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Dossier Methoden Hauptfrage: Wie wirken sich die Spracherwerbs

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Passepartout:
Methodisch-didaktische Weiterbildung FEBL
Dossier Methoden
Das folgende Arbeitsmaterial basiert auf Informationen und Arbeitsanregungen aus folgender
Quelle: Hutterli, Sandra; Stotz, Daniel; Zappatore, Daniela: "Do you parlez andere lingue?",
Verlag Pestalozzianum Pädagogische Hochschule Zürich, 2008.
Hauptfrage: Wie wirken sich die Spracherwerbs- und Lerntheorien
auf den Fremdsprachenunterricht, d.h. die Unterrichtsmethodik aus?
Arbeitsaufträge:
1.
Setzt euch mit fünf Methoden auseinander, indem ihr arbeitsteilig die Theorie dieses
Dossiers durchlest (Teilstücke 1.-5, d.h. 5er GA und jeder liest ein anderes Teilstück) und
euch gegenseitig kurz das Wesentliche eures Textes erklärt (Puzzlemethode).
Zeit: ca. 30 Minuten
Sozialform: 5er GA
2.
Wählt nun Lehrmittelauszüge und bearbeitet diese. PA / GA Zeit: ca.20'
3.
Reflexion: Analyse des eigenen Fremdsprachenunterrichtes (allenfalls zu Hause zu
bearbeiten!)
Material:
- Dossier Methoden mit allen Texten
- Lehrmittelauszüge
- Reflexionsauftrag
Historischer Zeitstrahl zur Entwicklungsgeschichte der Methoden in der Fremdsprachendidaktik:
Bruno Blunschi, Markéta Dbaly Schenke, Andrea Meshesha, Sandra Wick
Passepartout:
Methodisch-didaktische Weiterbildung FEBL
1. Teilstück: Grammatik-Übersetzungsmethode
Gemäss der Unterrichtsmethode des Griechisch- und Lateinunterrichts ist das primäre Ziel der
Grammatik-Übersetzungsmethode die grammatische Kompetenz, d.h. die Kenntnis der Wörter und
Grammatikregeln. Fremdsprachliche Sätze sollen verstanden und selbst rekonstruiert werden, was
in Übersetzungen von der Erstsprache in die Fremdsprache und umgekehrt überprüft wird.
Übergreifendes Ziel des Fremdsprachenlernens ist die Formung der Persönlichkeit und
Auseinandersetzung mit der eigenen sowie mit fremden Kulturen.
Die linguistische Grundlage dieser Methode bildet die geschriebene, literarische Sprache. Der
lateinischen Schulgrammatik folgend werden die Regeln und deren Abweichungen, die
Ausnahmen, nachgebildet, erklärt und gelernt. Sprachbeherrschung zeichnet sich somit durch
Sprachwissen aus. Durch die Fokussierung auf die Vermittlung dieses Sprachwissens, d.h. die
Verknüpfung einzeln gelernter Regeln und das Auswendiglernen derselben, im Gegensatz zur
praktischen Beherrschung der Fremdsprache wird auch von einer synthetisch-deduktiven
Methode gesprochen: synthetisch, weil ausgehend von sprachlichen Phänomenen eine
zusammenfassende Regel abgeleitet wird; deduktiv, weil die Regeln nach der Einführung des zu
lernenden Stoffes von der Lehrperson selbst formuliert werden und die Lernenden diese
anschliessend in Übungen anwenden.
Charakteristische Übungsformen sind: in der Einstiegsphase die Präsentation der Grammatik; in der
Übungsphase die Bildung korrekter Sätze durch Regelanwendung, Lückentexte und Diktate; in der
Anwendungsphase schließlich die Satzumformungen nach formalen Grammatikregeln sowie
Übersetzungen und Zusammenfassungen bzw. Nacherzählungen. Aus lerntheoretischer Sicht stehen
das Verständnis und die Anwendung der Sprache, d.h. das formale Denken, im Vordergrund. Die
Lehrperson steht als Autorität allwissend und korrigierend im Mittelpunkt und als vorherrschende
Unterrichtssprache wird die Erstsprache oder die lokale Standardsprache eingesetzt.
(aus Hutterli et al. 2008, S. 24-25)
Auftrag: Fasse für die anderen Gruppenmitglieder das Wesentliche dieser Methode
stichwortartig zusammen.
Bruno Blunschi, Markéta Dbaly Schenke, Andrea Meshesha, Sandra Wick
Passepartout:
Methodisch-didaktische Weiterbildung FEBL
2. Teilstück: Direkte Methode
Um 1900 versuchen zahlreiche Reformbewegungen eine Abkehr vom starren Grammatikunterricht
zu bewirken hin zu einem aktiveren Unterricht, der die gesprochene Sprache ins Zentrum rückt. Die
direkte Methode, als Beispiel dieser zahlreichen Modelle, hat zum Ziel, dass die Fremdsprache
"direkt", d.h. ohne die Verwendung der Erstsprache als Medium, erfolgt. [....] Hauptzielesind die
Entwicklung des Sprachgefühls und das Erlernen der Umgangssprache in der Konversation, was
beispielsweise Handelsabkommen mit anderssprachigen Staaten begünstigte. So standen
beispielsweise in deutschen Lehrplänen dem Latein als formaler Bildungssprache Französisch und
Englisch als Gebrauchssprachen gegenüber.
Durch die Verwendung der Zielsprache und den Verzicht auf Vergleiche mit der Erstsprache soll
ein neues, selbständiges Sprachsystem analog dem natürlichen Spracherwerb der Erstsprache
entwickelt werden. Grammatik im Sinne der Beispielgrammatik (und nicht wie bis anhin
Regelgrammatik) soll vorwiegend induktiv (vom Beispiel zur Regel) und nur in fortgeschritteneren
Phasen deduktiv (von der Regel zum Beispiel) gelernt werden, [....]Mit der Hinwendung zur
"lebenden" Fremdsprache gewinnen Aspekte der Mündlichkeit an Bedeutung, [....]Ziel ist die
Entwicklung eines eigenständigen Bezugssystems in der Fremdsprache, mit Hilfe dessen die
Lernenden sich ohne Rückgriff auf ihre Erstsprache auszudrücken vermögen.
Das Lernen der Fremdsprache wird als Prozess angesehen, vergleichbar mit demjenigen der
Erstsprache, wenn auch unter anderen Bedingungen. [....] In der didaktischen Umsetzung erfolgt
das Fremdsprachenlernen über Nachahmung (Hören und Nachsprechen) und Memorisieren von
Beispielsätzen- und -dialogen. Ausgangspunkt einer Lektion ist ein konstruierter fremdsprachlicher
Text, zumeist ein Dialog, der bestimmte Grammatikelemente enthält. Schwierige Begriffe werden
durch Bilder oder Umschreibungen erklärt. Die Lehrperson stellt Fragen zum Text, dann wird
dieser zur Sprachschulung laut vorgelesen. Anschliessend werden grammatische Regeln anhand
von Beispielen aus dem Text erschlossen. Typische Übungsformen sind Fragen und Antworten,
Nachsprechen, Lückentexte, Auswendiglernen und Nachspielen von Dialogen sowie Diktate und
Nacherzählungen. Die Lehrperson begleitet den Lernprozess, regt zum entdeckenden, spielerischen
Lernen und der Selbsttätigkeit der Lernenden an. Unterrichtssprache ist die Zielsprache, die von der
Lehrperson möglichst akzentfrei beherrscht werden soll.
(aus Hutterli et al. 2008, S. 25-26)
Auftrag: Fasse für die anderen Gruppenmitglieder das Wesentliche dieser Methode
stichwortartig zusammen.
Bruno Blunschi, Markéta Dbaly Schenke, Andrea Meshesha, Sandra Wick
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Methodisch-didaktische Weiterbildung FEBL
3. Teilstück: Audiolinguale und audiovisuelle Methode
[…] Beide Methoden basieren auf einer Reihe von linguistischen und lernpsychologischen Erkenntnissen der 1930erbis 50er-Jahre, vornehmlich aus den USA. Dort werden im Auftrag des Militärs zwischen 1941 und 1943 diverse
Sprachprogramme entwickelt, um den Soldaten in möglichst kurzer Zeit die in ihrem Einsatzgebiet gesprochene
Sprache zu vermitteln. Ziel der audiolingualen Methode ist entsprechend das Sprachkönnen (im Gegensatz zum
Sprachwissen der Grammatik-Übersetzungsmethode). Lernziel ist die mündliche Sprachkompetenz im Sinne einer
Verständigung in relevanten alltäglichen Kommunikationssituationen. [...] Gestützt auf die Erkenntnisse des
Strukturalismus entwickelt sich das Fremdsprachenlernen nicht auf der Basis von Grammatikregeln, sondern von
Mustersätzen (so genannten pattern drills), die zu Gewohnheiten (habits) führen […]. Lernpsychologisch sind sowohl
die audiolinguale als auch die audiovisuelle Methode massgeblich durch den Behaviorismus beeinflusst. Skinner 1
versucht anhand der […] Lernmodelle von Stimulus — Response den Spracherwerb und -gebrauch mit folgenden drei
Prinzipien als mechanischen Prozess der Gewohnheitsbildung zu umschreiben:
1. Law of frequency (Häufigkeitsprinzip): Je häufiger ein Stimulus und eine bestimmte Reaktion miteinander
verbunden werden, desto wahrscheinlicher ist es, dass dieser Stimulus zu dieser bestimmten (gleichen) Reaktion
führt. Entsprechend bedeutet dies für den Fremdsprachenunterricht: üben, üben, üben, […] (drill).
2. Law of effect (Verstärkungsprinzip): […] Lernende tendieren dazu, das zu wiederholen, worauf sie positive
Konsequenzen erlebt haben. Die positive Bestärkung richtiger Aussagen ist folglich wirkungsvoller als die
Korrektur von Fehlern.
3. Law of shaping (Verhaltensprinzip): Eine komplexe Verhaltensweise wird am besten dadurch gelernt, dass die
einzelnen Lernschritte sehr klein sind und aufeinander aufbauen […].
Vergleichbar mit der direkten Methode, die als Wegbereiterin der audiolingualen Methode gilt, haben die mündlichen
Fertigkeiten (Hören/Sprechen) Vorrang vor den schriftlichen (Lesen/Schreiben). Im Gegensatz dazu werden hier Lesen
und Schreiben jedoch in der Anfangsphase ausgeschlossen, von erstsprachlichen Erläuterungen und induktiver
Grammatikerschliessung wird abgesehen. Die Fremdsprache gilt dann als erlernt, wenn die wichtigsten Satzmuster
automatisch, d.h. ohne bewusstes Abrufen von Regelwissen, vergleichbar mit Erstsprachlern angewendet werden
(speaking habits). Der typische Lektionsaufbau geht von einer Einführung mit Bilderfolgen und kurzen, zumeist
dialogischen Beispielsätzen aus, die die jeweiligen Grammatikelemente enthalten (Einbettung der speech patterns in
Alltagssituationen). Die Musterdialoge werden von Nativespeakern auf Tonband gesprochen (Authentizität der
Sprechvorbilder). Daran schliesst ein Übungsteil mit Einsetz-, Lücken- oder Umformungsübungen an, wo
grammatische Satzmuster in vielfachen Variationen durch Imitation und häufiges Wiederholen eingeübt werden
(pattern drill). Modelldialoge werden auswendig gelernt und nachgespielt. In einem landeskundlichen Teil werden
anhand von Fotos und Informationstexten Inhalte vermittelt und im abschliessenden Anhang sind die Grammatikregeln
und Wörter (einsprachig) aufgelistet. Das Hauptgerüst der einzelnen Lektionen bildet die den Texten zugrunde liegende
Grammatik, die einer systematischen Steigerung der formalen Komplexität der Sprachmuster (patterns) folgt (lineare
Grammatikprogression).
Technische Hilfsmittel nehmen bei beiden Methoden eine entscheidende Rolle ein. Bei der audiolingualen Methode
dient das Sprachlabor der Schulung des Hörverstehens und der korrekten Aussprache. Authentische Sprechmodelle ab
Tonband können nachgeahmt, Drillübungen immer wieder durchgeführt werden. Die audiovisuelle Methode wird
zusätzlich zu den Tonbandaufnahmen mit Bildern ergänzt, die mit einem Hellraum- oder Diaprojektor gezeigt
werden. Durch die gezielte gleichzeitige Präsentation von Bild und Inhalt werden gedankliche Assoziationen bewusst
gesteuert. [...] Sowohl die audiolinguale als auch die audiovisuelle Methode haben den Fremdsprachenunterricht
massgeblich beeinflusst und verändert, wurden in spezifischen Punkten jedoch auch kritisiert (z.B. durch Firges 1975
und Vielau 1976). Bemängelt werden unter anderen folgende Punkte: das Unterbinden des produktiven, kreativen
Potenzials der Lernenden zugunsten der Rezeption und der Reproduktion; der repetitive Unterrichtsablauf; die
Künstlichkeit der Dialoge durch das Primat der Grammatikmuster; der Mangel an pädagogischem Freiraum aufgrund
der Steuerung des Lernprozesses durch die Lehrperson, die im Dienste der technischen Medien steht.
(aus Hutterli et al. 2008, S. 27-30)
Auftrag: Fasse für die anderen Gruppenmitglieder das Wesentliche dieser Methode
stichwortartig zusammen.
1
Burrhus Frederic Skinner (* 20. März 1904 in Susquehanna, Pennsylvania; † 18. August 1990 in Cambridge,
Massachusetts) war ein US-amerikanischer Psychologe und der prominenteste Vertreter des Behaviorismus in den
USA. Er prägte den Begriff „operante Konditionierung“, erfand das sogenannte „programmierte Lernen“ …
Bruno Blunschi, Markéta Dbaly Schenke, Andrea Meshesha, Sandra Wick
Passepartout:
Methodisch-didaktische Weiterbildung FEBL
4. Teilstück: Kommunikative Methode
Die audiolinguale wie auch die audiovisuelle Methode, welche die Gesprächssituation verstärkt zu
integrieren versuchten, fördern durch ihre starke Strukturorientierung kaum die Kommunikation
und den freien Ausdruck der Lernenden. Als Gegenreaktion darauf propagiert die kommunikative
Methode in den 1970er- und 80er-Jahren das Gelingen sprachlichen Handelns im Alltag als oberstes
Ziel. Verbunden damit sollen alltagskulturelle Phänomene verstanden und Offenheit, Toleranz und
Kommunikationsbereitschaft gegenüber der mit der Zielsprache verbundenen Kultur entwickelt
werden. Ausgehend von Hymes (1972) Begriff der «kommunikativen Kompetenz», welche die
Sprachverwendung nebst sprachlichen Formen und Strukturen mit den entsprechenden kulturellen
Regeln umfasst, versuchen Fachdidaktiker wie Piepho (1974) Sprechakttheorien für den
Fremdsprachenunterricht zu entwickeln.
Gingen die bisherigen Methoden vorwiegend von linguistischen und lerntheoretischen Modellen
aus, verlagert der kommunikative Ansatz den Fokus auf die Lernenden als handelnde Subjekte des
Spracherwerbsprozesses. Die soziolinguistischen und pragmatischen Aspekte des Sprachgebrauchs,
d.h. die Sprechintention und die Sprechakte, werden wichtiger als das Sprachwissen. Gestützt auf
die Modelle von Canale und Swain (1980) werden folgende kognitive Kompetenzbereiche definiert:
1. Grammatische Kompetenz: Fähigkeit, sprachliche Mittel zu Sätzen zusammenzufügen.
2. Diskurskompetenz: Fähigkeit, Äusserungen zu einem Text (schriftlich oder mündlich)
zusammenzufügen, d.h. beim Sprechen und Verstehen grammatische Formen und Bedeutungen
miteinander zu verbinden, damit Texte und Diskurse entstehen.
3. Soziolinguistische Kompetenz: Fähigkeit, die Sprache im sozialen und kulturellen Kontext
angemessen zu verwenden, d.h. Äusserungen in unterschiedlichen situativen und kulturellen
Kontexten zu produzieren und verstehen, wobei Faktoren wie der soziale Status der
Gesprächsteilnehmenden, die Rollenverhältnisse zwischen ihnen, das Ziel der Interaktion und
die Situationsangemessenheit der Äusserungen eine Rolle spielen.
4. Strategische Kompetenz: Fähigkeit, sprachliche Defizite durch Strategien wie beispielsweise
Umschreibungen zu überwinden, d.h. verbale und nonverbale Kommunikationsstrategien zu
beherrschen, um die Kommunikation am Laufen zu halten oder sie zu reparieren, wenn sie
zwischen den am Gespräch Beteiligten zusammengebrochen ist, z.B. wegen mangelnder
Kompetenz in einem der anderen drei Kompetenzgebiete.
Sprachenlernen soll in möglichst authentischen, praktischen und anwendbaren
Alltagssituationen organisiert werden. Die Lerngruppe dient dabei als Modell für
Kommunikationspartner in realen Kontexten, während die Lehrperson Partnerin und Beraterin für
die Lernhandlungen ist.
(aus Hutterli et al. 2008, S. 34-35)
Auftrag: Fasse für die anderen Gruppenmitglieder das Wesentliche dieser Methode
stichwortartig zusammen.
Bruno Blunschi, Markéta Dbaly Schenke, Andrea Meshesha, Sandra Wick
Passepartout:
Methodisch-didaktische Weiterbildung FEBL
5. Teilstück: Aufgaben- Inhalts-, und Handlungsorientierung
Die Inhalts- und Handlungsorientierung ist der konstrukivistischen Didaktik zuzuordnen. Der
Konstruktivismus unterstellt, dass jeder Mensch seine eigene Wahrnehmung von Wirklichkeit hat,
sodass es „die“ Wirklichkeit nicht gibt. Entsprechend konstruiert jeder Mensch seine eigene
Wirklichkeit und adaptiert erlerntes Wissen in seine eigene Erklärung seiner Welt. Im
handlungsorientierten Unterricht wird die Sprachstruktur induktiv gelernt. Das Gegenkonzept ist
das Instruktionslernen, es erklärt zuerst das Prinzip, die Gesetzmäßigkeit oder den Zusammenhang
(deduktives Vorgehen = klassischer Frontalunterricht im dozierenden bzw. belehrenden Stil), um
dann Beispiele zur Übung nachzureichen.
In der Aufgaben-, Inhalts- und Handlungsorientierung folgt das Fremdsprachenlernen einer
Progression von Handlungskompetenzen. Sprachenlernen in einem handlungsorientierten Ansatz
wird mittels so genannter tasks (tâches, Aufgaben) organisiert. Die (kommunikative) Aufgabe wird
als zielgerichtete Aufgabe definiert, die folgende Merkmale erfüllt : Klare Aufgabenstellung,
Schwergewicht auf Inhalt und Bedeutung, realitätsnahe Sprachanwendung, authentische Inputs, alle
Kompetenzen, bzw. eine Kombination von Kompetenzen werden angesprochen, kognitiv
anspruchsvoll, ein Resultat wird ermöglicht oder verlangt.
Das Modell des TBL (Task based Learning) wurde von Willis (1996) entwickelt. Die zentrale
Hypothese des TBL ist, dass die
Beschäftigung
mit
adäquaten
Problemlösungs- und Lernaufgaben
sprachlich-kommunikative
Ressourcen der Schülerinnen und
Schüler „anzapft“, die sich durch die
interaktive Auseinandersetzung mit
der Aufgabe entwickeln werden,
vorausgesetzt, dass eine Reflexion
stattfindet. Im Modell von Willis ist
ein Zyklus von Abläufen vorgesehen,
der sich bei jeder Aufgabe wiederholt.
Typisch
für
TBL
ist
die
zurückhaltende Rolle der Lehrperson,
die vor allem als Monitor und Coach
agiert.
Ein
weiterer
Aspekt
des
inhaltsorientierten Unterrichts ist,
dass im Unterricht neue Inhalte
(Weltwissen)
mit
Hilfe
der
Fremdsprache erschlossen werden
und die Fremdsprache anhand von
neuen Inhalten gelernt wird. Hierzu gibt es Ansatz von CLIL (Content and language integrated
learning) Gemeint ist damit die ganze oder teilweise Vermittlung und Bearbeitung von Inhalten aus
Sachfächern in einem Miteinander aus schulischer Fremdsprache und der Erstsprache; dies
vorrangig auf der Obestufe und parallel zum regulären Fremdsprachenunterricht. (Quelle:
Passepartoutteam Solothurn, 2010)
Auftrag: Fasse für die anderen Gruppenmitglieder das Wesentliche dieser Methode
stichwortartig zusammen.
Bruno Blunschi, Markéta Dbaly Schenke, Andrea Meshesha, Sandra Wick
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