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G.5 Wie bearbeitet man ein Lernfeld? - Verlag Handwerk und Technik

EinbettenHerunterladen
24.04.2013
9:10 Uhr
Seite 9
Bearbeiten einens Lernfeldes
ohnehin den Verantwortlichen für die Baustelle oder
im Betrieb verständigen.
G.5
Wie bearbeitet man
ein Lernfeld?
Bei allen Lernfeldern ist die Vorgehensweise zur Bearbeitung der Kundenaufträge stets in fünf Schritte gegliedert. Zur Unterstützung haben wir die einzelnen Schritte
farblich einheitlich gekennzeichnet, sodass es Ihnen
nicht schwerfallen sollte, zu erkennen, in welcher Phase
Sie gerade Ihren Kundenauftrag bearbeiten.
Grundlagen
Arbeitszeit und Materialeinsatz bestimmen
wirtschaftliche Fertigungsmethode wählen
notwendige Werkzeuge, Maschinen und Geräte
auswählen, Materialbedarf ermitteln
Tätigkeitsablauf planen und dokumentieren
G
HT96_2Al_G0_MaLa.qxp:HT96_G_MaLa
Durchführung
Ein Kundenauftrag wird üblicherweise in drei Schritten durchgeführt:
Vorarbeiten
Hauptarbeiten
Abschlussarbeiten
Fünf Schritte zur Bearbeitung eines Kundenauftrags
Informationsbeschaffung
Planung
Durchführung
Entscheidung und Ausführung
Kontrolle
Prüfung und Bewertung
Dokumentation und Präsentation
Die Vorgehensweise ist je nach ausführendem Betrieb
unterschiedlich. Deshalb ist Folgendes zu beachten:
Betriebliche Gegebenheiten beachten.
Grundsätze für Transport, Lagerung, Entsorgung,
Gesundheits- und Umweltschutz berücksichtigen.
Werkzeuge, Geräte und Anlagen auswählen, handhaben, bedienen, warten und pflegen.
Werk-, Hilfs- und Beschichtungsstoffe verarbeiten.
Kundenwünsche innerbetrieblich weiterleiten.
Rechtliche Konsequenzen bei mangelhafter Arbeitsausführung beachten.
Informationsbeschaffung
Kontrolle
Ohne die notwendigen Informationen zu kennen, lassen sich keine Kundenaufträge durchführen.
Gefahren für Gesundheit und Umwelt, Unfälle, Sachund Personenschäden, Beschichtungsmängel, Zeitverzögerungen und unzufriedene Kunden lassen sich häufig auf mangelnde Information zurückführen.
Deshalb sind vor der Ausführung eines Kundenauftrags u. a. folgende Fragen zu klären:
Wer sind die Ansprechpartner für Auftragsplanung,
Arbeitsanweisungen und Auftragsabwicklung?
Welche Vorschriften sind bei der Einrichtung der
Baustelle zur Verhütung von Unfällen und für den
Gesundheits- und Umweltschutz zu beachten?
Welche Normen, Technischen Richtlinien und Vorgaben für Beschichtung und Gestaltung sind einzuhalten?
Die Kontrolle dient der Steuerung und Bewertung von
Arbeitsabläufen. Sie ist u. a. für die Beurteilung des
Zeitmanagements, der Kostenkalkulation und spätere
Kundenaufträge maßgebend. Untergrundmängel und
das eingesetzte Material beeinflussen die Arbeitsabläufe. Sie müssen deshalb ebenfalls kontrolliert werden. Folgende Bereiche unterliegen der Kontrolle:
Arbeitsergebnisse mit Planungsvorgaben vergleichen und bewerten.
Arbeitszeit, Tätigkeitsablauf und Materialverbrauch
mit Plandaten vergleichen und bewerten.
Ausgeführte Arbeiten prüfen.
Materialien auf Eigenschaften und Verarbeitungsmöglichkeiten prüfen und unterscheiden.
Planung
Dokumentation und Präsentation
Grundlage für die Planung ist der Kundenauftrag.
Hierzu gehören u. a.:
Einrichtung der Baustelle
Arbeitsabläufe im Team besprechen
Bei der Ausführung eines Kundenauftrags müssen die
geleisteten Arbeiten von den Beschäftigten dokumentiert werden. Hierzu dienen u. a. Rapportzettel, Verlaufspläne oder Protokolle als Nachweis.
9
HT96_2Al_LF01_MaLa.qxp:HT96_LF01_MaLa
24.04.2013
9:21 Uhr
Seite 44
Metallische Untergründe bearbeiten
Dokumentation und Präsentation
LF 1
Für die durchgeführte Prüfung und Kontrolle zur Einhaltung der Sicherheitsstandards wird eine Checkliste
verwendet. Diese muss als Protokoll aufbewahrt werden. Ihr Teamleiter möchte von Ihnen wissen, warum
dies sinnvoll ist.
• Erläutern Sie den Sinn und Zweck, die geleistete
Arbeit und die eingehaltenen Sicherheitsstandards
zu dokumentieren.
• Erläutern Sie auf Rückfragen dem Kunden, warum
Sie sich für eine Hubarbeitsbühne oder für ein Steckrahmengerüst entschieden haben.
Lernsituation 2
Vorarbeiten durchführen: Entrostung
• Bestimmen Sie die Reinheitsgrade für die Entrostung der Arbeitsbühne.
• Planen Sie im Team, welche Entrostungsverfahren
für die Profilstahlkonstruktion und die Gitterroste
sinnvoll sind.
Durchführung
Zur Entrostung und Reinigung der Arbeitsbühne müssen Sie Werkzeuge, Maschinen und Einrichtungen an
der Baustelle zur Verfügung haben.
• Legen Sie im Team die notwendigen Werkzeuge,
Maschinen und Geräte fest, die Sie zum Entrosten
und Reinigen benötigen.
• Welche Schutzmaßnahmen müssen Sie für sich selbst
und für die Umgebung bei der Durchführung der
Entrostung treffen?
• Welche Unfallverhütungsvorschriften sind dabei zu
beachten?
Kontrolle
Zur Überprüfung von Untergründen nutzen wir die im
Maler- und Lackiererhandwerk üblichen Prüfmethoden.
• Bestimmen Sie die zur Untersuchung der Arbeitsbühne notwendigen Prüfverfahren.
• Begründen Sie, wozu Sie die ausgewählten Prüfverfahren einsetzen.
1 Vergrößerte Darstellung der Arbeitsbühne
Dokumentation und Präsentation
Informationsbeschaffung
Damit die zur Entrostung zu beachtenden Normen,
Vorschriften und Sicherheitsmaßnahmen nicht bei vergleichbaren Kundenaufträgen jedes Mal neu zusammengestellt werden müssen, listen wir diese in Tabellenform auf. Wenn Sie hierzu entsprechende Programme auf Ihrem Computer nutzen, können Sie Ihre
Liste als Datei abspeichern, wenn nötig ergänzen und
im Bedarfsfall abrufen.
• Stellen Sie Ihre Vorgehensweise und Ihre zusammengestellte Auflistung Ihrer Klasse vor.
• Erläutern Sie dabei, welche Gründe Sie zur Auswahl
der festgelegten Entrostungsverfahren bewogen
haben.
• Erklären Sie, warum Sie die festgelegten Werkzeuge, Maschinen und Einrichtungen für notwendig halten.
Die vergrößerte Abbildung zeigt, dass die Arbeitsbühne
aus einer Profilstahlkonstruktion mit einem Gitterrostboden besteht, die unterschiedlich stark verrostet sind.
• Informieren Sie sich, wie die Arbeitsbühne von Rost
befreit werden kann.
• Stellen Sie anhand der Abbildung die Rostgrade
nach DIN EN ISO 9 fest.
Planung
Für die Entrostung und die anschließende Beschichtung sind im Stahlbau bestimmte Reinheitsgrade erforderlich.
HT96_2Al_LF01_MaLa.qxp:HT96_LF01_MaLa
24.04.2013
9:21 Uhr
Metallische Untergründe bearbeiten
1.1.3 Fassadengerüste
LF 1
1 Frei stehendes Fassadengerüst
Zum Einrüsten von Fassaden werden heute Steckrahmengerüste verwendet. Sie lassen sich flexibel an die
Fassade anpassen und schnell auf- und abbauen. Das
Fassadengerüst kann mit dem Gebäude verankert werden. Frei stehende Gerüste können durch entsprechende Stützen und Übereck-Verbindungen standsicher aufgestellt werden.
Dabei ist darauf zu achten,
dass die Fußplatten auf
Unterlagen stehen, die
nicht einsinken können,
z. B. auf Bohlen oder Kanthölzern. Die Stützen müssen mit dem Untergrund so
verankert sein, dass sie
unverrückbar sind.
Die Beläge können aus verzinktem Stahlblech, Aluminiumlegierungen und aus
2 Spindelfuß zum Ausgleichen von Unebenheiten
Alu- oder Stahlrahmentafeln gefertigt sein. Dabei
ist die vom Hersteller angegebene Lastklasse in Abhängigkeit der Länge und der Art des Belags zu beachten.
Seite 50
Arbeiten auf Gerüsten
gen und Leitern sind in die speziellen Leitergangtafeln
integriert.
Zur Aussteifung des Gerüsts müssen Diagonalverstrebungen über die gesamte Gerüstfläche nach den Vorgaben des Herstellers bzw. des Zulassungsbescheides
angeordnet werden.
Diese müssen der DIN - / - bzw. DIN EN
8- entsprechen.
Wie bei allen Gerüsten, ist ab , m Standhöhe ein
dreiteiliger Seitenschutz aus Geländerholm, Zwischenholm und Bordbrett vorgeschrieben. Dabei können
Geländer- und Seitenholm, wie die Abbildung zeigt,
als ein Rahmenbauteil fest verbunden sein.
Der Geländerholm wird , m über dem Gerüstbelag
befestigt. Das Bordbrett muss mindestens cm hoch
über dem Gerüstbelag abschließen.
Mithilfe von Überbrückungsträgern ist es möglich, u. a.
Garageneinfahrten zu überspannen.
Der Abstand zwischen Fassade und Gerüst kann durch
Verbreiterungskonsolen verringert werden.
4 Verbreiterungskonsole mit halber Gerüstbreite
Der Abstand zur Fassade sollte nach den Richtlinien
der Berufsgenossenschaft BGR 66 zur Arbeitssicherheit und zur Vermeidung von Unfällen cm nicht
übersteigen.
1.1.4 Hubarbeitsbühnen
3 Kennzeichnung der Lastklasse für Gerüstbeläge
Von einer Gerüstlage zur nächsten gelangt man über
innenliegende Leitergänge. Die Durchgangsöffnun-
Hubarbeitsbühnen werden zunehmend eingesetzt.
Sie sind in wenigen Augenblicken betriebssicher aufgestellt. Die Arbeitszeit, die für den Auf- und Abbau
von Gerüsten sonst notwendig wäre, entfällt. Die
Standkosten von Hubarbeitsbühnen sind im Allgemeinen erheblich höher als die von Gerüsten.
HT96_2Al_LF02_MaLa.qxp:HT96_LF02_MaLa
24.04.2013
10:27 Uhr
Nichtmetallische Untergründe bearbeiten
2.8.3 Arbeitsstelle und Lager
LF 2
Die Gefährdung durch gefährliche Arbeitsstoffe ist
von der Menge und Konzentration der Stoffe am
Arbeitsplatz und von der Dauer der Einwirkung
abhängig. Besonders in geschlossenen Räumen steigt
die Konzentration beim Arbeiten an, wenn nicht
genügend gelüftet oder für Abluft gesorgt wird. In
den Technischen Regeln für Gefahrenstoffe sind in
der TRGS 900 die Arbeitsplatzgrenzwerte (AGW) und
in der TRGS 903 die biologischen Grenzwerte (BGW)
festgelegt. Die in diesen Richtlinien festgelegten
Grenzwerte geben den Stand der technischen und
medizinischen Erkenntnisse für die Tätigkeit mit Gefahrenstoffen an.
Arbeitsplatzgrenzwerte und biologische Grenzwerte
AGW und BGW sind so bemessen, als wäre man den
gefährlichen Stoffen achtstündig an 5 Tagen pro
Woche ausgesetzt. Für die Beurteilung, ob ein Arbeitsplatzgrenzwert überschritten ist, misst man die Konzentration der Gase und Dämpfe sowie der Schwebestoffe Staub, Rauch und Nebel in der Luft. Für die
Beurteilung, ob der biologische Grenzwert überschritten ist, dienen medizinische Untersuchungen.
Die Gefährlichkeit eines Stoffes ergibt sich aus dem
Vergleich der Konzentration in der Luft und dem
Arbeitsplatzgrenzwert sowie aus der medizinisch festgestellten Anreicherung im Körper im Vergleich zum
biologischen Grenzwert.
Gefahrenstoffe können bei Überschreitung der Grenzwerte zu schweren Krankheiten führen, Asthma und
Hautschäden hervorrufen sowie allergische Reaktionen (Überempfindlichkeiten) auslösen.
Sie können krebserregend und erbgutverändernd wirken sowie zu starken Vergiftungen führen.
Beispiele für den Arbeitsplatzgrenzwert (AGW)
Stoff
AGW
Bemerkung
3
Aceton
1200 mg/m
Ammoniak
14 mg/m3
Anilin
2 mg/m
0,04
Chrom
4 mg/m3
Dioxan
3 mg/m3
Y
mg/m3
Benzol
Dioxolan
Y
3
E
Y
3
310 mg/m
Z
Seite 88
Unfallgefahren, Unfallverhütung, Umweltschutz
Essigsäure
25 mg/m3
Y
Ethanol
960 mg/m3
Y
Kohlenstoffmonoxid
Methylacetat
35
mg/m3
Z
3
1 mg/m
Y
3
Methylisocianat
0,24 mg/m
Nitrobenzol
1 mg/m3
Phenol
mg/m3
Quecksilberverbindungen
0,02
mg/m3
H
H
mg/m3
Salpetersäure
2,6
Schwefelsäure
0,1 mg/m3
Y
Tetrachlorethen
13 mg/m3
H, Y
Vinylacetat
1 mg/m3
Xylol
440 mg/m3
H
Beispiele für den biologischen Grenzwert (BGW)
Stoff
BGW
Bemerkung
Aceton
0 mg/l
U
Blei
400 µg/l
B
Cyclohexan
10 mg/l
U
Lindan
400 µg/l
P/S
Phenol
300 mg/l
U
Xylol
1,5 mg/l
B
Kennzeichnung unter Bemerkung
AGW:
H Aufnahme über die Haut
Y Fruchtschädigung muss bei Einhaltung
der Grenzwerte nicht befürchtet werden
Z Risiko der Fruchtschädigung kann auch
bei Einhaltung der Grenzwerte bestehen
E einatembare Stoffe
A alveolengängiger, in die Lunge
eindringender Feinstaub
BGW:
B Blut
E rote Blutkörperchen (Erythrozyten)
P/S Plasma/Serum
U Urin
Grundregel:
Je kleiner die Grenzwerte sind, umso gesundheitsschädlicher ist der Arbeitsstoff.
24.04.2013
10:28 Uhr
Holz – Holzwerkstoffe
Verdunstet das freie Wasser der Zellhohlräume, geben
auch die Zellwände ihr gebundenes Wasser ab. Das
Holz schwindet und kann reißen.
Bei Holzkonstruktionen muss der unterschiedliche
Schwund berücksichtigt werden.
2.9.5 Holzfehler
Als Holzfehler bezeichnet man Risse, Harzgallen, Drehwuchs und Krümmungen, schädliche Äste, Kettendübel, Pilz- und Insektenbefall.
Risse sind eine Folge von Spannungen im Holz. Diese
können schon im Baum, beim Verarbeiten, Trocknen
oder durch Witterungseinflüsse entstanden sein.
Wir unterscheiden u. a.
Kernrisse
Ringrisse
Trockenrisse
Oberflächenrisse
Windrisse
Frostrisse
Risse beschleunigen das Eindringen von Feuchtigkeit.
Sie fördern den Pilzbefall und sind eine Brutstätte für
Holz zerstörende Insekten. Beschichtungen verlieren
durch Risse ihre Haftung und platzen ab. Auf Harzgallen, harzhaltigen, herausfallenden oder faulenden Ästen
haften Beschichtungen ebenfalls nur mangelhaft.
Daher müssen Harzgallen beseitigt und schadhafte Äste
entfernt oder ausgedübelt werden. Überdecken sich
die Dübel, spricht man von einer Kettendübelung. Sie
schwächt die Belastbarkeit des Holzes, neigt unter Witterungseinflüssen zum Herausfallen und wird so zur
Ursache für weitere Schädigungen des Holzbauteils.
Aufgaben
1. Nennen Sie die Vorteile des Einsatzes von Holz als
Baustoff aus gestalterischer und ökologischer Sicht.
2. Führen Sie drei Gründe für eine Beschichtung von
Holzbauteilen auf.
3. Erklären Sie den Unterschied zwischen Schnittholz, Holzwerkstoff und Furnier.
4. Erläutern Sie die Unterschiede zwischen Fichtenund Nussbaumholz mithilfe der Tabelle „Wichtige Nutzhölzer in einer Übersicht“.
5. Beschreiben Sie den Aufbau des Holzes mithilfe
der Abbildung „Eichenholz unter der Lupe“.
6. Erläutern Sie die Ursache für das Quellen und
Schwinden des Holzes.
7. Erklären Sie, welche Auswirkungen Holzfehler auf
Beschichtungen haben können.
Seite 93
Nichtmetallische Untergründe bearbeiten
2.9.6 Holzwerkstoffe
Spanplatten
Spanplatten werden durch das Pressen von Holzspänen unter Zugabe von Leim hergestellt. Um Stabilität
und Oberflächenfestigkeit zu erhöhen, werden für die
Außenseiten feinere Späne verwendet als im Platteninneren.
Die Herstellung von Spanplatten erfolgt für die unterschiedlichen Einsatzzwecke in verschiedenen Stärken
und Kantenausformungen (z. B. Nut- und Federprofile für den Einsatz als Verlegeplatten). Weiterhin werden Eigenschaften und Einsatzzweck während der
Herstellung durch unterschiedliche Spangrößen und
Leimzusätze bestimmt, z. B. zur Erhöhung der Feuchtebeständigkeit oder Verbesserung der Brandschutzeigenschaften. Die Oberflächen der Spanplatten sind
entweder unbeschichtet (pressblank) oder mit Furnieren (sowohl Kunststoff- als auch Holzfurnier) versehen.
1 Spanplatte
Eine weitere Form der Spanplatte stellt die OSB-Platte
(Oriented Strand Board) dar. Bei diesen Platten wer-
2 OSB-Platte
93
LF 2
HT96_2Al_LF02_MaLa.qxp:HT96_LF02_MaLa
HT96_2Al_LF06_MaLa.qxp:HT96_LF06_MaLa
24.04.2013
11:22 Uhr
Seite 173
LF 6 Instandhaltungsmaßnahmen ausführen
Kundenauftrag
PLAN
QUADRAT
ARCHITEKTURBÜRO
PLANQUADRAT
Lang & Partner GmbH
Hebbelstraße 25
78628 Rottweil
ARCHITEKTURBÜRO PLANQUADRAT | Lang & Partner GmbH | Hebbelstraße 25 | 78628 Rottweil
Malerbetrieb Roth GmbH
Gewerbepark 136
45131 Essen
Tel.: 0741 52 50 30
Fax.: 0741 52 50 301
Email: planquadrat@rottweil.de
http://www.planquadrat.de
Datum: 15. April 20XX
Vergabe von Instandhaltungsmaßnahmen
Sehr geehrte Damen und Herren,
LF 6
die Besitzer des ehemaligen Gasthauses Hohenzollern haben unser Architekturbüro mit der Bauleitung und
Vergabe der Instandhaltungsmaßnahmen beauftragt.
Die Ausschreibung hat ergeben, dass Ihre Firma den Auftrag zur Durchführung der Malerarbeiten erhält.
Die Arbeiten sind nach VOB DIN 18 363 auszuführen. Das vorliegende Leistungsverzeichnis ist zu beachten.
Die Ausführungstermine sind in Absprache mit unserem Architekturbüro festzulegen und einzuhalten.
Mit freundlichen Grüßen
gez. Lang & Partner GmbH
Malerarbeiten
POS.
1
2
3
4
5
6
Leistungsbeschreibung
Entfernen der alten Holzverkleidung mit Schindelverschalung
Holzuntergrund vorbereiten, reinigen
Ortgangsbretter, Dachuntersichten, Fachwerk, Fenstereinfassungen, Fensterläden
2.1 und Haustür sind auf Tragfähigkeit zu prüfen und für nachfolgende Beschichtungen
vorzubereiten und zu reinigen.
2.2 (Zu ersetzende Holzbauteile werden vom Zimmerer bzw. Tischler erneuert.)
Mineralische Fassadenflächen reinigen und instand setzen
Lose Putzflächen entfernen
3.1 Fehlstellen beiputzen
Putzrisse entfernen
3.2 Sockel und Bauteile aus Sandstein reinigen
(Ausgewittertes Sandsteinmauerwerk und Treppenaufgang werden vom Steinmetz
3.3 erneuert.)
Mineralische Untergründe beschichten
4.1 Putzflächen Silan-Fassadenputz, Körnung 3 mm
4.2 Putzflächen Silan-Fassadenfarbe auf Nano-Quarzgitter-Basis
4.3 Sandsteinflächen mit Siloxan imprägnieren
Holzuntergründe beschichten
5.1 Fachwerk deckend beschichten
Neue Holzfenster lasierend beschichten
5.2 (Vorhandene Fenster werden durch neue, energiesparende Holzfenster mit
Isolierverglasung ersetzt.)
Metalluntergründe beschichten
6.1 Verzinkte Dachrinnen und Fallrohre
Geschmiedete Bauteile
6.2 (Treppengeländer, Fenstergitter, Gartentor)
Menge
192 m2
234 m2
196 m2
12 m2
68 m2
196 m2
196 m2
68 m2
234 m2
87 m2
46 lfm
6,8 m2
HT96_2Al_LF06_MaLa.qxp:HT96_LF06_MaLa
24.04.2013
11:22 Uhr
Seite 174
Instandhaltungsmaßnahmen ausführen
Objektbeschreibung
3 Sandsteintreppe
4 Fenster mit Läden
1 Altes, renovierungsbedürftiges Gasthaus
LF 6
Das ehemalige Gasthaus stand in den vergangenen
Jahren leer. Die neuen Besitzer wollen das Gebäude
instand setzen lassen und beauftragen mit der Bauleitung einen Architekten, der die einzelnen Gewerke
ausschreibt.
• Die verzinkten Dachrinnen und Fallrohre sind teilweise beschichtet.
• Das schmiedeeiserne Treppengeländer, die Fenstergitter und das Gartentor sind beschichtet. Roststellen sind nur geringfügig vorhanden.
• Kastenfenster mit Einfachverglasung.
• Holzfensterläden mit Lamellen.
• Altbeschichtung nur noch teilweise vorhanden.
• Die Gefache des Fachwerks sind mit einem Grundputz der Mörtelgruppe P II grob verputzt, ein Deckputz ist nicht vorhanden.
• Die Putzflächen besitzen Risse und Fehlstellen.
• Der weiße Altanstrich platzt teilweise ab.
• Das Fachwerkgebälk ist nicht fachgerecht beschnitten und teilweise mit der Putzfarbe übermalt.
2 Das Fachwerk unter der Holzverschalung ist gut erhalten
5 Fachwerk
6 Metallische Untergründe
7 Algenbildung und Farbreste am Sandsteinsockel
HT96_2Al_LF07_MaLa.qxp:HT96_LF07_MaLa
24.04.2013
11:38 Uhr
Trockenbau
7.1.4 Dachgeschossausbau
Beim Ausbau von Dachgeschossen wird zusätzlicher
Wohn- bzw. Lagerraum geschaffen. Erforderlich sind
Wärmedämmmaßnahmen gemäß der EnEV (Energieeinsparverordnung). Beim Dachgeschossausbau können verschiedene Trockenbaumaßnahmen erforderlich werden, die jedoch ein zusammenhängendes
System bilden sollten:
Einbau von Kehlbalkendecken
Verkleidung von Dachschrägen
Verkleidung von Giebelwänden
Erstellung von Trennwänden
Erstellung von Abseitenwänden
Einbringung von Trockenestrichen
Seite 219
Dämm-, Putz- und Montagearbeiten ausführen
Dachschrägen
Da Maler und Lackierer in der Regel bereits bestehende
Dachkonstruktionen ausbauen, ist es nicht mehr möglich, eine Dämmung über den Sparren anzubringen.
Auch eine Untersparrendämmung ist eher unüblich.
Daher wird die Wärmedämmung häufig in Form einer
Zwischensparrendämmung ausgeführt. Dabei wird das
Dämmmaterial auf die Unterspannbahn zwischen die
Sparren geklemmt.
Über die Dämmung wird dann die Dampfsperre auf
den Sparren befestigt. Als Unterkonstruktion werden
quer zu den Sparren entweder CD-Metallprofile, Dachlatten oder Schalbretter als Konterlattung aufgeschraubt. Auf dieser Konstruktion werden nun die Gipsplatten befestigt.
LF 7
Auch beim Dachgeschossausbau besteht für die Unterkonstruktion die Möglichkeit, mit Metallprofilen oder
mit Konstruktionsholz zu arbeiten. Bei der Verkleidung
der Kehlbalken und Dachschrägen mit Gipsplatten ist
es bei geringem Sparren- bzw. Kehlbalkenabstand und
entsprechender Plattenstärke möglich, die Gipsplatten direkt auf den Sparren/Kehlbalken (eventuell mit
Aufdopplung) zu befestigen.
2 Dämmen
1 Dachschrägenverkleidung mit und ohne
Unterkonstruktion
Kehlbalkendecken
Bei der Konstruktion und Dämmung von Kehlbalkendecken ist zu unterscheiden, wie der Raum zwischen
Kehlbalken und First genutzt wird. Ist dieser Raum ausgebaut (einschließlich Dämmung), dient die Kehlbalkendecke als Trenndecke und wird wie eine Holzbalkendecke bearbeitet. Ist dieser Raum nicht ausgebaut
und nicht gedämmt, hat die Kehlbalkendecke die gleiche Funktion wie eine Dachschräge und wird entsprechend bearbeitet.
3 Befestigung der Gipsplatten
219
HT96_2Al_LF08_MaLa.qxp:HT96_LF08_MaLa
24.04.2013
11:49 Uhr
Tapeten
Seite 239
Oberflächen und Objekte bearbeiten und gestalten
Verarbeitung
Vor dem Anbringen der Zierleisten muss für einen festen, sauberen und trockenen Untergrund gesorgt werden. Bereits vorhandene Beschichtungen müssen dabei
auf Trag- und Haftfähigkeit überprüft und ggf. vorbehandelt oder sogar entfernt werden.
Für die Montage müssen die Profile mithilfe einer Gehrungslade und einer Säge entsprechend den Raummaßen zugeschnitten werden. Vor dem Verkleben der
Zierleisten sollte allerdings noch einmal die Passgenauigkeit der einzelnen Teile an der Wand überprüft werden.
Anschließend können die Zierprofile an die Wand
angeklebt werden. Dabei ist es ratsam, vor dem Verkleben die Profilhöhe mit einer Schlagschnurlinie zu
markieren. In besonders schwierigen Fällen und bei
größeren Profilen kann auf dieser Linie dann durch
Anbringung von Stiften eine Auflage für die Profile
geschaffen werden.
Der Kleber wird auf die Klebeflächen in ausreichendem Maße aufgetragen. Das Profil kann anschließend
an der gezogenen Linie aufgesetzt und an die Wand
angedrückt werden. Die Fuge zwischen Zierprofil und
Wand sollte vollständig mit Kleber verschlossen sein.
Sollte dies nicht der Fall sein, können die Löcher mit
der Klebemasse ausgespachtelt werden. Klebereste
müssen noch in feuchtem Zustand entfernt werden.
4 Mit Zierprofilen und Rosetten gestalteter Raum
LF 8
Verlegewerkzeuge Zierleisten
1 Gehrungsschneidelade
2 Furnier-Allzwecksäge
3 Mit Zierprofilen und Rosetten gestalteter Aufenthaltsbereich
5 Mit Zierprofilen und Rosetten gestalteter Eingangsbereich
6 Eine gelungene Kombination aus Zierprofilen und
Wandgestaltung
9
HT96_2Al_LF08_MaLa.qxp:HT96_LF08_MaLa
24.04.2013
11:51 Uhr
Oberflächen und Objekte bearbeiten und gestalten
8.9
Seite 252
Farbauswahl mit der Farbtonkarte
Farbauswahl mit der
Farbtonkarte
3 Die blaue Altstadt von Jodhpur, Indien
1 Die „richtige“ Farbe?
8.9.1 Welcher Farbton ist
der geeignete?
Die professionelle Auswahl einer Farbe gehört wohl
zu den anspruchsvollsten Aufgaben des Malers und
Lackierers: Wer hat nicht schon einmal die Farbgestaltung einer Fassade oder von Geschäfts- bzw. Gastronomieräumen als völlig ungeeignet empfunden?
Die Auswahl einer Farbe ist zwar immer von verschiedenen Aspekten abhängig, aber generell kann man sagen,
dass es nie einen allgemeingültigen, „richtigen“ Farbton für eine Fläche gibt. Jeder Mensch nimmt Farben
anders wahr und ist in seinem Farbempfinden und seinen Farbvorlieben geprägt durch seine kulturelle und
religiöse Herkunft, seine Erziehung und Entwicklung.
Die Farbtonauswahl für einen Kunden ist ein komplexer Vorgang, da
die Flächendimension,
die Lage der Fläche,
der Lichteinfall,
die Flächenaufteilung und nicht zuletzt
der individuelle Farbwunsch des Kunden
eine Rolle spielen.
LF 8
2 Der etwas andere Hauseingang, Indien
5
4 Farbgestaltung in Narbonne, Frankreich
HT96_2Al_LF10_MaLa.qxp:HT96_LF10_MaLa
24.04.2013
12:16 Uhr
Seite 284
10 Fassaden gestalten
10.1
Farbgestaltung
10.1.1 Gliederung von
Farbgestaltungen
Betrachten wir Farbgestaltungen von Gebäuden oder
Innenräumen kritisch, stellen wir fest, dass diese uns
mehr oder weniger gut gefallen bzw. mehr oder weniger gut gelungen sind. Meist urteilen wir gefühlsmäßig, ohne genau ausdrücken zu können, warum uns
die eine Farbgestaltung gefällt, eine andere dagegen
negativ bewertet wird. Wollen wir eine Farbgestaltung
fachgerecht beurteilen, müssen wir uns von der
gefühlsmäßigen Beurteilung lösen. Ein wichtiges Hilfsmittel für eine fachgerechte Beurteilung ist die Gliederung einer Farbgebung. Wir fragen uns, welcher
Farbton bildet die Ausgangsfarbe, welche Farben
beziehen sich auf diese Basis und welche Farbtöne dienen als schmückendes Beiwerk.
Durch diese Fragestellung können wir eine Farbgestaltung in drei Bereiche gliedern. Sie werden durch folgende Fachbegriffe beschrieben:
Dominante
Subdominante
Akzente
Als Dominante wird der bestimmende (dominierende)
Grundton einer Farbgestaltung bezeichnet.
Als Subdominante gelten die untergeordneten Farbtöne einer Farbgestaltung. Sie sind von dem dominierenden Farbton abhängig.
Als Akzente dienen Schmuckelemente und Hervorhebungen.
10.1.2
Fassadengestaltung
Die Fassade ist das Aushängeschild eines Bauwerks. Jeder
Passant wird bewusst oder unbewusst eine Wertung der
Fassadengestaltung vornehmen. Es ist selten, dass
jemand keine Meinung zu der Farbgestaltung einer spezifischen Fassade hat. Die Farbgestaltung gibt nicht nur
Informationen über die Epoche der Erbauung, sondern
auch über den Besitzer. Hat er sich für ein Farbkonzept
entschieden, das nicht den Zeitgeist trifft oder sich
gerade zu sehr am Trend orientiert, so muss er mit dieser Farbkonzeption und Komposition leben – tagtäglich!
10.1.3
Farbgestaltung von Fassaden –
eine Herausforderung?
Die Farbgestaltung von Fassaden ist grundsätzlich eine
schwierige Angelegenheit. Ist man sich unsicher, sollte
man einen kompetenten Maler und Lackierer oder
Farbberater zurate ziehen. Die Wirkung einer Fassade
wird z. B. bestimmt durch:
ihre Dimension in sich
ihre Dimension im baulichen Kontext
Anordnung, Größe und Proportion von Fenstern,
Türen usw.
bauliche Gliederungselemente
die Textur der verwendeten Oberflächenmaterialien
Zum einen ist es schwierig, die Farbwirkung auf großen Flächen im Vorfeld genau einzuschätzen, und
zum anderen empfindet jeder Betrachter die Wirkung von Farben anders.
LF 10
1 Neue Farbgestaltung, Berlin-Kreuzberg, 2006
284
2 Neugestaltung einer Fassade in Berlin-Kreuzberg, 2006
HT96_2Al_LF11_MaLa.qxp:HT96_LF11_MaLa
24.04.2013
12:35 Uhr
Seite 330
Objekte instand setzen
Wärmedämmsysteme
1 Ansetzen der Dämmplatten
2 Bohren der Dübellöcher
5 System-Bauteil Fenstereinfassung
3 Verdübelte Dämmplatten
6 Anbringen des Armierungsgewebes
LF 11
4 Anbringen der Eckverstärkung
330
7 Abreiben des Putzes
HT96_2Al_LF99_A_MaLa.qxp:HT96_A_MaLa
24.04.2013
13:01 Uhr
Seite 347
A
Lernfeldübergreifende Anhänge
A.1
Vergabe- und Vertragsordnung (Auszug)
Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (abgekürzt „VOB“)
ist ein dreiteiliges Regelwerk:
Teil A: DIN 1960 Allgemeine Bestimmungen für die Vergabe von Bauleistungen
Teil B: DIN 1961 Allgemeine Vertragsbedingungen für die Ausführung von Bauleistungen
Teil C: DIN 18 363 Allgemeine Technische Vertragsbedingungen für Bauleistungen (ATV) – Malerund Lackierarbeiten – Beschichtungen legt u. a. im Kapitel 5 fest, wie Leistungen
abzurechnen sind:
Die Leistung ist aus Zeichnungen
zu ermitteln, soweit die ausgeführte Leistung diesen Zeichnungen entspricht. Sind solche Zeichnungen nicht vorhanden, ist die
Leistung aufzumessen.
5.1 Allgemeines
5.1.1 Der Ermittlung der Leistung
– gleichgültig, ob sie nach Zeichnung oder nach Aufmaß erfolgt –
sind die Maße der behandelten Flächen zugrunde zu legen:
werden je beschichtete Seite nach
Fläche gerechnet; Verglasungen,
Füllungen und dergleichen werden
übermessen.
5.1.7 Bei Türen über 60 mm Dicke,
bei Blockzargen über 60 mm Tiefe,
bei Futter und Bekleidungen von
Türen und Fenstern sowie Stahltürzargen und dergleichen wird die
abgewickelte Fläche gerechnet.
5.1.8 Bei vieleckigen Einzelflächen,
z. B. bei Treppenwangen, Eckverbänden, ist zur Ermittlung der
Maße das kleinste umschriebene
Rechteck zugrunde zu legen.
5.1.2 Leisten, Sockelleisten und
dergleichen bis 10 cm Höhe werden übermessen.
5.1.9 Fenstergitter, Scherengitter,
Rollgitter, Roste, Zäune, Einfriedungen und Stabgeländer werden einseitig gerechnet.
5.1.3 Rückflächen von Nischen
sowie Leibungen werden unabhängig von ihrer Einzelgröße mit ihren
Maßen gesondert gerechnet.
5.1.10 Rohrgeländer werden nach
Länge der Rohre und deren Durchmesser gerechnet.
5.1.4 Unmittelbar zusammenhängende, verschiedenartige Aussparungen, z. B. Öffnungen mit angrenzender Nische, werden getrennt gerechnet.
5.1.5 Gesimse, Lisenen, Eckverbände, Umrahmungen und Faschen
von Füllungen oder Öffnungen
werden unabhängig davon, ob sie
behandelt werden, beim Ermitteln
der Fläche übermessen.
5.1.6 Fenster, Türen, Trennwände,
Bekleidungen und dergleichen
5.1.11 Profile, Heizkörper, Trapezprofile, Wellbleche und dergleichen werden nach abgewickelter
Fläche oder, soweit vorhanden,
nach Tabellen gerechnet.
5.1.12 Bei Rohrleitungen werden
Schieber, Flansche und dergleichen
übermessen und gesondert gerechnet.
5.1.13 Werden Türen, Fenster, Rollläden und dergleichen nach Anzahl
gerechnet, bleiben Abweichungen
von den vorgeschriebenen Maßen
bis jeweils 5 cm in der Höhe und
Breite sowie bis 3 cm in der Tiefe
unberücksichtigt.
5.1.14 Bei der Ermittlung der
Maße von Gesimsen, Umrahmungen, Faschen und dergleichen wird
jeweils das größte, gegebenenfalls
abgewickelte Bauteilmaß zugrunde gelegt.
Dachrinnen werden am Wulst, Fallrohre im Außenbogen gemessen.
5.1.15 Silicon-Imprägnierungen
und Kieselsäureester-Imprägnierungen werden nach verbrauchter
Menge gerechnet.
5.2 Es werden abgezogen
5.2.1 Bei Abrechnung nach Flächenmaß:
5.2.1.1 Aussparungen, z.B. Öffnungen (auch raumhoch), Nischen,
über 2,5 m2 Einzelgröße, in Böden
über 0,5 m2 Einzelgröße.
Bei der Ermittlung der Abzugsmaße sind die kleinsten Maße der
Aussparung zugrunde zu legen.
5.2.1.2 Unterbrechungen in der zu
schichtenden Fläche durch Bauteile,
z. B. durch Fachwerkteile, Stützen,
Unterzüge, Vorlagen, mit einer Einzelbreite über 30 cm.
5.2.2 Bei Abrechnung nach Längenmaß:
Unterbrechungen über 1m Einzellänge.
3
A
5. Abrechnung
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Seite 348
Lernfeldübergreifende Anhänge
A.2
Formelsammlung Mathematik
Formelsammlung Mathematik
Prozentrechnung
Zinsrechnung
PW · 100
p = –––––––– %
GW
Z · 100
p = ––––––– %
K·t
PW = Prozentwert
GW = Grundwert
p = Prozentsatz in %
Z · 100
p = –––––––
K·p
Z = Zins in €
K = Kapital in €
p = Prozentsatz in %
K·p·t
p = –––––––
100
t = Zeit
[
Tage
Monate
––––– oder ––––––––
360
12
]
Flächenberechnung
Rechteck – Parallelogramm
A=a·a=a
U=·a
b1
b
a
2
a
I
Trapez
h
I3
I1 + I2
A = ––––––
·h
2
U = I1 + I2 + I3 + I
Kreisring
d ·␲
A = ––––––
U=d·␲
(D2 – d2) · ␲
A = –––––––––––
360°
Ui = d · ␲i Ua = D · ␲
2
d
I1
d
D
Ui = Umfang innen
Ua = Umfang außen
Kreisausschnitt
D · d ·␲
A = –––––––––
(D + d) · ␲
U ≈ –––––––––
2
D
Kreisabschnitt
d2 · ␲ · ␣
A = –––––––––
· 360°
d ·␲ ␣
U = d + ––––––––
360°
␣
d
b
s
d
2·s·h
A ≈ ––––––––
3
U=b+s
d · ␲ ·␣
b = ––––––––
360°
h
Ellipse
d
g·h
A = –––––––
2
U=a+b+c
g
Kreis
I2
I4
Dreieck
A=I·b
U = 2 · (I + b1)
h
Quadrat
b = Bogenlänge
h = Höhe des Kreisabschnitts
s = Sehnenlänge
Körperberechnung
Ag
hk
a
Ag
c
Ag
A
Erklärungen
Ag = Grundfläche
Ao = obere Fläche
Au = untere Fläche
3
Ag · hk
V = –––––––
3
U · hs
M = –––––––
2
O = Ag + M
Ao
Au
Uo = oberer Umfang
Uu = unterer Umfang
hs
hsa
d2 · ␲
V = –––––– · h
M=d·␲ h
O = 2 · Ag + M
Stumpfe Körper
hs
b
hk
Spitze Körper
hsb
hk
Ag
Ag
hk
hk
hk
V = Ag · hk
M = Ug · hk
O = 2 · Ag + M
Kugel
r
Zylinder
d
d3 · ␲ 4 · r3 · ␲
V = –––––– = ––––––––
6
3
O = d2 · ␲ = · r2 · ␲
Halbkugel
Au + Ao
V = –––––––
· hk
2
Uu + Uo
M = –––––––
· hs
2
O = Au + Ao + M
r
Prismen
hk = Höhe des Körpers
hs = Höhe auf der Seite
d
d3 · ␲
4 · r3 · ␲
V = ––––––– = ––––––––
12
6
3 · d2 · ␲
O = –––––––– = 3 · r2 · ␲
V = Volumen/Rauminhalt
M = Mantelfläche
O = Oberfläche
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Lernfeldübergreifende Anhänge
A.3
Lexikon Baustilkunde
Lexikon Baustilkunde
Dach: Sägedach
Archivolte: Bogenlauf
Dach: Zeltdach
Dreipass
Arkade
Dach: Pultdach
Bogen (Schema)
Erker, hier: Runderker
Dach: Schleppgaube
Bossenwerk
Dach: Walmgaube
Dach: Satteldach
Dach: Fledermausgaube
A
Dach: Walmdach
350
Fachwerk
HT96_2Al_LF99_A_MaLa.qxp:HT96_A_MaLa
24.04.2013
13:04 Uhr
Lernfeldübergreifende Anhänge
A.6
Verzeichnis der
DIN-Normen
Für Maler/-innen und Lackierer/-innen sind folgende
DIN-Normen wichtig:
A
DIN 105-2: 200-0 Tragwerke aus Beton, Stahlbeton
und Spannbeton – Teil 2: Beton – Festlegung, Eigenschaften, Herstellung und Konformität – Anwendungsregeln zu DIN EN 206-1
DIN 105-3: 2012-03 Tragwerke aus Beton, Stahlbeton
und Spannbeton – Teil 3: Bauausführung – Anwendungsregeln zu DIN EN 1360
DIN 105-: 2012-02 Tragwerke aus Beton, Stahlbeton
und Spannbeton – Teil : Ergänzende Regeln für die
Herstellung und die Konformität von Fertigteilen
DIN 125-2: 2001-0 Glas – Teil 2: Begriffe für Glaserzeugnisse
DIN 1356-1: 15-02 Bauzeichnungen – Teil 1: Arten,
Inhalte und Grundregeln der Darstellung
DIN 160: 2012-0 VOB Vergabe- und Vertragsordnung
für Bauleistungen – Teil A: Allgemeine Bestimmungen für die Vergabe von Bauleistungen
DIN 161: 2012-0 VOB Vergabe- und Vertragsordnung
für Bauleistungen – Teil B: Allgemeine Vertragsbedingungen für die Ausführung von Bauleistungen
DIN 102-1: 1-05 Brandverhalten von Baustoffen
und Bauteilen – Teil 1: Baustoffe; Begriffe, Anforderungen und Prüfungen
DIN 20-2: 10-12 Arbeits- und Schutzgerüste; Leitergerüste; Sicherheitstechnische Anforderungen
DIN 5033-3: 12-0 Farbmessung; Farbmaßzahlen
DIN 616-1: 10-02 DIN-Farbkarte; System der DINFarbenkarte für den 2º- Normalbeobachter
DIN 616-2: 10-02 DIN-Farbkarte; Festlegungen der
Farbmuster
DIN 1 10: 200-01 Gipsplatten – Arten und Anforderungen
DIN 1 2: 2012-0 VOB Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen – Teil C: Allgemeine Technische Vertragsbedingungen für Bauleistungen
(ATV) – Allgemeine Regelungen für Bauarbeiten
jeder Art
DIN 1 30: 2012-0 VOB Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen – Teil C: Allgemeine Technische Vertragsbedingungen für Bauleistungen
(ATV) – Trockenbauarbeiten
DIN 1 363: 2012-0 VOB Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen – Teil C: Allgemeine Technische Vertragsbedingungen für Bauleistungen
(ATV) – Maler- und Lackierarbeiten – Beschichtungen
35
Seite 358
Verzeichnis der DIN-Normen
DIN 1 365: 2012-0 VOB Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen – Teil C: Allgemeine Technische Vertragsbedingungen für Bauleistungen
(ATV) – Bodenbelagarbeiten
DIN 1 366: 2012-0 VOB Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen – Teil C: Allgemeine Technische Vertragsbedingungen für Bauleistungen
(ATV) – Tapezierarbeiten
DIN 1 50: 2006-12 Abdichten von Außenwandfugen
im Hochbau mit Fugendichtstoffen
DIN 1 55-2: 200-12 Abdichten von Verglasungen mit
Dichtstoffen – Teil 2: Dichtstoffe, Bezeichnung,
Anforderungen, Prüfung
DIN 1 55-3: 12-02 Abdichten von Verglasungen mit
Dichtstoffen; Verglasungssysteme
DIN 1 550: 2005-0 Putz und Putzsysteme – Ausführung
DIN 1 55: 15-01 Kunstharzputze; Begriffe, Anforderungen, Ausführung
DIN 55 63: 2010-0 Beschichtungsstoffe und Überzüge
– Korrosionsschutz von tragenden dünnwandigen
Bauteilen aus Stahl
DIN 55 00-1: 2002-05 Beschichtungen für Raumheizkörper – Teil 1: Begriffe, Anforderungen und Prüfung für Grundbeschichtungsstoffe und industriell
hergestellte Grundbeschichtungen
DIN 55 00-2: 2002-05 Beschichtungen für Raumheizkörper – Teil 2: Begriffe, Anforderungen und Prüfung für Deckbeschichtungsstoffe und industriell
hergestellte Fertiglackierungen
DIN 6 00-1: 2011-10 Holzschutz – Teil 1: Allgemeines
DIN 6 00-2: 2012-02 Holzschutz – Teil 2: Vorbeugende
bauliche Maßnahmen im Hochbau
DIN 6 00-3: 2012-02 Holzschutz – Teil 3: Vorbeugender Schutz von Holz mit Holzschutzmitteln
DIN 6 00-: 2012-02 Holzschutz – Teil : Bekämpfungs- und Sanierungsmaßnahmen gegen Holz zerstörende Pilze und Insekten
DIN EN 131-1: 2011-0 Leitern – Teil 1: Benennungen,
Bauarten, Funktionsmaße
DIN EN 131-2: 2012-0 Leitern – Teil 2: Anforderungen,
Prüfung, Kennzeichnung
DIN EN 131-3: 200-0 Leitern – Teil 3: Benutzerinformation
DIN EN 131-: 200-0 Leitern – Teil : Ein- oder Mehrgelenkleitern
DIN EN 206-1: 2001-0 Beton – Teil 1: Festlegung, Eigenschaften, Herstellung und Konformität
DIN EN 206-1/A1: 200-10 Beton – Teil 1: Festlegung,
Eigenschaften, Herstellung und Konformität
DIN EN 206-1/A2: 2005-0 Beton – Teil 1: Festlegung,
Eigenschaften, Herstellung und Konformität
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