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Kraft im Organ wie ein Orkan - Die SchoWo

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Rems-Murr RUNDSCHAU
Nummer 162 – RMR2
Montag, 16. Juli 2012
C3
Kraft im Organ wie ein Orkan
Reden und streiten
übers Wetter
Deine Klasse hat Süßigkeiten gewonnen. Einige deiner Mitschüler
naschen sparsam davon, andere
hauen sich den Bauch voll. Das
Einzige, was in so einem Fall hilft,
sind Absprachen: Alle müssen gemeinsam vereinbaren, wer wie viel
essen darf. Ein ähnliches Problem
haben Politiker aus vielen Ländern:
Sie müssen Absprachen treffen,
bei denen es um das Klima geht.
Sie müssen festlegen, wie viel Kohlendioxid einzelne Länder in die
Luft pusten dürfen. Denn das Gas
Kohlendioxid trägt zum Klimawandel bei. Der führt dazu, dass die
Temperaturen auf der Erde steigen
und das Wetter verrücktspielt. Da
ist es wie bei den Süßigkeiten: Es
hilft nichts, wenn nur einige Länder
weniger Kohlendioxid ausstoßen,
andere aber Unmengen in die Luft
pusten. Die Länder müssen Absprachen treffen. Unter anderem
deswegen treffen sich die Politiker
regelmäßig auf großen Klima-Konferenzen. Zum Beispiel im Dezember in dem Land Katar auf der Arabischen Halbinsel. Viele Leute und
Meinungen unter einen Hut zu bekommen, ist super kompliziert. Deswegen treffen sich kleinere Gruppen schon immer mal vorher, zum
Beispiel ab Montag in Berlin.
Was sich über die „Talente ans Mikrofon“-Gewinnerin Manuela Hering sagen lässt – und über den sehr guten Rest auch
Schorndorf (no).
Den lieben Kinderlein im Hort all Tag
vorsingen reicht da nicht. Damit bekommt man keine Stimme, wie sie sie
Manuela Hering aus Zell unterm Aichelberg bei „Right to be wrong“ von Joss
Stone ausführt – und nicht einfach spazierenführt. Platz eins bei „Talente
ans Mikrofon“. Und es war wieder ein
Jahrgang, der nicht sang- und klanglos untergehen wird.
24 Jahre alt ist sie. Sie ist für die ganz Kleinen in Kindertagesstätte zuständig. Dort
werden die Grundlagen gelegt.
Bei ihr muss schon der liebe Gott
etwas in die Wiege gelegt haben,
was der Mensch nunmal hat oder
nicht: eine Stimme, eine Kraft im
Organ wie ein Orkan. Sie ist die
geborene Rock-Shouterin. Freilich kommt wenig von nichts. Sie
hat ihre eigene Band, will mehr
und mehr eigene Lieder schreiben. Als ihr Name für die Nummer 1 fällt, schüttelt sie Haupt
und Mähne wie ein Headbanger.
Viel Zeit für Fragen bleibt freilich nicht, sie
hatte anschließend noch einen Auftritt.
Die Jury war sich selten so einig, die
Richtige gefunden zu haben. Hans Derer,
selbst selten leise, spricht von einer „Jahrhundertstimme“. Jasmin Stocker, neues
Jury-Mitglied, weiß wohl am besten, wovon
man sprechen muss. Fünfmal hat die Remshaldenerin bei TaM teilgenommen, zweimal
war sie Zweite, einmal hat sie gewonnen.
Sie studierte Jazzgesang und schafft sich
jetzt an der Popakademie in Mannheim das
Singer-Sein und Songwriting drauf, hat
ebenfalls ihr eigenes Projekt am Laufen. Sie
sagt: „Das ist eine Wahnsinns-Stimme. Sie
hat den Song super interpretiert. Die Stimme hört sich schwarz an. Und dann ist sie
noch ein sympathisches Mädchen.“
Und so kann Jürgen Dobler, der Veranstalter, nicht ohne Grund das große Wort
führen: „Wir müssen uns vor keiner Fernseh-Castingshow verstecken. Das ist der
Hammer.“ Damit meinte er das Niveau der
letzten 15, die jetzt auf der SchoWo-Bühne
vor sehr vielen Leuten performten.
Die Jury wirkt ja im Vergleich zu DSDS
wie kastriert. Über die Kandidaten dringt
nach außen kein Wort. Gut, dass es da Moderator Sebastian Seelow gibt, der eben
nicht mäßigt (moderiert), sondern Senf zur
Stimme gibt. Zur Ankündiging von Nadja
Freudenreich aus Rudersberg, allemal verdientermaßen auf Platz 4, ließ er sich Silberpuscheln geben und übte mit der Cheerleaderin einen Wackeltanzschritt ein.
„Born this way“, heißt die Nummer von
Lady Gaga. Seelow taugt zum Duett-Partner – als Mister Gaga. Das Duo
Fumbles Erben mit Max Baumann, Schwaikheim, und Olaf
Bohn, Stuttgart, ist zum Flachlegen schräg. Seelow fragt auf
offener Bühne: „Ist der schon
immer so, oder war das ein Zeckenstich?“ Bohlen sucht ganz
aktuell einen neuen Scharfrichter neben dem Kuschelbär Thomas Gottschalk. Seelow hat sich
empfohlen.
Julie Weber aus Haubersbronn, geboren in Manila, dort als Berufssängerin tätig gewesen, war nur einen Wimpernschlag mit dem Stimmband hinten
dran – Platz 2. Fumbles Erben gehören in
jede Freak-Show. Wenn Orginalität ein
spezielles Kriterium wäre, stünden sie vorne – Platz 3. Die Waldorfschülerin Nadja
Freudenreich könnte ihren Namen auch wie
einst Rumpelstilzchen tanzen, gehört ins
Rampenlicht, nicht ans Lagerfeuer – Platz
4. Und über Platz 5 soll an dieser Stelle der
Talente-Schöpfer und nicht nur -Ausbeuter
Hans Derer sprechen: Jeremy Riley aus
Heilbronn, Kind eines US-Soldaten, „eine
echte Rampensau“. Er und Manuela Hering
kommen auf Derers Zounds-Sampler.
Die Rock-Röhre: Manuela Hering. Mit einem Joss-Stone-Titel auf Platz 1.
Bild: Habermann
Gutes Omen: Heirat der Oma hält
Genial gut vorgestellt hat sich Anika
Frank aus Rudersberg. Eine Freundin habe
sie auf dem Schulhof entdeckt, sprach die
13-Jährige. Aufführungspraxis hat sie auch
@Bilder auf zvw.de/schowo
schon. Die Oma habe sie bei ihrer Hochzeit singen lassen. Frage des Moderators
Sebastian Seelow, ob die Verbindung
noch hält? Dem sei so.
Gitarrenstilist von höchster Qualität
Südstaaten-Rock in der ausverkauften Salierhalle mit Gov’t Mule, dem Gitarristen der Allman Brothers-Band
Winterbach (mir).
Gov’t Mule, eine Band, deren Namen viele
nicht mal kennen geschweige denn aussprechen können, füllt mit 1500 Leuten die Salierhalle - ein Phänomen! Zum einen, weil
sich zeigt, wie wichtig das Internet auch bei
den Rockfans ist. Und schließlich, weil die
Winterbacher Rockinitiative längst europaweit Resonanz gefunden hat.
Die Salierhalle zugeparkt mit Autos aus
ganz Deutschland, ja Europa: Online sind
Karten nach Holland, Frankreich und England verkauft worden. Schließlich spielte
ihr Gründer Warren Hayes, laut Rolling
Stone auf Platz 23 der weltbesten Gitarristen, einst bei den Allman Brothers oder mit
Leuten wie Grateful Dead.
Sie kamen in erster Linie wegen Warren
Hayes, ein Gitarrenstilist von höchster
Qualität, ein Saiten-Star, der fast aus-
schließlich Gibson spielt und von der Firma
ein Extramodell gewidmet bekam.
Dass Hayes jammen kann, dass er gut und
gern zu- und mitspielt, dass er auf höchster
Ebene zu kommunizieren weiß, das hat er
oft genug bewiesen, nicht zuletzt in den
klassischen Jam-Bands Allman Brothers
und Grateful Dead, wo sich die Musiker in
langen Improvisationen ihre Ideen nur so
um die Köpfe knallen, ein Geben und Nehmen in seligen, kollektiven Kreativschüben.
In Winterbach indes spielen Gov’t Mule,
um es in der Fußballersprache zu sagen, nur
mit einer Spitze. Alles ist auf Hayes zugeschnitten, den Primus unter Statisten. Sicher, der junge Jorgen Carlsson, der mit
dem Daumen anschlägt, beherrscht seinen
Bass aus dem Effeff, Drummer Matt Abts
rackert routiniert, und Keyboarder Danny
Louis lässt seine Hammondorgel gelegent-
lich gegen die Gitarre ankreischen oder darf
auch mal funky spielen, so wie es der variable Gruppenstil gerade verlangt.
Aber mit Hayes’ Brillanz kann keiner von
ihnen mithalten. Der beleibte, behäbige
Saiten-Buddha, dem sich an sprachlichen
Äußerungen nur „Good to see ya!“ oder
„How do ya feel?“ entlocken lässt, spricht
umso beseelter mit den diversen Gibson. Oft
mit singender Lead im Stil von Duane Allman, oft mit Feedback-Flashs oder in WahWah-Diktion wie im Bob-Marley-Cover
„Lively Up Yourself“, das auch ohne Gesang als solches zu erkennen ist, oft mit vertrackten Riffs über ungerade Takte, zu denen die Band hochkomplexe Begleitbeats
zu liefern weiß. Eine kompetente Band, keine Frage, die sich freilich auf die bescheidene Begleiterrolle beschränkt und somit unter ihren Möglichkeiten bleibt.
Hayes Solos prägen in „Inside Outside
Woman“ vom letzten Studioalbum „By a
Thread“ mit überraschenden Wendungen
den Sound derart, dass selbst ein Spielfehler von Louis fast unbemerkt bleibt. Und
die Slow-Blues-Ballade „I’ll Be The One“
wirkt statisch in diesem endlosen HayesSolo, das gelegentlich Keyboard-Kaskaden
kontrastieren.
Dafür kommt Leben in die Salierhalle,
sobald Gov’t Mule wieder einen dieser vermeintlich so eingängigen, tatsächlich aber
rhythmisch vertrackten und höchst komplexen Hardrock-Riffs nicht spielt, sondern
zelebriert. Und wenn dabei Stücke von
Hendrix oder Deep Purple, wie im ersten
Set, fast zur Unkenntlichkeit auseinandergerifft werden. Das ist ganz große RockKlasse. Dann kann Gov’t Mule auch mit nur
einer echten Spitze richtig punkten.
Warren Hayes: Kopf, Stimme und begnadete Hand
bei Gov’t Mule.
Bild: Schneider
Ab Mo 16.07. – Sa 21.07.2012
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1 kg = 1.00
1 kg = 1.78
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Spanien, Italien,
gelb-weißfleischig,
Sorte: siehe Etikett,
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7 bis 22 Uhr für Sie geöffnet. Bitte beachten Sie die Aushänge am Markt.
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29. KW - RS/WN/LA - Druckfehler vorbehalten. Serviervorschläge. In vielen Märkten Mo – Sa von
Stück
1 kg = 7.38
26%
3.69
4.99
www.penny.de
17.–
17
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