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... wie im Himmel, so auf Erden«: Vorausschauende Spiegelungen

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Abseits des Weges (X)
»... wie im Himmel, so auf Erden«:
Vorausschauende Spiegelungen –
Kirchengebäude als Verweise auf
eine himmlische Zukunft
Kultur- und kunsthistorisches Seminar mit Exkursion
ins Rheinland nach Oberpleis, Schwarzrheindorf und
zur Wallfahrtskirche auf dem Kreuzberg bei BonnPoppelsdorf
Freitag bis Samstag, 05. – 06. September 2014
Die Gegenwart Gottes in der Welt ist bis heute die Grundlage des Glaubens – sei es auf dem Erfahrungshorizont der
Natur und der Mitmenschlichkeit, sei es in der Frage der
Theodizee. Für den mittelalterlichen Menschen manifestierte sich die göttliche Herrlichkeit und die Hoffnung auf
die Anteilnahme an dieser Herrlichkeit am eindrücklichsten
und anschaulichsten in den Kirchengebäuden, wie den
großen Kathedralen. Doch nicht nur hier, sondern auch in
kleineren Bauten, in privaten Stiftungen, in Kloster- oder
Eigenkirchen finden sich ungewöhnliche Beispiele, die
zudem den Vorzug haben, dass sie zuweilen in Vergessenheit gerieten und ihr Baubestand deshalb z.T. besser erhalten blieb.
Aus dem reichen Schatz an Kirchen in Rheinland führt uns
die diesjährige Tagesfahrt zu der romanischen Kirche in
Oberpleis, die seit dem spektakulären Fund ihres Kosmosfußbodens aus Tonplatten (ca. 1220) im Jahr 1970 ein Beispiel für die Präsenz der Vorstellung von Mikro- und Makrokosmus im mittelalterlichen Weltbild bietet, auf dessen
Basis die unmittelbare Beziehung von Welt und göttlicher
Sphäre beruht. Durch die Menschwerdung in Jesus bestätigt Gott diese Beziehung und betont ihre umfassende
Gegenwärtigkeit und Aktualität, die besonders in der Form
der Frömmigkeit an besonderen Orten für die Gläubigen
immer wieder erlebbar gemacht wurde und so von ihnen
sinnlich und emotional nachvollzogen werden konnte.
Dies gilt vorzugsweise für die heiligen Stätten, die in ihren
Nachbauten zu einer Vervielfältigung der frommen Erlebnisorte führte. Selbst in ihrer materiellen Eigenschaft der –
modern als »nicht echt« verstandenen – Kopie waren sie als
Plätze authentischer Frömmigkeitserfahrung wirksam: Hier
war Heilsgeschichte gegenwärtig, hier ermöglichte die Zeit
überwindende Gegenwart von Nachbauten das unmittelbare Miterleben des Erlösungswerks Jesu auf Erden, das
durch das Wissen um den »positiven Ausgang«, die Auferstehung umso wunderbarer war. Davon zeugen die translozierten und vervielfältigten heiligen Orte, wie z.B. auch
die Hl. Stiege auf dem Bonner Kreuzberg, die nicht nur den
Ort der Passion Christi reproduziert, sondern auch den
heilsbringenden Opfertod Christi vergegenwärtigt. Zugleich steht in den Deckengemälden »der Himmel offen«,
und die dort trauernden Engel fordern zur frommen compassio auf. So wird die Hl. Stiege für den christlichen Wallfahrer zur heilsvollen Himmelsleiter.
Diese Hoffnung auf Auferstehung, wie sie in Christus für
den Gläubigen präfiguriert und am Jüngsten Tag für alle
Gerechten Wirklichkeit werden soll, konkretisiert sich in
überragender Weise in den Wandmalereien der Doppelkapelle von Schwarzrheindorf (Mitte 12. Jh.). Diese Stiftung
des Kölner Erzbischofs Arnold von Wied »zelebriert« in
spektakulärer Weise den Aufstieg des Gläubigen von der
Jenseitsvision des alttestamentlichen Ezechiel hin zum
Himmlischen Jerusalem der Johannesoffenbarung.
Aus organisatorischen Gründen muss die im Halbjahresprogramm angekündigte Exkursions-Station Siegburg
leider ausfallen. Statt dessen werden wir einen Sprung in
die nachreformatorische Zeit machen, deren Religiosität bis
zur Aufklärung und Industrialisierung zum großen Teil
noch von der mittelalterlichen Überzeugung der Einheit
von Himmel und Erde geprägt war, und die Hl. Stiege von
Balthasar Neumann auf dem Kreuzberg bei BonnPoppelsdorf besuchen.
Die Reihe »Abseits des Weges« nimmt zum Teil weniger
bekannte, aber dennoch lohnenswerte Kulturzeugnisse der
Region in den Blick. Der einführende Seminarteil am Freitag ordnet das Exkursionsprogramm des Folgetages in
einen breiteren kulturhistorischen Kontext ein und vermittelt grundlegende kunst- und kulturgeschichtliche Informationen zu dem Exkursionsziel.
Sie sind freundlich eingeladen.
Prälat Dr. Peter Klasvogt
Akademiedirektor
Dr. Markus Leniger
Studienleiter
Referentin:
Dr. Hildegard Erlemann, Kunst- und Kulturhistorikerin,
Recklinghausen
Tagungsverlauf
Freitag, 05. September 2014
15.00 Uhr
Anreise/Nachmittagskaffee
15.30 bis 16.30 Uhr Welt-Anschauungen – Die ganze
Welt: Kosmologien im Raum
17.00 bis 18.30 Uhr Heils-Erwartungen – Visionen vom
Ende der Tage
18.30 Uhr
Abendessen
*Der Ablauf des Exkursionstages kann sich aus organisatorischen Gründen ändern. Über den genauen Verlauf
informieren wir Sie zu Tagungsbeginn.
Tagungsleitung: Dr. Markus Leniger, Studienleiter
Tagungssekretariat für diese Tagung:
Gabriele Cieslok, Tel. 02304/477-154
Fax 02304/477-199
e-mail: cieslok@akademie-schwerte.de
Dienstag bis Freitag, 08.00 – 12.00 Uhr
Samstag, 06. September 2014*
Tg.-Nr.: R05SCCK004
Ihre Anmeldung erbitten wir unter Verwendung des beiliegenden Formulars an die Katholische Akademie Schwerte
oder auf elektronischem Wege direkt über den Programmbaustein unserer Homepage unter
www.akademie-schwerte.de
ab 08.00 Uhr
Frühstück
Anmeldeschluss: 26. August 2014
anschl.
Abfahrt vom Akademieparkplatz
11.00 Uhr
Besichtigung der fürstbischöflichen Wallfahrtskirche auf dem
Bonner Kreuzberg (1627) mit der Hl.
Stiege von Balthasar Neumann
(1746)
Bestätigung: Wir bestätigen die Annahme Ihrer Anmeldung. Reisen Sie bitte nicht an, wenn Sie ohne Bestätigung geblieben sind.
19.30 bis 21.00 Uhr Heilsgeschichte(n) »vor Ort« –
Translokationen und Kopien als
geistig-geistliche Erlebnisstätten
anschl.
Mittagessen
ca. 14.00 Uhr
Besuch der romanischen Kirche St.
Pankratius in Oberpleis (gegr. vor
1105) mit romanischem Marienretabel (nach 1164) und Kosmosbild
(um 1200)
anschl.
Weiterfahrt nach Schwarzrheindorf: Doppelkapelle St. Maria und
St. Clemens (Mitte 12. Jh.) des Kölner Erzbischofs Arnold von Wied
ca. 17.00 Uhr
Rückfahrt nach Schwerte
ca. 18.30 Uhr
Ankunft in Schwerte, Ende der
Veranstaltung
Kosten:
Teilnahmebeitrag pro Person
• inkl. Verpflegung, Unterkunft, Eintritt, Führungen und
Buskosten: EZ 139,– / DZ 132,50 (116,- / 113,-) €
• inkl. Verpflegung, Eintritt, Führungen, Buskosten,
ohne Unterkunft: 117,- (105,-) €
Stornierungen sind ausschließlich an das zuständige
Tagungssekretariat zu richten und bedürfen der Schriftform.
Die Beiträge für Teilnehmer/innen, die Ermäßigungen
in Anspruch nehmen können, stehen in Klammern.
Ermäßigungen sind vorgesehen für: in Erstausbildung
Stehende und Studierende (bis zum 35. Lebensjahr),
Bundesfreiwillige, Bezieher von Arbeitslosengeld (I u. II)
und Sozialhilfe.
Teilleistungen, die nicht in Anspruch genommen werden, können nicht abgezogen werden, weil die Berechnungen auf einer Pauschalkalkulation beruhen.
Ausfallkosten:
• bei Rücktritt bis zum 26.08.2014: keine
• bei Rücktritt vom 27.08. bis 04.09.2014: 50 %
• bei Rücktritt/Nichtteilnahme am 05.09.2014: 100 %
Zahlungsweise: Die Begleichung des Teilnahmebeitrags
erfolgt durch Lastschriftverfahren. Der Beitrag wird erst
nach Tagungsbeginn eingezogen.
Anreise mit der Bahn: Bahnhof Schwerte, vom Bahnhof
Buslinie 430 (Hörde) bis Haltestelle »Bergstraße«, dort
auf der gegenüberliegenden Straßenseite in die Bergstraße, nach 100 m links in den Bergerhofweg, 7 Minuten Fußweg bis zur Akademie. Taxistand am Bahnhof
Schwerte, zur Akademie ca. € 8,–.
Hauptbahnhof Dortmund, U-Bahn (U 41 Richtung Hörde)
Haltestelle Hörde-Bhf., dann Buslinie 430 (Schwerte) bis
Haltestelle »Bergstraße«. Fußweg siehe oben. Taxistand
am Hauptbahnhof Dortmund, zur Akademie ca. € 20,–.
Anreise mit dem Auto: BAB A1 Köln-Bremen Abfahrt
Schwerte, von dort 300 m in Richtung Dortmund (nicht
stadteinwärts nach Schwerte), dann links in die Bergstraße, nach 100 m links in den Bergerhofweg.
Katholische Akademie Schwerte
Kardinal-Jaeger-Haus
Bergerhofweg 24, 58239 Schwerte
Postfach 14 29, 58209 Schwerte
Telefon (02304) 477-0, Telefax (02304) 477-599
info@akademie-schwerte.de
www.akademie-schwerte.de
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Seele and Geist
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