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Das Magazin für Senioren und wie feiern Sie - Dinslaken

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LebensZeit
Ausgabe Nr. 9
Dezember 2009 - Februar 2010
Das Magazin für Senioren
Fotos: Michael Kotz, Klaus Ulrich; Fotomontage: Klaus Ulrich
... und wie feiern Sie Weihnachten ?
LebensZeit
Vorwort
Alle Jahre wieder ...
Gedanken zu ...
Liebe Leserinnen und Leser!
Weihnachten ...
...unser Schwerpunktthema
in dieser Ausgabe. Alt und abgedroschen sollte man meinen. Ich würde mich in der
Tat davor hüten, diesen Gedanken auszusprechen. Alt
schon, doch eher altehrwürdig, aber nie langweilig über
ein solches Thema zu schreiben. So wie die Zeit fließt
und unsere Gesellschaft sich
weiter entwickelt ändert sich
unsere Haltung und unsere
Beziehung zu unseren religiösen Werten. Unser Umgang
mit solchen sich wiederholenden festlichen Ereignissen mit
Symbolcharakter passen sich
naturgemäß unserem Zeitgeist an, ohne dabei an Anziehungskraft zu verlieren.
Unsere Redakteure haben
sich bemüht, dieses Ereignis
von mehreren Seiten zu beleuchten. Eigene Erfahrung,
eigene Erlebnisse sowie die
scharfe Beobachtung unserer
Mitmenschen, gepaart mit historischem Rückblick waren
uns hilfreiche Instrumente.
Wie man feststellen kann, ist
das Ganze wahrlich facettenreich. Der Kommerz hegt in
dieser Zeit große Gewinnhoffnung, die Kirche eine Rückbesinnung und innere Einkehr,
Schulkinder freuen sich über
gewünschte teure Geschenke und nicht minder Schullehrer, dass sie Ferien haben.
Man könnte den Bogen weiter
spannen, damit aber genug.
Die nachfolgenden Beiträge
werden das besser bewerkstelligen.
Mit weihnachlichen Grüßen
Ihr
Dr. M.Hariri
2
Viele Jahre über fragte ich mich, ob das alles tatsächlich so
sein muss: die übervollen Schaufenster mit ihren viel zu früh
ausgebreiteten Weihnachtsangeboten, der Kaufrausch und der
Geschenkstress, die wochenlange Weihnachtsmusikberieselung in den Kaufhäusern und auf den Märkten, die vielen Weihnachtsfeiern im Betrieb und in den Vereinen – immer mehr und
immer größere Erwartungen und Ausgaben ... geht das nicht
am eigentlichen Sinn, dem Fest der Menschwerdung der Liebe
Gottes, und der Nächstenliebe vorbei ?
Sicher, auf den Weihnachtsschmuck, die Lichter, den Duft von
Tanne und Weihnachtsgebäck und vielleicht auch von Glühwein
und Bienenwachskerzen werden die wenigsten verzichten wollen. Vielen Menschen, selbst wenn sie der christlichen Kirche
fernstehen und dem christlichen Glauben entfremdet sind, bedeutet das vorweihnachtliche und weihnachtliche Brauchtum
sehr viel. Die Weihnachtslieder, die Weihnachtsgeschichten und
die berühmte deutsche Gemütlichkeit will kaum ein Mensch in
dieser Zeit des Jahres missen.
Vor allem aber die Freude der Kinder wollen wir hochhalten :
die Kinder, ihre großen Erwartungen, ihre leuchtenden Augen,
ihre ansteckende Vorfreude und die Weihnachtszeit gehören
auf geheimnisvolle Weise zusammen! Wer wollte den Kindern
die Wunschzettel und die Geschenke unter dem Weihnachtsbaum nehmen! Doch davon einmal abgesehen - warum lassen
wir uns immer wieder von dem sonstigen Rummel und dem
Stress ergreifen? Warum lassen sich die meisten von uns immer wieder fangen von dieser Hektik, von den vielen Verpflichtungen, angefangen bei den Karten und Päckchen bis hin zur
ewigen Kocherei, von den Qualen des Nachdenkens: Was soll
ich nur schenken? Muss das sein?
Viele Jahre über habe ich in diesem Verhalten kaum einen Sinn
erkennen können. Bis ich im vergangenen Jahr durch die Beschäftigung mit einigen Worten im Römerbrief (Kapitel 13,812) entdeckt habe, dass diese ganze Hektik einen tieferen Sinn
haben kann.
Im Textzusammenhang werden dort die Christen ermahnt,
ihre (Steuer-) Schulden zu zahlen und ihrer Schuldigkeit ge
In dieser Ausgabe
1
2-3
4
5
7
8-9
10
11
12
13
14
15
16-17
18
19
20
Titelseite
Vorwort; Alle Jahre wieder .....
Der gedeckte Tisch
Zoff unterm Weihnachtsbaum
Die Buchbesprechung
Und wer nimmt Mutter ?
Stille Nacht! Heilige Nacht!
Weihnachtssymbole im geografischen Focus
Weihnachtstagebuch
Ein Licht in der Dunkelheit Das Weihnachtsschwein
Weihnachten einmal anders
Rezepte
Ruhr 2010 - will ich sehn!
Veranstaltungen
Veranstaltungen, Finanzielle Unterstützung, Impressum
LebensZeit
... kommt der Advents- und Weihnachtsrummel
... Sinn und Unsinn der Advents- und Weihnachtszeit
genüber dem Staat nachzukommen. Doch dann die große Ausnahme von der Regel: Die Liebe schuldet ihr einander immer,
heißt es da. Auch wo noch so viel Liebe gegeben wird, bleiben
Schulden bestehen. Die Liebe schuldet ihr einander immer!
Was das mit dem Weihnachts-, Kauf- und Geschenkrummel zu
tun hat? Ich meine, die Schulden der Liebe werden uns hier
bewusst!
Alle Jahre wieder rufen wir uns Verbindlichkeiten und Verpflich-
tungen in Erinnerung: Ihm oder ihr muss ich unbedingt noch
schreiben, wenigstens zu Weihnachten! Dort muss ich mal vorbeischauen, mir die Zeit nehmen, die kostbare, wenigstens im
Advent! Sie muss ich bedenken, da muss ich mich bedanken,
hier etwas wieder gutmachen, dort eine kleine Freude bereiten. Alle Jahre wieder bricht zumindest die dumpfe Ahnung
über uns herein, dass wir in der Liebe an kein Ende kommen.
Deshalb stürzen wir uns in die Betriebsamkeit und sind auch
über unseren eigenen Lebenskreis hinaus zu dieser Zeit besonders gebefreudig und ansprechbar für menschliche Not.
Aber woher rührt dann unser Unbehagen gegenüber dem
Weihnachtsrummel? Ich vermute, das hängt mit den Motiven
unseres „Liebens“ zusammen. Zeigen wir mit unseren Karten,
Geschenken, Besuchen und Feiern an, dass wir einander in Liebe zugetan sind? Oder versuchen wir die Liebe wieder einmal
abzuzahlen wie Steuern oder Zinsen? Nach dem Motto: Das
wäre dann geschafft, nun sind wir quitt. Nun ist keine Dankesschuld mehr offen! Es ist klar, damit stiehlt man sich aus der
Erwartung, einander Liebe zu schulden und selber auch ein
„Liebes-Bedürftiger“ zu sein.
Dass der Advents- und Weihnachtsrummel ein liebloses, erschöpfendes Geschäft werden kann - das wissen wir alle. Doch
wenn wir uns bewusst machen: Wir wissen uns und unsere
Mitmenschen alle zur Liebe verpflichtet, und das versuchen wir
in dieser Zeit besonders deutlich zum Ausdruck zu bringen,
dann kann die Advents- und Weihnachtszeit zu einer hellen
Zeit werden, die uns einander näher bringt.
Geht es nicht um ein hektisches Abzahlen und Vergelten, um
Text, Foto: Michael Kotz
ein Zufriedenstellen oder ähnliches, sondern darum, einander deutlich zu machen, dass
wir in Liebe verbunden sind
und bleiben wollen, dann wird
der Sinn von Weihnachten
Wirklichkeit. „Die Liebe höret
niemals auf“! (1. Kor. 13)
Sehe ich die Advents- und
Weihnachtszeit
in
diesem
Licht, dann kann aus der Zeit
der Hektik und Betriebsamkeit
tatsächlich eine besonders
lichtdurchdrungene Zeit werden: das bewusste Lächeln,
das liebevolle Einfühlungsvermögen, die Ruhe miteinander,
für die eigentlich keine Zeit
war, das neue Zuhören und
Ermutigen und viele andere kleine Aufmerksamkeiten
der Liebe sind dann durchaus
sinnvolle und sinnstiftende
Zeichen in dieser Welt, die uns
für offen halten für den anderen Menschen.
Vielleicht entdecken wir dann
auch, dass viel mehr Liebe
unter den Menschen ist, als
wir gedacht, geglaubt oder
immer wieder behauptet haben. Schon durch unsere veränderte Sicht, wird sie größer und natürlich durch unser
Tun. Wie sagte jemand doch
so schön: Liebe ist das einzige, das wächst, wenn man sie
verschenkt.
In der Tat. Liebe zu üben, tut
nicht nur anderen Menschen
gut und not, sondern auch einem selber.
Also freue ich mich nun auf
die kommende Zeit. Will nicht
„abbezahlen“, sondern weiter geben und schenken und
mich mit anderen an dem
Sinn von Weihnachten freuen.
In diesem Sinne
wünsche ich Ihnen
ein frohes und „Sinn-volles“
Weihnachtsfest.
3
LebensZeit
Der gedeckte Tisch
Wir tun seit 10 Jahren in Dinslaken das, was auch in vielen
anderen Städten eine gängige Praxis ist: Wir bieten denen
eine warme Mahlzeit, die sie sich
nicht leisten können. Dazu gehören die Obdachlosen bzw. die
Nichtsesshaften - Menschen mit
wenig Geld, viele junge Männer
ohne eigenes Zuhause, allein erziehende Mütter mit ihren Kindern, aber seit langem immer
mehr ältere Frauen und Männer.
Unser Arbeitskreis spricht von
Obdachlosen und Bedürftigen –
der Schritt von der Bedürftigkeit
Text: Ingrid Igel, Foto: Klaus Ulrich
„gesunde Tüte“, gefüllt mit Kartoffeln und Obst dieser Region.
Unser guter Kontakt zu hiesigen
Landwirten macht dies möglich.
Falls noch Ware übrig ist, bringen wir sie zum Frauenhaus,
zum Friedensdorf oder in die
Fliehburg. An finanziellen Mitteln
steht uns ein kleines Budget der
Ev. Kirchengemeinde zur Verfügung. Ansonsten sind wir auf
Spenden angewiesen für Lebensmittel, Schlafsäcke, Wolldecken,
Unterwäsche usw.
Kamen anfangs nur etwa 20 Personen an unseren „gedeckten
Frau Igel im Gespräch mit Dr. Hariri
4
in die Obdachlosigkeit ist oftmals
nur sehr klein.
Bis Ende 2006 in den Räumen der
Christuskirche, ab Januar 2007
in der Friedenskirche in Dinslaken bieten wir z.Zt. zweimal im
Monat (jeden zweiten Freitag
und jeden dritten Samstag) kostenlos einen „Gedeckten Tisch“
an – freitags ein herzhaftes
Abendessen und samstags eine
kräftige Suppe bzw. einen Gemüseeintopf. Danach gibt es Kaffee
und Kuchen. Das alles in einem
warmen Raum an freundlich gedeckten Tischen mit Blumen und
Kerzenlicht. Zum Teil werden die
hierfür benötigten Lebensmittel
von Dinslakener Geschäftsleuten gespendet. Vor jedem „gedeckten Tisch“ fahren wir rund
und holen die Lebensmittel ab.
Oft können wir jedem Besucher
noch ein Päckchen mitgeben. Auf
jeden Fall erhalten unsere Gäste für Zuhause eine sogenannte
Tisch“, so waren es im Dezember
2000 schon 63 Personen. An unseren Weihnachtsfeiern nehmen
im Schnitt 120 Gäste teil.
Seit 2008 versorgen wir auch bedürftige Familien innerhalb des
Pflegedienstes der Diakoniestation in Hiesfeld. Für diese pflegebedürftigen alten Menschen stellen wir Lebensmittel zusammen,
die von den Zivildienstleistenden
der Diakoniestation abgeholt
und zu den Bedürftigen gebracht
werden.
Inzwischen hat sich auch mit
großem Erfolg eine Kleiderausgabe etabliert, die gute, gebrauchte
Kleidung anbietet.
Ganz wichtig ist es, dass wir bereit sind, unseren Gästen zuzuhören, ob es konkrete aktuelle Nöte
gibt, die wir mit ihnen zusammen
beseitigen können. Keiner muss
nachweisen, dass er und warum
er bedürftig ist. Wir stellen keine
Fragen. Wenn jemand etwas auf
dem Herzen hat, kommt er von
sich aus auf uns zu.
Neu hinzugekommen ist unsere Hilfe für die Kindertagesstätte „Düppelpunkt“. Dort werden
kleine Kinder aus sozial schwachen Familien ganztägig betreut.
Wenn sie eingeschult werden, ist
weiterhin diese Kita die zentrale
Anlaufstelle auch für die Schulkinder. Hier erhalten sie bereits
vor der Schule ein Frühstück und
auch nach der Schule ist die Kita
für diese Kinder da. Dort wird
auch dringend Kinderkleidung
benötigt, die wir inzwischen aus
unserem Fundus regelmäßig an
den „Düppelpunkt“ weitergeben.
Spenden werden gerne entgegengenommen.
Inzwischen haben wir 28 ehrenamtliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, wobei zu den jeweiligen Terminen mindestens 10
Mitarbeiter vor Ort sein müssen.
Das ist wichtig, denn anschließend muss der „alte“ Zustand
wiederhergestellt werden, das
heißt Tische und Stühle wegräumen, Fegen, Spülen, Putzen
usw..
Außer den oben genannten Mitarbeitern unterstützen uns regelmäßig Schülerinnen und Schüler
der
Jeanette-Wolff-Realschule
aus Dinslaken und der Realschule
im Gustav-Heinemann-Schulzentrum Hiesfeld bei unserer Arbeit.
Im Rahmen des Religions- und
Sozialkundeunterrichtes leisten
die Schüler der Klasse 7/8 ihren Dienst in unserer Einrichtung
und sind mit großem Eifer dabei.
Diese Kooperation zwischen den
Schulen und unserem Arbeitskreis besteht bereits seit 2003.
Wir können uns den „Gedeckten
Tisch“ ohne die Hilfe dieser jungen Leute gar nicht mehr vorstellen, vor allem auch in den Weihnachts- und Osterfeiern.
Falls Sie uns eine Spende zukommen lassen möchten, freuen
wir uns sehr. Bankverbindung:
Evangelische Kirchengemeinde
Dinslaken, Konto-Nr. 100 255
bei der Sparkasse Dinslaken,
BLZ 352 510 00. Stichwort: Obdachlosen- und Bedürftigenarbeit. Selbstverständlich wird Ihnen eine Spendenbescheinigung
übersandt. Vielen Dank!
LebensZeit
Zoff unterm Weihnachtsbaum
Die nach Lukas im zweiten Teil
der Weihnachtsgeschichte erfolgte weihnachtliche Botschaft „Ehre
sei Gott in der Höhe und Friede
auf Erden und den Menschen
ein Wohlgefallen“ hat in vielen
Familien an den Weihnachtsfeiertagen keine Bedeutung mehr,
wenn bei zunächst feierlicher
Stimmung und Kerzenschein bei
dem ein oder anderen aus dem
geringsten störenden Anlass im
Kopf eine Sicherung durchbrennt
und sich dann der über das ganze
Jahr aufgestaute Frust entlädt.
Das könnte dann mit dem Satz
beginnen: „Was ich Dir schon immer mal sagen wollte…“, worauf
der andere erwidert: „Na gut,
wenn wir jetzt schon einmal dabei sind, dann…“ Wenn auch nur
bei einem der Familienmitglieder
bzw. Angehörigen eine solche
Situation eintritt, dann kommt
es häufig auch bei den übrigen
Anwesenden zu einer kollektiven Generalabrechnung, die oft
in Handgreiflichkeiten endet.
Und das kommt nicht nur in den
bildungsfernen Schichten vor,
sondern genauso in den so genannten „besseren Kreisen“. Dabei müsste jedem eigentlich klar
sein, dass schwelende Familien- oder Partnerschaftsprobleme
nicht durch das Weihnachtsfest
beseitigt werden können. Es ist
allerdings auch nicht zu verkennen, dass Weihnachten besonders bei getrennt lebenden Eltern
und deren Kinder durchaus ein
Menge Zündstoff bieten kann.
Hier sollte zwischen den Beteiligten möglichst vorher alles präzise abgesprochen werden. Wenn
es dann bei durchaus gutem Willen und Kompromissbereitschaft
der Eltern trotzdem zu Auseinandersetzungen kommt, dann liegt
das vielfach daran, dass sich jeder Elternteil bei der Anzahl und
Wertigkeit der Geschenke bei
den Kindern einen Vorteil verschaffen will. Interessant ist übrigens, dass jede dritte Scheidung
unmittelbar nach Weihnachten
eingereicht wird. Ursache ist der
Stress, der dadurch entsteht,
dass die Angehörigen eng beieinander sind, Nörgeleien und
Unzufriedenheit aufkommen, die
Text: Jürgen Zima, Fotomontage: Klaus Ulrich
dann anschließend in unsachlichen und endlosen Diskussionen
– und manchmal dann eben auch
in Prügeleien - enden.
Umfragen haben ergeben, dass
Weihnachten für jeden vierten
Deutschen purer Stress bedeutet, und bei fast jedem sechsten Bundesbürger eine gereizte
Stimmung herrscht. Dabei sind
Frauen mehr gestresst als Männer. Das liegt daran, dass die
Frauen kurz vor dem Fest noch
die ganze Wohnung von oben
bis unten putzen, sich über das
4-Gänge-Festmenü den Kopf zer-
Schmücken des Baumes zuständig ist. Wenn es immer dieselbe
Person ist, dann kann diese auch
niemand anderen dafür verantwortlich machen, dass die Lichterkette fast unentwirrbar verknotet ist. Ein weiterer wichtiger
Punkt ist die Auswahl des Festmahls, und wer sich in welchem
Umfang an dessen Zubereitung
beteiligt. Wenn dann außer der
Frau oder Mutter niemand bereit ist für die Zubereitung drei
oder vier Stunden in der Küche
zu verbringen, dann sollte man
sich vielleicht auf ein kaltes Buf-
brechen und alles daran setzen,
es möglichst allen recht zu machen. Von der Hektik, die Weihnachtsgeschenke noch rechtzeitig zu besorgen zu müssen, ganz
zu schweigen.
Wenn jeder ernsthaft daran interessiert ist, die Weihnachtsfeiertage harmonisch zu gestalten,
der sollte bestimmte Grundregeln beherzigen, welche die Gefahr von Missstimmungen weitgehend ausschließen.
Innerhalb der Familie sollte man
sich darüber einigen, wie man
Weihnachten feiern möchte. Außerdem ist es wichtig, die Aufgabenverteilung abzustimmen.
Das beginnt schon mit dem Kauf
des Weihnachtsbaumes. Alleine
das ist schon eine Aktion, die von
jedem Partner ein hohes Maß an
Geduld und Selbstbeherrschung
fordert, bis man sich endlich auf
ein Exemplar geeinigt hat. Sinnvoll ist es auch, dass einer für das
fet verständigen.
Ein weiterer Tipp: Die Weihnachtstage sollten auf jeden Fall
nicht ausschließlich mit tatenlosem Herumsitzen verbracht
werden. Spaziergänge, Gesellschaftsspiele, Kirchgänge oder
Besuche von Freunden vertreiben die Langeweile und lassen
so leicht niemanden auf dumme
Gedanken kommen. Allerdings
sollten zwischendurch auch Zeiten der Entspannung mit eingeplant werden. Jeder Mensch
benötigt in dieser Zeit auch gewisse persönliche Freiräume, die
er selbstverständlich auch seinen
Mitmenschen zugestehen sollte.
Wenn diese einfachen Grundsätze beachtet werden, dann stehen
die Zeichen gut dafür, dass das
Weihnachtsfest nicht in einem
Chaos endet.
5
LebensZeit
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Die Buchbesprechung
Weihnachten
nach dem Krieg
Text: Jens Hundrieser
Foto: Internet, Bundeszentrale
für politische Bildung
Weihnachten nach
dem Krieg.
Econ Verlag: 1995.
8,95 EUR
In Zusammenhang mit
dem fünfzigsten Jahrestag des Kriegsendes erscheint ein Buch, in dem
prominente Persönlichkeiten aus verschiedenen Bereichen sich an ihr erstes
Weihnachtsfest nach dem
Krieg erinnern. Zu Wort
kommen u.a. Rut Brandt,
Ignatz Bubis, Theo Sommer und Wolfgang Leonhard.
Deutsche Zivilisten warten im März 1945
in Manheim auf eine Essensration.
Foto: AP
LebensZeit
In ihren Schilderungen
spiegeln sich die Situation
und die Probleme der Zeit,
zerstörte Städte, der Hunger und das Bemühen ums
Überleben, Flucht und Vertreibung, Gefangenschaft,
Leben unter der Besatzung
und viele weitere Miseren.
Trotz aller Ungewissheit in
der Zukunft gibt es aber
auch Hoffnung, zumindest
die Erleichterung, davon
gekommen zu sein.
Ein Weihnachtsbuch der
besonderen Art. Ältere
Menschen werden sich an
das eigene erste Weihnachtsfest erinnern, jungen Menschen ist es ein
Stück Zeitgeschichte, das
ihnen die Nachkriegssituation nahe bringt.
7
LebensZeit
Und wer nimmt Mutter ?
Es war an ihrem Geburtstag im November. Natürlich hatte sie es nicht hören sollen, nein,
sie hatte auch nicht gelauscht, als sie an der
Küchentür vorbei gegangen war, wo Karin und
Sandra das Kaffeegeschirr in die Spülmaschine räumten, aber es war auch nicht zu überhören gewesen.
„Also, wir wollen in diesem Jahr zum Skilaufen fahren, und warum sollen wir uns da vorher hier den ganzen Weihnachtstrubel antun.
Könntet Ihr denn nicht Mutter zu Euch nehmen am Heiligen Abend?“
„Nein, auf keinen Fall, wir hatten Mutter voriges Jahr, sogar über alle Feiertage. Dieses
Jahr seid Ihr dran, so haben wir es damals
ausgemacht, jeder ein Jahr.!“
Natürlich, Sandra und Heinz, ihr Sohn, waren
„dran“, sicher, voriges Jahr war sie bei Karin
und Rolf gewesen. Aber war es denn so ein
Opfer, sie am Heiligen Abend zu ertragen?
Viele Jahre lang war der Heilige Abend in ihrem Haus gefeiert worden, mit Sohn, Tochter,
Schwiegerkindern und vor allem mit den Enkelkindern. Doch seit ihr Mann tot war, hatte
sie die Feiertage abwechselnd bei den Kindern
verbracht, und sie hatte angenommen, dass
es denen genauso gut gefiel wie ihr.
Aber nun das, die Kinder stritten sich, wer
„dran“ war, Sie war einfach nur noch traurig.
Es war Donnerstag, sie traf sich wie immer
beim Seniorenkreis mit Luise.
„Was ist mir dir los, Helma, du siehst so traurig
aus!“
Zuerst wollte sie nicht mit der Sprache heraus,
aber als die Freundin keine Ruhe ließ, war es
sogar eine Erleichterung, als sie sich alles von
der Seele geredet hatte.
„Das ist doch ganz einfach,“ lachte Luise,
„dann fährst du mit mir in eine Seniorenfreizeit! Ich fahre jedes Jahr mit, und es ist immer
wunderschön“. „Ja, aber..., ich weiß nicht....“
8
Text: Ruth Wendt, Foto: Ursula Mettler
„Pass auf, wir werden morgen früh zu Frau
Gurke von der Caritas gehen, hoffentlich ist
überhaupt noch ein Platz frei!“
„Aber wir haben doch erst Anfang November!“
„Was denkst du, die Fahrten sind sehr begehrt
und alle Plätze immer sehr schnell vergeben.
Ich habe meinen Platz schon lange fest gebucht!“
Es klappte tatsächlich noch, ein Einzelzimmer
war frei geworden, und inzwischen begann sie
nun sogar, sich darauf zu freuen.
Als sie es den Kindern erzählte, hatte sie Protest erwartet. Aber nein, die staunten, das
hatten sie wohl nicht erwartet, doch dann hatte sie das Gefühl, Erleichterung in den Blicken
der Kinder zu finden, oder irrte sie sich?
Am 22. Dezember ging es los. In einem bequemen Reisebus fuhren sie in einen kleinen Kurort im Teutoburger Wald. Je mehr sie sich vom
Ruhrgebiet entfernten, desto schöner wurde
das Wetter. Der Nebel lichtete sich, und kurz
vor dem Ziel begann es leicht zu schneien.
Es wurde ein wunderschönes Weihnachtsfest. Am Heiligen Abend hatte sich die ganze
Landschaft in ein Wintermärchen verwandelt,
Schnee lag auf den Bergen, es war richtig
kalt geworden. Der Gottesdienst in der kleinen Kirche des Ortes war sehr stimmungsvoll.
Ein Kinderchor sang und brachte sie alle in die
richtige Weihnachtsstimmung.
Der Schnee knirschte unter ihren Füßen, als
sie unter einem sternenklaren Himmel in ihr
Hotel zurück gingen.
Nach einem festlichen Abendessen saßen alle
zusammen. Kerzen brannten am geschmückten Tannenbaum und Herr Meisner, einer der
Mitreisenden, setzte sich ans Klavier und spielte. Es gab ein Gläschen Wein und selbst gebackene Plätzchen fanden sich nach und nach
auf den Tischen. Wer hatte die wohl mitgebracht? Die alten Weihnachtslieder erklangen
und alle sangen mit. Es wurde erzählt, vorgelesen, und als Luise sie schließlich aufforderte:
„Helma, du konntest doch immer so schöne
Gedichte aufsagen!“, da wagte sie es sogar,
und alle Strophen vom „Knecht Rupprecht“
kamen ohne Stocken über ihre Lippen.
Es wurde spät, und sie lag schon in ihrem Bett,
als das Telefon klingelte.
„Hallo, Mutter, hier sind Heinz und Sandra,
fröhliche Weihnachten. Wir haben schon ein
paar mal angerufen, wo bist du denn? Geht es
dir auch gut?“
Kurze Zeit später war auch Karin am Apparat, besorgt schien sie. Aber auch ihr konn-
LebensZeit
te sie sagen, dass dieses Weihnachtsfest wohl
anders, aber trotzdem wunderschön gewesen
war.
Sie hatte einfach erkannt, sie war älter geworden, aber noch nicht zu alt für neue Erfahrungen.
Information:
Wenn auch Sie einmal mit einer Gruppe mit
Gleichaltrigen reisen möchten, das Fest mit
netten Menschen in angenehmer Atmosphäre
verbringen und vielleicht sogar einen neuen
Freundeskreis aufbauen wollen, zudem noch
eine Reiseleitung vor Ort wünschen, dann sind
auch für Sie Seniorenreisen genau das Richtige.
Infos und Reiseprospekte gibt es beim Caritasverband für die Dekanate Dinslaken und Wesel unter der Telefonnummer 2064 /47540827
oder im Mutter Teresa- Haus, Bismarckstraße
28 montags und mittwochs von 9:30-12:00 bei
Frau Heidi Gurke; beim Deutschen Roten Kreuz
unter der Telefonnummer 02064/446824. Ansprechpartnerin ist Cornelia Pahl.
Foto: Michael Kotz
9
LebensZeit
„Stille Nacht! Heilige Nacht“ Text: Jutta Ulrich
Quelle: Internet und „Das Buch der Weihnachtslieder“, I. Weber , Kellermann Schott Verlag. Das Notenbild wurde dem genannten Buch entnommen.
der Gitarre.
Der weitere Weg des Liedes lässt
sich ziemlich genau nachzeichnen: 1825 wurde die Oberndorfer
Orgel repariert. Dabei stieß der
Orgelbauer auf das Lied, machte sich eine Kopie und gab sie
an vier Geschwister weiter. Die
konnten nicht nur schön singen,
sondern kamen als Handschuhmacher auf ihren Wanderfahrten
auch weit herum – bis zur Leibziger Messe. 1833 erschien hier
ein Druck des Liedes als Faltblatt, 1843 finden wir es in der
ersten wissenschaftlichen Veröffentlichung im „Musikalischen
Hausschatz
der
Deutschen“.
1854 gelangte es zur Königlichen
Hofkapelle in Berlin und war damit „hoffähig“ geworden. Mit der
Veröffentlichung 1893 durch den
Volksliedersammler Ludwig Erk
erreichte das Lied einen bürgerlich gebildeten Leserkreis, wie
Joseph Mohr ihn sich wohl erträumt hat.
Bereits 1839 wurde „Silent Night!
Holy Night!“ zum ersten Mal auf
Dieses wohl bekannteste deutsche Weihnachtslied hat jeder
von uns in seinem Leben sicher
schon zig mal gesungen, ebenso
unsere Eltern, unsere Großeltern
und ...und, denn dieses Lied gibt
es bereits seit 1818. Im Unterschied zu vielen älteren Weihnachtsliedern sind hier Dichter
und Komponist bekannt. Den
Text schrieb der katholische Pfarrer Josef Mohr, die Noten dazu
der Lehrer und Organist Franz
Xaver Gruber. Dem ursprünglich
nur dreistrophigen deutschen
Text liegt wahrscheinlich ein lateinischer Text zugrunde „Alma
nox, tacita nox ...“, der auf einer Dorfkirchenempore im Bayrischen Wald gefunden wurde.
Die Welturaufführung fand am
24. Dezember 1818 statt. Das
Lied wurde im „Christ-Amte“
nachts um 24 Uhr gesungen
in der Pfarrkirche St. Nicola in
Oberndorf bei Lunden an der
Salzach. Da die Kirchenorgel in
miserablem Zustand war, begleitete Joseph Mohr die Sänger mit
10
amerikanischem Boden gesungen: in New York in der Trinity
Church am Ende der Wallstreet.
Heute gibt es Übersetzungen
des Liedes in 300 verschiedenen
Sprachen und Dialekten.
Nicht nur im Familienkreis, auch
bei allen Schul- und Betriebsfeiern bildet „Stille Nacht! Heilige
Nacht“ den Höhepunkt. In Berlin
haben die Leierkastenspieler in
den Weihnachtswochen ganz besonders diese „Walze“ drauf. Bei
den Weihnachtsfeiern in der Kirche war es früher oft üblich, dass
bei „Stille Nacht! Heilige Nacht!“
die Lichter am Baum entzündet
wurden – fast schon eine liturgische Handlung.
So hat das Lied vom einfachen
Dorfgesang sich einen ersten
Platz im Ritus der Weihnachtsfeiern erobert und fehlt in keinem
Medienprogramm.
Ich wünsche Ihnen eine stille
Nacht, eine heilige Nacht und ein
ganz besonders schönes Weihnachtsfest.
LebensZeit
Weihnachtssymbole im geografischen Focus
Text: Dr. Mohamed Hariri, Foto: Michael Kotz
Man darf davon ausgehen, dass
die meisten Menschen, die das
Weihnachtsfest begehen, wissen,
was sie am 24.12. jedes Jahr
feiern. Obschon nicht eindeutig belegt, da gesicherte historische Beweise fehlen, wird nach
Kirchenauffassung die Fleischwerdung Gottes gefeiert. Dieses
Datum hat Kultbeziehung zur
vorchristlichen Zeit, sei es aus
dem persischen altreligiösen Kult
(Gott Mithras, Licht- und Sonnengott), oder dem altgermanischen Julfest, wie es heute noch
in Schweden heißt. Man könnte
so eine Fortführung religiöser
Traditionen annehmen. Ob die
Differenzen zwischen
dem gregorianischen
und dem julianischen
Kalender nur bedingt
sind durch die verschiedene
Zeitrechnung oder den fehlenden Konsens über das
Datum selbst, möchte
ich außer Acht lassen.
Seit 336 n.Ch. gilt der
25.12. als kirchlicher
Feiertag (Rom). Nach
der Mainzer Synode
813 ist es in Deutschland ein offizieller
kirchlicher Feiertag.
Wir assoziieren in
Deutschland mit Weihnachten viele Sitten und Symbole und glauben, dass es in der
gesamten christlichen Welt ähnlich zugeht. Weit gefehlt. Obwohl
die Dominanz der europäischen
Politik und Wirtschaft sowie die
weltweit arbeitenden Kommunikationsmedien zu einem Export
des hiesigen Kulturgutes geführt
haben, bleiben erhebliche, geografisch bedingte Unterschiede.
Denn wenn „Väterchen Frost“ in
Russland am 31.12. seine Gaben an die Kinder verteilt oder
der warm gekleidete bärtige
Weihnachtsmann im frostigen
Nordeuropa mit dem Schlitten
kommt, wird man sie kaum erwarten im heiße Afrika oder sommerlichen Australien. Auf dem
fünften Kontinent feiert man bekanntlich Weihnachten nicht unbedingt unter dem Tannenbaum
am knisternden Kamin, sondern
man genießt diesen Tag, der mitten in den australischen Sommer
fällt, beim Grillen im Freien, wo
es überall öffentlich zugängliche
Grillplätze gibt. Absatz Im vorderen Orient (Libanon z.B.) werden
Fruchtsamen in Wattebäuschen
getrieben, die dann zum Fest als
Krippenschmuck verwendet werden. Grün ist ein Lebenssymbol.
Die Festtage werden mit gegenseitigem Besuchen der Familien
begangen, verbunden mit festlichen Mahlzeiten der lokalen Küche.
In Mexiko wird Weihnachten interessanterweise mit viel Trubel
und Feuerwerk gefeiert. Auffallend ist auch die Gewichtung der
Feiertage. Ein wichtiger Tag in
Schweden ist der 13.12., Tag der
Heiligen Lucia. In Finnland gibt es
am 24.12. einen gemeinsamen
Saunagang, danach wird festlich gespeist. Für unsere direkten
Nachbarn, die Niederlande und
Belgien, sind der 5.12 und 6.12.
wichtige Tage. Dann kommt „Sinta Klaas“ mit seinem „zwarte
Piet“ und verteilt die Geschenke
an die lieben Kinder. Diese dürfen
auf keinen Fall vergessen neben
den Wunschzettel eine Möhre
oder etwas Stroh zu legen für das
Pferd von Sinta Klaas. Bei vielen
später christianisierten Völkern,
wie auf den Philippinen z.B., wird
das Fest am 16.12. eingeläutet
durch eine Abendmesse.
Als Sinnbild des Weihnachtsfestes schlechthin gilt der Weih-
nachtsbaum.
Dieser
Brauch
stammt aus dem 15. Jahrhundert (1419). Es wird überliefert,
dass die Freiburger Bäckerschaft
einen Tannenbaum mit Süßigkeiten geschmückt hat, die die
Kinder am Neujahrestag abgeschüttelt haben. Später in der
Reformation hob sich der Christbaum ab als protestantisches
Symbol von der Weihnachtskrippe, die eher in den katholischen
Kreisen aufgestellt wurde. Seit
dem 19. Jahrhundert ist der geschmückte Tannenbaum überall
zu sehen. Auch im Ausland, wo
keine Tannen wachsen, bemüht
man sich um solche, selbst wenn
sie aus Kunststoff
sind. Weil sie nicht
auf ihn verzichten wollen, nehmen manche ihn
mit in den Flieger zum sonnigen
Urlaubsort.
Die
Weihnachtskrippe,
die in vielen Häusern nicht fehlen
darf, ist eine fest
verankerte
Tradition. Die erste
Weihnachtskrippe, wie historisch
überliefert, wurde
im Jahr 1223 mit
lebenden Tieren aufgestellt von
Franz von Assisi. Er wollte so die
Weihnachtsszene lebendig darstellen. Daraus entwickelte sich
im Laufe der Jahrhunderte ein
kunstvolles Symbol, vor allem in
den katholischen Kreisen. Natürlich entsprechen die Figuren in
Aussehen und Kleidung den jeweils landestypischen Personen,
in Afrika sehen sie anders aus als
in Polen oder in Deutschland.
Nicht vergessen möchte ich die
Weihnachtslieder und die geistliche Musik, vor allem die der Barockzeit. Sie ist mittlerweile international.
Auch wenn das, woran wir glauben, historisch nicht zweifelsfrei
nachgewiesen werden kann, tut
dieses dem Fest keinen Abbruch.
Daher wünsche ich allen frohe
Weihnachten!
11
LebensZeit
Weihnachtstagebuch
Ich komme zwar aus einem anderen „Kulturkreis“ als dem der
gebürtigen Mitteleuropäer, wie
ich das immer wieder zu Recht
höre und könne mit diesem Fest
gar nicht tief verwurzelt sein.
Das stimmt in gewisser Weise,
da ich in meiner Jugend andere
Feste zu feiern pflegte. Trotzdem
beeinflusst ein Jahrzehnte langes
Leben in der deutschen Gesellschaft mit christlicher Prägung
die eigene Lebensweise, der Umgang mit den Menschen, Landesbräuchen und traditionellen sowie konfessionellen Festen. Hierzu gehört auch das Weihnachtsfest. Das soll auf keinen Fall zu
der falschen Schlussfolgerung
führen, dass die eigenen Feste
nicht begangen werden.
Die Vorbereitungen zum Fest beginnt schon in der Adventszeit,
in der passender Tischschmuck
mit grünen Zweigen und Kerzen,
die für die dunkle Jahreszeit eine
warme Atmosphäre vermitteln.
Der Adventskranz darf da auch
nicht fehlen. Mindestens einmal
in der Woche (vornehmlich sonntags) wird zum Nachmittagskaffee Weihnachtsstollen bzw. Weihnachtsgebäck serviert. Früher
hat Oma gebacken, jetzt macht
es die Tochter mit viel Liebe und
Engagement.
Diese Zeit wird nicht ausschließlich zum „religiöse Nachbesinnen“ verwendet, was wir eigentlich so nicht praktizieren,
trotzdem wird „nachgesinnt“ und
zwar über materielle Dinge, die
im Alltag unentbehrlich erscheinen. Es wird über passende Geschenke nachgedacht. Früher
haben wir uns intensiver damit
befasst als heute. Die Geschenke
fielen entsprechend aufwendiger
aus. Das liegt an der ausgereiften „Anspruchshaltung“ und an
den immer stärker rückläufigen
Bedürfnissen. Das sollte auf keinen Fall als feindselige Haltung
zum Kommerz missverstanden
werden. In den letzten Jahren
hat sich bei uns eingebürgert,
uns gegenseitig ein Jahreslos einer Fernsehlotterie zu schenken,
da damit eine Wohltätigkeit und
die Hoffnung „Millionär“ zu wer-
12
Text: Dr. Mohamed Hariri, Foto: Klaus Ulrich
den, verbunden sind. Letzteres
ist bisher ausgeblieben!
Diese Zeit vergeht schnell. Was
dabei nicht fehlt und nicht fehlen darf ist der Besuch eines oder
zwei Weihnachtskonzerte. Ein
Brauch, den wir seit Jahrzehnten
regelmäßig pflegen. Die Räum-
lichkeit, die Musik, die Stimmen
- all das spricht meine tiefen Sinne an. Musik war und ist in allen
Kulturen ein wichtiger Mittler von
religiös emotionalen Aspekten.
Wenn die Musik fehlt, dann wird
aus den heiligen Schriften melodisch und gesangartig vorgelesen. Für Sakralbauten habe ich
immer meine Vorliebe gehabt.
Die Gotik hat es mir besonders
angetan. Händels Messias in einem solchen Rahmen verursacht
bei mir unwiderstehliche Gänsehaut, ähnlich wie in meiner Jugend die Koranlesung im damaligen ägyptischen Radiosender.
Einen Weihnachtsmarkt besuchen wir außerdem, nicht immer
denselben. Am schönsten ist das
zu erleben bei klirrender Kälte mit Thüringer Bratwurst und
eventuell einem Glühwein. Dabei
werden die lokalen handwerklichen Geschicklichkeiten bewundert.
Nun ist der Hl. Abend da. Bis vor
einigen Jahren stand bei uns im
Wohnzimmer
traditionsgemäß
ein Tannenbaum, der dann entsprechend geschmückt wurde. In
den letzten Jahren sind wir aus
Bequemlichkeit und Sicherheit
umgestiegen auf einen Gartennadelbaum, der, von uns gut einsehbar, mit elektrischer Lichtkette erhellt wird.
In früheren Jahren, als unsere
Tochter zur Schule ging, spielte
sie Flöte. Am Hl. Abend begleiteten wir sie mit Weihnachtsliedern, später haben wir, soweit
es ging, dafür das Klavier zu
benutzen versucht. Wir stellten aber schnell fest, dass trotz
fehlender Eigennote, die Weihnachtslieder von einer CD besser
klingen. Danach erfolgte die Bescherung. Keine Riesenüberraschungen. Nun hatte man Hunger und Durst. Kein Festmahl.
Traditionell, seit Generationen in
der Familie meiner Frau, wird am
Hl. Abend ein selbst gemachter
Heringssalat serviert, und damit
der Fisch schwimmt wird Bier
eingeschenkt - auch für nicht
Biertrinker. Der Abend klingt
aus mit Denkspielen. Jedes Jahr
nimmt sich meine Tochter vor,
die Mitternachtsmesse zu besuchen. Der Müdigkeit wegen fällt
es in den meisten Fällen aus. An
eine Mitternachtsmesse kann ich
mich sehr gut erinnern. Das war
im Schwarzwald. Klirrende Kälte, alles festlich beleuchtet. Der
Schnee reflektiert das Licht, und
die Landschaft erschien in einer
zauberhaften Atmosphäre. Wir
konnten gerade noch Stehplätze
ergattern am Kircheneingang.
Die
Weihnachtstage
werden
mehr oder weniger mit festlichen
Mahlzeiten begangen, stressfrei
bis auf den Küchenstress, den die
Hausfrauen zu erdulden haben.
Dann beschäftigt man sich ausgiebig mit den Geschenken. In
den meisten Fällen bei uns sind
das Bücher, von Belletristik über
Geschichte bis zum Sachbuch.
Bei schönem Wetter pflegten wir
in früheren Jahren einen Spaziergang am Rotbach zu machen, der
seltener geworden ist.
Am 27.12. kehrt die Routine zurück, aber von den Weihnachtssüßigkeiten wird bis Ostern genascht - dann kommen die bunten Eier!
LebensZeit
Ein Licht in der Dunkelheit
Text: Jutta Ulrich, Foto: Egon Jenkes
Auch wenn das Tageslicht verschwindet bleibt es
hell um uns. Besonders jetzt in der Weihnachtszeit sind wir überall von Lichtern umgeben. Wir
sind so daran gewöhnt, „ein Licht anzuzünden“,
wann immer wir wollen, dass wir uns ein Leben
ohne Beleuchtung nur noch schwer vorstellen
können.
Dabei erleuchteten noch bis vor knapp 150 Jahren Öllampen die Räume, bei besonderer Gelegenheit und in wohlhabenden Häusern auch
Kerzen. Auf den finsteren Straßen blieb es finster, es sei denn, der Mond schickte sein spärliches Licht. Um mehr Sicherheit in den Gassen
zu haben, wurden Nachtwächter eingesetzt, die
mit Hellebarde, Horn und Laterne ihre Runden
drehten.
In den Jahren 1840 bis 1850 erhielt Dinslaken
mit Öl gespeiste Straßenlaternen, die 1858
durch Petroleumlampen ersetzt wurden. Damit
wurde der Nachtwächter zugleich Laternenanzünder! Einer der letzten, der in Dinslaken diesen Beruf ausübte, war Heinrich Denkhaus.
Weihnachten ist nicht nur die Zeit des Lichts,
sondern auch die Zeit der Wunder. Wenn Ihnen nun des Abends in der Altstadt eine Gestalt
begegnet mit dunklem Umhang, Schlapphut,
Hellebarde, Horn und Laterne, dann ist Heinrich Denkhaus wieder in Dinslaken unterwegs –
nicht, um uns „heim zu leuchten“, sondern um
uns mitzunehmen in Dinslakens Vergangenheit.
Er schreibt seine Geschichten demnächst für
uns auf, wir stellen sie Ihnen in der LebensZeit
vor. Er weiß viel zu erzählen – freuen Sie sich
darauf!
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13
LebensZeit
Das Weihnachtsschwein
Unsere Tochter arbeitete in einem kleinen Kreiskrankenhaus in einer ebenso kleinen Stadt nördlich von Manila. Während ihres Aufenthaltes wohnte sie bei einer philippinischen Familie in einem
winzigen Dorf. Weihnachten stand vor der Tür, und
die Frage war: Was kann man schenken? Für jeden
Dorfbewohner ein Geschenk kaufen oder eines für
alle? Letzteres schien die bessere Idee. Also wurde beim Schweinzüchter des Dorfes ein Schwein
gekauft (für europäische Maßstäbe durchaus erschwinglich, es kostete 50 €) und dem gesamten Dorf zum Weihnachtsgeschenk gemacht. Das
Schwein wurde in der Nacht vom 24. auf den 25.
Dezember geschlachtet. Man errichtete einen Tisch
mitten auf dem Dorfplatz, das Schwein wurde daraufgelegt und jeder Dorfbewohner durfte (die Reihenfolge war festgelegt, je nach dem Stand des
Bewohners) sich ein Stück als Weihnachtsbraten
abschneiden. So hatten sie, zusammen mit den
Text: Jutta Ulrich, Foto: Klaus Ulrich
Ergötzlich wälzte es sich im Schlamm.
Und wenn sein Herr und Meister kam,
dann grunzte es zufrieden
und blieb einfach liegen.
Es wurde dick und fett und rund,
war rosig, speckig und schweinegesund,
und es führte eben
ein absolut glückliches Schweineleben.
Doch das Unglück nahte am Weihnachtstag,
an dem jeder was Leckeres essen mag.
Die Dörfler kamen, um zu beraten
über den diesjährigen Weihnachtsbraten.
Es war in dem Dorf seit langem so Sitte:
das dickste Schwein kam in des Dorfes Mitte,
und jeder schnitt sich ab ein feines Stück,
und jeder genoss sein Bratenglück!
„Das ist zu klein! – Und das ist zu dünn!
Das sieht ja krank aus, schau doch mal hin!
Jenes hat Flecken, das ist zu schmutzig,
dies ist zum Schlachten viel zu putzig!“
Das Schwein begriff, groß war die Not,
entweder fliehen oder Tod!
Es rannte los! – O je! – O Schreck!
Der angefressene Schweinespeck
war viel zu dick!
Schon packte man es im Genick!
Beilagen Reis und Gemüse, was auf den Feldern
wuchs und praktisch kostenlos war, ein schmackhaftes und außergewöhnliches Weihnachtsessen.
Unsere Tochter hat allerdings immer noch den gellenden Todesangstschrei des Tieres in den Ohren.
Darum ist dieser „armen Sau“ das nachfolgende
Gedicht gewidmet:
Das Weihnachtsschwein
Es lebte einst ein rosa Schwein
sehr zufrieden und schweinefein
ohne Kummer und ohne Sorgen
und ohne schwere Gedanken an morgen
an einem kleinen Ort,
ganz weit von uns fort.
Es lag in der Sonne
und genoss voll Wonne
das grüne Gras
und hatte viel Spaß
beim reichlichen Fressen
und hat seine Umwelt total vergessen.
14
Da half kein Weigern, Zerren, Flehen,
es musste mit zur Schlachtbank gehen.
Und auf dem Wege wurd ihm klar,
dass dies ein „saumäßiges“ Leben war.
„Werde ich wiedergeboren als Schwein,
so lass’ ich das viele Fressen sein.
Dann lande nicht wie ein armer Tropf
als Weihnachtsschwein im Festtagstopf!“
Sie suchen noch
ein
sinnvolles
Weichnachtsgeschenk ?
Hier ein Tipp:
Der
Frauengeschichtskreis Dinslaken hat den
„Dinslakener
Frauenkalender
2010“ herausgegeben.
Er ist sofort in allen Buchhandlungen, bei
DINAMIT und im Stadtarchiv für 8 € zu
erhalten.
LebensZeit
Weihnachten einmal anders
Um Konflikte erst einmal gar
nicht aufkommen zu lassen und
um unserer heranwachsenden
Kinder willen, Neues auszuprobieren, beschlossen wir Eltern zu
Weihnachten 1979, eine Seereise zu zweit zu machen. Konflikte waren in der zurückliegenden
Zeit oft genug entstanden. In
der unterschiedlichen Einstellung
und Beurteilung von Tradition lag
die Ursache dazu. Schule und Gesellschaft hatten das Wertgefüge
der Familie gründlich erschüttert.
Weihnachten wurde mit dem Urteil bedacht „Alle Jahre wieder!“
Das sollte zum Ausdruck bringen,
dass da eine seelenlose, ihres
wahren Gehalts beraubte Veranstaltung stattfindet. Zwang zum
Schenken, Konsum ohne Grenzen und Langeweile anstelle einer weltanschaulich begründeten
Feier.
Wir waren bereit, uns der Erkenntnis der Moderne zu öffnen!
In Venedig gingen wir an Bord
eines gemütlichen Kreuzfahrtschiffes. Mein Mann hat viel fotografiert, denn das Panorama
war überwältigend. Bilder gab‘s
keine. Er hatte vergessen, einen
Film einzulegen! Die Reiseroute
war: Venedig-Mombasa.Der Tag
des Reisebeginns war der 22.
Dezember. Nach Erledigung aller Formalitäten und Erkundungen stellte sich schnell ein „Heimatgefühl“ ein. Zum Abend des
24.Dezember war ein Programm
ausgegeben;man machte sich
festlich zurecht, um den Abend
würdig zu begehen und begab
sich in den großen Raum zu dem
zugewiesenen Tisch. Inzwischen
brachte ein aufgekommender
heftiger Sturm „Bewegung“ in die
Veranstaltung. Einige Mitreisende sahen ein bisschen marmoriert aus, blieben aber tapfer auf
den Plätzen, man wollte doch den
Höhepunkt des Abends live erleben. Der Höhepunkt kam dann
in Gestalt einer wunderschönen
Frau in weißem, engelgleichem
Gewand und sang: „Alle Jahre
wieder ...“!
Eine Weile später hatten wir ein
Enkelkind. Ich habe mit großer
Liebe eine kleine Krippe aus Holz
gebaut und alle haben miteinander gesungen.
Text und Bild: Annemarie Möbs
C
M
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15
LebensZeit
Rezepte
aus der Sammlung von Annemarie Möbs
Gänsebraten
Zutaten: eine Gans mit allen Innereien, 300 gr Gehacktes (halb und halb), drei Zwiebeln,
3 saure Äpfel, Salz, Pfeffer.
Die Zubereitung des weihnachtlichen Gänsebratens war Aufgabe meines Vaters. Es geschah wie
folgt:
Die Innereien, Zwiebeln und Äpfel wurden durch den Fleischwolf gedreht, mit dem Gehackten
vermischt, die Hälfte der Masse in der Pfanne gebraten und der ursprünglichen Masse wieder
zugefügt. Alles wurde in die gründlich gewaschene und gesalzene Ganz gefüllt. Die wurde zugenäht und im gusseisernen Bräter im Backofen gebraten. Die übrig gebliebene Füllung wurde
noch mal kräftig gebraten und später mit dem Geflügel gereicht.
16
LebensZeit
Rezepte
aus der Sammlung von Annemarie Möbs
Linzer Leibgebäck
- in der Familie heißen sie „Omaplätzchen“
Zutaten: 300 gr Butter, 360 gr Mehl, 125 gr Zucker, 60 gr geriebene Mandeln, abgeriebene Zitronen-schale,
1 TL Backpulver.
Die Zutaten verarbeiten wie einen Mürbeteig. Den Teig ausrollen, „Salmiakpastillen“ ausrädern, mit Eigelb
Hülse_RZ_AnzPflege 27.07.2009 15:02 Uhr Seite 1
bestreichen, in der Mitte etwas Marmelade auftragen u. mit
den Mandeln bestreuen. Hellgelb abbacken.
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17
LebensZeit
Ruhr 2010 - will ich sehn!
Quelle: Internet und „Dinslaken - Kultur in 3 D“,
Hätten Sie je gedacht, dass Sie
Teil einer Kulturhauptstadt Europas werden? Sicher nicht. So
etwas erlebt man nur einmal im
Leben – es sei denn, Sie haben
1989 in Paris oder 1992 in Ma-
Fördertum in Lohberg
drid gewohnt.
Die Wahl der Kulturhauptstadt
Europas gibt es seit 1985,
durchgeführt durch den Rat
der Europ. Union. Ziel ist es,
die europäische Integration
zu stärken. Die Idee stammt
von Melina Mercouri, uns allen
wohl besser als Sängerin bekannt. Sie war Kultusministerin
in Griechenland, und so wurde
selbstverständlich Athen die
erste Kulturhauptstadt Europas. Ihr folgten Städte wie Florenz (1986), Lissabon (1994),
Stockholm (1998), und nun, im
Jahre 2010, wird das Ruhrgebiet Kulturhauptstadt Europas.
Es bewarben sich ursprünglich
16 deutsche Städte um den
Titel, u.a. Köln, Bremen und
Lübeck, Essen, stellvertretend
für das Ruhrgebiet, bekam den
Zuschlag.
Das Ruhrgebiet ist nach London und Paris das drittgrößte Ballungszentrum in Europa,
hat eine ähnlich große Ausdehnung und Bevölkerungsdichte.
18
Text: Jutta Ulrich, Fotos: Klaus Ulrich
hersg. v. der Stadt Dinslaken, Büro RUHR.2010
Verglichen mit den zwei anderen Regionen hat es die größte
Theater- und Museumsdichte
und die meisten Schlösser und
Universitäten.
Aber, werden Sie sagen, es ist
keine einheitliche Metropole, es
sind viele Städte und Gemeinden mit eigenen, gewachsenen
Strukturen. Richtig, es sind
53 Städte und Gemeinden von
Hamminkeln bis Breckerfeld,
von Sonsbeck bis Hamm. Sie
alle sollen durch die Kultur geeint werden.
54 Wochen hat das Jahr, 53
Kommunen gibt es, in der zweiten Woche beginnen die Veranstaltungen. So hat jede Kommune eine Woche, um sich vorzustellen, ihre Visitenkarte abzugeben. Und – man höre und
staune – unser beschauliches
Dinslaken macht den Anfang:
Vom 10.01. – 16.01.2010 ist
Dinslaken LOCAL HERO NO1!
Das bedeutet Verpflichtung und
setzt Maßstäbe. In der Woche
gibt es in unserer Stadt „Kultur in 3D“, d.h. in drei Dimensionen: in Wort, Klang und
Bild, in „dreimal Dinslaken“: in
Hiesfeld, in Lohberg, in der Altstadt. Drei Orte, drei Blickwinkel! Menschen aus Dinslaken
zeigen ihre Stadt, richten den
Blick auf ihre Wurzeln, auf erlebte Geschichte, auf den Wandel durch Aufbau und Abbau
der Zechen. Das Schöne ist, Sie
müssen nicht zur Kultur gehen,
die Kultur kommt zu Ihnen in
Form von zahlreiche Veranstaltungen ganz in Ihrer Nähe. Ein
paar Beispiele machen Ihnen
vielleicht Lust aufs Teilnehmen:
Den Auftakt bildet am Samstagabend eine große Party in
der Kathrin-Türks-Halle. Es wird
in die Local-Hero-No.1-Woche
hineingefeiert.
Am Sonntag, den 10.01, können Sie z.B. wählen zwischen
der „rein/raus-Revue“! Das
Landestheater
Burghofbühne
fährt mit der Straßenbahn Linie
903 vom Bahnhof Dinslaken bis
Marxloh und zurück und zeigt
Schauspiel und Rezitation in
voller Fahrt; oder dem „Zauberwerk“; ein romantisches Konzert mit Musik von Franz Schubert, Felix Mendelssohn, Dinslakener Chören, Mitgliedern der
Burghofbühne, dargeboten in
einer Werkshalle der Steinhoff
Kaltwalzen GmbH; oder einem
Orgelkonzert „Lux et Aqua“ in
der St. Vincentiuskirche. Da
gibt es in Hiesfeld Planwagenfahrten von der Dorfkirche zur
Wind- und Wassermühle, eine
Schaufenstergalerie längs der
Sterkrader Straße, am 15. Januar einen durch Farben in eine
geheimnisvolle
Märchenlandschaft getauchten Hiesfelder
Ortskern. Die Lohberger zeigen
ihren Stadtteil bei interkulturellen Führungen, am „Kiosk 422“
gibt es Kabinettstückchen, mal
Sterkrader Straße in Hiesfeld
heiter, mal tragisch, immer authentisch. In der Altstadt treffen Sie neben den Mitgliedern
des Heimatvereins, die Führungen anbieten, den Nachtwächter Heinrich Denkhaus und die
Hexe Ulanth Dammartz, die Sie
in die Vergangenheit begleiten.
Vielleicht begegnet Ihnen auch
ein seltsamer Mönch in Begleitung einer ebenso seltsamen
Nonne, die immer noch den
Schatz der Marie suchen!
Im stadthistorischen Museum Voswinckelshof können Sie
sich „von all der vielen Kultur“
bei der „Niederrheinischen Kaffeetafel“ stärken und erholen.
Wenn Sie dann noch Lust aufs
Singen haben, gehen Sie zur
LebensZeit
Ruhr 2010
„Singsäule“ im Pförtnerhäuschen am Rittertor. Hier können
Sie singen, was Ihnen am Herzen liegt. Die Aufnahmen werden in eine Ruhrgebietskarte ins
Veranstaltungen
Dezember
Januar
„Wortspektakel“
Im Rahmen der
Kulturhauptstadt 2010:
– das Erzähltheater
Die Schneekönigin
neu erzählt von Jana Raile
08.12.09, 19.30 Uhr
Ort: Ledigenheim Lohberg
Vorverkauf:
Bürgerbüro Stadtmitte
Teil des Burginnenhofes
weltweite Netz gestellt.
Zu Dinslakens ganz persönlicher
Visitenkarte gibt es Aktionen,
die von Essen aus organisiert
werden und an denen sich viele
Kommunen, so auch Dinslaken
beteiligen. Als Beispiel sei hier
nur der „Day of Song“ genannt
(am 5. Juni 2010). Wir berichten in unserer nächsten Ausgabe
ausführlicher darüber. Und nach
dem Motto „Kultur kennt keine
Grenzen“sind auch Projekte mit
den Partnerstädten entstanden.
So fanden sich Künstler/Innen
aus Dinslaken, Arad und Agen
zu gemeinsamer kreativer Arbeit
zusammen.
Die Woche endet am 16.01.2010
ab 18 Uhr mit einer Party in
der gesamten Altstadt. „LOCAL
HERO NO.2“ ist Kamp Lintfort.
Eine Übersicht über alle Veranstaltungen mit Erklärungen, allen
Exkursionen zu Sehenswürdigkeiten und Spezialitäten finden
Sie in der Broschüre: „Dinslaken
– Kultur in 3 D“, die ab dem 15.
Oktober 2009 im Bürgerbüro,
bei der DINAMIT GmbH und in
den Zweigstellen von Sparkasse
und Volksbank aus liegt.
Ich hoffe, ich habe Sie ein bisschen neugierig gemacht! Besorgen Sie sich die Broschüre
mit den ausführlichen Informationen, besuchen Sie Veranstaltungen Ihrer Wahl und genießen
Sie es, Teil zu sein, nicht nur
von LOCAL HERO NO. 1 sondern
auch von Ruhr 2010 – der Kulturhauptstadt Europas.
Orientalischer
Nikolausmarkt
06.12.2009, 12.00 Uhr
Ort: Johannesplatz
Lohberg
Veranstalter:
Forum Lohberg e.V.
Adventskonzerte
Mischung aus Weihnachtsliedern, Gospelsongs und
amerikanischen Klassikern
07.12.2009, 19.00 Uhr
Ort: Kapelle des St. Vinzenz – Krankenhauses
und am
21.12.2009, 19.00 Uhr
Ort: Evangelische
Stadtkirche Dinslaken
Historischer Kunsthandwerkermarkt
Erleben Sie historisches
Kunsthandwerk in geschichtsträchtiger Kulisse.
12.12.2009
10 – 20 Uhr
13.12.2009
11 – 19 Uhr
Ort: Burginnenhof
Althoffstraße
Veranstalter:
DINAMIT GmbH
Traditionelle persische
Musik
Lassen Sie sich durch die iranischen Musiker in einen zauberhaften Abend der orientalischen Musik verführen. Dazu
servieren wir ein orientalisches
3-Gang-Menü.
15.01.2010, 19.30 Uhr
Ort: Restaurant Canapé
Preis incl. 3-Gang-Menü 37,50 €
Veranstalter: Restaurant Canapé
Gartenstr. 1, Dinslaken
Dein ist mein ganzes Herz
Großer Gala-Abend mit dem
Operettentheater Salzburg
21.01.2010, 20.00 Uhr
Ort: Kathrin-Türks-Halle
Preis : 18/21/23 Euro zuzüglich
Vorverkaufsgebühr
Abendkasse 22/25/27 Euro
Vorverkauf:
Bürgerbüro Stadtmitte
Tel.:02064/42 96 0
Veranstalter: Amt für Bildung,
Kultur und Stadtgeschichte
Der kaukasische
Kreidekreis
Schauspiel von Bertold Brecht
Musik von Paul Dessau
05.02.2010, 20.00 Uhr
Ort: Kathrin-Türks-Halle
Preis / Kosten 16 Euro zuzüglich
Vorverkaufsgebühr
Abendkasse 19 Euro
Vorverkauf:
Bürgerbüro Stadtmitte
Tel.:02064/42 96 0
Veranstalter: Amt für Bildung,
Kultur und Stadtgeschichte
Für den Monat Januar verweisen wir auf die Broschüre
„Dinslaken Kultur in 3D“ . Siehe links, Artikel „Ruhr 2010“
19
LebensZeit
Tanzcafè am Sonntag
13.12.2009
Die Termine für 2010 entnehmen Sie
bitte der Tagespresse.
Glaspavillon im St. Franzikus Haus
Der Diener zweier Herren
Komödie von Carlo Goldoni
Hohenloher Figurentheater
In der Donk 1, 46535 Dinslaken
20.02.2010, 20.00 Uhr
Einlass: 14.30 Uhr, Beginn: 15.00 Uhr
Ort: Dachstudio Stadtbibliothek
Filmcafé am Sonntagmorgen
Preis: 10 Euro zuzüglich Vorverkaufsgebühr
Abendkasse 12,50 Euro
20.12.2009
Irina Palm
17.01.2010
Wächter der Wüste
21.02.2010
Hilde
Filme ohne Werbung
Film & Kaffee, Tee, Kakao.. für 6 € - anschl.
Möglichkeit zum gemeinsamen Mittagessen.
Lichburg-Center Dinslaken GmbH
Am Neutor, 46535 Dinslaken
Einlass: 11 Uhr, Filmbeginn: 11.30 Uhr
Impressum
Überparteilich, überkonfessionell
Herausgeber
Seniorenvertretung Dinslaken
Namentlich gekennzeichnete Beiträge entsprechen nicht unbedingt der Meinung des
Herausgebers.
Redaktion
Dr. Mohamed Ali Hariri (verantwortlich)
Tel.: 02064 / 91327
E-Mail: Lebenszeitdin@aol.com
Michael Kotz, Armin Mengkowski,
Annemarie Möbs, Edda Treuberg,
Jutta Ulrich, Klaus Ulrich,
Ruth Wendt, Jürgen Zima
Anzeigenakquise
Armin Mengkowski
Tel.: 02064 / 59132
E-Mail: seniorenzeitung@dinslaken.de
Layout
Michael Kotz
Postanschrift
Seniorenzeitung „LebensZeit“
Seniorenbüro der Stadt Dinslaken
Wilhelm-Lantermann-Str. 65
46535 Dinslaken
Im Internet finden Sie die „LebensZeit“ auf
der Homepage der Stadt Dinslaken, www.dinslaken.de, Stadt– u. Bürgerservice /
Dienstleistungen / S / Seniorenzeitung.
20
Februar
Auflage
5000 Stück / 4x jährlich
Druck
flyeralarm, Am Biotop 3
97259 Greußenheim Vorverkauf: Bürgerbüro Stadtmitte,
Tel.: 02064/ 42960
Veranstalter: Amt für Bildung, Kultur
und Stadtgeschichte, Dinslaken
Finanzielle Unterstützung
für LebensZeit erwünscht!
Immer wieder werden wir gefragt, ob und wie man
LebensZeit finanziell unterstützen könne. Darauf
ist zu antworten: Ja, gerne! und wenn, dann über
Spenden!
Da die Seniorenzeitung für die Bürgerinnen und
Bürger kostenlos erscheinen soll, finanzieren wir
die Kosten über Anzeigen und Spenden. Deshalb
freuen wir uns über jeden, der zum Erhalt von LebensZeit finanziell beitragen möchte. Die Entgegennahme von Spenden kann jedoch nur bargeldlos erfolgen. Wenn Sie unsere Arbeit unterstützen
möchten, überweisen Sie bitte Ihre Spende auf das
Konto der Seniorenvertretung Dinslaken (Kto-Nr.:
186197) bei der Sparkasse Dinslaken-Voerde-Hünxe (BLZ: 35251000) unter dem Stichwort „Seniorenzeitung“.
Für Spenden ab 20 Euro wird von der Seniorenvertretung Dinslaken eine Spendenquittung ausgestellt. Bitte lassen Sie uns dann Ihren Namen und
Ihre Anschrift zukommen. Die Gemeinnützigkeit
der SV ist vom Finanzamt Dinslaken anerkannt.
Die Redaktion
Folgenden Unternehmen danken
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Seele and Geist
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