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KUGelschreiber - January 2010 (pdf) - Universität für Musik und

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MAGAZIN DER KUNSTUNIVERSITÄT GRAZ Jänner 10 - #05
03 strukturinnovation
in der kug-verwaltung
05 wie dick muss die
matratze sein?
martin woldan
06 tanzthe aterworkshop
mit johann kresnik
2 eDitorial
3 strukturinnovation in der kug-verwaltung
5 wie dick muss die matratze sein? martin woldan
6 tanztheaterworkshop mit johann kresnik
Lectures: Die Lange Nacht der Forschung
7 MUMUTH
am 7. November im György-Ligeti-Saal
9 frauen voran! europa - ein modell?
10 first call for erasmus
11 1. gesundheitstag an der kug im mumuth
veranstaltungsabteilungi 12
15 jahre mica - music austriai 13
neu an der kugi 13
preise, auszeichnungen und engagementsi 14
wichtiges in kürzei 15
impressumi 15
EDITORIAL
Liebe Leserinnen und Leser!
D
er KUGelschreiber hat sein einjähriges Bestehen zu feiern und geht mit der fünften Ausgabe
ins Jahr 2010.
Ebenfalls seit einem Jahr im Amt ist die Universitätdirektorin Mag.a Astrid Wedenig, die in dieser
Ausgabe Prozess und Ergebnis ihrer ersten großen Aufgabe an der KUG, nämlich der Strukturinnovation in der Verwaltung, präsentiert.
Der György-Ligeti-Saal im MUMUTH war am 7. November Schauplatz der Langen Nacht der Forschung, bei der sich die wissenschaftlichen Fachbereiche der KUG eindrucksvoll zeigten. Am 30.
Jänner erlebt der gleiche Raum seine Premiere in der Nutzung als klassischer Opern-Raum, wenn
die erste Musiktheater-Produktion unter neuer Führung gezeigt wird.
Im Redaktionsteam begrüßen wir als neues Mitglied Mag.a Lissa Gartler, die Stabsstelle des Vizerektors für Lehre. Am Institut für Schauspiel setzt seit 1. Oktober Martin Woldan als erster KUGProfessor im Fach „Körperlicher Ausdruck (Bewegung)“ neue Schwerpunkte – er wird in diesem
Heft vorgestellt. Zu berichten gibt es zudem über den erfolgreichen ersten Gesundheitstag an der
KUG und über die Tätigkeit des Arbeitskreises für Gleichbehandlung.
Wir wünschen Ihnen viel Freude an der Lektüre dieser Ausgabe und einen guten Start ins neue
Jahr!
IHR REDAKTIONSTEAM
3
Strukturinnovation in der KUG-Verwaltung
M
it Beginn dieses Jahres – genau ein Jahr nach meinem Dienstantritt als Universitätsdirektorin – tritt der neue Organisationsplan der KUG, basierend auf einer
breit angelegten Verwaltungsstrukturreform, in Kraft.
Erste Herausforderung
Foto: Werner Koscher
Das Zusammenwirken einiger Faktoren, wie z.B. der nach mehr als 37-jähriger
Dienstzeit wohlverdiente Ruhestand des „Altdirektors“ Hermann Becke, die
durch den frisch verabschiedeten Entwicklungsplan neuen Anforderungen an die
Universitätsverwaltung und der dezidierte Wunsch des Universitätsrates nach
einer „Weiterentwicklung des Organisationsplans“, führte unmittelbar nach meinem Dienstantritt dazu, dass das Rektorat mich mit der Aufgabenstellung einer
„Verwaltungsstrukturreform“ konfrontierte. Es war mir bald klar, dass es für die
Bewältigung dieser Aufgabe einer fixen Schnittstelle zum Rektorat und einer professionellen externen Begleitung bedurfte.
„Wenn der Wind der Verän-
Verwaltung als Service denken
derung weht, bauen manche
Mauern und andere Windmühlen.“
Der Grundstein wurde durch den konkreten Auftrag des Rektors und mit der Einsetzung der Kernprojektgruppe – VRin Doris Carstensen und UDin Astrid Wedenig
– Ende März gelegt. Basierend auf einer sorgsam durchgeführten Erhebung der Aufgaben- und Leistungsbeschreibung der Verwaltungseinheiten, welche in einem iterativen Prozess auf die wesentlichen Hauptaufgabenbereiche verdichtet wurde, fußten die diversen Strukturdiskussionen. In einer erweiterten Strukturgruppe wurden Fragen thematisiert wie etwa:
- Entspricht die derzeitige Organisationsstruktur noch der gelebten Praxis?
- Wie bewährt sich das System der getrennten Fach- und Dienstaufsicht?
- Unterstützt die Struktur die Kern- und Managementprozesse der KUG?
- Fördert sie die KundInnenorientierung?
- Sind die Zuständigkeiten klar abgebildet?
- Und nicht zuletzt war selbstverständlich auch der Ressourceneinsatz eine
Frage, der man sich nicht verschließen konnte.
Drei unterschiedliche Strukturmodelle wurden in einem partizipativen Verfahren sowohl mit den Verwaltungseinheiten, dem Rektorat und den InstitutsvorständInnen und -referentInnen in mehreren thematisch zusammengefassten Untergruppen als auch in einer groß angelegten Strategieklausur Anfang
Juli breit diskutiert. Über die Sommermonate setzte sich das Rektorat ausführlich mit dem Vorschlag
der Strukturgruppe und mit den diversen Rückmeldungen und Anregungen auseinander. Nach vielen
Einzelgesprächen konnte ein Entwurf verabschiedet werden, der Anfang November, nach Einbindung des
allgemeinen Betriebsrates, dem Senat zur Stellungnahme und dem Universitätsrat zur Beschlussfassung
übermittelt wurde.
Hin zu einem neuen Selbstverständnis
Wir können heute – und dies nicht ganz ohne Stolz – sagen, dass es uns gemeinschaftlich gelungen ist,
eine Struktur zu schaffen, die den Anforderungen an eine moderne Universität jederzeit entspricht. Die
mit diesem Organisationsplan wesentlichen organisationsrelevanten Weiterentwicklungsschritte sind
- die Eindeutigkeit der Struktur
- die klaren Zuständigkeiten (keine Trennung mehr zwischen Fach- und Dienstaufsicht)
- der erhöhte Verantwortungs- und Handlungsspielraum (die LeiterInnen der Organisationseinheiten,
der Leitungsorgane und Vertretungen sind Dienstvorgesetzte für das gesamte zugeordnete Universitätspersonal)
- die Etablierung einer Geschäftsführung (Rektorat plus Universitätsdirektorin),
die von Stabsabteilungen und Stabsstellen in ihrer Arbeit unterstützt wird
- die verstärkte Service- und KundInnenorientierung durch drei Dienstleistungseinrichtungen (Studiencenter
4
Universitätsbibliothek, -archiv und Musikinstrumentensammlung und Zentrale Serviceeinrichtungen) und
- die Einrichtung der Organisationseinheit zur Koordination der Aufgaben der Gleichstellung, der
Frauenförderung sowie der Geschlechterforschung „Zentrum für Genderforschung“ als künstlerisch-wissenschaftliche Einheit
Mir war bewusst, dass der Prozess rund um die Strukturinnovation sehr viel Unsicherheit und Tur-
bulenz ins Haus bringen würde. Mir war und ist auch bewusst, dass er viele Chancen zur kreativen
Weiterentwicklung birgt. Wesentlich wird in nächster Zeit nun sein, wie wir gemeinsam der Struktur
Leben einhauchen. Ich bin zuversichtlich, dass uns auch dieses gelingen wird. In diesem Sinne wünsche ich uns allen ein erfolgreiches neues Jahr.
UDin Astrid Wedenig
Foto: Karin Zach
Die Veränderungen, die der neue Organisationsplan mit sich bringt, werden nicht von
heute auf morgen passieren, sondern in einem Prozess langsam wachsen. Zur Überführung in den Alltag wird die Personalentwicklung diesen Änderungsprozess mit den
notwendigen Maßnahmen begleiten.
Karin Zach
Stabsstelle für Personalentwicklung
M
it der zunehmenden Autonomie der Institute – sowohl im budgetären als auch im künstlerischen Bereich – war es für uns VorständInnen der Institute erstrebenswert, auch die
Zusammenarbeit mit unseren MitarbeiterInnen den sich wandelnden Gegebenheiten anzupassen. Die neue Struktur und die damit verbundene Dienstaufsicht gibt uns die Möglichkeit, unsere Verantwortung im Arbeitsalltag direkt wahr zu nehmen.
Prof. Thomas Eibinger
Vorstand Institut 4
5
Wie dick muss die Matratze sein?
Martin Woldan: der erste KUG-Professor im Fach
„Körperlicher Ausdruck (Bewegung)“
S
eit dem 1. Oktober 2009 wird dem Körper in der Schauspielausbildung an der KUG verstärkte Aufmerksamkeit gewidmet. Mit der Einführung einer Professur für das Fach „Körperlicher Ausdruck (Bewegung)“
übernimmt das Institut für Schauspiel eine Vorreiterrolle unter den österreichischen Kunstuniversitäten und trägt damit der internationalen
Tendenz Rechnung, dass der Körper auch im Bereich der darstellenden
Kunst zunehmend an Bedeutung gewinnt. Wirft man einen Blick auf die
europäische Theaterlandschaft der letzten Jahre und Jahrzehnte, so wird
deutlich, dass die Sprache in den Inszenierungen wenn schon nicht in den
Hintergrund rückt, so doch von körperlichem Ausdruck und Bewegung als
zumindest gleichberechtigtes Gestaltungselement ergänzt wird. Darauf
müssen Schauspielstudierende vorbereitet sein.
Springen
Foto: Reinhard Werner
Martin Woldans eigene Wurzeln liegen im Sport. Mit Theater wurde er
„als typischer Wiener schon sehr früh von der Mutter infiziert“. Aktiv in
Kontakt kam er mit der Bühnenkunst, als er noch während seines Studiums eher zufällig ein Engagement als Akrobatik-Lehrer im Tanz- und Gesangsstudio des Theaters an der Wien bekam. Dort merkte er schnell,
dass er mit seinem „turnerischen Ansatz“ nicht recht weiterkam und rasch
den Wunsch hatte, mehr vom Wesen des Theaters zu verstehen. Er nahm
selbst Schauspielunterricht, aber „nur um zu wissen, was die da erleiden“,
und füllte so fünf Jahre lang eine wesentliche Ausbildungslücke der zukünftigen Musical-DarstellerInnen. Als die Schule 1994 aufgelöst wurde,
hatte er seine Fühler schon ausgestreckt und war am Burgtheater tätig,
wo er mit einem Expertistenvertrag für Bewegung und Akrobatik direkt in
Produktionen auf der Regie-Seite arbeitete. Die Bandbreite seiner Tätigkeit reichte dabei von der Beratung in technischen Fragen wie „Wenn jemand drei Meter hinunterspringen soll, wie dick muss die Matratze sein?“
bis zu gestalterischen Elementen. Seither arbeitet er parallel an Theatern,
Hochschulen und privaten Schauspielschulen.
Ziehen
Die Stelle in Graz reizt ihn, weil sie ihm die Möglichkeit bietet, nach zwei Jahrzehnten paralleler Engagements an
verschiedenen Einrichtungen für EIN Institut zu arbeiten und sich einer Sache auf höchstem Niveau zu widmen.
Sein Ziel hier ist es, das Institut für Schauspiel so mitzugestalten, dass es seine geographische Lage dazu nutzen kann, die künstlerischen Entwicklungen der nicht-deutschsprachigen Theaterländer im südosteuropäischen
Raum über dieses Institut nach Mitteleuropa zu ziehen. Die mehrjährige Kooperation des Instituts mit Skopje hat
die Sinnhaftigkeit dieses Ansatzes schon vor seinem Amtsantritt gezeigt.
An der KUG ist er institutsübergreifend tätig, ein Drittel seiner Lehrverpflichtung ist auf die Gesangsstudierenden
und Instrumentalstudierenden verteilt. Besonders freut er sich über die Tatsache, dass seine Lehrtätigkeit nicht
losgelöst von den laufenden Produktionen stattfindet, sondern ihm auch die Möglichkeit eingeräumt wurde, einen
Teil seiner für den Gruppenunterricht vorgesehenen Zeit direkt in die Szenenarbeit im Schauspiel und im Musiktheater einzubringen und dort in Bezug auf die Körperarbeit unterstützend tätig zu sein.
Balancieren
Für seine nächsten Pläne im Schauspiel hat er mit einem Kresnik-Workshop (siehe S.6) im November eine Initialzündung geliefert – im Frühling wird ein Projekt mit dem dann zweiten Jahrgang in eine vergleichbare Richtung
gehen. Auch ist ein Projekt geplant, das sich im Gedenken an den 2001 verstorbenen deutschen Schriftsteller
und Regisseur Einar Schleef anhand seines Essays „Droge Faust Parzifal“ mit chorischer Arbeit in Sprache und
Bewegung beschäftigt. So sucht er die Balance zwischen dem freien Experimentieren, das eine Universität als
Möglichkeit bietet, und der Vorbereitung der Studierenden auf ein Berufsleben, „in dem sie auch springen können müssen“.
Sieglinde Roth
6
TANZTHEATERWORKSHOP mit johann Kresnik
im Institut für Schauspiel am 7./8. November
gewaltiger Stimme, ist hellwach, präzise in seinen Forderungen und beobachtet genau. Die jungen Leute, die er
bis aufs äußerste fordert, hängen an seinen Lippen, sind bemüht die schwierigsten Bewegungen genau auszuführen und sind mit Begeisterung bei der Sache. Johann Kresnik, der Pionier des deutschen Tanztheaters, arbeitet
mit den Schauspielstudierenden des zweiten Jahrgangs der KUG.
„Choreografisches Theater“ nennt er seine Stücke, die durchgängig auf Provokation und die Sprengung tanzüblicher Ästhetik angelegt sind. Johann Kresnik hat
in den letzten Jahrzehnten die großen
Bühnen des deutschsprachigen Raums
damit erobert. Erinnert sei nur an seine
Anti-Kriegs-Revue „Ernst Jünger“ an der
Berliner Volksbühne (1994), seine Österreich-Collage „Wiener Blut“ am Burgtheater (1999) oder sein „Ring der Nibelungen:
Götterdämmerung/Siegfried“ in Bonn
(2008), mit denen er Theatergeschichte schrieb. Vom Tanzchronisten Jochen
Schmidt als „Berserker“ unter seinen Regiekollegen bezeichnet, meint Kresnik
in einem Interview für DIE WELT zum
Thema Theater: „Theater muss aggressiv
Johann Kresnik mit Sarah Zaharanski und Violetta Zupancic
werden. Neue Formen und Bilder schaffen, um den Zuschauer wieder neugierig zu machen. Vor Studierenden eine Herangehensweise an eine Bühallem aber ist es notwendig, über Theater eine Meinung nenrolle von einer ausschließlich körperlichen Seite
zu vermitteln, Stellung zu beziehen.“ Im August 2009 in- als mögliche Ausdrucksform vermittelt wurde. Diese
szenierte Kresnik im kärntnerischen Bleiburg die Jura Erfahrung erweitert die Gestaltungsfähigkeiten der
Soyfer-Collage „Auf uns kommt es an“. Grund für die Studierenden um eine Dimension. Mit der neuen
benachbarten steirischen KollegInnen an der Grazer Professur „Körperlicher Ausdruck (Bewegung)“ an
Kunstuniversität, ihn, der seine Karriere vor 50 Jahren der Kunstuniversität Graz ist gewährleistet, dass auf
in Graz begann, einzuladen.
diesen Grundstein, von Johann Kresnik gelegt, soliKresnik, gewohnt, mit TänzerInnen zu arbeiten, denkt
nicht daran, seine phantasievollen Bewegungsaufgaben
für die Schauspielstudierenden zu vereinfachen. Die
schwierigsten Formen baut er in seine Choreografien
ein, jederzeit bereit, sie auch selbst vorzuzeigen. Die
Studierenden gehen bis an ihre Grenzen, an die er sie
lustvoll führt.
Dialogszenen, von den TeilnehmerInnen zuvor frei ausgewählt und am Beginn des Seminars kurz skizziert,
werden dann zur Musik und frei von Text körperlich erarbeitet. Dabei gibt Kresnik die Bewegungen vor und
lässt immer aufs Neue wiederholen. Im Anschluss wird
der Text gegen die Musik getauscht. Zur Herausforderung, die Bewegungsaufgaben zu bewältigen, kommt
jetzt noch die Schwierigkeit, den Text zur körperlichen
Anstrengung zu sprechen. Verständlichkeit und Genauigkeit sind ihm auch hier wichtig.
Als wesentlichstes Ergebnis des Seminars lässt sich festhalten, dass den teilnehmenden und auch zusehenden
de weiter gebaut werden kann.
Neben dieser körperlichen Bereicherung fordert
Johann Kresnik die Studierenden in zahlreichen leidenschaftlichen Gesprächen zu politischem Denken
und Handeln auf. Dies sei notwendig, um gegenüber
den an den Hebeln der Macht sitzenden PolitikerInnen als KünstlerInnen nicht ins Hintertreffen zu geraten.
An einem regnerischen Novemberwochenende also
keine Spur von Trägheit und Generationskonflikt im
Theater im Palais in Graz, sondern ein gemeinsames
voneinander Lernen und ein großer Schritt nach vorne. Danke, Johann Kresnik!
Martin Woldan / Margitta Kaltenegger
Foto: Ferdinand Seebacher
Der Schein trügt. Das schlohweiße Haar führt auf die falsche Fährte. Der Mann sprüht vor Energie, spricht mit
7
MUMUTH Lectures: Wie lernen Kunst und Wissenschaft voneinander?
Die Lange Nacht der Forschung am 7. November im György-Ligeti-Saal
Zum zweiten Mal nahm die KUG in diesem Jahr
Gerhard Eckel sucht den Sound
Hörbarer Regenwald
Klaus Hubmann über Ferdinand III.
Stefan Engels erläutert
mittelalterliche Gesangszeichen
Iron Maiden, analysiert von Charris Efthimiou
an der österreichweit an Universitäten und Forschungseinrichtungen am gleichen Abend ausgetragenen Langen Nacht der Forschung teil. Als kurz
vor 16.30 Uhr auch in Graz die Sonne untergegangen
war, begannen die wissenschaftlichen Fachbereiche
der KUG in halbstündigen Intervallen mit Präsentationen ihrer Forschungsprojekte und -ergebnisse. Waren im Vorjahr der Florentinersaal und der CUBE im
Institut für Elektronische Musik und Akustik Schauplatz von wenigen ausgewählten Präsentationen,
so fiel diesmal die Wahl auf den György-Ligeti-Saal
im MUMUTH. In der für WissenschaftlerInnen tendenziell ungewohnten Situation des zumeist künstlerische Veranstaltungen beherbergenden Raums
hatten die ZuhörerInnen die Gelegenheit, sich mit
elf höchst unterschiedlichen Fragestellungen auseinanderzusetzen. Wer sich bis dahin vielleicht noch
gefragt hatte, was denn eine Kunstuniversität mit
Wissenschaft zu tun habe, erhielt eine Vielzahl von
Antworten, die neuartige Blickwinkel auf Musik erlaubten.
Der Fachbereich Sound and Music Computing, der
in Kooperation mit dem Institut für Musikästhetik
noch am selben Tag morgens eine Demonstration
des Symposiums „Bodily Expression in Electronic
Music“ gezeigt hatte, nutzte den Raum als akustisches Hologramm mit einer Präsentation des Projekts „Embodied Generative Music“ und holte danach das Publikum selbst auf die Bühne, um mit dem
Forschungsfeld der ökologischen Akustik einen hörbaren Ausflug in den Regenwald zu machen.
Der Fachbereich Historische Musikwissenschaft
und Musiktheorie war über den Abend verteilt mit
vier Präsentationen vertreten. Das Forschungsfeld
Musiktheorie zeigte neue Perspektiven der Beziehungen zwischen Tonhöhen- und Klangfarbenorganisation. Das Forschungsfeld Historisch informierte
Aufführungspraxis versetzte das Publikum in die
Zeit Ferdinands III., des ersten der sogenannten
„Kaiser-Komponisten“. Das Forschungsfeld Kirchenmusik führte in das Entziffern geheimnisvoller mittelalterlicher Gesangszeichen ein.
Für das Forschungsfeld Musikgeschichte überraschte eine wissenschaftlich genaue Analyse einer Art
von Musik, die den meisten Menschen wohl nicht
unbedingt als erste einfallen würde, wenn es um das
Thema Kompositionstechnik geht: Genau gelesen
und musikhistorisch betrachtet erschien die Heavy
Metal-Gruppe Iron Maiden wohl auch Fans in einem
ungewöhnlichen Licht.
8
Für hiesige Ohren ungewohnte Musik präsentierte
der Fachbereich Ethnomusikologie, der in erster
Linie Studierende und DoktorandInnen zu Wort
und Ton kommen ließ. So wurden die zentralamerikanischen Spieltechniken und Repertoires der
„Maderas que cantan“ gleichermaßen theoretisch
erläutert wie praktisch vom Marimba-Ensemble
der KUG vorgeführt. Selbst mit Hand anlegen
durften mutige ZuschauerInnen schließlich nach
einer praktischen Einführung in das balinesische
„gamelan beleganjur“, das zuerst von Studierenden und WissenschaftlerInnen der KUG vorgeführt und erläutert wurde.
Der Fachbereich Jazz- und Popularmusikforschung präsentierte anhand bekannter Melodien Tradition und Moderne im Jazz, während das
Thema Dirigieren in zwei sehr unterschiedlichen
Beiträgen behandelt wurde. Der Fachbereich
Musikästhetik stellte sich der Beantwortung der
oft – und nicht immer im Scherz – gehörten Frage
„DirigentInnen wozu?“ und brachte dafür einen
Ausschnitt aus Schönbergs „Verklärter Nacht“ in
Streichsextett-Besetzung auf die Bühne, anhand
derer sich die Arbeit eines/r Dirigierenden nachvollziehbar veranschaulichen und erläutern ließ.
Das Marimba-Ensemble der KUG
Gamelan
Jazzforschung, Franz Krieger
Der Fachbereich Musikpädagogik/Instrumentalund Gesangspädagogik ergänzte das Programm
mit einem tatsächlich interaktiven Einblick in das
Schaffen des Jahresjubilars Joseph Haydn. Auch
eine Bluetooth-Steuerung kann als Dirigierstab
funktionieren, dies konnten einige BesucherInnen gleich am eigenen Leib erfahren, als sie mit
ihrem echten Dirigierbild versuchten, Haydns Abschiedssinfonie zu dirigieren, und der Gegenpart
im Computer zum Gaudium des Publikums seine
Kommentare dazu abgab.
Verklärte Nacht, noch ohne Dirigent,
aber mit Harald Haselmayr
Im Foyer vor dem György-Ligeti-Saal gab es Ergänzungen und Nach-Lesen zu den Vorträgen.
Posterpräsentationen luden zum Flanieren und
intellektuellen Gustieren ein. Alles in allem ein
informationsreicher, spannender Abend im MUMUTH, der über mehr als sechs Stunden verteilt
zwischen 800 und 900 BesucherInnen hatte.
Sieglinde Roth
Verklärte Nacht mit Dirigent Wolfgang Dörner
Mit Bluetooth
Haydn dirigieren
9
Frauen voran! Europa – ein Modell?
die Besetzung der neuen europäischen Spitzen-
jobs hat es vorgezeigt: Der geeinte Protest von Frauen aller Parteien gegen die Praxis der von Männern
für Männer ausgehandelten Postenvergabe ohne
Rücksicht auf eine ausgewogene Geschlechterverteilung hat bei den mehrheitlich männlichen Regierungschefs zunächst Kopfzerbrechen verursacht
und schließlich Wirkung hervorgebracht: Die Britin
und Handelskommissarin Catherine Ashton, von
der breiten Öffentlichkeit bis zu diesem Zeitpunkt
kaum wahrgenommen, wurde zur neuen Außenbeauftragten der EU gekürt. Die weltweit mediale
Reaktion, sie sei eine blasse Kompromisskandidatin, wurde kaum als diskriminierend empfunden, da
diese auch den männlichen Teil des gewählten Führungsduos, den neuen Ratspräsidenten Herman van
Rompuy, betraf.
gabe, Diskriminierungen aufgrund des Geschlechts
(später erweitert um solche der ethnischen Zugehörigkeit, der Religion, der Weltanschauung und der sexuellen Orientierung) entgegen zu treten, beratend in Berufungs- und Habilitationsverfahren mitzuwirken und
zur Hebung des Frauenanteils an Universitäten beizutragen. In Anbetracht der Schwierigkeiten, eingespielte
bzw. eingeschliffene Usancen der Personalbestellung
aufzubrechen und die erwünschten Erfolge in Bezug
auf Geschlechtergerechtigkeit zu erzielen, sah sich
der Gesetzgeber veranlasst, den Handlungsspielraum
der Arbeitskreise zu erweitern und die gesetzlichen
Instrumente, die den Arbeitskreismitgliedern für ihre
Tätigkeit zur Hand gegeben sind, schlagkräftiger auszugestalten.
Das schärfste Mittel in diesem Zusammenhang ist die
sogenannte „Einrede“, die bei Verdacht der Diskrimi-
V.l.n.r.: Barbara Zieser, Martina Tozzi, Maria Rinnerthaler, Prof. Janne Rättyä, Barbara Fülöp, Prof.in Stacey Bartsch, Prof.in
Renate Bozic (Vorsitzende), Prof.in Ingeborg Harrer, Sabina Pinsker. Weitere Mitglieder: Prof.in Ortrud Posedu (Stellv. Vorsitzende), Prof.in Agathe Kania-Knobloch, Prof. Anke Schittenhelm, Claudia Micheletti, Stefan Heckel, Harald Lothaller, Marlis
Müller-Lorenz, Lisa Tendl
Das jüngste Beispiel könnte Schule machen und einen
positiven Sog für weitere weibliche Ernennungen auslösen. Die berühmte gläserne Decke der hohen Politik hat
wohl zuvor Angela Merkel durchstoßen, der es gelungen
ist, jeglicher Skepsis zum Trotz durch Beharrlichkeit und
Persönlichkeitsstärke erfolgreich das weltpolitische Parkett zu erobern.
Was auf höchster EU-Ebene opportun ist, könnte ausschlaggebend sein, längst überfällige gesellschaftspolitische Korrekturen auch im Inland zügiger voranzutreiben.
Für die österreichischen Universitäten sieht die Universitätsgesetzesnovelle einige deutliche Weichenstellungen
in diese Richtung vor. Schon bisher hatten die Arbeitskreise für Gleichbehandlungsfragen, die an den Universitäten durch das UG 2002 verankert wurden, die Auf-
nierung im Zuge von Personalauswahlverfahren
vom Arbeitskreis eingesetzt werden kann. Das bedeutet den Stopp des Verfahrens und die Überprüfung aller bisherigen Entscheidungen durch
die Schiedskommission der jeweiligen Universität. Diese stellt nach genauesten Ermittlungen
per Bescheid fest, ob der Verdacht sich bestätigt
hat oder ob die Beschwerde des Arbeitskreises
zurückgewiesen werden muss. Eine weit größere Verantwortung liegt nun bei allen beteiligten
Gruppierungen: bei den Gremien, da sie transparente Entscheidungen mit nachvollziehbaren
Begründungen liefern müssen; beim Arbeitskreis,
da ihm verstärkte Kontroll- und Prüffunktion zu-
10
kommt und bei der Schiedskommission, da ihr Urteil
weit reichende Folgen und die Information des Bundesministers/der Bundesministerin nach sich zieht.
Die gravierendste Maßnahme der UG-Novelle stellt allerdings die festgeschriebene Quotenregelung dar, die
besagt, dass eine mindestens 40%ige Beteiligung von
Frauen in allen Gremien der Universität gegeben sein
sollte. Der Arbeitskreis hat die Aufgabe, die Zusammensetzung von universitären Kommissionen in Hinblick auf dieses Geschlechterverhältnis zu prüfen. Die
neuen Regelungen der geschlechtergerechten Zusammensetzung von Organen sind grundsätzlich auf alle
universitären Kollegialorgane und Gremien anzuwenden. Die jeweiligen Kollegialorgane müssen den AKGL
unverzüglich über ihre Zusammensetzung informieren,
Kollegialorgane des Senats, also insbesondere Berufungs-, Habilitations- und Curriculakommissionen, werden dem AKGL vom Senat gemeldet. Liegt der Frauenanteil eines Gremiums unter 40%, muss begründet
werden, warum der entsprechende Frauenanteil nicht erreicht wurde, welche Maßnahmen getroffen wurden, um
Frauen für die Tätigkeit in der Kommission zu gewinnen
und wie viele Frauen pro Gruppe/Kurie für die jeweiligen
Funktionen überhaupt in Betracht kommen.
Aufgrund des Personalstands der KUG und der verfügbaren weiblichen Kapazitäten (Frauen können nicht gegen ihren Willen zur Mitwirkung in Gremien gezwungen
werden) sind die gesetzlichen Zielvorgaben an der KUG
nur eingeschränkt erfüllbar. Dennoch sind sie als Appell
zu verstehen, das Ziel der ausgewogenen Repräsentanz
von Frauen und Männern auf allen Ebenen der Universität verstärkt ins Auge zu fassen und aktiv zu befördern. Es
ist zu hoffen, dass diese Maßnahmen den Boden bereiten,
um den beruflichen Aufstieg der Frauen zu erleichtern
und den Zugang ermöglichen, Führungspositionen mit
größerer Selbstverständlichkeit zu erlangen.
Renate Bozic
FIRST CALL FOR ERASMUS
w
enn Sie ein Studiensemester im Ausland im Rahmen von Erasmus (Europa) oder
weltweit planen, sollte Sie etwa 1 Jahr vorher konkret mit der Planung beginnen
und erste Informationen in der Abteilung für Internationale Beziehungen einholen:
Schritte zum Erfolg:
Partneruniversitäten der KUG kennen lernen:
über die Website der KUG/Internationales:
www.kug.ac.at/studium-weiterbildung/studium/internationales.html
zu allen Partnerunis bestehen Links.
Universität/Hochschule im Ausland aussuchen
(Beratung mit dem/r FachlehrerIn, falls man selbst keine Idee hat).
1. Gespräch in der Abteilung für Internationale Beziehungen (AIB):
Bewerbungsdeadline der Parnteruni erfragen, da es keine einheitliche Deadline europaweit gibt. An manchen Unis gibt es für Winterund Sommersemester eine einzige Deadline, d.h. die Bewerbungsfrist ist sehr früh, auch wenn man den Auslandsaufenthalt erst für
das Sommersemester plant.
Bewerbungsunterlagen ausfüllen:
Beratung hierzu bei Michaela Ritter, Palais Meran, Zi. 207:
Lebenslauf, Motivationsschreiben, Learning Agreement,
Bewerbungsformular für Erasmusvertrag:
Der Erasmuszuschuss beträgt zwischen € 220.- und € 320.- pro Monat.
Unterschriften einholen und CD bzw. DVD anfertigen.
Bewerbungsunterlagen rechtzeitig abgeben.
Bewerbungsdeadline an der KUG: 15. März 2010.
Irene Hofmann-Wellenhof
11
1. Gesundheitstag an der KUG im MUMUTh
Auftaktveranstaltung zur Betrieblichen Gesundheitsförderung
der erste Gesundheitstag an der KUG wurde von Bediensteten wie auch Studierenden mit Begeisterung
aufgenommen. Von 8:00 bis 16:00 Uhr gab es für alle die Möglichkeit zu einem Gesundheitscheck der Arbeiterkammer Steiermark. Dabei wurden neben den Blutwerten auch die Sehschärfe, das Hörvermögen und die
Lungenfunktion getestet. Großen Anklang fand auch das Wirbelsäulenscreening, durchgeführt von Michelle
Seeling-Verbitsch von agil Gesundheitsmanagement. An die 80 MitarbeiterInnen und Studierende nützen
die Gelegenheit sich an der KUG untersuchen zu lassen.
Die vom Institut 5, Prof.in Adina Mornell, durch Mona Silli präsentierten Informationen zum Thema Lampenfieber und Biofeedbackuntersuchungen wurden ebenfalls mit großem Interesse aufgenommen. Zusätzlich zu
diesen Angeboten gab es die Möglichkeit, sich kurz bei einer Shiatsu-Massage zu entspannen, eine gesunde
Jause direkt vom Bauern zu konsumieren oder Informationen über die Angebote des USI-Graz, zur Raucherentwöhnung und zur Gesundheitsvorsorge einzuholen.
Fotos: Katrin Hammerschmidt
Die offizielle Eröffnung des 1. Gesundheitstages
erfolgte durch Vizerektorin Doris Carstensen
und Christina Finding (Steiermärkische GKK).
Mit Unterzeichnung der Charta zur Betrieblichen
Gesundheitsförderung wurde auch der Auftakt
zur Durchführung des Gesundheitsförderungsprogramms „K U G Kreativ und Gesund“ für alle
MitarbeiterInnen und Studierenden an der KUG
vereinbart.
Karin Zach
12
Veranstaltungsabteilung
I
n den 23 Jahren, die ich nun an der KUG beschäftigt bin, hat sich das damalige Veranstaltungsreferat vom Ein-FrauBetrieb mit 264 Veranstaltungen pro Jahr und nur zwei Veranstaltungsräumen im Palais Meran (Florentinersaal und
Sitzungssaal), zu einer Abteilung mit nunmehr sechs MitarbeiterInnen, 3 Abonnementzyklen, über 900 Veranstaltungen pro Jahr, mit den zusätzlichen allgemeinen Veranstaltungsräumen Aula, Bühne im T.i.P. und seit einem Jahr
dem MUMUTH entwickelt. Damit einher gingen/gehen vielfältige neue Anforderungen und wir sind bemüht, diesen
mit Kompetenz, Engagement und Herz gerecht zu werden.
Margit Mahmoudi
JOHANN SPERL
SABINE LALLER
Geboren in der Südsteiermark.
Seit 1994 an der KUG – zunächst
im Büro des Rektorats, seit April
2009 der Veranstaltungsabteilung zugeordnet. Zuständig für
Termin-Vergabe der allgemeinen
universitären Veranstaltungsräume (außer MUMUTH), Layout
und Herstellung der Drucksorten
für alle KUG-Veranstaltungen,
Kartenverkauf und SAP sowie
buchhalterische Abwicklung der
ABO-Veranstaltungen.Weiters
Mitarbeit im Büro des Internationalen Wettbewerbs „Franz Schubert und die Musik der Moderne“
und administrative Unterstützung
der Stabsstelle des Rektors bei
Veranstaltungen und bei der
Produktion der CD-Reihe „Klangdebüts“. Mitarbeit im Organisationsteam der Redoute, verantwortlich für die Tombola.
Geboren in der Oststeiermark.
Seit 1993 als Orchesterbetreuer
bei sämtlichen Proben, Konzerten und Opernproduktionen
der KUG in der Aula, im T.i.P.,
seit Dezember 2008 auch im
MUMUTH sowie in diversen externen Sälen tätig.
ALEXANDRA VOGL
Geboren in Graz. 1991 Beginn der Tätigkeit in der
Veranstaltungsabteilung im Zuge der damaligen Eignungsausbildung, 1992-1994 Abteilungsleitung als Karenzvertretung. Seit 1994 fixer Bestandteil der Abteilung. Verantwortlich für Layout und Herstellung der
Drucksorten für alle KUG-Veranstaltungen, Führen
der Veranstaltungsdatenbank, Statistiken, Betreuung
des Online-Veranstaltungskalenders der KUG-Homepage und Termin-Vergabe der allgemeinen universitären Veranstaltungsräume (außer MUMUTH).
MARGIT MAHMOUDI
Geboren in der Obersteiermark.
Seit 1986 an der KUG tätig – zuerst in
der Studienabteilung, ab 1987 in der
Veranstaltungsabteilung. Als Leiterin der Veranstaltungsabteilung
zuständig für die Koordination und
organisatorische Abwicklung sämtlicher Großveranstaltungen der KUG
(u. a. Abozyklen und „International
Week“), Erstellen von Veranstaltungskonzepten und Überwachung
der Raumkontingente, Termin-Koordination der allgemeinen universitären Veranstaltungsräume, FremdVermietungen (außer MUMUTH),
Budgetverantwortung und SAPKey-Userin.
MARLIS MÜLLER-LORENZ
ALEXANDER WIEDENHOFER
Geboren in der Oststeiermark. Seit 2004 an
der KUG als Orchesterbetreuer beschäftigt.
Betreut gemeinsam mit Johann Sperl sämtliche
Proben und Aufführungen aller Ensemble- und
Orchesterformationen der KUG.
Jugendjahre und Matura in der Obersteiermark,
Studien in Wien und Graz; seit 1993 an der KUG
und 16 Jahre Projektleiterin und Organisatorin am
Institut für Musiktheater; von 2002-2004 auch Generalsekretärin in Karenzvertretung des 5. Internationalen Wettbewerbs „Franz Schubert und die
Musik der Moderne“ (2003) der KUG; seit Oktober 2008 in der Veranstaltungsabteilung – Disposition MUMUTH. Zuständig für Fremdvermietungen (Organisation, Kalkulation, SAP-Abrechnung),
Disposition, Organisation und Kommunikation
der Abläufe von Proben und Veranstaltungen;
Gesamtorganisation des „Johann-Joseph-FuxOpernkompositionswettbewerbs“ der KUG und
des Landes Steiermark.
13
15 Jahre mica - music austria
15 Jahre Dienstleistungen für MusikerInnen
hilfe
zur Selbsthilfe. Unter diesem
Credo versteht sich der gemeinnützige Verein mica-music austria seit 1994
als Anlaufstelle und als Vermittler von
Praxiswissen für MusikerInnen. Einzelpersonen und Bands können sich umfassend und vor allem kostenlos beraten
lassen, sowohl juristische Aspekte, als
auch Fragen der Organisation und der
Vermittlung werden von langjährigen
ProfimusikerInnen und KennerInnen der
Musikszene kompetent beantwortet.
Workshops und die größte online–Plattform zum zeitgenössischen österreichischen Musikgeschehen verdeutlichen
den praxisorientierten Ansatz des Vereins: Unter www.musicaustria.at findet
man neben umfassenden Informationen
auch eine Kompositionsdatenbank, ein
online-Musikmagazin mit täglich aktualisiertem Content dokumentiert mit InFoto: Udo Titz
tensivinterviews und Porträts die heimische Szene auf journalistische Weise.
Mit einem Tag der offenen Tür feierte mica-music austria am 11. November 2009 15 Jahre Information, Unterstützung und Beratung. Auch die KUG gratuliert herzlich!
Neu an der KUG
Gastprofessorinnen
Ida Bieler
Robert Heimann
Institut 3 Saiteninstrumente
Institut 7 Gesang, Lied, Oratorium
Senior Lecturers
Thomas Amann
Katja Czellnik
Daniel Doujenis
Institut 1 Komposition, Musiktheorie, Musikgeschichte und Dirigieren
Institut 10 Musiktheater
Institut 9 Schauspiel
Freier Dienstvertrag
Cornelia Crombholz
Institut 9 Schauspiel
austritt
Thomas Zehetmaier
Institut 3 (31.10.2009)
Pensionierung
Dorothea Czar
Institut 3 (30.09.2009)
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PREISE, AUSZEICHNUNGEN und engagements
Die Komposition I_LAND von Gerriet K. SHARMA, Komposition-Computermusik, Studierender von Univ.
Prof. Dr. Gerhard Eckel, wurde für die Präsentation beim ersten NEU/NOW Festival in Vilnius im November 2009 ausgewählt. Das Werk wurde als eine von sechs Arbeiten in der Disziplin Musik, aus insgesamt
250 Einreichungen aller Kunstsparten, ausgesucht.
Angela TSIMPIRLOU, Dirigieren, Studierende von O.Univ.Prof. Mag. Johannes Prinz, Univ.Prof. Martin
Sieghart und Ao.Univ.Prof. Mag. Dr. Wolfgang Dörner, konnte sich beim Meisterkurs Dirigieren in Bukarest
für das Abschlusskonzert qualifizieren, sie dirigierte Smetanas „Die Moldau“. Der Meisterkurs Dirigieren
fand vom 16. bis 26. August 2009 im Rahmen des 2. Festivals „Micul Paris“ in Bukarest, unter der Leitung
von Ao.Univ.Prof. Mag. Dr. Wolfgang Dörner in Zusammenarbeit mit dem Radiosinfonieorchester Bukarest,
statt. Es nahmen 20 TeilnehmerInnen aus 16 Nationen teil, darunter fünf Studierende bzw. AbsolventInnen
der Kunstuniversität Graz.
Benchi CHANG, Violine, Studierender von Gastprof.in Priv.Doz. Mag.a Mag.a Dominika Falger, hat beim
internationalen Wettbewerb „Alpen-Adria Alfredo und Vanda Marcosig“ in Gorizia (Italien) im April 2009
eine Auszeichnung erhalten.
Yigong ZHANG, BA, Violine, Studierender von Univ.Prof.in Silvia Marcovici, hat am 14. September 2009
das Probespiel für die 2. Violine beim Sinfonieorchester Montpellier gewonnen.
Petros MORAITIS, Studierender von O.Univ.Prof. Mag. Gerd Kühr, hat beim 36. Kompositionswettbewerb
„Guido d‘Arezzo“ in Arezzo (Italien) den 2. Preis (bei Nichtvergabe des 1. Preises) gewonnen.
Elisabeth BREUER, BA, Sopran, Studierende von Elisabeth Batrice, singt ab März 2010 am Landestheater
Linz in der Oper „Albert Herring“ von Benjamin Britten die Rolle der Emmy.
Hyosin KIM, Violine, Studierende von Univ.Prof.in Sylvia-Elisabeth Viertel, erhielt von Juni bis September
2009 eine Gastprofessur an der YNU University - College of Music (Japan).
Studierende von Univ.Prof. Martin Sieghart:
Svetoslav BORISOV, BA, dirigierte in der Orangerie des Schlosstheaters Schönbrunn acht Konzerte.
Mag. Laszlo GYÜKER dirigierte in Bad Ischl „Das Land des Lächelns“ von Franz Lehár und war danach als
Assistent Martin Siegharts in den Niederlanden bei „Die lustige Witwe“ tätig.
Chin-Chao LIN war Dirigent des kleinen Orchesters beim „War Requiem“ mit Professor Sieghart in Arnhem
(Niederlande) und wurde durch das Orchester wieder eingeladen. Anschließend war er Assistent Martin
Siegharts bei „Il mondo della luna“ von Joseph Haydn beim Brucknerfest Linz.
ABSOLVENT/INN/EN
Mag. Mag. Mag. Daniel MAIR, Absolvent von O.Univ.Prof. Mag. Dr. Franz Karl Prassl, hat mit seinem Ensemble der Wiener Choralschola in Arezzo am 19. September 2009 den „Guidoneum Award 2009“ der
„Fondazione Guido d´Arezzo“ für den künstlerischen Erfolg als aufstrebendes junges Ensemble und die
besonderen Verdienste auf dem Feld des Gregorianischen Chorals erhalten.
Alexey PYVOVARSKIY, Bakk. Bakk. MA MA, Absolvent von Univ.Prof. Martin Sieghart, dirigierte insgesamt 18 Vorstellungen von „Der Vogelhändler“ von Carl Zeller im Schlosstheater Schönbrunn.
AUS DER VERWALTUNG
Katrin HAMMERSCHMIDT, Lic., Leiterin der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit, wurde am 26. Oktober
gemeinsam mit den anderen PressesprecherInnen der steirischen Universitäten mit dem Sonderpreis des
„Inge Morath Preises des Landes Steiermark für Wissenschafts-Publizistik“ ausgezeichnet.
Wichtiges in Kürze
20. Oktober bis 18. November: Das Rektorat besucht alle Institute +++ 26. november: Die Voll-
versammlung der ARGE BibliotheksdirektorInnen der österreichischen Universitätsbibliotheken
und der österreichischen Nationalbibliothek wählt Bibliotheksdirektor Robert Schiller einstimmig
zum stellvertretenden Vorsitzenden der AG +++ 27. und 28. Oktober: Die KUG wählt einen neuen
Senat +++ 16. November: Leistungsvereinbarung für 2010-2012 nach positiver Stellungnahme durch
den Universitätsrat mit Bundesminister Johannes Hahn abgeschlossen +++ 30. November: Genehmigung des Organisationsplans durch den Universitätsrat (Strukturinnovation)
IMPRESSUM
Medieninhaberin und Herausgeberin:
Universität für Musik und darstellende Kunst Graz
Ao.Univ.Prof. Mag. Mag. Dr. Georg Schulz MSc, Rektor
Adresse: Leonhardstraße 15, 8010 Graz
Chefredaktion: Maga. Sabine Schrimpf
Redaktion: Mag.a Lissa Gartler, Lic. Katrin Hammerschmidt, Margit Mahmoudi, Dr.in Sieglinde Roth
E-Mail: redaktion@kug.ac.at
Weitere Beiträge von:
Ao.Univ.Prof.in Dr.in Renate Bozic, Institut 14
Mag.a Irene Hofmann-Wellenhof, Abteilung für Internationale Beziehungen
MitarbeiterInnen der Veranstaltungsabteilung
Mag.a Karin Zach, Stabsstelle für Personalentwicklung
Mag.a Astrid Wedenig MSc, Universitätsdirektorin der KUG
Martin Woldan und DI Margitta Kaltenneger, Institut 9
Grafik, Satz und Bildbearbeitung: Mag. Jörg Vogeltanz
Fotonachweis: sofern nicht anders angegeben: KUG/Wenzel
Titelfoto: Ferdinand Seebacher: Ingrid Adler und Raphael Seebacher (Institut 9) im Workshop mit
Johann Kresnik
Druck: Medienfabrik
Namentlich gekennzeichnete Artikel geben die Meinung der Autorin oder des Autors
wieder und müssen mit der Auffassung der Redaktion nicht übereinstimmen.
Redaktionelle Bearbeitung und Kürzung von Beiträgen vorbehalten.
Beiträge senden Sie bitte an redaktion@kug.ac.at
Nächster Redaktionsschluss: 22. Februar 2010
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Seele and Geist
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