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Energieeinsparung im Gebäudebestand ist wirtschaftlich - Wie

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Dipl.-Ing. Werner Eicke-Hennig
Hessische-Energiespar-Aktion
Annastrasse 15, 64285 Darmstadt
Tel: 06151/290458
www.energiesparaktion.de
Energieeinsparung im Gebäudebestand ist
wirtschaftlich Wie sagen wir es den Hauseigentümern?
0
Gebäudebestand als Markt für Wärmedämmung und effiziente Haustechnik
Das Heizenergieeinsparpotenzial in Deutschland ist mit mindestens 50 Prozent sehr groß. Dies ist das nationale
Potenzial unter Einrechnung aller Restriktionen. Für Einzelgebäude kann die Einsparung bis zu 80 % betragen,
technisch sind 100 % möglich.
Der Wohngebäudebestand umfasst rund 17 Mio. Gebäude mit 32-35 Mio Wohneinheiten, der Nichtwohngebäudebestand ca. 4 Mio. Gebäude. Dies ist der zukünftige Markt für die Bauwirtschaft, die aufgrund der dortigen
Sättigung nicht mehr allein auf den Neubau setzen kann. Die private und öffentliche Hochbau-Infrastruktur ist
stark entwickelt, Deutschland weitgehend schon gebaut. In den Vordergrund treten die „Umbauaufgaben“, die
Bestandspflege, hierzu gehört an erster Stelle die Senkung des unnötigen Aufwands: Heizenergiebedarf, Wasserbedarf, Strombedarf und die Beseitigung von Mängeln, Befriedigung neuer Bedürfnisse, damit unser Gebäudebestand auch in die Zukunft nutzbar bleibt.
Beim Zugang zum Bestandmarkt bietet die Einsparung von Heizenergie ein unschlagbares Argument: Die Einsparung von Heizenergie ist „wirtschaftlich“. Das hat vor allem folgende Ursachen:
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Die Heizkosten sind eine spürbare Belastung, sie sind hoch und steigen mit jährlich mindestens 5 %:
Die Energiesparmaßnahmen sind technisch „einfach“ und damit kostengünstig.
Sie können mit ohnehin anfallenden Erneuerungsmaßnahmen (Instandsetzungszeitpunkt) verbunden
werden, so dass nur „Mehrkosten“ im Instandsetzungsfall entstehen.
1
•
Die in der Folge eintretende Heizkostenentlastung führt zur Refinanzierung der Energiesparmaßnahmen. Dies ist eine „Gunst“ von Energiesparmaßnahmen, keine Geißel.
Den Markt angehen: Es geht um viele Entscheider und Entscheidungen
Bei der Heizenergieeinsparung geht es um die Schaffung positiver Anreize, es geht um „...50.000 oder auch 50
Millionen große, weniger große und kleine Dinge, und das nicht an einem zentralen Ort, wo die Energie produziert wird, sondern dezentral, überall dort, wo man sie verbraucht.(...) Der „Bausektor (besteht) aus Millionen
von unzureichend informierten Entscheidungsträgern, innerhalb einer stark dezentralisierten Umgebung, wo
Unzulänglichkeiten des Marktes wahrscheinlich eine stärkere Auswirkung haben und die einmal getätigten Investitionen eine hohe Lebensdauer aufweisen.“ Diese 1980 im Harvard Energy Report ist nach wie vor gültig.
Rund 60 % des deutschen Heizenergieverbrauchs entfällt auf Ein-, Zweifamilien- und Reihenhäusern. Von den
17 Mio Wohngebäuden in Deutschland sind allein 14,7 Mio. Gebäude Ein-, Zweifamilien- und Reihenhäusern.
In hessen sind von den 1,3 Mio. Wohngebäuden 1,025 Mio. Ein- und Zweifamilienhäuser, mit einem hohen
Selbstnutzeranteil. Es geht also um Millionen von Einzelentscheidern und Einzelentscheidungen, vor allem um
Hauseigentümer, die ihre Gebäude selbst nutzen. Millionenmal müssen Informationsvermittlungen stattfinden,
muss um Haltungen, Wertungen und Überzeugungen gerungen werden.
Anteil der Gebäudetypen am Heizenergieeinsparpotenzial in Deutschland (Wohngebäude) /1/
Eigennutz und Alter sind die Stärken des Marktes
In den selbstgenutzten Wohngebäuden mit ihrem hohen Marktanteil haben die Eigentümer den direkten Nutzen
von Energiespar-Maßnahmen. Das ist ein Vorteil: Für die Energieeinsparung im Althaus kann im größten
Marktsegment mit dem direkten Nutzen für den Eigentümer geworben werden. Hinzu tritt: Aus der Altersstruktur der Gebäude ergibt sich, dass 66 % der Gebäude vor 1968 errichtet wurden. Damit kommen sie in den folgenden Jahren in eine Phase, in der Instandsetzungen anstehen oder ein Verkauf oder die Vererbung geben Anlass für vielfältige Umbaumaßnahmen.
Erforderlich sind: Ziele und Konzepte für Althäuser, über die Millionen uninformierten Althauseigentümer eine
Motivation für die Energieeinsparung bekommen. Die energetische Beschaffenheit eines Gebäudes muss als
tatsächlicher „Wert“ in einen im Entscheidungsprozeß rund ums Haus einfließen und ganz selbstverständlich
zum Wertekanon für die Immobilie dazugehören, wie z. B. „schön“, praktisch“, „behaglich“ usw.
Die Energieeinsparung knüpft an vorhandene Bedürfnisse der Menschen an, die auch heute schon bei der Motivation für Erneuerungsmaßnahmen eine Rolle spielen:
2
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Vorsorge/Fürsorge: Ich habe gekauft/geerbt und will mich zeitgemäß einrichten und eine Immobilie für
meine und meiner Familie Zukunft herrichten; ich will mein Haus in gutem Zustand vererben.
Sparsamkeit/ökonomisch sinnvolles Verhalten: Entlasten Sie sich von drückender werdenden Heizkosten,
schichten Sie um auf Energiespar-Investitionen.
Repräsentationsbedürfnisse: Mein Haus soll schöner werden. Ich habe noch den alten technischen Standard.
Bequemlichkeit/physiologische Bedürfnisse: Ich habe seit Jahren Mängel, wie Schimmel, Kältezonen,
feuchter Keller etc. und will endlich behaglich und störungsfrei wohnen.
Sicherheitsbedürfnis: Werterhaltung, mein Haus hat starke unaufschiebbare Baumängel.
Gute Argumente für die Heizenergieeinsparung........
... für selbstnutzende Eigentümer
....für Vermieter
-
Die Heizkosten sinken
Die Behaglichkeit erhöht sich im Haus
Die Bausubstanz wird erhalten
Bauschäden können beseitigt werden
Der Wert des Hauses steigt
-
Der Wert der Immobilie steigt
Das Vermietungsrisiko sinkt, weil die Nebenkosten sinken und die Wohnqualität steigt
Die Maßnahmen lassen sich auf die Kaltmiete
umlegen und steuerlich absetzen
Die Bedeutung ohnehin ablaufender Instandsetzungen
Es ist sinnvoll, den ohnehin ablaufenden Instandsetzungsprozess der Bausubstanz für Energiesparmaßnahmen zu
nutzen. Wenn die Außenbauteile und die Kesselanlagen erneuert werden, ist es sowohl vom technisch-organisatorischen, wie vom finanziellen Aufwand her optimal, gleichzeitig auch den Wärmeschutz und die Heiztechnik
zu verbessern.
• Ist der Heizkessel am Ende seiner Lebensdauer zu erneuern, wird die marktbeste oder von der Heizungsanlagenverordnung geforderte energiesparende Technik eingebaut. Bei Außenbauteilen ist die Bauteilinstandsetzung der sachlich richtige und kostenoptimale Zeitpunkt für die Ankopplung von Energiesparmaßnahmen.
Einsparende Investitionen sind wirtschaftlich, wenn die Energiesparmaßnahmen mit ohnehin durchgeführten Instandsetzungs- oder Modernisierungsmaßnahmen an Außenbauteilen verknüpft werden. Für die gleichzeitige
Ausführung von Erneuerungsmaßnahmen und Energiespartechniken bieten sich an:
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Außenputzerneuerung oder Teilerneuerung,
Fassadeninstandsetzung/Betonsanierung Großtafelbauweise,
Sanierung einer Vorhangfassade
Erneuerung der Bekleidung von Vorhangfassaden,
Erneuerung oder Teilerneuerung des Innenputzes,
Erneuerung eines Fußbodens, Einbringung von Parkettfußböden,
Ersatz von Fenstern, Ersatz von defekten Verglasungen,
Erneuerung der Eindeckung von Dächern, Beseitigung von Flachdachschäden,
Ausbau von Dächern zu Wohnzwecken, Ausbau von anderen Gebäudeteilen zu Wohnzwecken,
Erneuerung der inneren Dachverkleidung, Gaubenverkleidungen,
Modernisierung der Sanitärräume,
Sanierung von Kellermauerwerk wegen Feuchteschäden,
Sanierung von Wärmebrücken und Feuchte-/Schimmelschäden im Bestand, etc.
Instandsetzung von Fachwerkgebäuden oder –teilen.
Heizkesselerneuerung bei Totalausfall
Heizkesselerneuerung bei altersbedingt zunehmenden technischen Teildefekten
Heizkesselerneuerung wegen erkennbarer technologischer Überalterung
Umwälzpumpenaustausch wegen zu hoher elektrischer Leistung über 0,2 W/m² beheizter Fläche
Zu dünne und unvollständige Rohrleitungsdämmung, schlecht gedämmte WW-Speicher
Wenn man alleine die hier genannten Instandsetzungszeitpunkte für den Wärmeschutz im Wohngebäudebestand
betrachtet, ergibt sich bis zum Jahr 2050 ein gewaltiger Markt. Die folgende Abbildung zeigt die bis dahin zu
sanierenden Bauteilflächen.
3
Abbildung: Gebäudeaußenflächen in Deutschland, die bis 2050 zu wirtschaftlichen Bedingungen wärmetechnisch saniert werden können in Mrd. m² /2/
Wirtschaftlichkeit ist das beste Argument
Werden Energiesparmaßnahmen im Zuge ohnehin stattfindender Erneuerungen durchgeführt, sind sie auch wirtschaftlich. Dies gilt für die folgenden Maßnahmen.
Der Energiesparstandards für hessische Altbauten – Beste Qualität für unsere Häuser
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12 cm Außenwanddämmung
6 bis 8 cm Kerndämmung (zweischalige Außenwände)
6 cm Innendämmung, wenn Außendämmung nicht möglich
6 cm Kellerdeckendämmung
16 bis 20 cm Dachdämmung z.B. zwischen und unter den Sparren
Wärmeschutz-Isolierverglasung in Neufenster oder bestehende Rahmen (U-Wert 1,1 W/(m²K))
Gas-Brennwertkessel
Niedertemperaturkessel (Ölversorgung)
Öl-Brennwertkessel
Fernwärmeanschluss, wenn vorhanden
Elektrowärmepumpen in Verbindung mit Grundwasser oder Erdreichnutzung und Fußbodenheizung bei gut
gedämmter Gebäudehülle und optimaler Ausführung (TIPP: Jahresarbeitszahl im Kaufvertrag festschreiben)
Warmwasser über Heizkessel, kombiniert mit Solaranlage. Andere Lösungen im Einzelfall.
Gedämmte Rohrleitungen, doppelt so gut wie Anforderung der Energieeinsparverordnung
Stromeinsparende Haushaltsgeräte, Beleuchtung, Umwälzpumpen bei Ersatzbeschaffung. Zielwert Hilfsenergien unter 2 kWh/(m² Wohnfläche*Jahr).
Wirtschaftlichkeit von Energiesparmaßnahmen am Beispiel von 26 Wohngebäudetypen
Die hessische Wohngebäudetypologie umfasst 31 Wohngebäudetypen. Für 26 dieser Typgebäude wurde die Wirtschaftlichkeit mit der Kapitalwertmethode berechnet und das Ergebnis in 3 Maßstäben dargestellt. Damit haben
Hauseigentümer wie Energieberater eine EDV-gestützte Orientierungshilfe für ein jeweils durchschnittliches Gebäude des Typs. Zusätzlich kann sich jeder Hauseigentümer mit dem „Energiepass Hessen“ (den Energiepass Thüringen und Sachsen etc.) für sein eigenes Gebäude die Wirtschaftlichkeit auf Basis seines konkreten Heizenergieverbrauchs berechnen lassen.
4
Das EXCEL-Programm „Rechnet sich das..?!“ ist bei der „Hessischen Energiespar-Aktion“ Annastrasse 15, 64285
Darmstadt als CD (5 EUR) zu beziehen.
Variabel eingebbar sind
• Wohnfläche
• Energieverbrauch
• Zinssatz für Kapital
• Energiepreissteigerung
• Energiepreis
• Kapitalkosten
Die Investitionskosten entsprechen den Tabellenwerten im Anhang. Sie sind zur „sicheren Seite“ hin, eher zu
hoch angenommen. Die Energieeinsparung wurde mit dem „Energiepass Hessen Heizung und Warmwasser„ des
IWU berechnet. Die Gebäudedaten entsprechen der Gebäudetypologie Hessen und Deutschland. Es wurde mit
der Methode der dynamischen Wirtschaftlichkeitsberechnung gerechnet.
Die Berechnungsergebnisse für ein EFH Baujahr 1949-1957:
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Der Gebäudetyp existiert in hoher Anzahl, es ist ein „Markt“ mit fast 2 Mio. Gebäude dieses Baualters in
Deutschland, 88.000-mal gibt es ihn in Hessen.
Die Heizkosten über die nächsten 25 Jahre betragen nominal rund 94.000 € (101 m² Wohnfläche). Eine
enorme Belastung, die man als Finanzierungsmasse für die Energiesparmassnahmen begreifen kann. Heizkosten in Kapital für Energiesparmassnahmen umschichten. Negativ ausgedrückt: Wer nichts tut, zahlt auf
jeden Fall: Steigende Heizkosten in der genannten Größe.
Im Instandsetzungszeitpunkt betragen die Mehrkosten aller Maßnahmen im Beispielhaus rund 10-15.000 €.
Das ist nur ein Bruchteil der Heizkosten über 25 Jahre und auch weniger als der Barwert der Heizkosteneinsparung.
Die erzielbare Gesamteinsparung beträgt bei den vorgeschlagenen Massnahmen 54 %
Das Gebäude kann vom 34 zum 16 Liter-Haus verbessert werden.
Die Wirtschaftlichkeit ist außerordentlich gut: Es gibt eine „Geld-zurück-Garantie“. Bereits im 10. Jahr hat
sich der komplette finanzielle Aufwand für das Gesamtpaket durch die Einsparungen zurückgezahlt.
Das gibt Sicherheit auch bei höheren Investitionskosten oder anderen „Risiken“.
Wirtschaftlichkeits-Maßstab 1: Die (Kapital)-Kosten für die Einsparung eines Liter Heizöls betragen 39
Cent. Bei heutigen Heizöl-Bezugskosten von rund 58 Cent pro Liter (bei Abnahme von 3000 Litern) ist das
Geld in energiesparende Maßnahmen kostengünstiger angelegt.
Wirtschaftlichkeits-Maßstab 2: Die Amortisationszeiten sind mit 4-12 Jahren (im Mittel für alle Maßnahmen, ohne Solaranlage mit 10 Jahren), weitaus kürzer als die Laufzeit eines Hypothekenkredites. Wenn man
die Lebensdauer der Energiespar-Maßnahmen mit 25 Jahren annimmt, ergeben sich nach der Amortisation
nach 10 Jahren bis zum 25. Jahr weitere 15 Jahre, in die Maßnahmen satte Gewinne einfahren.
Wirtschaftlichkeits-Maßstab 3: Der interne Zinsfuß hält mit 15 % für das Maßnahmenpaket den Vergleich
mit Risiko-Kapitalanlagen stand, gegenüber manchem Aktiengeschäft jedoch ohne jegliches Risiko.
Die KfW-Förderung des Bundes (2,4 % Kapitalzins im CO2-Gebäudesanierungsprogramm) verkürzt die
mittlere Amortisationszeit über alle Maßnahmen um zwei auf acht Jahre.
Die thermische Solaranlage ist aus der wirtschaftlichen Betrachtungsweise nach wie vor eher ein „Umwelthobby“. Mit Amortisationszeiten über 50 Jahre zahlt sich Ihre Investition innerhalb der Lebensdauer nicht
zurück. Bei sich weiter verteuernden Energiepreisen ist aber auch die Solaranlage für die Zukunft eine zusätzliche Möglichkeit den Energieverbrauch im Haushalt wirtschaftlich zu senken.
5
Wirtschaftlichkeit der Energiesparmaßnahmen für ein Einfamilienhaus Baujahr 1919 bis 1948
Wirtschaftlichkeit der Energiesparmaßnahmen für ein Mehrfamilienhaus Baujahr 1959 bis 1968
GMH_E
Wenn Sie an dieser Stelle kein
Bild des jeweiligen Typgebäudes
sehen, müssen Sie den Pfad des
Dateiordners "Bilder
Wirtschaftlichkeit" aktualisieren.
Pfad ändern
Baujahr:
Wohnfläche
1958 - 1968
3534 m²
Heizkosten bei 10%
über 25 Jahre nominal
über 50 Jahre nominal
2.397.000 €
28.371.000 €
3.490
0
Anzahl der Wohngebäude in Hessen:
Anzahl der Wohnungen in Hessen:
Wohnfläche in Mio m² in Hessen:
Anteil an der Wohnfläche in Hessen
Anteil am Heizwärmebedarf (Wohngebäude) in Hessen:
,0 Mio m²
Heizwärmebedarfskennwert IST-Zustand in kWh/(m²a)
Heizölverbrauch im unsanierten Zustand in Liter pro Jahr
189,2
64147 l
0,0%
1,3%
Randbedingungen ändern
Kapitalzins
mittlere Energiepreissteigerung (letzte 25 Jahre)
Preis pro kWh Heizöl bei Abnahme von 3000 Litern
Haustyp wählen
kennwert
ohne
Warmwass
er-bereitung
in kWh/(m²a)
IST-Zustand:
Gas- Brennwert- anstatt Niedertemperaturkessel
Wärmeschutzisolierverglasung (687,03 m²)
20 cm Dämmung der OG-Decke (479,58 m²)
12 cm Dämmung der Außenwand (3249,79 m²)
6 cm Dämmung der Kellerdecke (459,24 m²)
therm. Solaranlage mit 71 m² Kollektorfeld
Wirtschaftlichkeit Gesamtpaket ohne Solaranlage
Endenergieeinsparung durch Sanierung
Endenergieverbrauch nach Sanierung
181,5
161,5
129,2
124,5
72,0
69,9
5,5%
10,0%
3,8 Cent
Kosten pro
Mehrkosten
Amortisation
interner
eingesparte
der
Einsparung in
Maßnahme
%
in Jahren
Zinsfuß
kWh
11,0%
7.060 €
2,5 a
47,5%
1,0 Cent
17,8%
10 €/m²
1,6 a
73,3%
,4 Cent
2,6%
31 €/m²
16,5 a
9,8%
6,6 Cent
28,9%
23 €/m²
8,9 a
17,7%
3,0 Cent
1,2%
15 €/m²
17,2 a
9,3%
7,0 Cent
113.494 €
6,7 a
22%
2,1 Cent
62%
Referenzwerte
38%
15 / 25
5%
3,8 Cent
7,25 Cent
7
Wirtschaftlichkeit
der
Energiesparmaßnahmen
für
ein
Reihenhaus
Baujahr
1959
bis
1968
RH_E
Wenn Sie an dieser Stelle kein
Bild des jeweiligen Typgebäudes
sehen, müssen Sie den Pfad des
Dateiordners "Bilder
Wirtschaftlichkeit" aktualisieren.
Pfad ändern
Baujahr:
Wohnfläche
1958 - 1968
107 m²
Heizkosten bei 5%
über 25 Jahre nominal
über 50 Jahre nominal
34.000 €
152.000 €
Anzahl der Wohngebäude in Hessen:
Anzahl der Wohnungen in Hessen:
Wohnfläche in Mio m² in Hessen:
Anteil an der Wohnfläche in Hessen
Anteil am Heizwärmebedarf (Wohngebäude) in Hessen:
Heizwärmebedarfskennwert IST-Zustand in kWh/(m²a)
Heizölverbrauch im unsanierten Zustand in Liter pro Jahr
32.645
42.117
4,5 Mio m²
2,1%
2,2%
140,7
1912 l
Randbedingungen ändern
Kapitalzins
mittlere Energiepreissteigerung (letzte 25 Jahre)
Preis pro kWh Heizöl bei Abnahme von 3000 Litern
Haustyp wählen
kennwert
ohne
Warmwass
er-bereitung
in kWh/(m²a)
IST-Zustand:
Gas- Brennwert- anstatt Niedertemperaturkessel
Wärmeschutzisolierverglasung (13,52 m²)
12 cm Dämmung der OG-Decke (46,2 m²)
12 cm Dämmung der Außenwand (42,42 m²)
6 cm Dämmung der Kellerdecke (46,2 m²)
therm. Solaranlage mit 4 m² Kollektorfeld
Wirtschaftlichkeit Gesamtpaket ohne Solaranlage
Endenergieeinsparung durch Sanierung
Endenergieverbrauch nach Sanierung
179,2
154,7
148,2
120,4
88,2
77,4
5,5%
5,0%
3,8 Cent
Kosten pro
Mehrkosten
Amortisation
interner
eingesparte
Einsparung in
der
%
Maßnahme
in Jahren
Zinsfuß
kWh
13,7%
630 €
6,4 a
18,0%
2,4 Cent
3,6%
10 €/m²
5,2 a
24,1%
1,5 Cent
15,5%
38 €/m²
16,2 a
8,7%
4,4 Cent
18,0%
30 €/m²
9,9 a
14,0%
2,8 Cent
6,0%
14 €/m²
15,3 a
9,3%
4,2 Cent
4.711 €
11,7 a
12%
3,2 Cent
57%
Referenzwerte
43%
15 / 25
5%
3,8 Cent
7,25 Cent
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Gute Argumente für die Energieeinsparung am Gebäude
Der Darstellung der Wirtschaftlichkeit von Wärmedämmmaßnahmen und Heizungserneuerungen im Gebäudebestand sollte das Selbstbewusstsein nicht fehlen. Über die Energiesparmaßnahmen erfolgt eine Entlastung
des privaten Haushaltsbudgets. Die Maßnahmenkosten, werden durch die Heizkosteneinsparung zurückgezahlt. Diese Erkenntnis bei den Hauseigentümern bekannt zu machen, ist eine der großen Herausforderungen
in den kommenden Jahren.
Hierbei können diese Argumente helfen:
• Die Energiekosten wachsen stärker als die Inflation ( 5 % p.a. in den letzten 25 Jahren, 8-10 % in den
letzten 5 Jahren). Diese Steigerung ist nicht zufällig, sondern systematisch: Neue Ölquellen und Gasquellen sind teurer auszubeuten als alte, die Weltenergienachfrage steigt, ältere Öl- und Gasquellen versiegen.
• Wer nichts tut, den bestraft die Weltenergiepreisentwicklung: Er spart nichts, sondern zahlt weiter
höchste Heizkosten.
• Die Heizkostenentwicklung trifft das Haushaltsbudget dann besonders stark, wenn der Haushalt in die
Rentenphase eintritt (1-3 Monatsrenten pro Jahr für das Heizen).
• Die Einsparung ist sicher, denn die Heizkosten müssen ohne energiesparende Investition Jahr für Jahr in
wachsender Höhe weiter gezahlt werden. Es gibt deshalb keine alternative Geldanlagemöglichkeit zur
Heizkostenentlastung, auch wer in Aktien spekuliert, muss Heizkosten zahlen.
• Die Techniken des Wärmeschutzes an der Gebäudehülle und der modernen Heizkessel können mit den
ohnehin anstehenden baulichen Instandsetzungen verbunden werden.
• Die Techniken sind bekannt und verfügbar, planende und ausführende Bauberufe können sich als „Problemlöser“, Anbieter von Dienstleistungen: „Bauwirtschaft – wir halbieren den Heizenergieverbrauch“
profilieren.
• Über die Heizkosteneinsparung (über 25, 30, 50 Jahre) fließen nicht nur die Mehrkosten für Wärmedämmung und neuen Kessel zurück, sondern wird auch noch ein Teil der baulichen Instandsetzung finanziert.
• Energiesparende Maßnahmen machen das Gebäude wertbeständig. Energiekennwerte für Althäuser sind
in Vorbereitung, eine europäische Gebäuderichtlinie mit Gebäude-Energiekennwerten ist in Vorbereitung, in Mietspiegeln will man langsam die Heizkosten als Bewertungsgröße integrieren. Das alles sind
Argumente auch für Vermieter. Der Vermieter kann zusätzlich auf die geringen Heizkosten verweisen
und bekommt möglicherweise neuen Spielraum bei der Kaltmiete.
• Wärmeschutzmaßnahmen bringen Zusatznutzen: Schimmel verschwindet weitgehend, unbehagliche
Kältezonen (innere Oberflächentemperaturen von nur 10-15 °C sind in Frostperioden in Althäusern die
Regel) gehören der Vergangenheit an.
• Die neue EnEV 2002 fordert bereits ein begrenztes Handeln bei baulichen und anlagentechnischen Instandsetzungsmaßnahmen (z. B. U = 0,35 W/(m²K) bei der Putzerneuerung).
Bei der Ansprache von Hauseigentümern können Architekten, Ingenieure, Handwerk, Baubetriebe
Energieberater und andere also mit guten Argumenten selbst aktiv werden. Noch einmal einzelne Argumente für das Gespräch mit dem Hauseigentümer hervorgehoben:
Heizkosten bewusst machen – Heizkostenentlastung finanziert Einsparmaßnahmen
Die Summe der über die Jahre zu zahlenden Heizkosten machen sich Hauseigentümer meistens nicht bewusst.
Die enorme Höhe der Kostensumme ermöglicht die Argumentation: Hier liegt die „Hausbank“ des Eigentümers. Die Investition kann aus den sonst ohnehin anfallenden Heizkosten finanziert werden. Investiert man
nicht in die Heizenergieeinsparung spart man keinesfalls Geld, sondern zahlt weiter steigende Heizkosten.
„Tragen Sie Ihr Geld nicht zum Stadtwerk, sondern entlasten sie sich durch Wärmedämmung und moderne
Heiztechnik“, könnte eine Gesprächsführung sein. Das Programm „Rechnet sich das…?!“ zeigt den Heizkostenverlauf und die Summe in einer Grafik.
9
Abbildung: Heizkosten für ein EFH über 25 Jahre Baujahr 1965 (175 m² Wohnfläche)
Eine solche Jahresbelastung kann auch folgendermaßen im Zeitverlauf dargestellt werden. Die Grafik stellt dar:
Die Heizkosten damals zur Bauzeit, die Heizkosten heute und in 10 Jahren. Für ein EFH in Offenbach.
2.700 €
1.750 €
140 €
Baujahr 1955
2005
2015
Das ist noch nicht alles. Die Belastung für Heizung, Strom und PKW addieren sich: Jahreskosten im Beispiel:
Heizung 3000 Liter * 0,6 € pro Liter
Strom 3500 kWh * 0,19 € pro kWh
PKW 960 Liter * 1,4 € pro Liter *)
Summe
= 1.800 € pro Jahr
= 665 € pro Jahr
= 1.344 € pro Jahr
= 3.809 € pro Jahr
*) Fahrleistung 12.000 km pro Jahr bei 8 Litern Verbrauch pro 100 km
10
Die Heizkosten in der Zukunft – mit welchem Anstieg rechnen?
Mit 6,5 % pro Jahr stieg der Rohölpreis zwischen 1970 und 2000 an, der Inlandsölpreis mit 5 % pro Jahr. Im
öffentlichen Bewusstsein muss dieser Sachverhalt noch ankommen, da die Ölpreise über lange Phasen niedrig gehalten wurden und Preissprünge bisher jeweils nur von geringer Dauer erschienen. Auch fallen die
Energierechnungen (Heizung, Treibstoff, Strom) in kleinen Summen an, was sie eher unbedeutend erscheinen lässt. Dahinter bleibt verborgen:
• Die Zeit des billigen Öls ging 1974 zu Ende, und die notwendigen neuen Öl- und Gasquellen der Zukunft sind nicht billiger, sondern teurer auszubeuten.
• Die Anzahl der energiehungrigen Nachfrager am Weltenergiemarkt wird mehr und ihr Hunger leider
größer.
Der Blick in die Zukunft sollte also nicht optimistischer sein, als der Blick in die Vergangenheit: Und hier stieg
der Ölpreis in Deutschland um 5 % pro Jahr (im Durchschnitt) seit 1970 an.
Grafik: Anstieg des Rohölpreises 1960– 2003
2007 lag der Weltölpreis im Durchschnitt bei 74 Dollar pro Barrel (159 Liter) und damit nominal 100 % über
dem Höchststand von 1981 (zweite Welt-Ölpreiskrise). Im Inland werden 2008 bisher für HEL bei einer Bestellmenge von 3000 Litern ca. 74 Cent pro Liter bezahlt.
11
Entlasten Sie sich - Was kommt nach der Amortisation?
Wer nach der Amortisationszeit für Energiespartechniken am Haus fragt, will häufig „3-4 Jahre“ als Antwort
hören. Das Geld kommt mit Sicherheit zurück, nur nicht nach drei, sondern nach 10-15 Jahren. Häuser sind
keine Produktionsmaschinen der Industrie, die sich schnell abnutzen, wie hier auch der Produktabsatz ein Risiko
darstellt. Diese Risiken sollen in der Industrie durch kurze Kapitalrückflusszeiten begrenzt werden. Häuser sind
hingegen die langlebigsten Wirtschaftsgüter die wir in unserer Volkswirtschaft nutzen. Alles ist hier auf längere
Zeiträume angelegt, die Finanzierung und die Nutzung. Wer sein Geld bereits in 3 Jahren zurück haben will,
müsste auch Hypothekenkredite mit Laufzeiten von 3 Jahren akzeptieren oder hinnehmen, dass Bauteile nach 3
Jahren erneuert werden müssen.
Nach wie vielen Jahren habe ich mein Geld zurück, darf gefragt werden, aber die spannendere Frage ist: Was
geschieht in der Zeit nach der Amortisation? Dann entsteht eine Nettoentlastung für viele Jahre. Die Investition
ist zurückbezahlt und die Heizkosten bleiben niedrig, da die Energiespar-Techniken weiter Früchte tragen. Die
folgende Grafik zeigt am Beispiel eines Zweifamilienhauses (24 zum 8-Liter-Haus): Die Investition ist im 12.
Jahr zurückgezahlt, danach entsteht eine Nettoentlastung, die vom 12. nur bis zum 25. Jahr nominal 40.800 €
beträgt (Barwert ca. 20.000 €).
Grafik: Amortisation von Wärmedämmassnahmen und Heizungsmodernisierung an einem Zweifamilienhaus, Baujahr 1968, 242 m² Wohnfläche, bei 6,5 % Kapitalzins und 5 % Energiepreissteigerung
12
Energieeinsparung – Vorsorge für das Renteneinkommen im Alter
Rund 50 % der hessischen Rentner hatten 2002 ein Nettoeinkommen unter 1.500 EUR. Die hessischen Durchschnittsrenten lagen 2006 bei 500-900 EUR pro Monat. Die Heizkosten für ein Einfamilien-Altbau als 20-LiterHaus mit 130 m² Wohnfläche betrugen 2002 (ohne Gebühren, Wartung etc.) 988 € pro Jahr, also mehr als eine
Monatsrente, heute, 2008 2-3 Monatsrenten.
Tabelle. Rentnerhaushalte in Hessen nach HH-Nettoeinkommen 2002 /3/
Monatliches HH-Nettoeinkommen in €
Unter 900
900 bis unter 1300
1300 bis unter 1500
1500 bis unter 2000
2000 bis unter 2600
2600 bis unter 3200
3200 bis unter 4500
4500 oder mehr
Insgesamt
In Prozent
18,4 %
22,1 %
9,8 %
18,1 %
14,6 %
7.7. %
6,2 %
3,1 %
100 %
Wie die Renten sich weiterentwickeln, wissen wir nicht, wir wissen nur, dass die Steigerung nicht 5 % pro Jahr
betragen wird, wie bei den Heizkosten. Woraus sich Rentner und „Hauserben“, die jetzt im Alter von 30-35
Jahren ihr Althaus umbauen, einstellen sollten, kann man recht klar sagen: von 1.000 € auf rund 3.100 € pro
Jahr wird die Kostenbelastung nominal für ein 20-Liter-Haus steigen. Das sind 2-4 Monatsrenten. Wenn man
sein Haus abbezahlt hat, ist mit den Heizkosten eine neue Belastung erwachsen. Man hat also allen Grund, sein
„Heizkostenrisiko“ auch für die Rentenzeit zu reduzieren. Althauskäufer und Erben können mit diesem Argument besonders angesprochen werden.
Tabelle: Die Entwicklung der Heizkosten für ein 20-Liter-Haus mit 130 m² Wohnfläche bei 5 % Energiepreissteigerung pro Jahr über 25 Jahre betrachtet (58 Ct/Liter HEL)
Heizkosten für ein EFH über 25 Jahre
5 % Energeiepreissteigerung, Einstiegspreis 58 Ct./Liter HEL
6.000 €
5.000 €
4.000 €
3.000 €
2.000 €
71.900 €
1.000 €
0€
1
2
3
4
5
6
7
8
9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25
13
Was tun?
Grundsätzlich sollte sich das Handwerk und die planenden Berufe auf ihre eigene Kraft besinnen und Informationsaktionen über die, Kammern, Innungen und sonstigen Berufsverbände selbst in die Hand nehmen.
Einzelne Betriebe können z.B. gezielt die Fragebögen zum „Energiepass Hessen“ als Dienstleistung in Siedlungen der sechziger Jahre, fünfziger Jahre... verteilen und auf sich als Gebäudeenergieberater und ausführenden Betrieb für Außenwanddämmung hinweisen. Sie können Informationsabende für Hauseigentümer
zusammen mit Partnern o.ä. organisieren usw.
Beim Energiesparen rund ums Gebäude hilft auch die Förderung des Bundes. Das KfW-CO2-Gebäudesanierungsprogramm kann als eigenständiger Anlass genutzt werden, um z.B. ehemalige Kunden über diese
günstigen Förderkredite für die energiesparende Erneuerung von Gebäuden zu informieren. Mit dem Hinweis: „Lassen Sie Ihr eigenes Geld auf der Bank, finanzieren sie billig mit der KfW .... und lassen Sie die
Energiesparmaßnahmen von mir als Architekt, Ingenieur oder Fachfirma für energiesparende Sanierung
ausführen. Mit dem „Energiepass Hessen“ helfe ich Ihnen bei der Entscheidungsvorbereitung für die richtigen Maßnahmen für Ihr Haus.“
Dies sind neue Formen der Kundenansprache, vielleicht für viele Betriebe und Planungsbüros ungewohntes Handeln. Aber es sind auch ungewöhnliche Zeiten, mit einer halbierten
Neubaunachfrage, die neue Wege erforderlich machen. Nur wer sich bewegt, kann gewinnen.
Literatur:
/1/ Ebel, Eicke-Hennig u.a. Energieeinsparung bei Alt- und Neubauten, Heidelberg 2000
/2/ Ebel, Witta, IWU, Teilbericht Energiebedarf und Stoffinventare von Wohngebäuden, Studie im Auftrag
der Enquete-Kommission „Schutz des Menschen und der Umwelt“, Darmstadt 1996
/3/ Hessisches Statistisches Landesamt, Staat und Wirtschaft in Hessen 4/2003
Quellentexte für Kostenannahmen:
BKI Baukosteninformationszentrum Deutscher Architektenkammern, Objekte, Energiesparendes bauen im
Altbau, Stuttgart 2002
Dito, Statistische Kostenkennwerte für Gebäude, Stuttgart 2005
Dito, Bauelemente mit Positionen, Stuttgart 2005
Dito, BKI-Objekte, Niedrigenergie- und Passivhäuser, Stuttgart 2001
Dito, Wärmeschutz-Konstruktionsdetails mit Baupreisen, Stuttgart 2004
Grunau, Wirtschaftlich Bauen, Stuttgart IRB-Verlag, 1996
Fahrenholtz, Handbuch für den Dachdeckermeister, Bochum 2006
SirAdos Baudaten Baukosten-Elemnte, Dachau 2006
König, Mandl, Baukosten-Atlas, WEKA-Verlag, Kissing 2005
Heinze Bauoffice, 2006 ff.
Standard-Leistungsbuch Bau 2006 ff.
Schmitz u.a., Baukosten 2006 Instandsetzung-Sanierung, Essen 2006
Bremer Energie-Institut, Energieeinsparung im Wohnungsbau, Teil 1 und 2, Bremen 1998
IWU/Enquete-Kommission Schutz der Erdatmosphäre, Kostenermittlung für wärmetechnische Maßnahmen an
der Gebäudehülle, Mai 1993
Passivhaus-Institut, Heizung im Niedrigenergiehaus, Darmstadt 1998
Passivhaus-Institut, Wirtschaftlichkeitsuntersuchung ausgewählter Energiesparmassnahmen im Gebäudebestand, Darmstadt 1998
TU Dresden, Prof. Richter, Bewertung von kostengünstigen anlagentechnischen Maßnahmen im Gebäudebestand, Dresden und IRB-Verlag Stuttgart 1999
14
Kostenkatalog für optimale Energiesparmassnahmen im Gebäudebestand: Außenwand, Keller und Steildach.
Kosten [€ je m2 Bauteilfläche]
Preisstand 2006 in € incl. MWST
Schichtdicke
[cm]
Einfamilienhaus
Mehrfamilienhaus
ohnehin
ohnehin
anfallende
Kosten
AUSSENWAND
+ Mehrkosten Wärmeschutz
anfallende
Kosten
€
€
Hochhaus
+ Mehrkoohnehin
sten Wärmeanfallende
schutz
Kosten
+ Mehrkosten Wärmeschutz
€
•
Vorhangfassade: EPS/MF Dämmplatten 12 cm, Hinterlüftung, Außenverkleidung
12
120
28
100
25
10
25
•
Wärmedämmverbundsystem: 12 cm Dämmplatten auf Altverputz, gewebearmierter Neuverputz
12
70
40
65
30
60
35
•
Innendämmung: 6 cm Dämmplatten, evtl. Dampfbremse, Deckschicht
6
22
16
22
16
22
16
•
Kerndämmung: Einblasen von 6 cm Dämmstoff in Luftschicht zweischaliger
Außenwände
6
0
23
0
23
6
0
18
0
19
0
19
KELLER
•
Kellerdecke: Unterseite mit Dämmplatten bekleben, 6 cm stark, Lattenverschläge abändern
•
Keller dämmen: Wände beheizter und Decken kalter Räume mit 6 cm Dämm- 6
platten, Dampfsperre und Deckschicht versehen
11
20
11
19
9
18
ƒ Kelleraußenwände dämmen: Wände beheizter Räume mit 6 cm Dämmplatten, 6
Dampfsperre und Deckschicht, wahlweise XPS verputzt
11
20
11
19
9
18
•
5
38
12
32
11
28
11
Erdgeschoß-Fußboden erneuern: 5 cm Dämmplatten, schwimmender Estrich
STEILDACH
•
20 cm Dämmstoff in Dachschrägen und Kehlbalken winddicht einbauen, Aufdoppelung, Dampfbremse (bei Neueindeckung)
20
95
28
90
26
•
20 cm Dämmung zwischen und unter Sparren, winddicht, Dampfbremse (bei
Ausbau oder neuer Innenverkleidung)
20
35
28
32
26
•
12 cm Zusatzdämmung in Schrägen und Kehlbalken (Neueindeckung, Aufdoppelung)
12
95
18
82
12
•
20 cm Auf-Sparren-Dämmung mit Dampfsperre und Holzschalung (neue Eindeckung)
20
96
51
95
50
•
Zusatzdämmung: 12 cm Dämmstoff in Belüftungsraum der Dachschräge und
auf Kehlbalkenlage einblasen
12
0
15
0
14
15
Kostenkatalog für optimale Energiesparmassnahmen im Gebäudebestand: Flachdach, OG-Decke, Fenster.
Kosten [€ je m2 Bauteilfläche]
Preisstand 2006 in € incl. MWST
Einfamilienhaus
Schichtdicke
[cm]
ohnehin
anfallende
Kosten
Mehrfamilienhaus
+ Mehrkosten ohnehin
Wärmeschutz anfallende
Kosten
Hochhaus
+ Mehrkosten Wärmeschutz
ohnehin
anfallende
Kosten
+ Mehrkosten
Wärmeschutz
FLACHDACH
•
Kaltdach: 20 cm Einblasdämmung in Belüftungsraum, Neuaufbau der luftdich- 20
tenden Ebene
100
25
98
25
95
24
•
Flachdach (Warm), 18 cm XPS-Wärmedämmung verstärken, neue Dachhaut
18
88
55
81
50
81
55
•
Warmdach: Umkehrdach, 14 cm XPS-Dämmplatten auf alter Dachhaut, evtl.
Kiesauflage
14
60
50
60
45
60
45
OBERGESCHOSS-DECKE
•
Dachbodenfläche, 20 cm Einblasdämmung (nicht begehbar)
20
0
25
0
23
0
23
•
Dachbodenfläche mit 20 cm Dämmplatten belegen (begehbar)
20
0
33
0
33
-
-
FENSTER
U-Wert
2
[W/(m K)]
•
neue Fenster mit Zweischeiben-Wärmeschutzverglasung
Uw 1,5
380
25
360
24
350
23
•
Ersatz vorhandener Isolierverglasung durch Wärmeschutzverglasung
Ug 1,1
105
25
91
24
75
23
ƒ
Ersatz vorh. Fenster durch Fenster mit Uw 0,85 (Dreifach-ISO-Glas + verbesserte Rahmen mit Uf 0,8)
420
145
400
130
400
130
Kostenkatalog Energiesparmassnahmen Heiztechnik
Preisstand 2006 in € incl. MWST
Kosten EUR pro Einheit
Einfamilienhaus
Mehrfamilienhaus
Hochhaus
OhnehinKosten
+ Mehrkosten
OhnehinKosten
+ Mehrkosten
OhnehinKosten
+ Mehrkosten
ƒ
Erneuerung Altkessel durch Niedertemperaturkessel Öl/Gas incl. WWSpeicher
7500
0
12500
0
12500
0
•
Erneuerung Altkessel durch Brennwertkessel Gas incl. WW-Speicher
7500
1000
12500
1000
12500
3500
•
Erneuerung Altkessel durch Brennwertkessel Öl incl. WW-Speicher
7500
2000
12500
3500
12500
7000
ƒ
Elektrowärmepumpe, Einbau Fußbodenheizung, Bohrung für Erdreichnutzung, Planung
7500
12000
12500
20000
12500
45000
•
Ersatz Altkessel durch Pelletkessel, Pelletlager
7500
8500
12500
25000
12500
28000
•
Solaranlage für EFH 4-6 m²
0
4500
-
-
-
-
•
Solaranlage für MFH Kosten pro Wohnung 1,0-1,5 m² pro Bewohner
-
-
0
1200 * WE
0
1200 * WE
8-10
8-20
8-10
8-20
8-10
8-20
ƒ
Dämmung von Heizungsrohren nach EnEV , € pro m
ƒ
Neue stromsparende Umwälzpumpe (0,15 Welektrisch/m² Wohnfl.) im EFH/RH
0
250
-
-
-
-
ƒ
Thermostatventil erneuern
45
0
0
40
0
40
ƒ
Neue Warmwasser-Zentralheizungsverteilung einbauen € pro Raum
0
400 pro Raum 0
400 pro Raum 0
400 pro Raum
ƒ
Neue Abgasleitung außen einbauen € pro m
0
150 pro m
0
150 pro m
0
150 pro m
ƒ
Photovoltaik: Solarzellen für die Stromerzeugung pro kWpeak (=10 m²)
0
4500
0
4500
0
4500
17
Erforderliche Angaben für eine dynamische Wirtschaftlichkeitsberechnung
Energieeinsparung bzw. Heizkosteneinsparung
Berechnungsergebnis aus dem EDVEnergieberatungsprogramm
Investitionsmehraufwand gegenüber einer reinen Der heutige Wert der Investition = Barwert. Aus
Instandsetzungsmaßnahme
Tabellen, eigenen Erfahrungswerten, Literatur
Kapitalzinssatz pro Jahr
Zins für langfristige Kapitalanlagen. Hiermit werden die in der Zukunft stattfindenden Heizkostenentlastungen auf ihren heutigen Wert „abgezinst“.
Energiepreis
Aktuelle Preisbeobachtungen, Voreinstellungen
im EDV-Programm aktualisieren
Energiepreissteigerung pro Jahr
5 % als langfristiges 30-zigjähriges Mittel der Vergangenheit. Hiermit werden die Heizkostenentlastungen der Zukunft Jahr für Jahr erhöht, „aufgezinst“.
Berechnungsverfahren
z.B. dynamische Berechnung, Kapitalwertmethode: Abzinsung zukünftiger Heizkostenentlastungen (Barwert).
18
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Seele and Geist
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