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gewusst wie - Förderungswerk St. Nikolaus Dürrlauingen

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sgebühr Arbeitslosengeld II
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ldung Überweisung Verträge ArbeitslosengeldKredit
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gsamt
Haftpflichtversicherung Bewerbung Krankheit Wasser Strom
Krankenka
Mieterschutzbund
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Kredit
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ndigung Veränderungsmitteilung Kontoführungsgebühr Nebeneinkom
Mietvertrag Arbeitslosengeld Ratenkauf Lastschrift Arbeitslosigkeit
Lastschrift Agentur für Arbeit Meldepflicht SIS Beratung Traumjob
Zulassung Stellensuche Bewerbungsunterlagen Arbeitslosenge
Wohngeld Sparen Kaution
Hotlines
Wohngeld Ratenkauf
Zeitschriftenabos
Geld Vorstellungsgespräch
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Vermögenswirksame Leistung Freizeit
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Haushaltsplan Lebensla
Meldepflicht
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ebühr
Zeitarbeit Arbeitsplatzsu
Geld
rtz IV Vorstellungsgespräch Beratung
Arbeitspapiere Krankenkass
eistung Handy Scheck Autokauf Lastschrift Kündigung Hotlines
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shaltsplan Zulassung Stellensuche Arbeitslosengeld Heizung Miete
Kaution Arbeitsplatz Verträge Arbeitslose
Nebenkosten Sparen
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Wohngeld Zeitschriftenabos Rentenversicherung Finanzamt Arb
Haftpf
Krankenversicherung Vermögenswirksame Leistung
piere Kündigungsschreiben Pflegeversicherung Krankheit
gewusst wie
inhalt
Siebte überarbeitete Auflage
Dürrlauingen 2008
Das vorliegende Heft „ GEWUSST WIE“ soll Dich durch unser gemeinsames Vorbereitungsseminar im letzten Halbjahr Deiner Ausbildung begleiten. Gemeinsam werden wir verschiedene
Themen und Probleme bearbeiten und besprechen, die auf jede/n selbstständige/n junge/n
ArbeitnehmerIn zukommen können. So werden wir zum Beispiel ausführlich darauf eingehen,
wie man einen Arbeitsplatz sucht, um Dir alle möglichen Wege aufzuzeigen, die zum Erfolg
führen. Aber auch Themen wie Wohnen und Freizeit sollen nicht zu kurz kommen.
Das Heft kann Dir auch nach Deiner Zeit im Förderungswerk St. Nikolaus hilfreich sein. Wenn
Du später den Arbeitsplatz wechselst, wenn Du einen Mietvertrag unterschreibst oder Dein
Auto anmelden möchtest. Angaben, in denen Dir „GEWUSST WIE“ noch helfen kann, findest Du
im Inhaltsverzeichnis.
Für den Endspurt vor Deiner Gesellenprüfung wünschen wir Dir Ausdauer, Fleiß und die nötige
Gelassenheit. Für die Prüfung selbst wünschen wir Dir viel Erfolg.
2
inhalt
arbeit
arbeitslosigkeit
Wie finde ich einen Arbeitsplatz?
6
Die schriftliche Bewerbung
9
Das Vorstellungsgespräch
13
Mein Arbeitsplatz
15
Arbeitspapiere
15
Probezeit
15
Krankheit
15
Arztbesuche
16
Arbeitskollegen und Vorgesetzte
16
Werkzeug und Material
16
Kündigung
16
Arbeitssuchendmeldung
17
Arbeitslosengeld
17
Arbeitlosengeld II und Sozialgeld
20
1-Euro-Jobs
20
Eingliederungsvereinbarung
20
Dauer der Hilfeleistung (ALG II oder Sozialgeld)
21
geld
Das Girokonto
21
Die Überweisung
21
Der Dauerauftrag
21
Die Lastschrift
21
Der Scheck
22
Der Kredit
Überziehungskredit
22
22
3
inhalt
geld
Sparen
23
Das Sparbuch
23
Sparverträge
23
Vermögenswirksame Leistungen (VWL)
23
Private Rentenversicherung / Riesterrente
23
Das Haushaltsgeld
Persönlicher Haushaltsplan
geschäfte am falschen Ort
23
24
Alles rund ums Telefon / Handy
25
Abos jeder Art
25
Gewinnspiele, Hotlines
26
Raubkopien
26
Wohnungssuche
26
Mietvertrag
28
wohnung
Was Du als Mieter beachten solltest
Kosten
28
28
Kaution
28
Mieter
29
Nebenkosten
29
Wohnungseinrichtung
29
Meldepflicht
30
Einwohnermeldeamt
31
Sozialamt
31
Wohngeld
31
Finanzamt
31
Versorgungsamt
32
behörden
4
inhalt
versicherungen
Die Sozialversicherungen
33
Krankenversicherung
33
Rentenversicherung
33
Arbeitslosenversicherung
34
Pflegeversicherung
34
Versicherungen in Deinem Privatleben
34
Privathaftpflichtversicherung
34
Kfz – Haftpflichtversicherung
34
Kaskoversicherungen
35
freizeit
Kontaktmöglichkeiten / Weiterbildung
36
Autokauf
37
Zulassung
38
Autoversicherung
38
Kosten
38
Beratungsstellen
39
Praxisgebühr
42
Reklamation
43
Nachfrage Arbeitslosengeld
44
Kündigung eines Vertrages
45
Widerruf einer Zeitschriftenbestellung
46
auto
beratung
gesundheit
schriftverkehr
5
arbeit
Stellensuche
I. Wie finde ich einen Arbeitsplatz?
a) Agentur für Arbeit
Ca. 4 Monate vor Deiner Abschlussprüfung bekommst Du im Entlasslehrlingsseminar Unterstützung beim Ausfüllen verschiedener Formulare der Agentur für Arbeit, die für Deine Vermittlungsplanung wichtig sind.
Damit gehst Du spätestens 3 Monate vor Deiner Prüfung zur Agentur für Arbeit bei Dir zuhause, um Dich arbeitssuchend zu melden. Dies ist wichtig, damit Du keine Rechtsansprüche
verlierst. Wichtig ist, dass Du Dich dort an die REHA- Abteilung wendest!
Häufig wirst Du vom Arbeitsvermittler Deiner Heimatagentur zu einem persönlichen Gespräch
eingeladen. Der Arbeitsvermittler kennt die Arbeitsmarktsituation und kann Dich darüber informieren. Da er Kontakte mit den Arbeitgebern pflegt, kann er Dir eventuell eine geeignete
Stelle vermitteln.
D
en Traumjob gibt es nicht!
Es ist besser, einen Arbeitsplatz zu finden, der mit „Unannehmlichkeiten“
verbunden ist (z.B. ___________________________), als arbeitslos zu sein!
Weiß der Arbeitsvermittler eine freie Stelle, bietet er sie Dir an, und Du musst dich dann
sofort dort bewerben und vorstellen (wird Dir auch als Stellenangebot mit der Post zugeschickt).
Manchmal erhältst Du einen Vermittlungsgutschein, mit dem Du zu einem Privaten Arbeitsvermittler (Personalserviceagentur PSA) gehen kannst.
Bei Arbeitssuchenden, die sich mit der Stellensuche besonders schwer tun, schaltet die Agentur für Arbeit den Integrationsfachdienst (ifd) ein, der die Möglichkeit hat, Dir intensiv zur
Seite zu stehen.
Die Agentur für Arbeit kann einem Arbeitgeber auch ermöglichen, direkt zu Dir Kontakt aufzunehmen, wenn Deine Fähigkeiten mit seinem Stellenangebot übereinstimmen.
B
leibe ständig mit Deinem Arbeitsvermittler in Kontakt und berichte ihm
auch von Deinen eigenen Bewerbungsaktivitäten.
b) Eigene Aktivitäten
Da es keine Meldepflicht der Arbeitgeber für offene Stellen gibt, wissen die Arbeitsvermittler
der Agenturen für Arbeit nicht alle offenen Stellen. Deshalb solltest Du auf eigene Faust nach
einem Arbeitsplatz suchen.
6
arbeit
♦ Internet
– Eine gute Internet-Adresse für Arbeitssuchende ist das Portal www.meinestadt.de.
Hier musst Du Deinen gewünschten Arbeitsort eingeben und aus der Branchenliste
die gewünschte Tätigkeit auswählen.
– Die Jobbörse der Agentur für Arbeit ist über www.arbeitsagentur.de erreichbar.
– Die in überregionalen Zeitungen veröffentlichten Stellenanzeigen kannst Du ebenfalls
übers Internet abrufen (z.B. www.augsburger-allgemeine.de).
– Weitere wichtige Internet-Adressen: www.______________________.de oder
www.___________________________.de.
♦ Jobbörse
- In den Agenturen für Arbeit gibt es den Stelleninformationsservice SiS mit Computern, an
denen Du selbst nach offenen Stellen suchen kannst. Findest Du eine passende Stelle im
Computer, so kannst Du sie Dir ausdrucken lassen. Von der Agentur für Arbeit aus kannst Du
bei der Firma anrufen und einen Termin vereinbaren.
N
imm Dir Zeit für die Suche nach offenen Stellen und suche auch in
berufsähnlichen Bereichen. Die Suche im SIS ersetzt nicht die regelmäßigen
Besuche bei Deinem Arbeitsvermittler!
♦ Zeitungsanzeigen
- Über die Stellenanzeigen in der Tageszeitung kann man ebenfalls einen
Arbeitsplatz finden. Viele Firmen schreiben ihre offenen Stellen in der
Zeitung aus. Lies also regelmäßig den Anzeigenteil Deiner Tageszeitung
(v.a. am Mittwoch und Samstag).
L
ies die Zeitung gleich früh am Morgen! Wer zuerst kommt,
mahlt zuerst!
Suche auch in überregionalen Zeitungen (z.B. ___________________), und den
Internetportalen der Zeitungen, sie haben meist ein großes Angebot an Stellen.
Bewerben auf eine Anzeige ...
... mit Chiffre-Nummer
Dein Bewerbungsschreiben geht zuerst an die Zeitung. Diese leitet es ungeöffnet an die Firma
weiter. Adressiere Deine Bewerbung also an die Zeitung, in der die Anzeige stand und vergiss
nicht, die Chiffre-Nummer anzugeben.
... mit Anschrift
Richte Deine Bewerbung an die angegebene Adresse.
... mit Telefonnummer
Wenn nur eine Telefonnummer angegeben ist, dann rufe an und erkundige Dich nach der angebotenen Stelle.
7
arbeit
E
in so wichtiges Telefongespräch erfordert eine gute Vorbereitung! Lege Dir
vor Deinem Anruf die Anzeige, Deinen Lebenslauf, Zettel und Stift bereit
und überlege Dir, was Du sagen willst. Notiere Dir zudem den Namen Deines
Gesprächspartners.
So könnte das Telefongespräch beginnen: „ Guten Tag, mein Name ist ___________________,
ich bin von Beruf ____________________ und rufe wegen Ihrer Stellenanzeige in der ______
_______________ Zeitung an.“
Wichtige Fragen:
– “Kann ich meine Bewerbungsunterlagen an Sie schicken?”
– “Kann ich zu einem Vorstellungsgespräch vorbei kommen?”
– “Können Sie mir Ihre Anschrift geben?”
... die unseriös ist
Sei vorsichtig bei Stellenanzeigen, die einen hohen Verdienst oder Unabhängigkeit versprechen! Beispiele: “Junger unabhängiger Mann zum Mitreisen gesucht” (= Zeitschriftenwerber)
oder “EUR 3.000 bei nur 40 Stunden Arbeitsaufwand”
♦ Zeitarbeit
- Viele Arbeitsstellen in großen Firmen werden nur über Zeitarbeitsfirmen (z.B. randstad,
Manpower, US Personal-Service) besetzt. Hier wirst Du für eine bestimmte Zeit an eine
Firma ausgeliehen und hast die Möglichkeit, Berufserfahrung zu sammeln.
Gute Zeitarbeitsfirmen bieten Dir
– einen unbefristeten schriftlichen Arbeitsvertrag
– korrekte Bezahlung
– geregelte Arbeitszeiten und Urlaubsansprüche
– Sozialleistungen (z.B. Weihnachtsgeld)
♦ "Gelbe Seiten"
- Die Telekom gibt ein Branchenbuch (= Gelbe Seiten) heraus, in dem alle Betriebe alphabetisch nach Berufszweigen geordnet sind. Hier findest Du Adressen und Telefonnummern von
Firmen in Deiner Gegend.
Wenn Du Dich in einer anderen Region bewerben willst, kannst Du im Internet unter
www.teleauskunft.de das dortige Branchenbuch aufrufen.
Rufe an und frage, ob eine Arbeitsstelle frei ist.
A
uch hier ist es wichtig, dass Du Dich auf das Gespräch vorbereitest. Lege Dir
Zettel und Stift bereit, um das Wichtigste mitschreiben zu können (Name
des Gesprächspartners, vereinbarter Vorstellungstermin...).
Das Gespräch könnte so beginnen: "Guten Tag, mein Name ist_________________. Ich suche
eine Arbeitsstelle als ______________ und möchte fragen, ob Sie in Ihrem Betrieb eine freie
Stelle haben...".
8
arbeit
♦ Sich umhören, Beziehungen nutzen
In Deinem Freundes- oder Bekanntenkreis kann es Leute geben, die möglicherweise einen
Arbeitsplatz für Dich wissen. Fragen kostet nichts! Die meisten Stellen werden heute über
"Beziehungen" vermittelt.
N
utze jede Möglichkeit, um an Informationen über freie Stellen zu kommen.
Je mehr Du unternimmst, desto größer ist die Chance, einen geeigneten
Arbeitsplatz zu bekommen.
B
ewirb Dich bei mehreren Firmen gleichzeitig. Dadurch hast Du gleich
mehrere "Eisen im Feuer". Wenn es bei einer Firma mit der Stelle klappt, so
sage den anderen rechtzeitig ab.
II. Die schriftliche Bewerbung
Die schriftliche Bewerbung ist meist der erste Kontakt mit der Firma.
Du machst mit dem Bewerbungsschreiben
Werbung für Deine Person!
Da der Arbeitgeber meist viele Bewerbungen erhält, ist es wichtig, dass Du einen guten Eindruck machst.
Deine Bewerbung muss äußerlich ansprechend und vollständig sein, damit der Arbeitgeber
Dich zu einem Vorstellungsgespräch einlädt. Oft sind es Kleinigkeiten, die entscheidend sind!
L
eistungen müssen ins rechte Licht gerückt werden. Sei aber nicht
überheblich! Bleib auf dem Teppich und übertreibe nicht.
Für eine vollständige Bewerbung brauchst Du:
– Deckblatt
– Bewerbungsschreiben
– Lebenslauf
– Lichtbild
– Kopien der letzten Zeugnisse (Zwischenprüfung, Gesellenbrief...)
– Praktikumsbeurteilungen
– Arbeitszeugnisse
Alle Unterlagen sollten:
– das Format DIN A 4 haben
– auf unliniertem weißen Papier geschrieben sein
– keine „Eselsohren“, Flecken, Risse haben
– eine saubere Aufmachung, keine Radierstellen, keine
Durchstreichungen, keine Schnörkel haben
Auf den folgenden Seiten findest Du Beispiele für die Gestaltung Deiner Bewerbungsunterlagen.
9
arbeit
a) Deckblatt
So sieht ein gutes Deckblatt aus:
Bewerbung als Landschaftsgärtner
Fotos von Passbildautomaten sind von schlechter Qualität und somit unvorteilhaft. Gehe lieber zum Fotografen, auch wenn es etwas teurer ist.
Den Arbeitgeber interessiert nicht, wie Du als Kind ausgesehen hast. Schicke also ein Bild, das
nicht älter als 6 Monate ist.
10
arbeit
b) Bewerbungsschreiben
Das Bewerbungsschreiben ist ein Geschäftsbrief mit einer vorgeschriebenen äußeren Form. Einige Anhaltspunkte (Rand, Leerzeichen, Absatz, Adresse etc.) solltest Du unbedingt beachten.
Hans Mustermann
Krumbach, 02.06.2009
Akazienweg 11
86381 Krumbach
•
•
•
•
Landschaftsbau
Schmid & Co.
Bahnhofstr. 33
89312 Günzburg
•
•
•
Bewerbung als Landschaftsgärtner
•
•
Sehr geehrte Damen und Herren,
•
mit großem Interesse habe ich in der Augsburger Allgemeinen vom 28.05.2006 gelesen,
dass Sie einen Landschaftsgärtner suchen.
•
Im Februar 2006 beendete ich meine Ausbildung zum Werker im Gartenbau, Fachrichtung Landschaftsbau, im Berufsbildungswerk Dürrlauingen. Während meiner Ausbildung
habe ich mir besonders im Bereich ................... gute Kenntnisse angeeignet und mit
................-Maschinen gearbeitet.
•
In Ihrem Betrieb hätte ich die Möglichkeit, meine bisherigen Kenntnisse anzuwenden und
zu erweitern. Ich bin körperlich gut belastbar, pünktlich, zuverlässig und arbeite gerne im
Team.
•
Es würde mich freuen, wenn ich zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch vorbeikommen dürfte.
•
•
Mit freundlichen Grüßen
•
•
•
(Unterschrift)
•
•
•
Anlagen:
Lebenslauf
Kopie des Gesellenbriefes
Kopie des Arbeitszeugnisses
Praktikumsbeurteilungen
11
arbeit
c) Der Lebenslauf
So sieht ein richtig geschriebener tabellarischer Lebenslauf aus:
LEBENSLAUF
Name:
Mustermann Hans
Geburtstag:
06.10.1988
Geburtsort:
München
Adresse:
89350 Dürrlauingen
St.-Nikolaus-Str. 6
Tel. 08222 / 998-0
Bekenntnis:
römisch-katholisch
Eltern:
Johann Mustermann
Gerda Mustermann, geb. Beispiel
Schulausbildung:
Sept. 1995 – Dez. 1997
Dez. 1997 – Juli 2004
Sept. 2004 – Feb. 2009
Grundschule Freilassing
Förderschule Freilassing
Berufsschule zur sonderpäd. Förderung
Dürrlauingen
Berufsausbildung:
Sept. 2004 – Feb. 2006
Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme
Berufsbildungswerk Dürrlauingen
Ausbildung als Fachwerker im Gartenbau,
Fachrichtung Landschaftsbau,
im Berufsbildungswerk Dürrlauingen
Feb. 2006 – Feb. 2009
Sonstiges:
Führerschein Kl. B
Dürrlauingen, 02.06.2009
D
eine Angaben müssen exakt mit Deinen Unterlagen übereinstimmen.
Der Lebenslauf muss vollständig, wahr und übersichtlich sein.
Der Lebenslauf muss die gleiche Schriftform wie das Bewerbungsschreiben haben.
Auch auf den Lebenslauf gehören Ort, Datum und Unterschrift.
Wenn Du Deine Ausbildung beendest, bekommst Du vom BBW einen vorgeschriebenen Lebenslauf mit. Bewahre ihn gut auf und ergänze ihn im Laufe der Jahre (z.B. Arbeitsstellen, Wehrdienst....).
12
arbeit
d) Zeugnisse
Schicke von Deinen Zeugnissen stets nur Kopien. Das Original ist ein Dokument und bleibt
immer bei Dir!
Folgende Zeugnisse sind wichtig:
– Abschlusszeugnis der Schule
– Abschluss- oder Zwischenzeugnis der Berufsschule
– Gesellenbrief
– Praktikumsbeurteilungen
Hattest Du bereits eine Arbeitsstelle, gehört zu Deinen Bewerbungsunterlagen auch das Arbeitszeugnis Deines letzten Arbeitgebers.
e) Checkliste
Alles fertig? Ein letzter Check!
Hast Du alle Bewerbungsunterlagen in der richtigen Reihenfolge
zusammengestellt?
1. Deckblatt
2. Bewerbungsschreiben
3. Lebenslauf mit Lichtbild
4. Zeugniskopien
Die letzen Schritte:
– Hefte die Unterlagen in eine Bewerbungsmappe und stecke das
Ganze in einen Umschlag DIN A 4.
– Adressiere den Umschlag deutlich und vergiss nicht, Deinen
Absender oben links anzubringen.
– Frankiere Deinen Umschlag ausreichend, damit der Empfänger
kein Strafporto zahlen muss.
III. Das Vorstellungsgespräch
Das Vorstellungsgespräch ist Dein erster persönlicher Kontakt mit dem Arbeitgeber.
Der erste Eindruck ist oft entscheidend!
Körperhaltung, Gesichtsausdruck, Kleidung, Frisur, Schmuck
und vieles mehr sind Zeichen für Deine Persönlichkeit und
Deinen Lebensstil.
A
chte vor bzw. während dem Vorstellungsgespräch
auf:
– gepflegte Kleidung und ein gepflegtes Äußeres (Haare, Schuhe, Fingernägel ...)
13
arbeit
– Pünktlichkeit (auf keinen Fall zu spät kommen, rechne Zeit für einen Stau oder Verspätung
mit ein).
– Rauchen oder Alkohol (eine „Fahne“ macht einen schlechten Eindruck).
– Kaugummi kauen (ist unhöflich).
– die Fragen des Gesprächspartners (höre gut zu und gehe auf die gestellten Fragen ein).
– Informationen über die Firma (erkundige dich vorher, welche Produkte hergestellt werden,
welche Berufszweige beschäftigt sind).
– Bereite Dich auf Fragen über schlechte Noten, Arbeitsplatzwechsel .... vor
So kannst Du Dich vorstellen:
„Guten Tag, mein Name ist _____________________. Ich wurde von Ihnen für heute zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen“.
Zum Vorstellungsgespräch solltest Du mitbringen:
– das Einladungsschreiben
– Deine Bewerbungsunterlagen, sofern sie der Betrieb noch nicht hat
– die Originale von Gesellenbrief und Abschlusszeugnis
– Deinen Personalausweis
– Notizblock und Kugelschreiber
Auf folgende Fragen solltest Du gut vorbereitet sein:
– Frage zur Anreise
– Was ist ein BBW?
– Fragen nach Deinem Beruf
– Was kannst Du besonders gut? evtl. schlecht?
– Fragen nach Deiner Lehrzeit
– Fragen zur Bewerbung
– Fragen zum Lehrbetrieb
– Vorstellung von Gehalt und Urlaub
– Bundeswehr
– Wo möchtest Du beruflich in drei Jahren stehen?
____________________________________________________________________________
____________________________________________________________________________
____________________________________________________________________________
____________________________________________________________________________
____________________________________________________________________________
Was möchtest Du wissen?
Sicherlich interessiert Dich auch einiges über Deine neue Firma. Mit Deinen Fragen zeigst Du
Interesse an der Firma. Überlege Dir vorher schon Fragen, z.B.
Wo kann ich eingesetzt werden?
_____________________________________________________________________________
____________________________________________________________________________
_______________________________________________________________________________
______________________________________________________________________________
____________________________________________________________________________
14
arbeit
Wenn das Vorstellungsgespräch erfolgreich war, gibt Dir der Arbeitgeber einen Arbeitsvertrag.
Dieser sollte schriftlich sein. Der Arbeitsvertrag regelt:
– Lohn
– Arbeitszeit
– Urlaubszeiten
– Sozialleistungen
– Probezeit
– Kündigungszeiten
Lies den Arbeitsvertrag gut durch und frage lieber nach, wenn Du etwas nicht verstehst.
Mein Arbeitsplatz
Auf was Du achten solltest, wenn Du einen Arbeitsplatz hast:
Arbeitsweg:
Damit Du weißt, wie viel Zeit Du zur Arbeitsstelle brauchst, fahre den Weg vor Deinem ersten
Arbeitstag ab.
Arbeitspapiere:
– Deine Lohnsteuerkarte bekommst Du mit den Entlassungspapieren vom BBW.
– Der Rentenversicherungsausweis ist ebenfalls bei Deinen Entlassungspapieren dabei.
Probezeit:
Im Arbeitsvertrag ist festgelegt, wie lange Deine Probezeit dauert. In dieser Zeit musst Du
Dich besonders anstrengen. Nach Ablauf der Probezeit entscheidet sich der Betrieb, ob er Dich
übernimmt.
Pünktlichkeit:
Komme stets pünktlich zur Arbeit (mind. 5 Minuten vor Arbeitsbeginn).
Ständige Unpünktlichkeit ist ein Kündigungsgrund!!!
Krankheit:
Wenn Du krank bist, musst Du sofort Deinen Arbeitgeber informieren!
Wenn Du selber nicht dazu in der Lage bist, bitte jemanden darum. Am
ersten Tag musst Du die Krankmeldung (Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung) vom Arzt an Deinen Arbeitgeber übersenden. Wer diese Fristen
nicht einhält oder Krankmeldungen fälscht, dem kann fristlos gekündigt
werden!!! Die Fälschung einer Krankmeldung ist außerdem strafbar (Urkundenfälschung).
V
erwechsle nicht Arbeitsunlust mit Krankheit.
Auch ein „blauer Montag“ kann zur Kündigung führen!!!
15
arbeit
Arztbesuche:
Lege die Termine für Arztbesuche und Behandlungen in die Freizeit. Andernfalls musst Du bei
Deinem Vorgesetzten eine Befreiung beantragen. Eventuell musst Du diese Zeit dann aber
nacharbeiten.
Arbeitskollegen und Vorgesetzte:
Bemühe Dich immer um ein gutes Verhältnis zu Deinen Kollegen und Vorgesetzten, dann helfen sie Dir gerne weiter. Sie kennen sich im Betrieb besser aus als Du.
Versuche, Konflikten und Streitigkeiten aus dem Weg zu gehen oder wende Dich an Deinen
Vorgesetzten, wenn Du Dich ungerecht behandelt fühlst.
K
örperliche Auseinandersetzungen (Schlägereien) können zur fristlosen
Kündigung führen!!!
Werkzeug und Material:
Werkzeug und Material sind Eigentum des Betriebs. Sie gehören nicht Dir. Deshalb ist ein sorgfältiger Umgang damit selbstverständlich. Diebstahl führt zur
fristlosen Kündigung. Solltest Du einmal für zu Hause ein Werkzeug brauchen,
dann sprich mit Deinem Vorgesetzten (nicht mit Deinen Kollegen), ob Du es
ausleihen darfst.
Kündigung:
Wenn Du Deinen Arbeitsplatz wechseln möchtest, musst Du bestimmte Kündigungsfristen
einhalten!
Auch Dein Arbeitgeber muss sich an diese Fristen halten.
Eine Kündigung von Dir oder von Deinem Betrieb muss immer schriftlich erfolgen!
K
ündige nie, bevor Du einen neuen Arbeitsplatz hast.
Kündige nie aus einer momentanen Verstimmung heraus.
Wenn Du kündigst und dann arbeitslos bist, hat das für Dich finanzielle
Nachteile (Sperrzeiten).
16
arbeitslosigkeit
I. Arbeitssuchendmeldung
Du bist gesetzlich verpflichtet, Dich drei Monate vor Ausbildungsende bei der
Agentur für Arbeit an Deinem Heimatort „arbeitssuchend“ zu melden. Eine verspätete Meldung kann zu einer Minderung Deines Arbeitslosengeldes führen.
II. Arbeitslosengeld
Kann einem Arbeitslosen nicht sofort eine zumutbare Arbeit vermittelt werden, so
erhält er unter bestimmten Voraussetzungen Arbeitslosengeld.
Das Arbeitslosengeld ist eine Versicherungsleistung.
Folgende 12 Punkte sind für Dich wichtig:
1.
Gesetzliche Voraussetzungen, damit Du Arbeitslosengeld erhältst.
a) Du musst wirklich ohne Arbeit sein.
b) Du musst die Anwartschaftszeit erfüllen, die ist zurzeit 12 Monate in 2 Jahren.
c) Du musst Dich arbeitslos melden.
Arbeitslosengeld I (ALG I) und Arbeitslosengeld II (ALG II) werden frühestens von
dem Tag an gewährt, an dem die Arbeitslosigkeit der Agentur für Arbeit persönlich
mitgeteilt wird und die Leistungen beantragt worden sind.
Du musst Dich also sofort nach Eintritt der Arbeitslosigkeit (am Tag nach Deiner praktischen Prüfung) oder besser schon ein paar Tage vorher bei der Agentur für Arbeit an
Deinem Heimatort melden.
Während Deiner Ausbildung im BBW (sie endet mit dem letzten Tag der Prüfung)
werden Versicherungsbeiträge für Dich entrichtet. Deshalb hast Du bei Arbeitslosigkeit
Anspruch auf Arbeitslosengeld.
Melde Dich auch dann arbeitslos, wenn die Arbeitslosigkeit nur wenige Tage dauern sollte!
Folgende Unterlagen musst Du mitbringen:
- Personalausweis (Adresse 1. Wohnsitz)
- Arbeitspapiere (Lohnsteuerkarte, Sozialversicherungsausweis)
- Arbeitsbescheinigung (musst Du bei Deinem Ausscheiden aus dem BBW in der Buchhaltung beantragen, später füllt Dir diese Dein letzter Arbeitgeber aus).
- Bankverbindung (Arbeitslosengeld wird nur bargeldlos ausbezahlt)
d) Du musst das Arbeitslosengeld beantragen
Mit der Arbeitslosmeldung bekommst Du ein Formular, den Antrag auf Arbeitslosengeld, den Du sorgfältig und genau ausfüllen musst. Die vollständigen Antragsunterlagen musst Du dann so schnell wie möglich bei der Agentur für Arbeit abgeben.
17
arbeitslosigkeit
e) Du musst für die Arbeitsvermittlung erreichbar sein, d. h.,
- Du bist verpflichtet, eigenverantwortlich nach einer Beschäftigung zu suchen, und
diese Bemühungen auf Verlangen der Agentur für Arbeit nachzuweisen. z.B. Bewerbungen an Arbeitgeber auflisten
- Du musst der Agentur für Arbeit jederzeit zur Verfügung stehen.
- Du musst eine beitragspflichtige Beschäftigung unter den auf dem Arbeitsmarkt
allgemein üblichen Arbeitsbedingungen ausüben können und dürfen.
- Du musst bereit sein, an zumutbaren Maßnahmen der beruflichen Ausbildung, Fortbildung, Weiterbildung und Umschulung sowie unter Umständen auch zur beruflichen
Rehabilitation teilzunehmen.
- Du musst bereit sein, jede zumutbare Beschäftigung anzunehmen. Die neue Beschäftigung muss nicht unbedingt Deiner Ausbildung oder Deiner bisherigen beruflichen
Tätigkeit entsprechen. Die neue Arbeitsstelle kann weiter als die bisherige von
Deiner Wohnung entfernt liegen, unter Umständen können übertarifliche Leistungen
wegfallen oder andere Arbeitszeiten gelten.
2.
Die Höhe Deines Arbeitslosengeldes richtet sich im Allgemeinen nach dem zuletzt
erzielten Verdienst und dem Familienstand. Nebeneinkommen wird teilweise auf die
Leistung angerechnet.
Das Arbeitslosengeld beträgt für alleinstehende Arbeitslose .....% des Nettoarbeitsentgelts. Ein Arbeitsloser mit mindestens einem Kind (im Sinne der Steuervorschriften)
bekommt ..... %
Wenn Du aus dem BBW ohne bestandene Gesellenprüfung ausscheidest und Dich anschließend arbeitslos meldest, erhältst Du erheblich weniger Arbeitslosengeld als mit
bestandener Abschlussprüfung!!
3.
Die Leistung wird grundsätzlich bargeldlos überwiesen! Die Zahlungen erfolgen
monatlich. Richte Dir deshalb sofort nach Deinem Ausscheiden aus dem BBW ein Girokonto bei einer Bank ein.
Die Zahlung des Arbeitslosengeldes kann erst erfolgen, wenn Dein Antrag bearbeitet
ist.
Unter bestimmten Umständen kann Dir das Arbeitsamt einen Vorschuss gewähren.
18
4.
Die Entscheidung über Deinen Antrag (die Bewilligung) wird Dir schriftlich mitgeteilt.
5.
Wenn Du von der Agentur für Arbeit Arbeitslosengeld erhältst, hast Du verschiedene
Pflichten zu erfüllen!
Wenn Du der Aufforderung der Agentur, persönlich vorzusprechen oder Deiner Pflicht,
zu einer ärztlichen oder psychologischen Untersuchung zu erscheinen oder an einer
Maßnahme der Arbeitsberatung teilzunehmen, ohne wichtigen Grund nicht nachkommst, ruht die Leistung für mindestens .......... Wochen (= Sperrzeit).
Du musst Dich also bei der Agentur melden, wenn Du dazu aufgefordert wirst (Meldepflicht). Verständige die Agentur, wenn Du aus einem wichtigen Grund der Meldepflicht
nicht nachkommen kannst.
6.
Melde bei der Agentur für Arbeit sofort und unaufgefordert alle Änderungen, die Deinen Leistungsanspruch beeinflussen können (Mitwirkungspflicht).
arbeitslosigkeit
Benütze dafür möglichst den Vordruck „Veränderungsmitteilung“, z.B.
- wenn Du wieder eine Arbeit aufnimmst
- wenn Du krankgeschrieben bist (die Bescheinigung musst Du an die Agentur senden)
- wenn Du wieder arbeitsfähig bist
- wenn Du einen Nebenverdienst hast
- wenn Du für mehrere Tage Deinen Wohnort verlassen willst, z.B. ist Urlaub nur in
Absprache mit Deinem Arbeitsberater möglich
- wenn sich Deine Anschrift ändert
- wenn Du Deinen Wohnort wechselst (evtl. musst Du Dich bei einem anderen Arbeitsamt melden)
Wer zu Unrecht Leistungen erhalten hat, muss sie zurückzahlen! (Erstattungspflicht)
Wegen Leistungsmissbrauch drohen Dir dann Bußgeld, Sperrzeit und Strafe!
7.
Wer zumutbare Arbeitsmöglichkeiten nicht nutzt oder die Teilnahme an beruflichen Bildungsmaßnahmen ohne wichtigen Grund ablehnt, muss mit Nachteilen (Sperrzeiten),
unter Umständen sogar mit völligem Wegfall der Leistungen rechnen.
Es können Dir auch Nachteile entstehen, wenn Du
- Deine Arbeitslosigkeit selbst verschuldet hast (z.B. durch Kündigung oder vertragswidriges Verhalten wie Diebstahl)
- eine zumutbare Arbeit nicht annimmst
- zu wenig Eigenbemühungen um eine neue Stelle zeigst
- Dich weigerst, an einer beruflichen Eingliederungsmaßnahme teilzunehmen bzw.
diese ohne wichtigen Grund abbrichst
8.
Während des Bezuges von Arbeitslosengeld bist Du krankenversichert (freie Wahl der
Krankenkasse).
Die Agentur versichert Dich allerdings erst dann, wenn über Deinen Antrag entschieden
worden ist. Du bist also nicht versichert, wenn Du
- Deinen Antrag verspätet abgibst
- Dich nicht arbeitslos meldest (z.B. zwischen Prüfung BBW und Einstellung bei neuem Arbeitgeber)
Erkundige Dich sofort bei Deiner Krankenkasse nach den Notwendigkeiten und Möglichkeiten für einen lückenlosen Versicherungsschutz.
Gehe also im Falle einer Arbeitslosigkeit auch zu Deiner Krankenkasse und teile ihr
dies sofort mit.
Wenn Du länger als 6 Wochen krankgeschrieben bist, musst Du Dich unbedingt mit der
Agentur für Arbeit in Verbindung setzen. Du erhältst dann anstelle des Arbeitslosengeldes von Deiner Krankenkasse Krankengeld.
Als Arbeitslosengeldempfänger entrichtet die Agentur für Dich natürlich auch Beiträge
in die Unfallversicherung sowie Rentenversicherung!
9.
Nebeneinkommen
- Du bist verpflichtet, jede Nebentätigkeit der Agentur für Arbeit im Vorfeld mitzuteilen. Die Agentur für Arbeit prüft bei jeder Nebentätigkeit, ob der Leistungsanspruch
erhalten bleibt.
19
arbeitslosigkeit
- Eine Nebentätigkeit von wöchentlich weniger als 15 Stunden und bis zu ............€
Zusatzverdienst im Monat ist ohne Anrechnung auf Dein Arbeitslosengeld möglich.
Teilst Du eine Nebentätigkeit nicht rechtzeitig der Agentur mit, kann dies negative
Folgen für Dich haben (z. B. Rückzahlung Arbeitslosengeld und Sozialversicherungsbeiträge, evtl. Geldbuße).
10.
Zur Prüfung der Anspruchsvoraussetzungen ist die Agentur für Arbeit berechtigt, Auskünfte einzuholen bzw. Ermittlungen anzustellen. Hierzu gehört auch die Anordnung
einer ärztlichen Untersuchung.
11.
Bewahre die von der Agentur für Arbeit ausgestellten Nachweise über Leistungen und
Ausfallzeiten sorgfältig auf. Sie sind für Deine Rentenversicherung von großer Wichtigkeit.
12.
Wenn Du weitere Fragen im Zusammenhang mit Deiner Arbeitslosigkeit hast, wende
Dich bitte an die Agentur für Arbeit:
Fragen kostet nichts, Fehler können Dich hier viel Geld kosten.
III. Arbeitslosengeld II und Sozialgeld
- Ist der Anspruch auf Arbeitslosengeld I (ALG I) abgelaufen, bekommt der Arbeitslose das
neue Arbeitslosengeld II (ALG II). Die ALG II Zahlungen sind in der Regel geringer als die
ALG I Zahlungen. Voraussetzung für den Bezug ist allerdings ein Nachweis der Bedürftigkeit.
- Antragstellung und Prüfung der Bedürftigkeit erfolgt bei der in Deiner Region zuständigen
ARGE (Arbeitsgemeinschaft).
- Eine Grundsicherung nach ALG II erhalten alle erwerbsfähigen Hilfsbedürftigen, die mindestens drei Stunden täglich arbeiten können und den eigenen Bedarf nicht aus eigenen
Mitteln vollständig decken können.
Oberstes Ziel von ALG II ist die Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt und die Aufnahme einer neuen Arbeit.
Hierbei unterstützt Dich Deine ARGE z.B. durch
- Information, Beratung und umfassende Unterstützung zur Eingliederung in Arbeit.
- Geldleistungen zur Eingliederung in Arbeit und zur Sicherung des Lebensunterhalts, auch
der Angehörigen in der Bedarfsgemeinschaft.
- Sachleistungen (z.B. Gutscheine für den Einkauf in Lebensmittelgeschäften, falls der Hilfsbedürftige überhaupt nicht mit seinem Geld umgehen kann).
1-Euro-Jobs
Von manchen Arbeitsgemeinschaften werden so genannte 1-Euro-Jobs angeboten. Wer
hier mitarbeitet bekommt zusätzlich zum ALG II einen Stundenlohn von einem,
maximal zwei Euro bezahlt.
Eingliederungsvereinbarung:
Zwischen dem Arbeit Suchenden und dem ARGE-Ansprechpartner wird in einer Eingliederungsvereinbarung festgehalten, wie die Eingliederung in Arbeit am
20
arbeitslosigkeit
Besten erreicht werden soll. Es wird insbesondere festgelegt, welche Aktivitäten in welcher
Häufigkeit und Form unternommen werden müssen. Diese Vereinbarung wird zunächst für
die Dauer von sechs Monaten getroffen. Im Bedarfsfall wird die Vereinbarung angepasst bzw.
fortgeschrieben.
Dauer der Hilfeleistung (ALG II oder Sozialgeld)
ALG II wird zeitlich unbegrenzt gewährt, wenn die Anspruchsvoraussetzungen, insbesondere
Hilfsbedürftigkeit, dauerhaft erfüllt sind. Um die Hilfsbedürftigkeit in zeitlich überschaubaren
Abständen überprüfen zu können, werden die Leistungen jeweils nur für sechs Monate bewilligt.
geld
Dass man mit Geld bezahlen kann, weiß jeder. Du gibst einige Münzen oder Banknoten und
bekommst dafür das Gewünschte. Wenn man ohne Münzen und Banknoten bezahlt, spricht man
vom bargeldlosen Zahlungsverkehr. Wie das funktioniert, ist im folgenden Beitrag beschrieben.
Du erhältst hier auch einige Tipps, wie Du am besten mit Deinem Geld umgehst, es verwaltest
und von welchem Geld Du besser die Finger lässt.
I. Das Girokonto
Ein großer Teil des Zahlungsverkehrs z.B. für Miete, Lohn, Arbeitslosengeld, GEZ oder Telefonkosten läuft inzwischen bargeldlos. Die
Einrichtung eines Girokontos ist deshalb notwendig.
Ein Girokonto kannst Du bei jeder Bank, Sparkasse oder beim Postamt
eröffnen. Vergleiche dabei, was für Dich am günstigsten ist (Gebühren,
Lage der Bank, Öffnungszeiten).
Die Nutzung des Girokontos
Vom Girokonto hebst Du Dir das Geld für Deine persönliche Lebensführung ab und kannst selbst bargeldlos eine Rechnung bezahlen und
Geld überwiesen bekommen.
Die Überweisung
Dein Arbeitgeber überweist Dir auf Dein Girokonto den Lohn, Du überweist zum Beispiel Deine
Wohnungsmiete, eine Rechnung oder regelmäßige Sparbeiträge.
Der Dauerauftrag
Für regelmäßig anfallende, gleich hohe Geldbeträge z.B. Miete oder Ratenzahlungen empfiehlt
es sich, einen Dauerauftrag einzurichten.
Die Lastschrift
Für regelmäßige Zahlungen, die nicht gleich hoch sind wie z.B. Deine Telefonrechnung, Stromkosten oder Versicherungsbeiträge gibt es die Lastschrift. Mittels einer Einzugsermächtigung
gibst Du dem Empfänger die Erlaubnis, die jeweils fälligen Beiträge von Deinem Girokonto
abzubuchen.
21
geld
Der Scheck
Mit einem Scheck kannst Du einkaufen oder Rechnungen bezahlen. Ein Scheck ist eigentlich
ein kurzer Brief, in dem Du Deiner Bank oder Sparkasse schriftlich die Anweisung gibst, von
Deinem Girokonto Geld zu nehmen und an einen Anderen auszuzahlen.
Die Bankkarte
Mit der Eröffnung eines Girokontos bekommst Du meist auch eine Bankkarte (z.B. Sparkassen
Card, ec-card, maestro-card.....). Damit kannst Du Dir an Geldautomaten jederzeit Bargeld abheben. Du benötigst dazu auch eine Geheimnummer, die Du aus Sicherheitsgründen nicht auf
Deiner Bankkarte notieren darfst. Beachte bitte, dass Du bei Fremdbanken hohe Gebühren für
das Geld abheben bezahlen musst.
In vielen Geschäften kannst Du mit Deiner Girokarte auch bargeldlos bezahlen.
Internet- oder online-banking
Wenn Du einen Computer mit Internetanschluss hast, kannst Du Deine Geldgeschäfte auch von
zu Hause aus erledigen. Von Deiner Bank oder Sparkasse erhältst Du die nötige Software. Du
kannst dann alle Aufträge, die Du ausführen möchtest über das Internet an Deine Bank senden.
Der Kontoauszug
Das Geld das Du von Deinem Girokonto abhebst oder mit dem Du eine Rechnung bezahlst,
wird von Deinem Konto abgezogen. Das Geld das Du erhältst, wird Deinem Konto gutgeschrieben. Diese Geldbewegungen kannst Du auf Deinem Kontoauszug überprüfen und nachvollziehen. Mit Deiner Scheckkarte kannst Du bei Deiner Bank am Kontoauszugsdrucker Deine Kontoauszüge abholen. Sammle sie in einem Ordner und bewahre sie mindestens 1 Jahr auf.
II. Der Kredit
Das Schulden machen und die Aufnahme von Krediten ist mit vielen Unsicherheiten und Risiken
verbunden. Fehlentscheidungen oder unvorhersehbare Ereignisse sind leider keine Einzelfälle.
Eine längere Krankheit, ein Unfall oder Arbeitslosigkeit können leicht eintreten. So kann es
passieren, dass laufende Kredite nicht mehr zurückgezahlt werden können und eine lebenslange
Lohnpfändung beginnt. Persönliche und familiäre Tragödien sind häufig die Folge.
Die gleiche Gefahr droht Dir, wenn Du für den Kredit eines anderen bürgst. Unterschreibe deshalb nie eine Bürgschaft!!!!
Überlege Dir wirklich gut, ob es notwendig ist, für eine Anschaffung einen Kredit aufzunehmen!!
Es passiert heute sehr leicht, Schulden zu machen. In der Werbung wird Dir vorgegaukelt, dass
Du Dir eigentlich alles sofort leisten kannst. Urlaub, Auto, Stereoanlage, Flachbildfernseher,
tolle Klamotten.....
Die Aufnahme eines Kredites sollte wirklich nur in besonderen Ausnahmefällen stattfinden.
Solltest Du einmal unbedingt einen Kredit brauchen, sprich mit Deiner Bank. Frage nach dem
Zins (effektiver Jahreszins) und lasse Dir die Kosten, also Deine monatliche Belastung ausrechnen.
Überziehungskredit
Wenn Du mehr Geld ausgibst, als Du eingenommen hast, hast Du bei Deiner Bank Schulden.
Wenn Du Dein Girokonto „überziehst“, ist es das Gleiche, wie wenn Du einen Kredit aufnimmst. Dafür musst Du hohe Zinsen zahlen. Deine Bank zieht Dir diese Zinsen automatisch
von Deinem Girokonto ab. Etwas günstiger ist ein sogenannter Dispositionskredit, den Du mit
22
geld
Deiner Bank vereinbaren kannst. Die Höhe dieses Kredits ist von der Höhe Deines Einkommens
abhängig.
Besondere Vorsicht ist bei Zeitungsanzeigen oder Postwurfsendungen geboten. Dahinter verbergen sich oft sogenannte „Kredithaie“, die verbrecherisch hohe Zinsen verlangen.
Finger weg davon !!! „Kredithaie“ lassen nicht mehr locker bis sie ihr Geld haben und bedienen sich manchmal auch verbrecherischer Methoden.
III. Sparen
Es ist wichtig, dass Du regelmäßig von Deinen Einkünften einen
bestimmten Betrag auf die Seite legst. So gerätst Du bei größeren
Anschaffungen oder unvorhergesehenen Situationen nicht gleich in
Geldnot und musst keinen Kredit aufnehmen.
Das Sparbuch
Auf Deinem Girokonto bekommst Du für Dein Guthaben fast keine
Zinsen. Lege Dir deshalb ein Sparbuch zu. Dort kannst Du finanzielle Rücklagen schaffen. Die Verzinsung ist auf einem Sparbuch etwas besser und Du kannst
dort auch sofort 2000€ abheben. Als längerfristige Geldanlagemöglichkeit für größere Geldbeträge ist das Sparbuch aber nicht geeignet.
Sparverträge
Wenn Du für einen bestimmten Zweck (größere Anschaffung) sparst, tue das mit einem Sparvertrag. In der Regel musst Du beim Sparvertrag monatliche Einzahlungen leisten. Am Ende
der vereinbarten Laufzeit wird Dir dann der angesammelte Sparbetrag mit den Zinsen, oftmals
auch mit einem Bonuszuschlag auf das Guthaben ausbezahlt. Je länger die Sparverträge laufen, desto höher sind die Zinsen.
Vermögenswirksame Leistungen (VWL)
Als Arbeitnehmer hast Du die Möglichkeit, vermögenswirksame Leistungen in Anspruch zu
nehmen. Diese Zuschüsse des Arbeitgebers und Sparzulagen vom Staat sollen Arbeitnehmern
Hilfe und Anreiz bieten, langfristig Ersparnisse zu bilden bzw. Miteigentümer an Unternehmen
zu werden. Die gängigsten Anlageformen sind Sparbücher (7 Jahre Laufzeit), Bausparverträge
und Aktienfonds, zu denen Du vom Staat noch eine Sparzulage erhältst, wenn Dein Einkommen bestimmte Grenzen nicht übersteigt.
Stelle bei Deinem Arbeitgeber einen Antrag auf VWL. Diesen erhältst Du von Deiner Bank nach
Abschluss Deiner Anlage.
Private Rentenversicherung / Riesterrente
Auch wenn es schwer fällt, denke an Deine Rente. Wenn Du Geld übrig hast, dann lass Dich
über die Rente beraten und frage in Deinem Bekanntenkreis herum. Die staatliche Rente sichert wahrscheinlich nicht mehr als die notwendigsten Dinge ab.
IV. Das Haushaltsgeld
Wenn Du mit Deinem Einkommen gut auskommen möchtest, ist es sinnvoll, Dir einen Monatsplan Deiner Finanzen aufzustellen.
23
geld
Persönlicher Haushaltsplan
für ________________________________________
Vorname(n), Name
Einnahmen pro Monat
Ausgaben pro Monat
Durchschnittl. Nettoeinkommen pro
Monat (mit Weihnachts-/Urlaubsgeld)
_________EUR
Rente/Pension
Miete
(incl. Nebenkosten plus Strom)
_________EUR
_________EUR
Zins und Schuldentilgung für
Wohneigentum
_________EUR
Kindergeld
_________EUR
Wohnnebenkosten und Grundsteuer _________EUR
Erziehungsgeld
_________EUR
Telefon/Internet
_________EUR
sonstige regelmäßige (staatliche)
Zuschüsse (ggf. geteilt durch 12)
_________EUR
Hausratversicherung
_________EUR
Haftpflichtversicherung
_________EUR
Kfz-Versicherung und -Steuer
_________EUR
Rechtsschutzversicherung
_________EUR
private Krankenversicherung
_________EUR
Lebens-, Berufsunfähigkeitsund Unfallversicherung
_________EUR
Kindergarten/Kinderbetreuung
_________EUR
Vereinsbeiträge/Mitgliedschaften
_________EUR
sonstige Zins- und Schuldentilgung
_________EUR
regelmäßiges Sparen
_________EUR
Ernährung
_________EUR
Kleidung
_________EUR
Fahrtkosten/Benzingeld
_________EUR
Radio/Fernsehen/Zeitungen/
Zeitschriften
_________EUR
Schule/Aus- und Fortbildung
_________EUR
Urlaub/Freizeit/Hobby
_________EUR
andere feste Ausgaben bzw.
sonstiger Bedarf
_________EUR
Summe Ausgaben
========EUR
Einkommen aus Vermietung/
Verpachtung (nach Steuern)
_________EUR
Kapitalerträge (ggf. geteilt durch 12)
_________EUR
Summe Einnahmen
Summe Einnahmen
pro Monat
- Summe Ausgaben
pro Monat
= Unsere/Meine
monatliche Sparfähigkeit
24
========EUR
_________EUR
_________EUR
========EUR
geschäfte
am falschen ort
Vorsicht: Viele wollen nur das eine - Dein Geld!
In der heutigen Zeit gibt es viele Angebote, Verträge und Gewinnspiele, die nur eines wollen,
nämlich schnell an Geld zu kommen, ohne eine entsprechende Gegenleistung zu bringen. Dein
Geld ist schwer verdient, deswegen: Hüte es!
Es folgen nun einige Beispiele, bei denen Du besonders vorsichtig sein musst:
I. Alles rund ums Telefon / Handy
Jeder benötigt heute ein Handy um „in“ zu sein. Das ist ok. Achte jedoch darauf,
dass die Kosten nicht explodieren, drum:






Setzte Dir selbst Limits, wieviel Du im Monat ausgeben kannst. Halte sie
vor allem ein!
Verzichte auf Logos, Klingeltöne, Javagames zum runterladen und so
weiter. Oft sind die Bestellungen an Verträge geknüpft, die Du wieder
kündigen musst. Das macht unnötig Stress und kostet bares Geld!
Frage Dich selbst, ob es vielleicht „nur“ ein Festnetzanschluss tut. Zumindest für den Anfang.
Ein kurzer Anruf ist oft billiger als 10 SMS.
Achte bei Verträgen auf die rechtzeitige Kündigung (teilweise 3 Monate vorher!)
Handys sind begehrte Diebstahlware. Pass gut auf sie auf.
II. Abos jeder Art:
Ob in der Fußgängerzone oder an der Haustüre, oft versuchen, meist junge Leute, Dich zu irgendwelchen Abos zu bewegen. Meist erzählen sie eine rührige Geschichte, um bei Dir Mitleid
zu erregen und Dich zu einer Unterschrift zu bewegen. Wenn Du unterschreibst, hängst Du
meist in einem sinnlosen Vertrag, der Dir nichts bringt und Dich zu regelmäßigen Zahlungen
verpflichtet.
Pass auf bei:
• Zeitschriftenabos
• Bücherclubs
• Religiösen Gruppen in der Fußgängerzone
• Staubsaugervertretern an der Haustür
• Versicherungsvertretern an der Haustür
Wenn Du Dich doch mal überreden hast lassen und danach ein schlechtes Gewissen hast, dann
kannst Du innerhalb einer Woche den Vertrag widerrufen. Dafür gibt es sogar ein Gesetz auf
das Du Dich berufen kannst. Einen Musterbrief findest Du im Kapitel „Schriftverkehr“. Wichtig
ist, dass Du bei Verträgen immer auf das richtige Datum achtest.
Wenn ein Abo unbedingt sein muss, dann lass Dich vielleicht von einem Freund werben, das
gibt zumindest noch eine Prämie, wie einen Toaster, Uhr etc..
25
geschäfte
am falschen ort
III. Gewinnspiele, Hotlines
Immer häufiger werden lästige Anrufe, bei denen Dir vorgegaukelt wird, dass Du der Gewinner
von allem Möglichen bist. Meist wird erwartet, dass Du eine teure Telefonnummer zurück rufst,
die Dir das Geld aus der Tasche zieht. Oder Du sollst Lose kaufen, die zu 100%
Erfolg versprechend sein sollen. Per SMS wirst Du benachrichtigt, dass Du eine
Nummer anrufen sollst, bei der jemand eine Nachricht für Dich hinterlassen hat.
Hier gilt grundsätzlich: Auflegen, Finger weg, Ignorieren. Sonst zahlst Du und der
versprochene Gewinn ist ein Verlust!
IV. Raubkopien
Der Tausch und Handel von illegal gebrannten CDs, DVDs etc. steht unter Strafe und wird immer strenger verfolgt. Entscheide selbst, wie wichtig Dir das
„gebrannte Zeug“ ist, aber sei vor den unangenehmen Konsequenzen gewarnt.
Angebliche Unwissenheit schützt nicht vor Strafe!
wohnung
I. Wohnungssuche
Mögliche Wege
a) Zeitungsanzeigen
Suche nach Wohnungsangeboten im Anzeigenteil der Zeitung.
Lies die Zeitung gleich früh am Morgen, denn „wer zuerst kommt, mahlt zuerst“.
Günstige Angebote sind rasch vergeben.
Abkürzungen:
Erklärungen:
Mansarde
Einliegerwohnung
Maisonette
26
KM
NK
Wfl.
Zi
Kü
B
ZKB
DG
ZH
MM
= Kaltmiete
= Nebenkosten
= Wohnfläche
= Zimmer
= Küche
= Bad
= Zimmer/Küche/Bad
= Dachgeschoss
= Zentralheizung
= Monatsmiete
= Dachgeschosszimmer
= kleine abgetrennte Wohnung im
Einfamilienhaus
= zweistöckige Wohnung
wohnung
- Dein Antwortschreiben auf eine Chiffre-Zeitungsanzeige (Wohnungsangebot) kannst Du
entsprechend einem Bewerbungsschreiben (Geschäftsbrief) gestalten.
- Selbst eine Anzeige aufgeben
Anzeige nicht unter Chriffre aufgeben, da sonst kaum Angebote eingehen.
Gute Beispiele:
4-5-Zi.-Whg. m. KB im Raum Jettingen (Scheppach) dringend gesucht.
Tel. (08225) 1111.
3 Handwerker suchen dring.
3-4-Zi.-Wohnung in Günzburg.
Tel. (08221) 2222222.
A
m besten ist es, wenn die Wohnung in der Nähe Deines Arbeitsplatzes liegt
bzw. wenn Du mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Deiner Wohnung aus zur
Arbeit kommst.
b) Sich umhören – Beziehungen nutzen
In Deinem Bekannten- oder Freundeskreis kann es auch Leute geben, die mögliche Wohnungen für Dich wissen. Viel nachfragen und gut hinhören ist ratsam!
Auch Informationstafeln (z.B. im Kaufhaus, im Supermarkt oder in Deiner Bank) können Hinweise enthalten.
c) Suche im Internet
Wenn Du einen PC mit Internetanschluss zu Hause hast, kannst Du
auch dort nach Wohnungsangeboten nachschauen
(z.B. www.meinestadt.de), ansonsten besuche doch ein Internet-Cafe.
d) Werkswohnung
Informiere Dich im Betrieb, ob ein Zimmer oder eine Werkswohnung
vorhanden ist oder ob man Dir bei der Suche behilflich sein kann.
e) Makler oder Immobilienbüro
Makler sind Leute, deren Beruf es ist, u. a. auch Wohnungen zu vermitteln.
Makler verlangen Vermittlungsgebühren
(Sie dürfen gesetzl. 2 Monatsmieten + Umsatzsteuer von Dir verlangen)
V
orsicht, unter Maklern gibt es auch schwarze Schafe!
27
wohnung
f) Wohnungsamt/Wohngeldstelle
Wenn Du arbeitslos bist oder wenig verdienst, erkundige Dich beim Sozial- und Wohnungsamt
(im Rathaus zu finden), ob Dir eine Mietzuschuss oder eine billige Wohnung zusteht.
II. Mietvertrag
1. Der Mietvertrag enthält:
- Deine Rechte und Pflichten, z. B. Dienste in der Hausgemeinschaft (Kehrdienst), Nutzung
allgemeiner Räume (Trockenraum), Zustand der Wohnung beim Auszug usw.
- Höhe der Miete und der Nebenkosten (Wasser usw.)
- Kündigungsfrist
Informiere Dich, was alles in der Miete enthalten ist und was nicht!
z. B.
- Pauschale für Heizkosten
- Kosten für Strom (meist extra) und Wasser
- Müllabfuhr
- Straßenreinigung
- Schornsteinfeger
Wenn Du Schwierigkeiten mit Deinem Vermieter hast, versuche in aller Ruhe mit ihm darüber
zu reden. Geht es um schwerwiegendere Angelegenheiten (zu hohe Nebenkosten, hohe Mieterhöhung), so wende Dich an einen Mieterverein.
Der Jahresbeitrag beträgt ca. 72,00 EUR.
(Telefonnummern der Mietervereine sind aus dem jeweiligen Telefonbuch ersichtlich)
2. Was Du als Mieter beachten solltest:
Als Mieter bist Du Mitglied einer Hausgemeinschaft und somit an eine Hausordnung
gebunden.
- achte auf Einhaltung der Ruhezeiten
(Mittagsruhe, Nachtruhe, Sonn- und Feiertagsruhe)
- erledige Deine Dienste gewissenhaft und zuverlässig
- Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft erleichtern das Zusammenleben der Gemeinschaft
III. Kosten
1. Kaution
Oft wird vom Vermieter mit Abschluss des Mietvertrages eine Kaution (z.B. das 2-fache der
Monatsmiete) verlangt. Sie dient dem Vermieter als Sicherheit bei Beschädigungen in der
Wohnung. Bei Deinem Auszug erhältst Du Deine Kaution (mit Zinsen) zurück, sofern Du keine
28
wohnung
Schäden in der Wohnung hinterlässt!
Behandle die Wohnung immer pfleglich!
2. Mieter
Die Miete ist am Ersten des Monats dem Vermieter zu bezahlen (siehe GELD, Dauerauftrag).
3. Nebenkosten
Nebenkosten (z.B. Müllabfuhr, Schornsteinfeger, Kabelanschluss) sind entweder in
der Miete enthalten oder werden extra abgerechnet.
Wasser wird nach Verbrauch berechnet.
4. Heizungskosten
Heizungskosten sind Nebenkosten, die als monatliche Pauschale angerechnet
werden. Bei hohem Verbrauch, der über der Pauschale liegt, musst Du nachzahlen.
Wenn Du weniger verbrauchst und unter der Pauschale liegst, bekommst Du Geld
zurückerstattet.
5. Stromkosten
Stromkosten sind ebenfalls Nebenkosten, die je nach Wohngebiet alle zwei oder drei
Monate als Pauschale abgebucht werden. Am Jahresende wird, wie bei den Heizkosten,
abgerechnet. Je nach Stromverbrauch musst Du zuzahlen oder bekommst einen Teil
des Geldes wieder.
Jedes Jahr wird eine neue Pauschale je nach Verbrauch festgelegt.
IV. Wohnungseinrichtung
Überlege:
- Was brauche ich unbedingt?
- Wie viel Geld habe ich?
Es gibt oft auch gebrauchte Möbel günstig zu kaufen (Zeitungsanzeigen, Pinnwände in Supermärkten, Rubrik „Die Gute Tat“ in Kleinanzeigern).
Eine weitere Möglichkeit an Möbel und Geschirr zu kommen, bietet das Landratsamt, das über
ein Gebrauchtmöbellager verfügt (nur für Arbeitslosengeld II Empfänger).
K
aufe Stück für Stück und vermeide Kredite oder Ratenkäufe. Die Wohnung
muss nicht am 1. Tag vollständig eingerichtet sein. Bewahre Rechnungen
und Garantiescheine gut auf.
29
wohnung
Grundausstattung für einen Single - Haushalt:
Geschirr:
2 Tassen
2 kl. Teller
2 Besteckgarnituren
1 kl. Küchenmesser
1 Brotmesser
2 gr. Teller
2 Gläser
1 Topf
1 Pfanne
1 Kochlöffel
1 Dosenöffner
1 Kaffeemaschine bzw. Kaffeefilter
1 Spüllappen
Geschirrtücher
1 Wäschekorb
Putzzeug: Eimer, Schrubber, Besen, Lappen
1 Schüssel
1 Nudelsieb
Bett (zwei Garnituren Bettwäsche zum Wechseln), Tisch, Schrank, Stuhl, Spüle, Herd, Kühlschrank, Lampen, Vorhänge
V. Meldepflicht
Wenn Du einen neuen Wohnort hast, musst Du Dich beim Einwohnermeldeamt (zu finden in
der Gemeinde- oder Stadtverwaltung) anmelden. Mitzubringen ist der Abmeldeschein der letzten Wohnung (bekommst Du vom BBW ausgehändigt).
Achtung! Jeder Bürger ist verpflichtet, sich innerhalb einer Woche anzumelden, sonst droht
Bußgeld.
Nimm Deinen Personalausweis mit, denn auf diesem muss auch die Adresse geändert werden.
- Wenn Du einen Fernseher oder ein Radio hast, musst Du diese bei der GEZ an- oder ummelden (Formulare sind bei Banken und Sparkassen erhältlich) Kosten: EUR......vierteljährlich, bei einem Kabelanschluss kommen monatlich ca. EUR...... dazu.
- Teile Deiner Versicherung (sofern Du schon eine abgeschlossen hast) mit, wie Deine neue
Adresse lautet.
E
mpfehlenswert ist auch, beim Postamt des vorhergehenden Wohnortes einen
Nachsendeantrag zu stellen.
30
behörden
I. Einwohnermeldeamt
Im Einwohnermeldeamt kannst Du auch die Ausstellung eines neuen Personalausweises oder
Reisepasses sowie die Lohnsteuerkarte beantragen.
II. Agentur für Arbeit (siehe Kapitel Arbeitslosigkeit)
III. Sozialamt
Bedürftige Menschen ab 65 Jahre sowie Personen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben und
dauerhaft voll erwerbsgemindert sind, können einen Antrag auf Grundsicherung stellen.
Die Grundsicherung ist vom Einkommen und von der Höhe des Vermögens abhängig.
Den Antrag auf Grundsicherung stellst Du bei der Stadt oder Gemeinde (Sozialamt, Bürgeramt,
Amt für Grundsicherung).
IV. Wohngeld
Das Wohngeld ist ein Zuschuss zu den Aufwendungen für selbst genutzten Wohnraum, den der
Staat Mietern bzw. Eigentümern mit geringem Einkommen gewährt. Die Höhe der Leistung ist
abhängig von der Zahl der zum Haushalt zählenden Familienmitglieder, vom Gesamteinkommen der Familie und den Miet- bzw. Wohneigentumsbelastungen. Einen Wohngeldantrag stellst
Du bei der zuständigen Wohngeldstelle der Gemeinde-, Stadt- oder Kreisverwaltung.
V. Finanzamt
Nach Abschluss eines Kalenderjahres erhältst Du von Deinem Arbeitgeber Deine „Jahreslohnsteuerbescheinigung“. Darauf sind Dein Jahresbruttoverdienst sowie die Steuern und Versicherungsbeiträge aufgeführt, die Dir während des Arbeitsjahres von Deinem Jahresbruttoverdienst
abgezogen wurden.
Einen Teil der Lohnsteuer und Kirchensteuer kannst Du zurück erhalten, wenn Du beim Finanzamt einen Antrag auf Lohnsteuerjahresausgleich stellst. Die Formulare erhältst Du beim
Finanzamt, manchmal auch bei Deinem Arbeitsbetrieb.
Hilfen beim Ausfüllen können Dir geben:
- der Buchhalter in Deinem Betrieb
- die Gewerkschaft (für Mitglieder)
- die Lohnsteuervereine (nicht kostenlos!!!)
- Eltern, Verwandte, Arbeitskollegen, Freunde
Stelle auf jeden Fall einen Antrag auf Erstattung von Lohnsteuer. Mache dies am besten gleich im
Januar, wenn Du von deinem Arbeitgeber Deine Jahreslohnsteuerbescheinigung erhalten hast.
Im Formular für den Lohnsteuerjahresausgleich kannst Du bestimmte Aufwendungen geltend
machen:
31
behörden
-
Girokontoführungsgebühr
Versicherungsbeiträge
Spenden
Wenn Du im Besitz eines Schwerbehindertenausweises bist, kannst Du je nach Grad der
Behinderung einen steuerlichen Freibetrag geltend machen.
- usw.
VI. Versorgungsamt
Eine Behinderung kann jeden von uns treffen. Die meisten Behinderten haben ihre gesundheitlichen Einschränkungen nicht von Geburt an, sondern sie sind durch eine Krankheit oder
einen Unfall verursacht worden.
Wenn die entsprechenden Voraussetzungen vorliegen, haben Besitzer eines Schwerbehindertenausweises einen gesetzlichen Anspruch auf verschiedene Hilfen:
- Vergünstigungen im Steuerrecht
- im Öffentlichen Personenverkehr
- im Flugverkehr
- im Wohnungsbau
- Hilfen zur Eingliederung in das Erwerbsleben
- Hilfen bei der Berufsbildung bzw. Umschulung
- Vergünstigungen bei der Kraftfahrzeugsteuer
- Vergünstigungen bei der Kraftfahrzeugversicherung
- Parkerleichterungen
- Befreiung von Telefon- und Rundfunkgebühren
- 5 Tage zusätzlicher Urlaub pro Jahr (wenn GdB mindestens 50%)
Behinderte, die wegen der Art und Schwere ihrer Behinderung keine Tätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt ausüben können, haben die Möglichkeit in einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) eine Beschäftigung zu finden. Finanzielle Förderung gibt es auch für
Arbeitgeber, zB. für die Einrichtung von behindertengerechten Arbeitsplätzen.
Einen Schwerbehindertenausweis beantragst Du beim Versorgungsamt. Die Adresse und Antragsformulare erhältst Du bei den Stadt- bzw. Gemeindeverwaltungen.
Das Versorgungsamt prüft Deine medizinischen und psychologischen Gutachten und legt dann
einen Grad der Behinderung (GdB) zwischen 10% und 100% fest. Ab einem GdB von 50%
erhält der Antragsteller einen Schwerbehindertenausweis.
Schwerbehinderte Menschen haben auch einen besonderen Kündigungsschutz. Ihre Kündigung
ist nur mit vorheriger Zustimmung der Hauptfürsorgestelle und nach Anhörung einer Vertrauensperson wirksam.
32
versicherungen
I. Die Sozialversicherungen
Als Arbeitnehmer musst Du Beiträge zu den Sozialversicherungen leisten.
Es gibt folgende Pflichtversicherungen:
•
•
•
•
Krankenversicherung
Arbeitslosenversicherung
Rentenversicherung
Pflegeversicherung
Die Beiträge übernimmt zur Hälfte Dein Arbeitgeber, die andere Hälfte wird Dir direkt vom
Lohn abgezogen und an die zuständige Stelle weitergleitet.
Zusammengefasst sind es ca. 20 % Deines Bruttolohnes, die monatlich für die Sozialversicherung abgezogen werden.
1. Krankenversicherung
Träger dieser Versicherung sind die verschiedenen Krankenkassen. Du hast die freie Wahl einer Krankenkasse (z. B. AOK,
DAK)
Die Krankenversicherung ermöglicht Dir im Krankheitsfall eine
„Rundumversicherung“.
Sie übernimmt alle Kosten, die medizinisch anfallen.
Zuzahlungen entstehen für Dich bei Medikamenten, Zahnersatz
und in Form von Praxisgebühr beim Arztbesuch (vergleiche Seite 43).
D
ie Leistungen und Beitragssätze der Krankenkassen sind unterschiedlich.
Vergleichen lohnt sich.
2. Rentenversicherung
Träger ist überwiegend die Deutsche Rentenversicherung.
Deine Beiträge sichern Dir später die Zahlung einer
•
•
•
Alters- und Hinterbliebenenrente
Erwerbsunfähigkeitsrente
medizinischen bzw. beruflichen Rehabilitation
Wichtig zur Berechnung Deiner Rente sind die Sozialversicherungsnachweise, welche Du
beim Austritt aus dem BBW erhältst.
33
versicherungen
3. Arbeitslosenversicherung (vgl. S. 17 - 20)
Träger dieser Versicherung ist die Bundesagentur für Arbeit.
Im Falle von Arbeitslosigkeit
•
Zahlt sie Arbeitslosengeld I
•
Zahlt sie evtl. notwendige Umschulungen oder Weiterbildungen.
4. Pflegeversicherung
Die Versicherung soll gewährleisten, dass Du bei Pflegebedürftigkeit ausreichend versorgt werden kannst. Es gibt drei verschiedene Pflegestufen.
II. Versicherungen in Deinem Privatleben
Folgende Versicherungen sind in Deinem Privatleben wichtig:
1. Privathaftpflichtversicherung
Eine Privathaftpflichtversicherung solltest Du unbedingt abschließen.
Sie bezahlt Schäden, die Du Dritten unabsichtlich zufügst.
Bsp.: Du besuchst einen Freund und wirfst aus Versehen seinen Fotoapparat im Wert von 250 € vom Schrank. Wenn Du eine Haftpflichtversicherung hast, kommt diese für den Schaden auf.
2. Kfz – Haftpflichtversicherung
Sie ist eine Pflichtversicherung und übernimmt alle Schäden, die Du mit Deinem Auto anderen
zufügst. Auch Personenschäden Deiner Insassen, jedoch nicht von Dir als Fahrer.
Wichtig: Du erhältst keinen Kostenersatz bei vorsätzlichem oder grob fahrlässigem Verhalten
im Straßenverkehr z. B. Alkohol, Rauschgift, Medikamente.
Dies bedeutet, dass die Versicherung zwar den angerichteten Schaden bezahlt, sich jedoch das
Geld wieder von Dir holt.
Überlege Dir beim Autokauf gut, ob Du Dir die Versicherung für ein Auto leisten kannst!
Bsp.: Der Beitrag für ein Auto mit 60 PS beträgt jährlich ca. 800 € bis 1.000 € bei 100 %.
Als Fahranfänger beginnst Du mit einem Beitragssatz von 230 % und musst für dasselbe Auto
jährlich ca. 2.000 € bis 2.500 € bezahlen.
V
34
ielleicht können Deine Eltern das Auto als Zweitwagen anmelden, so dass der
Beitrag niedriger ist (Beitragssatz 140 %).
versicherungen
3. Kaskoversicherungen
Zur Haftpflichtversicherung beim Auto gibt es noch zusätzliche Versicherungen. Diese sind nur
sinnvoll, wenn Du ein relativ neues Auto kaufst, da die Beiträge sehr teuer sind.
a) Fahrzeugteilversicherung/Teilkasko
Folgende Schäden sind versichert
•
Brandschäden
•
Diebstahl
•
Hagel
•
Wildschaden (Vorsicht! Bei Selbstbeteiligung erst ab einer gewissen Summe)
•
Glasschaden (Vorsicht! Bei Selbstbeteiligung erst ab einer gewissen Summe)
Die Beitragshöhe hängt auch von der Selbstbeteiligung ab!
b) Fahrzeugvollversicherung/Vollkasko
Diese Versicherung bezahlt Schäden am eigenen Fahrzeug, die durch selbstverschuldete Unfälle verursacht wurden.
Die Beitragshöhe hängt wieder von der Selbstbeteiligung ab.
c) Insassenunfallversicherung
Diese Versicherung ist nicht nötig!
Alle möglichen Schadensersatzansprüche (z.B. Körperverletzung) sind über die Privathaftpflichtversicherung abgedeckt.
Mit Vorsatz verschuldete Unfälle gefährden den Versicherungsschutz. Versicherungsbetrug ist
strafbar (auch bei einer Vollversicherung)!
Für alle Versicherungen gilt:
Ü
berprüfe mehrere Angebote und Versicherungsgesellschaften. Die
Unterschiede bei den Beitragssätzen können bis zu 40 % ausmachen.
35
freizeit
Die Freizeit bildet das Gegenstück zur Arbeit. Sie dient der Erholung, gibt Raum,
um seinen Interessen nachzugehen, sich mit Bekannten und Freunden zu treffen und sich weiterzubilden. Die Freizeit wird gerne in Gesellschaft mit anderen
Menschen, die gleiche Interessen haben, verbracht.
In neuer Umgebung ist es oft schwierig, sich einen neuen Bekanntenkreis aufzubauen. Freizeitinteressen können hier helfen, Zugang zu anderen Menschen zu
finden.
I. Kontaktmöglichkeiten
Kreis- oder Stadtjugendring
________________________
Sportvereine
________________________
Gesangsvereine
________________________
Kolpingfamilie
________________________
Fitnessstudios
________________________
Freizeitcenter
________________________
II. Weiterbildung
Neben der Entspannung kann die Freizeit auch der persönlichen und beruflichen Weiterbildung
dienen.
Möglichkeiten bieten:
Volkshochschulen
Kolping–Bildungswerke
Handwerkskammern
Industrie- und Handelskammern
Gewerkschaften
Fortbildungssendungen im Fernsehen
36
auto
I. Autokauf
Autofahren ist, besonders für Anfänger, ein kostspieliges Vergnügen. Oft lässt auch die erste
Beule am Auto nicht lange auf sich warten. Deshalb tuts für den Anfang ein kleines, gebrauchtes Fahrzeug.
Vermeide, wegen einer Fahrzeugbeschaffung Schulden zu machen.
1. Was Du beim Gebrauchtwagenkauf beachten solltest!
•
Schließe den Kaufvertrag schriftlich ab (Musterkaufverträge gibt es im Schreibwarengeschäft oder beim ADAC).
•
Unfallfreiheit, Austauschmotor, Kilometerstand schriftlich im Kaufvertrag festhalten.
•
Kfz-Brief überprüfen (ist der Verkäufer tatsächlich eingetragen?)
•
Ausweis zeigen lassen!
•
Im Kaufvertrag sollte unbedingt vereinbart werden, ob Zubehörteile wie Verbandskasten, Warndreieck, Radio, CD-Anlage, Skiträger oder Winterreifen im Preis enthalten
sind.
•
Die TÜV-Plakette sagt nur aus, dass das Fahrzeug bei der letzten Hauptuntersuchung
verkehrssicher war. Es ist keine „Garantieplakette“ für den technischen Zustand.
•
Vorsicht bei Rost, undichtem oder ölverschmiertem Motor, einseitig abgefahrenen Reifen...
•
Lass Dich von jemandem beraten, der von Autos etwas versteht und nicht nur angibt,
etwas zu verstehen.
•
Du kannst das Auto aber auch vom TÜV oder einer Werkstatt schätzen lassen (kostet
ca. 50 bis 100 EUR).
•
Bevor Du den Kaufvertrag unterschreibst, solltest Du unbedingt eine Probefahrt unternehmen. Bei dieser Tour kannst Du am besten feststellen, ob das Auto Deinen
Erwartungen entspricht. Achtung: Für Schäden bei der Probefahrt haftest Du!
•
Wenn das Fahrzeug „stillgelegt“ ist, kannst Du über die Zulassungsstelle oder eine Automobilwerkstatt ein „rotes Kennzeichen“ für die Probefahrt besorgen.
•
Nicht gleich jedes Auto zu jedem Preis kaufen. Preise
vergleichen, handeln. Beim TÜV oder in Motorzeitschriften
gibt es auch Gebrauchtwagenpreislisten.
•
Lass unbedingt die Finger von Leasingangeboten, auch
wenn diese noch so verlockend klingen. Das Leasen eines
Autos ist mit enormen Kosten verbunden.
37
auto
II. Zulassung
Die Zulassung erfolgt auf der Kfz-Zulassungsstelle (beim Landratsamt).
Du brauchst dazu:
- Personalausweis oder Reisepass
- Kfz-Brief
- Bescheinigung über die Abgasuntersuchung (ASU)
III. Autoversicherung
Siehe Versicherungen ab Seite 34
IV. Kosten
Bevor Du Dir ein Auto kaufst, musst Du unbedingt überprüfen, ob Du Dir ein Auto überhaupt
leisten kannst.
Kfz-Steuer
EUR ___________________________Jahr
Haftpflichtversicherung
EUR ___________________________Jahr
TÜV-Zulassung
EUR ___________________________Jahr
Benzin 15.000 km im Jahr
EUR ___________________________Jahr
Reifen/Öle etc.
EUR ___________________________Jahr
Reparaturen/Ersatzteile
EUR ___________________________Jahr
Wertverlust/Rücklagen
EUR ___________________________Jahr
Summe
EUR ___________________________Jahr
:12 = EUR ___________________________Monat
Die Kosten erhöhen sich bei einem Unfall, bei Bußgeldern oder wenn Du das Auto über einen
Kredit finanziert hast.
38
beratung
Jeder Mensch kommt einmal in eine Situation (Krankheit, Sucht- oder Drogenprobleme, Arbeitslosigkeit, Partner-, Ehe-, Erziehungsprobleme, Geldschwierigkeiten, Schulden, Verbraucherfragen, Probleme als Mieter ...), in der er Rat und Hilfe benötigt.
Im ganzen Bundesgebiet sind Beratungsstellen entstanden, die sich auf bestimmte Fragestellungen/Probleme spezialisiert haben.
Suche im Telefonbuch oder in der Zeitung nach der für Dich richtigen Beratungsstelle oder
informiere Dich bei der Caritas, Diakonie, Arbeiterwohlfahrt, Volkssolidarität, Gemeindeverwaltung, Bürgerbüro oder über das Internet.
Scheue Dich nicht, bei einer Beratungsstelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Beispiele:
AIDS-Beratung
Die AIDS-Beratung wird von Gesundheitsämtern, örtlichen AIDS-Hilfen, kirchlichen Trägern
oder Pro Familia angeboten. Neben der Beratung und Betreuung gibt es dort auch Infoschriften und Aufklärungsmaterial.
Agentur für Arbeit
Arbeitslos, Arbeit suchend, gekündigt oder Dein derzeitiger Job ist in Gefahr, dann ist die
Arbeitsagentur Deine Anlaufstelle.
Frauenhaus, Beratungsstelle und Notruf für Frauen und Mädchen
Seelische, sexuelle und körperliche Gewalt gegen Frauen und Mädchen sind leider häufiger der
Fall, als man denkt. Es gibt hier besondere Beratungsdienste für Frauen in Schwierigkeiten
und Notlagen.
Beratungsstellen von kirchlichen und gemeinnützigen Einrichtungen
Es handelt sich dabei auch um Anlaufstellen, die Kontakte herstellen können. Diese Dienste
helfen so z.B. bei persönlichen Schwierigkeiten, bei der Beantragung von Kuren, Erholungsaufenthalten oder Freizeitmaßnahmen.
Für Bedürftige steht häufig eine Kleiderkammer mit gebrauchter, aber noch gut tragbarer Kleidung, Handtücher, Bettwäsche oder Schuhwerk zur Verfügung. Mitunter gibt es auch ein Möbellager, wo Du Dir kostenlos eine Wohnungsgrundausstattung besorgen kannst. Bei Notlagen gibt
es hier eventuell auch finanzielle Hilfen.
Integrationsamt
Das Integrationsamt ist eine Behörde, welche sich für die Rechte und Belange der Behinderten
einsetzt. Angesiedelt ist das Integrationsamt bei den jeweiligen Bezirksregierungen.
Drogenberatung
Rauschmittel wie Alkohol, Medikamente, gleichgültig ob legal oder verboten, zerstören die Persönlichkeit und gefährden Deine Gesundheit. Du brauchst nicht bis oben hin in Problemen zu stecken,
um Dich an die Leute zu wenden, welche Dir Wege aus dem Schlamassel anbieten können.
39
beratung
Mieterschutzbund
Wenn es Schwierigkeiten mit dem Vermieter oder der Immobilien-/Hausverwaltung gibt, bist
Du hier an der richtigen Stelle. Bei einmaligen Anfragen ist die Auskunft meist kostenlos.
Psychologische Beratungsstellen
Erfahrene Psychologen an dieser Beratungsstelle helfen und beraten bei persönlichen, familiären und beruflichen Problemen und in Krisensituationen.
Rechtspfleger beim Amtsgericht
Ein Rechtspfleger erteilt unverbindlich und kostenlos Rechtsberatung bei juristischen Unsicherheiten und Fragen, wenn man z. B. eine Mahnung zugeschickt bekommt, wie man auf eine
Strafanzeige reagieren soll oder was man bei einem Mahnbescheid unternehmen muss. Wenn
offen ist, wie die Sache weitergeht, gibt der Rechtspfleger Auskunft zu möglichen gesetzlichen Rechtsmitteln (Berufung, Widerspruch, Einspruch etc.) und Verfahrensfragen. Der Besuch
beim Rechtspfleger ist allemal billiger als ein Beratungsgespräch beim Rechtsanwalt, der nach
der Gebührenordnung abrechnen muss.
Sexualberatung
Ängste vor der Aufnahme einer sexuellen Beziehung, geringes Lustempfinden, vorzeitiger
Samenerguss und unterschiedliche sexuelle Wünsche zwischen Partnern können für die Betroffenen extrem belastend sein. Die Sexualberatungsstelle hilft bei sexuellen Schwierigkeiten.
Die Sexualberatung kann auch mitwirken, dass Partner zu einem befriedigenden Erleben von
Liebe und Sex gelangen. Deshalb keine falsche Scham oder Komplexe!
Schwangerschaftsberatung
Eine Schwangerschaft wirft eine Reihe von Fragen und Problemen auf.
Schwangerschaftsberatungsstellen bieten viele Möglichkeiten der Hilfe und Unterstützung
an. Sie geben Auskunft über soziale Leistungen, spezielle Hilfen, vermitteln Fördergelder und
wirken beim Ausfüllen von Anträgen mit. Aber auch Ängste und Unsicherheiten werden gemeinsam besprochen und Lösungswege diskutiert. Die Stellen helfen z. B. auch dabei, Babygrundausstattungen zu organisieren und vermitteln eine qualifizierte ärztliche, juristische und
psychologische Beratung.
Soziale Beratung und Schuldnerberatung
Geht es um soziale Notlagen, wirtschaftliche und finanzielle Fragen, ist die Sozialberatung
eine gute Anlaufstelle. Sie hat einen sehr guten Überblick über Hilfsangebote und gesetzliche Ansprüche. Auch mit persönlichen und zwischenmenschlichen Problemen kann man sich
an diese Beratungsstelle wenden. Hast Du Ärger mit dem Ausländeramt, der Wohngeldstelle,
der Agentur für Arbeit oder anderen Behörden? Bei der Sozialberatung kann man Dir sagen,
was am besten zu tun ist.
Die Schuldnerberatung berät und unterstützt Dich, wenn Du Dich mit Schulden oder Krediten finanziell übernommen hast. Warte nicht, bis Dir Deine Schulden und Verbindlichkeiten
über den Kopf wachsen. Rufe bei Unklarheiten zu Kaufverträgen, Krediten oder Geldgeschäften einfach beim Schuldnerberater an und informiere Dich vorher.
40
beratung
Selbsthilfegruppen
Bei Selbsthilfegruppen schließen sich Leute zusammen, welche sich in der gleichen Situation
befinden wie Du, z. B. allein Erziehende, Arbeitslose, Suchtkranke oder Menschen mit speziellen Behinderungen oder Krankheiten. Sie geben ihre Erfahrungen weiter und zeigen Wege auf,
wie man mit ungünstigen Bedingungen, Einschränkungen und einem Handicap zurecht kommen kann.
Suchtberatung
Eine gute Adresse für Menschen mit Abhängigkeiten und deren Angehörige ist die Suchtberatungsstelle. Viele Abhängige haben es sehr schwer, vom „Stoff“ wieder loszukommen. Das
Blaue Kreuz, die Anonymen Alkoholiker, Selbsthilfegruppen oder Suchtberatungsstellen von
kirchlichen Trägern stehen mit Rat und Tat zur Seite.
Telefonseelsorge
Die Telefonseelsorge ist bundesweit unter den gebührenfreien Rufnummern
0180/1110111 und 0180/1110222 zu erreichen. Geschulte und verschwiegene Gesprächspartner stehen Dir in Krisensituationen bei.
Verbraucherberatungsstellen
Bei den Verbraucherschutzstellen kann man sich vor dem Kauf von Geräten oder dem
Abschluss von Versicherungen beraten lassen.
Sonstige Anlauf- und Beratungsstellen
Die Aufzählung der Beratungsstellen auf den letzten Seiten ist nur ein kleiner Ausschnitt des riesigen Hilfeangebots. Werde aktiv und suche Dir für Dein Anliegen die geeigneten Ansprechpartner.
Rat, Unterstützung und ein offenes Ohr findest Du z.B. auch bei folgenden Diensten, Einrichtungen und Trägern:
Arbeiterwohlfahrt
Beratung der Kriminalpolizei
Diakonisches Werk
Gesundheitsamt
Kinderschutzbund
Lebensberatung
Pro Familia
Paritätischer Wohlfahrtverband
Sozialpsychiatrischer Dienst
Mütterzentrum
Bahnhofsmission
Caritas
Erziehungsberatung
Jugendamt
Kolping
Mobiler Hilfsdienst
Rotes Kreuz
Sozialstation
Volkssolidarität
Jugend-Rot-Kreuz
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gesundheit
Das Arbeitsleben ist stressig. Um dem Stress gewachsen zu sein helfen
• eine gesunde Ernährung und viel Flüssigkeit
• ausreichend Bewegung und Sport
• Verzicht auf Nikotin und Alkolhol oder sonstige Drogen
Schließlich soll Dein Arbeitsleben nicht von kurzer Dauer sein.
Interessante Links:
www.bzga.de
www.profamilia.de
www.rauchfrei.de
www.drogen-wissen.de
Noch ein Hinweis zur Praxisgebühr:
Die Praxisgebühr von ......€ muss einmal pro Quartal, also alle 3 Monate bezahlt werden.
Ausnahmen sind Krankenhausbehandlungen im Notfall sowie der Zahnarztbesuch, die nochmals kosten. Dieses Geld bekommt die Krankenkasse, nicht der Arzt.
Es ist wichtig einmal im Jahr zum Zahnarzt zu gehen. Dieser Zahnarztbesuch ist kostenlos,
wenn nur die Zähne kontrolliert werden und Zahnstein entfernt wird. Wenn Du später mit
Deinen Zähnen Probleme bekommst, zahlt die Krankenkasse nur Zuschüsse, wenn Du 10 Jahre
lang einen jährlichen Zahnarztbesuch im Bonusheft vorweisen kannst.
Jeder Versicherte kann bei seiner Krankenkasse eine Zuzahlungsbefreiung beantragen, wenn er
2% seines Bruttojahresgehaltes für Medikamente und Arzt (Praxisgebühr) ausgegeben hat. Bei
einer chronischen Erkrankung geht das schon bei 1%. Nähere Infos bekommst Du bei Deiner
Krankenkasse. Scheue Dich nicht nachzufragen!
schriftverkehr
Verträge, Kündigungen, Rechnungen, Mahnungen, Versicherungsscheine, Gehaltsabrechnungen, Bescheinigungen.....
Alles ab in eine Schublade?
Lieber nicht! Man verliert nur zu leicht den Überblick. Es ist wichtig stets Ordnung und Übersicht in seinen Akten zu haben. Lege Dir einen, oder auch zwei
Ordner mit einem Register an und hefte Papierkram immer thematisch, und vor
allem sofort ab. Hohe Briefberge rächen sich und nach kurzer Zeit weiß man
nicht mehr wo was hin gehört.
Oft ist es auch nicht einfach den richtigen Brief mit dem richtigen Inhalt zu
schreiben. Auf den nächsten Seite findest Du einige Musterbriefe, die Dir vielleicht bei der richtigen Formulierung helfen. Du kannst natürlich auch Änderungen vornehmen.
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schriftverkehr
Briefbeispiel 1:
Reklamation eines defekten Handys
Heinz Hermann
Hauptstraße 33
12345 Ehingen
Ehingen, 22.02.2009
Handy Direkt - Versand
- Abteilung Kundenservice Breite Staße 55
23456 Woanders
Reklamation Handy Modell „Call 450”
Lieferschein Nr: B45R33 vom 14.01.2009
Sehr geehrte Damen und Herren,
am 19. Februar erhielt ich endlich durch Ihr Versandhaus als Nachlieferung
mein Mobiltelefon zugeschickt. Leider musste ich feststellen, dass das Gerät
nicht funktioniert. Ich habe das Gerät so bedient, wie es in der Gebrauchsanweisung beschrieben ist. So habe ich den Apparat über Nacht aufgeladen
und wollte am nächsten Tag meine Mutter anrufen. Nach 30 Sekunden Einsatz war der Akku aber bereits wieder leer.
Ich bin stocksauer. Zunächst musste ich 8 Wochen auf die Lieferung warten.
Zwei versprochene Liefertermine haben Sie nicht eingehalten. Und nun bekomme ich ein defektes Gerät zugesandt. Ich fordere Sie auf, mir innerhalb
der nächsten 7 Tage ein neues Gerät zuzusenden. Sollte dies nicht möglich
sein, überweisen Sie mir bitte unverzüglich mein bereits bezahltes Geld
zurück. Meine Bankverbindung lautet: Raiffeisenbank Ehingen, BLZ 711 510
20, Kontonummer: 345754.
Mit freundlichem Gruß
Heinz Hermann
Anlagen:
1 Handy in Originalverpackung
1 Garantieschein, 1 Lieferschein
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schriftverkehr
Briefbeispiel 2:
Nachfrage zur Zahlung des Arbeitslosengeldes
Frank Mayer
Im Blick 2
34567 München
München, 28.09.2009
Agentur für Arbeit München
Leistungsabteilung
Frau Müller
Postfach 45 99
34567 München
Zahlung des Arbeitslosengeldes
Frank Mayer, geb. 13.02.1988, Stammnummer 456 78
Sehr geehrte Frau Müller,
am 23. Juli 2009 habe ich meine Ausbildung zum Beikoch im Berufsbildungswerk Dürrlauingen abgeschlossen und mich am 13. 03.2009 arbeitssuchend und gleich nach Ausbildungsende am 24.07.2009 in Ihrer Behörde
arbeitslos gemeldet. An diesem Tag stellte ich bei Ihnen einen Antrag auf
Arbeitslosengeld. Sie haben mich beim Ausfüllen der Antragsunterlagen
tatkräftig unterstützt.
Bis heute habe ich immer noch kein Geld bekommen. Bitte teilen Sie mir
umgehend mit, wann ich mit einer Leistungszahlung rechnen kann. Ich muss
meine Miete bezahlen und meinen Lebensunterhalt bestreiten. Meine Ersparnisse sind inzwischen verbraucht.
Mit freundlichem Gruß
Frank Mayer
44
schriftverkehr
Briefbeispiel 3:
Kündigung eines Vertrages
Stefanie Bruns
Baumweg 5
56789 Freiburg
Freiburg, 11.02.2009
Telefonia AG
Postfach 110
78900 Hamburg
Kündigung meines Vertrages, Kundennummer: 111 222 333
Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit möchte ich meinen Handyvertrag mit o. g. Nummer fristgerecht zum
01.06.2009 kündigen.
Bitte senden Sie mir eine schriftliche Bestätigung zu.
Mit freundlichen Grüßen
Stefanie Bruns
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schriftverkehr
Briefbeispiel 4:
Widerruf einer Zeitschriftenbestellung
Tina Hausert
Auf der Belche 14
13579 Wolkensdorf
Wolkendorf, den 09.10 2009
Einschreiben per Rückschein
Online Zeitschriftendienst
- Leserservice Allee 7
11223 Bergburg
Widerruf der Zeitschriftenbestellung
Kundennummer: 2345/776/faz
Sehr geehrte Damen und Herren,
am 6. Oktober stand ein Zeitschriftenwerber Ihrer Firma vor meiner Wohnungstür. Hierbei konnte er mich zur Bestellung einer Sport-Illustrierten
überreden. Nach reiflicher Überlegung möchte ich jedoch die Zeitschrift nun
doch nicht beziehen.
Hiermit widerrufe ich fristgerecht den mit Ihnen am 06.10.2009 in Wolkendorf geschlossenen Vertrag über den Bezug der Wochenzeitschrift „Brot und
Spiele.“
Damit mache ich von meinem Recht des Widerrufs von Haustürgeschäften
Gebrauch.
Mit freundlichen Grüßen
Tina Hausert
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schriftverkehr
47
Haushaltsplan Hotlines Wohnungsamt Miete Fre
Freizeit Zeitarbeit Lebenslauf Traumjob Arbeitsplatzsuche Z
itsplatzsuche Arbeitspapiere Freizeit Hartz IV Ratenkauf Wasser R
Lebenslauf Kündigung Krankenkassen Zeitungsanzeigen Autok
rankenkassen Arbeitslosigkeit Autokauf Finanzierungskauf Haftpflichtve
Hotlines Nebeneinkommen Strom
HaftpflichtversicherungFinanzie
ungsgebühr Arbeitslosengeld II
Miete Nebenkosten Heizung Bewerbu
kmeldung Überweisung Verträge ArbeitslosengeldKredit
Krankmeldung Verträ
ungsamt
Haftpflichtversicherung Bewerbung Krankheit Wasser Strom
Kranke
Mieterschutzbund
Verträge
Vorstellungsgespräch Kredit
Überweis
Handy Scheck Autokauf Arbeitsplatz GEZ Geld Zeitungsan
Kündigung Veränderungsmitteilung Kontoführungsgebühr Nebeneink
Mietvertrag Arbeitslosengeld Ratenkauf Lastschrift Arbeitslosig
Lastschrift Agentur für Arbeit Meldepflicht SIS Beratung Traum
Zulassung Stellensuche Bewerbungsunterlagen Arbeitslose
Wohngeld Sparen Kaution
Hotlin
Wohngeld Ratenk
Zeitschriftenabos
Geld Vorstellungsgespräch
Finanzamt Rentenversicherung Hartz
Pflegeversicherung
Heizung
Vermögenswirksame Leistung Freize
ersicherung Krankenversicherung
Haushaltsplan Lebe
Meldepflicht
gsgebühr Kündigungsschreiben
Zeitarbeit Arbeitsplat
Geld
Beratung
Hartz IV Vorstellungsgespräch
Arbeitspapiere Krankenk
e Leistung Handy Scheck Autokauf Lastschrift Kündigung Hotlin
chtversicherung Veränderungsmitteilung Ratenkauf Haftpflichtversich
Mietvertrag Arbeitslosengeld Kontoführungsgebühr Verträ
Arbeitspapiere SIS Agentur für Arbeit Krankmeldung Wohnungsam
Haushaltsplan Zulassung Stellensuche Arbeitslosengeld Heizung Miet
Freue Dich an Deinen Erfolgen und an Deinen Plänen.
Kaution
Nebenkosten Sparen
Verträge
Strebe
wohl danach, weiter
zu kommen, Arbeits
Arbeitsplatz
doch bleibe bescheiden:
Vorstellungsgespräch GEZ Bewerbungsunterlagen
Mietersch
Das ist ein guter Besitz im wechselnden Glück des
Finanzamt
Wohngeld Zeitschriftenabos RentenversicherungLebens.
Ha
(St.Pauls Church, Baltimore, USA, 1692)
Krankenversicherung Vermögenswirksame
Leistung
tspapiere Kündigungsschreiben Pflegeversicherung Krankheit
48
schriftRatenkauf
verkehr
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