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Black Paintings Georg Trakl - Musisches Gymnasium Salzburg

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»Ins Schwarze geflüstert« Bild_Zitate zu Georg Trakl.
Ein gemeinsames Projekt der Fächer Bildende Kunst & Literatur. Maturaklassen 8ei Jg. 2013|14
Black Paintings
»Die Farbe Schwarz war den Abstrakten Expressionisten heilig, sie war ihr Lapislazuli.«
David Sylvester
Black Paintings ist die Bezeichnung für eine Serie von monochromen Bildern in Schwarz.
Das erste monochrome Bild in schwarz stammt von dem russischen Maler Kasimir Malewitsch:
Schwarzes Quadrat auf weißem Grund (1915).
Ende der 1940er Jahre begannen amerikanische Künstler wie Willem de Kooning, Franz Kline, Mark
Rothko, Robert Motherwell, Robert Rauschenberg, Frank Stella und Ad Reinhardt, sich intensiv mit
der Farbe Schwarz zu beschäftigen.
Die schwarzen Gemälde entstanden vor dem Hintergrund einer Aufbruchstimmung im New York der
Nachkriegszeit, die neben der Kunst auch Musik, Theater und Literatur erfasste und zu einem neuen
Selbstverständnis und einer grundsätzlichen Neupositionierung der amerikanischen Kunst führte.
Im Fach Bildende Kunst haben sich die SchülerInnen mit abstrakten Malprozessen
auseinandergesetzt und selbst versucht nach dem Vorbild der Black Paintings das „Schwarz“ zu
malen. Dabei ging es um das Experimentieren mit Farbauftrag, Transparenz, Verdichtung,
Überlagerung, Struktur, Pinselduktus, Gestik, Bewegung , Dynamik oder Harmonie. In einem
weiteren Schritt malten zwei SchülerInnen gemeinsam gleichzeitig oder nachaneinander an ein und
demselben Bild. Neben Schwarz durften auch andere Farben verwendet werden - der Malprozess
selbst sollte ein Wechselspiel zwischen Aktion und Reaktion sein.
Georg Trakl
»Doch immer ist das Eigne schwarz und nah.«
(Georg Trakl, Ein Herbstabend)
Die Gedichte Georg Trakls sind für ihre Farbsymbolik bekannt. Immer wieder finden sich neben der
Farbe Schwarz darin die Farben Blau, Weiß und Gold. – Ganz ähnlich, wie sich gelegentlich in die
Black Paintings Spuren anderer Farben mischen. Im Literaturunterricht ließen wir uns von den Black
Paintings, die die SchülerInnen der Parallelklasse gemalt hatten, inspirieren und kombinierten Zitate
aus Gedichten von Georg Trakl dazu.
Erst dann entstand die Idee einer Ausstellung dieser Bild_Zitate, denen nun im Schauspielhaus Raum
gegeben wird. Besonders wichtig war uns die stimmige Verschmelzung von Bild und Wort. Mit der
angewandten Technik, die ausgeschnittenen Buchstaben zu Wörtern und diese zu Versen
»Ins Schwarze geflüstert« Bild_Zitate zu Georg Trakl.
Ein gemeinsames Projekt der Fächer Bildende Kunst & Literatur. Maturaklassen 8ei Jg. 2013|14
zusammenzubauen und direkt ins Bild zu setzen, gelang außerdem ein interessantes Spiel von Licht
und (Wort-) Schatten, das sehr gut zu den Versen von Georg Trakl passt. Diese erscheinen nun
gleichsam „ins Schwarze geflüstert“.
Elisabeth Minimayr-Pritz (Bildende Kunst) und Daniela Marinello (Literatur)
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Kunst und Fotos
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