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Einleitung & Hypothesen Methoden AV: „Für wie geeignet halten Sie

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Nachhilfe bei Opa? Der Einflus
nfluss von bereichsspezifischer
Stereotypaktivierung auf die Komp
ompetenzeinschätzung von Älteren
Jennifer Friedewald, Cora Graßhoff, Marlee
arleen Haupt, Julia Kessler (Johannes Pfund)
Leitung: Dr.r. An
Anna Kornadt
Einleitung & Hypothesen
Der demographische Wandel stellt unsere Gesellschaft vor vielfälti
lfältige Herausforderungen. Schon heute zeichnen sich Probleme im
Miteinander zwischen Jung und Alt ab. Ein Beispiel dafür ist die Altersdiskriminierung, bei der Menschen auf Grund ihres Alters
benachteiligt werden. Ein Erklärungsansatz für die Wahrnehmung
ung und Ausübung von Altersdiskriminierung sind Altersstereotype
(Rothermund & Mayer, 2009). Diese unterscheiden sich je nach Konte
ntext in ihrer Valenz und ihrem Inhalt (Kornadt & Rothermund, 2011).
Angelehnt an Diekman & Hirnisey (2007) wollten wir den Zusammenh
enhang von Altersstereotypen auf Altersdiskriminierung experimentell
überprüfen. Daher untersuchten wir, inwiefern das Priming mit einem
nem bereichsspezifischen Stereotyp sich auf die Kompetenzbewertung
einer älteren Person bei unterschiedlich stereotypbesetztem Aufgab
fgabenkontext auswirkt. Es wurden zwei unterschiedliche Annahmen
gegeneinander getestet:
H1: Prime und Kontext interagieren miteinander,
H2: Es gibt einen Haupteffekt für die Art des
Primes, d.h. den stärksten Effekt auf die AV finden wir
d.h. unabhängig von der Valenz des Stereotyps
erwarten wir die stärksten Effekte auf die abhängige
Variable Altersdiskriminierung in den Bedingungen, in
denen Prime und Kontext kongruent sind.
in Abhängigkeit der Valenz des Primes. Wird ein
negativer Prime verwendet, sollte es zu einer relativ
stärkeren Diskriminierung kommen.
Methoden
Ergebnisse
Stichprobe: N= 182 (72 % weiblich, Alter M= 22)
3x3x2-faktorielle ANOVA
AV: Kompetenzeinschätzung des Targets
5
• „Erfahrungswissen
steigt mit dem Alter“
(positiv)
•„Kognitive
Flexibilität sinkt mit
dem Alter“ (negativ)
Annoncen:
Biete Nachhilfe für…
2
Alter des
Targets
Die anbietende
Person ist
Target=38
4
Kompe
mpetenzeinsch
nschätzung
Zeitungsartikel:
•„122 Jahre: die
ältesten Menschen
der Welt“ (neutral)
3
Kontext
Target=68
*
†
3
2
1
0
•Latein (neutral)
•Geschichte (positiv)
38 vs. 68
negativ
neutral
Kontextbedingung
positiv
F(2,164)=3.86, p = .023, η2p= .045
Jahre alt.
5
Target=38
Target=68
•Informatik (negativ)
4
Kompetenze
tenzeinschätzu
ätzung
3
Prime
*
3
2
1
0
AV: „Für wie geeignet halten Sie die anbietende
Person?“
negativ
neutral
Primingbedingung
positiv
F(2,164)=4.35, p = .014, η2p= .05
Diskussion
Wir sind der Fragestellung nachgegangen, ob die (negative) Valenz
lenz eines Stereotypprimes allein oder aber die bereichsspezifische
Passung von Prime und Aufgabenkontext die aktive Altersdiskriminier
inierung eines Targets beeinflussen. Die Ergebnislage besagt, dass nur
der Kontext der Aufgabe ausschlaggebend für die Bewertungsunters
terschiede zwischen älteren und jüngerer Person waren. Die Passung
von Prime und Kontext hatte keinen Effekt, was möglicherweise am Subtyping (Richards & Hewstone, 2001) liegt. Ältere Targets wurden
aufgrund ihrer speziellen Fähigkeiten eventuell nicht den „Typische
schen Älteren“ zugerechnet, so dass sie durch einen Kontrast-Effekt
besonders positiv bewertet wurden. Solche Effekte lassen sich einerse
erseits im Alltag nutzen, etwa bei Bewerbungsverfahren, andererseits
sollten alterstypische Eigenschaften nicht unterschlagen werden, um
m Stereotype der Gesamtgruppe gegenüber abzubauen.
Literatur
ruity Perspective on Prejudiced Responses. Personality Social Psychology Bulletin, 33, 1353-1366. doi:
Diekman, A. B., & Hirnisey, L. (2007). The Effect of Context on the Silver Ceiling: A Role Congruity
10.1177/0146167207303019
Kornadt, A. E., & Rothermund, K. (2011). Contexts of aging: Assessing evaluative age stereotypes in differen
erent life domains. The Journals of Gerontology, Series B: Psychological Sciences and Social Sciences, 66, 547556. doi: 10.1093/geronb/gbr036
Rothermund, K., & Mayer, A.-K. (2009). Altersdiskriminierung. Erscheinungsformen, Erklärungen, Interventio
ntionsansätze. Stuttgart: Kohlhammer.
Richards, Z. & Hewstone, M. (2001). Subtyping and subgrouping: Processes for the prevention and promotion of stereotype change. Personality and Social Psychology Review, 5, 52-73. doi:
10.1207/S15327957PSPR0501_4
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Seele and Geist
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