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HipHop wie ein Blues in Moll Zauber lehrlinge - Archiv

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Hits der Fab Four
72 (epic) − Pop
X
op JJ
zwischen Himmel
und Hölle
Lover’s Rock
Y
op Sade
(epic) − Musik für
die Liebe
Hutton EveryZ
op Tim
thing (PIAS) −
irgendwo zwischen
Portishead und
modernem Folk
Tigre Le Tigre
½
op Le
(Edel) − weiblicher
Elektro-Punk
Ensemble
|
op Art
of Chicago Les
Stances a Sophie
(Indigo) − nach 30
Jahren endlich auf
dem deutschen
Jazz-Markt
presents
Æ
op Muggs
Soul Assassins II
(Virgin) − HipHop
mit Rapper-StarAufgebot
Houston
Ú
op Whitney
The Greatest Hits
(BMG) − und alle
singen mit der Diva!
„Abrakadabra“, flüsterte
das Kind, und wieder
passierte absolut gar
nichts. „Verflixt noch
eins“, dachte der kleine
Zauberlehrling und boxte
ungeduldig in seinen Hut,
„das kann doch wohl
nicht so schwer sein!“
Doch, ist es. Zaubern
will gelernt sein. Und wer
nicht von Haus aus eine
blitzförmige Narbe auf der
Stirn trägt und nie zum
Friseur muss, sollte vielleicht jemanden fragen,
der sich damit auskennt.
Sogar ein Harry Potter
geht auf die höhere Zauberschule. Aber Hogwarts
ist ganz schön weit weg,
und es ist doch bald
Weihnachten: Der scharlachrote Express ist
längst abgefahren, Direktor Dumbledore muss
auch mal Urlaub machen,
und außerdem läuft dieser
fiese Voldemort immer
noch frei rum. Nee, nee,
bleibt man schön hier!
Aber an einem Sonnabend im Advent können
eure Eltern euch sicher
mal entbehren (Stichwort:
Weihnachtsgeschenke!).
Dann solltet ihr euch fix
für Harrys Zauberseminar
anmelden. Dieser Harry
heißt zwar nicht Potter,
sondern Plotka und ist
auch nicht mehr 13 −
aber zaubern kann der!
Die kreativste HipHop-Vereinigung in den USA: der Wu-Tang Clan ohne Rapper Ol’ Dirty Bastard.
hat hier seine Vorstellungen als Komponist überzeugend und innovativ
verwirklicht.
Vielleicht kam der gesamten Produktion zugute, dass der Egomane Ol’
Dirty Bastard, dem das
Album gewidmet ist, mit
seinen Röchel-Reimen an
den Aufnahmen nicht beteiligt war, weil er sich
wegen diverser Delikte in
Haft bzw. in einer Drogenrehabilitation befand.
Dennoch gibt es natürlich
einige Nummern im gewohnten Wu-Tang-Style
wie „Gravel Pit“, das wohl
auch als Single ein Hit
wird. Doch auf die Charts
hat RZA sicher nicht geschielt, als er den Clan
um sich versammelt hat
und dazu noch eine Reihe
weiterer erstklassiger
schwarzer Künstler ins
Studio geladen hat. Nas,
Busta Rhymes, Snoop
Doggy Dogg, Junior Reid,
Redman und auch der legendäre Soulsänger Isaac
Hayes gehören zu den
Gästen auf „The W“. Mehr
geht kaum.
HEINRICH OEHMSEN
L Wu-Tang-Clan: „The W“
Loud/Epic, Internet:www.
sonymusic.com/labels/
loud/wutang/wu.html
+ Neue CDs ++ Neue CDs ++ Neue CDs ++ Neue CDs ++ Neue CDs + Rhythm,
Blues & Soul
ULRIKE SCHRÖDER
Rabenschwarz
Wingardium Leviosa! Und
der Besen hebt ab. Ob ihr
nach dem Zauberexamen
Teppiche zum Fliegen
bringt, kann Harry nicht
versprechen. Aber ihr
werdet Spaß haben!
Das gibts
nur einmal
Originell, aber anstrengend
An der Börse gehts auf und ab,
politische Systeme brechen zusammen, doch einer steht wie
ein Fels in der Brandung: Sänger
Mark E. Smith, dessen Band The
Fall heute so frisch klingt wie
1979, als mit „Live At The Witch
Trials“ das erste Album erschien.
Damals wurden die hörbar von
Velvet Underground beeinflussten Briten der New-Wave-Szene
zugerechnet, inzwischen passen
sie in keine Schublade mehr.
Mark E. Smiths nölender
Sprechgesang prägt auch auf
The Unutterable (Edel) den rauen
Sound der Band; polternde
Drums, treibende Gitarren und
harte Electro-Beats bereiten den
Boden für seine genialen Texte
über gestampfte Kartoffeln oder
die Umkehr der Evolution. Wer
durch diese CD erstmals von The
Fall hört, wird jetzt den gesamten
Backkatalog kaufen wollen: eine
krisensichere Investition.
hot
Als Mark Greaney, Feargal Matthews und Hilary Woods JJ 72
gründeten, waren sie zwar eine
Band, richtig spielen konnten sie
jedoch nicht.
Das hat sich geändert, doch es
ist mehr die Intensität ihrer Musik, als es die technischen Fähigkeiten sind, die an dem Trio aus
Dublin beeindrucken. Auf seinem
Debütalbum JJ 72 (epic) zeigt es,
dass es sehr laut sein und einen
dichten Klangwall aufbauen
kann. Und dass es die Extreme
liebt. Denn Sänger Mark Greaney
kann so sphärisch zart singen,
als wolle er den Engeln Konkurrenz machen. Oder schreien fast
bis zur Besinnungslosigkeit.
JJ 72 ist weit mehr als nur die
„irische Gitarrenrock-Hoffnung“,
als die sie apostrophiert wurde −
sie ist eine Band mit dem Potenzial für den perfekten Popsong.
„October Swimmer“ und „Snow“
sind erste Beispiele dafür. oeh
Tim Hutton ist ein Reisender
durch Klanglandschaften, er hat
sich mit Techno und Ambient befasst und mit den Soul Ascendants ein Funk-House-Album
veröffentlicht. Bei seinem Debüt
Everything (PIAS) unter eigenem
Namen überrascht der Londoner
Multiinstrumentalist und Sänger
jedoch mit einzigartigen Songs,
irgendwo zwischen Jeff Buckley,
Portishead und modernem Folk
angesiedelt.
Hutton ist ein Troubadour der
Gegenwart, dessen Lieder in der
Tradition amerikanischer Singer/
Songwriter stehen. Rhythmische
Basis dieser urbanen Folkmusik
sind jedoch TripHop-Beats und
moderne Grooves, wie sie im
Dancefloor verwendet werden.
Songs wie „Didn’t I Cry“, „Eugene“ und „Good To Know You“
sind echte Perlen, und „Everything“ gehört zu den schönsten
Alben dieses Jahres.
oeh
Es ist ein recht verspultes Werk,
das Leon Lamont aus St. Louis
(USA) mit Breakbeat Mechanic
(WordSound/EfA) vorlegt. Seines
Zeichens Drummer für Joshua
Redman und Vernon Read, steigt
Lamont auf seinem Debüt voll
auf der Drum-’n’-Bass-Schiene
ein: sehr originell, teilweise sehr
anstrengend, aber unter der
Maßgabe, dass die schnellen und
akkuraten Drums tatsächlich live
eingespielt wurden, auch sehr
beachtlich.
Anders als bei seinen britischen Drum-’n’-Bass-Kollegen
kommen jazzige Arrangements
zum Tragen, sind die Breakbeats
und Effekte Mittel zu dem Zweck,
dass sich Lamont auf seinem Instrument austoben kann. Gern
glaubt man, dass die ineinander
verquirlten Fußmaschinen für die
Bassdrum auf dem Cover „betretene“ Überbleibsel der Produktion sein dürften . . .
suma
Muss ein komischer Wunschzettel sein:
Noch haben Locke und Socke gut lachen.
Doch, es weihnachtet sehr
Titelsong des HollywoodFilms „Back to the Future“ diente, brachte internationale Berühmtheit.
Jener Hit und Stücke
wie „Heart And SouI“ und
„I Want A New Drug“
durften auch bei der
NDR-2-Riesenfete in Oldenburg am 7. 12. 1991
nicht fehlen. Wer die Europa-Tournee der Band
im vorigen Sommer verpasste, kann am 11. 12.
im Radiokonzert Live-Atmosphäre erleben.
ina
L NDR-2-Radiokonzert
Mo 11. 12., 21.05, UKW 87,6
MHz, Kabelnetz 94,65 MHz
Zum Beispiel mit Märchen im Zirkuszelt: Da wird
einem nicht nur warm ums Herz, weil geheizt ist
Illu/Foto: WILHARM, THEATER PULCINELLA
Moderner Troubadour
Ach, was muss man oft von bösen
Kindern hören oder lesen !
Wie zum Beispiel hier von diesen
Welche Max und Moritz hießen.
In Rolf Zuckowskis
Musical kommt Der
kleine Tag groß raus
Foto: LOUD RECORDS/EPIC
Pop der Extreme
Der Sound der kalifornischen Band Huey Lewis
and The News war bereits
bei ihrer Gründung 1979
retrospektiv. Denn mit
Rhythm and Blues war zu
Beginn der 80er kein Blumentopf zu gewinnen.
Dennoch hatte das
Sextett einige Hits. Besonders der Track „The
Power of Love“, der als
Ob es dieses Jahr Weihnachtsgeschenke gibt,
steht in den Sternen:
Nicht nur, dass „Der
Grinch“ lange Finger
macht. Jetzt ist den beiden schusseligen Engeln
Locke und Socke auch
noch der Flugstaub ausgegangen. Dabei müssen
die Wunschzettel doch
ganz fix zum Weihnachtsmann. Wunschzettelräuber Wutzerau reibt sich
schon die Hände − „Ach,
du lieber Himmel“ (ab vier
Jahren)!
„Tue dir nicht selber
leid! Folge uns zur
Ewigkeit. All das kannst
du haben. Das ist die
Macht der Raben!“ Und
die krächzen im Theater Zeppelin (KaiserFriedrich-Ufer 27):
Kirina in der Mühle der
Macht heißt das Jugendabenteuer (ab elf
Jahren), das die Theaterschüler nach Otfried
Preußlers „Krabat“ inszeniert haben: Heimatlose Jugendliche finden
Zuflucht bei einem Magier − bis auf Kirina,
„die Rote“, die in ganz
andere Mühlen der
Macht gerät . . . Vorstellungen am 8. 12. um
19 Uhr, am 9. und
10. 12. um 17 Uhr (Karten zu 15 und 12 Mark
unter T. 422 30 62).
Kinderlein kommet
Huey Lewis and The
News im Radiokonzert
Evolution rückwärts
L Harrys Zauberakademie Sa
9. 12., 11.00−16.00, Goldbachstr. 9
(S Altona), Kosten 100,- pro Kind;
Anmeldung: T. 01 72/413 25 95
„Der kleine Muck“ dagegen ist nicht aufzuhalten: Wenn ihr (ab vier
Jahren) seine Rennpuschen hättet, wären die
nächsten Bundesjugendspiele für euch ein Spaziergang.
ul
L Ach, du lieber Himmel
Mo 11. 12., 10.30 und 15.00,
Di 12. 12., 9.30 und 11.00
Der kleine Muck So 17. 12.,
15.00, Mo 18. 12., 10.30/15.00,
Di 19. 12., 9.30/11.00, Zelt auf
der Geomatikum-Wiese (U
Schlump), Beim Schlump, Karten zu 12,-/10,-: T. 43 28 05 83
„Die Kleinen sind oft größer, als die Großen denken“, weiß Rolf Zuckowski. Um das klarzustellen,
hat er das Musical „Der
kleine Tag“ komponiert.
Die Tage wohnen im
Lichtreich hinter den Sternen, und jeder Tag ist einmalig. Auch der kleine
Tag glaubt, dass er ein
ganz besonderer Tag ist,
an dem viel passiert. Als
seine Zeit gekommen ist,
saust er auf einem Lichtstrahl hinab zur Erde −
und dann das: Liebespaare knutschen, Leute gehen einkaufen oder fahren
zur Arbeit − mehr passiert
nicht. Der kleine Tag ist
enttäuscht. Jetzt hat er
gar nichts Aufregendes zu
erzählen. Und doch wird
man sich an diesen Tag
erinnern. Seht selbst (ab
sechs Jahren)!
hpbp
L Der kleine Tag So 10.12.,
14.00 und 17.00, Kellertheater
(U Messehallen), JohannesBrahms-Platz 1, Karten zu 20,/14,- unter T. 34 68 36
Weihnachten bedeutet
nicht bloß fromme Lieder singen! Mirkos
Liederband spielt am
7. 12. sowie vom 11.
bis 17. 12. täglich um
18 Uhr (Sa/So 15 Uhr)
auf dem Weihnachtsmarkt am Gänsemarkt.
Außer „O Tannenbaum“
gibts auch was Flottes
aus dem „Dschungelbuch“ und eigene
Songs. Da singt mit,
wer kann!
Winterwunderwelt
Allein schon die Frisuren!
Sieben Streiche auf dem Theaterschiff Batavia:
Die bösen Buben Max und Moritz sind wieder da
Richtige Lausbuben sind
sie. Heute würde man sie
wohl „Halbstarke“ oder
„Chaoten“ nennen. Hannes Grabau, der Wilhelm
Buschs Bubengeschichte
für die Bühne in Schwung
gebracht hat, ist sogar
überzeugt, dass Max der
erste Beatle und Moritz
der erste Punker war.
Seht euch bloß mal ihre
Frisuren an!
Wie eh und je spielen
Max und Moritz ihren Mitmenschen übel mit: „Dieses war der erste Streich,
der zweite folgt sogleich.“
Beim verflixten siebten
Streich ist das Maß voll:
Jetzt sind die bösen Buben dran! Alles halb so
wild, mein liebes Kind:
„Bildlich siehst du jetzt
die Possen, die in Wirklichkeit verdrossen, mit
behaglichem Gekicher,
weil du selbst vor ihnen
sicher. Aber bedenke
stets: Wie mans treibt,
mein Kind, so gehts!“ ul
L Max und Moritzbis 31. 12.
jeweils Fr−So, 16.00, Theaterschiff Batavia (S Wedel),
Brooksdamm, Karten zu 17,-/
14,- unter T. 041 03/858 36
Im Gewürzmuseum Hot
Spice duftet es nach
Zimt und Lebkuchen.
Am 10. und 17. 12.
(14.45 Uhr) entführt Erzählerin Helga Krusche
Petri von hier aus in die
weite Welt der Weihnachtsgeschichten
(Eintritt 5/2 Mark).
E-Gelb
1 (EMI) −
W
op Beatles
alle Nummer-eins-
„Denk ich an Amerika in
der Nacht, bin ich um den
Schlaf gebracht“, könnte
RZA in Anlehnung an das
Heine-Zitat reimen. „I
Can’t Go To Sleep“ heißt
ein Song auf dem neuen
Wu-Tang-Clan-Album
„The W“ (Loud/Epic), mit
dem das HipHop-Kollektiv
so etwas wie musikalische Trauerarbeit leistet
angesichts der Gewalt,
die unter Afro-Amerikanern herrscht und gegen
sie ausgeübt wird. „Let
My Niggas Live“ heißt der
Track davor, auch er eine
Reflexion über schießwütige Gangs und brutale
Polizisten.
Das dritte Album der
Gruppe aus dem New
Yorker Stadtteil Staten Island klingt wie ein mächtiger urbaner Blues. Die
Grundstimmung der meisten Songs ist melancholisch und bringt Bilder
von kalten düsteren Häusern, regennassem Asphalt und frierenden Menschen hervor. Noch mehr
als auf „Forever“ benutzt
RZA Streicher und Orgel
zur Instrumentierung und
erreicht mit seinem HipHop in Moll geradezu
sakralen Charakter. RZA
Und er macht aus seinen
Tricks kein Geheimnis.
Passt mal auf: Dieses
Weihnachten könnt ihr
euch vor dem lästigen
Gedichtaufsagen drücken!
An Harrys Akademie ist
nämlich noch kein Schüler durchgefallen: Wer
Spaß hat, lernt fix. Da
könnte es schon eher
sein, dass ihr ein Seminar
für Fortgeschrittene belegen möchtet. Das lässt
sich bestimmt einrichten.
E-Rot
versal) − der Soul
wird neu definiert
Wer tricksen will, muss
nicht nach Hogwarts:
Es gibt doch Harrys
Zauberakademie!
E-Blau
Badu
V
op Erykah
Mama’s Gun (Uni-
„The W“ heißt das
neue Album des
Wu-Tang Clan
lehrlinge
Schwarz
Meisterwerk des
New Yorker HipHop-Kollektivs
Zauber
2
Clan The
U
op Wu-Tang
W (epic) − ein neues
HipHop wie ein Blues in Moll
33
Seite 8,33
Das rotiert im CD-Spieler der LIVE-Redaktion:
Kinder & Eltern
7. bis 13. Dezember 2000
Nr. 286
CD-Charts
7. bis 13. Dezember 2000
LIVE
CDs & Radio
Alle Tore offen
Runter vom Sofa, raus
auf die Weihnachtsmärkte! Schloss Wotersen öffnet seine Tore
an den Adventswochenenden 8. bis 10.
sowie 15. bis 17. 12. (Fr
14 bis 18 Uhr, Sa/So 10
bis 18 Uhr, Infos unter
T. 041 58/883 30) − und
Gut Basthorst ebenso
(Öffnungszeiten unter
T. 041 59/292).
hpbp
LL
8
L
A: T:\TABLOID\ZUSTAND\008LN07D.DF Uhrzeit: 19:17:22 5.Dez 2000 Letzter Bearbeiter:
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Seele and Geist
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