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Handwerk: „Wie demografiefest bin ich?“ - WirtschaftsDienst

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Monatliche Wirtschaftsnachrichten aus
Niedersachsen und seinen Regionen
regional
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unabhängig
l
überparteilich
November / Dezember 2013
Gesprächsstoff
>> LEER. Der Markt für Wohn- und Geschäftshäu-
Sie haben auch Gesprächsstoff über sich und Ihr
Unternehmen? Sprechen Sie uns an.
Foto: HWK hildesheim-SÜDNIEDERSACHSEN
Wohn- und Geschäftshäuser: Dynamik in Ostfriesland
[kre|H|tiv] Netzwerk Hannover e.V.. . . . . . . . . . . . . . 8
Ärztekammer Niedersachsen. . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
BARRI-MESS. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2
beclever werbeagentur AG. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
CDU-Fraktion Niedersächsischen Landtag. . . . . . . 4
Deutsch-Arabischer WirtschaftsDienst. . . . . . . . . . 2
Deutsche Management-Akademie Nds. gGmbH. . . 6
Dr. Buhmann Schule Hannover gGmbH . . . . . . . . . 8
Engel & Völkers Commercial Ostfriesland. . . . . . . . 1
Gulya, Dr. Viktoria. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen.1
hannoverimpuls GmbH. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
HKS Sicherheitsservice GmbH . . . . . . . . . . . . . . . . 6
JF MESSEKONZEPT GmbH & Co. KG. . . . . . . . . . 5
Landesinitiative Energiespeicher- und systeme. . . . 8
Landesinitiative Generationengerechter Alltag. . . . 1
Landesinitiative Niedersachsen Aviation. . . . . . . . . 5
Landkreis Göttingen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2
mediaTest digital GmbH. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
Metropolregion H-BS-GÖ-WOB. . . . . . . . . . . . . . . . 4
Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung Nds.. . . . 4
MoWi Systems . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1
NBank. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
Ostfalia Hochschule für angewandte Wissensch.. . 6
Sartorius AG. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
Scharnbacher Sicherheitstechnik GmbH. . . . . . . . . 1
Schlüter-Elektrotechnik GmbH. . . . . . . . . . . . . . . . . 1
Seaports of Niedersachsen GmbH . . . . . . . . . . . . . 6
Solvay GmbH . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
TransPak GmbH. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4
VIA BREMEN e.V.. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
Volkswagen Group China. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
Wirtschaftsförd. Region Goslar GmbH & Co. KG . . 7
ZUFALL logistics group . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
Wünsche und Bedürfnisse im Alter im Selbstversuch: Burkhard Schlüter und Jürgen Scharnbacher testen die Barrierefreiheit im Alterssimulationsanzug und Rollstuhl (v.l.).
Hildesheim
Handwerk: „Wie demografiefest bin ich?“
>>
HILDESHEIM. Mit den besonderen Wünschen
und Bedürfnissen von älteren Menschen haben sich
vierzehn Handwerksbetriebe aus dem Gebiet der
Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen auseinandergesetzt. Sie wurden Ende November
in Hildesheim mit dem bundesweiten Markenzeichen
„ Generationenfreundlicher Betrieb - Service +
Komfort“ ausgezeichnet. Wie schwierig es im Alter
ist, Messer und Gabel zu halten, eine Bordsteinkante
mit Rollator zu überwinden oder Geld aus dem Portemonnaie zu holen, demonstrierte dabei Ann-Kathrin
Lumpe von der
Landesinitiative Generationengerechter Alltag (LINGA) mit einem AlterssimulatiFortsetzung auf Seite 2
Ostfriesland
ser in Aurich, Emden und Leer erlebt seit einiger Zeit
eine dynamische Entwicklung. 2012 wurden in diesen
drei Kommunen insgesamt 80 Wohn- und Geschäftshäuser mit einem Umsatzvolumen von rund 20 Millionen Euro gehandelt, was in etwa dem Niveau des
Vorjahres entspricht. Dies geht aus dem aktuellen
Marktbericht des international tätigen Beratungsund Vermittlungsunternehmen für Gewerbeimmobilien
Engel & Völkers Commercial hervor. Die durchschnittlichen Kaufpreise in den drei wirtschaftlichen und
kulturellen Zentren Ostfrieslands reichen von 200.000
Euro in Emden über 280.000 Euro in Aurich bis hin
zu 300.000 Euro in Leer. „Die überwiegende Zahl der
Wohn- und Geschäftshäuser liegt in der Größenklasse
von drei bis sechs Wohnungen“, berichtet Andreas
Pilz, Geschäftsführer von Engel & Völkers Commercial
1. Jahrgang
Ostfriesland. Sowohl die Nachfrage als auch das Angebot werden von lokalen Investoren bestimmt. Dabei
handelt es sich vorwiegend um Privatinvestoren, die
schon mehrere Objekte in der Region besitzen.
WirtschaftsDienst Niedersachsen regional:
Insgesamt sind die Bevölkerungszahlen in Aurich, Emden und Leer während der vergangenen Jahre nahezu
stabil geblieben. Jedoch beginnen sich nun die Einwohnerstrukturen innerhalb der Städte zu verändern.
„So wird die Gruppe der besserverdienenden Mieter
stetig größer“, unterstreicht Pilz. Außerdem werde das
städtische Wohnen immer beliebter. „Für 2013 gehen
wir von einem leichten Anstieg der Verkaufszahlen
aus“, heißt es am Ende des Marktreports. Die Mieten
würden aller Voraussicht nach stabil bleiben, hätten
aber bei Objekten mit qualitativ besserer Ausstattung
noch Steigerungspotential. RED
Ausgabe November / Dezember 2013 1
Göttingen
Fortsetzung von Seite 1
Barrierefreiheit messen
Foto: HWK hildesheim-SÜDNIEDERSACHSEN
onsanzug. „Der Anzug versetzt einen in die Lage,
die Schonhaltung älterer Menschen nachzufühlen
und die eingeschränkte Motorik eines 80-Jährigen
hautnah zu erleben“, erklärte Lumpe im Rahmen der
Auszeichnung, die zugleich als Informationsveranstaltung diente. Zu den Handwerkerinnen und Handwerkern, die den Selbstversuch wagten, gehörte auch
Elektrotechnikermeister Burkhard Schlüter von der
Schlüter-Eletrotechnik GmbH aus Hildesheim. Sein
Betrieb beschäftigt sich bereits seit mehreren Jahren
mit dem barrierefreien Planen und Bauen. Eine neue
Erfahrung konnte aber auch Diplomingenieur Jürgen
Scharnbacher von der ebenfalls in Hildesheim ansässigen Scharnbacher Sicherheitstechnik GmbH
machen: er nahm die Perspektive vom Rollstuhl aus
ein. Zu den Betrieben, die sich besonders mit der
Situation älterer Kunden auseinandersetzen, gehört
auch Tischlermeister Friedhelm Wiegmann aus
Elze (Landkreis Hildesheim). Seine mobile Rampe
„ MoWi-Systems“ ermöglicht einen barrierefreien
Weg über Terrassentüren und wurde bereits 2012 mit
dem Innovationspreis Göttingen belohnt. Gemeinsam mit Scharnbacher, Schlüter und den zehn weiteren Handwerksbetrieben unterschiedlicher Gewerke
darf Wiegmann nun den Titel „Generationenfreundlicher Betrieb“ führen. „Diese Urkunde zeigt, dass sie
Spezialisten auf einem Gebiet sind, das für die Ge-
Erstmals hat die Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen vierzehn „Generationenfreundliche Betriebe“
ausgezeichnet.
sellschaft künftig immer wichtiger wird, nämlich den
Erhalt von Lebensqualität und praktikabler Lösungen
für die Generation 50 plus“, unterstreicht Ina-Maria
Heidmann, Hauptgeschäftsführerin der Kammer. Dabei müsse sich jedes Unternehmen heute die Frage
„Wie demografiefest bin ich?“ stellen.
Das Markenzeichen ist eine Initiative des
Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und
Jugend sowie des Zentralverbands des Deutschen
Handwerks (ZDH) und soll nicht nur das Marketing der
Gesundheitsberufe bereichern. Auch Unternehmen
beispielsweise des Bau- oder Sanitärhandwerks, die
individuelle Einbauten anfertigen oder Sicherheitstechnik installieren, können das Markenzeichen nutzen.
Voraussetzung ist eine spezielle Fortbildung, die über
die Handwerkskammern angeboten wird. RED / AB
Deutsch-Arabischer WirtschaftsDienst
>> GÖTTINGEN. Die Bedeutung von barrierefreien
Wohn- und Arbeitsumgebungen kennt Wolfgang
Peter aus seiner eigenen beruflichen Praxis. Als
Behindertenbeaufragter des Landkreises Göttingen weiß er um darum, wie breit Türen sein müssen
oder auf welcher maximalen Höhe Bedienelemente
wie Türdrücker, Schalter oder Handläufe angebracht
werden dürfen, damit sie etwa von Rollstuhlfahrern
genutzt werden können. Aber auch für die richtige
Höhe von Waschtischen oder WC-Sitzen gibt es
genaue Vorgaben. Um das Bewusstsein für die
Barrierefreiheit gerade auch bei Planern und Handwerksbetrieben zu stärken und zugleich ein einfaches Instrument für die Praxis zur Verfügung zu
stellen, hat Peter den „ BARRI-MESS“ entwickelt.
Hierbei handelt es sich um ein rechtwinkles Profil
aus Aluminium mit eingearbeiteter Wasserwaage
und einem Rundstab. Über Messmarkierungen
können etwa Breiten und Höhen abgelesen werden,
im Zusammenspiel mit dem Rundstab lassen sich
aber auch die Unterfahrbarkeit, Bewegungsflächen
oder Steigungen ermitteln. Bestellt werden kann der
„BARRI-MESS“ über die GAB Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung Südniedersachsen mbH
für 57,14 Euro netto. LD
NEU: Erstausgabe Dezember 2013
Deutsch-arabisches Wirtschaftsgeschehen: Jeden Monat in drei Sprachen
Interesse wecken, Brücken bauen und Wirtschaft fördern: Der Deutsch-Arabische WirtschaftsDienst
versorgt Sie ab sofort mit aktuellen Nachrichten zum deutsch-arabischen Wirtschaftsgeschehen. Jeden
Monat informiert der WirtschaftsDienst in deutscher, englischer und arabischer Sprache Unternehmer, Fach- und Führungskräfte sowie Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung aus
Deutschland und von der arabischen Halbinsel mit relevanten Wirtschaftsnachrichten. Im praktischen
PDF-Format steht der Deutsch-Arabische WirtschaftsDienst monatlich zum kostenlosen Download
bereit.
>> Hafenhinterland: Dubai setzt auf Duisburg >> Zehn Milliarden für
Entsalzung, Abwasser und Speicher >> UN-Kaufrecht tritt in Kraft >> Filter für Trinkwasser >> Abu Dhabi: Neue Freizone >> „Drilling Simulator“: Neubau für Tiefbohrungen >>
Deutsche Bahn erhält Auftrag für Bauüberwachung >> Jafza One: HLG baut weiter >>
Saudi-arabische Delegation: Weiterbildung in der Wasser- und Stromwirtschaft >> DubaiTourismus wächst zweistellig: „Deutschland einer der größten Quellmärkte“ >> Meister: „Politik
sollte die Finger von der Geldpolitik lassen“ >> Solarenergie: Daten online >> Großauftrag:
Siemens baut fahrerlose U-Bahn >> Sowitec verstärkt Präsenz in Saudi-Arabien >> „Geschäftsfrauen sollen stärker zusammenarbeiten“ >> Schnelltests ausgeliefert >> WindWasserstoff: 531 Millionen Euro Investition? >> Österreichische Kuppel für Louvre in Abu
Dhabi >> Auf ein letztes Wort: „Go on and get it!“
Aus dem Inhalt:
Wenn Sie den Deutsch-Arabischen WirtschaftsDienst künftig nach Erscheinen direkt an Ihre persönliche E-MailAdresse erhalten möchten, können Sie sich im Internet für ein kostenloses Abonnement anmelden.
Ausgabe November / Dezember 2013 2
Göttingen
Niedersachsen
Sartorius: 15 Millionen Euro für neues Logistik-Center
NBank: Aufsicht bestätigt
>>
>>
Foto: schröter
GÖTTINGEN. Zehn Jahre ist es her, dass die
ZUFALL logistics group sämtliche Logistik-Aktivitäten
für den Göttinger Technologiekonzern Sartorius übernommen hat. Jetzt investieren beide Unternehmen rund
15 Millionen Euro in den Neubau eines Logistik-Centers.
Am 20. November wurde im neuen Logistikpark Siekanger im Göttinger Stadtteil Grone unweit der Autobahn 7
der Grundstein dafür gelegt. Grund für diesen Schritt war
das zuletzt starke Wachstum von Sartorius und die Tatsache, dass das vor zehn Jahren gebaute Logistik-Center in der Karl-Arnold-Straße schon jetzt an seine Kapazitätsgrenzen stößt. „Wir sind stolz, dass Sartorius für
seine ambitionierten Wachstumsziele weiter auf unsere
Logistik-Kompetenz setzt“, erklärte Zufall-Geschäftsführer Jürgen Wolpert, der das neue Logistik-Center als
Symbolische Grundsteinlegung am Siekanger: Ursula Haufe, Wolfgang Meyer, Volker Niebel, Peter Müller-Kronberg
und Jürgen Wolpert (v.l.).
eine „Investition in die Zukunft“ betrachtet. „Gleichzeitig
wird damit die jahrelange vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Sartorius bestätigt.“ Freude herrschte auch bei
Volker Niebel, Mitglied im Sartorius Executive Committee. „Das neue Center wird dreimal so groß sein wird wie
das bisherige in der Karl-Arnold-Straße und darüber hinaus sind in allen Lagerbereichen Ausbaumöglichkeiten
vorgesehen, um auch unsere weiteren Wachstumsziele
optimal zu unterstützen“, sagte er.
Die 15.000 Quadratmeter große Logistikhalle ist das
erste Bauprojekt in dem neu ausgewiesenen Areal am
Groner Siekanger. Während der vorbereitenden Arbeiten wurden auf dem 3,5 Hektar großen Grundstück rund
27.000 Kubikmeter Erde bewegt. Auf einer Fläche von
weiteren 1.000 Quadratmetern entsteht ein Repair-Center mit Labor- und Werkstattflächen sowie Büro- und
Sozialräumen mit rund 2.000 Quadratmetern Fläche.
Betreiberin des neuen Logistik-Centers wird die Distribo
GmbH sein, ein Unternehmen, an dem Zufall 74 Prozent
der Anteile hält und Sartorius 26 Prozent. Die Inbetriebnahme ist für Herbst 2014 vorgesehen. Dann steuern
dort zunächst 70 Distribo-Mitarbeiter und 40 Mitarbeiter
von Sartorius den weltweiten Versand der Labor- und
Prozesstechnologie sowie die Produktionsversorgung
aller Göttinger Sartorius-Standorte. PER
Hannover
mediaTest: Siebenstellige Beteiligung für sichere Apps
>> MITTE.
„Wir haben uns bewusst gegen einen
strategischen Investor entschieden“, sagt Sebastian Wolters selbstbewusst. Damit das junge Unternehmen trotzdem weiter wachsen kann, hat der
35-jährige Geschäftsführer der
mediaTest digital
GmbH gemeinsam mit seinen Geschäftspartnern jetzt
erfolgreich eine Beteiligung durch den Hannover Beteiligungsfonds der hannoverimpuls GmbH verhandelt. Mit einer niedrigen siebenstelligen Summe steigt
die Wirtschaftsförderung als Kapitalgeber in das Unternehmen ein, das bereits heute bis zu 30 feste und
freie Mitarbeiter beschäftigt. Gegründet im Jahr 2010,
verfügt mediaTest über ein am Markt einzigartiges
Testverfahren zur Sicherheitsanalyse von Apps und
unterstützt damit Unternehmen bei der Absicherung
ihrer mobilen IT-Infrastruktur. Das Angebot richtet sich
dabei vor allem an zwei Zielgruppen: So können Unternehmen ihre eigenen Apps nach erfolgreicher Prüfung
mit dem mediaTest-Siegel „Trusted App“ auszeichnen
lassen und damit bei Nutzern zusätzlich punkten. Eine
noch größere Bedeutung haben für Wolters und seine
Partner Tobias Berlin, Kai Haller und Danny Rothmund jedoch Unternehmen, die sich vor Wirtschaftsspionage und Datenklau schützen wollen.
Foto: wirtschaftsdienst.info
„Der Markt wird explodieren“
Namhafte Kunden und großes Wachstumspotenzial: Sebastian Wolters und sein Team testen Apps auf ihre Sicherheit.
Die aktuelle Diskussion um die NSA-Abhöraffäre
gebe dem Jungunternehmen derzeit kräftigen Rückenwind, ist Wolters zufrieden. Dass die Hannoveraner dabei technologisch sehr fortgeschritten sind, unterstreichen auch Referenzkunden wie die Deutsche
Bahn, die Deutsche Post, Media Markt, die Sparkassen-Versicherung oder der Autovermieter AVIS. Für
HANNOVER. Die niedersächsische Landesregierung hat über die personelle Besetzung des Verwaltungsrates der Investitions- und Förderbank Niedersachsen ( NBank) für die nächsten fünf Jahre
entschieden. So hat das Kabinett die Wiederberufung
von Daniela Behrens (SPD), Staatssekretärin im
Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, als Vorsitzende des Gremiums beschlossen. Bestätigt worden sind auch Staatssekretär
Frank Doods (SPD,
Niedersächsisches Finanzministerium) als erster Stellvertreter sowie Staatssekretär Jörg Röhmann (SPD, Niedersächsisches
Ministerium für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit
und Integration) als zweiter Stellvertreter der Vorsitzenden. Darüber hinaus wurden die Staatssekretärinnen Almut Kottwitz (Bündnis 90/Die Grünen,
Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz) und Andrea Hoops (Bündnis
90/Die Grünen, Niedersächsisches Ministerium für
Wissenschaft und Kultur) als Mitglieder des Aufsichtsgremiums bestätigt. Auf Vorschlag der Beschäftigten
wurden von der Landesregierung zudem Christian
Löffler und Thomas Hüper-Maus in den Verwaltungsrat berufen. Die NBank ist die Förderbank des
Landes im Bereich der Wirtschafts-, Arbeitsmarkt-,
Wohnraum- und Infrastrukturförderung. RED
die mobilen Geräte ihrer Mitarbeiter werden nur von
mediaTest getestete und als „sicher“ bewertete Apps
freigegeben. So soll verhindert werden, dass Apps
beispielsweise im Hintergrund Adressbücher, E-Mails
oder Dateien an Unbefugte versenden. Doch nicht
nur Unternehmen schätzen das Know-how von mediaTest. Eine Zusammenarbeit besteht auch mit dem
Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), etwa bei der Anpassung der abhörsicheren
Smartphones für die Bundesregierung.
Das zusätzliche Kapital aus der Beteiligung soll vor
allem in technologische Weiterentwicklung und in
den Vertrieb investiert werden. Mit der regionalen
Beteiligung fühlt sich Wolters wohl. Natürlich sei mit
dem Einstieg auch ein Mitspracherecht bei wichtigen
Entscheidungen verbunden, aber das Ergebnis sei
fair und ein eigenständiges Handeln weiterhin möglich. „Wir freuen uns sehr, dass es mit dem Hannover
Beteiligungsfonds gelungen ist, das Team von mediaTest digital in Hannover zu halten“, ist auch hannoverimpuls- und HBF-Geschäftsführer Ralf Meyer zufrieden. „Der Markt für App-Security wird explodieren
und wir sehen mediaTest digital sehr gut positioniert,
seine führende Rolle zu behaupten.“ AB
Ausgabe November / Dezember 2013 3
Niedersachsen
Hannover
Mittelstand im Parlament
>> CELLE.
>>
Die von der Bundesregierung als Schaufenster Elektromobilität ausgezeichnete Metropolregion lieferte zudem einen Überblick über die verschiedenen Projekte
des rund 120 Millionen Euro umfassenden Programms,
das vom Bund und dem Land Niedersachsen gefördert
wird. Das Engagement der Städte, Gemeinden und
Landkreise zeigte der Start einer Flotte von 80 „e-up!“
der Volkswagen AG, die künftig in rund 50 Kommunen
Symbolische Schlüsselübergabe für 80 VW-Elektromobile:
Stefan Schostok, Wolfgang Meyer, Dirk-Ulrich Ende, Dr.
Gert Hoffmann und Thomas Zahn (v.l.).
und kommunalen Betrieben zum Einsatz kommen. Die
Übergabe erfolgte durch Thomas Zahn, Vertriebsleiter Deutschland der Volkswagen AG, noch vor der
offiziellen Markteinführung des „e-up!“. „Das Schaufenster ist ein Zugpferd, das die Bekanntheit und das
Potenzial der Metropolregion zeigt“, ist sich Hoffmann
sicher und fügt hinzu: „Wir haben bewiesen, dass wir
ein so für Niedersachsen wichtiges Projekt wie das
Schaufenster Elektromobilität stemmen können“. Zufrieden zeigt sich auch Metropolregions-Geschäftsführer Raimund Nowak: „Es war unser Anspruch, nicht
nur Gesprächskreise zu schaffen oder ein Netzwerk
der Netzwerke zu sein. Wir wollten eigene Vorhaben
auf den Weg bringen“. Kai Florysiak, seit September zweiter Geschäftsführer, kündigte zudem an, sich
künftig neben den vorhandenen Projekten auch den
Themen Kreativwirtschaft und Gesundheitswirtschaft
widmen zu wollen. „Wir haben in der Metropolregion
hervorragende Ansätze, die wir auf die Metropolregionsebene ziehen, stärker vernetzen und damit sichtbarer machen können.“ RED / AB
Mehr bei „Auf ein letztes Wort“
HANNOVER. „Im Glanz des Drachens - Wie
profitiert Niedersachsens Wirtschaft von der Zusammenarbeit mit China?“ - auf diese Frage gab Dr. Jörg
Mull, Vorsitzender der Deutschen Handelskammer
in China und zugleich Finanzvorstand der
Volkswagen Group China, Ende November Antworten bei
einer gemeinsamen Veranstaltung des Parlamentskreises Mittelstand der
CDU-Fraktion im Niedersächsischen Landtag und der
Mittelstands- und
Wirtschaftsvereinigung der CDU in Niedersachsen.
„Während Deutschland der Stabilitätsanker Europas
ist, ist China der Wachstumsmotor Asiens”, so Mull.
Derzeit engagieren sich etwa 4.500 deutsche Unternehmen in China, der Anteil von mittelständischen Unternehmen liege bei über 80 Prozent. Einer aktuellen
Umfrage unter den knapp 2.500 Kammermitgliedern
gehörten steigende Lohn- und Nebenkosten sowie die
Rekrutierung und das Halten von Mitarbeitern zu den
größten Herausforderungen vor Ort. Das hohe Wachstumspotenzial und die Attraktivität des Absatzmarktes
mache einen gut geplanten Markteinstieg jedoch lohnenswert, so Mull vor den rund 100 Teilnehmern. RED
Foto: foethke
Auf ihrer jährlichen Metropolversammlung hat die
Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg eine positive Bilanz
ihrer Arbeit gezogen. Vor der mit mehr als 500 Teilnehmern gefüllten Celler Congress Union lobten alle
Rednerinnen und Redner den Entwicklungsstand
der von rund einhundert Kommunen, Unternehmen,
Verbänden, Hochschulen und dem Land Niederachsen getragenen Metropolregion GmbH. Hannovers
Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD), der im
Vorfeld der Versammlung den Vorsitz des Aufsichtsrates von seinem Braunschweiger Kollegen Dr. Gert
Hoffmann (CDU) übernommen hatte, betonte die besondere Verantwortung der beiden großen Städte für
das Gelingen der Zusammenarbeit dieses Gebiets mit
fast vier Millionen Einwohnern. „Es geht nicht nur um
eine Metropole, sondern darum, urbane und ländliche
Räume miteinander zu verbinden“, sagte Schostok in
seiner Rede. „Wir haben das Potenzial, gemeinsam
und als Ganzes zukünftig zu den am dynamischsten
wachsenden Regionen in Deutschland zu zählen. Wir
nehmen die Herausforderung gegenüber dem Süden
an. Wir werden unsere Kräfte von Kommunen, Wirtschaft und Wissenschaft bündeln.“
Foto: metropolregion
„Kräfte bündeln“: Metropolregion zeigt sich zufrieden
Machten China zum Thema: Karl-Heinz Bley MdL, Dr. Jörg
Mull, Dirk Toepffer MdL und Andreas A. Sobotta (v.l.).
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Ausgabe November / Dezember 2013 4
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Niedersachsen
„Gute Startbedingungen für die Luft- und Raumfahrt“
bedingungen“ - das war das Motto des diesjährigen
Jahresnetzwerktreffens der Landesinitiative
Niedersachsen Aviation, das Mitte November in Hannover
stattfand. „Niedersachsen verfügt durch seine guten
Standortqualitäten und mit den ansässigen Unternehmen und Forschungseinrichtungen über hervorragende Bedingungen für die Luft- und Raumfahrtindustrie“,
betonte Wirtschaftsstaatssekretärin Daniela Behrens
(SPD) vor den mehr als 300 Besuchern und 35 Ausstellern aus allen Bereichen der Luftfahrt. Neben der
weiteren Vernetzung der Teilnehmer stand die Allgemeine Luftfahrt („General Aviation“) im Mittelpunkt
des eintägigen Branchentreffens. Dieser Bereich
stelle zahlenmäßig den größten Anteil an Luftfahrzeugen und Flugbewegungen insgesamt dar, so Dr.
Peter Heller von der Innovationszentrum Niedersachsen Strategie und Ansiedlung GmbH in seiner
Einführung. Dies umfasse den Individualverkehr in
der Luft, beispielsweise mit Leicht- und Geschäftsreiseflugzeugen, aber auch Rettungshubschrauber
sowie die Sport- und Hobbyfliegerei. Habe die Allgemeine Luftfahrt bisher im Schatten der Großindustrie
gestanden, biete sie sich jedoch hervorragend als
Innovationstreiber für neue Konzepte und Materialien
einer Mobilität der Zukunft an. Wie zukunftsweisende
Konzepte aussehen können, zeigten etwa die AutoGyro GmbH aus Hildesheim mit dem elektrisch betriebenen Tragschrauber „E-GYRO“, die FlywhaleAircraft UG aus Dötlingen (Landkreis Oldenburg) mit
ihrem in Niedersachsen gefertigten Wasserflugzeug
aus CFK-Werkstoffen oder die
CarPlane GmbH
Foto: niedersachsen aviation
>> HANNOVER. „Wer fliegen will, braucht gute Start-
Elektromobilität in der Luft: Staatssekretärin Daniel Behrens (2.v.r.) informiert sich über den „E-GYRO“ aus Hildesheim.
aus Braunschweig, die derzeit ein Kleinflugzeug entwickelt, das sich innerhalb von 15 Sekunden in ein
straßenfähiges Fahrzeug verwandeln kann. Deutlich
wurden an diesen und anderen Beispielen aus der
Praxis die engen Verknüpfungen der Luft- und Raumfahrt mit anderen Bereichen der Mobilitätswirtschaft
wie etwa der Automobilwirtschaft, dem Schiffsbau,
der Schienenverkehrstechnik, der Logistik, aber auch
dem Windkraftanlagenbau. In der Zusammenarbeit
der Branchen lägen noch erhebliche Potenziale für die
Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und zur Schaffung
neuer Arbeitsplätze. Eine stärkere Unterstützung bei
der Vernetzung mit diesen Bereichen auch über die
Landesinitiative Niedersachsen Aviation war daher
ein von vielen Teilnehmern geäußerter Wunsch für die
weitere Netzwerkarbeit. RED / AB
Foto: wirtschaftsdienst.info
Erfolgreiches Werben um neue Mitarbeiter: Andrea Kreutzkam, Martina Kalbitz und Janet Schirmer (v.l.).
beclever werbeagentur AG
Mehr Infos unter:www.be-clever-ag.de
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WirtschaftsDienst Niedersachsen
Netzwerk der Landesinitiative Niedersachsen Aviation
WirtschaftsDienst.info Mediengruppe
erteilen Julia Bremer und Cathrine Kniep unter Telefon 0511
Zentrale Redaktions- und Verlagsadresse:
Volgersweg 58 a, 30175 Hannover
Telefon 0700 26750000 • Telefax 0511 16584150-9
redaktion@wirtschaftsdienst.info
www.wirtschaftsdienst-niedersachsen.de
35779270 oder per
E-Mail.
„JOBMEDI“: Erfolgreiche Premiere in Hannover
in Berlin und Bochum hat Mitte November die Karrieremesse „ JOBMEDI“ erstmals in Hannover stattgefunden. Insgesamt 35 Aussteller informierten im Hannover
Congress Centrum (HCC) über Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie Jobchancen im Ge-
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Weitere Informationen zu den Angeboten und zum
Hannover
>> HANNOVER. Nach erfolgreichen Veranstaltungen
Sicher, dass Ihre Website
keinen neuen Schliff
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sundheitswesen. „Aus Veranstaltersicht sind wir mit der
Premiere sehr zufrieden“, zieht José Rodrigues Freitas, Geschäftsführer der JF MESSEKONZEPT GmbH
& Co. KG aus Osnabrück, ein positives Fazit. Rund
1.500 Besucher, vor allem Schüler, seien allein am ersten Tag gekommen, während am Samstag vor allem
Fachkräfte die Messe besuchten. Zudem seien die begleitenden Vorträge gut angenommen worden. Zufrieden zeigten sich auch die Aussteller wie etwa Martina
Kalbitz von der CARA Seniorendienste GmbH, die
gemeinsam mit ihren Kolleginnen Pflegefachkräfte für
zwei Einrichtungen in Hildesheim gewinnen möchte.
„Das Interesse ist groß - sowohl an Praktika und Lehrstellen, als auch von Fachkräften“, so Kalbitz. Zudem
kämen die Besucher nicht nur aus Hannover, sondern
auch aus Hameln oder Hildesheim. RED / AB
Der WirtschaftsDienst Niedersachsen erscheint monatlich.
Redaktionsschluss: jeweils zum 20. des Vormonats. Auf
www.wirtschaftsdienst-niedersachsen.de können Sie
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Für unaufgefordert eingesandte Texte, Fotos, Manuskripte,
Zeichnungen, etc. übernehmen wir keine Haftung. Namentlich gekennzeichnete Artikel geben nicht die Meinung des
Herausgebers wieder.
Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 1/2013.
Herausgeber / Redaktionsleitung:
Andreas Bosk (V.i.S.d.P.) •
ab@wirtschaftsdienst.info
Verlag und Anzeigen:
movémos / Strategie und Kommunikation
Inhaber Andreas Bosk
info@movemos.de
Strategie und Kommunikation
Ausgabe November / Dezember 2013 5
BraunschweigWolfsburg
foto: dman
>> CELLE. Die
Deutsche
Management Akademie Niedersachsen gGmbH (DMAN)
hat den 57-jährigen Harald
Becker zum Direktor Internationale Beziehungen berufen. Der international erfahHarald Becker
rene Manager ist ab sofort
für das gesamte operative Geschäft der Akademie
in den Regionen Ost-Europa, Asien und Golf-Staaten verantwortlich. Zu seinem Aufgabenbereich gehört insbesondere die Akquise von Weiterbildungsprojekten für die DMAN sowie die Steuerung und
Durchführung dieser Projekte im In- und Ausland.
Als Mitglied der Geschäftsleitung nimmt er außerdem organisatorische und repräsentative Aufgaben
wahr. Der Diplom-Verwaltungswirt begann seine
berufliche Laufbahn in der niedersächsischen Verwaltung. 1998 wechselte er in die Wirtschaft. Zuletzt leitete er als Senior Director Consulting den
ERP-Servicebereich von Infor Global Solutions in
Deutschland, Österreich und der Schweiz. Becker,
der beim Skifahren und Golfen entspannt, lebt mit
seiner Familie in Langenhagen. RED
BraunschweigWolfsburg
Karger führt Ostfalia
foto: ostfalia
>>
WOLFENBÜTTEL. Der
Senat der
Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften hat Prof. Dr.
Rosemarie Karger einstimmig zur neuen Präsidentin
gewählt. Im Anschluss tagte
Prof. Dr. R. Karger
der Hochschulrat und gab
sein Votum ebenfalls einstimmig ab.
Damit steht seit der Gründung der Hochschule im
Jahr 1971 nun erstmals eine Frau an der Spitze
der Hochschulleitung. Karger studierte und promovierte an der Universität Hannover im Fachbereich
Bauingenieur- und Vermessungswesen. Zunächst
als wissenschaftliche Assistentin und Lehrkraft
tätig, folgte eine selbständige Tätigkeit als Ingenieurin. Es folgte der Ruf an die damalige Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel - die heutige
Ostfalia Hochschule. Seit September 2004 ist die
Wissenschaftlerin und Autorin zahlreicher Publikationen Vizepräsidentin der Hochschule und leitet
das Ressort Forschung, Entwicklung, Technologietransfer. RED
Seehäfen: Seaports werben um Offshore-Industrie
>>
OLDENBURG / FRANKFURT. Die niedersächsischen Häfen als Standorte für die OffshoreWindindustrie - dafür hat die Seaports of Niedersachsen GmbH vom 19. bis 21. November auf der
internationalen Windenergie-Fachmesse EWEA
Offshore in Frankfurt geworben. Die Hafenmarketinggesellschaft, die zugleich die in den Häfen tätigen Unternehmen repräsentiert, hat dabei erneut für
die hervorragenden Bedingungen für die Produktion,
Montage und Umschlag von Offshore-Windenergieanlagen sowie die damit in Zusammenhang stehenden Logistik-Services in den niedersächsischen
Seehäfen geworben. Mehrere Vertreter aus den Häfen wie Brake, Cuxhaven, Emden, Nordenham und
Wilhelmshaven nutzten den Seaports-Messestand
als Kommunikationsplattform und zum Informationsaustausch mit Windenergie-Entscheidern und
stellten dabei ihre umfangreichen Hafendienstleistungen für die Windenergiebranche vor. Niedersachsens Seehäfen gelten mit ihren bestehenden
Infra- und Suprastrukturen als wichtige Basishäfen
in Deutschland für die Errichtung und die Versor-
gung von Offshore-Windparks in der Nordsee.
„Während der dreitägigen Veranstaltung konnten
wir feststellen, dass das Fachpublikum und wichtige
Entscheidungsträger, unter anderem aus Großbritannien, Asien und den USA von den Logistik- und
Servicekompetenzen sowie von den ausgezeichneten Entwicklungspotentialen der Offshore-Branche
in den Niedersächsischen Seehäfen begeistert waren. Diese Begeisterung tragen wir gerne mit in das
kommende Jahr und werden weiterhin die Vermarktungsaktivitäten unserer Offshore-Kompetenzen
vorantreiben“, fasste Seaports-Geschäftsführerin
Inke Onnen-Lübben ihren Eindruck von der Messe
zusammen. Die Veranstalter zählten mehr als 8.000
Besucher.
Eine andere Zielgruppe, nämlich Verlader und Spediteure aus der Türkei und benachbarter Staaten,
stand zudem vom 21. bis 23. November im Fokus
eines gemeinsamen Messestandes von Seaports und
VIA BREMEN e.V. auf der Fachmesse
„ logitrans“ in Istanbul. LD
Göttingen
Sichere Identität: „ID Award“ für „Bio-Pen“
>>
FRANKFURT / HARDEGSEN. Kennzeichungssysteme, Datenerfassung, IT-Software und Hardware,
Datenkommunikation und Systemintegration - zu diesen
Themen informierten sich Anfang November rund 1.300
Fachbesucher auf der internationalen Fachmesse „
EURO ID“ in Frankfurt. Zugleich bot die Messe den
Rahmen für die Verleihung des „ID Awards“, der in der
Kategorie „Sichere Identität“ in diesem Jahr an die
HKS Sicherheitsservice GmbH ging. Deren Geschäftsführender Gesellschafter Heiko S. Keilholz nahm die
Auszeichnung zusammen mit seiner Tochter AnnaLena Keilholz für das biometrisches Sicherheits-Identifikationssystem „Bio-Pen“ entgegen. Der in Kooperation mit den Unternehmen Dyna Sig (Phoenix, USA)
und Secure Signature Systems Ltd. (London, UK)
entwickelte Kugelschreiber erkennt mit Hilfe von Sensoren seinen Nutzer. Sie ermitteln den Druckpunkt des
Schreibers, seine Schreibgeschwindigkeit und typographische Merkmale - das Schriftbild hingegen hat keine
Bedeutung. Nachdem diese Daten erstmalig erfasst
und auf einem Server gespeichert sind, ermöglicht der
„Bio-Pen“ bei jeder späteren Nutzung die Identifizierung
des „richtigen“ Schreibers. Im Vergleich zu anderen biometrischen Methoden wie beispielsweise dem Scannen
der Iris mit einem Laserstrahl, der Gesichtsfeldvermessung, dem Fingerabdruck oder der Spektralanalyse der
Foto: Mesago Messe Frankfurt GmbH
Neuer Akademie-Direktor
Oldenburg
Überzeuten mit dem „Bio-Pen“: Heiko S. Keilholz (2.v.l.)
und Anna-Lena Keilholz (3.v.l.) konnten in Frankfurt den
„ID Award“ entgegennehmen.
Stimme habe das Verfahren eine höhere Akzeptanz,
eine geringere Fehlerquote und spare Zeit, erklärt
Unternehmensgründer und -inhaber Keilholz. Neben
dem „Bio-Pen“ arbeitet das Unternehmen an der Fertigstellung des „ExTrack“, einem innovativen Gerät zur
Detektion von Sprengstoffen und Betäubungsmitteln.
Beide Lösungen ergänzen das Dienstleistungsangebot
in den Bereichen Sicherheitsmanagement, Industrie-,
Objekt-, Veranstaltungs- und Personenschutz. Insgesamt beschäftigt die HKS Sicherheitsservice GmbH
250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Innerhalb der HKS
Gruppe, zu der auch die HKS Unternehmensberatung
& Service GmbH und die WENDLER Alarmanlagen
GmbH gehören, werden 610 Personen an den Standorten Adelebsen, Hardegsen, Schwerte und Hamburg
beschäftigt. RED / AB
Ausgabe November / Dezember 2013 6
BraunschweigWolfsburg
Niedersachsen
„Nicht nur gründen, sondern auch am Markt bestehen“
Foto: wirego
dern auch erfolgreich am Markt bestehen“ - unter
diesem Motto haben sich 34 Beraterinnen und
Berater aus der Region Goslar unter der Regie
der Wirtschaftsförderung Region Goslar GmbH
& Co. KG (WiReGo) zu einem Beratungsnetzwerk
zusammengeschlossen. Sie decken Themen wie
Marketing, Finanzierung, Steuern, Recht und vieles mehr ab. Jetzt fand der zweite Gründungstag
von WiReGo und Beratungsnetzwerk statt und hat
in der Resonanz die positive Bilanz des Vorjahres
noch einmal bestätigt. „Wieder fast 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer belegen, dass sich die
WiReGo inzwischen als zentrale Anlaufstelle für
Gründer nehmen das Angebot an: Wirtschaftsförderung
und Netzwerk organisierten den Gründungstag Goslar.
Existenzgründer in der Region etabliert hat“, freut
sich WiReGo-Geschäftsführer Dr. Jörg Aßmann.
„Dabei haben wir unsere Vortragspalette auch bewusst um die Unternehmensnachfolge und um Themen zur Unternehmensführung erweitert.“ So referierten die Mitglieder des Beratungsnetzwerks in elf
Vorträgen zu Themen wie etwa Kundenbindung,
Arbeitsrecht, Patentschutz, Kundengewinnung
und Business-Plan. Gleichzeitig bestand die Möglichkeit, an kleinen Ständen direkte Gespräche mit
den Experten zu führen. „Das Beratungsnetzwerk
spielt auch über den Gründungstag hinaus eine
wichtige Rolle für uns“, bestätigt Stephan Grenz,
der das Netzwerk bei der WiReGo koordiniert. „So
werden wir auch im nächsten Jahr wieder mehr als
40 Veranstaltungen für Gründungsinteressierte anbieten und greifen dabei regelmäßig auf Referenten
des Netzwerks zurück.“ In diesem Jahr rechnet die
WiReGo mit mehr als 200 Gründungsberatungen.
Rund 75 Vorhaben werden dabei intensiver begleitet und unterstützt. RED
Für weitere Informationen zum Beratungsnetzwerk
sowie den Angeboten für Günder steht Stephan Grenz
unter Telefon 05321 76701 oder per
E-Mail bereit.
>> HANNOVER. Mit Privat-
foto: äkn/helge krückeberg
>> GOSLAR. „Nicht nur erfolgreich gründen, son-
Frühauf führt Kammer
dozent Dr. Nils Frühauf hat
die
Ärztekammer Niedersachsen (ÄKN) seit November einen neuen Ärztlichen
Geschäftsführer. Bereits seit
1. April unterstützt der 44Dr. Nils Frühauf
jährige Facharzt für Chirurgie
die Kammer im Geschäftsbereich Ärztliche Versorgung, hier insbesondere in den Bereichen Ärztliche
Stelle, Fortbildung und Qualitätsmanagement.
Frühauf folgt auf Dr. Dr. Hans-Walter Krannich,
der zum 31. Oktober in den Ruhestand gegangen
ist, und wird sich nun zusätzlich der Ärztlichen
Weiterbildung widmen. Zuvor war Frühauf als
Geschäftsführender Arzt bei der Region Nord der
Deutschen Stiftung für Organtransplantation
(DSO) in Hannover beschäftigt. Nach dem Studium
und einer ersten Station an der
Medizinischen
Hochschule Hannover (MHH), arbeitete er bis zunächst als Oberarzt am
Universitätsklinikum
Essen. Zurück in Hannover studierte er berufsbegleitend Betriebswirtschaft und Krankenhausmanagement und erwarb 2012 den Abschluss Master
of Business Administration (MBA). RED
Expertentipp
Neues EU-Programm fördert Kultur und Medien
Wie könnte man in Städten und Gemeinden Kultur
und Medien finanziell fördern? Unter dem Namen
„KREATIVES EUROPA“ startet im kommenden
Jahr ein neues Rahmenprogramm für die Kulturförderung für Städte und Kommunen. Auch wenn die
letzten formalen Details erst nach der offiziellen
Beschlussfassung durch Europäisches Parlament
und Europäischen Rat im Dezember bekannt gegeben werden, ist der künftige Rahmen des Förderprogramms bereits weitgehend ersichtlich, so dass sich schon jetzt die Grundlageninformation für
die Planung aussichtsreicher europäischer Kooperationsprojekte vermitteln
lässt. Besonders wichtig ist hierfür das Verständnis für den kulturpolitischen
Hintergrund der EU-Kulturförderung und dessen neue thematische Schwerpunktsetzung. Auf dieser Basis gelingt es leichter, interessante und in die
Philosophie des Programms passende Projekte zu konzipieren.
Dazu werden an verschiedenen Orten schon jetzt Seminare und Workshops
angeboten. So etwa ein Seminar mit Trainingsworkshop zum Thema „Europa
fördert Kultur – aber wie?“, das der Cultural Contact Point Germany (CCP)
in mehreren Städten durchführt. Eine Übersicht der aktuellen Termine steht
im Internet bereit. Zu den Inhalten gehören die Grundlagen der EU-Kultur-
von Dr. Viktoria Gulya
förderung - sowohl des Programme „KULTUR“ (2007-2013), als auch „KREATIVES EUROPA“ (2014-2020) -, der kulturpolitische Hintergrund, Grundlagen
der Antragstellung, Bewilligungskriterien und praktische Tipps, der „Blick
durch die EU-Brille“, die Projektpartnersuche, alternative beziehungsweise
ergänzende Fördermöglichkeiten und eine wirksame Öffentlichkeitsarbeit.
Vertiefend gibt es zahlreiche Beispiele geförderter Projekte sowie praxisnahe Hinweise aus der langjährigen Beratungspraxis des CCP als nationaler
Kontaktstelle für die EU-Kulturförderung. Das Seminar zielt darauf ab, ein
klares Bild davon zu bekommen, wodurch sich aussichtsreiche Projektanträge auszeichnen. Nach einem kompakten, aber umfassenden Präsentationsteil wird das Gelernte in einem interaktiven Trainingsworkshop umgesetzt.
Heraus kommen erste Ansätze antragsfähiger Projekte und wie solche mit
Aussicht auf Erfolg konzipiert werden können.
Mit der Veröffentlichung des Programmleitfadens zu „KREATIVES EUROPA“ sowie der Antragsunterlagen für Kooperationsprojekte, Übersetzungen,
Netzwerke und Plattformen wird für Dezember gerechnet. Die Frist zur Einreichung von Projektanträgen wird voraussichtlich Anfang März 2014 enden.
Dr. Viktoria Gulya begleitet Unternehmen sowie wissenschaftliche Einrichtungen und
Kommunen bei der Beantragung von Fördermitteln aus europäischen Förderprogrammen. Für weitere Fragen zum Thema steht sie per
E-Mail zur Verfügung.
Ausgabe November / Dezember 2013 7
Hannover
„#creativecoder{“: Traineeprogramm gegen Mangel
Foto: [kre|H|tiv] Netzwerk Hannover e.V.
>> HANNOVER. Mit einem bundesweit einmaligen Traineeprogramm wollen Unternehmen der
IT- und Kreativ-Branche in der Region Hannover
dem Fachkräftemangel begegnen. Kreativität, Fantasie, logisches Denkvermögen und Leidenschaft
am Programmieren - diese Eigenschaften sollen
künftig einen „#creativecoder{“ ausmachen. Da der
„#creativecoder{“-Initiatoren geben den Startschuss am
Leibniz-Denkmal.
Arbeitskräftebedarf nicht durch die gängigen, langjährigen Ausbildungen und Studiengänge gedeckt
werden kann, soll jungen Programmier-Talenten
eine schnelle und erfolgversprechende Alternative
ermöglicht werden. In Zusammenarbeit mit dem
[kre|H|tiv] Netzwerk Hannover e.V. und der Dr.
Buhmann Schule Hannover gGmbH erstellten sie einen einjährigen Lehrgang, der von der IHK zertifiziert
wurde. Während der theoretische Teil an ein bis zwei
Tagen pro Woche in der Dr. Buhmann Schule stattfindet, übernehmen die Unternehmen an vier Tagen
pro Woche die praktische Ausbildung. Der Lehrgang
zum „Creative Coder (IHK)“ beginnt am 1. April 2014,
Bewerbungsschluss ist der 31. Januar 2014. RED
Unternehmen, die an einer Mitwirkung an dem Projekt
interessiert sind, erhalten weitere Informationen im
Internet oder unter Telefon 0511 300333-42.
Niedersachsen
Energieexperten tagen: Kavernen, Batterien und Zellen
>> HANNOVER. Mit rund 150 Teilnehmern aus For-
Foto: landesinitiative energiespeicher
schung, Wirtschaft und Verbänden fandim November
das 2. Niedersächsische Forum für Energiespeicher
und -systeme statt. Begleitet wurde die Veranstaltung
der Landesinitiative Energiespeicher- und systeme
durch eine Fachausstellung über Wärmespeicherung, Lithium-Ionen-Batterien und bedarfsorientierte
Bereitstellung erneuerbarer Energien. Darüber hinaus fanden im Rahmen des Forums die Verleihung
des Schülerwettbewerbs „Junge Energiewender“
sowie ein Lehrerseminar statt. Grundanliegen der
energiepolitischen Nachhaltigkeitsstrategie und damit Schlagworte der Energiewende seien die Energieeffizienz, Ressourcenschonung, Steigerung der
Wettbewerbsfähigkeit sowie die Speichertechnologie, fasst Almut Kottwitz (Bündnis 90/Die Grünen),
Staatssekretärin im Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz, zusammen.
Deshalb sei die Landesinitiative die zwingende Kon-
Wollen die Energiewende mit Speichersystemen voranbringen: Daniela Behrens, Dr. Andreas Meier und Landesinitiativen-Leiter Oliver Bub (v.l.)
sequenz und der politischen Auftrag an Forschung
und Unternehmen. Ziel der Initiative ist die Förderung
der Zusammenarbeit von Wirtschaftsunternehmen
und Forschungseinrichtungen. Zu den Themen gehören die Entwicklung leistungsfähiger Speichertechnologien beispielsweise für Wasserstoff oder Methan
zu entwickeln, die Herstellung neuer, langlebiger
Batterien, die wirtschaftliche Nutzung oder der Bau
natürlicher Erdspeicher sowie die Weiterentwicklung
ganzer Energiesysteme wie Kraft-Wärme-Kopplung
oder Wärmepumpensysteme.
Gastgeber des Forums war die
Solvay GmbH
in Hannover. Mit dem gemeinsam mit der
E.ON
Hanse AG betriebenen Projekt „Power to Gas“ in
Hamburg, der Beteiligung am Projekt „ HyUnder“
zur Untersuchung von Salzkavernen zur Wasserstoffspeicherung sowie der Technologieentwicklung
im Bereich Wasserstoff und Brennstoffzellen engagiere sich das Chemieunternehmen stark für die
Energiewende, so Geschäftsführer Dr. Andreas
Meier. Die Prämierung des Schülerwettbewerbs, an
dem sich Schülergruppen der 8. bis 10. Klassen mit
kreativen Ideen im Bereich Erneuerbare Energien
einbringen konnten, übernahm Wirtschaftsstaatssekretärin Daniela Behrens (SPD). Den ersten Platz
errang das Neue Gymnasium Oldenburg, gefolgt
vom
Gymnasium am Silberkamp in Peine, dem
Theodor-Heuss-Gymnasium in Göttingen sowie
der Realschule Diepholz, RED
Auf ein
letztes Wort
Metropolregion: Nicht ausruhen!
Ob etwas erfolgreich ist, hängt nicht selten von
der Perspektive des Betrachters und von den
verwendeten Messgrößen und Kriterien ab. Die
Metropolregion, die die Städte Hannover, Braunschweig, Göttingen und Wolfsburg und deren
Umland umfasst, kann davon in den vergangenen
Jahren ein Lied singen. In den ersten Jahren nach
der Gründung 2005 mussten die Akteure viel
(nicht immer erfolgreiche) Überzeugungsarbeit
leisten und für die Legitimation eines Gebildes
kämpfen, das Menschen zusammenführen will,
die in der Vergangenheit - um es vorsichtig zu
sagen - nicht immer etwas miteinander anfangen
konnten. Skepsis war ein steter Begleiter beim
Aufbau der neuen Strukturen. Sogar eine zweite
Chance war 2009 notwendig. Doch zugleich zeigt
die Entwicklung, dass es offenbar immer genügend Kräfte gab, die mit Geduld und Hartnäckigkeit an der Idee weitergearbeitet haben.
Zum Glück. Denn auf der Metropolversammlung im
Jahr 2013 kann die Metropolregion unbestritten Erfolge vorweisen. Gradmesser hierfür sind nicht nur
die steigenden Mitgliederzahlen in den drei Vereinen von Kommunen, Wissenschaft und Wirtschaft,
die die GmbH neben dem Land tragen, oder die
beachtliche Teilnehmerzahl bei der Versammlung
selbst. Mit dem „Schaufenster Elektromobilität“
ist es in einer Gemeinschaftsleistung gelungen,
ein Großprojekt in die Region zu holen, das ohne
den Verbund einer Metropolregion wahrscheinlich
woanders stattgefunden hätte. Sich darauf nicht
auszuruhen, sondern die gewonnene Kraft für die
nächsten Schritte zu nutzen - auch diese Botschaft
ging von der Versammlung aus. Und so ist es fast
bedauerlich, dass wenig Zeit bleibt, den Erfolg
zu genießen. Doch die vor den Verantwortlichen
liegenden Aufgaben sind nach wie vor groß. Die
größte Herausforderung liegt vielleicht nicht mehr
darin, Skeptiker zu überzeugen, sondern darin,
Gleichgültigkeit zu verhindern. Es geht darum,
dass Kommunen, lokale Netzwerke und vor allem
auch mehr Unternehmen erkennen, wo für sie der
konkrete Mehrwert einer Metropolregion ist. Eine
höhere Sichtbarkeit und stärkere Vernetzung in der
Metropolregion sind ein guter Anfang. Daraus praxisnahe Angebote und konkrete Projekte zu entwickeln ist aber die große Herausforderung, der sich
die Metropolregion im nächsten Jahr stellen muss,
um mittel- und langfristig erfolgreich zu bleiben.
Ihre Redaktion
Ausgabe November / Dezember 2013 8
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