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Deutsch-Budaker Heimatbuch - Wie es einst - Siebenbuerger.de

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Deutsch-Budaker Heimatbuch
- Wie es einst mal war UNSERE HEIMATKIRCHE
Evangelische Kirche A. B. Deutsch-Budak, vor 1944, von Osten mit Tanzplatz
Am Haupteingang steht eine Steinplatte mit folgender Inschrift gemeißelt:
„Dieses Heiligtum wurde im Jahre 1567 erbaut und im Jahre 1861 das Fundament/Mauerwerk
des Turmes teils neu hergestellt, die Mauern der Kirche und des Turmes erhöht und
feuersicher gedeckt.“
Damals war Pfarrer:
Fredrich M. Sutorius;
Johann Hofgräff Nr. 10
Richter:
Vize-Präses:
Georg Kestel
die Presbyter: 1.
Johann Bidner Nr. 51
2.
Michael Hofgräff Nr. 63
3.
Johann Hofgräff Nr. 69
4.
Johann PfingstgräffNr.13
Geschworene:
Georg Pfingstgräff Nr. 25
Gemeindevater: 1.
Georg Hofgräff Nr. 74
2.
Martin HofgräffNr. 60
Michael Hofgräff Nr. 62
Kirchenväter: 1.
2.
Johann Pfingstgräff Nr. 28
„Nun Vater, stehe uns auf Erden, so lang wir leben, gnädig bei;
lass weiser uns und immer frommer werden, dass jeder Dir sein Leben weiht.
Was hilft uns alles Glück der Welt, wenn unser Wandel Dir mißfällt“
Inschrift auf der großen Glocke „Mit Hilfe Gottes gegossen zu Klausenburg; von Johann
Andraschofsky Anno 1800 der sächsischen Gemeinde Budak; Bistritzer Distrikt“
Zum Gebrauch wie derselben vorstunden, als Pfarrer Johann Rührig, als Graf Martin
Hofgräff, als Kirchenvater Johann Pfingstgräff;
Inschrift auf der kleinen Glocke: „Erhalt uns Herr bei Deinem Wort, erhalt es deutsch, an
diesem Ort!“ Im Jahre 1926; gegossen von Oskar Klein Cugir.
Am Bogen in der Kirche steht geschrieben: „Gott hat geholfen, dass dies, sein Haus, 1775
unter dem Pfarrer Michael Zautner und den Kirchenvätern Michael Hofgräff und Georg
Kestel gewölbet wurde!
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Deutsch-Budaker Heimatbuch
- Wie es einst mal war JOHANN DORFI
UNSERE HEIMATGEMEINDE DEUTSCH - BUDAK
Deutsch-Budak bestand aus einer einzigen langen Dorfstrasse, an der an die hundert
Bauernhöfe angereiht standen. Von diesen waren ca. 20 - gegen Bistritz - im Besitz von
Rumänen die in ärmlichen Holzhütten und auf kleinen Bauernhöfen lebten.
Die sächsischen Höfe bestanden aus einem massiven Ziegelbau mit der Längsseite
gegen die Strasse. Es war ein Drei-Zimmer-Wohnhaus, eine typische nordsiebenbürgische
Bauweise. Dahinter, auf einem großen Hofplatz befanden sich die großen, gemauerten
Viehställe (meistens zwei bis vier) und die Wirtschaftsgebäude wie Scheune, Wagen- und
Heuschuppen. Auf einer Seite lag der große Düngerhaufen und die Schweineställe. Das
Wohnhaus bestand aus drei Zimmern: eine große Wohnküche, in der sich das alltägliche
Leben der Bauernfamilie abspielte, ein großes Schlafzimmer für die ganze Familie und ein
großes Prunkzimmer die so genannte „Gute Stube“ in der die Gäste empfangen wurden und in
der die Familienfeste, wie Taufe, Konfirmation, Hochzeit und Beerdigung gefeiert wurden.
DIE WIRTSCHAFTLICHEN VERHÄLTNISSE
Der Grund und Boden, auf dem wir und unsere Vorfahren gearbeitet und gelebt hatten,
lag auf den Hügeln nördlich und westlich der Gemeinde, die am Budak - Fluss lag. Der Boden
bestand aus einem mittelschweren, meist dunklen Tonboden, dem sogenannten
„Stundenboden“ d. h. er konnte nur zu einem bestimmten Zeitpunkt günstig gepflügt werden
und auch dann nur mit starkem vierspännigen Zugvieh. Ansonsten war der Boden fruchtbar.
In den Flussniederungen breiteten sich saftige Naturwiesen aus. Sie wurden zweimal im Jahr
gemäht und bildeten die Grundlage für eine intensive Viehzucht, verbunden mit Milchwirtschaft und Ochsenmast.
In unserer Zeit züchteten wir das Pinsgauer und dann das Siementaler Rind, das
schnellwüchsiger und milchreicher war, es wurde aus Österreich und der Schweiz eingeführt.
An Pferden züchteten wir eine Nonius-Kreuzung, gekreuzt mit einer Landrasse.
Gepflügt wurde gewöhnlich mit einem Vierergespann – zwei starke Ochsen und zwei Pferde
– und mit dem eisernen Sackpflug aus Leipzig.
Wir betrieben die verbesserte Dreifelderwirtschaft mit Kleesamenerzeugung, einer
siebenbürgischen Spezialität: dieser war sehr ertragreich und brachte bis zu 600 kg pro Joch,
bei Weizen bis 800 kg und bei Mais ebensoviel.
Auf den sonnigen Weinhalden der vorderen und der hinteren Weingärten, besaß jede
Familie ein, manche bis zu zwei Joch Weingarten. An veredelten Reben/Traubensorten hatten
wir die Mädchentraube, eine siebenbürgische Sorte, dann die Ruhländer, Riesling, Traminer,
Gutedel und Muskateller u.a.
Auch der Obstbau war ziemlich entwickelt und es gab verschiedene Apfelsorten, wie
Jonathan, Gustavdauer-Apfel, Batull, Goldparmäne, Stettiner, Windauer Hartapfel, eine
Lokalsorte u. a.
Die Einwohner unserer kleinen Gemeinde waren fast alle Bauern. Die Landwirtschaft
wurde durch verschiedene Fachkurse, die von Siebenbürgisch-Sächsischen Landwirtschaftsverein veranstaltet wurden, gefördert. So gab es Wagner-, Obstbau- und Kochkurse. Eine
Kartoffel-Dämpf-Kolonne, zum Kartoffel-Einsilieren für die Schweinemast, bereiste die
einzelnen Gemeinden. An Schweinerasen hatten wir das Mongaliza, und in letzter zeit das
„deutsche Edelschwein“.
In den Flußauen, im sandigen Schwemmland, hatten wir Kartoffeln, Mais, Luzerne und
Feldgemüse, besonders Zwiebeln für den Export, dann Kohl, Rüben, Hanf und das
Küchengemüse an.
Aufgrund der vielen Naturwiesen, des Rotklees und des Obstbaues gedieh bei uns eine
intensive Bienenzucht. Jeder dritte, vierte Bauer hatte einige Bienenvölker.
Die Wälder und Viehweiden waren im Besitz der Gemeinde und der Kirche.
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Deutsch-Budaker Heimatbuch
- Wie es einst mal war Die Flur- und Riednamen
Gegen Bistritz
Dĕr ewĕrscht Wåld .......................................Der obere Wald
Dĕr åndĕrscht Wåld ......................................Der untere Wald
Dĕ vedĕrscht Wängĕrt...................................Vordere Weingärten
Dĕ händĕrscht Wängĕrt.................................Hintere Weingärten
U dĕr Kopal...................................................An der Kapelle
Ĕm Gĕritt ......................................................Im Gerodeten
Än dĕr Nisenĕr Wäit .....................................In der Nösner Weide
Än dĕr Bobäika .............................................In der Bobäika
Åf Nisenĕr Håttĕrt.........................................Auf Nösner Hattert
Äm Räsch......................................................Im Rohr
Än dĕn Birbäim.............................................In den Birnbäumen
Gegen Minarken
Åf dĕn nåunĕ Läindchĕr................................Auf den neuen Ländchen
Um åndĕrschten Wåld...................................Am unteren Wald
Um Minarkenĕr Håttĕrt.................................Am Minarkner Hattert
Ki Seimĕsdråf ...............................................Gegen Seimesdorf
Åf dĕr Emt ....................................................Auf der Ebene
Um Saimĕsdråfĕr Wiehr ...............................Am Seimesdorfer Wald
Än dĕr Baltă..................................................Im Sumpf
Dĕ åndĕrscht Wisen ......................................Die unteren Wiesen
Ĕm Oußn Vĕrbout.........................................Im Ochsen Verbot
Bei dĕr Räsch Bräck .....................................Bei der Rohrbrücke
Beim Schmid ................................................Bei dem Schmid
Gegen Budus
Bei dĕn Zĕguin..............................................Bei den Zigeunern
Dĕr Schuiälgrånd ..........................................Der Schulgrund
Dĕr Kruinesch Guărten .................................Der Kronen Garten
Dĕ Legĕr .......................................................Lager-Platz, Herden
Dĕr Millhåum................................................Der Mühlham
Dĕr Saidĕlshåum...........................................Der Seidelham
Gegen Senndorf
Dĕ evĕrscht Wisen ........................................Die oberen Wiesen
Dĕ evĕrscht Häimĕn......................................Die oberen Hamen
Dĕr Millhåum................................................Der Müllham
Ĕm Strumbu ..................................................Im Strumbu
Åf Sänndråfĕr Håttĕrt ...................................Auf Senndorfer Hattert
Åf dĕr Hånnĕs Hi ..........................................Hanneshöhe
Ĕm Grändchi.................................................Im Gründchen
Ĕm Waldchi ..................................................Im Wäldchen
Åf dĕm granĕ Raach .....................................Auf dem grünen Berg
Dĕ gruis Hiĕld...............................................Die große Halde
Åf dĕn Däiĕln................................................Auf den Teilen
Ĕm Eichngruĕm ............................................Im Eichengraben
Ĕm Fuĕrĕschen Bångĕrt................................Im Pfarrer-Baumgarten
Die politische gesellschaftliche Entwicklung in unserer alten Heimat ist längst in die
Geschichte eingegangen, und unsere Not- und Kriegszeiten, unser Volkskampf im Laufe der
Jahrhunderte wurden von unseren Volksführern, und somit aus berufenem Munde geschildert
und in Büchern niedergeschrieben. Die Menschen unserer Heimatgemeinde waren
fortschrittliche Bauern, etwas konservativ in Sitte, Tracht und Brauch, sonst sehr reich und
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Deutsch-Budaker Heimatbuch
- Wie es einst mal war angesehen. Leider hatten auch sie das Ein- und Zweikindersystem, um ihre Höfe und
Grundstücke nicht auf viele Kinder aufteilen zu müssen. Ein Beispiel der konservativen
Einstellung unserer Vorfahren bildet folgende Begebenheit:
Am Ende des vorigen Jahrhunderts, als im Bistritzer Bezirk die Ackerbauschule
gegründet werden sollte, wurde Budak zum Standort gewählt. Sie sollte auf „dem Ochsenverbot“ gebaut werden. Doch wurde dieser ehrende Antrag vom Budaker Presbyterium
abgelehnt, mit der Begründung, dass zu viele neumodische Sitten hierdurch eingeführt werden
könnten: das erzählten uns unsere Väter.
DIE ZUWANDERER
In den zwanziger Jahren erhielten wir in Budak, wie auch andere Gemeinden, z. B. Jaad
und Wallendorf, als Verstärkung im Volkstumskampf gegen das chauvinistische Rumänentum, etliche Familien Bukowinaer Deutsche (Zipser) angesiedelt. Es waren die zwei
Familien Meitner und Gärtner: alle ehrbare und tüchtige Menschen. In allen Familien gab es
etwa 20 Personen: die Männer waren geschickte Zimmerleute und im Umkreis bedeutende
Baumeister.
DER WETTSTREIT ZWISCHEN DEN FAMILIEN
Es ging um die Tüchtigkeit, das Können und den Erfolg des Berufes und der Arbeit: es
war also ein Wettkampf um die gepflegtesten Felder, die schönsten Früchte und die schönsten
Tiere und Neuzüchtungen. Alles lag vor aller Augen und jeder konnte jedem seine Arbeit
sehen und die Tiere, die täglich vor allen Nachbarn auf die Weide getrieben wurden. Die
Budaker waren fast alle Bauern mit den gleichen beruflichen und wirtschaftlichen
Voraussetzungen: da ging es im Wettkampf hart zu. Dieser Wettstreit setzte sich auch im
Bauernhaus, bei den Frauen und Mädchen, fort. Da galt es die schönsten Trachten zu haben,
die schönsten Handarbeiten und Stickereien, die originellsten Webe- und Strickmuster zu
entwerfen; da waren die Frauen noch viel härter im Wettkampf um den Sieg als die Männer.
DER WETTKAMPF DER GEMEINDEN
Diesen Wettkampf gab es auch zwischen den Gemeinden des Nösnerlandes. Hierbei
ging es dann nicht nur um den wirtschaftlichen Vorsprung, sondern auch um das Wetteifern in
der Volkskunst, dem Theater, dem Lied und der Musik. Die Gemeinde, welche die schönsten
kulturellen Darbietungen bot, die besten Theaterstücke und die besten Konzerte der
Blasmusik und der Liederchöre aufführte, erntete das größte Lob und die meiste
Anerkennung. Führend waren darin die beiden Gemeinden Petersdorf und Oberneudorf; die
waren in Kunst und Musik einmalig. Im vorigen Jahrhundert, so hieß es, seien in diese
Gemeinden Tschechen zugesiedelt, die in der Österreich-Ungarischen Monarchie die
Musikkapellen stark besetzt und zur Höhe geführt hatten. Davon zeugen die jetzigen Namen
Benesch, Böhm, Kraus und Kroner, die dann die Liebe und Begabung zur Musik ihren
Nachkommen vererbten. In diesem Wettstreit zwischen den Gemeinden und in ihrem
Lokalpatriotismus kam es dann zu verschiedenen Reibereien und Spötteleien und sie legten
sich z. B. Spottnamen bei. So hießen wir Budaker „die Wölfe, (s. Seite 187) die Lechnitzer
„die Hunde“, die Minarkner „die Krähen“, die Heidendörfer „die Scheibenlecker“, die
Senndorfer „die Bohnenstängel“, die Peters- und Neudorfer „die Gebirgshändel“ usw.
Dies beleuchtet anschaulich auch folgendes Gedicht, anlässlich einer Hochzeit, im Jahre
1929, zwischen einem Deutsch-Budaker Burschen und einem Heidendorfer Mädchen.
Mein verehrter väterlicher Freund Michael Kroner dichtete es, ließ es am Hochzeitstag
von Michael Hofgräff vortragen und löste damit einen Beifallssturm aus.
Michael Kroner hatte um 1905 aus Petersdorf nach Budak eingeheiratet, sehr
künstlerisch begabt und hatte jahrelang bei der Militärmusik des Regimentes „Zar Alexander
von Russland“ gedient. Er komponierte Kirchenlieder und Märsche für unsere Musikkapelle.
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Deutsch-Budaker Heimatbuch
- Wie es einst mal war GEDICHT
von Michael Kroner
(in Budaker Dialekt)
(hochdeutsch)
Siehr huchgĕihrt Hochzĕt Gast,
Sehr hochgeehrte Hochzeitsgäst,
Aich sah jo, dåt ihr nami aßt.
ich schau ja dass ihr nicht mehr esst.
Aich wäll aich nau ĕ kait vĕrwailn,
Ich will euch nun ein wenig verweilen,
Mät ĕn puer gĕdichtn Zailn.
mit ein paar gedichteten Zeilen.
Aich wäll aich nau, gä-unz åhnĕ Spesn
Ich will euch jetzt ganz ohne Spesen
Ĕ kli Gĕdichtchi ha vorle-isn.
ein kleines Gedicht vorlesen.
Dĕr Dichter äs ĕs nät bĕkä-unt,
Der Dichter ist uns nicht bekannt,
Dåch äs he-i och aus disĕm Lä-und.
doch ist er auch aus diesem Land.
Ånd dåt ĕt äs aus disem Johr
Und das, es ist aus diesem Jahr,
Aich garantiern ich, dä-ut äs wohr.
ich garantiere euch, das ist wahr.
Wenn der Hierwĕst zaicht änd Lä-und
We-is ĕm jo, däs ållbĕkä-und.
Dåt sich dĕ Burschn dĕne-u ämda,
wänn ĕt kåĕlt wird, äm ĕn Fra.
Och aus Braichem stråmm och fräsch,
såß ĕmol bei ihrem Däsch.
Ånd huĕt sich mät dĕn Gĕdånkn,
gä-unz än Fräinder Låst vĕrsånkn.
Dĕn Aldern håt he-i näst gĕse-ut,
wåt ihm åf dĕm Harzn låt.
Wenn der Herbst zieht in das Land,
weiß man ja, es ist allbekannt,
dass sich die Burschen dann umschaun,
wenn es kalt wird, um eine Frau.
Auch unser Bräutigam, stramm und frisch,
saß einmal bei ihrem Tisch
und hat sich mit dem Gedanken
ganz in Heiratslust versunken.
Den Eltern hat er nicht gesagt,
was ihm auf dem Herzen lag.
Dåch dĕ Aldern mät Manier
Doch die Eltern mit Manier
Fre-uchtn: Hani, wåt äs mät dir?
fragten: Hani, was ist mit dir?
Ihr wäst wa ĕt äs åndĕrn Mänschn-Kändĕr, Ihr wisst wie es ist unter Menschenkindern
aich wäll mich fräindĕrn, diesn Wäntĕr!
Ich will heiraten, diesen Winter.
Ja, mai Känd, mĕr lossn ĕt za.
Ja, mein Kind, wir lassen es zu
Säch, ånd sak dĕr nur ĕn Fra!
Schau und such dir nur eine Frau!
Ånd dĕr Hani, wa och wåt;
Und der Hani, wie und was,
wåst schu, dåt he-i ĕ Schåtzkn håt.
wusste dass er ein Schätzchen hat.
Nau nur sächer mät im måchen,
Nun, nur schnell sicher mit ihm machen,
denn ät sai jo wichtich Såchn.
denn das sind ja wichtige Sachen.
Vĕtĕr, Måttĕr, hirt mir za,
aich raidn nau, ånd sakn mĕr ĕn Fra.
Dĕt Rouß gĕputzt, gĕsu-erlt wor,
ånd hei ritt wa ĕ Generalmajor.
Dåch ihr Lait, wi-ĕr konnt ĕt dinkn,
he-i well dĕt Re-uß ki Häindråf linkn.
Ĕt gäng prächtich durch dĕ Stådt
ĕm Galopp ånd och ĕm Tråp.
He-i ritt de-u uĕmĕn än Gĕdånkn vĕrlorn
bäs he-i zĕm Häindråf kum,
wor ĕt E-umt gĕworn.
Direktion vor ĕ ståttlich Haus,
dänn dĕr Mänsch, he-i kä-unt sich aus.
He-i wåst gĕna och åf ĕ Hoĕr,
Vater, Mutter hört mir zu,
ich reite jetzt, und suche mir eine Frau.
Das Ross geputzt und gesattelt war,
und ritt er wie ein Generalmajor.
Doch ihr Leut, wer konnte es denken,
dass er sein Ross nach Heidendorf wird lenken.
Es ging dann prächtig durch die Stadt
im Galopp und auch im Trab.
Er ritt dann hinunter in Gedanken verloren,
bis er in Heidendorf kam,
war es Abend geworden.
Direktion vor ein stattliches Haus,
denn der Mensch, der kannte sich aus.
Er wusste genau und auf einHaar,
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Deutsch-Budaker Heimatbuch
- Wie es einst mal war Dåt de-u ĕ hesch Mä-idchi woĕr.
Ånd wa he-i wor nau vor dĕm Haus,
kum sugleich dĕr Wirt ĕraus.
Sĕ bĕgraßtn sich, ånd åf ĕmol
Dä-itn sĕ dĕt Re-uß än Ståll.
Nau gängĕn sĕ änĕ he-i stålt sich vor,
dĕt Anichi kä-unt ihn, wi-ĕr he-i wor.
dass dort ein schönes Mädchen war.
Und als er nun war vor dem Haus,
kam der Wirt sogleich heraus.
Sie begrüßten sich und auf einmal,
führten sie das Ross in den Stall.
Nun gingen sie hinein, und er stellte sich vor
Die Annichi kannte ihn, wer er war.
Sĕ sä-ußn de-u, bai Spais och Trånk
Dĕrfor ĕrstått he-i heschn Dånk.
Ånd zĕm Schlåß mast ĕt ĕraus,
ämwot he-i ku wor än ihr Haus.
He-i bä-ut sihr frändlich och gĕna
Äm dĕt Anichi zĕr Fra.
Dĕr Wiirt se-ut:
Hanni,ĕt såll dich nät krinkn,
mĕr wänn ĕs nåch ĕ kait bĕdinkn!
Dĕm Anichi wor dĕ Såch nät recht,
dänn ĕ gĕfahl ihm, dĕr Budĕkĕr Kne-icht.
Da saßen sie bei Speis und Trank,
dafür erstattete er schönen Dank.
Und nun zum Schluß, muss es heraus,
warum er gekommen in ihr Haus.
Er bat sehr freundlich und genau,
um die Annichi zur Frau.
Der Hausherr sagt,
Hanni, es soll dich nicht kränken
wir wollen es uns noch bedenken.
Der Annichi war die Sache nicht recht,
denn ihr gefiel der Budaker Knecht.
He-i bĕdånkt sich, ånd numm dĕn Hat,
ånd se-ut ki ållĕ nau: Schle-uft gat!
Fu ållĕn diesn Såchn guĕrn,
hun dĕ Hä-indråfĕr Kne-icht ĕrfuĕrn.
Ĕt worn ĕn puĕr, aich maß ĕt su,
da sĕ och dĕt Anichi won hun.
Sĕ bĕsprä-uchn sich ånder saich ĕlläi:
„Wänn dĕr Budĕkĕr kit,
bĕgraßn mĕr ĕn mät Stäi!
Mir wän ihm schu dĕ Låst vĕrdraim
He-i såll nur de-u än Budĕk blaim.
Er bedankte sich und nahm den Hut,
und sagt zu allen, nun schlaft gut.
Von allen diesen Sachen allen,
haben die Heidendorfer Burschen erfahren.
Es waren einige, ich muss es sagen,
die auch die Annichi wollten haben.
Sie besprachen sich unter sich allein,
wenn der Budaker kommt,
begrüßen wir ihn mit Steinen.
Wir werden ihm schon die Lust vertreiben,
er soll nur dort in Budak bleiben.
Nau påßt nur åf, wänn he-i kit, ĕm ställn
dåt mir ausn Plan ĕrfälln.
Sĕ worn ållĕ åfgĕbruĕcht,
ånd gängen hemĕn, åhnĕ Gadĕ Nuĕcht!
Dĕ Birknbledĕr saisĕln nidĕr.
Wäntĕr, Wäntĕr, dau kist widĕr.
Wänn nur dĕr Hani widĕr kimm,
glaich dĕt „Ja-Wort“ gäif aich ihm.
Ånd un ĕm E-umd, dĕ Låft sihr schnitt,
aus Brai-jĕm wieder zĕm Häindråf ritt.
Nun passt nur auf, wenn er kommt im stillen,
dass wir unseren Plan erfüllen.
Sie waren alle aufgebracht
Und gingen heim ohne Gute Nacht!
Die Birkenblätter säuseln nieder,
Winter, Winter, du kommst wieder.
Wenn nur der Hanni wiederkäm,
gleich das Jawort ich ihm gäb.
Und am Abend, die Luft sehr schnitt,
unser Bräutigam wieder nach Hwidendorf ritt.
He-i wollt nau wässn: ja! oder näi!
He-i wollt nau nami blaim ĕlläi.
Ånd wa he-i kum nau vor dĕt Haus,
Kum dĕt Anichi suglaich ĕraus.
Dĕt Girchi schåfft ĕm gleich än Ståll,
ånd pråmt ĕm duĕr dĕ Kräpp voll Håĕ.
Nau gängĕn sĕ änĕ, ånd ich maß ĕt su
Dĕt „Ja-Wort“ håt he-i glaich bĕku.
Er wollte nun wissen: ja oder nein!
Er wollte nicht mehr bleiben allein.
Und als er kam nun vor das Haus,
kam die Annichi sogleich heraus.
Die Stute schafft man gleich in Stall,
und stopft ihr die Krippe voll Heu.
Nun gingen sie hinain, und ich muss es sagen,
das Jawort hat er gleich erhalten.
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Deutsch-Budaker Heimatbuch
- Wie es einst mal war Nau wurd dĕ Hochzĕt och bĕstållt,
Ånd ĕt fråt sich jång och ålt.
Nun wurde die Hochzeit auch bestellt,
und es freut sich jung und alt.
Dĕ Bachĕrt schinkt ĕm ana voĕll
Ånd namĕst duacht ut Re-uß ĕm Ståll.
Ånd wa ĕm nau um Däsch serviert,
wor ĕm Ståll ĕ Male-iĕr passiert.
Dĕ zornich Burschn, sihr vĕrdutzt,
hun dĕm Re-uß dĕn Schwä-unz gĕstutzt
Dĕ Zait vĕrgäng, dĕr Braijĕm ailt.
He-i håt sich ziemlich lång vĕrwailt.
Baim Dånk, he-i ållen gä-uf dĕ Hä-und,
ånd wänscht ållen ĕn en saßen Schlof.
Die Becher schenkt man immer voll,
und niemand denkt an das Ross im Stall.
Und wie man jetzt den Tisch serviert
War drin im Stall ein Malheur passiert.
Die zornigen Burchen aufgebracht,
haben dem Ross den Schwanz gestutzt.
Die Zeit verging, der Bräutigam eilt,
denn er hat sich ziemlich lang verweilt.
Beim Dank er allen gab die Hand,
und wünscht allen einen süßen Schlaf.
Ånd wa sĕ gängĕn ållĕ frådnvoll
Ne-u dĕm Re-uß nau än dĕn Ståll.
Häri-jee! Wa dĕt Lacht åsu fänkelt
Sä-ung sĕ, ĕm håt dĕm Re-uß
dĕn Schä-unz gĕränkĕlt.
Dĕr Brai-jem se-ut:
Ĕt äs traurich, dåch woĕr,
Ĕt wi-ĕst jo wiedĕer ne-u, dĕt Hoĕr!
Det Fart ge-iht mät gĕstutztĕm Schwä-unz,
gru-ĕt wa wänn he-i wär gä-unz.
Ihr Burschn, aich su ĕt ich, hait,
såft än Zakunft sihr gĕschait.“
Und sie gingen alle freudenvoll,
nach dem Ross jetzt in den Stall.
Herje, wie das Licht so funkelt
Sahen sie, man hat dem Ross
den Schwanz gerunkelt.
Der Bräutigam sagte,
es ist traurig doch wahr,
es wächst ja wieder nach, das Haar!
Das Pferd geht mit gestutztem Schwanz,
gerade als wär er ganz.
Ihr Burschen, ich sage es euch heut,
seid in Zukunft sehr gescheit.
Huĕt ihr än Häindråf ĕ Lafkn saß,
lavĕr ge-uht bäs du-ĕr zĕfaß.
Sånst känn ich och dĕt salf passirn,
ĕm kän ich och dĕt Re-uß barbirn.
Dĕn Sieg zĕm Schlåß, wi-ĕr dre-iht dĕrfu?
ana diĕr dĕ Braut håt bĕku.
Ånd ich su ĕt ha e-uffn och laut:
Dĕ Häindråfĕr hun dĕn Re-ußschwä-uz,
ånd dĕ Budĕkĕr - dĕ Braut!“
Habt ihr in Heidendorf ein Liebchen süß,
lieber geht bis hin zu Fuß.
Sonst kann euch auch dasselbe passieren,
man kann euch auch das Ross barbieren.
Den Sieg zum Schluss, wer trägt davon?
Immer der, der die Braut hat bekommen.
Und ich sage es hier ganz offen und laut:
Die Heidendorfer haben den Rossschwanz,
und die Budaker die Braut.
Die darauf folgende Hochzeit in Budak nahm, mit Vorbereitungen, etliche Tage in Anspruch.
Die Braut wurde im Vierergespann von Heidendorf nach Budak gebracht.
Der Bräutigam ritt ihr auf einem weißen Ross im Kirchenpelz, inmitten eines
Reiterbanderiums, bis an die Hattertgrenze gegen Bistritz entgegen, wo er sie herzlich
begrüßte. Und weiter ging es bis ans Dorfende, wo sie von der ganzen Gemeinde empfangen
und unter den Marschklängen der Musikkapelle und des Zigeunermusikorchesters, ins
Hochzeitshaus und anschließend in die Kirche zur Trauung begleitet wurden.
♣♣♣♣
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Deutsch-Budaker Heimatbuch
- Wie es einst mal war -
Siebenbürgisch-sächsische Dörfer im Nösnergau
mit rumänischen und ungarischen Namen
(Stand 1940)
BISTRITZ
BISTRIłA BESZTERCE
Baierdorf
Crainimăt
Kiraly-Németi
Kyrieleis
Chirialeş
Kerlés
Schönbirk
Sigmir
Szépnyir
Billak/Attelsdorf
Domneşti
Bilak
Lechnitz
LechinŃa
Lekence
Senndorf
Jelna
Zsolna
Burghalle
Orheiul BistriŃei
Várnely
Mettersdorf
Dumitra
Nagy-Demter
Tatsch
Tonciu
Tásc
Deutsch-Budak
Budacu de jos
Szász-Budak
Minarken
Monariu
Malonárka
Treppen
Tărpiu
Törpény
Dürrbach
Dipşa
Dipse
Mönchsdorf
Herina
Harina
Tschippendorf
Cepari
Czépán
Groß-Schogen
Şieu
Nagy-Sajo
Moritzdorf
MoruŃ
Szász-Moric
Ungersdorf
Şieu-Măgheruş
Sajó-Magyaros
Heidendorf
Beşineu, heute Viişoara
Ober-Neudorf
Satu-Nou
Bessernyö
Felsö-Szász-Ujfalu
Wallendorf
Aldorf,
heute Unirea
Aldorf
Jaad
Iad, heute Livezile
Jád
Paßbusch
Posmuş
Paszmos
Waltersdorf
DumitriŃa
Kis-Demeter
Jakobsdorf
Sân-Iacob
Szent-Jakob
Petersdorf
Petriş
Petres
Weißkirch
Albeştii BistriŃei
Fehéregyrház
Kallesdorf
Arcalia
Arokalja
Pintak
SlătiniŃta
Pinták
Wermesch
Vermeş
Vermes
Klein-Bistritz
Dorolea
Asszu-Beszterce
Sankt-Georgen
Sîngergiu Nou
Szász-Szt.-György
Windau
Ghinda
Vinda
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Deutsch-Budaker Heimatbuch
- Wie es einst mal war -
61
Deutsch-Budaker Heimatbuch
- Wie es einst mal war -
62
Deutsch-Budaker Heimatbuch
- Wie es einst mal war -
63
Deutsch-Budaker Heimatbuch
- Wie es einst mal war -
64
Deutsch-Budaker Heimatbuch
- Wie es einst mal war MICHAEL WEIHRAUCH
UNSERE VEREINE
DER LANDWIRTSCHAFTLICHE VEREIN
Auch Budak, wie jedes andere sächsische Dorf in Siebenbürgen, war Ortsverein des
landwirtschaftlichen Bezirksvereins mit Sitz in Bistritz, und alle Vereine bildeten den
Hauptverein des siebenbürgisch-sächsischen Landwirtschaftsvereins mit Sitz in
Hermannstadt. Zweck und Ziel war es die Landwirtschaft zu heben durch die Herausgabe der
„Landwirtschaftlichen Blätter“ - einer guten Wochenzeitung - des „Pflugkalenders“ und
andere Broschüren und Fachbücher.
Die Oberverwaltung ließ die Ortsvereine von gut ausgebildeten Wanderlehrern bereisen
und im Winter verschiedene Lehrkurse abhalten. Unsere unvergessenen Diplom- Agronomen
Hans Benning, Martin Roth und Johann Salem waren sehr beliebt bei den Bauern. Es gab in
unserer alten Heimat drei Ackerbauschulen. In Bistritz, in Mediasch und in Marienburg. Zwei
bis drei Jahre lang besuchten die Jungbauern, von fünfzehn Jahren aufwärts diese
Lehranstalten. Auch viele Kurzkurse wurden abgehalten. Eine Haushaltungsschule in
Mediasch sorgte für die Fortbildung der Mädchen und Jungbäuerinnen. Alle Bauern von
Budak waren Mitglieder des Vereins und hielten an den langen Winterabenden Leseabende
ab, veranstaltete auch schön arrangierte Frucht- und Obstausstellungen – unter unserem
rührigen Vorstand Michael Kroner.
Nun, der Erfolg dieser Lehrtätigkeit des Vereins, der Deutsch-Sächsischen Bauern in
Siebenbürgen, war, ohne uns überheblich zu fühlen, unseren mitwohnenden Nationen
Lehrmeister und ihnen hoch überlegen.
Auf der Volkshochschulwoche in Heldsdorf sagte ein Lehrprofessor aus Deutschland,
dass das Burzenland eine der entwickeltsten Landwirtschaften Europas habe (in damaliger
Zeit). Der Budaker Ortsverein besaß einen gut ausgestatteten Maschinenpark.
DER RAIFFEISENVEREIN
Auch die Raiffeisenbank hatte in Budak wie in jeder sächsischen anderen Gemeinde,
eine Vertretung, so dass jeder im Dorf wenn er in Not geriet, sich mit Geld helfen konnte, und
der, der Geld hatte, konnte es dort einlegen. Der Raiffeisenverein wurde in Budak im Jahre
1899 gegründet.
Der Raiffeisenverein hatte in der Gemeinde eine Brückenwaage, die überdacht war,
schon vor dem ersten Weltkrieg bauen lassen. Jeder konnte sich für ein kleines Entgelt seine
Frucht, Futtermittel und Tiere abwiegen. Die Waage stand auch den Nachbargemeinden zur
Verfügung.
DIE BERGGEMEINDE
Wie anders nicht zu denken, hatte Budak, als Weinbaugemeinde, auch eine
Berggemeinde gegründet. Diese, der alle Weingartenbesitzer in den zwei Halden angehörten,
sorgte für Ordnung und Sauberkeit und für gutes nachbarliches Verhalten der Weinbauern
untereinander.
Wenn die Traubenreife nahte, musste alle Arbeit beendet sein. Es durfte niemand in den
Weingarten gehen und nur am Samstagnachmittag durfte man süße Trauben für die Familie
holen.
Die Weingartenhüter walteten ihres Amtes. Wer sich gegen die Gesetze oder das
Eigentum des Nachbarn vergriff, wurde schwer bestraft. Der Bergrichter und sein Ausschuss
setzten die Weinlese fest, die an einem Tag in der ganzen Weinhalde stattfand.
Gewöhnlich war dies der Tag nach dem Gallus, das ist der 16. Oktober. An einem Tag
vorher wurden alle Wege und Brücken repariert, denn schwere Lasten galt es hinunter zu
fahren.
65
Deutsch-Budaker Heimatbuch
- Wie es einst mal war DIE FREIWILLIGE FEUERWEHR
Die freiwillige Feuerwehr war auch in Budak eine streng organisierte, im Ernstfall
einsatzbereite, Mannschaft, der alle jungen Männer und Burschen der Gemeinde angehörten.
Ihr Wahlspruch war: „Gott zur Ehr – dem nächsten zur Wehr“.
Sie unterstand der Gemeinde und wurde vom Stellvertreter des Obmanns befehligt. Die
Mannschaft war folgender Maßen uniformiert: dunkelblaue Stoffblusen mit roten
Aufschlägen, einem Koppel und einem Messinghelm. Der Obmann hatte einen weißen
Haarbusch auf der Helmspitze, sein Stellvertreter und die Zugsführer hatten einen roten. Das
Kommando war in deutscher Sprache. Der Obmann und die anderen Chargierten wurden in
geheimer Wahl auf drei Jahre gewählt. Die Mannschaft zählte an die 30 Mann.
Es gab 4 Züge, eine Spritzmannschaft, eine Schlauchmannschaft, eine Leitermannschaft
und eine Reservemannschaft.
Zum Ernsteinsatz kamen wir in Budak sehr selten, mehrmals aber auf die
Nachbargemeinden Senndorf und Budusch. Unsere Mannschaft war sehr diszipliniert und
einsatzstark; das wurde auch anerkannt. Wenn wir am Brandherd erschienen, wurde sogleich
Platz gemacht, so dass die Feuerwehr gleich in Aktion treten konnte.
Wir hatten eine sehr gute Feuerspritze. Sie war bei den Magirus-Werken in Ulm gekauft
worden. Es war eine Handpumpe und acht Mann mussten pumpen; sie funktionierte gut und
sicher. Alle drei bis vier Wochen war Ausrücken, um die Geräte auszuprobieren und die
Mannschaft in Übung zu halten. Die Feuerwehrmänner wurden auch beim Keller- und
Brunnenauspumpen eingesetzt, vor allem aber zum Katastrophenschutz bei Hochwasser.
JOHANN DORFI
DIE BESSARABER DEUTSCHEN JUGENDLICHEN IN DEUTSCH - BUDAK
In den dreißiger Jahren waren durch Impulse aus Deutschland das gesamte AuslandDeutschtum wachgerüttelt und auf sich selbst bewusst geworden. So wurden auch bei uns in
Rumänien, Kontakte mit den verschiedenen deutschen Volksgruppen, den Banater Schwaben
den Buchenländer Zipser, den Bessaraber und den Dobrudschaer Deutschen, (etwa 800 000
Seelen zusammen) aufgenommen.
Im Jahre 1936 war in Bessarabien nördlich vom Schwarzen Meer eine große Dürre, die
ganze Ernte war verdorrt. Da wurden Hilfen eingeleitet. Wir in Budak beschlossen, wir sollen
in diesem Jahr unsere Dienstboten, von den ärmeren und kinderreichen deutschen Familien
aus Bessarabien anstellen.
Ich wurde beauftragt, hinzufahren und für die ganze Gemeinde etwa 30 bis 40 Jungen
und Mädchen zwischen 16 und 24 Jahren anzuwerben und gleich mitzubringen.
Ich fuhr zwischen Neujahr 1936 über den Gyimesch-Palanka-Pass, durch die Moldau
über Mărăşeşti bis nach GalaŃi an das Donaudelta und dann hinüber nach Bessarabien, in den
Raum Ackermann (Cetatea-Alba) am Schwarzen Meer. Ich kam nach Tarutino, der Kreisstadt
des deutschen Siedlungsgebietes von Süd-Bessarabien.
Ich wurde von der Volksführung nach Klöstiz, einer Großgemeinde von etwa 10 000
Einwohner entsandt. Und habe aus ihren Tochter- und Nachbargemeinden, Luxemburg,
Leipzig, Aries und Paris, 36 Jugendliche, (Mädchen und Jungen) angeworben.
Bei der ganzen Aktion wurde ich dankenswerterweise von Herrn Oberpastor Baumann
und Herrn J. Irion (Ortleiter), tatkräftig unterstützt.
Wir kamen in Budak an und die Jugendlichen hatten sich bei uns gut bewährt. Manche
blieben 2 Jahre.
Robert Hörth wurde von Schuster Andreas Haus-Nr. 96 adoptiert und heiratete da
Katharina Ohler Haus-Nr. 20.
66
Deutsch-Budaker Heimatbuch
- Wie es einst mal war EMMA GASSNER
EVANGELISCHER FRAUENVEREIN
DEUTSCH-BUDAK
Die Geschichte eines Volkes, Volksstammes wurde in der Vergangenheit allzu sehr an
den Leistungen der Männer gewogen. Ohne diese schmälern zu wollen, wird man die über
800-jährige Geschichte der Siebenbürger Sachsen ohne den wesentlichen Beitrag unserer
Frauen und Mütter kaum recht einordnen können.
Ich möchte mit meinen Ausführungen einen kurzen Einblick in Leben und Tätigkeit des
Frauenvereines in Deutsch-Budak geben.
Der Verein wurde 1909 unter Pfarrer Auner und dessen Frau mit 48 Mitgliedern
gegründet. Da keine schriftlichen Aufzeichnungen vorliegen, kann hier leider nur aus der Zeit
von 1934-1941 einiges festgehalten werden.
Jede Frau gehörte nach der Hochzeit dem Frauenverein an, genauso, wie jedes Mädchen
nach der Konfirmation Mitglied der Schwesternschaft wurde. Den Frauenverein leitete ein
Vorstand, der aus sechs bis acht der älteren Frauen bestand. Den Vorsitz hatte die Pfarrfrau
(Frau Måtter) inne. Die Frauen des Vorstandes wurden nicht gewählt, sie rückten jeweils dem
Alter nach auf. Der Pfarrer gehörte ebenfalls zum Vorstand.
Umfangreich waren die Aufgabengebiete. Der Frauenverein war bestrebt die
kirchlichen, sozialen und kulturellen Aufgaben mitzutragen. Pflege von Sitten und Brauchtum
nahm er besonders wahr. In Zusammenhang mit allen Familienereignissen, der Taufe,
Hochzeiten und Beerdigungen, mit den kirchlichen Festen, dem Vereinsleben und
wirtschaftlichen Ereignissen (Ernte, Weinlese) waren vererbte, aber nicht erstarrte Formen,
eine prägende Kraft. In ihnen ging auf, was den Einzelnen, ganze Familien und
Ortsgemeinschaften bewegte. Leben pulste darin. Dazu gehörten auch Trachtenpflege, Strick-,
Web- und Handarbeiten als ein besonderer Reichtum.
Die allgemeine Friedhofspflege war von jeher eine Aufgabe der Frauen. Ebenso war es
selbstverständlich, dass die Wöchnerinnen in den ersten Wochen aus jedem Haus eine kräftige
Suppe und Kuchen erhielten.
Die Kranken wurden besucht, sofern es erforderlich war auch versorgt. In den dreißiger
Jahren wurden in den Gemeinden Kindergärten oder Bewahranstalten eingerichtet. Mein
Vorschlag, auch in Deutsch-Budak eine Bewahranstalt zu eröffnen, wurde zunächst mit
Vorbehalt aufgenommen. Dennoch beschlossen wir einen Versuch zu starten. Da die
Lehrerwohnung frei stand, waren die räumlichen Voraussetzungen gegeben.
Die jungen Männer zimmerten kleine Tischchen und Bänke, die Frauen brachten
gefüllte Strohsäckchen, da die Kinder von morgens acht bis siebzehn Uhr beisammen blieben
und somit ein Mittagschläfchen notwendig war.
Eine Bewahranstaltsleiterin wurde für die Zeit von Anfang Mai bis Ende September
angestellt. Sie bekam im Pfarrhaus Wohnung, Essen reihum von allen Familien, und ihr
Gehalt wurde aus dem Erlös von je zwei Eiern, die wöchentlich aus jedem Haushalt
gesammelt wurden, beglichen. Freiwillige Helferinnen aus dem Abschlussjahrgang der
Volksschule standen ihr zur Seite. Der Versuch bewährte sich so gut, dass die Anstellungsund Laufzeit im folgenden Jahr verlängert wurde.
An der Bescherung der Kinder zu Weihnachten in der Kirche, wirkten die Frauen
ebenfalls mit. Im Jahre 1935 kam die Nachricht, dass, infolge einer Missernte, in Bessarabien
Hungersnot herrschte. Da waren wieder die Frauen angesprochen Hilfe zu leisten.
Wir nahmen Kinder und Jugendliche in größerer Zahl in unsere Familien auf. Nach
einjährigem Aufenthalt konnten sie gut und gepflegt wieder in ihr Elternhaus zurückkehren.
Ein junger Bursche wurde sogar „Deutsch-Budaker“.
Während des zweiten Weltkrieges kamen im Zuge der Kinderlandverschickung
geschlossene Schulklassen nach Siebenbürgen.
67
Deutsch-Budaker Heimatbuch
- Wie es einst mal war Eine Gruppe fand in Deutsch-Budak Aufnahme. Bis zum heutigen Tage bestehen noch
freundschaftliche Beziehungen zu einzelnen Familien.
Zur gleichen Zeit haben unsere Frauen für die im Fronteinsatz befindliche Soldaten
warme Socken und Handschuhe gestrickt.
Wir nannten uns „Frauen-Verein“, ich meine aber, „Frauen-Hilfe“ wäre auch in
Siebenbürgen die richtige Bezeichnung gewesen, denn unser Bestreben war stets zu helfen.
Die Frauen förderten die Gemeinschaft auch durch fröhliches Beisammensein. Man
denke an die vielen Spinnstuben, da wurde gescherzt und gelacht, wobei sich Spindel und
Spinnrad fleißig drehten. Bei dieser Gelegenheit wurde viel gesungen und damit das Lied in
sächsischer Mundart und das deutsche Volkslied gepflegt, wobei Frauen gern die
Männerrollen übernahmen.
Der Frauenverein war stets eine gelungene Veranstaltung. Einmal im Jahr gab es in der
Stadt Bistritz die große Bezirksfrauenvereins-Veranstaltung, zu der einige hundert Frauen aus
der ganzen Umgebung zusammenkamen. Die Vorsitzende hielt ihren Bericht. Es wurden
wichtige Lebensfragen besprochen. Pfarrer Litschel hielt in der Regel in launiger Weise seine
„Frauenrede“. Man fuhr gestärkt und froh gelaunt mit dem Pferdegespann wieder nach Hause.
Wie haben sich die Zeiten geändert, man kann heute nur sagen: „Es war einmal...“
E. G.
DIE NACHBARSCHAFT
Da Budak so klein war, bestand nur eine Nachbarschaft. Ihre Tätigkeit bestand in der
Pflege von Sitte, Brauchtum und Ordnung. Bei den meisten Veranstaltungen im Dorfe, wie
Begräbnis und andern kirchlichen Feiern, nahm die ganze evangelische Bevölkerung teil. Im
Verhinderungsfalle musste man sich vom Nachbarvater abverlangen. Die Nachbarschaft
unterstützte das Presbyterium in seinen praktischen und wirtschaftlichen Aufgaben, wie
Reparaturen an öffentlichen Gebäuden, Pflege des Friedhofes, Schlagen von Brennholz im
Kirchwald und Einfahren desselben in Schule und Pfarrhof, sowie beim Durchführen aller
notwendigen Fahrten für Kirche und Schule.
Da Deutsch-Budak eine kleine aber reiche Gemeinde war, beschränkten sich die
Nachbarshilfen auf wenige Fälle, die eher unbedeutend waren. Aber in Not- und Kriegszeiten,
wie die in letzter Zeit in Budak durchlebten, trat sie um so hilfsbereiter in Erscheinung und
half den verwaisten Familien deren Väter im Krieg waren, die Arbeitsnot zu überstehen. J. D.
Evangelische Kirche und davor die Schule mit Schulhof vor 1944
(Vom Westen gesehen)
68
Deutsch-Budaker Heimatbuch
- Wie es einst mal war BEISPIELE SIEBENBÜRGISCHER DIPLOME UND SCHULZEUGNISSE
Landwirtschaftliche Ausstellung in Bistritz 1930
Diplom für die Stute der Rasse GHIDRON
(in rumänischer Sprache)
69
Landwirtschaftl. Ausstellung Bistritz 1956
DIPLOM
(in rum. Sprache)
Deutsch-Budaker Heimatbuch
- Wie es einst mal war -
DIE MILCHGENOSSENSCHAFT
Im Jahre 1907 wurde in Budak eine Butterei zur Verwertung der immer mehr
anfallenden Milchmenge gegründet. Neben Tafelbutter erzeugte man am Anfang auch
Magerkäse. Jeder Wirt brachte am frühen Morgen seine Milch in die Butterei, die in den
hinteren Gebäuden des kirchlichen Gemeindehauses eingerichtet worden war und schaffte die
von seiner Milch anfallende Molke wieder nach Hause. Dieses war ein wertvolles Schweinefutter. Die ersten Jahre nach der Gründung ging das Geschäft gut, denn die Bauern mussten
nicht mehr täglich mit ihrer Milch in die Stadt fahren. Doch dann kam der erste Weltkrieg
dazwischen und das gesamte Wirtschaftsleben ging zurück und somit auch die Milchwirtschaft mit der Butterei. Nach dem Krieg wurde dann in Bistritz eine größere zentrale
Molkerei gebaut und die kleineren Buttereien auf den verschiedenen Dörfern lösten sich auf.
DAS ELEKTRIZITÄTSWERK IN DEUTSCH-BUDAK
Deutsch-Budak baute kurz nach dem Ersten Weltkrieg, um die Zwanziger Jahre, als
eine der ersten Gemeinden im Bistritzer Kreis, ein eigenes Elektrizitätswerk, am Flusse,
neben der Getreidemühle. Es wurde mit der Wasserkraft des Budak - Flusses und einer Turbine betrieben. Da der Budak - Fluss so klein war, war auch die installierte Kraft dementsprechend gering und reichte im Sommer in Dürrezeiten kaum zur Bewältigung der notwendigen Leistung, für das Mehlmahlen und die Stromversorgung für die Beleuchtung der
Haushalte und der Strassen, aus. Man half sich, indem man am Tage Getreide mahlte und in
der Nacht nur Strom erzeugte. Alle Maschinen, wie Wasserturbine, Dynamo und MühlereiEinrichtungen, wurden bei der Firma „Schiel“ aus Kronstadt gekauft. Das Werk wurde bis
zum zweiten Weltkrieg betrieben, wo dann die Dynamo-Maschine vom Staat abmontiert
wurde, die Gemeinde an das staatliche elektrische Versorgungsnetz angeschlossen wurde und
damit wieder nur die Wassermühle zum Mahlen des für die Bewohner notwendigen Mehles
betrieb.
J. D.
70
Deutsch-Budaker Heimatbuch
- Wie es einst mal war Die sächsischen Gemeinden um Bistritz und Sächsisch-Regen 1930
Aus „Schönbirker Heimatbuch“ Hrsg. Hanspeter. Zehner,. 1981, S. 10
(Neu gestaltet von Michael Müller geb. 1935 in Sankt Georgen)
Maßstab: 1:200.00
1 cm = 2 km
71
Deutsch-Budaker Heimatbuch
- Wie es einst mal war Herkunftsländer der Siebenbürger Sachsen
Aus „Schönbirker Heimatbuch“ Hrsg. Hanspeter. Zehner,. 1981, S. 202
(Neu gestaltet von Michael Müller geb. 1935 in Sankt Georgen)
72
Deutsch-Budaker Heimatbuch
- Wie es einst mal war JOHANN DORFI
DIE SÄCHSISCHEN EINWOHNER VON
D E U T S C H - B U D A K I M J A H R E 1944
(nach dem Gedächtnis; - siehe Lageplan S. 123)
Hausnummer (HN.) Dorf- und
Familienname
HN. 1. – Pfarrhaus Gärtner Peter, Pfarrer
Gärtner
Gärtner Marianne
Gärtner Peter
Gärtner Irmgard
HN. 2. – Schulhaus HN. 3. – Wevărhanni Broser Johann sen.
Broser Maria
Broser Johann jun.
Broser Katharina
Broser Johann
Broser Georg
Broser Michael
Broser Martin
HN. 4. – Buerbăr Hofgräff Michael
Hofgräff Katharina
Hofgräff Michael
Hofgräff Johann
Hofgräff Katharina
HN. 5. – Millerhanni Pfingstgräff Johann
Pfingstgräff Maria
Pfingstgräff Johann
Pfingstgräff Georg
Pfingstgräff Maria
Nr. 6. – Hofstelle –
HN. 7. – Benesch Benesch Johann
Benesch Katharina
Benesch Johann
Benesch Wilhelmine
Benesch Johann
Benesch Maria
HN. 8. –Pitergyirko –
Bidner Katharina
Pfingstgräff Johann
Pfingstgräff Maria
Pfingstgräff Maria
Pfingstgräff Sofia
Pfingstgräff Anna
Verwandtschaft
Anmerkungen
Vater
Mutter
Tochter
Sohn
Tochter
geb. in Felldorf
Großvater
Ehefrau
Vater
Mutter
Sohn
Sohn
Sohn
Sohn
Vater
Mutter
Sohn
Sohn
Tochter
geb. Hofgräff
geb. Pfingstgräff
geb. Pfingstgräff
Vater
Mutter
Sohn
Sohn
Tochter
geb. in Weißkirch
Vater
Mutter
Sohn
Schwiegertochter
Enkel
Enkelin
Großmutter
Vater
Mutter
Tochter
Tochter
Tochter
73
geb. in Petersdorf
geb. in Großschogen
geb. in Senndorf
geb. Broser
Deutsch-Budaker Heimatbuch
- Wie es einst mal war HN. 9. –Dorfi –
Dorfi Johann
Dorfi Katharina
Dorfi Johann
Dorfi Maria
Dorfi Katharina
HN. 10. – Găspari Pfingstgräff Georg
Pfingstgräff Rosina
Pfingstgräff Georg
Pfingstgräff Rosina
Pfingstgräff Michael
HN. 11. – Stefani Pfingstgräff Johann
Pfingstgräff Katharina
Pfingstgräff Katharina
Brandschert Johann
Brandschert Katharina
Brandschert Johann
Brandschert Maria
HN. 12. –
Sponer Johann
Sponer Maria
Hofgräff Michael
Hofgräff Maria
Hofgräff Katharina
Hofgräff Anna
HN. 13. –Hofstelle –
HN. 14 – Gerichmächel Groß Maria
Groß Johann
Groß Sofia
Groß Georg
Groß Rosina
Groß Georg
HN. 15 – Rumäne HN. 16. – Hofgräff Hofgräff Georg
Hofgräff Maria
Hofgräff Georg
Hofgräff Maria
Hofgräff Sofia
HN. 17. – Justine Kräutner Maria
Seidel Gustav
Seidel Katharina
Seidel Gerda
Seidel Gustav
Seidel Käthe
18. –Hofstelle –
Vater
Mutter
Sohn
Tochter
Tochter
geb. Broser
Vater
Mutter
Sohn
Tochter
Sohn
geb. in Großschogen
Vater
Mutter
Tochter
Schwiegersohn
Ehefrau
Sohn
Tochter
Vater
Mutter
Schwiegersohn
Ehefrau
Tochter
Tochter
Witwe
Sohn
Ehefrau
Sohn
Ehefrau
Sohn
geb. Bidner
geschieden
gefallen bei SS
geb. Schuller
geb. Pfingstgräff
geb. Sponer
geb. Bidner
gefallen bei SS
geb. Weihrauch
gefallen bei SS
geb. in Schogen
Vater
Mutter
Sohn
Tochter
Tochter
geb. in Kallesdorf
Witwe
Vater
Mutter
Tochter
Sohn
Tochter
geb. in Minarken
Pfarrer in Pintak
gefallen bei SS
74
Deutsch-Budaker Heimatbuch
- Wie es einst mal war HN. 19. – Stipes –
Hofgräff Maria
Hofgräff Georg
Hofgräff Maria
Hofgräff Maria
Hofgräff Martin
HN. 20. –
Ohler Michael
Ohler Maria
HN. 21. –
Gärtner Rudolf
Gärtner Ida
Gärtner Willi
Gärtner Ewald
Gärtner Irma
Gärtner R.
HN. 22. – 25. – Hofstellen HN. 26. –Dorfi –
Dorfi Georg
Dorfi Maria
Dorfi Maria
Dorfi Sofia
HN. 27. –Stafenhäunes Dorfi Johann
Dorfi Maria
Dorfi Maria
Hofgräff Maria
HN. 28. – Märierhanni Pfingstgräff Maria
Pfingstgräff Johann
Pfingstgräff Maria
Pfingstgräff Maria
Pfingstgräff Katharina
Pfingstgräff Johann
HN. 29. –
Schmidt Johann
Schmidt Katharina
Schmidt Katharina
Schmidt Johann
Schmidt Georg
HN. 30. – Müller Zachmann Rudolf
Zachmann Maria
Zachmann Rudi
Zachmann Josef
Zachmann Michael
HN. 31. –Rumäne –
HN. 32. – Rumäne –
Witwe
Vater
Mutter
Tochter
Sohn
geb. in Großschogen
Vater
Mutter
geb. in Tschippendorf
Vater
Mutter
Sohn
Sohn
Tochter
Sohn
eingewandert aus
Jakobeni Bukowina
Vater
Mutter
Tochter
Tochter
geb. in Kyrieleis
Vater
Mutter
Tochter
Enkelin
geb. in Kyrieleis
geschieden
Witwe
Schwiegersohn
Ehefrau †
geb. in Senndorf
Vater
Mutter
Tochter †
Sohn
Sohn
geb. in Oberneudorf
geb. Benesch
Vater
Mutter
Sohn
Sohn
Adoptivsohn
geb. in Bukowina
geb. in Treppen
75
Deutsch-Budaker Heimatbuch
- Wie es einst mal war HN. 33. –Martin –
Fleischer Martin
Fleischer Maria
Fleischer Martin
Fleischer Michael
Fleischer Maria
Fleischer Gustav
HN. 34. –
Zautner.Maria
Zautner Georg
Zautner Maria
Zautner Georg
Zautner Michael
Zautner Maria
Zautner Johann
Zautner Martin
Zautner Samuel
Zautner Andreas
HN. 35. –Becu –
Preda Adolf
Preda K.
Preda Katharina
Preda Anna
Preda Michael
HN. 37. – 41. –Hofstellen –
HN. 42. –
Broser Georg.
Broser Maria
Broser
Broser
HN. 43. –Wever –
Broser Michael
Broser Michael jun.
Broser Maria
Broser Michael
Broser Johann
HN. 44. – unbekannt HN. 45. –Hofstelle –
HN. 46. – Piter –
Böhm Michael
Böhm Petrus
Böhm Maria
Böhm Maria
Böhm Katharina
Böhm Michael
HN. 47. –
Seidel Katharina
Kroner Michael
Kroner Maria
Kroner Michael
Vater
Mutter
Sohn
Sohn
Tochter
Sohn
Witwe
Vater
Mutter
Sohn
Sohn
Tochter
geb. in Oberneudorf
Söhne der Witwe
Vater
Mutter (geb. Lörintz)
Tochter
Tochter
Sohn
Vater
Mutter
Sohn
Sohn
gefallen bei SS
in Klein-Bistritz
geb. in Botsch
Witwer
Vater
Mutter
Sohn
Sohn
geb. Hofgräff
Witwer
Vater
Mutter
Tochter
Tochter
Sohn
geb. Kräutner
Witwe
Vater
Mutter
Sohn
geb. in Petersdorf
geb. Weihrauch
76
Deutsch-Budaker Heimatbuch
- Wie es einst mal war Kroner Maria
Kroner Maria
Kroner Katharina
Kroner Anna
Kroner Michael
Kroner Erika
HN. Nr. 48.- Schwarz
Gross Maria
Gross Johann
Gross Maia
Gross Johann
Gross Georg
HN. 49. – Käistel –
Hofgräff Johann
Hofgräff Maria
Hofgräff Johann
Hofgräff Maria
Hofgräff Katharina
HN. 50. –
Broser Georg
Broser Maria
Broser Georg
Broser Trude
HN. 51. – Bidner Weihrauch Johann
Weihrauch Sofia
Fleischer Samuel
Fleischer Maria
Fleischer Samuel
Fleischer Maria
Fleischer Sofia
HN. 52. – Brand –
Böhm Maria
Böhm Johann
Böhm Georg
Böhm Michael
Böhm Michael
Böhm Johann
Böhm Katharina
Böhm Georg
HN. 53. –Ånfra –
Mösel Martin
Mösel Maria
HN. 54. –
Pfingstgräff Johann
Pfingstgräff Maria
Schwiegertochter
Tochter
Tochter
Tochter
Sohn
Tochter
geb. Böhm
Witwe
Vater
Mutter
Sohn
Sohn
geb. in Oberneudorf
Vater
Mutter
Sohn
Tochter
Tochter
gefallen bei SS
Vater
Mutter
Sohn
Schwiegertochter
Großvater
Ehefrau
Schwiegersohn
Mutter
Sohn
Tochter
Tochter
Witwe
Sohn
Sohn
Vater
Sohn
Sohn
Tochter
Sohn
geb. Bidner
gefallen bei SS
geb. in Zepling
geb. Bidner
geb. in Botsch
geb. Brand
gefallen bei SS
Witwer
Ehemann
Ehefrau
Ehemann
Ehefrau
77
geb. in Minarken
Deutsch-Budaker Heimatbuch
- Wie es einst mal war HN. 55 – Zipser –
Meitner Ludwig
Meitner Marie
Meitner Mali
Meitner Ludwig
Meitner Mitzi
Meitner Karl
HN. 56. –Schmiede HN. 57. – Notariat HN. 58. – Hofstelle –
HN. 59. Tsche-usch-miki Groß Michael
Groß Christina
Groß Maria
Groß Martin
HN. 60. –
Weihrauch Michael
Weihrauch Katharina
Weihrauch Michael
Weihrauch Katharina
Weihrauch Michael
Weihrauch Katharina
HN. 61. – Mächelhä-unes Kraus Maria
Sponer Johann
Sponer Maria
Sponer Mathias
Sponer Johann
Sponer Georg
Sponer Michael
HN. 62. –Tche-usch Groß Maria
Groß Johann
Groß Sofia
Groß Johann
Groß Katharina
Groß Sofia
Groß Maria
Groß Siegbert
HN. 63. – Justina –
Hofgräff Johann
Hofgräff Katharina
Hofgräff Martin
Hofgräff Katharina
Hofgräff Katharina
Hofgräff Martin
Hofgräff Maria
Vater
Mutter
Tochter
Sohn
Tochter
Sohn
geb. in Jakobeni
geb. in Jakobeni
Vater
Mutter
Tochter
Sohn
geb. in Mönchsdorf
Großvater
Ehefrau
Vater
Mutter
Sohn
Tochter
Witwe
Vater (Schwiegersohn)
Mutter (Adoptivtochter)
Sohn
Sohn
Sohn †
Sohn
geb. in Windau
geb. Groß
geb. Bidner
Witwe
Vater
Mutter
Sohn
Tochter
Tochter
Tochter
Sohn
geb. Pfingstgräff
Großvater
Ehefrau
Vater
Mutter
Tochter
Sohn
Tochter
78
geb. Barth
geb. Groß
Deutsch-Budaker Heimatbuch
- Wie es einst mal war HN. 64. –
MeitnerKarl
Meitner Theresia
Meitner Franz
Meitner Karl
Meitner Ida
Meitner Wilhelmine
Meitner Anna
HN: 65. –Ålt Kassier Pfingstgräff Georg
Pfingstgräff Maria
Pfingstgräff Johann
Pfingstgräff Katharina
Pfingstgräff Johann
Pfingstgräff Katharina
HN. 66. – Krestai Hofgräff Michael
Hofgräff Maria
Hofgräff Maria
Hofgräff Katharina
HN. 67. – Staatsschule –
HN. 68. – Rumäne –
HN. 69. –Wänkel –
Bidner Johann
Weber Johann
Weber Maria
Weber Maria
HN. 70. –Wennerhanni –
Tschosch Maria
Chosch Maria
Chosch Katharina
Lörenz Michael
Lörenz Michael
Lörenz Georg
HN. 71. – 90. -Rumänen –
HN. 91. – Än der Kauāl –
Pfingstgräff Katharina
Pfingstgräff Georg
Pfingstgräff Katharina
Pfingstgräff Georg
HN. 92. – Rumäne –
Rumänische Kirche
HN. 93. –Hofstelle –
HN. 94. – Schmid-Hanzi –
Fleischer Johann
Fleischer Iren
Fleischer Johann
Fleischer Otto
Fleischer Artur
Vater
Mutter
Sohn
Sohn
Tochter
Tochter
Tochter
Aus Bukowina
zugesiedelt
vermisst bei W-SS
gefallen bei W-SS
Vater
Mutter
Sohn
Ehefrau
Sohn
Tochter
geb. Sponer
Vater
Mutter
Tochter
Tochter
geb. Pfingstgräff
Witwer
Vater
Mutter
Tochter
geb. in Tschippendorf
geb. Ohler
Witwe
Tochter
Mutter
Vater
Sohn
Sohn
geb. in Klein-Bistritz
Witwe
Vater
Mutter
Sohn
geb. Kuales in Senndorf
Vater
Mutter
Sohn
Sohn
Sohn
geb. in Teckendorf
79
Deutsch-Budaker Heimatbuch
- Wie es einst mal war HN. 95. – Mazi-Gyirko –
Pfingstgräff Georg
Pfingstgräff Maria
Pfingstgräff Maria
Pfingstgräff Katharina
HN. 96. – Stafengerich –
Schuster Andreas
Schuster Maria
Schuster Robert Hörth
Schuster Katharina
HN. 97. – Kirchensaal –
HN. 100. – Buertmatzi Barth Johann
Barth Maria
Barth Georg
Barth Maria
Barth Maria
Barth Georg
Vater
Mutter
Tochter
Tochter
geb. Hofgräff
Ehemann
Ehefrau
Adoptivsohn
Ehefrau
Großvater
Ehefrau
Vater
Mutter
Tochter
Sohn
geb. in Schönbirk
geb. in Bessarabien
geb. Ohler
geb. Groß
Die Gefallenen des zweiten Weltkrieges, auf den Schlachtfeldern Europas
HN. 11
6. Hofgräff Johann
HN. 49
1 Brandschert Johann
2. Broser Georg
HN. 50
7. Meitner Franz
HN. 64
3. Böhm Johann
HN. 52
8. Meitner Karl
HN. 64
4. Groß Johann
HN. 14
9. Seidel Gustav
HN. 17
5. Groß Georg
HN. 14
10. Zautner Andreas
HN. 34
Ehre ihrem Andenken!
80
Deutsch-Budaker Heimatbuch
- Wie es einst mal war Deutsch-Budaker evangelisches Presbyterium aus dem Jahre 1904
1. Reihe stehend v.l.n.r.) Johann Hofgräff, Presbyter und Organist;
Johann Hofgräff, Presbyter Johann Stierl, Rektor und Kassier; Michael Böhm, Presbyter;
Michael Hofgräff, Presbyter und Knechtenvater
2. Reihe (sitzend v.l.n.r.) Georg Weihrauch, Presbyter und Knechtenvater,
Johann Bidner, Kurator; Albert Klemens, Pfarrer, Johann Pfingstgräff, Kirchenvater;
Mathias Kraus, Kirchenvater
Gottesdienst in der Evangelische Kirche Deutsch-Budak vor 1944
Altar vorne, Aufgang zur Kanzel rechts
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Deutsch-Budaker Heimatbuch
- Wie es einst mal war Deutsch-Budaker evangelisches Presbyterium um 1940
1. Reihe sitzend (v. l. n. r.) Johann Weihrauch HN. 51, Georg Broser HN. 50 (Kurator),
Pfarrer Robert Gassner, Michael Kroner HN. 47, Johann Hofgräff HN. 49
3. Reihe stehend (v. l. n. r.) Michael Ohler HN. 20, Georg Barth HN. 100, Johann
Pfingstgräff HN. 5 Johann Pfingstgräff HN. 28, Michael Hofgräff HN .4
Beim Kirchgang in der alten Heimat vor 1944
v.l.n.r: HN. 4, HN 11, HN. 27
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Seele and Geist
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