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Eine Versicherung ist nur so gut wie ihre Anpassungsfähigkeit an

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Eine Versicherung ist nur so gut
wie ihre Anpassungsfähigkeit an
sich ständig ändernde Lebenssituationen. Vorsorge hat daher sehr
viel mit Erfindungsreichtum zu tun,
der wie ein roter Faden durchs
Leben führt. Wir von der Oberöster­
reichischen Versicherung AG behaupten nicht, die Vorsorge erfunden zu haben, aber wir halten uns
zugute, eine der innovativsten,
flexibelsten Versicherungen zu sein.
Für viele Bereiche, die unser Dasein
interessanter gestalten.
„Innovation
lebt im
Moment.“
I“
08
Oberösterreichische
Wechselseitige Versicherung
Vermögensverwaltung
09
Lagebericht Bericht des Aufsichtsrates Bilanz Gewinn- und Verlustrechnung Anhang zum Jahresabschluss 12
13
14
15
19
Oberösterreichische Versicherung
Aktiengesellschaft 25
Lagebericht Bericht des Aufsichtsrates Bilanz Gewinn- und Verlustrechnung Anhang zum Jahresabschluss 28
48
50
52
64
Oberösterreichische
Wechselseitige Versicherung
Vermögensverwaltung/Konzern 85
Konzern-Lagebericht Konzern-Bilanz Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Konzern-Anhang Impressum 87
88
90
98
105
GESCHÄFTSBERICHT 2009
OBERÖSTERREICHISCHE
VERSICHERUNG AG
Editorial I n h a lt
„Jede
Innovation
ist ein
Unikat.“
martin Janovsky
Dr. Wolfgang Weidl
Mag. Othmar Nagl
08
Vermögensverwaltung/Editorial
Editorial
Liebe Leserin, lieber Leser!
Obwohl das Versicherungsgeschäft 2009 noch stärker als 2008 von der allgemeinen
Wirtschaftsflaute überschattet war, ist es der Oberösterreichischen Versicherung­ einmal mehr gelungen, an einer Krise zu wachsen. Innovation und Flexibilität lautete die Devise, und man reagierte auf die Trends, die das Kundengeschäft spiegelte.­ Statt langer Bindungen wurden flexible Konzepte gefordert, die an die aktuelle
­Situation angepasst werden können.
In ihrer 200-jährigen Geschichte nahm die Oberösterreichische schon oft
die Vorreiterrolle ein, auch im vergangenen Jahr konnte sie diese wieder unter
Beweis stellen: So zeigte sie Innovationskraft durch die Entwicklung einer neuen
maß­geschneiderten Vorsorgelösung, FlexiBel©. FlexiBel© kombiniert die Sicherheit
einer klassischen mit den Ertragschancen einer fondsgebundenen Lebensversicherung. Dass dieses Angebot von einer großen Kundenzahl begeistert aufgenommen
wurde,­ beweist, dass der Innovationskurs der Oberösterreichischen Versicherung
richtig und gut ist.
Erneuerung und Flexibilität ist auch das Motto dieses vorliegenden Geschäfts­
berichtes. Das flexible rote Band zieht sich gleichsam wie ein roter Faden durch den
Report, es gibt Halt, aber schnürt nicht ein, es verbindet, aber beengt nicht. Eine
Versicherung muss Sicherheit in jeder Lebenslage vermitteln, darf ihren Kunden
aber nie das Gefühl der Einschränkung vermitteln. So haben wir optisch und inhaltlich das vermittelt, was uns am Herzen liegt: Innovativ zu sein, ohne die eigenen
Werte und Traditionen zu verraten. Das ist und bleibt für die Oberösterreichische
auch in Zukunft das Ziel.
Schlagen Sie also mit uns nach, und erfahren Sie aus erster Hand, was es „Neues“
gibt. In diesem Sinne, herzliche Grüße und Keine Sorgen.
Der Vorstand
Dr. Wolfgang Weidl e.h.
Martin Janovsky e.h.
Mag. Othmar Nagl e.h.
09
Vermögensverwaltung
Oberösterreichische Wechselseitige
Versicherung Vermögensverwaltung
Vermögensverwaltung/Mitgliedervertretung
Mitgliedervertretung
Vermögensverwaltung
10
> Ing. Volkmar Angermeier
> Johann Bleimschein
> Dr. Wolfgang Eder
> Hans Eichinger
> KR Horst Felbermayr
> DI Karl Fischer
> Stefan Fuchs
> Andreas Gaisbauer
> Ing. Johannes Gruber
> Johann Hartl
> KR Willi Heftberger
> Franziska Hiptmair
> Propst KonsRat Johann Holzinger
> Ferdinand Kaineder
> Manfred Kalchmair
> Erwin Kastner
> Ing. Wolfgang Klinger
> Walter Lederhilger
> Dr. Georg Lengauer
> Ing. Herwig Mahr
> Ökonomierat Karl Maier
> Ing. Josef Mauhart
> Rudolf Mayrhofer
> Ing. Dr. Heinz Moosbauer
> Nikolaus Prammer
> Anna Prandstetter
> Mag. Siegfried Primetshofer
> Hans Pum
> W. Hofrat Dr. Heinz Rechberger
> Josef Reisenbichler
> Dominik Reisinger
> Ing. Dr. Paul Rübig
> Gertrude Schatzdorfer
> Dr. Kordula Schmidt
> Frank Schneider
> Franz Steininger
> Manfred Stellnberger
> Christa Strasser
> Dr. Judith Traxler
> Oberamtsrat Roland Traxler
> Dr. Albert Wagner
> Herbert Wakolbinger
> Karl Weilhartner
> Dr. Gerhard Wildmoser
> DI Karl Zittmayr
Vpräs. d. AR. der RLB OÖ, Eferding
Obmann des Assekuranzvereines, Kematen/Kr.
Generaldirektor VOEST Alpine Stahl GmbH
Landessekretär Pensionistenverband OÖ, Linz
Geschäftsleiter, Felbermayr GmbH
Geschäftsführer Saatbau, Linz, Hörsching
Bürgermeister Schalchen
Direktor, OÖ Bauernbund
Vize-Bürgermeister, Niederneukirchen
Vize-Bürgermeister, Grieskirchen
Unternehmer, Linz
Geschäftsführerin AV Atzbach, Attnang-Puchheim
Stift St. Florian
Bürgermeister, Kirchdorf/Krems
Bürgermeister, Sierning
Bürgermeister, Baumgartenberg
LAbg., Bürgermeister, Gaspoltshofen
LW-Kammerrat, Landwirt, Kremsmünster
Bezirksverwaltungsdirektor Magistrat, Linz
LAbg., Vize-Bürgermeister, Unternehmer, Traun
LW-Kammerrat, Landwirt, Scharnstein
Ökonomierat, Landwirt, St. Florian
Gemeinderat, Landwirt, Stroheim
Sektionsgeschäftsführer Industrie der WK OÖ, Linz
Vorstandsdirektor LAWOG, Linz
Landwirtin, Kefermarkt
Finanzdirektor Diözese, Linz
ÖSV-Alpindirektor
Obmann WSG, Leiter Agrar- u. Forstrechtsabt. i.R.,
Pregarten
Bürgermeister, Bad Ischl
Bürgermeister, Haslach
EU-Abgeordneter, Unternehmer, Wels
Geschäftsführerin, Schatzdorfer Gerätebau, Zipf
Aufsichtsrats-Vorsitzende der LAWOG, Linz
Vorstandsdirektor LAWOG, Linz
Bürgermeister, Präsident OÖ Gemeindebund, Garsten
Betriebsratsvorsitzender Linz Service GmbH,
St. Leonhard/Freistadt
LW-Kammerrätin, Landwirtin, Naarn
Gewerkschaftssekretärin, Linz
Linz
Generaldirektor, Volkskreditbank AG
Landesobmann-Stv. Siedlerverband, Pfarrkirchen
Linz
Rechtsanwalt, Linz
Obmann Lagerhaus Mitte, Enns
Vermögensverwaltung/Aufsichtsrat
Aufsichtsrat
Präsident des Aufsichtsrates
> Dr. Josef Stockinger
Landesrat, St. Florian
Vize-Präsident des Aufsichtsrates
> Friederike Mach
Vize-Bürgermeisterin a.D., Steyr
> KR Franz Dim
> Konsul KR Mag. Alois Froschauer
> Franz Hochegger
> Mag. Christian Jachs
> Ing. Adolf Mittendorfer
> Gottfried Pauzenberger
> Ing. Mag. Friedrich Pernkopf
> Mag. Dr. Rudolf Trauner
> Harald Voglsam
> Dkfm. Dr. Leopold Windtner
Präsident der Rieder Messe, Ried/Innkreis
Generaldirektor, Linz AG
Bürgermeister, Enzenkirchen
Bürgermeister, Freistadt
Geschäftsführender Gesellschafter (GVB),
Gemeinderat, Adlwang
Bürgermeister, Kallham
LWK-Direktor OÖ, Linz
Präsident, Wirtschaftskammer OÖ
Regionalgeschäftsführer-Stv. GPA, Linz
Generaldirektor Energie AG, St. Florian
11
12
Vermögensverwaltung/Lagebericht
Lagebericht
für das Geschäftsjahr 2009
Gegenstand des Unternehmens ist die Vermögensverwaltung, insbesondere die
Verwaltung der Beteiligung an der Oberösterreichische Versicherung Aktiengesellschaft, Linz. Die Entwicklung dieses Unternehmens ist dem diesbezüglichen
Lagebericht zu entnehmen.
Nach § 61 b Abs 3 VAG ist der Gegenstand des Vereines auf die Vermögensverwaltung beschränkt. Die Kapitalanlagen bestehen zum überwiegenden Teil
aus den Anteilen an der Oberösterreichische Versicherung AG. Hinsichtlich dieser
Anteile unterliegt der Verein den Risiken der AG, die in deren Lagebericht ausführlich beschrieben sind. Ansonsten erfolgt die Kapitalveranlagung weitgehend in
risikoarmen Veranlagungsformen.
Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach Abschluss des Geschäftsjahres 2009 weder bei der Oberösterreichische Wechselseitige Versicherung Vermögensverwaltung noch bei der Oberösterreichische Versicherung Aktiengesellschaft ereignet.
Linz, am 26. März 2010
Oberösterreichische Wechselseitige
Versicherung Vermögensverwaltung
Der Vorstand
Dr. Wolfgang Weidl e.h.
Martin Janovsky e.h.
Mag. Othmar Nagl e.h.
Vermögensverwaltung/Bericht des Aufsichtrates
Bericht des Aufsichtsrates
für das Geschäftsjahr 2009
Während des Geschäftsjahres wurde der Aufsichtsrat in regelmäßigen Sitzungen
vom Vorstand über den Geschäftsverlauf unterrichtet.
Die Buchführung, der Jahresabschluss und der Lagebericht des Vorstandes der Oberösterreichische Wechselseitige Versicherung Vermögensverwaltung
über das Geschäftsjahr 2009 wurden von der KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss samt Anhang und Lagebericht sowie diesen Prüfungsbericht zustimmend
zur Kenntnis genommen und gebilligt.
Der Jahresabschluss ist damit gemäß § 14 Ziffer 1 lit c der Satzung festgestellt.
Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag des Vorstandes über die Gewinnverwendung vollinhaltlich an.
Linz, am 19. April 2010
Landesrat Dr. Josef Stockinger
Präsident des Aufsichtsrates
13
14
Vermögensverwaltung/Bilanz
Bilanz zum 31. Dezember 2009
Aktiva
A. Kapitalanlagen
I. Kapitalanlagen an verbundenen Unternehmen
Anteile an verbundenen Unternehmen
II. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
2. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
B. Anteilige Zinsen
C. Sonstige Vermögensgegenstände
I. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten
II. Andere Vermögensgegenstände
Passiva
31.12.2009
EUR
31.12.2008
TEUR
19.100.878,13
40.000,00
1.397.295,00
1.437.295,00
20.538.173,13
52.480,48
134,82
838,29
973,11
20.591.626,72
19.101
A. Eigenkapital
Gewinnrücklagen
1. Sicherheitsrücklage
2. Freie Rücklagen
31.12.2009 EUR 20.466.810,15
75.000,00
20.541.810,15
B. Nichtversicherungstechnische Rückstellungen
I. Steuerrückstellungen
II. Sonstige Rückstellungen
C. Sonstige Verbindlichkeiten
Andere Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
0,00
6.300,00
6.300,00
43.516,57
20.591.626,72
40
1.397
1.437
20.538
52
0
20
20
20.610
31.12.2008
TEUR
20.462 75 20.537
4 6 10
64
20.610
Vermögensverwaltung/Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustrechnung
für das Geschäftsjahr 2009
Nichtversicherungstechnische Rechnung
1. Erträge aus Kapitalanlagen und Zinsenerträge
a) Erträge aus sonstigen Kapitalanlagen
2. Aufwendungen für Kapitalanlagen und Zinsenaufwendungen
a) Aufwendungen für die Vermögensverwaltung
b) Zinsenaufwendungen verbundene Unternehmen
3. Sonstige nichtversicherungstechnische Aufwendungen
4. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
5. Steuern vom Einkommen
6. Jahresüberschuss
7. Zuweisung an Rücklagen
a) Zuweisung an die Sicherheitsrücklage
8. Bilanzgewinn
31.12.2009
EUR
68.635,89
34.645,00
861,51
-35.506,51
-20.334,30
10.795,08
-6.132,90
4.662,18
4.662,18
0,00
31.12.2008
TEUR
69
28
2
-30
-20
19
-7
12
12
0
15
16
Vermögensverwaltung/Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk
Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk
Bericht zum
Jahresabschluss
Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der Oberösterreichische Wechselseitige Versicherung Vermögensverwaltung, Linz, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner
2009 bis zum 31. Dezember 2009 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft.
Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 31. Dezember 2009, die Gewinnund Verlustrechnung für das am 31. Dezember 2009 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang.
Verantwortung der gesetzlichen
Vertreter für den Jahresabschluss
und die Buchführung
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die
Aufstellung eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt.
Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung
eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von
wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungsund Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.
Vermögensverwaltung/Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk
Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter
Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze
ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern,
dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen,
dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der
Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.
Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur
Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf
Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung
eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die
Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses.
Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.
Verantwortung des
Abschlussprüfers und Beschreibung
von Art und Umfang der
gesetzlichen Abschlussprüfung
17
18
Vermögensverwaltung/Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk
Prüfungsurteil
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer
Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues
Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2009 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2009 bis
zum 31. Dezember 2009 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.
Aussagen zum
Lagebericht
Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob
er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im
Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob
der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht. Der Lagebericht steht
nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss.
Wien, am 26. März 2010
KPMG Austria GmbH
Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
Mag.Thomas Smrekar
Wirtschaftsprüfer ppa Dr. Hans-Ulrich Brandes
Wirtschaftsprüfer
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen
Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs. 2 UGB zu beachten.
Vermögensverwaltung/Anhang zum Jahresabschluss
Anhang zum Jahresabschluss 2009
1. Erläuterungen zum Jahresabschluss
Allgemeine Grundsätze
Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln,
aufgestellt.
Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten.
Der vorliegende Abschluss 2009 ist nach den Vorschriften des Unternehmensgesetzbuches sowie des Versicherungsaufsichtsgesetzes in der jeweils geltenden Fassung aufgestellt worden.
Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden
wurde der Grundsatz der Einzelbewertung beachtet und eine Fortführung des
Unternehmens unterstellt.
Dem Vorsichtsprinzip wurde dadurch Rechnung getragen, dass nur die
am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen wurden. Alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste wurden berücksichtigt.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen wurden mit dem Anschaffungswert
bilanziert. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere werden nach
dem strengen Niederstwertgrundsatz bewertet. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere werden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Das Unternehmen hat weder derivative Finanzinstrumente
noch strukturierte Vermögensgegenstände ohne Kapitalgarantie im Bestand. Von
der Möglichkeit einer Bewertung von Vermögensgegenständen nach den Bestimmungen des § 81 h Abs. 2 letzter Satz VAG wird nicht Gebrauch gemacht.
Die sonstigen Forderungen, die laufenden Guthaben bei Kreditinstituten,
die anderen Vermögensgegenstände und die sonstigen Verbindlichkeiten wurden
mit dem Nennbetrag angesetzt.
Die nichtversicherungstechnischen Rückstellungen wurden nach dem
voraussichtlichen Bedarf bilanziert.
Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden
(Aktiva/Passiva)
19
20
Vermögensverwaltung/Erläuterungen zu Posten der Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung
2. Erläuterungen zu Posten der Bilanz
und zur Gewinn- und Verlustrechnung
Kapitalanlagen
Die Zeitwerte der Kapitalanlagen stellen sich zum 31.12.2009 bzw. 31.12.2008
wie folgt dar:
Anteile an verbundenen Unternehmen
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
2009
TEUR
156.745
40
1.332
2008
TEUR
131.424
40
1.309
Die Anteile an verbundenen Unternehmen wurden mit den anteiligen
Eigenmitteln des verbundenen Unternehmens zuzüglich der anteiligen stillen
Reserven der im Posten B. des § 81 c Abs 2 VAG genannten Kapitalanlagen des
verbundenen Unternehmens angesetzt. Darüber hinaus gehende stille Reserven
bzw. ein Firmenwert des verbundenen Unternehmens sind in dem angegebenen
Zeitwert nicht berücksichtigt. Der Ansatz der Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren sowie der Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren erfolgte mit dem Buchwert bzw. einem über dem Buchwert liegenden Börsen- oder Marktpreis.
Der Sicherheitsrücklage wurden EUR 4.662,18 zugeführt.
Unter den Rückstellungen sind die zu erwartenden Aufwendungen im
Zusammenhang mit dem Jahresabschluss erfasst.
Die sonstigen nichtversicherungstechnischen Aufwendungen betreffen
Katastrophenbeihilfen, Beiträge zu Berufsvertretungen, Bilanzveröffentlichung,
Prüfungs- und Beratungsaufwand sowie Bankspesen.
Andere Verbindlichkeiten bestanden gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 43.516,57 (31.12.2008: TEUR 62)
Personalaufwand
Im Geschäftsjahr 2009 wurden keine Arbeitnehmer beschäftigt. Gehälter und
Gehaltsnebenkosten, Bezüge für Mitglieder des Vorstandes und Vergütungen an
Mitglieder des Aufsichtsrates sind im Berichtsjahr nicht angefallen.
Vermögensverwaltung/Sonstige Angaben
3. Sonstige Angaben
Die Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen ausschließlich die 85%ige
Beteiligung an der Oberösterreichische Versicherung Aktiengesellschaft, Linz.
Angaben über
rechtliche Verhältnisse
Im Geschäftsjahr gehörten folgende Personen dem Vorstand an:
> Generaldirektor Dr. Wolfgang Weidl (Vorsitzender)
> Martin Janovsky (Mitglied)
> Mag. Othmar Nagl (Mitglied)
Der Aufsichtsrat setzte sich im Geschäftsjahr aus folgenden Personen zusammen:
> Landesrat Dr. Josef Stockinger (Präsident)
> Generaldirektor-Stv. a.D. Dr. Karl Wiesinger (Vizepräsident) (bis 25.5.2009)
> Vizebürgermeisterin a.D. Friederike Mach (Vizepräsident) (ab 25.5.2009)
Angaben über
personelle Verhältnisse
Sonstige gewählte Mitglieder:
> Generaldirektor Kommerzialrat Ing. Helmuth Bumberger (bis 25.5.2009)
> Präsident Kommerzialrat Franz Dim
> Generaldirektor Mag. Alois Froschauer (ab 25.5.2009)
> Bürgermeister Franz Hochegger
> Bürgermeister Mag. Christian Jachs (ab 25.5.2009)
> Vizebürgermeister a.D. Friederike Mach (bis 25.5.2009)
> Ing. Adolf Mittendorfer
> Bürgermeister Gottfried Pauzenberger
> Direktor Ing. Mag. Friedrich Pernkopf
> Bürgermeister Amtsrat Gottfried Schuh (bis 25.5.2009)
> Präsident Dr. Rudolf Trauner (ab 25.5.2009)
> Regionalgeschäftsführer-Stv. Harald Voglsam
> Generaldirektor Dkfm. Dr. Leopold Windtner
Linz, am 26. März 2010
Oberösterreichische Wechselseitige
Versicherung Vermögensverwaltung
Der Vorstand
Dr. Wolfgang Weidl e.h.
Martin Janovsky e.h.
Mag. Othmar Nagl e.h.
21
„Innovation
bleibt in
Bewegung.“
AG“
“
25
Versicherung AG
Oberösterreichische Versicherung
Aktiengesellschaft
Versicherung AG/Vorstand
Vorstand
Ressorteinteilung für die Oberösterreichische Versicherung AG
Gemeinsame
Vorstandsangelegenheiten
> Angelegenheiten, die der Hauptversammlung und/oder Aufsichtsrat
vorzulegen sind
> Bilanzpolitik
> Strategische Asset Allocation im Rahmen des Asset-Allocation-Komitees
> Alle Angelegenheiten von grundsätzlicher und weittragender Bedeutung für das Unternehmen, zum Beispiel Unternehmensziele, Kooperationen, Beteili gungen, Rückversicherungskonstruktionen, IT-Strategie, Aufbau-/Ablauforganisa tion, wesentliche Investitionen
> Jährliche Wirtschaftspläne (Ziele, Budgets)
> Personal- und Bildungsangelegenheiten, Gehalts- und Sozialpolitik, Besetzung
von Führungs- und Schlüsselpositionen (federführend ist der Ressortvorstand),
Personalplanung
> Marketing: Grundsätzliches in Richtung Markt und Kunde, wie Marketingplanung,
Markenpositionierung, Produkt- und Preispolitik, Vertriebswege, Corporate
Identity (CI) und Werbelinie
> Interne Revision
Ressort Generaldirektor
Dr. Wolfgang Weidl
> Privat- und Firmengeschäfte in allen Sparten der Personen- und Schadenver sicherung: Vertragsangelegenheiten und versicherungstechnische Produkt entwicklung, Schaden- und Leistungsangelegenheiten
> Marketing: Öffentlichkeitsarbeit (PR), interne Kommunikation, Sponsoring und
klassische Werbung inklusive Marktforschung
> Personal- und Bildungsadministration
> Personal- und Bildungsangelegenheiten für dieses Ressort
> Rechtsangelegenheiten
> Unternehmensorganisation
> Tochterunternehmungen und Beteiligungen
(soweit nicht Vermögensveranlagung)
> Assekuranzvereine
> Vertretung in Verbandsgremien (VVO), anderen Gemeinschaftseinrichtungen und
Aufsichtsräten/Beiräten nach ressortmäßigen Zuständigkeitsgrundsätzen
Versicherung AG
26
Ressort Vorstandsdirektor
Martin Janovsky
> Vertrieb über alle Vertriebswege (angestellter Außendienst, Agenten,
Assekuranzvereine, Makler, Banken, Zielgruppenvertrieb, Sondervertriebe)
samt allen „Keine Sorgen Center“ und dem Back Office des Vertriebes
> Vertriebscontrolling
> Marketing: Vertriebsmarketing, insbesondere verkaufs-, produkt- und ver triebsbezogene Werbung, Verkaufsförderung und Produktpromotion, Kunden bindungs- und Servicefragen, Konkurrenzforschung
> Marktmäßige Produktentwicklung für Personen- und Schadenversicherung
> Informationstechnologie (IT): EDV mit Anwendungsentwicklung, HelpDesk,
Qualitätssicherung, Datenbankorganisation, Rechenzentrum, Systeme/
Netzwerke, Controlling, Planung, Security
> Personal- und Bildungsangelegenheiten für dieses Ressort
> Einkauf
> Zentrale Dienste: Expedit/ZAV, Technischer Dienst, Telefonzentrale, Küche
> Vertretung in Verbandsgremien (VVO), anderen Gemeinschaftseinrichtungen und
Aufsichtsräten/Beiräten nach ressortmäßigen Zuständigkeitsgrundsätzen
Versicherung AG/Vorstand/Aufsichtsrat
> Rückversicherung
> Personal- und Bildungsangelegenheiten für dieses Ressort
> Rechnungswesen
> Vermögensveranlagung, auch in Form von Beteiligungen sowie Immobilien auf
Basis der im Asset Allocation Komitee vereinbarten strategischen Ausrichtung
> Riskmanagement und Asset Liability Management
> Controlling, Kostenmanagement und Statistik, Berichtswesen
> Vertretung in Verbandsgremien (VVO), anderen Gemeinschaftseinrichtungen und
Aufsichtsräten/Beiräten nach ressortmäßigen Zuständigkeitsgrundsätzen
Ressort
Mag. Othmar Nagl
Mitglied des Vorstandes
Aufsichtsrat
Oberösterreichische Versicherung AG
Präsident des Aufsichtsrates
> Dkfm. Dr. Leopold Windtner
Generaldirektor Energie AG, St. Florian
Vize-Präsident des Aufsichtsrates
> Friederike Mach
Vize-Bürgermeisterin a.D., Steyr
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
Präsident der Rieder Messe, Ried/Innkreis
Generaldirektor, Linz AG
Bürgermeister, Enzenkirchen
Bürgermeister, Freistadt
Abg. z. Nationalrat, Kaufmann, Wels
Bürgermeister, Kallham
LWK-Direktor OÖ, Linz
Vorstandsdirektor, RLB OÖ
Präsident, Wirtschaftskammer OÖ
Regionalgeschäftsführer-Stv. GPA, Linz
KR Franz Dim
Konsul KR Mag. Alois Froschauer
Franz Hochegger
Mag. Christian Jachs
KR Franz Kirchgatterer
Gottfried Pauzenberger
Ing. Mag. Friedrich Pernkopf
Dr. Georg Starzer
Mag. Dr. Rudolf Trauner
Harald Voglsam
Betriebsrat
> Hans-Jörg Wurm
> Walter Maureder
> Dr. Andrea Kronsteiner
> Walter Gegenleithner
> Gerhard Klein
> Maximilian Schatzl-Huemer
Betriebsratsvorsitzender
Oberdisponent, 1. Betriebsratsvorsitzender-Stv.
2. Betriebsratsvorsitzende-Stv.
Obersekretär
Oberdisponent
27
28
Versicherung AG/Lagebericht
Lagebericht 2009
Ein leistungsstarkes Jahr
An der Krise
gewachsen
Die größte Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit war auch 2009 allgegenwärtig.
Während sich im Veranlagungsgeschäft die Situation gegenüber dem Vorjahr
auf stabilem, wenn auch niedrigem Niveau normalisieren konnte, war das Versicherungsgeschäft deutlich mehr als noch im Jahr 2008 von den Auswirkungen
der Krise betroffen. Die Kunden sparten im Versicherungsbereich und wollten
„Sicherheit vor Risiko“ und „Flexibilität statt langer Bindung“. 2009 musste die
Oberösterreichische Versicherung mit dem Hagelsturm am 23. Juli auch wieder
eine Naturkatastrophe von hohem Schadensausmaß bewältigen. 2009 war also
kein leichtes Jahr – trotzdem hat die Oberösterreichische ihre Ziele übertroffen,
die Bestvariante erreicht. Der Solvabilitätsgrad hat sich gegenüber dem Vorjahr
von 221,9 % auf 232,2 % erhöht, der Kostensatz liegt weiterhin im Spitzenfeld der
Branche.
Die Oberösterreichische Versicherung ist wie schon so oft in der bald
200-jährigen Geschichte des Unternehmens an einer Krise gewachsen, das Haus
hat Chancen genützt und sich als Vorreiter bewiesen. Ein gutes Zeugnis, um in
den Countdown für das 200-jährige Jubiläum zu starten!
Die Bestvariante
erreicht
Die Oberösterreichische Versicherung konnte 2009 mit einem EGT von 12,7 Mio.
Euro die Bestvariante ihrer Prognosemodelle erreichen. Dies trotz eines sehr
schwierigen Marktumfeldes und hohen Versicherungsleistungen aufgrund der
Hagelkatastrophe.
Die Oberösterreichische Versicherung verzeichnete 2009 bei SchadenUnfall ein Wachstum von + 1,2 % und kann damit ihre Nummer 1 Position in Oberösterreich weiter halten.
Stark überdurchschnittlich war 2009 wieder der Zuwachs bei Leben Laufend mit einem Plus von 2,9 %. Den großen Zuwächsen bei Leben Laufend stand
ein deutlicher Rückgang bei Leben Einmalerlag von -44,3 % gegenüber. Insgesamt
sank damit das Prämienvolumen von 366,3 Mio. Euro im Vorjahr auf 364,0 Mio.
Euro im Geschäftsjahr 2009. (-0,6 %).
Hagelkatastrophe
23. Juli 2009
In der Nacht vom 23. Juli 2009 brach ein kurzes, aber sehr heftiges Hagelunwetter aus und verwüstete binnen weniger Minuten ganze Landstriche. Mit 7.402
Schadensfällen und einer Schadenssumme von rund 52,4 Mio. Euro war diese
Hagelkatastrophe das bisher größte Schadenereignis in der Geschichte der Oberösterreichischen Versicherung.
Insgesamt bearbeitete die Oberösterreichische Versicherung im Jahr
2009, 134.186 Leistungsfälle.
Versicherung AG/Lagebericht
Gerade in unsicheren Zeiten ist Innovation die beste Möglichkeit, sich von Mitbewerbern abzuheben und an Krisen zu wachsen. Mit FlexiBel© ist der Oberösterreichischen Versicherung diese Innovation 2009 hervorragend gelungen. Wie viele
Innovationen, die die Oberösterreichische in den letzten 200 Jahren entwickelt hat.
Vorsprung
durch Innovation
FlexiBel© kombiniert die Sicherheit einer klassischen Lebensversicherung
mit den Ertragschancen einer fondsgebundenen Lebensversicherung. Die großen
Verkaufserfolge mit knapp 1000 Verträgen in den Monaten Oktober bis Dezember 2009 zeigen, dass die Oberösterreichische Versicherung mit dieser Innovation
punktgenau dem aktuellen Zeitgeist und damit einmal mehr der Vorreiterrolle in
der Branche entsprechen konnte. Noch kundenfreundlicher, noch serviceorientierter und noch näher am Kunden:
Im Jahr 2009 baute die Oberösterreichische Versicherung ihre regionale Präsenz
weiter aus und eröffnete mit Gallneukirchen, Fohnsdorf, Linz-Schillerstraße und
Linz-Solarcity vier neue Keine Sorgen Center. In Windischgarsten entstand eine
neue Anlaufstelle für die Kfz-Zulassung.
Für die Oberösterreichische Versicherung bedeutet die aktuelle Marktsituation
eine riesengroße Chance. Die Banken haben mit einem noch nie da gewesenen
Vertrauensverlust zu kämpfen, bei den großen Versicherungskonzernen gibt es
wieder starke Zentralisierungstendenzen und die Kunden scheuen zur Zeit jede
Art der langen Bindung und Unsicherheit.
Die Oberösterreichische Versicherung hat sich dagegen als stabiler und
verlässlicher Partner während der Krise beweisen können. Unser Haus punktet
durch Nähe (= “ums Eck“), Vertrauen, Solidität, verständliche Produkte, Nachhaltigkeit, Bodenständigkeit und besondere Kundenorientierung. Werte, die 2009 und
sicherlich auch in den nächsten Jahren eine Renaissance bei den Kunden erleben.
Marktaktivitäten
Mit Werten
punkten
29
30
Versicherung AG/Lagebericht
Allgemeine Rahmenbedingungen 2009
Allgemeine wirtschaftliche
Entwicklung
Die Wirtschaftskrise hatte 2009 auch Folgen für das Wirtschaftswachstum in Österreich. Insgesamt schrumpfte das BIP 2009 gegenüber 2008 nach vorläufigen Berechnungen real um 3,6 %. Die Inflation im Jahr 2009 betrug durchschnittlich 0,5 %.
Versicherungswirtschaft
in Österreich3
Auch wenn das Geschäftsjahr 2009 noch unter dem Einfluss der Wirtschaftskrise
stand, erzielte die österreichische Versicherungswirtschaft nach einer Veröffentlichung des Verbandes der Versicherungsunternehmen Österreichs auch heuer
wieder positive Ergebnisse.
Das Prämienvolumen bei Leben Gesamt stieg um 0,7 %, wobei einem
hohen Zuwachs bei Leben Einmalerlag von + 8,4 % ein starker Rückgang bei den
laufenden Prämien von - 1,8 % gegenüber stand.
Im Schaden-Unfall erhöhten sich die Prämieneinnahmen um 1,8 %, wobei die im Geschäftsjahr 2009 durchgeführte Änderung bezüglich IWD-Ausweis
(Eingliederung in das Direkte Geschäft) für 2008 nicht nachträglich erfolgte. Im
Vergleich dazu liegt das Wachstum der Öberösterreichischen bei 1,9%.
Die Prämieneinnahmen stiegen gegenüber 2008 insgesamt um 1,5 %
auf 16,458 Milliarden Euro.
3
Daten lt. Versicherungsverband für 2009
Versicherung AG/Lagebericht
Der Geschäftsverlauf 2009 im Überblick
Die verrechneten Prämien (inklusive Nebenleistungen) aus dem direkten und indirekten Geschäft reduzierten sich 2009 um -0,6 % auf 364,0 Mio. EUR. Zu den
Ausführungen über die verrechneten und abgegrenzten Prämien, die abgegrenzten Versicherungsleistungen, Kosten und den Rückversicherungssaldo nach Versicherungszweigen verweisen wir auf den Anhang zum Jahresabschluss.
Die Prämien des Geschäftsjahres 2008 wurden für Zwecke der besseren
Vergleichbarkeit um die Ausweisänderung des IWD-Geschäftes korrigiert.
Verrechnete Prämie (Bilanzprämie) in Mio. EUR
Feuer
Sonstige Sachsparten
HUK-Sparten
Schaden-Unfall (direktes Geschäft)
Indirektes Geschäft
Schaden-Unfall (direktes und indirektes Geschäft)
Leben (direktes Geschäft)
Gesamt
2009
31,8
82,2
141,2
255,2
19,7
274,9
89,1
364,0
Zum Stichtag 31.12.2009 betreuten wir im direkten Geschäft 397.961 Kunden mit
1.447.812 Risken.
2008
31,4
79,8
140,9 252,1
18,7 270,8
95,5 366,3
+/- % 1,3
3,0
0,2
1,2
5,4
1,5
-6,7
-0,6
31
32
Versicherung AG/Lagebericht
Der aufrechte Versicherungsbestand in der Schaden- und Unfallversicherung gliedert
sich am 31. Dezember 2009 und 2008 wie folgt nach Versicherungszweigen auf:
31.12.2009
Versicherte Risiken
Nach Versicherungszweigen
Kraftfahrzeug, Haftpflicht,
Unfall, Rechtsschutz, Luftfahrt
Kfz-Haftpflicht
Kfz-Fahrzeug
Kfz-Unfall
Haftpflicht
Unfall
Rechtsschutz
Luftfahrt
Sach
Feuer
Feuer-BU
Haushalt
Assistance
Leitungswasserschaden
Sturmschaden
Maschinen und Elektrogeräte
Einbruchdiebstahl
Glasbruch
Kombinierte Computer
Bauwesen
Transport
Kühlgut
31.12.2008
Versicherte Risiken
Veränderung Versicherte Risiken
Stück
%
Stück
%
Stück
% 225.176
62.023
11.593
298.792
124.838
79.201
76.895
41
579.767
112.096
10.221
122.317
145.068
61.008
80.932
112.663
16.999
10.941
31.206
2.915
125
1.965
722
586.861
1.166.628
19,3
5,3
1,0
25,6
10,7
6,8
6,6
0,0
49,7
9,6
0,9
10,5
12,4
5,2
6,9
9,7
1,5
0,9
2,7
0,2
0,0
0,2
0,1
50,3
100,0
222.441
58.320
12.022
292.783
126.255
78.820
76.282
44
574.184
113.438
9.618
123.056
152.657
61.578
85.725
119.305
14.431
10.505
34.704
2.796
104
1.865
721
607.447
1.181.631
18,8
4,9
1,0
24,7
10,7
6,7
6,5
0,0
48,6
9,6
0,8
10,4
12,9
5,2
7,3
10,0
1,2
0,9
2,9
0,2
0,0
0,2
0,1
51,4
100,0
2.735
3.703
-429
6.009
-1.417
381
613
-3
5.583
-1.342
603
-739
-7.589
-570
-4.793
-6.642
2.568
436
-3.498
119
21
100
1
-20.586
-15.003
1,2
6,3
-3,6
2,1
-1,1
0,5
0,8
-6,8
1,0
-1,2
6,3
-0,6
-5,0
-0,9
-5,6
-5,6
17,8
4,2
-10,1
4,3
20,2
5,4
0,1
-3,4
-1,3
Versicherung AG/Lagebericht
Der aufrechte direkte Versicherungsbestand setzt sich am 31. Dezember 2009
und 2008 wie folgt zusammen: (ohne Einmalerlagsversicherungen)
31.12.2009
31.12.2008
Verträge
Verträge
Stück
Stück
Kapitalversicherungen
Todesfall- und gemischte Versicherungen mit Ausnahme der Risikoversicherungen
Einzelversicherungen
94.398
91.868
Gruppenversicherungen
1.419
1.516
95.817
93.384
Erlebensversicherungen
Einzelversicherungen
11.361
11.437
Gruppenversicherungen
309
304
11.670
11.741
Risikoversicherungen
Risikozusatzversicherungen
15.947
16.939
Kreditschuldversicherungen
2.341
2.675
Sonstige Einzel-Risikoversicherungen
22.587
22.076
40.875
41.690
148.362
146.815
Rentenversicherungen
Betriebliche Kollektivversicherungen
Fondsgebundene Lebensversicherungen
Prämienbegünstigte Zukunftsvorsorgen
451
143
5.979
110.183
265.118
287
100
5.645
97.972
250.819
Veränderung Verträge
Stück
2.530
-97
2.433
-76
5
-71
-992
-334
511
-815
1.547
164
43
334
12.211
14.299
% 2,8
-6,4 2,6
-0,7
1,6
-0,6
-5,9
-12,5
2,3
-2,0
1,1
57,1
43,0
5,9
12,5
5,7 Am 31. Dezember 2009 und 2008 waren nachstehende Einmalerlagsversicherungen im Bestand:
31.12.2009
31.12.2008
Verträge
Verträge
Verträge
Stück
Stück
Kapitalversicherungen
Todesfall- und gemischte Versicherungen mit Ausnahme der Risikoversicherungen
Einzelversicherungen
725
771
Stück
-46
Erlebensversicherungen
Einzelversicherungen
Rentenversicherungen
Einzelversicherungen
Risikoversicherungen
Kreditschuldversicherungen
Sonstige Einzel-Risikoversicherungen
Fondsgebundene Lebensversicherungen
Indexgebundene Lebensversicherungen
Veränderung % -6,0
2.866
2.986
-120
-4,0
685
587
98
16,7
984
11
504
10.291
16.066
1.088
9
511
11.092
17.044
-104
-2
-7
-801
-978
-9,6
22,2
-1,4
-7,2
-5,7 33
34
Versicherung AG/Lagebericht
Versicherungsleistungen
Die Leistungen in der Schaden- und Unfallversicherung (inkl. indirektem Geschäft)
stiegen um 22,1 % auf 227,1 Mio. EUR. Für die abgegrenzten Versicherungsleistungen wurden 82,3 % der abgegrenzten Prämie aufgewendet.
Die Leistungen in der Lebensversicherung (Zahlungen inkl. Gewinnbeteiligung) steigen um +64,0 % auf 56,7 Mio. EUR.
Direktes Geschäft
Der Prämienzuwachs (abgegrenzt) in der Schaden- und Unfallversicherung beträgt 1,9
% auf 256,1 Mio. EUR, die Lebensversicherung verzeichnete ein Minus von -6,5 % auf
89,2 Mio. EUR im Jahr 2009. Die abgegrenzten Leistungen in der Schaden-UnfallVersicherung stiegen um 25,4 % auf 214,6 Mio. EUR. In beiden Abteilungen wurden
insgesamt 134.186 Leistungsfälle bearbeitet.
Sturmversicherung
Die Schadenbelastung in der Sturmversicherung stieg aufgrund des Hagelunwetters
im Juli 2009 um 62,5 % auf 62 Mio. Die Prämieneinnahmen entwickelten sich mit
+5,9 % nach wie vor erfreulich.
Feuerversicherung
Die Prämieneinnahmen in der Feuerversicherung (ohne Feuer-BU) erhöhten sich
um 1,1 % auf 31,8 Mio. EUR. Die Schadenbelastung stieg nur leicht, jedoch stieg die
Schadenbelastung im Industriebereich und sank hingegen im Zivilbereich.
Sonstige Sachsparten
Die Prämieneinnahmen in den sonstigen Sachsparten erhöhten sich um 3,7 % auf
82,2 Mio. EUR. Das Wachstum ist in den einzelnen Sparten entsprechend hoch,
überdurchschnittlich vor allem die Einbruchdiebstahl- und die E-Geräte-Versicherung. Die Schadenbalastung stieg nur leicht, vor allem im Bereich der Sparte Leitungswasser.
HUK-Sektor
Die Prämieneinnahmen in den sonstigen Sachsparten erhöhten sich um 0,3 % auf
141,2 Mio. EUR. Das Wachstum in der Sparte Unfall ist mit 4,3 % erfreulich. Im KFZBereich wuchs die Kfz-Kasko mit 2,5 %, die Kfz-Haftpflicht ging jedoch um -3,2 % zurück. Dies resultiert aus dem allgemeinen Prämienabrieb, denn die Vertragsanzahl ist
in der Kfz-Haftpflicht um 1,2 % gestiegen.
Die Schadenbelastung ist im KFZ-Bereich um +10,8 % (davon Kfz-Kasko +15,4 %),
in der Haftpflicht um +12,9 % und in der Unfall um +8,3 % gestiegen.
Lebensversicherung
Die verrechneten Prämieneinnahmen sanken um 6,7 % auf 89,1 Mio. EUR. Dabei
stiegen die Prämieneinnahmen der Lebensversicherung mit laufender Prämienzahlung um 2,9 % auf 78,3 Mio. EUR. Die Prämien der Lebensversicherung gegen
Einmalerlag sanken hingegen um 44,3 % auf 10,8 Mio. EUR.
Die Leistungen stiegen im wesentlichen aufgrund vermehrter Vertragsabläufe von 34,6 Mio. EUR um 63,9 % auf 56,7 Mio. EUR.
Versicherung AG/Lagebericht
Indirektes Geschäft
Übernommene
Rückversicherung
Die übernommene Rückversicherung (seit 2009 ohne IWD-Gschäft) weist in der
Schaden- und Unfallversicherung ein Prämienvolumen von 19,7 Mio. EUR (2008:
20,2 Mio. EUR inkl. IWD) aus. Der neuerliche leichte Prämienanstieg ist vor allem
durch den Anstieg des Geschäftsvolumens der passiven Rückversicherung entstanden, wodurch auch im Austausch mehr Volumen übernommen wurde.
Der Saldo aus Übernahmen und Abgaben im indirekten Geschäft einschließlich Retrozessionen (versicherungstechnisches Ergebnis einschließlich Veränderung der Schwankungsrückstellung) stellt sich in den Jahren 2009 und 2008
wie folgt dar:
Schaden und Unfall
davon Veränderung der Schwankungsrückstellung
im indirekten Geschäft
2009 TEUR
1.895
2008 TEUR 7.170 Veränderung TEUR
%
-5.275
-73,6
880 7.482 -6.602
-88,2
In der Schaden- und Unfallversicherung (direkt und indirekt) gaben wir Prämien in
der Höhe von 93,2 Mio. EUR (2008: 87,1 Mio. EUR) an unsere Rückversicherer weiter.
Für eigene Rechnung behielten wir 66,2 %. In der Lebensversicherung gaben wir 1,5
Mio. EUR weiter. Die Prämienzession machte 1,7 % aus. In der Schaden- und Unfallversicherung erzielte die Oberösterreichische einen positiven Saldo von 14,2 Mio.
EUR, in der Lebensversicherung einen negativen Saldo von 0,7 Mio. EUR.
Abgegebene Rückversicherung
Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb betrugen 80,9 Mio. EUR (2008:
79,1 Mio. EUR). Auf die Schaden- und Unfallversicherung entfallen 70,7 Mio. EUR,
auf die Lebensversicherung 10,2 Mio. EUR.
Kosten
Die Betriebskosten erreichten 13,7 Mio. EUR, die Vertriebskosten 67,2 Mio.
EUR. Der Kostensatz (Kosten/abgegrenzte Prämie) stieg auf 22,2 % (2008: 21,6%).
Damit liegt die Oberösterreichische nach wie vor im Spitzenfeld der Branche.
Die Kapitalveranlagung des Unternehmens erfolgt unter Bedachtnahme auf die
Gesamtrisikolage des Unternehmens nach der dafür vorgesehenen Strategie in
festverzinslichen Werten, Aktien und strukturierten Anlageprodukten. Bei der
Festsetzung der Volumina wurde auf den zunehmenden Risikogehalt der vorgesehenen Kategorien sowie auf Marktrisiken Bedacht genommen.
Der Großteil der Veranlagung erfolgt über eine Master-KAG. Als steuerndes Gremium fungiert dabei das Asset Allocation Komitee bestehend aus Gesamtvorstand als Verantwortlicher für das Veranlagungsportfolio (Regelmäßige
Information zu Risiken und Erträgen und Erstellung der Vorgaben für die Asset
Allocation = Veranlagungsstrategie). Durch die Master-KAG-Ausrichtung seit Ende
2008 wurden auch die Weichen zur Verfeinerung des Risikomanagementsystems
(umfassendes Risiko-Monitoring) und des Performance-Monitorings über die Gesamtveranlagung gestellt.
Vermögen und Kapital
35
36
Versicherung AG/Lagebericht
Die Einhaltung der Vorgaben des Asset Allocation Komitees wird periodisch
von der internen Revision überprüft. Die Risikolage wird periodisch durch Stresstests überprüft. Die Berichterstattung an den Aufsichtsrat erfolgt quartalsweise.
Die Kapitalanlagen der Oberösterreichischen stiegen im Berichtsjahr um 2,9 % auf
1.035,2 Mio. EUR. Der überwiegende Teil der Veranlagungen erfolgte in Wertpapieren. Die Oberösterreichische besitzt 29 Liegenschaften mit einem Bilanzwert von
29,6 Mio. EUR. Die Kapitalanlagen, flüssigen Mittel (inkl. laufende Guthaben bei
Kreditinstituten) und die Depotforderungen sowie deren Veränderung stellen sich
am 31. Dezember 2009 und 2008 wie folgt dar:
Kapitalanlagen
31.12.2009
Schaden
und
Unfall
Leben
TEUR
26.058
6.427
TEUR
3.536
11.600
TEUR
29.594
18.027
Nicht
festverzinsliche
Wertpapiere
299.596
406.341
Festverzinsliche
Wertpapiere
Ausleihungen 17.856
52.492
12.990
Grundbesitz
Beteiligungen
Guthaben bei
Kreditinstituten,
flüssige Mittel
Andere
Kapitalanlagen
Depotforderungen
43
415.462
31.12.2008
Schaden
und
Unfall
Leben
%
2,9
1,7
TEUR
26.715
6.855
TEUR
3.631
12.700
TEUR
30.346
19.555
705.937
68,2
274.109
335.231
191.615
2.795
209.471
55.287
20,2
5,3
28.996
60.505
3.871
16.861
1,6
13.662
0
43
619.758 1.035.220
0,0
100,0
26
410.868
1.024
1.370
Gewährleistungsmittel
0
Ins-
Anteil an
gesamt Veranlagung
1.370
Veränderung
Schaden
und
Unfall
Leben
Insgesamt
%
3,0
1,9
TEUR
-657
-428
%
-2,5
-6,2
TEUR
-95
-1.100
%
-2,6
-8,7
TEUR
-752
-1.528
%
-2,5
-7,8
609.340
60,6
25.487
9,3
71.110
21,2
96.597
15,9
206.998
4.001
235.994
64.506
23,5
6,4
-11.140
-8.013
-38,4
-13,2
-15.383
-1.206
-7,4 -26.523
-30,1 -9.219
-11,2
-14,3
32.321
45.983
4,6
-672
-4,9
-28.450
-88,0 -29.122
-63,3
0
26
594.882 1.005.750
0,0
100,0
17
4.594
65,4
1,1
0
24.876
x
4,2
17
29.470
65,4
2,9
346
33,8
0
x
346
33,8
0
Ins-
Anteil an
gesamt Veranlagung
1.024
Die Gewährleistungsmittel (Eigenmittel, versicherungstechnische Rückstellungen
im Eigenbehalt, Sozialkapital) stiegen auf 1.310,4 Mio. EUR (2008: 1.205,0 Mio. EUR).
Bilanzkennzahlen
Eigenkapitalquote (inklusive unversteuerter Rücklagen)
Versicherungstechnische Rückstellungen im Eigenbehalt
zuzüglich Depotverbindlichkeiten in % der Bilanzsumme
Schaden und Unfall
Leben
Fondsgebundene und indexgebundene Lebensversicherung
Kapitalanlagen einschließlich Kapitalanlagen der fonds- und
indexgebundenen Lebensversicherung zuzüglich liquider
Mittel und anteiliger Zinsen in % der Bilanzsumme
Schwankungsrückstellung in % der Bilanzsumme
2009
%
10,0
64,4
65,0
27,2
93,9
11,5
2008
%
10,2
63,8
68,2
23,6
95,4
13,4 Versicherung AG/Lagebericht
Das Eigenkapital und die unversteuerten Rücklagen entwickelten sich
in den Jahren 2009 und 2008 wie folgt:
Stand am 31.12.2007
Dividende
Einzahlungen
Zuweisung /Auflösung Rücklagen
Jahresgewinn
Stand am 31.12.2008
Dividende
Einzahlungen
Zuweisung /Auflösung Rücklagen
Jahresgewinn
Stand am 31.12.2009
Grund-
kapital
Kapital-
rück-
lagen
Gewinn-
rücklagen
Risiko-
rücklage
versteuert
TEUR
TEUR
TEUR
17.106 41.112 54.029
0
0
0
0
0
0
0
0 1.794
0
0
0
17.106 41.112 55.823
0
0
0
0
0
0
0
0 8.929
0
0
0
17.106 41.112 64.752
TEUR
5.696
0
0
578
0
6.274
0
0
0
0
6.274
Risiko-
Risiko-
Bilanz-
rücklage Bewertungs-
gewinn unversteuert
reserven
TEUR
1.440
-1.438
0
0
565
567
-566
0
0
1.438
1.439
TEUR
4.791
0
0
0
0
4.791
0
0
0
0
4.791
Gesamt
TEUR
TEUR
2.317 126.491
0
-1.438
0
0
-24
2.348
0
565
2.293 127.966
0
-566
0
0
-78
8.851
0
1.438
2.215 137.689
Die versicherungstechnischen Rückstellungen im Eigenbehalt und die Depotverbindlichkeiten sowie deren Veränderung stellen sich am 31. Dezember 2009 und
2008 wie folgt dar:
31.12.2009
31.12.2008
Veränderung
Eigen-
behalt
Anteil
Bilanz-
summe Eigen-
behalt
Anteil
Bilanz-
summe
Prämienüberträge
Deckungsrückstellung
Rückstellung für noch nicht
abgewickelte Versicherungsfälle
Rückstellung für erfolgsunabhängige
Prämienrückerstattung
Rückstellung für erfolgsabhängige
Prämienrückerstattung bzw. Gewinnbeteiligung
Schwankungsrückstellung
Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen
TEUR
39.958
531.852
240.446
772
%
2,9
38,8
17,5
0,1
TEUR
40.438
514.709
206.214
732
%
3,2
40,8
16,2
0,1
TEUR
-480
17.143
34.232
40
%
-1,2
3,3
16,6
5,5
9.600
59.661
2.154
884.443
0,7
4,4
0,2
64,5
8.070
63.615
2.086
835.864
0,6
5,0
0,2
66,1
1.530
-3.954
68
48.579
19,0
-6,2
3,3
5,8
Depotverbindlichkeiten
Versicherungstechnische Rückstellungen der
fonds- und indexgebundenen Lebensversicherung
3.794
0,3
4.059
0,3
-265
-6,5
231.734
16,9
185.028
14,7
46.706
25,2
37
38
Versicherung AG/Lagebericht
Finanzergebnis
Die Finanzerträge sind gegenüber dem Vorjahr um 2,0 % gestiegen. Die Erträge
aus Kapitalanlagen (brutto) betrugen 60,4 Mio. EUR (2008: 59,2 Mio. EUR). Auf die
Schaden- und Unfallversicherung entfallen 25,1 Mio. EUR, auf die Lebensversicherung 35,3 Mio. EUR.
Die Netto-Finanzerträge (ohne Gewinne und Verluste aus der Veräußerung
von Liegenschaften und Beteiligungen sowie ohne valutarische Kursgewinne und
-verluste) setzen sich in den einzelnen Bilanzabteilungen wie folgt zusammen:
Nettoerträge der Kapitalanlagen
Verzinsliche Kapitalanlagen
Investmentfondsanteile
Aktien
Liegenschaften
Beteiligungen
Schaden
und Unfall
TEUR
2.698
17.661
-2.027
1.085
11
19.428
2009
Leben
Insgesamt
Schaden
und Unfall
TEUR
3.551
23.000
-1.360
193
-1.004
24.380
TEUR
6.249
40.661
-3.387
1.278
-993
43.808
TEUR
-22.603
1.069
5.848
1.157
445
-14.084
2008
Leben
TEUR
14.277
-2.198
296
159
96
12.630
Insgesamt
TEUR
-8.326
-1.129
6.144
1.316
541
-1.454
Die Renditen der einzelnen Kategorien von Kapitalanlagen (Nettoerträge) vor Abzug der Aufwendungen für die Vermögensverwaltung, bezogen auf den durchschnittlichen Stand der Kapitalanlagen, errechnen sich wie folgt:
Verzinsliche Kapitalanlagen
Investmentfondsanteile
Aktien
Liegenschaften
Beteiligungen
Nettorendite insgesamt
Schaden
und Unfall
%
3,4
7,6
-3,8
4,1
0,2
4,9
2009
Leben
Insgesamt
Schaden
und Unfall
%
3,4
14,6
-13,2
10,6
-15,8
8,7
%
3,4
10,4
-5,3
4,5
-7,6
6,4
%
-18,1
0,5
10,0
4,3
6,1
-3,3
2008
Leben
Insgesamt
%
5,1
-0,9
1,1
4,3
0,8
2,2
%
-2,0
-0,3
7,2
4,3
2,7
-0,1
Versicherung AG/Lagebericht
Nach § 73b VAG sind von den Versicherungsunternehmen ausreichend Eigenmittel zu halten. Unsere Kapitalausstattung zeigte per 31.12.2009 folgendes Bild: Die
nach dem VAG anrechenbaren Eigenmittel machten 138,9 Mio EUR (2008: 128,1
Mio. EUR) aus. Das Gesamterfordernis betrug 59,8 Mio. EUR. Die Überdeckung beträgt 79,1 Mio. EUR, davon entfielen 44,1 Mio. EUR auf die Schaden- und Unfallversicherung, 35,0 Mio. EUR auf die Lebensversicherung. Damit beträgt die Überdeckung 132,2 % (2008: 121,9%).
Solvabilität
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit betrug in der Schaden- und
Unfallversicherung 10.546 TEUR. In der Lebensversicherung ergab sich ein Gewinn von 2.162 TEUR. Nach Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen ergab
sich ein Jahresüberschuss von 10.289 TEUR und nach Veränderung von Rücklagen
(8.851 TEUR) ein Jahresgewinn von TEUR 1.438.
Geschäftsergebnis
Der Vorstand wird der Hauptversammlung vorschlagen, dass vom
Jahresgewinn des Jahres 2009 in der Höhe von
zuzüglich des Gewinnvortrages von
somit vom Bilanzgewinn in der Höhe von
ein Betrag von EUR 1.438.025,27 ausgeschüttet und der Restbetrag auf neue
Rechnung vorgetragen wird.
EUR
EUR
EUR
1.438.036,81
768,88
1.438.805,69
Die Ertragssteuern setzen sich in den einzelnen Bilanzabteilungen in den Jahren
2009 und 2008 wie folgt zusammen: Zur Auswirkung des unterlassenen Ansatzes
aktivierbarer latenter Steuern verweisen wir auf den Anhang.
Zu zahlende Steuern
Steuerquote in % des EGT‘s
2009
TEUR
2.418
19,0
2008
TEUR
-2.893
-14.465,0
Veränderung
TEUR
%
5.311 -183,6
Gewinnbeteiligung
Die Rückstellung für erfolgsabhängige Prämienrückerstattung bzw. Gewinnbeteiligung entwickelte sich in den Jahren 2009 und 2008 wie folgt:
Stand am 1. Jänner
Entnahmen
Zuweisung Stand am 31. Dezember
2009
TEUR
8.070
-6.213
7.743
9.600
2008
TEUR
14.240
-6.777
607
8.070
39
„Innovation
unternimmt
etwas.“
42
Versicherung AG/Lagebericht
Ausblick 2010
Wieder Vorreiter sein
Sich innovativ neuen Herausforderungen stellen
Klimawandel als Chance
für Veränderung
Die starke Zunahme der Naturkatastrophen stellt eine der größten Herausforderungen für die Zukunft der Versicherungswirtschaft dar. Die Oberösterreichische
Versicherung beschäftigt sich seit Jahren mit Lösungsvorschlägen für eine nachhaltige Versicherbarkeit von Naturkatastrophen. Mit dem Modell der Elementarschadenprävention geht die Oberösterreichische österreichweit neue Wege
und übernimmt damit einmal mehr eine Vorreiterrolle im Land. Erste Aktivitäten
daraus sind die Gestaltung einer großen Informationskampagne, die Initiierung
einer Vielzahl von Gesprächen mit unter anderem der Kammer der Architekten
und Ingenieurkonsulenten, der Brandverhütungsstelle OÖ und dem Land OÖ für
die Gründung einer Institution für Elementarschadenprävention in Oberösterreich und mittelfristig auch einer Neuorientierung der Prämiengestaltung in der
Sachversicherung.
Noch näher am
Kunden sein
Mit 140 eingereichten Ideen hat das interne Ideenmanagement der Oberösterreichischen Versicherung schon 2009 eine sehr hohe Resonanz gezeigt. Die Innovationsbereitschaft der Mitarbeiter soll 2010 noch stärker ausgebaut werden.
Im Vordergrund stehen die Bedürfnisse des Kunden und der Ausbau der internen
Effizienz und der Serviceorientierung. Das professionelle interne Innovationsmanagement hat als Zukunftsaufgabe einen fixen Stellenwert für 2010 und darüber
hinaus bekommen.
Innovation
ohne Experimente
Innovativ zu sein, ohne die eigenen Werte und Traditionen zu verraten. Das ist und
bleibt für die Oberösterreichische auch in Zukunft das Ziel.
Strategische Schwerpunkte für 2010
Risikomanagement
Die Optimierung des Bestandes zur besseren Kalkulation der Versicherungsleistungen und damit zur Sicherstellung eines adäquaten versicherungstechnischen
Ergebnisses sind wesentliche Leitlinien für die Sachversicherung im laufenden Jahr.
Wachstum auf
Marktniveau
Bereits das Geschäftsjahr 2009 hat gezeigt, dass die Zeiten großer Wachstumssprünge in der Versicherungswirtschaft vorerst vorbei sind. Diesem Marktumfeld
sieht sich auch die Oberösterreichische gegenüber.
Für das Geschäftsjahr 2010 steht daher die Ausschöpfung der Bestandspotentiale und der Ausbau von TopKunden („Cross-Selling“) sowie die Kundengewinnung auf neuen Märkten im Vordergrund.
Vorsorge
Im Zukunftsmarkt Vorsorge wollen wir auch 2010 unsere Chancen nützen und
mit innovativen, sicheren und flexiblen Lösungen bei unseren Kunden punkten.
Die starke Verankerung der Oberösterreichischen im Land und die hohen Vertrauenswerte in unser Unternehmen sind wichtige Hebel für einen weiteren erfolgreichen Ausbau dieser Sparte.
Versicherung AG/Lagebericht
Konsequent, Effizient, Erfolgreich
... weiter auf Erfolgskurs
Das aktive Kostenmanagement ist ein weiteres wesentliches strategisches Ziel
für das Jahr 2010. Die Oberösterreichische zählt zu den Sparsamsten der Branche.
Mit einer noch konsequenteren und effizienteren Prozessoptimierung wollen wir
auch 2010 unseren ausgezeichneten Kostensatz halten, dabei gleichzeitig die
Qualität weiter steigern.
Eine ambitionierte Zielsetzung, die wir mit Innovationen auch in den Abläufen, einer noch besseren Qualifikation unserer Mitarbeiter und einer offenen
Haltung für neue Entwicklungen, für ein ständiges Hinterfragen unserer Tätigkeit
und einer unbedingten Ausrichtung auf den Kunden 2010, erreichen wollen.
Prognosebericht 2010
Die Anzeichen für eine Entspannung der Wirtschaftskrise mehren sich und die
Stimmung unter den Unternehmen und auch unter den Arbeitnehmern ist nach
letzten Meinungsumfragen wieder optimistisch in die Zukunft gerichtet. Dennoch ist die Wirtschaftskrise noch nicht überwunden. Insbesondere die Vertrauenskrise in die Finanzmärkte wird sicherlich noch Jahre nachwirken und wie 2009
Einfluss auf das Versicherungsgeschäft zeigen. Es ist daher auch für 2010 von einem schwierigen Marktumfeld für die Versicherungswirtschaft auszugehen.
Mit der strategischen Konzentration auf innovative, sichere und flexible
Produkte, auf unsere Kunden, auf die Kosten und auf eine gute Kapitalveranlagung blickt die Oberösterreichische Versicherung aber mit viel Zuversicht auf das
Geschäftsjahr 2010. Neben Kunden- und Prämienzuwächsen, einer Festigung der
Nr. 1 Position in Schaden-Unfall und dem weiteren Ausbau der Marktposition bei
Leben geht die Oberösterreichische Versicherung auch wieder von einem entsprechenden EGT und einer Steigerung des Unternehmenswertes für 2010 aus.
43
44
Versicherung AG/Lagebericht
Allgemeines zur Oberösterreichischen Versicherung
und zum Jahresabschluss
Die Oberösterreichische betreibt alle wesentlichen Sparten der Schaden- und
Unfall- sowie der Lebensversicherung. Die Oberösterreichische Versicherung ist
schwerpunktmäßig am Kernmarkt Oberösterreich, sowie in den angrenzenden
Bundesländern Steiermark und Salzburg tätig.
Der Jahresabschluss enthält die Bilanz zum 31.12.2009, die Gewinn- und
Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2009 und den Anhang. Die Abrechnungen
der Zedenten über das indirekte Geschäft werden in branchenüblicher Weise um
ein Jahr zeitversetzt erfolgswirksam. Die Oberösterreichische Versicherung AG
steht zu 85 % im Eigentum der Oberösterreichische Wechselseitige Versicherung
Vermögensverwaltung, die als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit die Interessen ihrer Mitglieder (Kunden) vertritt, und zu 15 % im Eigentum der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich Aktiengesellschaft.
Wesentliche Risiken und Ungewissheiten, denen das
Unternehmen ausgesetzt ist (§ 243 Abs. 1 UGB)
Die Risikolage der Oberösterreichischen Versicherung AG setzt sich aus der Gesamtbetrachtung der versicherungstechnischen Risiken, der Risiken aus dem
Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft, der Risiken aus Kapitalanlagen sowie der operationalen und sonstigen Risiken zusammen. Diversifizierungseffekte sind zu berücksichtigen. Das versicherungstechnische Risiko ist
die Möglichkeit, dass für das Versicherungsgeschäft wesentliche Zahlungsströme
von ihrem Erwartungswert abweichen, insbesondere dass die Prämien zu Beginn
einer Versicherungsperiode vereinnahmt werden, die damit vertraglich zugesagten Leistungen aber stochastischer Natur sind. Im Einzelnen sind folgende versicherungstechnische Risikoarten anzuführen:
a) Prämien/Schadenrisiko:
Das Risiko in der Schaden-Unfallversicherung, aus im Voraus festgesetzten Prämien zukünftige Entschädigungen zu leisten, deren Umfang bei der Prämienfestsetzung aufgrund der Stochastizität der zukünftigen Schadenzahlungen nicht sicher
bekannt ist.
b) Prämien/Versicherungsleistungsrisiko:
Das Risiko in der Lebensversicherung, mit einer im Voraus festgesetzten gleich bleibenden Prämie eine über einen langen Zeitraum gleich bleibende Versicherungsleistung zu erbringen, deren Höhe von zukünftigen Entwicklungen abhängig ist.
c) Zinsgarantierisiko:
Das Risiko in Versicherungszweigen mit garantierten Zinsleistungen.
d) Reserverisiko:
Das Risiko bezüglich der versicherungstechnischen Rückstellungen.
Versicherung AG/Lagebericht
Die Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft
setzen sich aus den Risiken in Forderungen gegenüber Rückversicherern sowie
gegenüber Versicherungsnehmern und Versicherungsvermittlern zusammen.
Zu den Risiken aus Kapitalanlagen zählen die folgenden Bereiche:
a) Marktrisiko:
Potenzieller Verlust aufgrund von nachteiligen Veränderungen von Marktpreisen
oder preisbeeinflussenden Parametern. Das Marktrisiko umfasst nach Einflussfaktoren:
aa)Zinsänderungsrisiken
ab)Risiken aus Aktien und sonstigen Eigenkapitalpositionen sowie
ac) Währungsrisiken.
b) Bonitätsrisiko
Risiko eines Verlustes oder entgangenen Gewinns aufgrund des Ausfalls eines
Schuldners.
c) Liquiditätsrisiko
Risiko, den Zahlungsverpflichtungen, insbesondere aus Versicherungsverträgen,
nicht jederzeit nachkommen zu können.
Dem operationalen Risiko sind Risiken in betrieblichen Systemen oder Prozessen
zuzurechnen, insbesondere in Form von
a) betrieblichen Risiken, die durch menschliches oder technisches Versagen
bzw. durch externe Einflussfaktoren entstehen, oder
b) rechtlichen Risiken, die aus vertraglichen Vereinbarungen oder rechtlichen
Rahmenbedingungen resultieren.
Im Sinn des § 17b Abs 5 VAG und der Leitlinien zum Risikomanagement in Versicherungsunternehmen vom 13. Dezember 2006 des VVO hat die Oberösterreichische geeignete Prozesse und Verfahren zur Identifizierung, Einschätzung und
Steuerung der mit dem Versicherungsbetrieb in Verbindung stehenden Risiken
eingerichtet.
Für die Anforderungen des Asset-Liability-Managements (ALM) betreibt
die Oberösterreichische eine Software, aus der Solvency II-Reports generiert werden. Die Oberösterreichische begrenzt ihre Haftung aus dem Erstversicherungsgeschäft durch angemessenen Risikotransfer an den internationalen Rückversicherungsmarkt. Die Rückversicherungsstrategie der Rückversicherungsabteilung
wird jährlich gemeinsam mit dem verantwortlichen Vorstand für das nächste
Geschäftsjahr festgelegt. Das Rückversicherungsprogramm für das aktuelle Geschäftsjahr wird bis zum Beginn dieses Jahres fixiert, um sicherzustellen, dass
allen Erstversicherungsrisiken ausreichender Rückversicherungsschutz durch
Rückversicherer gegenübersteht. Die Oberösterreichische streut ihre passive
45
46
Versicherung AG/Lagebericht
Rückversicherung auf eine Vielzahl verschiedener internationaler Rückversicherungsgesellschaften, die über angemessene Bonität verfügen, um das aus der
Zahlungsunfähigkeit eines Rückversicherers erwachsende Risiko zu minimieren.
Die Analyse des Naturgefahrenportefeuilles und die Berechnung des daraus
resultierenden Risikos erfolgt gemeinsam mit den international führenden
Rückversicherungsgesellschaften und -maklern unter Verwendung von Simulationsprogrammen (z. B. Risklink DLM von RMS, Classic/2 von AIR u. a.) für die unterschiedlichen Naturgefahren.
Die Oberösterreichische beschränkt ihr Naturkatastrophenrisiko im Rahmen der Sparte Sturm zunächst mit mehreren proportionalen Rückversicherungsformen sowie einem Schadenexzedenten für Kumulereignisse und anschließend
über einen Jahresüberschadenvertrag mit einer Priorität von 100 % und einer Haftung von 100 %.
Angaben im Zusammenhang mit der Verwendung
von Finanzinstrumenten gemäß § 243 UGB
Die Kapitalveranlagung des Unternehmens erfolgt unter Bedachtnahme auf die
Gesamtrisikolage des Unternehmens nach der dafür vorgesehenen Strategie in
festverzinslichen Werten, Aktien, strukturierten Anlageprodukten sowie derivativen Finanzinstrumenten. Bei der Festsetzung der Volumina und der Begrenzung
der offenen Geschäfte wird auf den entsprechenden Risikogehalt der vorgesehenen Kategorien sowie auf Marktrisiken Rücksicht genommen. Die Kapitalveranlagungsstrategie wird vom Asset Allocation Komitee, dem der Gesamtvorstand
angehört, festgelegt. Das Asset Allocation Komitee wurde im Zuge der Umsetzung des Master-KAG-Konzeptes Ende 2008 eingerichtet. Die Einhaltung der Vorgaben wird jährlich von der internen Revision überprüft. Die Berichterstattung
(Performance- und Risikoreporting) an den Vorstand und den Aufsichtsrat erfolgt
quartalsweise. Die Kapitalveranlagung erfolgt grundsätzlich unter Berücksichtigung der Aufrechterhaltung einer hohen Bonität und der sich daraus ableitenden
Risikopositionierung.
Die Entscheidungsstruktur hängt vom Risikogehalt der Anlage nach vollständiger Darlegung aller damit verbundenen Risiken auch unter Berücksichtigung möglicher Liquiditätsbelastungen sowie bereits im Bestand befindlicher
Werte ab. Die Abstimmung mit dem Vorstand und dem Aufsichtsrat erfolgt quartalsweise. Die Gesamtrisikolage des Unternehmens wird durch ein zentrales Risikomanagement evaluiert, an den Vorstand erfolgt eine vierteljährliche Berichterstattung. Der Risikogehalt der Kapitalveranlagung im Besonderen wird laufend
durch ein Risiko-Controlling überwacht. Weiters werden quartalsweise StresstestAnalysen auf Basis der Vorgaben der Finanzmarktaufsicht (FMA) durchgeführt.
Liquiditäts-/Cashflowrisiken
Die Liquiditäts- und Cashflowrisiken werden durch eine Liquiditätsplanung und
die laufende Überwachung der Zahlungsströme minimiert. Durch den wachsenden Versicherungsbestand ist keine Beeinträchtigung der Zahlungsfähigkeit
zu erwarten. Die Kapitalveranlagung erfolgt in laufender Abstimmung mit dem
Cash-Management im Rechnungswesen und unter Wahrung eines Sicherheitsbestandes an liquiden Mitteln.
Versicherung AG/Lagebericht
Unser Unternehmen ist unter anderem Mitglied des Verbandes der Versicherungsunternehmen Österreichs, der Vereinigung Österreichischer Länderversicherer,
des Kuratoriums für Verkehrssicherheit, des Bildungswerkes der Österreichischen
Versicherungswirtschaft (BÖV) sowie bei einer Vielzahl weiterer Fachorganisationen und Interessensverbänden.
Mitgliedschaften
Schlusswort –
Innovation als Weg in die nächsten 200 Jahre
Die Oberösterreichische Versicherung feiert kommendes Jahr ihr 200-jähriges
Unternehmensjubiläum. In ihrer 200-jährigen Geschichte hat sich die Oberösterreichische Versicherung immer wieder neue Visionen gesetzt, sich neuen Herausforderungen gestellt, Innovationen entwickelt und aktiv die Vorreiterrolle
übernommen. Die Oberösterreichische ist nicht nur auf dem Papier Marktführer,
sondern lebt dies auch im unternehmerischen Handeln und Denken.
Mit der Vision „Wir sind die Versicherung Nummer 1 in Oberösterreich. Die
führende Marktstellung ist Basis weiterer Expansion“ will die Oberösterreichische
Versicherung wieder ein neues erfolgreiches Kapitel der Geschichte des Unternehmens schreiben. Wir sind auf dem richtigen Weg – weiter auf Erfolgskurs.
Die Basis dafür sind unsere Mitarbeiter, die diese Vision mittragen und mit ihrem
Engagement, ihren Innovationen und ihrer Leistung den Weg dafür bereiten. Wir
sagen dafür ein herzliches Danke. Wir danken auch dem Betriebsrat für seine positive und kooperative Haltung, den Aufsichtsratsmitgliedern und Delegierten für
ihre Unterstützung und Förderung und unseren Kunden für ihr Vertrauen.
Linz, am 26. März 2010
Oberösterreichische Versicherung AG
Dr. Wolfgang Weidl e.h.
Martin Janovsky e.h.
Mag. Othmar Nagl e.h.
47
48
Versicherung AG/Bericht des Aufsichtsrates
Bericht des Aufsichtsrates
für das Geschäftsjahr 2009
Während der Berichtszeit hat sich der Aufsichtsrat in regelmäßigen Sitzungen, aber
auch bei sonstigen Gelegenheiten vom Vorstand eingehend über den Geschäftsverlauf Bericht erstatten lassen. Mit seiner überwachenden Tätigkeit hat der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben erfüllt.
Alle vom Vorstand getroffenen Maßnahmen wurden vom Aufsichtsrat gebilligt. Beanstandungen hinsichtlich der Geschäftsführung des Vorstandes haben sich
nicht ergeben.
Die Buchführung, der Jahresabschluss und der Lagebericht des Vorstandes der
Oberösterreichische Versicherung Aktiengesellschaft über das Geschäftsjahr 2009
wurden von der KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk
versehen. Der Bericht des Wirtschaftsprüfers bestätigt, dass der Jahresabschluss
den gesetzlichen Vorschriften entspricht und ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens in Übereinstimmung mit den
österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung vermittelt und dass
der Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss steht. Vom Aufsichtsrat wurde
dieser Prüfungsbericht zustimmend zur Kenntnis genommen und gab zu Bemerkungen keine Veranlassung. Der Jahresabschluss ist damit gemäß § 125 (2) des Aktiengesetzes festgestellt.
Der Aufsichtsrat unterstützt die Anträge des Vorstandes bezüglich Gewinnverwendung. Es wird der Hauptversammlung empfohlen, diese Anträge zu beschließen
und dem Vorstand für das Geschäftsjahr 2009 die Entlastung zu erteilen.
Linz, am 19. April 2010
Generaldirektor Dkfm. Dr. Leopold Windtner
Präsident des Aufsichtsrates
„Zahlen sind exakt.
Das Leben ist flexibel.
Beides zusammen ist
Innovation.“
50
Versicherung AG/Bilanz
Bilanz zum 31. Dezember 2009
Aktiva
A. Immaterielle Vermögensgegenstände
Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände
B. Kapitalanlagen
I. Grundstücke und Bauten
II. Kapitalanlagen in verbundenen
Unternehmen und Beteiligungen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
2. Beteiligungen
3. Darlehen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
III. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
2. Schuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere
3. Hypothekenforderungen
4. Vorauszahlungen auf Polizzen
5. Sonstige Ausleihungen
6. Guthaben bei Kreditinstituten
7. Andere Kapitalanlagen
IV. Depotforderungen aus dem übernommenen
Rückversicherungsgeschäft
C. Kapitalanlagen der fondsgebundenen und der indexgebundenen Lebensversicherung
D. Forderungen
I. Forderungen aus dem direkten
Versicherungsgeschäft
1. an Versicherungsnehmer
2. an Versicherungsvermittler
3. an Versicherungsunternehmen
II. Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft
III. Sonstige Forderungen
E. Anteilige Zinsen
F. Sonstige Vermögensgegenstände
I. Sachanlagen (ausgenommen Grund-
stücke und Bauten) und Vorräte
II. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten
und Kassenbestand
III. Andere Vermögensgegenstände
G. Rechnungsabgrenzungsposten
H. Verrechnungsposten zwischen den Abteilungen
Schaden und Unfall
EUR
673.643,20
26.057.516,10
Leben
EUR
207.708,22
3.536.353,16
31.12.2009
Insgesamt
EUR
881.351,42
29.593.869,26
31.12.2008
Insgesamt
TEUR
862
30.346
2.406.021,92
4.021.417,65
15.225.516,01
299.595.969,80
17.856.362,18
16.949.899,01
0,00
20.316.599,55
0,00
42.742,28
1.370.024,15
0,00
0,00
11.600.000,00
0,00
406.341.073,28
191.615.041,47
0,00
53.455,01
2.741.219,33
9.286,49
0,00
0,00
246.595.289,87
2.406.021,92
15.621.417,65
15.225.516,01
705.937.043,08
209.471.403,65
16.949.899,01
53.455,01
23.057.818,88
9.286,49
42.742,28
1.370.024,15
246.595.289,87
2.406
17.149
15.539
609.340
235.994
14.876
60
34.031
18.076
26
1.024
194.548
6.282.695,24
456.416,50
747.967,16
38.062.354,70
1.639.311,86
890.445,49
3.363.009,16
12.990.103,91
26.789.688,25
1.542.829,42
21.115.201,41
518.395.734,95
1.542.672,31
283.148,09
870.656,32
0,00
25.434,88
3.348.137,94
4.921,08
3.861.990,54
1.320.333,43
0,00
-21.115.201,41
852.841.520,01
7.825.367,55
739.564,59
1.618.623,48
38.062.354,70
1.664.746,74
4.238.583,43
3.367.930,24
16.852.094,45
28.110.021,68
1.542.829,42
0,00
1.371.237.254,96
7.715
723
2.201
8.901
5.256
5.478
3.127
27.907
24.922
1.277
0
1.261.784
Versicherung AG/Bilanz
Bilanz zum 31. Dezember 2009
Passiva
Schaden und Unfall
EUR
A. Eigenkapital
I. Grundkapital
Nennbetrag
10.906.962,18
II. Kapitalrücklagen
Gebundene
2.926.769,84
III. Gewinnrücklagen
Freie Rücklagen
52.240.000,00
IV. Risikorücklage gemäß § 73 a VAG, versteuerter Teil
3.463.409,99
V. Bilanzgewinn (davon Gewinnvortrag 872.233,78
EUR 768,88; Vorjahr: TEUR 2)
B. Unversteuerte Rücklagen
I. Risikorücklage gemäß § 73 a VAG
3.843.309,01
II. Bewertungsreserve auf Grund von Sonderabschreibungen
2.214.678,32
C. Versicherungstechnische Rückstellungen
im Eigenbehalt
I. Prämienüberträge
1. Gesamtrechnung
37.078.877,22
2. Anteil der Rückversicherer
-5.612.874,07
II. Deckungsrückstellung
1. Gesamtrechnung
0,00
2. Anteil der Rückversicherer
0,00
III. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
1. Gesamtrechnung
403.266.413,20
2. Anteil der Rückversicherer
-163.491.170,59
IV. Rückstellung für erfolgsunabhängige
Prämienrückerstattung
1. Gesamtrechnung
1.000.000,00
2. Anteil der Rückversicherer
-228.000,00
V. Rückstellung für erfolgsabhängige Prämienrück-
erstattung bzw. Gewinnbeteiligung der Versicherungsnehmer
Gesamtrechnung
0,00
VI. Schwankungsrückstellung
59.661.395,00
VII.Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen
Gesamtrechnung
2.115.200,00
D. Versicherungstechnische Rückstellungen der
fondsgebundenen und der indexgebundenen
Lebensversicherung Gesamtrechnung
0,00
E. Nichtversicherungstechnische Rückstellungen
I. Rückstellungen für Abfertigungen
11.655.405,00
II. Rückstellungen für Pensionen
41.372.487,06
III. Steuerrückstellungen
3.408.000,00
IV. Sonstige Rückstellungen
7.200.693,83
F. Depotverbindlichkeiten aus dem
abgegebenen Rückversicherungsgeschäft
0,00
G. Sonstige Verbindlichkeiten
I. Verbindlichkeiten aus dem direkten
Versicherungsgeschäft
1. an Versicherungsnehmer
5.502.566,61
2. an Versicherungsvermittler
1.181.669,68
3. an Versicherungsunternehmen
1.380.170,65
II. Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem
Rückversicherungsgeschäft
24.022.386,84
III. Andere Verbindlichkeiten
12.385.162,94
H. Rechnungsabgrenzungsposten
29.988,46
518.395.734,95
Leben
EUR
6.198.838,92
38.185.542,39
12.512.000,00
2.810.775,84
566.571,91
947.850,16
0,00
9.227.849,63
-736.106,62
534.795.367,94
-2.943.970,09
784.915,40
-113.752,28
0,00
0,00
9.600.000,00
0,00
39.000,00
231.734.088,44
251.231,00
1.418.561,48
1.163.000,00
717.942,00
31.12.2009
Insgesamt
EUR
17.105.801,10
41.112.312,23
64.752.000,00
6.274.185,83
1.438.805,69
4.791.159,17
2.214.678,32
46.306.726,85
-6.348.980,69
534.795.367,94
-2.943.970,09
404.051.328,60
-163.604.922,87
1.000.000,00
-228.000,00
9.600.000,00
59.661.395,00
2.154.200,00
231.734.088,44
11.906.636,00
42.791.048,54
4.571.000,00
7.918.635,83
31.12.2008
Insgesamt
TEUR
17.106
3.793.828,99
410.640,01
117.651,32
0,00
667.160,57
689.939,11
2.593,89
852.841.520,01
3.793.828,99
5.913.206,62
1.299.321,00
1.380.170,65
24.689.547,41
13.075.102,05
32.582,35
1.371.237.254,96
4.060
41.112
55.823
6.274
567
4.791
2.293
47.197
-6.760
517.995
-3.286
362.667
-156.452
950
-218
8.070
63.615
2.086
185.029
11.394
43.061
4.571
7.621
5.653
1.121
249
23.823
11.330
43
1.261.784
51
52
Versicherung AG/Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustrechnung
für das Geschäftsjahr 2009
Schaden- und Unfallversicherung
ersicherungstechnische Rechnung
V
1. Abgegrenzte Prämien
a) Verrechnete Prämien
aa) Gesamtrechnung
ab) Abgegebene Rückversicherungsprämien
b) Veränderung durch Prämienabgrenzung
ba) Gesamtrechnung
bb) Anteil der Rückversicherer
2. Kapitalerträge des technischen Geschäfts
3. Sonstige versicherungstechnische Erträge
4. Aufwendungen für Versicherungsfälle
a) Zahlungen für Versicherungsfälle
aa) Gesamtrechnung
ab) Anteil der Rückversicherer
b) Veränderung der Rückstellung für noch nicht
abgewickelte Versicherungsfälle
ba) Gesamtrechnung
bb) Anteil der Rückversicherer
5. Erhöhung von versicherungstechnischen Rückstellungen
Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen
Gesamtrechnung
6. Verminderung von versicherungstechnischen Rückstellungen
Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen
Gesamtrechnung
7. Aufwendungen für die erfolgsunabhängige Prämienrückerstattung
a) Gesamtrechnung
b) Anteil der Rückversicherer
8. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb
a) Aufwendungen für den Versicherungsabschluss
b) Sonstige Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb
c) Rückversicherungsprovisionen und Gewinnanteile aus
Rückversicherungsabgaben
9. Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen
10. Veränderung der Schwankungsrückstellung
11. Versicherungstechnisches Ergebnis
2009
EUR
274.894.346,92
-92.986.020,93
919.980,93
-240.991,98
16.995,52
1.093.795,39
-186.179.897,31
66.379.585,95
-40.884.781,33
21.959.939,50
-241.000,00
235.000,00
-999.387,26
10.000,00
-58.948.894,56
-11.826.651,82
18.630.067,74
-4.180.931,56
3.953.893,00
-8.394.951,80
2008
TEUR
270.737
-87.106
-938
-25
15
951
-179.701
63.105
-6.299
2.701
-286
555
-866
10
-58.611
-10.804
18.628
-4.526
3.818
11.355
Versicherung AG/Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustrechnung
für das Geschäftsjahr 2009
Schaden- und Unfallversicherung
ichtversicherungstechnische Rechnung
N
1. Versicherungstechnisches Ergebnis
2. Erträge aus Kapitalanlagen und Zinsenerträge
a) Erträge aus Beteiligungen
(davon verbundene Unternehmen
EUR 23.700,00; 2008: TEUR 8)
b) Erträge aus Grundstücken und Bauten
c) Erträge aus sonstigen Kapitalanlagen
d) Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen
e) Sonstige Erträge aus Kapitalanlagen und Zinsenerträge
3. Aufwendungen für Kapitalanlagen und Zinsenaufwendungen
a) Aufwendungen für die Vermögensverwaltung
b) Abschreibungen von Kapitalanlagen
c) Zinsenaufwendungen
(davon verbundene Unternehmen
EUR 21.599,78; 2008: TEUR 29)
d) Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen
e) Sonstige Aufwendungen für Kapitalanlagen
4. In die versicherungstechnische Rechnung
übertragene Kapitalerträge
5. Sonstige nichtversicherungstechnische Erträge
6. Sonstige nichtversicherungstechnische Aufwendungen
7. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
2009
EUR
-8.394.951,80
284.068,75
2008
TEUR
11.355
445
2.243.966,72
21.941.111,61
82.898,46
579.912,15
-460.677,32
-5.214.224,92
-29.675,34
-510
-41.749
-31
-738.346,16
-6.602,02
-16.995,52
359.881,01
-84.633,09
10.545.732,53
-1.836
-130
-15
594
-15
9
2.294
24.654
3.404
1.550
53
54
Versicherung AG/Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustrechnung
für das Geschäftsjahr 2009
Lebensversicherung
Versicherungstechnische Rechnung
1. Abgegrenzte Prämien
a) Verrechnete Prämien
aa) Gesamtrechnung
ab) Abgegebene Rückversicherungsprämien
b) Veränderung durch Prämienabgrenzung
ba) Gesamtrechnung
bb) Anteil der Rückversicherer
2. Kapitalerträge des technischen Geschäfts
3. Nicht realisierte Gewinne aus Kapitalanlagen gemäß Posten C. der Aktiva
4. Sonstige versicherungstechnische Erträge
5. Aufwendungen für Versicherungsfälle
a) Zahlungen für Versicherungsfälle
aa) Gesamtrechnung
ab) Anteil der Rückversicherer
b) Veränderung der Rückstellung für noch nicht
abgewickelte Versicherungsfälle
ba) Gesamtrechnung
bb) Anteil der Rückversicherer
6. Erhöhung von versicherungstechnischen Rückstellungen
Deckungsrückstellung
a) Gesamtrechnung
b) Anteil der Rückversicherer
7. Aufwendungen für die erfolgsabhängige Prämienrückerstattung
bzw. Gewinnbeteiligung der Versicherungsnehmer
Gesamtrechnung
8. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb
a) Aufwendungen für den Versicherungsabschluss
b) Sonstige Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb
c) Rückversicherungsprovisionen und Gewinnanteile aus
Rückversicherungsabgaben
9. Nicht realisierte Verluste aus Kapitalanlagen gemäß Posten C. der Aktiva
10. Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen
11. Versicherungstechnisches Ergebnis
2009
EUR
89.121.665,58
-1.553.119,21
124.773,31
4.580,77
24.960.030,64
45.133.024,52
1.634,33
-56.515.935,56
1.165.865,34
-224.828,84
72.154,66
-57.285.832,95
-342.410,81
-7.743.166,79
-8.319.734,52
-1.899.144,83
115.545,38
-24.526.194,43
-127.052,05
2.161.854,54
2008
TEUR
95.528
-1.504
-89
30
14.323
25.700
39
-34.418
1.534
-163
26
-40.226
-602
-607
-7.741
-1.898
47
-49.811
-158
11
Versicherung AG/Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustrechnung
für das Geschäftsjahr 2009
Lebensversicherung
Nichtversicherungstechnische Rechnung
1.Versicherungstechnisches Ergebnis
2.Erträge aus Kapitalanlagen und Zinsenerträge
a)Erträge aus Beteiligungen
b)Erträge aus Grundstücken und Bauten
c) Erträge aus sonstigen Kapitalanlagen
d)Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen
e)Sonstige Erträge aus Kapitalanlagen und Zinsenerträge
3.Aufwendungen für Kapitalanlagen und Zinsenaufwendungen
a)Aufwendungen für die Vermögensverwaltung
b)Abschreibungen von Kapitalanlagen
c) Zinsenaufwendungen
d)Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen
e)Sonstige Aufwendungen für Kapitalanlagen
4.In die versicherungstechnische Rechnung
übertragene Kapitalerträge
5.Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
Uneingeschränkter
Bestätigungsvermerk
2009
EUR
2.161.854,54
96.000,00
287.850,43
33.986.691,46
89.201,97
813.717,64
-269.119,77
-9.989.928,06
-5.416,02
-48.872,09
-94,92
-24.960.030,64
2.161.854,54
2008
TEUR
11
96
254
23.614
5
2.879
-338
-8.014
-11
-3.694
-469
-14.323
11
„Ich bestätige gemäß § 23 a VAG, dass das Deckungserfordernis durch die Widmung von für die Bedeckung geeigneten Vermögenswerten voll erfüllt ist.“
Wien, am 17. März 2010
MMag. Lucia Hummer-Mair
Treuhänderin
Ich bestätige, dass die Deckungsrückstellung und die Prämienüberträge nach den
hiefür geltenden Vorschriften und versicherungsmathematischen Grundlagen berechnet sind. Die in der Abteilung B Lebensversicherung zum 31.12.2009 unter der
Position Deckungsrückstellung ausgewiesene Summe von EUR 531.851.397,85
enthält die Deckungsrückstellung des eigenen Geschäfts von EUR 534.795.367,94
abzüglich des dem Rückversicherer abgegebenen Anteils von EUR 2.943.970,09. Die
in der Position Prämienüberträge ausgewiesene Summe von EUR 8.491.743,01 enthält die Prämienüberträge des eigenen Geschäfts von EUR 9.227.849,63 abzüglich
des dem Rückversicherer abgegebenen Anteils von EUR 736.106,62.
Linz, am 8. März 2010
DI Konrad Himmelbauer
Verantwortlicher Aktuar
55
56
Versicherung AG/Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustrechnung
für das Geschäftsjahr 2009
Gesamt
1.Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
Schaden- und Unfallversicherung (Beilage II/2)
Lebensversicherung (Beilage II/4)
2.Steuern vom Einkommen
3.Jahresüberschuss
4.Auflösung von Rücklagen
a) Auflösung der Bewertungsreserve auf Grund
von Sonderabschreibungen
5.Zuweisung an Rücklagen
a) Zuweisung an die Risikorücklage gemäß § 73 a VAG
b) Zuweisung an freie Rücklagen
6.Jahresgewinn
7.Gewinnvortrag
8.Bilanzgewinn
2009
EUR
10.545.732,53
2.161.854,54
12.707.587,07
-2.418.430,69
10.289.156,38
77.880,43
0,00
-8.929.000,00
1.438.036,81
768,88
1.438.805,69
2008
TEUR
9
11
20
2.893
2.913
24
-578
-1.794
565
2
567
Versicherung AG/Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk
Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk
Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der Oberösterreichische Versicherung
Aktiengesellschaft, Linz, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2009 bis zum 31. Dezember 2009 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss
umfasst die Bilanz zum 31. Dezember 2009, die Gewinn- und Verlustrechnung für
das am 31. Dezember 2009 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang.
Bericht zum
Jahresabschluss
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die
Aufstellung eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt.
Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung
eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von
wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungsund Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.
Verantwortung der gesetzlichen
Vertreter für den Jahresabschluss
und die Buchführung
57
58
Versicherung AG/Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk
Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk
Verantwortung des
Abschlussprüfers und Beschreibung
von Art und Umfang der
gesetzlichen Abschlussprüfung
Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter
Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze
ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern,
dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen,
dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der
Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.
Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im
Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen
Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für
die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung
ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der
internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben.
Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der
Gesamtaussage des Jahresabschlusses.
Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.
Versicherung AG/Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk
Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer
Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues
Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2009 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2009 bis
zum 31. Dezember 2009 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.
Prüfungsurteil
Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob
er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im
Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob
der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht.
Aussagen zum
Lagebericht
Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang
mit dem Jahresabschluss
Wien, am 26. März 2010
KPMG Austria GmbH
Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
Mag. Thomas Smrekar
Wirtschaftsprüfer ppa Dr. Hans-Ulrich Brandes
Wirtschaftsprüfer
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns
bestätigten Fassung erfolgen. Für abweichende Fassungen (zB Verkürzung oder Übersetzung in eine andere Sprache) sind
die Vorschriften des § 281 Abs. 2 UGB zu beachten.
59
60
Versicherung AG/Versicherungsprämien
Versicherungsprämien
Verrechnete Prämien
Feuer-Versicherung in Mio. EUR
25,7
25,4
25,6
26,4
27,5
28,4
29,1
29,9
30,5
31,8
00
01
02
03
04
05
06
07
08
09
46,5
49,9
53,6
58,2
64,5
71,4
75,4
79,2
82,2
01
02
03
04
05
06
07
08
09
Sach-Sparten in Mio. EUR
43,2
00
HUK-Sparten in Mio. EUR
73,0
87,7
101,5
112,3
120,2
127,7
133,4
137,6
140,8
141,2
00
01
02
03
04
05
06
07
08
09
Lebens-Versicherung in Mio. EUR
44,9
76,2
79,7
88,1
75,9
75,6
74,3
85,9
95,5
89,1
00
01
02
03
04
05
06
07
08
09
Versicherung AG/Versicherungsprämien
Versicherungsprämien
Direktes Geschäft
Feuer
Haushalt
Sturm
Leitungswasser
Sonstige Sachsparten
Sachsparten
Kfz-Haftpflicht
Kfz-Kasko
Allg. Haftpflicht
Sonstige HK-Sparten
Unfall
HUK-Sparten
RV Schaden-Unfall
RV Leben
Rückversicherung
Leben
Insgesamt
TEUR
31.772
22.510
22.785
19.564
17.295
82.154
59.112
31.785
19.698
11.331
19.328
141.254
19.715
0
19.715
89.122
364.016 Daten in der S/U ab 2009 inkl. IWD-Geschäft.
Feuer
Leben
Sach
Haushalt
Sturm
Leitungswasser
Sonstige Sachsparten
Rückversicherung
RV Schaden-Unfall
RV Leben
HUK-Sparten
Unfall
Sonstige HK-Sparten
Allg. Haftpflicht
Kfz-Kasko
Kfz-Haftpflicht
Feuer
8,7%
Sach 22,6%
HUK 38,8%
RV
5,4%
Leben 24,5%
61
„Innovation
sorgt vor.“
64
Versicherung AG/Anhang
Anhang 2009 der Oberösterreichische Versicherung
Aktiengesellschaft, Linz
1. Erläuterungen zum Jahresabschluss
Allgemeine Grundsätze
Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln,
aufgestellt.
Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten. Die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten.
Der vorliegende Abschluss 2009 ist nach den Vorschriften des UGB sowie
des Versicherungsaufsichtsgesetzes in der gültigen Fassung aufgestellt worden.
Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden
wurde der Grundsatz der Einzelbewertung beachtet und eine Fortführung des
Unternehmens unterstellt.
Dem Vorsichtsprinzip wurde dadurch Rechnung getragen, dass nur die am
Abschluss-Stichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen wurden. Alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste wurden berücksichtigt.
Das Unternehmen gehört dem Konsolidierungskreis des Oberösterreichische Wechselseitige Versicherung Vermögensverwaltung-Konzerns mit Sitz in
Linz an. Der offengelegte Konzernabschluss und der Konzernlagebericht liegen in
den Geschäftsräumen dieses Unternehmens in 4020 Linz, Gruberstraße 32, zur
Einsichtnahme auf.
Ab dem Geschäftsjahr 2009 erfolgt der Ausweis des IWD-Geschäftes im direkten Geschäft. Die Umstellung vom indirekten ins direkte Geschäft per 1.1.2009
wurde als Portefeuille-Übertrag dargestellt. Die Saldovorträge vom 31.12.2008
wurden somit nicht geändert.
Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden
Aktiva
Die sonstigen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen in Höhe von 20 % bzw. 25 %,
angesetzt.
Grundstücke werden zu Anschaffungskosten, Bauten werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden in der Regel mit den
steuerlich anerkannten Abschreibungssätzen bemessen. Instandsetzungsaufwendungen für Wohngebäude, die an nicht betriebszugehörige Personen vermietet sind, werden auf zehn Jahre verteilt.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen sowie
die Aktien und die anderen nicht festverzinslichen Wertpapiere sind nach dem
strengen Niederstwertgrundsatz bewertet. Bei der Bewertung der Schuldver-
Versicherung AG/Anhang
schreibungen und der anderen festverzinslichen Wertpapiere wurde in der Abteilung A Schaden- und Unfallversicherung der strenge Niederstwertgrundsatz angewendet. Festverzinsliche Werte, das sind Werte mit einer festen bzw. von einem
Index abhängigen Verzinsung mit Kapitalgarantie der Lebensversicherungsabteilung werden zur Erlangung einer kontinuierlichen Politik der Gewinnbeteiligung
der Versicherungsnehmer nach den Grundsätzen für das Anlagevermögen des
UGB bewertet. Die Bewertung nach den Grundsätzen für das Anlagevermögen
des UGB ist darüber hinaus in § 81 h VAG grundsätzlich vorgesehen.
Bei den nach den Grundsätzen für das Anlagevermögen bewerteten
Vermögensgegenständen wird auf die Bonität des Schuldners Bedacht genommen. Im übrigen wird der Marktwert, mindestens aber der garantierte Rücklösungswert der Bewertung zugrunde gelegt. Das Unterlassen der Abschreibung
resultierte daraus, dass zum Bilanzstichtag Anhaltspunkte vorlagen, die darauf
hindeuteten, dass die Wertminderung nicht von Dauer sein würde.
Die Bestimmungen des § 81 h Abs. 2 letzter Satz VAG wurden nicht in
Anspruch genommen.
Außerplanmäßige Abschreibungen werden durch Zuschreibungen ausgeglichen, wenn sich die Börsewerte der Wertpapiere, von denen die außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen wurden, in den Folgejahren wieder erhöhen.
Im Bilanzposten Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
sind strukturierte Vermögensgegenstände ohne Kapitalgarantie enthalten: Davon
entfallen auf:
Vermögensgegenstände, bei denen die Zahlung der Zinsen
während der Laufzeit sichergestellt ist, eine Rückzahlung
des Kapitals jedoch teilweise oder zur Gänze entfallen kann
Vermögensgegenstände, bei denen ein Zins- und/oder Kapital-
ausfall in jeder beliebigen Kombination möglich sein kann
Als Zeitwert wurde der Marktpreis bzw. Börsekurs eines anerkannten
und liquiden Marktes herangezogen. Bei Vermögensgegenständen, die nicht an
einem anerkannten und liquiden Markt gehandelt werden, wurde eine Bewertung von einer fachkundigen, einschlägig ausgebildeten Person in der Emissionsbank vorgenommen. Die Bewertung ist ausreichend dokumentiert, für einen
sachverständigen Dritten nachvollziehbar, stetig und konsistent. Der Bewertung
liegen aktuelle Marktdaten zu Grunde.
Derivative Finanzinstrumente (Optionen und Sicherungsgeschäfte) waren am Bilanzstichtag nicht im Bestand.
Buchwert
TEUR
4.608
1.604
Zeitwert
TEUR
4.807
1.604
65
66
Versicherung AG/Anhang
Hypothekenforderungen, sonstige Darlehensforderungen und alle anderen Forderungen werden grundsätzlich mit dem Nennbetrag der aushaftenden
Forderungen bewertet. Zu Forderungen, deren Einbringlichkeit zweifelhaft ist,
werden ausreichende Einzelwertberichtigungen gebildet. Diese Wertberichtigungen werden von den Nennbeträgen abgezogen.
Die Zeitwerte der Kapitalanlagen stellen sich zum 31.12.2009 bzw.
31.12.2008 wie folgt dar:
Grundstücke und Bauten
Anteile an verbundenen Unternehmen
Beteiligungen
Darlehen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
Hypothekenforderungen
Vorauszahlungen auf Polizzen
Sonstige Ausleihungen
Guthaben bei Kreditinstituten
Andere Kapitalanlagen
Depotforderungen aus dem übernommenen Rückversicherungsgeschäft
31.12.2009
TEUR
57.590
2.476
16.213
15.226
726.733
206.735
16.950
53
23.058
9
43
1.370
31.12.2008
TEUR
61.282 2.457
17.586
15.539
616.422
224.138
14.876
60
34.031
18.076
26
1.024 Sämtliche Grundstücke und Bauten wurden 2009 von Herrn Baumeister Ing. Peter Grück, Linz, allgemein beeideter gerichtlicher Sachverständiger, bewertet. In Bau befindliche Gebäude werden mit den Buchwerten bewertet. Die
Anteile an verbundenen Unternehmen wurden mit den anteiligen Eigenmitteln
angesetzt. Die Beteiligungen wurden mit Marktpreisen bzw. Buchwerten angesetzt. Der Ansatz von Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren
bzw. von Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren
erfolgte mit dem letzten verfügbaren Börsen- oder Marktkurs. Bei den übrigen
Kapitalanlagen entspricht der Zeitwert dem Buchwert.
Die Bewertung der Sachanlagen (ausgenommen Grundstücke und Bauten) erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen,
die mit den steuerlich anerkannten Abschreibungssätzen bemessen werden.
Geringwertige Vermögensgegenstände werden im Zugangsjahr zur Gänze abgeschrieben.
Versicherung AG/Anhang
Die Prämienüberträge in der Schaden- und Unfallversicherung werden in sämtlichen Sparten mit Ausnahme kurzfristiger Transportversicherungen zeitanteilig
berechnet. Der Kostenabschlag beträgt in der Kfz-Haftpflichtversicherung 10 %
(TEUR 1.271, 2008: TEUR 1.334) und in den übrigen Versicherungszweigen 15 %
(TEUR 4.280, 2008: TEUR 4.348). In der Lebensversicherung werden die Prämienüberträge nach den hierfür geltenden Vorschriften und versicherungsmathematischen Grundlagen berechnet.
Die Deckungsrückstellung wird nach den in den genehmigten Geschäftsplänen vorgeschriebenen Berechnungsformeln und nach den hierfür geltenden Vorschriften und versicherungsmathematischen Grundlagen berechnet.
Auf Grund der Veröffentlichung der Sterbetafel AVÖ 2005 R und möglicher Klagen
im Zusammenhang mit den Mindestrückkaufswerten und Prämienfreistellungen
wurde eine Reserve in Höhe von TEUR 2.084 bzw. TEUR 346 im Rahmen der Deckungsrückstellung gebildet. Den Bestimmungen des § 176 Abs 6 VersVG über
die Verteilung der Abschlusskosten folgend, werden für Vertragsabschlüsse seit
1. Jänner 2007 die gezillmerten Abschlusskosten nicht mehr im Abschlussjahr
sondern über fünf Jahre verteilt angesetzt. Vom Gesamtbetrag der Deckungsrückstellung in der Lebensversicherung entfallen TEUR 67.151 (1.1.2009: TEUR 64.119)
auf zugeteilte Gewinnanteile und TEUR 6.213 (1.1.2009 TEUR 7.042) auf bereits
zugesagte, aber noch nicht zugeteilte Gewinnanteile.
Die Deckungsrückstellung der aktienindexgebundenen Erlebensversicherung gegen Einmalprämie wird aus dem höheren Resultat, das sich einerseits
aus der Berechnung nach der prospektiven Methode und andererseits nach der retrospektiven Methode ergibt, ermittelt. Die Deckungsrückstellungen der anderen
Tarife werden nach der prospektiven Methode berechnet. Als Rechnungszinssatz
für die Berechnung der Deckungsrückstellung wird der Zinssatz zur Prämienberechnung verwendet, d.s. derzeit 2,25 % bis 4 %. Sterbetafeln bzw. Ausscheideordnungen sind gleich der Prämienberechnung. Der Zillmersatz beträgt bei den
Tarifen mit laufender Prämienzahlung maximal 60 ‰ verteilt auf die ersten fünf
Jahre.
In der fondsgebundenen Lebensversicherung werden die Prämien nach
einem festgelegten Verfahren in Kostenanteile und Anlageprämien zerlegt. Die
Deckungsrückstellung einer Versicherung wird in Anteileinheiten ausgedrückt
und ergibt sich aus der Ansammlung der Anlageprämie. Der Wert der Deckungsrückstellung zum Bilanzstichtag berechnet sich aus der Zahl der Fondsanteile
multipliziert mit dem jeweiligen Rücknahmepreis zum für den Bilanzstichtag
maßgeblichen Bewertungsstichtag.
Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden
Passiva
67
68
Versicherung AG/Anhang
Für den Tarif 864 (Garantieertrag 168+), bei dem die Oberösterreichische
die Leistung von 162 % des gezeichneten Volumens zum Ablauf garantiert, wird
die Deckungsrückstellung während der Laufzeit linear aufgebaut und beträgt am
31.12.2009 TEUR 8.688 (2008: TEUR 6.966).
Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im direkten Geschäft der Schaden- und Unfallversicherung und der Lebensversicherung wird für die bis zum Bilanzstichtag gemeldeten Schäden durch Einzelbewertung der noch nicht erledigten Schadenfälle bemessen. Versicherungsfälle, für die
keine Leistungen erbracht werden mussten, werden im Zeitpunkt der Verjährung
außer Evidenz genommen. Für Spätschäden werden nach den Erfahrungen der
Vergangenheit bemessene Pauschalrückstellungen gebildet.
Im indirekten Geschäft beruhen die Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle auf den Meldungen der Zedenten zum Stichtag 31.
Dezember 2008 für den weitaus überwiegenden Teil (für den Rest zum Stichtag
31. Dezember 2009). Die gemeldeten Beträge werden um Zuschläge ergänzt,
wenn dies nach den Erfahrungen der Vergangenheit für erforderlich gehalten
wird.
Die Rückstellung für die Gewinnbeteiligung der Versicherungsnehmer
enthält die Beträge, die aufgrund der Geschäftspläne und der Satzung für die Gewinnbeteiligung der Versicherungsnehmer gewidmet wurden.
Versicherung AG/Anhang
Für die mit Gewinnbeteiligung abgeschlossenen Lebensversicherungen werden
folgende Gewinnanteile erklärt:
Er- und Ablebensversicherungen
und Erlebensversicherungen
Deklaration für die Zeit vom 1.1.2011 bis 31.12.2011
Gewinnverband
1
3
5
6
7
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
26
27
28
29
30
31
32
33
34
35
36
40
41
42
43
44
45
46
47
48
49
52
101
102
103
104
105
201
202
301
302
303
420
Zinsgewinn
0,750 %
0,750 %
0,500 %
0,000 %
0,000 %
0,000 %
1,000 %
0,750 %
0,000 %
0,000 %
0,000 %
0,250 %
0,000 %
0,500 %
0,500 %
0,500 %
0,000 %
0,500 %
0,500 %
0,000 %
0,500 %
0,500 %
0,500 %
0,000 %
0,750 %
1,000 %
1,000 %
0,500 %
1,000 %
1,000 %
0,500 %
1,000 %
0,750 %
0,750 %
1,000 %
1,000 %
1,000 %
0,000 %
1,500 %
1,500 %
2,000 %
2,000 %
1,500 %
1,500 %
1,500 %
1,500 %
0,000 %
1,550 %
1,500 %
1,750 %
1,750 %
1,750 %
1,750 %
1,750 %
2,250 %
2,250 %
1,750 %
1,750 %
1,750 %
1,750 %
Zusatzgewinn
3,00 ‰
2,00 ‰
2,00 ‰
1,50 ‰
1,00 ‰
1,75 ‰
3,25 ‰
1,00 ‰
1,75 ‰
3,25 ‰
1,00 ‰
1,75 ‰
1,00 ‰
2,00 ‰
1,75 ‰
1,75 ‰
0,75 ‰
Risikogewinn
Kostengewinn
Schlussgewinn
0,750 %
0,750 %
0,500 %
0,000 %
0,000 %
0,000 %
1,000 %
0,750 %
0,000 %
0,000 %
0,000 %
0,250 %
0,000 %
0,500 %
0,500 %
0,500 %
0,500 %
0,500 %
0,750 %
1,000 %
1,000 %
1,000 %
1,00 ‰
1,00 ‰
0,50 ‰
1,75 ‰
50,0 %
50,0 %
50,0 %
35,0 %
35,0 %
50,0 %
50,0 %
50,0 %
50,0 %
35,0 %
20,0 %
50,0 %
50,0 %
50,0 %
35,0 %
35,0 %
50,0 %
50,0 %
50,0 %
50,0 %
35,0 %
50,0 %
1,500 %
1,500 %
2,000 %
2,000 %
1,500 %
1,500 %
1,500 %
Versicherungsdauer
10 Jahre und länger
kleiner als 10 Jahre
10 Jahre und länger
kleiner als 10 Jahre
10 Jahre und länger
kleiner als 10 Jahre
10 Jahre und länger
kleiner als 10 Jahre
10 Jahre und länger
kleiner als 10 Jahre
10 Jahre und länger
kleiner als 10 Jahre
10 Jahre und länger
kleiner als 10 Jahre
1,000 %
1,000 %
1,550 %
1,500 %
1,750 %
1,750 %
1,750 %
1,750 %
1,750 %
2,250 %
2,250 %
1,750 %
1,750 %
1,750 %
69
70
Versicherung AG/Anhang
Pflegeversicherung mit Gewinnbeteiligung
Deklaration für die Zeit vom 1.1.2011 bis 31.12.2011
Gewinnverband
420
Zinsgewinn
Risikogewinn
1,750 %
20,0 %
Die Gewinnanteile werden verzinslich angesammelt.
Kostengewinn 50,0 % Risikoversicherungen mit Prämiengutschrift
Deklaration für die Zeit vom 1.1.2011 bis 31.12.2011
Gewinnverband
4
8
24
25
38
39
400
40 % der Tarifprämie
40 % der Tarifprämie
40 % der Tarifprämie
40 % der Tarifprämie
40 % der Tarifprämie
40 % der Tarifprämie
40 % der Tarifprämie
Berufsunfähigkeitsversicherung mit Prämiengutschrift
Deklaration für die Zeit vom 1.1.2011 bis 31.12.2011
Gewinnverband
440
20% der Tarifprämie
Die Gewinngutschrift erfolgt in Form einer sofortigen Prämienermäßigung.
Gemäß der Gewinnbeteiligungs-Verordnung GBVVU (BGBl. II Nr.
398/2007) werden der Rückstellung für erfolgsabhängige Prämienrückerstattung
bzw. Gewinnbeteiligung der Versicherungsnehmer jährlich wenigstens 85 % der
Bemessungsgrundlage zugeführt.
Hierbei ermittelt sich die Bemessungsgrundlage wie folgt:
+
+
–
–
–
–
+
–
–
Abgegrenzte Prämien
Erträge aus Kapitalanlagen und Zinsenerträge
Aufwendungen für Kapitalanlagen und Zinsenaufwendungen
Aufwendungen für Versicherungsfälle
Erhöhung von versicherungstechnischen Rückstellungen
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb
Sonstige nichtversicherungstechnische Erträge
Sonstige nichtversicherungstechnische Aufwendungen
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Bemessungsgrundlage im Sinne des § 18 Abs. 4 VAG
55.871.270,20
30.162.643,32
8.819.104,31
49.841.414,51
10.077.482,38
7.010.620,98
4.025,32
125.860,72
537.941,41
9.625.514,53
Versicherung AG/Anhang
Die Posten Erträge aus Kapitalanlagen und Zinsenerträge und Aufwendungen
für Kapitalanlagen und Zinsenaufwendungen – soweit sie den Lebensversicherungen der klassischen Lebensversicherung zuzurechnen sind – wurden im
Verhältnis des mittleren Deckungserfordernisses der gewinnberechtigten klassischen Lebensversicherungsverträge für das direkte Geschäft zu den mittleren gesamten Kapitalanlagen und laufenden Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks
und Kassenbestand der Abteilung Leben berücksichtigt. Alle anderen Erträge
und Aufwendungen wurden nur insoweit berücksichtigt, als sie auf gewinnberechtigte klassische Lebensversicherungsverträge des direkten Geschäfts entfallen. Erträge und Aufwendungen, die nicht direkt zuordenbar sind, wurden
möglichst verursachungsgerecht, allenfalls mit Hilfe eines geeigneten Schlüssels auf diese aufgeteilt.
Die Schwankungsrückstellung wird nach den Vorschriften der Verordnung des Bundesministers für Finanzen BGBl.Nr. 545/1991 idF vom 12. März
1997, BGBl. II Nr. 66/1997 berechnet.
Die Rückstellungen für Abfertigungen sind nach finanzmathematischen
Grundsätzen unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 4,0 % (2008:
4,0 %) und eines Pensionsantrittsalters, das die Übergangsfristen der Pensionsreform 2003 berücksichtigt, ermittelt und betragen 53,4 % (2008: 53,3 %) der fiktiven gesetzlichen und vertraglichen Abfertigungsansprüche am Bilanzstichtag.
Der Gesamtbetrag der Abfertigungsrückstellungen gemäß § 14 EStG wurde im
Jahr 2003 auf das steuerliche Kapitalkonto steuerfrei übertragen.
Die Rückstellungen für Pensionen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem Teilwertverfahren auf Basis eines
Rechnungszinssatzes von 4,0 % (2008: 4,0 %) und einem Pensionseintrittsalter,
das die Übergangsfristen der Pensionsreform 2003 berücksichtigt, unter Zugrundelegung der Berechnungstafeln von AVÖ 2009-P berechnet. Die Rückstellung am
31.12.2009 entspricht dem Teilwert.
Die auf Nicht-EWWU-Währung lautenden Wertpapiere, die anteiligen Zinsen, die
Forderungen, Verbindlichkeiten und Rückstellungen wurden zum Devisen-Mittelkurs vom Bilanzstichtag umgerechnet.
Grundlagen der
Währungsumrechnung
Die technischen Posten des übernommenen Rückversicherungsgeschäfts (versicherungstechnische Rückstellungen, technische Erträge und Aufwendungen) und
der damit zusammenhängenden Retrozessionsabgaben werden zur Gänze um
ein Jahr zeitversetzt in den Jahresabschluss aufgenommen (mit Ausnahme der
Übernahmen von Assekuranzvereinen).
Periodengerechte Erfassung
von Erträgen und Aufwendungen
Unter den abgegrenzten Prämien sind Prämien für das indirekte Geschäft in der Höhe von TEUR 15.676 (abzüglich Anteil der Rückversicherer TEUR 0)
enthalten, welche das Jahr 2008 betreffen.
71
72
Versicherung AG/Anhang
2. Erläuterungen zu Posten der Bilanz
Bilanzwert am 31.12.2008
Zugänge
Abgänge
Abschreibungen
Bilanzwert am 31.12.2009
Immaterielle
Vermögens-
gegenstände
Grundstücke
und Bauten
Anteile an
verbundenen
Unternehmen
Beteiligungen
TEUR
862
517
0
-498
881
TEUR
30.346
501
0
-1.253
29.594
TEUR
2.406
0
0
0
2.406
TEUR
17.149
0
-155
-1.373
15.621
Darlehen an
Unternehmen,
mit denen ein
Beteiligungsverhältnis
besteht
TEUR 15.539
3.648
-3.962
0
15.225
Die immateriellen Vermögensgegenstände betreffen fast ausschließlich
EDV-Software. Der Grundwert der bebauten und unbebauten Grundstücke beträgt TEUR 7.137 (2008: TEUR 7.137). Der Bilanzwert der selbstgenutzten Grundstücke beläuft sich auf TEUR 7.377 (2008: TEUR 7.343).
Im Bilanzposten „Sonstige Ausleihungen“ sind keine Polizzendarlehen
enthalten, diese werden im Posten „Vorauszahlungen auf Polizzen“ ausgewiesen.
Nicht durch einen Versicherungsvertrag gesichert sind Schuldscheindarlehen an die Republik Österreich im Ausmaß von 8,3 Mio EUR, die verbleibenden
nicht gesicherten sonstigen Ausleihungen erreichen keinen größeren Umfang.
Die von den Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle abgezogenen Regressforderungen gemäß § 81 l Abs 5 erreichen keinen größeren Umfang.
Eigenkapital
Das Grundkapital blieb im Geschäftsjahr unverändert. Es ist zerlegt in 2.111.150
auf Namen lautende Stamm-Stückaktien und 241.780 auf Namen lautende
stimmberechtigte Vorzugs-Stückaktien.
Zusammensetzung und
Entwicklung unversteuerter
Rücklagen
Der Risikorücklage gemäß § 73 a VAG wurde im Jahr 2009 nichts zugeführt, womit per 31.12.2009 der Rücklagenstand unverändert TEUR 11.065 (davon versteuert TEUR 6.274) beträgt.
Versicherung AG/Anhang
Bewertungsreserve
Grundstücke und Bauten
Wertpapiere
Stand am 1.1.2009
TEUR
840
1.453
2.293
Auflösung
TEUR
79
0
79
Stand am 31.12.2009
TEUR
761
1.453
2.214
Die Zuweisung und Auflösung von unversteuerten Rücklagen führte im Berichtsjahr zu einer Erhöhung der Steuern vom Einkommen in Höhe von TEUR 19 (2008:
TEUR 6). Die Steuern betreffen zur Gänze das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.
Von den im Geschäftsjahr aktivierbaren latenten Steuern gemäß § 198
Abs 10 UGB idF des EU-GesRÄG 1996 in Höhe von TEUR 14.011 (2008: TEUR 14.630)
bleiben die im Jahr 2008 aktivierten TEUR 2.883 bis zur Körperschaftsteuer-Veranlagung des Jahres 2008 im Bilanzposten „Andere Vermögensgegenstände“ bestehen. Dieser Betrag wurde neben den gesetzlichen Ansatzvoraussetzungen zusätzlich mit dem anteiligen Steuerbetrag begrenzt, der auf den steuerlichen Verlust
des Jahres 2008 entfiel.
Zwischen den Zahlungen für Versicherungsfälle und der Rückstellung für
noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle für Vorjahre am Ende des Geschäftsjahres einerseits und am Beginn des Geschäftsjahres andererseits ergeben sich
insgesamt Differenzen von TEUR 34.917 (2008: TEUR 39.626) (Abwicklungsgewinne); davon entfällt der überwiegende Teil auf die Sparten Kfz-Haftpflicht und
Allgemeine Haftpflicht.
Rückstellung für erfolgsabhängige Prämienrückerstattung
bzw. Gewinnbeteiligung der Versicherungsnehmer:
Stand am 1. Jänner 2009
Entnahmen
Zuweisung
Stand am 31. Dezember 2009
TEUR
8.070
-6.213 7.743
9.600
Die Rückstellung für erfolgsabhängige Prämienrückerstattung bzw. Gewinnbeteiligung der Versicherungsnehmer enthält die erklärten, noch nicht zugeteilten Gewinnanteile sowie die künftigen Gewinnanteile.
Sonstige Rückstellungen
Maklerprovisionen
Nicht konsumierte Urlaube
Bilanzgelder und Leistungsprämien
Jubiläumsgelder
Übrige
31.12.2009
TEUR
1.840
1.661
1.841
1.766
811
7.919
31.12.2008
TEUR
1.640
2.316
1.597
1.753
315
7.621
73
74
Versicherung AG/Anhang
In den anderen Verbindlichkeiten sind als größere Posten enthalten: Rentenverpflichtung aus Liegenschaftsverkauf TEUR 111 (31.12.2008 TEUR 242), offene
Rechnungen TEUR 2.403 (31.12.2008 TEUR 806), Land Oberösterreich Förderungsdarlehen TEUR 686 (31.12.2008 TEUR 690).
Auf Verbindlichkeiten aus Steuern entfallen TEUR 6.982 (31.12.2008
TEUR 7.930), auf Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit entfallen
TEUR 995 (31.12.2008 TEUR 929).
Anteile an Bilanzposten, die auf verbundene Unternehmen und auf Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, entfallen:
Sonstige Forderungen
Andere Verbindlichkeiten
Verbundene Unternehmen
2009
2008 TEUR
TEUR
739
727
366
492
Die Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen betragen für 2009 TEUR 1.411 (Vorjahr TEUR 1.317) und für den
Zeitraum von 2010 bis 2014 TEUR 5.270 (Vorjahr TEUR 4.802).
Versicherung AG/Anhang
3.Erläuterungen zu Posten der
Gewinn- und Verlustrechnung
Die angeführten Erfolgsposten der Schaden- und Unfallversicherung gliedern
sich im Jahr 2009 nach Geschäftsbereichen in der Gesamtrechnung wie folgt auf:
Verrechnete
Prämien
Abgegrenzte
Prämien
Direktes Geschäft
TEUR
Sonstige Unfallversicherungen
19.328
Allgemeine Haftpflichtversicherung
19.698
Atomhaftpflichtversicherung
1
Kfz-Haftpflichtversicherung
59.112
Kfz-Fahrzeugversicherung
31.786
Kfz-Insassenunfallversicherung
427
Flug-Haftpflichtversicherung
2
Flug-Kaskoversicherung
4
Flug-Insassenunfallversicherung
2
Rechtsschutzversicherung
8.675
Feuer-Industrieversicherung
8.202
Feuer-Betriebsunterbrechungsversicherung
2.224
Sonstige Feuerversicherungen
23.570
Einbruchdiebstahlversicherung
2.219
Leitungswasserschadenversicherung
19.564
Glasbruchversicherung
3.013
Sturmschadenversicherung
22.785
Haushaltversicherung
22.510
Maschinenbetriebsunterbrechungsversicherung
59
Sonstige Maschinenversicherungen
1.455
Computerversicherung
1.087
Sonstige Transportversicherungen
4.733
Bauwesenversicherung
214
Sonstige Versicherungen
4.510
2009
255.180
2008
250.547
TEUR
19.347
19.753
1
59.675
31.609
428
2
4
2
8.690
7.844
2.227
23.761
2.219
19.868
3.081
22.936
22.678
59
1.435
1.089
4.761
198
4.433
256.100
249.743
TEUR
16.873
14.488
0
42.816
25.854
-23
-29
0
0
5.133
4.592
877
13.525
1.443
14.377
1.963
56.708
10.355
114
819
-417
2.828
645
1.644
214.585
171.116
TEUR
4.886
4.980
0
14.943
8.035
108
1
1
1
2.193
2.074
562
5.958
561
4.946
762
5.760
5.690
15
368
275
1.196
54
1.140
64.509
63.724
TEUR
-618
-2.476
0
-5.393
502
-10
-25
0
0
372
-5.125
-696
2.438
-205
-144
-7
28.005
-654
-13
-365
-834
-647
457
-325
14.237
-2.262
Indirektes Geschäft
See-, Luftfahrt- und Transportversicherung
Sonstige indirekte Versicherungen
2009
2008
0
19.715
19.715
20.190
0
19.714
19.714
20.055
0
12.480
12.480
14.885
0
6.266
6.266
5.692
0
-21
-21
45
274.895
270.737
275.814
269.798
227.065
186.001
70.775
69.416
14.216
-2.217
Direktes und indirektes Geschäft 2009
Direktes und indirektes Geschäft 2008
Aufwendungen Aufwendungen
Rückfür Versiche- für den Versiche- versicherungsrungsfälle
rungsbetrieb
Saldo
75
76
Versicherung AG/Anhang
Die verrechneten Prämien für Lebensversicherungen (einschließlich Nebenleistungen der Versicherungsnehmer) gliedern sich nach Geschäftsbereichen wie
folgt auf:
Konventionelle Lebensversicherungen
Indexgebundene Lebensversicherungen
Fondsgebundene Lebensversicherungen
Direktes Geschäft
Einzelversicherungen
Gruppenversicherungen
Verträge mit Einmalprämien
Verträge mit laufenden Prämien
Verträge mit Gewinnbeteiligung
Verträge ohne Gewinnbeteiligung
2009
EUR
55.172.910
31.079.998
2.868.757
89.121.666
Die direkten Prämien setzen sich wie folgt zusammen:
2009
EUR
88.432.139
689.527
89.121.666
10.818.854
78.302.812
89.121.666
48.879.947
40.241.719
89.121.666
2008
EUR
54.072.629
38.112.516
3.342.936
95.528.081
2008
EUR 94.770.234
757.847 95.528.081 19.400.991
76.127.090 95.528.081 48.024.613
47.503.468 95.528.081 Die festverzinslichen Wertpapiere der indexgebundenen Lebensversicherung sind mit einer Kapitalgarantie durch den Emittenten ausgestattet. Die Kapitalanlagen der indexgebundenen Lebensversicherung gemäß Posten C. des § 81 c
Abs. 2 sind zu den Börsen- oder Marktpreisen bewertet.
Die Kapitalanlagen der fondsgebundenen Lebensversicherung sind
nach dem Tageswertprinzip bewertet. Als Kapitalanlagen in der fondsgebundenen Lebensversicherung dienen folgende Kapitalanlagefonds: Keine Sorgen Aktiv,
Keine Sorgen Ausgewogen, Keine Sorgen Top, VKB-Anlage-Mix, Kepler Portfolio
Management 100, Opportunitas, Tri Style, Kepler Life Exklusiv, Value Investment
Fonds, Starfonds Best World Equity, Meinl Core Europe, Kepler Vorsorge Rentenfonds, Kepler Optima Rentenfonds, ARIQON Multi Asset, ARIQON Portfolio Konservativ, ARIQUON Portfolio Trend, Kepler Emerging Markets Rentenfonds, Meinl
India Growth.
Der Rückversicherungssaldo der Lebensversicherung (einschließlich Erhöhung der
Deckungsrückstellung) war im Jahr 2009 mit TEUR 667 (2008: TEUR 615) negativ .
Übertragung von Kapitalerträgen: In der Lebensversicherung wurden die
gesamten Erträge aus Kapitalanlagen (TEUR 24.960; 2008: TEUR 14.323) in die
technische Rechnung übertragen, da die Kapitalerträge in diesem Bereich einen
Bestandteil der technischen Kalkulationen bilden. In der Schaden- und Unfallversicherung wurden lediglich die Depotzinsenerträge für das indirekte Geschäft
(TEUR 17; 2008: TEUR 15) in die technische Rechnung übertragen.
Aufwandsposten für das
Gesamtunternehmen
In den Posten Aufwendungen für Versicherungsfälle, Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb, Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen, Aufwendungen für Kapitalanlagen und Sonstige nichtversicherungstechnische Aufwendungen sind enthalten:
Versicherung AG/Anhang
Gehälter und Löhne
Aufwendungen für Abfertigungen
Aufwendungen für Altersversorgung
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene
Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige
Abgaben und Pflichtbeiträge
Sonstige Sozialaufwendungen
2009
TEUR
25.911
1.468
2.629
9.712
1.243
40.963
2008
TEUR
25.059 1.903
3.341
8.946
1.184
40.433
Im direkten Versicherungsgeschäft fielen im Geschäftsjahr Provisionen in
Höhe von TEUR 31.851 (2008: TEUR 31.101) an.
Die für das Geschäftsjahr entfallenden Aufwendungen für den Abschlussprüfer werden gemäß § 237 Z 14 UGB im Konzernabschluss der Oberösterreichische Wechselseitige Versicherung Vermögensverwaltung angegeben.
4. Sonstige Angaben
Am 31. Dezember 2009 bestanden Beteiligungen im Ausmaß von wenigstens einem
Fünftel des Kapitals an folgenden Unternehmen:
letzter
Jahresabschluss
per
Höhe des
Anteils
am Kapital
anteiliges
offenes
Eigenkapital
Ergebnis
des letzten
Geschäftsjahres
31.12.2009
31.12.2009
31.12.2009
%
100
100
100
TEUR
2.071
205
18
TEUR
19
Verbundenes Unternehmen
OÖV-Holding Ges.m.b.H., Linz
VEC Versicherungs-Experten-Center
Gesellschaft m.b.H., Linz
M!Serv Marketing Services GmbH, Linz
196
73
Mit der VEC Versicherungs-Experten-Center Gesellschaft m.b.H. und der
M!Serv Marketing Services GmbH bestehen Ergebnisabführungsverträge. Beide
Unternehmen sind Gruppenmitglieder gemäß § 9 Abs 2 KStG der steuerlichen Unternehmensgruppe der Oberösterreichischen Versicherung AG als Gruppenträger.
Vorsitzender:
> Generaldirektor Dr. Wolfgang Weidl
Im Geschäftsjahr gehörten
folgende Personen dem
Vorstand an
Mitglieder:
> Martin Janovsky
> Mag. Othmar Nagl
Präsident:
> Generaldirektor Dkfm. Dr. Leopold Windtner
Vizepräsident:
> Generaldirektor-Stellvertreter i.R. Dr. Karl Wiesinger (bis 25.5.2009)
> Vizebürgermeisterin a.D. Friederike Mach (ab 25.5.2009)
Der Aufsichtsrat setzte sich im
Geschäftsjahr aus folgenden
Personen zusammen
77
78
Versicherung AG/Anhang
Sonstige gewählte Mitglieder
> Generaldirektor Kommerzialrat Ing. Helmuth Bumberger (bis 25.5.2009)
> Präsident Kommerzialrat Franz Dim
> Generaldirektor Mag. Alois Froschauer (ab 25.5.2009)
> Bürgermeister Franz Hochegger
> Bürgermeister Mag. Christian Jachs (ab 25.5.2009)
> Kommerzialrat Franz Kirchgatterer
> Vizebürgermeisterin a.D. Friederike Mach (bis 25.5.2009)
> Bürgermeister Gottfried Pauzenberger
> Direktor Ing. Mag. Friedrich Pernkopf
> Generaldirektor Kommerzialrat Dkfm. Mag. Dr. Ludwig Scharinger (bis 25.5.2009)
> Amtsrat Gottfried Schuh (bis 25.5.2009)
> Vorstandsdirektor Dr. Georg Starzer (ab 25.5.2009)
> Kammerpräsident Dr. Rudolf Trauner (ab 25.5.2009)
> Regionalgeschäftsführer-Stv. Harald Voglsam
Vom Betriebsrat
entsandte Mitglieder
> Betriebsratsvorsitzender Hans-Jörg Wurm
> 1. Betriebsratsvorsitzender-Stellvertreter Oberinspektor Walter Maureder
> 2. Betriebsratsvorsitzende-Stellvertreterin Dr. Andrea Kronsteiner
> Walter Gegenleithner
> Obersekretär Gerhard Klein
> Oberinspektor Maximilian Schatzl-Huemer
Mitarbeiter
Vollzeitäquivalente im Jahresdurchschnitt
Geschäftsaufbringung/Verkauf
Betrieb
2009
2008
392,11
394,49
306,21
290,87
698,32
685,36
Der Personalaufwand (exkl. Provisionen) für die Mitarbeiter in der Geschäftsaufbringung/Verkauf betrug TEUR 20.139 (2008: TEUR 20.051) und für die
Mitarbeiter im Betrieb TEUR 10.122 (2008: TEUR 9.293).
Von den Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen entfallen auf:
Vorstandsmitglieder und leitende Angestellte gem § 80 Abs. 1 AktG
Andere Arbeitnehmer
Pensionsaufwand für ehemalige Mitarbeiter
2009
TEUR
341
1.853
1.904
4.098
2008
TEUR
128
2.746
2.370
5.244
Den Mitgliedern des Vorstandes flossen im Jahr 2009 für ihre Tätigkeit Vergütungen in Höhe von TEUR 789 (2008: TEUR 628) zu. Die Gesamtbezüge der früheren
Mitglieder des Vorstandes betrugen im Jahr 2009 TEUR 713 (2008: TEUR 733).
Die Bezüge der Mitglieder des Aufsichtsrates für ihre Tätigkeit für die Gesellschaft beliefen sich im Jahr 2009 auf TEUR 90 (2008: TEUR 78); frühere Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten im Jahr 2009 keine Vergütungen.
Versicherung AG/Anhang
Im Ausland sind keine Vermögenswerte oder Kautionen aufgrund ausländischer Rechtsvorschriften oder im Auftrag ausländischer Behörden hinterlegt.
Es bestehen keine Rückversicherungsbeziehungen zu verbundenen Unternehmen.
Linz, am 26. März 2010
Der Vorstand
Dr. Wolfgang Weidl e.h.
Martin Janovsky e.h.
Liegenschaftsbesitz per 31. Dezember 2009
Linz, Figulystraße 3
Linz, Figulystraße 24
Linz, Gruberstraße 32
Linz, Hauptstraße 9
Linz, Hauptstraße 52
Linz, Honauerstraße 35
Linz, Honauerstraße 37
Linz, Krankenhausstraße 1
Linz, Landstraße 39
Linz, Lederergasse 38 a
Linz, Lederergasse 38 Linz, Schmidtorstraße 6
Linz, Spittelwiese 15
Linz, Blütenstraße 23 (1.959/1.000.000 Anteile)
Linz, Bockgasse 2 b (2.605/7.447 Anteile)
Linz, Melissenweg 5
Linz, Promenade 4 - 6 (9.074/10.000 Anteile)
Linz, Schallenbergerweg 1 (242/10.000 Anteile)
Braunau, Josef-Mohr-Straße 1 - 3
Graz, Grazbachgasse 26 (65/790 Anteile)
Grieskirchen, Oberer Stadtplatz 11
Kirchdorf, Rathausplatz 2 und Hauergasse 5
Leoben, Kärntnerstraße 289
Ried, Eberschwangerstraße 29, 29 a, 29 b, 33 und 35
Ried, Friedrich-Thurner-Straße 7
Ried, Hauptplatz 37/Kirchenplatz 1
Rohrbach, Stadtplatz 16 (414/10.000 Anteile)
Wels, Am Römerwall 1
Wels, Am Römerwall 3/5
Mag. Othmar Nagl e.h.
Bilanzwert
EUR
149.787,64
251.863,36
5.307.983,03
73.406,62
98.656,29
251.872,12
1.316.513,72
532.367,99
16.916,88
450.438,56
2.363.901,92
23.560,21
538.062,57
10.303,04
2.421.347,68
1.809.218,25
2.059.509,20
30.561,42
1.378.735,85
32.394,83
336.948,29
864.644,05
510.918,40
2.433.246,23
3.536.353,16
2.640.968,90
34.748,93
74.333,06
44.307,06
29.593.869,26 79
80
Versicherung AG/Versicherungsleistungen
Versicherungsleistungen
Abgegrenzte Versicherungsleistungen
Feuer-Versicherung in Mio. EUR
20,0
00
12,4
12,6
11,4
12,0
20,9
17,9
14,5
17,9
18,1
01
02
03
04
05
06
07
08
09
38,9
44,7
30,9
35,3
38,0
85,8
87,2
70,2
91,3
01
02
03
04
05
06
07
08
09
63,3
76,3
83,6
92,6
83,6
92,0
85,8
82,9
01
02
03
04
05
06
07
08
09
Sach-Sparten in Mio. EUR
70,5
00
HUK-Sparten in Mio. EUR
63,7
00
105,1
Lebens-Versicherung in Mio. EUR
22,4
00
23,5
27,1
35,8
24,8
27,0
25,9
28,3
34,6
56.7
01
02
03
04
05
06
07
08
09
Versicherung AG/Versicherungsleistungen
Versicherungsleistungen
Direktes Geschäft
Feuer
Haushalt
Sturm
Leitungswasser
Sonstige Sachsparten
Sachsparten
Kfz-Haftpflicht
Kfz-Kasko
Allg. Haftpflicht
Sonstige HK-Sparten
Unfall
HUK-Sparten
RV Schaden-Unfall
RV Leben
Rückversicherung
Leben
Insgesamt
TEUR
18.117
10.355
56.708
14.377
9.917
91.356
42.816
25.854
14.488
5.081
16.873
105.111
12.480
0
12.480
56.741
283.805 Daten in der S/U ab 2009 inkl. IWD-Geschäft.
Feuer
Leben
Sach
Haushalt
Sturm
Leitungswasser
Sonstige Sachsparten
Rückversicherung
RV Schaden-Unfall
RV Leben
HUK-Sparten
Unfall
Sonstige HK-Sparten
Allg. Haftpflicht
Kfz-Kasko
Kfz-Haftpflicht
Feuer
6,4%
Sach 32,2%
HUK 37,0%
RV
4,4%
Leben 20,0%
81
„Innovation
sorgt für
Überraschungen.“
K“
85
Konzern
Oberösterreichische
Wechselseitige Versicherung
Vermögensverwaltung/Konzern
Konzern
„Früchte der
Innovation und
Flexibilität.
Wir sind stolz auf
unsere Ernte.“
Vermögensverwaltung/Konzern-Lagebericht
Konzern-Lagebericht
für das Geschäftsjahr 2009
Der Unternehmensgegenstand der Oberösterreichische Wechselseitige Versicherung Vermögensverwaltung als Mutterunternehmen ist die Vermögensverwaltung,
insbesondere die Verwaltung der 85-%-igen Beteiligung an der operativen Tochter,
der Oberösterreichische Versicherung Aktiengesellschaft, die somit dem Vollkonsolidierungskreis angehört; deren Unternehmensgegenstand erstreckt sich wiederum
in der Hauptsache auf das direkte Versicherungsgeschäft in den von der Versicherungsaufsicht genehmigten Versicherungszweigen sowie auf die Rückversicherung
in sämtlichen Versicherungszweigen. Der Bericht des Vorstandes zur Lage dieser Unternehmen liegt ausführlich vor.
Ebenfalls dem Vollkonsolidierungskreis gehört die OÖV-Holding GmbH, und
zwar als 100-%-ige Tochter der Aktiengesellschaft an. Der Unternehmensgegenstand
dieser Gesellschaft umfasst hauptsächlich den Erwerb, Besitz und die Verwaltung
von Beteiligungen an anderen Unternehmen. Als deren 100-%-ige Tochter wird diehanauer24 Versicherungsvertriebs GmbH, ein Assekuradeur in Deutschland, ebenfalls im Konzernabschluss vollkonsolidiert. Die Umsatzerlöse der verwalteten Beteiligungen dieser Gesellschaft haben sich im Berichtszeitraum erwartungsgemäß
entwickelt. Dieses Unternehmen entfaltet keine Aktivitäten im Bereich Forschung
und Entwicklung und beschäftigt - wie die Oberösterreichische Wechselseitige Versicherung Vermögensverwaltung - keine Mitarbeiter.
Weiters gehören die M!Serv Marketing Services GmbH und die VEC Versicherungs-Experten-Center Gesellschaft m.b.H. als 100-%-ige Töchter der Aktiengesellschaft dem Vollkonsolidierungskreis an. Der Unternehmensgegenstand der VEC
umfasst hauptsächlich die Erstellung von Gutachten im Zusammenhang mit der
Feststellung von Schäden und deren Liquidierung für Versicherungsunternehmen,
jener der M!Serv umfasst hauptsächlich den Betrieb einer Werbe- und Handelsagentur zum überwiegenden Zweck der Förderung der Aktiengesellschaft. Beide Unternehmen entfalten keine Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung. Die VEC
beschäftigte im Geschäftsjahr 2009 durchschnittlich zwölf Mitarbeiter. Auch diese
Gesellschaften entwickeln sich erwartungsgemäß.
Die assoziierten Unternehmen sind zwei Leasinggesellschaften für Immobilien
und den Mobilien, die sich erwartungsgemäß entwickeln.
Berichtspflichtige Vorfälle nach dem Bilanzierungsschluss sind nicht eingetreten.
Linz, am 26. März 2010
Oberösterreichische Wechselseitige
Versicherung Vermögensverwaltung
Der Vorstand
Dr. Wolfgang Weidl e.h.
Martin Janovsky e.h.
Mag. Othmar Nagl e.h.
87
88
Vermögensverwaltung/Konzernbilanz
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2009
Aktiva
A. Immaterielle Vermögensgegenstände
Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände
B. Kapitalanlagen
I. Grundstücke und Bauten
II. Kapitalanlagen in Beteiligungen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen
2. Beteiligungen
3. Darlehen an Unternehmen, mit denen
ein Beteiligungsverhältnis besteht
III.Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
2. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
3. Hypothekenforderungen
4. Vorauszahlungen auf Polizzen
5. Sonstige Ausleihungen
6. Guthaben bei Kreditinstituten
7. Andere Kapitalanlagen
IV.Depotforderungen aus dem
übernommenen Rückversicherungsgeschäft
C. Kapitalanlagen der fondsgebundenen und der indexgebundenen Lebensversicherung
D. Forderungen
I. Forderungen aus dem direkten Versicherungsgeschäft
1. an Versicherungsnehmer
2. an Versicherungsvermittler
3. an Versicherungsunternehmen
II. Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft
III.Sonstige Forderungen
E. Anteilige Zinsen
F. Sonstige Vermögensgegenstände
I. Sachanlagen (ausgenommen Grundstücke und Bauten) und Vorräte
II. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestand
III.Andere Vermögensgegenstände
G.Rechnungsabgrenzungsposten
31.12.2009
EUR
881.354,42
29.593.869,26
1.097.273,98
15.641.423,58
15.225.516,01
705.982.924,76
210.868.698,65
16.949.899,01
53.455,01
23.057.818,88
9.286,49
42.742,28
31.12.2008
TEUR
862
1.370.024,15
246.595.289,87
7.825.367,55
739.564,59
1.618.623,48
38.062.354,70
2.354.669,98
4.291.063,91
3.410.255,08
17.875.113,32
28.110.859,97
1.570.854,31
1.373.228.303,24
1.024
30.346
819
17.169
15.539
609.385
237.392
14.876
60
34.031
18.076
26
194.548
7.715
723
2.201
8.901
5.913
5.531
3.157
29.590
24.941
1.304
1.264.130
Vermögensverwaltung/Konzernbilanz
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2009
Passiva
A. Eigenkapital
I. Kapitalrücklagen
Gebundene
II. Gewinnrücklagen
1. Sicherheitsrücklage
2. Freie Rücklagen
III.Ausgleichsposten für die Anteile konzernfremder Gesellschafter
B. Versicherungstechnische Rückstellungen im Eigenbehalt
I. Prämienüberträge
1. Gesamtrechnung
2. Anteil der Rückversicherer
II. Deckungsrückstellung
1. Gesamtrechnung
2. Anteil der Rückversicherer
III.Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
1. Gesamtrechnung
2. Anteil der Rückversicherer
IV. Rückstellung für erfolgsunabhängige Prämienrückerstattung
1. Gesamtrechnung
2. Anteil der Rückversicherer
V. Rückstellung für erfolgsabhängige Prämienrückerstattung bzw. Gewinnbeteiligung der Versicherungsnehmer
Gesamtrechnung
VI. Schwankungsrückstellung
VII.Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen
Gesamtrechnung
C. Versicherungstechnische Rückstellungen der fondsgebundenen
und der indexgebundenen Lebensversicherung
D. Nichtversicherungstechnische Rückstellungen
I. Rückstellungen für Abfertigungen
II. Rückstellungen für Pensionen
III.Steuerrückstellungen
IV.Sonstige Rückstellungen
E. Depotverbindlichkeiten aus dem abgegebenen Rückversicherungsgeschäft
F. Sonstige Verbindlichkeiten
I. Verbindlichkeiten aus dem direkten Versicherungsgeschäft
1. an Versicherungsnehmer
2. an Versicherungsvermittler
3. an Versicherungsunternehmen
II. Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft
III.Andere Verbindlichkeiten
G.Rechnungsabgrenzungsposten
31.12.2009
EUR
30.384.580,43
20.466.744,72
67.969.607,63
20.968.399,90
46.306.726,85
-6.348.980,69
534.795.367,94
-2.943.970,09
404.064.024,88
-163.617.619,15
1.000.000,00
-228.000,00
9.600.000,00
59.661.395,00
2.154.200,00
231.734.088,44
12.112.527,00
42.791.048,54
4.576.284,52
8.069.748,47
3.793.828,99
5.913.206,62
1.299.321,00
1.380.170,65
24.689.547,41
12.603.471,83
32.582,35
1.373.228.303,24
31.12.2008
TEUR
30.385
20.462
59.452
19.464
47.197
-6.760
517.995
-3.286
362.667
-156.452
950
-218
8.070
63.615
2.086
185.029
11.690
43.128
4.583
7.838
4.060
5.653
1.121
249
23.823
11.288
43
1.264.130
89
90
Vermögensverwaltung/Konzern Gewinn- und Verlustrechnung
Konzern Gewinn- und Verlustrechnung
für das Geschäftsjahr 2009
Schaden- und Unfallversicherung
Versicherungstechnische Rechnung
1.Abgegrenzte Prämien
a) Verrechnete Prämien
aa) Gesamtrechnung
ab) Abgegebene Rückversicherungsprämien
b) Veränderung durch Prämienabgrenzung
ba) Gesamtrechnung
bb) Anteil der Rückversicherer
2.Kapitalerträge des technischen Geschäfts
3.Sonstige versicherungstechnische Erträge
4.Aufwendungen für Versicherungsfälle
a) Zahlungen für Versicherungsfälle
aa) Gesamtrechnung
ab) Anteil der Rückversicherer
b) Veränderung der Rückstellung für noch nicht
abgewickelte Versicherungsfälle
ba) Gesamtrechnung
bb) Anteil der Rückversicherer
5.Erhöhung von versicherungstechnischen Rückstellungen
Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen
Gesamtrechnung
6.Verminderung von versicherungstechnischen Rückstellungen
Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen
Gesamtrechnung
7.Aufwendungen für die erfolgsunabhängige Prämienrückerstattung
a) Gesamtrechnung
b) Anteil der Rückversicherer
8.Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb
a) Aufwendungen für den Versicherungsabschluss
b) Sonstige Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb
c) Rückversicherungsprovisionen und Gewinnanteile aus
Rückversicherungsabgaben
9.Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen
10.Veränderung der Schwankungsrückstellung
11.Versicherungstechnisches Ergebnis
2009
EUR
274.894.346,92
-92.986.020,93
919.980,93
-240.991,98
16.995,52
1.093.795,39
-184.635.288,54
66.379.585,95
-40.884.781,33
21.959.939,50
-241.000,00
235.000,00
-999.387,26
10.000,00
-58.948.894,56
-13.372.237,37
18.630.067,74
-4.180.931,56
3.953.893,00
-8.395.928,58
2008
TEUR
270.737
-87.106
-938
-25
15
951
-178.232
63.105
-6.299
2.701
-286
555
-866
10
-58.614
-12.393
18.628
-4.526
3.818
11.233
Vermögensverwaltung/Konzern Gewinn- und Verlustrechnung
Konzern Gewinn- und Verlustrechnung
für das Geschäftsjahr 2009
Schaden- und Unfallversicherung
Nichversicherungstechnische Rechnung
1. Versicherungstechnisches Ergebnis
2. Erträge aus Kapitalanlagen und Zinsenerträge
a) Erträge aus Beteiligungen
b) Erträge aus assoziierten Unternehmen
c) Erträge aus Grundstücken und Bauten
d) Erträge aus sonstigen Kapitalanlagen
e) Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen
f) Sonstige Erträge aus Kapitalanlagen und Zinsenerträge
3. Aufwendungen für Kapitalanlagen und Zinsenaufwendungen
a) Aufwendungen für die Vermögensverwaltung
b) Abschreibungen von Kapitalanlagen
c) Aufwendungen aus assoziierten Unternehmen
d) Zinsenaufwendungen
e) Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen
f) Sonstige Aufwendungen für Kapitalanlagen
4. In die versicherungstechnische Rechnung übertragene Kapitalerträge
5. Sonstige nichtversicherungstechnische Erträge
6. Sonstige nichtversicherungstechnische Aufwendungen
7. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
2009
EUR
-8.395.928,58
293.349,06
277.908,91
2.243.966,72
22.012.447,72
82.898,46
579.912,15
-495.322,32
-5.214.224,92
0,00
-7.214,05
-738.346,16
-6.602,02
-16.995,52
359.881,01
-105.999,13
10.869.731,33
2008
TEUR
11.233
446
55
2.294
24.777
3.404
1.550
-539
-41.749
0
-20
-1.836
-130
-15
594
-36
28 91
92
Vermögensverwaltung/Konzern Gewinn- und Verlustrechnung
Konzern Gewinn- und Verlustrechnung
für das Geschäftsjahr 2009
Lebensversicherung
Versicherungstechnische Rechnung
1. Abgegrenzte Prämien
a) Verrechnete Prämien
aa) Gesamtrechnung
ab) Abgegebene Rückversicherungsprämien
b) Veränderung durch Prämienabgrenzung
ba) Gesamtrechnung
bb) Anteil der Rückversicherer
2. Kapitalerträge des technischen Geschäfts
3. Nicht realisierte Gewinne aus Kapitalanlagen gemäß Posten C. der Aktiva
4. Sonstige versicherungstechnische Erträge
5. Aufwendungen für Versicherungsfälle
a) Zahlungen für Versicherungsfälle
aa) Gesamtrechnung
ab) Anteil der Rückversicherer
b) Veränderung der Rückstellung für noch nicht
abgewickelte Versicherungsfälle
ba) Gesamtrechnung
bb) Anteil der Rückversicherer
6. Erhöhung von versicherungstechnischen Rückstellungen
Deckungsrückstellung
a) Gesamtrechnung
b) Anteil der Rückversicherer
7. Aufwendungen für die erfolgsabhängige Prämienrückerstattung
bzw. Gewinnbeteiligung der Versicherungsnehmer
Gesamtrechnung
8. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb
a) Aufwendungen für den Versicherungsabschluss
b) Sonstige Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb
c) Rückversicherungsprovisionen und Gewinnanteile aus
Rückversicherungsabgaben
9. Nicht realisierte Verluste aus Kapitalanlagen gemäß Posten C. der Aktiva
10. Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen
11. Versicherungstechnisches Ergebnis
2009
EUR
89.121.665,58
-1.553.119,21
124.773,31
4.580,77
24.960.030,64
45.133.024,52
1.634,33
-56.515.935,56
1.165.865,34
-224.828,84
72.154,66
-57.285.832,95
-342.410,81
-7.743.166,79
-8.319.734,52
-1.899.144,83
115.545,38
-24.526.194,43
-127.052,05
2.161.854,54
2008
TEUR
95.528
-1.504
-89
30
14.323
25.700
39
-34.418
1.534
-163
26
-40.226
-602
-607
-7.741
-1.898
47
-49.811
-158
11
Vermögensverwaltung/Konzern Gewinn- und Verlustrechnung
Konzern Gewinn- und Verlustrechnung
für das Geschäftsjahr 2009
Lebensversicherung
Nichtversicherungstechnische Rechnung
1. Versicherungstechnisches Ergebnis
2. Erträge aus Kapitalanlagen und Zinsenerträge
a) Erträge aus Beteiligungen
b) Erträge aus Grundstücken und Bauten
c) Erträge aus sonstigen Kapitalanlagen
d) Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen
e) Sonstige Erträge aus Kapitalanlagen und Zinsenerträge
3. Aufwendungen für Kapitalanlagen und Zinsenaufwendungen
a) Aufwendungen für die Vermögensverwaltung
b) Abschreibungen von Kapitalanlagen
c) Zinsenaufwendungen
d) Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen
e) Sonstige Aufwendungen für Kapitalanlagen
4. In die versicherungstechnische Rechnung übertragene Kapitalerträge
5. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
2009
EUR
2.161.854,54
96.000,00
287.850,43
33.986.691,46
89.201,97
813.717,64
-269.119,77
-9.989.928,06
-5.416,02
-48.872,09
-94,92
-24.960.030,64
2.161.854,54
2008
TEUR
11
96
254
23.614
5
2.879
-338
-8.014
-11
-3.694
-469
-14.323
11
Konzern Gewinn- und Verlustrechnung
für das Geschäftsjahr 2009
Gesamt
Nichtversicherungstechnische Rechnung
1. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
Schaden- und Unfallversicherung
Lebensversicherung
2. Steuern vom Einkommen
3. Konzern-Jahresüberschuss
4. Auf konzernfremde Gesellschafter entfallender Konzern-Jahresüberschuss
2009
EUR
10.869.731,33
2.161.854,54
13.031.585,87
-2.438.938,17
10.592.647,70
1.504.004,47
2008
TEUR
28
11
38
2.871
2.910
221
93
94
Vermögensverwaltung/Konzern Cash-Flow
Geldflussrechnung
Jahresüberschuss
Überleitung auf den Netto-Geldfluss aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
+/- Ab-(Zu)schreibungen Kapitalanlagen
+/- Ab-(Zu)schreibungen Kapitalanlagen der fonds
und indexgebundenen Lebensversicherung
+/- Verluste (-Gewinne) aus Abgang Kapitalanlagen
+/- Ab-/Zuschreibung von Beteiligungen an assoziierten Unternehmen
+/- Ab-(-Zu)nahme Depotforderungen
+/- Zu-(-Ab)nahme sonstige versicherungstechnische Rückstellungen - netto
+/- Zu-(-Ab)nahme der Schwankungsrückstellung
+/- Zu-(-Ab)nahme Rückstellungen der fonds- und
indexgebundenen Lebensversicherung
+/- Zu-(-Ab)nahme der Rückstellung für Gewinnbeteiligung
+/- Zu-(-Ab)nahme der Depotverbindlichkeiten aus RV-Abgabe
+/- Zu-(-Ab)nahme der Abfertigungsrückstellungen
+/- Zu-(-Ab)nahme der Pensionsrückstellungen
+/- Zu-(-Ab)nahme der Steuerrückstellungen
+/- Zu-(-Ab)nahme der sonstigen Rückstellungen
= operativer Cashflow +/- Ab-(-Zu)nahme Forderungen an Versicherungsnehmer
+/- Ab-(-Zu)nahme Forderungen an Versicherungsvermittler
+/- Ab-(-Zu)nahme Forderungen an Versicherungsunternehmen
+/- Ab-(-Zu)nahme Abrechungsforderungen aus dem
Rückversicherungs-Geschäft
+/- Ab-(-Zu)nahme Sonstige Forderungen
+/- Ab-(-Zu)nahme Andere Vermögensgegenstände
+/- Ab-(-Zu)nahme Anteilige Zinsen
+/- Ab-(-Zu)nahme Aktive Rechnungsabgrenzung
+/- Ab-(-Zu)nahme Sachanlagen, immaterielle Vermögens-
gegenstände und Vorräte
+/- Zu-(-Ab)nahme der Verbindl. an Versicherungsnehmer
+/- Zu-(-Ab)nahme der Verbindl. an Versicherungsvermittler
+/- Zu-(-Ab)nahme der Verbindlichkeiten an Versicherungsunternehmen
+/- Zu-(-Ab)nahme Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem
Rückversicherungs-Geschäft
+/- Zu-(-Ab)nahme der anderen Verbindlichkeiten
+/- Zu-(-Ab)nahme der Passiven Rechnungsabgrenzung
Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit
(Net Working Capital)
+ Einzahlungen aus Abgang von Kapitalanlagen
- Auszahlungen für Zugänge von Kapitalanlagen
- Auszahlungen für Zugänge von Kapitalanlagen der fonds- und
indexgebundenen Lebensversicherung
Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit
Ausschüttung der Dividende
Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit
Veränderung des Fonds liquider Mittel
2009
TEUR
10.593
15.204
2008 TEUR
2.909 49.762
-20.954
615
-278
-346
51.002
-3.954
24.371
2.121
-54
252
38.680
-3.818
46.705
1.530
-265
423
-337
-7
232
100.163
-110
-17
582
-29.161
3.558
-3.169
1.240
-267
12.824
-6.170
-546
115
445
2
-1.216 119.677 1.686
289
-1.262
-272
260
178
1.131
867
1.316
-10
76.289
81.773
-156.185
-31.093
-105.505
-566
-566
-29.782
1.725
4.989
-10.886
4.164
122
-183
2.970
-260
-65
1.262
-1.514
-51 122.663 578.551
-633.509
-45.514 -100.472 -1.438
-1.438 20.753 Vermögensverwaltung/Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk
Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk
Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der Oberösterreichische Wechselseitige Versicherung Vermögensverwaltung, Linz, für das Geschäftsjahr vom 1.
Jänner 2009 bis zum 31. Dezember 2009 unter Einbeziehung der Buchführung
geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. Dezember
2009, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzernkapitalflussrechnung
und die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das am 31. Dezember
2009 endende Geschäftsjahr sowie den Konzernanhang.
Bericht zum
Jahresabschluss
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in
Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung
des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund beabsichtigter
oder unbeabsichtigter Fehler; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter
Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.
Verantwortung der gesetzlichen
Vertreter für den Jahresabschluss
und die Buchführung
95
96
Vermögensverwaltung/Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk
Verantwortung des
Abschlussprüfers und Beschreibung
von Art und Umfang der
gesetzlichen Abschlussprüfung
Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem
Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und
Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und
durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden
können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.
Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen
zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen
Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im
pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner
Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es
auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme
dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des
Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben. Die
Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.
Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.
Vermögensverwaltung/Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer
Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues
Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2009, sowie
der Ertragslage des Konzerns und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2009 bis zum 31. Dezember 2009 in Übereinstimmung
mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.
Prüfungsurteil
Der Konzernlagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu
prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen
Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des
Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber
zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang
steht. Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit
dem Konzernabschluss.
Aussagen zum
Lagebericht
Wien, am 26. März 2010
KPMG Austria GmbH
Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
Mag. Thomas Smrekar
Wirtschaftsprüfer ppa Dr. Hans-Ulrich Brandes
Wirtschaftsprüfer
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns
bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Konzernabschluss samt Konzernlagebericht. Für abweichende Fassungen (z.B. Verkürzung oder Übersetzung in
eine andere Sprache) sind die Vorschriften des § 281 Abs. 2 UGB zu beachten.
97
98
Vermögensverwaltung/Anhang zum Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss 2009
der Oberösterreichische Wechselseitige
Versicherung Vermögensverwaltung, Linz
Gemäß § 80 VAG BGBl. 652/1994 ist erstmals für Geschäftsjahre, die nach dem
31.12.1994 beginnen, ein Konzernabschluss nach grundsätzlichen Vorschriften
des UGB (§ 244 ff mit Einschränkungen) aufzustellen.
Das größte und bedeutendste Unternehmen im Konzern ist die operative
Tochter, die Oberösterreichische Versicherung Aktiengesellschaft. Aus diesem
Grund werden im Konzernanhang nur ergänzende Angaben gemacht. Im Übrigen
wird auf den Anhang dieses Unternehmens verwiesen.
1. Konsolidierungskreis
Neben dem Mutterunternehmen, Oberösterreichische Wechselseitige Versicherung Vermögensverwaltung, wurden im Konzernabschluss die operative Tochter
Oberösterreichische Versicherung Aktiengesellschaft (85 % Beteiligung) und deren 100-%-ige Töchter, die M!Serv Marketing Services GmbH, die VEC Versicherungs-Experten-Center Gesellschaft m.b.H. und die OÖV-Holding Gesellschaft
mbH mit deren 100-%-iger Tochter diehanauer24 Versicherungsvertriebs GmbH,
vollkonsolidiert.
Nach der „Equity Methode“ wurden die assoziierten Unternehmen Oberösterreichische Kfz-Leasing Gesellschaft m.b.H., Wels (Anteil 42,5 %), IMMOBILIA und
MOBILIA GmbH, Linz (Anteil 42,5 %) erfasst.
2. Konsolidierungsgrundsätze
Grundlage für den Konzernabschluss waren bei den vollkonsolidierten Unternehmen die geprüften Jahresabschlüsse der Einzelgesellschaften zum 31. Dezember 2009. Die dem Konzernabschluss zugrunde gelegten Abschlüsse von in
den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, die nicht nach den §§ 268
ff UGB geprüft wurden, wurden gemäß § 269 Abs 2 UGB darauf geprüft, ob sie
den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung entsprechen und ob die für die
Übernahme in den Konzernabschluss maßgeblichen Vorschriften beachtet wurden. Die Einzelabschlüsse der assoziierten Unternehmen weisen abweichende
(zurückliegende) Stichtage auf.
Die Verrechnung gemäß § 254 Abs 1 UGB wird auf der Grundlage der Wertansätze zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile (VEC Versicherungs-Experten-Center
Gesellschaft m.b.H. im Geschäftsjahr 2002, M!Serv Marketing Services GmbH im
Geschäftsjahr 2006 und diehanauer Versicherungsservice GmbH im Geschäftsjahr 2007) bzw. der erstmaligen Einbeziehung der Tochterunternehmen in den
Konzernabschluss (alle übrigen), dem 1. Jänner 1995, durchgeführt.
Vermögensverwaltung/Anhang zum Konzernabschluss
Der Wertansatz der Beteiligungen und die Unterschiedsbeträge werden auf der
Grundlage der Wertansätze zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung der assoziierten Unternehmen in den Konzernabschluss, dem 1. Jänner 1995, ermittelt.
Für eine im Geschäftsjahr 1995 erworbene Beteiligung wurde der Anschaffungszeitpunkt für die Erstkonsolidierung herangezogen.
Die Kapitalkonsolidierung wurde nach der Buchwertmethode durchgeführt.
Es wurden die Anteile an einem Tochterunternehmen mit dem jeweiligen Eigenkapitalanteil der Tochtergesellschaft verrechnet. Bei den „equity-bewerteten“ Unternehmen wurde analog vorgegangen, nur wurde der zurückliegende Jahresabschluss als Zeitpunkt der Erstkonsolidierung gewählt.
Generell wurden zuordenbare aktive Unterschiedsbeträge stillen Reserven
zugeordnet oder als Firmenwert aktiviert und über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben, nicht zuordenbare aktive Unterschiedsbeträge wurden mit
Gewinnrücklagen verrechnet. Passive Unterschiedsbeträge werden, da sie Gewinnrücklagen entsprechen, mit diesen verrechnet.
Bei der Schuldenkonsolidierung wurden „Sonstige Forderungen“ und „Andere Verbindlichkeiten“ zwischen den konsolidierten Gesellschaften aufgerechnet.
Konzerninterne Erträge aus Leistungen zwischen den konsolidierten Unternehmen für den Zeitraum 1. Jänner bis 31. Dezember 2009 wurden ebenfalls aufgerechnet und ausgeschieden. Es betrifft dies die Posten „Erträge aus sonstigen
Kapitalanlagen“ und „Zinsenaufwendungen“. Weiters die Posten „Umsatzerlöse“ und „Aufwendungen für Versicherungsfälle“ sowie „Personalaufwand“, „Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen“, „Sonstige betriebliche Aufwendungen“ und „Sonstige Aufwendungen für
den Versicherungsbetrieb“.
Für eine Steuerlatenz gemäß § 258 UGB war nicht vorzusorgen.
3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen - soweit nicht
im Wege der Vollkonsolidierung eliminiert oder durch Anwendung der EquityMethode neu bewertet - werden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bewertet. Sind die Anschaffungskosten höher als der beizulegende Wert am Bilanzstichtag, so wird dieser Wert angesetzt.
4. Erläuterungen zu Posten der Bilanz
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen:
Stand am 1.1.2009
Ergebnisübernahmen
Stand am 31.12.2009
TEUR
819
278 1.097
99
100 Vermögensverwaltung/Anhang zum Konzernabschluss
Der Ausgleichsposten für Anteile konzernfremder Gesellschafter entwickelte sich
im Geschäftsjahr wie folgt:
Stand am 1.1.2009
Anteil am Konzernjahresüberschuss
Stand am 31.12.2009
Eigenmittelüberleitung:
Stand am 1. Jänner 2009
Erhöhung des Ausgleichspostens für
Anteile konzernfremder Gesellschafter
Anteile am Konzernjahresüberschuss
Konzernergebnis 2009
Ausgewiesener Jahresgewinn
Veränderung der Sicherheitsrücklage
Veränderung der freien Rücklagen
Konzernjahresüberschuss nach Erhöhung der Sicherheitsrücklage
Anteile fremder Gesellschafter am Konzernjahresüberschuss Ausschüttung 2009 an die Minderheitenaktionäre
Stand am 31. Dezember 2009
TEUR
19.464
1.504
20.968
TEUR
0
5
10.588
-1.504
TEUR 129.762
1.504
9.089
-566 139.789 Vermögensverwaltung/Anhang zum Konzernabschluss
5.Erläuterungen zu Posten
der Gewinn- und Verlustrechnung
Ausgehend von den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung der Oberösterreichischen Versicherung Aktiengesellschaft stellen sich die Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wie folgt dar:
Die Erträge aus Beteiligungen erhöhen sich um TEUR 9 (2008: TEUR 1), die
Erträge aus sonstigen Kapitalanlagen erhöhen sich um TEUR 71 (2008: TEUR 123),
die Aufwendungen für die Vermögensverwaltung um TEUR 35 (2008: TEUR 28), die
Zinsenaufwendungen reduzieren sich um TEUR 22 (2008: Erhöhung TEUR 11), die
sonstigen nichtversicherungstechnischen Aufwendungen erhöhen sich um TEUR
21 (2008: TEUR 21) und die Steuern vom Einkommen um TEUR 21 (2008: TEUR 22).
Die für das Geschäftsjahr entfallenden Aufwendungen für den Abschlussprüfer betragen TEUR 96. Dabei betragen die Aufwendungen für die Prüfung des
Jahresabschlusses TEUR 90 und die Aufwendungen für sonstige Leistungen TEUR 6.
6. Sonstige Angaben
Mit Ausnahme der Oberösterreichischen Versicherung Aktiengesellschaft, der VEC
Versicherungs-Experten-Center Gesellschaft m.b.H. und der diehanauer Versicherungsservice GmbH sind bei den vollkonsolidierten Unternehmen des Konzerns
keine Mitarbeiter beschäftigt.
Linz, am 26. März 2010
Oberösterreichische Wechselseitige
Versicherung Vermögensverwaltung
Der Vorstand
Dr. Wolfgang Weidl e.h.
Martin Janovsky e.h.
Mag. Othmar Nagl e.h.
101
„Innovation
verändert
sich täglich.“
I“
Impressum
105
Herausgeber: Oberösterreichische Versicherung AG
Gruberstraße 32, 4020 Linz, Telefon 057891-0
www.ooev.at, www.keinesorgen.at, email: office@ooev.at
Für den Inhalt verantwortlich: Dr. Helmut Rogl
Fotos: Getty Images, Inc., Florian Vierhauser, Linz
Konzept/Gestaltung: Projektagentur Weixelbaumer, Linz
Satz: M!Serv Marketing Services GmbH, Linz
Druck: Estermann GmbH, Aurolzmünster
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