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Kein Problem ist so stark wie Du! - ZORA - Anlauf- und

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Kein Problem
ist so stark wie Du!
Tätigkeitsbericht 2012
Anlauf- und Beratungsstelle
für Mädchen und junge Frauen
Tätigkeitsbericht 2012 · Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
Vorwort und Danksagung
1. Vorstellung der Institution
1.1
1.2
1.3
1.4
1.5
4
Institutioneller Rahmen
4
Strukturdaten der Einrichtung
5
Personelle Organisation
5
Interne Reflexions- und Qualitätsaspekte
5
Leitlinien, Zielrichtung und Grundsätze der Arbeit 6
2. Übersicht 2012
7
2.1
2.2
2.3
2.4
2.5
7
8
9
10
11
Aktuelles
Arbeitsbereiche
Vorstellung der Mitarbeiterinnen
Personelle Besetzung
Kontaktdaten
3. Gesamtstatistik 2012
12
3.1
3.2
3.3
3.4
3.5
12
13
13
14
14
Allgemein
Kontakte vor Ort
Kontakte aufsuchende Arbeit
Vergleich zum Vorjahr
Gesamtkontakte
7. Streetwork
28
7.1 Allgemein
7.2 Statistik der Streetwork-Arbeit
28
28
8. Projekt „GesundheitsBildung –
gebildet gesund“
29
8.1
8.2
8.3
8.4
8.5
8.6
8.7
8.8
29
30
30
31
31
32
32
32
Allgemein
Akquise
Vertrauensbildung durch Kontinuität
Besonderheiten in 2012
Knigge-Dinner
Abschlussfest
Fazit
Danksagung
9. Informations- und Auskunftsservice 33
9.1 Allgemein
9.2 Statistik des Informations- und
Auskunftsservices
33
33
4. Besucherinnen
15
10. Präventions- und
Öffentlichkeitsarbeit
4.1 Allgemein
4.2 Vertretene Nationalitäten und Kulturen
4.3 Altersverteilung in Beratungsgesprächen
15
15
16
10.1 Aktionen und Veranstaltungen
10.2Präventionsarbeit an Schulen
10.3Sonstige Präventionsarbeit
34
34
34
5. Offener Treff
17
11. Kooperationen und Vernetzungen
35
5.1 Allgemein
5.2 Statistik des Offenen Treffs
5.3 Besucherinnenzahlen einzelner Monate
17
19
19
11.1 Weitervermittlungen von Besucherinnen
11.2 Mitarbeit in Arbeitskreisen, Projekten und
Arbeitsgemeinschaften
11.3 Vernetzung mit MultiplikatorInnen
35
12. Fundraising
36
12.1 Öffentliche Mittel
12.2Private Mittel
12.3Bußgelder
12.4Sachspenden
12.5Ehrenamtliches Engagement
12.6Aktionen
12.7 Ausblick
36
36
36
36
37
37
38
13. Selbstverpflichtungserklärung
39
6. Beratung
20
6.1
6.2
6.3
6.4
6.5
6.6
6.7
20
21
22
24
25
25
25
Allgemein
Statistik der Beratung 2012
Inhalte von Beratungsgesprächen
Statistische Auffälligkeiten und Veränderungen
Migrationsaspekte
Psychische Ursachen von Problematiken
Unterstützung durch das Beratungsgespräch
ZORA · Anlauf- und Beratungsstelle für Mädchen und junge Frauen
2
2
34
35
35
Tätigkeitsbericht 2012 · Vorwort und Danksagung
Vorwort
Liebe Leserinnen und Leser,
wir freuen uns, Ihnen den aktuellen Jahresbericht
2012 der Anlauf- und Beratungsstelle ZORA zu
präsentieren.
Um Ihnen vielfältige und umfassende Einblicke in
unsere Arbeit zu gewähren, hatten wir im vorangegangenen Jahr unseren Jahresbericht sehr umfangreich gestaltet. In diesem Jahr greifen wir auf einige dieser Texte zurück, insofern die Informationen
unverändert blieben. Dass bedeutet, wir haben die
statistischen Erhebungen aktualisiert und Grundlagentexte sind zum Teil identisch geblieben.
Zunächst erfolgt eine allgemeine Vorstellung der
institutionellen und strukturellen Rahmenbedingungen der Einrichtung.
Im zweiten Kapitel erhalten Sie einen Überblick
der Arbeit von ZORA im Jahr 2012. Dies beinhal-
tet Neuerungen, welche es in 2012 gegeben hat,
Einblicke in die verschiedenen Arbeitsbereiche
und Angebote. Am Ende dieses Kapitels finden Sie
Kontaktinformationen zu den Arbeitsbereichen und
deren Mitarbeiterinnen.
Um die nachfolgenden Daten und Fakten der einzelnen Arbeitsbereiche gezielt einsehen zu können,
präsentieren wir Ihnen in Kapitel drei eine Übersicht der gesamten erhobenen Daten des Verlaufsjahres.
Von Kapitel vier bis Kapitel zwölf erfolgen detaillierte Betrachtungen der inhaltlichen Schwerpunkte, sowie der erhobenen Daten und Fakten der
Arbeitsbereiche von ZORA.
Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen unseres
Jahresberichts.
Danksagung
ZORA wäre ohne die über die Jahre gewachsene
Unterstützung sowohl von privater als auch öffentlicher Seite nicht denkbar gewesen.
Wir möchten uns an dieser Stelle bei unseren Förderinnen und Förderern sehr herzlich bedanken für
Ihre finanzielle, materielle und ideelle Unterstützung – insbesondere im Namen der Mädchen und
jungen Frauen.
Besonders erwähnen möchten wir dabei unsere
langjährige Werbeagentur a priori – im Besonderen
Herrn Michael Brill – die nicht nur unseren Tätigkeitsbericht kostenfrei gestaltet.
Wir danken der Stadt Wiesbaden für Ihre Zuschussfinanzierung.
Bei allen unseren Kooperationspartnerinnen und
-partnern bedanken wir uns für das kollegiale und
fachliche Interesse an unserer Arbeit. Wir freuen
uns sehr auf die weitere Zusammenarbeit.
Ein besonderer Dank geht an Tupperware Deutschland und an die Personalberatung TIMEPARTNER
die ZORA in 2012 im Rahmen Ihrer CSR-Maßnahmen
mit großem Engagement unterstützten.
Wir danken unseren ehrenamtlichen Helferinnen
und Helfern, die ZORA tatkräftig unterstützen.
Und natürlich bedanken wir uns bei unseren
ZORA- Besucherinnen für das Vertrauen, das sie
uns entgegenbringen.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr ZORA-Team
ZORA · Anlauf- und Beratungsstelle für Mädchen und junge Frauen
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Tätigkeitsbericht 2012 · 1. Vorstellung der Institution
1. Vorstellung der Institution
In diesem Kapitel erfolgt eine allgemeine Vorstellung
der Einrichtung. Dabei wird auf den institutionellen
Rahmen, die Organisationsstruktur sowie auf die
Leitlinien, Zielrichtungen und Grundsätze der Arbeit
eingegangen.
1.1 Institutioneller Rahmen
Name und Anschrift der Einrichtung
Die Einrichtung „ZORA – Anlauf- und Beratungstelle
für Mädchen und junge Frauen“ befindet sich in
der Adolfstraße 5 in 65185 Wiesbaden.
Art der Institution – Betreuungsform
ZORA ist ein ambulantes Angebot für Mädchen
und junge Frauen.
Träger der Einrichtung
Träger der Einrichtung ist der „Verein zur Unterstützung von Mädchen in Not e. V.“.
Er gilt als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe.
Der Trägerverein ist Mitglied im DPWV (Deutscher
Paritätischer Wohlfahrtsverband) und im Deutschen
Spendenrat e. V.
Gründung der Einrichtung und des Trägers
Der Verein zur Unterstützung von Mädchen in Not
e. V. wurde 1988 von Fachfrauen gegründet, um
die Interessen von Mädchen und jungen Frauen zu
vertreten, die von körperlicher, seelischer und/
oder sexueller Gewalt betroffen sind und eine
mädchenspezifische pädagogische Unterstützung
benötigen.
Der Verein unterhält zwei Einrichtungen in
Wiesbaden:
Krisenintervention und Inobhutnahme für minder-
jährige Mädchen bietet die Mädchenzuflucht INTAKT, die erste Einrichtung des Trägers, die 1992 mit anonymer Schutzadresse in Betrieb genommen wurde.
Die Anlauf- und Beratungsstelle ZORA steht
Mädchen und jungen Frauen seit 1998 mit ihren
Angeboten in der Innenstadt Wiesbadens zur
Verfügung.
Beide Einrichtungen richten sich an Mädchen und
junge Frauen aller Nationalitäten und Kulturen.
Finanzierung
Neben einem Zuschuss der Stadt Wiesbaden
erfolgt für ZORA ergänzende Mitteleinwerbung
durch das Fundraising.
Außenansicht
ZORA · Anlauf- und Beratungsstelle für Mädchen und junge Frauen
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Tätigkeitsbericht 2012 · 1. Vorstellung der Institution
1.2. Strukturdaten der Einrichtung
1.3 Personelle Organisation
Standortaspekte
ZORA befindet sich in der Wiesbadener Innenstadt
und besitzt eine gute Erreichbarkeit.
Pädagogische Betreuung
Die Öffnungszeiten des Offenen Treffs werden mit
pädagogischen Fachkräften mit abgeschlossenem
Studium (Diplom-Pädagoginnen, Diplom-Sozialarbeiterinnen /-pädagoginnen) abgedeckt.
Streetwork, Präventionsarbeit, administrative
Aufgaben werden von der hauptamtlichen Fachkraft
abgedeckt.
Gelegentlich werden ehrenamtliche Kräfte zur
Unterstützung dazu geholt. Ehrenamtliche Kräfte
arbeiten im pädagogischen Bereich nur mit der
Fachkraft zusammen.
Leitung
Arbeitgeberfunktion hat der Vorstand des Vereins
zur Unterstützung von Mädchen in Not e. V.
1.4 Interne Reflexions- und Qualitätsaspekte
Standort
Öffnungszeiten
Der Bereich des Offenen Treffs hat an vier Nachmittagen der Woche geöffnet.
Dienstag und Donnerstag von 15 bis 19 Uhr
und
Mittwoch und Freitag von 13 bis 16 Uhr.
Beratungen finden während dieser Öffnungszeiten
und ggf. nach Vereinbarung statt. Die Beratung
kann persönlich, telefonisch oder via Internet in
Anspruch genommen werden.
Besprechungsstruktur
Teamsitzungen finden mit den pädagogischen
Fachkräften des Offenen Treffs, der Fundraiserin,
der pädagogischen Fachkraft des Gesundheitsprojekts und dem Vorstand der Einrichtung statt.
Dokumentation und Berichtswesen zur
Qualitätssicherung und -entwicklung
Statistische Datenerfassung und deren Auswertung erfolgen in Form eines Tätigkeitsberichts und
durch Newsletter.
Räumliche Ausstattung
Der Eingangs- und Aufenthaltsbereich von ZORA ist
freundlich und gemütlich gestaltet.
Die räumliche Ausstattung beinhaltet einen offenen
Eingangs- und Aufenthaltsbereich, einen Essbereich
mit Küche, einen PC-Raum, einen Beratungs-/
Ruheraum, einen Besprechungsraum, zwei Büroräume, eine Dusche und zwei Toiletten.
ZORA · Anlauf- und Beratungsstelle für Mädchen und junge Frauen
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Tätigkeitsbericht 2012 · 1. Vorstellung der Institution
1.5 Leitlinien, Zielrichtung und Grundsätze
der Arbeit
Leitbild
Entsprechend des pädagogischen Ansatzes von
ZORA zeichnet sich das Leitbild aus durch
Mädchen- und frauenspezifisches Angebot für
alle Kulturen und Nationalitäten,
Stärkung in aktuellen Lebenslagen,
Lösungsorientierter Ansatz,
Ressourcenorientiertheit und
Akzeptanz für individuelle Lösungsformen im
gesellschaftlichen Rahmen/Kontext.
Zielgruppe
ZORA richtet sein Angebot an Mädchen und junge
Frauen im Alter von 12 bis 27 Jahren aller Nationalitäten und Kulturkreise. Die Besucherinnen müssen keine Zugangsvoraussetzungen erfüllen.
Beschreibung der Defizite und Problemlagen, auf
die sich das Leistungsangebot bezieht:
Zielsetzung
Ziele der pädagogischen Arbeit von ZORA sind
Stabilisierung der Mädchen und jungen
Frauen in Krisen- und Konfliktsituationen,
Unterstützung bei der Bewältigung und
Strukturierung des Alltags,
(Re-) integration in das Hilfesystem und
Befähigung zur eigenständigen Lebensführung.
Gesetzliche Grundlagen
ZORA orientiert sich an folgenden gesetzlichen
Grundlagen
Beteiligung von Kindern und Jugendlichen
(§ 8 SGB VIII),
Grundrichtung der Erziehung, Gleichberechtigung
von Mädchen und Jungen (§ 9 SGB VIII),
Jugendarbeit (§ 11 SGB VIII) und
Jugendsozialarbeit (§ 13 (1) SGB VIII).
Innerfamiliäre Problemstellungen (Gewalt erfahrungen in jeglicher Form,
Vernachlässigung, Pubertätskonflikte)
Obdach- und Wohnungslosigkeit (akute oder
drohende)
Armut, Schulabbrecherinnen und geringe
Schulbildung, Arbeitslosigkeit,
ohne Beschäftigung
Probleme von Mädchen und jungen Frauen
jeglicher Art
ZORA · Anlauf- und Beratungsstelle für Mädchen und junge Frauen
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Tätigkeitsbericht 2012 · 2. Übersicht 2012
2. Übersicht 2012
Hier finden Sie Neuerungen, welche es in 2012
gegeben hat, Einblicke in die verschiedenen
Arbeitsbereiche und Angebote von ZORA sowie
eine Vorstellung unserer Mitarbeiterinnen.
2.1 Aktuelles
Renovierung
Im Rahmen von „Wiesbaden Engagiert“ wurden im
September 2012 die Räumlichkeiten der Einrichtung
renoviert.
An dieser Stelle möchten wir uns herzlichst bei den
tatkräftigen Helfern bedanken.
Beendigung des Gesundheitsprojektes
Das Gesundheitsprojekt „GesundheitBildung –
gebildet gesund“ wurde planmäßig im Dezember
2012 beendet. Frau Dorisa Winkenbach ist seit
Januar 2013 nicht mehr für ZORA tätig. Wir danken
ihr für ihr Engagement.
Modul Stressbewältigung und Kommunikation
Renovierung ZORA
ZORA · Anlauf- und Beratungsstelle für Mädchen und junge Frauen
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Tätigkeitsbericht 2012 · 2. Übersicht 2012
2.2 Arbeitsbereiche
Im Verlaufsjahr 2012 umfasste die Arbeit bei ZORA
sieben Bereiche.
Offener Treff
Die Räume der Anlaufstelle sind ein Schutz- und
Schonraum für Mädchen und jungen Frauen, die
einen Ort zum Ankommen und Ausruhen benötigen.
Sie erhalten Unterstützung und Beratung bei den
unterschiedlichsten Problemen. Die Ratsuchenden
können während der Öffnungszeiten ohne vorherige
Anmeldung vorbeikommen. Formale Zugangsvoraussetzungen müssen nicht erfüllt werden.
Beratung
Mädchen und junge Frauen aller Nationalitäten können das Beratungsangebot im Offenen Treff nutzen.
Das Beratungsangebot kann bei allen Problemlagen
sowie in Krisen- und Konfliktsituationen in Anspruch
genommen werden.
Streetwork
Durch die regelmäßig stattfindende Streetwork
nimmt die ZORA-Mitarbeiterin Kontakt zu Mädchen
und junge Frauen auf der Straße auf, sowie an
den für sie relevanten Plätzen in der Wiesbadener
Innenstadt.
Gesundheitsprojekt
Das Gesundheitsprojekt ist ein Gruppenangebot
für Mädchen und Frauen zwischen 13 und 26 Jahren. Es finden Kurse mit den Themenschwerpunkten Ernährung, Stressbewältigung und Bewegung
statt. Die Gruppengröße bewegt sich zwischen fünf
bis sieben Teilnehmerinnen.
Informations- und Auskunftsservice
Durch den Informations- und Auskunftsservice
erhalten Mädchen und junge Frauen, Fachkräfte
und Eltern in der Anlauf- und Beratungsstelle
ZORA Informationen und Aufklärung zu verschiedenen Themenbereichen.
Präventions- und Öffentlichkeitsarbeit
Die aufsuchende Arbeit von ZORA findet neben dem
Streetwork, auch durch die Vorstellung der Einrichtung in Schulen und bei anderen innerstädtischen
Veranstaltungen statt.
Fundraising
Der Bereich des Fundraisings ist – neben dem
Zuschuss der Stadt Wiesbaden – ein wesentlicher
Bestandteil der Finanzierung von ZORA.
ZORA · Anlauf- und Beratungsstelle für Mädchen und junge Frauen
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8
Tätigkeitsbericht 2012 · 2. Übersicht 2012
2.3 Vorstellung der Mitarbeiterinnen
In den Arbeitsbereichen des Offenen Treffs, der
Beratung, der Öffentlichkeitsarbeit an Schulen und
des Streetworks arbeitet:
Lena Dimter
Diplom-Pädagogin
Seit 2009 bei ZORA
Zuständig für Öffentlichkeitsarbeit & Fundraising:
Zusätzlich in den Arbeitsbereichen des Offenen
Treffs und der Beratung:
Polina Tomova
Diplom-Sozialpädagogin
Seit 2010 bei ZORA
In der GesundheitsBildung war bis Januar 2013 tätig:
Thekla Theresia Kulik
Dipl.-Sinologin
Dipl.-Kulturwirtin
Seit 2008 bei ZORA
Dorisa Winkenbach
Ganzheitliche Gesundheits- und Ernährungsberaterin
Systematische Beratung
und Therapie
2010 bis 2012 bei ZORA
Susanne-Kati Nink
Diplom-Sozialpädagogin
Seit 2000 im Vorstand
Alice Mellentin
Diplom-Sozialpädagogin
Seit 2002 im Vorstand
Vorstand des Vereins sind:
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Tätigkeitsbericht 2012 · 2. Übersicht 2012
2.4 Personelle Besetzung
Im nachfolgenden Organigramm ist die personelle
Besetzung der Anlauf- und Beratungsstelle ZORA
im Jahr 2012 dargestellt.
Organigramm Zora Anlauf- und Beratungsstelle
Mitgliederversammlung
Verein zur Unterstützung
von Mädchen in Not e. V.
Vereinsvorstand
Susanne-Kati Nink
Alice Mellentin
Personal & Finanzen
Pädagogische
Mitarbeiterinnen
Reinhold Faldermann
(extern)
Lena Dimter
Polina Tomova
Dorisa Winkenbach
Fundraising
&
Öffentlichkeitsarbeit
Thekla Theresia Kulik
(extern)
Personelle Besetzung von ZORA 2012
Personelle Veränderungen
Im Bereich der GesundheitsBildung ist
Frau Dorisa Winkenbach seit Januar 2013 nicht
mehr für ZORA tätig.
Fortbildungen
Zur Verbesserung der pädagogischen Arbeit bei
ZORA nehmen die Mitarbeiterinnen an Fortbildungen
teil.
Polina Tomova nahm an der Fortbildung mit dem
Titel „Gewalt statt Geborgenheit“ teil.
Zur Gestaltung der ZORA-Homepage erlernten
Thekla Kulik, Polina Tomova und Lena Dimter den
Umgang mit dem Computer-Programm „Typo 3“.
Im September 2012 begann Lena Dimter die einjährige Weiterbildung zur „Fachberaterin für Psychotraumatologie“.
ZORA · Anlauf- und Beratungsstelle für Mädchen und junge Frauen
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Tätigkeitsbericht 2012 · 2. Übersicht 2012
2.5 Kontaktdaten
ZORA
Anlauf- und Beratungsstelle für Mädchen
und junge Frauen
Adolfstraße 5 · 65185 Wiesbaden
Tel.: 0611 - 9 10 14 13
Fax: 0611 - 3 08 31 01
E-Mail: info@zoratreff.de
Homepage: www.zoratreff.de
Offener Treff und Beratung
Lena Dimter
Diplom-Pädagogin
INTAKT – Die Mädchenzuflucht
INTAKT – Die Mädchenzuflucht in Wiesbaden
Postfach 57 52
65047 Wiesbaden
Tel.: 0611 – 80 80 88
Fax: 0611 – 308 19 53
Mobil: 0171 – 953 10 77
E-Mail: team@maedchenzuflucht.de
Homepage: www.maedchenzuflucht.de
Trägerverein
Verein zur Unterstützung von Mädchen in Not e.V.
Postfach 5752
65047 Wiesbaden
Polina Tomova
Diplom-Sozialpädagogin
Streetwork und Präventionsarbeit
Lena Dimter
Diplom-Pädagogin
Öffentlichkeitsarbeit & Fundraising
Thekla Theresa Kulik
Stiftungsmanagerin (DSA)
Fundraiserin (DFV)
Dipl.-Kulturwirtin
Der Verein zur Unterstützung von Mädchen in Not
e. V. ist als Verein beim Amtsgericht Wiesbaden
unter der VR_Nr. 2581 eingetragen und ist vom
Finanzamt Wiesbaden II unter der Steuernummer
43-250-9342 5 - IX A/2 als gemeinnützige Organisation anerkannt.
Tel: 0611 - 9011608
Fax: 0611 - 3083101
E-Mail: kulik@zoratreff.de
Vorstand
Susanne Kati Nink
Diplom-Sozialpädagogin
Alice Mellentin
Diplom-Sozialpädagogin
ZORA · Anlauf- und Beratungsstelle für Mädchen und junge Frauen
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Tätigkeitsbericht 2012 · 3. Gesamtstatistik 2012
3. Gesamtstatistik 2012
3.1 Allgemein
Vorab eine kurze Anmerkung zu den Statistiken
und Zahlen dieses Jahresberichts von 2012. Die
errechneten Ergebnisse sind nicht in Prozentzahlen
umgerechnet. Somit ist das im Folgenden erwähnte
Wort „Kontakt“ gleichbedeutend mit „Person“.
Besuchten Klientinnen regelmäßig die Einrichtung,
so sind sie auch mehrfach gewertet worden. Pro
Tag ist jede Person allerdings nur einmal gezählt
worden.
Rechnet man alle Kontakte des letzten Jahres
zusammen, sowohl die aufsuchende Arbeit der
Anlauf- und Beratungsstelle ZORA als auch die
Kontakte in der Einrichtung, so ergibt sich eine
Gesamtsumme von 2559 Kontakten.
Jahr 2012 in den verschiedenen Arbeitsbereichen
hatte. Eine Betrachtung der einzelnen Bereiche
folgt in den nächsten Kapiteln.
Der Informations- und Auskunftsservice wird in der
Regel in den Räumen der Einrichtung – jedoch
außerhalb der Öffnungszeiten des Offenen Treffs
durchgeführt. Grund dafür ist eine verschiedene
Finanzierung der Arbeitsbereiche und erfordert somit
eine gesonderte Dokumentation. Das Beratungsangebot von ZORA wird in diesem Diagramm nicht
gesondert aufgeführt, da dieser Arbeitsbereich
durch die Öffnungszeiten des Offenen Treffs abgedeckt wird. Die Anzahl von 1278 Kontakten des
Offenen Treffs in 2012 beinhalten die geführten
Beratungsgespräche.
Das nachfolgende Diagramm veranschaulicht einen
Überblick der gesamten Kontakte, die ZORA im
Überblick der gesamten Kontakte im Jahr 2012
Gesamtzahl 2012: 2559
1200
Anzahl der Kontakte
1000
800
600
1278
400
690
523
200
68
0
Kontakte im
Offenen Treff
Streetwork-Kontakte
Informations- und
Auskunftsservice
Präventions- und
Öffentlichkeitsarbeit
ZORA · Anlauf- und Beratungsstelle für Mädchen und junge Frauen
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Tätigkeitsbericht 2012 · 3. Gesamtstatistik 2012
3.2 Kontakte vor Ort
3.3 Kontakte aufsuchende Arbeit
Die dargestellten Arbeitsbereiche lassen sich
zusammenfassen zu Kontakten „Vor Ort“, d. h. in
den Räumlichkeiten von ZORA und in Kontakte
der „aufsuchenden Arbeit“. Die aufsuchende Arbeit
beinhaltet den Streetwork und die Präventionsund Öffentlichkeitsarbeit.
Die aufsuchende Arbeit beinhaltet den Streetwork
und die Präventions- und Öffentlichkeitsarbeit.
Gesamtkontakte aufsuchende Arbeit 2012: 1213
Gesamtkontakte vor Ort 2012: 1346
523
68
690
Streetworkkontakte
1278
Informations- und
Auskunftsservice
Präventions- und
Öffentlichkeitsarbeit
Kontakte im
Offenen Treff
Die Gesamtkontakte vor Ort/in der Einrichtung
umfassen alle Kontakte von Personen, die aktiv
Hilfe bei ZORA gesucht haben.
ZORA · Anlauf- und Beratungsstelle für Mädchen und junge Frauen
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Tätigkeitsbericht 2012 · 3. Gesamtstatistik 2012
3.4 Vergleich zum Vorjahr
Im Jahr 2011 waren die Gesamtkontakte der
aufsuchenden Arbeit (1508 Kontakte) etwa doppelt so hoch wie die der Kontakte vor Ort (844
Kontakten).
Überraschenderweise lassen sich im direkten
Vergleich zum Vorjahr Unterschiede erkennen.
Anders als in den vergangenen (zwei) Jahren
liegt im Berichtsjahr 2012 erstmals die Anzahl
der hilfesuchenden Mädchen über denen, die
durch Präventivangebote erreicht wurden. Beim
Ermitteln der statistischen Daten war dieser
Sachverhalt für uns zunächst sehr überraschend.
Bei genauerer Betrachtung lassen sich dafür
folgende Gründe erkennen:
Ausschlaggebend für diese Veränderung waren einerseits die mehrfachen großen Veranstaltungen im Vorjahr 2011, welche die hohen
präventiven Kontaktzahlen der aufsuchenden
Arbeit beinhalten. So fanden in 2011 der Jugendgesundheitstag des Gesundheitsamtes und der
Jugendaktionstag der AG Impuls statt. Der Jugendgesundheitstag wird alle zwei Jahre durchgeführt, daher fand er in 2012 nicht statt. Der
Jugendaktionstag „Get a life“ wurde aufgrund
einer Umstrukturierung der AG Impuls 2012 nicht
durchgeführt.
Ebenfalls auschlaggebend für diese Veränderung war das in 2012 erweiterte Angebot der
Internetberatung (Facebook) von ZORA. Den
Besucherinnen von ZORA wurde damit der Weg
zu unserem Unterstützungsangebot erleichtert.
Die Arbeit von ZORA basiert seit Bestehen der
Einrichtung auf möglichst geringen bürokratischen Zugangsvoraussetzungen. Die Möglichkeit
der Kontaktaufnahme über das Internet trägt zu
dieser „barrierefreiheit“ enorm bei. Vielen Besucherinnen von ZORA fällt der Umgang mit Geld
schwer. So kann ein wichtiger Aspekt der Barrierefreiheit des Internets bereits in der Einsparung
der Fahrtkosten liegen – einige „ersparen“ sich
möglicherweise weitere Schulden, beispielsweise
durch das Fahren ohne Fahrausweis.
Gerade Mädchen die das erste Mal Kontakt zu
uns suchen, kann ein „Antasten“ per Internet
dabei helfen, Mut für ein persönliches Gespräch
zu finden. Es verschafft ihnen oft ein hohes Maß
an Sicherheit, dass sie ihre Problemlage, zunächst für sich selbst formulieren können, ohne
dabei in einer für sie ungewohnten Umgebung
zu sein. Hinzu kommt, dass sie den Zeitpunkt
der Kontaktaufnahme frei wählen können – sie
sind im Internet nicht an Öffnungszeiten gebunden.
ZORA · Anlauf- und Beratungsstelle für Mädchen und junge Frauen
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Tätigkeitsbericht 2012 · 3. Gesamtstatistik 2012
3.5 Gesamtkontakte
Um einen Gesamteinblick zu erhalten, finden Sie
auf dieser Seite eine umfassende Grafik aller
Kontakte im letzten Jahr.
Kontakte im Jahr 2012
2559
Vor Ort / bei ZORA
Aufsuchende Arbeit
1346
1213
Offener Treff
1278
Beratungsgespräche
431
Informationsund
Auskunftsservice
68
Streetwork
523
Präventions- und
Öffentlichkeitsarbeit
690
662 Ausbildungsmesse IHK
19 Öffentliche Arbeit / Schulen
9 andere Interessierte
195
Pers./
Vor Ort
Überblick der Kontakte aller
Arbeitsbereiche im Jahr 2012
(Gesamtzahl aller ZORA-Kontakte
2012: 2559)
130
Per Telefon
106 Per Internet
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Tätigkeitsbericht 2012 · 4. Besucherinnen
4. Besucherinnen
Die Angebote der Anlauf- und Beratungsstelle ZORA
richten sich an Mädchen und junge Frauen aller
Nationalitäten im Alter von 12 bis 27 Jahren.
4.1 Allgemein
Der überwiegende Anteil der Besucherinnen der
Anlauf- und Beratungsstelle ZORA besteht aus
Mädchen und jungen Frauen, die polizeilich in Wiesbaden gemeldet sind oder sich hauptsächlich in
Wiesbaden aufhalten.
Vereinzelt suchen Mädchen und junge Frauen aus
den umliegenden Gebieten Wiesbadens oder
Mädchen und junge Frauen, die keinen festen Wohnsitz haben, die Einrichtung auf. In diesen Fällen
werden die Besucherinnen von Freundinnen begleitet,
welche in Wiesbaden wohnen.
4.2 Vertretene Nationalitäten und
Kulturen
Bei vielen der Mädchen und jungen Frauen lag 2012
ein Migrationshintergrund in der Herkunftsfamilie
vor. Der überwiegende Anteil der Besucherinnen mit
Migrationshintergrund wurde in Deutschland
geboren.
Ein Migrationshintergrund lässt sich oft nicht
eindeutig feststellen. Aus diesem Grund wurden
nur Angaben gemacht, wenn die Besucherinnen
sich selbst darauf bezogen haben oder wenn das
Gespräch eindeutig einen Rückschluss auf einen
vorliegenden Migrationshintergrund zuließ. Soweit
bekannt, waren bei den Mädchen und jungen Frauen,
die ZORA im Jahr 2012 besuchten, 21 Nationalitäten
und Kulturen vertreten.
Die Verteilung der vertretenen Nationalitäten und
Kulturen ist keinesfalls repräsentativ. Dennoch
zeigt sich deutlich, dass die Besucherinnen mit
türkischen Wurzeln den Hauptanteil ausmachen.
Verteilung der vertretenen Nationalitäten und Kulturen
(Gesamtzahl der vertretenen Nationalitäten und Kulturen: 21)
Pakistan
1
Rumänien
1
Tadschikistan
1
Algerien
1
Serbien
1
Ukraine
Kosovo
1
2
Türkei
12
Afghanistan
1
Dom. Rep.
1
Polen
1
USA
4
China
1
Indien
2
Ungarn
1
Philippinen
1
Italien
2
(Weiß-)Russland
Afrika
2
4
(Ghana, Senegal)
Marokko
1
1
Albanien
0
2
4
6
8
10
ZORA · Anlauf- und Beratungsstelle für Mädchen und junge Frauen
16
16
12
Tätigkeitsbericht 2012 · 4. Besucherinnen
4.3 Altersverteilung in Beratungsgesprächen
Während des Beratungsgesprächs nehmen die
ZORA-Mitarbeiterinnen in der Regel nur den Vornamen und das Alter des Mädchens oder der
jungen Frau auf. Diese Angaben sind hilfreich, um
auf die persönliche Situation besser eingehen zu
können und geeignete – dem Alter entsprechende
– Hilfs- und Unterstützungsangebote zu vermitteln.
Im Offenen Treff erfahren wir wesentlich seltener
das Alter der Besucherinnen. Für die Arbeit im Treff
ist das genaue Alter eines Mädchens oder einer
jungen Frau nicht entscheidend.
Aus diesem Grund haben wir die Altersverteilung
der ZORA-Besucherinnen von 2012 anhand der
Dokumentation der Beratungsgespräche errechnet.
Im Jahr 2012 fanden 195 persönliche Beratungsgespräche, d. h. Beratungsgespräche in
den Räumen der Anlauf- und Beratungsstelle, statt. Der Hauptanteil lag zwischen 18 bis
21 Jahren.
Altersverteilung in Beratungsgesprächen
Anzahl der Besucherinnen
35
30
25
20
37
15
10
17
12
5
0
8
4
2
unter
12 Jahre
12-14
Jahre
15-17
Jahre
18-21
Jahre
22-27
Jahre
über 27
Jahre
ZORA · Anlauf- und Beratungsstelle für Mädchen und junge Frauen
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17
Tätigkeitsbericht 2012 · 5. Offener Treff
5. Offener Treff
Der Offene Treff hat an vier Nachmittagen in der
Woche geöffnet. In diesen Zeiten können die
Besucherinnen ohne vorherige Anmeldung vorbeikommen. Formale Zugangsvoraussetzungen
müssen nicht erfüllt werden. Die Räume von ZORA
sind ausschließlich für Mädchen und junge Frauen
geöffnet.
Die Mitarbeiterinnen von ZORA unterstützen die
Besucherinnen bei Ämter- und Behördenangelegenheiten sowie bei schulischen und
beruflichen Fragen.
5.1 Allgemein
Im Offenen Treff haben die Besucherinnen die
Möglichkeit, die Beratung durch eine Pädagogin für
unterschiedlichste Problemlagen in Anspruch zu
nehmen. Bei Bedarf findet eine Weitervermittlung
zu weiteren Hilfsangeboten in Wiesbaden statt.
PC-Raum
Zugleich bietet der Offene Treff die Möglichkeit, sich
in einem geschützten Rahmen mit anderen
Besucherinnen zu treffen. Er gibt Gelegenheit zur
Kontaktaufnahme und zur Entwicklung gemeinsamer
Angebote und zur Freizeitgestaltung. Der Austausch
untereinander, sich gegenseitig Verständnis zu geben
und sich mit Informationen zu versorgen, erfüllt
wichtige Funktionen, wie die Stärkung des Selbstwertgefühls und die Akzeptanz untereinander.
Eingangsbereich ZORA
Neben dem Beratungsangebot besteht im Offenen
Treff die Möglichkeit der Grundversorgung
(zubereiten einer warmen Mahlzeit, Wäsche waschen,
duschen, sich mit gespendeter Kleidung zu
versorgen). Wohnungslose Mädchen und junge
Frauen können sich eine Postadresse bei ZORA
einrichten, über die sie postalisch erreichbar sind.
Ein gut ausgestatteter Computerraum mit Internetzugang ermöglicht den Mädchen und jungen Frauen
die Wohnungs-, Ausbildungs- und Arbeitsplatzsuche,
das Anfertigen von Bewerbungen oder auch das
Erledigen von Hausaufgaben.
Durch das gemeinsame Kochen während des Offenen
Treffs wird eine Alltagsstruktur geboten. Das
Zusammensitzen während des Essens fördert das
Gemeinschaftsgefühl, wodurch ein Vertrauensaufbau
entsteht. Dieses wachsende Vertrauen findet sowohl
zwischen Mitarbeiterin und Besucherin als auch
bei den Besucherinnen untereinander statt.
Durch die Veränderungen im Leben der Mädchen
findet ein regelmäßiger Wechsel der Besucherinnen
statt. Die jungen Frauen üben dadurch, sich auf
neue Situationen einzustellen und werden „sozial
offener“. Das Erlernen von sozialen Kompetenzen
durch gruppendynamische Prozesse wird gefördert.
Die Mädchen und jungen Frauen können das eigene Verhalten in der Gruppe erproben.
ZORA · Anlauf- und Beratungsstelle für Mädchen und junge Frauen
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Tätigkeitsbericht 2012 · 5. Offener Treff
Durch unterschiedlichste Persönlichkeiten und
Charaktere können Meinungsverschiedenheiten
zwischen Besucherinnen entstehen. Die Pädagogin des Offenen Treffs unterstützt die Mädchen
und jungen Frauen in einer konstruktiven Auseinandersetzung miteinander. Auf diese Weise
erfahren sie, mit negativen Gefühlen und Empfindungen umzugehen und ihre eigene Konfliktfähigkeit zu erproben. Gewaltbereite Mädchen
können einen positiven und wirksamen Umgang
mit kritischen Situationen trainieren.
Vielen jungen Frauen konnte bereits mit Unterstützungsangeboten wie Bewerbungen schreiben
oder durch die Bereitstellung der Schutz- und
Schonräume von ZORA geholfen werden.
Oft wirken die Mädchen und junge Frauen isoliert
und genießen die sozialen Kontakte bei ZORA.
Über die Möglichkeit, Secondhand-Kleidung zu
erhalten, freuen sich ebenfalls viele der jungen
Frauen.
Um die Kreativität der Besucherinnen zu fördern,
bieten wir ihnen an, Leinwände und Bilder zu
gestalten.
Der Offene Treff stellt einen Ausgangspunkt
für Hilfs-, Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeiten aller Art dar.
Kochen
Als Gruppenaktivitäten im Jahr 2012 organisierten die Besucherinnen und Mitarbeiterinnen von
ZORA ein Neujahrs- und Osterfest, sowie eine
Halloween- und Weihnachtsfeier. Dafür wurden
gemeinsam Lebensmittel eingekauft und zubereitet.
Bei dem niedrigschwelligen Arbeitsansatz des
Offenen Treffs stehen der Vertrauensaufbau und
die wertschätzende Grundhaltung im Vordergrund. Den Mädchen und jungen Frauen wird mit
Respekt und Achtung begegnet. Sie werden mit
ihren Belangen ernst genommen. Die persönliche
Haltung der Mitarbeiterinnen ist zugewandt und
zugleich reflektierend.
Osterfest
Halloween-Feier
ZORA · Anlauf- und Beratungsstelle für Mädchen und junge Frauen
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19
Tätigkeitsbericht 2012 · 5. Offener Treff
5.2 Statistik des Offenen Treffs
5.3 Besucherinnenzahlen einzelner Monate
Im Jahr 2012 gab es im Offenen Treff insgesamt
1278 Kontakte zu Mädchen und jungen Frauen.
Dabei konnten 169 Besucherinnen erreicht werden.
14 junge Frauen eröffneten sich ein Postfach bzw.
eine Postadresse bei ZORA.
Betrachtet man die Verteilung der Besucherinnen
des Offenen Treffs in Bezug auf die einzelnen
Monate, so zeigt sich eine Häufung im Oktober
und November 2012.
Eine mögliche Erklärung für die Häufung im
Oktober und November könnte der Versuch sein,
sich abzulenken, aufgrund drohender depressiver
Gefühle in den Wintermonaten.
Postfach
Verteilung der Besucherinnen auf die einzelnen Monate des Jahres 2012
mit den jeweiligen Öffnungstagen (Gesamtzahl der Kontakte 2012: 1278)
Anzahl der Besucherinnen
180
160
140
120
100
80
124
60
40
96
93
97
Januar
17 Tage
Februar
17 Tage
März
18 Tage
130
129
87
99
102
94
132
95
20
0
April
15 Tage
Mai
17 Tage
Juni
Juli
16 Tage 17 Tage
August September Oktober November Dezember
19 Tage 15 Tage 17 Tage 18 Tage 14 Tage
ZORA · Anlauf- und Beratungsstelle für Mädchen und junge Frauen
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20
Tätigkeitsbericht 2012 · 6. Beratung
6. Beratung
Persönliche Beratungsgespräche entwickeln sich
häufig durch den Vertrauensaufbau im Offenen
Treff.
6.1 Allgemein
Die Mitarbeiterinnen nehmen die Mädchen und
jungen Frauen ernst und berücksichtigen deren
Lebenslagen und gesellschaftlichen Zusammenhänge. Sie setzen bei den Kompetenzen der Mädchen
an und entwickeln mit ihnen individuelle und
selbstbestimmte Wege und Lösungen.
Inhalte der Beratung werden vertraulich behandelt
und weitere Schritte in Absprache mit den Mädchen
und jungen Frauen unternommen. Auf Wunsch kann
eine anonyme Beratung stattfinden.
Beratungen des familiären Umfeldes finden nur in
Ausnahmefällen statt.
Ziele der Beratung bei ZORA sind:
Klärung aktueller Problemlagen und Prioritäten
für nächste Schritte erarbeiten,
Intervention und Vermittlung in adäquate
Kriseneinrichtungen (Frauenhaus, Klinik u. Ä.),
Vermittlung zu anderen sozialen Hilfsangeboten
und
Befähigung zur selbstbestimmten Lebensführung.
Facebook-Seite ZORA
Beratungsraum
ZORA · Anlauf- und Beratungsstelle für Mädchen und junge Frauen
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21
Tätigkeitsbericht 2012 · 6. Beratung
6.2 Statistik der Beratung 2012
Im Verlaufsjahr 2012 fanden bei ZORA 431 Beratungsgespräche statt. Der Hauptanteil der Beratungen
fand in persönlichen Gesprächen in der Einrichtung
statt. Sehr viele Mädchen und junge Frauen ließen
sich zudem telefonisch oder per E-Mail beraten.
Mit dem Beratungsangebot vor Ort konnten im
Verlaufsjahr 81 Mädchen und junge Frauen erreicht
werden.
Einigen Mädchen und jungen Frauen konnte mit
einer einmaligen Beratung weitergeholfen werden,
bei anderen fanden Beratungsgespräche über
einen längeren Zeitraum statt. Die Dauer des
Beratungsprozesses ist individuell verschieden.
200
Eine enorme Steigerung an Beratungskontakten
zeigt sich zum Vorjahr 2011:
Während in 2012 158 Beratungen stattfanden, waren es im Berichtsjahr 2012 431 Kontakte.
Die hohe Anzahl an Beratungskontakten lässt sich
auf gestiegene Internetberatungen zurückführen:
Um die Kontaktaufnahme für Mädchen und junge
Frauen zu erleichtern, gründete ZORA im Jahr 2012
eine eigene Facebook-Seite. Unklar ist, wodurch
die persönlichen Beratungsgespräche vor Ort, sowie die Telefonberatungen, ebenfalls stark zugenommen haben.
Art der Kontaktaufnahme (Anzahl der Gespräche: 431)
Anzahl der Kontakte
180
160
140
120
100
195
80
130
106
60
40
0
persönlich / vor Ort
per Telefon
per Internet
ZORA · Anlauf- und Beratungsstelle für Mädchen und junge Frauen
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Tätigkeitsbericht 2012 · 6. Beratung
6.3 Inhalte von Beratungsgesprächen
Belastende Ereignisse, bei welchen sich Mädchen
und junge Frauen Hilfe und Unterstützung bei
ZORA suchen, sind umfangreich:
Andauernde soziale Konflikte z. B. in der Familie
oder im Freundeskreis
Geldmangel, Armut, Überschuldung
Soziale Isolation, Vernachlässigung, Vereinsamung
Mobbing in der Schule oder am Arbeitsplatz
Psychische Belastungen durch traumatische
Erlebnisse (psychische, physische oder sexuelle
Gewalterfahrungen)
akute oder drohende Wohnungslosigkeit
Die Inhalte der Beratungsgespräche bei ZORA lassen
sich zu insgesamt acht Themengebieten zusammenfassen. Jedes der acht Themengebiete beinhaltet
zahlreiche Einzelthemen.
So umfasst die Kategorie „Anliegen im psychosozialen Bereich“ Thematiken wie familiäre Konflikte,
Beziehungs-/Eheprobleme, Probleme mit Betreuer/
Innen oder Erziehungsprobleme.
Unter der Kategorie „Gewalterfahrung“ werden
sexuelle Gewalterfahrung, physische Gewalterfahrung
und psychische Gewalterfahrung zusammengefasst.
Beratungsgespräche des Jahres 2012 gruppiert nach Themenbereichen
(Mehrfachnennungen möglich)
Anzahl der Nennungen
Anliegen im
psychosozialen
Bereich
116
81
Wohnsituation
Gewalterfahrung
76
Psychische
Beeinträchtigung
130
Schwierigkeiten
mit der Lebensplanung
92
Migrationshintergrund
31
Gesundheit
43
63
Ämter, Behörden
0
25
50
75
100
125
ZORA · Anlauf- und Beratungsstelle für Mädchen und junge Frauen
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23
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Tätigkeitsbericht 2012 · 6. Beratung
Bei genauerer Betrachtung zeichnen sich folgende Einzelthemen als die am häufigsten genannten ab:
„Familiäre Konflikte“ mit 63 Nennungen,
„akute psychische/seelische Belastung“ mit
56 Nennungen,
„schulische/berufliche Probleme mit
46 Nennungen und
„Ämter, Behörden“ mit 63 Nennungen
Die am häufigsten genannten Einzelthemen (Mehrfachnennungen möglich)
Anzahl der Nennungen
Familiäre Konflikte
63
Akute psychische/
seelische Belastung
56
schulische/berufliche
Probleme
46
63
Ämter, Behörden
0
10
20
30
40
50
ZORA · Anlauf- und Beratungsstelle für Mädchen und junge Frauen
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Tätigkeitsbericht 2012 · 6. Beratung
6.4 Statistische Auffälligkeiten
und Veränderungen
Viele Mädchen und junge Frauen befinden sich in
einer individuelle Krisen- oder Konfliktsituation, in
welcher sie sich nicht in der Lage sehen ihre Situation zu beeinflussen oder zu bewältigen.
Diese Belastung zeigt sich in den statistischen Ergebnissen: Mehr als die Hälfte aller Besucherinnen
(56 Nennungen) benennen eine „akute psychische/
seelische Belastung“.
Durch Veränderungen im Leben eines Menschen
können die sozialen, psychischen und physischen
Ressourcen unzureichend werden und die Anforderungen und Belastungen des Alltags können nicht
mehr bewältigt werden.
Während der Pubertät findet der Prozess der
Identitätsfindung statt. Jugendliche stellen sich die
Frage, wer sie sind, wer sie sein möchten, wie sie
von Mitmenschen gesehen werden und wechseln
daher häufig ihre Rollen. Dabei kann es zu Konflikten kommen, wenn es der Jugendlichen nicht
gelingt, ihre eigene Rolle in der Gesellschaft zu
finden. Die Jugendliche fühlt sich unvollkommen,
ist unentschlossen und verwirrt. Das Finden einer
eigenen sozialen Rolle ist ein wichtiger Bestandteil
der Identitätsfindung. Ist die Jugendliche in Bezug auf ihre Identität bzw. Rolle unsicher, können
Störungen in der Identitätsentwicklung entstehen.
Dann ist es schwierig, eine stabile Identität aufzubauen. Diese Art von Verwirrung löst häufig psychosoziale Probleme aus.
In der Beratungsarbeit wird deutlich, dass die
Frauen, die ZORA aufsuchen nicht in eine „Problemkategorie“ einzuordnen sind. Meist zeigt sich,
dass es sich um eine Vielzahl von Problematiken
handelt, die eng miteinander verknüpft sind.
Oftmals entsteht eine Häufung von alltagsbelastenden Problemen wie Arbeitslosigkeit („schulische/berufliche Probleme: 46 Nennungen), Überschuldung und drohende Wohnungslosigkeit.
Durch fehlenden Rückhalt im sozialen Bereich
(„Familiäre Konflikte“: 63 Nennungen) erscheint
ihnen ihre Zukunft perspektivlos.
6.5 Migrationsaspekte
Im Jahr 2011 waren 15 Nationalitäten und Kulturen
bei ZORA vertreten. 2012 erhöhte sich die Anzahl
auf 21 Herkunftsländer.
Kapitel 4 zeigt, dass die Verteilung in einer Alterskategorie gesunken ist. Während in 2011 sechs
Mädchen in der Alterspanne 12 bis 15 Jahre lag,
hat sich die Anzahl in 2012 verdoppelt (vgl. 12-15
Jahre: 13 Angaben). In dieser Alterspanne beginnt
die Phase der Pubertät.
Die Anlauf- und Beratungsstelle ZORA wird regelmäßig von Mädchen und jungen Frauen mit Migrationshintergrund aufgesucht.
Viele Besucherinnen wachsen in zwei Kulturen auf:
Einerseits der durch Traditionen geprägten elterlichen und der durch westliche Einflüsse und Werte
geprägten deutschen Kultur andererseits. Dieser
„Zwiespalt“ beinhaltet oftmals ein hohes Konfliktpotential. Für die Mädchen und jungen Frauen
resultieren daraus innere Konflikte, Verunsicherungen und Auseinandersetzungen, die ihre Identitätssuche begleiten. Der Druck und die Herausforderung möglichst beiden Kulturen gerecht werden zu
müssen/wollen führt in ein Spannungsverhältnis,
das für die Betroffene schwer auszuhalten ist.
ZORA · Anlauf- und Beratungsstelle für Mädchen und junge Frauen
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Tätigkeitsbericht 2012 · 6. Beratung
6.6 Psychische Auswirkungen der Problematik
In der täglichen Arbeit bei ZORA fällt auf,
dass viele der Mädchen und jungen Frauen
Schwierigkeiten beim Erkennen und Ausdrücken
der eigenen Empfindungen vorweisen.
Dies zeigt sich zum Beispiel in Defiziten bei
der Formulierung und Einordnung der aktuellen
Gefühlslage.
Kommt es in konflikthaften Situationen zu
unangenehmen Gefühlen, so können sie
damit nur schwer umgehen. Es gelingt ihnen
nicht, ihre negativen Gefühle zu verarbeiten,
auszuhalten oder positiv zu beeinflussen. Die
Unsicherheit und Verwirrung der eigenen Gefühle
löst ein unkontrollierbares Stressempfinden aus.
Aus dem psychischen Kontrollverlust entsteht
Angst. Um den Zustand der Angst möglichst
schnell zu beenden oder gar nicht erst
entstehen zu lassen, entwickeln die Mädchen
verschiedene Arten von Vermeidungsverhalten.
So gehen manche Mädchen den Situationen,
welche unkontrollierbare und unangenehme
Emotionen auslösen, aus dem Weg. Das kann
sich in der Vermeidung von Arztbesuchen,
Ämtern oder bestimmten Orten äußern. Die
Vermeidung von zunächst negativen Gefühlen
verhindert allerdings die Entstehung von
Erfolgserlebnissen, die durch die Bewältigung
der Situation entstehen könnten.
Andere Besucherinnen Verdrängen und
Unterdrücken ihre negativen Gefühle, um sie
nicht bewusst wahrzunehmen. So gibt es
Mädchen, die beim Erzählen eines Erlebnisses
oder einer Erfahrung, die negativen Aspekte,
völlig ausblenden. Dies kann zur Folge haben,
dass die Fähigkeit, belastende Ereignisse
emotional zu verarbeiten, nicht genutzt
und weiterentwickelt werden kann. Das
Unterdrücken der emotionalen Reaktion
kann zur Aufrechterhaltung der körperlichen
Belastungsreaktionen, die durch das negative
Ereignis ausgelöst wurden, führen.
Eine weitere erfolgreiche Möglichkeit zur
Vermeidung von Emotionserleben bewirkt
die psychische Ablenkung davon. So fixieren
manche Besucherinnen beispielsweise ihre
Aufmerksamkeit auf zentrale Konflikte in ihrem
engen sozialen Umfeld oder eigene körperliche
Beschwerden, welche die Gesundheit gefährden
könnten. Um wieder das Gefühl der Kontrolle
zu erlangen, machen sich die Mädchen ständig
Sorgen, beschäftigen sich mit dauerhaftem
Analysieren, entwickeln Ursachen und daraus
weitere Handlungsstrategien. Um negative
Empfindungen abzuschwächen bzw. um ihre
Stimmung kurzfristig zu verbessern, nutzen
einige die Wirkung des Drogenkonsums.
Diese Arten von Vermeidungsverhalten haben
zur Folge, dass die Mädchen und jungen
Frauen oftmals keine oder nur mangelhafte
Strategien zur Regulation ihrer belastenden
Empfindungen entwickeln. Es entsteht ein
Teufelskreis: Die bestehenden Defizite ihrer
eigenen Emotionsregulationskompetenzen
bewirken, dass unangenehme Gefühle weiterhin
als unkontrollierbar empfunden werden. Aus
dem Gefühl des Kontrollverlusts entsteht
Angst, welche das Vermeidungsverhalten
auslöst. Der Erwerb der eigenen
Emotionsregulationsfähigkeit wird erschwert und
das positive Erleben der eigenen emotionalen
Selbstwirksamkeitserfahrung bleibt aus. Der
fehlgeschlagene Bewältigungsversuch fördert
das negative Selbstbild und löst weitere
unangenehme Emotionen aus.
ZORA · Anlauf- und Beratungsstelle für Mädchen und junge Frauen
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Tätigkeitsbericht 2012 · 6. Beratung
6.7 Unterstützung durch das Beratungsgespräch
Aufgabe der Beratung ist es dann, die Mädchen
wieder handlungsfähig zu machen, sie bei der
Bewältigung ihrer aktuellen und zukünftigen
Konflikte zu stärken und ihnen die Fähigkeit zu
vermitteln, sich im Alltag selbstständig zu
bewegen.
Im Gespräch erfährt das Mädchen bereits
Unterstützung durch das Zuhören der
Mitarbeiterin. Das Gefühl, von jemandem ernst
genommen zu werden, ermutigt sie und gibt ihr
Selbstvertrauen.
Das zielgerichtete Beratungsgespräch ermöglicht
dem Mädchen, ihre Situation gedanklich neu zu
ordnen und ermutigt sie, die eigenen
Bedürfnisse und Wünsche zu erkennen und
auszudrücken. Damit werden ihr die eigenen
Ziele und Vorstellungen bewusst.
Durch das Bewusstmachen der eigenen
Ressourcen und Stärken, wird Selbstwert und
Selbstbewusstsein der jungen Frau gefördert
und gestärkt. Die empfundene Stärkung ihres
Durchsetzungsvermögens ermöglicht die
eigenständige Suche und Umsetzung geeigneter
Lösungswege.
In der Beratung informieren wir das Mädchen
und klären sie über ihre Möglichkeiten auf.
Schritt für Schritt erarbeiten wir gemeinsam
verschiedene Alternativen und unterstützen sie
auf ihrem Weg.
Beratungssitutation
ZORA · Anlauf- und Beratungsstelle für Mädchen und junge Frauen
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27
Tätigkeitsbericht 2012 · 7. Streetwork
7. Streetwork
Ein Teil der aufsuchenden Arbeit von ZORA ist die
Kontaktaufnahme auf der Straße.
7.1 Allgemein
7.2 Statistik der Streetwork-Arbeit
Beim Streetwork erhalten die Mädchen und jungen
Frauen vor Ort das Angebot der Beratung und
Unterstützung. Durch die spontane Kontaktaufnahme
gelingt es erste Kontakte zu knüpfen, um somit
den Zugang zur Einrichtung zu ermöglichen. Ziel ist
es, Schwellenängste abzubauen, zu informieren
und so das Aufsuchen der Beratungsstelle zu
erleichtern.
In 2012 konnten über die aufsuchende StreetworkArbeit 523 Kontakte zu Mädchen und jungen
Frauen auf den Straßen in Wiesbaden hergestellt
werden.
Es finden Beratungs- und Informationsgespräche
auf der Straße statt. Den Mädchen und jungen
Frauen werden auf diese Weise Gesprächs- und
Unterstützungsangebote aufgezeigt, falls sie nicht
die Möglichkeit haben ZORA direkt aufzusuchen.
Adolfsallee, Rheinstraße, Schwalbacher Straße,
Wellritzstraße, Wilhelmstraße
Bahnhofstraße und Bahnhofsplatz
Bushaltestellen
Dern‘sches Gelände
Fußgängerzone (Kirchgasse)
Hauptbahnhof
Einkaufszentren: Lilien-Carré und Luisenforum
Bonifatiusplatz, Luisenplatz, Marktplatz,
Mauritiusplatz, Rathausplatz, Schlossplatz
Platz der deutschen Einheit, Reisinger Anlagen,
Schlachthof
Die Mädchen und jungen Frauen erhalten einen
ZORA-Flyer, der die Kontaktdaten enthält, um zu
einem späteren Zeitpunkt von dem Angebot
Gebrauch machen zu können.
Die Mädchen und jungen Frauen wurden unter
anderem an folgenden Plätzen in der Wiesbadener
Innenstadt aufgesucht:
Streetwork
Kontaktaufnahme auf der Straße
ZORA · Anlauf- und Beratungsstelle für Mädchen und junge Frauen
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28
Tätigkeitsbericht 2012 · 8. Projekt „GesundheitsBildung – gebildet gesund“
8. Projekt „GesundheitsBildung – gebildet gesund“
Das 2010 gestartete Gesundheitsprojekt wird durch
die ARD Fernsehlotterie „Ein Platz an der Sonne“
finanziert. Es ist auf drei Jahre angelegt. Auch im
dritten Jahr leistete es wieder wichtige Präventionsarbeit für Mädchen und junge Frauen zwischen
13 und 26 Jahren.
8.1 Allgemein
werden, um hier neue Erfahrungen zu machen.
Erfahrungen zu machen.
Das Gesundheitsprojekt, das seit Jahresbeginn
2010 durch die ARD Fernsehlotterie „Ein Platz an
der Sonne“ finanziert wurde, führte im Jahr 2012
in mehreren Durchläufen parallel zwei Module
durch. Im Dezember dieses Jahres endete die gesamte Laufzeit des Projektes.
Es hat sich in dieser Zeit gezeigt, wie wichtig es
ist, das Gesundheitsbewusstsein und damit als
Grundstein das Selbstbewusstsein von Mädchen
und jungen Frauen zu stabilisieren, da in der ge–
sellschaftlichen Entwicklung daraus resultierende
Probleme ständig zunehmen (Fettleibigkeit, mangelnde Bewegung, Burn-out). Eine umfassende
Auswertung der Aussagen der Teilnehmerinnen
zum Abschluss dieses dreijährigen Projektes zeigte, dass die Teilnehmerinnen für sich nachhaltige
Veränderungen in Gang setzen konnten und die
Ziele, mit denen das Projekt angetreten ist, umgesetzt werden konnten.
Modul
Stressbewältigung
und
Kommunikation
Der Zugang der Teilnehmerinnen zum Projekt
erfolgte über KooperationspartnerInnen anderer
sozialer Einrichtungen und Schulen in Wiesbaden
sowie über Mädchen und junge Frauen, die den
Offenen Treff besucht hatten. Die am stärksten
vertretene Altersgruppe der Teilnehmerinnen waren
14 bis 16 jährige Mädchen.
Besonders die Module „Stressbewältigung und
Kommunikation“ und „Ernährung und Lebensqualität“ sprachen die Bedürfnisse der Teilnehmerinnen an. Viele der Teilnehmerinnen erlebten ihren
Alltag in vielen Bereichen als sehr stressbesetzt
und zeigten Bereitschaft selbst darauf aktiv einzuwirken. In dieser Altersgruppe waren viele auch
mit ihrem Äußeren nicht sehr zufrieden und konnten so zum Interesse an Ernährung gewonnen
ZORA · Anlauf- und Beratungsstelle für Mädchen und junge Frauen
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Tätigkeitsbericht 2012 · 8. Projekt „GesundheitsBildung – gebildet gesund“
Die Arbeit in der kleinen Gruppe sicherte den
Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung, als
Grundlage dazu, den Teilnehmerinnen die Inhalte der Module im ausgewogenen Verhältnis von
Theorie und Praxis näherzubringen. Die meisten
Module starteten mit durchschnittlich sieben
Teilnehmerinnen. Die Mädchen erlebten es bei der
Auseinandersetzung mit den Themen als motivierend, dass sie ihre eigenen Interessen einbringen
konnten und sich ernst genommen fühlten (Prinzip
der Salutogenese). Dadurch gelang es, Interesse
und Lernbereitschaft bei den Teilnehmerinnen über
einen längeren Zeitraum hinweg aufrechtzuerhalten. Freude und Spaß am gemeinsamen Tun und
positive Verstärkung half den Teilnehmerinnen
beim Durchhalten kleiner realisierbarer Schritte.
Wie wichtig immer wieder neue Motivationsschübe
von Seiten der Pädagogin waren, zeigt sich am
Beispiel daran, wie schwer es ist, vom TraumWunsch zu einer realistischen Zielannäherung zu
gelangen. Gerade das Durchhaltevermögen, das
dabei benötigt wird, z. B. neues Essverhalten in
den Alltag zu integrieren und Gewohnheiten zu
verändern, fehlte den Mädchen bisher in ihren Lebensläufen. Flexibilität in der Kursgestaltung, die
sich an den jeweiligen Befindlichkeiten, z. B. dem
Leidensdruck, bzw. der Aufnahmebereitschaft der
Teilnehmerinnen orientierte, war immer wie¬der
gefordert. Im Modul „Stressbewältigung und
Kommunikation“ haben die Mädchen, die über
wenige sprachliche Kompetenzen im Ausdruck von
Emotionen zuvor verfügten, sich ein neues Feld
erschlossen und somit völlig neue Erfahrungen
in ihrem Umfeld machen können. „Die Erfahrung,
dass ich verstanden werde und man viele Sachen
mit Sprechen klären kann“ war oft ein sehr überraschendes Ergebnis des Erlernens davon, Gefühle
in Sprache zu bringen.
8.2 Akquise
Um neue Teilnehmerinnen für das Projekt zu gewinnen erfolgten dauerhaft Akquise. Die Akquise
fand statt über Öffentlichkeitsarbeit an Wiesbadener
Schulen, Bildungsträgern und anderen sozialen Einrichtungen sowie über Mädchen und junge Frauen,
die den Offenen Treff der Beratungsstelle aufsuchten. Erfolgreiche Kooperationen fanden statt mit
verschiedenen Einrichtungen der Stadt Wiesbaden,
den berufsvorbereitenden Bildungsträgern der freien
Wirtschaft und Arbeitsvermittlungsstellen. Es wurden
auch öffentliche Veranstaltungen wie der „Wiesbadener Gesundheitstag“, die Ausbildungsmesse oder
Tage der Offenen Tür an diversen berufsbildenden
Schulen genutzt um auf das Projekt aufmerksam zu
machen.
Im letzten halben Jahr wurde die Akquise nach
außen reduziert. Teilnehmerinnen wurden aus bestehenden Kontakten mit Schulen und Fachstellen
vermittelt, da das Projekt mittlerweile in Wiesbaden
und Umgebung gut bekannt war.
8.3 Vertrauensbildung durch Kontinuität
Eine vertrauensvolle Anbindung an die Pädagogin
mit der persönlichen Ansprach in der kleinen Gruppe
war ebenfalls sehr wichtig sowie die Fähigkeit in der
Gruppe eine gute Atmosphäre entstehen zu lassen.
Damit, dass die Kontakte sehr persönlich gestaltet
waren und die Teilnehmerinnen viel Aufmerksamkeit
erfahren haben, war es erst möglich, dass alle Teilnehmerinnen, viel von ihren Lebensgeschichten und
ihrer aktuellen Situationen einbringen konnten.
Eine weiterer Stabilisation im Kontakt zur Pädagogin war die Tatsache, dass die Modulinhalte, bis auf
wenige Außentermine, von der Pädagogin selbst abgedeckt werden konnten, da diese über die entsprechende Ausbildungen und Methodenvielfalt verfügte.
Die kursleitende Pädagogin, mit fachspezifischer
Zusatzausbildung, arbeitete mit situativem Arbeitsansatz und war in der Umsetzung des Konzeptes
ganzheitlich und systemisch orientiert.
ZORA · Anlauf- und Beratungsstelle für Mädchen und junge Frauen
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30
Tätigkeitsbericht 2012 · 8. Projekt „GesundheitsBildung – gebildet gesund“
8.4 Besonderheiten in 2012
8.5 Knigge-Dinner
Im Jahr 2012 wurden zwei Module im Rahmen des
Gesundheitsprojektes durchgeführt:
- Modul „Stressbewältigung und Kommunikation“
- Modul „Ernährung und Lebensqualität“
Ein Themenschwerpunkt des Moduls Ernährung und
Lebensqualität 2012 waren moderne Umgangsformen, so genannte Benimmregeln oder auch Höflichkeitsregeln. Diese zu kennen und danach zu handeln, erweitern die eigene Selbstsicherheit und das
Selbstwertgefühl.
Für beide Kurse bildeten sich stabile Gruppen die
kontinuierlich arbeiten konnten. Es gab kaum Fehlzeiten bei den Teilnehmerinnen. Die Zertifikate zum
Ende eines Kursdurchgangs waren gewünscht und
wurden als hilfreich angesehen.
Als erfolgreich erwies es sich, die Wissensvermittlung
in Verbindung mit praktischem Tun zu gestalten.
Denn erst durch die Kombination von Theorie und
Praxis gelang es, Interesse und Lernbereitschaft
aufrecht zu erhalten. Dabei war es wichtig sensibel
darauf zu achten, wenn dabei zwischen beidem
ein Wechsel angebracht war. Freude und Spaß am
gemeinsamen Tun und positive Verstärkung beim
Durchhalten kleiner realisierbarer Schritte, wirkten
in diesem Zusammenhang erleichternd und motivationsfördernd. Angelehnt an das jeweilige Schwerpunktthema des Moduls fand daher je eine Exkursion innerhalb einer Kurseinheit statt.
Besonderheiten der durchgeführten Module in 2012
waren:
Es wurden folgende Umgangsformen erarbeitet:
- Aktuelle Entwicklungen bei den modernen Umgangsformen (Umgang mit dem Handy, E-Mails, mit
Online-Netzwerken)
- Kompetenzen im Small-Talk (Bedeutung, Themen)
- Kenntnisse im Gruß, Begrüßung, Bekanntmachen
(Wer grüßt wen zuerst? Wer macht wen mit wem
bekannt?)
- Informationen zu Kleidung (Wirkung von Kleidung,
Welche Kleidung ist passend zu welchem Anlass?)
- Verhalten bei Tisch
Im Rahmen des „Benimm ist in“ - Seminars fand ein
Knigge-Dinner in dem Restaurant „sherry & port“ in
Wiesbaden statt.
Während des Knigge-Dinners erprobten die Mädchen
in einem Vier-Gang-Menü Umgangsformen zu Tischkultur, Tischordnung und Tischmanieren.
Die Kosten für das Knigge-Dinner wurden vom
Fundrasing eingeworben (s. Kapitel Fundraising).
Die Fahrt nach Mannheim zur großen Ausstellung
„Unser täglich Brot“ im Landesmuseum für Technik
war lehrreich, anschaulich und interessant für die
Mädchen. Das Erfahrungsfeld der Sinne (Schloss
Freudenberg) und das Harlekinäum (Lachmuseum in
Wiesbaden-Erbenheim) waren weitere Ziele.
Knigge-Diner
ZORA · Anlauf- und Beratungsstelle für Mädchen und junge Frauen
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Tätigkeitsbericht 2012 · 8. Projekt „GesundheitsBildung – gebildet gesund“
8.6 Abschlussfest
8.7 Fazit
Das Projekt wurde Ende Januar 2013 mit einem
Fest, zu dem alle Teilnehmerinnen eingeladen wurden, beendet.
Die verbindliche kontinuierliche Teilnahme an den
Modulen war ein wichtiger Aspekt im Projektverlauf. Die Mädchen konnten positive Erfahrungen
sammeln und waren stolz darauf, zum Abschluss
ein Zertifikat zu erhalten. Dieses Zertifikat belegte
die eigenmotivierte Teilnahme und Weiterbildung
zum jeweiligen Modulthema und konnte auch für
Bewerbungen genutzt werden.
Die Mädchen lernten besser mit ihren eigenen
Emotionen und Empfindungen in Konfliktsituationen umzugehen und diese zu kontrollieren. Sie
lernten besser zu kommunizieren anstatt körperlich zu agieren.
Durch aktive Teilnahme am kulturellen Leben wurde ihr Selbstwertgefühl wesentlich gestärkt.
Durch Fokussierung auf gesunde Nahrungsmittel
konnten die Teilnehmerinnen lernen, dass auch
mit einem kleinen Budget gesundheitsbewusste
Ernährung möglich ist.
8.8 Danksagung
Wir bedanken uns herzlichst bei den Förderern
sowie allen Helferinnen, die zum Gelingen dieses
Projektes beigetragen haben.
Abschiedsfeier
Das Fest wurde gemeinsam mit den Teilnehmerinnen der Abschlussmodule geplant und realisiert.
Sie festigten dadurch ihre Fähigkeiten und Erfahrungen in der Durchführung von Veranstaltungen.
Logo der ARD Fernsehlotterie „Ein Platz an der Sonne“
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Tätigkeitsbericht 2012 · 9. Informations- und Auskunftsservice
9. Informations- und Auskunftsservice
Seit 2009 unterstützt der Verein „Ihnen leuchtet
ein Licht“ e. V. ZORA und das Projekt „Informationsund Auskunftsservice für Mädchen und junge
Frauen, Fachkräfte und Eltern“ mit einem Zuschuss
in Höhe von 12.000 Euro.
9.1 Allgemein
Durch den Informations- und Auskunftsservice
erhalten Mädchen und junge Frauen, Fachkräfte
und Eltern Informationen, Beratung und Aufklärung
zu verschiedenen Themenbereichen.
Dieser Service erfolgt telefonisch, per Internet
oder persönlich.
9.2 Statistik des Informations- und Auskunftsservice
Im Jahr 2012 ergaben sich durch den Informationsund Auskunftsservice 68 Kontakte und Anfragen.
Eine Informationsvermittlung dauerte durchschnittlich
10 Minuten.
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Tätigkeitsbericht 2012 · 10. Präventions- und Öffentlichkeitsarbeit
10. Präventions- und Öffentlichkeitsarbeit
Die aufsuchende Arbeit der Anlauf- und Beratungsstelle ZORA findet durch Streetwork, aber auch
durch die Vorstellung der Einrichtung in Schulen,
bei Ausbildungsmessen und anderen Veranstaltungen
statt.
10.1 Aktionen und Veranstaltungen
Ausbildungsmesse der IHK
Im März 2012 hatte ZORA die Möglichkeit, sich an
zwei Tagen mit einem Stand bei der Ausbildungsmesse der IHK in den Rhein-Main-Hallen zu
präsentieren.
Über das dafür entwickelte ZORA-Quiz, sowie durch
das Verteilen von Flyern, konnten auf der Ausbildungsmesse 2012 insgesamt 662 Mädchen und
junge Frauen über die Angebote der Einrichtung
informiert werden.
Präventionsprojekt „Get a life“ – Jugendaktionstag
der AG Impuls
Das Präventionsprojekt „Get a life“ fand - aufgrund einer Überarbeitung des Konzepts –in 2012
nicht statt.
IHK Ausbildungsmesse
10.2 Präventionsarbeit an Schulen
Präventivangebote müssen frühzeitig ansetzen um
Kompetenzen in den verschiedensten Bereich auszubilden und zu erweitern, damit Mädchen und
junge Frauen in schwierigen (Lebens-) Situationen
angemessen handeln können oder um sie erst gar
nicht in krisenhafte Situationen geraten zu lassen.
Es ist wichtig, dass Mädchen erfahren, wie hilfreich es ist, sich in einem geschützten Rahmen
Erwachsenen anzuvertrauen oder sich an eine
Beratungsstelle zu wenden.
In Kooperation mit der Wiesbadener Mädchenzuflucht „INTAKT“ bietet die Anlauf- und Beratungsstelle ZORA daher Präventionsarbeit an Wiesbadener Schulen an.
Die Vorstellung der Einrichtungen richtet sich
bevorzugt an Schülerinnen ab der sechsten Jahrgangsstufe. Die Veranstaltungsdauer beläuft sich
auf ein bis zwei Unterrichtsstunden.
Im Juni 2012 informierten ZORA und Zuflucht
Schülerinnen der August-Hermann-Francke-Schule
(Förderschule). Dabei wurden 19 Kontakte zu
Schülerinnen zwischen 12-17 Jahren erreicht.
10.3 Sonstige Präventionsarbeit
Im Mai 2012 fand ein Austausch mit Schülerinnen
der Realschule Naststätten in den Räumen von
ZORA statt.
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Tätigkeitsbericht 2012 · 11. Kooperationen und Vernetzungen
11. Kooperationen und Vernetzungen
Kooperationen und Vernetzungen mit anderen
Einrichtungen, Institutionen, Vereinen, Ämtern und
Behörden sowie Fachberatungsstellen sind eine
relevante Grundlage der vermittelnden Arbeit von
ZORA.
11.1 Weitervermittlungen von Besucherinnen
Bei Problemen, die eine spezielle Fachberatung
erfordern, vermitteln wir junge Frauen an entsprechende Stellen weiter.
In 2012 fanden Weitervermittlungen, Empfehlungen und Kooperation zu verschiedenen Einrichtungen statt:
Frauenberatungsstellen
Sozial- und Lebensberatungsstellen
Schuldnerberatungsstellen
Schwangerschaftsberatung
Familien-und Erziehungsberatungsstellen
Frauenhäuser und Notunterkünfte
Bildungswerke
Ärzte, Therapeuten, Krankenhäuser/Psychiatrie
Mutter-Kind-Wohneinrichtungen
Schulen/Schulsozialarbeit
Sexualberatungsstellen
Opfer- und Zeugenhilfen
Migrationsdienste,- beratungen
Beratungsstellen bei sexuellem Missbrauch
Suchthilfe
Ämter und Behörden
Beratung bei Essstörungen
Polizeiliche Beratungsstellen
Sonstige Beratungsstellen
11.2 Mitarbeit in Arbeitskreisen, Projekten und Arbeitsgemeinschaften
Die Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen
wird auch durch die aktive Arbeit der Mitarbeiterinnen von ZORA in lokalen Arbeitskreisen, Projekten
und Arbeitsgemeinschaften unterstützt.
2012 war ZORA in folgenden Arbeitskreisen, Projekten und Arbeitsgemeinschaften in Wiesbaden
vertreten:
Arbeitskreis Mädchenpolitik
Der Arbeitskreis Mädchenpolitik besteht seit
1995. Mitglieder sind Fachfrauen aus Einrichtungen von städtischen und freien Trägern. Der
Arbeitskreis wird verstanden als Netzwerk für
eine gerechte Mädchenpolitik in Wiesbaden.
Arbeitsgemeinschaft Prävention und Unterarbeitsgemeinschaft Impuls (Präventionsprojekt
„Get a life“)
In der Arbeitsgruppe Impuls leisten Vertreter
Innen verschiedener Institutionen, Vereine und
Behörden gemeinsame Präventionsarbeit an
und für Wiesbadener Schulen. Das Projekt
vermittelt Informationen zu den Themen
Sexualität, Gewalt, Sucht und Freizeit.
PSAG - Psychosoziale Arbeitsgemeinschaft
Die Psychosoziale Arbeitsgemeinschaft dient
als Netzwerk für psychosoziale Einrichtungen,
Institutionen und Vereine.
11.3 Vernetzung mit MultiplikatorInnen
Im März 2012 erhielt der Stadtjugendbeauftragte für
den Ortsbezirk Wiesbaden Mitte vor Ort Einblicke in
die Arbeit von ZORA.
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Tätigkeitsbericht 2012 · 12. Fundraising
12. Fundraising
Die Aufgaben für das Fundraising bei ZORA waren in 2012 die Suche nach Sachspenden für die
Belange der Einrichtung und die der Mädchen und
jungen Frauen, sowie der Ausbau neuer Spender
und freiwilligen Helfer. Im Fokus steht auch in
2013 die Suche nach passgenauen Förderinnen
und Förderern für ZORA.
12.1 Öffentliche Mittel
ZORA erhielt in 2012 einen Zuschuss der Stadt
Wiesbaden für die Anlauf- und Beratungsstelle,
den offenen Treff und die Streetworkarbeit.
12.2 Private Mittel
Das Engagement privater Spender blieb in 2012
unverändert hoch. Die Großspender blieben uns
im Kleinen wie im Großen treu.
Tupperware Deutschland bestärkte sein Engagement für ZORA. Statt Geschenke sammelten Spender an Geburtstagen und Hochzeiten auch in 2012
ganz engagiert. Viele Wiesbadener Ladengeschäfte
unterstützten die Aktion „Spendenteller für ZORA“.
Der Verein „Ihnen
leuchtet ein Licht“ e. V.
beriet Anfang 2012 und
entschied im April, den
Informations- und Auskunftsservice für Eltern,
Lehrer, Bildungsträger
und Betroffene sowie
die ZORA-Schulvorstel„Ihnen leuchtet ein Licht“
lungen mit zu finanzieren. Der Kurier-Förderverein trägt seit vielen Jahren regelmäßig dazu bei,
dass benachteiligte Mädchen und junge Frauen die
verschiedenen Angebote bei ZORA nutzen können.
12.4 Sachspenden
Die Wiesbadener Tafel e.V. belieferte unsere
Einrichtung in 2012 wöchentlich mit Lebenmitteln aus den 400 Tonnen Lebensmittel, die
die Wiesbadener Tafel mit 150 Ehrenamtlichen
im Jahr bewegt. Die Lieferungen werden für
die elementare Grundversorgung der Mädchen
und jungen Frauen im Offenen Treff zur
Verfügung gestellt. Hier kochen und essen die
Mädchen, die mit Problemen aller Art zu uns
kommen.
Die Wiesbadener Bürgerinnen und Bürger
folgten einem Aufruf in der Presse und spende ten, Haushaltsartikel, Kleider und Hygieneartikel
für die Mädchen und jungen Frauen.
Die Aktion ETIME des Leo-Clubs ist mittlerweile
eine wichtige Stütze für den Offenen Treff
geworden. In zwei Wiesbadener tegut-Märkten
wurden am 24. März 2012 wieder 36 Kartons
an Grundnahrungsmitteln und Hygieneprodukten
für ZORA gesammelt.
12.3 Bußgelder
In 2012 blieb die Summe der erhaltenen Geldauflagen gegenüber dem Vorjahr unverändert.
Aktion ETIME des Leo-Clubs
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Tätigkeitsbericht 2012 · 12. Fundraising
Procter & Gamble stellte in 2012 wieder zahlreiche Hygieneartikel für die Mädchen und
jungen Frauen zur Verfügung. Ausgegeben werden die Produkte auf Nachfrage im Offenen
Treff.
Verschiedene Wiesbadener Geschäfte wie z.B.
Lusch und Rituals spendeten in diesem Jahr
Kosmetikprodukte für die Mädchen.
12.5 Besonderes ehrenamtliches Engagement
Dieses Jahr fiel das Dankesfest bei ZORA aus. Dafür engagierten sich TimePartner und die DEURAG
am 21. September 2012, dem Aktionstag „Wiesbaden engagiert“, mit mehreren Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern. An diesem Tag wurden bei ZORA
147m2 neu gestrichen, der Fußboden neu eingelassen und der Konferenzraum mit neuen Vorhängen
ausgestattet. Eine anstrengende aber erfolgreiche
Aktion.
Tischmanieren, Tischkultur und Kleiderordnung
erfragen und erproben.
Den Abschluss des Benimm-Seminars bildete ein
Knigge-Dinner bei sherry & port begleitet von der
Pädagogin des Gesundheitsprojektes Dorisa Winkenbach und unter der Leitung von Karin Schleines,
Inhaberin der gleichnamigen Unternehmensberatung Schleines, aus Wiesbaden. Frau Schleines
unterstützt die Einrichtung ZORA und die Mädchen
seit vielen Jahren ideell und finanziell.
Ein wunderbares von Gerhard Royko und seinem Küchenteam vorgestellte Vier-Gang-Menü
mit ausgesuchten Gerichten bildete einen runden
Abschluss.
Die Mailing Aktionen an Ostern und zu Weihnachten wurden auch in 2012 von vielen freiwilligen
Helferinnen tatkräftig unterstützt. Ohne deren
Engagement käme der ZORA - Infobrief nicht so
schnell und sicher zu Ihnen.
12.6 Aktionen zu Gunsten ZORA Anlauf und
Beratungsstelle in 2012:
Ein Flohmarkt fand auf dem Rewe Gelände am
1. Oktober 2012 statt. Den Flohmarkt organisier ten Ehrenamtliche um Edda Ott
Die Evangelische Kirchengemeinde der Christus gemeinde in Wiesbaden organisierte eine
Adventskollekte für ZORA.
„Wiesbaden engagiert“
Unter dem Motto „Benimm ist in“ fand im Rahmen
des für die Dauer von drei Jahren angelegten Projekts „GesundheitsBildung - gebildet gesund“ ein
Seminar über moderne Umgangsformen statt.
In einem Knigge-Seminar konnten die Mädchen
und jungen Frauen zum Beispiel alles zum Thema
Die Evangelische Kirchengemeinde Igstadt sammelte für die ZORA-Weihnachtsfeier und packte
für die Mädchen 30 wunderschöne Weihnachtspakete. Die ZORA Weihnachtsfeier fand am
20.12.2012 statt.
Tupperware Deutschland spendete bereits zum
wiederholtem Male etliche Gegenstände für die
Mädchen aus ihrem Warensortiment
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Tätigkeitsbericht 2012 · 12. Fundraising
Frau Rattenbury organisierte und sammelte
bereits im dritten Jahr zusammen mit der
Kirchengemeinde Aarbergen Weihnachtsgeschenke und Geschenkgutscheine für die Mädchen. Viele Mädchen und junge Frauen wurden
an Weihnachten 2012 bei ZORA reich beschenkt.
So reich wie noch in keinem Jahr zuvor.
12.7 Ausblick
ZORA wird in 2013 weitere Unternehmenskooperationen und Dauerpaten sowie Spender suchen
und bestehende Kooperationen weiter ausbauen.
Wir nehmen auch in 2013 am UPJ-Projekt und der
Aktion „Wiesbaden Engagiert!“ teil.
Im Jahr 2013 gibt es darüber hinaus drei Gründe
zum Feiern.
25 Jahre Verein zur Unterstützung von Mädchen
in Not e.V.,
20 Jahre INTAKT und
15 Jahre ZORA.
Das Jubiläumsfest findet am 27.6.2013 in der Villa
Clementine statt.
Weihnachtsgeschenke
Kuschelbezug für Wärmflaschen: Die Frauen um
Ursula Wagner strickten für ZORA mit der übrig
gebliebenen Wolle aus der Aktion „Pullis für
Pinguine“ Kuschelbezüge für Wärmflaschen.
Die Friedrichstraße. Das Buch von Erika Noack
wurde von der Autorin in der Casino-Gesellschaft vorgestellt und zu Gunsten von ZORA
verkauft. Es ist das erste Projekt dieser Art für
ZORA und in der Stadt Wiesbaden.
Für das Jubiläumsjahr 2013 ist eine Filmreihe über
soziale Themen unserer Stadt zusammen mit dem
Kulturamt Wiesbaden in Planung. Am 14. und 15.
September 2013 wird uns Linn Reusse, die Hauptdarstellerin in „Die Rote ZORA“ besuchen und bei
der Filmpräsentation im Lichtspielhaus anwesend
sein.
Wir bedanken uns bei dieser Gelegenheit bei unseren Kooperationspartnern, Spendern, Förderern
und freiwilligen Helfern für die wertvolle Unterstützung ohne die es ZORA nicht gäbe und für
das kollegiale und fachliche Interesse an unserer
Arbeit.
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Tätigkeitsbericht 2012 · 13. Selbstverpflichtungserklärung
13. Selbstverpflichtungserklärung
Selbstverpflichtungserklärung der
Mitgliedsorganisationen des
Deutschen Spendenrats e.V.
Der Verein zur Unterstützung von Mädchen in Not
e.V., Adolfstr. 5, 65185 Wiesbaden ist Mitglied im
Deutschen Spendenrat e.V., der sich zum Ziel gesetzt
hat, die ethischen Grundsätze im Spendenwesen
in Deutschland zu wahren und zu fördern und den
ordnungsgemäßen, treuhänderischen Umgang mit
Spendengeldern durch freiwillige Selbstkontrolle
sicherzustellen.
4. Registerauszug
Auszug
5. Geschäfts-/Jahresbericht
1. Gemeinnützigkeit
Über das abgelaufene Geschäftsjahr informieren
wir wahrheitsgemäß, transparent, verständlich
und umfassend in Form eines Geschäfts-/Jahresberichts.
Wir sind durch Bescheid des Finanzamtes Wiesbaden II Steuernummer 4325093425 als ausschließlich und unmittelbar gemeinnützigen Zwecken
dienend (vorläufig) anerkannt mit gültigem Freistellungsbescheid nach §§52 ff der Abgabenordnung, zuletzt vom 12.12.2011.
2. Schweigepflichtentbindung gegenüber
dem Finanzamt
Wir haben unsere zuständige Finanzbehörde für
den gemeinnützigen Bereich gegenüber dem
Deutschen Spendenrat e.V. von der Verschwiegenheitspflicht befreit (§30Abs.4 Nr.3 AO).
3. Veröffentlichung
a) Wir veröffentlichen spätestens bis zum
30. September des Folgejahres einen Geschäfts /Jahresbericht (mit Tätigkeits-/Projekt-/ Finanz bericht) und stellen diesen ins Internet ein/
versenden diesen auf Wunsch. Bei Abweichun gen von den nachfolgenden Verpflichtungen
erläutern wir diese.
b) Wir informieren laufend/regelmäßig über (aktu elle) Entwicklungen auf unserer Internetseite
[www. Zoratreff.de.] /durch unseren Newsletter/
durch auf Abruf verfügbare Printmedien.
Wir verpflichten uns den aktuellen Registerauszug
dem Deutschen Spendenrat e.V. zeitnah vorzulegen und die damit verbundenen Kernaussagen
(z.B. Sitz der Organisation, Vertretungsberechtigter Vorstand) auch im Rahmen des Jahresberichts
darzustellen.
a) Tätigkeits-/ Projektbericht
Unser Tätigkeit-/Projektbericht informiert über
allgemeine Rahmenbedingungen, erbrachte Leistungen, Entwicklungen und Tendenzen im Aufgabengebiet der Organisation und der Organisation
selbst.
b) Rechnungslegung/Prüfung
Die Prüfung unserer Kassen-/Buchprüfung, unserer
Einnahmen-/Ausgabenrechnung/unseres Jahresabschlusses (einschließlich Lagebericht) sowie der
Vier-Sparten-Rechnung erfolgt nach Maßgabe des
Deutschen Spendenrats e.V., den jeweils gültigen
Richtlinien des Institutes der Wirtschaftsprüfer
(IdW) und den Grundsätzen des steuerlichen Gemeinnützigkeitsrechts.
Die Kassenprüfer haben/ der Abschlussprüfer hat
die Einhaltung dieser Selbstverpflichtung, soweit
sie die Rechnungslegung betrifft, entsprechend zu
prüfen und über das Ergebnis der Prüfung schriftlich zu berichten. Das Ergebnis der Prüfung stellen
wir öffentlich dar.
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6. Strukturen
9. Umgang mit Zuwendungen
Unser Status der Gemeinnützigkeit bedingt klare
und demokratische Strukturen (und Mitgliedschaftsverhältnisse).
a) Die Satzung sowie andere wesentliche konstitu tionelle Grundlagen unserer Organisation/Ein richtung werden zeitnah veröffentlicht; Name
und Funktion von wesentlichen Leitungs- und
Aufsichtspersonen werden bekannt gegeben.
b) Wir haben Leitungs-und Aufsichtsorgane ge trennt und verhindern Interessenkollisionen bei
den verantwortlichen und handelnden Personen
c) Wir stellen unsere Aufbauorganisation und Per sonalstruktur transparent, entsprechend den
Grundsätzen des Deutschen Spendenrats e.V.,
dar.
d) Wesentliche vertragliche Grundlagen und gesell schaftsrechtliche Verflechtungen werden
im Rahmen des Geschäfts-/Jahresberichts veröf fentlicht.
a) Wir beachten Zweckbindungen durch Spender.
b) Wir erläutern den Umgang mit projektgebunde nen Spenden.
c) Wir leiten keine Spenden an andere Organisati onen weiter/ Wir weisen auf eine Weiterleitung
von Spenden an andere Organisationen hin und
informieren über deren Höhe.
10. Mitgliedschaft im
Deutscher Spendenrat e.V.
Wir veröffentlichen den Hinweis auf die Mitgliedschaft sowie die Selbstverpflichtungserklärung
des Deutschen Spendenrates e.V. und den Hinweis
auf deren Einhaltung an leicht zugänglicher Stelle
auf unserer Homepage oder unserem Jahresbericht.
7. Werbung
a) Werbung, die gegen die guten Sitten und
anständige Gepflogenheiten verstößt, wird
unterlassen.
b) Wir werden keine Mitglieder-und Spendenwer bung mit Geschenken, Vergünstigungen oder
dem Versprechen bzw. der Gewährung von
sonstigen Vorteilen betreiben, die nicht in
unmittelbarem Zusammenhang mit dem Sat zungszweck stehen oder unverhältnismäßig
teuer sind.
c) Wir unterlassen den Verkauf, die Vermietung
oder den Tausch von Mitglieder-oder Spender adressen und bieten oder zahlen keine Provisi onen im Rahmen der Festlegungen der Grund sätze des Deutschen Spendenrats e.V. für die
Einwerbung von Zuwendungen.
8. Datenschutz
Wir verpflichten uns, die gesetzlichen Regelungen
zum Datenschutz, Richtlinien zum Verbraucherschutz sowie die allgemein zugänglichen Sperrlisten zu beachten.
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