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Gezupft wie gestrichen

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Gezupft wie gestrichen
Dúo Gajo mit Gabriel Faur und Joñas Khalil aufdem Schloss umjubelt
Von Leonore Weízin
BEILSTEIN Gitarre und Cello i m D u ett finden sich i n der Musikliteratur
nur selten, ein M a n k o , wie das erste
K o n z e r t des D ú o Gajo beweist: begeisterter Applaus i m Kreuzgewolbe für eine Premiere erlesener Stücke, a u s g e w á h l t und famos interpretiert von Gabriel Faur (Cello) u n d
J o ñ a s K h a l i l (Klassische Gitarre).
Sinnfallig bedanken sich die beiden M u s i k e r mit einem S t ü c k aus
„ S e c h s deutsche Lieder op. 89" des
Gitarrenvirtuosen M a u r o Giuliani
(1781-1829) nach dem gleichnami-
gen Gedicht „Abschied" von Friedrich Schiller.
Pulsierend Gilt Giuliani ais der Mqzart der Gitarre, w i r d Jan Nepomu cen Bobrowicz (1805-1881) ais Chopin der Gitarre bezeichnet. M a l tanzerisch, mal forsch voranschreitend
geben fein pulsierende Rhythmen
des sechssaitigen Instruments das
Tempo, w á h r e n d sich die Melodielinien des Cellos i n Bobrowicz' „Souvenir de l a Pologne" frei wie e i n é
Singstimme entfalten und die Spannung ü b e r drei Sátze bis z u m letzsten, einem i n die Stille gehauchteri
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T o n , halten. Atemberaubend ist diese Interpretation eines Originals t ü c k s , das für die beiden Saiteninstrumente geschrieben wurde. Gezupft wie gestrichen e r g á n z e n sie
sich auch i n jeder anderen Bearbeitungvortrefflich.
Seien es die lieblichen Passagen
und virtuosen Láufe i n Antonio V i valdis (1678-1741) „Sonate e-Moll",
bei der das Cello den Part der Flote
ü b e r n i m m t , sei es der prickelnde
Spielwitz von L u i g i Boccherinis
(1743-1805) „ M e n u e t t " und „Rondo"
(aus dessen Streichquintetten) oder
das B r a v o u r s t ü c k c h e n „Pot Pourri",
eines der Duette von Justus Friedrich Dotzauer (1783-1860), mit dem
sich das D ú o Gajo auf den H ó h e punkt des Kammerkonzertes vorbereitet: Schuberts (1797-1828) , A r peggione Sonate a-Moll". H i e r ü b e r nimmt die Gitarre den Havierpart.
Überraschungen M a n u e l de Fallas
(1876-1946) „ P r i m e r danza espagnola" setzen einen furiosen Schlusspunkt des Konzerts wie ein Ausrufezeichen. „Von diesem D ú o w ü r d e
ich g e r n mehr horen", bekennt ein
Liebhaber kamme'rmusikalischer
Ü b e r r a s c h u n g e n hernach.
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Seele and Geist
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