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Campusatmosphäre, wie sie nur in England angetroffen werden kann

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Nordhäuser Allgemeine
TANO
Montag,.April
FH-M
W S
Andrea Seciu
In meiner Heimat Bukarest studiere ich zum einen Marketing,
welches ich in diesem Jahr mit
einer Bachelorarbeit abschließe, und Internationale Betriebswirtschaft im 3. Semester.
Durch mein großes Interesse
für Sprachen und Reisen stand
der Entschluss eines Auslandssemesters in Deutschland
schnell fest. Als Erasmus-Studentin bin ich 2013 an die Fachhochschule Nordhausen gekommen und habe hier mittlerweile um ein weiteres Semester
verlängert. Besonders die internationale Ausrichtung der FH
hat mich angesprochen.
Als ich hier ankam, war alles
fremd – besonders die deutsche
und englische Sprache. Heute
besuche ich deutsche und englische Vorlesungen, lege wie jeder
Student meine Prüfungen ab
und habe schnell Freunde, fast
schon Familie, gefunden.
Seit einiger Zeit arbeite ich als
Projektmitarbeiterin an der
Fachhochschule und gebe zusätzlich einmal die Woche ein
Tutorium auf Rumänisch. Meine Art, etwas zurückzugeben.
Gern möchte ich für meinen
Master zurück nach Nordhausen kommen. Einen besseren
Ort zum Studieren kann ich mir
nicht vorstellen.
T
5. bis 9. Mai – Die Fachhochschule Nordhausen auf der
Messe IFAT in München
Die FH ist am Gemeinschaftsstand „Forschung für die Zukunft“ in der Halle B2 bei der
IFAT, der Weltleitmesse für Umwelttechnologien, vertreten. Es
geht um die Pressbohrmethode.
Auf der Freifläche zwischen den
Hallen B1 und B2 wird der
pneumatische (Unterband)-Sacköffner ausgestellt
und betrieben.
14. Mai, 13.30 bis 15.30 Uhr –
Praktikums- und Ehrenamtsbörse an der Fachhochschule
Der Non-Profit-Bereich bietet
viele Beschäftigungsmöglichkeiten. Wer Public Management, Heilpädagogik, Sozialmanagement oder Gesundheitsund Sozialwesen studiert, will
genau in diesem Bereich arbeiten. Auf der Messe in der Sporthalle kann man sich bei verschiedenen Institutionen über
die Möglichkeiten eines Praktikums oder ehrenamtlichen Engagements informieren.
Prof. Gerd Mühlenbeck kehrte nach Besuchen im Ausland immer wieder gern nach Nordhausen zurück.
Fotos: Mary-Ellen Witzmann
Campusatmosphäre, wie sie nur in
England angetroffen werden kann
Die Internationale Projektwoche geht in die 16. Runde. Gastdozenten aus 15 Ländern nehmen teil
Von Mary-Ellen Witzmann
Nordhausen. Die Liste ist wieder lang in diesem Jahr, und dennoch gab es weit mehr Anfragen
internationaler Gastdozenten
als überhaupt aufgenommen
werden konnten. Gastdozenten
aus 15 Ländern werden vom 5.
bis 9. Mai in 30 unterschiedlichen Projekten den Vorlesungsbetrieb an der Fachhochschule
Nordhausen gestalten.
„Die Welt kommt nach Nordhausen“ heißt es unter Kennern
und das mittlerweile zum 16.
Mal. Fast unmöglich, die wichtigsten Stufen der Internationalen Projektwoche (IPW) von
den Anfängen bis heute nachzuzeichnen. Ein mittlerweile ausgezeichnetes Modell mit internationalem
Alleinstellungsmerkmal. Der Austausch mit
Gastdozenten und Mitstreitern
der ersten Stunde lässt erahnen,
was sich hier in den letzten 16
Jahren erfolgreich etabliert hat.
Prof. Dr.-Ing. Gerd Mühlenbeck ist Ingenieurwissenschaftler im Studiengang Umwelt und
Recyclingtechnik der Fachhochschule Nordhausen. Nur
zu gut kennt er die Geschichten
Studierender, welche bereits
nach kurzer Zeit in der Berufspraxis Auslandstermine mit
weitreichender Tragweite wahrnehmen müssen. Ebenso den
Fakt, wie einem mit ausgezeichnetem Studienabschluss dann
doch ganz schnell die „Düse“
geht, wenn es mehrsprachig auf
unbekanntem Terrain wird.
Im Ausland geht Angst vor
Fremdsprachen verloren
Auch er erinnert sich an eine
seine ersten Erfahrungen nach
abgeschlossenem Studium. Als
junger Absolvent des Maschinenbaus muss er für seinen
Arbeitgeber bereits nach wenigen Wochen in die Türkei. Es
ging um einen Auftrag zu Kaplanturbinen. „Da ging auch mir
die Düse“, denn damals wie heute hat man mit Schulenglisch als
Absolvent im Ausland meist wenig zu bieten. Durch Verständigung mit Händen und Füßen
und über den fachlichen Bezug
technischer Zeichnungen ge-
In der Projektwoche sind Studenten und Lehrende
von der Vielfalt der Angebote fasziniert.
lang es ihm schließlich, den Auftrag an Land zu ziehen.
Er kehrte voller Stolz und
Selbstvertrauen aus der Türkei
zurück. Im Jahr 2000 nahm er
erstmals als Gast an der internationalen Projektwoche teil.
„Wenn internationale Gäste
nach Nordhausen kommen, ist
das ein Gebot der Höflichkeit“,
dachte er damals. Nicht nur er
war nach dieser Woche fasziniert von der Vielfalt des Angebotes und des internationalen
Austausches auf Seiten der Studenten und Lehrenden. Was er
anfangs nur als „tolle Idee“ gesehen hatte, um andere Sprachen
und Kulturen kennenzulernen,
entpuppte sich letztlich als große Plattform, Studenten weiterzuentwickeln und mittlerweile
auch weiterzuvermitteln.
„Man verliert die Angst“,
wenn man kein „native speaker“
ist und hat als Student vielfache
Möglichkeiten, seine Softskills
zu verbessern – ganz ohne Geld.
Auch den Gastlehrenden wird
seitens der Hochschule einiges
an Programmpunkten geboten.
Der Erfolg dieser Idee, die feder-
führend durch Thomas Hoffmann, Referat für Internationales an der Fachhochschule
Nordhausen, ins Leben gerufen
und vorangetrieben wurde, hat
sich mittlerweile als Vorzeigemodell etabliert und wurde vielfach übernommen.
Dennoch stößt man im Ausland nicht selten auf die Worte
„Have you ever been in Nordhausen?“ „Warst du überhaupt
schon mal in Nordhausen?“
Denn genau hier liegt der
Grundstein eines außergewöhnlichen Konzeptes, bei welchem
mittlerweile mehr Gastlehrende
zur Teilnahme in Nordhausen
anfragen als überhaupt aufgenommen werden können. Seit
Januar 2014 ist Prof. Dr.-Ing.
Gerd Mühlenbeck in Altersteilzeit. Auch er hat im Ausland
Hochschulen besucht und ist
doch immer wieder gern nach
Nordhausen
zurückgekehrt.
„Diese Campusatmosphäre wie
sie in England angetroffen werden kann, ist einfach außergewöhnlich.“ Somit wird die Internationale Projektwoche auch in
Zukunft ein fester Termin in seinem Kalender bleiben.
Wechsel von Wissenschaft und Praxis als Erlebnis
Sich über Sprache und Kultur bei einem Auslandssemester austauschen, ganz ohne verreisen zu müssen
Von Mary-Ellen Witzmann
Belfast. Was ist schon ein gut
qualifizier Akademiker ohne die
Fähigkeit, sein Wissen treffend
in der Praxis anzuwenden? Michael Daly, „Training consultant“ und „Master of Social care“ kann als „freelancer“ ein
Lied davon singen. Er geht in
Organisationen, trainiert Personal, häufig studierte und sehr
ehrgeizige junge Menschen. Seine Herausforderung ist das Herstellen von Verknüpfungen zwischen Wissenschaft und Praxis.
Akademiker sind meist informierter, Praktiker zumeist erfahrener. Beide Bereiche gewinn-
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Werthen, den 28.04.2014
Es gratulieren und wünschen
alles Liebe und Gute
die Neustädter
gerecht werden. Die Arbeitswelt
ist da viel komplexer.
Aber die Studenten lernen so
viel mehr in dieser Woche. Neben Sprache und Kultur erleben
sie das Gefühl eines kurzen Auslandssemesters, ganz ohne zu
verreisen. Den abschließenden
Höhepunkt bildet die Präsentation der Ergebnisse durch Studierende am Ende der Woche –
auf Englisch versteht sich.
Nicht nur Michel Daly blickt
dann Stolz auf die gemeinsame
Zeit mit den Studenten zurück,
denn auch für die Lehrenden ist
das Modellprojekt ein kulturelles Ereignis mit einer Mischung
aus Arbeit und Entspannung.
Michael Daly trainiert Personal und sieht die Verknüpfung
zur Praxis als besondere Herausforderung.
Grazyna O´Sullivan hat die Idee der Projektwoche auch in ihre Heimat nach Polen getragen
Von Mary-Ellen Witzmann
Nordhausen. Grazyna O´Sullivan kommt nicht zum ersten
Mal nach Nordhausen. Dennoch ist für sie, Professorin an
der polnischen Siedlce University of Natural Sciences and Humanities, die Teilnahme an der
IPW in Nordhausen immer wieder aufs Neue ein Höhepunkt.
Corporate Governance ist ihr
diesjähriger Projektbereich. Modelle, Prinzipien und moderne
Businesstrends wird sie mit Studenten diskutieren. Der besondere Reiz liegt darin, dass in den
jeweiligen Projektgruppen Studierende unterschiedlicher Studienrichtungen zusammenkommen und somit immer vielfältige
Ansichten aufeinanderprallen.
„Ich schätze sehr die offene
Art der Teilnehmer, besonders
Aneignung von
internationaler
Kompetenz
Projektwoche in jedem
Sommersemester
Nordhausen. Jedes Jahr im Sommersemester findet an der Fachhochschule die Internationale
Projektwoche (IPW) statt. Die
IPW ist wesentlicher Stützpfeiler
von „Internationalisation at
Home“ an der FH. Alle Studenten – gerade diejenigen, die nicht
an Mobilitätsmaßnahmen teilnehmen – erhalten auf diese Weise Gelegenheit, sich internationale Kompetenz anzueignen.
Organisiert wird diese besondere
Woche vom IPW-Team, das aus
Mitarbeitern und Studenten besteht. In diesem Jahr zählen hierzu: Elisa Klement, Maren Kobusch, Thomas Schweikard, Katrin Ronneburger, Matthias Haenecke und Thomas Hoffmann.
Nordhäuser Allgemeine
IPW ist internationales Modellbeispiel
N 28T 1701M
Zu Ihrem heutigen, runden Geburtstagsfeste
wünschen wir Ihnen das Allerbeste.
Gesundheit, Glück und Wohlergehen
sollen Ihnen zur Seite stehen.
bringend zu verknüpfen, ist
auch sein Ziel bei der diesjährigen Internationalen Projektwoche in Nordhausen.
Gemeinsam mit den Studierenden möchte er den Blick von
der Theorie in die Welt der Praxis richten und hinterfragen,
„Sieh dir die Theorie an, wie realistisch ist diese in der Praxis anzuwenden?“. Denn er weiß nur
zu gut, wenn es Schwierigkeiten
gibt, hilft meist keine Theorie, da
braucht man Praxiserfahrung.
Wie sonst kann man in der sozialen Arbeit strategische Managementpläne entwickeln? Ein
Modell aus der Wissenschaft
kann in keinem Fall allen Seiten
Thomas Hoffmann
kam 1998 aus Frankreich nach
Nordhausen und gehört damit
zur Gründergeneration der
Fachhochschule Nordhausen.
Zehn Jahre hat der gebürtige
Hamburger zuvor an der Côte
d’Azur gelebt und war dort Leiter der internationalen Abteilung einer privaten Wirtschaftshochschule.
Heute ist er Referent für Internationales und koordiniert die
Umsetzung der Internationalen
Strategie, die Organisation von
Mobilitätsmaßnahmen und
Pflege der über 70 internationalen Hochschulkooperationsabkommen. Jährlich bewegt er
mehr als 100 Studierende, Lehrende und andere Mitarbeiter
der FH durch Europa und die
Welt, damit diese Gastdozenturen, Auslandssemester oder
-praktika wahrnehmen können.
Mit dem Aufbau der Internationalen Projektwoche hat er
Nordhausen weit über die
Grenzen Deutschlands hinaus
bekannt gemacht. Seine Idee
hat inzwischen zahlreiche
Nachahmer europaweit gefunden und wurde ausgezeichnet.
Seit 2009 ist er vom Deutschen
Akademischen Austauschdienst (DAAD) jährlich zum
„Erasmus-Experten“ ernannt
worden und gehört damit
einem Beratergremium zur
Weiterentwicklung der europäischen Bildungsprogramme
an. Seine größte Herausforderung ist derzeit die Überführung der internationalen Programme der FH Nordhausen in
die neue Programmgeneration
Erasmus.
bei kritischen Diskursen.“ Dieser fakultätsübergreifende Projektplan bringt somit nicht nur
Studenten zusammen, die sich
im Alltag weniger begegnen,
sondern verknüpft auch unterschiedlichstes Fachwissen.
Die Internationale Projektwoche vom 5. bis 9. Mai ist ein gelungenes Beispiel für „Fächerübergreifende Internationalisation“. Ein kreativer Prozess, bei
dem Studenten sowie Lehrende
experimentell Erfahrungen sammeln, sprachlich sowie kulturell. Einzigartig ist auch das jährlich wechselnde Programm für
die Lehrenden. Es ist somit für
alle Seiten ein „Sprung in die
Kommunikation“ und eröffnet
neue Interessengebiete. Überzeugt von dem Modell hat Grazyna O`Sullivan die Idee vor Jahren mit in ihre Heimat getragen.
Verantwortlicher Redaktionsleiter:
Thomas Müller
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