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Keiner kocht wie Thomas Martin - Archiv

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HAMBURG
22
Freitag, 30. November 2001
Telefon: 34 72 28 01 Fax: 34 72 33 45
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Keiner kocht wie
Thomas Martin
NAMEN
Lesung
Heidi Kabel (86), Schauspielerin, liest am Sonnabend um
18 Uhr in der Petrikirche
Weihnachts- und Adventsgeschichten. Der Hamburger
Bachchor St. Petri singt begleitend Partien aus Händels
„Messias“ und Choräle aus
Bachs Weihnachtsoratorium.
Der Eintritt ist frei. (dpa)
Der
Restaurantführer
GaultMillau ehrt
den Küchenchef
vom „Jacobs“.
AUSZEICHNUNG
Herzenswünsche
Ludwig Görtz (67), Inhaber
des gleichnamigen Schuhunternehmens, wird heute im
Altonaer Kinderkrankenhaus
das erste HerzenswünscheZimmer einweihen. Der Verein Herzenswünsche e.V. hat
dieses Zimmer für kleine,
schwer kranke Patienten , die
längere Zeit im Krankenhaus
verbringen müssen, und deren Familien etabliert. Der
Umbau wird von der Christiane-Herzog-Stiftung und aus
einer 500 000 Mark-Spende
der Firma Görtz finanziert. (kl)
Mit 14 Jahren stand er in der Küche des elterlichen Restaurants
in Mannheim und panierte Kabeljau „und zwar so, dass keine dicken Mehlklumpen an den Fingern klebten“. Später lernte er im
Anglo-German Club und bei
Eckart Witzigmann, mit 24 Jahren bestand er die Küchenmeisterprüfung mit Auszeichnung.
Heute ist Thomas Martin 35
Jahre alt, seit 1997 Küchenchef
in „Jacobs Restaurant“ im Hotel
Louis C. Jacob an der Elbchaussee und Chef von 30 Köchen. Den
ersten Michelin-Stern hat er dort
vor zwei Jahren erkocht. Gestern
Abend zeichnete ihn der Restaurantführer GaultMillau mit 18
von 20 Punkten und dem Titel
„Koch des Jahres 2002“ aus. 18
Punkte für Qualität, Kreativität
und Perfektion hatten in Ham-
Liederabend
Karl-Heinz Wellerdiek (42),
Hamburger Entertainer und
Tenor, hat ein neues Soloprogramm. Im Repertoire: Gedichte, Lieder und Geschichten von Heinz Erhardt, Eugen
Roth, Erich Kästner, Wilhelm
Busch und Joachim Ringelnatz. Vorstellungen sind am
4., 5., und 7. Dezember jeweils um 19.30 Uhr im Reinbeker Schloss. Karten gibt es
unter Tel.: 7273 69 20. (kl)
te so zu verfeinern, dass sie den
authentischen Geschmack noch
raffinierter, konzentrierter und
aromatischer
rüberbringen“,
sagt Thomas Martin. Trendkoch
nach der Devise „zurück zum
Einfachen“ will er aber nicht
sein. Ihm geht es um „Küche, in
der Kraft steckt“.
Gestern Abend wurde der
„Koch des Jahres“ gefeiert. Für
60 Fachjournalisten aus ganz
Deutschland schmorte er unter
anderem Leckeres wie Rinderschulter mit Pomerolsauce und
Wurzelgemüse.
(hjf)
REZEPT FÜR EINEN ENTENBRATEN
Zutaten: 1 junge Vierländer Ente, 1 Apfel,
1 Zwiebel, 1 Karotte,
1 Stangensellerie,
1 Rosmarinzweig,
3 Wacholderbeeren,
kalte Butterwürfel,
1 Glas Rotwein, 200
ml brauner Geflügelfond, Salz und Pfeffer.
Zubereitung: Ofen auf
200 Grad vorheizen.
Etwas Wasser auf ein
tiefes Backblech gießen, in die unterste
Ofenleiste schieben.
Ente kräftig innen und
außen würzen, auf einen Rost legen, 50
Min. braten. Das Blech
mit Wasser gegen ein
trockenes tauschen,
Ofen auf 220 Grad
bringen, Ente 15 Minuten fertig braten. Für
die Sauce Entenhals
und Flügel zerkleinern,
mit Öl anbraten. Je 2
EL gewürfelten Apfel,
Sellerie und Möhre zugeben, bei reduzierter
Hitze weiterbräunen.
Fett abgießen, 3 Wacholderbeeren, Rosmarin, Wein zugeben, mit
Geflügelfond auffüllen.
20 Min. köcheln lassen, passieren und mit
kalter Butter binden.
Festakt zum
PhilipsJubiläum
75 Auszubildende von Philips
standen auf der Senatstreppe
im Rathaus Spalier. Sie empfingen die rund 600 Gäste aus
Wirtschaft, Politik und Kultur,
die zum Festakt „75 Jahre Philips in Deutschland“ kamen.
Walter Conrads, Sprecher der
Geschäftsführung der Philips
GmbH, der Erste Bürgermeister Ole von Beust und PhilipsPräsident Gerard Kleisterlee
hielten Ansprachen im „Großen Festsaal“. Unter den Gästen: Gerhard Rötters (DaimlerChrysler AG Hamburg),
Ärztekammer-Präsident
Frank Ulrich Montgomery,
Professor Wilhelm Hornbostel
(Museum für Kunst und Gewerbe) und Bürgerschaftspräsidentin Dorothee Stapelfeldt.
Nach dem Festakt gab es, vom
Senat spendiert, Sekt und
Häppchen.
(kl)
Die malende Gräfin: Gefühle auf Leinwand
Eröffnet
Conrad C. Meissler (34) und
Andreas C. Walther (28),
Chefs der Immobilienfirma
Meissler und Co. eröffneten
gestern bei einem Empfang
mit 200 Gästen ihr neues Büro am Nienstedtener Marktplatz. Unter den Gästen: Polo-Star und Herrenausstatter
Christopher Kirsch und Hotelier Gregor Gerlach. (kl)
burg bisher nur das „Le Canard“
und das „Landhaus Scherrer“.
Eine hohe Ehre für einen Küchenstil, den manche unterschätzen: keine gewagten Design-Konstruktionen auf dem Teller, die
eher fürs Auge und kaum für den
Gaumen gekocht wurden. Stattdessen: geschmorte Rinderschulter („schön lange im Ofen lassen
bei 120 Grad“), Vierländer Ente,
Jakobsmuscheln, Bouillabaisse.
Klingt rustikal, ist schnörkellos
und schmeckt göttlich (ein VierGänge-Menü kostet 140 Mark).
„Die Kunst ist es, solche Rezep-
Ole von Beust, Walter Conrads und Gerard Kleisterlee
(v. l.).
FOTO: KLAUS BODIG
Der Gourmet-Lachs kommt aus Irland, die Saucen sind Betriebsgeheimnis. Und Thomas Martin in der Küche von „Jacobs Restaurant“ ist seit gestern Deutschlands „Koch des Jahres“. FOTO: M. ZAPF
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Nr. 280
Seite 22
Aus dem sonnigen Florenz ist die
Künstlerin Anna Gräfin von Kanitz für ein paar Tage ins nasskalte Hamburg gekommen. Hier,
in ihrer Heimatstadt, präsentiert
die 31-Jährige ihre Gemälde
erstmals der hanseatischen Öffentlichkeit. Rund 250 Gäste kamen gestern Abend zur Vernissage ins Alte Herrenhaus von
Freiherr und Freifrau Christoph
von Jenisch in Klein Flottbek.
Unter den Gästen reichlich Prominenz und Adel. Constantin Baron Fürstenberg und Baronin
2
Die Künstlerin
Anna Gräfin
von Kanitz.
Der Kunst verbunden: Christoph Baron Jenisch.
FOTOS: WALLOCHA
Bernadette, Maximilian Graf Königsegg und Gräfin Nessrin − sie
alle waren von der ausdrucksstarken Malerei der Künstlerin
begeistert. „Ihre Bilder sind ein
Traum“, sagt Veranstalter Ernst
Schwarz
E-Blau
E-Rot
E-gelb
Breuel. „Sie haben so etwas
Sinnliches, Gefühlvolles.“
Anna Kanitz stammt wie die
meisten ihrer Gäste ebenfalls
aus adligem Hause. Geboren
wurde sie in Hamburg. Nach
dem Abitur begann sie ihr
Kunststudium an der Acade´mie
Julian und der Beaux Arts in Paris. Seit 1993 lebt und arbeitet
sie in Florenz. Nach einer vierjährigen Ausbildung bei Charles
H. Cecil folgten erste Ausstellungen in Indien, Afrika, London,
New York und München.
Die rund 90 Exponate − Landschaftsmalereien und Porträts −
sind noch bis zum 3. Dezember
täglich von 10 bis 18 Uhr im Alten Herrenhaus, Baron-VoghtStraße 63 zu sehen.
(hphk)
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