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%usauimcngruppirungen von tafelartigen Individuen, die al- lcrdings

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I?
%usauimcngruppirungen von tafelartigen Individuen, die allcrdings gaiiz das Aiisehen haben, wie die tafelartigeli Iudividucu des ciiifachen Kupfersalzes. Die Analogic i l l dcr
Zusainineusctzung bcider Doppelsalze uud die Uebcreinstimlnuiig inchrerer Aiialysen bewogen inich jedoch diesc
Resultate hicr anzufuhreii , obgleich ich mir wohl bewufst
biu, dafs sie alleii bis jetzt geinachten Erfahruiigeu widers p r ech en.
W a s die Eigeuschaft des eiufacheu Kupfersalzes betrifft,
leirlit an der Lrift zu verwittern, so scheinen diese Doppelsalze dicselbe. nicht, oder weuigstens nicht in dein Grade
zu theilen; ich habe iialnlich in der Zeit vou etwa drei Moiiatcu bei keiiiein derselbeu eine S p u r von jeuein weifsen
Ueberzug beinerkt, der sich a11 einzelnen Krystallen dcs
cinfachcn Salzes scliou nach drei W o c b e u zeigte.
SchlieMich will ich noch beinerken, dafs cs mir niclit
gelungen ist, eiu krgstallisirtes Doppelsalz von amcisensaurem Kupferoxyd uud Kalk darzristellen; statt desseu krystallisirteri aus der geineinsaineii Li)siiiig die eiiifaclicii Salzc
beraus, jedes in seiner eigeii~liiiu~liclicii
obeu bcscliriebcueii
K ry s t all for m.
S e i t langer Zcit schon bedient mail sich io d e r Hydrokctte i n i t VoIthcil dcs Zinknrrinlgnins. Weiiii sicli nun
aiicli iiicht voraiissagcii liirst, d a h cine Uutersnehung uber
das Vcrhalteii voii Metallinischiingcii i n der Therinokettc
einen iihnlicheii praktiechen Erfolg habeu werde, so wird
sie doch fur die Tlieoric wiclilig sc?yu. Dainit jedoch Letzteres dcr Fa11 s e y , murs inan bei ein und dersclben Gattuug vou Alliagen durch allmnligc Acuderuiig iu dcr G d s e
18
d e r Mischiiugstlieile, so riele Arten bildeu, dafs sich aus
ihrer Anorduung, sowolil iinterciiiaudcr als zn den iibrigcii
Metallco, die Stelluiig der fehleiideii Arten erkeiiueii lafst.
Icli liatte a d diese Art die Gattnug tler Wisinuth-ZinnLegirungen bereits gepriift, ale ich in Bd. 6 vou P o g g e u d o r f f ' s Aiiunleii (die inir b i e r leicler iiiclit zu Gebote
stehen) die Arbeit S e e b e c k s iibcr deuselbeu Gegeustaud
faud. Es ergnb sich jedocli, d a k meiue Uutcrsuchung uicht
iiberflussig geweseu s e y , wie man bald seheu mird.
1.
D i e W i s m r i th,-Zinn-Legiriiugen.
E s siiid diese Legiruiigeii wegeu ihrer Leiclitflussigkeit
ohue Schwierigkcit iu eiue fur die Versuche bequeme F o r m
z u bringen. Ich gofs sie in eiuer Holzform zu kleiiieu ruudeli Stangeu, dereu Laiigc uugefGhr Om,], die Dicke 0'",002
bis O'"003 betrug. Vor detn Gicrscu wurde die Mischuiig
uatiirlicli sorgf2ltig uingcriihrt. Auf absoliit gciiaue W a gung der Tlieile wurde keiri zu grokes Cewiclit gelegt,
d a d i d s eiiiestheils die W a a g e iiicht gestattete, anderutlieils
eiue relative Gennuigkeit sich als geniigend erwies. Als
drittcs koinint liiiizii, dafs beiin Schuielzeu die uugleiclic
Oxytlirbarkeit dcr Mctalle das beabsichtigte Resultat dennoch illusorisch iiiacheii wurde. Ziir bcqueinen Priifung
d e r gegosscueu Stati,~ciiwaudte ich zwei kleiue Stative, a11
welciicn sich federude Z~iigelclieii, die riiit deli Multiplicatordriihtcn in Vcrbiuduiig staudeu, adf- uud niedcrschiebeii licfseil, an. Mit &xi Ziingelclien fafst iiiaii das E u d e
der Staugen, dercu aiidere Eiiden dauii durcli Niiherii d e r
Stative in Beriihruug gebracht werdeu. Die Erwirinuug
dieser Beruhruugsstelle geschali durch die Flamme eiuer
Spiri tuslainpe.
In Betreff der Wisinoth- Ziiin -Legirungeu ergnb sich,
daTs sie sammtlicli positiver als Wismuth seyeu. Die eine
Halfte derselben, von 1 Thl. Wismutli, 1 Thl. Ziun bis
1 Thl. W. 3~ Thl. Ziuu, hat ihrc Stelle zwischen E'iseu
und Ziun, uud zwar schliefsen sich die Legirungen uin so
cuger a n das Ziun, j e ruehr sic davon enthalten. Die Mi-
79
scllu~~gcll
der niidereli Hiilfte, 1 Tlil. Wismutli 1 Till. zilin
bis J: Thl. WismutIi 1 ThI. Ziun, bilden jedoch licillc continuirliclic Reill(.. Gelit uiaii voii der hlischuug 1 W. 1 %.
a u s uud verdoppelt IIUU stets dcii Wisinuthaii1hciI, S O erhslt I U ~ I I 11och seclls Lcgiruiigcli, welcbe positivcr als Eisell sind: drci V O J I ihneii stellen sich sogar iiber (Ins AuI ~ I I I O I I . L)ic posiilivste v'on dicseu sechs Legiruiigen ist jecloch uicht die, welclie das ineiste Wisinulh eiitli~ilt(32 W.
1 Z.],soiitlerii die wit 16 Thl. W. 1 Th1. 2. Die iiiichst
folgciidc (32 W.1 z.) steht oiimitlclbar unter ilir. Die
danu folgeiide riickt schon unter das Aiiliinoii herab, und
die nschstc (128 W. 1 Z.) macht eiucu Sprung votn Antiiiioii bis uiiter dibs Platiu. M a n kann also i i i i t Siclierlicit
sclilicCseu, d a k allc Legirungeii niit iioch griifscrcu Wisiiiutliautlicilen sicli clew Wisinuth uin so naher stellell werden, je iiielir sic davoii eiithalteu.
Es lasseii sicli hiernach die eiufacheii Mcfalle uiid die
'SVisinuth - Ziiin - Legiriiugeii in drei Gruppen orclacn. In
dcr ersteii stelieii die einfachen Metallc; in der zweitcll
die Legirungeu v o n 1 VV. CID Zinn bis 16 W. 1 %., ill dcr
dritteu die Legiriingeii voii 3~ W. 1 Z. bis 16 \\T.
1 z.
Diese Gruppen siiid i n dcr folgeiidcii Tabelle so iibcrciuander gestellt, wie ihre Glicdcr sicli gcsenseitig ol&icli IIIIC]
in eiuaiider greifen. Sie ciilhalten eiiic bislicr iiicht gciiaunte Legiruiig voii 12 W. 1 Z., w e l c h crkenncu I;iTst,
dais die positivslc Legiruiig zwisclieii deu beidell 8 W. 1 Z.
und 16 W. 1 Z. liegt. Icli liabe cs uicht fiir iiiilhig gcha1t en das ill isciiu ii gs v erhi I t ii i Fs di eser posit ivs t en Leg i r 1111
uoch geiiaiier nuszumi~telit.
80
Tabelle I.
Legirrtngcn r o n
Einrache RIetalle.
1 W. a Z . bis
12 w . 1 z.
Legirungen von
w W. I Z. bis
12
w. 1 z.
12 w . 1 z.
-
-
8W. 1 Z .
-
4w. 1z.
2w. 1z.
-
1 w. 1 z.
1 w. 2 z.
-
-
1 w. 4z.
1 w. 8 z.
1 W. I G Z .
1 w . 3 9 z.
1 W'. a2 z.
-
-
Es gilt diese Tabelle jedoch nur fur geringe Temperaturdiffereuzeu. Viele Legirungen zeigen uutereinnnder
uud mit den eiufachen Metalleu Umkehruug des Stromes,
wenn man die eiue Beriihruugsstelle sttrker erhitzt. Die
Granze, bis zu welcher man erhitzen muls, damit in irgend einer Cornbiuation der Strom durch Null in den entgegengesetzten umschlage, ist uicht imnier dieselbe. Hliufig genugt eiue geringe Erw;irmung, haufig muls sie auch
bis zur Schmelzung und noch weiter gesteigert werden.
Ich wcrde mit den Umkehrungen, welche die Legirungeii
der zweiten Gruppe zeigeu, beginnen. Bei den Legiruugen, welche zwischeu Zinu und Kiipfer steheu, zeigte sich
mir keine Umkehrung, weder in ihren Combin Rt'ioiieu untereinander, noch auch dann, wenn sie mit Zinn verbunden
81
deu rvaren. Ebeiiso weuig kebren sie mit eiuein h8her
steheuden Metall den Stroin urn. Die beiden Legiruligen
1 W. 2 Z. ulld 1 VV. 1 Z. stelleu sich aber bei eiuer Erbitzuiig, welche ihre b l o k e Schmelzwarme ubersteigt, unter
Kupfer. Ueber der freien Flainme Iiifst sich dicfs uiclit
zcigeii, weil (lie sehr leicht fliissigen Legirungeu sogleicb
abtropfeii rind dadurcli die Kette zerreiben. Man uimmt
eiii Scliiilclieii, auf desseu Bodeu iiiau eiuen Kupfer-, Silber otler Ziiikdralit mit der Legiruug in Beriihrung briugt,
uiid erliilzt daun bis einige Tropfeu der Legiruug SO abgeschmolzen siud, dafs sic niit deui E n d e des Dralites in
BeriiLruug bleiben. Dauu zieht inau die Legiruiig fort,
n e i l sie soust zu weit abschinelzen wurde. Unter fortdaucriidcin Erhitzen tauclit uiaii iiuii von Zeit zu Zeit die
Lcgiruug i n die fliissigen Tropfcu uiid beobachtet die Nadel dcs Galvaiioincters, welche bald die eiugetreteue U m hehruiig auzeigt. Die uaclistfolgende Legiruug 2 W. 1 Z.
zeigt Ulukehruug init Eisen. Die beideii, wclclie uber dein
hutimon steheu, S W. 1 Z. und 12 W. 1 Z. zeigeii uiit dcinselben die Umkehrung sebr leicht, uiimlich sclion weit uuter dem Schinelzpuukte. Ueberall zeigcn sicli also i i i dcr
zweiteu Gruppe uur Umkehrungeu des Stroins zwisclicii den
Legiruiigcii uiid dcu eiiifacheu Mctallcu, uud zwar i i i deui
Siniie, dafs sic11 die erstereii dein Wisiuuth iiiilier stellcii
bei hiiherer Temperatur, uiid ihreir altcu I'latz wiedcr eiuLI chin en in i t A b ii a lim e d ers c 1b en.
In der dritteu Gruppe verhalteii sich die Legiruugeu
auf dieselbe Weise. Sic kehreu, iiiit eiuander couibinirt,
den Stroin bei ErhNiung der Temperatur niclit iini, thun
es aber bei Combinatioueu mit den Metallen in Le,'w i i 11gen der ersten und zweiteu Gruppc, uud zwar stellen sic
sich daun ebenfalls dern Wismuth usher.
In der folgenden Tabelle siud die Metalle und Legirungen so geordnet, wie sie sich bei erhtihter Temperatur
stelleu. Es hat diese Tabelle jedoch u u r eiueu relativen
W e r t h , indem sowohl die augemandteu Temperaturen nicht
iiberall dieselben sind, und ohne grofse Schwierigkeiten
Poggendorft's Annal. Bd. LXXXIII.
6
82
auch nicht seyn koiiiiten, als auch eiiie hbhere Steigeniug
derselben gewifs nocli Aenderuugeu hervorrufen wurde.
Trotz dieser Miingel zeigt aber die Zusainlneustellung deutlich, dafs iiiit steigeiider Erhitzuug sich die zweite wic die
dritte Gruppe 11acl1 dem Wisinulli hin zusammendriingt,
dafs abcr inuerhalb derselben keiii Wechsel der Stellen
eintrit t.
Tabelle 11.
Einfaclie Metalle.
Legirungen von
1 W.
Z. bis
1 2 w. 1 z.
Q,
H w. 1 z.
-
1 2 w. 12.
4 W'. 1
-
z.
Legirimgen von
W. 1 Z. bis
1 2 w. 1 z
OD
-
1 2 w. 12.
1 6 w. 12.
-
3'2
w. 1 2 .
-
2w. 1 Z .
-
1 w. 1 z.
1 w. 2z.
1 w. 4 z.
I W. 8 2.
1 W. 16Z.
1 w. OD z.
-
-
128 W. 12.
OD
w. 1 z.
Man klinnte vermuthen, dafs die Legiruogen sicli bei
steigender Hitze so ordnen wiirden, dafs sie endlich allc
ihren Platz zwischcii Zinii uiid Wismuth beklinen, icli
zweifle jedoch darau, deun als ich Ziun mit der Legiriiiig
1 W. 1 Z. in eiiier Glasrbhre zur Beriihrung brachte und
nun erhitzte, so wurde der Strow ungefahr beim Schmelzen der Metalle constaut uod blieb von derselben Starke
und Richtuog selbst bci hellcr Rothglubt.
53
Die sc1iw~cIisteoStrbiue licferu die Legirungeo, welclic
ciu tler ersten Tabclle) uuinittelbar iiber dein Zinu und
,\iitimoii stchcn. Dcr aafsngliche Strom der uber deui Antitiioii stcliendeu Legiruogen init diesem bewirkte nur einc
Able~ikurigder Nadel vou '20"-30u, wshreiid danu der
uingekclirte die Nndel ail die Heiniuuiig marf.
S e c b c c k riil~rt') eiiiige Legiriingen a u , welche nach
dctn zweiteii Erstarreu eiue hiihere (dein Antiinon nahere)
Stellung habeu sollen als nach deui ersten. Ich kaun das
iiicht gaiiz hestatigeo, indem ich z. B. gie Legiruiig 1 W.
1 Z. stcts zwischen Ziuk uiid Eiseii faud, wahreiid sic bci
S e e b e c k erst nach dein zweiten Erstarren hier steht, nach
dem ersten aber zwischen Silber uud Ziuk. Das inehrinalige Scltinelzeu , besonders init ubermalsiger Erhitzuug, hat
a u l die hlliagc den Einflufs, dafs F O U dein leichter oxydirbarein Metall verloreii geht, hier vom Ziiiii. Die Legiruugen dcr zweiten Gruppe werden sich dadrirch also im
Allgemeiiien lidher stelleo. Durch mehrmaliges Schmelzen
der Legirung 1 W. 1 Z. wurde dieselbe stets positivcr, uiid
staud zuletzt iiber Eiseii ( T a b e l l c I.) zwisclieii deli Legirungen 2 W. I Z. uiid d W. 1 Z. G c d s wiiren sic durch
fortgesetztes Schmelzen noch wciter gcriickt , was der Behauptung S e e b e c k ' s , dafs iiur clas zwcite Erstarren uiid
iiicht niehr die folgendeii die Stellc dcr Legirungeo vcrstiderii, widerspricht. Siclier geht mnu liierbci, wcnn i n n u
dieselbe Legiruiig iiaclr dem ersten, zweiten, dritten etc.
Erstnrren gegeiieiuauder pruft. Iin Uebrigen stiminen S e e b e c k ' s Resultate in Betreff der drei Wisinuth-Ziiin-Legiruiigeii , welclie in seiner Untersuchung aufgefiihrt sind
(3 W. 1 Z., 1 W. 1 Z. und 1 W. 3 Z.), lnit meinen iiberein. A u s der ersten Tabelle sielit inan noch, dafs es fur
jedes Metall, welches iiber dern Zinn lie$, zwei Legirungen gebeu mufs, die mit demselbeu rind auch untereinander couibiuirt , bei einer bestiminteu Temperaturdifferenz,
keineu Strom erzeugen. Die Metalle vom Neusilber bis
Zinn haben nur eine solche Legirung. Nach der zweiten
1 ) P o g g . Ann. Bd. 6, S. 150 ff.
6*
84
Tabelle haben die Metalle iiber Zinn (mit Ausnahmc clrs
Antimons ) flir eine audcre, hiihere Temperaturdiffereuz
noch zwei andere Legirungen, iriit deiien sic danii keineu
Strom gebeii, und die Metalle voin Xeusilber bis Zinu noch
eine solche Legiruug. Aukerdem sind aber niich die ineisten der untersucliten Legiruiigeii solche, dic init gewisseu
Metallen fur gewisse Teinperaturdifferenzen keiuen Stroin
geben. Sucht man z. B. die Legirungen, welche mit dein
Eisen bci bestimmten Tcmperntiirdiffcrenzeii der Beruhrungstellen keiiien Stroin gebeii, so bieten sicli folgendc
dar: Nach Tabelle I. giebt es zwei Legirungeu, von. dcncn
die eine zwischen 1 W.1 Z. uiid 2 W. 1 Z., die audern
zwi.scheii 64 W. 1 Z. uiid 128 W. 1 Z. liegt, welche iiiit
Eisen und init eiiiander verhuntlcn fur eiiie bestimmte, relativ kleine, Temperaturdifferenz keiiien Strom geben. Zwei
anderc solche Legirungen liegeu (nach Tabelle 11.) zwischeu 2 W. 1 Z. uud 4 W. 1 Z., uud zwisclieii 32 W.1Z.
uud 64 W. 1 Z. Flir sic inuh aber die frngliche Temperatrirdifferenz grblser seyu. Eiidlich geben auch fur eiue
mittlerc Tcinperaturdifferenz die Legirungen 2 W. 1 Z. und
64 W. 1 Z. mit Eisen und uutereinauder keinen Strom.
Dasselbe wird uoch gelten (bei iuittlerer Temperaturdifferenz) fur eiuige Legiruugen, welche den beiden zuletzt
augefubrten sehr nahe steben.
2.
-
D i o Zin k Z1II n - L egir u II g e II.
Was die Praxis der Versuche mit diesen IAegirungeu
aobetrifft, so war sic dieselbe wie bei dcn vorhergeheuden.
Es ergab sich Folgendes:
Alle Zink-Zinn-Legiruiigeii steheii in der therinoelektrischeh Spaiinungsweise zwischen Ziuk und Zinn. J e inehr
Zink sic eathalten, desto usher stelleu sie sich demsclben,
je weniger, desto iiegativer sind sie. Die Striime, welchc
die fraglichen Legirungen lieferten, waren meist nur schwach
uud oft nur durch bedeutende Hitzgrade hervonurufeu.
Auch bei diesen Legiruugen zeigten sich Umkehrungen des
Stroines gegen die Metalle, welche zwischen Ziun m d Zink
83
stebeu, und zwar in der Art, dafs die Legiruagen sich bei
erhiihter Temperatur dem Ziuk naher stellten, beiiii Sinken derselben aber ibre aite Stelle wieder einnalimen. Bei
Erl16huug der Temperatur murde die Schmelzbitze nirgends
uberschritten.
XicJere Tcrnperatur.
Eiufache Metalle.
Zink
Silber
-
-
Kupfer
Knhle
-
Zinn
Hiihere Tcrnperatur,
Zink-Zinn- Legirungen.
128 Zk.
64Zk.
32 Zk.
16 Zk.
8 Zk.
4 Zk.
1 Zion
I Zn.
1 Zo.
1 Zn.
1 Zn.
1 Zn.
-
2 Zk. 1 Zn.
1 Zk.
1 Zk.
1 Zk.
1 Zk.
-
Ziiik
-
-
Silber
-
I
128 Zk.
64 Zk.
32 Zk.
16 Zk.
H Zk.
4 Zk.
2 Zk.
I Zn.
120.
1 Zn.
1 Zn.
1 Zn.
1 Zn.
1 Zn.
-
1 Zk. 1 Zn.
Kupkr
-
-
2 Zn.
4 20.
liohle
1 Zk. 2 Zn.
1 Zk. 4 Zn.
1 Zk. 8 Zn.
1 Zn.
8 Zo.
-
-
Zinn
-
In der Tabelle fur niedere Temperaturmengen zeigt
sich (ahnlich wie bei den Wismuth- Zinn- Legirungeu), dafs
schou ein geringer Antheil Z i m im Stande ist detn Zink
eiiien anderen Platz in der Spannungsweise anzuweisen,
indem schon die Logiruiig 128 Zk. 1 Zn. sich unter das
Silber stellt. Fiir bbhere Temperatur zeigt die Legirung
1 Zk. 4 Zn. drrs Merkwlirdige, d a t sie mit Kohle keinen
Strom mehr giebt. Die Nadel ging beim Schmelzen der
Legirung ruhig auf Oo zuriick, ohne eiuen entgegeugesctzten
Strom anzuzeigen. Auch zwischen Kupfer und 1 Zk. 2 Zn.
faud eiue entschiedene Abnahme des Stromes beim Steigen
der Temperatur bis zum Scbmelzen der Legiriiug statt;
doch kam die Galvauometernadel nicht bis O o .
Die augeftihrte Kohle ist Gaskohle von ausgezeichneter
Dichte und Leituugsfahigkeit. Dafs auch unter diesen Legirungeu solche vorkommen, welche mit dem zwischen Zink
86
uud Zinn s t e h e u d c ~Metallen
~
fur gcwisse Tempcraturdiffereuzen keinen Stroin geben, brauche ich kaum zu ermzhueu. - S c e b e c k fiilirt I ) keine Zink-Ziun-Legirullg in
seiner Untersucliun, an.
A m 12. MIrz lYS1.
0
IV. Uubo- die physiscFien Eigcnschaften der Flussigkeiten; bcsorrders (lie Ausciehnung derselhen;
von J. J. P i e r r e .
D e r Verf. hat iiber diesen Gcgenstand cine ausfiihrlichc
Untcrsuchung angcstcllt, deren Resultate er i n den Conapt.
rend. T.XXXI. p. 378 folgcndcru~alen angicbt.
I. Itn Allgeinciuen befolgcn dic isoiiicrcn Flussigkeiten
verscliiedeiic Contractions - Gcsetze fur glcichc Tcmperaturver:inderuugcn, gcziihlt von ilircw rclntivcn Siedpunkten.
2. Das nmeisensanre Aethyloxytl und tlas essigsaurc
Methyloxyd inachen indeb eiiie Ausnahine, indem sic gcnau einem selben Coutractioiis- Gesrtz folgeu.
3. W o &I Contractions-Unterschied zwischen zwei
isomeren Flussigkeiteu einer selben Gruppe bcobachtet wird,
wlchst dieser Unterschied und iinrner ia glcichem Siuii, i i i
dem MaaCse als man sich von den Siedpunkten entferut.
Die unter No. 2 angefuhrte Gleichheit scheiut in keinem
nothwendigen Zusainmenhang mit der Verdiclitungsweisc
der Dliwpfe zu steheu, weil sie nicht stattfindet beiin I h t tersiiure-Mouohydrat und essigsauren Aethyl, bri d c r . holIlndischen Flussigkeit und dein monochlorirten Aethylchlorid, ebenso wie bei der Gruppe, gebildet von der monochlorirten holliindischen Flussigkeit und dcin bichlorirten Aethylclilorid, obwohl bei jeder dieser drei Gruppen das specifische Gewicht des Dampfs der beiden zu ihr geliilrigen Flussigkeiten dasselbe ist wie bei der vow aineiseusauren Aethyl
und essigsaureii Methyl gebildeteu Gruppe.
1) Pogg. Ann. Bd. 6.
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