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Coverstory: Cloud Computing IT-Titanen im Kampf um den

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Coverstory:
Cloud Computing
IT-Titanen im
Kampf um den
Zukunftsmarkt
Skispringen Wie
man sportlich auf die
schiefe Bahn gerät
Shopping Männer
lieben Einkaufsbummel – im Internet
Für unsere HON Circle Member, Senatoren und Frequent Traveller
Neues aus der Welt von Miles & More finden Sie ab Seite 59
02/10 lufthansa.com
Weitere Informationen über: Max Mara GmbH - München - Tel. 089 / 3504960 - Marco Bruhin & Co. - Schlieren - Tel. 044 / 732 20 20
Editorial
3
Liebe Leserinnen
und Leser,
diesen Monat verfolgen Millionen
Menschen an den Bildschirmen
und Zigtausende vor Ort in der
traumhaft schönen Landschaft
Vancouvers die Olympischen Winterspiele. Den olympischen Leitgedanken, sich im fairen Wettbewerb zu messen und möglichst
das Siegerpodest zu erklimmen,
haben wir uns auch bei Lufthansa
auf die Fahnen geschrieben.
Titel: Astrid Thienhaus/Büro Hamburg
Foto: Andreas Pohlmann
www.maxmara.com
Um die Nase vorne zu haben, bedarf es wie im Sport der Fitness und einer soliden Teamleistung. Bevor der „Sportler
Lufthansa“ sich eine Medaille verdienen kann, muss unter anderem das Equipment bestens präpariert sein, das erledigt die Lufthansa Technik. Für leibliches Wohl und gesunde Ernährung sorgen die LSG Sky Chefs. Die Auswertung
von Daten zur Performance-Verbesserung übernehmen die IT-Spezialisten bei Lufthansa Systems. Cargo regelt die
Logistik, und unzählige Einheiten bereiten vor und arbeiten nach, zum Beispiel im Call Center, in der Hauptverwaltung
oder im Marketing. Schließlich kommt es besonders auf die Haltungsnoten an, die wir für den Service an Bord und
am Boden erhalten. Und zu guter Letzt ist unsere fliegerische Kompetenz ausschlaggebend, damit Sie, sehr geehrte
Kunden, uns mit Ihrer Loyalitätsmedaille auszeichnen.
Wir werden auch künftig alles daransetzen, Sie sicher und noch komfortabler ans Ziel zu bringen, zum Beispiel in die
weltoffene Olympiastadt Vancouver. Allen Organisatoren, Helfern, Sportlern und Fans wünsche ich faire, spannende
Wettkämpfe sowie bleibende Erinnerungen: Mögen die Besten gewinnen! Allen Gästen, die mit Lufthansa oder
unseren Partner-Airlines in unserem weltweiten Netz unterwegs sind: eine gute Reise – bleiben Sie uns gewogen!
Wolfgang Mayrhuber,
Vorsitzender des Vorstands Deutsche Lufthansa AG
Lufthansa Exclusive 02/10
4
Samsung empfiehlt Windows Vista® Home Premium.
Contents 02/10
32 Kunst
l-.(("+-/)(+#,("ā+&)(J
8. #',.(!;+##,-+&,,9
Olympia-Special, die Winterspiele von Vancouver •
Abfahrt: Eiskalt erwischt! •
Felix Neureuther, kein Typ
von der Stange • Vorfeld:
Rushhour auf dem Airport
Aviation
3 Editorial Wolfgang Mayrhuber, Vorsitzender des Vorstandes Deutsche
Lufthansa AG, über olympischen
Geist und sportlichen Wettbewerb in
der Luftfahrt
6 Lufthansa Trotz immer effizienterer
Triebwerke wird noch zu viel Treibstoff verbraucht – auch auf dem Boden. Doch Lufthansa Engineering
and Operational Services arbeitet mit
Partnern an einer Sparlösung
59
Neues von Miles & More
Neue Meilenschnäppchen: Ganz
Europa ab 10 000 Prämienmeilen
• Mehr Meilen bei Miles & More
Hotelpartnern
Lufthansa Exclusive 02/10
50 Accessoires
Lifestyle
8 Essentials Unter einen Hut gebracht: Modisches für Männer •
Hongkong: Fastfood vom Feinsten •
Web 2.0: Lufthansa auf Facebook •
Menschen bei Lufthansa: Mit dem
Speedster an die Spitze
32 Kunst Cherchez la femme – nicht
nur im Centre Pompidou. Internationale Kultur-Highlights des Jahres
2010 im Überblick
36 Online-Shopping Viele Männer leiden unter einer Einzelhandels-Phobie
– doch im Internet werden aus Einkaufsmuffeln Shopping-Weltmeister
42 Skispringen Manchmal muss man
eben Mumm haben, zum Beispiel
beim Skispringen. Autor Michael
Schophaus hat es darauf ankommen
lassen und geriet dabei auf manche
schiefe Bahn
50 Accessoires In der Pariser Manufaktur Chapal werden Lederkappen,
Fliegerblousons oder Mäntel aus Hasenfell für Kunden mit einem Faible
für Tradition gefertigt
Inspirations
20 Cloud Computing Statt auf
die eigene IT zu setzen, greifen
Unternehmen zunehmend auf
Online-Services zurück. Doch
wie groß ist die Gefahr, dabei
aus allen Wolken zu fallen?
26 Lounge-Gespräch Bruce
Schneier, international renommierter Experte für IT-Sicherheit, über die Bedrohung der
Privatsphäre und Daten als
die Umweltverschmutzung des
Informationszeitalters
48 Business Neuerscheinungen der
Wirtschaftsliteratur. Exklusiv für unsere Leser: jeden Monat ein Abstract
zum kostenlosen Download
56 Hab & Gut Die Kolumne mit Kapitalschutzfaktor. Diesmal: Data Mining
als Schatzsuche der Finanzbranche
Fotos: Schiffmann/imago; © 2009 Tim Burton; B. Kammerer/TANK management
42 Skispringen
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Im Lufthansa Magazin
lesen Sie in der FebruarAusgabe an Bord:
Das ultradünne Notebook X420
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Samsung Mobile Computers. Passion for Perfection.
Windows. Leben ohne Grenzen.
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6
Aviation Lufthansa
Ferngesteuertes Taxi
Lufthansa LEOS entwickelt mit
Partnern einen Flugzeugschlepper, den Piloten selbst lenken
„Viel zu viel Treibstoff wird am Boden verbrannt“, sagt
Andreas Rösler, Geschäftsführer Lufthansa Engineering
and Operational Services (LEOS). Wenn man die Flugzeuge bis zur Startbahn bringen könnte, ohne die Triebwerke zu starten, spare das nicht nur Kerosin und entlaste die Umwelt, sondern schone auch die Turbinen. Die
Lösung: „TaxiBot“, ein Kraftprotz der Zukunft. Gemeinsam mit dem israelischen Flugzeugbauer und Patenthalter Israel Aerospace Industries sowie unter anderen
Airbus als Partner entwickelt die Lufthansa Technik Tochter Leos den stangenlosen Flugzeugschlepper neuen
Typs; ein Demo-Gerät hat in England bereits erste Testfahrten absolviert (rechts). Ein Schlepperfahrer nimmt
das Bugfahrwerk mit einer Vorrichtung am TaxiBot auf.
Der Clou: Sensoren erkennen die Kommandos des Kapitäns und übertragen sie auf den Schlepper – der Pilot
steuert den TaxiBot. Löst der Kapitän die Flugzeugbremse, beginnt der Schlepper automatisch zu ziehen. Lenkt
der Pilot das Bugrad, registriert der TaxiBot die Bewegung und fährt eine entsprechende Kurve. Die Vorteile:
Weil das Flugzeug beim Schleppen nur durch die Auxiliary Power Unit, ein Hilfsturbine am Heck, mit Energie
versorgt werden muss, ergeben sich laut Rösler bei einer
Boeing 747 rund 70 Prozent weniger Kohlendioxid-Ausstoß. Erst rund drei Minuten vor dem Take-off müssen die
Triebwerke angelassen werden, damit sie vor dem Start
auf Betriebstemperatur kommen und genug Zeit für
Checks bleibt. Der Schlepperfahrer übernimmt dann wieder die Kontrolle, er setzt das Flugzeug ab und fährt zum
nächsten Auftrag. Zudem sind an den Flugzeugen keine
Modifikationen nötig. Wann der Schlepper der Zukunft
zum Einsatz kommt, steht noch nicht fest. Bis zum Frühjahr sind Tests mit Lufthansa Piloten auf dem B747-Flugzeug-Dummy und anschließend mit Airbus-Piloten und
einer A340-600 geplant. Danach wird ein erster Prototyp
gebaut, der Ende 2011 fertiggestellt sein soll.
Lufthansa Exclusive 02/10
7
8
Lifestyle Essentials
9
Feine Adressen: Rüstzeug für den
Gentleman Ob Cordhose, Sakkos mit
Karos, Einstecktuch oder Krawatte –
wer es klassisch mag, kann sich
sehen lassen. Immer und überall.
Doch wo kann man sich stilvoll einkleiden? Lufthansa Exclusive stellt Herrenläden vor, die Mann kennen sollte
Max Dietl, München
Residenzstraße 16
www.max-dietl.de
Diehl & Diehl, Frankfurt/Main
Hochstraße 43
www.diehlunddiehl.de
Conrad Hasselbach, Hamburg
Jungfrauenthal 5
www.conradhasselbach.de
Michael Jondral, Hannover
Karmarschstraße 37–39
www.michaeljondral.com
Prüssing & Köll, Dresden
Heinrichstraße 5
www.pruessingundkoell.de
Das Geschäft von Gabriele und
Charly Diehl ist eine wahre Fundgrube in der Welt der Businessmode
jenseits der herkömmlichen Marken.
Anzüge werden von dem neapolitanischen Familienbetrieb Sartoria
Partenopea mit der Hand gefertigt.
Dabei stehen etwa 350 Stoffmuster
zur Wahl. Auch Hemden und Schuhe
bekommt der Kunde auf den Leib
geschneidert. Selten sind die Strickwaren der irischen Firma Inis Meáin
und die Kaschmir-Pullover von Corte
di Kel. Die Aktentasche aus einem
kratzunempfindlichen Leder hat der
Chef persönlich entworfen.
Diese Adresse eignet sich für den
alljährlichen Rundumschlag. Von
den Boxershorts über den Anzug mit
Kreidestreifen bis hin zu grüner
Moleskinjacke, Silkknots, Uhrenarmband in Regimentsfarben oder
Frack-Schuhen von Trickers – Männer jeden Alters finden bei Conrad
Hasselbach für alle Lebenslagen
das passende Kleidungsstück. Für
Jäger ist die Krawatte mit Moorhuhn-Motiv gedacht, dazu passend
gibt es den Patronengürtel. Alle
Nichthamburger können ihre Kauflust im Onlineshop stillen.
Wer Gianni Agnelli und Lapo Elkann
zu seinen Stil-Ikonen zählt, kommt an
diesem Laden nicht vorbei. Michael
Jondral ist der lebende Beweis dafür,
wie apart die Anzüge von Cesare
Attolini, krispe Hemden von Barba
oder Krawatten aus der Manufaktur
E. Marinella sind. Außerdem verkauft
er Kostbarkeiten wie die UnisexDüfte von Carthusia und Pullover aus
Qiviuk. Das „arktische Gold“ ist die
Unterwolle des kanadischen Moschusochsen und gilt als weichste
und wärmste Naturfaser. Lesenswert:
Jondrals Stil-Blog Gazzetino unter
www.michaeljondral.blogspot.com.
Im Anzug oder Smoking in die Semperoper? Die
Belegschaft von Prüssing & Köll weiß jede Stilfrage
zu beantworten und zeigt gerne, wie man ein Einstecktuch richtig faltet. Das Know-how kommt
nicht von ungefähr, schließlich besteht das Unternehmen in vierter Generation. Kostbar sind die
englischen Overnight- und Business-Koffer, auf
Wunsch mit Monogramm versehen. Anzüge,
Sakkos, Hosen und Hemden fertigen deutsche
Schneider nach Maß aus bestem Tuch von Loro
Piana, Zegna oder Scabal. Formvollendet: der
kostenlose Chauffeurservice mit dem hauseigenen
Bentley.
Lufthansa Exclusive 02/10
Chelsea Farmer’s Club, Berlin
Bleibtreustraße 40
www.chelseafarmersclub.de
Inhaber Christoph Tophinke ist in Sachen Mode
mutig. Bei ihm sind himbeerfarbene Cordhosen
oder Cut-Westen mit Camouflage-Muster zu haben.
Die Stammkundschaft schätzt die klassischen
Jacketts der Hausmarke, erkennbar am bunten
Futter und dem astreinen Sitz. Gekrönt wird der
Look mit handgestrickten Mohn- und Gänseblumen für das Knopfloch oder einem Kikoy-Schal
aus Namibia. Wenn samstags der Ausschank von
Gin Tonic beginnt, platzt der Laden aus allen Nähten. Very british!
Brioni-Fans finden im zweiten Stock
die gesamte (!) Kollektion. Der italienische Luxus-Modeausstatter stellt
die Ferraris unter den Anzügen her,
unverkennbar an dem taillenbetonten
Schnitt. Auch Dietls Maßschneiderei
überzeugt – immerhin ist sie eine der
größten Herrenmaßabteilungen
Deutschlands. Bis zu 60 Stunden
Handarbeit braucht man für einen
Anzug, bis er perfekt ist. Das ist
Haute Couture für den Mann!
Auch hier gibt’s guten Zwirn
Franz Sauer, Köln,
www.franzsauer.de
M&W Mode, Bad Soden am Taunus,
www.mundw-mode.com
Tom Reimer, Hamburg,
www.tomreimer.com
Kelly’s Men Store, Kiel,
www.kellysmenstore.de
Jagador, Münster,
www.jagador.com
Reiser Manufaktur, München,
www.reiser-manufaktur.de
10
www.germany.travel
www.ruhr2010.de
Lifestyle Essentials
01
10
Entdecken. Bewegen. Erleben: RUHR.2010 – Kulturhauptstadt Europas
02
Reiseland Deutschland. Gebucht. Gespart.
03
Reiseland Deutschland. Mehr wert und bezahlbar! 2010 ist erstmals eine Metropolregion, die Stadt Essen und das
Ruhrgebiet, Kulturhauptstadt Europas. Fünf Besucherzentren stehen für Gäste aus aller Welt offen und machen die
Kultur des 21. Jahrhundert spürbar: Duisburg, Kulturhafen und Szenetreffpunkt, Oberhausen, Entertainment am
Puls der Zeit, Essen als kulturelles Energiezentrum und Flaggschiff für RUHR.2010, Bochum, der Festspielplatz Ruhr
und Dortmund, ein Ort für Kunst, Kreativität und neue Medien. Erleben Sie die Einzigartigkeit der RUHR-Kultur.
Lieblingsstücke Für den Job,
die Freizeit und ganz schön
aufgeräumte Typen
© Gasometer / Tourismus & Marketing Oberhausen
© Duisburg Innenhafen / Thomas Rubbin
05
© Stadt Bochum, Presse- und Informationsamt
08
04
© Ruhr Tourismus / Jochen Schlutius
09
01 Mann trägt Hut So wollen es jedenfalls die Designer für 2010. Dieser
Panamahut kostet 100 Euro. www.furla.com 02 Weitsicht Der nächste
Sommer kommt. Bestimmt! Perfekter Begleiter: Tom Fords Sonnenbrille
„Sofien“. Preis: ca. 265 Euro. www.tomford.com 03 Hoch hinaus Das
Empire State Building im Wohnzimmer nachbauen – Lego macht’s möglich.
Bisher nur in den USA erhältlich. www.architecture.lego.com 04 Frei sprechen
Aus der Schweizer Uhrenmanufaktur Tag Heuer kommt diesmal kein Zeitmesser, sondern ein Headset für 450 Euro. www.tagheuer.com/meridiist
05 Schön pomadig Johnny Cash war ein treuer Fan der Royal Crown Hair
Dressing Pomade. Sie verspricht noch heute Halt, Glanz und eine Duftmischung aus Rasierwasser und Zuckerwatte, 5,99 Euro. www.pomadeshop.
de 06 Hübsch trainieren Nussbaum und Edelstahl vereinen sich zu formschönen Hanteln, ab 329 Euro. www.hockdesign.de 07 Geduld! Nur noch
wenige Wochen, dann startet die Fußball-WM in Südafrika. Die Sporttasche
stimmt Sie jetzt schon drauf ein. Preis: 625 Euro. www.bikkembergs.com
08 Ganz Gentleman Ein Motorradhelm passend zum Anzug: Auf die Idee
mit der tweedbezogenen Variante kam Karl Lagerfeld, 1200 Euro, limitiert
auf 100 Stück. Über www.ateliersruby.com 09 Für aufgeräumte Typen
Der Tischorganizer aus Holz und Leder macht sich auf jedem Schreibtisch
gut. Und sorgt für Licht und Ordnung, 335 Euro. www.artedonna.com
10 Chefmäßig Laptoptasche, schlicht und edel aus braunem Büffelleder
von Boss Black, 379 Euro. www.boss.com
07
06
Die Deutsche Zentrale für Tourismus e. V. ist offizieller Partner von RUHR.2010
Lufthansa Exclusive 02/10
12
Lifestyle Essentials
“He let his clothes slipping into his soft leather suitcase.
Then he fell asleep deeply.”
The Bridge. Inside your story.
Tim Ho Wan
Was kostet die Reise zu den Sternen der
Gastronomie? Vom Hongkonger Stadtteil
Mong Kok aus macht es 10 HK-Dollar,
gerade mal 89 Cent. Dafür bekommt man
im Tim Ho Wan ein Bambuskörbchen mit
gedämpften Fleischbällchen und Bohnenquark. Legt man 50 oder 60 Cent drauf,
werden zum Beispiel Maultaschen mit frischen Shrimps oder eine Vermicelli-Rolle
Lufthansa Exclusive 02/10
Ebenfalls einmal besternt und auch nicht
teuer: Hung’s Delicacies. Klein, familiär und
immer sehr gut besucht. Auf der Speisekarte stehen Gerichte der Chiu-Chow-Küche
wie Entenzunge in Soja-Soße, Innereien
vom Schwein oder geröstete KnoblauchGans. Preise: fünf bis zehn Euro. Wechselnde Öffnungszeiten. Unbedingt reservieren!
Hung’s Delicacies, Shop 4, Ngan Fai Building, 84–94 Wharf Rd North Point,
Tel. +852/2570 11 08
Eine weitere Empfehlung ist das Loaf
On Cuisine. Die Anfahrt zum hübschen ehemaligen Fischerdorf Sai Kung in den New
Territories braucht etwas Zeit, doch die
lohnt sich. Frische Fischgerichte und Klassiker der Kanton-Küche – einfach gut. Mittagessen: ab zehn Euro.
Loaf On Cuisine
49 See Cheung St., Sai Kung, Tel.
+852/2792 99 66, täglich ab 11 Uhr
geöffnet
www.thebridge.it
Gut und billig Der
preiswerteste Stern der
Welt funkelt in Hongkong – in einem angesagten Schnellimbiss
mit Rindfleisch serviert. Solche Dim Sum
sind die Spezialität von Hongkong, man
bekommt sie überall. Bloß schmeckt’s
meist nicht so gut wie im Tim Ho Wan.
Und so haben die Gastro-Kritiker des
„Guide Michelin Hongkong/Macau 2010”
die Dampfküche mit einem Stern ausgezeichnet. Preiswerter bekommt man wohl
nirgendwo auf der Welt Sternenglanz auf
den Teller – in schmucklosestem Ambiente allerdings, und mit nur 20 Plätzen. Eigentümer Mak Pui Gor, früher Dim-SumChef im piekfeinen 3-Sterne-Restaurant
Lung King Heen, wollte beweisen, dass
Qualität nicht die Welt kosten muss. Leider
hat sein Erfolg einen Beigeschmack: Wer
im Tim Ho Wan einen Platz ergattern will,
muss sich in eine lange Warteschlange
einreihen.
Tim Ho Wan, 2–20 Kwong Wa St. Mongkok (MTR Yau Ma Tei, Ausgang A2),
Tel. +852/2332 28 96, täglich von 10 bis 22
Uhr geöffnet.
Fotos: AFP/gettyimages (2); http://kampungboycitygal.com (6)
Hung’s Delicacies
14
Aviation Lufthansa
Buchtipps
Entspannt an Bord
Die italienische Lufthansa Tochter Air Dolomiti
hat einen Ratgeber gegen Flugangst veröffentlicht. In dem Buch „Fliegen Sie doch einfach
mal ... entspannt!“ schildert Kapitän Fabio Cassan einen Flug aus seiner Sicht und erklärt, wie
sicher alle Vorgänge ablaufen. Zusammen mit
Informationen der Psychologin und Koautorin
Laura del Fabro soll der Ratgeber AviophobiePatienten helfen, ihre Ängste zu überwinden.
Das Buch ist auf Deutsch oder Italienisch für
19 Euro im Online-Shop der Air Dolomiti (Rubrik
„Reisezubehör“) erhältlich unter:
http://de.spazioitalia.com
Klassiker der Lüfte
Netzwerkerin Lufthansa
Lufthansa hat ihren Auftritt in sozialen Netzwerken im Internet
ausgebaut und eine offizielle Fan-Gruppe auf Facebook gegründet. Auf der Lufthansa Seite finden Nutzer unter der Rubrik „Products“ auch einen Link zu „MySkyStatus“, einem Service, der
den Status des eigenen Fluges Freunden auf Facebook oder
über den Mikroblog-Service Twitter anzeigt. Lufthansa twittert zudem regelmäßig News und Angebote an Abonnenten. Auch im
Business-Netzwerk Xing ist die Airline aktiv. Dort informiert
Lufthansa auf ihrem deutschsprachigen Unternehmensprofil über
Services und Produkte, die für Geschäftsreisende interessant
sind. „Mit der Präsenz in den sozialen Netzwerken erreichen wir
unsere Kunden dort, wo sie schon online aktiv sind“, sagt Hubert
Frach, Vice President Marketing bei Lufthansa.
www.facebook.com/lufthansa
www.twitter.com/lufthansa_DE
www.MySkyStatus.com
xing.com/companies/deutschelufthansaag
World of Lufthansa
Privilegiert parken
Als einzige Airline bietet Lufthansa ihren Premiumkunden neben
Frankfurt und München nun auch am Flughafen Düsseldorf einen
First Class Parking Service* an. HON Circle Mitglieder und First
Class Reisende können 170 Stellplätze im Parkhaus P7 in unmittelbarer Nähe zum Terminal, Check-in und zur Lounge nutzen.
*Aktuelle Preisliste im Internet: lufthansa.com
Lufthansa Exclusive 02/10
Mehr als 20 Jahre hat das Deutsche Technikmuseum in Berlin an einer Luftfahrtsammlung
gearbeitet. Seit rund vier Jahren können Besucher die Ergebnisse in der Dauerausstellung
„Vom Ballon zur Luftbrücke“ sehen. In dem
Bildband „Flugzeuge mit Geschichte“ dokumentieren der stellvertretende Direktor Holger
Steinle und die wissenschaftliche Mitarbeiterin
Astrid Venn mit viel Liebe zum Detail die Luftfahrtsammlung des Museums – und machen
dabei auch ein besonderes Kapitel deutscher
Geschichte erfahrbar. Ein Augenschmaus, nicht
nur für Flugzeugenthusiasten (Heel Verlag, Königswinter 2009, 160 Seiten, 35 Euro).
16
Aviation People
„Lieber Nürburgring als Ehering“ sei das Motto
früher gewesen, erzählt Klaus Heffels, 60, und
lacht. Schon als Jugendlicher begeisterten ihn
die Autos des Vaters, eines Porsche-Fans. Beide besuchten regelmäßig die Rennstrecke in
der Eifel, mit 17 machte Heffels den Führerschein. „Das ging damals mit einer Ausnahmeregel“, erklärt er. Bis zum Sommer vergangenen Jahres arbeitete Heffels bei Lufthansa in
der Einsatzzentrale für Flugzeuge und Besatzung in Frankfurt, nach 40 Jahren bei der Kranich-Linie ist er nun in Rente. 1988 gründete Heffels die scuderia Lufthansa classico (sLc),
einen Club für Liebhaber von Oldtimern. „Am Anfang waren wir etwa 20 Mitglieder, heute hat
der Verein rund 120“, sagt Heffels. „Bunt gemischt, auch 20-Jährige sind dabei, die gerade
ihren ersten alten Käfer restauriert haben.“ Lufthansa Chef Wolfgang Mayrhuber nahm als
Ehrenmitglied an einer Rallye im österreichischen Kitzbühel teil, hinter dem Lenkrad eines alten Lufthansa VW-Busses T 1, der früher auf der Rollbahn im Einsatz war (links oben). Jeder
kann Mitglied werden, auch wenn zu Hause kein Oldtimer in der Garage steht. Heffels selbst
hat mehrere, am liebsten fährt er seinen Porsche Speedster, Baujahr 1954 (ganz oben). Am
schnellsten war er 2002 bei einer historischen Rallye in Monte Carlo unterwegs. Dort kam
Heffels als bestes Privatteam mit einem Porsche 356 SC, Baujahr 1964, auf den neunten
Platz – von 120 Teilnehmern. Nicht der einzige Höhepunkt: „Eines der schönsten Erlebnisse
war eine Fahrt bis nach Jordanien ans Tote Meer“, erzählt er. 28 Oldtimer waren bei der vierwöchigen Reise dabei, die von der sLc organisiert wurde. „Es gab keine einzige Panne“,
sagt Heffels. Selbst einen Sandsturm überstanden die Klassiker ohne Probleme. „Die Mechanik eines alten Autos hat eben Vorteile“, sagt Heffels mit einem Lachen. „Wenn Sprit da
ist und die Zündung funktioniert, fährt’s.“ Ende Mai veranstaltet die sLc die jährlichen
Lufthansa Klassikertage im hessischen Hattersheim, eines der größten Oldtimer-Treffen in
Deutschland. Mehr Informationen unter: www.scuderia-lufthansa-classico.de
Lufthansa Exclusive 02/10
Ausgezeichnet:
Lufthansa Marketingvorstand Thierry Antinori (unten) ist zum
besten „Chief Marketing Officer“ (CMO) des
vergangenen Jahres
gekürt worden. Die
Auszeichnung „CMO of
the Year 2009“ wurde
von der Strategieberatung Booz & Company
und dem Handelsblatt
in Frankfurt verliehen.
Die Jury würdigte den
Erfolg des strategischen Markenmanagements. Lufthansa habe
unter Antinoris Führung
ihre traditionell eher
technisch geprägte
Marke emotional weiterentwickeln können.
Winterlich: Pulverschnee in Davos,
Après- Ski in Kitzbühel,
Schussfahren in Aspen
– ein neues Lufthansa
Skiportal stellt in acht
Sprachen online Informationen für Wintersportbegeisterte
zusammen. Die Plattform zeigt mehr als
100 der weltweit besten
Skigebiete in der Nähe
von 16 Lufthansa Zielen weltweit und bewertet sie nach Kriterien
wie Pistenangebot oder
Familienfreundlichkeit.
Im Internet unter:
lufthansa.com/ski
Fotos: A. Mößmer (2)
Menschen bei Lufthansa Sein Vater infizierte ihn
mit dem Porsche-Virus, 1988 gründete Klaus Heffels den Oldtimer-Club scuderia Lufthansa classico
World of Lufthansa
Kurz & gut
18
Aviation Wine & Food
Herausgeber
Deutsche Lufthansa AG, Von-Gablenz-Str. 2–6,
D-50679 Köln; Objekt verant wortung: Dirk Schwarze;
Koordination: Jens Polkowski;
Lufthansa Exclusive erscheint monatlich bei der G+J
Corporate Editors GmbH, Stubbenhuk 10, 20459 Hamburg.
Geschäfts führung: Soheil Dastyari, Peter Haenchen, Julia
Jäkel; Objektleitung: Dörte Hoppe, Tel. 040/37 03-5013,
Fax: 040/37 03-50 67,
www.corporate-editors.com
Genuss ohne Grenzen Michael
Schumacher, George W. Bush oder
Michael Jackson – Norbert Kostner
hat für sie alle gekocht
Redaktion
Lufthansa Exclusive,
Stubbenhuk 10, D-20459 Hamburg,
Tel. 040/37 03-50 11,
Fax: 040/37 03-50 67,
LHmagazin@guj.de
Chefredakteur: Uly Foerster (verantwortlich); Chef vom
Dienst: Sandra Schülke; Textchef: Michael Schophaus; Art
Direction: Jürgen Kaffer, Maja Nieveler (stellv.), Grafik:
Astrid Thienhaus (alle Büro Hamburg); Textredak tion: Tim
Cappelmann, Jürgen Drommert, Gunnar Herbst, Angelika
Janßen, Sibylle Poell, Nadine Uhe; Beratung Aviation: Cord
Becker; Bildredak tion: Katja Dittgen, Michael Nielsen (Ltg.),
Zita Rothmund-Zinn; Dokumentation: Christian Schwan;
Redak tions assistenz: Sandra Schülke; Redak tionelle Technik: Klaus Stock
Seit rund 35 Jahren arbeitet der gebürtige Südtiroler im thailändischen Mandarin Oriental Bangkok, einem der am häufigsten
ausgezeichneten Luxushotels der Welt. Und seit 1980 ist er als
Küchenchef für die kulinarischen Konzepte der Restaurants des
Hauses verantwortlich. Sein Kochstil ist nicht landesspezifisch geprägt, sondern überspringt geografische und kulturelle Grenzen.
Viele seiner Gerichte sind von der italienischen und französischen
Küche inspiriert, immer experimentierfreudig und geschmackssicher, ausnahmslos mit frischen und besten Zutaten gekocht. Bis
Ende des Jahres haben nicht nur Gäste des Mandarin Oriental
Gelegenheit, die Gerichte des Spitzenkochs zu genießen, sondern
auch Lufthansa Fluggäste. Als Star Chef komponiert Norbert Kostner die Bordmenüs in der First und Business Class auf allen
Lufthansa Flügen von Bangkok und Singapur nach Deutschland.
Kulinarischer Streifzug
690 …
Rioja Ibéricos Crianza 2006, Torres
Lufthansa Exclusive 02/10
Foto: Drury/gettyimages
Torres, Mitglied der fünften Generation und
technische Direktorin des Weinguts, hat diesen Wein aus 100 Prozent Tempranillo-Trauben komponiert. „Der Wein ist die Ernte der
Anstrengungen eines großartigen Teams“,
sagt sie. Ein Wein mit feinen Röstaromen
und satter Beerenfurcht, der am Gaumen
feine Holzwürze zeigt und mit seidigen Tanninen sowie elegantem Charakter überzeugt. Ein Grund mehr, über München zu
fliegen.
Bezug: Wein Wolf Import, Königswinterer
Straße 552, Bonn, Tel. 0228/449 60
Preis: ca. 9,90 Euro
… Flaschen Champagner werden
täglich auf Lufthansa Flügen weltweit in der First und Business Class
verbraucht. Diesen Monat schenkt
die Airline in der First Class die
Spitzencuvée „D“ de Devaux Brut
aus und in der Business Class einen Jacquart Brut Mosaique.
World of Lufthansa
Feines Roastbeef aus Großbritannien, serviert mit italienischem
Pulpo-Salat, Grana Padano und einer Panna cotta? Neue Bordmenüs
verbinden in der Business Class
die Lieblingsessen der Europäer in
spannenden Kombinationen. Auf
ausgewählten Lufthansa Mittelstreckenflügen in Europa.
Weinprobe in der Lufthansa Lounge
Markus Del Monego, Master of Wine und
Weltmeister-Sommelier, stellt Ihnen jeden
Monat einen neuen Wein vor, der seinen
Weg in eine Lufthansa Lounge gefunden
hat.
Wer im Februar über München fliegt, kann in
der First Class Lounge eine kleine, aber feine Premiere erleben. Dort wird der erst seit
Kurzem verfügbare Rioja Ibéricos Crianza
2006 aus dem Hause Torres angeboten. Die
Familie Torres, vom Fachmagazin Wine Enthusiast 2006 zum besten europäischen
Weingut gekürt und nur wenig später von
der Fachzeitschrift Decanter als stärkste europäische Weinmarke ausgezeichnet, besitzt
seit kurzer Zeit Rebflächen und eine hochmoderne Kellerei in diesem prestigeträchtigen spanischen DOC-Anbaugebiet. Mireia
Miles & More
Deutsche Lufthansa AG, FRA EM/A, D-60546 Frankfurt,
Volker Scheible (verantwortlich),
Anja Kern (Koordination); Service-Tel. 018 05/59 59
Herstellung: Helge Voss
Litho: p.r.o. medien Produktion, Hamburg
Druck: MOHN Media, Mohndruck GmbH, Gütersloh
Nachdruck, auch aus zugsweise, nur mit ausdrücklicher
Genehmigung der Lufthansa. Für unverlangt einge sandte
Manuskripte und Bilder übernimmt die Redaktion keine
Haf tung. Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben die
Meinung der Autoren wieder. Diese muss nicht mit der Auffassung der Redak tion übereinstimmen.
Papier
LEIPA Ultra Mag plus. Hergestellt aus 100 % Altpapier mit
mindestens 80 % post consumer fibre. Zertifiziert mit dem
„Blauen Engel“; zu 100 % FSC Recycled Paper.
Anzeigenverkauf
G+J Corporate Editors GmbH, Anzeigenabteilung Lufthansa
Magazin, Brieffach 11, 20444 Hamburg; lufthansa@guj.de;
Preisliste Nr. 16, gültig ab 1. Januar 2010; Gesamtanzeigenleiter: Heiko Hager, Tel. 040/37 03-53 00; Stellv.
Anzeigenleiter: Jan-Eric Korte, Tel. 040/37 03-53 10;
Anzeigendisposition: Alexandra Kolatzek (Ausland) Tel.
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G+J-Repräsentanten
Asien, außer Japan (Hongkong): Godfrey Wu, Tel.
852/25 91 10 77; Korea (Seoul): Jeong Gwon Seo, Tel.
2/37 02 17 42; Belgien, Lu xemburg, Niederlande (Gent):
Kathy Rosseel, Tel. 9/235 02 10; Frankreich (Paris): Yves
Swartenbroekx, Tel. 1/53 93 73 93; Großbritannien, Irland
(London): Sibel Üner, Tel. 20/74 37 43 77; Italien (Mai land):
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Hiroshi Iwai, Tel. 3/32 22 78 11; Österreich und Südtirol
(Wien): Erwin W. Luthwig, Tel. 1/51 25 64 70; Portugal
(Lissabon): Paulo Andrade, Tel. 213/85 35 45; Spa nien
(Madrid): Gema Arcas, Tel. 91/586 36 31; Schweden,
Finnland (Stockholm): Sten Johannisson-Thörne,
Tel. 8/714 06 00; Nor wegen, Dänemark (Naerum): Mark
Hjortkilde, Tel. 45/46 91 00; Schweiz (Zürich): Hans H. Otto,
Tel. 44/269 70 70; Türkei (Istanbul): Dr. Reha Bilge,
Tel. 212/269 70 70; USA Ostküste: Dustin K. Guzowski,
Tel. 212/268 33 44; USA Westküste: Ralph Lockwood,
Tel. 408/879 66 66; Indien (Mumbai): Marzban Patel,
Tel. 22/22048890
Neu:
Dimple Gold Crest
– mit dem goldenen Wappen
der Blending-Kunst
Dimple Gold Crest ist eine Deluxe-Version des
weltberühmten Dimple Blend, der seit den
1890er Jahren von den Haig’s, der ältesten
schottischen Brenner-Dynastie, hergestellt
wird. Das goldene Familienwappen von John
Haig & Co., ziert jede Flasche dieses luxuriösen
Blends als Zeichen seiner Qualität.
Dimple Gold Crest ist ein Blend aus schottischen Malt und Grain Whiskies. Zu seiner
Herstellung werden drei unterschiedliche Fassarten verwendet, die zuvor wahlweise Bourbon
oder spanischen Dessertwein bargen. Durch
diese ausgeprägte „Kraft der drei Fässer“
erfährt Dimple Gold Crest seine Aromenfülle:
sahnige Würzigkeit von Paranüssen, frische
Süße reifer Nektarinen und raffinierte Aromen
von Espresso.
Die edle und typische dreieckige Flasche mit
dem goldenen Wappen machen Dimple Gold
Crest zu einem ganz besonderen Weihnachtsgeschenk. Erhältlich ist Dimple Gold Crest in
Fachabteilungen großer Warenhäuser und im
Whiskyfachhandel.
www.dimple.de
Bitte trinken Sie verantwortungsvoll.
www.initiative-genusskultur.de
20
Inspirations Cloud Computing
21
Kampf der Wolkenstürmer Die IT-Giganten Google, Amazon
und Microsoft treten
gegeneinander an, um
den Zukunftsmarkt
Cloud Computing zu
erobern
Text Jürgen Drommert Illustration Astrid Thienhaus
Hintergründe: gettyimages
D
Lufthansa Exclusive 02/10
as Leben kann so einfach sein.
Mal eben im Kalender auf dem
PC einen Termin eintippen
und, schwups, findet sich der
neue Eintrag auch auf dem Smartphone
und dem Laptop wieder. Alle Geräte marschieren im Gleichschritt, und das ohne
fummelige Synchronisation per USB-Kabel oder Bluetooth. Denn der Abgleich
der Daten wird im Hintergrund dirigiert,
genauer gesagt: in der Cloud.
Cloud Computing löst die Grenzen
zwischen der eigenen Hardware und dem
Internet auf. Es ist dabei für weit mehr gut
als nur für vergleichsweise simple Synchronisationsjobs oder die Auslagerung
von Daten in Rechenzentren, die Unternehmen wie Google, Amazon oder Microsoft für solche Aufgaben betreiben. „Es ist
ein neues Modell“, erklärt Eric Schmidt,
CEO des Internet-Goliaths Google, und
legt gleich nach: „Es ist ein mächtiges Modell und eines, das die Richtung für die
Industrie vorgibt. Es ist das Herzstück unserer Strategie für 2010.“
In einem Punkt liegt Schmidt kräftig
daneben: Neu ist Cloud Computing zumindest in technischer Hinsicht nicht,
22
Inspirations Cloud Computing
schon die guten alten Mail-Services wie
das 1996 von Microsoft etablierte Hotmail
fallen in diese Rubrik – auch wenn es damals den wolkigen Begriff noch nicht gab.
Neu ist allerdings die ökonomische
Dimension, die internetbasierte Dienste
mittlerweile erreicht haben. Auf über 46
Milliarden US-Dollar taxierte das Marktforschungsunternehmen Gartner die Umsätze, die 2008 weltweit mit Cloud Computing erzielt wurden. Für das Jahr 2013
sagen die Technologie-Analysten eine
Steigerung auf über 150 Milliarden voraus.
Der Löwenanteil dieses rasant wachsenden Marktes entfällt allerdings nicht auf
das Geschäft mit den Konsumenten. Für
sie gibt es angepasste Online-Produkte
wie etwa Apples MobileMe, das Web-Mail,
Kalender, Adressbuch und Speicherplatz
für Fotos und Dokumente in einem integrierten Paket bietet. Für den Nutzer bedeutet es einen Gewinn an Komfort, wenn
so zusammenwächst, was zusammenge-
hört. Doch für Unternehmen und Institutionen zählt weniger der Komfort, es sind
vielmehr die Kosten, die durch Auslagerung von IT-Infrastruktur oder auch die
Nutzung webbasierter Software eingespart
werden können.
So lässt Los Angeles, die größte Stadt
des klammen Bundesstaats Kalifornien,
seine 30 000 Angestellten jetzt online mit
Google Apps statt wie bisher mit Microsoft
Office arbeiten. Nicht mehr auf den Festplatten der einzelnen Arbeitsplatzrechner
werkelt die Büro-Software also, sondern
auf Servern in Googles Rechenzentren.
Durch den Wegfall von Lizenzgebühren,
Personal- und Energiekosten hofft man auf
Einsparungen von 14 Millionen US-Dollar.
Solche Kostenaspekte waren ebenfalls für den britischen Konzern Rentokil
Initial der Grund, seine 35 000 Mitarbeiter
auf Googles Web-Applikationen umzustellen. Und auch die britische Telegraph Media Group (TMG) hat von 2008 bis 2009
eine umfassende Auslagerung vorgenom-
Software
Laufzeitumgebung
für Anwendungen
Rechenleistung, Speicherplatz,
Netzwerkinfrastruktur
Lufthansa Exclusive 02/10
23
„Infrastructure as a
Service“ macht die Basis des Cloud Computing aus, hier werden
dem Kunden auf einem
virtuellen Server Rechenleistung, Speicherplatz und Netzwerkinfrastruktur wie
etwa Firewalls zur Verfügung gestellt. „Platform as a Service“ bietet darüber hinaus eine
betriebssystemunabhängige Laufzeitumgebung, etwa fürs Entwickeln und Hosten von
Webanwendungen. Bei
„Software as a Service“ wird Software aller Art on demand zur
Verfügung gestellt und
vom Kunden entsprechend der Nutzung bezahlt – Leasen statt
Kaufen ist die Devise
men: Microsoft Outlook und Exchange
wurden durch Googles E-Mail-System ersetzt, herkömmliche Büro-Software durch
Google Apps. Und für die Abwicklung des
Zahlungsverkehrs, die Abonnentenverwaltung und Anzeigenverkäufe setzt TMG
darüber hinaus auf Cloud-Services von
Salesforce.com und Amazon Elastic Compute Cloud (EC2).
Im Vordergrund bei der Unternehmensnutzung von Cloud Computing steht
die Auslagerung der eigenen IT-Infrastruktur. Dabei kommt neben Einsparungen bei
Investitionen, Personal oder Energie auch
die Flexibilität ins Spiel, die bei der Anmietung virtueller Server möglich ist.
Infrastructure as a Service (IaaS) bedeutet auch, dass Belastungsspitzen automatisiert abgefangen werden können.
Wenn zusätzliche Rechenleistung oder
mehr Speicherplatz gebraucht werden,
wächst der virtuelle Server bei Anbietern
wie Amazon oder Salesforce.com; sinkt
der Bedarf beim Unternehmenskunden,
Connected Worlds
Die Cebit, weltweit größte
Messe für die IT-Industrie,
findet vom 2. bis 6. März
2010 in Hannover statt.
Diesmal steht die Fachund Publikumsveranstaltung unter dem Motto
„Connected Worlds“, Sonderschauen widmen sich
den Themen Broadband
World, Connected Living,
Enterprise Application
World, Next Level 3D und
Professional Data Center.
24
Inspirations Cloud Computing
schrumpft er wieder zusammen. Bei einer
eigenen IT-Infrastruktur besteht dagegen
grundsätzlich die Gefahr, kostenträchtige
Überkapazitäten aufzubauen oder aber
dem Bedarf hinterherzuhinken. Dieses Risiko entfällt beim Cloud Computing, denn
dort gilt im Normalfall die Regel: Bezahlt
wird, was gebraucht wird.
Trotz solcher Vorzüge üben sich deutsche Unternehmen noch in Zurückhaltung,
wenn es um Cloud Computing geht. „Ein
fataler Fehler“, meint das Handelsblatt
apodiktisch. Vielleicht aber auch nicht.
Der Datenbestand eines Unternehmens
stellt schließlich einen sehr hohen Wert
dar. Ruht dieser Schatz nicht sicherer auf
hauseigenen Servern?
Definitiv ja, meint Frank Rosengart
vom Chaos Computer Club, dem inoffiziellen TÜV für IT-Sicherheit in Deutschland.
Ob es nun um Datenverlust oder den unberechtigten Zugang von Dritten zu Unternehmensdaten auf virtuellen Servern geht,
Quelle: BITCOM/techconsult
Lufthansa Exclusive 02/10
25
das Risiko ist hoch, so Rosengart: „In den
Standardverträgen gibt keiner der Anbieter
von Cloud-Computing-Lösungen Garantien ab.“ Und bei Entschädigungen für immaterielle Verluste wie den von Daten
sehe es im Normalfall finster aus für den
geschädigten Kunden, gibt er zu bedenken. Die größten Vorteile des Cloud Computing erschließen sich da noch für Kriminelle, meint Frank Rosengart: „Mit
erbeuteten Kreditkartendaten in einem Internet-Café einen virtuellen Server einrichten, und schon hat man eine Plattform für
Kinderpornographie. Die meisten Angriffe
auf unsere eigenen Server kommen übrigens mittlerweile von Cloud-Rechnern.“
Beim offiziellen TÜV für IT-Sicherheit
in Deutschland, dem Bundesamt für die
Sicherheit in der Informationstechnik (BSI),
teilt man Rosengarts Bedenken weitgehend. Im zweiten Quartalsbericht des Jahres 2009 nahmen die Experten Stellung zu
Google Wave, dem neuen Cloud-Produkt
des kalifornischen Unternehmens: „Der
Der Brachenverband
Bitkom schätzte das
Marktvolumen für
Cloud Computing im
B2B-Bereich für 2008
auf 222 Millionen Euro
(vollfarbig dargestellt
der Anteil, der auf Basisinfrastruktur entfällt,
schraffiert der von Anwendungen). Die Experten gehen von
einem durchschnittlichen Jahreswachstum von 36,5 Prozent
bis 2011 aus. Damit
liegt Deutschland über
dem globalen Trend,
was allerdings am starken Nachholbedarf
liegt – hierzulande sind
Unternehmen sehr zurückhaltend, sich auf
diese Form des Outsourcing einzulassen,
besonders im Vergleich zu den USA
Nutzer verliert vollständig die Kontrolle
über seine Daten. Daher ist eine Nutzung
von Google Wave (ebenso wie eine Nutzung der anderen Google-Dienste) sowohl
aus IT-sicherheitstechnischen Gründen als
auch aus Sicht des Datenschutzes aktuell
nicht zu empfehlen.“ Diese Kritik nimmt
nicht etwa besondere Sicherheitslücken
bei Google aufs Korn, sondern gilt grundsätzlich auch für andere Anbieter.
Ralf Kleber, Chef von Amazon
Deutschland, hält dagegen. Auf die hypothetische Frage „Die Datensätze meiner
1,5 Millionen Kunden sind von Ihren Servern verschwunden, was nun?“ hat er eine
ebenso knappe wie beruhigende Antwort
parat: „Datenschutz und Datensicherheit
unserer mittlerweile über 98 Millionen Kunden gehören bei uns schon seit 15 Jahren
zu unseren wichtigsten Aufgaben. Diese
Erfahrung fließt natürlich auch ins Cloud
Computing mit ein.“
Tatsächlich geht es beim Cloud Computing um Vertrauen, so wie bei anderen
Geschäftsbeziehungen auch. Und immerhin können die Big Player hohe Glaubwürdigkeit für sich reklamieren. Amazon, mit
seiner EC2 ein Pionier im Cloud Computing, ist besser bekannt als weltgrößtes
Online-Versandhaus. Google ist internationaler Marktführer bei der Internet-Suche,
Microsoft – seit Kurzem mit seiner CloudPlattform Azure im Rennen – bei den PCBetriebssystemen. Abgesehen von Spezialisten wie Salesforce.com dürften diese
großen drei den Kampf ums WolkenBusiness unter sich ausmachen. Und dabei würde es das Aus bedeuten, wenn
Kundendaten verloren gingen oder missbraucht würden.
Ob das Vertrauen erst keimen oder
der Kostendruck weiter wachsen muss,
das Resultat bleibt gleich: Cloud Computing wird sich durchsetzen. Spannend
bleibt allerdings, ob womöglich ein vierter
großer Anbieter in den Ring steigt: Apple
errichtet zurzeit in North Carolina eines der
größten Rechenzentren der Welt.
26
Lounge-Gespräch Privatsphäre
27
Bruce Schneier:
II Privatsphäre ist eine
Voraussetzung der Freiheit,
der Demokratie, des
Kapitalismus II Der Experte
für IT-Sicherheit im InternetChat über Lauschangriffe ‚
ohne Nutzwert, notwendiges
Vertrauen und Daten als
Umweltverschmutzung des
Informationszeitalters
Bruce Schneier ist Blogger, gefragter Gast im
Fernsehen und Radio, tritt bisweilen als Gutachter vor dem US-Kongress auf. Da kann es
schon mal zu Terminschwierigkeiten kommen.
Deshalb führte Redakteur Jürgen Drommert
dieses Lounge-Gespräch als Chat via Internet
Lufthansa Exclusive 02/10
Foto: Schwering; Woit [M]
Text Jürgen Drommert Fotos Guenther Schwering
Lufthansa Exclusive: Mr. Schneier, Sie
sind Spezialist für IT-Sicherheit und Kryptografie. Trotzdem als Erstes eine Frage,
die eher ins Fach Psychologie fällt. Ich versende manche E-Mails verschlüsselt, das
eingebaute Mikrofon meines Computers
ist im Normalfall deaktiviert, auf meiner
Festplatte befindet sich eine verschlüsselte
Partition. Und wenn ich ein wirklich vertrauliches Gespräch unter vier Augen führen wollte, würde ich den Akku aus
meinem Smartphone entfernen. Bin ich
ein Fall für den Psychiater?
Bruce Schneier: Nur wenn Sie das besagte vertrauliche Gespräch mit ihm führen wollen. Sicherheit ist ein Kompromiss,
und ich kann Ihre Sicherheitsmaßnahmen
nicht beurteilen, wenn ich nicht mehr über
Ihre Risiken weiß. Einiges von dem, was
Sie da aufführen, ist extrem, aber es gibt
Menschen, die extremen Risiken ausgesetzt sind – Menschenrechtler in totalitären
Staaten zum Beispiel. Ich persönlich verschlüssele meine Festplatte, aber ich führe
einige meiner wirklich vertraulichen Gespräche über mein Smartphone.
Lufthansa Exclusive: Und wird unsere
Kommunikation möglicherweise jetzt gerade belauscht?
Schneier: Haben Sie noch niemals jemand in einer Flughafen-Lounge belauscht? Einige Leute sprechen jedenfalls
so laut, dass es unmöglich ist, das zu vermeiden. Aber im Ernst, das Abhör-Equip-
ment ist so unauffällig und wirkungsvoll
geworden, dass man niemals absolut sicher sein kann, nicht belauscht zu werden.
Die Wahrscheinlichkeit richtet sich nach
Ihrem individuellen Risikoprofil.
Lufthansa Exclusive: Das National Security Branch Analysis Center führt eine AntiTerror-Datenbank mit über 1,5 Milliarden
Einträgen über US-Bürger und Ausländer.
Und in Europa ist das Telekom-Standardisierungsinstitut ETSI laufend damit beschäftigt, Normen für die Mobilfunküberwachung
weiter auszuarbeiten. Machen all diese
Aktivitäten unsere Welt merklich sicherer?
Schneier: Nein. Es gibt da den allgegenwärtigen Mythos, dass wir terroristische
Planungen aufdecken könnten, wenn
Lounge-Gespräch Privatsphäre
wir uns nur Zugriff auf all diese Daten verschaffen würden. Das ist lächerlich; Terroristen haben keine übereinstimmenden
Profile, so wie Kreditkartenbetrüger sie haben. Und Terroristen sind so selten, dass
ein Mehr an Daten nur zu falsch-positiven
Ergebnissen führt, die das System unbrauchbar machen und die Zeit der Überwacher verschwenden. Nehmen Sie dann
noch das Sicherheitsrisiko dazu, das diese
großen Sammlungen persönlicher Daten
mit sich bringen, und dann haben Sie ein
System, das den Menschen weniger statt
mehr Sicherheit verschafft.
Lufthansa Exclusive: Staatliche Überwachung ist eine Sache, ob man seine Daten
freiwillig preisgibt, eine andere. Was das
angeht, hat sich die Einstellung in
Deutschland sehr geändert. Angesichts
einer Volkszählung im Orwell-Jahr 1984 –
einer recht harmlosen statistischen Erhebung – brachen hier über Monate Proteste
auf breiter Front los. Heute geben die Leute persönlichste Informationen auf Facebook oder Youtube preis. Ist Datenschutz
ein Auslaufmodell? Haben wir eine Kultur
des Exhibitionismus?
Schneier: Die Einstellung der Menschen
ändert sich definitiv, aber sie sind immer
noch sehr um ihre Privatsphäre besorgt.
Was wir erleben, ist eine Veränderung des
sozialen Umgangs. Heute nutzen die Men-
schen computerbasierte
Systeme, die natürlich verwertbare Informationen generieren. Nehmen Sie dazu
diese Web-2.0-Unternehmen, die aktiv die Leute davon abbringen, ihre Privatsphäre zu wahren, und dann
ist das Resultat eine sehr öffentliche jüngere Generation.
Aber während flüchtige Konversation technisch gesehen
auf dem Rückzug sein mag,
ist sie es nicht in politischer
Hinsicht. In vielen Ländern
beginnt man zu erkennen,
dass es bei der Privatsphäre
um ein fundamentales Menschenrecht geht
und dass Unternehmen ihren Kunden die
Möglichkeit einräumen müssen, sie zu
schützen.
Lufthansa Exclusive: Wenn man Leute
darauf aufmerksam macht, wie viele Informationen ein Computer hinterrücks nach
draußen abgibt und wie viele digitale Fußabdrücke sie im Lauf eines Tages hinterlassen, stutzen sie kurz. Dann sagen sie
meist: Egal, ich habe nichts zu verbergen.
Was antworten Sie darauf?
Schneier: Normalerweise bitte ich sie, mir
über die Höhe ihres Gehalts, eine besonders peinliche Situation in ihrem Leben
Bruce Schneier, geboren
1963 in New York, ist ein international anerkannter Experte für IT-Sicherheit sowie
Autor mehrerer Bücher und
Hunderter von Beiträgen in
Publikumsblättern und Fachzeitschriften zum Thema.
Bevor er zum „SicherheitsGuru“ (so der britische
Economist) wurde, studierte
er Physik und Informatik und
arbeitete für das US-Verteidigungsministerium. Anschließend war er unter anderem
in den AT&T Bell Labs tätig,
bevor er 1991 sein Unternehmen Counterpane Consulting gründete, das ab 1999
Lufthansa Exclusive 02/10
und ihre sexuellen Vorlieben zu berichten.
Danach sind sie meistens ziemlich still. Bei
der Privatsphäre geht es nicht einfach darum, etwas zu verbergen zu haben. Sie ist
eine Voraussetzung der Freiheit, der Demokratie, des Kapitalismus. Sie ist ein Element der menschlichen Würde. Wir mögen
nichts zu verbergen haben, doch das heißt
nicht unbedingt, dass wir damit einverstanden sind, dass andere alles wissen, was
wir im Internet sagen und tun – oder im
nicht virtuellen Leben. Und ganz bestimmt
wollen wir nicht, dass die Polizei auf dieser
Basis über unsere Loyalität, Angepasstheit
oder unser „Risiko-Level“ urteilt.
als Counterpane Internet Security firmierte und 2006 von
der British Telecom übernommen wurde. Heute ist
Schneier Chief Security
Technology Officer der British Telecom sowie Verfasser
des Blogs „Schneier on Security“ und des Newsletters
„Crypto-Gram“, der von
mehr als 250 000 Abonnenten gelesen wird. Jürgen
Drommert (oben) chattete
mit Bruce Schneier in der
Lufthansa Senator Lounge
des Hamburger Flughafens
Foto: St. Woit
28
30
Lounge-Gespräch Privatsphäre
Lufthansa Exclusive: Kardinal Richelieu
sagte: „Wenn man mir sechs Zeilen gäbe,
geschrieben von der Hand des anständigsten Mannes, würde ich darin etwas
finden, das ihn an den Galgen bringt.“
Wenn Sie Data Mining betreiben, können
Sie Daten über mich zusammentragen, die
600, 6000 oder 60 000 Zeilen füllen. Vervielfacht sich für mich dadurch die Gefahr,
gehängt zu werden, weil die statistischmathematische Verknüpfung einzelner Daten darauf hinweist, dass ich kein harmloser Journalist, sondern Terrorist bin?
Schneier: Gehängt würden Sie wahrscheinlich nicht werden, zumindest nicht in
den Vereinigten Staaten. Aber vielleicht
lässt man Sie das nächste Mal nicht Ihr
Flugzeug besteigen, wenigstens nicht ohne besonders umfassende Sicherheitskontrollen. Vielleicht enthält man Ihnen
auch staatliche Zuwendungen vor, ohne
zu sagen, warum. Ihre persönlichen Konversationen – ob nun von Angesicht zu
Angesicht, per E-Mail oder wie auch immer – könnten belauscht und aufgezeichnet werden. In Extremfällen könnten Sie
festgenommen und in ein weniger demokratisches Land gebracht werden, um verhört und gefoltert zu werden. Was Ihnen
passiert, hängt von der Willkür des Staats
ab – und, hoffentlich, von den jeweiligen
Gesetzen des Landes. In einem Polizei-
staat etwa steigt Ihr Risiko natürlich dramatisch.
Lufthansa Exclusive: Viele Bürger
schmerzt der Verlust der Privatsphäre
nicht, sie treiben ihn aktiv voran. Bei Unternehmen sieht die Sache anders aus, sie
wollen kritische Daten grundsätzlich schützen, um nicht Opfer von Wirtschaftsspionage zu werden. Wachsen hier die Gefahren, etwa wenn die hauseigene IT an
externe Dienstleister ausgelagert wird?
Schneier: IT-Outsourcing ist für Unternehmen finanziell so verlockend, dass sie dazu übergehen werden, unabhängig vom
Risiko. Grundsätzlich gibt es zusätzliche
Risiken, wenn man seine IT auslagert,
aber es handelt sich um abgestufte Risiken. Der wesentliche Punkt ist, dass ein
Unternehmen seinem Outsourcing-Dienstleister trauen muss. Und das gilt für jede
Form der Auslagerung von Aufgaben: für
Steuerberatung, juristische Betreuung,
Reinigungsservice und IT-Services. Wenn
Sie dem Dienstleister nicht trauen können,
heuern Sie ihn nicht an. Es gibt zusätzliche
Risiken bei grenzüberschreitendem Outsourcing. Verschiedene Länder haben
stark abweichende Gesetze, wenn es um
Datensicherheit und Privatsphäre geht.
Nach europäischen Datenschutzgesetzen
könnte es illegal sein, Daten in Länder zu
übermitteln, wo sie nicht ausreichend ge-
schützt sind. Aber noch einmal: Es ist alles
eine Frage des Vertrauens.
Lufthansa Exclusive: Daten sind die Umweltverschmutzung des Informationszeitalters, haben Sie einmal gesagt. Haben Sie
Hoffnung, dass sich auch für Daten ein
Umweltbewusstsein einstellt, wie wir es bei
der chemischen Verunreinigung von Gewässern oder dem CO2-Ausstoß haben?
Schneier: Das wird passieren, auch wenn
es ein paar Generationen dauert. Und
ganz genau so, wie wir heute zurückblicken auf die Gründergenerationen des Industriezeitalters und uns fragen, wie sie
nur die Umweltverschmutzung haben
ignorieren können, so werden unsere Enkel zurückblicken und sich fragen, wie wir
die Probleme in Zusammenhang mit unseren persönlichen Daten haben ignorieren können: was gesammelt werden sollte,
wie es genutzt sollte, wie gelagert und wie
gelöscht.
Lufthansa Exclusive: In dem Film „Der
Staatsfeind Nr. 1“ spielt Gene Hackman
einen ehemaligen NSA-Agenten, der in einer Art Bunker mit elektromagnetisch abgeschirmten Wänden, mit autarker Stromversorgung und Computern ohne
Netzzugang haust. Sie leben aber nicht
so, oder, Mr. Schneier?
Schneier: Wer will das noch mal
wissen?
II IT-Outsourcing
ist für Unternehmen
finanziell so verlockend, dass sie
dazu übergehen
werden, unabhängig vom Risiko II
Lufthansa Exclusive 02/10
*Gegenüber der UVP des Herstellers.
**Gültig für einen Einkauf bei einem Mindestbestellwert ab 50 € und nur bis zum 30.06.2010.
Lifestyle Kunst
Paris | Centre Pompidou
bis 24.05.
elles@centrepompidou
Es ist das erste Mal, dass ein Museum ausschließlich Kunst von Frauen zeigt. Noch bis
zum 24. Mai wird man unter den rund 500
ausgestellten Werken des Centre Pompidou
männliche Meister vergeblich suchen. Das
Konzept hinter der Ausstellung ist aber kein
feministisches Manifest, sondern vielmehr
eine Bestandsaufnahme zeitgenössischer
Kunst aus weiblicher Sicht. Gezeigt werden
Werke ganz unterschiedlicher Künstlerinnen
wie Agnès Thurnauer (ganz oben links)
Suzanne Valadon (ganz oben), Valérie Belin
(links) oder Niki de Saint Phalle (oben).
Lufthansa Exclusive 02/10
Fotos: Bernard Boutet de Monvel, Maharaja Yeshwant Rao Holkar II von Indore in westlicher Kleidung, Al Thani Colletion/© ADAGP, Paris and Dacs; Franz Marc, Weidende Pferde IV, 1911 © President and
fellows of Harvard College/Foto: Rick Stafford
33
Fotos: Agnès Thurnauer, Portraits Grandeur Nature, 2007–2009 © ADAGP, Paris, 2009; Suzanne Valadon, La Chambre bleue, 1923 © ADAGP, Paris, 2009; Niki de Saint Phalle La Mariée ou Eva Maria, 1963
© 2009 Niki Charitable Art Foundation/ADAGP, Paris, 2009; Valérie Belin, Sans titre, no.7, 2003 de la série Mannequins,2003 © ADAGP, Paris, 2009;
32
Essen | Museum Folkwang
20.03. bis 25.07.
Das schönste Museum der Welt
Der vom britischen Stararchitekten David Chipperfield entworfene Ergänzungsbau des
Essener Museums Folkwang öffnete am 30. Januar seine Pforten. Die erste Sonderausstellung „Das schönste Museum der Welt“ rekonstruiert mit Unterstützung von Eon
Ruhrgas die Sammlung des Museums aus den Jahren vor 1933, die damals zu den
weltweit bedeutendsten für moderne Kunst gehörte. 1937 beschlagnahmten die Nationalsozialisten mehr als 1400 Werke als angeblich „entartete Kunst“ und verkauften sie.
Für vier Monate kehren jetzt im Kulturhauptstadtjahr viele Meisterwerke ins Museum
Folkwang zurück, unter anderem von Edvard Munch, Wassily Kandinsky, Henri Matisse,
Ernst Ludwig Kirchner und Max Beckmann. Erstmals seit den dreißiger Jahren sind auch
Franz Marcs „Weidende Pferde IV“ (unten) wieder zu sehen.
München | Kunsthalle
der Hypo-Kulturstiftung
12.02. bis 23.05.
Maharaja
Es ist die erste Schau in Europa, die einen umfassenden Überblick über die Welt der Maharajas
und ihre einzigartige reiche Kultur gibt. Die Ausstellung zeigt mehr als 250 herausragende Objekte, darunter drei Throne und eine aus vergoldetem Silber gefertigte Sänfte. Die Ausstellung
umfasst den Zeitraum der indischen Fürstenhöfe
vom frühen 18. Jahrhundert bis 1947, dem Ende
der britischen Herrschaft in Indien.
Wo, bitte, geht’s zur Kunst?
München, London, Hamburg oder Paris: Auch 2010 lohnt sich
wieder eine Tour der Kultur. Lufthansa Exclusive hat aus der
Vielzahl an Ausstellungen, Sammlungen und Retrospektiven
einige Höhepunkte für das erste Halbjahr ausgewählt
Lifestyle Kunst
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Bregenz | Kunsthaus
06.02. bis 11.04.
Candice Breitz
Die technisch ausgefeilten und inhaltlich komplexen
Videoarbeiten der südafrikanischen Künstlerin
Candice Breitz durchleuchten die Erzählstrukturen
des Hollywood-Kinos: gelebte Fankultur sowie die
Position des Individuums in der medialen Massengesellschaft. Das Kunsthaus Bregenz zeigt einige
ihrer bekanntesten Videoinstallationen und neue, in
Europa erstmalig ausgestellte Werke.
New York | MoMA
bis 26.04.
Tim Burton
Kultregisseur Tim Burton erhielt im MoMA seine erste Retrospektive. Gezeigt werden
Zeichnungen, Fotografien und Filmrequisiten des gelernten Trickfilmzeichners, der durch
Streifen wie „Edward mit den Scherenhänden“, „Nightmare Before Christmas“, „Charlie
und die Schokoladenfabrik“ und „Sweeney Todd“ im Kino weltberühmt wurde. Zu den
mehr als 700 Ausstellungsobjekten gehören auch Skizzen, Skulpturen, Kostüme, Puppen
und Videos. Der heute 51 Jahre alte Kalifornier hatte schon als Teenager eine Vorliebe für
skurrile Figuren und gruselige Geschichten. Zeitgleich zur Ausstellung zeigt das MoMA
auch die wichtigsten Filme des Leinwandgenies.
Lufthansa Exclusive 02/10
Lyon | Museum Art Contemporain
03.03. bis 11.07.
Ben
In den sechziger Jahren gehörte der in Frankreich
lebende Schweizer Ben Vautier zu den bedeutendsten Vertretern der Fluxus-Bewegung. Bekannt wurde
der Künstler „Ben“, wie er sich selbst vermarktet, vor
allem als Meister der Provokation. Wort und Schrift
erhalten in seinen Werken zentrale Bedeutung, wodurch das Bild zum verbalen Statement avanciert.
Das MAC in Lyon widmet ihm eine Retrospektive.
Fotos: Tim Burton, Untitled (Creature Series), 1992 © 2009 Tim Burton; Candice Breitz, Factum Tremblay, 2009; BEN, On est tous ego ..., 1998 © ADAGP, Paris, 2009; Franz Xaver Winterhalter, The Royal Family in 1846, The
Royal Collection © Her Majesty Queen Elizabeth II; Hans-Peter Klut/Elke Estel © Rüstkammer, Staatliche Kunstsammlungen Dresden; Lillian Bassman: A Report to Skeptics Suzy Parker, 1952 © Lillian Bassman
34
London | The Queen’s
Gallery, Buckingham Palace
19.03. bis 31.10.
Victoria & Albert: Art & Love
Für den Kunstliebhaber ist die Queen’s
Gallery eine erste Adresse in London.
Hier werden ständig wechselnde Ausstellungen aus den umfangreichen Sammlungen gezeigt, die von der Queen für die
Briten treuhänderisch verwaltet werden.
Ab März widmet sich das Museum erstmals der Kunstleidenschaft von Queen
Victoria und Prinz Albert. Das königliche
Paar sammelte begeistert Kunst, war
selbst aber auch Gegenstand zahlloser
Gemälde. Die Ausstellung mit über 400
Werken umfasst den Zeitraum ihres
Engagements von 1839 bis zu dem frühen Tod des Prinzen im Jahr 1861.
Hamburg | Deichtorhallen
bis 21.02.
Lillian Bassman & Paul Himmel
Als Art-Direktorin und Fotografin bei Junior Bazaar und später bei Harper’s
Bazaar hat die heute 92 Jahre alte Lillian Bassman in den vierziger bis
sechziger Jahren das Layout der Zeitschrift und die Modefotografie geprägt.
78 Jahre war sie mit ihrem Lebenspartner Paul Himmel (1914–2009) zusammen, auch er ein großer Fotokünstler. Die Deichtorhallen widmen dem Paar die
erste Retrospektive, die danach auch in anderen Metropolen gezeigt werden
Dresden | Residenzschloss
ab März
Türckische Cammer
Die osmanische Sammlung der sächsischen Kurfürsten ist eine der weltweit bedeutendsten ihrer Art.
Sie umfasst Geschenke, Ankäufe und Beutestücke,
darunter auch Panzerhemden, Helme, Fahnen und
Waffen. Ab März wird die Sammlung in der Rüstkammer des Dresdener Residenzschlosses nach
Jahrzehnten wieder zu sehen sein.
Lifestyle Online-Shopping
Wie Männer richtig klicken
Schaufensterbummel? Nein
danke! Männer nutzen viel lieber das Einkaufs-Netz und
kaufen ihre Mode vom Smoking bis zur Socke im Internet.
Das ist nicht nur bequem, sondern kann auch unterhaltsam
sein. Hier die besten OnlineShops für kommode Kerle
Text Angela Oelckers
Bis eben war es noch unanständig. Aber
plötzlich tun es alle. Gucci tut es, Dior
und Hermès, Strellson, Ferragamo, auch
Hugo Boss, Strenesse und Jil Sander sind
dabei: Luxuslabel eröffnen Online-Shops.
Während gerade mit Quelle die Mutter des
Katalogs zu Grabe getragen wurde, boomt
der Modekauf übers Internet. In Deutschland ist Mode derzeit die umsatzstärkste
Warengruppe im Internet, die Wachstumsrate zweistellig.
Niemand will da noch ängstlich an
versnobtem Image oder tempelartigen
Flagshipstores kleben. „Wir sollten nicht
einen elitären Anspruch damit verwechLufthansa Exclusive 02/10
seln, dass man festlegt, wer einkaufen
darf“, sagt Philippe Schaus, Vize-Präsident von Louis Vuitton.
Viele Marketingexperten sind überrascht, dass immer häufiger Männer zu
den digitalen Schaufenstern bummeln.
Tobias Ulmer wundert sich dagegen nicht.
Der Agenturchef von Werbewelt, der 2009
den Herrenmode-Shop www.louissayn.de
konzipierte, sagt: „Wenn man Männer
nach dem Warum befragt, lautet die Antwort: weil es so unkompliziert ist. Mann will
einfache Bedienung, schnell einen Überblick gewinnen und sich schnell entscheiden.“ Gerade Produkte, die nicht erklä-
37
rungsbedürftig sind, eignen sich bestens
zum Online-Kauf; zum Beispiel die Edelhemden bei www.vanlaack.de oder Fashion-Jeans auf www.diesel.com. Aber
auch Nischenprodukte wie die BusinessOutfits in Sondermaßen gehören dazu, die
der Münchner Ausstatter Hirmer auf
www.hirmer-grosse-groessen.de anbietet,
einem seiner beiden Online-Shops.
Auch Renata DePauli ist kaum überrascht. Mit www.herrenausstatter.de hat
sie nämlich 1997 die Online-Mode für
Männer erfunden; zu einer Zeit, als Amazon und E-Bay hierzulande Fremdwörter
waren. „Natürlich hatte ich das Gefühl,
dass im Vertrieb übers Internet noch mehr
drin ist, ich hatte ja gerade mal ein paar
Hemden und Socken im Angebot. Aber
wenn ich mir etwas vorgenommen habe,
bringe ich es auch zu Ende“, sagt die zierliche Kauffrau mit dem Blondschopf.
Ausgebaut hat sie nicht nur die Produktpalette auf 180 Marken, sondern vor
allem den Service: „Wir empfinden uns als
Fachhändler, Beratung in Stilfragen ist da
sehr wichtig. Kunden sind oft unsicher,
was sie zu bestimmten Anlässen tragen
können.“ Heute ist ihr Netshop einer der
stärksten Anbieter in diesem Markt, von
dem Nachfolger wie www.luca-rosati.de,
www.bankowski.de, www.ego-ist.de oder
www.mey-edlich.de, die alle ausschließlich Männermode führen, gelernt haben.
In einem allerdings muss man den
Befürchtungen der Luxuslabels recht geben: Die meisten Online-Stores funkeln
nicht gerade vor Glamour und Entertainment. „Das Netz gewinnt zwar an Größe,
verliert aber an Kreativität“, sagte Federico
Marchetti, 40, im Interview mit dem
Fashion-Blog Modabot. Der frühere
Investmentbanker ist der Big Player der
Branche, er gründete 2000 den MultibrandShop www.yoox.com, der jüngst erstaunliche 46,6 Prozent Umsatzplus erzielte und
im November 2009 in Mailand an die
Börse ging. „Die Zukunft liegt darin,
einzigartige Spaces zu schaffen, die
Yoox Es lebe die umweltschonende
Produktpalette!
Gegründet von dem Ex-Banker Federico Marchetti (oben), hat sich das
italienische Unternehmen zu einem der erfolgreichsten Internet-Shops für
Fashion entwickelt, es ging nach einem erfolgreichen Jahr 2009 sogar an
die Börse. Yoox vertreibt reduzierte Edelware in 25 europäische Länder,
die Seite bietet außerdem Entertainment und Service, zum Beispiel eine
iPhone-Application mit Geschenke-Guide. Zurzeit baut die Firma mit
„Yooxygen“ eine umweltschonende Produktpalette auf, zu der auch das
Slogan-T-Shirt der britischen Öko-Designerin Katharine Hamnett gehört
Foto: Ph. Luca Cottinelli
36
38
Lifestyle Online-Shopping
BuyVip Virtuelle
Schnäppchenjagd
Vor vier Jahren gründeten Gustavo Garcia und
Gerald Heidenreich (rechts) den Shoppingclub
BuyVip, der limitierte Mode und Lifestyle-Artikel
anbietet (zum Beispiel von Samsonite, oben).
Für Stammkunden öffnen sich bereits 15 Minuten
vor offiziellem Verkaufsstart die virtuellen Türen
unterhaltsam genug sind, dass Nutzer sie
eher durch Mundpropaganda finden als
durch eine Suchmaschine“, sagt er.
Yoox offeriert weltweit und mit perfekter Suchmaske die Mode der besten
Designermarken. Seine Erfahrung und seine guten Beziehungen zu den Lieferanten
setzt Marchetti heute ein, um für Luxuslabels wie Marni, Valentino oder Emilio Pucci Monobrand-Stores aufzubauen,
„bestimmte Fehler müssen sie nicht mehr
machen, aus ihnen haben wir bereits gelernt“. Yoox bietet Services wie eine iPhone-Application, das Magazin New Yooxer
und einen „Geschenkomat“. Für die Seiten
Lufthansa Exclusive 02/10
seiner Kunden arbeitet Marchetti nach eigenem Bekunden an einem virtuellen Catwalk mit Bestellfunktion: das animierte
Model anklicken, sich von ihr Stoff oder
Preis nennen lassen, „nehm ich“ sagen –
und fertig!
„Die Emotionalisierung des OnlineShoppings und die Einbindung der User“
nennt Rainer Hillebrand, als Vorstand
der Otto-Gruppe unter anderem für
E-Commerce zuständig, als Ziel. Ein Beispiel dafür: der von Otto kürzlich freigeschaltete Shop www.yalook.com, mit
breitem Fashion-Angebot für Männer von
39
Casual bis Business. Yalook leistet sich
den österreichischen Fotografen Bela Borsodi, der die genial verrückten „Fashion
Faces“ fotografierte: aus Kleidungsstücken
gefaltete und animierte Gesichter, die nicht
nur im Shop, sondern auch auf Youtube
agieren. Ein knallrotes Mantel-Gesicht
schmettert gar eine Arie nach Art der
schrillen Nina Hagen: großer Spaß, gelungene Emotionalisierung.
Auf den Promi-Fakor setzt www.
style bop.com, einer der beliebtesten
Shops für Männermode mit gut 120 TopMarken: Stars von Brad Pitt bis Kanye
West führen den Look of the Week vor,
dessen Bestandteile mit einem Klick erworben werden können. Shopping 2.0 ist
vor allem ein Mitmachweb: Burberry lädt
ein, auf www.artofthetrench.com Fotos
von Burberry-Trench-Trägern einzustellen,
seither wächst eine unterhaltsame Galerie
mit coolen Styles von Kind bis Greis, munter kommentiert von der Fan-Gemeinde.
Die unterhaltsamste Art aber, online
einzukaufen, bieten derzeit sogenannte
Shoppingclubs. Ihr Mekka liegt in Frankreich, genauer: in der ehemaligen Pariser
Druckerei von Le Monde; im Foyer grüßt
die Skulptur einer riesigen Nackten, geformt aus Kleiderbügeln. „Ich sammle
Kunst seit meinem 22. Lebensjahr“, sagt
Jacques-Antoine Granjon, „gut, dass ich
hier so viele Wände habe.“
Der 46-Jährige mit dem SpäthippieLook erfand 2001 www.vente-privee.com,
den wohl erfolgreichsten Shoppingclub
der Welt. Das Prinzip der Clubs ist einfach
und immer gleich: Limitierte Mengen an
Markenware – Restposten oder Auslaufmodelle aus den Bereichen Fashion, Accessoires und Schmuck, aber auch Haushaltswaren und Elektronik – werden mit
Preisnachlässen bis zu 70 Prozent nur
wenige Tage lang angeboten.
Und damit das schön exklusiv und
diskret geschieht, sind die Käufer keine
Kunden, sondern Mitglieder. Nur wer von
einem Mitglied empfohlen wird, kann
Yalook E-Commerce
mit ganz viel Humor
In Entertainment investiert der Multibrand-Store Yalook, hinter
dem die Otto-Gruppe steht und der eine gut sortierte Auswahl von
Casual bis Business bietet. Geschäftsführer Holger Lendner (oben)
engagierte einen US-Starstylisten, der Looks kreiert, und stellte das
Magazin Yamag online. Und er ließ einen Starfotografen animierte
„Fashion Faces“ fotografieren, Gesichter oder Tiere aus kunstvoll
gefalteten Kleidungsstücken, die auf Youtube singen
40
Lifestyle Online-Shopping
41
Vente-privee.com Das lila
Mammut unter den Shoppingclubs
Bonbonbunte Fantasiewelten mit pinkfarbenen Elefanten und orangen
Wüsten illustrieren eine der europaweit erfolgreichsten ClubshoppingSites, vente-privee.com. Sie wurde 2001 in Paris von Jacques-Antoine
Granjon gegründet (ganz oben), der als Kunstsammler die Firmenzentrale
mit Skulpturen und Bildern dekoriert (oben). Um die limitierten Produkte
– von Fashion oder Schmuck bis Elektronik und Porzellan – anregend zu
präsentieren, arbeiten über 300 Kreative an aufwendigen Trailern (oben
rechts), eigens komponierter Musikuntermalung und 6000 Fotos pro Tag
Click & Buy Wo es
sonst noch gut geht:
www.andreasmurkudis.net: Concept Store
mit ungewöhnlichen Designern
www.apropos-store.com: legendärer
Concept Store
www.bestsecret.com: Shoppingclub
mit exklusiven Brands
www.breuninger.de: Luxuskaufhaus
www.conleys.de: legere Markenmischung
www.fashionaire.de: Streetwear
www.jades24.com: High Fashion und
Kult-Streetwear
www.verypoolish.com: Concept Store mit
Designer-Brands
Lufthansa Exclusive 02/10
Louis Sayn Men only
Ausschließlich hochwertige, aktuelle Herrenmode offeriert der Online-Shop Louis
Sayn, geführt von Roland Allgeyer und Maximiliane Ways (oben). Die Grafik der Seiten
ist sachlich und klar. Schnelle Entscheidungen sind das Ziel, die Outfits der Fotos
können mit einem einzigen Klick auch komplett geordert werden. Für Traditionalisten
gibt es parallel einen gedruckten Katalog
teilnehmen und sich per Mail zu den Aktionen einladen lassen. Die Limitierung scheint
dabei an den Jagdinstinkt der Männer zu
appellieren, sodass mancher schon morgens um sieben zum Aktionsstart am
Computer sitzt, um ein begehrtes Stück zu
ergattern.
Etwa neun Millionen Mitglieder hat
Vente-privee.com zurzeit, von denen
Jacques-Antoine Granjon für 2009 einen
Umsatz von 620 Millionen Euro erwartet.
Davon gibt er einen Gutteil wieder aus, um
seinen Shop so unterhaltsam auszustaffieren wie einen Jahrmarkt. Ein Drittel der rund
1000 Mitarbeiter gestaltet Verkaufstrailer,
musikalische Untermalung und knatschbunte Grafik; mit mehr als 6000 Aufnahmen
pro Tag in 15 Studios ist der Shop größter
europäischer Fotoproduzent und bester
Kunde der Pariser Modelagenturen.
Die Latte liegt also hoch für die ebenfalls in Deutschland renommierten Clubs
www.brands4friends.de und www.buyvip.
de. Letzterer hat es schon auf 4,4 Millionen
Mitglieder gebracht und bietet regelmäßig
hochwertige Männermode an, von Armani
bis Prada. Rund 40 Prozent der BuyVipKunden sind Männer. „Es gibt also ein hohes Potenzial an fashionaffinen Männern
in unserer Community“, resümiert Einkaufschef Carsten Goldkamp, „das wir in
diesem Jahr noch stärker bedienen werden. Dabei wird das Angebot hochwertiger Schuhe eine große Rolle spielen.“
Konkurrent Brands4friends ist derzeit
eine der am schnellsten wachsenden
Shopping-Communities. „2009 mussten
wir unsere Businesspläne dreimal nach
oben korrigieren“, sagt Geschäftsführer
Christian Heitmeyer.
Auch hier kann der Kampagnenfilm
auf Youtube besichtigt werden: Ein mit
Unterwäsche bekleidetes Pärchen fängt in
Wald und Nebel rennende Jeans, hüpfende pinkfarbene Highheels und fliegende
Mäntel ein und schreitet am Ende topgestylt ins Licht. Halali! Das ist das Ende
der Schonzeit. Also Männer, auf zur fröhlichen Netz-Jagd!
Jugendlichkeit für Ihre Haut?
Die Lösung liegt in Ihrer DNA, in Ihren Genen.
SKIN VIVO
Die erste reversive Anti-Aging-Pflege von Biotherm
42
Lifestyle Skispringen
43
Gehopst wie gesprungen. Sicher, bald ist
Olympia, da stürzen sich diese jungen
Hüpfer wieder von der Schanze. Aber
was ist, wenn mal kein Adler, sondern ein
Suppenhuhn das Fliegen lernen will?
Unser Autor hat es versucht und geriet
dabei ein wenig auf die schiefe Bahn
L
achen Sie jetzt nicht, wenn ich
Sauerland sage. Dieses liebliche
Gebirge war für uns früher das
Sankt Moritz des Ruhrgebiets.
Mindestens. Gleich hinter Löttmaringhausen und Drasenbeck nach Bödefeld. Ab in
den Schnee! Erinnern Sie sich? Das war
dieses weiße Etwas, das so sanft als Kaltlufttropfen herniederfiel, weil Frau Holle
noch kräftig auf die Kissen klopfte.
Also, da waren wir. Am Sonntag. An jedem Sonntag, den uns der Winter schenkte.
Die Jungs aus dem Pott. Die Toni Sailer für
Arme. Wir mischten die Piste auf und guckten ziemlich verwegen, bis unsere regelmäßig mitgeschleppten Pflugbogen-Groupies rote Backen kriegten. Nein, nicht
wegen der Kälte. Wir kratzten die Kurve,
dass es nur so staubte, und wenn die Nase nicht zu sehr lief, kriegten wir ein Busserl unter zaghafter Beteiligung der Zunge.
Oh, Mann, uns machte keiner was vor.
Wir trugen Pudelmützen bis über die
Ohren und Kniebundhosen an den Beinen,
Lufthansa Exclusive 02/10
die in heiteren Schuhen steckten. Sie waren sehr eng und klobig und brüllten nach
Pflastern, aber mit ihnen schnallten wir alles. Einfach alles. Nur ein schlimmer Sturz
kurz vor dem Ziel konnte mich daran hindern, auf der Postwiese von Neuastenberg
Bottroper Stadtmeister in der Abfahrt zu
werden. Unser Vereinsblatt schrieb damals: „Er flog wie ein Adler und landete
als Suppenhuhn.“ Nett war das nicht.
Und dann stand da plötzlich diese
Schanze. Steil, hoch und sehr verlockend.
Das heißt, sie stand schon immer dort.
Aber erst jetzt sagte meine erste Freundin:
„Du traust dich nicht!“ Man muss dazu
wissen, ich liebte sie sehr. „Doch“, sagte
ich. „Nein“, sagte sie. „Doch“, sagte ich,
und am Ende dieses Tages sollte ich sie
dafür hassen. Nur wenig später machten
wir Schluss.
Ich nahm meine Zweimeterbretter auf
die Schultern und stieg die Stufen hoch.
War da ein Zaun? Kann nicht sein. Von
oben sah meine erste Freundin ganz
schön mickrig aus. Sie winkte, ich spuckte
in den Schnee. Wie gesagt, ich spürte nur
noch Verachtung. Und ärgerte mich über
mich selbst. Ich ging in die Hocke und
schob mich in die Spur. Meine Knie
schlotterten, als hätte ich die Eiger Nordwand barfuß genommen. „Wann kommt
denn endlich die Kante?“, dachte ich, und
schon war sie da. Aber wie. Ich hob ab
und kippte in ein weißes Nichts. Ich war
frei. Ich flog. Ich hatte Angst. Es war die
Hölle. Sie machte Spaß.
Der Druck beim Landen war grausam.
Es fühlte sich an wie ein Sack Zement, der
auf meinen Schultern lag. Ich rumste in
den Schnee, es muss irgendwo bei 27
Metern gewesen sein. Am Rand steckte
alle zehn Meter ein Schild mit der Weite
drauf. Die Oberschenkel brannten wie Feuer, ich wollte mich strecken, es ging nicht.
Nur mit Mühe blieb ich in der Spur. Am
Ziel war bloß noch Stolz und dicke Hose.
Man konnte jetzt Held zu mir sagen.
Danach ging es rauf und runter. Doch
trotz der Schwerkraft blieb ich ein echter
Wackelkandidat. Allerdings schwand die
Foto: ullstein-bild
Text Michael Schophaus
Während die Herren am Anfang ihres umweltfreundlichen Fliegens noch aufrecht zu Tale
schwebten, wurde ab 1912 immer häufiger im
Vorlagenstil gesprungen. Der geringere Luftwiderstand ermöglichte größere Weiten. Sepp
Bradl gelang so 1936 als erstem Menschen
weltweit ein Sprung über 100 Meter
44
Lifestyle Skispringen
Furcht, die dem Pubertanten aus dem
Anorak stank, mit jedem Sprung mehr. 30,
35, 40 Meter. Ich schwang selig auf den
Flügeln des Glücks. Oder so ähnlich.
Selbst meine ehemalige Freundin wagte,
na ja, ein Sprüngchen. Sie rutschte bei der
Anfahrt quer den Hang hinunter und hüpfte
so hoch, dass höchstens die Montagsausgabe einer Tageszeitung unter die Skier
passte.
Es war Zeit, es ihr noch mal so richtig
zu zeigen. Bevor die Anziehungskraft für
immer weg war. Ich machte mich klein,
ganz klein, und zischte über den Schanzentisch. Der Weltrekord war in Gefahr. Ich
beugte mich nach vorn, sah auf die Spitzen meiner Bretter und kam so weit wie
nie zuvor. 45 Meter und ein paar zerquetschte. Allerdings fühlte sich mein
Fahrwerk beim Aufkommen auch so an.
Ich kam nicht mehr hoch, kurz aus der
Spur und schlitterte mit meinem Steiß
übers Weiß. Den großen Stein sah ich erst
spät. Sehr spät.
Im Krankenhaus von Winterberg war
es ziemlich langweilig. Ich musste fast
zwei Wochen lang auf dem Bauch liegen,
45
weil ich mir im wahrsten Sinne des Wortes
den…, Sie wissen schon, aufgerissen hatte. Das Loch war so groß wie ein Fünfmarkstück, und aus der Wunde an meinen
vier Buchstaben hing ein langer Schlauch
heraus. Dort floss nicht nur Blut, sondern
auch viel Selbstmitleid heraus. „Sie haben
ein Trauma am Gluteus Maximus“, sagte
der Arzt und grinste kalt.
Das half mir nicht wirklich weiter. Meine erste Freundin brachte mir ein paar frische Sachen. Und guckte, ich weiß nicht.
Sie war auch gar nicht lange mehr so
hübsch wie früher. Wie gesagt, zwischen
uns wehte ein eisiger Wind. Und meine
Karriere als Skispringer war vorbei, bevor
sie richtig angefangen hatte.
Einige Jahre später lernte ich Michael
Edwards kennen. Er hatte eine Brille mit
dicken Gläsern auf der Nase, und viele
glaubten, wenn ihm mehr Sehkraft geschenkt worden wäre, hätte er sich nie im
Leben in die Tiefe gestürzt. Schon gar
nicht in Innsbruck, wo man von oben einen
Friedhof sieht. Wenn man sehen kann. Es
gab Zuschauer, die hielten ihm gelbe Plakate mit drei schwarzen Punkten hin.
Das war gemein. Denn seine Bestweite lag eindeutig höher als seine Dioptrienzahl. Mister Edwards skisprang verdammt
mutig von den Schanzen und erreichte
1987 bei seinem ersten Start als 58. von
58 mit 73,5 Metern britischen Rekord. Was
natürlich daran lag, dass bis dahin kein
Brite jemals auf die Idee gekommen war,
bei einem Wettkampf von einer Schanze
zu springen. Jedenfalls wurde „Eddy the
Eagle“ sehr geliebt. Auch wenn seine Skier
in der Luft selten die Form eines Vs hatten.
Eher die eines Ls. Irgend so ein sprunghafter Typ schrieb sogar: „Er fliegt so
krumm wie eine Banane.“ Sicher war er
nur neidisch darauf, dass Eddy angeblich
400 000 Pfund damit verdiente, fast immer
Letzter zu sein. Heute arbeitet er wieder
als Stukkateur.
Dann war Schluss mit lustig. 1993 besuchte ich Jens Weißflog. Olympiasieger,
Vierschanzentourneesieger, Weltcupsieger
und was weiß ich noch für ein Sieger. Für
ihn war Skispringen Beruf. „Was sonst?“,
fragte er. Bei 18 000 Sprüngen und, im
günstigsten Fall, auch 18 000 Landungen.
Runter kommen sie ja alle. Bevor ich zu
Schnee von gestern. Der
Holmenkollen in Oslo ist die
älteste Skischanze der Welt.
Sie wurde am 31. Januar
1892 eröffnet, Arne Ustvedt
reichten damals 21,5 Meter
zum Sieg.
Voll in der Spur. „Zu sehen, wie ein tüchtiger Skiläufer seine Luftsprünge aufführt,
das ist eines der stolzesten Schauspiele,
welches die Erde uns zu bieten vermag.“
(Unbekannter Skispringer, 1884)
9,5! Der erste nachweisliche
Sprung soll Olaf Rye im Jahr
1808 mit 9,5 Metern über
einem künstlich aufgeworfenen Schneehügel gelungen
sein. 1860 erreichte der Skibauer Sondre Norheim aus
Telemark 30,5 Meter. Diese
Bestmarke hielt 33 Jahre.
Lufthansa Exclusive 02/10
239!
Am 20.
März 2005 flog der
Norweger Bjørn
Einar Romøren
(rechts) in Planica
mit 239 Metern
Weltrekord. Der Finne Janne Ahonen
kam einen Meter
weiter, stürzte aber.
Fotos: Lothar Rübelt/ ullstein-bild; gettyimages; MIS/ imago
Runter kommen sie alle. Fragt sich nur, wie. Und wie weit
Was hier aussieht wie ein gerupfter Vogel, der
aus dem Nest fällt, ist in Wahrheit ganz großer
Sport. Man darf Olympiasieger Birger Ruud
beim Königsberger Stil betrachten. Nur er beherrschte ihn in dieser Perfektion, dazu ruderte
er mit den Armen, um länger Auftrieb zu haben
46
Lifestyle Skispringen
47
Bitte Haltung
bewahren. Fakten
zum Abheben
ihm ins Erzgebirge fuhr, bereitete ich
mich gewissenhaft vor. Ich las, dass sich
beim Springen unter den Brettern der
Fahrtwind staut und Überdruck erzeugt.
Dass sich durch das Öffnen der Skier und
den dazwischenliegenden Körper eine
Luftauflage von 0,7 Quadatmeter ergibt.
Dass, je höher der Drehimpuls ist, desto
schneller der Springer die aerodynamisch
beste Flughaltung einnehmen kann. Und
dass es schlaue Formeln mit Icksen und
Ypsilons für die Flugphase gibt, die ich
Ihnen – und mir – jetzt lieber ersparen
möchte.
An einem kalten Tag im November
stieg ich mit Jens Weißflog auf die Fichtelbergschanze in Oberwiesenthal hinauf.
Und riss mir mit klammen Fingern den
saublöden Satz „Der mit dem Weiß flog“
aus dem Block. Wir gingen einen windschiefen Turm hoch. Stufe um Stufe. Langsam. Schweigsam. Fröstelnd. Ein Witzbold
hatte „Don’t eat yellow snow“ ins Holz des
Treppengeländers geritzt.
Als wir an der Luke ankamen, begann
er mit der Arbeit. Er setzte sich auf einen
schmalen Balken, und seine dünnen Beine
baumelten über dem mulmigen Abgrund.
Ein kleiner Zentner Mensch. Schüchtern.
Selbst das Schwitzen schien ihm unangeLufthansa Exclusive 02/10
Fotos: Pressensbild code 007/ dpa picture-alliance; S. Simon/ imago
Jan Boklöv war einer, der lange Zeit flügellahm
hinterhersprang. Bis er beim Training 1986 die
Bretter zum einem V spreizte, um einen Sturz zu
vermeiden. Und siehe, er flog viel länger als sonst.
Weil sich durch Körper und Skier die Auflage erhöhte. Danach machten sie es ihm alle nach. Alle
nehm. Es war einer seiner ersten Sprünge
nach langer Zeit, weil er einen schmerzhaften Schleimbeutel im Knie gehabt hatte. „Da musst du durch“, sagte er.
Unten sprach er hastig, fast gehemmt.
Aber hier oben breitete er glücklich seine
Schwingen aus. Nicht die Spur von Angst.
Er musste da durch. Das wusste er. Einer
wie er hatte gefälligst wieder zu springen.
Das war er noch gewohnt aus der DDR,
von den Genossen der Planerfüllung Wintersport. Er wirkte jetzt kühn, fast hochmütig und befreit von allem, was ihn auf
der Erde fesselte. Mit festem Blick in die
Schlucht. Er zögerte. Dann entließ sich
Skispringer Weißflog in das steile Grausen. Wuchtete sich über den Schanzentisch und landete als schwarzer Punkt auf
weißer Erde. Das war irgendwie anders als
Sauerland. Ich hatte verstanden und ging
vorsichtig den Turm hinab.
Nur einmal noch hatte ich einen kleinen Rückfall. Es war in Sankt Anton am
Arlberg. Ich musste es wieder jemandem
zeigen. Diesmal meiner Frau (nicht die
erste Freundin!) und meinem Sohn. Wir
standen in einem sogenannten Skifunpark.
Alles hip, alles hopp. Und cool, voll krass,
Alter. Mein elfjähriger Sohn, der kleine
Angeber, hing lässig über den Stöcken
und fragte: „Papa, wo bleibst du denn?“
Vorbei die Zeit, als er zitternd zwischen
meinen Beinen mitfuhr und mir dabei
schneepflügend die Knie raussprangen.
Wo bleibst du? Papa! Da ist ’ne Schanze!
Ich ging in die Hocke. Einmal noch,
Alter. Aber richtig. Wäre doch gelacht. Ich
hob ab. Es wurde ein großer Satz für mich.
Aber ein kleiner für die Menschheit. Bei
etwa zehn Metern winkte ich ihm zu, bei
20 Metern streckte ich ihm die Zunge raus
... und bei 30 Metern ich mich in den
Schnee. Immerhin. Meinem Sohn blieb vor
Staunen der Mund offen stehen. Das hätte
er mir nicht zugetraut. Meine Frau sagte
bloß: „Ich wusste doch, dass er eine
Zahnspange braucht.“ Manchmal ist eben
alles gehopst wie gesprungen.
Skispringen ist eine Sportart, bei der
die Sportler auf Skiern (ach so) den
Anlauf einer Sprungschanze hinabfahren, an einer Rampe abspringen und
versuchen, möglichst weit zu springen.
So weit das Lexikon. Aber ein wenig
mehr geht doch. Bitte lesen!
Eddy the Eagle Er kam auf
Weiten, die höher als seine
Dioptrienzahlen waren Wenn
der sehschwache Brite Michael Edwards früher heiter hüpfte, flogen ihm
die Herzen der Fans zu. Er war zumeist
Letzter, verdiente aber mit Werbeverträgen angeblich über 400 000 Pfund.
Windige Sache Reinhard
Straumann, Flugzeugingenieur und Springer, führte
ab 1926 Messungen im
Windkanal durch, um die
Aerodynamik zu verbessern.
60+(125-120)x1,8
Nicht einfach, das mit den Noten:
Oben sehen Sie ein Rechenbeispiel
für die Weitenpunktzahl. Macht 69.
War doch klar, oder? Dazu kommt
dann noch die Haltungsnote.
2002 wurde Sportge-
schichte geschrieben. Sven
Hannawald gewann alle vier
Wettbewerbe der Vierschanzentournee. Das hatte
noch keiner geschafft.
48
Inspirations Business
49
Lufthansa Exclusive stellt in Kooperation mit getAbstract
Neuerscheinungen der Wirtschaftsliteratur vor. Besonderer
Service für unsere Leser: Sie erhalten jeden Monat ein Abstract
zum kostenlosen Download
02
Unter www.getabstract.com/lh_exclusive
erhalten Sie das Abstract zu „Innovation Tournaments“
01
Christian Terwiesch, Karl T. Ulrich:
Innovation Tournaments. Creating
and Selecting Exceptional Opportunities, Harvard Business School Press,
Watertown 2009, 304 Seiten.
Innovation wird häufig als etwas Mysteriöses, Unberechenbares wahrgenommen. Als würde ein
plötzlicher Geistesblitz dazu führen, dass auf einmal ein neues Produkt auf dem Markt ist. Doch
es geht auch methodischer, finden Christian
Lufthansa Exclusive 02/10
Terwiesch und Karl T. Ulrich, Professoren der
Wharton Business School. In ihrem lesenswerten Band erörtern sie, wie Organisationen ihr
innovatives Spektrum erweitern und die besten
Innovationsmöglichkeiten ausschöpfen können,
indem sie Ideen im Rahmen von Wettbewerben
gegeneinander antreten lassen. Der Leser wird
mit anschaulichen Beispielen, Illustrationen,
Tipps und Tricks durch jede einzelne Phase des
Innovationsprozesses geführt. Terwiesch und
Ulrich sehen Innovation als Brücke zwischen
Problem und Lösung. Sie räumen ein, dass
Misserfolge und Zusatzkosten Bestandteil der
vorgestellten Strategien sind; sie sind aber genauso realistisch, wenn es um den positiven Nutzen des Modells geht. Empfehlenswert für Manager, die für die Auswertung von Ideen und die
Förderung von Innovationen verantwortlich sind.
Vom Blitz muss sich nach dieser ungezwungenen Lektüre niemand mehr getroffen fühlen.
Joanne G. Sujansky, Jan Ferri-Reed:
Keeping The Millennials. Why
Companies Are Losing Billions in
Turnover to This Generation – and What to Do
About It, John Wiley & Sons, Hoboken 2009,
256 Seiten.
Multitasking ist für die Kinder der Babyboomer
schon lange kein Fremdwort mehr: Während sie
beim Fernsehen simsen, laden sie sich gleichzeitig Musik herunter und lernen noch schnell für
eine Klausur. Diese jungen Leute, die den Arbeitsmarkt jetzt überschwemmen, haben höhere
Ansprüche an eine stimulierende, gut bezahlte
Stelle als irgendeine Generation zuvor. Und Spaß
machen soll der Job natürlich auch. Die Unternehmensberater Joanne G. Sujansky und Jan
Ferri-Reed nennen diese Welle von hochgebildeten und technisch versierten jungen Leuten die
„Millennials“. Manager sollten es nicht versäumen, sich dieser Zielgruppe anzunehmen – auch
wenn sie vielleicht manchmal von ihr in den
Wahnsinn getrieben werden. Ansonsten riskieren
die Unternehmen Milliardenverluste aufgrund von
Mitarbeiterfluktuation und mangelnder Produktivität, warnen die Autoren. Dieses aufschlussreiche
Buch empfiehlt sich allen Angehörigen der älteren Generation, die noch nicht verstanden haben, wie man die smarten, energiegeladenen,
oftmals rätselhaften Mitarbeiter mit einem hippen
Arbeitsplatz anlockt und gleichzeitig managt.
03
Werner T. Fuchs:
Warum das Gehirn Geschichten
liebt. Mit den Erkenntnissen der
Neurowissenschaften zu zielgruppenorientiertem Marketing, Haufe Verlag, Freiburg
2009, 294 Seiten.
Unternehmen Sie eine Reise zu den Urgeschichten der Kindheit – und treffen Sie dort Ihre Zielgruppe. So könnte man den neurowissenschaftlichen Marketingansatz von Werner T. Fuchs
umschreiben. Fuchs ist überzeugt: Man kann so
gut wie alles verkaufen, wenn man nur die passende Geschichte dazu hat. Idealerweise ist das
eine Geschichte, die an die Kindheitserfahrungen
des Käufers rührt. Der Autor macht seiner Lehre
alle Ehre und belegt seine These mit zahlreichen
Geschichten und Anekdoten – manche spannend,
manche weniger –, zudem mit ausführlichen Fallbeispielen und Exkursen. Dazwischen streut er
konkrete Praxistipps ein und liefert Anleitungen
und Checklisten. Leider ist das Buch nicht gut
strukturiert und eignet sich definitiv nicht als Nachschlagewerk. Dafür schreibt der Schweizer Marketingexperte Fuchs (der übrigens auch der Top-Rezensent bei Amazon ist) meist recht unterhaltsam
und versteht es, den Leser mit seiner Begeisterung fürs Storytelling anzustecken. Ein Buch für
Marketingstrategen und Verkäufer, die wissen wollen, wie Storytelling in ihrem Bereich funktioniert.
04
Klemens Kalverkamp:
Miteinander ernten. Das Erfolgsgeheimnis des German Management, Wiley-VCH, Weinheim 2009, 201 Seiten.
Nach all den Nachrichten über raffgierige, inkompetente und teils sogar kriminelle Manager tut es
gut, auch mal von ehrlich wirtschaftenden Unternehmern zu lesen, die sich für ihre Produkte begeistern und für ihr Personal einsetzen. Es sind
vor allem mittelständische deutsche Familienunternehmen, die als „Hidden Champions“ mit
bemerkenswertem Erfolg Nischen auf dem Weltmarkt besetzen. Klemens Kalverkamp, selbst
jahrelang Geschäftsführer eines Weltmarktführers
aus der deutschen Provinz, führt dieses auffällige
Phänomen auf den von ihm skizzierten „German
Way of Management“ zurück, den er vor allem
kulturell deutet. Danach unterscheidet sich die
Art, wie Deutsche ein Unternehmen aufbauen
und führen, fundamental vom angelsächsischen
oder asiatischen Prinzip. Das Buch ist keine wissenschaftliche Analyse, sondern eher ein innerer
Monolog, der sich zur Illustration zumeist populärer Beispiele aus der Gegenwart bedient. Die
Hemdsärmeligkeit, mit der Kalverkamp seine Betrachtungen anstellt, grenzt zuweilen an Naivität,
macht ihn aber andererseits sehr glaubwürdig.
Ein Buch für alle, die selbst ein „Hidden Champion“ werden möchten.
Die Schweizer Firma getAbstract ist der weltweit führende Anbieter von Buchzusammenfassungen. Das Unternehmen befasst sich nicht nur mit den Bereichen Management, Finanzen, Human Resources und Marketing,
sondern bietet auch Zusammenfassungen von Literaturklassikern an. www.getabstract.com
50
Lifestyle Accessoires
51
Très chic!
Fotos: Bernd Kammerer/TANK management (1)
Text Jörg Zipprick
Lufthansa Exclusive 02/10
Nur gut, dass noch kein Ostern ist: Denn
alles begann damit, dass man ein paar
kleinen Hasen das Fell über die Löffel
zog. Die französische Manufaktur Chapal
wurde mit Mode aus der Haut des Langohrs bekannt. Heute versorgt sie Fahrer
von Classic Cars mit edlen Blousons und
noch edleren Lederkappen
52
Lifestyle Accessoires
D
er Hase rennt. Er spurtet auf
Jean-François Bardinons
Pulloverärmel über eine französische Flagge. Mansieht es genau. Wenn man bei Chapal klingelt, und
der Chef einen höchstpersönlich begrüßt.
„Wir sind wahrscheinlich eine der
kleinsten Luxusmarken“, sagt der Chef
und lacht. Es ist aber nicht ganz einfach,
den Weg zu ihm zu finden. Kein Firmenschild schmückt die Rue de Rivoli 144 in
Paris. Keine Verkäuferin wartet hier auf
Kundschaft. Keine Werbung weist auf die
Marke hin.
Aber wer den Aufgang links hoch zum
zweiten Stock wählt, der wird sowieso erwartet. Und weiß, was er will: lederne Kappen für Cabriofahrer wie aus der guten
Auf alle Felle:
Chapal fertigt
Modelle aus längst
vergangenen Tagen.
Wie die Fliegerjacke
B3 aus den dreißiger
oder Rennfahrerschuhe aus den
sechziger Jahren
alten Zeit, handgemachte Pullover, Fliegerblousons, robust und praktisch, oder Mäntel aus Hasenfell.
Die Lederkappen hängen gegenüber
dem Zeichentisch für neue Entwürfe. Fliegerblousons und Mäntel hängen zwischen
zwei Wänden sorgfältig auf hölzernen Kleiderbügeln und werden nur auf Anfrage
herausgeholt. „Die junge Brigitte Bardot
trug stolz Hasenmäntelchen von Chapal“,
erzählt Bardinon. „Pelz auf den Schultern,
aber Sandalen an den Füßen. Kein Wunder, damals waren unsere Produkte der
Pelz des kleinen Mannes. Durch eine gute
Auswahl der Felle schufen meine Eltern
feinere Waren als manchen Chinchilla.“
Bardinon, Jahrgang 1959, ist ein
schmaler, kleiner Herr mit grauem Haar.
„Der Hase hat unser Familienunternehmen
groß gemacht“, sagt er, und seine Augen
lächeln dabei über den dunklen Brillenrand, „aus Hasenfellen machten meine
Großeltern Filz.“
Fünf Generationen vor ihm hatten seine Ururgroßeltern in Lyon gelernt, wie die
dortigen Seidenweber ihren Stoffen Farben verliehen. Bardinons Vorfahren, die
Familie Chapal, färbten mit derselben Methode Filz ein. Doch wer Hasenfell will,
muss Hasenhaut erwerben. Die Chapals
wurden Gerber und eröffneten 1881 in der
Flushing Avenue 387–401 in Brooklyn eine
Fabrik. Im französischen Montreuil-sousBois und in den USA lief die Fertigung auf
Hochtouren. „Es war eine gute Zeit für Filz
und Leder“, sagt Bardinon mit sanfter
Stimme, „schließlich trugen die Menschen
damals noch Hüte.“ Vor 1929 arbeiteten
3000 Menschen auf 170 000 Quadratmeter Firmengelände.
Die Chapal-Werke lieferten im Ersten
Weltkrieg Blousons für französische
Kampfflieger. Auch die legendäre A1-Fliegerjacke, die Charles Lindbergh während
seiner Atlantiküberquerung 1927 trug, wurde aus Chapal-Leder genäht. Die B3-Fliegerjacken der US-Armee, eingeführt 1934,
stammten aus den Werken in Brooklyn.
In den fünfziger Jahren florierte das
Geschäft: Die besten Tierhäute wurden zu
Pelzen, Lederjacken, Cabriokappen. Mindere Qualitäten fanden andere Anwendungsgebiete. Rank Xerox nutzte die Häute als Stempel, und Malermeister strichen
die Wände mit Rollen aus Lammfellen.
„Mein Vater wandte sich nicht mehr an
Fliegerasse, sondern an die Helden seiner Zeit, an die Ski- und Rennfahrer“, sagt
Bardinon. Das legendäre Skiteam von Jean-Claude Killy trug seine Blousons ebenso wie die Motorsportler Jean-Pierre
Beltoise und Henri Pescarolo. „Als Vorbild
für die Jacken der Rennfahrer dienten uns
die Fliegerblousons. Die waren gegen
Wind und Wetter imprägniert. Wir
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lufthansa.com
Lifestyle Accessoires
haben den Prozess damals nur umgetauft
und Chapalac genannt.“
Ab 1972 lässt sich auch Christian Dior
von Chapal mit Fellen und Ledern beliefern. „Unser Unternehmen war nur noch
Lieferant. Und der kann schnell ausgetauscht werden. Auch wenn unsere
Zusammenarbeit mit Dior gut 20 Jahre
dauerte.“ Doch inzwischen hatten die
Menschen aufgehört, Hüte zu tragen.
Synthetikfasern ersetzten die Kaninchenhaare. Gestempelt wurde mit Gummi.
Als Jean-François Bardinon 1982 das
Haus Chapal übernimmt, tritt er ein
schwieriges Erbe an. „In Frankreich eine
große Gerberei zu betreiben, das war einfach nicht mehr rentabel. Ich wollte eine
Nische im Prêt-à-porter-Markt suchen.“
Bardinon entschied sich für eine „Zurück in die Zukunft“-Strategie. „Die alten
Klassiker wie die Fliegerjacken und den
Hasenmantel wollte ich neu auflegen. Außerdem war ich mit Sportwagen aufgewachsen. Es lag daher nahe, den Markt
der Sportwagenfahrer und Besitzer von
Classic Cars zu bedienen.“
Das ist fast schon ein wenig untertrieben: Jean Bardinon, der Vater des Chapal-Geschäftsführers, war einer der führenden Ferrari-Sammler Frankreichs. Den
ersten Flitzer aus Maranello kaufte er
1965. Einen 265 LM, baugleich mit dem
Modell, das gerade die 24 Stunden von Le
Mans gewonnen hatte.
Auch die Ferrari-Fahrer von heute
wollen Cabriokappen aus Leder mit Visier
und Fahrerhandschuhe. In der Szene der
Classic Cars ist Bardinon sein bester Werbeträger: Regelmäßig fährt er mit Vaters
Wagen die Mille Miglia oder das historische Rennen von Le Mans.
Chapal USA in Brooklyn gibt es aber
nicht mehr. Statt 3000 Mitarbeiter hat Chapal jetzt zehn, die in einem Handwerksatelier bei Limoges das Leder nähen. „Viele
klassische Marken haben einen hohen
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Bekanntheitsgrad“, sagt Bardinon. „Aber
vielfach bleiben die Kunden nur aus Gründen der Nostalgie. So gut wie früher ist die
Qualität nicht mehr, heißt es dann. Ich
möchte nicht, dass über Chapal so geredet wird. Wir fertigen das, was wir seit Generationen beherrschen: Wir wählen gutes
Leder und gute Felle aus. Und verarbeiten
sie, wie wir es gelernt haben.“
Nur zweimal hat er eine Ausnahme
gemacht: „Neu sind unsere Pullover von
der eigenen Schafherde in den Tälern der
Creuse. Wir haben eine kleine Herde, und
ein Schaf gibt halt nicht unbegrenzt Wolle
ab. Deshalb können wir pro Jahr gerade
mal 400 Pullover auf den Markt bringen.“
Neu sind auch die ultraleichten Rennfahrerschuhe aus den fünfziger Jahren.
Ansonsten gilt: „Keine Experimente!“ Aber
natürlich trägt Lindberghs Fliegerjacke
nach wie vor keinen Reißverschluss. „Den
gab es damals noch nicht.“ Die Lederjacken kosten derzeit 1700 bis 2300 Euro,
und für die nostalgischen Kappen der
Cabriofahrer berechnet Bardinon 180 bis
1100 Euro. Stolze Preise! „Aber unsere
Produkte halten ein Leben lang“, sagt er.
Und kommen nie aus der Mode.
Näschen für Häschen: Seit über 100
Jahren erfährt die Kollektion von
Chapal nur wenig Veränderungen.
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Bekanntlich werden die Babys ja von
Störchen gebracht. Und der Standard &
Poor’s 500 hängt maßgeblich von der Butterproduktion in Bangladesch ab.
Jetzt dreht er uns komplett durch, der
Autor dieser Kolumne, werden manche
Leser denken. Ganz im Gegenteil, diese
etwas obskur wirkenden Aussagen lassen
sich lupenrein belegen. Durch Daten. Und
Daten lügen nicht.
Die Korrelation von Storchpopulationen
und Geburtenrate beschäftigen Statistiker
schon seit Längerem. 2001 veröffentlichte
Robert Matthews beispielsweise im Fachblatt Teaching Statistics eine Untersuchung,
in der er für 17 europäische Länder Daten
der Variablen Fläche, Störche, Menschen
und Geburtenrate auswertete. Resultat:
Die Korrelation von Störchen und Geburtenrate ist „hoch signifikant“.
Doch was nützen solche Erkenntnisse?
Sicher, angesichts der demografischen
Entwicklung könnte man über die Ansiedlung zusätzlicher Störche in Deutschland
nachdenken, aber dabei ginge es um
langfristige Erfolge. Was heute gefragt ist,
sind schnelle Erfolge. Und schnelles Geld.
Dafür ließe sich eher eine Entdeckung von
David Leinweber von der Haas School of
Business an der Universität Berkeley nutzbar machen. Der Wissenschaftler weist in
seinem 2009 erschienenen Buch „Nerds
on Wall Street“ nach, dass der US-Aktienindex S&P 500 maßgeblich von der Jahresproduktion von Butter in Bangladesch abhängt.
Eine noch stärkere Korrelation ergab
sich allerdings, als er zusätzlich zwei weitere Variablen ins Spiel brachte: die amerikanische Käseproduktion und die Gesamtzahl der Schafe in den USA und in
Bangladesch. So ließen sich dann die Entwicklungen des amerikanischen Aktienmarkts mit einer Genauigkeit von 99 Prozent „erklären“. Darum der dringende Rat:
Wer wissen will, wohin die Kurse gehen,
behalte die entscheidenden Faktoren Käse, Butter und Schafe scharf im Auge.
Bevor nun Unmut darüber aufkommt,
dass Tausende an Forschungsgeldern für
solche Milch- beziehungsweise Buttermädchenrechnungen verplempert werden,
sei daran erinnert, dass in den Finanzzentren der Welt Milliarden auf der Grundlage ähnlich unsinniger Verknüpfungen
von Daten verbrannt werden. Die Finanzmärkte produzieren tagtäglich Billionen
von Daten, ein Schatz, den es mit dem sogenannten Data Mining zu heben gilt. Die
treibende Kraft ist dabei die menschliche
Sehnsucht, im Datenstrom der Vergangenheit Muster zu entdecken, die erlauben,
aktuelle Risiken fundierter zu bewerten
und künftige Entwicklungen vorauszusagen.
Und die Rechenkapazitäten moderner Datenzentren der Wall Street und der City of
London haben diesen Traum Wirklichkeit
werden lassen. Theoretisch wenigstens.
Praktisch scheitert das Ganze meist
an einer Binsenweisheit, die Mathematikstudenten in der Einführungsvorlesung
über Stochastik lernen: Wo eine Korrelation besteht, muss noch lange keine Kausalität vorliegen, es kann auch eine Koinzidenz sein. Der Unterschied ist denkbar
simpel: Kausalität ist, wenn ich mir mit
dem Hammer auf den Daumen dresche,
und ich schreie „Aua!“. Koinzidenz ist,
wenn ich zielsicher meinen Daumen treffe,
und in China schreit jemand „Aua!“.
Diesen Unterschied könnte man einem
siebenjährigen Kind plausibel machen, in
der sogenannten quantitative finance wird
er gern mal ignoriert. Deswegen ist man
als Anleger auch gut beraten, Finanzprodukten gegenüber skeptisch zu sein, deren Qualität durch Backtesting bewiesen
werden soll. Durch eine Simulation mit
Vergangenheitsdaten wird dabei demonstriert, wie sich zum Beispiel ein neu emittiertes Zertifikat in zurückliegenden Jahren
geschlagen hätte. Und siehe da: Natürlich
übertrifft es über beachtliche Zeiträume
hinweg seinen Vergleichsindex. Dass es
sich dabei oft nur um eine Koinzidenz handelt, steht auf einem anderen Blatt. Führt
aber kausal dazu, dass der Investor später
„Aua!“ schreit, wenn es Verluste setzt.
Die rechnergestützte Datenkabbalistik
der Finanzwelt hat längst schwindelnde
Höhen erreicht. Als Anleger sollte man allerdings besser auf dem Boden bleiben –
dem Boden des gesunden Menschenverstands nämlich.
Drei Fragen an Kraft Foods
Nachhaltig, Fair Trade & Bio – weshalb hat sich Kraft Foods
für die Zusammenarbeit mit der Rainforest Alliance
entschieden?
Es ist richtig, dass es unterschiedliche Ansätze bei der
Zertifizierung nachhaltig erzeugter Produkte gibt. Entscheidend ist, dass den Bauern und ihren Familien vor Ort
geholfen wird und sie eine dauerhaft gesicherte Lebensgrundlage erhalten.
Wo können Verbraucher den
grünen Frosch, das Siegel der Rainforest Alliance, finden?
Weltweit tragen acht Kaffeemarken von
Kraft Foods das “Rainforest Alliance
CertifiedTM”-Siegel. In Deutschland
bietet Kraft Foods seinen Kunden zwei
Kaffees an, die zu 100 Prozent von
“Rainforest Alliance CertifiedTM”-Farmen stammen:
Jacobs Milea für den Einzelhandel und Jacobs
Nachhaltige Entwicklung für Gastronomie, Hotellerie
und Gemeinschaftsverpflegung.
Jacobs Professional, die Außer-Haus-Organisation
von Kraft Foods, liefert auch nachhaltig erzeugten Kaffee
an McDonald’s. Wie kam es zu der Zusammenarbeit?
Jacobs ist seit vielen Jahren exklusiver Kaffeelieferant von
McDonald’s Deutschland. In den über 1.300 Restaurants
können Gäste bei McDonald’s heute nachhaltig erzeugten
“Rainforest Alliance CertifiedTM”-Kaffee aus dem Hause
Kraft Foods trinken. Wie übrigens auch an vielen anderen
Orten, zum Beispiel bei den Lufthansa Abflug-Gates in
Frankfurt und München.
Seit 15 Jahren engagiert
für Nachhaltigkeit im Kaffeeanbau
1994*
Erste Kooperation zur Qualitätsverbesserung mit
Kaffeefarmern in Peru
2000* Bildungsprojekt mit Kaffeefarmern in Vietnam
2003 Etablierung der Zusammenarbeit mit der
Umweltschutzorganisation Rainforest Alliance
2005* Partnerschaft zur Qualitätsverbesserung mit
Kooperativen in Äthiopien
2006 Kraft Foods wird als einziger US-amerikanischer
Lebensmittelhersteller erstmalig in den Dow Jones
Sustainability Index (DJSI) aufgenommen
2008 Kraft Foods ist mit rund 30.000 Tonnen der
weltweit größte Abnehmer von Kaffee aus
nachhaltiger Erzeugung
* Public Private Partnerships, die die Deutsche Gesellschaft für Technische
Zusammenarbeit (GTZ) GmbH im Auftrag des Bundesministeriums
für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) durchführt
Jede Tasse hilft
Kraft Foods hat sich verpflichtet, die Abnahmemenge
zertifizieren Kaffees Jahr für Jahr zu steigern.
29.500
30.000
20.000
20.000
16.000
12.000
12.000
6.500
8.000
4.000
0
Tonnen
Binärer Bergbau Data Mining sorgt seit Jahren für Goldgräberstimmung in der Finanzbranche. Doch leicht erleiden Anleger dank
solch statistisch-mathematischer Methoden
Schürf-Wunden, meint Jürgen Drommert
Anzeige
Kaffee nachhaltig genießen
2.500
2004
2005
2006
2007
2008
Die Rainforest Alliance
Illustration: A. Thienhaus
56
Die Rainforest Alliance ist eine unabhängige Umweltschutzorganisation, die sich seit mehr als 20 Jahren für den
Schutz der sensiblen Ökosysteme, den Erhalt der Biodiversität und für die nachhaltige Sicherung der gemeinsamen
Lebensräume von Mensch, Tier und Pflanze einsetzt.
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Weitere Informationen finden Sie unter www.rainforest-alliance.org/cafe/deutsche.html
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Diese Reisen sind auch erhältlich bei ausgewählten Reiseagenturen. Wenden Sie sich an Ihr Reisebüro.
*Es gelten die von AOT Cruise berechneten Seemeilen.
Das Angebot gilt für Buchungen ab dem 01.02.2010. Buchung je nach Verfügbarkeit. Änderungen bleiben vorbehalten.
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21.09. bis 26.10.2010
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Miles & More
Miles & More Partner
Dreifache Meilen
Tel.: 00 800 - 45 88 18 25
E-Mail: reservations@tajhotels.com
Website: www.tajhotels.com
Dreifache Meilen in zwei neuen Taj Hotels
Starten Sie zu unvergesslichen Aufenthalten nach Kapstadt oder auf die
Malediven: Seit der Gründung im Jahr
1903 ist Taj Hotels Resorts and Palaces
eine der größten und exklusivsten Hotelkollektionen Asiens. Ob kulturelle Hotspots
oder Business-Hotels, idyllische StrandResorts oder authentische Raiput-Paläste:
Jedes Taj Hotel verbindet warme indische
Gastfreundschaft mit modernem Luxus.
Entdecken auch Sie bis zum 31. Mai
2010 zwei neue exklusive Häuser des
Miles & More Hotel-Partners und sammeln
Sie dreifache Prämienmeilen.
Das Taj Cape Town heißt Sie mit einer gelungenen Kombination aus Tradition und
Moderne im pulsierenden Herzen Kapstadts
willkommen. Im Vivanta By Taj – Coral
Reef genießen Sie Ihren Urlaub auf den
Malediven in luxuriöser Umgebung, die
unter anderem 62 Villen einschließt.
Star Alliance Partner:
• Adria Airways • Air Canada • Air China
• Air New Zealand • All Nippon Airways
• Asiana Airlines • Austrian Airlines • Blue1• bmi
• Brussels Airlines • Continental Airlines
• Croatia Airlines • EgyptAir • LOT Polish Airlines
• Lufthansa • Scandinavian Airlines • Shanghai Airlines
• Singapore Airlines • South African Airways
• Spanair • Swiss International Air Lines
• TAP Portugal • Thai Airways International
• Turkish Airlines • United • US Airways
Weitere Kooperationspartner:
• Aegean Airlines • Air Astana* • Air Dolomiti
• Air India • Air Malta • Cirrus Airlines
• Condor • Ethiopian Airlines* • Germanwings
• Jat Airways* • Jet Airways • Lufthansa Italia
• Lufthansa Regional** • Luxair • Mexicana
• Qatar Airways • TACA International Airlines
• TAM Linhas Aéreas • Althoff Hotel Collection
• Anantara • Andaz • Best Western Hotels
• Best Western Premier • Candlewood Suites
• Cham Palaces and Hotels
• Classical Hotels • Conrad Hotels & Resorts
• Courtyard by Marriott • Crowne Plaza • Doubletree
• Dusit International • Embassy Suites Hotels
• Express by Holiday Inn • Fairfield Inn by Marriott
• Fairmont Hotels & Resorts • Four Points by Sheraton
• Golden Tulip Hotels • Grand Hyatt
• Grecotel Hotels & Resorts • Hilton
• Hilton Garden Inn • Hilton Grand Vacations
• Holiday Inn Hotels & Resorts • Hotel Indigo
• Hyatt Place • Hyatt Regency • Hyatt Resorts
• Hyatt Summerfield Suites • Innside Premium Hotels
• InterContinental Hotels & Resorts
• Jumeirah Hotels & Resorts
• JW Marriott Hotels & Resorts • Kempinski Hotels
• Landis Hotels & Resorts • Le Méridien Hotels & Resorts
• Lindner Hotels & Resorts
• Mandarin Oriental The Hotel Group
• Marco Polo Hotels • Marriott Hotels & Resorts
• Marriott Vacation Club International
• Mövenpick Hotels & Resorts • NH Hoteles
• Omni Hotels • Orbis Hotel Group • Pacific International
• Pan Pacific Hotels and Resorts • Park Hyatt
• Park Inn Hotels • Radisson SAS Hotels
• Raffles Hotels & Resorts • Ramada Worldwide
• Regent Hotels & Resorts • Renaissance Hotels & Resorts
• Residence Inn by Marriott • Shangri-La Hotels & Resorts
• Sheraton Hotels & Resorts • Sofitel Hotels & Resorts
• SpringHill Suites by Marriott • Staybridge Suites
• Steigenberger Hotels • St. Regis Hotels & Resorts
• Swissôtel Hotels & Resorts
• Taj Hotels Resorts and Palaces
• The Leading Hotels of the World, Ltd.
• The Leela Palaces, Hotels and Resorts
• The Luxury Collection • The Regent Hotels
• The Waldorf Astoria Collection Hotels
• TownePlace Suites by Marriott • Traders Hotels
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• WORLDHOTELS • Wyndham Hotels & Resorts
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• Travel Value & Duty Free • TV Spielfilm• Vogue
• Wein Gourmet • WELT am SONNTAG
* Auf ausgewählten Strecken
** Zu Lufthansa Regional gehören Air Dolomiti,
Augsburg Airways, Contact Air, Eurowings,
Lufthansa CityLine
Stand: 22. Dezember 2009
Kurzfristige Änderungen vorbehalten
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It is one of the most extraordinary journeys you will ever take. Join us onboard
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Seele and Geist
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