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Fantissima – ist wie nach Hause kommen - Freizeitpark Tester Team

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Fantissima & Burlesque
Die zwei Dinnershow-Giganten
treffen auf einander
Wer macht das Rennen in punkto
Show, Menü und Ambiente?
Natürlich ist auch dieser Bericht
lediglich die persönliche Einschätzung, die allerdings auch auf Äußerungen der jeweiligen, unbefangenen Tischgäste begründet ist.
Zäumen wir das Pferd von hinten
auf und beginnen mit dem Gesamtambiente. Bezüglich des Eingangsbereichs punktet Burlesque
natürlich mit seiner Größe, allerdings sind auch dort, genau wie
bei Fantissima die Garderobe,
Bars und sowohl Sitz-, als auch
Stehmöglichkeiten untergebracht.
Das Ambiente in diesen Bereichen
ist in einem angenehmen, edlen
Bordeaux-Rot, wobei im Europapark die Größe der Halle für mich
eher den Eindruck der Verlorenheit
verkörpert, da ich es lieber überschaubar und gemütlich mag.
Auch der rote Teppich, mit den
flankierenden Fackeln und dem
Concierge an der doppelflügigen
Eingangstür im Phantasialand
imponiert und vermittelt ein exklusives Gefühl.
In dieser Saison hat sich allerdings
der Europapark etwas Besonderes
einfallen lassen. Man kann vor
einer Fotowand von einer Fotografin, wenn man mag auch mit der
Euromaus oder auch teilweise
dem „Duo Catastrophe“ Stephane
& Mario ein Erinnerungsfoto machen lassen, das man sich im Anschluss an der Show für einen
absolut angemessenen Preis von
7,- € käuflich erwerben kann. Im
eigentlichen Show-Theater beeindruckt das Deckengemälde vom
Europapark natürlich außerordentlich, da kann die schwarze
Decke mit Lichtern, bei der schon
einige Deckenplatten sich ablösen
und die Krone des unechten Baumes im Phantasialand in keinster
Weise mithalten!
Auch im Theaterbereich hat der
Europapark sowohl die doppelte
Größe im Zuschauerraum und
somit weit aus mehr Sitzplätzen,
als auch die doppelte Größe der
Bühne. Allerdings punktet die
Bühne des Fantissima’s mit seiner
Dekoration, die in dieser Saison
2011/2012 zu Beginn von zwei
imposanten, überdimensionalen,
eleganten, weißen Zylindern mit
Federbesatz bestimmt wird, die
auch im Finale ihren Einsatz finden. Auch bei der Tischdeko liegt
das Fantissima mit seiner offenen,
schlichten und doch eleganten
Dekoration, bestehend aus einem
langstieligen
Kerzenglas,
mit
cremefarbenen Dekoperlen und 2
Kelchblättern und einer Menükarte
in einem schweren Glasblock vor
der schlichten, aus würfelförmigen
Kerzengläsern bestehenden Dekoration des Burlesques, auch wenn
die von unten beleuchteten und
ihre Farbe wechselnden Tische
des Europaparks schon ein absoluter Hingucker sind. Wobei mir
persönlich die runde Tischform
und damit auch die Sitzplatzanordnung des Phantasialandes
besser gefällt, da man mit allen
Sitzplatznachbarn in Kontakt treten
kann und diese Anordnung persönlicher wirkt, als die langezogenen Tafeln des Europaparks. Zudem stehen die langen Tafeln viel
zu eng beieinander, so dass die
Servicekräfte sich immer wieder
ins „Gehege“ kommen.
Doch nun zu einem der beiden
wichtigsten Punkte bei einer Dinner-Show, dem Menü. Das Menü
im Burlesque wurde durch zwei
verschiedene Brötchen (Weizenund Roggen) und Salzbutter und
Kräuterquark eingeleitet. Die Vorspeise „Leidenschaftlicher Tanz“
setzte sich aus drei Komponenten
zusammen, Red King Lachs in
Nori und Wasabi, getrüffelte Jakobsmuschel auf Pinien-Couscous
und Rosenessig und gebeizter
Hirschkalbsrücken auf QuittenChutney mit Paradieskörnern. Alle
Komponenten waren auf den
Punkt gegart und angerichtet, allerdings fehlte irgendwie der Gaumenkitzel, der Pepp! Als Suppe
folgte dann die „Sinnliche Begegnung von Chili und Cocos“ mit
einem Tempura von der Black
Tiger Garnele, die Suppe hatte
eine angenehme, leichte Schärfe,
wobei man das Cocos nicht wirklich herausschmeckte. Leider war
Vorspeise: „Leidenschaftlicher Tanz“
Geschmolzener Monte ZiegoFrischkäse auf einer KartoffelZucchini-Lasagne mit rotem BarberaTrauben-Senf
Suppe: "Sinnliche Begegnung von
Chili und Cocos" mit einem Tempura
von grünem Spargel
der Tempura (eine Zubereitungsvariante frittierter Speisen in der
japanischen Küche; Tempura wird
sofort nach der Zubereitung gegessen) bei uns bereits zu kalt, als
er serviert wurde. Der Hauptgang
ein „Geflügelter Genuss“ bestehend aus Entenbrust „Cirque de
sel“ mit Süßkartoffeltarte und einer
rassigen Mole Jus aus Aromen
von Kardamom, Schokolade und
Vanille, war auf den Punkt gebraten und die Beilagen waren sehr
gut abgestimmt. Den Abschluss
des Menüs bildete das Dessert mit
dem Titel „Das Geheimnis … der
sündhaften Verführung“ bestand
aus einer Kugel cremigem Eis,
einen kleinem Glas Crème Brûlée,
einem Würfel Schichtkuchen und
einem kleinen Glas Obstsalat,
bestehend aus einem Stück Ananas, einem Stück Apfel, einem
Stück Birne und einem Stück Melone.
Hauptgang: "Sündhaftes Duett" Pyramide von Quinoa und Cocobohnen
auf einem Cassolette von Steinpilzen
und Artischocken
Dessert: „Das Geheimnis … der sündhaften Verführung“ wie im normalen
Menü
Kinder-Menü:
Vorspeise: „Rapunzel’s Salat“ mit
Kracherle (Feldsalat mit Croutons)
Suppe: „Frau Holle’s Wolkensuppe“ mit Butterschwämmchen
Hauptgang: „Schmetterlinge im
Bauch“ Kleines Schmetterlingssteak vom Kalb mit Bubespitzle
und Möhrchen
Dessert: „Märchenhafter Desserttraum“
Vollmilch-Schokoladenmousse mit allerlei frischen Früchten und Vanillesoße
Für Vegetarier hält der Europapark
natürlich auch ein Menü bereit und
es gibt zum halben Ticketpreises
für Kinder bis 12 Jahre ein spezielles Kindermenü. Beide Varianten
müssen direkt bei der Reservierung angeben werden und am
Tisch gibt es dann individuelle
Menükarte.
Vegetarisches Menü:
nussschaumsuppe bereits in der
Showsaison 2005/2006 nicht überzeugen konnte und es allgemein
viele volle Suppenteller gab, die
zurückgingen. Eingeleitet wurde
das Dinner mit 3 verschiedenen
Sorten
selbstgebackenes
Baguette, mit 2 verschiedenen Sorten
Dip. Der kleine Gruß aus der Küche „Amuse-Gueule“, karamellisierte Leberpastete, war ein gelungener, cremiger Einstieg in die
Gaumenfreuden des Abends.
Beim Menü des Fantissimas in
dieser Saison waren wir zunächst
sehr skeptisch, da uns die Erd-
Der erste Gang, die Vorspeise,
war sowohl eine Explosion für den
Geschmacksinn, als auch eine
Augenweide. Er setzte sich aus
drei Komponenten zusammen,
Riesengarnele auf Kürbis-MangoChutney, gebratene Jacobsmuschel auf Belugalinsen und Portweinreduktion und gebratener
Wolfsbarsch auf getrockneten
Tomaten
und
PaprikaLimonenbutter. Die sehr zarte, auf
den Punkt gegarte Jacobsmuschel, im schön krossen Speckmantel, auf leicht säuerlichen Linsen, dazu die Riesengarnele mit
dem fruchtigen Kürbis-MangoChutney und der sehr zarte Wolfsbarsch waren eine super Kombi
und ein echter Geschmackstrip.
Die Fortführung des Menüs, den
Zwischengang, stellten wir richtig
auf den Prüfstand, Erdnussschaumsuppe, Birnen-Ingwersirup
und Perlhuhnroulade und was soll
ich sagen – es war großartig. Als
Hauptgang gab es sehr zartes
Rinderfilet auf Wirsing mit VanilleZwiebelgemüse und KartoffelTrüffelröllchen. Die Soße war ein
Gedicht und wie gewohnt gingen
mehrere Servicekräfte mit Soßieren zu jedem Gast und schenkten Soße nach. Allerdings hatte
das Kartoffel-Trüffelröllchen ein
mattes, sämiges „mouthfeeling“
und überzeugte nicht. Doch das
Dessert,
Granatapfel-CassisSorbet, Crème Brûlée von Kona
Kaffee und Guanaja-SchokoladenKüchlein, entschädigte, bis auf die
etwas zähe Hippe. Die Crème
Brûlée war sehr luftig und cremig,
das
Guanaja-SchokoladenKüchlein hatte einen fruchtigen
Kern, im Kontrast zu dem Schokoladengeschmack und auch das
Sorbet war erfrischend und sehr
überzeugend.
Auch bei Fantissima bekommt
man als Vegetarier ein eigenes
Menü, welches man bereits im
Internet anschauen kann und auch
hier gibt es für Kinder von 4 bis 12
Jahren für 40,-€ ein spezielles
Kindermenü. Wobei das Kindermenü lediglich aus 3 Gängen besteht, so dass die Kinder bei der
Vorspeise der Eltern leer ausgehen.
Vegetarisches Menü:
Vorspeise:
Gebackene
Tofu-Ziegenkäserolle auf Rucolasalat und Aprikosenvinaigrette
Zwischengang: Erdnussschaumsuppe und
Frittatine mit Junggemüse
Hauptgang: Süßkartoffellasagne, Spargel,
Tomate, Blattspinat, Curry und Sojarahm
Dessert: Granatapfel-Cassis-Sorbet, Crème
Brûlée von Kona Kaffee und SchokoladenTrüffel-Küchlein
(Bitte bestellen Sie das vegetarische
Fantissima-Menü gleich bei der Reservierung!)
Kinder-Menü:
Zwischengang:
Karotten-OrangenSuppe mit gefüllter Creperoulade
Hauptgang: Hähnchenbrust mit Zuckererbsen und Kartoffelspalten
Dessert: Crème Brûlée, Schoko-Muffin,
Käsekuchen mit Passionsfruchtsorbet
Nun zur eigentlichen Show, wobei
ich mich an den Ablauf halten werde, da man so einen besseren
Überblick und Vergleich hat.
Bei der Dinnershow des Europaparks muss man sich zunächst
einmal das Motto „Burlesque“ anschauen.
verulkend dargestellt. Von Italien
aus verbreitete sich diese parodistische Darstellung in ganz Europa.
Unter Burlesque verstand man
ursprünglich eine humorvolle theatralische Darstellung mit parodierenden und grotesken Elementen.
Der Name Burlesque stammt vom
italienischen Wort burla für “Schabernack“, welches wiederum vom
lateinischen Wort burra für “Lappalie“ abstammt. In der italienischen
Burlesca des 17. Jahrhunderts
wurden bestimmte Themen oder
Personen komisch übertrieben und
Nachklang und Wiederbelebung
Die Burlesque existierte danach in
unterschiedlichen Formen weiter
und versuchte sich an modernere
Erscheinungen wie die Pin-upKultur der 1950er-Jahre anzupassen. Mit dem Beginn der sexuellen
Revolution ab den 1960er-Jahren
– einerseits durch die verstärkte
Verbreitung von Pornographie und
andererseits durch die Frauenbewegung – hatte sich das Genre
überlebt. Aktuell ist Dita Von Teese eine bekannte BurlesqueTänzerin.
Die Dinnershow „Burlesque“ wurde
von dem Entertainer Denis Jaquillard eröffnet, der sich als „Jacques
de Triumph“ vorstellte und uns
durch den Abend begleiten werde.
Seine Einführung wurde plötzlich
durch eine im Trenchcoat gekleidete junge Frau mit Koffer gestört
wurde, die von ihm darauf hingewiesen wurde, dass sie sich nicht
heute vorstellen, sondern morgen
wiederkommen sollte.
Nun öffnete sich der Vorhang und
das Europapark-Showballett trat,
in zwar aufwendigen, aber doch
ziemlich knappen, lila Dessous auf
und bereiteten die Bühne für Virginie Schaeffer, die mit ihrem Lifegesang und natürlich auch mit
ihren raffinierten und edlen Kostümen immer wieder den Abend
bereicherte. Bereits zu diesem
Zeitpunkt kam, meiner Meinung
nach, der Höhepunkt des Abends,
die Berliner Artisten Benno Jacob
und Johannes Dudek, das Diabolo-Jonglage Duo „Golden Time“.
Die beiden jungen und wirklich
attraktiven Künstler zeigten eine
rasante und beeindruckende Diabolo-Kunst, die ihres Gleichen
sucht. Nun wurde die Bühne wieder von leicht bekleideten „Stubenmädchen“ erobert, die um
„Jacques de Triumph“ tanzen, der
leider vom Band singt und mit dem
„Duo Catastrophe“ Stephane &
Mario eine Matrosenpuppen-Komik
darbietet, bevor er die Vorspeise
ankündigt.
Während dem Essen kümmert sich
Marc Zander & Band um die passende, musikalische Untermalung.
Allerdings ist es schade, dass
Virginie Schaeffer auch hier immer
wieder mit Lifegesang aufwartet,
der allerdings doch sehr untergeht
und nicht gebührend gewürdigt
werden kann.
Wirklich gelungen ist allerdings die
Überbrückung der Wartezeit, bis
man sein Essen bekommt, da
sowohl „Jacques de Triumph“, als
auch der Magier Timothy Trust und
hin und wieder auch der ServiceLeiter Maitre Vito Fraquelli und das
„Duo Catastrophe“ die Gäste an
den Tischen mit Smalltalk und
„Standup Komedie und Magie“
unterhält.
Nachdem die Vorspeise abgeräumt war, stellte „Jacques de
Triumph“ Monsieur Stephane vor,
der mit seinem Duo-Partner Mario
eine Szene darstellte, in der Chef
Stephane „kaputt“ ging und Mario
ihn neu aus China bestellen und
nach Bauplan zusammen setzen
muss. Der neue Stephane kündigt
dann die Suppe „Sinnliche Begegnung“ auf französisch an.
Nach der Suppe wird der neue
Showblock wieder mit einem Tanz
des Showballetts eingeleitet, bevor
Juan Ricondo mit einem emotionalen Lifegesang eine, in einem roten
Glitzerkleid gekleidete Dame in
einem überdimensionalen Wasserglas ansingt. Das Publikum
wartet gespannt auf die Darbietung
der Lady, die allerdings ausbleibt.
Um die Umbauarbeiten zu überbrücken spricht „Jacques de Triumph“ mit dem Publikum über die
gemachten und bekommenen
Weihnachtsgeschenke. Dann ist
die Bühne fertig für das Pole Stangen Artistik „Duo Aphrodite“, die
allerdings erst nach einer erneuten
Unterbrechung der TrenchcoatDame, die wieder auf den nächsten Tag vertröstet wird. Dann kann
die Kraftakrobatik des Duos ungestört beginnen. Nach einer weiteren Tanzeinlage, möchte Stephane
ebenfalls die Lady im Glas ansingen, allerdings öffnet sich der Vorhang und der Blick wird frei auf
Mario, mit gestreiften Badeanzug
und Schwimmflügeln im Wasserglas. Schnell wird der nächste
Menü-Gang angesagt und der
Vorhang geschlossen.
Während die Kellner-Brigade noch
abräumt entführt „Jacques de Triumph“ die Gäste nach Paris- in
das Land der Liebe „Frankreich“,
mit einer Tanz- und Gesangsdarbietung von Virginie Schaeffer und
den Männern des Showballetts.
Doch auch die Tänzerinnen legen,
aufgepeppt mit Feuer und Dampf,
eine Tanzeinlage an einer typischen Ballett-Stange aufs Parkett.
Jetzt endlich steht der Moment
bevor, in dem das Publikum erfährt, was es mit der ominösen
Dame im Trenchcoat auf sich hat.
Sie sitzt nämlich mit Monsieur
Stephane an einem typisch französischen Cafetisch, während
„Jacques de Triumph“ ein französisches Liebeslied life zum Besten
gibt. Der Kellner, wie sollte es
auch anders sein, ist das fehlende
Mitglied des „Duo Catastrophe“,
Mario. Er bedient nicht nur dieses
skurrile Paar, sondern bittet darum, der Dame eine Chance zu
geben. Sie streift ihren Trenchcoat
ab und entpuppt sich als Strapatenkünstlerin „Natalya Chaplyun“,
die mit und an ihren 4 Elastikbändern ihr Können zeigt. Doch nun
wird es magisch, denn Timothy
Trust, der bereits in den Pausen so
manchen Gast mit seiner Kunst
verzaubert hat, nimmt mit seiner
Partnerin „Diamond“ die Bühne
ein. Die amtierenden deutschen
Meister der Zauberkunst versetzen
wirklich jeden ins Staunen, da sie
eine so sagenhafte Mentalmagie
beherrschen, bei der jeder Skeptiker keine Tricks oder „doppelten
Boden“ feststellen wird. Diamon ist
sogar in der Lage, mit verbundenen Augen, den Gegenstand in der
Hand eines Gastes zu erraten,
wenn Timothy ihn ausgewählt hat.
Nicht nur das, neben Vornamen,
Sternzeichen, Handymarke, usw.
schafft sie es den Vornamen, das
Geburtsdatum, den Geburtsort und
sogar die Personalausweisnummer zu „erraten“.
Leider besteht die gesamte Nummer aus diesem einen Zauberkunststück. Wir hätten gerne mehr
gesehen! Doch dann ist wieder
das „Duo Catastrophe“ an der
Reihe, mit einer sehr anzüglichen
und wenig kindgerechten Pianisten-Parodie. Die beiden, in weiß
gekleideten
Pseudo-Pianisten
spielen stehend, mit heruntergelassenen Hosen, in „Hüfthöhe“ auf
einem weißen Pseudo-Flügel. Als
nichts mehr geht erscheint die
Sängerin Virginie Schaeffer in
einem sexy Outfit und schon können die beiden Virtuosen weiter
spielen. Mit dem lustigen Versuch
einer Mental-Magie-Einlage kündigen die beiden Komiker das Dessert an.
Nach einer Gesangseinlage von
Juan Ricondo, stellt „Jacques de
Triumph“ fest, dass nun noch etwas für die Damenwelt fehlt –
Männerakrobatik. Die Akrobatikgruppe „Crazy Flight“, die an französische
PantomimenStraßenkünstler erinnern, lassen
das Publikum mit ihren Kraft- und
Wurfakrobatikelemente nicht nur
staunen, sondern auch über viele
„lustige Verrenkungen“ schmunzeln.
Auch „Burlesque“ endet, wie jede
große Show mit dem von „Jacques
de Triumph“ begleiteten Finale, zu
dem Virginie Schaeffer noch einmal ihre Stimme erklingen lässt
und alle Künstler, Tänzer/innen,
die „Euromaus“, die Mitglieder der
„Kellnerbrigade“ und der „Küchenbrigade“ einzeln vorgestellt werden
und ihren verdienten Applaus in
Empfang nehmen können.
Fantissima steht in dieser Saison
unter dem Motto „It’s All About
Music!“
Nachdem Herr Nerlich alle Gäste
aufs herzlichste begrüßt hat erstrahlt die Bühne durch die Darbietung der Sängerin Buki Domingos,
die nicht nur eine fantastische
Stimme und extravagante Kostüme hat, sondern sich von der letzten Saison zu dieser zu einer eleganten, selbstbewussten, kessen
und strahlenden Lady gemausert
hat, Gratulation! Die beiden überdimensionalen, weißen Zylinder
werden in dieser Darbietung von
zwei Tänzern des JB-Balletts betanzt. Die Möglichkeiten, die zwar
durch die doch eher kleine Fläche
der Bühne eingeschränkt sind,
werden seit der letzten Saison
durch die Hebe- und Senkmöglichkeiten vollends kompensiert. Diese
Möglichkeit, nämlich die Bühne
abzusenken, macht sich direkt bei
dem ersten Showakt, einer eleganten, äußerst gelenkigen und charmanten Ringkontorsion von Sharyn Monni, die es versteht mit dem
Publikum zu kokettieren. Um Sharyn Monni gebührend von der
Bühne zu geleiten stimmt „The
Soulman“ James Smith den Song
„Gigolo“ an und flirtet in seiner
charmanten „Macho-Art“ mit dem
Publikum. Im Anschluss rockt das
gesamte JB-Ballett, mit sichtlichem
Spaß, die Bühne, bevor Herr Nerlich den ersten Gang ankündigt.
Während des Essens, spielen die
„Melody Makers“ in ihrer bekann-
ten dezenten und professionellen
Art so manchen bekannten, aber
auch neuen Song. Auch im Fantissima fühlt sich der Chef-deService, Herr Nerlich dafür zuständig, die Gäste an den Tischen mit
charmantem Geplauder das Warten auf den jeweiligen Gang zu
verkürzen.
Der nächste Showblock wird von
Herrn Nerlich wieder angekündigt,
wobei zwei große Spiegelwände
die Zylinder ersetzen. Buki Domingo in einem Traum in rot gekleidet
harmonisiert mit einem spanisch
angehauchten Tänzer zu ihrem
Song „One’s in my life“. Sie gibt
dann die Bühne frei, für „Les
Sandros“, dem Portugiesen, der
beim internationalen Zirkusfestival
in Monte Carlo als „Best Perfomer“
ausgezeichnet wurde. Er zeigt eine
atemberaubende
Balance-Kunst
mit verschieden gestellten und
gestapelten Rollen, Brettern und
dicken und dünnen Spulen. Von
der Bühne geleitet werden Sandro
und seine Assistentin von James
Smith Soulstimme und den Tänze-
rinnen des JB-Balletts mit einer
„Mafia“-Choreografie, die gleichzeitig zum nächsten Showact überleitet. Das Duo „Silver Stones“
besteht nicht nur aus zwei jungen,
athletischen und gut aussehenden
Männern – Nein – sie zeigen auch
noch eine überaus kraftvolle, emotionale Darbietung an den Elastikbändern, mit einer enormen Körperbeherrschung. Nun schafft sich
wieder das Gesangsduo Platz und
Aufmerksamkeit auf der Bühne mit
einem wahren „Stimm-Feuerwerk“
und Duetten wie „Time of my life“,
in denen sie die Lieder wirklich
leben. Herr Nerlich, der den nächsten Gang ansagt, führt auch wieder den nächsten Showblock ein,
der wieder mit den Stimmwundern
James Smith und Buki Domingo
beginnt, die immer wieder während
ihren Performance den Kontakt
zum Publikum schaffen und jeden
Gast in ein Traumland der Melodien entführen. Plötzlich nehmen
die Musik und die Ansage an Dramatik zu und die spanische Armbrustvirtuosin „Silvia Silvia“ betritt
die Bühne. Falls jetzt jemand
denkt, okay Armbrustschießen
kann ich auch, dem wird hier sehr
schnell klar, dass Armbrustschießen nicht gleich Armbrustschießen
ist.
Denn diese beeindruckende Frau
schießt nicht nur mit 5 Armbrüsten
gleichzeitig, sie löst auch, über
sieben präzise versetzte Zielscheiben, eine Kettenreaktion aus, die
in einem Apfel auf ihrem Kopf endet. Nach soviel Staunen folgt eine
Ballade mit Nebel und Bühneneffekten des in Zebra-Muster gekleideten James Smith, mit einer
kraftvollen und emotionalen Kopfstimme.
Auch
der
folgende
Tanzact zu dem Song „Sometimes“ ist ein ausdruckstarkes, mit
Wurfakrobatik, sehr kraftvolles
Gesamtbild, dass durch den Auftritt
der
„Kleinen-GroßenPersönlichkeit“
Buki
Domingo
ebenfalls mit einer Ballade abgerundet wird und zur Ankündigung
des nächsten Ganges führt. Der
atemraubende Auftritt von „Silvia
Silvia“ wird gekonnt mit eingeflochten: „Der Küchenchef nimmt nun
sehr zielsicher ihre Geschmacksnerven aufs Korn!“
Auch der folgende Showblock wird
durch das Gesangsduo und das
JB-Ballett eingebettet. Wobei das
Fantissima wieder einmal auf den
alt bekannten Komik-Jongleur
Patrick Lemoine setzt, der zwar
wieder Spaß an seinem Auftritt zu
haben und anscheinend wieder in
besserer Form ist, als in der letzten Saison. Allerdings täuscht
auch die neu hinzugefügte „IndianSequnz“ aller „Bollywood“ und sein
„Robotertanz“ nicht darüber hinweg, dass Patrick Lemoine nun
drucksstarken Performance, zu denen sie
noch
einige
neue
Elemente hinzugefügt
haben, überzeugen.
Sehr bewundernswert
war ihre Professionalität, als die Abschlussfigur nicht gelang, da
man bereits feststellen
konnte, dass der Basisakteur nicht ganz
bei Kräften war und
sie diese Figur dann
doch noch im zweiten
Versuch
gestanden
haben. (Wie wir hinterher erfuhren konnte
er krankheitsbedingt
erst zwei Wochen vor
der Premiere wieder
trainieren.)
mal in die Jahre gekommen ist und
das Stammpublikum über seine in
jeder Saison wiederkehrende Komik nicht mehr lachen kann. Nach
dem letzten Gang, dem Dessert ist
die Bühne bereits für den Finalact
und dem anschließenden großen
Finale mit den beiden Zylindern
und einem zentralen Podest für
„The Pellegrini Brothers“, die Gewinner des „Goldenen Clowns
2008“, bereit. Die vier Brüder können mit ihrer kraftvollen und aus-
Zum großen Finale
bedankten sich James
Smith und Buki Domingo bei allen Akteuren und stellten
die einzelnen Bandmitglieder der
„Melody Makers“ vor. Zum Song
„Sing, sing“ kam dann noch einmal
das JB-Ballett auf die Bühne und
zum Abschluss-Song „Thank you
fort he music“ erleuchteten die
überdimensionalen Zylinder und
die Wunderkerzen, die vorher an
jedem Tisch verteilt wurden.
Das Team der Servicekräfte im
Phantasialand setzte sich in dieser
Saison aus völlig neuen Gesichtern zusammen, so dass sie sich
sicherlich erst noch aufeinander
richtig einspielen müssen. Allerdings waren sie sehr gastzentriert,
höflich und motiviert, um die einzelnen Gänge präzise, im so genannten „Kellnerballett“ einzudecken.
Der Europa-Park muss allein
schon wegen der Tischanordnung
auf das wertige Kellnerballett verzichten und auch wenn die Servicekräfte des Europa-Park sich in
der Saison 2011 redlich Mühe
geben erreichen sie in der Summe
nicht annähernd das Niveau des
Fantissima Teams.
2mal „Fantissima“ hintereinander,
das geht nicht? – Oh, doch und
wie!
(Vor allem da das Suitenspezial
wirklich einmalig ist, können aus
einer Nacht mit „Fantissima“ dann
auch gut mal 2 Nächte werden.)
Man wird schnell merken, dass es
gar nicht langweilig wird „Fantissima“ mehrmals zu besuchen, im
Gegenteil, wir haben es alle genossen und viele Dinge bemerkt,
die uns bei dem ersten Besuch am
Anfang der Saison gar nicht aufgefallen sind.
So zum Beispiel das Eröffnungslied von Buki Domingo „Welcome
to Burlesque“. Allerdings muss ich,
um mich nicht mit fremden Federn
zu schmücken, gestehen, dass
mein Sohn uns darauf aufmerksam
machte, dass dieses Lied nicht nur
der Dinnershow im Europapark zu
ihrem Motto verholfen hat, sondern
auch im Europapark live gesungen
wird. Somit hat man direkt am
Anfang der Show den unmittelbaren Vergleich der beiden Sängerinnen der Dinnershows.
Buki Domingo war zu Beginn ihrer
Karriere bei Fantissima noch sehr
schüchtern, ja fast ängstlich und
fühlte sich noch nicht so recht wohl
auf der Fantissima-Showbühne.
Doch jetzt hat sich die kleine Sängerin zu einer ganz großen Stimme entwickelt, die mit ihrem Gesang dem Zuhörer Gänsehaut pur
vermittelt und mit ihrem Charme
und Erscheinungsbild jeden Zuschauer fesselt und berührt. Wie
würde es bei „The voice of germany“ heißen: Buki Domingo ist einfach „unfucking fassbar“! Ihre Prädikate lassen sich zahlreich auflisten, von charmant, graziös, über
schelmisch bis hin zu lebt jeden
Song, lässt dann und wann eine
verruchte Soulstimme erklingen.
Mit James Smith als Gesangspartner lassen sie die Sänger vom
Europapark wirklich „blass“ aussehen. Vor allem ihr Medley aus
bekannten Balladen lässt jeden
Gast träumen, da dieses Gesangsduo jeden Song lebt und, so
hat es den Anschein, seine eigene
Geschichte erzählt. Sind die beiden vielleicht nicht nur auf der
Bühne ein traumhaftes Paar?
Das Thema „Stories erzählen“
zieht sich unserer Meinung nach
wie ein roter Faden durch die gesamte
Fantissima-Dinner-Show.
Das Trapez-Duo „Misha und Nataliya“, das für die Ringakrobatin
„Sharyn
Monni“
seit
dem
04.11.2011 auftritt, erzählt mit
seiner Darbietung eine harmonische und zärtliche Liebesgeschichte. An ihrem Showact kann man
sich einfach nicht satt sehen, da
sie elegant und inspirierend noch
nie gesehene Elemente in ihrer
Geschichte zeigen, in denen der
weibliche Part sehr häufig den
kraftvollen Teil übernimmt. Auch
das Athletik-Duo „Silver Stones“ an
den Elastikbändern stellt mit seiner
Darbietung eine Geschichte zwischen zwei jungen, rivalisierenden
Männern dar, die sich immer wieder zeigen müssen, wer der „Bessere“ ist.
Selbst die Tänzer des JB-Balletts
führen den Zuschauer mit jedem
einzelnen Tanzstück in eine andere Geschichte, die zum Gesamtkonzept passt und sich nahtlos in
den Showablauf einfügt. Ihr Können ist sehr vielfältig und reicht
vom Standardtanz über JazzDance, futuristische Darbietungen
bis hin zur Wurf- und Hebeakrobatik. Das JB-Ballett besteht aus vier
Paaren, die absolut präzise aufei-
nander eingespielt sind und die
dem Zuschauer nicht nur eine
harmonische Einheit mit Teamgeist vermitteln, sondern auch
Freude und Spaß am gemeinsamen Tanz.
An unseren beiden aufeinander
folgenden
Fantissima-Abenden
machten wir so manch erstaunliche, aber auch überraschende
Entdeckung. Erstaunlich waren die
Gestik und Mimik der „Pellegrini
Brothers“, die nicht nur einen
überwältigenden
italienischen
Stolz zeigten, sondern auch einen
unglaublichen Stolz aufeinander.
Eine absolut überraschende Entdeckung war an beiden Abenden
„Patrick Lemoine“, der im Vergleich zum Saisonstart wieder fit
und motiviert erschien. Er zeigte
vor allem am ersten Abend, wie
leicht, schnell, abwechslungsreich
und fehlerlos eine Jonglage aussehen kann. Um seinem Können
auch als Komiker gerecht zu werden, konnten wir an diesen Abenden sehr deutlich feststellen: Patrick Lemoine ist immer nur so gut
wie sein Publikum. Denn wenn
sehr lachfreudige und fröhliche
Gäste im „Fantissima“ sind, bekommt er nicht nur im Finale einen
tosenden Applaus, sondern seine
Stand-Up-Gags werden immer
pointierter und sprudeln förmlich
aus ihm heraus.
Bedingt durch die Äußerungen
unserer anderen Tischgäste (zu
denen auch ein Paar zählte, das
„Burlesque“ vorher im Europapark
besucht hatte) konnten wir feststellen, wie beeindruckt sie alle von
dem Service-Team waren. Sie
fanden es großartig, dass sich die
zuständigen Servicekräfte in „Fantissima“ den einzelnen Tischen zu
Beginn des Abends vorstellten und
jederzeit ansprechbar, lächelnd
und freundlich waren.
Fazit: TOP-SHOW und TOPGASTRONOMIE auch für „Fantissima“
Auch wenn das Ambiente bei „Burlesque“ im Europapark wesentlich
imposanter und moderner ist, kann
„Fantissima“ immer noch mit ihrem
überaus aufeinander abgestimmten „Kellnerballett“, dem „Star“Gesangsduo Buki Domingo und
James Smith und dem harmonischen Gesamtkonzept der Show,
bestehend aus Service, Küche,
Künstler und Live-Band absolut
überzeugen. Bei den einzelnen
Darbietung der Künstler haben
beide Shows in dieser Saison ihre
ganz persönlichen Highlights und
auch das Menü in beiden Shows
stellt
eine
permanente
Geschmacksexplosion dar.
Unserer Ansicht nach punktet Fantissima durch die edle, fast schon
gediegene Atmosphäre, bei der
man auch im Abendkleid und Anzug niemals „overstyled“ ist, sondern sich in das Bild der Show mit
ihren Bühnendetails und Künstlerkostümen nahtlos einfügt.
Allerdings hat auch der Europapark mit seiner Dinnershow einen
wirklich großen Pluspunkt gegenüber „Fantissima“: In jeder Saison
wechseln sämtliche Showacts,
während „Fantissima“ noch mit
einigen „Altlasten“ aus vergangenen Saisonen auffährt. (Abschließend noch eine Publikumsanmerkung, die mir als Frau aus der
Seele spricht: „Die FantissimaShow ist wirklich genial, allerdings
fehlt mir ein Magier!“)
Familie Kuhlemann:
Markus & Claudia mit
Daniel (15) und Bastian (11)
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Seele and Geist
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