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Kinderspiel, Teenietreff und Jugendkultur – oder wie? - DOJ

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Kinderspiel, Teenietreff und Jugendkultur – oder wie?
Umgang mit verschiedenen Altersgruppen in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit
Fachtagung des Dachverbands Offene Kinder- und Jugendarbeit Schweiz DOJ/AFAJ
8. und 9. September 2014, Olten, Campus FHNW Von Rollstrasse 10
In dem Feld, das mit dem Überbegriff „Offene Kinder- und Jugendarbeit“ (OKJA) bezeichnet wird,
haben im im Lauf der letzten Jahre verschiedene Entwicklungen stattgefunden, die die Praxis in
Bezug auf verschiedene Altersgruppen der Kinder und Jugendlichen ausdifferenziert haben. Diese
Entwicklungen stossen aber an Grenzen und werfen Fragen auf. So haben sich spezifisch auf Kinder
im Primarschulalter ausgerichtete Angebote wie zum Beispiel Spielanimationen stark verbreitet –
doch wie sollen diese ideal gestaltet werden, und braucht es dazu Alternativen? Bei der Arbeit mit
jüngeren Kindern spielen deren Eltern eine wichtige Rolle – ist die OKJA für die Elternarbeit bereit?
„Klassische“ Jugendtreffs, andererseits, definieren ihre Zielgruppe landläufig über die Faustregel „für
alle ab Sekundarschulalter“ – stellen jedoch fest, dass 10-12jährige Kinder starkes Interesse an den
Angeboten zeigen. Erst wenige Einrichtungen Konzepte für diese „Lückenkinder“ entwickelt. Der
Ausbau von mobilen und aufsuchenden Arbeitsformen erreicht im Weiteren grundsätzlich alle im
öffentlichen Raum – lässt sich da eine altersgruppenspezifische Ausrichtung überhaupt aufrecht
erhalten, und welches Potential wird hier allenfalls vergeben? Von älteren Jugendlichen ab 16 Jahren
erwarten wir wiederum, dass sie mit sehr viel Eigenverantwortung möglichst konstruktive
Freizeitbeschäftigungen selbst gestalten – doch wie können wir sie auf dem Weg dahin begleiten?
Ausgehend von diesen und weiteren Fragen, möchte der DOJ anlässlich seiner Fachtagung dazu
einladen, die aktuelle Praxis der Offenen Kinder- und Jugendarbeit unter der Perspektive der
verschiedenen Altersgruppen von Kindern und Jugendlichen gemeinsam zu reflektieren und
innovative Ansätze aufzeigen.
Zielgruppe der Tagung
Die Tagung richtet sich an MitarbeiterInnen und Leitungspersonen der Offenen Kinder- und
Jugendarbeit und weitere Interessierte.
Zweisprachigkeit
Die Tagung wird teilweise zweisprachig durchgeführt, denn wir möchten diese Gelegenheit für einen
Know-How-Transfer zwischen den Sprachregionen nutzen.
 Alle Referate werden simultan übersetzt
 Bei den Workshops ist die Zweisprachigkeit angegeben
 Die Talkrunde am Montag abend findet nur auf deutsch statt.
Ort
Die Tagung findet in den Räumlichkeiten der FHNW in Olten statt, neues Campus-Gebäude,
Von Rollstrasse 10
PROGRAMM
Montag, 8.9.
Ab 12.15h
13h
Empfang, Check-in
Begrüssung
13.15 - 14.15h
Einführungsreferat:
Wie verändern sich Fähigkeiten und Bedürfnisse von Kindern und
Jugendlichen? Eine entwicklungspsychologische Perspektive
Je älter die Kinder werden, desto mehr möchten sie ihr Leben selber bestimmen
und erleben. In ihrer Entwicklung lernen und verändern sich Kinder konstant.
Sie möchten viel, können noch nicht alles. Was brauchen Kinder und
Jugendliche um sich erfahren und entwickeln zu können? Wie können Sie in
ihrer Entwicklung nach Selbstständigkeit unterstützt werden?
Dr. phil. Annette Cina, Psychologin FSP
14.15h – 14.45
14.45h – 15.15
Diskussion
Pause und Infomarkt
15.15h – 17.15h
*Workshoprunde 1
17.15
Apéro riche, ab ca. 18h Talkrunde zum Thema:
„Kinder sind sowieso herziger“ - richtet die Offenen Kinder- und
Jugendarbeit danach aus, was politisch erwünscht ist, oder nach den
tatsächlichen Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen?
Moderation: Elena Konstantinidis, Geschäftsführerin DOJ/AFAJ
Talkgäste: tbc
Schluss, Abend zur freien Verfügung
19h
Dienstag, 9.9.
9h
9.15 – 10h
Begrüssung
La cohabitation des différents âges dans les centres socioculturels –
un aperçu de la pratique lausannoise
Verschiedene Altersgruppen nutzen gemeinsam die Quartierzentren –
ein Einblick in die Arbeit in Lausanne
Daniel Kohlbrenner, Adjoint de direction chargé de l’animation
FASL, Fondation pour l’animation socioculturelle lausannoise
10-10.30
10.30 – 11
Diskussion
Kaffeepause und Infomarkt
11 – 13h
*Workshoprunde 2
13h – 14.15h
Stehlunch
14.15h – 15h
Referat:
Zusammenarbeit von Schule und offener Kinder- und Jugendarbeit –
aktuelle Befunde und Entwicklungen




Wie tickt die Schule? Aktuelle empirische Befunde zur
Wirksamkeit von Lernen, Unterricht, Schule
Wie verändert sich Schule? Welchen Einfluss hat dies auf die
Lebenssituation von Kindern und Jugendlichen?
Wie tickt die Jugend heute – Einblick in Laufende ch-x-Studie,
Einfluss von Sozialraum und Schule
Bildungslandschaften und Bildungsverbünde:
Zusammenarbeitsmöglichkeiten zum Wohl von Kindern und
Jugendliche
45min. Vortrag
 Schlussgespräch 15‘
Prof. Dr. Stephan Huber, Leiter Institut für Bildungsmanagement und
Bildungsökonomie (IBB), Pädagogische Hochschule Zug (PHZG)
15h – 15.30h
Schlusswort – Auswertung der Tagungsthesen
*Workshops
Den Teilnehmenden werden 10 zweistündige Workshops angeboten. Jeweils am Montag und
Dienstag kann ein unterschiedlicher Workshop gewählt werden. Workshopthemen:
1.
Kinder- und Jugendarbeit unter einem Dach: Übergangsangebote - Utopie oder Realität?
Das Jugendsekretariat der Stadt St. Gallen bietet Angebote für Kinder ab 6 Jahren bis junge
Erwachsene von 22 Jahren. Die Übergänge Kinder/Jugendliche und Jugendliche/junge Erwachsene sind
immer wieder herausfordernd. Im Workshop gehen wir der Frage nach, sind Übergangsangebote
sinnvoll oder lebensfremd?
Hansueli Salzmann, Sozialarbeiter FH
Nicole Bruderer, Sozialarbeiterin MA
www.js.stadt.sg.ch
2.
Spielangebot als Ausgangspunkt für die Gestaltung von Lebensraum und die Quartier-entwicklung
Die Quartierarbeit für Kinder und Jugendliche der Stadt Luzern beteiligt Kinder im Schulalter an
Gestaltungsprozessen und unterstützt sie in ihrer Freizeitgestaltung im Quartier. Am Beispiel der
SpielWerkAktion im Quartier Fluhmühle-Lindenstrasse kann beleuchtet werden, wie ein Spielangebot
zum zentralen Element nachhaltiger Quartierentwicklung wird - von der Umgestaltung des Parks bis
hin zu Sprach- und Informationskursen für Frauen.
Peter Zumbühl, Leiter Quartierarbeit, Stadt Luzern
3.
Selbstverwaltete Jugendräume
Der Wunsch Jugendlicher nach (teilweise) selbstverwalteten Räumen ist weit verbreitet. Welche
Hindernisse und Hürden gilt es zu überwinden, um dem Wunsch Rechnung zu tragen? Anhand eines
Praxisbeispiels suchen wir nach möglichen Erfolgsfaktoren bzw. Hindernissen bei der Umsetzung.
Lars Koch, Bachelor in Soziokultureller Animation HSLU, Stellenleiter OJA Kreis 9 und Hard, Zürich
4.
Generationenübergreifende Kinder- und Jugendangebote unter einem Dach – wie geht das?
Die e9 jugend & kultur wurde vor 30 Jahren als Jugendtreff gegründet. Vor 10 Jahren erweiterten wir
das Angebot für die Kinder (Villa YoYo). Der Workshop zeigt auf, wie verbindliche Programme
(Mittagstisch und Tagesferien) mit den niederschwelligen Angeboten (Villa YoYo und Jugendtreff) sich
gegenseitig ergänzen und bereichern und welche Raumkonzeptionen und pädagogische Überlegungen
getroffen werden müssen, damit die generationenübergreifende Jugendkultur gelingen kann.
Stefan Schwarz, Geschäftsführer der e9 jugend & kultur. Diplompädagoge, Logotherapeut und
Psychotherapeutischer Psychologe, MSc. Institutsleiter: Institut für Sinnzentrierte Führung, GmbH, Basel
5.
Culture Kitchen – Koch-Workshops mit verschiedenen Altersgruppen
Achtung: Dieser Workshop findet leider nur am Dienstag statt.--> für einen vergleichbaren zusätzlichen
Workshop am Montag, siehe unter 11.!
Wie kann ein niederschwelliges Angebot wie gemeinsames Einkaufen und Kochen mit so
unterschiedlichen Altersgruppen wie Primarschulkinder, Teenies und jungen Erwachsenen je
angemessen gestaltet werden? Wie können die älteren Jugendlichen in die Selbständigkeit begleitet
werden? Erfahrungen aus dem „culture kitchen“ in Basel und Diskussion.
Davide Maniscalco, Worldshop Basel
6.
Angebote für verschiedene Zielgruppen bedarfsorientiert planen.
Aufgrund der Prinzipien Freiwilligkeit, Offenheit und Partizipation ist die Offene Kinder- und
Jugendarbeit (OKJA) herausgefordert, sich immer wieder an den Themen, Inhalten und Bedürfnislagen
ihrer Zielgruppe(n) anzupassen. Wie gelingt es der OKJA, die eigenen Angebote bedarfsorientiert an
diesen Zielgruppen auszurichten und wie können Bedürfnislagen der unterschiedlichen Altersgruppen
überhaupt erfasst werden? Der Workshop greift diese Fragen auf und diskutiert gemeinsam mit den
Teilnehmenden vor allem methodische Ansätze von Bedarfsabklärungen.
Julia Gerodetti, M.A. Soziale Arbeit. Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut Kinder- und Jugendhilfe der
Hochschule für Soziale Arbeit Fachhochschule Nordwestschweiz
7.
A toi de jouer….
Présentation du projet de la Villa YoYo et son expression genevoise. Comment faire cohabiter petits et
grands, qualifiés et non qualifiés ?
Vanessa Dahan, secrétaire générale des UCG en charge des Villa YoYo et membre de Comité de l'association
suisse des VY, Psychologue
8.
Offene Angebote für Jugendliche über 16 Jahren – Voraussetzungen und Möglichkeiten
Atelier en allemand, avec traduction simultanée en français
Jugendliche über 16 Jahren und junge Erwachsene stellen in der Praxis der Offenen Jugendarbeit
oftmals eine zentrale Zielgruppe dar. Im Kontext der Verlängerung der Jugendphase verfügt diese
Altersgruppe jedoch über sehr spezifische Bedürfnislagen und Anliegen, die von der Offenen
Jugendarbeit gut aufgegriffen und bearbeitet werden können. Im Workshop werden die
Anforderungen an die Tätigkeit mit dieser Altersgruppe und verschiedene Handlungsansätze
aufgezeigt, wie Angebotsformen für diese Zielgruppe entwickelt und umgesetzt werden können,
welche ihren Bedürfnissen und Interessen angemessen Rechnung tragen.
Manuel Fuchs, M.A. Soziale Arbeit, wissenschaftlicher Mitarbeiter Institut Kinder- und Jugendhilfe, Hochschule
für Soziale Arbeit, Fachhochschule Nordwestschweiz.
9.
Eltern in der Jugendarbeit: Ärgernis oder Ressource? Atelier en allemand, avec traduction
simultanée en français
Jugendarbeiterinnen und Jugendarbeiter müssen sich teilweise mit immer jüngeren Besucherinnen
und Besuchern auseinander setzen. Darum stellt sich auch die Frage nach dem Kontakt mit den Eltern.
Im Workshop werden wir mittels konkreter Beispiele die eigene Haltung reflektieren, Ideen für den
Arbeitsalltag gewinnen und die Möglichkeiten und Grenzen einer Zusammenarbeit mit den Eltern
ausloten.
Yvonne Ledergerber, Eltern- und Erwachsenenbildnerin FA, soziokulturelle Animatorin, Fachmitarbeiterin
Suchtprävention und Standortleiterin Femmes-Tische
10. Aller vers, accueil libre et jeunes adultes dans l’espace public :
Quelle animation socioculturelle avec des jeunes adultes dans l’espace public, échange autour de
l'exemple du Pavé
Aufsuchen – Offene Jugendarbeit und junge Erwachsene im öffentlichen Raum am Beispiel „le Pavé“
- Workshop in Französischer Sprache mit Simultanübersetzung
Le Pavé est un projet socioculturel en évolution mené à Lausanne pour, et avec de jeunes adultes dans
l'espace public. Dans un premier temps à vocation préventive, ce projet s'est mué cette année en
espace de rencontre et d'expression créatives pour jeunes adultes. Dès les premiers instants, des pairs
ont été impliqués dans le projet et sont à présent organisateur du projet.
Das « Pavé » ist ein soziokulturelles Projekt in laufender Weiterentwicklung in Lausanne, für und mit
jungen Erwachsenen im öffentlichen Raum. Nach einer ersten Phase mit der Ausrichtung auf
Prävention, hat sich das Projekt zu einem Raum für kreativen Ausdruck für junge Erwachsene
entwickelt. Seit dem Anfang wurde mit peers gearbeitet, die heute die Organisatoren des Projekts sind.
Sylvain Nicolier, Animateur socioculturel
Neu – zusätzlicher Workshop am Montag :
11. Community Art in einem Siedlungsprojekt
Achtung: Dieser Workshop findet nur am Montag statt.--> für einen vergleichbaren zusätzlichen
Workshop am Dienstag, siehe unter 5.!
In einer Kleinbasler Siedlung wohnen auf engem Raum 900 Menschen. Auf der Siedlungswiese
tummeln sich in der warmen Jahreszeit bis zu 150 Kinder verschiedensten Alters. Rund 1/3 der
Bewohnerschaft ist unter 18 Jahren. Die meisten bringen einen Migrationshintergrund mit sich. Das
Erziehungsdepartement Basel Stadt lanciert darauf 2011 ein befristetes Projekt: Mobile soziale Arbeit
in einer Siedlung. Die Auseinandersetzung mit dieser heterogenen Bewohnerschaft (Alter, kultureller
Hintergrund) stellt einige Herausforderungen. Die Projektleitung wagt den Sprung ins kalte Wasser
und initiiert ein Community Art Projekt für alle Altersgruppen. Die Teilnahme ist unverbindlich und
kostenlos. Kann das gut gehen? Und wer lässt sich überhaupt darauf ein? Einige schütteln in den
Vorgesprächen mit dem Kopf. Aber nicht alle.... Ziel des Workshops ist das Vorstellen der Arbeit im
Rahmen des Siedlungsprojekts, aber auch praktische Übungen/Gruppenarbeit: Entwickeln von
möglichen Handlungskonzepten, Diskussion, und Reflexion/Erkenntnis für die eigene Arbeit.
Billie Grether, Pädagogin/M.A. Soziale Arbeit, courvoisier stadtentwicklung Basel
Anmeldung unter :
www.doj.ch / Startseite / DOJ-Fachtagung oder direkt
https://doj.wufoo.com/forms/wymhv4g0g51gdi/
formulaire d’inscription en français:
Auskünfte und Kontakt:
Elena Konstantinidis, Geschäftsstelle DOJ, welcome@doj.ch
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