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...wie ich KL unsicher machte - Birgit-haemmerling.de

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...wie ich KL unsicher machte
Singapur, den 23. Dezember 2004
Letztes Wochenende war ich in KL - besser auch bekannt unter der Bezeichnung "Kuala
Lumpur", die Hauptstadt Malaysias. Mit Wah und einigen ihrer Freude ging's Freitag Abend
mit dem Nachtzug los. Sehr entspannt: wir hatten jeder eine Schlafkoje - und da die
malaiischen Züge sowieso immer Verspätung haben (auch wir wurden diesbezüglich nicht
enttäuscht =) ), konnten wir auch ein bisschen ausschlafen.
Samstag Vormittag ging dann erst mal das Organisieren los: Es wurde ein Mietwagen
organisiert, dann ging es zum Frühstücken/Mittagessen (natürlich am anderen Ende der
Stadt - und KL ist seeehr langgestreckt) und anschließend die (Panik-) Suche einer
Unterkunft. Bis wir uns dann soweit frisch gemacht hatten und ein wenig ausgeruht waren,
zeigte die Uhr auch schon 15 Uhr. Unser kleiner Expeditionstrupp (die Gesamttruppe zählte
15 Leute: 11 aus Singapur, 4 aus KL) machte sich dann erst mal auf nach KLCC - Kuala
Lumpur City Center (nicht nur Singapurianer lieben Abkürzungen =) ). KLCC ist ein
neugestaltetes Fleckchen nicht wirklich in der Innenstadt, aber dafür eine Stadt für sich. Man
merkt aber, dass das Areal auf dem Reisbrett entstanden ist - alles sehr gradlinig und
geplant. Dort befinden sich übrigens auch die Twin Towers, nach dem 11.9.01 die höchsten
Türme der Welt (laut Werbespruch). Es gibt auch eine Skybridge, die die beiden Türme etwa
in der Mitte miteinander verbindet. Leider waren wir am Samstag zu spät dran, um noch
Eintrittskarten hierfür zu bekommen - aber Sonntag hatte es dann geklappt (wenn ich das
jetzt schon mal vorweg nehmen darf...).
Anschließend ging es nach Chinatown - so ein Gedränge, war ja unglaublich. Naja, die Stadt
war eigentlich überall recht gut bevölkert. Am Sonntag waren die meisten Gegenden dafür
ein bisschen wie ausgestorben - abgesehen von Chinatown =) Der besondere Reiz:
Straßenstände, fliegende Händler, Marktgeschrei - ich konnte dann nicht wiederstehen und
habe mir eine neue Armbanduhr zugelegt. Meine alte hing so in den Seilen... Eine GucciImitation, aber das war mir eigentlich Schnuppe... =) Natürlich war es dann auch wieder Zeit
für eine Mahlzeit. Die Singapurianer (und da stehen ihnen die Malaysier in nichts nach =) )
haben die Bezeichnung der Mahlzeiten perfektioniert: Alles vor dem Mittagessen nennt sich
Frühstück oder Brunch, je nach Gericht. Alles zwischen Mittagessen und Abendessen nennt
sich Supper, und das schließt auch komplette Essen ein. Nachmittags gibt es natürlich noch
eine Tea break mit kleinen Snacks. Und: Supper kann man mehr als einmal pro Nachmittag /
Abend haben - dafür gibt es dann kein Dinner am Abend. Also kurz zusammengefasst: Man
kann immer überall, zu jeder Zeit, alles essen - die Singapurianer finden schon einen Namen
und einen Grund dafür... =) BÖSE Ecke für mich... =)
Aber mal zurück zum Thema: Anschließend trafen wir uns mit den anderen und führen zum
"Firefly Park" etwas außerhalb von KL (ok. "etwas außerhalb" ist in etwa eine Entfernung wie
zwischen Kiel und Hamburg, da die Stadt so ausgebreitet ist =). Dieser Park befindet sich an
einem Fluss und ist wegen der vielen Glühwürmchen, die man dort antreffen kann, bekannt.
Am Flussufer wächst eine bestimmte Baumart (eine Mangroven-Art), die die Glühwürmchen
wohl besonders gern mögen. Man kann dann an einer kleinen Bootstour teilnehmen und sich
die Tierchen aus der Nähe ansehen. Obwohl wir erst recht spät dort waren (gegen 22 Uhr)
und somit die Haupt-Dinnerzeit der Tierchen längst vorbei war, war es doch recht
interessant. Dumm nur, dass ich während der Bootstour heftig gegen die drohende Müdigkeit
ankämpfen musste - wenn man so schön hin und her geschaukelt wird... =)
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Anschließend ging es dann (nochmals, war aber eigentlich zu erwarten) essen - wieder am
Ende der Walachei. Und auch dort gab es bestimmte Gerichte, die dieses Lokal mit Abstand
am besten zubereiten konnten. Das ist der Vorteil, wenn man mit Singapurianern unterwegs
ist: Man bekommt immer das beste Essen - jedoch muss man dafür ganz schöne Umwegen
in Kauf nehmen... =)
Den Sonntag morgen begannen wir erst mal mit dem Besuch der Twin Towers, in der
Hoffnung, noch ein paar Karten für die Skybridge zu ergattern. Nun ja, wir hatten Glück - wir
waren unter den letzten 50 Leuten, die noch Karten bekommen haben (und das eine halbe
Stunde nach Kassenöffnung). So eine lange Schlange habe ich noch nie gesehen! Naja, bis
ich zur Ausreisekontrolle von Johor Bahru (an der Grenze zu Singapur) gekommen bin... =)
Obwohl mit Höhenangst gepeinigt, habe ich mich auf die Skybridge getraut - und wurde
nicht enttäuscht! Ein Wahnsinnsblick auf die Stadt. Bei gutem Wetter soll man sogar den
Hafen von Singapur sehen können... Anschließend machten wir uns auf den Weg zum
"colonial core", um noch ein paar interessante alte Gebäude zu besichtigen. Dank des
Lonely Planet Reiseführers (dem Leseexemplar im Buchladen Kunikuya =) ) haben wir eine
tolle Route raussuchen können und haben einen Menge gesehen. Selbst Sheng Jau, seines
Zeichens Malaye und seit mind. 30 Jahren häufiger mal Gast in KL, hat viele neue Sachen
entdecken können =) Nachmittags ging's dann mit dem Reisebus zurück nach Singapur.
Naja, ein Viertel der gesamten Reisezeit haben wir, glaube ich, nur mit der Aus- und wieder
Einreise zugebracht - ganze 2 Stunden. Unfassbar!
Mein Fazit: Ich bin froh, wieder im (sicheren) Singapur zu sein - wo ich nicht ständig Angst
um mein Geld und meinen Reisepass zu machen brauche. KL ist im Vergleich lauter,
dreckiger, stinkender und heißer - ich hätte nie gedacht, dass ich mich mal über das Wetter
in Singapur freuen würde! Aber durch die Seeluft und den beinahe nachmittäglichen
Regenschauer ist das hier eigentlich ganz gut auszuhalten. Im Gegensatz zu KL: Die Stadt
liegt in einem Talkessel - und da steht die Luft! Die Sonne knallt unbarmherzig, es geht kein
Lüftchen und keine Wolke in Sicht. Furchtbar! So muss es wohl auch in Singapur während
der Sommerzeit sein... =)
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