits mit der TCM,
der traditionellen chinesischen Medizin
oder der Verwendung qualitätsgeprüfter
tibetischer Arzneimittel.» Aber es werde
immer wieder Moden geben, die kommen
und wieder verschwinden. Sicher werde
bei der Komplementärmedizin immer ein
Anteil vorhanden sein, der gewisse Kriterien nicht erfülle, sagt Saller mit Blick auf
die Kritiker der Komplementärmedizin.
«Aber ich glaube, dass die Teile der Komplementärmedizin, die sich der Offenheit und
Nachprüfbarkeit stellen, heute und auch
morgen ein selbstverständlicher Bereich
der modernen Medizin sind – mit Schwächen und Stärken.»
Anna Birkenmeier
redaktion.ch@mediaplanet.com
Eine Themenzeitung von Mediaplanet
Juni 2012 · 9
Erfolgsrezept
Lara Gut: Mit Disziplin und
Willen zum Erfolg
Die Skipisten sind ihr Zuhause –
und das nicht nur im Winter, sondern auch im Sommer. Um optimal vorbereitet in die neue Skisaison starten zu können, absolviert
Lara Gut ein intensives Training
und achtet besonders gut auf
ihre Gesundheit.
■■ Was tun Sie für Ihre
Gesundheit?
Mein Körper ist für mich ein wichtiges
Werkzeug, auf das ich besonders Acht
geben muss. Ich versuche immer so
viel wie möglich zu schlafen.Genügend
Schlaf ist für mich das A und O und gibt
mir die nötige Energie, die ich für den
Sport brauche. Daneben gönne ich mir
immer wieder Erholungsphasen. Nur
wer sich gut erholt, kann richtig trainieren. Für Training und Rennen brauche ich Energie und Kraft. Dafür muss
ich ausgewogen essen. Wichtig ist einfach,dass man sich rundum wohl fühlt.
Dann ist man erfolgreich.
■■ Woraus schöpfen Sie
die Energie, die Sie für
den Leistungssport brauchen?
Es geht hauptsächlich darum, motiviert zu sein. Und diese Motivation ist
bei mir zu 100 Prozent vorhanden. Ich
habe meine klaren Ziele, die ich erreichen möchte und weiss, was ich dafür
tun muss. Deshalb macht es mir auch
nichts aus, im Sommer meine gesamte Freizeit im Schnee zu verbringen.
Kraft gibt mir sicherlich auch meine
Familie, die mir sowohl im Sport wie
auch privat sehr nahe steht.
Gesundes Leben
Lara Gut achtet darauf, immer
genug Schlaf zu bekommen und sich
auch Erholungsphasen zu gönnen.
Foto: Copyright Lara Gut
■■ Wie sieht das Leben einer
Skirennfahrerin im Sommer aus?
Im Juni habe ich erst einmal meine
Schulprüfungen. Das bedeutet in erster Linie Lernen, Lernen und nochmals Lernen. Glücklicherweise macht
mir das Lernen Spass und fällt mir einigermassen leicht. Es ist ein intensiver Unterricht, aber ich mache es sehr
Am Ende.
Bitte lesen Sie die Packungsbeilage. Erhältlich in Apotheken oder Drogerien. Similasan AG | www.similasan.com
gerne und es ist interessant. Ich finde
es wichtig, mich neben dem Sport weiterzubilden. Als Skirennfahrerin muss
man sich immer bewusst sein, dass eine Karriere mit 30 oder 35 vorbei ist.Darauf will ich auch beruflich vorbereitet sein.Daneben bin ich Tag für Tag im
Kraftraum anzutreffen. Ab Ende Juli
sind wir bereits wieder auf dem Schnee.
■■ Wie bereiten Sie sich im
Sommer auf die neue Saison vor?
Tatsächlich ist der Sommer viel anstrengender als der Winter. Wo andere am Strand liegen und das Nichtstun
geniessen, verbringe ich bereits wieder viele Tage im Schnee. Hinzu kommen Konditionstraining, Skitests und
technische Anpassungen. Und ab Oktober startet dann die neue Saison – 20.
Oktober 2012, Riesenslalom in Sölden.
Mein Ziel ist es, mich ständig zu verbessern und wieder regelmässig gute
Resultate zu bringen.
■■ Was ist Ihr Erfolgsrezept?
Für mich ist es wichtig, dass ich Spass
an der Sache habe, die ich mache- sei
das im Skisport oder im schulischen
Bereich. Ich versuche in allem das Positive zu sehen. Mit Humor geht vieles
einfacher und fröhliche Menschen habe es definitiv leichter im Leben. Hinzu kommt aber auch harte Arbeit. Ich
versuche, mich jeden Tag zu steigern
und niemals aufzugeben. Am Ende
braucht es aber auch immer ein wenig
Glück, um die Ziele zu erreichen.
Lara Gut wurde am
27. 04. 1991 in Comano im
Tessin geboren und zählt zu
den grössten Talenten im
Schweizer Skisport der vergangenen Jahrzehnte. Schon von
Kindesbeinen an stand sie auf
Skiern.
Anna Birkenmeier
redaktion.ch@mediaplanet.com
10 · Juni 2012
Eine Themenzeitung von
Mediaplanet
Tipp
news
HPV: eine resistente, aber
heilbare Infektion
■■Frage: 90 Prozent der Fälle von
Gebärmutterhalskrebs sind auf das
humane Papillomvirus zurückzuführen. Handelt es sich dabei um
eine weit verbreitete Infektion?
■■Antwort: Schätzungsweise 15
Prozent der Gesamtbevölkerung
sind davon betroffen, jedoch in weniger als 0,3 Prozent der Fälle entwickelt sich die Infektion zu Krebs.
Dr. Pierre-Alain
Menoud
Verantwortlicher
des Labors für
Molekulardiagnostik,
Unilabs
Zwischen 70 und 80 Prozent der sexuell aktiven Frauen und Männer stecken
sich gemäss Bundesamt für Gesundheit (BAG) irgendwann im Laufe ihres
Lebens mit dem humanen Papillomvirus (HPV) an. Das HPV wird sexuell
übertragen oder durch direkten Kontakt mit der Haut oder Schleimhaut
im Genitalbereich und umfasst nahezu 200 Genotypen, von denen 14 zu den
Hochrisiko-HPV-Typen zählen. Diese Typen können die Zellen der Scheide, der äusseren Geschlechtsorgane
und des Gebärmutterhalses infizieren und dort Veränderungen hervorrufen, die als Krebsvorstufe bezeichnet
werden. Wenn eine Behandlung ausbleibt, kann daraus Krebs entstehen.
Alle Genotypen haben gemeinsam,
dass sie sich an den Genitalien entwickeln. Bei Frauen sind typischerweise Vulva, Gebärmutterhals oder After
betroffen, bei Männern hingegen Penis, Hoden oder Anus. «Das Virus überträgt sich nicht nur durch Sex, sondern
auch beim Vorspiel. Aus diesem Grund
sind Jugendliche in gleicher Weise betroffen», erklärt Dr. Pierre-Alain Menoud, Verantwortlicher des Labors für
Molekulardiagnostik, Unilabs. «Das
Verwenden eines Kondoms mindert
daher nicht alle Risiken», so der Wissenschaftler.
HPV verantwortlich für
Gebärmutterhalskrebs
«Viele infizierte Menschen zeigen keine offensichtlichen Anzeichen einer
Infektion und bei den meisten heilt die
HPV-Infektion von selbst aus», beruhigt
Pierre-Alain Menoud. Es gibt aus gutem
Grund kaum Anlass zur Besorgnis: In 70
Prozent dieser Fälle verschwindet das
Virus innerhalb eines Jahres nach der
Infektion und in 90 Prozent der Fälle innerhalb von zwei Jahren. Weniger als
0,3 Prozent der Infektionen entwickelt
sich zu Krebs. Hingegen sind 90 Prozent der Frauen, bei denen Gebärmutterhalskrebs diagnostiziert wurde, mit
dem HPV infiziert.«In den schlimmsten
Fällen muss der Gebärmutterhals ganz
entfernt werden. Meistens wird aber
lediglich die infizierte Stelle behandelt oder entfernt. Es ist daher wichtig,
eventuelle Läsionen so früh wie möglich zu erkennen», erklärt Pierre-Alain
Menoud. Männer können sich genauso
wie Frauen mit HPV anstecken. Bei ihnen führt die Infektion jedoch selten zu
ernsthaften Gesundheitsproblemen.
Voraussetzung für die Früherkennung sind regelmässige gynäkologische Kontrollen. Um abnorme Zellveränderungen (Krebsvorstufen) frühzeitig zu erkennen, sollten sich Frauen
regelmässig einem PAP-Test (Zervixabstrich) unterziehen.
Je nach Befund und Ermessen des behandelnden Arztes können weitere Untersuchungen angeschlossen werden.
3
Schützen
Sie sich vor
kRankheiten
Wer durch einen bestimmten HPVTyp infiziert wurde, kann nach dem
Verschwinden des Virus grundsätzlich nicht mit demselben Virustyp
nochmals infiziert werden, da das
Immunsystem schützende Antikörper bildet. Gegen alle anderen Typen
ist man dann allerdings nach wie vor
nicht geschützt. Junge Frauen können
sich kostenlos gegen die Typen des Papillomvirus impfen lassen, die für die
meisten Krebserkrankungen des Gebärmutterhalses verantwortlich sind.
Die Impfung wird in drei Dosen innerhalb von 6 bis 12 Monaten verabreicht
und wird von den Krankenkassen
übernommen. Der Schutz tritt einen
Monat nach Injektion der letzten Dosis ein. Allerdings ist die Impfung nur
wirksam, wenn die Person noch nicht
mit den Viren infiziert ist, gegen die
der Impfstoff schützen soll. Dank der
Impfung werden pro Jahr rund 2000
chirurgische Eingriffe wegen Krebsvorstufen, 160 neue Fälle von Gebärmutterhalskrebs und 50 dadurch verursachte Todesfälle verhindert. Sie
ersetzt aber keinesfalls die Vorsorgeuntersuchung beim Frauenarzt oder
bei der Frauenärztin.
Catherina Bernaschina
redaktion.ch@mediaplanet.com
Jährlich 50 Todesfälle weniger
dank HPV-Impfung
Das Virus kann kleine Genitalwarzen,
sogenannte Kondylome, hervorrufen.
Manchmal ist ein chirurgischer Eingriff notwendig, um diese zu entfernen
oder um Krebsvorstufen zu behandeln.
Zu den gängigsten Methoden gehören
jedoch die Anwendung von Produkten
zur Warzenbehandlung sowie das Verätzen, Verbrennen oder Vereisen der
Auswüchse. Am besten kann man sich
gegen HPV schützen,indem man gewisse riskante Verhaltensweisen vermeidet, wie zum Beispiel das häufige Wechseln von Sexualpartnern. Und Vorsicht:
Tabakkonsum erhöht bei HPV-Infektionen das Risiko von Gebärmutterhalskrebs. Seit 2005 wurden zwei Impfstoffe entwickelt.«Einer schützt gegen zwei
HPV-Typen (16 und 18),der andere gegen
vier Typen (16, 18, 6 und 11)», erklärt Dr.
Menoud.
Facts
■■ Studien zufolge sind Personen,
die viele Sexualpartner oder schon
sehr jung Geschlechtsverkehr
haben, in Bezug auf eine HPV-Infektion besonders gefährdet. Das Benutzen von Kondomen wird empfohlen, auch wenn dies nicht alle Risiken
mindert.
■■ In der Schweiz werden jedes
Jahr etwa 250 neue Fälle von Gebärmutterhalskrebs sowie 5000 Krebsvorstufen diagnostiziert. Gebärmutterhalskrebs ist bei Frauen unter
50 Jahren die vierthäufigste Krebserkrankung in der Schweiz. Junge
Frauen zwischen 16 und 25 Jahren
sind von der HPV-Infektion am
meisten betroffen.
Auf die Plätze, fertig, abnehmen
■■Frage: Wie kann man
nachhaltig Gewicht verlieren?
■■Antwort: Ernährung ist nur
das halbe Geheimnis einer
erfolgreichen Diät. Wer dauerhaft
schlank werden will, muss sich
bewegen.
Eigentlich ist es ganz einfach abzunehmen: Man muss nur dafür sorgen,
mehr Energie zu verbrauchen, als man
zu sich nimmt. Klingt einfach. Doch
nicht umsonst sind die Ratgeberregale in Buchhandlungen gefüllt, boomen
Selbsthilfegruppen zum Pfundeverlust und freut sich die Fitness-Branche
über wachsende Mitgliederzahlen.
Dass die freilich oft mit der Anmeldung selbst ihren grössten Beitrag zum
Vorsatz geleistet haben, ein paar Kilos
abzuspecken, ist leider auch bekannt.
Diäten gibt es wie Sand am Meer,ihnen
gemein ist das Prinzip, den Input zu
regulieren, also die Energiezufuhr, die
über Essen und Trinken in den Körper
gelangt.Dabei haben Ernährungs- und
Sportwissenschaftler längst bewiesen,dass das nur in Verbindung mit der
Output-Regulierung langfristig Erfolg
zeigt. Kurzum: Wer leichter werden
will,muss mehr von dem verbrauchen,
was er zu sich nimmt.
«Mehr raus als rein»
Der Erfolg einer Diät hängt zwischen
50 und 70 Prozent davon ab,ob man sich
dabei ausreichend bewegt. Radikalkuren und Nulldiäten zeigen zwar kurzfristig Erfolge auf der Waage, weil der
Körper seine Wasserdepots löscht und
Muskeln abbaut. Doch wer die Gleichung «mehr raus als rein» nicht beachtet, wird die verloren geglaubten
Pfunde im Nu wieder auf der Gewichtsanzeige zu sehen bekommen.
Ausdauer braucht es da in zweifacher Hinsicht: körperlich und
psychisch.
Denn auch wer sich für Abnehmen durch ein Weniger oder Anders
an Essen und ein Mehr an Bewegung entscheidet, muss warten, bis
der Körper das neue Signal verstanden hat. Das kann bis zu zwölf Wochen dauern. Der Körper trennt sich
nämlich nur «widerwillig» von seinen Fettdepots, die ja für schlechte
Zeiten vorhalten sollen.
Die plakative Rechnung: Ein Kilogramm Körperfett entspricht 7000
Kalorien. Um sie zu verbrauchen,
müsste eine Person von 75 Kilo Körpergewicht knapp zehn Stunden in
mittlerem Tempo joggen. Am Stück,
wohlgemerkt.
Muskeln brauchen Energie
Wer anfängt zu trainieren, wird
schnell merken, dass mit wachsenden Muskeln das Körpergewicht steigt.
Doch da es beim Abnehmen nicht um
die Zahl auf der Waage,sondern um das
eigene Wohlbefinden und das sich verändernde Aussehen geht, ist das irrelevant. Die gute Nachricht: Mit jedem
Gramm Muskelmasse steigt nicht nur
die Fitness, sondern auch der Grundumsatz. Das ist entscheidend. Denn
wenn mehr Energie verbraucht wird,
als man zu sich nimmt, purzelt das
Gewicht, und ein Stück Kuchen zwischendurch wird nicht unweigerlich
zum verhassten «Hüftgold».
Franziska Ulrich
redaktion.ch@mediaplanet.com
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Eine Themenzeitung von Mediaplanet
Juni 2012 · 11
inspiration
Das Krankheitsempfinden
verändert sich massgeblich
■■Ist eine Brustkrebserkrankung bereits weit fortgeschritten, ist in den
meisten Fällen keine Operation mehr
möglich. Erfolgsversprechender ist
dann eine Chemotherapie, wofür
eine ganze Reihe hochwirksamer
Medikamente zur Verfügung stehen.
Entscheidend bei der Wahl eines
Wirkstoffes sind vor allem die biologischen Eigenschaften des Krebsgeschwürs. Auch die Intension und
Geschwindigkeit der Ausprägung
sowie der psychische und physische
Zustand der betroffenen Krebspatientin sind massgebende Faktoren
bei der Wahl einer Therapie.
«Die Chemotherapie
in Tablettenform ermöglicht den Patientinnen
heute, trotz schwerer
Erkrankung, die Erhaltung der Autonomie
und somit mehr Alltagsnähe und Normalität zu
wahren.»
Ziad Atassi
Oberarzt der Frauenklinik im Kantonsspital Baden
Orale Methode als zweite Wahl
Die verbreitetste Form der Chemotherapie, ist die intravenöse. «In den
meisten Fällen kommt es im Rahmen
einer Erstlinien-Therapie nach Diagnose von Metastasen zu einer intravenösen
Chemo», erklärt Ziad Atassi, Oberarzt im
Brustzentrum der Frauenklinik des Kantonsspitals Baden. Dabei wird der chemisch hergestellte Wirkstoff direkt über
eine Vene ins Blut gespritzt oder tropfenweise infundiert. Der Wirkstoff gelangt
dadurch in fast alle Organe und kann so
auch Krebszellen erreichen, die sich vom
Haupttumor in der Brust abgelöst haben.
Sollte die erste Therapie-Linie keine
Heilung oder Besserung bringen, bietet sich als Alternative zu einer erneuten intravenösen Behandlung eine orale Chemotherapie in Form von Kapseln
oder Tabletten an. Wie bei der intravenösen Methode gelangt der Wirkstoff
auch bei der oralen Einnahme systemisch in fast alle Körpergewebe. Im Gegenzug zu der herkömmlichen intravenösen Methode gestaltet sich der Weg
zum Tumor allerdings etwas schwerfälliger. So durchwandern die Tabletten
zuerst den Magen-Darm-Trakt, lösen
sich dort auf und werden erst dann an
das Blut weitergegeben.
Ein Stück Normalität
Auch Oberarzt Atassi bietet seinen
Patientinnen nach einer erfolglosen
ersten Chemotherapie als Alternative die orale Methode an. «Die orale
Chemotherapie weist andere Nebenwirkungen auf wie die intravenöse
Methode. Ausserdem gewinnen die
Patientinnen ein Stück Normalität
zurück, weil die Einnahme ortsunabhängig erfolgt und so nicht einen
langen Spitalaufenthalt bedingt»,
weiss Atassi. Tatsächlich lassen sich
die Spitalbesuche bei einer oralen
Medikation auf ein Minimum reduzieren, dennoch bleiben regelmässige Besuche beim Onkologen Pflicht.
«Die Chemotherapie in Tablettenform ermöglicht den Patientinnen
heute, trotz schwerer Erkrankung,
die Erhaltung der Autonomie und somit mehr Alltagsnähe und Normalität zu wahren. Dadurch kann das
Krankheitsempfinden einer Patientin massgeblich verändert werden»,
so der Arzt weiter. Doch es ergeben
sich noch weitere Vorteile aus einer oralen Chemotherapie. Schmerzen durch die Injektionsnadeln sowie beim Legen eines Katheters oder
Ports, aber auch das Infektionsrisiko
an der Einstichstelle entfallen.
Die orale Therapie setzt allerdings
ein hohes Mass an Eigenverantwortung voraus. Die Medikamente müssen regelmässig eingenommen werden. Übelkeit und Erbrechen können
durch die orale Einnahme zudem in
gewissen Fällen verstärkt werden,
weil der Wirkstoff durch den gesamten Magen-Darm-Trakt fliesst.
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Ansprechrate bis 72 Prozent
Die orale Einnahme der Chemotherapie ist nicht nur eine Frage des Willens, sondern auch der Verfügbarkeit.
Bisher sind erst zwei Zytostatika auf
dem Markt, die bei Vorliegen eines metastasierten Brustkrebses oral verabreicht werden können. Dies hängt vor
allem damit zusammen, dass die meisten Wirkstoffe den Magen-Darm-Trakt
zu sehr reizen oder schädigen würden.
Häufig liegt die Problematik auch darin, dass eine zu geringe Menge des
Wirkstoffs ins Blut übergehen würde.
Vinorelbin ist als Weichkapsel verfügbar und kommt in Frage, wenn
eine frühere Chemotherapie mit einem Wirkstoff der Gruppe Anthrazykline nicht zu einem dauerhaften
Erfolg geführt hat. Die Ansprechrate
liegt bei 35 bis 45 Prozent. Der zweite
Arzneistoff, der ebenfalls oral wirkt,
ist Capecitabine. Auch dieser kommt
bei einer vorhergehenden Therapie
aus der Gruppe Anthrazykline oder
einem Zystatikum aus der Gruppe der
Taxane zur Anwendung. Hier wurden
Ansprechraten von bis zu 72 Prozent
erreicht.
sarah zeller
redaktion.ch@mediaplanet.com
PUBLIREPORTAGE
VIELE WEGE FÜHREN ZU SCHÖNEREN ZÄHNEN
Manche Menschen haben Hemmungen, wenn
sie z.B. beim Lachen ihre Zähne zeigen. Eine
schlechte Zahnstellung, verfärbte Zähne, Zahnfleischrückgang und Parodontitis bleiben nicht
ohne Folgen und können Aussehen und Zahngesundheit empfindlich beeinträchtigen.
Die Ästhetische Zahnmedizin nimmt sich dieser Probleme an. Mit modernen Materialien
und schonenden Methoden versuchen wir,
dem Patienten seine natürliche Zahnästhetik
zurückzugeben.
Fallbeispiel 1 aus unserer Praxis:
Diese 53-jährige Patientin litt unter ihren unansehnlichen, abgenutzten
Zähnen, an einigen Stellen lag Zahnfleischrückgang vor. Nach Zahnfleischaufbau erfolgte eine ästhetische und funktionelle Rehabilitation mit
Kronen und Veneers aus metallfreier Vollkeramik. Da die Patientin unter
Zahnbehandlungsangst litt, wurden die Behandlungen stressfrei und entspannt unter Lachgas-Sedierung durchgeführt.
Fallbeispiel 2 aus unserer Praxis:
Parodontitis hatte bei dieser 50-jährigen Patientin zu Zahnlücken und
gelockerten Zähnen geführt. Sämtliche Zähne des Oberkiefers mussten
entfernt werden. In Vollnarkose konnten wir gleichzeitig 4 stabile
Implantate setzen und am darauffolgenden Tag die Patientin mit festem Zahnersatz auf den Implantaten versorgen.
Häufig angewandte Techniken der modernen ästhetischen Zahnmedizin sind unter anderem:
• Zahnaufhellung (Bleaching)
• Kieferorthopädische Zahnkorrekturen mit unsichtbaren Zahnspangen bei Erwachsenen
• Der Einsatz von Keramik-Veneers, Inlays und Kronen aus Vollkeramik
• Ästhetische chirurgische Zahnfleischkorrekturen (z.B. Zahnfleischaufbau)
• Der gezielte Einsatz von Zahnimplantaten
Am Anfang.
Autor:
Dr. med. dent. Markus
Schulte ist Zahnarzt und
Spezialist für Oralchirurgie
Praxisklinik:
Zahnarzt Team Luzern
Winkelriedstrasse 37
6003 Luzern
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Eine Themenzeitung von Mediaplanet
Juni 2012 · 13
news
Feldenkrais-Methode – Revolution von Gehirn und Körper
■■Frage: Worauf fokussiert die FeldenkraisMethode und für wen ist sie geeignet?
■■Antwort: Die somatische Lernmethode
ist für jeden und jede geeignet. Sie
verwendet sanfte, bewusste Bewegung,
um das Bewegungsrepertoire zu erweitern
und qualitativ zu verbessern.
Gynäkologie
Ein brennendes
Frauenproblem
Ständiger Harndrang mit geringen Urinmengen sowie Brennen und
krampfartige Schmerzen beim Wasserlassen – viele Frauen kennen diese
typischen Anzeichen einer Blasenentzündung (akute Zystitis). Rechtzeitig
erkannt, kann man den schmerzhaften
Beschwerden schnell den Riegel
schieben.
Nancy Aberle, diplomierte Feldenkrais-Lehrerin, hatte vor 23 Jahren einen schweren Unfall, bei dem sie sich die Wirbelsäule brach.
3 lange Jahre musste sie liegend verbringen,
bis sie über einen Gratis-Gruppenunterricht
schliesslich die Feldenkrais-Methode entdeckte. «Durch die Methode gewann ich allmählich
meine Beinfunktion zurück. Heute kann ich
wieder laufen, Fahrrad fahren und sogar lange Wanderungen machen mit dem Rucksack»,
berichtet Nancy Aberle.
Die Methode – benannt nach ihrem Begründer Dr. Moshé Feldenkrais (1904-1984), der selbst
an den Folgen eines Unfalls litt – ist eine senso-
Die weltweit bekannte Methode gilt heute als
ein differenziertes pädagogisches Mittel, um
körperliche und geistige Funktionen lernend
Fighting
Serious
Diseases
■■Schulmedizin oder sanfte Methoden?
Bereits sanfte Methoden können helfen, einer Blasenentzündung rechtzeitig entgegen zu wirken oder um
ihr vorzubeugen. Bei leichten Blasenentzündungen
sind Hausmittel eine gute Therapie: Sich warm halten
und viel trinken – am besten Nieren- und Blasentees.
Durch häufiges Wasserlösen werden die Krankheitskeime aus den Harnwegen gespült. Zur «Durchspülungstherapie» geeignet sind auch stilles Wasser und
Cranberrysaft. Ein weiteres fruchtiges Hilfsmittel:
Grapefruitkern-Extrakt. Zu vermeiden sind Alkohol
und Kaffee in grösseren Mengen, da sie die Blase zusätzlich reizen. Gönnen Sie sich hingegen ein warmes Bad oder legen Sie eine Wärmeflasche auf den
Unterbauch. Die Wärme wirkt schmerzlindernd und
krampflösend. Tragen Sie zudem keine zu enge und
synthetische Unterwäsche. Sie kann die Schweissbildung und somit Blasenentzündungen fördern.
At Bristol-Myers Squibb
Squibb,
our commitment to develop
innovative medicines is as
strong as the patient’s will to
fight serious diseases.
Our researchers are working
every day to discover the
next generation of treatments
in areas such as:
■■Wann zum Arzt gehen?
Meistens verläuft eine Blasenentzündung ohne Komplikationen. Gelegentlich kann eine Infektion aber
durch die Harnleiter aufsteigen und eine Entzündung
des Nierenbeckens verursachen, womit nicht zu spas­
sen ist. Eine Nierenbeckenentzündung muss umgehend durch einen Arzt behandelt werden. Auch bei
Symptomen in Zusammenhang mit Risikofaktoren
wie Schwangerschaft, Zuckerkrankheit, wiederkehrenden Blasenentzündungen oder bei Männern und
Kindern sollte man rasch handeln und sich vom Arzt
untersuchen lassen.
Vielfältige Anwendungsmöglichkeiten
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Eine Blasenentzündung macht sich oft durch von
Krämpfen begleitetes Brennen beim Wasserlösen
bemerkbar. Weitere Symptome können ein leichter
Druck in der Nierengegend oder übelriechender Urin
sein. Laut Schätzungen leidet etwa jede zweite Frau
einmal im Leben unter der Erkrankung. Frauen leiden aufgrund der viel kürzeren Harnröhre öfter unter Blasenentzündungen als Männer.
Für gewöhnlich handelt es sich bei der Blasenentzündung um eine Infektion der Harnwege. Schuld
daran sind meist Bakterien, selten sind Viren, Parasiten oder Pilze im Spiel. Die Keime gelangen von
aussen über die Harnröhre in die Blase und führen
dort zu einer Entzündung und Reizung der Blasenwand. Es kommt zum Brennen beim Wasserlassen.
Begünstigt wird eine Blasenentzündung durch Abflussstörungen (z.B. aufgrund von Blasensteinen,
fortgeschrittener Schwangerschaft etc.), durch
häufigen Geschlechtsverkehr oder durch eine geschwächte Immunabwehr. Aber auch andere Faktoren wie Verkühlung – etwa durch häufiges Tragen
von Miniröcken, längeres Sitzen auf kaltem Boden,
nasse Badehosen etc. –, Stress sowie falsches Wischen nach dem Stuhlgang können den Infekt auslösen.
Bei komplizierten Fällen begleitet von hohem Fieber,
Erbrechen, grossen Schmerzen oder Blut im Urin sollte man auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen. Die Behandlung erfolgt dann in der Regel nach einem positiven Urintest mit Antibiotika. Dieses wirkt zwar
rasch, hat jedoch den Nachteil, dass sich die Scheidenflora dadurch oftmals verändert und Frauen vielfach
einen Scheidenpilz bekommen. Weiter kann durch
häufiges Einnehmen von Antibiotika eine Antibiotika-Resistenz entstehen.
motorische, körperorientierte Lernmethode. Sie
basiert auf wissenschaftlichen Beobachtungen
über das Funktionieren des menschlichen Nervensystems und dessen Fähigkeit, neue Wege
und Lösungen für Bewegungsprobleme zu finden. Der US-amerikanische Neurowissenschaftler Michael Merzenich definierte die FeldenkraisMethode und Anat-Baniel-Methode für Kinder
als Teil der »Gehirnplastizitätsrevolution». Seiner
Beschreibung nach ist unser Gehirn stetigen Veränderungen ausgesetzt. Jedes Mal,wenn wir eine
Fähigkeit erlangen oder weiterentwickeln, entstehen anhand neuer Verbindungen im Gehirn
auch neue Mechanismen. Einfach ausgedrückt
geht es darum, dass das Nervensystem ineffiziente Bewegungsabläufe durch optimalere Bewegungsmöglichkeiten ersetzt.
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Cancer
Cardiovascular Diseases
Diabetes
HIV/AIDS
Hepatitis
Immune-Related Diseases
Psychiatric and Neurological
Disorders
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Catherina Bernaschina
redaktion.ch@mediaplanet.com
© 2012 Bristol-Myers Squibb 122056 03/12 Printed in USA. All rights reserved.
zu verbessern. «Durch das aufmerksame Experimentieren mit Bewegungsmöglichkeiten
kann das Nervensystem neue Erfahrungen
machen. Festgefahrene und einschränkende
Bewegungs- und Denkgewohnheiten können
so verändert und die Qualität der Bewegungen
erhöht werden», erklärt Aberle.
Die Methode findet nicht nur bei der Rehabilitierung nach Verletzungen und beim Abbau
von fehlhaltungsbedingten Schmerzen Anwendung. Ihrem Konzept nach können Menschen in den verschiedensten Lebenssituationen von ihren Möglichkeiten profitieren. Es
spielt keine Rolle, ob jemand krank oder gesund
ist, jung oder alt, Künstler(in) oder Sportler(in)
– ungenutztes Potenzial gibt es in uns allen. Indem sich die lernende Person über das eigene
Tun bewusst wird, entwickelt sie eine neue Beweglichkeit für Körper und Geist.
Catherina Bernaschina
redaktion.ch@mediaplanet.com
14 · Juni 2012
Eine Themenzeitung von Mediaplanet
Tipp
4
News
Investieren
Sie in Ihr
Lächeln
Das strahlende Lächeln
Weisser, glatter, regelmässiger – so
wünschen sich die meisten Menschen ihr Gebiss. Und das ist heute machbar. Die neuen Verschönerungsmethoden verschaffen den
Zähnen einen optimalen Look.
■■Herr Dr. Schulte, was
bedeutet eigentlich
«Ästhetische Zahnmedizin»?
Man weiss heute, dass beim Zusammentreffen zweier Menschen die ersten drei Sekunden über Sympathie
oder Antipathie entscheiden, wobei
das Aussehen der Mundpartie besonders wichtig ist. Nach neuesten Studien geben 94 Prozent der Männer und
Frauen an, im Gespräch auf die Zähne
des Gegenübers zu achten. 86 Prozent
glauben, dass Menschen mit einem attraktiven Lächeln auch mehr Erfolg im
Privatleben und im Beruf haben. Unsere Aufgabe ist es, den Menschen zu helfen, die mit der Ästhetik ihres Mundes
nicht zufrieden sind.
■■Viele Patienten wünschen
sich schöne, ebenmässige
Zähne. Mit welchen Behandlungsmethoden können
Sie dieses Ziel erreichen?
Viele Erwachsene leiden zeitlebens
unter ihren schiefstehenden Zähnen, weil sie als Kind keine korrekte Zahnkorrektur erhalten haben.
Wenn die Zahnstellung nicht optimal ist, muss man zunächst eine
Dr. med. dent.
Markus Schulte
Zahnarzt, Facharzt
Oralchirurgie
Zahnarzt Team
Luzern
kieferorthopädische Behandlung in
Erwägung ziehen. Mit den heute verfügbaren Technologien lassen sich
Zähne bei Erwachsenen jeden Alters
in die korrekte Position verschieben, wenn die Zähne parodontal – also vom Knochen her – noch stabil sind.
■■Aber welcher Erwachsene
möchte schon einen
«Gartenhag» zur Schau tragen?
Auch hier gibt es gute Nachrichten: Bei
der Lingualtechnik wird die Spange
nicht mehr aussen, sondern auf den Innenflächen der Zähne angebracht, also
völlig unsichtbar. Eine andere innovative Option sind die transparenten, herausnehmbaren Invisalign®-Schienen
aus den USA, die ebenfalls praktisch
unsichtbar und besonders komfortabel zu tragen sind.
■■Welche Möglichkeiten
gibt es sonst noch?
Mit hauchdünnen Keramikverblendschalen, sogenannten Veneers, die auf
die Aussenfläche der Zähne aufgeklebt
werden, lassen sich kleinere Zahnfehlstellungen auch ganz ohne Spange beheben.Anders als bei der Krone werden
hier maximal 0,7 mm Zahnsubstanz
abgeschliffen. Diese Keramikveneers
sind auch extrem biokompatibel, dauerhaft und bestens geeignet, um verfärbte und unansehnliche Zähne wieder präsentabel zu machen.
■■Weisse Zähne liegen derzeit
voll im Trend. Was können Sie
Ihren Patienten empfehlen, die
unter dunklen oder verfärbten
Zähnen leiden?
verspricht. Wir haben uns für das patentierte Brite Smile-Bleaching entschieden, weil es besonders schonend
ist und in nur 90 Minuten eine Aufhellung von bis zu 8 Helligkeitsstufen
bringt, die oft jahrelang anhält. Wir
haben ausgezeichnete Erfolge mit diesem System.
■■Welche Rolle spielt
eigentlich das Zahnfleisch
für die Zahnästhetik?
Gesundes, festes Zahnfleisch gehört
einfach zu attraktiven Zähnen, man
spricht auch von rot-weisser Ästhetik. Leider geht diese oft durch Zahnfleischschwund und Parodontitis verloren. Glücklicherweise gibt es heute
wirksame Behandlungen gegen solche Probleme, und wir können in
manchen Fällen sogar verlorengegangenen Knochen und Zahnfleisch wieder aufbauen und regenerieren.
■■Wenn da nicht die Angst
vorm Zahnarzt wäre...
In der Tat, etwa 30 Prozent der Bevölkerung empfinden mehr oder weniger starke Angstgefühle beim Zahnarztbesuch. Das Schlimmste daran ist,
dass diese Ängste oft gar nicht ernst
genommen werden. Wir haben uns
in den letzten Jahren auf die Behandlung von Angstpatienten spezialisiert
und erfolgreiche Methoden entwickelt, die von der psychologischen Patientenführung über Behandlung unter Lachgas und Beruhigungsmitteln
bis hin zur Vollnarkose gehen.
Kinderzähne
Zahngesundheit
in der
Schwangerschaft
■■Eine alte Volksweisheit besagt
«jedes Kind kostet einen Zahn»,
womit gemeint war, dass Frauen früher vor allem während der
Schwangerschaft Zähne verloren.
Die Gültigkeit dieser Volksweisheit
gehört der Vergangenheit an. Die
Weisheit aus diesem Satz jedoch
ist heute erwiesene Wissenschaft!
Es muss noch viel Aufklärungsarbeit geleitstet werden: Frauen
sollten ihren Zähnen, vor allem bei
Kinderwunsch, besondere Aufmerksamkeit schenken. Aus
drei wichtigen Gründen empfehle ich explizit vor oder spätestens
während der Schwangerschaft eine Kontrolle und Beratung:
Dr. med. May
Zimmermann
Zahnärztin,
Praxis für
Kinderzahnheilkunde
in Küsnacht / Zürich
Erhöhtes Parodontitis- und
Kariesrisiko
Durch die Hormonveränderung während der Schwangerschaft werden
Zahnfleisch und Zahnhalteapparat
sehr anfällig gegenüber Angriffen
von Bakterien aus der Mundhöhle.
Das Risiko für Gingivitis (Zahnfleischentzündung) und Parodontitis (Knochenentzündung) ist stark
erhöht.
Neue Essgewohnheiten in der
Schwangerschaft setzen die Zähne besonderen Belastungen aus, das Risiko
für Karies (Löcher, Zahnfäule) ist erhöht.
Deshalb sollte die Mundhygiene
schon vor einer möglichen Schwangerschaft von einer Fachperson beurteilt und zusammen mit der Patientin optimiert werden.
Risiko von Komplikationen
Es gibt viele Bleaching-Verfahren, die
nicht alle halten, was die Werbung
Franziska Ulrich
Erkrankungen von Zahnfleisch
und Zähnen können während einer
Schwangerschaft zu Komplikationen
und zu Frühgeburt führen. Da während einer Schwangerschaft keine
Röntgenbilder gemacht und grosse
Behandlungen nur eingeschränkt
vorgenommen werden können, sollte
man Zahnbehandlungen möglichst
vorbeugen und verhindern. Bei Frauen mit Kinderwunsch lohnen sich
regelmässige Kontrollen doppelt,
da so der richtige Zeitpunkt für die
«Kontrolle vor der Schwangerschaft»
nicht verpasst wird.
Von der Mutter zum Kind
Kranke Verhältnisse im Mund der
Mutter und ungenügendes Wissen
über die Zusammenhänge zwischen
Karies, Zahnfleischentzündungen,
Mundhygiene und Ernährung gehen
zu Lasten des Kindes: karies-verursachende Bakterien werden von Mutter zu Kind übertragen. Karies beim
Kleinkind wird viel zu spät erkannt,
vielleicht erst wenn sich das Kind
schon an schlechte Essgewohnheiten
gewöhnt hat.
Darum schenke ich den werdenden Müttern besondere Aufmerksamkeit. Ich berate meine Patientinnen gezielt zu diesem Thema und
wäge sorgfältig ab, welche Behandlungen vor, während oder erst nach
der Schwangerschaft unternommen werden müssen. Genauso berate ich Mütter, was sie zur Vermeidung von Zahnkrankheiten bei Ihrem Kind tun können.
Es ist wunderbar zu sehen, wie motiviert angehende Mütter ihre eigenen Zahnprobleme «in Angriff» nehmen und «von klein auf in den Griff
bekommen», um so ihren Kindern
ein Leben mit gesunden Zähnen zu
ermöglichen.
Dr. med. dent. May Zimmermann
redaktion.ch@mediaplanet.com
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Tipp
5
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Befreien Sie
sich vom
lästigen
Schnarchen
Juni 2012 · 15
Kurznachrichten
Effektive Hilfe bei Schnarchen und Schlafapnoe
■■Schnarchen ist lästig und kann
manche Beziehung auf eine harte
Probe stellen. Mit dem richtigen
Behandlungskonzept können sie
das Problem gezielt therapieren.
Schnarchen – für viele ein
Tabu-Thema
Wer an einen schnarchenden Menschen denkt, hat in der Regel das Bild
eines beleibten, unsportlichen Menschen im Kopf – weit gefehlt. Schnarchen kann jeden treffen. So auch Sara König*: «Obschon ich gesund lebe,
kaum Alkohol trinke, viel Sport mache
und schlank bin, schnarche ich, seit ich
denken kann.» Einen Zustand, den König als nicht besonders einschränkend,
sondern vielmehr als unangenehm bezeichnet. Gesundheitliche Probleme
hatte sie durch das Schnarchen nicht,
es sei für sie eher ein kosmetisches
Problem gewesen. «Mein nächtliches
Schnarchen war mir peinlich. Egal, ob
ich mit einer Freundin eine Städtereise
gemacht habe und mit ihr das Zimmer
teilen wollte oder ob ich einen neuen
Partner kennenlernte – das Schnarchen
war immer ein Thema. Es wurde für
mich zu einem zwischenmenschlichen Problem und das wollte ich lösen», erinnert sie sich.
Nach OP gleich wieder fit
König unternahm verschiedene Versuche, ihr Schnarchen in den Griff zu bekommen und konsultierte Spezialisten
– erfolglos. «Der erste HNO-Arzt, dem
ich mein Leiden schilderte, riet mir wegen der Komplikationsrisiken von konventionellen Operationen ab. Er wollte
mich gar damit trösten, dass das bisschen Schnarchen doch ganz ‚herzig‘ sei
und einen Partner bestimmt nicht störe.» Damit war Königs Problem jedoch
auch nicht gelöst und die Suche nach
einer passenden Methode ging weiter.
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Eines Tages habe sie dann letztlich einen
Beitrag von Dr. Antoine Aschmann zu
seinem erprobten Behandlungskonzept
gelesen und sich sofort angesprochen
gefühlt. Dr.Aschmann praktiziert in seiner Zürcher Praxis ein Behandlungskonzept, das sich intensiv mit den Ursachen
des Schnarchens auseinandersetzt, um
diese gezielt zu behandeln. «Die Tatsache, dass ich nicht nach dem Symptom,
sondern nach dem Ursachenprinzip
schonend behandelt werde, hat mich
überzeugt.Eine radikale Operation käme
für mich nicht in Frage.Als Selbständige
war auch die Tatsache für mich entscheidend,dass man nach der Operation nicht
lange ausser Gefecht gesetzt wird und
nach zwei Tagen wieder arbeiten kann»,
sagt sie. Nach einer ersten Beratung und
der dazugehörigen Untersuchung stand
für König der Entschluss für den Eingriff
fest. «Die Methode hatte mich bereits im
Gespräch überzeugt und Dr. Aschmann
versicherte mir gute Chancen, das Problem Schnarchen mit dem Eingriff zu lösen, zumal ich keine Schlafapnoe habe.»
Somit hatte König wieder Hoffnung.
hat man mittels Endoskopie analysiert, welche der Verengungspunkte genau betroffen sind. Im Radiofrequenzverfahren, ganz ohne Messer,
wurde dann überschüssiges Gewebe
eliminiert, Volumen geschrumpft und
Schleimhautfalten wurden abgetragen. «Wenige Stunden nach dem Eingriff war ich wieder auf den Beinen
und konnte nach Hause gehen. Ausser
Schluckweh, das mich rund zwei Wochen plagte, hatte ich null Einschränkungen – ich konnte normal essen und
trinken und sofort wieder arbeiten.
Wegen der Infektionsgefahr musste
ich lediglich zehn Tage aufs Schwimmen verzichten.» Auch der Erfolg des
Eingriffes liess nicht lange auf sich
warten – das Schnarchen ist innerhalb
von drei Wochen besser geworden und
heute kaum noch hörbar. Einzig eine
Art Gebissschiene, die den Unterkiefer im Schlaf fixiert und so für ungehinderte Atmung sorgt, erinnert König
heute noch daran, dass sie einmal
geschnarcht hat.
Massgeschneiderte Implantate
■■ Für wen eignet sich ­
eine Brust­vergrösserung mit
Implantaten?
Eine Brustvergrösserung mit Implantaten eignet sich für alle Frauen,
welche ein dauerhaftes, natürliches
Resultat wünschen. Eine Operation wünschen sich einerseits junge
Frauen, die sich an ihren kleinen oder
auch unterschiedlich grossen Brüsten stören. Andererseits sehen wir
viele Frauen, die nach Schwangerschaften die jugendliche Form und
das Volumen ihrer Brüste verloren haben und Frauen mittleren Alters, die
etwas für ihr Aussehen und Selbstwertgefühl tun möchten.
*Name von der Redaktion geändert
Sofortige Besserung
Im letzen Juni war es soweit. Nachdem
Sara König in Tiefschlaf versetzt wurde,
Dr. N.Krügel und Dr. K. Belouli,
Fachärztinnen für Plastische-, Re­konstruktive
und Ästhetische Chirurgie
Anna Birkenmeier
redaktion.ch@mediaplanet.com
«Wenige
Stunden nach
dem Eingriff
war ich
wieder auf den
Beinen.»
Sara König*
leidet nicht mehr unter ihrem Schnarchen
■■ Was hat sich in den ver­
gangenen Jahren geändert?
Worauf sollte man achten?
Immer mehr Hersteller bieten
Brustimplantate aus Silikon an, natürlich auch solche von schlechter
Qualität. Die von uns verwendeten
Implantate entsprechen den höchsten Qualitätsansprüchen und müssen
nicht wie oft angenommen nach 10
Jahren ersetzt werden. Ein Wechsel
eines Implantates ist bei einer Kapselfibrose indiziert oder aus ästhetischen Gründen, auf Wunsch der Patientinnen durchzuführen.
■■ Wie sehen Sie die Entwicklung
der Wünsche der Frauen, welche
eine Brustvergrösserung wollen?
Die Frauen streben immer mehr eine sanfte Vergrösserung oder eine
Wiederherstellung der jugendlichen
Brustform an. Für sie ist eine natürliche, schöne Brust wichtig, welche
zu ihrem Körper passt. Und vor allem
wollen sie mitentscheiden können.
Mit qualitativ hochwertigen Implantaten, welche in verschiedenen
Formen und Grössen erhältlich sind,
kann die Brust nach den individuel- len Bedürfnissen angepasst werden. Nach einem ausführlichen Gespräch, in welchem die Vorstellungen
der Patientinnen aufgenommen werden, führen wir eine Untersuchung
der Brust mit detaillierten Messungen durch. Mit speziell angefertigten Probeimplantaten und bald auch
anhand eines neuen Computerprogramms können wir noch während
der Beratung das mögliche postoperative Resultat visualisieren und somit die Wahl der Implantate für die
Patientinnen vereinfachen. Anhand
der Daten wählen wir zusammen mit
der Patientin die Implantate aus,welche die beste Lösung darstellen, um
das gewünschte Aussehen zu erzielen. Als Frauen mit unserem natü lichen Verständnis von Weiblichkeit
und unserer medizinischen Kompetenz können wir unsere Patientinnen
dabei optimal begleiten.
Franziska Ulrich
redaktion.ch@mediaplanet.com
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HPV-Screening-Test
Mehr Sicherheit
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der Vorsorge
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von Gebärmutterhalskrebs
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Sicherheit in der Vorsorge des
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Im Rahmen der Vorsorge ist der HPV-Screening-Test
noch nicht kassenpflichtig (NPL).
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negativer
HPV-Screening-Test
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)&! )&,
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Kontrollintervalle
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