close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Ein „happy day“ für Schüler wie Lehrer - Ameos

EinbettenHerunterladen
HALBERSTÄDTER TAGEBLATT
Volksstimme
Verbandsgemeinde
VORHARZ
SCHWANEBECK
WEGELEBEN
DITFURT
Redaktion: Dennis Lotzmann (dlo)
✆ 03 94 83/97 92 89
Fax: 03 94 83/97 92 90
Funk: 01 71/5 42 39 34
lotzmann-harz@t-online.de
Osterfeuer
Zentrale Aktion
in der Bodestadt
Wegeleben/Adersleben/
Deesdorf/Rodersdorf (dlo). In
diesem Jahr findet ein zentrales Osterfeuer in der Bodestadt
Wegeleben statt: Das Feuer soll
am
Ostersonnabend,
dem
23. April, um 19 Uhr am Platz
vor dem Schützenhaus entfacht werden, kündigt Bürgermeister Hans-Jürgen Zimmer
an. Im Gegenzug würden keine
privaten
Brauchtumsfeuer
mehr genehmigt.
Ausschuss-Sitzung
Alter Multicar
wird veräußert
Wegeleben/Adersleben/Deesdorf/Rodersdorf (dlo). Für
die Arbeiten auf dem Friedhof
in Wegeleben wird ein neues
Fahrzeug angeschafft. Nachdem die Stadträte dafür bereits
die Weichen gestellt haben, beraten die Mitglieder des Hauptausschusses in ihrer heutigen
Sitzung über den Verkauf des
vorhandenen „Multicar“.
Ein weiteres Thema sind die
Beratung und Beschlussfassung über die Richtlinie der
Stadt zur Förderung der Reihe
„Kultur- und Vereinssommer
Wegeleben“. Die Beratung des
Ausschusses beginnt heute um
19 Uhr im Sitzungszimmer des
Rathauses in Wegeleben.
Donnerstag, 14. April 2011
Petri-Sekundarschule Schwanebeck erhält Titel als „Schule ohne Rassismus“
Ein „happy day“ für Schüler wie Lehrer
In der Petri-Sekundarschule
Schwanebeck hat rechtes
Gedankengut absolut keinen
Platz. Schulleitung und
Schüler gehen gegen derartige
Auswüchse seit Jahren mit
Nachdruck und unmissverständlich klar vor. Für ihr
Engagement wurde die Schule
jetzt als landesweit 61. Bildungseinrichtung mit dem Titel
„Schule ohne Rassismus –
Schule mit Courage“ ausgezeichnet
Von Dieter Kunze
und Dennis Lotzmann
Schwanebeck/Nienhagen.
Die Verleihung des Titels „Schule ohne Rassismus – Schule mit
Courage“ wurde für die Schüler
ebenso wie für die Lehrer der
Petri-Sekundarschule
in
Schwanebeck ein Höhepunkt.
Schulleiterin Kerstin Buchtenkirch erinnerte an einige frühere Aktivitäten von Schülern mit
rechtem Gedankengut. Die konsequente Umsetzung der schulischen Hausordnung, bilanzierte
sie, habe Erfolg gezeigt.
„Die Lehrer stehen
zu 100 Prozent
hinter unserem
Projekt“
Im Namen der Organisatoren
des Projektes sagte Lehrerin
Denise Witteborn, man sei stolz,
dass 80 Prozent der Petri-Schüler eine entsprechende Verpflichtungserklärung
unterschrieben
hätten.
Laut
Titelvorgabe müssten mindestens 70 Prozent der Schüler,
Lehrer, Pädagogen und Mitarbeiter einer Schule per Unterschrift jeglicher Form von Diskriminierung
und
Gewalt
abschwören. „Das ist ein Zeichen, dass die Mehrheit für ein
gewaltfreies Miteinander ist“,
betonte sie. Man wolle so für
eine angenehme Schulatmo-
Zur Feier des Tages war die Schwanebecker Petri-Sekundarschule mit
den Fahnen zahlreicher Länder geschmückt.
Fotos: Dieter Kunze
sphäre sorgen und keinerlei
Diskriminierung zulassen. Das
Projekt, das schulintern bereits
seit mehreren Jahren verfolgt
werde, könne nun mit der Titelverleihung auch nach außen getragen werden.
Zu den vielfältigen Aktionen
im Rahmen des Projektes gehörten jüngst auch eine Tombola und die Versteigerung zugunsten der Erdbebenopfer in
Japan sowie der Kochwettbewerb und der Fremdsprachenwettbewerb. Sabine Borchert
habe mit ihrem ebenso lebendigen wie lebensnahen Fremdsprachenunterricht
ebenfalls
zum Erfolg wesentlich beigetragen, hieß es.
„Die Lehrer stehen zu
100 Prozent hinter unserem
Projekt“, hob Schulsozialarbeiterin Christina Henze hervor.
Das multikulturelle Hoffest in
der Schule sei inzwischen eine
gute Tradition. Dank gelte es
auch Dr. Cornelius Presch für
die Unterstützung zu sagen –
ein „idealer Begleiter“, wie
Christina Henze betonte.
Bereits seit dem Jahr 2007
wird an der Schule mit Streitschlichtern gearbeitet, um Konflikte zu lösen. Die jungen Mädchen kamen 2007 erstmals
zusammen. 2008 folgten Workshops zum Thema Gewalt und
eine theoretische Ausbildung.
In der Petri-Schule konnte ein
entsprechender Raum eingerichtet werden. „Im gleichen
Jahr folgte ein zentraler Erfahrungsaustausch in Schönebeck“, erinnerten die Teilnehmerinnen. Im Juni 2009 habe
dann die Abschlussprüfung auf
dem Programm gestanden. Zudem werde in der Schülerzeitung „Petri-Post“ und mit Hilfe
von Flyern über die Arbeit der
Streitschlichter berichtet und
um weitere Mitstreiter für die
Tätigkeit der Streitschlichter
geworben.
Chefarzt Dr. Cornelius Presch
vom Halberstädter Ameos-Klinikum sagte im Rahmen der
Preisverleihung, die Auszeichnung sei kein Preis für bereits
Geleistetes,
sondern
eine
Selbstverpflichtung für Gegen-
Sichtlich stolz nahmen die Schwanebecker als landesweit 61. Schule den von der Landeszentrale für politische Bildung ausgelobten Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ entgegen.
wart und Zukunft gleichermaßen. „Sie vermitteln damit, dass
Sie nicht weghören, nicht wegschauen und nicht schweigen –
ungeachtet der Hautfarbe, des
Glaubens und der Herkunft“,
sagte er mit Blick auf Schüler
wie Lehrer.
„Das ist ein Zeichen,
dass die Mehrheit
für ein gewaltfreies
Miteinander ist“
Als Pate unterstütze er die
Schule ohne Rassismus und mit
Courage, weil ihm Toleranz und
Akzeptanz wichtig seien, weil
unsere Gesellschaft Rassismus
keinen Platz bieten dürfe, weil
er jede Form von Diskriminierung und Ausgrenzung aufs
Schärfste verurteile und weil
nur aus couragierten Kindern
couragierte Weltbürger werden
könnten. „Schulen müssen ein
demokratischer Ort sein, wo jeder das Recht auf gleiche Be-
handlung und gleiche Chancen
hat“, appellierte der Mediziner.
Lehrer und Schüler der PetriSekundarschule würden jetzt
nach außen und unübersehbar
klar vermitteln, dass sie sich
nicht abwenden und weghören,
„weil sonst die Dummen Spielräume erhalten“.
Zur Titelverleihung auf dem
Schulhof begrüßten zunächst
die Gospelsängerinnen der
Schule mit „Oh happy day“ die
zahlreich erschienenen Gäste.
In Sachsen-Anhalt sei die
Schwanebecker Bildungseinrichtung die mittlerweile 61.
Schule, die den Titel erhalte, so
Bernd Lüdkemeier, Direktor
der Landeszentrale für politische Bildung.
Er sei überrascht und beeindruckt von den Vorhaben und
Leistungen der Schwanebecker.
„Auch die lebensfrohe Musik
begeistert mich“, bekannte er
und meinte: Die Sängerin sollte
über den Schulhof hinaus
strahlen. Gemeint war Angelique Behrens mit ihrer überragenden Stimme.
Das Land Sachsen-Anhalt sei
auch dank solcher Initiativen
eine starke Zivilgesellschaft, in
der der Rechtsextremismus keine Chance habe, wie jüngst die
Landtagswahlen gezeigt hätten.
Schulleiterin
Buchtenkirch
sprach
abschließend
den
Wunsch aus, die Schüler mögen
diese Idee „mit im Herzen nach
Hause tragen“ und weiter verbreiten.
„Sie vermitteln, dass
Sie nicht weghören,
nicht wegschauen,
nicht schweigen“
Musikalisch ging der Tag mit
einem kleinen Konzert der
Gruppe Tuanona vom Klub Afrika aus Magdeburg zu Ende.
Die beiden Künstler konnten
die Kinder und Jugendlichen
der Petri-Sekundarschule augenscheinlich richtig begeistern und wurden mit viel Applaus belohnt.
HEIMATGESCHICHTE
In stiller Trauer und dankbarer Liebe nehmen wir Abschied
von meinem geliebten Mann, unserem herzensguten Vati und
liebevollen Opa
Halberstädter Nachrichten vor 100 Jahren
Internationale Ringkämpfe im Stadtpark
Halberstadt (eso). In der heutigen Folge wird ein Blick in die
Ausgaben der „Halberstädter
Zeitung und Intelligenzblatt“
vom 10. bis 16. April 1911 geworfen.
Junge bringt Holzbein
zum Polizeirevier
Ein eigenartiger Fund wurde
am Donnerstag morgen von einem Knaben auf dem Polizeirevier in der Voigtei abgegeben.
Der Junge hatte auf der Straße
einen Mann mit einem Holzbein
vor sich gehen sehen, als dieser
plötzlich sein Bein verlor. Als
der Mann sich aber nicht weiter
um seinen Verlust kümmerte,
vielmehr frohen Mutes weiter
ging, hob der Junge das Bein
auf und schleppte es mit vieler
Mühe und großen Schweißtropfen zur nächsten Polizeiwache,
von wo es ins Fundbüro abgeliefert wurde. Dort liegt es noch
zur Abholung bereit.
• Neuer Brockenweg. Der
Bremerweg, der, vom Brocken
aus gerechnet, die Fortsetzung
des Brockenfußweges bildete
und die Schönheiten der berühmten Ilsefälle eigentlich erst
erkennen ließ, soll jetzt vom
Harzklub-Zweigverein Bremen
verlängert werden. Bisher führte er vom Brockenfußweg bis zu
der Chaussee, die die Forsthäuser Plessenburg und Scharfenstein verbindet. Jetzt soll er fortgeführt werden bis zum
Zantierplatz. Er wird dabei
über eine Brücke führen, deren
Anlage der Großmut des Vorsitzenden vom Bremer Zweigverein zu danken ist. Die Arbeiten
haben bereits begonnen. Man
wird also schon im Sommer auf
einem bis zum alten Fußweg
vom Kurgarten Ilsenburg an
prächtig angelegten neuen Promenadenweg, der die Schönheiten der Ilse und ihrer Fälle in
vollem Maße erschließt, eine
Brockenfahrt ausführen können. Ohne die Chaussee längsseitig jemals zu berühren, ge-
langt man also jetzt auf den
Brocken.
• In der letzten Sitzung der
Baudeputation kam die Einrichtung einer Bauberatungsstelle gegen bauliche Verunstaltungen zur Sprache. Man war
sich darüber einig, daß eine solche besondere Beratungsstelle
für unsere Stadt nicht nötig erscheint, weil eine Tätigkeit wie
sie diese Beratungsstelle genügender Weise bereits durch andere Instanzen, nämlich das
Bauamt, die Baupolizei und die
auf Grund des Ortsstatuts gegen die Verunstaltung von Stra-
ßen und Plätzen eingesetzte
Kommission, ausgeübt wird.
Ballon „Magdeburg“
steigt zu Ostern auf
• In der geheimen Sitzung
der Stadtverordneten, die sich
der gestrigen öffentlichen anschloß, wurde der Vertrag mit
Herrn Landgerichtsrat Rabe
über den Verkauf einer Baustelle an der Gneisenaustraße und
die Entnahme des an der Gneisenaustraße belegenen Ackerplans aus der Pacht genehmigt.
• Der Inhaber der Halberstädter Würstchen-Spezialfabrik, Albert Rebettge, hier in
Westendorf, ist auf der fachgewerblichen Ausstellung für
Gastwirts- und Hotelwesen zu
Stendal jetzt für hervorragende
Leistungen die „Silberne Medaille“ zuerkannt worden. Herr
Rebettge hat es verstanden, sein
verhältnismäßig noch junges
Unternehmen in kurzer Zeit
empor zu bringen, da diese Auszeichnung bereits die vierte dieser Art ist, die ihm zu teil wurde.
• Ballonaufstieg in Halberstadt. Am Ostersonntag wird
hier vom Füllplatz (gegenüber
dem Stadttheater) der Ballon
„Magdeburg“ des Magdeburger
Vereins für Luftschiffahrt einen
Aufstieg unternehmen. Führer
des Freiballons ist Bergrat Heckel. Mitfahrende sind ein Professor aus Halle (zu wissenschaftlichen Zwecken), der
Flieger Hintner und Prokurist
Schulze, in Firma J. G. Klamroth.
• Internationale Ringkämpfe
im Stadtpark. Am ersten Osterfeiertage beginnt im Stadtpark
eine internationale RingkampfKonkurrenz, die sich wohl auch
in unserer Stadt eines regen Interesses erfreuen dürfte. Italien
ist vertreten durch Camilotti,
der einer der besten Modellathleten der Jetztzeit ist. Aus Bayern kommt Huber, ein würdiger
Vertreter unseres Bundestaates.
Rumänien schickt den eleganten
Leichtgewichtschampion
Angelescu. Collon-Luxemburg
ist ein Ringer, der über gewaltige Kraft und hervorragende
Technik verfügt. Der Weltchampion Alexander Dobricz, einer
der besten Ringer der Jetztzeit,
hat ebenfalls seine Teilnahme
zugesagt.
Historische Hüte sorgen
für großes Aufsehen
In dem Hutgeschäft von Wilhelm Knoke, Schmiedestraße
14, ist eine Sammlung historischer Hüte ausgestellt, die nicht
verfehlt, das Auge der Vorbeieilenden zu fesseln. In Originalen
und geschickten Nachbildungen sehen wir da die Kopfbedeckungen aus den ältesten Zeiten der Menschheit und von den
verschiedensten Völkern vertreten. Die Petasos der Griechen
aus dem 4. Jahrhundert vor
Christi Geburt, der griechische
Pilos, die Phrygische Mütze aus
dem 9. Jahrhundert stehen
friedlich neben der Hubertusmütze aus dem 14. jahrhundert,
dem Hut Karls des Kühnen von
Burgund, dem Hut des Kurfürsten von Brandenburg aus dem
Jahre 1675. Der Hut Kaiser Josephs II. von Oesterreich, Napoleons I., die Kopfbedeckungen
aus der französischen Zeit leiten in die Gegenwart hinein.
Auf das Altertum verweisen
wieder der Mönchshut aus dem
11. Jahrhundert und die Hüte
aus dem 12. und 16. Jahrhundert. Als Ahnherrn unseres modernen Zylinderhutes und Chapeau claques sehen wir die
Klapphüte und Seidenhüte aus
den Jahren 1815 und 1820. Die
Sammlung, die auch auf der
Brüsseler Weltausstellung vertreten war, kulturhistorisches
Interesse bietet und durch
Schilder übersichtlich gekennzeichnet ist, befindet sich im Eigentum der Firma Mayser in
Ulm.
Das Kaiserliche Gesundheitsamt zu Berlin meldet für
Halberstadt für den Februar d.
Js.: Zur standesamtlichen Anmeldung gelangten 75 Sterbefälle – darunter 20 von Kindern
im Alter bis zu 1 Jahr. Todesursachen: Scharlach 1, Tuberkulose 6, weitere Krankheiten der
Atmungsorgane 15, Magen- und
Darmkatarrh und Brechdurchfall 4, gewaltsamer Tod 2, alle
übrigen Krankheiten 47.
Die Zahl der in Halberstadt
im Monat Februar gemeldeten
Geburten hat – ausschließlich
der vorgekommenen 2 Totgeburten – 95 betragen.
Dieter Mann
* 05. April 1936
† 10. April 2011
Wir bleiben traurig zurück.
Christa Mann
Petra und Richard Ratayczak
Olaf und Denise Mann
sowie seine Enkel Christoph, Felix und Finja
Halberstadt, im April 2011
Die Trauerfeier mit anschließender Urnenbeisetzung findet am
Sonnabend, dem 30. April 2011, um 11.00 Uhr auf dem Friedhof in Ströbeck statt.
Betreuung durch: LINDEMANN Bestattungen
Es ist schwer einen geliebten Menschen zu verlieren.
Mike Kilian
* 02. Oktober 1978
† 27. März 2011
DANKE
sagen wir allen, die sich mit uns
in stiller Trauer verbunden fühlten und ihre Anteilnahme auf
vielfältige Weise zum Ausdruck
brachten.
Wir werden Dich nie vergessen!
In Liebe und Dankbarkeit
im Namen aller Angehörigen
Erika und Dieter Kilian
Schwanebeck, im April 2011
Danke
für all die tröstenden Worte, gesprochen und geschrieben,
für alle Blumen und Gestecke und allen, die am Trauergottesdienst für unsere liebe Schwester
Karin Lidinsky
teilgenommen haben.
Besonderer Dank gilt dem Bestattungsinstitut
Lindemann für die liebevolle Betreuung und
Herrn Pfarrer Klemm-Wollny für die mitfühlenden Worte.
Insa Ilona Both mit Familie
Christa Berg mit Familie
sowie Ralf, Ute und Nils
Langenstein, im April 2011
Document
Kategorie
Bildung
Seitenansichten
11
Dateigröße
250 KB
Tags
1/--Seiten
melden