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Es rollt nicht wie gewünscht - Pro-Velo beider Basel

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September 2014 | Nr. 193
Es harzt in der Basler Politik und Velo-Förderung!
Es rollt nicht wie gewünscht
Die Förderung des Veloverkehrs wird auch
in Basel nicht mit genügender Konseq­uenz
vorangetrieben. Visionen und Förderprogramm stehen zwar auf dem Papier, die
Umsetzung wird aber auf die lange Bank
geschoben. Vermehrt wird dies finanziell begründet, letztlich fehlt aber wohl
schlicht der politische Wille.
Die Stimmung war schon besser in der
selbsternannten Velostadt Basel, und zunehmend machen uns andere Schweizer
Städte diesen Titel streitig. In der alle vier
Jahre stattfindenden Velostädte-Umfrage stagniert Basel, und von Verhältnissen
wie in ausländischen Velostädten sind
wir weit entfernt. Dazu kommen Gedankenspiele zu gigantischen Autobahnprojekten wie dem Gundelitunnel oder der
Ostumfahrung, die den Stau abbauen
sollen, bei Realisierung aber nur zu noch
mehr Autoverkehr führen würden. Neue
Veloprojekte haben es schwer. Was ist los
in Basel? Dass die Autoverbände noch
nicht gemerkt haben, dass das Velo auch
für die anderen Verkehrsarten nicht das
Problem, sondern einen wichtigen Teil
der Lösung darstellt, kann man schulterzuckend zur Kenntnis nehmen. Ärgerlicher hingegen ist, dass eine rot-grüne Regierung so wenig Gestaltungskraft zeigt.
Von ihr erwarten wir eine mutigere Politik!
Infrastruktur der wesentlichste Faktor für
die Velonutzung ist, hat auch die Velostädte-Umfrage gezeigt. Zwar haben wir
in Basel seit der Gründung der IG Velo
1975 viel erreicht und das Velo wird heute mitgeplant, wenn es nicht zu viel Geld
oder zu viele Autoparkplätze kostet, aber
wir sind nach fast 40 Jahren noch weit
davon entfernt, uns überflüssig gemacht
zu haben. Dies zeigt sich auch in zwei
Infrastruktur spielt eine entscheidende
Rolle
Eine Grosspeter-Baustelle, die den Velo(und Fuss-)Verkehr während Monaten an
den Rand drängt, währenddem daneben
zwei Autospuren bestehen bleiben, eine
neue Eisenbahnbrücke, bei deren Bau die
Veloverbindung «vergessen» geht, überbreite Kreisel, die nicht velotauglich gemacht werden: Wir schlagen uns mit Dingen herum, die es in einer «Velostadt»
nicht mehr geben sollte. Dass eine gute
Weiter S. 3
Inhalt
Editorial
Es rollt nicht wie gewünscht
Meldungen aus Baselland
Vorstandsmitglieder stellen sich vor
Meldungen aus Basel-Stadt
Agenda, Velokiosk 2
3
3, 5
5
7, 8
8
basler veloblatt | September 2014 | Nr. 193
Liebe Velofreundinnen und -freunde
Manchmal beschleicht mich der Gedanke, wir steuerten in der Velopolitik vor allem in der Stadt auf einen so genannten «backlash» zu, von dem zum Beispiel auch
in der Geschlechtergleichstellung gesprochen wird. Die Fortschrittsdynamik erlahmt
langsam, Sinn und Ziele werden in Frage gestellt oder öffentlich diskreditiert, es
kommt offener Widerstand auf oder es wird gar versucht, das Rad der Zeit zurückzudrehen.
Vor kurzem konnten wir lesen: Basel ist im Velostadt-Ranking von Pro Velo Schweiz
um neun Plätze stark zurückgefallen auf den 14. Rang hinter Münsingen. Burgdorf
führt die Rangliste vor Chur und Winterthur an. Tatsächlich: Die Fortschritte in Basel
sind harzig, hart errungen und brauchen lange (oder bin ich zu ungeduldig?). Zum
Beispiel steht seit Jahren die Forderung im Raum, verbesserte Befahrungsmöglichkeiten von so genannten Kap-Haltestellen des Trams einzurichten, die für Velofahrende sehr unangenehm sind. Wahrscheinlich wird nächstes Jahr ein Pilotversuch
gestartet, nach Pilotphase und Auswertung wird wohl irgendwann entschieden, ob
Änderungen geplant werden, die sanktnimmerlein eingeführt werden.
Wir erleben in letzter Zeit eine Kampagne gegen Velofahrende als «Strassenrowdies». Die Velofahrenden werden generell als Rüpel dargestellt. Dazu kam jüngst
die neue Wortschöpfung des «Velolitterings» (wild abgestellte oder herrenlose Velos) und der Vorwurf, Velos würden nur Kosten verursachen. Der Basler CVP-Nationalrat Markus Lehmann fordert mit dieser Begründung medienträchtig allen Ernstes
die Einführung einer Velosteuer. Dabei zeigen aktuelle Studien den grossen volkswirtschaftlichen Nutzen des Velofahrens. Eine Velosteuer ist absurd und schlicht ein
Frontalangriff auf das Velo. Man könnte ja auch verlangen, dass eine Abgabe auf
Schuhe erhoben wird, weil Fussgänger Fussgängerzonen brauchen, Littering betreiben und wild Urinieren …
Müssen wir von Pro Velo kämpferischer werden? Müssen wir uns wieder hart und plakativ für das Velo wehren? Nächstes Jahr haben wir das 40-jährige Jubiläum.
Die alten Vorkämpfer/-innen der IG Velo erinnern sich
mit Nostalgie an die Velodemos zurück, die auch mal
den Verkehr lahmlegten. Ist das heute wieder notwendig? Wäre es auch richtig? Ich weiss es nicht, bereit
dazu wäre ich aber. Wir wollen keinen «backlash», wir
brauchen mehr ermutigenden Fortschritt in der Veloregio Basel.
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Herausgeber: Pro Velo beider Basel
Redaktion: Roland Chrétien
Lektorat: Urs Bieli
Tel. 061 363 35 35
E-Mail: beidebasel@pro-velo.ch
Erscheint fünfmal jährlich
Druck: Rubmedia AG, Bern
Layout: Atelier Guido Köhler & Co.,
www.layout-und-illustration.ch
Inserate: Pro Velo beider Basel, Karin Hopf
Adressänderungen: Bitte an die Geschäftsstelle Basel oder auf:
www.provelo-beiderbasel.ch > dort Mitgliedschaft, zuunterst Adressänderungen
basler veloblatt | September 2014 | Nr. 193
wichtigen Papieren zur aktuellen Verkehrspolitik, die die Regierung von BaselStadt diesen Sommer veröffentlicht hat:
Das neue verkehrspolitische Leitbild und
die Antwort zur kantonalen Strassen-Initiative.
Lascher Gegenvorschlag zur StrassenInitiative
In seiner Antwort zur Strassen-Initiative des VCS zeigt sich der Regierungsrat
mutlos. Er hat zwar immerhin einen Gegenvorschlag ausgearbeitet, dieser geht
aber weit hinter die Forderungen der Initiative zurück. Die Initiative selber lehnt
er ab. Diese fordert auf allen Strassen sichere Bedingungen für den Fuss- und Veloverkehr. Wo dies nicht innert fünf Jahren machbar sei, soll die Sicherheit innert
fünf Jahren durch Einführung von Tempo 30 geschaffen werden. Der Regierung
scheint dies zu weit und zu schnell zu gehen: Sie beschränkt sich in ihrem Gegenvorschlag auf die Velorouten des neuen
Richtplans und will die Umsetzungsfrist
auf 20 (!) Jahre ausdehnen. Wie mit solchen Fristen umgegangen wird, zeigt
sich bei der Umsetzung des vom Volk beschlossenen Gegenvorschlags zur StädteInitiative.
Umsetzung der Städte-Initiative harzt
Der vom Volk gutgeheissene Gegenvorschlag forderte 2010 eine zehnprozentige Reduktion des motorisierten Verkehrs
innert 10 Jahren. Wie schon im letzten
Veloblatt berichtet, drückt sich die Regierung auch hier um Massnahmen, die
den Autoverkehr stören könnten. Genau solche hätten aber laut Expertenberichten den grössten Effekt. Zudem hätte
z.B. die Entfernung der im schweizweiten
Vergleich sehr vielen Autoparkplätze willkommene Nebeneffekte sowohl für den
Fuss- und Veloverkehr als auch für die
Aufenthaltsqualität der Strassen. Mit der
mutlosen Umsetzung nimmt die rot-grüne Regierung in Kauf, dass das Reduktionsziel frühestens 2025 erreicht werden
kann.
erst die richtigen Bedingungen geschaffen werden. Nur hat man dies dort schon
Jahrzehnte früher erkannt und vor allem
dementsprechend gehandelt. Zum Beispiel wäre es höchste Zeit für die Umsetzung des an sich guten Velo-Richtplans,
noch immer hat ihn der Regierungsrat
aber nicht einmal offiziell in Kraft gesetzt.
Think Velo!
Der Schwung, den wichtige Veloprojekte wie das Veloparking, der Veloweg entlang der Wiesenbahn nach Riehen oder
der Peter Merian-Weg gebracht haben,
ist verpufft. Es ist Zeit für weitere grosse Schritte. Ein Ziel könnte sein, für
2019 den 1000 Besuchern des Velo-city-Kongresses ein neues, wegweisendes
Leuchtturmprojekt vorzustellen. Pro Velo
will nächstes Jahr ein solches anstossen.
Dazu zählen wir auf die aktive Unterstützung durch unsere Mitglieder.
Meldungen aus Baselland
Aktuelle Meldungen immer auch auf
der Facebook-Seite von Pro Velo beider Basel
Gefährliche Signal-Sockel
Die Gemeinden Reinach und Therwil haben auf unsere Hinweise reagiert und die
gefährlichen Stellen entschärft. Besser
wäre es, schon bei der Installation darauf
zu achten, dass solche Fundamente nicht
vorstehen. Wir haben diesbezüglich Kontakt mit den Behörden aufgenommen.
Burggarten-Schulhaus in Bottmingen unterbrochen. Zur permanent eingerichteten Umfahrung mit relativ grossem
Höhenunterschied hätte es eine bessere Variante gegeben: Öffnung der Strasse ausserhalb der – relativ wenigen –
Arbeitsstunden und Velo-Zulassung auf
dem Trottoir inkl. Anrampung. Das Miteinander von Velos und Fussverkehr funktioniert auf so kurzen Strecken gut, wenn
die Signale und Hinweistafeln klar informieren. Im Übrigen brauchen Veloschiebende mehr Platz als Velofahrende …
Sperrung an der wichtigen Velopendlerstrecke in Bottmingen.
Bottmingen Münchenstein
Mit der Öffnung der neuen Verbindung
zwischen dem Bottminger FiechthagKreisel und der MFP Münchenstein wurde die Umlegung der Veloroute weg von
der Bruderholzstrasse rechtskräftig. Damit stehen bei einem neuen (Strassen-)
Projekt die Radstreifen zur Diskussion.
Ein Velo-Fahrverbot steht aber nicht zur
Debatte. Wir setzen uns für die Beibehaltung der Velostreifen ein, weil die neue
Route zwar insgesamt sicherer ist, aber
bezüglich sozialer Sicherheit und Direktheit eindeutige Mängel aufweist.
Trotz der neuen Veloroute muss die Bruderholzstrasse für Velos durchgehend sicher befahrbar bleiben.
Potential wäre gross
Pro Velo vertritt traditionell eine konstruktive Haltung und setzt erfolgreich auf
eine gute Zusammenarbeit mit den Behörden. Diese ist entsprechend gut, aber
es bleibt ein Gefühl, dass der Veloverkehr
nicht genügend ernst genommen wird.
Dabei wäre das Potential für den Veloverkehr bei uns gross. Auch in den Niederlanden war der Siegeszug des Velos
kein Selbstläufer, auch dort mussten zu-
3
Beton-Sockel werden zu gefährlichen
Hindernissen, wenn die darauf stehenden Signale – z.B. bei Baustellen – entfernt werden müssen.
Bottmingen Burggartenstrasse
Während mehrerer Wochen war im Mai
und Juni der nationale Veloweg beim
Vorbildliches Münchenstein
Innovative Lösung aus Münchenstein:
Auf unseren Hinweis hin hat die Gemeinde flugs zwei «falsche» Sackgasse-Signale durch eine fuss- und velofreundlichere
Variante ersetzt. Nun wissen ortsfremde
Fussgänger und Velofahrerinnen auf einen Blick, dass für Sie am anderen Ende
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basler veloblatt | September 2014 | Nr. 193
der Strasse der Weg weitergeht. Zu geniessen auf der kantonalen Veloroute an
der Binningerstrasse.
wird vorläufig auf bestehenden Quartierstrassen eingerichtet werden.
Neue eindeutige Signalisation in Münchenstein.
Neuer Veloweg zwischen Allschwil und
Oberwil.
Reinach-Therwil
BikePark Leimental
Bei Velofahrenden hat die lange Sperrung der Birsigtal-/Reinacherstrasse zwischen Reinach und Therwil für Unmut
gesorgt. Aufgrund von Nachfragen wurde schliesslich die Strasse endlich auch
für Velos wieder freigegeben, obschon
witterungsbedingt noch nicht alle Arbeiten abgeschlossen worden waren. Vielen
Dank an die aufmerksamen Velofahrenden! Die Bauarbeiten haben im Übrigen
gezeigt, dass Tempo 60 problemlos funktioniert. Es ist nun höchste Zeit für eine
permanente Temporeduktion, um die
gesamtverkehrliche Sicherheit und die
Wohnqualität zu erhöhen. Im Bereich der
unübersichtlichen Querung der kantonalen Veloroute beim Erlenhof sollte maximal Tempo 50 gelten.
Im August wurde in Therwil nach nur
zwei Monaten Bauzeit der BikePark Leimental eingeweiht. Das Gemeinschaftsprojekt der Gemeinden Biel-Benken, Ettingen, Oberwil und Therwil liegt gleich
neben dem Robispielplatz und ist täglich
bis 21 Uhr (Freitag und Samstag bis 22
Uhr) zugänglich. Solche Pumptracks bringen neben Fitness und Spass als Nebeneffekt eine gute Fahrtechnik und besseres Selbstvertrauen im Verkehr. Schon
seit mehreren Jahren gibt es übrigens
den BikePark in Hölstein. Hingehen und
austoben! Weitere Infos:
www.cycling.ch/de/gravity/
pumptrack.html
5
re Velounterstände bleiben die kantonalen Baubewilligungsbehörden bzw. das
Bauinspektorat Reinach zuständig. So
sehr wir die neue Regelung begrüssen, so
sehr wundert uns, warum Baselland nicht
gleich die bedeutend sinnvolleren Maximalmasse von Basel-Stadt übernommen
hat. Dort sind Anlagen bis 10 m² Fläche
und 2 m Höhe bewilligungsfrei.
Dieser Velounterstand misst 2,5 x 2 m
und ist 1,4 m hoch. Damit erfüllt er die
neue Regelung.
Foto zVg. UW-Tech.GmbH, Dornach
Mein Veloweg – Vorstandsmitglieder stellen sich vor
Immer das richtige Velo
bereit – Anuschka Bader
Der BikePark in Therwil
Die Veloumfahrung beim Käppeli dauerte länger als nötig.
Oberwil-Allschwil
Die erste Etappe des neuen Velowegs
zwischen dem Gymnasium Oberwil
und Allschwil ist diesen Sommer abgeschlossen worden. Der teilweise markante Landschaftseingriff ist noch gewöhnungsbedürftig, spätestens nach
der Realisierung der zweiten Etappe im
nächsten Jahr wird man auf diese neue
sichere Veloverbindung aber kaum mehr
verzichten wollen. Die dritte Etappe vom
Herrenweg bis ins Zentrum von Allschwil
Velounterstände ohne Baubewilligung
möglich
Vor Jahresfrist hat der Landrat beschlossen, dass nun auch im Baselbiet Velounterstände ohne Baubewilligung erstellt
werden dürfen. Auf unsere Nachfrage
hin erhielten wir die Auskunft, dass die
neue Regelung voraussichtlich per Januar
2015 in Kraft treten wird. Dann werden
Anlagen bis zu einer Fläche von 6 m² und
einer Höhe von 1,50 m bewilligungsfrei.
Für Velounterstände bis zu 12 m² Fläche
und einer Höhe von max. 2,50 m ist leider
weiterhin eine Baubewilligung durch die
Gemeinde erforderlich. Für noch grösse-
Mein Arbeitsplatz liegt nur 4,5 km von
meiner Haustüre entfernt: Die ideale Velodistanz! So fahre ich jeden Tag, zu jeder
Jahreszeit und bei jedem Wetter mit dem
Velo von Riehen an den Münsterplatz und
wieder zurück und benötige dafür knapp
15 Minuten. Dabei schätze ich die Bewegung, die frische Luft und die Unabhängigkeit.
Der Arbeitsweg an sich ist sehr unspektakulär. Ich wähle dabei die direkteste Route, welche grossteils auf Hauptstrassen
(teilweise mit Velostreifen) führt. Als routinierte Velofahrerin fühle ich mich aber
auf diesen Strassen sicher. Ich passiere
unterwegs sechs Lichtsignalanlagen, wo-
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basler veloblatt | September 2014 | Nr. 193
bei zwei bis drei meistens auf grün stehen. Bei den übrigen muss ich jeweils nur
kurze Zeit warten.
Ich lege grossen Wert auf die Pflege meines Velos: Es soll immer sauber sein, und
alles muss perfekt funktionieren! Da aber
ein Velo im Alltag und vor allem während
der nassen und kalten Jahreszeit stark leidet, besitze ich ein Schönwetteralltagsvelo und ein Schlechtwetteralltagsvelo. Immer wenn ich sicher bin, dass es einen
ganzen Tag trocken bleiben wird, benutze ich das neuere und etwas komfortablere Schönwettervelo. Die übrigen Tage
fahre ich mit dem Schlechtwettervelo,
welches daher manchmal etwas schmutzig daher kommen darf. Im Winter rüste ich das Schlechtwettervelo mit Winterpneus aus, um auch bei Schnee und
Eis sicher ans Ziel zu kommen.
Meine Arbeit verrichte ich zwei Tage pro
Woche im Aussendienst. Zusammen mit
meinem Mitarbeiter sind wir mit einem
Auto unterwegs. Unsere Mittagspause verbringen wir jeweils zuhause. Mein
Mitarbeiter legt den Heimweg mit dem
Auto zurück. Ich setze mich auf das im
Auto fest installierte Faltvelo und radle nach Hause zum Mittagessen und danach wieder an den Einsatzort.
Hier wäre Platz für eine sichere und direkte Veloverbindung.
Grosspeter/Münchensteinerbrücke
Vielleicht die wichtigste Verbindung zwischen Birstal und Stadtzentrum führt
über die Münchensteinerbrücke. Seit
Monaten herrschen aber bei der Grossbaustelle Grosspeter für den Velo-(und
Fuss-)Verkehr unhaltbare Verhältnisse.
Statt für wirklich sichere Verhältnisse zu
sorgen und den Veloverkehr verfassungsgemäss zu priorisieren, wird dieser buchstäblich in die Mangel genommen. Es
scheint, den Behörden seien zwei Autospuren wichtiger als eine sichere Velo- und
Fussgängerverbindung… Ende Oktober
sollen nun immerhin alle Belagsarbeiten
abgeschlossen sein.
7
herauszuholen. Eine Möglichkeit sind
Gummifüllungen in Tramschienen an
heiklen Orten. Leider ist ein entsprechender Versuch in Zürich nicht zufriedenstellend verlaufen: Es hat sich gezeigt, dass
der Verschleiss der Gummiteile noch zu
gross ist. Die Versuche sollen aber weitergehen. Wir finden, dass sich daran auch
die BVB beteiligen sollten, schliesslich
sind die Abstände bei den Haltestellen
in Basel um einiges kleiner als in Zürich.
Vor allem aber sollte sich auch der Bund
beteiligen, steht doch ein Bundesgesetz
am Anfang der baulichen Erschwernisse
für Velos, und Veloanliegen sollten auch
Bundessache sein.
Der Tramschienenversuch in Zürich
Höngg ist leider vorerst gescheitert.
Baustelle Elisabethenstrasse
Faltvelo im Einsatzfahrzeug.
Meldungen aus Basel-Stadt
Aktuelle Meldungen immer auch auf
der Facebook-Seite von Pro Velo beider Basel
Wolfschlucht
Wenig mutig zeigt sich der Regierungsrat
bei einer verbesserten Veloerschliessung
des Bruderholz. In seiner Antwort auf die
Anfrage von Erich Bucher betreffend teilweiser Öffnung der Wolfschluchpromenade schreibt er, dass das alte Anliegen
im Rahmen eines Planungsprogramms
zur Schwachstellen-Überprüfung behandelt werden soll, sobald der Velorichtplan
verabschiedet sei.
Falsche Priorisierung bei der GrosspeterBaustelle.
Für die gesperrte Elisabethenstrasse ist
zwar eine Veloumfahrung geplant und
umgesetzt worden, leider hielt sie aber
den notwendigen Anforderungen nicht
stand. Neben guten Elementen wie z.B.
Pfeile mit Zielangaben Richtung Bankverein, gab es leider auch etliche, teils
grosse Mängel. Wir haben die Problemstellen dokumentiert und der Polizei Lösungsvorschläge übergeben.
Noch keine bessere Lösung für Tramschienen-Problematik
Die sogenannte Velostadt Basel hat bekanntlich ein Problem mit den vielen
Tramschienen, die das Velofahren zugegebenermassen nicht gerade einfacher
machen. Neue behindertengerechte Haltestellen verschärfen zukünftig das Problem noch, weil die Erleichterung des
Einstiegs nicht mit geeigneteren Fahrzeugen, sondern mit höheren Haltekanten und engen Abständen zwischen
Gleis und Schiene umgesetzt werden
soll: ein gravierendes Problem, bei dem
wir versuchen, trotz schlechter Rahmenbedingungen noch das beste fürs Velo
Baustelle Elisabethenstrasse: Wo bitte
geht’s hier lang?
Klare Markierung beim Joggeli
Nach einigem Nachfragen hat das Baudepartement nun die sichere, aber wenig
bekannte Route vom Dreispitz zum Jog-
basler veloblatt | September 2014 | Nr. 193
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Geschäftsstelle
Dornacherstrasse 101, 4053 Basel
Tel.: 061 363 35 35
beidebasel@pro-velo.ch
Tramhaltestellen vorbeigeführt, um nach
Norden oder Süden in die Klybeckstras­
se abzubiegen. Zudem wurde auf der
Südseite die Zufahrt zur Kreuzung der
Klybeckstrasse vereinfacht. So ist das
Rechtsabbiegen von der Brücke in die
Klybeckstrasse ohne Halt an der Lichtsignalanlage möglich.
Öffnungszeiten:
Mo – Fr: Nach Absprache. Sämtliche
Termine bitte telefonisch vereinbaren.
geli-Parkplatz nochmals besser gekennzeichnet. Nun kann man auf der ungewöhnlichen Strecke sicher sein, dass man
sich tatsächlich auf einem Veloweg befindet.
8
Fricktal
Stand in Rheinfelden
Weil es im Fricktal (noch) keine Pro
Velo gibt, kümmert Pro Velo beider Basel manchmal auch im nahen Aargau
um Veloanliegen. Dieses Jahr haben wir
schon den zweiten Velofahrkurs für Kinder und Eltern organisiert. Im Juni halfen wir zudem bei der Organisation des
BikeToWork-Events der Stadtverwaltung.
Schön wäre es natürlich, wenn sich eine
eigenständige Fricktaler Pro Velo bilden
würde. Wenn Sie Interesse an aktiver Veloförderung im Fricktal haben, melden
Sie sich auf unserer Geschäftsstelle.
Auf beiden Seiten der Dreirosenbrücke
können Velos seit Juni in beide Richtungen fahren. Quelle: BVD
Messe: für Velos gesperrt
Das Messe-Areal wird für Velos immer
undurchlässiger. Nach den Sperrungen des Messeplatzes während der grossen Messen im Frühjahr soll nun an der
Herbstmesse auch die offizielle Veloroute Sperrstrasse-Maulbeerstrasse gesperrt
werden. Wir sind der Meinung, dass die
Verdrängung der Velos unverhältnismässig ist und haben daher dagegen Einsprache erhoben.
Agenda
Individuelle Velo-Flickkurse: laufend,
nach Stand der Anmeldungen.
Mobilitätswoche Basel-Stadt noch bis
zum 21. September
SlowUp Basel/Dreiland: Sonntag, den
21. September
Aus der Redaktion
Klare Verhältnisse unterhalb des Walkewegs
Das Veloblatt 194 erscheint am 21. November. Redaktionsschluss: 28. Oktober.
Verbesserungen für Velofahrer auf der
Dreirosenbrücke
Seit Mitte Juni können die Velofahrenden nicht nur auf der Südseite sondern
neu auch auf der Nordseite der Dreirosenbrücke im Gegenverkehr zirkulieren.
Dieser Velogegenverkehr wurde von Pro
Velo und von Mitarbeitenden der Novartis seit langem gewünscht. Jetzt können
Velofahrende von der Voltamatte über
die Dreirosenbrücke zur Klybeckstrasse
fahren, ohne die Voltastrasse queren zu
müssen. Mit diesen Anpassungen wird
auch die Dreirosenanlage – in der Velofahren seit 2012 erlaubt ist – für den Veloverkehr in alle Richtungen ans Netz angeschlossen. Bereits Ende März wurde
eine Lichtsignalanlage in Betrieb genommen, die eine sichere Zu- und Wegfahrt
über die Dreirosenkreuzung ermöglicht.
Velos werden mit eigenen Ampeln parallel zu den Fussgängerstreifen an den
Der Pro Velo Stand in Rheinfelden.
Velokiosk
Die Sperrungen bei der Messe sind ein
Ärgernis
Grosser Rat zeigt sich velofreundlich
Der Grosse Rat hat im Juni gleich zweimal ein positives Signal für den Veloverkehr ausgesendet: Mit der Überweisung
des Anzugs von Otto Schmid stellt er die
vielen Fahrverbote für Velos grundsätzlich in Frage und spricht sich für eine bessere Durchlässigkeit für Velos aus. Und
mit dem Anzug von Jörg Vitelli fordert er
die Regierung auf, sich für den wichtigen
weltweiten Kongress Velo-city im Jahr
2019 zu bewerben. Velokreise versprechen sich dadurch neben Werbung und
Wertschöpfung für die Stadt neuen Drive
für die eingeschlafene Veloförderung.
Mit dem Einkauf im Velokiosk unterstützen Sie die Arbeit von Pro Velo. Vielen
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Seele and Geist
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