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Innere Medizin: Wie kommt medizinische Forschung zum Me - DGIM

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Pressekonferenz der
Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM)
„Innere Medizin: Wie kommt medizinische Forschung zum Menschen?“
Termin: Donnerstag, 24. Januar 2008, 12.00 bis 13.00 Uhr
Ort: Geschäftsräume der DGIM, Oranienburger Straße 22, 10178 Berlin
Themen und Referenten:
•
Molekulare Bildgebung: Reif für die Diagnostik in der Inneren Medizin?
•
Bildgebung am Herzen: Auge in Auge mit dem Infarkt?
•
Von der Grundlagenforschung zur Therapie des individuellen Patienten:
Medizin nach „Schema F“ oder „Hightech“ in der Praxis?
•
Seltene Erkrankungen: Wo liegen die Probleme für die Forschung?
Professor Dr. med. Georg Ertl
Vorsitzender der DGIM 2007/2008 und des 114. Internistenkongresses; Direktor der
Medizinischen Klinik und Poliklinik I; Universität Würzburg
Professor Dr. med. Alfred Georg Hildebrandt
Berater des Vorstandes der Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen (ACHSE e.V.),
Bonn/Berlin
Professor Dr. med. Jeannette Schulz-Menger
HELIOS Klinikum Berlin-Buch, Franz-Volhard-Klinik, Charité, Universitätsmedizin Berlin,
Campus Buch
sowie:
Rechtsanwalt Maximilian G. Broglie
Leiter der Geschäftsstelle und Geschäftsführer der DGIM, Wiesbaden
Moderation: Anne-Katrin Döbler
Kontakt für Journalisten:
Pressestelle DGIM
Anne-Katrin Döbler/Anna Julia Voormann
Postfach 30 11 20
70451 Stuttgart
Tel.: 0711 8931–552
Fax: 0711 8931–167
E-Mail: voormann@medizinkommunikation.org
Pressekonferenz der
Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM)
„Innere Medizin: Wie kommt medizinische Forschung zum Menschen?“
Termin: Donnerstag, 24. Januar 2008, 12.00 bis 13.00 Uhr
Ort: Geschäftsräume der DGIM, Oranienburger Straße 22, 10178 Berlin
Inhalt:
Pressemeldung:
Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin
fordert bessere Versorgung für Menschen mit
seltenen Erkrankungen
Redemanuskripte:
Professor Dr. med. Georg Ertl
Professor Dr. med. Alfred Georg Hildebrandt
Professor Dr. med. Jeannette Schulz-Menger
Mitgliederstruktur der DGIM e.V. – Kuchendiagramm
Mitgliederentwicklung der DGIM e.V. - Balkendiagramm
Curriculum vitae der Referenten
Bestellformular für Fotos
Falls Sie das Material in digitaler Form wünschen, stellen wir Ihnen dieses gerne zur
Verfügung. Bitte kontaktieren Sie uns per E-Mail unter: spirgat@medizinkommunikation.org
Kontakt für Journalisten:
Pressestelle DGIM
Anne-Katrin Döbler/Anna Julia Voormann
Postfach 30 11 20
70451 Stuttgart
Tel.: 0711 8931–552
Fax: 0711 8931–167
E-Mail: voormann@medizinkommunikation.org
Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin fordert bessere
Versorgung für Menschen mit seltenen Erkrankungen
Berlin, 24. Januar 2008 – In Deutschland sind schätzungsweise vier Millionen
Menschen von einer so genannten seltenen Erkrankung (SE) betroffen. Dazu gehören
verschiedene Muskel- und Stoffwechselkrankheiten, bestimmte Formen der
Netzhautdegeneration, Kleinwuchs, Leberzellkrebs, Lungenhochdruck oder Epilepsie.
Viele SE verlaufen schwer, schmerzhaft, gehen einher mit Behinderungen und sind
lebensbedrohlich. Doch die Patienten sind noch immer unzureichend versorgt. Denn es
fehlt an systematischer Diagnostik, Therapien und wissenschaftlichen Erkenntnissen
aus der Forschung. Die betroffenen Angehörigen und Patienten können aber auch auf
die Möglichkeiten der eigenverantwortlichen Handlung, der Selbstorganisation und des
Anschlusses an bestehende Patientenorganisationen aufmerksam gemacht werden. Die
Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) diskutiert dies im Rahmen einer
Pressekonferenz am 24. Januar 2008 in Berlin.
Mehr als 5.000 Erkrankungen gelten als selten. Dies bedeutet laut EU-Definiton, dass
weniger als fünf von 10.000 Menschen davon betroffen sind. Bei vielen dieser „Orphan
Diseases“ liegt die Zahl der Patienten noch niedriger: An der Enzymmangelerkrankung
„Morbus Fabry“ zum Beispiel sind in der EU 1.200 Menschen erkrankt. Etwa 80 Prozent der
seltenen Krankheiten sind angeboren. Deshalb machen vor allem Kinder und Jugendliche
einen großen Teil der Patienten aus. Spezialisierte Ärzte gibt es nicht genug und das Problem
ist die Kenntnis dieser und die Überweisung zu ihnen. So fällt die richtige Diagnose oft zu
spät oder gar nicht. Therapien sind unsicher, sie basieren auf kleinen Fallzahlen. Vielfach
fehlt es an Leitlinien und Empfehlungen für eine angemessene Therapie.
„Die Probleme sind zum einen fachlicher Art – die Medizin weiß zu wenig über diese
Krankheiten“, sagt Professor Dr. med. Alfred Georg Hildebrandt, Berater des Vorstandes der
Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen (ACHSE e.V.) aus Bonn. Häufig fehle schon das
Grundverständnis einer Krankheit. Darüber hinaus mangele es an Ressourcen und das
wenige existierende Wissen sei schlecht vernetzt. „Insbesondere ist die translationale
Forschung im Bereich der seltenen Erkrankungen nicht stark genug“, so der ehrenamtlich
arbeitende Experte. Das heißt, es findet zu wenig Austausch zwischen Grundlagenforschung
und klinischen Fragestellungen statt. Darüber hinaus müsse die Pharmaindustrie sich stärker
dafür einsetzen, neue Medikamente für seltene Erkrankungen zu entwickeln.
Da es für viele SE keine geeigneten Arzneimittel gibt, greifen Ärzte und Patienten auf
Präparate zurück, die für andere Krankheitsbilder vorgesehen sind. Nicht selten lassen sich
durch diesen „Off-Lable-Use“ zwar Symptome lindern und die Lebensqualität verbessern.
Doch wissenschaftlich fundierte Untersuchungen liegen für diese Art des Gebrauchs
ebenfalls nicht vor. Dies birgt für Patienten wiederum nicht nur medizinische Risiken:
Hersteller haften für Arzneimittelschäden nur, wenn Patienten Medikamente
bestimmungsgemäß einnehmen.
„Vor allem das Fehlen eines nationalen Konzeptes verhindert, dass sich die Lebensqualität
der von seltenen Erkrankungen betroffenen Menschen verbessert“, sagt Professor
Hildebrandt. Dazu könne ein Nationalplan für seltene Erkrankungen beitragen. Die
Verantwortung hierfür liege in erster Linie bei der Politik. Im Rahmen der Pressekonferenz
der DGIM in Berlin diskutieren die Experten mögliche Lösungsansätze.
Kontakt für Journalisten:
Pressestelle DGIM
Anne-Katrin Döbler/Anna Julia Voormann
Postfach 30 11 20
70451 Stuttgart
Tel.: 0711 8931–552
Fax: 0711 8931–167
E-Mail: voormann@medizinkommunikation.org
Pressekonferenz der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM)
„Innere Medizin: Wie kommt medizinische Forschung zum Menschen?“
Donnerstag, 24. Januar 2008, 12.00 bis 13.00 Uhr, Geschäftsräume der DGIM, Berlin
Bildgebung in der Inneren Medizin
Ein Hauptthema auf dem Internistenkongress 2008 und im Schwerpunktheft der DMW
Professor Dr. med. Georg Ertl, 1. Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin
(DGIM) 2007/2008, Kongresspräsident des 114. Internistenkongresses, Direktor der Medizinischen
Klinik I, Klinikum der Julius-Maximilians-Universität, Würzburg
sowie:
Professor Dr. med. Jeannette Schulz-Menger, HELIOS Klinikum Berlin-Buch, Franz-Volhard-Klinik
Charité, Universitätsmedizin Berlin, Campus Buch, Abteilung Kardiale MRT
Mit der Inspektion, einer der Säulen der körperlichen Untersuchung, macht sich der erfahrene Internist
ein erstes Bild von seinem Patienten. Aus äußerlich sichtbaren körperlichen
Veränderungen schließt er auf Störungen der Funktion innerer Organe. Für Jahrhunderte musste es für
die Ärzte ein Traum bleiben, die internen Strukturen und Funktionen des Körpers auch ohne Sektion
zu untersuchen. Die Röntgendiagnostik hat an der Wende des vorletzten zum letzten Jahrhundert die
Möglichkeit einer In-vivo-Bildgebung innerer Organe erstmals geschaffen, wobei die funktionelle
Bildgebung mit der Angiographie, Sonographie, Computertomographie (CT) und den
nuklearmedizinischen und Magnetresonanzverfahren eine wesentliche Erweiterung erfahren hat.
Gleichzeitig mit der Entwicklung der Methoden stieg der Anspruch der Diagnostiker an deren
Leistung, insbesondere die Fähigkeit der räumlichen Auflösung bis zu histologischen und molekularen
Strukturen, der zeitlichen Auflösung auch von Schichtbildverfahren bis in den Millisekundenbereich
und der Gewebedifferenzierung.
Vom 21. Jahrhundert erwarten wir die Darstellung molekularer Strukturen und ihrer Funktion, sowie
ihrer Beteiligung an Funktionsstörungen und Krankheiten mit Gensonden für den In-vivo-Gebrauch,
intelligenten Kontrastmitteln, die Rezeptoren aufspüren und ihren Funktionszustand prüfen und
Pharmako- oder Gentherapeutika transportieren und ihre Wirkung sichtbar machen. Schon gelingt die
Darstellung von Genprodukten in lebenden Zellen und Modellorganismen. Funktionelle Bildgebung
hat längst über die klinische Medizin hinaus die Grundlagenforschung erobert, wo eine molekulare
Bildgebung die Funktionen einzelner Moleküle sichtbar machen kann.
Die bildgebende Diagnostik setzt Vertrautheit mit der Funktion und Pathophysiologie der Organe
voraus und, bei Anwendung der modernen Verfahren, weitreichende Kenntnisse in der Technologie
der angewandten Methoden. Hieraus ergeben sich spezielle Anforderungen an die Weiterbildung und
an die Arbeitsgänge bei der Akquisition und Interpretation der Bilder. Für den Internisten und seinen
Patienten ist es daher von zentraler Bedeutung, die diagnostischen Verfahren in ihrer Wertigkeit in
jedem Einzelfall einschätzen zu können und die Einschätzung im Verlauf der Erkrankung unter
Umständen auch neu zu bewerten.
Pressekonferenz der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM)
„Innere Medizin: Wie kommt medizinische Forschung zum Menschen?“
Donnerstag, 24. Januar 2008, 12.00 bis 13.00 Uhr, Geschäftsräume der DGIM, Berlin
Wir haben die „Bildgebung in der Inneren Medizin“ daher zu einem der Hauptthemen unseres
Kongresses 2008 gemacht. Internisten, Radiologen und Nuklearmediziner haben zusammen ein
Programm entworfen, das Überblick über die Wertigkeit modernster bildgebender Verfahren gibt, aber
auch kontroverse Themen aufgreift.
(Es gilt das gesprochene Wort!)
Berlin, Januar 2008
Pressekonferenz der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM)
„Innere Medizin: Wie kommt medizinische Forschung zum Menschen?“
Donnerstag, 24. Januar 2008, 12.00 bis 13.00 Uhr, Geschäftsräume der DGIM, Berlin
Von der Grundlagenforschung zur Therapie des individuellen Patienten:
Medizin nach „Schema F“ oder „Hightech“ in der Praxis?
Professor Dr. med. Georg Ertl, 1. Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin
(DGIM) 2007/2008, Kongresspräsident des 114. Internistenkongresses, Direktor der Medizinischen
Klinik I, Klinikum der Julius-Maximilians-Universität, Würzburg
Es besteht ein wachsendes Unbehagen in der Deutschen Gesellschaft gegenüber „Hightech“-Medizin
und „Hightech“-Wissenschaft. Dennoch wird eine medizinische Maximalversorgung für jeden
erwartet sowie ein rascher Fortschritt in der Grundlagenforschung und der klinischen Forschung.
Medizinische Grundlagenforschung hat sich in eine molekularbiologische und molekulargenetische
Wissenschaft entwickelt. Klinische Bedeutung und der Nutzen der Grundlagenforschung für den
Patienten werden einerseits akzeptiert, andererseits jedoch angezweifelt. Wissenschaftler weisen
darauf hin, dass die Kooperation zwischen Grundlagenforschung und klinischer Forschung den
raschesten medizinischen Fortschritt garantiert. Die achtziger und neunziger Jahre des letzten
Jahrhunderts gaben zahllose Beispiele von der Medikamentenentwicklung aus dem Labor in die
klinische Studie und zur wissenschaftlichen Leitlinie. Diese höchst effizienten Entwicklungen in der
Medizin mit messbarer Verbesserung von Diagnose und Therapie suggerieren allerdings eine
Übertragbarkeit von Standards auf den einzelnen Patienten, wie sie häufig nicht gegeben ist. Nicht nur
das Laborexperiment, auch das Patientenkollektiv einer klinischen Studie ist ein wissenschaftliches
Modell, das nur unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen gültig ist.
Auf dem kommenden Internistenkongress wollen wir nicht nur die neuesten experimentellen und
klinischen Forschungsergebnisse, sondern auch die möglichen Konsequenzen und Limitationen für die
Anwendung auf den individuellen Patienten diskutieren.
(Es gilt das gesprochene Wort!)
Berlin, Januar 2008
Pressekonferenz der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM)
„Innere Medizin: Wie kommt medizinische Forschung zum Menschen?“
Donnerstag, 24. Januar 2008, 12.00 bis 13.00 Uhr, Geschäftsräume der DGIM, Berlin
Seltene Erkrankungen: Wo liegen die Probleme für die Forschung?
Professor Dr. med. Alfred Georg Hildebrandt, Berater des Vorstandes der Allianz Chronischer Seltener
Erkrankungen (ACHSE e.V.), Bonn/Berlin
In Deutschland sind circa bis zu vier Millionen Menschen von unterschiedlichsten seltenen
Erkrankungen (SE) betroffen. Nach der in Europa gültigen Definition ist eine Erkrankung „selten“,
wenn sie weniger als fünf von 10.000 Menschen betrifft. Die meisten dieser Erkrankungen sind solche,
bei denen die Zahl der Betroffenen weit darunter liegt1.
Trotz aller Heterogenität haben die circa 5000 bis 7000 SE gemeinsame Charakteristika:
•
Circa 65 Prozent aller Erkrankungen haben schwere bis sehr schwere und degenerierende, oft
lebensbedrohliche Verlaufsformen mit eingeschränkter Lebensqualität, Schmerzen und
vergeblicher Hoffnung auf adäquate Therapie.
•
Die Patientenversorgung ist durch Defizite in Diagnostik und Therapie geprägt: Patienten
werden oft nicht adäquat versorgt, weil die korrekte Diagnose nicht oder zu spät gestellt wird.
Therapiemaßnahmen stützen sich häufig auf kleine dokumentierte Fallzahlen und die
Behandlungserfahrung weniger spezialisierter Ärzte. Systematische Studien liegen oft nicht vor
und es fehlt an evidenzbasierten Therapieempfehlungen.
•
Gemeinsam sind auch Herausforderungen und Probleme bei der Erforschung SE.
Die Herausforderung für die Forschung besteht besonders darin, sich mit den SE zu befassen, die bisher
weniger öffentliches Interesse und Aufmerksamkeit in Forschungsprogrammen gefunden haben, in der
Erforschung solcher Erkrankungen den Mehrwert für weniger SE und Volkskrankheiten zu erkennen,
und im gemeinsamen Bemühen von Patienten, Wissenschaftlern, Ärzten und der Öffentlichkeit um
Ergebnisse.
Die Probleme, die diese gemeinsame Aufgabe erschweren, sind zum einen fachlicher Art. Sie ergeben
sich ferner aus dem Mangel an Ressourcen und aus ungenügender Vernetzung von Einrichtungen,
Strukturen und Ideen. Die Problemlage verschärft sich durch ungenügende oder fehlende Schnittstellen
zwischen Selbsthilfeorganisationen und Ärzten sowie zwischen diesen, der Wissenschaft, den
Krankenkassen, den Behörden und der Politik.
1
Prevalence of rare diseases: A bibliographic survey July 2007 - Orphanet
Pressekonferenz der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM)
„Innere Medizin: Wie kommt medizinische Forschung zum Menschen?“
Donnerstag, 24. Januar 2008, 12.00 bis 13.00 Uhr, Geschäftsräume der DGIM, Berlin
Festzustellen sind häufig:
•
fehlendes Grundverständnis pathophysiologischer Vorgänge und Ursachenforschung,
•
fehlende Wahrnehmung der besonderen Situation der Betroffenen, ihrer Fragestellungen und
Interessen sowie des Stellenwertes von Patientenerfahrungen als Evidenzbeitrag,
•
ungenügende Auseinandersetzung mit der Problematik kleiner Patientenzahlen – ungenügende
Unterstützung translationaler Forschung (das heißt des Übergangs von Grundlagen- in klinische
Fragestellungen) – sowie das Fehlen ausreichender Mittel für Referenzzentren und -netze,
•
ungenügende Bereitschaft der Pharmaindustrie zur Entwicklung neuer Medikamente bei aller
Anerkennung ihrer Beiträge im Rahmen der Möglichkeiten der „Orphan Drug-Verordnung“2.
Die Aufmerksamkeit, die den seltenen Krankheiten in Deutschland wie auch in den meisten
EU-Mitgliedstaaten gewidmet wird, ist ein relativ junges Phänomen3. Lösungsansätze litten unter
Zersplitterung der Strategiedebatten in Diskussionen über einzelne SE anstelle einer Konzentration auf
Gemeinsamkeiten aller SE. Anerkennenswert sind sowohl die Bemühungen der EU um Koordination,
Strategie und Förderung als auch die des BMBF4 innerhalb nationaler Projekte und im „E-RareProgramm“5.
Entscheidende Hindernisse zur Anhebung der Versorgungsqualität bei SE bleiben aber das Fehlen eines
auf Rahmenbedingungen und Nachhaltigkeit angelegten Nationalen Konzeptes (wie es in Frankreich6
erstellte wurde), in dem auch die oben erwähnte Schnittstellenproblematik berücksichtigt wird.
Die Verantwortung liegt hier bei der Politik. Die ACHSE (Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen)
kann als nationale Dachorganisation von Selbsthilfeorganisationen Betroffener und deren Angehöriger
dazu beitragen, die gesetzlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen für einen nachhaltigen
Forschungsaufbruch im Bereich der seltenen Erkrankungen zu schaffen, der ohne ein Nationales
Kompetenzzentrum für SE nicht erreicht werden wird. Im Zusammenwirken von ACHSE und Ärzten
und mit der Unterstützung des BMG sind konzeptionelle Beiträge zur Verbesserung dieser Situation zu
entwickeln und zu erproben.
(Es gilt das gesprochene Wort!)
Berlin, Januar 2008
2
Verordnung (EG) Nr. 141/2000 des Europäischen Parlamentes und des Rates vom 16. Dezember 1999 über
Arzneimittel für seltene Leiden
3
http://ec.europa.eu/health/ph_threats/non_com/docs/raredis_comm_de.pdf
4
http://www.bmbf.de/foerderungen/11379.php
5
http://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/_media/Bekanntmachung_E-Rare_Call_englisch.pdf
6
http://www.sante.gouv.fr/htm/actu/maladie_rare/plan.pdf
Ärztin/Arzt in nicht leitender Position
Oberärztin/-arzt
Korporatives Mitglied
Chefärztin/-arzt
Arzt im Ruhestand
Ärztin/Arzt in nicht
leitender Position
5%
Keine Angabe
3,06%
Assistenzärztin/Assistenzarzt
Ärztin/Arzt in
leitender Position
15%
Chefärztin/-arzt
4,56%
Oberärztin/-arzt
9,11%
niedergelassene
Ärztin/Arzt
8%
Korporatives
Arzt im Ruhestand
Mitglied 0,15%
4,36%
Assistenzärztin/
Assistenzarzt
50%
Keine Angabe
niedergelassene Ärztin/Arzt
Ärztin/Arzt in leitender Position
Mitgliederstruktur der DGIM e. V. (Stand: 23.01.2008)
Pressekonferenz der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM)
„Innere Medizin: Wie kommt medizinische Forschung zum Menschen?“
Donnerstag, 24. Januar 2008, 12.00 bis 13.00 Uhr, Geschäftsräume der DGIM, Berlin
Mitgliederzahl gesamt
0
2.000
4.000
6.000
8.000
10.000
12.000
14.000
16.000
18.000
Mitgliederzahl gesamt
31.Dez.
2001
8.668
31.Dez.
2000
8.034
9.627
2002
31.Dez.
11.151
2003
31.Dez.
13.069
2004
31. Dez.
14.668
2005
31. Dez.
15.685
2006
31.Dez.
17.326
2007
31. Dez.
Mitgliederentwicklung der DGIM e.V. 2000 bis 2008
Pressekonferenz der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM)
„Innere Medizin: Wie kommt medizinische Forschung zum Menschen?“
Donnerstag, 24. Januar 2008, 12.00 bis 13.00 Uhr, Geschäftsräume der DGIM, Berlin
17.380
2008
23. Jan
Stichtag/Jahr
Pressekonferenz der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM)
„Innere Medizin: Wie kommt medizinische Forschung zum Menschen?“
Donnerstag, 24. Januar 2008, 12.00 bis 13.00 Uhr, Geschäftsräume der DGIM, Berlin
Curriculum vitae
Professor Dr. med. Georg Ertl
1. Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin
(DGIM) 2007/2008, Kongresspräsident des 114. Internistenkongresses, Direktor der Medizinischen Klinik I, Klinikum der
Julius-Maximilians-Universität, Würzburg
* 1950
Beruflicher Werdegang:
1968 – 1974
Studium der Humanmedizin in Mainz und Graz
1975
Approbation als Arzt und Promotion in Mainz (Hans-Jörg Just, Paul Schölmerich)
1975 – 1976
Stabsarzt bei der Deutschen Bundeswehr, Marinefliegergeschwader III, Nordholz
1977 – 1979
Wissenschaftlicher Assistent am Physiologischen Institut, Lehrstuhl I der
Universität Düsseldorf (Wilhelm Lochner)
1979 – 1980
Forschungsstipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft an der Harvard
Universität, Boston, USA (Eugene Braunwald)
Ab 1981
Ausbildung als Wissenschaftlicher Assistent an der Medizinischen Klinik der
Universität Würzburg (Kurt Kochsiek)
1986
Habilitation für das Fach Innere Medizin, Oberarzt und Leiter der Medizinischen
Intensivstation
1987
Anerkennung der Teilgebietsbezeichnung „Kardiologie“
1995–1998
Lehrstuhl für Kardiologie an der Fakultät für klinische Medizin Mannheim der
Universität Heidelberg und Direktor der II. Medizinischen Klinik am Klinikum
Mannheim
Seit 11.1.1999
Lehrstuhl für Innere Medizin und Direktor der Medizinischen Klinik, Universität
Würzburg
2001 – 2003
Deutsche Gesellschaft für Kardiologie: Vorsitzender der Programmkommission
2005 – 2007
Deutsche Gesellschaft für Kardiologie: Vorsitzender der Kommission für
klinische Kardiologie
2004 – 2006
Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Würzburg
Seit 2006
Mitglied des Aufsichtsrats des Universitätsklinikums
2007/2008
Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin
Mitgliedschaften und Auszeichnungen:
•
Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina
•
Franz-Loogen-Preisträger
Pressekonferenz der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM)
„Innere Medizin: Wie kommt medizinische Forschung zum Menschen?“
Donnerstag, 24. Januar 2008, 12.00 bis 13.00 Uhr, Geschäftsräume der DGIM, Berlin
Curriculum Vitae
Professor Dr. med. Alfred Georg Hildebrandt
Berater des Vorstandes der Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen
(ACHSE e.V.), Bonn/Berlin
* 1937
Letzte Dienststellung:
Beauftragter des Bundesministeriums für Gesundheit für europäische Zulassungsverfahren,
Kinderarzneimittel sowie Arzneimittel gegen seltene Erkrankungen
1.3.2002
Eintritt in den Ruhestand
Im Auftrag des BMGS Vorsitzender des Projektbeirates: Das SND in Aktion
Seit 2004
– Berater des Vorstandes der Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen (ACHSE)
– Vorsitzender des Projektbeirates: Anhebung der Versorgungsqualität bei seltenen
Erkrankungen durch kollektive Patientenselbsthilfe und patientenorientiertes
Schnittstellenmanagement
Wissenschaftliche Tätigkeiten und Leitungstätigkeiten:
•
Grundlagen- und angewandte Forschung zu Themen der biochemischen und klinischen
Pharmakologie sowie der Toxikologie
•
Arzneimittelregulation
•
Langjährige Erfahrung als Leiter von Universitäts- und Bundeseinrichtungen (Dekan und
Ärztlicher Leiter des Klinikums Steglitz (Benjamin Franklin), der Freien Universität Berlin,
des Max-von-Pettenkofer-Institutes und des Arzneimittelinstitutes des Bundesgesundheitsamtes sowie Leiter des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM))
Pressekonferenz der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM)
„Innere Medizin: Wie kommt medizinische Forschung zum Menschen?“
Donnerstag, 24. Januar 2008, 12.00 bis 13.00 Uhr, Geschäftsräume der DGIM, Berlin
Curriculum Vitae
Professor Dr. med. Jeannette Schulz-Menger
HELIOS Klinikum Berlin-Buch, Franz-Volhard-Klinik Charité,
Universitätsmedizin Berlin, Campus Buch, Abteilung Kardiale MRT
* 1962
Beruflicher Werdegang:
1982 -1988
Studium der Medizin an der Humboldt-Universität Berlin, Charité
Erhalt der Approbation als Arzt
Seit 1988
Klinische Ausbildung in der Akademie der Wissenschaften der DDR,
Klinikum Berlin Buch und Abteilungen der Charité
1991
Promotion: „Myokarduntersuchungen bei Patienten mit essentieller Hypertonie und
mit verschiedenen Formen der Kardiomyopathien mittels SPECT“
Seit 1996
Mitglied der AG Kardiale MR der Franz-Volhard-Klinik
2001
Facharzt für Innere Medizin
2004
Facharzt für Kardiologie
Seit 2003
Oberärztin der kardiologischen Klinik (Franz-Volhard-Klinik)
Seit 2001
Wissenschaftliche Leitung des UTC („University Trainings Courses Cardiac MR“)
Seit 2003
Erfüllen der Level III-Kriterien der „Society for Cardiovascular Magnetic
Resonance“
Seit 2004
Leiterin der Arbeitsgruppe Kardiale Magnetresonanztomographie
Seit 2006
Kommissarische Leiterin der „High-Field-Facility“ des Max-Delbrück-Zentrums
(ECRC) gemeinschaftlich mit Professor Koch (Physikalisch Technische
Bundesanstalt)
Seit 2006
Mitglied des Nukleus der Arbeitsgruppe Kardiovaskuläre
Magnetresonanztomographie der „European Society of Cardiology“
2007
Habilitation: „Die Kardiale Magnetresonanztomographie in der Diagnostik
myokardialer Erkrankungen“
2007
Erteilung des Rufes auf die Universitätsprofessur für Kardiologie mit Schwerpunkt
Kardiale Magnet-Resonanz-Tomographie an der Charité, Humboldt-Universität zu
Berlin
Seit 2008
Board-Member der “Society for Cardiovascular Magnetic Resonance”
Pressekonferenz der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM)
„Innere Medizin: Wie kommt medizinische Forschung zum Menschen?“
Donnerstag, 24. Januar 2008, 12.00 bis 13.00 Uhr, Geschäftsräume der DGIM, Berlin
•
Reviewer für mehr als 20 nationale und internationale Zeitschriften
•
Verantwortliche Teilnahme an internationalen multizentrischen Studien
Ausgewählte Publikationen:
•
Schulz-Menger J, Strohm O, Waigand J, Uhlich F, Dietz R and Friedrich MG.:
The value of magnetic resonance imaging of the left ventricular outflow tract in patients with
hypertrophic obstructive cardiomyopathy after septal artery embolization.
Circulation. 2000;101:1764-6.
•
Schulz-Menger J, Gross CM, Messroghli D, Uhlich F, Dietz R, and Friedrich MG.:
Cardiovascular magnetic resonance of acute myocardial infarction at a very early stage.
J Am Coll Cardiol. Aug 6 2003;42(3):513-518.
•
Abdel-Aty H, Boyé P , Zagrosek A, Wassmuth R, Kumar A, Messroghli DR, Bock P, Dietz R,
Friedrich MG and Schulz-Menger J.:
Diagnostic performance of cardiovascular magnetic resonance in patients with suspected
acute myocarditis: comparison of different approaches.
J Am Coll Cardiol. Jun 7 2005;45(11):1815-1822.
•
Schulz-Menger J, Wassmuth R, Abdel-Aty H, Siegel I, Franke A, Dietz R and Friedrich MG.
Patterns of myocardial inflammation and scarring in sarcoidosis as assessed by
cardiovascular magnetic resonance.
2006, Heart, 92 (3), 399-400
•
Schulz-Menger J, Abdel-Aty H, Busjahn A, Wassmuth R, Pilz B, Dietz R and Friedrich MG
Left Ventricular Outflow Tract Planimetry by Cardiovascular Magnetic Resonance
Differentiates Obstructive from Non-obstructive Hypertrophic Cardiomyopathy
Journal For Cardiovascular Magnetic Resonance, 2007
•
Utz W, Niendorf T, Wassmuth R, Dietz R, Schulz-Menger J.:
Contrast doserelation in first-pass myocardial MR perfusion imaging. J Nagn reson Imagin.
Jun 2007;25(6):1131-1135
•
Schulz-Menger J, Maisch B, Abdel-Aty et al.:
Integrated Biomarkers in Cardiomyopathies. Cardiovascular Magnetic resonance Imaging
Combined with Molecular and Immunologic Markers – a Stepwise Approach for Diagnosis
and Treatment. Herz. Sep 2007;32(6):458-472.
•
Messroghli DR, Greiser A, Fröhlich M, Dietz R, Schulz-Menger J.:
Optimization and Validation of a fully integrated pulse sequence for modified look-locker
inversion recovery (MOLLI) T1mapping of the heart. J Magn Reson Imaging. Sep 25
2007;26(4):1081-1086
Pressekonferenz der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM)
„Innere Medizin: Wie kommt medizinische Forschung zum Menschen?“
Donnerstag, 24. Januar 2008, 12.00 bis 13.00 Uhr, Geschäftsräume der DGIM, Berlin
Curriculum vitae
RA Maximilian G. Broglie
Leiter der Geschäftsstelle und Geschäftsführer der DGIM, Wiesbaden
* 1943
Beruflicher Werdegang:
1967 – 1972
Jurastudium und Studium der Betriebswirtschaftslehre
(Universität Marburg, Mannheim, Freiburg, Heidelberg
und Adelaide/Australien)
Seit 1976
Rechtsanwalt
1977 – 1980
Leiter der Personal- und Rechtsabteilung
Geschäftsführer (Esüdro eG)
1980 – 2004
Hauptgeschäftsführer des Berufsverbandes Deutscher Internisten e.V. (BDI)
Seit 2003
Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM)
Seit 2004
Geschäftsführer der Akademie für Fort- und Weiterbildung in der Inneren
Medizin
Weitere Tätigkeiten:
•
Gründungsmitherausgeber der Zeitschrift „Der Arzt und sein Recht“
•
Organisator der jährlichen „Medica juristica“ in Düsseldorf
•
Initiator und Ausrichter des 2-mal im Jahr stattfindenden Fortbildungstreffens des
„Wiesbadener Arbeitskreises für Arzt- und Vertragsarztrecht“
•
Mitherausgeber des in 17. Auflage erschienenen Gebührenhandbuchs
(Kommentar der Kassengebührenordnung und der GOÄ) im Verlag Medical Tribune
•
Mitorganisator des Deutschen Arzt-Recht-Tages
•
Mitorganisator der Deutschen Patienten-Rechtstage
•
Korrespondent für die Medical Tribune seit über 20 Jahren
•
Mitherausgeber und Autor des in 3. Auflage erschienenen Handbuchs „Arzthaftungsrecht“,
Verlag C. H. Beck
•
Herausgeber des „Rechts-Almanach-Medizin“, pmi Verlag
•
Herausgeber des Buches „Der Arzt als Arbeitgeber“, pmi Verlag
•
Herausgeber GOÄ-Gebührenverzeichnis für Ärzte, pmi Verlag
•
Herausgeber „Arzt Recht – Ein Leben in Urteilen“, pmi Verlag
•
Seniorpartner der Anwaltskanzlei Broglie, Schade & Partner GbR, Wiesbaden, Berlin und
München
Pressekonferenz der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM)
„Innere Medizin: Wie kommt medizinische Forschung zum Menschen?“
Donnerstag, 24. Januar 2008, 12.00 bis 13.00 Uhr, Geschäftsräume der DGIM, Berlin
Publikationen:
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Diverse juristische Fachveröffentlichungen
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Zahlreiche Vorträge und Publikationen zum Arzt- und Vertragsarztrecht u. a.
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Handbücher zum Arztrecht und Gebührenrecht
Auszeichnungen:
1995
Träger des Deutschen Arzt-Recht-Preises
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Pressekonferenz
„Innere Medizin: Wie kommt medizinische Forschung zum Menschen?“
Termin: Donnerstag, 24. Januar 2008, 12.00 bis 13.00 Uhr
Ort: Geschäftsräume der DGIM, Oranienburger Straße 22, 10178 Berlin
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Professor Dr. med. Georg Ertl
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Professor Dr. med. Alfred Georg Hildebrandt
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Professor Dr. med. Jeannette Schulz-Menger
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RA Maximilian G. Broglie
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Kontakt für Journalisten:
Pressestelle DGIM
Anne-Katrin Döbler/Anna Julia Voormann
Postfach 30 11 20
70451 Stuttgart
Tel.: 0711 8931–552
Fax: 0711 8931–167
E-Mail: voormann@medizinkommunikation.org
Bitte an 0711 8931–167 zurückfaxen.
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Seele and Geist
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