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FAST WIE ZU HAUSE 2 MONATSZEITSCHRIFT – AUSGABE MAI

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bewegt
5/12
B i l d : F O T O LI A .C O M
M o n a t s z e i t s c h r i f t – A u s g a b e M AI 2 0 1 2
«V
ielleicht sagt Max ja et­
was», dachte Lena. Aber
der Knabe lachte sie bloss
strahlend an. Der Pfarre­
rin wurde ganz blümerant zu Mute. «Warum
eigentlich?», ärgerte sie sich. «Ich habe den
Typen bloss einmal gesehen und ein biss­
chen geplaudert! Reiss dich zusammen.» –
«Max, das ist Lena. Lena, das ist Max, mein
Sohn.» Die sonst so kinder­affine Lena brach­
te kein Wort über die Lippen. «Lena, wollen
wir auf dem Nachhauseweg noch einen Kaf­
fee im Bistro trinken?» – «Fein, Nadja, eine
schöne Idee.» So, jetzt war es definitiv zu spät
für ein «Hallo Max, wir kennen uns doch?!».
Auf dem Weg ins Bistro entspannte sich
Lena. Entweder erinnerte sich Max wirklich
nicht mehr an sie oder das alles interessierte
ihn schlicht nicht.
Nadja war eine tolle Frau, und sie konnte
so amüsant plaudern. Aus dem Kaffee wurde
ein Apéro und aus dem Apéro ein Nacht­
essen. Max spielte und malte friedlich. Bei
der Pasta entschieden Lena und Nadja, dass
sie am Samstag zusammen in den Ausgang
gehen wollten. «Da ist Max bei seinem Vater –
wenn alles gut geht», sagte Nadja; und da war
es wieder: dieses Schamgefühl. Lena zwang
sich, rational zu denken. Sie hatte Theo ein
einziges Mal gesehen und würde ihn wahr­
scheinlich nie wieder sehen, weil die Num­
mer gewaschen war. Ausserdem konnte Nadja
eine wunderbare Freundin werden. Lena lief
beschwingt das kurze Stück vom Bistro nach
Hause. Nächstes Wochenende würde sie mit
Nadja so richtig Gas geben, vorsichtshalber
in der Nachbarstadt. Tanzen, flirten, lachen,
und das alles mit einer Freundin, das war es,
was Lena jetzt brauchte und nicht Stress mit
Männern.
Zu Hause sprang sie unter die heisse Du­
sche und blieb dort so lange stehen, bis ihr
Telefon klingelte. Tropfnass stieg Lena aus
der Dusche und taperte ohne Handtuch
durch den Flur zum Telefon. Ihr Blick streifte
die Uhr, als sie nach dem Hörer griff: kurz
nach zehn. «Lena Caprez», meldete sie sich.
«Hallo Lena, hier ist Theo – der Stockzer­
störer – Lust auf einen Schlummertrunk im
Bistro?» Lena bekam eine Gänsehaut und
hörte sich «Ja» sagen.
Swantje Röhl
F o rtsetzung f o lgt …
FAST WIE ZU HAUSE 2
Das Tagespflegezentrum Ittigen bietet seinen
Gästen eine familiäre Atmosphäre und eine
alltagsnahe Tagesstruktur.
VERANSTALTUNGEN 5 – 7
Die Maikirche verbindet Religionen und Kul­
turen. Sie zeigt eine Ausstellung über Mus­lime
und den Film «Der Imam und der Pastor».
Was bisher geschah, können Sie nach­
lesen auf www.refmundigen.ch/story
und im Foyer des Kirchgemeindehauses.
reportage
2
Fast wie in der guten Stube
Auf mein Klingeln öffnet sich nicht wie
erwartet die Haupttüre, sondern eine Türe
links hinter mir. Ruth Gugelmann lotst mich
in ihr Büro. Sie habe heute alles abschliessen
müssen, entschuldigt sie sich. Herr O., ein
Schnuppergast mit starker Demenz, mache
sich sonst aus dem Staub. Gleich neben
ihrem Büro befindet sich das Hauptzimmer
des Tagespflegezentrums Ittigen. Am Tisch
sitzen Frau S. und Herr K., in einem Sessel am
Fenster Frau N. Sie schaut «Die Kinder vom
Napf». Man spürt im Raum die innere Un­
ruhe des Schnuppergastes. Von der Durch­
gangstüre Richtung Gang her meint er: «Ich
will starten.» Frau S. redet ihm gut zu: «Jetzt
müssen wir zuerst noch ein bisschen war­
ten.» Herr O. will nicht und zählt das Geld
in seinem Portemonnaie. Fünfzig Franken.
«Das reicht gut bis ins Simmental.»
Die Kinder vom Napf feiern unterdessen
Weihnachten. «Stille Nacht, heilige Nacht»,
klingt es aus den Fernsehboxen – und plötz­
lich summen alle im Raum einen Moment
lang mit. Das Wartezimmer von Herrn O.
verwandelt sich sofort in ein Wohnzimmer.
Genau das möchte das Tagespflegezentrum
seinen Gästen vermitteln: Wohnzimmerat­
mosphäre. Im Prospekt heisst es: «Wir betreu­
en Menschen mit körperlichen, psychischen
und sozialen Einschränkungen. Die Gäste
sollen sich in familiärer Atmosphäre gut und
sicher betreut fühlen. Im Tagespflegezentrum
bieten wir eine alltagsnahe Tagesstruktur an.»
Eier färben und Würmer zählen
«Wenn die Gäste dies wünschen, machen
wir vormittags ab und zu etwas Kreatives»,
sagt Betagtenbetreuerin Ruth Gugelmann.
Die Wände im Raum zeugen davon: Schön
gerahmt hängen da bunte Collagen, Décol­
lagen und ein Wollbild. Draussen, links und
Bi l d : M AT T H I A S JÄGGI
Im Tagespflegezentrum Ittigen sind
sie heute zu sechst: vier Gäste, eine
Betreuerin und eine freiwillige Mitarbeiterin. Drei der vier Gäste fühlen
sich wohl hier. Den Vierten zieht es ins
Simmental.
Im Spielfieber: Betagtenbetreuerin Ruth Gugelmann spielt mit zwei Gästen «Heckmeck».
rechts des Sitzplatzes, stehen Ton-Stelen im
Rasen. «Und vor Ostern», ergänzt Frau S.,
«haben wir Ostereier verziert. Wir haben
die Eier mit Kräutern belegt, diese mit alten
Strumpfstücken fixiert und die Eier dann im
Zwiebelschalensud braun gefärbt.»
Frau N. ist müde. Sie, die nicht wegen
einer demenziellen Erkrankung, sondern
wegen körperlicher Einschränkungen hier
ist, hatte in der Nacht Probleme mit der
Sauerstoffmaske. Mit ihrem Einverständnis
drückt Ruth Gugelmann beim Fernseher auf
off. Mit der geistig noch sehr regen Frau S.
– sie ist der Abwechslung halber im Tages­
pflegezentrum – und dem stillen Herrn K.
– seine Lieblingsworte sind «ja, ja!» – spielt
sie «Heckmeck», ein Würfelspiel, dessen Ziel
es ist, möglichst viele Würmer zu sammeln.
«Ein gutes Spiel für die Gehirnzellen», sagt
die Betreuerin, «und geeignet, um seinen Ge­
fühlen freien Lauf zu lassen.»
Um Herrn O. kümmert sich unterdessen
Eveline Herzog, eine freiwillige Mitarbeiterin
im Tagespflegezentrum. Das bringt Ruhe in
den Raum, entlastet Ruth Gugelmann, die
sich jetzt einen Moment ganz auf das Spiel
mit den anderen konzentrieren kann. Eve­
line Herzog hat ihren Hund mitgebracht. Ob
er, Herr O., auch Hunde gehabt habe? «Äuä»,
sagt dieser. «Ich schon, fünf Labra­dore,
einen Retriever und einen Goldenretriever»,
meldet sich Frau S. quer über den Tisch.
Als die «Heckmeck»-Würmer verteilt
und gezählt sind, geht es bereits gegen Mit­
tag. Zeit, Herrn O.‘s Wartezimmer und das
Wohnzimmer der anderen in ein Esszim­
mer zu verwandeln. Den Tisch deckt Frau
S., zuverlässig assistiert von Herrn K. Als alle
sitzen, erzählt Eveline Herzog eine berndeut­
sche Geschichte. Herr K. reagiert darauf, als
würde ihm jemand über etwas soeben und
selber Erlebtes berichten. Er kommentiert:
«Ja, ja!» – «Ach was, Blödsinn!» – «Aha!»,
und wiederholt einzelne Wörter: «Pintli» –
«Ferenberg». Schliesslich und punkt zwölf
serviert Ruth Gugelmann als Vorspeise die
Suppe.
Matthias Jäggi
Informationen zum Tagespflegezentrum
Ittigen erhalten sie unter 031 970 68 30,
tagespflegezentrum@tilia-stiftung.ch oder
www.tilia-stiftung.ch.
Informationen zum «Tagestreff – familiär
behaglich», Ostermundigen, der den Betrieb im ehemaligen Pfarrhaus an der unteren
Zollgasse 5 am 1. November 2012 aufnimmt,
erhalten Sie bei Barbara Casty, Direktorin der
Stiftung für Pflege und Betreuung «Libella»,
031 930 61 11, info@libella-stiftung.ch,
www.libella-stiftung.ch.
bericht
3
Essen, trinken, feiern, arbeiten,
basteln, singen, spielen: Das Kirchgemeindehaus bietet Raum für viele
Aktivitäten – und dies seit 25 Jahren.
Ein Beispiel: Das Sonntagscafé nach
dem Gottesdienst. Möglich machen es
freiwillige Mitarbeitende der Kaffee/
Service-Gruppe – ebenfalls seit fast
25 Jahren.
Ein Vierteljahrhundert ist vergangen, seit
das Kirchgemeindehaus am 17. Mai 1987 ein­
geweiht wurde. Seither bieten der Saal und
die weiteren Räume Platz für allerlei kirchen­
interne Anlässe, können aber auch von Ver­
einen oder Privatpersonen gemietet werden.
«Fast mit der Einweihung zusammen fällt
der Anfang des Sonntagscafés, das bis vor
zwei Jahren Kirchenkaffee genannt wurde»,
erinnert sich Sozialdiakonin Katharina Jüni
und fügt an: «Den Namen haben wir 2010
geändert, weil auch Personen, die nicht den
Gottesdienst besuchen, beim sonntäglichen
Kaffee herzlich willkommen sind.»
Dass der Anlass mit ganz wenigen Aus­
nahmen jeden Sonntag stattfindet, sei eine
Besonderheit der Reformierten Kirche Os­
termundigen. Möglich machen dies laut
Katharina Jüni die Mitarbeitenden der Kaf­
fee/Service-Gruppe. Viele von ihnen sind
schon lange mit dabei. Sie machen seit fast
25 Jahren immer wieder die Erfahrung, dass
das Sonntagscafé als Ort der Begegnung ge­
schätzt wird. Zwischen 30 und 50 Personen
kommen gemäss der Gruppe jeweils um zirka
10.30 Uhr in den Saal des Kirchgemeinde­
hauses, sitzen häufig an ihren Lieblingsplatz,
plaudern, trinken Kaffee, Tee oder Süss­
most und essen dazu ein Stück Zopf oder
ein «Guetzli». Singe der Kirchen- oder der
Männerchor oder finde sonst ein spezieller
Gottesdienst statt, dann seien auch schon
doppelt so viele Frauen, Männer und Kinder
bewirtet worden, halten mehrere Mitglieder
der Kaffee/Service-Gruppe fest. Die Vorberei­
tung, das Präsentsein und das anschliessende
Aufräumen benötigen zweieinhalb bis drei
Stunden Zeit. Katharina Jüni hat berechnet,
dass in all den Jahren zirka 37 500 Tassen
Kaffee ausgeschenkt und 3600 Arbeitsstun­
den von den freiwilligen Helferinnen und
Helfern geleistet wurden.
Sie arbeiten in der Kaffee/Service-Gruppe mit (v. l.): Verena Stettler, Mathilde Gerber, Kurt Mäder,
Margrit Messerli, Fred Gerber, Ursula Wernli, Hansruedi Burkhalter, Margrit Zingg, Therese Räz,
Helene Maeder, Madeleine Rumpf, Verena Wymann-Bürki, Ruedi Rumpf, Käthi Hartmann.
B ILD E R : H ILD E G A R D N E T O S
37 500 Tassen Kaffee
Ein solcher Jubiläumskäfer aus Schokolade
wartet im Monat Mai auf alle Gäste des Kirchgemeindehauses.
Junge willkommen
Die Mitarbeitenden der Kaffee/ServiceGruppe sind sich einig, dass das Sonntags­
café kaum mehr wegzudenken ist. Sie zählen
verschiedene Gründe auf, warum dieses An­
gebot beliebt ist und geschätzt wird: Wäh­
rend des Gottesdienstes sitzt man in den Kir­
chenbänken und hat nicht die Gelegenheit,
sich auszutauschen; diese bietet sich im An­
schluss beim Sonntagscafé. Der Kaffeeduft
regt an. Man trifft sich, nimmt sich Zeit zum
Plaudern. Diskussionen untereinander oder
mit der Pfarrperson über die Predigt sind
möglich. Alleinstehende oder Neuzugezo­
gene haben die Möglichkeit, Leute kennen
zu lernen und Kontakte zu knüpfen. Man
fühlt sich willkommen, weil die Tische von
den Sigristinnen stets liebvoll dekoriert sind.
Nicht alle wagen es von sich aus, zum
Sonntagscafé zu kommen. Manchmal, so
erzählen die freiwilligen Mitarbeitenden,
helfe es, wenn man Personen anspreche und
ein­lade, teilzunehmen. Jene, die daraufhin
mitkämen, seien meistens begeistert und
dankbar.
Zum 25-Jahr-Jubiläum des Kirchgemein­
dehauses wünschen sich die Mitarbeiten­
den der Kaffee/Service-Gruppe, dass immer
wieder junge Besucherinnen und Besucher
nachkommen, und dass Jugendliche für die
Mitarbeit in der Kaffee/Service-Gruppe mo­
tiviert werden könnten.
Hildegard Netos
berichte
4
Doppel-Blick
Aus dem
Kirchgemeinderat
Das Redaktionsteam am «Loeb-Egge», Berns beliebtestem Treffpunkt, freitags kurz vor sechs:
SIE Leute, die jetzt zur Feierabendzeit unter­
wegs sind, gehen entweder zügig am «LoebEgge» vorbei, oder sie bleiben stehen und
beginnen zu warten – alleine, zu zweit, sel­
ten zu dritt – einige geduldiger als andere.
Es regnet. Zum Glück schützen das Dach
des Warenhauses und der Baldachin vor dem
Niederschlag.
Wer sich am Freitagabend mit jemandem
trifft, beginnt vermutlich das Wochenende
zusammen, geht vielleicht in den Ausgang.
Doch es gibt auch andere. Da steht zum Bei­
spiel eine Frau mit Koffern. Kommt sie von
einer Reise zurück oder fährt sie weg? Sie
wartet lange, dünkt es mich. Die meisten
Wartenden bleiben am Rand des Platzes.
Etwas mehr im Zentrum steht ein Grossel­
ternpaar mit zwei Enkelkindern. Ein Mann
mit Mehrtagebart lehnt sich an das Trep­
pengeländer. Warten – fällt mir auf – kann
man und frau unterschiedlich: rauchend,
auf- und abgehend, beobachtend, telefo­
nierend, SMS schreibend, spielend, Musik
hörend. Auch begrüssen tut man sich un­
terschiedlich: küssend, sich umarmend, auf
die Schulter klopfend, Hände drückend. Wie
und von wem die Frau mit den Koffern be­
grüsst wurde, habe ich verpasst. Schneller als
erwartet, ist sie plötzlich doch weg.
Hildegard Netos
Pensioniert
ER Vorbei die Zeiten, da Wartende mit dem
Fuss nervös auf den Boden tippten. Heute
wird mit dem Zeigefinger nervös auf den
Touchscreen getippt. Bestimmt die Hälfte
der Personen zückt in irgendeinem Moment
der Wartephase das Smartphone.
Das Geschehen am «Loeb-Egge» ist auch
sonst hoch ritualisiert: Hinstehen, dann
nicht mehr bewegen. Trifft die oder der Er­
wartete ein: dreimal Küsschen und/oder Um­
armung. Allerdings nur, wenn Frauen oder
Frauen und Männer aufeinandertreffen.
Nach der taktilen folgt die verbale Kontakt­
aufnahme, immer mit lachenden Gesich­
tern. Und Abgang.
Es gibt aber auch abweichendes Warte­
verhalten. Ein kleines Mädchen umkreist im
Laufschritt seine Grosseltern, einen Spiel­
zeug-Buggy vor sich herschiebend. Links von
mir leiser Unmut wegen der scheppernden
Räder. Der Goof solle aufhören, einen sol­
chen Krach zu machen, meint ein junger
Mann zu seiner Freundin. Freundin? Ja! Die
Art des Körperkontaktes ist eindeutig.
Abgeholt werden an diesem Vorabend
alle. Auch der junge Mann an Krücken. Nach
langem gesellt sich eine Gitarre (männlich)
zu ihm. Nochmals zehn Minuten später ein
Rollköfferchen (weiblich). Zu dritt ziehen sie
Matthias Jäggi
von dannen.
Rosmarie Stettler ist Ende April in ihren
wohlverdienten Ruhestand getreten. Wäh­
rend 16 Jahren hat sie mit grossem Einsatz
und viel Herzblut den Fahrdienst des Roten
Kreuzes in Ostermundigen koordiniert. Der
Kirchgemeinderat und das Team wünschen
ihr für den neuen Lebensabschnitt viel
Glück, Gesundheit und Gottes Segen.
Merci!
Von Mitte Januar bis Ende April kamen bei
Gottesdiensten und Abdankungen (A) fol­
gende Kollekten zusammen: Blaues Kreuz
Bern, Fr. 843.–; Mission 21, Fr. 234.–; Stif­
tung Familienhilfe, Bern, Fr. 259.–; Winter­
sportlager der Ref. Kirche Ostermundigen,
Fr. 617.– (A); Brot für alle, Fr. 2824.– (A/di­
verse Kollekten); Station für Palliative The­
rapie der Stiftung Diaconis, Bern, Fr. 345.–;
Kirchenführer «Gastfreundliche Kirchen­
räume im Gantrisch», Fr. 167.–; Schweizer
Kirchen im Ausland, Fr. 241.–; Kindergarten
Los Pitufos, Lima/Peru, Fr. 315.–; newTree,
Wiederbewaldung im Sahel, Fr. 261.–; Cevi
Region Bern, Fr. 354.–; Stiftung Theodora,
Fr. 456.– (A); Heilsarmee Bern, Fr. 373.–
(A); Stiftung Kinderhilfe Sternschnuppe,
Fr. 204.– (A); Ferien am Meer der Ref. Kirche
Ostermundigen Fr. 1018.– (A); Spruch­hilfe
«Gott gibt, gib weiter», Ostermundigen,
Fr. 291.–; Internationale ökumenische Or­
ganisationen, Fr. 268.–.
na ch r i c ht e n
«A Voice in Rio»
Ein Projekt aus Benin
hat die Abstimmung
«A Voice in Rio» ge­
wonnen, melden die
Hilfswerke Brot für alle,
Fastenopfer und Partner
sein. Die Abstimmung
fand im Rahmen der
ökumenischen Kam­
pagne «Mehr Gleich­
berechtigung heisst
weniger Hunger» statt.
Das Siegerprojekt von
Salamatou Gazéré Dotia
verhelfe Frauen dank
selber gegrabener Brun­
nen, der Verarbeitung
von Feldfrüchten, besse­
rer Lagermöglichkeiten
und weiterer Ideen zu
mehr Einkommen. Im
Juni wird das Projekt am
Weltgipfel für nachhal­
tige Entwicklung Rio+20
präsentiert.
R E F.C H
Schweizer präsidiert Filmjury
Charles Martig, Film­
journalist und Ge­
schäftsführer des Kath.
Mediendienstes in Zü­
rich, präsidiert an den
diesjährigen interna­
tionalen Filmfestspielen
von Cannes die Ökume­
nische Jury. Das Festival
findet vom 16. bis
27. Mai statt. Der Preis
der Ökumenischen Jury
wird in Cannes seit 1974
verliehen.
R E F.C H
Anti-SchwulenKampagne
Londons Bürgermeister
Boris Johnson hat eine
Kampagne auf Bussen
für eine «Heilung»
von Homosexualität
gestoppt. Das Verkehrs­
unternehmen «Trans­
port for London» un­
terband daraufhin die
Plakatierung der Busse,
wie «BBC» meldete.
Die christliche Gruppe
«Anglican Mainstream»
wollte Busse auf fünf
Linien im Zentrum
Londons mit dem
Slogan «Nicht schwul!
Ex-schwul, post-schwul
und stolz. Überwinde
es!» verkehren lassen.
Auch die britische
Ärztevereinigung und
das Royal College of
Psychiatrists wandten
sich gegen «sogenann­
te Behandlungen von
Homosexualität».
Diese förderten Vor­
urteile und Diskri­
minierung, zitierte
«The Guardian» die
Mediziner­verbände.
R E F.C H
veranstaltungen
5
Gottesdienste
Sonntag, 6. Mai
9.30 Uhr, Gottesdienst mit
Pascal Känzig, Vikar.
K I N D ER HÜ T E D I E N ST
Freitag, 11. Mai
10.30 Uhr, Gottesdienst mit
Pfr. Matthias Jäggi im «Libella»
an der Zossstrasse 2.
Sonntag, 13. Mai
10 Uhr, Konfirmationsfeier
der Gruppe von Isabelle
Meteku, Katechetin, und
Regula Käser, Praktikantin.
Konfirmandinnen/Kon­
firmanden: Patricia Balvis
Gonzalez, Deborah Berger,
Nicolas Flück, Patrik Grütter,
Raffaela Halter, Selina Häusel­
mann, Alena Hiltbrand, Luca
Kaiser, Alexander Pearson,
Vithaya Pengsakul, Angela
Reist, Milène Rochat, Patrick
Schmitter, Florian Sievi,
Martina Stübi, Samira Taibari,
Simon Zurbuchen.
Sahli, Jasmin Schär, Tim
Schmid, Neil Schröer, Joshua
Tschaggelar, Jan Wenger.
Sonntag, 20. Mai
9.30 Uhr, Gottesdienst mit
Pfr. Peter Christen. Mitwirkung
des Jodlerclubs Frohsinn.
kirchenchor
Donnerstags
20 – 21.30 Uhr, Proben im
Kirchgemeindehaus. Info:
Mischa Matter, Chorleiterin,
031 311 52 92; Charlotte Ernst,
Präsidentin, 031 931 55 92.
KINDERHÜTEDIENST
Freitag, 25. Mai
10 Uhr, Ökumenische
Andacht mit Pfr. Matthias
Jäggi im «Tertianum» an der
Mitteldorfstrasse 16.
Sonntag, 27. Mai
9.30 Uhr, Pfingstgottesdienst
mit Abendmahl mit Pfrn.
Agathe Zinsstag. Konfirmation
von Jasmin Häfliger.
KINDERHÜTEDIENST
Spiritualität
Montag, 7. und 21. Mai
18 – 19 Uhr, Montagsmeditation in der Krypta. Info: Katha­
bildung
Di, 1./8./15./22./29. Mai
14 – 16 Uhr, Deutschtreff
in der Kath. Kirche Guthirt,
Ob. Zollgasse 31.
Info: Anny Hug, 031 932 15.
Auffahrtstag, 17. Mai
10 Uhr, Konfirmationsfeier
der Gruppe von Andreas
Burckhardt, Pfarrer, und Pascal
Känzig, Vikar.
Konfirmandinnen/Kon­
firmanden: Michèle Aeber­
hard, Cindy Beeri, Manuel
Belaj, Delia Di Pasquale, Chris­
tine Diemi, Sarah Fivian, Reto
Gilomen, Jeremy Grlj, Florina
Grossenbacher, Alessandra
Guarriello, Marcel Herren,
Pascal Hiltbrunner, Sven In­
gold, Ken Jordi, Andrea Räfle,
Michelle Rohrer, Alexandra
Mittwoch, 9. Mai
9.30 – 11 Uhr, Bibel heute
für alle, die gerne in der Bibel
lesen. Text: 1. Korinther 1,29.
Im Tertianum, Mitteldorf­
strasse 16. Info: Agathe Zinss­
tag, Pfrn., 031 932 07 21.
kultur
Montag, 7. und 21. Mai
19.30 – 21.30 Uhr, Café
littéraire. Am 21. Mai
Frühlings-Café mit litera­
rischen, musikalischen und
kulinarischen Köstlichkeiten.
Im Kirchgemeindehaus. Info/
Anmeldung: Regin Moser, SD,
031 930 86 07.
Anlässlich des 60. Geburts­tages
von Pfarrerin Agathe Zinss­
tag findet ein Konzert statt,
das vor allem von ihren Nich­
ten und Neffen bestritten wird.
Zum Konzert sind alle aus der
Gemeinde herzlich eingela­
den. Unter anderen wirken mit:
Anna Zinsstag, Sopran, Dominik
Zinsstag, Horn, Simon Zinsstag,
Cello. Werke von Händel, Bar­
rière, Beethoven, Valero-Castells
und weiteren.
hn
Samstag, 5. Mai, 11 Uhr: öf-
fentliches Familienkonzert
kirche und welt
Mi, 2. bis Mi, 16. Mai
«… denn die Menschen
sind alle Geschwister».
Ausstellung zu Musliminnen
und Muslimen im Kanton
Bern.
VGL . H INW EIS auf dieser S eite
und PERS ÖNL IC H S EITE 8
rina Jüni, SD, 031 930 86 05.
18 Uhr, Gottesdienst mit
Pfr. Matthias Jäggi im «Alters­
wohnen Steingrüebli» am
Schiessplatzweg 36.
Konzert
Dienstag, 8. Mai
20 Uhr, «Der Imam und der
Pastor». Dokumentarfilm,
anschliessend Diskussion. Der
40-minütige Film aus Nigeria
erzählt, wie aus Todfeinden
Friedensstifter werden können:
Als junge Männer haben Imam
Muhammad Ashafa und Pas­
tor James Wuye aufeinander
geschossen, dann folgte ein
schwieriger Weg durch Miss­
trauen hin zu Versöhnung und
schliesslich haben die beiden
eine interreligiöse Friedens­
initiative gestartet.
Im Kirchgemeindehaus.
Info: Matthias Jäggi, Pfr.,
031 930 86 01.
VGL . H INW EIS S EITE 5
in der Kirche. Eintritt frei; die
Kollekte ist für das Kinder- und
Jugendhilfswerk «Selam» in
Äthiopien bestimmt. Info: Agathe
Zinsstag, Pfrn., 031 932 07 21.
Islam
In der Ausstellung «... denn die
Menschen sind alle Geschwis­
ter» geben 20 Musliminnen
und Muslime aus dem Kanton
Bern Einblick in ihr Leben und
ihren Glauben.
refbejuso.ch
2. bis 16. Mai: Ausstellung im
Kirchgemeindehaus. Öffnungszeiten: Mo – Sa, 14 – 17 Uhr; Sa,
5. Mai, geschlossen; Di, 8. Mai,
bis 20 Uhr (oder auf Anfrage).
Mittwoch, 2. Mai, 19 Uhr: Vernissage mit Voten von Mathias
Tanner, Abdalhamid Mustafa,
Yelda Kutay, Houda Amri und
anderen, Tönen von Sargsyan
Ashot und Kulinarischem.
Dienstag, 8. Mai, 20 Uhr:
«Der Imam und der Pastor».
Dokumentarfilm, anschlies­
send Diskussion (vgl. Kirche
und Welt, auf dieser Seite). Info:
Swantje Röhl, SD, 031 930 86 08.
veranstaltungen
Stark
In jeder Familie gibt es Situa­
tionen, in denen Eltern Sup­
port bei der Erziehung ihrer
Kinder brauchen. Im von der
Reformierten Kirche Ostermun­
digen unterstützten Basiskurs
«Starke Eltern – Starke Kinder»
erweitern Sie Ihre Erziehungs­
kompetenzen und stärken Ihr
Selbstvertrauen in der Rolle als
Eltern.
sesk
Basiskurs «Starke Eltern –
Starke Kinder»: Montag,
4., 11., 18. und 25. Juni,
19.30 – 21.45 Uhr. Im Kirch­
gemeindehaus. Kosten: Fr. 150.–,
Paare Fr. 280.–. Leitung/
Anmeldung / Info:
Beatrice Schärer-Gross,
zertifizierte SESK-Kursleiterin,
031 931 73 88,
bea.schaerer@gmx.ch,
www.starkeeltern-starkekinder.ch.
Bi l d : M AT T H I A S JÄGGI
Im Bild
Donnerstag, 31. Mai
18.30 Uhr, WeltEssKultur.
Gemeinsam Essen und Kultur
aus allen vier Sprachregionen
der Schweiz geniessen. Neu im
Kirchgemeindehaus. Preis:
Fr. 10.–, Kinder Fr. 5.–. Info/An­
meldung: weltesskultur@oster­
mundigen.ch; 031 930 14 49.
VGL. HINWEIS S EITE 5
modi u giele
Samstag 12. Mai
14 – 17 Uhr, Cevi Jungschar
Ostermundigen im Pavillon,
Rütiweg 2. Für Kinder ab Kin­
dergarten. Info: Swantje Röhl,
SD, 031 930 86 08.
KUW
Am 13. und 17. Mai, 10 Uhr,
werden in der Kirche insgesamt
39 Jugendliche konfirmiert.
KUW-Info: Peter Christen,
Pfarrer, 031 930 86 03; Susanna
Baldegger, Sachbearbeiterin
KUW, 031 930 86 15 (Mi und Fr,
9.30 – 11.30 Uhr, ausser Schul­
ferien).
ausfliegen
AKTIVGRUPPE
Dienstag, 15. Mai
Narzissen-Rundwanderung
Treffpunkt: 7.20 Uhr, Bahn­
hof Bern. Abfahrt: 7.39 Uhr,
Richtung Spiez – Zweisimmen.
Billette selber lösen. Hinfahrt:
Bern – Les Avants – Sonloup.
Tierisch gut: Teilnehmende der
Kindertage zu Besuch im Affenhaus des Basler Zollis.
Die nächste Ausgabe von
«bewegt» erscheint am
29. Mai 2012.
Rückfahrt: Les Avants – Bern
(via Zweisimmen – Spiez, ohne
Sonloup!). Wanderung: Höhen­
weg mit Aussichtspunkt auf
den Genfersee. Steiler Treppen­
abstieg. Wanderzeit ca. 2 Std.
Info/Anmeldung (bis 9.5.):
Erika Bähler, 031 931 52 78 oder
079 562 33 54.
Montag, 21. Mai
Ausflug in den Tierpark
Arth-Goldau
Treffpunkt: 8.45 Uhr, Bahnhof
Bern. Abfahrt: 9 Uhr. Rück­
fahrt: 14.48 Uhr. Billette selber
lösen: Bern – Luzern – Arth
Goldau retour. Eintritt (AHV):
Fr. 16.–. Rundgang mit Pick­
nick. Ausrüstung: der Witte­
rung angepasst. Essen und Trin­
ken auch im Tierpark-Restau­
rant möglich. Info/Anmeldung:
Elisabeth und Kurt Rüfenacht,
031 931 09 73.
23. – 30. Juni
Wanderferien in Sils-Maria,
Oberengadin.
Letzte Plätze zu vergeben! Info/
Anmeldung: Heidi Kohler, SD,
031 930 86 06.
begegnungen
Dienstag, 1. Mai
15 – 17 Uhr, Stamm der Aktivgruppe im Säli des Restaurants
National. Für Ehemalige, Aktive
und Interessierte. Info: Kurt
Mäder, 031 931 44 15.
Jeden Mittwoch
13.30 – 17 Uhr, Jassen, Spiel
und Spass im Saal des Kirch­
gemeindehauses. Info: Heidi
Kohler, SD, 031 930 86 06.
6
Freitag, 4. und 25. Mai
10 – 13 Uhr, Eltern-/Kinderkränzli mit Pasta-Essen.
Im Kirchgemeindehaus. Info:
Swantje Röhl, SD, 031 930 86 08.
Mittwoch, 9. Mai
11.30 – 13 Uhr, Mittagstisch
im Kirchgemeindehaus.
Das Essen kostet inkl. Getränke
Fr. 11.–. Anmeldung bis am
Vortag, 10 Uhr, an: Heidi
Kohler, SD, 031 930 86 06.
Dienstag, 15. Mai
9 Uhr, Gesprächsgruppe
Dialog im Kirchgemeinde­
haus. Info: Katharina Jüni, SD,
031 930 86 05.
Mittwoch, 23. Mai
20 Uhr, Männergespräch
in der Sakristei. Info:
Simon Keller, 079 254 20 56.
Dienstag, 29. Mai
14.30 Uhr, Seniorennachmittag im Kirchgemeindehaus.
Arthur Ryf erzählt humorvoll
über «Madame de Meuron».
Dazu spielt er Walzereigen­
kompositionen, zum Teil zu
bekannten Volksliedern.
Info: Agathe Zinsstag, Pfrn.,
031 932 07 21.
« B r o t für alle »
Ein herzliches Dankeschön
allen Freiwilligen, die beim
Agenda-Einpacken, beim
Dîner fair, beim Risotto-Tag
und beim Rosenverkauf mit­
gearbeitet haben!
Danke auch allen, die sich
finanziell engagiert haben.
Mit Ihrer Unterstützung
können wir jährlich etwa
14 000 Franken an Projekte
von «Brot für alle» überweisen.
veranstaltungen
7
freiwillige
Dienstag, 22. Mai
Treffen Besuchsdienst im
Meyer Pauline
Zossstrasse 2
geb. 1927, gest. 17.3.2012
Kirchgemeindehaus. 8.30 – 10.15 Uhr, Mitarbeitende «Be­
gleitdienst und regelmässige
Besuche»; 9.45 – 11.15 Uhr,
Mitarbeiterinnen «Geburtstags­
besuche». Info: Katharina Jüni,
SD, 031 930 86 05.
Demostene Anton
Nobsstrasse 5
geb. 1918, gest. 23.3.2012
Montag, 28. Mai
18.15 – 20 Uhr, Ökumenische
Gruppe zur Integration von
Flüchtlingen.
Schwarz Walter
Obere Zollgasse 23
geb. 1933, gest. 21.3.2012
Im Kirch­gemeindehaus.
Info: Anny Hug, 031 932 15 00.
Hirsiger-Kurth Dora Paula
Alpenstrasse 28
geb. 1919, gest. 24.3.2012
kasualien
Thüler-Burri Rosmarie Sylvia
Schiessplatzweg 36
geb. 1928, gest. 23.3.2012
taufeN
Dähler-Moser Ethel Ella
Rütiweg 79
geb. 1930, gest. 29.3.2012
Spöck Nico
Jurablickweg 6
geb. 14.9.2010
Stern-Haussener Frieda
Schiessplatzweg 36
geb. 1926, gest. 11.4.2012
Locher Anouk Elyne
Unterdorfstrasse 45
geb. 23.7.2011
Gilgen Peter
Waldeckstrasse 27
geb. 1944, gest. 11.4.2012
Schröer Neil Philip
Blankweg 6
geb. 2.5.1996
Rohrer Sarah Nutan
Wegmühlegässli 16
geb. 27.10.2007
blaues kreuz
Blaukreuzhaus, Alpenstrasse 4
Freitag, 11. Mai
Ausflug nach Krattigen
(Glasatelier) und Aeschiried. Treffpunkt: 13 Uhr beim
Blaukreuzhaus. Info/Anmel­
dung (bis 4.5.): Hans-Rudolf
Brugger, 031 931 63 07.
Siehe auch:
www.blaueskreuzbern.ch.
EGW
Evang. Gemeinschaftswerk,
Bahnhofstrasse 39
Gottesdienste Mai
6.5., 19.30 Uhr, Lobpreis­
gottesdienst; 13.5., 9.30 Uhr,
anschliessend Gemeinde­
mittagessen; 17.5., 9.30 Uhr,
Auffahrtsgottesdienst; 20.5.,
9.30 Uhr, mit Lobpreis; 27.5.,
9.30 Uhr, Pfingstgottesdienst,
anschliessend Kaffee.
Nachmittagsbibelstunden
10./24.5., 14.30 Uhr.
Besondere Anlässe
20.5., 14 Uhr, Sonntagstreff;
25.5., 19.45 Uhr, Manne­
rundi; 31.5., 19.30 Uhr,
Israelabend (siehe Inserat).
ABDANKUNGEN
Kinder-/Jugendarbeit
12.5., 14.30 Uhr, Jungschar
Sela; 17.30 Uhr, Teenagerclub Crossroad.
Mathys-Dürrenberger Marlène
Altenbergstrasse 64, Bern
(vorher Alpenstrasse 31)
geb. 1936, gest. 9.3.2012
Info: Daniel Kreis, Pfarrer
EGW, 031 931 12 33,
daniel.kreis@egw.ch,
www.egw-ostermundigen.ch.
Müller Erwin
Hüsliweg 5
geb. 1925, gest. 16.3.2012
U18
Welche Frage möchtest du
schon lange beantwortet
haben?
LDB (weiblich), 13 Jahre:
Warum gibt es die KUW?
Sämi, 15 Jahre: Was tun meine
Lehrer in der Freizeit?
Fäbu, 14 Jahre: Wieso ist das
Universum unendlich gross?
Beschreibe deinen Gott.
– Ich glaube nicht sehr fest
an Gott.
– Er ist nett.
– Ich finde, er ist freundlich.
Was tust du mit 80 Jahren?
– Das geht noch 67 Jahre.
Vielleicht werde ich beim
Kaffeekränzchen sitzen.
– Ich werde Fallschirm
springen.
– Musik hören.
Was würdest du gerne
erfinden?
– Einen Automaten, der Ge­
fahren anzeigt, Fragen beant­
wortet und noch vieles mehr
kann.
– Ich weiss nicht genau was,
aber es müsste etwas Lustiges
sein.
– Etwas, mit dem man besser
lernen kann.
Was wäre dein erster Befehl
als König/in?
– Liebe darf keine Grenzen
haben.
– Zuerst würde ich eine Pizza
bestellen.
– Alle müssen nett sein!
«Das Fieber der Jugend
hält den Rest der Welt
auf Normaltemperatur.»
—
Georges Bernanos
persönlich
8
In der Ausstellung «… denn
die Menschen sind alle Geschwister» geben 20 Musliminnen und Muslime aus
dem Kanton Bern Einblick
in ihren Alltag. Das Konzept
zur Ausstellung stammt von
Mathias Tanner.
«In den oft aufgeheizten Diskus­
sionen über den Islam werden
Muslime vielfach auf ein negati­
ves Klischee ihrer Religion redu­
ziert», sagt Mathias Tanner, der
bei den Reformierten Kirchen
Bern-Jura-Solothurn unter ande­
rem das Thema «Interreligiöser
Dialog» bearbeitet. «Für unsere
Ausstellung hat der Berner Foto­
graf Stefan Maurer deshalb Mus­
liminnen und Muslime an ihrem
Arbeitsplatz, bei ihnen zu Hause
sowie in der Freizeit fotografiert,
und wir haben die Porträtier­
ten ausser nach ihrem Glauben
auch nach ihren ganz alltägli­
chen Sorgen und Hoffnungen
gefragt.» Da seien vielfältigste,
teils überraschende Antworten
zusammengekommen.
Tanners Interesse für das An­
ders- und Fremdsein erwachte
im Gymnasium. Seine Matura­
arbeit schrieb er über die isla­
mische Strömung des Zwölfer­
schiismus im Iran, seine Mas­
terarbeit in Theologie über den
Minarettkonflikt in Langenthal.
Das Verbindende ist grösser
Von wegen Minarett: Als Ma­
thias Tanner 2009 bei der Kirche
zu arbeiten begann, diskutierte
die Schweiz eifrig über die Mi­
narettverbotsinitiative. «Sie war
der Hauptauslöser dafür, mit
einer Ausstellung ein differen­
ziertes Bild von Musliminnen
B ILD : Z V G
Traditionell bis säkular
Setzt sich für ein friedliches Zusammenleben ein: Mathias Tanner, 32, von der Fachstelle Migration der Reformierten Kirchen
Bern-Jura-Solothurn.
und Muslimen im Kanton Bern
zu zeigen.» 20 Porträts sollten es
werden. Zehn Frauen und zehn
Männer; aus der Stadt und vom
Land; aus allen Generationen
und möglichst vielen Berufs­
richtungen; was den Glauben
betrifft von traditionell bis sä­
kular; in muslimischen Familien
in der Schweiz oder im Ausland
aufgewachsen oder zum Islam
konvertiert. Im November 2011
wurden die Porträts in der Hei­
liggeistkirche Bern zum ersten
Mal ausgestellt.
Die jüngste Porträtierte sei die
7-jährige Amna Beltifa. Auf die
allen gestellte Frage, was sie in
der Schweiz ändern würde, wenn
sie Bundesrätin wäre, habe die
in der Schweiz geborene Toch­
ter nordafrikanischer Eltern
geantwortet: «Ich würde in der
Schweiz einen Strand machen,
das wäre cool.» Und Sirri Aksoy,
ein 50-jähriger Hauswart aus der
Türkei, habe zur ebenfalls allen
gestellten Frage nach der Bedeu­
tung seines Glaubens gesagt:
«Ich bin froh, dass es Gott gibt.
Er gibt Regeln für das Leben vor
und ist für uns Menschen da.»
Beide Aussagen könnten auch
von Christen stammen. «Ja»,
sagt Mathias Tanner, «die Aus­
stellung zeigt, dass das Gemein­
same, Verbindende zwischen
Muslimen und Nicht-Muslimen
grösser ist, als die vielfach pro­
pagierten angeblichen oder tat­
sächlichen Unterschiede.»
Und wenn es doch zu Reibun­
gen kommt? «Der Staat hat dafür
zu sorgen, dass alle Menschen in
diesem Land Verfassung und Ge­
setz respektieren», meint Tanner
dazu, «und wo es reale Probleme
gibt, gilt es hinzuschauen und
zusammen Lösungen zu erarbei­
ten.»
Matthias Jäggi
Vom 2. bis 16. Mai sind die
20 Porträts von Musliminnen
und Muslimen im Kanton
Bern im reformierten Kirchgemeindehaus Ostermundigen ausgestellt. Vgl. Hinweis Seite 5.
Reformierte Kirche
Ostermundigen
Obere Zollgasse 15
3072 Ostermundigen
Tel. 031 930 86 00
Fax 031 930 86 18
info@refmundigen.ch
vorname.name@refmundigen.ch
www.refmundigen.ch
ADRESSEN
Pfarrteam
Andreas Burckhardt, Obere Zollgasse 9
(Post: Ob. Zollgasse 15), 031 930 86 02
Peter Christen, Obere Zollgasse 9
(Post: Ob. Zollgasse 15), 031 930 86 03
Matthias Jäggi, Obere Zollgasse 11,
031 930 86 01
Agathe Zinsstag, Tiefenmöslistrasse 17,
031 932 07 21
Pascal Känzig, Vikar, 031 930 86 17
Team Sozialdiakonie
Katharina Jüni, 031 930 86 05
Heidi Kohler, 031 930 86 06
Regin Moser, 031 930 86 07
Swantje Röhl, 031 930 86 08
Weitere Mitarbeitende
Sigristinnenteam: Silvia Keller,
Marlies Grossenbacher, 031 930 86 10
KUW: Isabelle Meteku, 031 972 84 74,
Martina Zurkinden, 026 493 32 06
Administration: Mirjam Reichen­
wallner, 031 930 86 14
KUW-Sekretariat: Susanna Baldegger,
031 930 86 15
Redaktion: Hildegard Netos,
031 930 86 16
Kirchgemeinderat
Peter Hofer, Präsident, 079 334 57 26
Fahrdienst
031 932 11 11
impressum
«bewegt» ist die Monatszeitschrift der
­Reformierten Kirche Ostermundigen.
Sie geht gratis an alle Haushaltungen.
Auflage: 8600 Expl.
Herausgeber: Kirchgemeinderat
Redaktion: Matthias Jäggi (mj),
Hildegard Netos (hn), Franziska
Schwab (externe
Begleitung)
Grafische Gestaltung
und Layout: Atelier
Kurt Bläuer, Bern
Druck: Schaub + Rüedi
Druck AG, Bern
Zuschriften bitte an:
«bewegt», z. H. Hildegard Netos,
Ob. Zollgasse 15, 3072 Ostermun­digen
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Seele and Geist
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