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Die COPD – Was ist das und wie wird sie behandelt?

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Die COPD – Was ist das und
wie wird sie behandelt?
Ein Überblick
für Patienten
Was ist COPD?
„ COPD“ ist eine Abkürzung für den englischen Begriff
„Chronic Obstructive Pulmonary Disease“, der die
wesentlichen Eigenschaften der Erkrankung beschreibt.
Chronic = chronisch, d. h. die Krankheit
geht nicht mehr weg
Obstructive = verengend, d. h. der
Atemstrom wird zunehmend eingeschränkt
Pulmonary = die Lunge betreffend
Disease = Krankheit
COPD bedeutet also „Chronisch obstruktive
Lungenerkrankung“.
Die COPD ist weltweit
eine der häufigsten
Erkrankungen: Schätzungsweise
65 Millionen Menschen leiden an
moderater oder schwerer COPD,
allein in Deutschland sind
6 Millionen betroffen.
Die typischen Symptome sind
Husten, Auswurf und Atemnot.
Diese verschlimmern sich im Verlauf
der Erkrankung, gleichzeitig nimmt
die Lungenfunktion ab.
Auch wenn die COPD
nicht heilbar ist, so können doch
moderne Behandlungsmethoden den
Verlauf der Erkrankung verlangsamen
und die Lebensqualität des Patienten
erheblich verbessern. Neben einer
Therapie mit Medikamenten gibt es viele
weitere Ansätze, mit denen Patienten
etwas für ihre Gesundheit tun können.
Der wichtigste
Schritt ist: Aufhören
zu rauchen!
Rauchen ist die Hauptursache
der COPD
Grundsätzlich liegt die Ursache der COPD in einer
über Jahre andauernden Belastung der Lunge mit
Schadstoffen oder Feinstaub. Bei etwa 90 % aller
COPD-Patienten geschieht dies durch das Rauchen.
Die ständige Belastung der Lunge mit schädlichen
Substanzen führt zu einer chronischen Entzündung,
die das Lungengewebe auf Dauer schädigt.
Dadurch werden die Luftwege verengt und die
Schleimproduktion in der Lunge erhöht.
Dies führt zu den typischen Symptomen Atemnot
und Husten mit Auswurf.
Je länger und je mehr jemand raucht, desto größer
ist auch das Risiko, an COPD zu erkranken.
Aus diesem Grund ist
der erste und wichtigste
Schritt für COPDPatienten, das Rauchen
aufzugeben. Dies ist die
Grundlage für eine erfolgreiche Behandlung und ohne
diesen Schritt sind alle
weiteren Maßnahmen
weniger erfolgversprechend.
Da das Rauchen eine Sucht ist, ist die
Entwöhnung trotz des Leidensdrucks durch die
Symptome der COPD schwierig. Die meisten Raucher
wollen oder wollten auch schon einmal erfolglos das
Rauchen aufgeben. Machen Sie sich bewusst,
dass jede Zigarette dazu beiträgt, die COPD zu
verschlimmern, und dass Sie ohne Zigaretten
besser, gesünder und auch länger leben können.
Es gibt viele Wege,
die helfen können, das Rauchen
aufzugeben. Lassen Sie sich von
Ihrem Arzt beraten.
Wie sieht die Behandlung aus?
Die Behandlung der COPD ruht auf
mehreren Säulen und wie bei den
meisten chronischen Erkrankungen
hängt der Erfolg stark von der
Mitarbeit und dem Engagement
des Patienten ab.
Medikamentöse Therapie
Arzneimittel, die
typischerweise
bei COPD verschrieben
werden, sollen
• die Atmung erleichtern, indem sie die
Bronchien erweitern (kurzwirksame bei Bedarf,
langwirksame als tägliche Dauertherapie)
• das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen,
indem sie die Entzündung bekämpfen.
Diese Arzneimittel werden je nach dem Stadium
der Erkrankung verschrieben.
Körperliches Training
Dies soll die Belastbarkeit verbessern und verhindern,
dass ein Teufelskreis aus Leistungsabfall und daraus
resultierender Schonung, die wiederum zu einem
Leistungsabfall führt, entsteht. Körperliches Training
kann viel zu einem besseren Gesundheitszustand von
COPD-Patienten beitragen. Sehr zu empfehlen sind
Lungensportgruppen unter fachkundiger Anleitung.
Unter www.lungensport.org können Sie sich darüber
informieren und ein entsprechendes Angebot in Ihrer
Nähe suchen.
Atemtechniken
Einfache Techniken, atemerleichternde Körperstellungen
oder Atemgymnastik können helfen, den Alltag besser
zu bewältigen.
Weitere empfehlenswerte Maßnahmen
Eine Reha-Maßnahme in einer Klinik kann bei den
meisten COPD-Patienten den Verlauf der Erkrankung
deutlich verbessern. Wichtig ist auch eine gesunde
Ernährung und die Vermeidung von Atemwegsinfekten
z. B. durch eine Grippeschutzimpfung.
Entwickeln Sie gemeinsam mit
Ihrem Arzt einen Behandlungsplan.
Besser durch den Tag
Viele COPD-Patienten werden nicht nur tagsüber, wenn
sie aktiv sind, sondern auch in der Nacht und am Morgen
von Symptomen wie Husten oder Atemnot geplagt.
Nächtliche Symptome beeinträchtigen den Schlaf
und verringern so seine Erholungswirkung,
was sich auf den ganzen folgenden Tag
auswirken kann. Morgensymptome machen
es schwer, in Gang zu kommen und die
typische Morgenroutine wie Duschen,
Zähneputzen, Anziehen etc. zu verrichten.
Eine Dosis für
den Tag.
Eine Dosis für
die Nacht.
Für Patienten mit
solchen Problemen
kann es daher von
Vorteil sein, einen
langwirksamen
Bronchienerweiterer zu
benutzen, der
zweimal täglich
gegeben wird.
Der GENUAIR-Inhalator
Dieser Inhalator informiert Sie,
ob Sie Ihr Medikament richtig anwenden:
• Ein Klickgeräusch ertönt,
wenn Sie korrekt inhaliert haben.
• Das Kontrollfenster wechselt nach einer
erfolgreichen Inhalation von grün zu rot.
Versehentliche Fehldosierungen (Überdosierung,
Inhalation bei aufgebrauchtem Wirkstoff) sind durch
Sicherheitsvorrichtungen ausgeschlossen.
Grüne
Dosiertaste
Dosisanzeige
Farbiges Kontrollfenster
Schutzkappe
Mundstück
So wird er angewendet
Der Genuair-Inhalator wird vorbefüllt
und gebrauchsfertig geliefert.
Die Inhalation ist ein einfacher
Vorgang in zwei Schritten:
Den grünen Auslöser drücken und loslassen.
Stark und tief über das Mundstück inhalieren,
solange es angenehm geht. Die Inhalation
NICHT beim Klickgeräusch stoppen.
Grün & los
TE
2
SC
Inhalator aktivieren
IT
EINF
HE
AC
HR
Inhalator einsatzbereit
Stark und tief
inhalieren
Rot & fertig
Click
Inhalation erfolgreich abgeschlossen
Falls Sie noch Fragen zur Anwendung
des Genuair-Inhalators haben,
kann Ihr Arzt Ihnen weiterhelfen.
Praxisstempel
20198598
Mit freundlicher Empfehlung
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Gesundheitswesen
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