close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Menschen wie alle anderen auch «Gras»-Grosi und kiffende

EinbettenHerunterladen
2 Wochenblatt
KANTON
Freitag, 16. März 2007 Nr. 11
2 . W E LT- D O W N - S Y N D R O M - TA G : A m 2 1 . M ä r z 2 0 0 7
KOLUMNE 341
Menschen wie alle anderen auch
2006 beschlossen zahlreiche
Vereine und Organisationen, die
sich um Menschen mit Trisomie
21 kümmern, mit dem 21.
März einen Tag mit weltweiter
Bedeutung ins Leben zu rufen.
pd. Der Welt-Down-Syndrom-Tag soll
diese genetische Abweichung und ihre
Folgen ins Bewusstsein einer breiten
Öffentlichkeit rücken. Er nimmt Bezug
auf das 21. Chromosom, das bei diesen
Menschen dreifach vorhanden ist. So
entstand der World Down Syndrome
Day.
Was ist das Down-Syndrom?
Jede menschliche Zelle hat normalerweise 46 Chromosomen. Beim DownSyndrom sind es 47 Chromosomen.
Durch eine abweichende Zellteilung (in
den meisten Fällen in der Keimzelle
eines Elternteils) ist das Chromosom 21
dreifach vorhanden. Der medizinische
Fachausdruck ist denn auch «Trisomie
21.»
Wie kommt es zum Down-Syndrom?
Die Ursache des Down-Syndroms ist
bis zum heutigen Tag unbekannt. Kinder
mit Down-Syndrom werden in allen
Ländern und über alle Gesellschaftsschichten geboren. Unter 600 bis 1000
Neugeborenen gibt es laut Statistik eines
mit Down-Syndrom. Die Wahrscheinlichkeit, ein Kind mit Down-Syndrom zu
bekommen, nimmt zu, wenn die Mutter
mehr als 35 Jahre alt ist. Dennoch liegt
das Durchschnittsalter der Eltern von
Babys mit Down-Syndrom heute unter
30 Jahren.
Was bewirkt das Extra-Chromosom?
Menschen mit Down-Syndrom haben
in der Regel eine leichte bis mittlere
geistige Behinderung, selten eine schwere. Gewisse gesundheitliche Beeinträchtigungen kommen häufiger vor. Dank
der heutigen medizinischen Versorgung
stellen diese Krankheiten aber meistens
keine unüberwindbaren Probleme mehr
dar.
Auch im Aussehen gibt es Merkmale,
die Menschen mit Down-Syndrom von
anderen unterscheiden. Diese Besonderheiten wurden übrigens 1866 vom
englischen Arzt J. L. Down erstmals
beschrieben, daher der Name DownSyndrom. Auch wenn sich Menschen
mit Down-Syndrom durch ihre ähnlichen Gesichtszüge häufig etwas gleichen, sind sie doch ebenso Individuen
und ebenso verschieden voneinander
wie alle anderen Menschen auch.
Verbesserte Lebensperspektiven
Früher starben Menschen mit DownSyndrom meist schon im Kindes- oder
Jugendalter. Eine gezielte Förderung der
betroffenen Kinder fand, wenn überhaupt, nur sehr begrenzt statt. Menschen mit Down-Syndrom wurden als
kaum bildungsfähig angesehen. Das hat
sich bis zum heutigen Tag geändert.
Durch ein liebevolles Umfeld, frühe
Förderung, Schulung, Teilnahme an Aktivitäten und soziale Integration können
sie ihr Potenzial entfalten. Die meisten
Menschen mit Down-Syndrom lernen
lesen und schreiben. Mit «Coaching»
können sie einer befriedigenden Arbeit
nachgehen und selbstständig wohnen,
alleine oder in einer Partnerschaft. Sie
können am gesellschaftlichen Leben
teilhaben und immer wieder Neues
dazulernen: Kurz, ein erfülltes Dasein
leben.
Down-Syndrom in Obwalden
In Obwalden leben ungefähr 20 Menschen, die mit Down-Syndrom geboren
wurden. Sie sind auch Mitglied vom
Verein für Menschen mit einer Behinderung Obwalden (VBO). Dieser Verein ist
eine Elternorganisation, die sich auch
für Menschen mit Down-Syndrom einsetzt.
Gleiche Bedürfnisse
Kinder mit Down-Syndrom leben
heute da, wo andere Kinder auch leben –
in ihrer Familie. Sie wachsen heran, wie
andere Kinder auch. Sie sind fröhlich
und traurig, lebhaft und müde, zurückhaltend und vorwitzig – wie andere
Kinder auch. Sie haben ihre besonderen
Fähigkeiten und brauchen ihre individuelle Hilfe, wie andere Kinder – und wie
alle anderen Menschen – auch. Sicherlich sehen Fähigkeiten und Bedarf an
Hilfe bei Menschen mit Down-Syndrom
anders aus. Diese Verschiedenheit gehört aber als wesentliches Element zu
jedem Menschsein.
Die meisten Kinder mit Down-Syndrom können heute gehen und spre-
chen, sie lernen fast alle lesen und
schreiben und können so einem mehr
oder weniger unabhängigen Erwachsenenleben entgegensehen. Sie sind dazu
fähig, in vielen Bereichen eigene Entscheidungen über ihr Leben zu treffen
und es nach ihren eigenen Wünschen zu
gestalten.
Schimpfwörter verletzen
Leider sind Namen nicht nur «Schall
und Rauch», sie bestimmen wesentlich
unsere Sichtweise von Dingen – und
auch von Menschen. Sicherlich werden
bestimmte Namen oft in guter Absicht
gebraucht, aber dabei wird nicht bedacht, was eine solche Bezeichnung für
die damit gemeinten Menschen bedeutet.
So ist es gerade heute unter den
Jugendlichen gang und gäbe, sich Namen wie «Mongo» und «behindert» auszuteilen. Diese Mode-Schimpfwörter
verletzen die betroffenen Menschen
sehr. Die Erwachsenen sind dazu aufgerufen, den Jugendlichen das unsensible
Verhalten immer wieder bewusst zu
machen und ihnen ins Gewissen zu
reden.
Down-Syndrom, nicht Mongolid
Mit den genannten Bezeichnungen
werden Vorurteile und nicht (mehr)
zutreffende Informationen transportiert
und weiterhin festgeschrieben. Dies
führt zu Vorbehalten gegenüber Menschen mit Down-Syndrom, die weder
berechtigt noch begründet sind.
Eine Änderung des Namens allein
wird sicherlich nichts bewirken. Änderungen der gesellschaftlichen Akzeptanz
für die Menschen mit Down-Syndrom
werden aber durch die mit den überholten Bezeichnungen gleichsam konservierten Vorurteile, Vorbehalte und Voreingenommenheiten belastet.
Sehr viele Leute sagen Menschen mit
dem Down-Syndrom immer noch Mongolid. Richtig wäre es aber, Down-Syndrom zu sagen. Eltern, Geschwister und
Freunde nennen Menschen mit DownSyndrom mit ihrem Namen, wie alle
anderen Menschen auch.
Informationen zum Verein für Menschen mit einer
Behinderung Obwalden (VBO) erhalten Sie unter
www.vbo.ch.
Weitere Informationen zum Down-Syndrom finden Sie
unter www.tri21.ch
«Gras»-Grosi und
kiffende Kontrolleure
hr Gang ist nicht mehr ganz so
grazil und gazellengleich, wie von
Laufsteg-Drillmeister Bruce Darnell aus der Castingshow «Germany’s Next Topmodel» gefordert. Ihr
Blick hat etwas an Verwegenheit und
Laszivität verloren. Doch Léontine
kriegt sie immer noch alle … fingerschnippend. Léontine ist 90 – und seit
letztem Wochenende «Miss Altersheim». Auch eine heimtückische
Charme-Attacke einer Konkurrentin –
diese schickte heisse Handküsschen
an die Jury – vermochte an dem Verdikt nichts zu ändern. Léontine aus einem Genfer Altersheim hat die Schönheitskonkurrenz in beeindruckender
Manier gewonnen. Da sage noch eine(r), die ältere Generation habe es
nicht drauf!
I
◆
Vorbei die Zeiten als ein bärtiger Barde
die Grossmutter bezichtigte, nach
Mottenkugeln zu riechen. Vergessen,
dass ein Sportmoderator bei der LiveÜbertragung eines Fussballspiels die
älteren Zuschauerinnen und Zuschauer als Kukident-Fraktion bezeichnete. Vergangen die Zeiten, als
Geschichten (aus nicht eruierbaren
Quellen) von Senioren mit schlagkräftiger Stocktechnik oder dem gezielten
Einsatz eines mit Metalleinsätzen bestückten ledernen Handtäschlis als
Schwungmasse gegen aufdringliche
Jugendliche die Runde machten. Das
vermeintlich alte Eisen ist die goldene
Generation unserer Gesellschaft.
◆
Den Seniorinnen kann man nicht böse
sein. Auch wenn sies wie Patricia Tabram faustdick hinter den Ohren haben. Die 68-Jährige aus dem englischen Carlisle hat sich in einem begehbaren Kleiderschrank eine Plantage
aus Cannabispflanzen angelegt. Der
fröhlichen Frau wurden für ihre aussergewöhnliche «Tea time mit medizinisch-therapeutischem Anspruch» 250
Stunden gemeinnützige Arbeit und
fast 1500 Euro Busse aufgebrummt.
◆
Apropos Cannabis: Eine Meldung
Ihr Hobby - Ihr neuer Beruf?
3 Monate für nur Fr. 15.–. Sie sparen 50%.
Wellness- & Vitaltrainer
www.klubschule.ch
Der neue BMW X5
Im Obwaldner Wochenblatt lesen Sie jede Woche
Wissenswertes aus Kultur, Sport, Gesellschaft und Politik.
SCHNUPPERABO:
3 MONATE NUR FR. 15.–
✄
BMW begeistert anspruchsvolle Fahrer mit Neuheiten,
die in ihrer Klasse wegweisend sind: das faszinierende
BMW 3er Cabrio, der exklusive BMW X5, der innovative
BMW 5er und der sportliche BMW 1er. Erleben Sie bei
Ihrem BMW Partner Fahrvergnügen neu.
BMW Service Plus auf allen Modellen Gratis-Service bis 100 000 km oder 10 Jahre,
Garantie bis 100 000 km oder 3 Jahre, www.bmw.ch
Schnupperabo: 3 Monate für nur Fr. 15.–
1003/201/27541
Jahresabo: 12 Monate für nur Fr. 113.–
1003/201/27542
Kombiabo: Ich bin Abonnent/Abonnentin der
Neuen Obwaldner Zeitung und abonniere das
Obwaldner Wochenblatt während eines Jahrs
für nur Fr. 93.– statt Fr. 113.–
1003/201/27546
Ich wünsche die Zustellung ab sofort.
Entdecken Sie die neuesten Höhepunkte des Erfinders der Fahrfreude.
Vom 23. bis 25. März 2007.
Telefon tagsüber:
Coupon einsenden an: Obwaldner Wochenblatt,
Brünigstrasse 118, Postfach 1659, 6061 Sarnen
◆
Die SBB werden mit ihrer Politik noch
einige Schwierigkeiten zu bewältigen
haben. Zwei Beispiele: 1. Noch abzuklären ist, ob das Passiv-(«Gras»)Rauchen (das Rauchverbot ist noch nicht
in alle vernebelten Hirnwindungen
vorgedrungen) der Kondukteure Einfluss auf das Testergebnis haben wird.
2. Der historisch zementierte Begriff
der Dampflok muss überdacht und
eventuell den neuen Umständen angepasst werden. Und 3. möchte sie persönlich als gewissenhafte ÖV-Benutzerinnen und -Benutzer vor einer Straftat bewahren: Passen Sie auf, wenn sie
das nächste Mal den Bummler verpassen, verloren auf dem Perron stehen
und desillusioniert dem davonrauschenden Rollmaterial hinterherrufen:
«Dann nehme ich halt den nächsten
Zug...»
Peter Küchler
www.bmw.ch
Freude am Fahren
Obwaldner Wochenblatt.
Unabhängige Obwaldner Lokalzeitung.
Erscheint im 33. Jahrgang.
Auflage: 5915 Exemplare
(beglaubigt WEMF, Basis 2002).
Erscheint in der Regel freitags; mindestens
47 Ausgaben jährlich (Doppelnummern in
den Sommer- und Weihnachtsferien).
Inserateschluss: Mittwoch, 10 Uhr.
Redaktionsschluss: Freitag der Vorwoche,
12 Uhr; aktuelle Beiträge Montag, 12 Uhr
(Reservation bis Freitag der Vorwoche, 12.
Uhr); Sport-Beiträge: Montag, 12 Uhr.
Verlag
Neue Luzerner Zeitung AG
Maihofstrasse 76, Postfach
6002 Luzern
Telefon 041 429 52 52
Telefax 041 429 52 89.
Redaktion
Brünigstrasse 118, Postfach 1659
6061 Sarnen
Telefon 041 660 99 88
Telefax 041 660 82 84
E-mail redaktion@owb.ch.
Redaktionsleiter: Primus Camenzind (ca).
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Lisbeth
Epp (leh), Daniel Albert (dal), Romano
Cuonz (cuo), Deborah Demuth (dd), Mathias Küchler (mk), Paul Küchler (-er), Peter
Küchler (pek), Remo Rainoni (rai), Birgit
Scheidegger (sb), Hanny Sutter (hs), Andrea
Meade (am), Markus Villiger (vi).
Sport: Melk von Flüe (mvf; Verantwortlicher); Patrick Pons (po); Ruedi Meyer (my),
Ruedi Vollenwyder (yder), Franz Niederberger (fn).
Fotograf: Josef Reinhard (JR).
Publicitas AG
Brünigstrasse 118, Postfach 1541
6061 Sarnen
Telefon 041 662 15 50
Telefax 041 619 17 19
E-mail sarnen@publicitas.ch.
Insertionspreise gemäss Tarif 2003/04.
Verkauf: René Fuchs, 076 527 32 43
Name/Vorname:
PLZ/Ort:
Teils mag sich dies bei differenzierter
Betrachtung bestätigen: Ein Lokführer
kann sich nicht verfahren (immer den
Schienen nach). Ein Kondukteur nicht
verlaufen (immer dem Zwischengang
nach). Höchstens beim Gleisbauer
könnte sich die These bewahrheiten,
was sich nachteilig auf die anderen
beiden Berufsgattungen auswirken
könnte, aber nicht zu ihrem Schaden
gereicht, da sich diese – wie erwähnt –
weder verfahren noch verlaufen können. Aber auch diese Theorie wird sich
in der Praxis in den seltensten Fällen
bestätigen, da die sonst fleissigen
Gleisbauer in den kurzen Arbeitspausen der Zugs-Durchfahrten die Hände
lieber in den Hosentaschen verstecken
als Hand an eine «Guge», eine «Tüte»
oder an einen «Ofen» zu legen.
Inserate
Ab:
Strasse/Nr.:
◆
Impressum
Lernen Sie das Sprachrohr von Obwalden kennen:
041 418 66 66
rauschte in diesen Tagen wie ein ICE
durch den Schmalspur-(Hanf)Blätterwald. Lokführer, Gleisarbeiter und
Kondukteure unter 40 Jahren sollen
gemäss SBB bald in regelmässigen Abständen zu einem Drogentest antraben. Der Konsum insbesondere von
Cannabis stelle ein Sicherheitsrisiko
dar, so die offizielle Begründung.
Humbug, werden Sie wohl entgegnen.
Fahrfreude erwartet Sie bei:
Autohaus Sigrist AG
Beim Strassenverkehrsamt Luzern
6010 Kriens
Telefon 041 310 77 77
Fr, 9 – 19 Uhr, Sa, 10 – 16 Uhr
So, 10 – 16 Uhr
Abonnemente
Telefon 041 429 53 53, Fax 041 660 82 84
Das Jahresabonnement kostet 113 Franken.
Hinweis
Die Verwertung jeglicher Art von in diesem
Titel abgedruckten Inseraten oder Teilen
davon, insbesondere durch Einspeisung in
einen Online-Dienst, durch dazu nicht autorisierte Dritte ist untersagt. Verstösse werden vom Verlag gerichtlich verfolgt.
Document
Kategorie
Seele and Geist
Seitenansichten
2
Dateigröße
391 KB
Tags
1/--Seiten
melden