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Die Fundraising- Kampagne zeigt Format Wie sich Kinder mit Kunst

EinbettenHerunterladen
Sommer 2013
Heft 201
Wir schaffen Freiräume.
Für eine Schule der Zukunft.
Wie sich Kinder
mit Kunst neue
Räume schaffen
06
Ateliers: kreative
Erfahrungs- und
Lernräume
12
Die FundraisingKampagne zeigt
Format
20
Seiten 2/3
Inhaltsverzeichnis
Inhalts-
Feste &
Anlässe
verzeichnis
Editorial
Wir schaffen
Freiräume.
Für eine Schule
der Zukunft
04 – 05
Einladung zum
Jubiläums- & Alumnifest
am 20. / 21. September 2013
an der Plattenstrasse
Menschen
in unserer
Schule
Adé und auf
Wiedersehen!
14 – 17
Rund um
die Welt
Aus dem
Schulleben
28 – 29
Jetzt muss
Pioniersleistung
erbracht werden
Im Fokus
Platz da –
Wie sich Kinder
mit Kunst neue
Räume erobern
06 – 11
Ateliers als kreative
Erfahrungs- und
Lernräume
12 - 13
Neubau der
Rudolf Steiner Schule
Lausanne
32 Klassenübergreifendes
Zirkusprojekt an
der RSS Zürich
33
LesenHörenSehensWert
WHAT MOVES YOU –
ein Dokumentarfilm von
Christian Labhart
18 – 19
Die FundraisingKampagne zeigt Format
20 – 21
Visiten &
Visionen
Mit Mut und Vision
wie einst die
Gründergeneration
22 – 27
34 – 35
Aussen &
Innen
Anna Iduna Zehnder –
eine Aargauer
Künstlerin in Ascona
30 – 31
Ein freundlich und
warm fliessender Gesang —
die neue CD mit Liedern von
Peter Appenzeller
36 – 37
Erinnern für die Zukunft —
eine Autobiografie von
Johannes Lenz
38 – 39
Seiten 4/5
Editorial
Wir schaffen
Freiräume.
Für eine Schule der
Zukunft.
Liebe Leserinnen, liebe Leser!
Unter diesem Motto steht unser
gesamtes Bauprojekt, mit welchem wir für unsere heutigen
und zukünftigen Schülerinnen
und Schüler sowie für die Lehrkräfte neue Räume erschaffen
möchten. Aktuell treffen wir uns
zu Nutzersitzungen, in denen die
betroffenen Lehrpersonen und
Schulleitungen mit dem Architekten die konkrete Innenplanung besprechen. Wir stellen uns
anhand von Plänen Räume vor,
die auf die Schülergemeinschaft,
auf das Schaffen und auf die
Entwicklung der Schulen ausstrahlen werden.
Die MitgliederInnen der Freien
Schulvereinigung in Memoriam
Walter Wyssling haben am 26. Juni
2013 formell den Bauentschluss
bestätigt und der Schulgemein-
schaft – mit allen Konsequenzen –
den Weg in eine Zukunft mit
neuen Freiräumen bereitet. Es
sei an dieser Stelle ein herzlicher
Dank an alle MitgliederInnen und
Schulfreunde für ihr Vertrauen
ausgesprochen.
Die Renovation des Hauses an
der Plattenstrasse 77 hat
Anfang des Jahres 2013 bereits
be­gonnen. Unter der Leitung des
Architekten Marc Hänni findet
eine Gesamterneuerung mit neuen
Geschossflächen und Eingängen
statt, die das ehemalige Bürohaus
am Baschligplatz zum Atelierhaus
für die gestalterischen Fächer
werden lässt. In grossflächig konzipierten Geschossen entstehen
hier Ateliers und Werkstätten für
alle Bereiche des Bildnerischen
Gestaltens für die Rudolf Steiner Schule und die Atelierschule
– von der 6. bis zur 13. Klasse.
Hier können sich Gestaltungsfreiräume für die praktische und
kreative Bildung durch manuelle
Betätigung eröffnen.
Diese Ausgabe beschäftigt sich
unter anderem mit der Frage,
wie sich Raum auf die Kunst
und deren Vermittlung auswirkt:
Bob Gramsma, Schul­
v ater
und Künstler, hat mit fünf
Zürcher Primarschulklassen –
darunter auch die SchülerInnen
unserer 3. Klasse – die Brache am
ehemaligen Hardturm-Stadion in
einen besonderen Kunst-Raum
verwandelt. Zudem zeigt uns
Markus Rohner, Lehrer für bild­
nerisches Gestalten an der Atelierschule, die Möglichkeiten des neu
geschaffenen Raumes in der Plattenstrasse 77 auf. Auch andere
Steiner Schulen in der Schweiz
haben Bauvorhaben initiiert und
realisiert: Zum Beispiel die RSS
Mayenfels (Pratteln), die Schule
im Aargau (Schafisheim) sowie die
Steiner Schule Birseck. In der Rubrik
«Rund um die Welt» präsentiert die
Rudolf Steiner Schule Lausanne
ihr gelungenes Bauprojekt.
«Erinnern für die Zukunft» heisst
der Titel einer beeindruckenden
Autobiografie, mit der Johannes
Lenz seinen Lebensweg beschreibt.
Vor allem jungen Lesern sei dieses
Buch empfohlen.
In der Rubrik «LesenHören­
Sehenswert» stellen wir Ihnen zwei
neue Kulturprojekte vor: So wird
im Aargauer Kunsthaus eine Ausstellung über das Schaffen der
Ärztin und Malerin Anna Iduna
Zehnder eröffnet. Sie war 1923
Rudolf Steiner begegnet und
seither mit der Anthroposophie
eng verbunden. Zudem wird
im Herbst ein sehr empfehlenswerter Film von Christian Labhart («Zum Abschied Mozart»,
«Zwischen Himmel und Erde»)
in die Kinos kommen: In « WHAT
MOVES YOU – Jetzt kommt alles
in Bewegung» geht es um ein
mitreissendes Eurythmieprojekt.
Sich auf neue (Lebens-)Räume
einlassen, die sich mit der Pensionierung öffnen – das planen drei
Pädagogen, die auf den Sommer
unser Kollegium verlassen werden. Wir wünschen ihnen auf
dem weiteren Lebensweg gutes
Gelingen und sprechen einen
überaus herzlichen Dank für ihr
grosses Schaffen und Wirken an
unserer Schule aus.
Auf einen schönen Sommer mit
Frei-Raum und viel Lust am Lesen,
Herzlich
Dirk Dietz
Seiten 6/7
Im Fokus
Platz da
–
Wie sich Kinder
mit Kunst neue
Räume erobern
Ich habe Verschiedenes gelernt:
Was Kunst bedeutet. Oder: Wie würde
ein Objekt aussehen, wenn ich es zum
Beispiel mitten in den Zürichsee
hintun würde? Würde das passen?
– Armend, 6. Klasse
Ein Interview mit dem Künstler
und Schulvater Bob Gramsma
von Stefanie Wolff-Heinze
Machen Kinder Kunst? Und was
macht Kunst mit Kindern? Im
Rahmen des Festivals «Blick­
felder» haben sich fünf Zürcher
Schulklassen – darunter auch
die 3. Klasse der Rudolf Steiner
Schule Zürich – unter der Lei­
tung des Künstlers Bob Grams­
ma intensiv mit dem künstle­
rischen Schaffensprozess und
der Wahrnehmung von Raum
auseinandergesetzt. Zentraler
Schauplatz des gemeinsamen
Kunstprojekts «Platz da» war die
Stadionbrache am Hardturm.
gängigen Vorstellungen von
Raum ins Wanken bringen und
hinterfragen, in der Kunstszene
positioniert. Doch die Definition
von Raum steht für ihn nicht
nur im Zentrum seines persönlichen Schaffens: « Wir kommen
aus soziologischer Sicht ins
Zeitalter des Raumes – dieser
Begriff wird zukünftig in unserer Gesellschaft von immenser
Bedeutung sein. » Denn für ihn
ist der Raum, in den man immer
wieder zurückkehren kann und
der stets erhalten bleibt, eine
Illusion. Raum – so seine Über« Wer mit mir arbeitet », sagt zeugung – kann nur vorübergeBob Gramsma, « kommt an der hend in der Interaktion zwischen
Frage ‹ Wie denken wir Raum? › Menschen oder in der indivinicht vorbei. » Er selbst hat sich duellen Sichtweise entstehen.
mit Installationen, die unsere In diesem aussergewöhnlichen
Projekt « Platz da » hatten sich
Bob Gramsma und ein Team von
Kunstvermittlerinnen zum Ziel
gesetzt, fünf Primarschulklassen
aus der Schule Grünau, der
Schule am Wasser sowie der RSS
Zürich im Rahmen von mehreren Workshops «Raum zu geben»:
Für Einblicke in sein Atelier und
seine persönliche künstlerische
Vorgehensweise, für die gemeinsame Diskussion « Wie erleben wir
Raum? Und wie beeinflussen wir
Raum – und er uns?». Die mit Bob
Gramsma erarbeitete Installation
sowie ihre individuellen Kunstwerke konnten die Schülerinnen
und Schüler dann im Rahmen
einer Vernissage vor Hunderten
von Besuchern auf der Stadionbrache präsentieren.
Herr Gramsma, in Ihrem Pro­
jekt «Platz da» ging es um
die Begegnung von Kindern
mit zeitgenössischer Kunst.
Jedoch nicht in einem Muse­
um, sondern dort, wo Kunst
erschaffen wird.
Bob Gramsma (BG): Mein Ziel war
zum einen, den Schülerinnen und
Schülern einen künstlerischen
Schaffensprozess vor Augen zu
führen, und zum anderen, ihnen
eine aktive Erfahrung in der
Produktion von Kunst im Öffentlichen Raum zu ermöglichen.
Wo fanden die Begegnungen
statt?
BG: Die Kinder haben mich
zunächst im Atelier besucht.
Wir haben dort Gespräche über
Das Festival «Blickfelder.CH –
Künste für ein junges Publi­
kum»…
…eröffnete vom 4. bis 21. April 2013 Kindern ab fünf Jahren
die Möglichkeit, das ehemalige
Stadion am Hardturm in ZürichWest zu erkunden und diese
imposante Brache mit Fantasie
zu erobern: Neben dem Kunstprojekt «Platz da» hatte der Veranstalter «schule&kultur» der
Bildungsdirektion Kanton Zürich
ein spannendes Programm mit
Konzerten, Theater im Schiffcontainer und im Lastwagen,
Lesungen sowie gestalterische
und philosophische Workshops
zusammengestellt. Über das Festival und die Projekte auf der
Brache hat unter anderem das
SRF in seiner Sendung Kulturplatz berichtet, in dem auch die
Schülerinnen und Schüler unserer 3. Klasse zu Wort kommen
(als Poadcast abrufbar unter
http://www.srf.ch/sendungen/
kulturplatz/eva-wannenmacherhat-die-kindheit-im-blickfeld).
Seiten 8/9
Im Fokus
Kunst und über die individuellen Erfahrungen der Kinder mit
dem Begriff «Raum» geführt.
Die Raumerfahrung spielte dann
auch beim gemeinsamen Erkunden der Stadionbrache eine
wichtige Rolle, denn dieser
Ort und seine Umgebung sind
komplex: Die Stadionruine ist
ein Kessel bzw. Trichter, der als
Platz in der Stadt eingebettet
ist und der wiederum – blickt
man in Richtung Uetliberg/
Käferberg – topographisch in
einen Tal-Kessel eingebettet ist.
Wir haben die Brache auch aus
historischer Sicht betrachtet:
Welche Geschichte hat dieser
Ort? Als Fussballstadion war er
ein Kessel voller Emotionen. Und
jetzt als Brache ist er ein Zwischenraum, der als Abfallsammelstelle, Kunstraum, Spielplatz
und als Freiraum genutzt wird.
Wie haben Sie sich gemeinsam
mit den Kindern der Zielset­
zung – also ein Kunstwerk
an diesem Ort zu schaffen –
angenähert?
BG: Zunächst ging es darum,
diesen Platz wertfrei zu betrachten:
Was nehme ich wahr? Dann sind
die Kinder auf die Suche gegangen,
und wir haben zusammen überlegt: Was braucht dieser Ort? Was
müsste man zufügen, weglassen
ändern, dass Dinge miteinander
in Verbindung kommen, die auf
den ersten Blick nicht unbedingt
zusammengehören? Welche Rolle
wird der Betrachter, der Besucher
einnehmen? Ich habe die Klassen
also im künstlerischen Prozess
in einem ersten Schritt auf der
intellektuellen Ebene mitgenommen. Es ist immer wieder
erstaunlich, was Kinder in einen
solchen Prozess einbringen. Das
Wenn ich ein Kunstwerk
mache, muss es mit der
Umgebung zu tun haben.
– Aleyna, 5. Klasse
oder wo müsste man eingreifen?
Gibt es zwingend Eingriffe? Wie
kann man das Blickfeld so ver-
war für mich als Künstler, aber
vor allem auch als Mensch eine
tolle Erfahrung.
Wie ging es auf der praktischen
Ebene weiter?
BG: Mit den Steiner-Schülern
stand eine Übung zentral: Was
wäre der kleinstmögliche Eingriff
und welches sind seine Auswirkungen? Die Kinder haben also
mit unterschiedlichen Gegenständen und Materialien, die sie
vor Ort und Anderswo zusammengesucht haben, ihre individuellen Werke geschaffen, die dann
zum Schluss in diesem Raum der
Brache zu Orten in einer gemeinsamen Welt verschmolzen sind.
Die Kinder der anderen Schulen haben zusammen mit den
Kunstvermittlerinnen Guckkästen
aus Holz gebastelt und bespielt.
Es entstand die spannende
Frage, wie wir diese autonomen Räume, die Kästen,
mit meinem Kunstwerk zu
einem Ganzen verbinden können.
Wie habt ihr das gemeinsam
gelöst?
BG: Wir hatten uns ja bereits in
den Wochen zuvor ausgiebig mit
dem Ort beschäftigt: Die Brache
als Kessel, als Arena oder Vulkan
mit einer Auswölbung in der Mitte: Ist das die Erdwölbung, eine
Emotion, die nach oben drängt,
oder wirkt da Wasser-, Erd- oder
Lava-Druck von unten? So habe
ich eine Arbeit entwickelt, die als
eine Art mutierter Dampfkochtopf mit Ventil den Ort und den
Prozess kommentiert. Das musste natürlich in die Mitte des Platzes … so kamen die Kinder auf die
Idee, ihre Kästen an den Rand zu
platzieren: Als Filmkameras, als
Reporter, als kleine Welten und
Zuschauer, die ihren Blick auf
das Zentrum der Brache richten
und erzählen, was dort passiert.
Somit ist Schritt für Schritt ein
gemeinsames, aber auch autonomes Werk entstanden.
Was hat das Projekt aus Ihrer
Sicht bei den Kindern bewirkt?
BG: Ich habe sie auf der Kunstebene im Dialog und im kreativen
Prozess ernstgenommen und sie
in ihren Bestrebungen, Kunst zu
machen, sowie in ihren Diskus‑
sionen unterstützt … ich denke,
das hinterlässt etwas bei den
Kindern.
Ihr persönliches Fazit aus dem
Projekt?
BG: Wenn man Kindern eine
Platt­
form bietet, dann kommunizieren sie von sich aus die
unglaublichsten Dinge. So sagte
beispielsweise ein siebenjähriges
Mädchen bei mir im Atelier, sie
würde sich manchmal fühlen wie
ein kleines Haus.
Seiten 10/11
Im Fokus
«La place dans la place.» Ein Platz für alle.
Antonio Bernhard & Rocco Pizzolato,
9 Jahre
Nicht nur die Brache ist ein Raum. Auch
das, was drum herum ist. Das alles ist
wie eine grosse Schüssel und
die Brache ist eine kleine Schüssel.
– Taulant, 5. Klasse
Sternenstrasse.
Carla Dietze, 9 Jahre
Das heisst, dass Kinder eine
spezielle Beziehung zum Raum
spüren?
BG: Raum ist ein sozialer Prozess,
der durch uns Menschen geschaffen wird. Wir als Erwachsene
tendieren zum Gefühl, Raum sei
eine feste Komponente. Man geht
irgendwo rein und macht etwas …
aber das ist aus meiner Sicht eine
Illusion. Für die Kinder aus dem
Projekt und mich ist die Stadionbrache jetzt ein ganz spezieller
Raum: Eine gemeinsam geschaffene Welt, die sich nur uns und
niemand Anderem so erschliesst.
Und somit hat jedes einzelne
Kind diesen Raum nun für sich
mitgenommen. Das ist etwas,
was bleibt.
Ein Rad kann nicht nur ein Rad sein, es kann auch Dekoration oder Kunst sein. Etwas was
aussieht wie ein paar Fäden, kann auch ein Vulkan sein oder eben ein Haufen Schnüre für die,
wo das als keinen Vulkan ansehen können. Aber die, wo es sehen, haben Glück.
Liv Herrmann, 9 Jahre
Auf der Brache erlebt man überall
Raum. Man erlebt zum Beispiel
einen sonnigen Strand, einen Urwald
oder auch die Antarktis.
– Felizitas, 6. Klasse
Seiten 12/13
Im Fokus
Ateliers als
kreative
Erfahrungs-
und Lernräume
Betrachtungen zur Gesamterneuerung
des Hauses Plattenstrasse 77 als Atelierhaus
von Markus Rohner
An der Plattenstrasse 77 entstehen aktuell grosszügig konzipierte Ateliers für alle Bereiche
des Bildnerischen Gestaltens:
Werkstätten und Ateliers für
Dreidimensionales Gestalten mit
Raum für Bühnenbildbau, Ateliers für Malen und Zeichnen mit
Platz für Druckgrafik, Fotografie
und Film sowie Ateliers für Textiles Gestalten mit Modedesign.
Heute sind die Räume der Ateliers für Bildnerisches Gestalten
noch teils in Provisorien oder in
Räumen untergebracht, welche
den Raum- und Infrastrukturbedarf bei Weitem nicht abdecken.
Die Gesamterneuerung des Hau-
ses an der Plattenstrasse 77 hat
Anfang des Jahres 2013 begonnen. Die neuen Räumlichkeiten
werden die gestalterischen Möglichkeiten sowie die Projekt- und
Zusammenarbeits-Formen enorm
erweitern; unter anderem werden im Atelierhaus interdisziplinär
angelegte Arbeiten möglich sein,
die ein grosses, heute noch wenig
genutztes Potenzial darstellen.
Von der 6. bis zur 13. Klasse wird
sich hier ein schulübergreifendes
Fachkollegium der Atelierschule
und der Rudolf Steiner Schule
Zürich bilden können.
Der Atelierunterricht bietet ein
praxisbezogenes Umfeld, in dem
die Lernenden ihre kreativen
Intentionen und Erfahrungen für
sich und untereinander erproben.
So üben sie sich in Selbstständigkeit, Kommunikation, Handlungsund Gedankenfreiheit sowie in
kritischer Reflexion. Dabei erwerben sie grundlegende gestalterische Fertigkeiten und werden in
der Entfaltung ihrer individuellen Neigungen und Begabungen
gefördert. Es verknüpfen sich
emotionale, produktive und
kognitive Aktivitäten. Der Atelierunterricht bietet optimal die
dafür notwendigen Spiel- und
Freiräume. Er schafft darüber
hinaus die Atmosphäre, in welcher sich Lernende und Lehrende
mit ihrer Tätigkeit und ihrem Ort
identifizieren, und unterstützt
die Selbstverständlichkeit des
«In-die-Schule-Gehens».
Architektonische Räume schaffen Atmosphären und lösen
Grundstimmungen aus. Sie
beeinflussen das Verhalten der
sich in ihnen aufhaltenden
Menschen. Schulräume bilden,
beeinflussen und inspirieren als
Lernumgebung und unterstützen oder hemmen den kreativen
Prozess der jungen Menschen.
Atelierräume sind lebendige und
spannungsreiche Orte, an denen
die SchülerInnen in ihrer gestalterischen Arbeit für sich und
miteinander kreative Erfahrungen und Entwicklungen erleben.
In ihnen wird kommuniziert, es
werden Positionen eingenommen und verworfen, es werden
Ideen und Konzepte entworfen
und schliesslich praktisch künstlerische und handwerkliche Projekte verwirklicht. Ein Atelier ist
auch eine Galerie und ein Treffpunkt. Und es gibt darin Materialien und Werkzeuge: Ihre Vielfalt,
räumliche Anordnung, Sichtbarkeit und freie Zugänglichkeit sind
sehr wichtig. Materialien machen
neugierig, stimulieren die Kreativität, reizen und inspirieren die
Denk- und Fantasieprozesse. Die
Ateliers im neuen Atelierhaus an
der Plattenstrasse 77 werden so
konzipiert, dass sie weitgehende
Bewegungsfreiheit ermöglichen
und flexible räumliche Nutzungen durch Lernende und Lehrende zulassen. Die Erwartung und
Spannung auf das Atelierhaus,
das voraussichtlich im Frühling
2014 bezogen werden kann, sind
also gross.
Seiten 14/15
Adé
Menschen an unserer Schule
und auf
Wiedersehen!
Christine Carigiet
Bildnerisches Gestalten
Liebe Christine Carigiet!
Im Sommer sind es 26 Jahre, seit du im Mai 1976
das erste Mal an der Rudolf Steiner Schule
Zürich eine Klasse übernommen hast. Als
gelernte Schneiderin hast du damals eine
Klasse in Handarbeit unterrichtet. Nach einer
längeren Familienzeit kamst du als Werk­lehrerin
zurück an die Schule. Von da an sind unzählige
SchülerInnen von der 1. bis zur 12. Klasse mit
Engagement und Begeisterung von dir unterrichtet worden. Während der Jahre deiner
Tätigkeit hast Du dein Angebot an die Schüler
und Schülerinnen stetig weiter entwickelt und
ausgebaut – aus der tiefen Überzeugung, dass
es für Kinder und Jugendliche immer wichtiger
wird, sich durch physisches Tätigsein entwickeln zu können. Durch die Materialien Ton,
Gips, Weiden, Holz und Metall hast du den Schülern
verschiedene «Lehrmeister» gegeben, durch die sie
sich entwickeln und entfalten konnten.
Oft habe ich erlebt, wie 6. KlässlerInnen nach
dem Bearbeiten ihrer Holzschale mit Blasen an
den Händen und Schweiss auf der Stirn, aber
glücklich und mit einer inneren Zufriedenheit
aus deinem Unterricht kamen. Wie kann man
besser üben, seine Kraft richtig einzusetzen? Das
harte Holz verlangt viel Kraft und Durchhaltewillen, aber auch ein feines Gespür für die Form,
die daraus entstehen will. Wie schnell ist ein
Loch in den Boden der Schale geschnitzt oder
eine Holzfaser weggebrochen. Nebst den kleineren Werkstücken entstanden auch unzählige,
beeindruckende Bauten für die Theaterstücke
in deiner Werkstatt. Um den Vorstellungen der
SchülerInnen und Lehrpersonen möglichst nahe
zu kommen, hast Du keine Mühen gescheut:
Türen, Fenster im 1. Stock, eine griechische
Säulenhalle, eine Kirche, ein Tanzsaal, Wirtshaustische, Bierhumpen wie im Mittelalter und
vieles mehr entstand unter deiner Anleitung.
Nebst deinem Unterricht hast Du immer gewisse
SchülerInnen zusätzlich begleitet. Sei es als
Klassenbetreuerin oder in Einzelsituationen.
Auch für KollegInnen hattest du stets ein offenes Ohr und eine offene Werkstatt. Denn gerade
der gegenseitige Austausch über und das Inte‑
resse an der Arbeit der KollegInnen waren dir
ein Herzensanliegen. Als ich vor zehn Jahren
an die Schule kam, wurdest Du mir als Mentorin zur Seite gestellt. Auf meine Fragen hattest
du immer klare Antworten, jedoch nie fertige
Lösungen. So blieb es mir überlassen, den richtigen Weg zu finden, was ich sehr geschätzt
habe und mich weitergebracht hat. Vieles hast
Du mich gelehrt, in dem ich bei dir hospitieren
konnte, oder einfach durch dein Handeln im
Lager, auf dem Pausenhof und der Konferenz.
Ganz besonders dankbar war ich für deine
Unterstützung in meiner letzten Klassenbegleitung. Nun bist du daran, deinem Nachfolger,
Herrn Student, deinen immensen Erfahrungsschatz weiterzugeben und ihn mit der Vielfalt
deiner Tätigkeitsbereiche vertraut zu machen,
damit sie für die SchülerInnen erhalten werden. Uns bleibt, dir zu danken – für dein grosses Engagement, mit dem du Tag für Tag die
SchülerInnen in ihrer Entwicklung gefördert und
begleitet hast, für deine aktive Mitarbeit an der
Schulentwicklung und für deinen bedeutenden
Einsatz in der Klassenbetreuung.
Für deine weitere Zukunft wünschen wir dir von
Herzen alles Gute, Gesundheit sowie viel Freude
und Erfüllung in deiner Arbeit mit den Bienen!
Christine Furrer
Rita Roschi
Eurythmie und Heileurythmie
Seit Sommer 1992 bis zum Frühling dieses
Jahres war Rita Roschi an unserer Schule als
Heil- und Klasseneurythmistin tätig. Bis vor
zwei Jahren gehörte sie zu hundert Prozent
dem Kollegium an und trug entscheidend zu
dessen Qualität bei. Vor zwei Jahren reduzierte
sie ihr Pensum und leitete so ihre Pensionierung
ein, die im vergangenen April begann.
Rita Roschi wird als liebevolle, wache, unterstützende und kreative Kollegin in Erinnerung
bleiben. Unsere wöchentlichen Konferenzen
verfolgte sie immer sehr aufmerksam und
half mit ihren konstruktiven Beiträgen und
weckenden Fragen, so dass sich unsere Zusammenarbeit fruchtbar entwickeln konnte. Als
Arbeitskollegin erlebte ich sie als eine offene
Seiten 16/17
Menschen an unserer Schule
und warmherzige Person, die sich wahrhaftig
für meine Bemerkungen und Anliegen interessierte. Im Austausch über schulische Belange oder pädagogische Massnahmen gab sie
mir manch guten Rat. In den Klassen, die sie
unterrichtete, übernahm sie herausfordernde
Aufgaben in der Gestaltung der Theaterspiele.
So entstanden wunderschöne Sommerspiele in
den vierten Klassen. In ihrer Tätigkeit als Heil‑
eurythmistin war sie eine zuverlässige und
kräftigende Unterstützung für alle – Kinder,
Eltern wie auch für die Lehrpersonen.
Im Namen des ganzen Kollegiums möchte ich
ihr von ganzem Herzen DANKE sagen: Für all
das, was sie uns über diese lange Zeit geschenkt
hat. Auch wünsche ich ihr alles Gute in dieser
neuen Etappe ihres Lebens: Gesundheit, Freude
und interessante Perspektiven.
Joy Gerber
Karlheinz Lauer,
Klassenlehrer Oberstufe
Vor sechs Jahren wurde ich gebeten, mit
Karlheinz Lauer die damalige 8. Klasse im Team
weiterzuführen. In dieser Zeit lernte ich einen
am Leben vielseitig interessierten, hilfsbereiten und in verschiedenen Bereichen auch
ganz unkonventionellen Kollegen kennen. Wir
verstanden uns auf Anhieb sehr gut und eine
offene sowie ehrliche Zusammenarbeit war
immer möglich. Als Lehrer war es ihm stets ein
Anliegen, bei den Jugendlichen das Interesse an
der Welt zu wecken. Dabei war ihm nichts zu
umständlich; Er recherchierte und experimentierte gleichzeitig zu allen denkbaren Themen –
in der Kunst, Astrophysik, im Wandern, in der
Mathematik oder Musik. Es gab kaum etwas,
für das Karlheinz Lauer kein Interesse aufbringen konnte. Von seiner enthusiastischen
Unterrichtsweise liess sich Karlheinz Lauer auch
dann nicht abbringen, wenn die SchülerInnen
nicht gleich dasselbe Mass an Begeisterung für
den Unterrichtsstoff aufbringen konnten wie er
selbst – im Gegenteil: Mangelndes Interesse von
seiten der SchülerInnen waren ihm Ansporn, den
Unterricht noch vielfältiger und interessanter
zu gestalten, so dass es ihm letztendlich fast
immer gelang, den Grossteil der Klasse mit
seiner Begeisterung anzustecken. Was mir
auch immer wieder Eindruck machte, war der
Enthusiasmus, mit dem er sich der Gestaltung
von Epochenheften widmete, und es vermochte, diese Begeisterung an seine SchülerInnen weiterzugeben. Gerne unterstützte er sie
dabei tatkräftig, indem er ihnen beispielsweise
gut ausgewähltes Bildmaterial zur Verfügung
stellte.
Ein wichtiges Anliegen war ihm ebenso, dass
die SchülerInnen «aus den vier Wänden rauskamen», sich draussen aktiv bewegen und
gemeinsam die Welt erfahren konnten. So
unternahm er immer wieder Fahrradtouren mit seinen Klassen oder bot es in den
Projektwochen an. Als es einmal in einer neunten Klasse mit den Jungs gar zu bunt wurde,
entschloss er sich, mit ihnen einen Teil des
Jakobwegs zu gehen. Und auch wenn dabei
einige Schüler und Lehrer an ihre Grenzen
kamen, erwies sich das Unternehmen spä-
ter für alle Beteiligten als gute, erlebnisreiche
Erfahrung.
Eines seiner Hobbys war und ist es immer noch,
mit anregendem und anschaulichem Bildmaterial versehene Bücher für den wissenschaftlichen Unterricht der Oberstufe zusammenzustellen – für mich persönlich ein Genuss, darin
zu lesen und zu blättern! Ich möchte Karlheinz
Lauer für all die Anregungen und die gute Zeit,
die wir zusammen als Klassenbetreuer-Team
verbringen konnten, herzlich danken!
Ich wünsche ihm viel Glück auf seinem weiteren Weg und die Zeit, sich seinen zahlreichen
Interessen und Tätigkeiten widmen zu können.
Regula Wyssling
Seiten 18/19
Aus dem Schulleben
Jetzt muss
Pionierleistung
erbracht werden
Bericht von der ausserordentlichen
Mitgliederversammlung
Aufgezeichnet von Dirk Dietz
und Stefanie Wolff-Heinze
Im Rahmen der ausserordent­
lichen Mitgliederversammlung
der Freien Schulvereinigung
in Memoriam Walter Wyss­
ling fassten am 26. Juni über
80 MitgliederInnen wichtige
Entschlüsse zum Bauvorhaben
und dessen Finanzierung, zur
künftigen Trägerschaft, zum
Fundraising sowie zur Eltern­
beitragsordnung. Hugo Wan­
deler, der massgeblich an der
Erstellung der Machbarkeits­
studie für das Bauvorhaben
beteiligt war, rief das Plenum
zu Pionierleistungen auf, um
den Doppelstandort an der
Plattenstrasse langfristig zu
sichern.
Nach einer musikalischen Eröffnung des Vocal Ensembles der
RSS Zürich mit SchülerInnen der
7. und 8. Klasse stellten die Vorstandsmitglieder Clea Gross und
Antoine Cuénod das bis 2020
etappierte Bauvorhaben vor. Bei
der folgenden Abstimmung sprachen sich die Anwesenden mit
überwältigender Mehrheit für die
Fortführung des geplanten Bauvorhabens aus. Um den Neubau
und die Renovation der Schulliegenschaften solide finanzieren zu
können, erbat sich der Vorstand
von der Versammlung zudem
das Mandat, die Gründung einer
Immobilienstiftung vorzubereiten.
Als Haupt-Stifter und Gründer
fungiert die Schulvereinigung in
Memoriam Walter Wyssling; MitStifter sind die zum Schul-Verbund
gehörenden Rudolf Steiner Schulen
(RSS) Sihlau und Winterthur sowie
die Atelierschule. Der Vorsitzende
des Trägervereins der Atelier­
schule, Christoph Ammann, hob
die Bedeutung einer solchen Stiftung als wichtige Grundlage für
die anstehende Pionierleistung
sowie deren Vorteile hervor.
Die MitgliederInnen gaben dem
Vorstand das Mandat, fiskalische
Fragen wie Gemeinnützigkeit und
Steuerbefreiung abzuklären, die
Zustimmung der Stiftungsaufsicht einzuholen sowie die organisatorischen Voraussetzungen für
die Stiftungsgründung zu schaffen. Spätestens an der ordentlichen Mitglieder­versammlung im
November 2013 wird der Vorstand
dieses Traktandum zur Abstimmung bringen.
Von den als Baukosten budgetierten CHF 35 Millionen sollen – so
die strikte Regel der beteiligten
Schulen – 50 Prozent aus Eigenkapital wie Spenden, Fundraising,
Legaten etc. finanziert werden.
Mit den vorgestellten FundraisingAktivitäten der beteiligten Schulen soll bis Ende 2016 das gesamte
Eigenkapital akquiriert werden. In
diesem Zusammenhang hatte der
Vorstand vorgeschlagen, dass alle
Schuleltern in 2014 und 2015 je
CHF 1.000 als Grundstein­spende
leisten. Dies soll nach Aussen –
vor allem gegenüber den künftigen Spendern – verdeutlichen,
dass das Bauvorhaben auch den
Eltern ein grosses, persönliches
Anliegen ist.
Nach konstruktiven Diskussionen
im Plenum wurde der Antrag umformuliert und in dieser Form mit
grosser Mehrheit angenommen:
Bis Juni 2014 werden aus dem Kreis
der Eltern und Vereinsmitglieder
CHF 400 000 generiert; Gesamtziel
bis Juni 2015 ist ein Spendenaufkommen von CHF 800 000.
Alle Eltern und Vereinsmitglieder spenden nach Kräften und
eigenem Bemessen einen individuellen Beitrag, bis dieses Ziel
erreicht ist. Natürlich ist das dringend notwendige Engagement
aller Eltern für das Fundraising
damit noch nicht erschöpft. Die
Fundraising-Gruppe um Jonas
Diethelm bietet Unterstützung
bei der Durchführung unterschiedlichster Aktivitäten an (siehe
unter www.freiraum-schaffen.ch)
Als letztes Traktandum erfolgte
die Abstimmung über die Erhöhung der Elternbeiträge. Jonathan Keller – in der Schulleitung
für die Finanzen verantwortlich –
führte an, dass der derzeitige
durchschnittliche Familienbeitrag
von CHF 1.250 deutlich unter dem
kostendeckenden Monatsbeitrag
von CHF 1.500 liegt. Daher stellte der Vorstand den Antrag, ab
dem Schuljahr 2014/2015 eine
Elternbeitragserhöhung über vier
Schuljahre vorzunehmen; diesem
wurde vom Plenum stattgegeben.
Die Monatsbeiträge werden sich
somit gestaffelt um CHF 30 pro
Monat erhöhen, so dass jede
Familie bis 2017/18 monatlich
CHF 120 zusätzlich bezahlt (für
neu eintretende Eltern gilt diese
Anpassung ab sofort). Der monatliche Mindestbeitrag wird schrittweise auf CHF 686 angehoben,
der künftige Maximalbeitrag liegt
bei CHF 2820. Ab September soll
eine bis dahin gebildete Arbeitsgruppe über eine grundsätzlich
neue Elternbeitragsordnung beraten; eine Entscheidung wird für
November 2014 erwartet. Interessenten für eine Mitwirkung in der
Arbeitsgruppe melden sich bitte bei
fsv@steinerschule-zuerich.ch oder
043-268 20 42 (Geschäftsstelle).
Abschliessend brachte Antoine Cuénod erneut die Bitte um
Unterstützung in der Vorstandsarbeit vor; dringend gesucht werden
ein(e) QuästorIn, ein(e) AktuarIn
sowie BeisitzerInnen.
Seiten 20/21
Die
Aus dem Schulleben
Fundraising-
Kampagne zeigt
Format
von Luzia Campell
Die Fundraising-Kampagne für
die Bauvorhaben der Rudolf Stei­
ner Schulen Winterthur, Sihlau,
Zürich und der Atelierschule ist
nun einen bedeutsamen Schritt
weiter: Seit Mitte Juni ist die
Website aufgeschaltet und kurz
darauf erschien die erste Aufla­
ge der Fundraising-Broschüre.
Damit wurden wichtige Grundla­
gen für den Erfolg des Fundrai­
sing geschaffen.
Der Internetauftritt und die Broschüre wurden in vielen Stunden
ehrenamtlicher Arbeit von Luzia
Campell – Schulmutter und Kommunikationsberaterin – zusammen mit den Mediensprechern
der vier beteiligten Schulen entwickelt. In allen Internet-spezifischen
Fragen unterstützte sie der Online-
und Social Media-Spezialist
Gustavo Salami, der ebenfalls
Schulvater ist. Für die Gestaltung
der Broschüre ist Karin Seidel – Leiterin der Fundraising-Geschäftsstelle und ausgebildete visuelle
Gestalterin – verantwortlich.
Auf www.freiraum-schaffen.ch
gibt es Informationen über die
Bauvorhaben, die beteiligten
Schulen und ihre Philosophie. Im
Blog wird über den Fortschritt der
Vorhaben und des Fundraising
berichtet. Es wird gezeigt, wie
alle mithelfen und unterstützen
können. Alle Fundraising-Events
sind in der Rubrik «Veranstaltungen» zu finden und können
auch online gebucht werden. Und
schliesslich kann direkt online
gespendet werden.
Die Bauvorhaben entwickeln
sich laufend weiter; deshalb
wurde die Broschüre so gestaltet, dass sie möglichst effizient
und leicht veränderbar ist. Sie
besteht aus einer Mappe sowie
mehreren Teilbroschüren und
informiert detailliert über alle
Projekte und die Hintergründe
des umfassenden Vorhabens.
Die Broschüre kann bei
der Geschäftsstelle Fundraising
bestellt werden.
info@freiraum-schaffen.ch
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Visiten und Visionen
Mit Mut
und Vision
wie einst die
Gründer‑
generation
Mit dem Entscheid des Skizzenwettbewerbs für
den Bau der neuen Atelierschule konkretisieren
sich die Pläne für eine «Schule der Zukunft».
Ein Interview mit Clea Gross
(Stellvertretende Vorsitzende der
Baukommission und Mitglied
des Beurteilungsgremiums) von
Stefanie Wolff-Heinze
Ende Mai konnte das Beur­
teilungsgremium den Sieger
des Skizzenwettbewerbs für
die geplanten Schulhäuser der
Atelierschule verkünden. Fünf
Architekturbüros waren zur Prä­
sentation eingeladen worden,
um im Rahmen eines Dia‑
logverfahrens ihre Ideen für
den geplanten Neubau an
der Plattenstrasse 50 und die
Erneuerung des benachbarten
«Brahmshauses» zu diskutieren.
Mit diesem Bauvorhaben eines
Schul- sowie eines Laborhau­
ses für den naturwissenschaft­
lichen Unterricht möchte man
dem steigenden Raumbedarf
der Atelierschule, die in den
letzten Jahren ein erfreuli­
ches Wachstum zu verzeichnen
hatte, endlich gerecht werden.
In mehreren Etappen soll dann
bis 2020 die Erneuerung und
Erweiterung der Liegenschaften
am Doppelstandort der Rudolf
Steiner Schule Zürich und der
Atelierschule erfolgen.
«Wir konnten», so das positive
Fazit der Jury, «aus einer Reihe von
Bewerbern, die für die anspruchsvollen Gegebenheiten des Ortes
sehr kreative und interessante
Lösungsansätze präsentierten,
einen Partner für unser Vorhaben
gewinnen, mit dem sich ein für
alle Interessensgruppen – Schule,
Behörden und Nachbarn – optimales Projekt realisieren lässt. »
Das vom Gremium ausgewählte
Peter Moor Architektenbüro wird
nun in enger Zusammenarbeit
mit der von der Rudolf Steiner
Schule Zürich und der Atelierschule gemeinsam eingesetzten
Baukommission in die konkrete
Planungsphase einsteigen. Im
Rahmen des Jurierungsprozesses fungierten als so genannte
« Fachpreisrichter » die Architekten David Rhiner (Schulvater an
der Rudolf Steiner Schule Winterthur) und Andreas Galli von
Galli Rudolf Architekten; letzterer
hatte bereits an der Erstellung der
Grundlagen für die vorliegende
Machbarkeitsstudie des Gesamtbauvorhabens mitgewirkt. Cornelius Bohlen von der Schulleitung
der Atelierschule, Dirk Dietz als
Schulleiter der RSS Zürich sowie
die Architektin Clea Gross als
Vertreterin der Freien Schulvereinigung übernahmen die Aufgabe
der « Sachpreisrichter ». In beratender Funktion wirkten zudem
der Architekt Hugo Wandeler
und David J. Duffy von der ECAS
(European Construction Advisory
Services) AG, die von der Ate‑
lierschule und der RSS Zürich das
Mandat als Bauherrenvertreter
erhalten hat und somit sämtliche
Planungsprozesse des Bauvorhabens begleitet.
Frau Gross, fünf Architektur­
büros haben Ihnen und den
weiteren Mitgliedern des Beur­
teilungsgremiums ihre Ideen
für die Atelierschule der
Zukunft präsentiert. Welche
Kriterien wurden für die Bewer­
tung der vorgestellten Projekte
angewandt?
Clea Gross (CG): Wir hatten einen
Katalog von acht Kriterien, mit
denen die Qualität der Vorschläge
beurteilt wurde: Hat der Bewerber
beispielsweise das Spezifische des
Ortes und der gestellten Aufgabe
erfasst? Da geht es u.a. um die
Wer ist in der Baukommission?
Die Baukommission begleitet
und entscheidet im Auftrag der
Atelierschule, der RSS Zürich
und des Vorstandes der Freien
Schulvereinigung in Memoriam
Walter Wyssling die Planung
und Umsetzung des Bauvorhabens «Doppelstandort». Zu den
Mitgliedern zählen: Reinhard
Giger (Experte für Entwicklung von Immobilienprojekten / Vorsitzender), Clea Gross (Architektin ETH / stellvertretende
Vorsitzende), Cornelius Bohlen
und Dirk Dietz (Schulleitung Atelierschule bzw. RSS Zürich) sowie
Christoph Ammann (Vorsitzender des Trägervereins der Atelierschule). In beratender Funktion
sind Thomas Eder (Haustechnik
RSS und Atelierschule) und Hugo
Wandeler (Architekt) tätig.
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Visiten und Visionen
Einhaltung von Bauvorschriften,
um städtebauliche Aspekte oder
auch um die Berücksichtigung
von Interessen der Denkmalpflege und der Nachbarn. Ist der
Vorschlag gestalterisch innovativ
und auch funktional? Lässt sich
die Skizze zum konkreten Bauplan
weiterentwickeln und finanziell
realisieren? Und letztlich auch die
wichtige Frage: Traut man dem
jeweiligen Team zu, das vorgestellte Konzept effizient umzusetzen
und mit der Bauherrschaft konstruktiv zusammenzuarbeiten?
Womit konnte Sie das Archi­
tekturbüro Peter Moor beson­
ders überzeugen?
CG: Das Konzept dieses Teams
bietet viele Pluspunkte: Zum
einen die realistische Bewilligungsfähigkeit, die Gestaltung
zweier unterschiedlicher Aussenräume und die geschickte Anordnung der Unterrichtsräume. Diese
Lösung ist also gestalterisch sehr
überzeugend. Aus unserer Sicht
wird sich auf dieser Basis ein
konstruktiver Konsens mit den
Behörden erarbeiten lassen. Das
ist eine wichtige Voraussetzung,
um die Planungs- und Bauphase
in punkto Zeit und Kosten effizient durchziehen zu können. Zum
anderen hat Peter Moor bei seinem
Vorschlag auch die besonderen
Anforderungen der Plattenstrasse
52 sehr gut berücksichtigt: Denn
das Brahmshaus wird unter Denkmalschutz gestellt. Sein Vorschlag
zielt darauf ab, die Sanierung
ohne eine aufwändige Auskernung des Gebäudes durchführen
zu können. Auf grosse Zustimmung im Gremium stiessen auch
seine Ideen, die beiden neuen
Liegenschaften unterirdisch über
ein gemeinsames Untergeschoss
zu verbinden und bei der Planung
der Mensa auf kreative Weise den
Strassenraum mit einzubeziehen.
Wie lange wird es nach dem
Entscheid für diesen Planungs­
vorschlag dauern, bis die Ateli­
erschülerInnen die neuen Räu­
me beziehen können?
CG: Zunächst einmal müssen die
jetzt vorliegenden Ideen-Skizzen
der beiden Liegenschaften als
Vorprojekt in der gemeinsamen
Diskussion mit der Baukommission konkretisiert werden.
Danach folgen die Erstellung
des Bauprojekts und der Antrag
auf Baubewilligung. In die Realisierung können wir jedoch erst
dann gehen, wenn die Finanzierung gesichert ist. Das heisst:
Wenn wir 50 Prozent von den
jeweiligen Baukosten als Eigenkapital vorweisen können. Ist diese
Voraussetzung erfüllt, kann man
mit einer Planungs- und Bauzeit
von ca. 2,5 Jahren rechnen. Die
Zeitspanne wird letztlich auch
dadurch bestimmt sein, ob wir die
beiden Häuser zeitlich gestaffelt
oder parallel bauen.
Das Bauen in zwei Etappen ver­
längert die Bauzeit. Aber hat es
aus Ihrer Sicht auch Vorteile?
CG: Sicherlich verringert diese
Vorgehensweise den Zeitdruck,
mit dem wir die finanziellen Mittel
über das Fundraising organisieren
müssen. Mit einem Teilbetrag der
Gesamtsumme könnten wir beispielsweise zügig mit dem Neubau Plattenstrasse 50 beginnen
und währenddessen den anderen
Teilbetrag für die naturwissenschaftlichen Unterrichtsräume
im künftigen «Laborhaus» in der
Plattenstrasse 52 akquirieren.
Zum anderen benötigt die Atelierschule keine Provisorien, wenn die
beiden Häuser gestaffelt gebaut
werden und eine Liegenschaft zur
Nutzung zur Verfügung steht. Das
spart beträchtliches Geld, denn für
räumliche Übergangslösungen
müssen die Schulen stets zusätzliche Kosten aufbringen. Zudem
kommt es so zu einer frühzeitigen
Entlastung der Schulgebäude für
die Rudolf Steiner Schule auf der
anderen Strassenseite.
Neben diesen beiden Liegen­
schaften und der Plattenstrasse 77, die gerade als «Atelier­
haus» gesamterneuert wird,
sind noch weitere Vorhaben in
der Planungs-Pipeline …
CG: Richtig, das Gesamtkonzept
umfasst zudem einen Ersatz für
den stark renovationsbedürftigen
Altbau an der Plattenstrasse 37,
die Erneuerung des Hauses 33
sowie den Neubau des Kindergartens und zweier unterirdi-
Die Bauvorhaben im Überblick:
Parallel zur Planung des neuen
Standortes der Atelierschule an
der Plattenstrasse 50/52 und
dem Umbau des so genannten
Atelierhauses (Plattenstrasse 77)
stehen zunächst die energetische
Sanierung und Modernisierung
der Liegenschaften Plattenstrasse 37 a und 39 an. Bis 2020 sollen
dann der Altbau Plattenstrasse 37
ersetzt werden (mit Klassenzimmern und Gruppenräumen für die
Rudolf Steiner Schule), die Plattenstrasse 33 als «Kinderhaus»
in neuem Glanz erstrahlen (u.a.
mit Kinderkrippe, Kindergarten
und Hort sowie mit einem Saal
für Eurythmie und Musik) sowie
zwei unterirdische Turnhallen
und ein Kindergarten entstehen.
Insgesamt rechnet man aktuell
mit einem Gesamtbauvolumen
von 35 Millionen Franken, die
der Doppelstandort kosten wird.
« Es ist ein riesiges Projekt, das die
beiden Schulen stemmen wollen
und müssen », gibt Clea Gross
unumwunden zu. « Aber mit der
avisierten Etappierung werden
wir unseren Grundsatz, immer
nur diejenigen Vorhaben zu realisieren, die wir finanziell, organisatorisch und personell für machbar
halten, in die Tat umsetzen und
somit für Planungssicherheit sorgen können », ist die Architektin
überzeugt.
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Visiten und Visionen
scher Turnhallen. All diese Vorhaben sind wie an einer Perlenschnur aufgereiht und werden
als Teilprojekte realisiert, sobald
deren Finanzierung gesichert ist.
Diese Planung ermöglicht eine
Art Rochade: Ist ein Haus fertig, kann es als Provisorium für
andere Baustellen dienen. Unsere
Bauherrenvertreter ECAS prüfen
derzeit, welche Staffelung unter
finanziellen und betrieblichen
Aspekten am sinnvollsten ist, so
dass man möglichst ohne externe
Provisorien auskommt und der
laufende Schulbetrieb gewährleistet werden kann.
Es gibt kritische Stimmen, die das
Bauprojekt in seinem Umfang
für zu ambitioniert halten.
CG: Die Herausforderung ist in
der Tat gross. Aber aus meiner
Sicht können wir sie bewältigen,
wenn viele Menschen inner- und
ausserhalb der Schule diese Vision
von einer Schule der Zukunft
zu einer gemeinsamen Vision
machen. So haben wir beispielsweise mittlerweile einen guten
Draht zum Stadtrat aufgebaut,
und die Fundraising-Kampagne
spricht erfolgreich auch viele Menschen ausserhalb der Schule an.
Und man darf nicht vergessen: Es
gibt keine Alternative zu diesem
Bauvorhaben. Die Feuerpolizei
macht seit Jahren Druck; es gibt
vom Elektrizitätswerk Vorgaben,
die wir eigentlich umsetzen müssten, und wir haben unverhältnismässig hohe Energiekosten wegen
der veralteten Bausubstanz.
Ein «Weiter so wie gehabt» ist
also ausgeschlossen?
CG: Es gab die Generation der
Gründer, die Generation der Nutzer und jetzt die Generation, die
die anstehenden Aufgaben wieder mit demselben Mut anpacken
muss wie einst die Gründergeneration – und damit den künftigen Generationen neue Chancen
eröffnet. Die Schule hat über
Jahrzehnte hinweg den Eltern
nicht kostendeckende Beiträge
ermöglicht, indem sie die Erträge aus ihren Liegenschaften zur
Finanzierung des Schulbetriebs
abgeschöpft hat; somit konnte
jedoch kaum etwas für die
Werterhaltung der Liegenschaften getan werden. Zudem haben
auch die Lehrer auf einen Teil
ihres Gehalts verzichtet. Aber
diese Art der Schulfinanzierung
geht zu sehr auf Kosten unserer
Pädagogen und zu Lasten des
Liegenschaften-Vermögens.
Wie kann man in Zukunft solche
Versäumnisse vermeiden?
CG: Wir werden aus den zukünftig
kostendeckenden Miet­einnahmen
einen Renovationsfonds gründen
und somit nachhaltig die Erhaltung der Bausubstanz finanzieren.
Zudem gibt es den Plan, alle
Immobilien der beiden Schulen
in eine zu gründende Stiftung
zu überführen und somit die
Geldströme klarer zu strukturieren: Die Stiftung würde die
Räume der Liegenschaften an
die Schulen vermieten und für
den professionellen Unterhalt
der Immobilien sorgen. Wir versprechen uns davon eine grössere
Akzeptanz bei der Akquisition von
Spenden aus anderen Stiftungen.
Zudem könnte sich die Gründung
einer Stiftung auch positiv auf
die Bewertung der Liegenschaften
bei der Finanzierung der Fremdmittel auswirken.
Wir haben von der immensen
Herausforderung gesprochen;
welche Hoffnungen verbinden
Sie mit dem Bauvorhaben des
Doppelstandortes?
CG: Dieses Projekt ist generatio‑
nenübergreifend eine riesige
Chance für die beiden Schulen:
Sie wird zeitgemässer und
selbstbewusster auftreten und
somit erheblich an Attraktivität gewinnen. In den neuen, gut
ausgestatteten Räumen wird
sich auch der hohe pädagogische Anspruch unserer Schulen
noch viel besser umsetzen lassen.
Der Doppelstandort bietet eine
Fülle von Möglichkeiten des
gemeinsamen Lernens und wird
für alle Kinder und Jugendlichen vom Krippenalter bis zur
Matur ein Ort der Geborgenheit
und der Freude am Lernen und
Wachsen sein.
Copyright Skizzen: Peter Moor Architekten ETH/SIA Zürich
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Neubau
Rund um die Welt
der
Rudolf Steiner
lionen finanziert. Der Grossteil
der Mittel kam aus dem unmittelbaren Umfeld der Schule
(Eltern, Freunde, Familien) und von
– der Steiner-Pädagogik nahestehenden – Stiftungen, Banken und
Pensionskassen. Das Schulgeld
musste nicht angehoben werden; jedoch gab es geringfügige
Erhöhungen der Schülerzahlen in
einigen Klassen.
Schule Lausanne
Bilder und weiterführende
Informationen finden Sie unter:
www.ecolepourdemain.ch
www.ecolesteiner-lausanne.ch
Facebook: ecolepourdemain
www.localarchitecture.ch
Die Rudolf Steiner Schule Lau­
sanne (RSSL) besteht seit nun­
mehr dreissig Jahren. Sie bietet
das komplette Schulprogramm
an (Klassen 1-12) und verfügt
ferner über drei Kindergärten
und zwei Kinderkrippen für
2,5 ‑ bis 4-Jährige. 300 Schü­
ler aus 200 Familien besuchen
derzeit die Schule, das Lehrer­
kollegium zählt ca. 60 Mit­
glieder (40 Pensen). Auf dem
Gelände der RSSL findet auch
die Ausbildung der zukünftigen
Lehrer der Waldorfpädagogik für
die Westschweiz statt (FAPS).
In der Region arbeitet die RSSL
mit den Schwesterschulen in
Genf und Yverdon zusammen.
Die Schule liegt im Westen
von Lausanne inmitten des
idyllischen «domaine de bois
genoud», in enger Nachbarschaft
mit einem Demeter-Bauernhof,
einem Restaurant sowie einem
Konferenzzentrum, woraus
sich zahlreiche Synergieeffekte
ergeben.
Das Neubauprojekt
Das Projekt für einen Schulneubau wurde während zehn
Jahren geplant. Gemäss eines
Masterplans in vier bis fünf
Etappen – entworfen vom Architekturbüro Localarchitecture
(www.localarchitecture.ch) –
sieht dieses Projekt die sukzessive Erneuerung des Immobilienbestands vor, der aus provisorisch errichteten Pavillons
besteht. Die Neubauten sind
als ökologisch und ökonomisch
nachhaltige Gebäude geplant,
die sich vollkommen in die park‑
ähnliche Landschaft einfügen.
Jeder einzelne der vier bis fünf
Bauabschnitte ist in sich selbst
autonom und kann vollkommen
unabhängig von den Folgeabschnitten bestehen.
Der Bauprozess
Der erste Bauabschnitt wurde
im Dezember 2011 begonnen
und bereits im September 2012
eingeweiht. Es handelt sich
um ein dreistöckiges Gebäude mit sechs Klassenzimmern,
drei Spezialräumen (Eurythmie,
Naturwissenschaften, Musik)
und drei Gruppenarbeitsräumen. Das Gebäude besteht fast
ausschliesslich aus Schweizer
Holz und der Betonanteil ist
minimal – daher auch die kurze Bauzeit. Energietechnisch ist
das Gebäude fast vollkommen
autonom. Energie und Wärme
werden von Solarzellen produziert. In guter Steiner-Tradition
wurden die Eltern durch freiwillige Arbeiten (insbesondere beim
Innenanstrich) am Bau beteiligt,
was Einsparungen in Höhe von
über CHF 100.000 ermöglichte.
Die Stimmung während des
gesamten, sehr kurzen Bauprozesses war euphorisch und solidarisch; das Endergebnis stiess
auf allgemeine Begeisterung.
Das neue Gebäude ist voll funktionsfähig und wird von allen
Beteiligten gerne genutzt. Das
einzige Problem ist eine gewisse
Überakkustik in manchen Räumen, aber an dessen Beseitigung
wird fleissig gearbeitet.
Finanzierung und Fundraising
Das Gesamtvolumen von CHF 4,3
Millionen wurde durch Eigenmittel (CHF 300.000), Spenden
(CHF 900.000), die Begebung
einer Obligation (eine Million
auf fünf Jahre und zwei Prozent
Zins) und durch Hypothekendarlehen in Höhe von CHF 2,1 Mil-
Ausblick
Das Neubauprojekt war für alle
Beteiligten ein grossartiges
Abenteuer, das nun erst einmal
verdaut werden will. Weitere
(kleinere) Bauabschnitte sind
geplant, können aber aufgrund
der komplexen Lage hinsichtlich Bauordnung und Zonenplan
nicht sofort in Angriff genommen werden. Wir haben oft
Gäste und freuen uns stets über
Interesse an unserem Projekt.
Gerne zeigen wir es Ihnen live
vor Ort – kommen Sie einfach zu
einem Besuch vorbei.
Mit herzlichen Grüssen
aus Lausanne
Andreas Krämer (Schatzmeister,
im Namen des Schulvorstands)
ereichbar unter:
creme007@bluewin.ch
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Aussen & Innen
Anna Iduna
Zehnder –
eine Aargauer
Künstlerin in
Ascona
Das Aargauer Kunsthaus richtet
regelmässig monografische Ausstellungen aus, die wichtigen
Aargauer KünstlerInnen gewidmet sind. Anna Iduna Zehnder
(1877 - 1955) besuchte das Lehrerinnenseminar in Aarau, absolvierte die Matura in Zürich und
schloss im Alter von 36 Jahren
als eine von wenigen Frauen ihr
Medizinstudium ab. Bald darauf
folgte sie ihrem innigen Wunsch,
Malerin zu werden, und zog
mit ihrer Lebensgefährtin nach
Ascona. Als der einzige Arzt von
Ascona schwer erkrankte, übernahm Anna Iduna Zehnder seine
Praxis. Durch die Ausübung ihres
Berufs und die lokale Nähe zum
Monte Verità kam sie in Kontakt
mit Vertretern der europäischen
Avantgarde: So auch mit dem
bekannten rumänischen Künstler Arthur Segal, der sie dann in
Malerei unterrichtete. Mit der
russischen Malerin Marianne
von Werefkin verband sie eine
enge Freundschaft. Das Aargauer
Kunsthaus zeigt einen Überblick
über das Schaffen von Anna
Iduna Zehnder.
Quelle: Jahresprogramm Aargauer Kunsthaus,
Aarau (abgedruckt mit freundlicher Genehmigung Aargauer Kunsthaus: Dr. Thomas
Schmutz und Yasmin Afschar)
Anna Iduna Zehnder ist 1923
persönlich Rudolf Steiner begegnet und war seither mit der
Anthroposophie eng verbunden.
Durch verschiedene persönliche
Verbindungen hatte sie eine gute
Beziehung zur Rudolf Steiner
Nachlassverwaltung in Dornach
sowie zu den Rudolf Steiner
Schulen Bern und Zürich, welche sie damals auch finanziell
unterstützte. Ihr künstlerischer
und schriftlicher Nachlass ist im
Besitz dieser drei Institutionen.
Es ist eine grosse Freude, dass
das Aargauer Kunsthaus eine
umfassende Ausstellung ihres
malerischen Werkes zeigt, der
man mit Spannung entgegensehen kann.
Von Markus Rohner (Betreuer des künstlerischen Nachlasses von Anna Iduna Zehnder im
Auftrage der Erben)
Ausstellung «Iduna Zehnder – eine
Aargauer Künstlerin in Ascona»:
Aargauer Kunsthaus,
Aargauerplatz, 5001 Aarau
Ausstellungszeitraum:
07. 09. bis 17.11. 2013;
Vernissage am 06.09.2013, 18.00 Uhr
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag
10.00 – 17.00 Uhr,
Donnerstag
10.00 – 20.00 Uhr
http://www.aargauerkunsthaus.ch
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Feste & Anlässe
Einladung zum
Jubiläums- &
Alumnifest
Klassenübergreifendes
Zirkusprojekt
an der
am 20. / 21. September 2013
RSS Zürich
an der Plattenstrasse
Die Atelierschule Zürich und
die Rudolf Steiner Schulen
Sihlau, Winterthur und Zürich
laden anlässlich der Feierlich­
keiten zum zehnjährigen Jubi­
läum der Atelierschule am 20.
und 21. September 2013 alle
ehemaligen Schülerinnen &
Schüler, Eltern, Kolleginnen &
Kollegen sowie Freunde der
vier Schulen herzlich zu einem
stimmungsvollen Fest ein.
20. September 2013:
11.00 Uhr Festakt zum Jubiläum
der Atelierschule mit SchülerInnen und Ehrengästen
Ab 15.00 Uhr Gelegenheit für
Klassentreffen
Ab 19.00 Uhr Alumnifest:
Konzert Popchor & Bigband,
Festansprachen, Ball mit TanzOrchester, Kammermusik-Konzert, Jazz-Lounge, Folk-Night &
diverse Band-Sets mit Ehemaligen; Gründung des neuen Alumni-Netzwerks und Informationen
zum Bauprojekt und Fundraising.
21. September 2013:
Workshop zum Auftakt des
Alumni-Netzwerks der vier
Schulen. Nostalgie-Ateliers (BG,
Musik-Tanz-Theater) und Chor
für ehemalige SchülerInnen.
Hereinspaziert, hereinspaziert
...fröhlich, bunt, geheimnisvoll,
leise und zauberhaft wollen wir
unsere kommende Projektwoche
vom 23 . bis zum 28 . Septem­
ber 2013 im neuen Schuljahr
eröffnen!
Der Zirkus wird unser Thema
sein. Diesmal wird die Woche von
allen Klassen (1 bis 9) mitgestaltet, um ein gemeinsames und
klassenübergreifendes Kunstwerk zu schaffen. Bei dieser
Arbeit werden wir professionell von einem Team des Circus
Balloni unter der Leitung von
Guido Paffrath unterstützt.
Die SchülerInnen werden verschiedenen Gruppen zugeteilt,
um gemeinsam mit ihren BetreuerInnen eine schöne, lustige
und lehrreiche Woche zu verbringen. Der krönende Abschluss
werden dann die Zirkusvorstellungen am Freitagnachmittag
und - abend des 27. September
sowie am Samstagmorgen des
28. September sein!
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LesenHörenSehenswert
WHAT MOVES YOU –
ein Dokumentarfilm von
Christian Labhart
Mit einem Jugend-EurythmieProjekt, gedacht für Jugendli­
che zwischen 17 und 23 Jah­
ren aus aller Welt, sollte ein
Umfeld geschaffen werden,
in dem die relativ unbekannte
Bewegungskunst Eurythmie ihr
volles Potential entfalten und
sich präsentieren kann. Ausser­
halb des schulischen Umfelds
gab es bislang – insbesondere
für Jugendliche – kaum Ange­
bote an eurythmischen Kursen
oder Bühnenprojekten.
dienzusammenhänge geboten
werden. Zweitens sollten möglichst vielfältige Begegnungen
ermöglicht und viele Felder
der Zusammenarbeit geschaffen werden, wo sie sonst nicht
oder kaum vorhanden sind
(womit auch die Mitarbeiter
und Verantwortlichen gemeint
waren). Und drittens sollte der
Blick für das prozesshafte Arbeiten geschärft werden. Diese
Prozesse sollten nachvollziehbar
und mitgestaltbar sein.
Neue Wege zu gehen, war von
Beginn an ein Anliegen des Projekts WHAT MOVES YOU. Drei
wesentliche Säulen gehören zu
diesem Anliegen: Erstens sollte
unter dem Motto «Neues Feuer
entzünden» jungen, engagierten Menschen eine reizvolle
eurythmische Herausforderung
ausserhalb der Schul- und Stu-
Aus diesem dritten Anliegen
entwickelte sich dann auch der
Doku-Film – quasi als Komponente, um diese Prozesse später
auch erstmals für ein grosses
Publikum sichtbar zu machen.
Höhepunkt der Arbeitswochen
waren die Aufführungen der
weltbekannten fünften Symphonie von Ludwig van Beethoven
und des Werks «Fratres» von Arvo
Pärt in Zusammenarbeit mit dem
Jugend-Orchester der GnessinVirtuosen aus Moskau unter der
Leitung von Mikhail Khokhlov.
WHAT MOVES YOU zeigt die
Entwicklung eines künstlerischen Prozesses während mehrerer Wochen im Stile bekannter
Education-Projekte wie «Rhythm
is it!». Wir erleben Sternstunden
und Rückschläge, Hoffnungen
und Enttäuschungen auf dem
Weg zur Aufführung am Ende
einer intensiven, gemeinsamen
Zeit. Entstanden ist eine einfühlsame Dokumentation, die
erstmals einen ausführlichen
Blick hinter die Kulissen einer
Bewegungskunst wirft, die nur
selten in das Rampenlicht tritt.
Ein Film, der alles in Bewegung
bringt und neue, spannende Perspektiven eröffnet.
WHAT MOVES YOU –
Jetzt kommt alles in Bewegung.
Regie: Christian Labhart;
Dokumentation, CH/D 2013;
Farbe / 82 Minuten
Premiere mit Gästen und Diskussion:
Sonntag, 8 . September,
um 11.30 Uhr im Kino Arthouse Alba
in Zürich. Der Kinostart in Zürich findet am
12. September im Kino Arthouse statt.
Website: www.whatmovesyou-film.com
Seiten 36/37
LesenHörenSehenswert
Ein
freundlich
und warm
fliessender Gesang
von François Thurneysen
Peter Appenzeller hat in seinem
langen musikalischen Leben
Vieles und Verschiedenartiges
komponiert. Oft waren pädagogische Anliegen die Quelle und
Ursache seiner Kompositionen.
Nun liegt eine CD * vor, auf der
Peter Appenzeller A-cappellaGesänge mit dem Vokalensemble
Cantaurora aufgenommen hat.
Es sind Vertonungen von Gedichten und Texten – die Mehrheit in
Romanisch, einzelne auf Deutsch,
Französisch und Italienisch. Die
romanischen Gedichte stammen mit einer Ausnahme (Gion
Luregn Derungs) von Alfons
Clalüna (eines davon in Co-Autorenschaft mit Theo Candinas).
Clalüna hat auch einige Gedichte
von Eduard Mörike, Rainer Maria
Rilke und Christian Morgenstern
ins Romanische übersetzt – und
so werden sie auch gesungen.
Weitere Texte stammen von
Joseph von Eichendorff, Franz
von Assisi, Charles d’Orléans und
Chrestien de Troyes.
Peter Appenzeller gestaltet einen
warmen und berührenden Chorklang. Er meidet weitgehend
Leittöne und abschliessende
Kadenzierungen. Seine Musik ist
nicht grundtonfixiert, vielmehr
sehr modal geprägt – oftmals
durchzieht ein pentatonischer
Duktus seine Musik, gelegentlich klingen lydische Quarten und
dorische Sexten auf. Die Musik
erhält eine freundliche und lichte
Frische. Sie bewegt sich, die
einzelnen Stimmen ineinander
webend, in einem immerwährenden Fluss. Der Chor wird dieser
Musik mit seinem transparenten,
leuchtenden und klaren Gesang
in wunderbarer Weise gerecht.
Das Ensemble hat sämtliche Lieder an einem einzigen Wochenende aufgenommen. Es sind
ausnahmslos Mitschnitte ohne
Korrekturen. Das ist eine grossartige Leistung!
Drei Beiträge sollen beispielhaft aus der Fülle der aufgenommenen Lieder kurz gesondert betrachtet werden: Eines
der bekanntesten Gedichte von
Rainer Maria Rilke ist sein «Herbst».
Hier wird es in einer rätoromanischen Übersetzung gesungen.
Peter Appenzeller zeichnet, vielmehr malt die schöne, vertrauensvolle Stimmung angesichts
des Todes, wie sie das Gedicht
darstellt, wunderbar nach. Seine
Vertonung hat nichts Schwermütiges, meidet alles Depressive.
Sie kommt leicht, gelassen, fast
frohgemut daher und setzt musikalisch genau das um, was angesichts des «einen, welcher dieses
Fallen unendlich sanft in seinen
Händen hält» in Rilkes Text zum
Ausdruck kommt. Das längste
Lied ist die Vertonung des
« Sonnengesangs » von Franz von
Assisi in italienischer Sprache.
Diesem demütigen, aber doch
auch heiteren Text verleiht Peter
Appenzeller eine bewegte, nach
vorn gerichtete und manchmal geradezu drängende, aber
gleichwohl freundliche und farbige Musik. Man ahnt dadurch,
welche Entschlossenheit und
Ich-Stärke Franz von Assisi zu
seinem Gott und der Natur hingebenden Leben bewegt haben.
Die CD klingt aus mit einem
Glockengeläut, von menschlichen Stimmen erzeugt. Dieses
gewinnt so eine Belebtheit und
Frische und verliert die metallene Herbheit, wie man sie von
mit realen Glocken erzeugtem
Glockenspiel kennt – und bleibt
doch ein weiches, wärmendes
«Glockenspiel». So habe ich das
noch nie gehört.
* Lieder von Peter Appenzeller, gesungen
vom Vokalensemble Cantaurora in
romanischer, italienischer, deutscher
und französischer Sprache. Die CD kann
bezogen werden bei Sandra Joos,
Nordstrasse 171, 8037 Zürich.
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LesenHörenSehenswert
Erinnern
die
für
Zukunft
von Willi Braun,
Oberstufenlehrer
an der Waldorfschule Graz
Im Titel der Autobiografie von
Johannes Lenz sind bereits zwei
wesentliche Inhalte angedeutet:
Der ehemalige Priester und Oberlenker der Christengemeinschaft
blickt auf sein ereignisreiches
Leben zurück. Dieses Erinnern
ist für ihn jedoch nicht nur ein
Nachempfinden des Erlebten und
Erlittenen. Es ist stets auch ein in
die Zukunft gerichtetes Denken
und Hoffen.
Sehr deutlich wird dies bei der
Beschreibung der viereinhalb
Jahre währenden Kriegsgefangenschaft, der er ein Viertel des
Buches widmet. Überhaupt nehmen die ersten 22 Jahre seines
langen, mittlerweile über achtzigjährigen Lebens mehr als die
Hälfte des Textes ein. Daran mag
man schon erkennen, wem in
erster Linie die Erinnerung gewidmet ist. Johannes Lenz spricht es
in der Einführung an: « ... meinen
Kindern, …den vielen jungen Menschen sei sie zugedacht. Sie werden die Zukunft gestalten müssen
und somit das Erbe der Vergangenheit weiter verwandeln.»
Lenz schreibt lebendig und
zugleich nachdenklich. Die Schilderung seines Lebens ist eingebettet in unterschiedliche Stationen und soziale Beziehungen:
Sei es in die Familie, in die
Freundschaften während der
Schulzeit, in die Zeit des 2. Weltkrieges als Luftwaffenhelfer an
den Flugabwehrgeschützen und
als Soldat, der eine lange, entbehrungsreiche Zeit der Kriegsgefangenschaft in sowjetischen
Lagern erdulden musste. Den Tod
seiner zwei Schwestern während
des fürchterlichen Bombenangriffs auf Dresden in der Nacht
vom 12. auf den 13. Februar 1945
sowie den Hungertod seines
noch jungen Vaters auf dem
Rücktransport aus einem sibirischen Lager – diese Tragik in
seinen Erzählungen mitzuerleben, erschüttert den Leser
zutiefst, denn die Bilder von
damals entfalten noch heute eine große Wirkung. Dass
Johannes Lenz seine Lebens­
ereignisse als erlebte Zeit­
geschichte ohne Verzweiflung,
Hoffnungslosigkeit oder Hass zu
erzählen vermag, ist gewiss Frucht
der darauf folgenden Jahrzehnte.
Lenz wurde Priester der Christengemeinschaft. Die damit verbundenen vielfältigen Aufgaben
in Europa (unter anderem als
Lenker in der Schweiz) und Südamerika brachten ihn mit vielen
Menschen zusammen. Darunter
sind einige, die wir alle kennen,
wie zum Beispiel Michael Ende
und Margareta Morgenstern, die
Witwe von Christian Morgenstern. Diesem langen Lebensabschnitt ist der zweite Teil des
Buches gewidmet.
Ich habe das Buch mehrmals
gelesen und kann es – besonders
aufgrund der beeindruckenden
Beschreibung seiner jungen Jahre
– nur weiterempfehlen.
Johannes Lenz:
«Erinnern für die Zukunft –
eine Autobiografie»
Verlag Urachhaus Stuttgart,
2. Auflage 2003; 320 Seiten
MUSIZIEREN BEGEISTERT
Zürich, im Juni 2013
VERANSTALTUNGEN UND ZWEIGARBEIT
20. August – 1. Oktober 2013
Falls nicht anders vermerkt, finden die Veranstaltungen jeweils um 19:30 Uhr im Englert-Saal der Rudolf SteinerSchule, Plattenstrasse 37, 8032 Zürich, statt. Auch Nicht-Mitglieder sind willkommen.
Dienstag, 20. August
Dienstag, 27. August
Montag,
2. September
20:00 Uhr
Dienstag, 3. September
Urs Allemann und Marlies Nussbaum, Natur und Kunst,
J. W. Goethe und W. A. Mozart
Studienarbeit an GA 178, Individuelle Geistwesen und ihr Wirken in der Seele
des Menschen
im Michael-Zweig
im Pestalozzi-Zweig
Jörg-Johannes Jäger, Hamburg, Das Tao im Werdegang
der Menschheit und als Botschaft für unsere Gegenwart
und Zukunft, zur Megalithkultur
Dienstag, 10. September Vortrag Andreas Neider, Der Mensch zwischen Spiritualität und Medienwelt
l Einzel-
& Gruppenunterricht für Kinder
und Erwachsene
l Orchesterprojekte
l Kammermusikwochen für Kinder,
Jugendliche und
Erwachsene
l Musikseminare
Auf Grundlage
der Anregungen
und Hinweise
Rudolf Steiners.
FREIE MUSIKSCHULE ZÜRICH
Sekretariat: Im Moos 21, 8902 Urdorf
Tel. & Fax 044 362 86 58
info@freiemusikschulezuerich.ch
www.freiemusikschulezuerich.ch
Blockflöte
Querflöte
Klarinette
Trompete
Saxofon
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Violine
Violoncello
Klavier
Kammermusik
Gesang
Improvisation
Musiktherapie
Das Anthroposophische Buch in Zürich
Dienstag, 17. September Studienarbeit an GA 178, Individuelle Geistwesen und ihr Wirken
in der Seele des Menschen
Dienstag, 24. September Studienarbeit an GA 178, Individuelle Geistwesen und ihr Wirken
in der Seele des Menschen
Sonntag, 29. September Michaelifeier
Gemeinsame Veranstaltung mit dem Michael-Zweig Zürich
16:30 Uhr
Im Saal der Rudolf Steiner Schule Zürich, Plattenstrasse 37, 8032 Zürich
Dienstag, 1. Oktober
Studienarbeit an GA 178, Individuelle Geistwesen und ihr Wirken in der Seele
des Menschen
Auskunft künstlerische Kurse und Bibliothek: Ursula Kühne, Tel. 044 950 41 35
Seminar mit Karen Swassjan zu „Mitteleuropa zwischen Ost und West" von R. Steiner (GA 174a)
Donnerstags, 22. + 29. August, 12. + 19. September, jeweils um 20:00 Uhr,
in den Räumen des Michael-Zweigs, Lavaterstrasse 97, 8002 Zürich
Auskunft bei Bruno Gloor, Tel. 044 391 72 17
Für den Zweigvorstand Andreas Kühne
Bücher und mehr...
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St. Peterhofstatt 10 8001 Zürich
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Impressum
Insertions-Bestimmungen
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264 × 170mm
1/1 Seite s/w
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280.–
124 × 170mm
1/2 Seite quer s/w
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150.–
124 × 81 m
m
1/3 Seite quer s/w
CHF
110.–
124 × 53 mm
1/4 Seite quer s/w
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124 × 40 mm
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60 × 83 mm
Die nächsten
Mitteilungen
erscheinen im
Herbst 2013
Beratung / Kontakt / Lieferadresse der Druckunterlagen:
Daniela Grieder Müri E-Mail daniela.grieder@bluewin.ch
Uetlibergstrasse 185, 8045 Zürich, Tel. 079 222 09 37
Impressum
Mitteilungen
der Rudolf Steiner Schule Zürich
Heft 201, Sommer 2013
Auflage: 2.000 Exemplare
D r. C h r i s t o p h Ze l l e r m i t Ä r z t e t e a m
Dorfstrasse 43 · 8630 Rüti · 055 555 05 05
Allgemeine Medizin Innere Medizin Pädiatrie
Gynäkologie Dermatologie Chirurgie Psychatrie
Mo -Fr.
Samstag
Sonntag
7 bis 22 Uhr
8 bis 18 Uhr
10 bis 16 Uhr
Walk in
Walk in
8 bis 20 Uhr
8 bis 18 Uhr
Herausgeber
Rudolf Steiner Schule Zürich &
Freie Schulvereinigung in Memoriam
Walter Wyssling
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Telefon 043 268 20 40
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Redaktion
Dirk Dietz (verantwortlich)
Luzia Campell
Stefanie Wolff-Heinze
Weitere Autoren dieser Ausgabe:
Cornelius Bohlen
Willi Braun
Christine Furrer
Joy Gerber
Andreas Krämer
Markus Rohner
François Thurneysen
Regula Wyssling
Lektorat
Stefanie Wolff-Heinze
Fotos
Aargauer Kunsthaus
Christine Carigiet
Dirk Dietz
Bob Gramsma
Andreas Krämer
Peter Moor Architekten
Markus Rohner
Layout und Gestaltung
dd com AG
Daniel Müri
Julian Stauffer
Inserate
Daniela Grieder Müri
daniela.grieder@bluewin.ch
Druck
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Leserbriefe an
RSS Zürich
Mitteilungen
Plattenstrasse 37, 8032 Zürich
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Freiestrasse 50, Tel. 044 268 88 22, 8032 Zürich
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Seele and Geist
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